[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Eckbeschlag nach dem Oberbegriff von Anspruch
1 sowie ein Verfahren zur Anordnung eines Türelements auf einen Drehpunkt und/oder
eine Achse nach dem Oberbegriff von Anspruch 14.
[0002] Es ist bekannt, Türelemente, insbesondere Glastüren, wie beispielsweise Glaspendeltüren
oder Glasschiebetüren mit Beschlägen bzw. mit Beschlagvorrichtungen zu versehen. Die
Beschlagvorrichtungen bestehen zumeist aus zwei Beschlagelementen zwischen die das
Türelement bzw. die Glastür geklemmt wird. Neben der Klemmung werden die Türelemente
entsprechend vorgegebener Standards optional von Befestigungsmitteln gehalten, die
durch die Beschlagvorrichtungen und durch Ausnehmungen, beispielsweise Bohrungen in
dem Türelement, geführt sind. Um die Türelemente zwischen den Beschlagelementen zu
klemmen, ist in den Eckbereichen der Türelemente entlang deren Kontur ein Ausschnitt
ausgeschnitten. Die Beschlagelemente werden an der Kontur des Türelements angelegt
und bilden im Bereich des Ausschnitts des Türelements einen Freiraum, in dem über
ein Verbindungselement, welches Bestandteil der Beschlagvorrichtung ist und welches
vorzugsweise zwischen den Beschlagelementen angeordnet ist, das Türelement auf einen
Drehpunkt und/oder eine Achse anordenbar bzw. montierbar ist.
[0003] Nachteilhaft ist bei den auf dem Markt bekannten Eckbeschlägen, dass diese lediglich
ein starres Verbindungselement, d. h. ein in seiner Position festgelegtes Verbindungselement
aufweisen. Dabei ist insbesondere nachteilhaft, dass die bekannten Eckbeschläge nur
für zwei feste Drehpunkte bzw. Achsen, nämlich für 55 mm und 65 mm gewählt werden
können. Es ist mit den bekannten Eckbeschlägen daher nicht möglich, diese bei Bedarf
an Drehpunkte oder Achsen anzupassen, die der Vorgabe 55 mm und 65 mm nicht entsprechen.
Dies hat insbesondere den Nachteil, dass beispielsweise Pendeltüren nicht auf Drehpunkten
oder Achsen, die der Vorgabe 55 mm und 65 mm entsprechen, auf das Maß dieser Drehpunkte
oder Achsen angepasst werden können. Daher ist es mit den bekannten Eckbeschlägen
nicht möglich, beispielsweise eine Pendeltür 100 % fluchtend auf einem nicht dem Standard
entsprechenden Drehpunkt oder einer Achse auszurichten.
[0004] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die voranstehend beschriebenen Nachteile
des Standes der Technik zumindest teilweise zu beheben. Insbesondere ist es die Aufgabe
der vorliegenden Erfindung, einen Eckbeschlag für Türelemente zur Verfügung zu stellen,
der auch außerhalb der Norm, insbesondere außerhalb von Drehpunkten und/oder Achsen
mit z.B. 55 mm und z.B. 65 mm eine fluchtende Ausrichtung des Türelements ermöglicht.
[0005] Die voranstehende Aufgabe wird durch einen Eckbeschlag mit den Merkmalen des Anspruchs
1 und durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 14 gelöst. Weitere Vorteile,
Merkmale und Details der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, der Beschreibung
und den Zeichnungen. Dabei gelten Merkmale und Details, die im Zusammenhang mit dem
erfindungsgemäßen Eckbeschlag beschrieben sind, selbstverständlich auch im Zusammenhang
mit dem erfindungsgemäßen Verfahren und jeweils umgekehrt, so dass bezüglich der Offenbarung
zu den einzelnen Erfindungsaspekten stets wechselseitig Bezug genommen wird bzw. werden
kann.
[0006] Der erfindungsgemäße Eckbeschlag für ein auf einen Drehpunkt und/oder eine Achse
anordenbares Türelement, aufweisend ein erstes Beschlagelement und ein zweites Beschlagelement,
welche jeweils zumindest bereichsweise einen Anlageabschnitt für die Anlage an das
Türelement aufweisen und unter Einspannen des Türelementes miteinander verbindbar
sind, schließt die technische Lehre ein, dass zwischen beiden Beschlag-elementen ein
Einspannbereich sich bildet, in den das Türelement einsetzbar ist, und die Beschlagelemente
derart ausgebildet sind, dass zwischen beiden Beschlagelementen ein Halteelement angeordnet
ist, das relativ zu den Beschlagelementen verschiebbar ist und wenigstens mit einem
Beschlagelement kraft- und/oder formschlüssig verbindbar ist, wobei das Halteelement
in Wirkverbindung mit einem Verbindungselement steht, das zur Lagerung des Türelements
auf dem Drehpunkt und/oder der Achse dient.
[0007] Diese Lösung bietet den Vorteil, dass mit dem relativ zu dem Beschlagelement verschiebbaren
Halteelement, das mit dem Halteelement in Wirkverbindung stehende Verbindungselement
verschiebbar ist. Entsprechend lässt sich über die Verschiebung des Halteelements
relativ zu dem Beschlagelement das Verbindungselement, das zur Lagerung des Türelements
auf dem Drehpunkt und/oder der Achse dient, auf die Lage des Drehpunktes und/oder
die Achse frei wählbar einstellen, zumindest innerhalb eines Bereiches, der zumindest
zwischen 50 mm bis 80 mm liegt. Dabei ist die Einstellung des Verbindungselements
auf den Drehpunkt und/oder die Achse durch die Verschiebung des Halteelements relativ
zu dem Beschlagelement in vorteilhafter Weise stufenlos einstellbar. Es ist daher
z. B. möglich, ein Türelement, welches in dem erfindungsgemäßen Eckbeschlag geklemmt
ist, auch auf einen Drehpunkt und/oder eine Achse auszurichten, der oder die außerhalb
der Norm, nämlich außerhalb von beispielsweise 55 mm, 65 mm oder 70 mm liegt. Insofern
eignet sich der erfindungsgemäße Eckbeschlag, um Fehlertoleranzen durch das verschiebbare
bzw. schwimmend gelagerte Halteelement, das in Wirkverbindung mit dem Verbindungselement
steht, auszugleichen. Insgesamt wird daher durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung
des erfindungsgemäßen Eckbeschlages die Montagefreundlichkeit zur Anordnung eines
Türelements, insbesondere eines Glastürelements auf einen Drehpunkt und/oder eine
Achse verbessert.
