Technisches Gebiet
[0001] Schachtabdeckungen für Kabelschächte bestehen aus einem Schachtdeckel und einem Schachtrahmen,
wobei der Schachdeckel auf dem Schachtrahmen zur Anlage gelangt. Schachtabdeckungen
werden in verschiedenen Versionen hergestellt und eingebaut, z.B. als Gussplatten,
Betonplatten, Blechwannen etc.
Stand der Technik
[0002] Schachtdeckel werden zur Abdeckung von Zugängen für Leitungen beispielsweise in Strassen
eingesetzt. Sie weisen eine Grösse auf, die derart bemessen ist, dass die Leitungen
gut von aussen erreichbar sind. Eine bevorzugte Ausführungsform ist derart bemessen,
dass ein Mensch in den Schacht steigen kann.
[0003] Bei allen Einbau-Varianten besteht oftmals ein Handling-Problem, besonders bei schweren
Ausführungen. Der Ein- und Ausbau des Schachtdeckels der Schachtabdeckung erfordert
meistens erhebliche Muskelkraft und muss in den meisten Fällen von zwei Personen bewerkstelligt
werden. Personen mit Rückenleiden sind für diese Arbeit in der Regel überfordert.
Für schnelle Service-und Kontrollöffnungen solcher Schachtdeckel sind meistens auch
keine Hebehilfen wie Kran oder Stapler vorhanden.
[0004] In der Praxis behilft man sich mit Spezialwerkzeugen, um diese schweren Schachtdeckel
anzuheben und zu verschieben. Die überaus schweren Schachtdeckel (100 bis 400 kg)
werden aus dem Rahmen der Schachtabdeckung herausgezogen, indem diese einseitig mit
den genannten Spezialwerkzeugen gehalten und auf die umliegende Strassen- oder Umgebungsfläche
geschleift werden. Dabei entstehen auf der Umgebungsfläche vielfach störende Rillen
und Kratzer, besonders bei Teerbelägen, welche dann mit erheblichen Kosten wieder
ausgebessert werden müssen.
[0005] Das Einbringen der schweren Schachtdeckel ist meistens ebenfalls recht umständlich,
und allein das Hineinschieben in den Schachtrahmen ist mühsam, wenn diese nur über
den Boden hinweg gezogen werden können.
[0006] Solche Schachtdeckel decken in der Regel auch eine grosse Schachtöffnung ab. Sie
liegen auf einem Rahmen auf und sind - insbesondere dann, wenn solche Schachtdeckel
in einer mit Kraftfahrzeugen befahrenen Strasse angeordnet sind - mit senkrecht zur
Strasse sich erstreckenden Schrauben oder vergleichbaren Verriegelungen gesichert.
Trotzdem liegen diese Schachtdeckel nicht plan auf, klappern und schlagen innerhalb
des Rahmens, was wiederum dazu führt, dass sich die Schrauben lockern und aus der
Fahrbahnoberfläche treten, was wiederum zu Schäden an den Kraftfahrzeugen führt. Zudem
werden die Schachtdeckel und das Bauwerk unterhalb des Schachtdeckels dauerhaft beschädigt,
so dass diese keine hohe Standzeit aufweisen.
[0007] Werden die Schrauben bei der Installation vergessen, so besteht die Gefahr, dass
der Schachtdeckel weiter beim Überfahren in Bewegung ist und so Schäden an dem Schacht
aber auch an den Kraftfahrzeugen entstehen kann.
[0008] Aus dem Stand der Technik sind bereits sogenannte Dreiecksdeckel bekannt. Die Schachtform
ist rechteckig, umfasst aber mehrere zueinander angeordnete Dreiecksdeckel, die in
Draufsicht zusammen eine rechteckige Form ergeben. Eine Längsseite der jeweiligen
Dreiecksdeckel ist über ein Scharnier am Rahmen des Schachtdeckels angelenkt. Zum
Öffnen des Schachtdeckels werden die jeweiligen Dreiecksdeckel aus der Schachtebene
herausgeklappt und stehen vergleichbar mit einer Tür aus der Schachtebene heraus.
Der Bereich um den Schacht herum ist entsprechend zu sichern. Die spitzen Ecken der
Dreiecksdeckel stehen nach oben ab und stellen ein Gefahrenpotential dar. Zudem müssen
die Dreiecksdeckel gegen das nichtgewollte Zufallen in die Schachtebene gesichert
werden. Die eigentliche Funktion der Lagerung von Dreiecksdeckeln auf statisch bestimmten
drei Punkten wird durch die Scharnieranlenkung des Dreiecksdeckels an dem Schachtdeckel
aufgehoben. Daher ist es notwendig, die einzelnen Deckel bei Nichtgebrauch zu fixieren.
