[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Beschlag mit einem Schlossfunktionsteil
nach dem Oberbegriff von Anspruch 1.
[0002] Gattungsbildende Beschläge werden sowohl an Türen als auch an Fenstern montiert und
sollen innerhalb eines Beschlagsystems ein einheitliches und optisch vorteilhaftes
Erscheinungsbild aufweisen. Insbesondere werden die genannten Beschläge an Türelementen,
insbesondere an Glas-türen verbaut, wobei die Beschläge an die jeweiligen Blattstärken
bzw. Glas-oder Materialstärken der Türelemente insbesondere der Glastürelemente angepasst
werden müssen. Der Aufbau der bekannten Beschläge umfasst zumeist zwei Beschlagelemente,
die jeweils einen Anlageabschnitt für das Türelement aufweisen, wobei zwischen den
Anlageabschnitten und dem Türelement eine Zwischenlage eingesetzt ist, die zumindest
bereichsweise der Kontur der Anlageabschnitte entspricht. Außerhalb der Anlageabschnitte
bilden die Beschlagelemente innerhalb eines Ausschnitts des Türelements einen Freiraum,
der beispielsweise dazu dient, einen Schlosseinsatz aufzunehmen. Um jedoch Türelemente,
insbesondere Glastürelemente verschiedener Stärken, zwischen den bekannten Beschlagelementen
aufnehmen zu können, d. h. diese in den Einspannbereich, der durch die Beschlagelemente
ausgestaltet ist, einspannen zu können, sind diese so dimensioniert, dass sie in einem
Auslieferungszustand, d. h. in einer Ausgangsstellung, lediglich ein Türelement mit
einer bestimmten Glasstärke aufnehmen können. Möchte man jedoch ein Glastürelement
mit einer anderen Glasstärke aufnehmen, muss bei den bekannten Beschlägen die Zwischenlage
verstärkt werden, die zwischen den Beschlagelementen und dem Türelement liegt, um
die Differenz der Glasstärke auszugleichen. Dabei ist nachteilig, dass durch die Verstärkung
der Zwischenlagen die beidseitig an dem Türelement anliegenden Beschlagelemente von
dem Türelement abrücken. Mit den Beschlagelementen rücken auch Deckel- oder Abdeckelemente,
wie beispielsweise Kappen, die die Beschlagelemente umgreifen bzw. auf diese aufgesetzt
sind, beidseitig von dem Türelement ab. Entsprechend entsteht beidseitig des Türelements,
nämlich zwischen den Flächen des Türelements und dem Deckel- bzw. Abdeckelement, automatisch
ein Spalt. Möchte man diese Spaltbildung verhindern, muss das Deckel- bzw. Abdeckelement
beidseitig des Türelements durch ein tiefergezogenes Deckel- bzw. Abdeckelement ausge-
tauscht werden, welches dann den von der verstärkten Zwischenlage gebildeten Spalt
überdeckt. Dies bedeutet zum einen, dass die bekannten Beschläge neben unterschiedlich
starken Zwischenlagen mit unterschiedlichen Deckel- bzw. Abdeckelementen ausgeliefert
werden müssen, um diese an unterschiedlich starke Glastürelemente bzw. Türblattstärken
anpassen zu können, und zum anderen ist nachteilhaft, dass die Bautiefe der bekannten
Beschläge beidseitig des Türelements vergrößert wird. Zudem ist nicht auszuschließen,
dass bei stark ausgebildeten Zwischenlagen die Klemmung des Beschlages an dem Türelement
so stark verringert wird, dass dessen Belastbarkeit bzw. dessen Stabilität darunter
leidet.
[0003] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die voranstehend beschriebenen
Nachteile des Standes der Technik zumindest teilweise zu beheben. Insbesondere ist
es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Beschlag zur Verfügung zu stellen,
der eine erweiterte Einstellmöglichkeit, nämlich die Einstellung auf verschiedene
Türelemente mit unterschiedlichen Türblattstärken, insbesondere mit unterschiedlichen
Glasstärken erlaubt.
[0004] Die voranstehende Aufgabe wird durch einen Beschlag mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst. Weitere Vorteile, Merkmale und Details der Erfindung ergeben sich aus den
Unteransprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen.
[0005] Der Beschlag gemäß Anspruch 1 mit einem Schlossfunktionsteil, insbesondere Schlosseinsatz
oder Schlosskasten oder Gegenschlosskasten, mit einem Einspannbereich für ein Türelement,
insbesondere für ein Glastürelement, aufweisend ein erstes Beschlagelement und ein
zweites Beschlagelement, welche jeweils zumindest bereichsweise einen Anlageabschnitt
aufweisen, der eine mit dem Türelement kontaktierbare Zwischenlage umfasst, wobei
die Beschlagelemente den Einspannbereich begrenzen, und wobei das Schlossfunktionsteil
ein drittes Beschlagelement aufweist, das zwischen den Beschlagelementen angeordnet
ist, schließt die technische Lehre ein, dass zwischen den Beschlagelementen ein Einstellmechanismus
vorgesehen ist, mit dem eine Positionsausrichtung des Schlossfunktionsteils bezüglich
der Beschlagelemente ausführbar ist, wobei der Einstellmechanismus derart zwischen
den Beschlagelementen ausgeführt ist, dass eine Bewegung des Schlossfunktionsteils
orthogonal zur Längserstreckung der Beschlagelemente zur Positionsausrichtung durchführbar
ist, wobei der Einstellmechanismus mindestens eine am Be- schlagelement angeordnete
Kulisse aufweist, entlang dieser Kulisse das Schlossfunktionsteil über ein Einstel-
lelement bewegbar ist. Diese Lösung bietet den Vorteil, dass unter Aufrechterhaltung
der Funktion des Beschla- ges durch den Einstellmechanismus, eine Positionsausrichtung
des Schlossfunktionsteils innerhalb des Beschlages ermöglicht wird, wobei der Abstand
der Beschlagelemente auf die Glasstärke eines in dem Beschlag eingespannten Türelements
verändert werden kann, ohne dass dabei die Beschlagelemente durch eine stärker werdende
Zwischenlage von dem Türelement abrücken. D. h., dass der Abstand der Beschlagelemente
zu dem zwischen den Beschlagelementen in dem Einspannbereich eingespannten Türelement
unabhängig von der Glasstärke bzw. der Türblattstärke des Türelements immer konstant
bleibt.
[0006] Daraus ergibt sich der Vorteil, dass ein beispielsweise jeweils die Beschlagelemente
umgreifender Rahmen oder eine Kappe, die als Deckel- bzw. Abdeckelement auf die Beschlagelemente
aufgesetzt wird, immer an dem Glastürelement unabhängig von dessen Glasstärke anliegt.
Insofern kann durch die Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Beschlages mit einem Einstellmechanismus,
der eine Positionsausrichtung des Schlossfunktionsteils ermöglicht, eine Spaltbildung
zwischen den Beschlagelementen und dem Türelement, unabhängig von der Türblatt- bzw.
Glasstärke des Türelements unterbunden werden. Das bedeutet auch automatisch, dass
beidseitig des Türelements die Bautiefe des erfindungsgemaßen Beschlages unabhängig
von der Türblatt- bzw. Glasstärke immer gleich ist. Da das Schlossfunktionsteil ein
drittes Beschlagelement aufweist kann die Funktion des Beschlages variabel angepasst
werden. So kann beispielsweise das dritte Beschlagelement ein Schließblech sein, welches
über den Einstellmechanismus in seiner Positionierung ausgerichtet wird und welches
das als Gegenschlosskasten ausgestaltete Schlossfunktionsteil bildet.
[0007] Da über den Einstellmechanismus der erfindungsgemäße Beschlag variabel an die Türblatt-
bzw. Glasstärke eines darin geklemmten Türelements einstellbar ist, kann in vorteilhafter
Weise die Stärke der Zwischenlage, die zwischen den Beschlagelementen und dem Türelement,
d. h. im Klemm- bzw. Einspann- bereich des erfindungsgemäßen Beschlages, angeordnet
ist, immer konstant bleiben. Insofern kann in vorteilhafter Weise, unabhängig von
dem mit dem erfindungsgemäßen Beschlag geklemmten Türelement mit variabler Stärke,
eine immer gleichbleibende Stabilität des Beschlages gewährleistet werden. Erfindungsgemäß
weist der Einstellmechanismus ein Einstellelement oder ein nicht durch die Erfindung
umfasstes als Einstellelement ausgeführtes Halteelement auf, dass derartzwischen den
Beschlagelementen angeordnet ist, dass eine Bewegung des Schlossfunktionsteils orthogonal
zur Längserstreckung der Beschlagelemente zur Positionsausrichtung durchführbar ist
oder eine nicht von der Erfindung umfasste Bewegung des Schlossfunktionsteils parallel
zur Längserstreckung der Beschlagelemente zur Positionsausrichtung durchführbar ist.
Um eine nicht erfindungsgemäße Positionsausrichtung des Schlossfunktionsteils parallel
zur Längserstreckung der Beschlagelemente durchzuführen, weist zumindest ein Beschlagelement
und in bevorzugter Weise beide Beschlagelemente einen Freiraum auf, in dem das Einstellelement
oder das Halteelement, welches ein Bauteil des Einstellmechanismus ist, bewegbar ist.
Als Freiraum soll im Sinne der Anmeldung nicht eine Ausnehmung, ein Schlitz oder eine
Nut verstanden werden, die in Längs- erstreckung in zumindest einem der Beschlagelemente
verläuft. Als Freiraum wird im Sinne der vor- liegenden Erfindung ein zwischen den
beiden Beschlagelementen gebildeter Abstand verstanden, der es ermöglicht das Einstellelement
oder das nicht erfindungsgemäße Halteelement, welche vorteilhaft ein Kopfteil, ein
Verbindungsteil und ein Fußteil aufweisen, mit dem Verbindungsteil zwischen den Beschlag-elementen
zu bewegen. Im Gegensatz dazu dient der nicht erfindungsgemäße als Ausnehmung ausgestaltete
Freiraum, der in Längserstreckung der Beschlagelemen- te verläuft, dazu, um das Halteelement
mit seinem Kopf- teil beweglich zu lagern bzw. das nicht beanspruchte Halteelement
über das Kopfteil kraft- und/oder formschlüssig mit zumindest ei- nem Beschlagelement
zu koppeln.
