[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Elektro-Verriegelungseinheit gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 sowie einen Schrank nach Anspruch 13.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind diverse Vorrichtungen bekannt, die Türen von Schränken
verriegeln und zur Öffnung freigeben. Beispielsweise sind dazu mechanische Schlösser
oder elektrisch betätigte Verriegelungen bekannt. Nachteil der bekannten Vorrichtungen
ist, dass die motorisch betriebenen elektrischen Schlösser und Verriegelungseinheiten
aus dem Stand der Technik im stromlosen Zustand die Verriegelung oder das Schloss
blockieren und die Türe eines Schranks nicht mehr geschlossen werden kann. Dies führt
insbesondere bei Juwelierschränken zu einem erhöhten Sicherheitsrisiko und erleichtert
Einbrechern und unbefugten Personen den Zugriff zu den in den Schränken gelagerten
Wertgegenständen
[0003] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Elektro-Verriegelungseinheit
der eingangs genannten Art zu schaffen, die einerseits ein zuverlässiges Öffnen und
Verschließen eines Schranks ermöglicht und andererseits im stromlosen Zustand automatisch
die geschlossene Tür des Schranks sichert und ein Verschließen auch im stromlosen
Zustand zuverlässig ermöglicht.
[0004] Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Dabei
ist vorgesehen, dass der Schließbolzen durch den Antrieb über die Verstelleinheit
linear entlang der Achse des Schließbolzens in zumindest drei Zustände, einen geschlossenen,
einen offenen und einen freien Zustand, verstellbar ist, wobei der Schließbolzen im
geschlossenen Zustand in die Ausnehmung des Schließteils zumindest teilweise hineinragt,
wobei der Schließbolzen im offenen Zustand aus der Ausnehmung des Schließteils ausgefahren
ist und wobei der Schließbolzen im freien Zustand zumindest teilweise unabhängig von
der Verstelleinheit, zum erneuten Einbringen des Schließteils in die Elektro-Verriegelungseinheit,
frei verschiebbar bzw. verstellbar ist.
[0005] Durch Vorsehen des freien Zustandes wird auch im stromlosen Zustand das Einbringen
des Schließteils in die Schließöffnung ermöglicht, da der Schließbolzen weiterhin
verschiebbar ist.
[0006] Besonders vorteilhafte Ausführungsformen der Elektro-Verriegelungseinheit werden
durch die Merkmale der abhängigen Ansprüche näher definiert:
[0007] Um den Schließbolzen selbsttätig in die Ausnehmung des Schließteils einzubringen
ist vorgesehen, dass der Schließbolzen eine zum Schließteil spitzzulaufende Abschrägung
aufweist, wobei die Elektro-Verriegelungseinheit eine an dem Schließbolzen angreifende
Feder aufweist, wobei der Schließbolzen durch die Feder in die Ausnehmung des Schließbolzens
eindrückbar oder ziehbar ist und wobei bei Einbringen des Schließteils in den Verschiebungsweg
des Schließbolzens die Abschrägung des Schließbolzens durch das Schließteil druckbeaufschlagbar
und der Schließbolzen entgegen die Kraftwirkung der Feder in den offenen Zustand verschiebbar
ist.
[0008] Das Schließteil kann auch im offenem Zustand im Verschiebeweg des Schließbolzens
gehalten werden, wenn die Elektro-Verriegelungseinheit einen Magnet aufweist, wobei
der Magnet an dem Schließbolzen angeordnet ist und wobei der Schließteil aus einem
magnetischen oder ferromagnetischen Material besteht und durch den Magnet im offenen
Zustand des Schließbolzens im geschlossenen Zustand, insbesondere im Verschiebeweg
des Schließbolzen, haltbar ist.
[0009] Eine gut steuerbare Ausführungsform der Erfindung wird bereitgestellt, wenn der elektrische
Antrieb ein Elektro-Motor ist, wobei die Verstelleinheit als Kulissenscheibe ausgebildet
ist, wobei die Kulissenscheibe, insbesondere exzentrisch, auf der Welle des Elektro-Motors
angeordnet ist, wobei der Schließbolzen einen Fortsatz aufweist, der in eine auf der
Kulissenscheibe ausgebildete Kurvenbahn hineinragt und wobei der Schließbolzen bei
Verdrehung der Kulissenscheibe entlang seiner Achse durch Verstellung des Fortsatzes
entlang der Kurvenbahn der Kulissenscheibe verstellbar ist.
[0010] Der Schließbolzen kann einfach verstellt werden, wenn die Kurvenbahn als Vertiefung,
insbesondere als geschlossenen Nut oder Nut-Bahn, in der Kulissenscheibe ausgebildet
ist, wobei die Kurvenbahn insbesondere eine elliptische Form aufweist.
