[0001] Die Erfindung betrifft eine Blendenanordnung, mit der ein funktionswesentliches Bauteil,
insbesondere einen Beschlag, zumindest teilweise umfassbar ist, mit mindestens zwei
Blendenkörpern, die jeweils das Bauteil an einer Seite bedecken.
[0002] Aus dem Stand der Technik sind Blendenanordnungen bekannt, die insbesondere funktionswesentliche
Bauteile, wie Beschläge oder Eckbeschläge von Türen und/oder feststehenden Wänden,
insbesondere von Glastüren und/oder Glaswänden, betreffen. Bestehende Blendenanordnungen
sind bezogen auf ihren Herstellungsaufwand nachteilig, wobei die Montagefreundlichkeit
weiterhin zu verbessern ist. Zudem hat es sich gezeigt, dass Umwelteinflüsse das funktionswesentliche
Bauteil in seiner Funktion beeinflussen können, so dass die Blendenanordnung in ihrer
Gesamtheit zu modifizieren ist.
[0003] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die vorstehend beschriebenen Nachteile
zumindest teilweise zu beheben. Insbesondere ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
in kostengünstiger und einfacher Weise eine Blendenanordnung zu verbessern.
[0004] Die voranstehende Aufgabe wird gelöst durch eine Blendenanordnung mit sämtlichen
Merkmalen des Anspruches 1. Die voranstehende Aufgabe wird ebenfalls durch eine Beschlagsanordnung
gemäß dem Anspruch 18 gelöst. Weitere Merkmale und Details der Erfindung ergeben sich
aus den Unteransprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen. Dabei gelten Merkmale
und Details, die im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Blendenanordnung beschrieben
sind, selbstverständlich auch im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Beschlagsanordnung
und umgekehrt, so dass bezüglich der Offenbarung zu den einzelnen Erfindungsaspekten
stets wechselseitig Bezug genommen wird, bzw. werden kann.
[0005] Erfindungsgemäß ist eine Blendenanordnung, mit der ein funktionswesentliches Bauteil,
insbesondere einen Beschlag, zumindest teilweise umfassbar ist, vorgesehen, mit mindestens
zwei Blendenkörper, die jeweils das Bauteil an einer Seite bedecken, mit einem ersten
Blendenkörper und einem zweiten Blendenkörper, wobei der erste Blendenkörper mit mindestens
einem Schutzelement ausgeführt ist, das vorsprungartig in Richtung des zweiten Blendenkörpers
sich erstreckt, wodurch zusätzlich das Bauteil teilweise seitlich bedeckbar ist. Das
erfindungsgemäße Schutzelement, das am Blendenkörper vorgesehen ist, bewirkt einen
wirksamen Schutz für das innenliegende Bauteil. Somit kann das funktionswesentliche
Bauteil an dieser Stelle vor Umwelteinflüssen wie Feuchtigkeit, Strahlung, Sonne,
Staub, etc. geschützt werden.
[0006] Erfindungsgemäß kann vorgesehen sein, dass beide Blendenkörper eine asymmetrische
Baugruppe bilden, wobei die Asymmetrie mindestens durch das Schutzelement gebildet
ist. Beispielsweise ist es denkbar, dass sämtliche Elemente beider Blendenkörper identisch
in Bezug auf die Geometrie sind, wobei der einzige Unterschied in der Baugruppe des
Schutzelementes liegt, welches am ersten Blendenkörper angeordnet ist. Die Asymmetrie
bewirkt geometrisch, dass eine zusätzliche Fläche des funktionswesentlichen Bauteils
von außen bedeckt wird, insbesondere geschützt wird.
[0007] Insbesondere kann nur an dem ersten Blendenkörper ein Schutzelement vorgesehen sein.
[0008] Vorteilhafterweise kann der erste Blendenkörper eine erste Blende aufweisen, an der
ein erstes Trägerelement angeordnet ist, und der zweite Blendenkörper eine zweite
Blende aufweist, an der ein zweites Trägerelement angeordnet ist. Das erste und/oder
zweite Trägerelement kann sich zwischen der Blende und dem funktionswesentlichen Bauteil
befinden. Die erste und/oder zweite Blende kann somit einen Abstand, der durch das
Trägerelement definiert wird, zum funktionswesentlichen Bauteil aufweisen. Da die
Blende und das Trägerelement vorteilhafterweise zwei Bauteile sind, kann bezogen auf
die Blende Material eingespart werden, insbesondere ist es ein Vorteil, wenn die Blende
aus einem Glas oder Metall besteht. Vorteilhafterweise ist das Trägerelement aus einem
Kunststoffmaterial ausgeführt, insbesondere ist das Trägerelement ein Spritzgussteil
aus Kunststoff. Die Blende kann beispielsweise eine Vorderseite des jeweiligen Blendenkörpers
bilden. Hierzu kann die Blende eine Frontseite aufweisen.
[0009] Weiterhin erfindungswesentlich sein kann, wenn das Schutzelement mit dem zweiten
Blendenkörper, insbesondere mit dem zweiten Trägerelement, in Wirkverbindung steht.