Aufgabe der Erfindung
[0009] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, die Ein- und Ausbauprozedur des Schachtdeckels
aus dem Schachtrahmen mit weniger Kraftaufwand bewerkstelligen zu können, aber dennoch
eine hohe Stabilität und Sicherheit bei der Montage in einer Fahrbahn für Kraftfahrzeuge
zu bieten.
Lösung der Aufgabe
[0010] Die Lösung der Aufgabe wird durch die Merkmale von Anspruch 1 gezeigt.
Vorteile der Erfindung
[0011] Der Grundgedanke der Erfindung besteht darin, die Vorzüge eines Dreiecksdeckels mit
denen eines Vierecksdeckels zu kombinieren.
[0012] Mindestens zwei Dreiecksdeckel sind auf einem Rahmen eines Schachts aufgelegt, wobei
hier entsprechende translatorische Freiheitsgrade in dieser Auflageebene frei sind.
Beim Entnehmen des Schachtdeckels werden diese Dreiecksdeckel zu einem Verbund eines
Vierecksdeckels, wobei der Verbund als ein Schachtdeckel auf einer Seite des Schachts
durch Anheben und Verschieben einfach herausnehmbar ist.
[0013] Die translatorische Verschiebung der einzelnen Dreiecksdeckel auf dem Schachtrahmen
des Schachts bewirkt, dass diese sich ausrichten können, so dass jegliches Spiel zwischen
Rahmen und Schachtdeckel kompensierbar ist. Dadurch wird eine sichere und klapperfreie
Auflage ermöglicht.
[0014] Zwei Dreieckselemente bilden einen Schachtdeckel, Die Dreieckselemente sind an der
Seite miteinander gekoppelt, die nicht auf einem der Rahmenteile des Schachtes zur
Anlage gelangt. Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist das die Diagonale des
in Draufsicht rechteckigen Schachtdeckels. Die Kopplung dieser beiden Dreieckselemente
ist derart ausgebildet, dass quer zur Längserstreckung und damit auch in Richtung
der Diagonalen eine Verschiebung möglich ist, wohingegen in Richtung der Längserstreckung
eine starre Kopplung vorgesehen ist. Aufgrund dieser starren Kopplung in Zugrichtung
und damit Öffnung des Schachtdeckels ist ein einfaches Öffnen des Schachtes möglich,
ohne dass die einzelnen Dreiecksdeckel einzeln angehoben und gesichert werden müssen.
[0015] Wie zuvor sind die einzelnen Dreieckselemente, sobald diese auf dem Rahmen des Schachtes
aufliegen, quer zur Längserstreckung beweglich. Aufgrund der Kopplung mit einer Längsseite
sind die Richtungen der jeweiligen Dreiecksdeckel vorgegeben.
[0016] Um nun eine feste und wackel- bzw. klapperfreie Lagerung zu erreichen, sind Mittel
vorgesehen, die die beiden Dreiecksdeckel in entgegengesetzte Richtung verschieben,
so dass sich diese in dem Rahmen des Schachtes verspannen. Diese Mittel können entweder
von Hand betätigt werden, indem entsprechende Stellschrauben vorgesehen sind. Alternativ
können die Mittel derart ausgebildet werden, dass bei dem Einsetzen des Schachtdeckels
eine Positionierung der Dreiecksdeckel selbsttätig erfolgt. Hierfür können entsprechende
Kulissen ausgebildet sein, die mit dem jeweiligen Dreiecksdeckel zusammenwirken. Dabei
greift eine stiftartige Ausbildung in eine Kulisse auf der Seite des Schachts und
führt das Dreieckselement in die entsprechende Richtung, nämlich quer zur Längserstreckung.
Vorzugsweise geschieht dies kurz vor Aufsetzen des Schachtdeckels auf dem Schachtrahmen.
[0017] Eine andere vorteilhafte Weiterbildung sieht vor, dass eine Verriegelung des Schachtdeckels
mit dem Schachtrahmen vorgesehen ist. Eine hebelartige Ausbildung erzielt durch Verschwenken
von einer ersten in eine zweite Position ein Verriegeln des Schachtdeckels.
[0018] Eine Weiterbildung der Verriegelung sieht vor, dass durch den Verriegelungsvorgang
- anstelle der zuvor beschriebenen Kulissenführung - ein Verschieben der Dreieckselemente
bewirkt wird.