[0011] Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung wird bereitgestellt, indem die Kurvenbahn
zwei Punkte (A, B) aufweist, die vorzugsweise zueinander den größten Abstand auf der
Kurvenbahn aufweisen, wobei der Fortsatz und damit der Schließbolzen entlang der Kurvenbahn
linear verstellbar und in die drei Zustände bringbar ist, wobei bei Deckung des Fortsatzes
mit einem der Punkte (A,B) der Kurvenbahn der Schließbolzen sich im geschlossenen
Zustand befindet und, vorzugsweise maximal, in die Ausnehmung des Schließteils hineinragt,
wobei bei Deckung des Fortsatzes mit dem anderen der Punkte (A, B) der Schließbolzen
sich im offenen Zustand befindet und aus der Ausnehmung des Schließteils, vorzugsweise
maximal, ausgefahren ist.
[0012] Die Elektroverriegelungseinheit kann besonders einfach in den freien Zustand gebracht
werden, wenn die Kurvenbahn der Kulissenscheibe in Richtung der Offen-Stellung des
Schließbolzen eine Freilauf-Ausnehmung aufweist, wobei die Freilauf-Ausnehmung zwischen
den zwei Punkten (A, B) liegt und in einem dritten Punkt (C) in die Kurvenbahn hineinragt,
wobei der Fortsatz des Schließbolzens im freien Zustand mit dem dritten Punkt (C)
in Deckung gebracht ist und sich die Freilauf-Ausnehmung entlang der Achs des Schließbolzens
erstreckt und wobei der Fortsatz in der Freilauf-Ausnehmung entlang der Achse des
Schließbolzens mit dem Schließbolzen bei einer Verschiebung des Schließbolzens mitverschiebbar
ist.
[0013] Es ist vorteilhaft vorgesehen, dass der dritte Punkt (C) bei Verdrehung der Kulissenscheibe
in den freien Zustand in den Verschiebeweg des Fortsatzes verstellbar ist.
[0014] Zur automatischen Verriegelung der Elektro-Verrieglungseinheit ist vorgesehen, dass
die Elektro-Verriegelungseinheit einen Schalter aufweist, wobei der Schalter im freien
Zustand bei Bewegung des Schließbolzens in Richtung des offenen Zustands schaltbar
ist, und wobei der Schließbolzen bei Betätigung des Schalters durch den Antrieb in
den geschlossenen Zustand verschiebbar oder verstellbar ist.
[0015] Eine Verdrehung des Schließbolzens kann einfach verhindert werden, wenn der Schließbolzen
eine Verdrehsicherung zur Verhinderung der Verdrehung des Schließbolzens um seine
Achse aufweist, wobei die Verdrehsicherung insbesondere als ein in einer Führung geführter
Zapfen ausgebildet ist.
[0016] Eine bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass das Schließteil als L-förmiges oder
T-förmiges Profil ausgebildet ist.
[0017] Es ist weiters Aufgabe der Erfindung, einen Schrank mit einer erfindungsgemäßen Elektro-Verriegelungseinheit
bereitzustellen.
[0018] Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 13 gelöst. Dabei ist vorgesehen,
dass der Schrank zumindest eine Tür und einen von der Tür begrenzten Innenraum aufweist,
wobei der Schrank eine Elektro-Verriegelungseinheit nach einem der Ansprüche 1 bis
12 aufweist.
[0019] Eine unbefugtes öffnen des Schranks kann einfach verhindert werden, wenn die Elektro-Verriegelungseinheit
im Innenraum des Schranks angeordnet ist und der Schließteil an der Tür des Schranks
angeordnet ist, wobei im geöffneten Zustand der Elektro-Verriegelungseinheit der Schließteil
aus der Elektro-Verriegelungseinheit ausbringbar ist und die Tür offenbar ist.
[0020] Eine bevorzugte Ausführungsform des Schranks sieht vor, dass der Schrank einen Detektor,
insbesondere Näherungsschalter aufweist, wobei mit dem Detektor der geschlossene Zustand
der Tür detektierbar ist, wobei der Detektor insbesondere einen an der Tür befestigten
Magnet und einen im Innenraum des Schranks, insbesondere in der Elektro-Verriegelungseinheit,
angeordneten Magnetdetektor aufweist.
[0021] Weitere Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung
und den beiliegenden Zeichnungen.
[0022] Die Erfindung ist im Folgenden anhand von besonders vorteilhaften, aber nicht einschränkend
zu verstehenden Ausführungsbeispielen in den Zeichnungen schematisch dargestellt und
wird unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beispielhaft beschrieben:
Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Elektro-Verriegelungseinheit in einer Explosionsdarstellung.
Fig. 1 a zeigt eine weitere Ausführungsform in perspektivischer Ansicht.
Fig. 2 bis 4 zeigen Grund-, Auf- und Kreuzriss einer erfindungsgemäßen Elektro-Verriegelungseinheit.
Fig. 5 bis 7 zeigen einen Grund-, Auf- und Kreuzriss einer Ausführungsform der Elektro-Verriegelungseinheit.
Fig. 8 und 9 zeigen eine Schnittansicht der Elektro-Verriegelungseinheit im geschlossenen
Zustand.