[0008] Nicht erfindungsgemäß ist das nicht beanspruchte Halteelement als L-Profil mit einem
Kopf- und einem Verbindungsteil aus- gestaltet, vorzugsweise in Form von zwei im Wesentli-
chen orthogonal zueinander stehenden Flächen, wobei der Kopfteil in dem als Nut, Schlitz
oder Ausnehmung ausgestalteten Freiraum in einem der Beschlagelemente im gelösten
Zustand des Einstellmechanismus beweg- lich gelagert und im Fixierungszustand des
Einstellme- chanismus klemmend in der Ausnehmung wirkt und das Verbindungsteil in
Wirkverbindung mit dem Verbindungselement steht. Nicht erfindungsgemäß ist es weiterhin
wenn jeweils beide Beschlagele- mente einen als Nut, Schlitz oder Ausnehmung ausge-
stalteten Freiraum aufweisen, und das Kopfteil des Halteelements bzw. das Halteelement
als T-Profil ausgestaltet ist, um das nicht beanspruchte Halteelement in beiden Ausneh-
mungen der Beschlagelemente beweglich zu lagern bzw. zu klemmen. Durch Überführung
des nicht erfindunsgemäßen Einstellmechanismus aus seinem gelösten Zustand in den
Fixierungszustand bietet das als T-Profil ausgestaltete nicht erfindungsgemäße Halteelement
beidseitig, d. h. in beiden als Nut, Schlitz oder Ausnehmung ausgestalteten Freiräumen
der Beschlag- elemente zumindest abschnittsweise eine Auflageflä- che, die zur kraft-
und/oder formschlüssigen Verbindung zwischen dem Halteelement und den Beschlagelemen-
ten dient, d. h. im Fixierungszustand des nicht erfindungsgemäßen Einstellmecha- nismus
das Kopfteil klemmend in beiden Nuten, Schlit- zen oder Ausnehmungen wirkt. Im Gegensatz
zu dem als L-Profil ausgestalteten nicht erfindungsgemäßen Halteelement klemmt das
als T-Profil ausgestaltete nicht erfindungsgemäße Halteelement gleichmäßig auf beiden
Seiten des Eckbeschlags, nämlich an beiden Beschlagelementen. Dadurch kann im Gegensatz
zu dem als L-Profil ausgestalteten Halteelement mit dem als T-Profil ausgestalteten
nicht erfindungsgemäßen Halteelement ein stabilerer Kraft- und/oder Formschluss, d.h.
eine verbesserte Klemmung zwischen dem nicht erfindungsgemäßen Halteelement und den
Beschlagelementen erreicht werden. Wie auch bereits für das als L-Profil ausgestaltete
nicht erfindungsgemäßen Halteelement beschrieben, wird auch bei dem als T-Profil ausgestalteten
nicht erfindungsgemäßen Halteelement über ein Verbindungsteil das Verbindungselement
mit dem nicht erfindungsgemäßen Halteelement verbunden.
[0009] In bevorzugter Weise weist das Einstellelement ein Kopfteil, ein Verbindungsteil
und ein Fußteil auf, wobei über zumindest ein Befestigungselement das Einstellelement
über das Fußteil mit dem dritten Beschlagelement verbunden wird. Dabei sind vorteilhaft
das Kopfteil und das Verbindungsteil senkrecht zueinander ausgestaltet. Dagegen ist
vorteilhaft das Fußteil parallel zu dem Kopfteil ausgestaltet und bildet in bevorzugter
Weise mit dem Kopfteil und dem Verbindungsteil ein monolithisches und/oder einstückiges
Bauteil.
[0010] Nicht erfindungsgemäß handelt es sich bei dem nicht beanspruchten Halteelement und
dem mit dem nicht beanspruchten Halteelement über das Verbindungsteil in Wirkverbindung
stehende Verbindungselement, das beispielsweise als Schlossfunktionsteil in Form eines
Gegenschlosskastens ausgestaltet ist, um zwei miteinander verbundene Bauteile des
Beschlages. Diese miteinander verbundenen Bauteile bilden einen nicht erfindungsgemäßen
Einstellmechanismus, der an beiden Bauteilen, nämlich am nicht erfindungsgemäßen Halteelement
sowie am Verbindungselement integriert ist, und der zwischen dem gelösten Zustand
und dem Fixierungszustand überführbar ist, wobei im gelösten Zustand das nicht erfindungsgemäße
Halteelement an den Beschlagelemen- ten verschiebbar ist und im Fixierungszustand
zumindest kraft- oder formschlüssig an zumindest einem Beschlagelement befestigt ist.
Demzufolge dient der am nicht beanspruchten Halteelement und am Verbindungselement
ausgebildete nicht erfindungsgemäße Einstellmechanismus dazu, das Halteelement und
das mit dem Halteelement verbundene Verbindungselement relativ zu den Beschlagelementen
und insbesondere relativ zu der Längserstreckung der Beschlagelemente zu verschieben.
Darüber hinaus dient der nicht erfindungsgemäße Einstellmechanismus dazu, den Beschlag
und insbesondere das als Schlossfunktionsteil ausgestaltete Verbindungselement zu
positionieren und zu fixieren, nämlich das nicht erfindungsgemäße Halteelement über
den nicht erfindungsgemäßen Einstellmechanismus an zumindest ei- nem der Beschlagelemente
zumindest kraftschlüssig oder formschlüssig zu koppeln.
[0011] Um eine Wirkverbindung zwischen dem nicht erfindungsgemäßen Halteelement und dem
Verbindungselement herzustellen, d. h. um eine Variante des nicht erfindungsgemäßen
Einstellmechanismus auszubilden, sind das nicht beanspruchte Halteelement und das
Verbindungselement besonders vorteilhaft über zumindest ein Befestigungselement kraft-
und/oder form- schlüssig miteinander verbunden. Bei dem Befestigungselement zwischen
dem nicht erfindungsgemäßen Halteelement und dem Verbindungselement kann es sich beispielsweise
um eine Schraube, wie z. B. eine Madenschraube, handeln, die das nicht erfindungsgemäße
Halteelement und das Verbindungselement miteinander verbindet. Besonders vorteilhaft
sind wenigstens zwei Befestigungselemente vorgesehen, die das nicht erfindungsgemäße
Halteelement mit dem Verbindungselement verbinden. Die kraft- und/oder formschlüssige
Verbindung zwischen dem nicht erfindungsgemäßen Halteelement und dem Verbindungselement,
d. h. die Überführung des nicht erfindungsgemäßen Einstellmechanismus aus dem gelösten
Zustand in den Fixierungszustand dient zudem in vorteilhafter Weise dazu, das nicht
erfindungsgemäße Halteelement an dem Beschlagelement festzulegen. Dazu weist das Beschlagelement
bevorzugt einen Freiraum als Führung auf, beispielsweise in Form einer Ausnehmung,
einer Nut oder einer Schiene, an bzw. in denen das nicht erfindungsgemäße Halteelement
geführt wird bzw. beweglich gelagert ist Der Freiraum in dem Beschlagelement ist dabei
vorteilhaft so ausgestaltet, dass das nicht erfindungsgemäße Halteelement in Längserstreckung
des Beschlagelements verschiebbar bzw. führbar ist.
[0012] Um eine Bewegung des Schlossfunktionsteils orthogonal zur Längserstreckung der Beschlagelemente
durchzuführen, weist erfindungsgemäß der Einstellmechanismus mindestens eine am Beschlagelement
ange- ordnete Kulisse auf, an der das Schlossfunktionsteil über das Einstellelement
bewegbar ist. Die Kulisse erstreckt sich dabei bevorzugt zwischen den Beschlagelementen,
nämlich in den Abstand zwischen den Beschlagelemen- ten. In bevorzugter Weise sind
zwei parallel zueinander liegende Kulissen an dem Beschlag angeordnet, wobei die Kulissen
bevorzugt an einem oder noch bevorzugter an beiden Beschlagelementen ausgebildet sind
und das Schlossfunktionsteil über zwei Einstellelemente in den beiden Kulissen bewegbar
ist. In vorteilhafter Weise er- streckt sich die Kulisse bevorzugt zumindest abschnitts-
weise zwischen den Beschlagelementen, d. h. zumin- dest soweit, dass das Einstellelement
auch noch dann an der Kulisse führ- und klemmbar ist, wenn die Türblatt- stärke bzw.
die Glasstärke des zwischen den Beschlag-elementen eingespannten Türelements zwischen
unge- fähr 6 mm und 25 mm, bevorzugt zwischen 7 mm und 22 mm, und noch bevorzugter
zwischen 8 mm und 17 mm liegt.
[0013] Vorteilhaft bildet die Kulisse mit mindestens einem Beschlagelement ein gemeinsames
Bauteil. Dabei sind die Kulisse und das Beschlagelement bevorzugt ein-stückig und/oder
als ein monolithisches Bauteil ausgebildet. Als monolithisches Bauteil soll dabei
ein beispielsweise im Spritzgussverfahren aus einer oder mehreren verschiedenen Komponenten
hergestelltes Bauteil verstanden werden. Als einstückiges Bauteilkann aber auch ein
aus einem Material hergestelltes Bauteil verstanden werden, das beispielsweise durch
Bearbeitung eines Metallblocks aus dem Metallblock herausgefräst wird. Ein gemeinsames
Bauteil ist vorzugsweise auch so zu verstehen, dass die Kulisse und das Beschlagelement
als Einzelteile ausgestaltet sind, die als gemeinsames Bauteil, nämlich als Beschlagelement
in einem vormontierten Zustand mit Kulisse bereitgestellt werden.
[0014] Das Einstellelement ist bevorzugt beweglich in der Kulisse gelagert und lässt sich
vorteilhafterweise stufenlos entlang der Erstreckung der Kulisse in dem Freiraum bewegen,
der als Abstand zwischen den Beschlagelementen ausgebildet ist. In vorteilhafter Weise
kann dabei die Positionsausrichtung des Schlossfunktionsteils über den gesamten durch
die Beschlag-elemente als Freiraum gebildeten Abstand erfolgen. Insbesondere unterstützt
diese Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Beschlages eine kompakte Bauweise und eine
einheitliche Bautiefe unabhängig von der Materialstärke des zwischen den Beschlagelementen
geklemmten Türelements.