[0019] Andere Weiterbildungen sehen vor, dass Positionierstifte oder -stege an dem Rahmen
des Schachts vorgesehen sind, damit eine genaue Lage des Schachtdeckels innerhalb
des Rahmens gewährleistet ist. Zudem wird dadurch bestimmt, wann durch Angeben des
Schachtdeckels auf einer Querseite die Rollenvorrichtung aktiviert wird.
[0020] Ein Schacht umfasst in der Regel ein- oder mehrere, vorzugsweise zwei Schachtdeckel,
wobei jeder Schachtdeckel aus zwei Dreieckselementen besteht. Die Dreieckselemente
werden durch einen Rahmen gebildet, wobei der Rahmen aus Rahmenelementen besteht,
die miteinander verbunden oder lose sind. Der Rahmen umrahmt einen Hohlraum, der durch
eine Bodenplatte begrenzt ist. Somit kann der Hohlraum durch Beton oder gleichwertiges
Material ausgegossen werden. Alternativ kann auch eine entsprechende Platte in den
Hohlraum eingelegt und fixiert werden.
[0021] Der Rahmen selbst besteht vorzugweise aus Metall, insbesondere Stahl oder Edelstahl
und kann beispielsweise mit einem Laserschneidverfahren vorgefertigt werden. Die Montage
erfolgt einfach durch Verschweissen oder gleichwertige Mittel zum Verbinden.
[0022] Die Kopplung von den beiden zueinander korrespondierenden Dreieckselementen erfolgt
über ein Konnektierungselement. Dieses Konnektierungselement weist die Eigenschaft
auf, dass es Verschiebungen der beiden Dreieckselemente quer zur Längserstreckung
des Schachtdeckels, der die beiden Dreieckselemente umfasst, zulässt. In Längserstreckung
dagegen sind die beiden Dreieckselemente fest miteinander verbunden.
[0023] Durch den Einbau einer Rollvorrichtung an dem Schachtdeckel der Schachtabdeckung
wird erreicht, dass mit bedeutend weniger Kraftaufwand dieser aus dem Schachtrahmen
geführt werden kann. Die Rollvorrichtung umfasst mindestens zwei Rollen, die ausschliesslich
eine Rotation in der Längsrichtung verschieblich sind. Diese Rollvorrichtung ist an
einer Querseite des Schachtdeckels angeordnet, so dass ein Anheben des rechteckigen
Schachtdeckels auf der gegenüberliegenden Seite die Rollvorrichtung aktiviert wird.
Dann rollen die Rollen der Rollvorrichtung auf dem Rahmen des Schachtes bis der Schachtdeckel
die Öffnung des Schachtes freigibt. Im nicht angewinkelten oder gekippten Zustand
sind die Rollen nicht aktiv. Dies bedeutet, dass der Schachtdeckel nicht auf den Rollen
aufliegt, sondern auf dem Rahmen des Schachtdeckels.
[0024] Bei einem anderen Ausführungsbeispiel kann jedes Schachtdeckeldreieck ein oder mehrere
Nivelliervorrichtungen aufweisen. Diese dient dazu, den Abstand der Unterseite des
jeweiligen Schachtdeckeldreiecks in Bezug auf den Rahmen des Schachtes auszurichten,
so dass die Oberseite jeweils plan mit beispielsweise der Fahrbahn abschliesst. Durch
die Nivelliervorrichtungen wird eine statisch bestimmte Lagerung (auf drei Punkten)
und eine Höhenverstellung erreicht. Sofern Rahmen des Schachts sowie Schachtdeckel
neu gefertigt werden, ist in der Regel eine Niveauregulierung nicht erforderlich.
[0025] Durch die alternative Ausgestaltung eines solchen Schachtdeckels (anstelle von Guss-Material)
sind die Initialkosten sehr gering. Dies liegt darin begründet, dass der Schachtdeckel
mit seinen zwei Dreieckselementen aus einem Rahmen besteht, dessen Teile durch eine
computergesteuerte Schneidanlage einfach und kostengünstig (ohne Formenbau) hergestellt
werden kann.
[0026] Damit der Schachtdeckel seine notwendige Statik und damit Steifigkeit erhält, sind
bei einem Ausführungsbeispiel innerhalb des Rahmens und mit dem Rahmen verbunden Armierungen
vorgesehen. Diese werden - vorzugsweise vor Ort - mit Beton übergossen, so dass ein
fertiger Schachtdeckel bereitgestellt werden kann.
[0027] Alternativ ist vorgesehen, anstelle dem Einbringen einer Armierung und dem Vergiessen
mit Beton, ein statisches Element in den Hohlraum, der durch den Rahmen gebildet wird,
einzubringen. Dieses statische Element ist vorgefertigt, und kann auf sehr einfache
Weise dann in den Rahmen eingebracht werden und mit diesem verbunden werden, so dass
ein statisch fester Verbund von Rahmen und statischem Element entsteht.
