[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein System mit einer Beschlagvorrichtung und einer
Gegenbeschlagvorrichtung zur Anordnung eines Türelements an einer Türanlage gemäß
Anspruch 1. Zudem betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Montage eines
Türelements an eine Türanlage mit einem System, insbesondere mit dem erfindungsgemäßen
System, gemäß Anspruch 13.
[0002] Bei gattungsbildenden Systemen zur Anbindung bzw. zur Anordnung eines Türelements
an eine Türanlage, beispielsweise eines Glastürelements an eine Ganzglas-Türanlage,
ist das Türelement über dessen Eckbereich in einer als Eckbeschlag ausgestalteten
Beschlagvorrichtung eingespannt und wird über die Beschlagvorrichtung an beispielsweise
einem als Glas-element ausgestalteten Oberlicht über eine daran angeordnete Gegenbeschlagvorrichtung
angebunden. Da es sich bei den Türelementen insbesondere um Glastüren, wie beispielsweise
Glaspendeltüren, Glasanschlagtüren oder Glasschiebetüren handelt, die auf einem Drehpunkt
oder einer Achse, beispielsweise einer BTS-Achse angeordnet sind, ist die als Eckbeschlag
ausgestaltete Beschlagvorrichtung zumeist an der vertikalen, koaxial zu der Drehachse
gelagerten Kante des Türelements angeordnet. Die Beschlagvorrichtung, die an dem Türelement
ausgestaltet ist und die Beschlagvorrichtung, d. h. die Gegenbeschlagvorrichtung,
die beispielsweise an dem Oberlicht angeordnet ist, besteht zumeist aus zwei Beschlagelementen
zwischen die das Türelement bzw. die Glastür oder die Glasscheibe des Oberlichtes
geklemmt bzw. eingespannt wird. Um die Türelemente bzw. das Oberlicht zwischen den
Beschlagelementen klemmen oder einspannen zu können, und um außerhalb der Klemmung
eine Anbindung des Türelements, d. h. eine Lagerung des Türelements über den Eckbeschlag
an der Beschlagvorrichtung ausführen zu können, sind die Eckbereiche der Türelemente
entlang deren Kontur ausgeschnitten. An der Kontur können so die Beschlagelemente
zur Anlage gelangen und bilden über den Ausschnitt des Türelements einen Freiraum,
in dem jeweils ein Verbindungselement angeordnet ist, welches Bestandteil der Beschlagvorrichtung
ist. Das Verbindungselement der Beschlagvorrichtung und der Gegenbeschlagvorrichtung,
welche vorzugsweise zwischen den Beschlagelementen angeordnet sind, werden über ein
Kopplungselement, beispielsweise mittels eines Bolzens, miteinander verbunden, wodurch
das Türelement über die durch das Kopplungselement verbundenen Beschlagvorrichtungen
an dem Oberlicht oder der Türanlage anbindbar ist. Um demnach das Türelement an der
Türanlage bzw. an das Oberlicht anbinden zu können, d. h. den Eckbeschlag mit der
Beschlagvorrichtung der Türanlage oder des Oberlichts zu verbinden, wird in bekannter
Weise das Türelement gegen den oberen Beschlag verschwenkt. Dabei ist das Verbindungselement
des Eckbeschlages bereits mit dem Verbindungselement, das zur Anbindung an die Beschlagvorrichtung
des Oberlichtes oder der Türanlage gelangt, über das Kopplungselement verbunden. Entsprechend
wird beim Schwenken der Tür das Verbindungselement zur Anbindung an die Beschlagvorrichtung
des Oberlichts oder der Türanlage mit der Tür verschwenkt. Beim Verschwenken des Türelements
gegen die Beschlagvorrichtung wird dabei eine erste Montagestellung erreicht, nämlich
dann, wenn das Verbindungselement, das zur Anbindung an die Beschlagvorrichtung des
Oberlichts oder der Türanlage dient, positioniert ist. In dieser ersten Montagestellung
muss das Türelement unter Druck in der Montagestellung gehalten werden, da sich sonst
das Türelement, d. h. die Anbindung des Verbindungselementes an der Beschlagvorrichtung
des Oberlichts oder der Türanlage durch Zurückschwenken des Türelements wieder löst.
Um eine Arretierung des Türelements über den Eckbeschlag an der Beschlagvorrichtung
des Oberlichts oder der Türanlage zu bewirken, wird das Verbindungselement, das zur
Anbindung an der Beschlagvorrichtung des Oberlichts oder der Türanlage dient, mittels
Befestigungselementen, beispielsweise Schrauben, mit der Beschlagvorrichtung des Oberlichts
oder der Türanlage verbunden. In üblicher Weise dienen dazu zwei Schrauben, die durch
das Verbindungselement hindurchgreifen und kraft- und/oder formschlüssig in der Beschlagvorrichtung
des Oberlichts oder der Türanlage zur Anlage gelangen. Durch kraft- und/oder formschlüssige
Kopplung zwischen dem Verbindungselement und der Beschlagvorrichtung des Oberlichts
oder der Türanlage wird eine zweite Montagestellung erreicht, in der das Türelement
an der Türanlage bzw. dem Oberlicht zuverlässig gesichert ist.