[0008] In vorteilhafter Weise weist zumindest ein Beschlagelement und in bevorzugter Weise
beide Beschlagelemente einen Freiraum als Führung auf, in dem das Halteelement bewegbar
ist. Als Freiraum soll im Sinne der Anmeldung beispielsweise eine Ausnehmung, ein
Schlitz oder eine Nut verstanden werden, welcher in Längserstreckung der Beschlagelemente
in zumindest einem der Beschlagelemente verläuft. Als Freiraum wird aber auch im Sinne
der vorliegenden Erfindung der zwischen den beiden Beschlagelementen gebildete Abstand
verstanden, der es ermöglicht, das Halteelement, dass vorteilhaft ein Kopfteil und
ein Verbindungsteil aufweist, mit dem Verbindungsteil in dem Freiraum zwischen den
Beschlag-elementen zu bewegen. Im Gegensatz dazu dient der als Ausnehmung, Schlitz
oder Nut ausgestaltete Freiraum, der in Längserstreckung der Beschlagelemente verläuft,
dazu, um das Halteelement mit seinem Kopfteil beweglich zu lagern bzw. das Halteelement
über das Kopfteil kraft- und/oder formschlüssig an zumindest einem Beschlagelement
zu befestigen.
[0009] Um nach erfolgter Einstellung des Türelements auf den Drehpunkt und/oder die Achse
die Einstellung zu erhalten, wird die Verschiebbarkeit des Halteelements dadurch unterbunden,
dass dieses kraft- und/oder formschlüssig über das Kopfteil, insbesondere in dem Freiraum,
der in Längserstreckung in wenigstens einem Beschlagelement verläuft, mit zumindest
dem einen Beschlagelement verbunden wird. Dadurch wird das Halteelement, und damit
auch das mit dem Halteelement wirkverbundene Verbindungselement in seiner Lage relativ
zu dem Beschlagelement festgelegt, wodurch die Ausrichtung bzw. Einstellung des Türelements
auf den Drehpunkt und/oder die Achse erhalten bleibt. Es ist natürlich auch denkbar,
dass die Verschiebbarkeit des Halteelements, das mit dem Verbindungselement in Wirkverbindung
steht, dadurch unterbunden wird, dass das Verbindungselement mit zumindest einem der
Beschlagelemente über ein Befestigungselement kraft- und/oder formschlüssig verbunden
wird.
[0010] In vorteilhafter Weise eignet sich für die kraft- und/oder formschlüssige Verbindung
zwischen dem Halteelement und dem Beschlagelement ein Befestigungsmechanismus, der
am Halteelement und am Verbindungselement integriert ist und der aus einem gelösten
Zustand in einen Fixierungszustand überführbar ist. Auf diese Weise kann vorteilhaft
nach der Ausrichtung bzw. Einstellung des Eckbeschlages auf den Drehpunkt und/oder
die Achse über das verschiebbare Halteelement und das mit dem Halteelement wirkverbundene
Verbindungselement, der Befestigungsmechanismus in den Fixierungszustand überführt
werden, wodurch das Halteelement zur kraft- und/oder formschlüssigen Anlage an zumindest
einem Beschlagelement gelangt und dadurch das Verbindungselement in seiner Lage auf
dem Drehpunkt und/oder der Achse fixiert ist.
[0011] Natürlich ist es auch denkbar, die stufenlose Verschiebbarkeit des Halteelements
dadurch einzuschränken, dass dieses in bestimmten Positionen, beispielsweise über
Rastmittel, festgehalten wird. Wird das Halteelement beispielsweise in einer Nut oder
auf einer Schiene an bzw. zwischen den Beschlagelementen geführt, könnten beispielsweise
für eine Einrichtung des Türelements auf normierte Drehpunkte und/oder Achsen von
55 mm, 65 mm oder 70 mm entsprechende Ausgestaltungen in der Nut oder auf der Schiene,
beispielsweise Rastmittel oder Haltepunkte ausgebildet sein, die bemerkbar die freie
Verschiebbarkeit des Halteelements einschränken. Werden die in der Nut oder die auf
der Schiene ausgestalteten Rastmittel bzw. Haltepunkte erreicht, kann das Halteelement
vorteilhaft über die Rastmittel oder Haltepunkte hinaus weiter in der Nut bzw. auf
der Schiene relativ zum Beschlagelement verschoben werden, wenn es die Ausrichtung
des Türelements auf den Drehpunkt und/oder der Achse erfordert, nämlich dann, wenn
der Drehpunkt und/oder die Achse außerhalb der Norm liegt, nämlich außerhalb von 55
mm, 65 mm oder 70 mm.
[0012] In besonders vorteilhafter Weise handelt es sich bei dem Halteelement und dem mit
dem Halteelement in Wirkverbindung stehenden Verbindungselement, welches zur Lagerung
des Türelements auf einem Drehpunkt und/oder einer Achse dient, um zwei miteinander
verbundene Bauteile des Eckbeschlages. Diese miteinander verbundenen Bauteile bilden,
wie bereits ausgeführt, bevorzugt den Befestigungsmechanismus, der in vorteilhafter
Weise an beiden Bauteilen, nämlich am Halteelement sowie am Verbindungselement integriert
ist, und der zwischen dem gelösten Zustand und dem Fixierungszustand überführbar ist,
wobei im gelösten Zustand das Halteelement an den Beschlagelementen verschiebbar ist
und im Fixierungszustand zumindest kraft- oder formschlüssig an zumindest einem Beschlagelement
befestigt ist. Demzufolge dient der am Halteelement und am Verbindungselement ausgebildete
Befestigungsmechanismus zum einen dazu, den Eckbeschlag auf einen Drehpunkt und/oder
eine Achse einzustellen, d. h. das Halteelement und das mit dem Halteelement verbundene
Verbindungselement relativ zu den Beschlagelementen und insbesondere relativ zu der
Längserstreckung der Beschlagelemente zu verschieben. Darüber hinaus dient der Befestigungsmechanismus
dazu, den Eckbeschlag in der eingestellten Position zu fixieren, nämlich das Halteelement
über den Befestigungsmechanismus an zumindest einem der Beschlagelemente zumindest
kraftschlüssig oder formschlüssig zu fixieren.