[0015] In nicht erfindungsgemäßer Weise weist die Kulisse einen Freiraum in Form einer als
Schlitz oder einer Nut ausgestalteten Ausnehmung auf, durch den oder in dem das nicht
beanspruchte Halteelement beweglich zwischen den Beschlagelementen ist. Dabei ist
in vorteilhafter Weise das nicht beanspruchte Halteelement abschnittsweise als L-Profil
oder als T- ausgestaltet, vorzugsweise in Form von zwei im Wesentlichen orthogonal
zueinander stehenden Flächen, die ein Kopfteil und ein Verbindungsteils bilden, wobei
das Verbindungsteil in dem als Nut, Schlitz oder Ausnehmung ausgestalteten Freiraum
in der Kulisse im gelösten Zustand des nicht erfindungsgemäßen Einstell- mechanismus
beweglich gelagert und im Fixierungszustand des nicht erfindungsgemäßen Einstellmechanismus
klemmend in der Ausnehmung wirkt.
[0016] Vorteilhaft ist das Einstellelement oder das nicht erfindungsgemäße Hal- teelement
am Schlossfunktionsteil und/oder an dem dritten Beschlagelement befestigt. Die Befestigung
erfolgt entweder über das an dem Einstellelement oder an dem nicht erfindungsgemäßen
Halteelement ausgebildete Verbindungsteil oder an einem mit dem Verbindungsteil verbundenen
Fußteil, wobei in vorteilhafter Weise das Fußteil, das Verbindungsteil und das Kopfteil
des Einstell- bzw. des nicht erfindungsgemäßen Halteelements als ein gemeinsames,
monolithisches und/oder einstückiges Bauteil ausgestaltet sind. Als monolithisches
Bauteil soll auch hierbei ein beispielsweise im Spritzgussverfahren aus einer oder
mehreren verschiedenen Komponenten hergestelltes Bauteil verstanden werden. Als einstückiges
Bauteil kann aber auch ein aus einem Material hergestelltes Bauteil verstanden werden,
das beispielsweise durch Bearbeitung eines Metallblocks aus dem Metallblock herausgefräst
wird. Ein gemeinsames Bauteil ist vorzugsweise auch so zu verstehen, dass das Kopfteil,
das Verbindungsteil und/oder das Fußteil als Einzelteile ausgestaltet sind, die als
gemeinsames Bauteil, nämlich als Einstellelement bzw. als nicht erfindungsgemäßes
Halteelement in einem vormontierten Zustand mit Kulisse bereitgestellt werden.
[0017] Zur Einstellung des Einstellmechanismus, insbesondere zur Überführung des Einstellmechanismus
aus dem gelösten Zustand in den Fixierungszustand und umgekehrt, ist ein Befestigungselement
bevorzugt von außen zugänglich für einen Benutzer angeordnet, beispielsweise an einem
als Schließblech ausgestalteten dritten Beschlagelement für ein als Gegenschlosskasten
ausgestaltetes Schlossfunktionsteil. Da das dritte Beschlag-element in Wirkverbindung
mit dem Einstellelement oder dem nicht erfindungsgemäßen Halteelement steht, das zwischen
dem ersten und dem zweiten Beschlagelement in der Kulisse geführt wird, und das Einstellelement
oder das nicht erfindungsgemäße Halteelement damit schwer zugänglich ist, kann vorteil
haft über die von außen am dritten Beschlagelement zugänglichen Befestigungselemente
vorteilhaft der Einstellmechanismus bedient werden.
[0018] Damit das als nicht beanspruchtes Halteelement ausgestaltete Einstellelement eine
Hubbewegung durch die vorzugsweise von außen zugänglich für den Benutzer angeordneten
Befestigungselemente durchführen kann, und um den nicht erfindungsgemäßen Einstellmechanismus
integriert am nicht beanspruchten Halteelement auszubilden, weist das nicht beanspruchte
Halteelement wenigstens eine Bohrung auf, in die das Befestigungselement im Fixierungszustand
zumindest teilweise eingreift, wodurch eine erhöhte Klemmung zwischen dem Halteelement
und der Ausnehmung wirkt. Im losgelösten Zustand greift das Befestigungselement vorzugsweise
weniger weit in die Bohrung ein oder befindet sich beabstandet zur Bohrung, so dass
die Klemmung geringer ist oder die Klemmung na- hezu aufgehoben ist.
[0019] Damit das Befestigungselement von außen beispielsweise am Schließblech zugänglich
ist, weist das dritte Beschlagelement wenigstens eine Durchführung auf, durch die
das Befestigungselement sich bis zur Bohrung erstreckt, und die vorteilhaft als Innengewindebohrung
ausgestaltet ist.
[0020] Da in einer nicht erfindungsgemäßen Ausführungsform das Innengewinde der Durchführung
als Wi- derlager für das Befestigungselement dient, das vorzugsweise eine Schraube
ist, wird das Einstellelement oder das nicht erfindungsgemäße Halteelement mit Vortrieb
des Befestigungse- lements in entgegengesetzter Richtung zum Vortrieb des Befestigungselements
bewegt. Dabei gelangt insbeson- dere das in der Ausnehmung der Kulisse geführte Einstell-
bzw. nicht erfindungsgemäße Halteelement zur kraftschlüssigen Anlage an die Ausnehmung.
Durch Anziehen des Befestigungsele- ments gelangt dabei der Kopf, hier bevorzugt der
Schrau- benkopf, zur Anlage an die in dem dritten Beschlagele- ment ausgestaltete
Durchführung, wodurch das Einstell- bzw. das nicht beanspruchte Halteelement relativ
zu dem dritten Beschlagele- ment hin bewegt wird bzw. das Einstell- oder das nicht
erfindungsgemäße Halte- element relativ zu der Kulisse bewegt wird. Durch die Bewegung
des Einstell- bzw. nicht erfindungsgemäßen Halteelements relativ zu der Kulisse wird
das Einstell- bzw. das nicht erfindungsgemäße Halteelement in be- vorzugter Weise
kraft- und/oder formschlüssig mit der Kulisse gekoppelt.
[0021] In vorteilhafter Weise sind das dritte Beschlagelement und das Schlossfunktionsteil
als ein monolithisches und/oder einstückiges Bauteil ausgestaltet. Als monolithisches
Bauteil soll auch hier ein beispielsweise im Spritzgussverfahren aus einer oder mehreren
verschiedenen Komponenten hergestelltes Bauteil verstanden werden. Als einstückiges
Bauteil kann auch ein aus einem Material hergestelltes Bauteil verstanden werden,
das beispielsweise durch Bearbeitung eines Materialblocks, beispielsweise ein Metallblock,
aus dem Materialblock herausgefräst wird. Ein gemeinsames Bauteil ist vorzugsweise
auch so zu verstehen, dass das Beschlagelement und das Schlossfunktionsteil Einzelteile
sind, die als gemeinsames Bauteil in einem vormontierten Zu- stand bereitgestellt
werden.
[0022] Um die Klemmung, d. h. die Reibung zwischen dem nicht erfindungsgemäßen Halteelement,
hier insbesondere der Auflagefläche des nicht erfindungsgegmäßen Halteelements und
dem als Ausnehmung ausgestal- teten Freiraum, hier insbesondere der Kulisse, zu erhö-
hen, ist es nicht erfindungsgemäß wenn das nicht beanspruchte Halteelement im Bereich
der Auflageflä- che des Verbindungsteils bevorzugt ein Profil aufweist, wel- ches
beispielsweise eine Riffelung sein kann. Das Profil der Auflagefläche ist dabei so
ausgestaltet, dass die Klemmung bzw. die Reibung zwischen dem nicht beanspruchten
Halteelement und der Ausnehmung neben einem Kraftschluss einen Formschluss gewährleistet.
[0023] Für die Verwendung des erfindungsgemäßen Beschlages zur Aufnahme eines Schlosseinsatzes
oder als Gegenschlosskasten weist das zwischen dem ersten und dem zweiten Beschlagelement
angeordnete Beschlagelement zumindest eine Aussparung auf, die zum Durchgriff und/oder
Eingriff eines Funktionselementes eines Schlosses ausgestaltet ist. Als Funktionselement
eines Schlosses kann dabei beispielsweise ein Riegel verstanden werden, der in die
Aussparung des Beschlagelementes greift, welches in einem erfindungsgemäßen Beschlag
angeordnet ist, der als Gegenschlosskasten ausgestaltet und der zur Klemmung an beispielsweise
einer zweiflügligen Glastür dient. Wenn ein Schlosseinsatz in dem erfindungsgemäßen
Beschlag im Aufnahmebereich zwischen den Beschlagelementen aufgenommen ist, welcher
beispielsweise als einstückiges Bauteil mit dem zwischen dem ersten und dem zweiten
Beschlagelement angeordneten Beschlagelement ausgestaltet ist, ist als Funktionselement,
welches durch die Aussparung des Beschlagelementes hindurchgreift, vorzugsweise ein
Riegel zu verstehen. Als Funktionselement ist aber auch beispielsweise ein Montagemodul
zu verstehen, das durch das Beschlagelement, nämlich durch die Aussparung hindurchgreift,
um daran einen Riegel oder beispielsweise auch eine Schließfalle zu montieren.
[0024] Nicht erfindungsgemäß ist das Einstellelement wie bereits beschrieben als nicht beanspruchtes
Halteelement ausgestaltet. Dabei ist das nicht beanspruchte Halteelement vorzugsweise
als L-Profil mit einem Kopf- und einem Verbindungsteil ausgestaltet, vorzugsweise
in Form von zwei im Wesentlichen orthogonal zueinander stehenden Flächen, wobei das
Kopfteil in dem als Nut, Schlitz oder Ausnehmung ausgestalteten Freiraum in einem
der Beschlagelemente im gelösten Zustand des Einstellmechanismus beweglich gelagert
und im Fixierungszustand des nicht erfindungsgemäßen Einstellmechanismus klemmend
in der Ausnehmung wirkt. Weisen jeweils beide Beschlagelemente einen als Nut, Schlitz
oder Ausnehmung ausgestalteten Freiraum auf, ist das Kopfteil des nicht beanspruchten
Halteelements bzw. das nicht beanspruchte Halteelement als T-Profil ausgestaltet,
um das Halteelement in beiden Ausnehmungen der Beschlagelemente beweglich zu lagern
bzw. zu klemmen. Durch Überführung des nicht erfindungsgemäßen Einstellmechanismus
aus seinem gelösten Zustand in den Fixierungszustand bietet das als T-Profil ausgestaltete
nicht beanspruchte Halteelement beid- seitig, d. h. in beiden als Nut, Schlitz oder
Ausnehmung ausgestalteten Freiräumen der Beschlagelemente zumindest abschnittsweise
eine Auflagefläche, die zur kraft- und/oder formschlüssigen Verbindung zwischen dem
nicht erfindungsgemäßen Halteelement und den Beschlagelementen dient, d. h. im Fixierungszustand
des nicht erfindungsgemäßen Einstellmechanismus das Kopfteil klemmend in beiden Nuten,
Schlitzen oder Ausnehmungen wirkt. Im Gegensatz zu dem als L-Profil ausgestalteten
nicht beanspruchten Halteelement klemmt das als T-Profil ausge- staltete nicht beanspruchte
Halteelement gleichmäßig auf beiden Seiten des Eckbeschlags, nämlich an beiden Beschlagelementen.