[0028] Aufgrund der Gestaltung kann der Schachtdeckel in jeden bisher vorhandenen Schacht
eingesetzt werden, so dass eine Sanierung solcher Schächte einfach möglich ist. Die
Abmasse können je nach Schachtausbildung aufgrund der einfachen Rahmenkonstruktion
angepasst werden. Dies betrifft sowohl Höhe als auch Breite.
[0029] Aufgrund der Auflagerung der Dreieckselemente sowie deren vorzugsweise selbsttätigen
Verspannung innerhalb des Rahmens des Schachtelements ist eine Sicherung des Schachtdeckels
ohne Verschraubung gegeben.
[0030] Da keine Scharnierteile (zum Aufklappen der Dreiecksdeckel) verwendet werden, ist
ein wartungsarmer Schacht ohne Verschleissteile gegeben.
[0031] Einfache Handhabung zum Schliessen und Öffnen neben einer einfachen Herstellung zeichnen
die mehrteilige Schachtabdeckung aus.
[0032] Somit weist der Schachtdeckel sowohl in Bezug auf seinen Aufbau und seine Herstellung,
seiner Sicherung und den möglichen Zusatzmerkmalen, wie Höhenverstellung und Rollenvorrichtung
gegenüber dem Stand der Technik viele Vorteile auf.
[0033] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen gehen aus der nachfolgenden Beschreibung und
den Zeichnungen hervor.
Zeichnungen
[0034] Nachfolgend werden verschiedene Ausführungsbeispiele dieser Erfindung anhand von
Zeichnungen erläutert. Darin zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht auf einen Schachtdeckel im nicht ausgegossenen Zustand;
- Fig. 2
- eine weitere perspektivische Ansicht auf den Schachtdeckel im nicht ausgegossenen
Zustand;
- Fig. 3
- eine Draufsicht an den Schachtdeckel gemäss Fig. 1 oder Fig. 2;
- Fig. 4
- eine Seitenansicht auf den Schachtdeckel gemäss Fig. 1 in Explosionsdarstellung;
- Fig. 5
- einen Schnitt durch einen Schacht mit dem Schachtdeckel, wobei in dem Hohlraum der
jeweiligen Dreieckselemente bereits Armierungen angeordnet sind;
- Fig. 6
- eine Draufsicht auf einen eingebauten Schacht mit zwei Deckelelementen.
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels
[0035] In den Fig. 1 bis 5 ist ein Schachtdeckel 1 zum Abdecken eines Schachtes dargestellt.
Dieser in Draufsicht rechteckig gestaltete Schachtdeckel 1 besteht aus zwei Dreieckselementen
2, 3, die miteinander gekoppelt sind. Die Teilung erfolgt vorzugweise diagonal innerhalb
der rechteckigen Ausgestaltung.
[0036] Ein Dreieckselement 2, 3 umfasst einen Rahmen 4, der in Draufsicht dreieckförmig
umlaufend gestaltet ist. Der Rahmen 4 besteht vorzugsweise aus mehreren einzelnen
Rahmenteilen, die miteinander verbindbar sind. Das Dreieckselement 2, 3 ist derart
gestaltet, dass diese jeweils einen Hohlraum 5 aufweisen, der geeignet ist, beispielsweise
mit flüssigem Beton gefüllt zu werden. Der Hohlraum 5 ist auch geeignet, entsprechende
Armierungen 20 (Fig. 5) zur Versteifung aufzunehmen. Der Hohlraum 5 zusammen mit den
Armierungen 20 kann dann beispielsweise mit Beton ausgegossen werden.
[0037] An einer Querseite 19 des Schachtdeckels 1 sind bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
Rollenvorrichtungen 7 vorgesehen. Diese Rollenvorrichtungen 7, insbesondere in den
Fig. 1 und 5 dargestellt, sind in horizontaler Ebene des Schachtdeckels 1 ausser Kraft.
Der Schachtdeckel 1 liegt auf dem Rahmenteil auf. Dadurch wird gewährleistet, dass
die Rollenvorrichtungen 7, wenn diese zur Entfernung des Schachtdeckels benötigt werden,
auch tatsächlich funktionieren, und nicht durch die ständige Belastung auf dem Schachtdeckel
möglicherweise funktionslos werden.