[0013] Um eine Wirkverbindung zwischen dem Halteelement und dem Verbindungselement herzustellen,
d. h. um den Befestigungsmechanismus auszubilden, sind das Halteelement und das Verbindungselement
besonders vorteilhaft über zumindest ein Befestigungselement kraft- und/oder formschlüssig
miteinander verbunden. Bei dem Befestigungselement zwischen dem Halteelement und dem
Verbindungselement kann es sich beispielsweise um eine Schraube, wie z. B. eine Madenschraube
handeln, die das Halteelement und das Verbindungselement miteinander verbindet. Besonders
vorteilhaft sind wenigstens zwei Befestigungselemente vorgesehen, die das Halteelement
mit dem Verbindungselement verbinden. Die kraft- und/oder formschlüssige Verbindung
zwischen dem Halteelement und dem Verbindungselement, d. h. die Überführung des Befestigungsmechanismus
aus dem gelösten Zustand in den Fixierungszustand dient zudem in vorteilhafter Weise
dazu, das Halteelement an dem Beschlagelement festzulegen. Dazu weist das Beschlagelement
bevorzugt einen Freiraum als Führung auf, beispielsweise in Form einer Ausnehmung,
einer Nut oder einer Schiene, an bzw. in denen das Halteelement geführt wird bzw.
beweglich gelagert ist. Der Freiraum in dem Beschlagelement ist dabei vorteilhaft
so ausgestaltet, dass das Halteelement in Längserstreckung des Beschlagelements verschiebbar
bzw. führbar ist. Da das Beschlagelement, bzw. die Beschlagelemente des Eckbeschlages
parallel zu der vorderen und/oder hinteren Fläche des Türelements ausgerichtet sind,
erfolgt durch die Verschiebung des Halteelements in Längserstreckung des Beschlagelements
eine Verschiebung des Türelements mit dem Beschlagelement in entgegengesetzter Richtung
zu der Verschiebung des Halteelements in Längserstreckung des Beschlagelements. Dadurch
wird es möglich, das Türelement beispielsweise innerhalb einer Zarge auf die Längsseiten
der Zarge und auf den Drehpunkt und/oder die Achse auszurichten. Wenn diese Verschiebbarkeit
des Türelements relativ zu dem Drehpunkt nicht gegeben wäre, könnte beispielsweise
eine auf einen festen Drehpunkt und/oder eine feste Achse eingerichtete Pendeltür
bei Fehlstellung des Drehpunktes und/oder der Achse mit einer ihrer Kanten ungewollt
eine Wand oder eine anderes Glasbauelement kontaktieren. Ist ein Anschlag der Pendeltür
zumindest bereichsweise an einem anderen Glastürelement oder an der Wand ausgestaltet,
könnte bei Fehleinstellung des Eckbeschlages oder bei Fehlstellung des Drehpunktes
und/oder der Achse das Türelement an dem Anschlag vorbeipendeln.
[0014] In bevorzugter Weise ist der als Ausnehmung, Nut oder Schlitz ausgestaltet Freiraum
in beiden Beschlagelementen ausgestaltet. Die Ausnehmung, die Nut oder der Schlitz
erstrecken sich dabei in bevorzugter Weise in Längserstreckung beider Beschlagelemente
und verlaufen in den beiden Beschlagelementen bevorzugt auf gleicher Höhe und parallel
zueinander. Der als Ausnehmung, Nut oder Schlitz bezeichnete Freiraum in den Beschlagelementen
dient vorteilhaft dazu, das Halteelement im Wesentlichen parallel zu den Beschlagelementen
und relativ zu deren Längserstreckung zu führen. Dazu weist das Halteelement in vorteilhafterweise
das Kopfteil auf, welches dazu dient, dass das Halteelement zumindest im gelösten
Zustand des Befestigungsmechanismus beweglich in den Freiräumen beider Beschlagelemente
gelagert ist. Aufgrund dieser Ausgestaltung wirkt im Fixierungszustand des Befestigungsmechanismus
die Klemmung des Halteelements über das Kopfteil an beiden Beschlagelementen, nämlich
jeweils in den Ausnehmungen beider Beschlagelemente, wodurch die bei der Klemmung
wirkende Klemmkraft vorteilhaft gleichmäßig auf beide Beschlagelemente verteilt wird.
[0015] Im einfachsten Fall kann das Halteelement auch als ein zwischen den Beschlagelementen
in Längserstreckung der Beschlagelemente führbares flächiges Element ohne Kopfteil
ausgestaltet sein. Dabei ist es vorstellbar, dass in den Beschlagelementen Nuten,
beispielsweise in Form von Langlöchern ausgebildet sind, die eine stufenlose kraft-
und/oder formschlüssige Befestigung des Halteelements über Befestigungselemente, die
durch die Nuten und das Halteelement greifen, entlang der Nuten ermöglichen. Natürlich
kann auch nur in einem Beschlagelement eine Nut vorgesehen sein, durch die Befestigungselemente
in Eingriff mit dem Halteelement gelangen. So könnte beispielsweise nach Ausrichtung
des Türelements auf den Drehpunkt und/oder die Achse das Halteelement durch zumindest
ein durch die Nut des Beschlagelements durchgreifendes Befestigungselement, beispielsweise
eine Schraube oder einen Stift, in seiner Position festgelegt werden. Da, wie bereits
beschrieben, das Halteelement mit dem Verbindungselement in Wirkverbindung steht,
wird durch das durch die Nut durchgreifende Befestigungselement, welches das Beschlagelement
mit dem Halteelement kraft- und/oder formschlüssig verbindet, auch das Verbindungselement,
welches zur Lagerung des Türelements auf dem Drehpunkt und/oder der Achse dient, in
seiner Position festgelegt.