[0003] Dabei ist nachteilig, dass zur Montage des Türelements an dem Oberlicht oder der
Türanlage mindestens zwei Monteure benötigt werden, wobei einer der Monteure das Türelement
gegen die Beschlagvorrichtung des Oberlichts oder der Türanlage drückt und der andere
Monteur das Verbindungselement, das zur Anbindung an der Beschlagvorrichtung des Oberlichts
oder der Türanlage dient, über die Schraubverbindungen kraft- und/oder formschlüssig
mit der Beschlagvorrichtung koppelt. Da die Schrauben als einzelne Komponenten erst
nach der Positionierung des Verbindungselements in der Beschlagvorrichtung des Oberlichts
oder der Türanlage eingesetzt werden können, müssen diese einzeln vom Monteur aufgenommen,
durch das Verbindungselement hindurchgesteckt und in die Beschlagvorrichtung mittels
eines Werkzeuges eingeschraubt werden. Da sich der Eckbeschlag beispielsweise an der
oberen Ecke des Türelements befindet und die Anbindung und Verschraubung mittels der
Befestigungselemente an der oberhalb des Eckbeschlags an dem Oberlicht oder der Türanlage
angeordneten Beschlagvorrichtung vorgenommen werden muss, ist es unabdingbar, dass
ein Monteur, der die Schrauben durch das Verbindungselement in die Beschlagvorrichtung
einschrauben muss, für diesen Vorgang auf einer Leiter steht, während ein anderer
Monteur, wie bereits beschrieben, das Türelement gegen die Beschlagvorrichtung des
Oberlichts oder der Türanlage drückt.
[0004] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein System zur Anbindung eines
Türelements an einer Türanlage zu schaffen, welches eine Anbindung des Türelements
an die Türanlage, insbesondere die Anbindung eines Glastürelements an eine Ganzglas-Anlage
vereinfacht, wobei vorzugsweise für die Anbindung des Türelements an die Türanlage
nur ein Monteur notwendig ist.
[0005] Die voranstehende Aufgabe wird zumindest teilweise gelöst durch ein System mit einer
Beschlagvorrichtung und einer Gegenbeschlagvorrichtung zur Anordnung eines Türelements
an einer Türanlage mit den Merkmalen des Anspruchs 1, wobei die Beschlagvorrichtung
mit der Gegenbeschlagvorrichtung über ein Kopplungselement, das zumindest an der Beschlagvorrichtung
oder der Gegenbeschlagvorrichtung bewegbar angeordnet ist, verbindbar ist, wobei bei
Verbindung der Beschlagvorrichtung mit der Gegenbeschlagvorrichtung eine erste Montagestellung
des Türelementes erreicht ist. Des Weiteren wird die voranstehende Aufgabe zumindest
teilweise durch ein Verfahren zur Montage eines Türelements an eine Türanlage mit
einem System, insbesondere mit dem erfindungsgemäßen System, mit den Merkmalen des
Anspruchs 13 gelöst. Weitere Merkmale und Details der Erfindung ergeben sich aus den
Unteran-sprüchen, der Beschreibung und der Zeichnung. Dabei gelten Merkmale und Details,
die im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen System beschrieben sind, selbstverständlich
auch im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren und jeweils umgekehrt, so
dass bezüglich der Offenbarung zu den einzelnen Erfindungsaspekten stets wechselseitig
Bezug genommen wird bzw. werden kann.
[0006] Eine Beschlagvorrichtung des erfindungsgemäßen Systems ist vorzugsweise für den Eckbereich
einer vertikalen Kante und einer horizontalen Kante eines Türelements vorgesehen.
Eine Gegenbeschlagvorrichtung des erfindungsgemäßen Systems ist in bevorzugter Weise
an der unteren horizontalen Kante eines Oberlichtes bzw. an der vertikalen und horizontalen
Kante einer Türanlage vorgesehen. Die Beschlagvorrichtung und die Gegenbeschlagvorrichtung
weisen bevorzugt ein erstes Beschlagelement und ein zweites Beschlagelement auf, welche
jeweils einen Anlageabschnitt für die Anlage an das Türelement bzw. an das Oberlicht
oder der Türanlage aufweisen. Dabei werden die beiden Beschlagelemente unter Einspannen
des Türelements oder des Oberlichts oder der Glasscheibe einer Ganzglas-Anlage miteinander
verbunden.
[0007] Bei einer Beschlagvorrichtung bzw. einer Gegenbeschlagvorrichtung handelt es sich
im Sinne des vorliegenden erfindungsgemäßen Systems vorzugsweise um einen sogenannten
Türbeschlag oder einen oberen Beschlag an einem Oberlicht oder einer Türanlage, welcher
zur Anbindung des Türelements dient. Entsprechend kann die Beschlagvorrichtung des
erfindungsgemäßen Systems an einem Schwenkmodul eines Türsystems, also dem Türblatt,
und die Gegenbeschlagvorrichtung kann als feststehendes Modul oder als Schiebemodul
eines Türsystems oder einer Türanlage angeordnet sein. Die Beschlagvorrichtung und
die Gegenbeschlagvorrichtung des erfindungsgemäßen Systems können sich auch zwischen
mehreren Bauteilen, z. B. zwischen einem Oberlicht und einem feststehenden Modul erstrecken,
um diese miteinander zu verbinden bzw. diese in den zwischen den Beschlagelementen
ausgebildeten Einspannbereich gemeinsam einzuspannen. Derartige feststehende Module
können auch als Zargenmodule oder Seitenteile bezeichnet werden.
[0008] Neben klassischen Türblättern und hier insbesondere Glastüren, kann das erfindungsgemäße
System auch bei anderen scheibenförmigen Bauelementen, z. B. bei Glasvitrinen, Geländerverglasungen
und Duschkabinen, zum Einsatz kommen.
[0009] Das erfindungsgemäße System wird insbesondere für Türelemente in Glasbauweise oder
Teilglasbauweise eingesetzt. Dementsprechend kann durch das erfindungsgemäße System
auch eine vereinfachte Herstellung des Türelements bzw. eine vereinfachte Vorbereitung
des Türelements auf die Anbindung an das Türsystem oder die Türanlage erfolgen.
[0010] Um die vorbeschriebene Vereinfachung der Anbindung eines Türelements an eine Türanlage
oder an ein Türsystem erreichen zu können, ist erfindungsgemäß gemäß Patentanspruch
1 vorgesehen, dass die Beschlagvorrichtung und die Gegenbeschlagvorrichtung derart
ausgebildet sind, dass das Türelement aus der ersten Montagestellung in eine zweite
Montagestellung bringbar ist, indem das Kopplungselement aus einer Freigabestellung
in eine Arretierposition überführbar ist, wodurch das Türelement an der Türanlage
gesichert ist.