[0038] Die beiden Schachtdeckeldreiecke 2, 3 sind an der jeweiligen Stirnseite 6 des Dreieckselements
2, 3 miteinander gekoppelt. Die Koppelung erfolgt über den Rahmen 4 und ein dort vorgesehenes
Konnektierungselement 8, in dem der eine Rahmen des einen Dreieckselements 2 in den
Rahmen des anderen Dreieckselements 3 eingehängt wird. Um dies zu ermöglichen, weist
das eine Dreieckselement 3 eine nasenartige Ausbildung aus, die in eine korrespondierende
Ausnehmung des anderen Dreieckselements 2.eingreift. Dadurch sind die beiden Dreieckselemente
2, 3 in Längsrichtung (Pfeilrichtung 10) gekoppelt und verbunden. Dadurch ist eine
Verschiebung in Pfeilrichtung 10 nur bedingt bzw. nicht möglich, wohingegen eine Verschiebung
in Pfeilrichtung 11 möglich ist. Durch diese Kopplung ist der Schachtdeckel 1 bei
der Entnahme aus dem Schacht ein viereckiger Schachtdeckel, wohingegen dieser bei
der Lagerung auf dem Schacht aus zwei Dreieckselementen 2, 3 besteht.
Funktionsweise:
[0039] Für die Herstellung eines erfindungsgemässen Schachtdeckels 1 werden die einzelnen
Teile des Rahmens 4, wie in Fig.4 dargestellt gefertigt und zu jeweils Dreieckselementen
2, 3 zusammengefügt. Sofern der dabei entstehende Hohlraum 5 mit Beton ausgegossen
wird, sind zuvor Armierungen 20, wie in Fig. 5 dargestellt, einzubringen und vorzugsweise
am Rahmen durch Schweissen zu befestigen. Der Schachtdeckel 1 ist nun funktionsfähig
und kann vor Ort in einen Schacht 15 eingebracht werden. In dem Schacht 15 ist ein
Rahmen 16 zur Auflage vorgesehen. Positioniermittel oder -stege 17 tragen zur Funktion
des Schachtdeckels 1 bei. Der Schachtdeckel 1 kann vor Ort vergossen werden.
[0040] Zum Öffnen des Schachtdeckels 1 sind Werkzeuge vorgesehen, die in Öffnungsbereiche
14 (Fig. 6) eingreifen. Der Schachtdeckel 1 wird angehoben, so dass die Positioniermittel
oder -stege 17 ausser Eingriff mit dem Schachtdeckel gelangen. Das Anheben hat soweit
zu erfolgen, bis die Rollvorrichtung 7 aktiv ist. Dann wird der Schachtdeckel 1 als
Vierecksdeckel in Pfeilrichtung 10 gezogen. Der Schacht ist nun zugänglich. Zum Schliessen
ist die umgekehrte Reihenfolge durchzuführen.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0041]
- 1
- Schachtdeckel
- 2
- Dreieckselement
- 3
- Dreieckselement
- 4
- Rahmen
- 5
- Hohlraum
- 6
- Stirnseite
- 7
- Rollenvorrichtung
- 8
- Konnektierungselement
- 9
- --
- 10
- Pfeilrichtung
- 11
- Pfeilrichtung
- 12
- --
- 13
- --
- 14
- Öffnungsbereiche
- 15
- Schacht
- 16
- Rahmen
- 17
- Positioniermittel oder -stege
- 18
- --
- 19
- Querseite
- 20
- Armierungen
1. Schachtdeckel zum Abdecken eines Schachts, insbesondere eines Leitungs- und Versorgungsschachts,
wobei der Schachtdeckel aus Dreieckselementen gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Dreieckselemente (2, 3) aus einem umlaufenden Rahmen (4) bestehen, derart, dass
ein Hohlraum 5 gebildet wird, wobei die beiden Dreieckselemente (2, 3) gegeneinander
verschieblich gelagert sind.
2. Schachtdeckel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Lagerung der beiden Dreieckselemente (2, 3) ein Konnektierungselement (8) vorgesehen
ist, wobei das eine Dreieckselement (3) eine Nase aufweist, die in eine Ausnehmung
des anderen Dreieckselements (2) eingreift, derart, dass eine Verschiebung in Längsrichtung
(Pfeilrichtung 10) unterdrückt und quer zur Längsrichtung (Pfeilrichtung 11) möglich
ist.
3. Schachtdeckel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Konnektierungselement (8) im Rahmen (4) angeordnet ist.
4. Schachtdeckel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Dreieckselement (2, 3) eine Rollvorrichtung (7) aufweist, die ein Verrollen in
Längsrichtung (Pfeilrichtung 10) des Schachtdeckels (1) ermöglicht.
5. Schachtdeckel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (4) aus bearbeitbarem oder druckbarem Metall oder vergleichbarem Material
besteht.
6. Schachtdeckel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Material Edelstahl ist.