[0016] Vorteilhafterweise sind das Verbindungsteil und das Kopfteil des Halteelements als
ein gemeinsames, monolithisches und/oder einstückiges Bauteil ausgestaltet. Als monolithisches
Bauteil soll dabei ein beispielsweise im Spritzgussverfahren aus einer oder mehreren
verschiedenen Komponenten hergestelltes Bauteil verstanden werden. Als einstückiges
Bauteil kann aber auch ein aus einem Material hergestelltes Bauteil verstanden werden,
das beispielsweise durch Bearbeitung eines Metallblocks aus dem Metallblock herausgefräst
wird. Ein gemeinsames Bauteil ist vorzugsweise auch so zu verstehen, dass das Kopfteil
und das Verbindungsteil als Einzelteile ausgestaltet sind, die als gemeinsames Bauteil,
nämlich als Halteelement in einem vormontierten Zustand bereitgestellt werden.
[0017] In vorteilhafter Weise ist das Halteelement als L-Profil mit einem Kopf- und einem
Verbindungsteil ausgestaltet, vorzugsweise in Form von zwei im Wesentlichen orthogonal
zueinander stehenden Flächen, wobei der Kopfteil in dem als Nut, Schlitz oder Ausnehmung
ausgestalteten Freiraum in einem der Beschlagelemente im gelösten Zustand des Befestigungsmechanismus
beweglich gelagert und im Fixierungszustand des Befestigungsmechanismus klemmend in
der Ausnehmung wirkt, und das Verbindungsteil in Wirkverbindung mit dem Verbindungselement
steht. Weisen jeweils beide Beschlagelemente einen als Nut, Schlitz oder Ausnehmung
ausgestalteten Freiraum auf, ist das Kopfteil des Halteelements bzw. das Halteelement
in vorteilhafter Weise als T-Profil ausgestaltet, um das Halteelement in beiden Ausnehmungen
der Beschlagelemente beweglich zu lagern bzw. zu klemmen. Durch Überführung des Befestigungsmechanismus
aus seinem gelösten Zustand in den Fixierungszustand bietet das als T-Profil ausgestaltete
Halteelement beidseitig, d. h. in beiden als Nut, Schlitz oder Ausnehmung ausgestalteten
Freiräumen der Beschlagelemente zumindest abschnittsweise eine Auflagefläche, die
zur kraft- und/oder formschlüssigen Verbindung zwischen dem Halteelement und den Beschlagelementen
dient, d. h. im Fixierungszustand des Befestigungsmechanismus das Kopfteil klemmend
in beiden Nuten, Schlitzen oder Ausnehmungen wirkt. Im Gegensatz zu dem als L-Profil
ausgestalteten Halteelement klemmt das als T-Profil ausgestaltete Halteelement gleichmäßig
auf beiden Seiten des Eckbeschlags, nämlich an beiden Beschlagelementen. Dadurch kann
im Gegensatz zu dem als L-Profil ausgestalteten Halteelement mit dem als T-Profil
ausgestalteten Halteelement ein stabilerer Kraft- und/oder Formschluss, d. h. eine
verbesserte Klemmung zwischen dem Halteelement und den Beschlagelementen erreicht
werden. Wie auch bereits für das als L-Profil ausgestaltete Halteelement beschrieben,
wird auch bei dem als T-Profil ausgestalteten Halteelement über ein Verbindungsteil
das Verbindungselement mit dem Halteelement verbunden.
[0018] Zusätzlich zu dem in Längserstreckung der Beschlagelemente in wenigstens einem der
Beschlagelemente als Nut, Schlitz oder Ausnehmung ausgestalteten Freiraum besteht
vorzugsweise ein in Form eines Abstands zwischen den Beschlagelementen gebildeter
Freiraum, der eine Führung des Halteelements zwischen den Beschlagelementen zumindest
relativ zu deren Längserstreckung ermöglicht, wobei sich das Verbindungsteil des Halteelements
durch den Abstand erstreckt. In bevorzugter Weise ist dabei der als Abstand gebildete
Freiraum zwischen den Beschlagelementen größer ausgebildet als die Materialstärke
des Verbindungsteils. In bevorzugter Weise ist der Abstand mindestens 10 % größer
bezogen auf die Materialstärke des Verbindungsteils, um unabhängig von der Glasstärke
des in dem Eckbeschlag eingespannten Türelements immer eine ausreichende Beweglichkeit
des Halteelements über dessen Verbindungsteil in dem als Abstand gebildeten Freiraum
zwischen den Beschlagelementen gewährleisten zu können.
[0019] Zur Unterstützung der kompakten Bauweise des erfindungsgemäßen Beschlages sind das
Kopfteil und der als Nut, Schlitz oder Ausnehmung ausgebildete Freiraum der Beschlagelemente
so ausgestaltet, dass das Kopfteil mit einer Fläche von weniger als 10 cm
2 auf eine Fläche des als Ausnehmung ausgestalteten Freiraums aufliegt. Das in L-Form
ausgestaltete Kopfteil des Halteelements liegt insbesondere mit einer Fläche von weniger
als 5 cm
2 auf einer Fläche der Ausnehmung auf. Trotz der geringfügigen Auflagefläche kann mit
dem erfindungsgemäßen Eckbeschlag auch ein relativ schweres Türelement, beispielsweise
ein 12 mm starkes Glastürelement, auf einem Drehpunkt und/oder einer Achse gelagert
werden, ohne im Fixierungszustand des Befestigungsmechanismus die Klemmung zwischen
dem Halteelement und den Beschlagelementen zu verlieren.
[0020] Um die Bewegung des Halteelementes, das über das Verbindungsteil mit dem Verbindungselement
verbunden ist, in Längserstreckung der Beschlagelemente zu unterstützen, ist an den
Beschlagelementen eine untere Ausnehmung ausgeführt, die vorzugsweise parallel zu
der als Freiraum ausgestalteten Ausnehmung ausgebildet ist und die sich bevorzugt
über die gleiche Länge wie die als Freiraum ausgestaltete Ausnehmung erstreckt. Die
untere Ausnehmung ist dabei vorzugsweise in beiden Beschlagelementen ausgebildet und
erstreckt sich über den Abstand der Beschlagelemente von einem zu dem anderen Beschlagelement.
Die untere Ausnehmung dient vorteilhaft dazu, das Verbindungselement in Längserstreckung
der Beschlagelemente mit dem Halteelement zumindest abschnittsweise zu verschieben.