Fig. 10 und 11 zeigen eine Schnittansicht der Elektro-Verriegelungseinheit im offenen
Zustand.
Fig. 12 und 13 zeigen eine Schnittansicht der Elektro-Verriegelungseinheit im freien
Zustand.
Fig. 14 bis 18 zeigen Ansichten einer Ausführungsform einer Kulissenscheibe.
Fig. 19 zeigt eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Elektro-Verriegelungseinheit.
Fig. 20 und 21 zeigen eine Schnittansicht einer weiteren Ausführungsform der Elektro-Verriegelungseinheit
im geschlossenen Zustand.
Fig. 22 und 23 zeigen eine Schnittansicht einer weiteren Ausführungsform der Elektro-Verriegelungseinheit
im offenen Zustand.
Fig. 24 und 25 zeigen eine Schnittansicht einer weiteren Ausführungsform der Elektro-Verriegelungseinheit
im freien Zustand.
[0023] Fig. 1 zeigt eine Explosionsdarstellung einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Elektro-Verriegelungseinheit 10 zum Sperren von Schränken, zum Beispiel Juwelierschränken,
in perspektivischer Ansicht und Fig. 1a eine perspektivische Ansicht der Elektro-Verriegelungseinheit
10. Die Elektro-Verriegelungseinheit 10 umfasst ein Gehäuse 22 und einen Schließteil
3, der bei dieser Ausführungsform als ein L-fömiges Profilteil ausgebildet ist. Das
Schließteil 3 weist an seinem kurzen Ende eine zentrisch angeordnete Ausnehmung 5
auf. Das Gehäuse 22 ist quaderförmig ausgebildet und weist an einer seiner langen
Seiten eine rechteckige Schließ-Ausnehmung 23 auf. Das Gehäuse 22 wird weiters von
einem an einer schmalen Seite eingebrachten Durchgangsloch 24 durchsetzt. Das Durchgangsloch
24 reicht von dieser schmalen Seite des Gehäuses 22 bis zur Schließ-Ausnehmung 23
und mündet senkrecht in die Schließ-Ausnehmung 23. In das Durchgangsloch 24 wird ein
zylinderförmiger Schließbolzen 1 eingelegt (Fig. 1a). Der Schließbolzen 1 weist eine
Verdrehsicherung 15 auf, die eine Verdrehung des Schließbolzen 1 in dem Durchgangsloch
24 verhindert. Die Verdrehsicherung 15 weist bei dieser Ausführungsform einen an dem
Schließbolzen 1 ausgebildeten Zapfen 16 und eine als Langloch im Gehäuse der Elektro-Verriegelungseinheit
10 ausgebildete Führung 17 auf. Der Zapfen 16 ragt bei eingelegtem Schließbolzen 1
in die Führung 17 hinein und wird in dieser geführt (Fig. 9, 11, 13).
[0024] Die Elektro-Verriegelungseinheit 10 umfasst weiters einen Antrieb, d. h. bei dieser
Ausführungsform einen Elektro-Motor 2 und eine Verstelleinheit. Die Verstelleinheit
ist als Kulissenscheibe 4 (Fig. 14 bis 18) ausgebildet und sitzt auf der Welle 25
des Elektro-Motors 2. Die Kulissenscheibe 4 ist exzentrisch auf der Welle 25 des Elektro-Motors
2 angeordnet und ist als kreisrunde Scheibe ausgeformt. Auf der Kulissenscheibe 4
ist eine Kurvenbahn 12 ausgebildet (Fig. 8, 10, 12 und 14). Die Kurvenbahn 12 ist
als Vertiefung ausgebildet und bildet eine geschlossene und elliptische Nut-Bahn.
Die Kurvenbahn 12 ist in den Fig. 8, 10, 12 und 14 näher dargestellt. Bei Verdrehung
der Kulissenscheibe 4 durch den Antrieb ermöglicht die Kurvenbahn 23 die Verstellung
des Schließbolzens 1 entlang seiner Achse 21. Der Schließbolzen 1 umfasst am Umfang
einen Fortsatz 11, der in die als Vertiefung ausgebildete Kurvenbahn 12 hineinragt.
Der Durchmesser des Fortsatzes 11 ist geringfügig kleiner als die Breite der Kurvenbahn
12, sodass der Fortsatz 11 in der Kurvenbahn 12 gleiten kann. Die Form der Kurvenbahn
12 erlaubt die Verstellung des Schließbolzens 1 durch die Verdrehung der Kulissenscheibe
4 in drei Zustände, d.h. in einen offenen (Fig. 10 und 11), einen geschlossenen (Fig.
8 und 9) und einen freien Zustand (Fig. 12 und 13). Der Fortsatz 11 wird dabei entlang
der Kurvenbahn 23 mit drei auf der Kurvenbahn 23 angeordneten Punkten A, B und C (Fig.