[0011] Durch das Überführen des Kopplungselements, welches beispielsweise eine Achse oder
ein die Beschlagvorrichtung und die Gegenbeschlagvorrichtung verbindender Bolzen ist,
kann unter Anbindung der Beschlagvorrichtung an der Gegenbeschlagvorrichtung, nämlich
unter Anlage der Achse bzw. des Bolzens in dem Verbindungselement der Beschlagvorrichtung
und in dem Verbindungselement der Gegenbeschlagvorrichtung die Achse bzw. der Bolzen
vorteilhaft aus einer Freigabestellung in eine Arretierposition überführt werden,
wodurch das Türelement in der Arretierposition an der Türanlage zuverlässig gesichert
ist. Das heißt, das bereits bei Anlage des Bolzens in der Beschlagvorrichtung und
in der Gegenbeschlagvorrichtung, d. h. bei Kopplung der Beschlagvorrichtung und der
Gegenbeschlagvorrichtung durch das als Achse oder Bolzen ausgestaltete Kopplungselement
das Türelement bereits an dem Oberlicht oder der Türanlage bzw. dem Türsystem sicher
anliegt, und danach eine zuverlässige Sicherung durch Überführung des Kopplungselements
aus der Freigabestellung in die Arretierposition erfolgt. Entsprechend ist es mit
dem erfindungsgemäßen System möglich, mit nur einem Monteur das Türelement an einer
Türanlage bzw. einem Türsystem anzubinden. Dabei kann der Monteur durch leichten Druck
mit einer Hand auf das Türelement die sichere Anlage des Türelements beispielsweise
an dem Oberlicht unterstützen und kann mit der anderen Hand vorzugsweise mittels eines
Werkzeuges das Kopplungselement aus der Freigabestellung in die Arretier-position
überführen
[0012] In vorteilhafter Weise ist das Kopplungselement drehbar an der Beschlagvorrichtung
oder der Gegenbeschlagvorrichtung angeordnet bzw. gelagert, wodurch zum einen die
Überführung des Kopplungselements aus der Freigabestellung in die Arretierposition
gewährleistet ist und zum anderen dient die drehbare Lagerung des Kopplungselements
in Verbindung mit der Anordnung des Türelements auf einer Achse, beispielsweise einer
BTS-Achse, zur Drehlagerung des Türelements an dem Oberlicht bzw. der Türanlage. Dazu
ist das Kopplungselement bevorzugt koaxial zu der Drehachse des Türelements an der
Beschlagvorrichtung und der Gegenbeschlagvorrichtung angeordnet. Die drehbare Lagerung
des Kopplungselements an der Beschlagvorrichtung oder der Gegenbeschlagvorrichtung
ist dabei so zu verstehen, dass das Kopplungselement relativ zu der Beschlagvorrichtung
oder der Gegenbeschlagvorrichtung drehbar angeordnet ist. Das bedeutet, dass entweder
das Kopplungselement drehgelagert oder die Beschlagvorrichtung oder die Gegenbeschlagvorrichtung
um das Kopplungselement herum drehbar bzw. drehgelagert angeordnet ist.
[0013] Um eine sichere Anlage des Türelements über die Beschlagvorrichtung an der Gegenbeschlagvorrichtung
der Türanlage oder des Oberlichts zu gewährleisten, ist in bevorzugter Weise das Kopplungselement
drehfest mit der Beschlagvorrichtung oder der Gegenbeschlagvorrichtung verbindbar.
Eine drehfeste Verbindung des Kopplungselements in der Beschlagvorrichtung oder der
Gegenbeschlagvorrichtung des erfindungsgemäßen Systems erfolgt vorteilhaft durch Überführung
des formschlüssig in die Beschlagvorrichtung oder die Gegenbeschlagvorrichtung greifenden
Kopplungselements aus der Freigabestellung in die Arretierposition, wobei das Kopplungselement
zumindest kraftschlüssig mit der Beschlagvorrichtung oder der Gegenbeschlagvorrichtung
verbunden wird. Dazu ist das Kopplungselement in vorteilhafter Weise zumindest abschnittsweise
der Geometrie einer Aufnahme in der Beschlagvorrichtung oder der Gegenbeschlagvorrichtung
angepasst ausgestaltet. Ist beispielsweise die Aufnahme ein Rundloch in Form einer
Bohrung, kann das Kopplungselement bevorzugt zumindest abschnittsweise eine der Bohrung
angepasste Umfangsgeometrie aufweisen. Greift das Kopplungselement mit der an die
Aufnahme angepassten Geometrie in die Aufnahme, greift das Kopplungselement bevorzugt
in der Freigabestellung formschlüssig. Eine nicht an die Aufnahme angepasste Geometrie
des Kopplungselements des erfindungsgemäßen Systems kann in bevorzugter Weise eine
beidseitige Abflachung des als Bolzen oder als Achse ausgestalteten Kopplungselements
sein. Wird demnach das Kopplungselement aus der Freigabestellung in die Arretierposition
überführt, bewirkt dies bereits durch die beidseitig abgeflachten Seiten eine Sicherung
des Kopplungselements in der Aufnahme der Beschlagvorrichtung oder der Gegenbeschlagvorrichtung,
wobei das Kopplungselement kraftschlüssig mit der Aufnahme der Beschlagvorrichtung
bzw. der Gegenbeschlagvorrichtung verbunden wird. In dieser Position, nämlich der
Arretierposition, ist das Kopplungselement drehfest, zumindest bis zur Überwindung
der zur Lösung des Kraftschlusses zwischen der Aufnahme und dem Kopplungselement aufzubringenden
Kraft, kraftschlüssig mit der Aufnahme verbunden.