Um eine Verschiebung des Verbindungselementes über die gesamte Länge der unteren Ausnehmung
zu gewährleisten, ist die Kontur der unteren Ausnehmung der Außenkontur des Verbindungselementes
angepasst. Weist die Außenkontur des Verbindungselementes beispielsweise abgerundete
Ecken auf, weist die Kontur der Ausnehmung auch abgerundete Ecken auf, die der Form
und dem Radius der abgerundeten Ecken der Außenkontur des Verbindungselementes entsprechen.
Die abgerundeten Ecken der Kontur der Ausnehmung dienen zudem vorteilhaft dazu, eine
Verkantung des Verbindungelementes in den Randbereichen der unteren Ausnehmung zu
verhindern.
[0021] Vorteilhafterweise sind das Verbindungselement und das Halteelement als ein gemeinsames,
monolithisches und/oder einstückiges Bauteil ausgestaltet. Als monolithisches Bauteil
soll ein beispielsweise im Spritzgussverfahren aus einer oder mehreren verschiedenen
Komponenten hergestelltes Bauteil verstanden werden. Als einstückiges Bauteil wird
auch ein aus einem Material hergestelltes Bauteil verstanden, das beispielsweise durch
Bearbeitung eines Materials, beispielsweise eines Metallblocks, aus dem Material herausgearbeitet
wird. Ein gemeinsames Bauteil ist vorzugsweise auch so zu verstehen, dass das Halteelement
und das Verbindungselement Einzelteile sind, die als gemeinsames Bauteil in einem
vormontierten Zustand bereitgestellt werden.
[0022] Die einstückige Bauweise des Halteelements mit dem Verbindungselement bietet den
Vorteil, dass auf Befestigungselemente, die zur Verbindung des Halteelements mit dem
Verbindungselement dienen, verzichtet werden kann. Bei dieser einstückigen Ausgestaltung
des Halteelements mit dem Verbindungselement erfolgt die Festlegung des Halteelements
an den Beschlagelementen vorteilhaft durch Befestigungselemente, wie beispielsweise
Schraubverbindungen, Stifte oder beispielsweise Verrastungsmöglichkeiten.
[0023] In der vorliegenden Anmeldung sollen die nachfolgenden Begriffe wie folgt verstanden
werden:
Als "Halteelement" soll ein sich im Wesentlichen parallel zu den Beschlagelementen
verschiebbares Bauteil verstanden werden, welches dazu dient, das mit dem Halteelement
wirkverbundene Verbindungselement parallel zu den Beschlagelementen zu verschieben
und kraft- und/oder formschlüssig an zumindest einem Beschlagelement zur Anlage zu
gelangen. Dabei kann das Halteelement als ein einflächiger oder mehrflächiger Körper
ausgestaltet sein. Natürlich kann das Halteelement auch aus einer oder mehreren miteinander
verbundenen Streben oder anderweitig, wie z. B. als Winkelstück, ausgestaltet sein.
Lediglich begrenzend für die Art und Bauform des Halteelements ist der zwischen den
Beschlagelementen zur Verfügung stehende Freiraum, der durch den Abstand der Beschlagelemente
zueinander gebildet ist.
[0024] Als "Verbindungselement" soll ein den Drehpunkt und/oder die Achse aufnehmendes Bauteil
verstanden werden. Zur Erhöhung der Variabilität des Verbindungselementes kann diese
Aufnahme unterschiedliche Größen aufweisen bzw. an Aufnahmen mit unterschiedlichen
Größen durch beispielsweise Adaptereinsätze adaptierbar sein. Bei dem Verbindungselement
kann es sich um ein separates Bauteil handeln, das über Befestigungselemente mit dem
Halteelement in Wirkverbindung steht, oder dieses kann auch mit dem Halteelement als
ein gemeinsames, monolithisches und/oder einstückiges Bauteil ausgeführt sein.
[0025] Die "stufenlose Auswahl der Drehpunkte" soll in einem Bereich von etwa 45 mm bis
80 mm verstanden werden. Natürlich kann bei Bedarf der erfindungsgemäße Eckbeschlag
auch so ausgestaltet sein, dass Drehpunkte außerhalb des vorab beschriebenen Bereiches
ausgewählt werden können. Dies würde dann allerdings erfordern, dass das Türelement
in einem größeren als dem üblichen Bereich ausgeschnitten werden müsste und der Eckbeschlag
entsprechend dimensioniert werden müsste, um die Verschiebbarkeit des Halteelements
zwischen den Beschlagelementen erweitern zu können.
[0026] Als "Freiraum, der als Ausnehmung in zumindest einem Beschlagelement ausgestaltet
ist," kann ein in Form von Nuten, Riefen, Rillen, Absätzen, Schienen, Vorsprüngen,
Schlitzen und/oder beispielsweise Rollbänder ausgestalteter Freiraum verstanden werden,
der eine verschiebliche, d. h. bewegliche Lagerung des Halteelements erlaubt. Natürlich
können entlang des Freiraums Verrastungen vorgesehen sein, die ein Einrasten des Halteelements
und somit eine Voreinstellung des Türelements auf vorgegebene vorgegebene Drehpunkte
und/oder Achsen ermöglichen. Es können aber auch nur Einrast- und/oder Stoppmöglichkeiten
auf normierte Drehpunkte und/oder Achsen ausgestaltet sein.
[0027] Ein erfindungsgemäßes Verfahren zur Anordnung eines Türelements auf einen Drehpunkt
und/oder einer Achse über einen einstellbaren Eckbeschlag, insbesondere über den erfindungsgemäßen
Eckbeschlag, umfassend ein erstes Beschlagelement und ein zweites Beschlagelement,
welche jeweils zumindest bereichsweise einen Anlageabschnitt für die Anlage des Türelements
aufweisen und unter Einspannen des Türelements miteinander verbunden werden, sieht
erfindungswesentlich vor, dass ein in dem Eckbeschlag verschiebbar gelagertes Verbindungselement
auf den Drehpunkt und/oder die Achse ausgerichtet wird und nach Ausrichtung des Verbindungselements
auf den Drehpunkt und/oder die Achse das Verbindungselement wenigstens mit einem Beschlagelement
kraft- und/oder formschlüssig verbunden wird. Gegenüber bekannten Montageverfahren
ist das erfindungsgemäße Verfahren sehr viel montagefreundlicher durchzuführen, da
beispielsweise die Einstellung des Eckbeschlages mit dem darin eingespannten Türelement
auf den Drehpunkt und/oder die Achse über das verschiebbar gelagerte Verbindungselement
erfolgt und das Verbindungselement zudem dazu dient, um die Einstellung auf den Drehpunkt
und/oder die Achse durch formschlüssige Verbindung mit zumindest einem Beschlagelement
zu fixieren.