14) in Deckung gebracht. Die Punkte A und B weisen den größten Abstand auf der Kurvenbahn
12 auf und markieren die maximale Öffnung und den maximal geschlossenen Zustand des
Schließbolzens 1 bzw. der Elektro-Verrieglungseinheit 10.
[0025] Fig. 8 und 9 zeigen die Elektro-Verriegelungseinheit 10 im geschlossenen Zustand
in Schnittansichten. Der Schließbolzen 1 befindet sich in vorderster Position und
ist vollständig ausgefahren. Der Schließbolzen 1 ist in der Ausnehmung 5 des Schließteils
3 eingebracht und blockiert diese, sodass ein Austreten des Schließteils 3 aus der
Elektro-Verriegelungseinheit 10 verhindert wird (Fig. 9). Der Fortsatz 11 des Schließbolzen
1 ist mit dem Punkt A in Deckung gebracht. Der Fortsatz 11 des Schließbolzen 1 wird
durch die Kulissenscheibe 4 in der ausgefahrenen Position gehalten, da die Kurvenbahn
12 den Fortsatz 11 in dieser Position durch eine Abstützung an der Wand der Kurvenbahn
12 der Kulissenscheibe 4 fixiert.
[0026] Fig. 10 und 11 zeigen Schnittansichten der Elektro-Verriegelungseinheit 10 im geöffneten
Zustand. Der Schließbolzen 1 befindet sich im offenen, eingefahrenen, hinteren Zustand
und ist aus der Ausnehmung 5 des Schließteils 3 maximal ausgefahren. Der Fortsatz
11 blockiert eine weitere Verschiebung des Schließbolzens 1 entlang seiner Achse 21
durch die Abstützung des Fortsatzes 11 an der Wandung der Kurvenbahn 12 der Kulissenscheibe
4. Das Schließteil 3 ist freigegeben und kann aus der Schließausnehmung 23 ausgebracht
werden. Der Schließbolzen 1 weist einen Magneten 8 auf, der an dem dem Schließteil
3 zugewandten Ende des Schließbolzen 1 angeordnet ist. Der Magnet 8 hält das aus einem
magnetischen oder ferromagnetischem Material bestehende Schließteil 3 innerhalb der
Schließausnehmung 23 und verhindert ein Herausfallen oder eine ungewolltes Austreten
des Schließteils 3 aus der Schließausnehmung 23. Der Magnet 8 ist dabei derart mit
dem Schließteil 3 abgestimmt, dass ein selbsttätiges Öffnen des Schließteils 3 nicht
möglich ist, jedoch durch Einwirkung einer Zugkraft am Schließteil 3 in Richtung aus
der Schließausnehmung 23, beispielsweise durch einen Benutzer, das Schließteil 3 geöffnet,
also aus der Schließausnehmung 23 ausgebracht bzw. herausgeführt werden kann.
[0027] Fig. 12 und 13 zeigen Schnittansichten der Elektro-Verriegelungseinheit 10 im freien
Zustand Der Fortsatz 11 ist mit dem Punkt C in Deckung. Die Kulissenscheibe 4 weist
in dieser Stellung eine entlang der Achse 21 des Schließbolzens 1 verlaufende Freilauf-Ausnehmung
13 auf. Die Freilauf-Ausnehmung 13 verläuft vom Punkt C parallel zur Achse 21 des
Schließbolzen 1 in Richtung des Drehpunktes bzw. Zentrums der Kulissenscheibe 4. Die
Breite der Freilauf-Ausnehmung 13 entspricht zumindest der Breite der Kurvenbahn 12,
sodass der Fortsatz 11 in der Freilauf-Ausnehmung 13 entlang gleiten kann und der
Schließbolzen 1 dadurch frei bewegt werden kann. Die Länge der Freilauf-Ausnehmung
13 entspricht zumindest dem minimalen Verschiebeweg des Schließbolzens 1, also dem
Verstellweg des Schließbolzens entlang seiner Achse 21 der benötigt wird, um vollständig
aus der Ausnehmung 5 des Schließteils 3 auszufahren. Im freien Zustand ist der Schließbolzen
1 somit unabhängig von der Drehbewegung der Kulissenscheibe 4 entlang seiner Achse
21 frei verstellbar.
[0028] Der Schließbolzen 1 weist an einem seiner Enden eine spitz-zulaufende Abschrägung
7 auf. Die Abschrägung 7 weist im eingelegten Zustand des Schließbolzen 1 in Richtung
der Außenseite der Elektro-Verriegelungseinheit 10, also zum Schließteil 3 hin. An
dem der Abschrägung 7 gegenüberliegenden Ende des Schließbolzens 1, ist der Schließbolzen
1 hohl ausgeführt und weist eine Federöffnung 26 auf. In die Federöffnung 26 ist bei
dieser Ausführungsform eine Feder 6 eingelegt, die an einem Ende in dem Schließbolzen
1 und an dem anderen Ende an einem Gehäuse-Deckel 27 des Gehäuses 22 abgestützt ist.