Dadurch kann im Gegensatz zu dem als L-Profil ausgestalteten nicht erfindungsgemäßen
Halteelement mit dem als T-Profil ausgestalteten nicht erfindungsgemäßen Halteelement
ein stabilerer Kraft- und/oder Form- schluss,d. h.eine verbesserte Klemmung zwischen
dem nicht erfindungsgemäßen Halteelement und den Beschlagelementen erreicht wer- den.
Zudem hat das als T-Profil ausgestaltete Kopfteil den Vorteil, dass bei einer Drehung
des nicht beanspruchten Halteelements die aus dem Freiraum eines der Beschlagelemente
herausgedrehte Fläche auf der anderen Seite in den Freiraum des anderen Beschlagelementes
hineingedreht wird. Wie auch bereits für das als L-Profil ausgestaltete nicht erfinudngsgemäße
Halteelement beschrieben,wirdauchbeidemals T-Profil ausgestalteten nicht erfindungsgemäßen
Halteelement vorteilhaft über ein Verbin- dungsteil das Verbindungselement mit dem
nicht erfindungsgemäßen Halteele- ment verbunden. Zudem haben beidseitig ausgestaltete
Auflageflächendesals nicht erfindungsgemäßen Halteelementausgestalteten Ein- stellelements
als T-Profil den weiteren Vorteil, dass das Ein-stellelement nicht nur parallel zu
den Beschlagele- mentenverschiebbarist, sondern auch zwischen den Be- schlagelementen,
d.h. zum einen oder zum anderen Be- schlagelementhin verschiebbar bzw. verlagerbar
ist. Da- durch kann über das als nichterfndungsgemäßes Halteelement ausgestaltete
Einstellelement nicht nur der Beschlag in seiner Höhe und auf die Glasstärke, sondern
auch beispielsweise auf einen Ebenenversatz zwischen dem als Gegenschlosskasten ausgestalteten
erfindungsgemäßen Beschlag und beispielsweise einem in die Aussparung des Beschlagelementes
einführbaren Riegels eingestellt werden. Zudem kann ein Winkelversatz zwischen dem
Riegel und dem als Gegenschlosskasten ausgestalteten nicht er- findungsgemäßen Beschlag
durch die vorteilhafte Aus- gestaltung des als nicht erfindungsgemäßes Halteelement
ausgestalteten Einstel- lelements ausgeglichen bzw. eingestellt werden.
[0025] Zur Einstellung des nicht erfindungsgemäßen Be- schlages an Glastürelemente oder
Türelemente mit un- terschiedlicher Stärke kann in vorteilhafter Weise zwi- schen
den Beschlagelementen, nämlich außerhalb der Anlageabschnitte, ein an die Glasstärke
angepasstes austauschbares Distanzelement angeordnet werden, das als Gegenlager zu
den Anlageabschnitten und dem zwischen dem ersten und dem zweiten Beschlagelement
eingespannten Türelement ausgestaltet ist. Durch die an die Türblattstärke bzw. Glas-
oder Materialstärke des Türelements anpassbaren Distanzelemente kann mit ei- nem und
demselben Beschlag einegleichbleibendeSta- bilität gewährleistet werden, unabhängig
davon, ob bei- spielsweise ein Glastür-element mit 8 mm Glasstärke oder ein Glastürelement
mit 20 mm Glasstärke im Einspannbereich zwischen den Beschlagelementen eingespannt
ist, da erfindungsgemäß die Zwischenlage und insbesondere die Stärke der Zwischenlage
immer gleich bleibt. Um dabei nicht nur punktuell über nur ein Distanzelement ein
Gegenlager zu den Anlageabschnitten und dem zwischen den Beschlagelementen eingespannten
Türelement auszubilden, ist es vorteilhaft, wenigstens ein zweites Distanzelement
anzuordnen, welches in etwa parallel zu dem ersten Distanzelement liegt. In vorteilhafter
Weise ist dabei das Distanzelement zumindest über eines seiner Enden in einer an einem
der Beschlagelemente ausgestalteten Halterung kraft- und/oder formschlüssig, insbesondere
formschlüssig, gehalten. Mit seinem anderen Ende, welches nicht in der Halterung gehalten
ist, stützt sich dann das Distanzelement in bevorzugter Weise an dem gegenüberliegenden
Beschlagelement ab oder greift in dieses in eine Halterung ein. Bei der Halterung,
die in einem oder in beiden Beschlagelementen ausgestaltet sein kann, handelt es sich
bevorzugt um eine Aussparung, beispielsweise um eine Bohrung, um ein Sackloch oder
um eine Ausfräsung, deren Kontur, d. h. deren Form, bevorzugt der Außenkontur des
Distanzelementes angepasst ist. Ist beispielsweise das Distanzelement als Vierkantelement
ausgestaltet, beispielsweise in Form eines Vierkantstabes, ist die Bohrung bzw. die
Ausfräsung vorteilhaft als Vierkantloch oder Vier-kantausfräsung ausgestaltet, in
der das vierkantige Distanzelement zumindest formschlüssig anordenbar, d. h. in dieser
aufgenommen wird. Natürlich kann das Distanzelement auch in Form eines Rundstabes
oder beispielsweise auch in Form eines Sechskantstabes ausgestaltet sein, wobei dann
die Bohrung bzw. die Ausfräsung in vorteilhafter Weise der Form des Rundstabes bzw.
der Form des Sechskantstabes angepasst ist. Dabei soll die Ausgestaltung des Distanzelements
als Rundstab, Vierkant oder Sechskant nicht einschränkend sein, vielmehr sind sämtliche
Konturen des Distanzelementes denkbar, deren Außenkontur in der Bohrung bzw. Ausfräsung
in dem Beschlagelement darstellbar ist, um das Distanzelement zumindest formschlüssig
darin aufnehmen zu können.
[0026] In bevorzugter Weise kann auf die Beschlagelemente ein zumindest diese abschnittsweise
umgreifender Rahmen aufgesetzt werden, der beispielsweise zur Anordnung eines Abdeck-bzw.
Deckelelements, wie beispielsweise einer Kappe, dient. Der Rahmen weist in bevorzugter
Weise einen die Beschlagelemente umgreifenden Rand auf, dessen Kante zumindest abschnittsweise
bündig an einem im Einspannbereich eingespannten Türelement anliegt. Zudem überdeckt
der Rand des Rahmens zumindest abschnittsweise das zwischen dem ersten und dem zweiten
Beschlagelement angeordnete Beschlagelement, wobei die Überdeckung des Rahmens in
Abhängigkeit zu dem zwischen dem ersten und dem zweiten Beschlagelement eingespannten
Türelement steht. Ist beispielsweise ein Türelement mit 8 mm Glasstärke in dem Einspannbereich
zwischen dem ersten und dem zweiten Beschlagelement eingespannt, ist die Überdeckung
des Randes des die Beschlagelementen umgreifenden Rahmens über den zwischen dem ersten
und dem zweiten Beschlagelement angeordneten Beschlagelement größer, als wenn zwischen
den Beschlagelementen im Einspannbereich ein Glastürelement mit beispielsweise einer
Glasstärke von 20 mm eingespannt ist. In diesem Fall, nämlich bei einem Glastürelement
mit 20 mm Glasstärke, werden die Ränder der die Beschlagelemente umgreifenden Rahmen
relativ voneinander wegbewegt, d. h. in entgegengesetzter Richtung über das zwischen
dem ersten und dem zweiten Beschlagelement angeordnete Beschlagelement bewegt. Das
bedeutet, dass bei gleichbleibendem Abstand zwischen den Beschlagelementen und dem
darin eingespannten Türelement sich der Abstand der Ränder des die Beschlagelemente
umgreifenden Rahmens entsprechend der Glasstärke des in dem Einspannbereich zwischen
den Beschlagelementen eingespannten Türelements verändert. Dabei vergrößert oder verkleinert
sich die Beabstandung der Ränder der Rahmen vorteilhaft proportional zu der Veränderung
des Abstands der Beschlagelemente zueinander.
[0027] In der vorliegenden Anmeldung sollen die nachfolgenden Begriffe nicht einschränkend
wie folgt verstanden werden:
Als "Kulisse" soll eine Führung verstanden werden, an der das Einstellelement bzw.
das nicht erfindungsgemäße Halteelement verschiebbar zwischen den Beschlagelementen
oder in den Beschlagelementen geführt wird. Zudem dient die Kulisse dazu, das Beschlagelement,
welches zwischen dem ersten und dem zweiten Beschlagelement angeordnet ist, über das
nicht erfindungsgemäße Halteelement kraft-und/oder formschlüssig mit dem ersten und/oder
dem zweiten Beschlagelement und dem dritten Beschlagelement zu verbinden. Dabei weist
die Kulisse einen als Ausnehmung ausgestalteten Freiraum in Form einer Nut, Riefe,
Rille, eines Absatzes, einer Schiene oder eines Vorsprungs auf. Eine Kulisse im Sinne
der vorliegenden Erfindung kann auch als ein zwischen zwei Elementen gebildeter Slot
verstanden werden, wobei die zwei Elemente orthogonal zu der Längserstreckung der
Beschlagelemente ausgestaltet sind, und der Slot durch die Beabstandung der Elemente
zueinander gebildet ist ,in dem das nicht erfindungsgemäße Halteelementführbar ist
Natürlich können entlang der Kulisse Rastmittel vor- gesehen sein, die ein Einrasten
des nicht erfindungsgemäßen Halteelements be- wirken und somit eine Voreinstellung
des Beschlages bezüglich seiner Positionierung an dem Türelement er- möglichen oder
die zur Voreinstellung des Beschlages auf eine bestimmte Glasstärke dienen. Es können
aber auch nur Einrast- und/oder Stoppmoglichkeiten auf normierte Positionen des Beschlages
ausgestaltet sein.