[0014] Um ein unbeabsichtigtes Lösen aus der Arretierposition des Kopplungselements in der
Aufnahme der Beschlagvorrichtung bzw. der Gegenbeschlagvorrichtung zu verhindern,
ist bevorzugt im Bereich der Aufnahme ein Sicherungselement angeordnet, das zur Sicherung
des Kopplungselements, und hier insbesondere zur Sicherung des Kopplungselementes
in der Arretierposition dient. Das Sicherungselement kann beispielsweise eine in einem
Innengewinde der Beschlagvorrichtung geführte Schraube sein, die in die Aufnahme hineingeführt
und zumindest kraftschlüssig an dem Kopplungselement, und hier bevorzugt an zumindest
einer der abgeflachten Seiten des Kopplungselements in dessen Arretierposition kraftschlüssig
zur Anlage gelangt. Natürlich ist es auch denkbar, dass auch das Kopplungselement
ein Innengewinde aufweist, in das das als Schraube ausgebildete Sicherungselement
eingreift. In diesem Fall ist das Kopplungselement über das Sicherungselement kraft-
und formschlüssig in der Arretierposition gesichert bzw. sicherbar.
[0015] Ganz allgemein kann die Beschlagvorrichtung bzw. die Gegenbeschlagvorrichtung des
erfindungsgemäßen Systems sowohl an dem Türelement oder der Türanlage bzw. im Türsystem
angeordnet sein. Da die Beschlagvorrichtung und die Gegenbeschlagvorrichtung in vorteilhafter
Weise spiegelsymmetrisch aufgebaut sind, d. h. diese sich in ihren Bauteilen nur unwesentlich
unterscheiden, kann die an dem Türelement als Eckbeschlag ausgestaltete Beschlagvorrichtung
auch als Gegenbeschlagvorrichtung an dem Oberlicht bzw. dem Türsystem oder umgekehrt
dienen.
[0016] Um das Kopplungselement des erfindungsgemäßen Systems aus seiner Freigabestellung
in die Arretierposition überführen zu können, wobei dies in vorteilhafter Weise unter
Anlage des Türelements, d. h. bei Aufnahme des Kopplungselements in der Aufnahme der
Gegenbeschlagvorrichtung erfolgt, weist zumindest die Aufnahme, in die das Kopplungselement
beim Schwenken des Türelements in die Gegenbeschlagvorrichtung geführt wird, eine
seitliche Öffnung auf. Vorzugsweise dient die seitliche Öffnung dazu, ein Werkzeug
in die Aufnahme einzuführen, um mit Hilfe des Werkzeuges das Kopplungselement aus
der Freigabestellung in die Arretierposition zu überführen. In vorteilhafter Weise
ist dazu in dem Kopplungselement eine Aussparung in Form einer Bohrung oder einer
Ausfräsung ausgestaltet, in die das über die seitliche Öffnung der Aufnahme eingeführte
Werkzeug einführbar ist. Die Bohrung bzw. Aussparung an dem Kopplungselement ist dabei
in vorteilhafter Weise in einer Position an dem Kopplungselement ausgestaltet, die
der äußeren Begrenzung, d. h. dem äußeren Rand der seitlichen Öffnung der Aufnahme
entspricht. Entsprechend kann das Werkzeug an dem äußeren Rand der seitlichen Öffnung
der Aufnahme in die Bohrung des Kopplungselements eingeführt werden und kann dann
mit der zumindest teilweisen Drehung des Kopplungselements bis zum gegenüberliegenden
äußeren Rand der seitlichen Öffnung der Aufnahme geführt und kann dann in dieser Position
wieder aus der Bohrung des Kopplungselements herausgeführt werden. An den die seit-liche
Öffnung begrenzenden Rändern der Aufnahme kann in vorteilhafter Weise an der Beschlagvorrichtung
eine Markierung vorgesehen sein, die dem Monteur anzeigt, ob sich das Kopplungselement
in der Freigabestellung oder in der Arretierposition befindet. In der Arretierposition
des Kopplungselements innerhalb der Aufnahme kann das Werkzeug herausgezogen werden
und diese dient dann auch in vorteilhafter Weise zur Betätigung des Sicherungselementes,
um dieses gegen das Kopplungselement voranzutreiben. Dazu ist das Sicherungselement
bevorzugt als Madenschraube mit einer Aufnahme ausgestaltet, die beispielsweise eine
Innensechskantaufnahme sein kann. Bei dem Werkzeug kann es sich in vorteilhafter Weise
um einen Imbusschlüssel handeln, der sowohl in die Bohrung bzw. Aussparung des Kopplungselementes
hineingreifen kann, und der in vorteilhafter Weise der Aufnahme der Madenschraube
angepasst ist und zur Bestätigung des beispielsweise als Madenschraube ausgestalteten
Sicherungselements dient.