[0028] Um hier Wiederholungen bezüglich der Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens zu
vermeiden, wird auf die Beschreibung der vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Eckbeschlags verwiesen und es wird vollumfänglich auf diese zurückgegriffen.
[0029] Weitere, die Erfindung verbessernde Maßnahmen, werden nachstehend gemeinsam mit der
Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der Figuren
näher dargestellt. Dabei können die in den Ansprüchen und in der Beschreibung erwähnten
Merkmale jeweils einzeln für sich oder in beliebiger Kombination erfindungswesentlich
sein.
[0030] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen erfindungsgemäßen Eckbeschlag in perspektivischer Seitenansicht, der an der
linken unteren Ecke eines Türelements geklemmt ist,
- Fig. 2
- den Eckbeschlag aus Fig. 1, wobei zur Darstellung der Lagerung des Halteelements das
vordere Beschlagelement nicht dargestellt ist und
- Fig. 3
- in einer Explosionsansicht das hintere Beschlagelement, das Halteelement und das Verbindungselement
in nichtmontiertem Zustand.
[0031] In den unterschiedlichen Figuren sind gleiche Teile stets mit denselben Bezugszeichen
versehen, weshalb diese in der Regel auch nur einmal beschrieben werden.
[0032] Figur 1 zeigt ein Türelement 3, das über einen Eckbeschlag 1 auf einen Drehpunkt
2, der beispielsweise auch eine BTS-Achse (Bodentürschließer-Achse) sein kann, gelagert
ist. Der Eckbeschlag 1 ist in der unteren linken Ecke des Türelements 3 an das Türelement
3 geklemmt. Der in der Figur 1 dargestellte Eckbeschlag 1 ist so ausgestaltet, dass
dieser auch an der oberen linken oder oberen rechten oder unteren rechten Ecke des
Türelements 3 zur Lagerung des Türelements 3 auf einem Drehpunkt 2 und/oder einer
Achse klemmbar wäre. Der Eckbeschlag 1 weist ein erstes Beschlagelement 4 und ein
zweites Beschlagelement 5 auf. Beide Beschlagelemente 4 und 5 weisen Anlageabschnitte
6 auf, die zumindest zur mittelbaren Anlage über eine Zwischenlage, hier nicht dargestellt,
zur Anlage an das Türelement 3 dienen. Zwischen den Beschlagelementen 4 und 5 bildet
sich ein Einspannbereich 7, in den das Türelement 3 einsetzbar ist. Zwischen den beiden
Beschlagelementen 4 und 5 ist ein Halteelement 8 angeordnet, das relativ zu den Beschlagelementen
4 und 5, insbesondere in Längserstreckung der Beschlagelemente 4 und 5 verschiebbar
ist. Zur Lagerung des Türelements 3 auf dem Drehpunkt 2 und/oder der Achse dient ein
mit dem Halteelement 8 wirkverbundenes Verbindungselement 9. Vorliegend ist das Verbindungselement
9 über zwei Befestigungselemente 10 kraft- und/oder formschlüssig mit dem Halteelement
8 wirkverbunden. Das mit dem Verbindungselement 9 in Wirkverbindung stehende Halteelement
8 ist in einem als Ausnehmung in Form einer Nut ausgestalteten Freiraum 11 in dem
Beschlagelement 4 und dem Beschlagelement 5 beweglich geführt. Der Freiraum 11 ist
dabei in Form der Nut parallel zu der Längserstreckung der Beschlagelemente 4 und
5 ausgestaltet. Dadurch ist das Halteelement 8 und das über die Befestigungselemente
10 in Wirkverbindung stehende Verbindungselement 9 entlang der Ausnehmung 11.1 parallel,
d. h. zur bzw. in Längserstreckung der Beschlagelemente 4 und 5 verschiebbar. Dadurch,
dass das Verbindungselement 9 mit dem Halteelement 8 relativ zu dem Türelement 3 in
entgegengesetzter Richtung verschiebbar ist, kann das Türelement 3 auf den Drehpunkt
2 entlang der Achse BB, beispielsweise in seiner Position in einem Türrahmen oder
einer Glastüranlage, stufenlos ausgerichtet werden. Liegt z. B. der Drehpunkt 2 bzw.
die Drehachse des Türelements 3, welche durch die Achse AA dargestellt ist, außerhalb
der für die üblichen Drehpunkte 2 festgelegten Bereiche, nämlich außerhalb von 55
mm, 65 mm oder 70 mm, kann das Türelement 3 durch Verschiebung des Halteelements 8
und damit mit dem Halteelement 8 wirkverbundenen Verbindungselement 9 auf den Drehpunkt
und/oder die Achse eingestellt werden. Das Halteelement 8 und das Verbindungselement
9 sind vorliegend als zwei miteinander verbundene Bauteile ausgestaltet, die den Befestigungsmechanismus
umfassen, der vorliegend in beiden Bauteilen, nämlich in dem Halteelement 8 und dem
Verbindungselement 9 integriert ist. Zur Überführung des Befestigungsmechanismus aus
einem gelösten Zustand, bei dem das Halteelement 8 in der Längserstreckung der Beschlagelemente
4 und 5 beweglich gelagert ist, in den Fixierungszustand, werden die Befestigungselemente
10, die das Halteelement 8 über das Verbindungsteil mit dem Verbindungselement 9 verbinden,
in die Durchführungen 12 eingeschraubt. Beim Einschrauben der Befestigungselemente
10 in das Verbindungsteil des Halteelementes 8 verklemmt zumindest abschnittsweise
das Kopfteil 8.1 des Halteelements zumindest kraftschlüssig in den als Ausnehmung
11.1 in Form einer Nut ausgestalteten Freiraum 11 an den Beschlagelementen. Im Fixierungszustand
des Befestigungsmechanismus wird somit die Verschiebbarkeit des Halteelements 8 und
des mit dem Halteelement 8 wirkverbundenen Verbindungselements 9 unterbunden bzw.
das Halteelement 8 in seiner Position an den Beschlagelementen 4 und 5 festgelegt.