[0028] Als nicht erfindungsgemäßes "Halteelement" soll ein sich im Wesentli- chen parallel
zu den Beschlagelementen verschiebbares Bauteil verstanden werden, welches insbesondere
dazu dient, das mit dem nicht erfindungsgemäßen Halteelement wirkverbundene Ver- bindungselement
parallel zu den Beschlagelementen zu verschieben. Dabei kann das nicht erfindungsgemäße
Halteelement als ein ein- flächiger oder mehrflächiger Körper ausgestaltet sein. Natürlich
kann das nicht erfindungsgemäße Halteelement auch aus einer oder mehreren miteinander
verbundenen Streben oder anderweitig, wie z. B. als Winkelstück, ausgestaltet sein.
Lediglich begrenzend für die Art und Bauform des nicht erfindungsgemäßen Haltee- lements
ist der zwischen den Beschlagelementen zur Verfügung stehende Freiraum, der durch
den Abstand der Beschlagelemente zueinander gebildet ist.
[0029] Als "drittes Beschlagelement, das zwischen dem ersten und dem zweiten Beschlagelement
angeordnet ist" soll unter anderem ein Verbindungselement verstanden werden, welches
in Wirkverbindung mit dem nicht erfindungsgemäßen Halteelement steht. Das Verbindungselement
soll dabei eine Aussparung aufweisen, die zum Durchgriff bzw. Ein- griff eines Riegels
dient. Das als Verbindungselement ausgestaltete Beschlagelement kann dabei ein-stückig
und/oder als ein monolithisches Bauteil mit dem nicht erfindungsgemäßen Haltee- lement
ausgestaltet sein. Insbesondere eignet sich das als Verbindungselement ausgestaltete
Beschlagele- ment für einen einstellbaren Beschlag, der als Gegenschlosskasten ausgestaltet
ist.
[0030] Als nicht erfindungsgemäßes "Distanzelement" soll ein Distanzelement und in bevorzugter
Weise wenigstens zwei oder mehrere Distanzelemente verstanden werden. Das Distanzelement
bzw. die Distanzelemente können dabei wechselseitig kraft- und/oder formschlüssig,
und insbesondere formschlüssig in Halterungen an den Beschlagelementen aufgenommen
werden und stützen sich an dem anderen Beschlagelement ab. Natürlich können die Distanz-elemente
auch nur in Halterungen nur an einem Beschlagelement aufgenommen werden und stützen
sich dann an dem gegenüberliegenden Beschlagelement ab oder greifen in dieses in Halterungen
ein.
[0031] Bei einem "Beschlag" handelt es sich im Sinne der vorliegenden Erfindung insbesondere
um einen Türbeschlag. Dieser kann an einem Türelement über eine Klemmung befestigt
werden. Unter einem Türelement ist insbesondere das Türblatt selbst zu verstehen.
Jedoch ist es auch möglich, das statische Türelement eines gesamten Türsystems mit
einer erfindungsgemäßen Beschlagvorrichtung zu versehen. Zum Beispiel kann es sich
neben dem Schwenkmodul eines Türsystems, also dem Türblatt, auch um ein Oberlicht,
ein feststehendes Modul oder ein Schiebemodul des Türsystems handeln. Neben klassischen
Türblättern kann der erfindungsgemäße Beschlag auch bei anderen scheibenförmigen Bauelementen,
zum Beispiel bei Glasvitrinen, Geländerverglasungen und Duschkabinen zum Einsatz kommen.
Der erfindungsgemäße Beschlag wird insbesondere für Türelemente in Glasbauweise oder
Teilglasbauweise eingesetzt. Dementsprechend kann durch den erfindungsgemäßen Beschlag
auch eine vereinfachte Herstellung dieses Türelements bzw. eine vereinfachte Vorbereitung
des Türelements auf die Verwendung des Beschlages durchgeführt werden. Die Klemmung
bzw. die Einspannung des Türelements durch den erfindungsgemäßen Beschlag kann dabei
an der vertikalen oder horizontalen Kante des Türelements erfolgen bzw. auf dessen
Eckpunkten oder besonders bevorzugt im Mitteilteil der vertikalen Kante des Türelements,
die der am Drehpunkt anliegenden vertikalen Kante gegenüberliegt.
[0032] Weitere, die Erfindung verbessernde Maßnahmen werden nachstehend gemeinsam mit der
Beschreibung von bevorzugten Ausführungsbeispielen der Erfindung anhand der Figuren
näher dargestellt. Dabei können die in den Ansprüchen und in der Beschreibung erwähnten
Merkmale jeweils einzeln für sich oder in beliebiger Kombination erfindungswesentlich
sein.
[0033] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen erfindungsgemäßen Beschlag mit einem als Schlosseinsatz ausgestalteten Schlossfunktionsteil
für einen Profilzylinder in einer Explosionsansicht,
- Fig. 2
- den Beschlag aus Figur 1 im montierten Zustand in Frontalansicht,
- Fig. 3
- den Beschlag aus Figur 1 mit einem modifizierten Abdeckelement zum Einbau eines Rundzylinders
in einer Explosionsansicht,
- Fig. 4
- einen erfindungsgemäßen Beschlag, der als Gegenschlosskasten ausgestaltet ist, in
einer Explosionsansicht,
- Fig. 5
- den Beschlag aus Figur 4 im montierten Zustand in Frontalansicht,
- Fig. 6
- einen nicht erfindungsgemäßen modifizierten Eckbeschlag der als nicht erfindungsgemäßer
Beschlag ausgestaltet ist,
- Fig. 7
- den nicht erfindungsgemäßen Beschlag aus Figur 6 im montierten Zu- stand in Frontalansicht
und
- Fig. 8
- eine Detailansicht des Ausschnittes A der Figuren 1 bis 5.
[0034] In den unterschiedlichen Figuren sind gleiche Teile stets mit denselben Bezugszeichen
versehen, weshalb diese in der Regel auch nur einmal beschrieben werden.
[0035] Figur 1 zeigt einen erfindungsgemäßen Beschlag 1 mit einem als Schlosseinsatz 7 ausgestalteten
Schlossfunktionsteil, wobei aus Darstellungsgründen der hintere Rahmen 19, der das
Beschlagelement 4 umgreift, und die an dem hinteren Rahmen 19 anbringbare Abschlusskappe
22 und das daran anschließende Abdeckelement 23 zum Einführen eines Profilzylinders,
wie in Fig. 6 dargestellt, in Fig. 1 nicht abgebildet sind. Der Beschlag 1 umfasst
einen Einspannbereich 2 (beispielsweise in Fig. 2 dargestellt) für ein Türelement
und weist ein erstes Beschlagelement 3 und ein zweites Beschlagelement 4 auf, welche
jeweils zumindest bereichsweise einen Anlageabschnitt 6.1 aufweisen, der eine an dem
Türelement anliegende Zwischenlage 5 umfasst. Im montierten Zustand begrenzen die
Beschlagelemente 3 und 4 den Einspannbereich 2 für das Türelement und bilden einen
als Aufnahmebereich ausgestalteten Freiraum 6, der beispielsweise für die Aufnahme
des Schlosseinsatzes 7.1 dient. Der Schlosseinsatz 7.1 ist vorliegend einstückig mit
einem dritten Beschlagelement 8 ausgestaltet, das zwischen den Beschlagelementen 3
und 4 angeordnet und mit diesen verbindbar ist. Die Verbindung zwischen dem dritten
Beschlagelement 8 und den Beschlagelementen 3 und 4 erfolgt über Einstellelemente
9 mit einem Kopfteil 9.1, einem Verbindungsteil 9.2 und einem Fußteil 9.3. Die Einstellelemente
9 sind über das Verbindungsteil 9.2 in Kulissen 13 verschiebbar anorden- bzw. führbar,
die an dem Beschlagelement 4 ausgestaltet sind. Die Kulissen 13 erstrecken sich zwischen
den Beschlagelementen 3 und 4 zumindest abschnittsweise über den zwischen den Beschlagelementen
3 und 4 als Aufnahmebereich ausgestalteten Freiraum 6 bzw. über den zwischen den Beschlagelementen
3 und 4 gebildeten Abstand. Über die Einstellelemente 9 ist das Beschlagelement 8
über die Kulisse 13 mit dem Beschlagelement 4 kraft- und/oder formschlüssig koppel-
bzw. verbindbar Dazu werden die Ein-stellelemente 9 mit dem Verbindungsteil 9.2 in
der als Slot (Schlitz) ausgestalteten Kulisse 13 eingeschoben und an dem Kopfteil
9.1 mittels Befestigungselemente 11 befestigt, die hier vorliegend als Schrauben ausgestaltet
sind. Dazu greifen die Befestigungselemente 11 durch Durchführungen 10 des Beschlagelements
8 in jeweils eine in dem Fußteil 9.3 der Einstellelemente 9 ausgestaltete Bohrung
12. Die Bohrung 12 ist dabei bevorzugt als Innengewindebohrung ausgestaltet, in die
die als Schrauben ausgestalteten Befestigungselemente 11 kraft- und/oder formschlüssig
greifen. Durch Eindrehen bzw. Anziehen der Befestigungselemente 11 werden die Einstellelemente
9 in Richtung des Beschlagelements 8 gezogen und verklemmen dabei in der Kulisse 13.
D. h., dass über die Ein-stellelemente 9 das Beschlagelement 8 kraft-und/oder formschlüssig
mit dem Beschlagelement 4, nämlich in der an dem Beschlagelement 4 ausgestalteten
Kulisse 13 verbunden ist. Da die Einstellelemente 9 verschiebbar in der Kulisse 13
des Beschlagelements 4 geführt bzw. gelagert sind, können die Beschlagelemente 3 und
4 der Glasstärke eines Türelements angepasst zueinander beabstandet werden, ohne dass
dabei die Stärke der Zwischenlage 5 verändert werden muss. D. h., dass unabhängig
von der Türblatt bzw. Glas- oder Materialstärke des in dem Einspannbereich 2 eingespannten
Türelements die Materialstärke der Zwischenlage 5 immer konstant bleibt, so dass der
Abstand der Beschlagelemente 3 und 4 zu dem Türelement, und damit auch der bündige
Anschluss des die Beschlagelemente 3 und 4 umgreifenden Rahmens 19, hier insbesondere
der bündige Anschluss der an dem Rand 20 ausgestalteten Kante 21 an dem Türelement
unabhängig von der Glasstärke des Türelements erhalten bleibt.