[0017] In vorteilhafter Weise sind die Aufnahmen zur Aufnahme des Kopplungselementes in
einem Verbindungselement ausgestaltet, das bevorzugt über Befestigungselemente mit
einem Halteelement verbunden ist, das vorteilhaft stufenlos relativ zu der Beschlagvorrichtung
bzw. zu der Gegenbeschlagvorrichtung bewegbar ist. Das mit dem Halteelement verbundene
Verbindungselement bildet bevorzugt einen Befestigungsmechanismus, der in vorteilhafter
Weise an beiden Bauteilen, nämlich am Halteelement sowie am Verbindungselement integriert
ist, und der zwischen einem gelösten Zustand und einem Fixierungszustand überführbar
ist, wobei im gelösten Zustand das Halteelement an den Beschlagelementen verschiebbar
ist und im Fixierungszustand zumindest kraft- oder formschlüssig an zumindest einem
Beschlagelement befestigt ist. Demzufolge dient der am Halteelement und am Verbindungselement
ausgebildete Befestigungsmechanismus beispielsweise dazu, die Beschlagvorrichtung
zu der Gegenbeschlagvorrichtung oder umgekehrt in dem gelösten Zustand auszurichten
bzw. einzustellen. Darüber hinaus dient der Befestigungsmechanismus dazu, die Beschlagvorrichtung
bzw. die Gegenbeschlagvorrichtung in der eingestellten Position zu fixieren, nämlich
das Halteelement über den Befestigungsmechanismus an zumindest einem der Beschlag-elemente
zumindest kraftschlüssig und/oder formschlüssig zu fixieren. Entsprechend kann das
Halteelement zur Einstellung der Verbindungselemente der Beschlagvorrichtung und der
Gegenbeschlagvorrichtung zueinander stufenlos in der Längserstreckung der Beschlagelemente
geführt werden. Ist die Lage der Verbindungselemente, die jeweils eine Aufnahme zur
Kopplung der Gegenbeschlagvorrichtung mit der Beschlagvorrichtung mittels des Kopplungselementes
aufweisen, zueinander eingestellt, erfolgt über den Befestigungsmechanismus eine Festlegung
der Halteelemente an der Beschlagvorrichtung und der Gegenbeschlagvorrichtung in Form
einer kraftschlüssigen Klemmverbindung der Halteelemente mit wenigstens einem der
Beschlagelemente der Beschlagvorrichtung und der Gegenbeschlagvorrichtung.
[0018] Um eine Wirkverbindung zwischen dem Halteelement und dem Verbindungselement herzustellen,
d. h. um den Befestigungsmechanismus auszubilden, sind das Halteelement und das Verbindungselement
besonders vorteilhaft über zumindest zwei Befestigungselemente kraft- und/oder formschlüssig
miteinander verbunden. Bei den Befestigungselementen zwischen dem Halteelement und
dem Verbindungselement kann es sich beispielsweise um eine Schraube, wie z. B. eine
Madenschraube, handeln, die das Haltelement und das Verbindungselement form- und/oder
kraftschlüssig miteinander verbindet. Die kraft- und/oder formschlüssige Verbindung
zwischen dem Halteelement und dem Verbindungselement, d. h. die Überführung des Befestigungsmechanismus
aus dem gelösten Zustand in den Fixierungszustand dient zudem in vorteilhafter Weise
dazu, das Halteelement an dem Beschlagelement festzulegen. Dazu weist das Beschlagelement
einen als Ausnehmung ausgestalteten Freiraum auf, beispielsweise in Form einer Nut
oder einer Schiene, an bzw. in dem das Haltelement geführt bzw. beweglich gelagert
ist. Der Freiraum in dem Beschlagelement ist dabei vorteilhaft so ausgestaltet, dass
das Halteelement in Längserstreckung des Beschlagelements verschiebbar bzw. führbar
ist. Da das Beschlagelement bzw. die Beschlagelemente der Beschlagvorrichtung und
der Gegenbeschlagvorrichtung parallel zu der vorderen und/oder hinteren Fläche des
Türelements bzw. des an das Türelement angrenzenden Glasbauteils ausgerichtet sind,
erfolgt durch die Verschiebung des Halteelements in Längserstreckung des Beschlagelements
eine Verschiebung des Türelements oder des Glasbauteils relativ zu den angrenzenden
Elementen beispielsweise einer Ganzglastüranlage.
[0019] In bevorzugter Weise ist der Freiraum in zumindest einem der Beschlagelemente als
Ausnehmung ausgestaltet. Die Ausnehmung erstreckt sich in bevorzugter Weise in Längserstreckung
des Beschlagelements und in besonders vorteilhafter Weise jeweils in Längserstreckung
der beiden Beschlagelemente, wobei die Ausnehmungen in den beiden Beschlagelementen
bevorzugt auf gleicher Höhe und parallel zueinander ausgestaltet sind. Der als Ausnehmung
bezeichnete Freiraum in den beiden Beschlag-elementen ist besonders bevorzugt als
Nut oder Schlitz ausgestaltet und dient vorteilhaft dazu, das Halteelement im Wesentlichen
parallel zu den Beschlagelementen und relativ zu deren Längserstreckung zu führen.
Dazu weist das Halteelement in vorteilhafterweise ein Kopfteil auf, welches dazu dient,
dass das Halteelement zumindest im gelösten Zustand des Befestigungsmechanismus beweglich
in der Ausnehmung eines oder beider Beschlagelemente der Beschlagvorrichtung und der
Gegenbeschlagvorrichtung gelagert ist.
[0020] Ebenfalls Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Montage eines
Türelements an einer Türanlage mit einem System, insbesondere mit dem erfindungsgemäßen
System, umfassend eine Beschlagvorrichtung und eine Gegenbeschlagvorrichtung, wobei
in einem ersten Schritt über ein Kopplungselement, das zumindest an der Beschlagvorrichtung
oder der Gegenbeschlagvorrichtung bewegbar angeordnet ist, die Beschlagvorrichtung
mit der Gegenbeschlagvorrichtung verbunden wird und eine erste Montagestellung des
Türelements an der Türanlage erreicht wird. In einem zweiten Schritt wird das Türelement
aus der ersten Montagestellung in eine zweite Montagestellung gebracht, indem das
Kopplungselement aus einer Freigabestellung in eine Arretierstellung überführt wird,
wodurch das Türelement an der Türanlage gesichert wird.