Die Feder 6 ist eine Spiral-Druckfeder. Das Schließteil 3 kann im freien Zustand des
Schließbolzens 1 zum Beispiel nach vorherigem Ausbringen aus der Schließausnehmung
23 in diese wieder eingebracht werden. Das Schließteil 3 trifft auf die Abschrägung
7 des Schließbolzen 1 auf und übt auf diese eine Druckkraft aus, wodurch der Schließbolzen
1 entgegen der Federkraft der Feder 6 bewegt wird und die Feder 6 spannt. Der Fortsatz
11 des Schließbolzen 1 taucht in die Freilauf-Ausnehmung 13 ein und der Schließbolzen
1 gibt dem Schließteil 3 den Weg in die Schließausnehmung 23 frei. Sobald die Ausnehmung
5 des Schließteils 3 in den Verstellweg des Schließbolzen 1 gerät, wird der Schließbolzen
1 durch die Federkraft der Feder 6 wieder ausgefahren und in die Ausnehmung 5 des
Schließteils 3 eingedrückt und in diesem Zustand, dem geschlossenen Zustand, gehalten.
Das Schließteil 3 kann somit nicht wieder aus der Elektro-Verriegelung 10 bzw. der
Schließausnehmung 23 ausgebracht werden und die Elektro-Verriegelungseinheit 10 ist
selbsttätig wieder verschlossen und der Schließbolzen 1 befindet sich im freien Zustand.
Durch die Feder 6 wird die Elektro-Verriegelungseinheit 10 somit auch ohne Betätigung
der Kulissenscheibe 4, beispielsweise bei einem Stromausfall oder einer Manipulation
der Verrieglung, verschließbar und kann dann erst wieder bei Betätigung der Steuerung
und der Verstellung in den offenen Zustand neuerlich geöffnet werden.
[0029] In Fig. 1 und 2 weist die Elektro-Verriegelungseinheit 10 weiters eine Platine 28
und ein an die Platine 28 angeschlossenes Kabel 29 auf. Die Platine 28 steuert den
Elektro-Motor 2 und wird über das Kabel 29 mit Strom versorgt. Auf der Platine 28
ist in dem dem Schließbolzen nahen Bereich ein Schalter 14 angeordnet. Der Schalter
14 wird bei Verschiebung des Schließbolzen 1 in den offenen Zustand betätigt und gibt
an die Platine 28 ein elektrisches Signal ab. Bei dieser Ausführungsform wird der
Schalter 14 durch einen Steuerzapfen 30, der an dem Schließbolzen 1 befestigt ist,
beim Vorbeigleiten des Steuerzapfen 30 am Schalter 14 mechanisch betätigt.
[0030] Die Elektro-Verriegelungseinheit 10 wird erfindungsgemäß zum Verschließen und Verriegeln
von Schränken verwendet. Die Montage an Juwelierschränken hat sich dabei als besonders
vorteilhaft erwiesen. Das Gehäuse 22 der Elektro-Verriegelungseinheit 10 wird im Innenraum
des Schrankes angebracht. Der Schließteil 3 wird an der Tür des Schrankes befestigt
und mit den Löchern 31 an der Tür verschraubt. Der Schließteil 3 wird dabei derart
an der Tür befestigt, dass beim Schließen der Tür das Schließteil 3 in die Schließausnehmung
23 der Elektro-Verriegelungseinheit 10 eingebracht wird und in den Verstellweg des
Schließbolzen 1 gebracht werden kann.
[0031] In einer Ausführungsform der Elektroverriegelungseinheit 10 weist diese einen Magnetdetektor
32 auf (Fig. 1 und 2). An der Tür des Schranks wird im Wirkbereich des Magnetdetektors
ein Magnet angebracht. Bei geschlossener Tür meldet der Magnetdetektor 32 den geschlossenen
Zustand der Tür. So kann ein unbefugtes Öffnen der Tür oder ein Aufbrechen detektiert
werden und ein Signal, beispielsweise ein Alarm, abgegeben werden. Alternativ kann
ein mechanischer Sensorstift den Zustand der Tür melden.
[0032] Fig. 19 zeigt eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Elektroverriegelungseinheit
10. Das Schließteil 3 wird, anstelle des oben beschriebenen Magneten 8, bei dieser
Ausführungsform durch eine Feder 31 in der Schließausnehmung 23 gehalten. Die Feder
31 ist als Zange mit zwei gegenüberliegenden Zangenarmen 32 ausgebildet. Die Zangenarme
32 weisen Spiralform auf und bestehen aus einem Federdraht. Die Zangenarme 32 umfassen
das Schließteil 3 an dem in die Schließausnehmung 23 eingebrachten Ende und klemmen
dieses, wodurch das Schließteil 3 in der Schließausnehmung gehalten wird.