[0036] Über die Einstellelemente 9 ist zudem der mit dem Beschlagelement 8 verbundene Schlosseinsatz
7.1 bei Bedarf, und soweit es die Einbausituation des erfindungsgemäßen Beschlages
1 an einem Türelement, insbesondere einem Glastürelement erlaubt, mittig zu der Türblattstärke
des Türelements und bevorzugt mittig zu der Glasstärke des Glastürelements ausrichtbar.
Auf diese Weise kann in bevorzugter Weise ein homogenes Erscheinungsbild zwischen
dem Schlosseinsatz 7.1 und den für das Türelement verwendeten Türblättern und insbesondere
den für das Glastürelement verwendeten Glasscheiben eingestellt werden.
[0037] An den Beschlagelementen 3 und 4 ist an der dem Aufnahmebereich 6 abgewandten Seite
eine Unterrosette 24 aufsteckbar bzw. daran befestigt, die vorliegend, wie auch die
Beschlagelemente 3 und 4 einen Ausschnitt in Form eines Profilzylinders aufweisen,
der dem in dem Schlosseinsatz 7.1 ausgestalteten Ausschnitt für einen Profilzylinder
angepasst ist. Die Unterrosette 24 greift durch den Rahmen 19 und durch die Abschlusskappe
22 und wird auf der Anschlusskappe 22 von einem Abdeckelement 23, vorliegend von einer
Rosette umgriffen. Auch das als Rosette ausgestaltete Abdeckelement 23 weist dabei
einen Ausschnitt für einen Profilzylinder auf. Die Länge des hier nicht dargestellten
Profilzylinders ist an die Länge der Türblattstärke des Türelements, hier insbesondere
an die Glasstärke des zwischen den Beschlagelementen 3 und 4 eingespannten Glastürelements
auszuwählen bzw. anzupassen. Zur Abstützung der Unterrosette 24 an dem Profilzylinder
dienen vorliegend in Form von Madenschrauben ausgestaltete Gewindestifte 25.1, die
in eine als Innengewindebohrung ausgestaltete Bohrung 26.1 der Unterrosette 24 greifen
und an dem hier nicht dargestellten Profilzylinder zur Anlage gelangen. Vorliegend
weist das Beschlagelement 8 eine Aussparung 15 zum Durchführen eines als Montagemodul
27 ausgestalteten Funktionselementes des Schlosseinsatzes 7.1 auf, an dem beispielsweise
ein Riegel montierbar ist.
[0038] Figur 2 zeigt die in Figur 1 dargestellten Bauteile eines erfindungsgemäßen Beschlages
1 in einem montierten Zustand in Frontalansicht. Das Beschlagelement 8 ist einstückig
mit dem als Schlossfunktionsteil 7 ausgebildeten Schlosseinsatz 7.1 ausgestaltet,
der hier aufgrund der Dar-stellung hinter dem Beschlagelement 8 nicht zu sehen ist.
Die Befestigungselemente 11, die das Beschlagelement 8 mit den Einstellelementen 9
verbinden, sind von außen zugänglich für einen Benutzer angeordnet. Vorliegend liegen
die als Schrauben ausgestalteten Befestigungselemente 11 mit ihrem Schraubkopf in
einer End- bzw. Anschlagposition an dem Beschlagelement 8 an, wodurch die Einstellelemente
9 in den Kulissen 13 des Beschlagelements 4 zumindest kraftschlüssig gekoppelt sind.
Zwischen dem Rahmen 19 der Beschlagelemente 3 und 4 ist links und rechts von dem Beschlagelement
8 eine auf der Kulisse 13 ausgestaltete Markierung A zu erkennen. An der Markierung
A ist die Einstellung des Be-schlages 1, nämlich die Größe des Einspannbereichs 2
ablesbar. Insofern ist über die Markierung A auch die Türblattstärke, insbesondere
die Glasstärke eines eingespannten Glastürelements ablesbar. Wie in der Frontaldarstellung
des Beschlages 1 zu erkennen ist, überdeckt der Rahmen 19 mit seinem Rand 20 beidseitig
zumindest abschnittsweise, hier in der Darstellung oben und unten das Beschlagelement
8. Wird der Einspannbereich 2 vergrößert, d. h. der Abstand zwischen den Beschlagelementen
3 und 4 verbreitert, werden damit auch die beidseitig an den Beschlag-elementen 3
und 4 angeordnete Rahmen 19, die jeweils die Beschlagelemente 3 und 4 umgreifen, zueinander
beabstandet und dabei die abschnittsweise Abdeckung des Randes 20 des Rahmens 19 über
dem Beschlagelement 8 verringert, so dass bei größer werdenden Einspannbereich 2 auch
eine größere Fläche des Beschlagelements 8 freigegeben. Durch die Beabstandung der
Rahmen 19 mit den Beschlagelementen 3 und 4 wird dabei auch ein größerer Bereich der
Markierung A freigegeben.
[0039] In Figur 3 ist der Aufbau eines Beschlages 1, wie bereits in der Figur 1 dargestellt,
gezeigt. Jedoch dient der in der Figur 3 dargestellte Beschlag 1 nicht zur Aufnahme
eines Profilzylinders, sondern zur Aufnahme eines Rundzylinders in dem Beschlag 1.
Dazu wird lediglich das Abdeckelement 23, nämlich die Rosette, die auf den Abschlusskappen
22 anliegt, ausgetauscht. Sämtliche andere Bauteile bleiben wie bei der Ausgestaltung
des Beschlages 1 zur Aufnahme eines Profilzylinders, wie in Figur 1 dargestellt, erhalten.
Insofern kann durch den einfachen Austausch des Abdeckelements 23, nämlich der Rosette
mit einer Aufnahme für einen Rundzylinder, der erfindungsgemäße Beschlag 1 sowohl
zur Aufnahme eines Profilzylinders, als auch zur Aufnahme eines Rundzylinders ausgestaltet
werden.
[0040] In Figur 4 ist ein als Gegenschlosskasten ausgebildetes Schlossfunktionsteil in einem
erfindungsgemäßen Beschlag 1 dargestellt. Anstelle eines Schlosseinsatzes 7.1 wird
zwischen den Beschlagelementen 3 und 4 ein als Platte oder Schließblech mit einer
Aussparung 15 ausgestaltetes Beschlagelement 8 angeordnet. Die Aussparung 15 dient
dazu, um beispielsweise bei Klemmung an einem Glasflügeltürelement einen Riegel durchzuführen
bzw. den Riegel zwischen den Beschlagelementen in dem durch den Glasausschnitt und
durch die Beschlagelemente gebildeten Freiraum 6 des als Gegenschlosskastens ausgestalteten
Beschlages 1 aufzunehmen. Wie zu erkennen ist, benötigt es für die Ausgestaltung des
Beschlages 1 als Gegenschlosskasten keiner anderen Beschlagelemente 3 und 4 im Vergleich
zu dem in Figur 1 und 3 dargestellten Beschlag 1. Zudem entfallen die Unterrosetten
24 sowie die Abdeckelemente 23, nämlich die Rosetten. Lediglich die Abschlusskappen
22 unterscheiden sich von den in den Figuren 1 und 3 dargestellten Beschlägen 1, nämlich
dadurch, dass diese kein Fenster aufweisen und die an dem Rahmen 19 angebrachten Abschlusskappen
22 die Beschlagelemente 3 und 4 voll-flächig abdecken.
[0041] Figur 5 zeigt den als Gegenschlosskasten ausgestalteten Beschlag 1 aus Figur 4 im
montierten Zustand. Die Aussparung 15 erlaubt einen Blick in den als Aufnahmebereich
zwischen den Beschlagelementen 3 und 4 ausgestalteten Freiraum 6.
[0042] Das nicht erfindungsgemäße Ausführungsbeispiel gemäß Figur 6 zeigt einen Be- schlag
1, der als Eckbeschlag mit einem als Gegen- schlosskasten ausgebildeten Schlossfunktionsteil
aus- gestaltet ist. Die Beschlagelemente 3 und 4 werden je- weils von einem Rahmen
19 umgriffen, an dem jeweils eine Abschlusskappe 22 befestigt ist. Da die Beschlagelemente
3 und 4 vorzugsweise aus einem Metall, einer Metalllegierung oder auch beispielsweise
einer Kunststoffmetalllegierung bestehen, umfasst ein Anlageabschnitt 6.1, der zur
Anlage eines Türelementes an die Beschlagelemente 3 und 4 dient, jeweils für jedes
Beschlagelement 3 und 4 eine Zwischenlage 5. Da es sich bei dem Türelement vorzugsweise
um ein Glastürelement handelt, dient die Zwischenlage 5 zum einen dazu, eine Anlage
von Metall auf Glas zu verhindern. Zum anderen unterstützen die Zwischenlagen 5 die
Dämpfungseigenschaften des Beschlages 1. Diese Eigenschaften der Zwischenlage 5 gelten
nicht nur für den hier in der Figur 6 dargestellten Beschlag 1, sondern auch für die
zuvor in den Figuren 1 bis 5 dargestellten Beschläge 1. Im unteren Bereich der Beschlagelemente
3 und 4 ist jeweils eine Halterung 25 vorgesehen, die zur Anordnung, d. h. zum Einsetzen
von austauschbaren Distanzelementen 18 und 18.1 dienen. In dem Beschlagelement 4 ist
die Halterung 25 eine Aussparung in Form eines Sackloches, welches zur zumindest formschlüssigen
Aufnahme oder Anordnung des Distanzelements 18 dient. Die für das Beschlagelement
3 dargestellte Halterung 25 für das Distanzelement 18.1 ist als separates Bauteil
ausgestaltetet, welches beispielsweise in eine Bohrung, insbesondere in ein am Beschlagelement
3 ausgestaltetes Sackloch greift bzw. in dieses einsteckbar ist. Die Halterung 25
des Beschlagelements 3 weist auch wie die Halterung 25 des Beschlagelements 4 eine
Aussparung auf, die zum Einstecken bzw. zur formschlüssigen Verbindung mit dem austauschbaren
Distanzelement 18 oder 18.1 dient. Um einen Kraft- und/oder Formschluss zwischen den
Beschlagelementen 3 und 4 und dem Beschlagelement 8 zu schließen, ist das Beschlagelement
8 als Verbindungselement 17 ausgestaltet das mit dem Halteelement 16 wirkverbunden
ist und bilden zusammen einen Einstellmechanismus, der aus einem Fixierungszustand
in einen gelösten Zustand und umgekehrt überführbar ist. Vorliegend ist das Verbindungselement
17 über zwei Einstell- bzw. Befestigungselemente 11 kraft- und/oder formschlüssig
mit dem Halteelement 16 verbunden. Das mit dem als Verbindungselement 17 in Wirkverbindung
stehende Halteelement 16 wird in einer Kulisse 13, die als Freiraum 13.1 in Form einer
Ausnehmung 14, hier vorliegend als Nut, ausgestaltet ist, in dem Beschlagelement 3
und dem Beschlagelement 4 geführt. Die Ausnehmung 14 bzw. die als Freiraum 13.1 ausgestaltete
Kulisse 13 ist dabei parallel zu der Längserstreckung der Beschlagelemente 3 und 4
ausgestaltet. Dadurch ist vorteilhaft das mit dem Halteelement 16 als Verbindungselement
17 ausgestaltete Beschlagelement 8 parallel zu der Längserstreckung der Beschlagelemente
mit dem als Halteelement 16 ausgestalteten Einstellelement 9 verschiebbar. Entsprechend
ist das Beschlagelement 8 auch senkrecht zur Längserstreckung der Beschlagelemente
in dem als Freiraum 6 gebildeten Abstand zwischen den Beschlagelementen 3 und 4 bewegbar.