[0021] In vorteilhafter Weise kann das Verfahren, nämlich die Montage des Türelements an
der Türanlage oder einem Türsystem durch nur einen Monteur durchgeführt werden. Dabei
ist insbesondere vorteilhaft, dass das Überführen des Türelements aus der ersten Montagestellung
in die zweite Montagestellung über das Kopplungselement durchführbar ist, das vorzugsweise
mittels eines Werkzeuges aus der Freigabestellung in eine Arretierstellung überführt
wird. Da hier in bevorzugter Weise ein Werkzeug zur Betätigung des Kopplungselements
durch die Öffnung der Aufnahme, in der das Kopplungselement an der Beschlagvorrichtung
oder der Gegenbeschlagvorrichtung aufgenommen ist, einführbar ist, kann die Betätigung
des Kopplungselements in vorteilhafter Weise ohne Aufsteigen des Monteurs auf eine
Leiter erfolgen. Dabei kann das Werkzeug vorteilhaft bereits vor dem Verschwenken
der Tür, d. h. vor dem ersten Montageschritt in das Kopplungselement eingeführt werden
und kann mit dem Kopplungselement in die Aufnahme der Gegenbeschlagvorrichtung geschwenkt
werden. Nachdem das Kopplungselement in die Aufnahme der Gegenbeschlagvorrichtung
geschwenkt wurde, kann das Kopplungselement mit dem bereits eingeführten Werkzeug
aus der Freigabestellung innerhalb der Aufnahme der Beschlagvorrichtung oder der Gegenbeschlagvorrichtung
in die Arretierstellung überführt werden. In der Arretierstellung des Kopplungselementes,
bei der das Türelement bereits in den Aufnahmen der Beschlagvorrichtung und der Gegenbeschlagvorrichtung
gesichert ist, kann das Werkzeug vom Monteur aus dem Kopplungselements herausgezogen
werden und dient dann in vorteilhafter Weise dazu, um das Sicherungselement zu betätigen,
nämlich dieses in Richtung des Kopplungselementes vorzutreiben. Durch Vortrieb des
Sicherungselementes wird vorteilhaft eine kraft- und/oder formschlüssige Kopplung
zwischen dem Sicherungselement und dem Kopplungselement bzw. zwischen dem Verbindungselement
und dem Kopplungselement ausgebildet. Dadurch kann die Arretierstellung des Kopplungselements
zusätzlich durch das Sicherungselement gesichert werden, was insgesamt zu einer zuverlässigen
Sicherung des Türelements an der Türanlage bzw. an dem Türsystem dient.
[0022] Um hier Wiederholungen bezüglich der Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens zu
vermeiden, wird auf die Beschreibung der vorteilhaften
[0023] Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Systems verwiesen und es wird vollumfänglich
auf diese zurückgegriffen.
[0024] Weitere die Erfindung verbessernde Maßnahmen werden nachstehend mit der Beschreibung
eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der Figur näher dargestellt.
Dabei können die in den Ansprüchen und in der Beschreibung erwähnten Merkmale jeweils
einzeln für sich oder in beliebiger Kombination erfindungswesentlich sein. Dabei ist
zu beachten, dass die Figur nur beschreibenden Charakter hat und nicht dazu gedacht
ist, die Erfindung in irgendeiner Form einzuschränken.
[0025] Es zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Skizze einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Systems mit
einer als Eckbeschlag ausgestalteten Beschlagvorrichtung an einem Türelement, welche
zur Anbindung des Türelements an einer Gegenbeschlagvorrichtung dient, die an einem
Oberlicht angeordnet ist.
[0026] In Figur 1 ist schematisch eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Systems 10
gezeigt. Das System 10 umfasst eine Beschlagvorrichtung 1, die in Form eines Eckbeschlages
an der oberen linken Ecke eines Türelements 3 angeordnet ist. Die Beschlagvorrichtung
1 besteht aus einem ersten Beschlagelement 40 und einem zweiten Beschlagelement 50.
Zwischen den Beschlagelementen 40 und 50 ist ein Einspannbereich 70 für das Türelement
3 gebildet, der zum Einspannen bzw. Klemmen des Türelements 3 dient. In einem Verbindungselement
90, das mit einem Halteelement 80 wirkverbunden ist, das zwischen den Beschlagelementen
40 und 50 und parallel in Längserstreckung zu den Beschlagelementen 40 und 50 in einem
als Ausnehmung ausgestalteten Freiraum 13 führbar ist, ist eine Aufnahme 60 mit einer
seitlichen Öffnung 6 ausgestaltet, welche zur bewegbaren Anordnung des Kopplungselements
5 in der Beschlagvorrichtung 1 dient. Die Ausgestaltung der seitlichen Öffnung 6 in
der Aufnahme 60 ist für die bewegbare Anordnung des Kopplungselementes 5 und für die
Funktionsweise des erfindungsgemäßen Systems 10 nicht zwingend notwendig, weshalb
die Aufnahme 60 auch vollumfänglich ohne seitliche Öffnung 6 ausgestaltet sein kann.