[0033] Fig. 20 bis 25 zeigen eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Elektroverriegelungseinheit
10. Der Schließbolzen 1 weist eine Ausnehmung 33 auf. Die Ausnehmung 33 ist an dem
der Kulissenscheibe 4 zugewandten Umfangabschnitt angeordnet. Die Kulissenscheibe
4 weist bei dieser Ausführungsform einen Exzenterbolzen 34 auf, der in die Ausnehmung
33 des Schließbolzen 1 hineinragt. In Fig. 20 und 21 ist die Elektroverriegelungseinheit
10 im geschlossenen Zustand gezeigt. Der Exzenterbolzen 34 liegt in der Achse des
Schließbolzens 1 und weist den maximal kleinsten Abstand zur Schließöffnung 5 auf.
Der Schließbolzen 1 wird durch die Feder 8 in die Ausnehmung 5 des Schließteils 3
eingedrückt, wobei der Ausfahrweg durch den Exzenterbolzen 34 und die Größe der Ausnehmung
33 des Schließbolzens 1 begrenzt wird.
[0034] Fig. 22 und 23 zeigt die Elektroverriegelungseinheit 10 im offenen Zustand. Die Kulissenscheibe
ist im Verhältnis zum geschlossenen Zustand um 180° um ihre eigene Achse verdreht.
Der Exzenterbolzen 34 befindet sich in maximaler Entfernung zu der Ausnehmung 5 des
Schließteils 3.
[0035] Fig. 24 und 25 zeigen die Elektroverriegelungseinheit 10 im freien Zustand. Die Kulissenscheibe
4 ist um 90° Grad zum offenen bzw. geschlossenen Zustand verdreht, der Exzenterbolzen
34 befindet sich in einer Zwischenstellung.
[0036] Alternativ kann das Schließteil 3 auch T-förmig ausgebildet sein und so eine bessere
Lastverteilung erreichen.
[0037] Im Folgenden wird die Funktionsweise der Elektro-Verriegelungseinheit 10 mit Bezugnahme
auf die Zeichnungen beispielhaft beschrieben:
[0038] Die Elektro-Verriegelungseinheit 10 befindet sich wie in Fig. 8 und 9 dargestellt
im geschlossenen Zustand. Der Fortsatz 11 befindet sich mit dem Punkt A in Deckung
und der Fortsatz 11 wird durch die Wandung der Kurvenbahn 12 arretiert, wodurch der
Schließbolzen 1 nicht verstellbar ist. Der Schließbolzen 1 befindet sich im maximal
ausgefahrenen Zustand und ist in die Ausnehmung 5 des Schließteils 3 eingebracht.
Wird nun versucht, die Tür zu öffnen, wird also versucht, das Schließteil 3 aus der
Schließausnehmung 23 auszubringen, blockiert dies der Schließbolzen 1 und verhindert
so ein Öffnen der Tür.
[0039] Wird vom Benutzer über einen Schalter oder eine Fernsteuerung ein Signal an die Platine
28 übermittelt, steuert diese den Elektro-Motor 2 in den geöffneten Zustand (Fig.
10 und 11). Der Elektro-Motor 3 dreht die Kulissenscheibe 4, bei dieser Ausführungsform
im Uhrzeigersinn, bis der Fortsatz 11 mit dem Punkt B in Deckung gebracht wird. Der
Fortsatz 11 wird parallel zur Achse 21 des Schließbolzens 1 verstellt und der Schließbolzen
1 wird in die hintere offene Position, den offenen Zustand, geführt und befindet sich
dann im offenen Zustand. Der Schließbolzen 1 ist aus der Ausnehmung 5 des Schließteils
3 vollständig ausgefahren und die Feder 6 gespannt. Der Magnet 8, alternativ die Feder
32 (Fig, 19), hält das Schließteil 3 noch im geschlossenen Zustand. Wird nun die Tür
mit dem daran befestigten Schließteil 3 gegen die Haltekraft des Magneten 8 geöffnet,
tritt das Schließteil 3 aus der Schließöffnung 23 aus und die Tür ist offen. Nun wird
ein Signal beispielsweise von dem Magnetdetektor 32 an die Platine 28, die eine Schalteinheit
trägt, abgegeben. Da der an der Tür befestigte Magnet nicht mehr detektiert wird und
verstellt der Elektro-Motor 2 die Kulissenscheibe 4 in den freien Zustand. Der Fortsatz
11 wird mit dem Punkt C in Deckung gebracht und der Schließbolzen 1 wird durch die
Feder 6 in den geschlossenen Zustand geschoben.
[0040] Wird nun das Schließteil 3 wieder in die Schließausnehmung 23 eingebracht, also die
Tür geschlossen, trifft das Schließteil 3 auf die Abschrägung 7, drückt den Schließbolzen
entgegen der Federkraft in die offene Position und der Schließbolzen 1 gibt dem Schließteil
3 den Weg in die Schließausnehmung 23 vollständig frei. Sobald der Schließteil 3 in
die Schließausnehmung 23 eingebracht ist, wird die Ausnehmung 5 in den Verstellweg
des Schließbolzens 1 gebracht und dieser fährt wieder aus. Dabei verschiebt die Feder
6 den Schließbolzen 1 in die Ausnehmung 5 und blockiert ein erneutes Austreten des
Schließteils 3 aus der Elektro-Verriegelung 10. Der Magnetdetektor 32 meldet wieder
die Anwesenheit des Magneten an der Tür und die Schalteinheit der Platine 28 gibt
einen Steuerbefehl an den Elektro-Motor 2 ab. Der Elektro-Motor 2 verdreht die Kulissenscheibe
4 wieder in den geschlossenen Zustand, der Fortsatz 11 wird mit dem Punkt A in Deckung
gebracht und der Schließbolzen 1 blockiert und fixiert das Schließteil 3 bis die Platine
28 wieder das Signal zum Öffnen gibt.