[0033] Um die Bewegung des Halteelementes 8, das über das Verbindungsteil 8.2 mit dem Verbindungselement
9 verbunden ist, in Längserstreckung der Beschlagelemente 4 und 5 zu unterstützen,
ist an den Beschlagelementen 4 und 5 eine untere Ausnehmung 18 ausgestaltet, die vorzugsweise
parallel zu der als Freiraum 11 ausgestalteten Ausnehmung 11.1 ausgebildet ist und
die sich bevorzugt über die gleiche Länge wie die als Freiraum 11 ausgestaltete Ausnehmung
11.1 erstreckt. Die untere Ausnehmung 18 ist dabei vorzugsweise in beiden Beschlagelementen
4 und 5 ausgebildet und erstreckt sich über den Abstand 17 der Beschlagelemente von
einem zu dem anderen Beschlagelement 4 und 5.
[0034] Figur 2 zeigt zur besseren Darstellung der Lagerung des Halteelements 8 in dem Eckbeschlag
1 den Eckbeschlag 1 ohne das vordere Beschlagelement 4. Wie zu erkennen ist, weist
das Türelement 3 außerhalb des Anlageabschnitts 6 einen Ausschnitt gemäß den bekannten
Glasausschnittstandards auf und liegt außerhalb des Ausschnitts an den Anlageabschnitten
6 der Beschlagelemente 4 und 5 an. Im Bereich des Ausschnitts des Türelements 3 ist
ein Freiraum in dem Eckbeschlag 1 geschaffen, der zur Anordnung des Halteelements
8 und des Verbindungselements 9 dient. Zudem ist aus der Figur 2 zu erkennen, dass
der Befestigungsmechanismus lediglich das Halteelement 8 und das Verbindungselement
9 umfasst, welche über zwei durch die am Verbindungselement 9 ausgestalteten Durchführungen
12 bedienbaren Befestigungselemente 10 miteinander verbunden sind. Das Festziehen
der Befestigungselemente 10 bewirkt dabei, dass das Halteelement 8, zumindest kraftschlüssig
in den als Ausnehmung 11.1 in Form einer Nut ausgestalteten Freiraum 11 des Beschlagelementes
5 greift. Im Fixierungszustand des Befestigungsmechanismus liegt dabei nur ein kleiner
Teil der Fläche des Kopfteils 8.1 des Halteelements 8 auf einer Fläche des als Ausnehmung
11.1 ausgestalteten Freiraums 11 auf.
[0035] Figur 3 zeigt das hintere Beschlagelement 5, das Halteelement 8 und das Verbindungselement
9 in nichtmontiertem Zustand. Wie zu erkennen ist, ist der Anlageabschnitt 6 nur bereichsweise
ausgestaltet. Der Anlageabschnitt 6 folgt insbesondere der Kontur des ausgeschnittenen
Eckbereiches des Türelements 3. Zur kraft- und oder formschlüssigen Verbindung zwischen
dem Verbindungselement 9 und dem Halteelement 8 dienen Befestigungselemente 10, die
vorliegend nicht dargestellt sind. Die Befestigungselemente 10 werden durch im Verbindungselement
9 ausgestaltete Durchführungen 12 in Form von Bohrungen geführt bzw. geschraubt, die
in vorteilhafter Weise in Gestalt von Innengewindebohrungen ausgeführt sind, in die
ein als Schraube ausgestaltetes Befestigungselement 10 kraft- und formschlüssig greift.
Zusammen mit den Befestigungselementen 10 bilden das Verbindungselement 9 und das
Halteelement 8 den Befestigungsmechanismus, der aus einer verschiebbaren Lagerung
des Halteelements 8 in einem gelösten Zustand in einen Fixierungszustand überführbar
ist, in dem das Halteelement 8 zumindest kraftschlüssig mit dem Beschlagelement gekoppelt
ist. In dem Zustand der kraftschlüssigen Kopplung des Halteelements 8 an dem Beschlagelement
4 und/oder 5 kann eine zuvor getätigte Ausrichtung bzw. Einstellung des Eckbeschlages
auf die Achse oder den Drehpunkt festgelegt werden.
[0036] Das mit dem Halteelement 8 wirkverbundene Verbindungselement 9 weist in etwa mittig
eine Aufnahme 13 auf, die zur Anordnung des Türelements 3 auf dem Drehpunkt 2 und/oder
der Achse dient. Die Aufnahme 13 ist dabei vorteilhaft an den Drehpunkt 2 und/oder
die Achse adaptierbar, beispielsweise durch unterschiedliche Adapter. Da das Verbindungselement
9 in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel eine einzelne Komponente des Eckbeschlages
ist, kann dieses natürlich auch mit unterschiedlich großen Aufnahmen 13 variabel mit
dem Halteelement 8 verbunden werden und den Befestigungsmechanismus ausbilden. Zur
Verbindung des Halteelements 8 mit dem Verbindungselement 9 sind in dem Verbindungselement
9 im Bereich der Durchführungen 12 Aussparungen 14 ausgestaltet, die zur Aufnahme
von an dem Halteelement 8 ausgestalteten Zapfen 15 dienen, die an dem Verbindungsteil
des Halteelements 8 ausgebildet sind. Die Zapfen 15 weisen jeweils eine Bohrung 16
auf, durch die die Befestigungselemente 10, die in den Durchführungen 12 geführt sind,
greifen. Die Befestigungselemente 10 dienen dabei zum einen bevorzugt dazu, den Befestigungsmechanismus,
der unter anderem aus dem Verbindungselement 9 und dem Halteelement 8 gebildet ist,
in unterschiedliche Funktionszustände zu überführen. Zum anderen werden über die Befestigungselemente
10 das Verbindungselement 9 und das Halteelement 8 kraft- und formschlüssig verbunden
und bilden dadurch ein vormontiertes einstückiges Bauteil. Die an dem Kopfteil des
Halteelements 8 ausgestaltete Fläche wird in dem Beschlagelement 5 in dem als Ausnehmung
in Form einer Nut ausgestalteten Freiraum 11 geführt.