Dadurch lässt sich das Beschlagelement 8, insbesondere dessen Aussparung 15 auf einen
darin eingreifenden Riegel einstellen. Nach Ausrichtung bzw. Einstellung des Beschlagelementes
8, das vorteilhaft als Verbindungselement 17 ausgestaltet ist, wird über das Halteelement
16 das Verbindungselement 17 in seiner Position durch zumindest kraftschlüssige mit
Beschlagelementen 3 und 4 an den Beschlagelementen 3 und 4 fixiert.
[0043] Zur kraft und/oder formschlüssigen Verbindung zwischen dem als Verbindungselement
17 ausgestalteten Beschlagelement 8 und dem als Halteelement 16 ausgestalteten Einstellelement
9 dienen, wie beschrieben, Befestigungselemente 11 und in vorteilhafter Weise Schrauben,
die durch in dem Beschlagelement 8, 17 ausgestalteten Durchführungen 10 in Form von
Bohrungen 12 geführt werden. Die Durchführungen 10 oder Bohrungen 12 sind in vorteilhafter
Weise als Innengewindebohrungen ausgeführt, in die die Befestigungselemente 11, nach
dem Durchführen durch die Durchführungen 10 form- und/oder kraftschlüssig greifen.
[0044] Das Halteelement 16 und das Verbindungselement 17 sind vorliegend als zwei miteinander
verbundene Bauteile ausgestaltet, die einen Befestigungsmechanismus bzw. den Einstellmechanismus
umfassen, der vorliegend in beiden Bauteilen, nämlich in dem Halteelement 16 und dem
Verbindungselement 17 integriert ist. Zur Überführung des Einstell- bzw. Befestigungsmechanismus
aus dem gelösten Zustand, bei dem das Halteelement 16 in der Längserstreckung der
Beschlagelemente 3 und 4 in der als Ausnehmung 14 ausgestalteten Kulisse 13 verschiebbar
ist, in den Fixierungszustand, werden die Befestigungselemente 11, die das Halteelement
16 über das Verbindungsteil 16.2 mit dem Verbindungselement 17 verbinden, in die Durchführungen
10 eingeschraubt. Beim Einschrauben der Befestigungselemente 11 in das Verbindungsteil
16.2 des Halteelementes 16 verklemmt dabei zumindest abschnittsweise der Kopfteil
16.1 des Halteelements 16 zumindest kraftschlüssig in der als Ausnehmung 14 in Form
einer Nut oder eines Schlitzes ausgestalteten Kulisse 13 an den Beschlagelementen
3 und 4. Im Fixierungszustand des Einstell-bzw. Befestigungsmechanismus wird somit
die Verschiebbarkeit des Halteelements 16 und des mit dem Halteelement 16 wirkverbundenen
Verbindungselements 17 durch Festlegung des Halteelements 16 an den Beschlagelementen
3 und 4 unterbunden.
[0045] Vorliegend sind an dem Verbindungsteil 16.2 Zapfen 28 ausgestaltet. Die Zapfen 28
weisen jeweils eine Bohrung 12 auf, durch die die Befestigungselemente 11 greifen,
die in den Durchführungen 10 geführt sind, und dadurch das Beschlagelement 8, nämlich
hier, wie dargestellt, das Verbindungselement 17 mit dem Halteelement 16 kraft- und/oder
formschlüssig verbinden. Das zu dem Verbindungsteil 16.2 senkrecht liegende Kopfteil
16.1 des Halteelements 16 weist zumindest eine und vorliegend jeweils links und rechts
von dem Verbindungsteil 16.2 eine Auflagefläche auf, die dazu dient, das Halteelement
16 in der in den Beschlagelementen 3 und 4 als Nut ausgestalteten Kulisse 13 bzw.
Ausnehmung 14 zu führen und daran zumindest kraftschlüssig zu koppeln. Um die kraftschlüssige
Kopplung zwischen dem Kopfteil 16.1 und der als Ausnehmung 14 ausgestalteten Kulisse
13 zu unterstützen, kann die Auflagefläche des Kopfteils 16.1 eine Riffelung, beispielsweise
eine rautenförmige Riffelung, aufweisen, die in eine in den Kulissen 13 ausgestaltete
Riffelung greift, so dass zwischen dem Halteelement 16 und den Beschlagelementen 3
und 4 neben der kraftschlüssigen Verbindung auch eine formschlüssige Verbindung im
Fixierungszustand des Einstell- bzw. Befestigungsmechanismus ausgebildet wird. Diese
Ausgestaltung des Halteelements 16 ist natürlich auch auf die in den Figuren 1 bis
5 dargestellten Ausführungsbeispiele anwendbar, wobei jedoch dann insbesondere das
in der Kulisse 13 geführte Verbindungsteil 16.2 des Halteelements 16 beispielsweise
eine Riffelung aufweist.
[0046] Bei der in der Figur 6 dargestellten Ausgestaltung des Beschlags 1 als Gegen- schlosskasten
ist die maximale Glasstärke des in dem Beschlags 1 eingespannten Türe- lements und
damit die Einstellung des Einspannbereichs 2 auf die Blattstärke eines Türelements
durch die Aufla- gefläche des Kopfteils 16.2 des Halteelements 16 be- grenzt, da diese,
wie vorab beschrieben, in den als Aus- nehmungen 14 ausgestalteten Kulissen 13 der
Beschla- gelemente 3 und4geführtwirdundmitdenAusnehmun- gen 14 über die Befestigungselemente
11, die das Hal- teelement 16 mit dem als Verbindungselement 17 ausgestalteten Beschlagelement
8 verbinden, kraft- und/oder formschlüssig gekoppelt wird.
[0047] Das nicht erfindungsgemäße Ausführungsbeispiel gemäß Figur 7 zeigt den Beschlag 1
aus Figur 6 in montiertem Zustand in einer Frontalansicht. Wie zu erkennen ist, ist
das als Verbindungselement 17 ausgestaltete Beschlagelement 8, welches eine Aussparung
15 zur Aufnahme eines Riegels aufweist, zwischen den Be-schlagelementen 3 und 4 mit
dem Halteelement 16 zumindest bereichsweise, hier in der Figur nach links und nach
rechts, d. h. parallel zu den Beschlagelementen 3 und 4 verschiebbar. Wird der hier
als Gegenschlosskasten ausgestaltete Beschlag 1 beispielsweise an einer vertikalen
Kante eines Türelements geklemmt, kann über die Verschiebbarkeit des Halteelements
16 und dem damit wirkverbundenen Beschlagelement 8, 17 die in dem Beschlagelement
8, 17 ausgestaltete Aussparung 15 höhenvariabel auf den Eingriff eines Riegels eingestellt
werden Insofern lässt sich mit dem hier dargestellten Beschlag 1 ein Gegenschlosskasten
realisieren, der einstellbar, d. h. hier insbesondere an der vertikalen Kante einer
Tür höhenvariabel einstellbar ist.
[0048] Figur 8 zeigt eine Detailansicht des Ausschnittes A der Figuren 1 bis 5. Bei der
Detailansicht A handelt es sich um die auf der Kulisse 13 ausgegestaltete Markierung.
Wie zu erkennen ist, zeigt die Markierung Angaben im Millimeterbereich, und hier bevorzugt
Angaben zu normierten Glastürstärken. Über diese Markierung A kann somit der erfindungsgemäße
Beschlag 1 auf die bekannten Türblattstärken, insbesondere Glasstärken von Glastürelementen
voreingestellt werden.