[0027] Vorliegend ist das Kopplungselement 5 drehgelagert in einer Hülse 100 aufgenommen,
die in der Aufnahme 60 des Verbindungselements 90 angeordnet ist. Entsprechend ist
das Kopplungselement 5, wie dargestellt, mit seinem unteren Teil drehgelagert in der
Hülse 100 in der Aufnahme 60 des Befestigungselementes 90 an der Beschlagvorrichtung
1 angeordnet. Die Drehlagerung des Kopplungselementes 5 könnte umgekehrt aber auch
an dem Verbindungselement 90.1 der Gegenbeschlagvorrichtung 2 erfolgen. Im dargestellten
Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Systems 10 dient jedoch die Aufnahme 60.1
des Verbindungselementes 90.1 der Gegenbeschlagvorrichtung 2 zur Anordnung des in
der Figur 1 dargestellten oberen Teils des Kopplungselements 5. Der obere Teil des
Kopplungselements 5 ist dabei in seiner Geometrie seines Umfangs zumindest abschnittsweise
der Geometrie der Aufnahme 60.1, hier insbesondere der Geometrie der Öffnung 6.1 der
Aufnahme 60.1 des Verbindungselementes 90.1 angepasst. Zudem weist der obere Teil
des Kopplungselementes 5 beidseitig abgeflachte Seiten auf, die nicht der Geometrie
der Öffnung 6.1 der Aufnahme 60.1 entsprechen. In dem oberen Teil des Kopplungselementes
5 ist eine Aussparung in Form einer Bohrung 11 ausgestaltet, in die wie dargestellt
ein als Inbusschlüssel ausgestaltetes Werkzeug 8 greift. Die Bohrung 11 ist derart
am oberen Teil des Kopplungselementes 5 angeordnet, dass bei Anordnung, d. h. bei
Aufnahme des Kopplungselementes 5 in die Aufnahme 60.1 das Werkzeug 8 am äußeren,
hier rechten Rand der Öffnung 6.1 der Aufnahme 60.1 in die Aufnahme 60.1 und in das
Kopplungselement 5 hineingreift. Entsprechend kann das Werkzeug 8 unter Drehung des
Kopplungselements 5 im Uhrzeigersinn, d. h. hier vorliegend vom rechten äußeren Rand
der Öffnung 6.1 der Aufnahme 60.1 bis zum linken äußeren Rand der Öffnung 6.1 der
Aufnahme 60.1 unter Drehung des Kopplungselements 5 geführt werden. Dabei wird das
Kopplungselement 5 in der Aufnahme 60.1 aus seiner Freigabestellung, nämlich mit dessen
Bohrung 11 vom rechten äußeren Rand der Öffnung 6.1 der Aufnahme 60.1 liegend, in
die Arretierposition mittels des Werkzeuges 8 unter Drehung des Kopplungselements
5, nämlich bis zum Anschlag des Werkzeuges 8 am linken äußeren Rand der Öffnung 6.1
der Aufnahme 60.1, d. h. bis zum Führen der Bohrung 11 des Kopplungselements 5 bis
zum linken äußeren Rand der Öffnung 6.1 der Aufnahme 60.1 überführt. Bei der Überführung
des Kopplungselementes 5 aus der Freigabestellung in die Arretierposition kommt es
aufgrund der abgeflachten Seiten am oberen Teil des Kopplungselementes 5 in der Aufnahme
60.1 bereits zu einer Sicherung zwischen dem Kopplungselement 5 und der Aufnahme 60.1,
d. h. einer Sicherung des Türelementes 3 an dem hier als Türanlage 4 dargestellten
Oberlicht 400. Nachdem das Kopplungselement 5 in die Arretierposition überführt wurde,
kann das Werkzeug 8 aus der Bohrung 11 des Kopplungselementes 5 herausgenommen werden,
um dann damit das Sicherungselement 9, welches im Bereich der Aufnahme 60.1 an dem
Verbindungselement 90.1 der Gegenbeschlagvorrichtung 2 ausgestaltet ist, gegen eine
der abgeflachten Seiten des Kopplungselementes 5 zu verschrauben. Dadurch kann das
Türelement 3 zuverlässig an dem hier als Türanlage 4 ausgestalteten Oberlicht 400
gesichert werden.
[0028] Der Vollständigkeit halber sei vorliegend noch erwähnt, dass die Gegenbeschlagvorrichtung
2 spiegelsymmetrisch zu der Beschlagvorrichtung 1 ausgestaltet ist. Das bedeutet,
dass auch die Gegenbeschlagvorrichtung 2 zwei Beschlagelemente 40.1 und 50.1 umfasst,
die einen Einspannbereich 70.1 für das als Türanlage 4 ausgestaltete Oberlicht 400
bilden, das vorliegend eine Glasscheibe bzw. ein Glasfenster ist. Auch die Aufnahme
60.1 der Gegenbeschlagvorrichtung 2 ist wie bei der Beschlagvorrichtung 1 in einem
Verbindungselement 90.1 ausgestaltet, welches mit einem Halteelement 80.1 wirkverbunden
ist, das zwischen den Beschlagelementen 40.1 und 50.1 und parallel in Längserstreckung
der Beschlagelemente 40.1 und 50.1 in einem als Ausnehmung ausgestalteten Freiraum
130 führbar ist.
[0029] Die Linie AA in der Figur liegt koaxial zu der Drehachse des Türelements 3. Infolgedessen
ist die Anordnung des Kopplungselementes 5 in der Aufnahme 60 und der Aufnahme 60.1
in der Kopplungsposition, d. h. bei Verbindung der Beschlagvorrichtung 1 mit der Gegenbeschlagvorrichtung
2 koaxial auf der Drehachse des Türelements 3 liegend.
Bezugszeichenliste
[0030]
- 1
- Beschlagvorrichtung
- 2
- Gegenbeschlagvorrichtung
- 3
- Türelement
- 4
- Türanlage
- 5
- Kopplungselement
- 6
- seitliche Öffnung in 60
- 6.1
- seitliche Öffnung in 60.1
- 8
- Werkzeug
- 9
- Sicherungselement
- 10
- System
- 11
- Bohrung
- 13
- Freiraum/Ausnehmung
- 40
- erstes Beschlagelement
- 40.1
- erstes Beschlagelement
- 50
- zweites Beschlagelement
- 50.1
- zweites Beschlagelement
- 60
- Aufnahme zu 90 in 1
- 60.1
- Aufnahme zu 90.1 in 2
- 70
- Einspannbereich
- 70.1
- Einspannbereich
- 80
- Halteelement
- 80.1
- Halteelement
- 90
- Verbindungselement
- 90.1
- Verbindungselement
- 100
- Hülse
- 130
- Freiraum/Ausnehmung
- 400
- Oberlicht
1. System (10) mit einer Beschlagvorrichtung (1) und einer Gegenbeschlagvorrichtung (2)
zur Anordnung eines Türelements (3) an einer Türanlage (4), wobei die Beschlagvorrichtung
(1) mit der Gegenbeschlagvorrichtung (2) über ein Kopplungselement (5), das zumindest
an der Beschlagvorrichtung (1) oder der Gegenbeschlagvorrichtung (2) bewegbar angeordnet
ist, verbindbar ist, wobei bei Verbindung der Beschlagvorrichtung (1) mit der Gegenbeschlagvorrichtung
(2) eine erste Montagestellung des Türelementes (3) erreicht ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Beschlagvorrichtung (1) und die Gegenbeschlagvorrichtung (2) derart ausgebildet
sind, dass das Türelement (3) aus der ersten Montagestellung in eine zweite Montagestellung
bringbar ist, indem das Kopplungselement (5) aus einer Freigabestellung in eine Arretierposition
überführbar ist, wodurch das Türelement (3) an der Türanlage (4) gesichert ist.