Bezugszeichenliste
[0037]
- 1
- Eckbeschlag
- 2
- Drehpunkt
- 3
- Türelement
- 4
- Beschlagelement
- 5
- Beschlagelement
- 6
- Anlageabschnitt
- 7
- Einspannbereich
- 8
- Halteelement
- 8.1
- Kopfteil zu 8
- 8.2
- Verbindungsteil zu 8 für 9
- 9
- Verbindungselement
- 10
- Befestigungselement
- 11
- Freiraum
- 11.1
- Ausnehmung
- 12
- Durchführungen
- 13
- Aufnahme
- 14
- Aussparung
- 15
- Zapfen
- 16
- Bohrungen
- 17
- Abstand/Freiraum zwischen 4 und 5
- 18
- untere Ausnehmung in 4 und 5
- AA
- Achse
- BB
- Achse
1. Eckbeschlag (1) für ein auf einen Drehpunkt (2) und/oder eine Achse anordenbares Türelement
(3), aufweisend ein erstes Beschlagelement (4) und ein zweites Beschlagelement (5),
welche jeweils zumindest bereichsweise einen Anlageabschnitt (6) für die Anlage an
das Türelement (3) aufweisen und unter Einspannen des Türelements (3) miteinander
verbindbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen beiden Beschlagelementen (4, 5) ein Einspannbereich (7) sich bildet, in
den das Türelement (3) einsetzbar ist, und die Beschlagelemente (4, 5) derart ausgebildet
sind, dass zwischen beiden Beschlagelementen (4, 5) ein Halteelement (8) angeordnet
ist, das relativ zu den Beschlagelementen (4, 5) verschiebbar ist und wenigstens mit
einem Beschlagelement (4, 5) kraft- und/oder formschlüssig verbindbar ist, wobei das
Halteelement (8) in Wirkverbindung mit einem Verbindungselement (9) steht, das zur
Lagerung des Türelements (3) auf dem Drehpunkt (2) und/oder der Achse dient.
2. Eckbeschlag (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Beschlagelemente (4, 5) einen Freiraum (11) als Führung aufweisen, in dem das
Halteelement (8) bewegbar ist.
3. Eckbeschlag (1) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Befestigungsmechanismus am Halteelement (8) sowie am Verbindungselement (9) integriert
ist, der zwischen einem gelösten Zustand und einem Fixierungszustand überführbar ist,
wobei im gelösten Zustand das Halteelement (8) an den Beschlagelementen (4, 5) verschiebbar
ist und im Fixierungszustand kraft-/oder und formschlüssig an zumindest einem Beschlagelement
(4, 5) befestigt ist.
4. Eckbeschlag (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Halteelement (8) über wenigstens ein Befestigungselement (10) kraft- und/oder
formschlüssig mit dem Beschlagelement (4, 5) verbunden ist.
5. Eckbeschlag (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Ausrichtung des Verbindungselements (9) auf den Drehpunkt (2) und/oder die Achse
durch ein Lösen der kraft- und/oder formschlüssigen Verbindung zwischen dem Halteelement
(8) und dem Beschlagelement (4, 5) erfolgt.
6. Eckbeschlag (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Freiraum (11) eine Ausnehmung (11.1) in zumindest einem Beschlagelement (4, 5)
aufweist, wobei die Ausnehmung (11.1) entlang der Längserstreckung des Beschlagelementes
(4, 5) verläuft und das Halteelement (8) in der Ausnehmung (11.1) mit einem Kopfteil
(8.1) beweglich gelagert ist.
7. Eckbeschlag (1) nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kopfteil (8.1) im Fixierungszustand klemmend in der Ausnehmung (11.1) wirkt.
8. Eckbeschlag (1) nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Halteelement (8) ein Verbindungsteil (8.2) aufweist, an dem das Verbindungselement
(9) befestigt ist, wobei insbesondere das Kopfteil (8.1) und das Verbindungsteil (8.2)
ein monolithisches und/oder einstückiges Bauteil bilden.
9. Eckbeschlag (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Halteelement (8) als T-Profil oder als L-Profil ausgebildet ist.
10. Eckbeschlag (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Abstand (17) zwischen den Beschlagelementen (4, 5) besteht, durch den das Verbindungsteil
(8.2) sich erstreckt, wobei insbesondere der Abstand größer ist als die Materialstärke
des Verbindungsteils (8.2), insbesondere der Abstand mindestens 10 % größer ist als
die Materialstärke des Verbindungsteils (8.2).
11. Eckbeschlag (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kopfteil (8.1) mit einer Fläche von weniger als 10 cm2 auf einer Fläche der Ausnehmung (11.1) aufliegt.
12. Eckbeschlag (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Beschlagelemente (4, 5) mit einer unteren Ausnehmung (18) ausgeführt sind, in
der das Verbindungselement (9) verschiebbar ist.
13. Eckbeschlag (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verbindungselement (9) und das Halteelement (8) ein gemeinsames, monolithisches
und/oder einstückiges Bauteil bilden.
14. Verfahren zur Anordnung eines Türelements (3) auf einen Drehpunkt (2) und/oder eine
Achse über einen einstellbaren Eckbeschlag (1), insbesondere über einen Eckbeschlag
(1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13, aufweisend ein erstes Beschlagelement (4) und
ein zweites Beschlagelement (5), welche jeweils zumindest bereichsweise einen Anlageabschnitt
(6) für die Anlage an das Türelement (3) aufweisen und unter Einspannen des Türelements
(3) miteinander verbunden werden,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein in dem Eckbeschlag (1) verschiebbar gelagertes Verbindungselement (9), das in
Wirkverbindung mit einem Halteelement steht, auf den Drehpunkt (2) und/oder die Achse
ausgerichtet wird und nach Ausrichtung des Verbindungselements (9) auf den Drehpunkt
(2) und/oder die Achse das Verbindungselement (9) we-nigstens an einem Beschlagelement
(4, 5) kraft- und/oder formschlüssig befestigt wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verbindungselement (9) über das Halteelement (8) kraft- und/oder formschlüssig
mit dem Beschlagelement (4, 5) verbunden wird.