[0041] Alternativ zu der beschriebenen Detektion des offenen und geschlossenen Zustands
mittels eines Magneten an der Tür und eines Magnetdetektors 32, kann die Platine 28
bzw. der Elektro-Motor 2 auch durch ein Signal des Schalters 14 betätigt werden. Wird
der Schließbolzen 1 aus dem geschlossenen in den offenen Zustand verstellt, betätigt
der Steuerzapfen 30 beim Vorbeifahren den Schalter 14, der dann ein Signal an die
Platine 28 übermittelt und nach einer Zeitverzögerung den Schließbolzen 1 in den freien
Zustand verstellt. Wird der Schließbolzen 1 erneut durch Einbringen des Schließteils
3 in die Schließöffnung 23 verstellt, gibt der Schalter 14 erneut ein Signal ab und
die Platine 28 gibt den Befehl, den Schließbolzen 1 in den geschlossenen Zustand zu
verstellen.
1. Elektro-Verriegelungseinheit, insbesondere zum Versperren von Juwelier-Schränken,
umfassend einen in eine Ausnehmung (5) eines Schließteils (3) einbringbaren Schließbolzen
(1), einen elektrischen Antrieb und eine an dem Schließbolzen (1) angreifende Verstelleinheit,
dadurch gekennzeichnet, dass der Schließbolzen (1) durch den Antrieb über die Verstelleinheit linear entlang der
Achse (21) des Schließbolzens (1) in zumindest drei Zustände, einen geschlossenen,
einen offenen und einen freien Zustand, verstellbar ist, wobei der Schließbolzen (1)
im geschlossenen Zustand in die Ausnehmung (5) des Schließteils (3) zumindest teilweise
hineinragt, wobei der Schließbolzen (1) im offenen Zustand aus der Ausnehmung (5)
des Schließteils (3) ausgefahren ist und wobei der Schließbolzen (1) im freien Zustand,
zumindest teilweise unabhängig von der Verstelleinheit, zum erneuten Einbringen des
Schließteils (3) in die Elektro-Verriegelungseinheit (10), frei verschiebbar bzw.
verstellbar ist.
2. Elektro-Verriegelungseinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schließbolzen (1) eine zum Schließteil (3) spitz-zulaufende Abschrägung (7) aufweist,
wobei die Elektro-Verriegelungseinheit (10) eine an dem Schließbolzen (1) angreifende
Feder (6) aufweist, wobei der Schließbolzen (1) durch die Feder (6) in die Ausnehmung
(5) des Schließbolzens (1) eindrückbar oder ziehbar ist und wobei bei Einbringen des
Schließteils (3) in den Verschiebungsweg des Schließbolzens (1) die Abschrägung (7)
des Schließbolzens (1) durch das Schließteil (3) druckbeaufschlagbar und der Schließbolzen
(1) entgegen die Kraftwirkung der Feder (6) in den offenen Zustand verschiebbar ist.
3. Elektro-Verriegelungseinheit nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektro-Verriegelungseinheit (10) einen Magnet (8) aufweist, wobei der Magnet
(8) an dem Schließbolzen (1) angeordnet ist und wobei der Schließteil (3) aus einem
magnetischen oder ferromagnetischen Material besteht und durch den Magnet (8) im offenen
Zustand des Schließbolzens (1) im geschlossenen Zustand, insbesondere im Verschiebeweg
des Schließbolzen (1), haltbar ist.
4. Elektro-Verriegelungseinheit nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der elektrische Antrieb ein Elektro-Motor (2) ist, wobei die Verstelleinheit als
Kulissenscheibe (4) ausgebildet ist, wobei die Kulissenscheibe (4), insbesondere exzentrisch,
auf der Welle des Elektro-Motors (2) angeordnet ist, wobei der Schließbolzen (1) einen
Fortsatz (11) aufweist, der in eine auf der Kulissenscheibe (4) ausgebildete Kurvenbahn
(12) hineinragt und wobei der Schließbolzen (1) bei Verdrehung der Kulissenscheibe
(4) entlang seiner Achse (21) durch Verstellung des Fortsatzes (11) entlang der Kurvenbahn
(12) der Kulissenscheibe (4) verstellbar ist.