2. System (10) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kopplungselement (5) relativ zu der Beschlagvorrichtung (1) oder der Gegenbeschlagvorrichtung
(2) drehbar angeordnet ist.
3. System (10) nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kopplungselement (5) drehfest mit der Beschlagvorrichtung (1) oder der Gegenbeschlagvorrichtung
(2) verbindbar ist.
4. System (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kopplungselement (5) in jeweils einer in der Beschlagvorrichtung (1) und der
Gegenbeschlagvorrichtung (2) ausgestalteten Aufnahme (60, 60.1) anordenbar ist.
5. System (10) nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kopplungselement (5) zumindest in einer der Aufnahme (60) oder (60.1) drehbar
gelagert ist.
6. System (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kopplungselement (5) der Geometrie der Aufnahme (60, 60.1) angepasst ausgestaltet
ist.
7. System (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kopplungselement (5) in der Arretierposition kraft- und/oder formschlüssig mit
der Aufnahme (60, 60.1) verbunden ist.
8. System (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass im Bereich der Aufnahme (60, 60.1) ein Sicherungselement (9) zur Sicherung des Kopplungselementes
(5) in der Arretierposition angeordnet ist.
9. System (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Beschlagvorrichtung (1) oder die Gegenbeschlagvorrichtung (2) am Türelement (3)
angeordnet ist.
10. System (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Kopplungselement (5) mit einem über eine Öffnung (6, 6.1) in der Aufnahme (60,
60.1) einführbaren Werkzeug (8) aus der Freigabestellung in die Arretierposition überführbar
ist.
11. System (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Beschlagvorrichtung (1) und/oder die Gegenbeschlagvorrichtung (2) jeweils ein
erstes Beschlagelement (40, 40.1) und ein zweites Beschlagelement (50, 50.1) aufweisen,
welche jeweils zumindest bereichsweise einen Anlageabschnitt für die Anlage an das
Türelement (3) aufweisen und unter Einspannen des Türelements (3) miteinander verbindbar
sind, dass zwischen beiden Beschlag-elementen (40.1, 50.1) oder zwischen beiden Beschlagelementen
(40, 50) ein Einspannbereich (70, 70.1) sich bildet, in den das Türelement (3) oder
ein an das Türelement angrenzendes Glas-element (4, 400) einsetzbar ist, und die Beschlagelemente
(40.1, 50.1) und die Beschlagelemente (40, 50) derart ausgebildet sind, dass zwischen
beiden Beschlagelementen (40.1, 50.1) und zwischen beiden Beschlagelementen (40, 50)
ein Halteelement (80, 80.1) angeordnet ist, das relativ zu den Beschlagelementen (40.1,
50.1) oder zu den Beschlagelementen (40, 50) verschiebbar ist, und das Halteelement
(80, 80.1) in Wirkverbindung mit einem Verbindungselement (90, 90.1) mit der Aufnahme
(60, 60.1) steht, die zur gemeinsamen Aufnahme des Kopplungselementes (5) dienen,
wobei ein Befestigungsmechanismus zumindest am Halteelement (80, 80.1) sowie zumindest
am Verbindungselement (90, 90.1) integriert ist, der zwischen einem gelösten Zustand
und einem Fixierungszustand überführbar ist, wobei im gelösten Zustand das Halteelement
(80, 80.1) an den Beschlagelementen (40.1, 50.1) oder an den Beschlagelementen (40,
50) verschiebbar ist und im Fixierungszustand kraft- oder/und formschlüssig an zumindest
einem Beschlagelement (40.1, 50.1) oder an zumindest einem Beschlag-element (40, 50)
befestigt ist.
12. System nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Halteelement (80, 80.1) entlang der Längserstreckung der Beschlagelemente (40.1,
50.1) oder der Beschlagelemente (40, 50) in einem Freiraum (13, 130) bewegbar ist,
wobei insbesondere der Freiraum (13, 130) eine Ausnehmung in mindestens einem Beschlagelement
(40.1, 50.1, 40, 50) aufweist und in der Ausnehmung das Halteelement (80, 80.1) beweglich
gelagert ist.
13. Verfahren zur Montage eines Türelementes (3) an eine Türanlage (4) mit einem System
(10), insbesondere mit einem System (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, umfassend
eine Beschlagvorrichtung (1) und eine Gegenbeschlagvorrichtung (2), wobei
- in einem ersten Schritt über ein Kopplungselement (5), das zumindest an der Beschlagvorrichtung
(1) oder der Gegenbeschlagvorrichtung (2) bewegbar angeordnet ist, die Beschlagvorrichtung
(1) mit der Gegenbeschlagvorrichtung (2) verbunden wird und eine erste Montagestellung
des Türelementes (3) an der Türanlage (4) erreicht wird,
- in einem zweiten Schritt das Türelement (3) aus der ersten Montagestellung in eine
zweite Montagestellung gebracht wird, indem das Kopplungselement (5) aus einer Freigabestellung
in eine Arretierstellung überführt wird, wodurch das Türelement (3) an der Türanlage
(4) gesichert wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Sicherung der Arretierstellung des Kopplungselementes (5) ein Sicherungselement
(9) kraft- und/oder formschlüssig mit dem Kopplungselement (5) verbunden wird.
15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Werkzeug (8), mit dem das Kopplungselement (5) aus der Freigabestellung in die
Arretierstellung überführt wird, zur Herstellung der kraft- und/oder formschlüssigen
Verbindung zwischen dem Sicherungselement (9) und dem Kopplungselement (5) verwendet
wird.