Bezugszeichenliste
[0049]
- 1
- Beschlag
- 2
- Einspannbereich
- 3
- Beschlagelement
- 4
- Beschlagelement
- 5
- Zwischenlage
- 6
- Freiraum/Aufnahmebereich zwischen 3 und 4
- 6.1
- Anlageabschnitt
- 7
- Schlossfunktionsteil
- 7.1
- Schlosseinsatz
- 8
- Beschlagelement
- 9
- Einstellelement
- 9.1
- Kopfteil zu 9
- 9.2
- Verbindungsteil zu 9
- 9.3
- Fußteil zu 9
- 10
- Durchführung
- 11
- Befestigungsmittel
- 12
- Bohrung/Fräsung
- 13
- Kulisse
- 13.1
- Freiraum in Längserstreckung in 3 und/oder 4
- 14
- Ausnehmung als Freiraum 13.1
- 15
- Aussparung
- 16
- Halteelement als Einstellelement 9
- 16.1
- Kopfteil zu 16
- 16.2
- Verbindungsteil zu 16
- 17
- Verbindungselement als Beschlagelement 8
- 18
- Distanzelement
- 18.1
- Distanzelement
- 19
- Rahmen
- 20
- Rand zu 19 mit 21
- 21
- Kante von 20 zu 19
- 22
- Abschlusskappe
- 23
- Abdeckelement/Rosette
- 24
- Unterrosette
- 25
- Halterung zu 18 und 18.1
- 25.1
- Gewindestift
- 26
- Aussparung in 17
- 26.1
- Bohrung für 25.1 in 24
- 27
- Montagemodul für Funktionselement
- 28
- Zapfen
- A
- Detailansicht Markierung auf 13
1. Beschlag (1) mit einem Schlossfunktionsteil (7), insbesondere Schlosseinsatz (7.1)
oder Schlosskasten oder Schließblech, mit einem Einspannbereich (2) für ein Türelement,
insbesondere für ein Glastürelement, aufweisend ein erstes Beschlagelement (3) und
ein zweites Beschlagelement (4), welche jeweils zumindest bereichsweise einen Anlageabschnitt
(6.1) aufweisen, der eine mit dem Türelement kontaktierbare Zwischenlage (5) umfasst,
wobei die Beschlagelemente (3, 4) den Einspannbereich (2) begrenzen, das Schlossfunktionsteil
(7) ein drittes Beschlagelement (8) aufweist, das zwischen den Beschlagelementen (3,
4) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen den Beschlagelementen (3, 4) ein Einstellmechanismus vorgesehen ist, mit
dem eine Positionsausrichtung des Schlossfunktionsteils (7) bezüglich der Beschlagelemente
(3, 4) ausführbar ist, wobei der Einstellmechanismus derart zwischen den Beschlagelementen
(3, 4) ausgeführt ist, dass eine Bewegung des Schlossfunktionsteils (7) orthogonal
zur Längserstreckung der Beschlagelemente (3, 4) zur Positionsausrichtung durchführbar
ist, wobei der Einstellmechanismus mindestens eine am Beschlagelement (3, 4) angeordnete
Kulisse (13) aufweist, entlang dieser Kulisse (13) das Schlossfunktionsteil (7) über
ein Einstellelement (9) bewegbar ist.
2. Beschlag (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Beschlagelemente (3, 4) derart angepasst sind, dass unterschiedliche Materialstärken
des Türelements in den Einspannbereich (2) einsetzbar sind, insbesondere ohne dass
die Materialstärke der Zwischenlage (5) zu verändern ist.
3. Beschlag (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kulisse (13) mit mindestens einem Beschlagelement (3, 4) ein gemeinsames Bauteil
bildet, insbesondere dass die Kulisse (13) und das Beschlagelement (3, 4) einstückig
sind und/oder ein monolithisches Bauteil bilden.
4. Beschlag (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kulisse (13) eine Ausnehmung als Freiraum in Form eines Schlitzes oder einer
Nut aufweist, durch den oder in dem das Einstellelement (9) beweglich ist.
5. Beschlag (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Einstellelement (9) am Schlossfunktionsteil (7) und/oder am dritten Beschlagelement
(8) befestigt ist.
6. Beschlag (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das dritte Beschlagelement (8) und das Schlossfunktionsteil (7) als ein monolithisches
und/oder einstückiges Bauteil ausgestaltet sind.
7. Beschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet
dass das dritte Beschlagelement (8) zumindest eine Aussparung (15) zum Durchgriff und/oder
Eingriff eines Funktionselementes eines Schlosses aufweist.
8. Beschlag (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Einstellelement (9) ein Kopfteil (9.1), ein Verbindungsteil (9.2) und ein Fußteil
(9.3) aufweisen und wobei insbesondere das Kopfteil (9.1) und das Verbindungsteil
(9.2) senkrecht zueinander und das Fußteil (9.3) parallel zu dem Kopfteil (9.1) ausgerichtet
sind und/oder ein monolithisches und/oder einstückiges Bauteil bilden.
9. Beschlag (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Einstellmechanismus das Einstellelement (9) umfasst.
1. A fitting (1) having a functional lock part (7), in particular a lock insert (7.1)
or lock casing or a strike plate, having a restraining area (2) for a door element,
in particular for a glass door element, including a first fitting element (3) and a second fitting element (4), which each include at least sectionwise a locating portion (6.1), which comprises an intermediate layer
(5) able to contact the door element, wherein the fitting elements (3, 4) delimit the restraining area (2), the functional lock part (7) includes a third fitting element (8), which is disposed between the fitting elements (3, 4),
characterized in
that an adjusting mechanism is provided between the fitting elements (3, 4), by means of which a position alignment
of the functional lock part (7) may be performed with regard to the fitting elements (3, 4), wherein the adjusting
mechanism is embodied between the fitting elements (3, 4) in such a way that a movement
of the functional lock part (7) may be performed orthogonally to the longitudinal
extension of the fitting elements (3, 4) for the purpose of the position alignment,
wherein the adjusting mechanism includes at least one coulisse (13) disposed at the fitting element (3, 4), the functional lock part (7) being movable along said
coulisse (13) via an adjusting element (9).
2. The fitting (1) according to claim 1,
characterized in
that the fitting elements (3, 4) are adapted such that different material thicknesses
of the door element may be inserted into the restraining area (2), in particular without
having to modify the material thickness of the intermediate layer (5).
3. The fitting (1) according to any of the preceding claims,
characterized in
that the coulisse (13) forms a common structural component with at least one fitting element
(3, 4), in particular in that the coulisse (13) and the fitting element (3, 4) are integral and/or form one monolithic structural component.
4. The fitting (1) according to any of the preceding claims,
characterized in
that the coulisse (13) includes a recess as a free space in the shape of a slot or a groove, through which or in which the adjusting element (9) is displaceable.
5. The fitting (1) according to any of the preceding claims,
characterized in
that the adjusting element (9) is attached to the functional lock part (7) and/or to the third fitting element (8).
6. The fitting (1) according to any of the preceding claims,
characterized in
that the third fitting element (8) and the functional lock part (7) are configured as
a monolithic and/or integral structural component.
7. The fitting (1) according to any of the preceding claims,
characterized in
that the third fitting element (8) includes at least one cavity (15) for the passage and/or the engagement of a functional element of a lock.
8. The fitting (1) according to any of the preceding claims,
characterized in
that the adjusting element (9) includes a head part (9.1), a connecting part (9.2) and a foot part (9.3), and wherein in particular the head part (9.1) and the connecting part (9.2) are aligned vertically to each other, and the foot part (9.3) parallel to the
head part (9.1) and/or form a monolithic and/or integral structural component.
9. The fitting (1) according to any of the preceding claims,
characterized in
that the adjusting mechanism comprises the adjusting element (9).
1. Ferrure (1) avec une partie fonctionnelle de serrure (7), tout particulièrement un
insert de serrure (7.1) ou boîtier de serrure ou têtière, avec une région de serrage
(2) pour un élément de porte, tout particulièrement pour un élément de porte en verre,
incluant un premier élément de ferrure (3) et un deuxième élément de ferrure (4),
lesquels incluent respectivement au moins par régions une section d'appui (6.1), laquelle
comprend une couche intermédiaire (5) pouvant établir un contact avec l'élément de
porte, les éléments de ferrure (3, 4) délimitant la région de serrage (2), la partie
fonctionnelle de serrure (7) incluant un troisième élément de ferrure (8), lequel
est agencé entre les éléments de ferrure (3, 4),
caractérisée en ce
que, entre les éléments de ferrure (3, 4) est prévu un mécanisme de réglage, au moyen
duquel un alignement de position de la partie fonctionnelle de serrure (7) par rapport
aux éléments de ferrure (3, 4) est exécutable, le mécanisme de réglage étant aménagé
de telle façon entre les éléments de ferrure (3, 4) qu'un mouvement de la partie fonctionnelle
de serrure (7) peut être effectué orthogonalement par rapport à l'extension longitudinale
des éléments de ferrure (3, 4) pour réaliser l'alignement de position, le mécanisme
de réglage incluant au moins une coulisse (13) qui est agencée sur l'élément de ferrure
(3, 4), la partie fonctionnelle de serrure (7) étant déplaçable le long de cette coulisse
(13) par l'intermédiaire d'un élément de réglage (9).
2. Ferrure (1) selon la revendication 1,
caractérisée en ce
que les éléments de ferrure (3, 4) sont adaptés de telle façon que des épaisseurs de
matière différentes de l'élément de porte peuvent être insérées dans la région de
serrage (2), tout particulièrement sans avoir à modifier l'épaisseur de matière de
la couche intermédiaire (5).
3. Ferrure (1) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce
que la coulisse (13) forme un composant structurel commun avec au moins un élément de
ferrure (3, 4), tout particulièrement en ce que la coulisse (13) et l'élément de ferrure (3, 4) sont intégraux et/ou forment un composant
structurel monolithique.
4. Ferrure (1) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce
que la coulisse (13) inclut une entaille comme espace libre en forme d'une fente ou d'une
rainure, à travers laquelle ou dans laquelle l'élément de réglage (9) est mobile.
5. Ferrure (1) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce
que l'élément de réglage (9) est affixé sur la partie fonctionnelle de serrure (7) et/ou
sur le troisième élément de ferrure (8).
6. Ferrure (1) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce
que le troisième élément de ferrure (8) et la partie fonctionnelle de serrure (7) sont
aménagés comme composant structurel monolithique et/ou intégral.
7. Ferrure (1) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce
que le troisième élément de ferrure (8) inclut au moins un évidement (15) pour le passage
et/ou l'engagement d'un élément fonctionnel d'une serrure.
8. Ferrure (1) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce
que l'élément de réglage (9) inclut une partie de tête (9.1), une partie de connexion
(9.2), et une partie de base (9.3), et tout particulièrement la partie de tête (9.1)
et la partie de connexion (9) étant alignées verticalement l'une par rapport à l'autre
et la partie de base (9.3) parallèlement par rapport à la partie de tête (9.1) et/ou
forment un composant structurel monolithique et/ou intégral.
9. Ferrure (1) selon l'une des revendications précédentes,
caractérisée en ce
que le mécanisme de réglage comprend l'élément de réglage (9).