5. Elektro-Verriegelungseinheit nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kurvenbahn (12) als Vertiefung, insbesondere als geschlossenen Nut oder Nut-Bahn,
in der Kulissenscheibe (4) ausgebildet ist, wobei die Kurvenbahn (12) insbesondere
eine elliptische Form aufweist.
6. Elektro-Verriegelungseinheit nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kurvenbahn (12) zwei Punkte (A, B) aufweist, die vorzugsweise zueinander den
größten Abstand auf der Kurvenbahn (12) aufweisen, wobei der Fortsatz (11) und damit
der Schließbolzen (1) entlang der Kurvenbahn (12) linear verstellbar und in die drei
Zustände bringbar ist, wobei bei Deckung des Fortsatzes (11) mit einem der Punkte
(A,B) der Kurvenbahn (12) der Schließbolzen (1) sich im geschlossenen Zustand befindet
und, vorzugsweise maximal, in die Ausnehmung (5) des Schließteils (3) hineinragt,
und wobei bei Deckung des Fortsatzes (11) mit dem anderen der Punkte (A, B) der Schließbolzen
(1) sich im offenen Zustand befindet und aus der Ausnehmung (5) des Schließteils (3),
vorzugsweise maximal, ausgefahren ist.
7. Elektro-Verriegelungseinheit nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kurvenbahn (12) der Kulissenscheibe (4) in Richtung der Offen-Stellung des Schließbolzen
eine Freilauf-Ausnehmung (13) aufweist, wobei die Freilauf-Ausnehmung (13) zwischen
den zwei Punkten (A, B) liegt und in einem dritten Punkt (C) in die Kurvenbahn (12)
hineinragt, wobei der Fortsatz (11) des Schließbolzens (1) im freien Zustand mit dem
dritten Punkt (C) in Deckung gebracht ist und sich die Freilauf-Ausnehmung (13) entlang
der Achse (21) des Schließbolzens (1) erstreckt und wobei der Fortsatz (11) in der
Freilauf-Ausnehmung (13) entlang der Achse (21) des Schließbolzens (1) mit dem Schließbolzen
(1) bei einer Verschiebung des Schließbolzens (1) mitverschiebbar ist.
8. Elektro-Verriegelungseinheit nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der dritte Punkt (C) bei Verdrehung der Kulissenscheibe (4) in den freien Zustand
in den Verschiebeweg des Fortsatzes (11) verstellbar ist.
9. Elektro-Verriegelungseinheit nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Elektro-Verriegelungseinheit
(10) einen Schalter (14) aufweist, wobei der Schalter (14) im freien Zustand bei Bewegung
des Schließbolzens (1) in Richtung des offenen Zustands schaltbar ist, wobei der Schließbolzen
(1) bei Betätigung des Schalters (14) durch den Antrieb in den geschlossenen Zustand
verschiebbar oder verstellbar ist.
10. Elektro-Verriegelungseinheit nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schließbolzen (1) eine Verdrehsicherung (15) zur Verhinderung der Verdrehung
des Schließbolzens (1) um seine Achse (21) aufweist, wobei die Verdrehsicherung (15)
insbesondere als ein in einer Führung (17) geführter Zapfen (16) ausgebildet ist.
11. Elektro-Verriegelungseinheit nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schließteil (3) als L-förmiges oder T-förmiges Profil ausgebildet ist.
12. Elektro-Verriegelungseinheit nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kulissenscheibe (4) einen Exzenterbolzen (34) aufweist der exzentrisch zur bzw.
von der Drehachse des Antriebs angeordnet ist, wobei der Schließbolzen (1) eine Ausnehmung
(33) aufweist, wobei der Exzenterbolzen (34) in die Ausnehmung (33) des Schließbolzen
(1) hineinragt und wobei der Schließbolzen (1) bei Verdrehung der Kulissenscheibe
(4) entlang seiner Achse (21) durch Verstellung des Exzenterbolzen (34) in der Ausnehmung
(34) des Schließbolzens (1) verstellbar ist.
13. Schrank, insbesondere Tresorschrank, mit zumindest einer Tür und einem von der Tür
begrenzten Innenraum, dadurch gekennzeichnet, dass der Schrank eine Elektro-Verriegelungseinheit (10) nach einem der Ansprüche 1 bis
12 aufweist.
14. Schrank nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektro-Verriegelungseinheit (10) im Innenraum des Schranks angeordnet ist und
der Schließteil (3) an der Tür des Schranks angeordnet ist, wobei im geöffneten Zustand
der Elektro-Verriegelungseinheit (10) der Schließteil (3) aus der Elektro-Verriegelungseinheit
(10) ausbringbar ist und die Tür öffenbar ist.
15. Schrank nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Schrank einen Detektor, insbesondere Näherungsschalter, aufweist, wobei mit dem
Detektor der geschlossene Zustand der Tür detektierbar ist, wobei der Detektor insbesondere
einen an der Tür befestigten Magnet und einen im Innenraum des Schranks (20), insbesondere
in der Elektro-Verriegelungseinheit (10), angeordneten Magnetdetektor (21) aufweist.