Hierdurch wird eine zuverlässige Befestigungswirkung zwischen beiden Blendekörpern
am funktionswesentlichen Bauteil hergestellt. Das Schutzelement kann zum Beispiel
den zweiten Blendenkörper, insbesondere das zweite Trägerelement, an definierten Stellen
kontaktieren oder vollflächig mit diesem in Verbindung stehen.
[0010] Es kann von Vorteil sein, wenn beide Blendenkörper, insbesondere beide Trägerelemente,
beabstandet zueinander am Bauteil anordbar sind, wobei insbesondere das Schutzelement
das erste Trägerelement mit dem zweiten Trägerelement verbindet. Somit können insbesondere
die Blendenkörper überall mit Ausnahme des Bereichs, in dem das Schutzelement den
zweiten Blendenkörper kontaktiert, beanstandet sein.
[0011] Zudem schließt eine erfindungsgemäße Blendenanordnung mit ein, dass der erste und/oder
der zweite Blendenkörper, insbesondere das erste und/oder das zweite Trägerelement,
mit einer Kavität ausgebildet ist, in die zumindest teilweise das funktionswesentliche
Bauteil aufnehmbar ist. Die Kavität dient als Aufnahme, um das funktionswesentliche
Bauteil in den ersten und/oder den zweiten Blendenkörper zuverlässig mit aufzunehmen.
Der erste und/oder der zweite Blendenkörper können eine Wandung aufweisen, wobei insbesondere
die Kavität durch die Wandung seitlich begrenzt ist. Die Wandung bezogen auf beide
Blendenkörper hat die Funktion eines Gehäuses, das umfangseitig das funktionswesentliche
Bauteil zumindest teilweise schützt. Die Wandung kann von außen sichtbar sein.
[0012] Die Vorderseite des Blendenkörpers kann sich an die Wandung mittelbar oder unmittelbar
anschließen. Von der Erfindung sind alle Ausführungsformen umschlossen, bei der die
Vorderseite und die Wandung einstückig und/oder materialeinheitlich, insbesondere
monolithisch ausgebildet sind. So können der erste und/oder der zweite Blendenkörper
jeweils einstückig und/oder materialeinheitlich, insbesondere monolithisch, ausgebildet
sein. Ebenso sind die Ausführungsformen erfindungsgemäß umschlossen, bei denen die
Vorderseite und/oder die Wandung oberflächenbehandelt, z. B. lackiert oder laminiert,
ist.
[0013] Im Falle eines Trägerelements kann die Kavität durch eine Wandung, insbesondere umlaufende
Wandung, und durch einen Boden des Trägerelementes begrenzt sein.
[0014] Zudem kann es vorteilhaft sein, wenn zumindest an einer Seite der Wandung, insbesondere
des Trägerelements, die Wandung einen zumindest teilweisen schrägen Verlauf zur Vorderseite
aufweist, insbesondere dass die schräge Seite der Wandung des ersten Blendenkörpers,
insbesondere des ersten Trägerelementes, das Schutzelement aufweist. Der schräge Verlauf
dient als Kollisionsschutz, insbesondere wenn die Blendenanordnung an einem beweglichen
Teil, insbesondere an einer Tür angeordnet ist. Der schräge Verlauf der Wandung begünstigt,
dass es zu keiner Kollision mit anliegenden Gegenständen, die an der Blendenanordnung
vorliegen, kommt.
[0015] Zudem kann es vorteilhaft sein, wenn die erfindungsgemäße Blendenanordnung derart
ausgeführt ist, dass die Wandung des ersten Blendenkörpers, insbesondere das erste
Trägerelement, mehrere Seiten aufweist, die durch die Wandung gebildet sind, wobei
eine Seite als Schutzseite ausgebildet ist, die das Schutzelement aufweist. Selbstverständlich
können auch weitere Seiten mit einem zusätzlichen Schutzelement ausgeführt sein. Vorteilhafterweise
bildet die Wandung des ersten Blendenkörpers, insbesondere des ersten Trägerelements,
mit dem Schutzelement ein gemeinsames Bauteil, insbesondere können beide Bauteile,die
Wandung, insbesondere das Trägerelement, und das Schutzelement, materialeinheitlich
und/oder einstückig, insbesondere monolitisch, ausgeführt sein. Hierdurch können die
Herstellungskosten wesentlich reduziert werden.
[0016] Zudem umfasst eine erfindungsgemäße Blendenanordnung, dass die Wandstärke der Wandung
des ersten Blendenkörpers, insbesondere des ersten Trägerelementes, die das Schutzelement
aufweist, größer ist als die der Wandung des zweiten Blendenkörpers, insbesondere
des zweiten Trägerelementes, unterhalb dieser das Schutzelement sich befindet. Die
vergrößerte Wandstärke ist vorteilhafterweise nur sektional in der Nähe des Schutzelementes
der Wandung ersten Blendenkörpers, insbesondere des ersten Trägerelementes, vorzufinden.
Vorzugsweise weisen die übrigen Bereiche der Wandung des ersten Blendenkörpers, insbesondere
des ersten Trägerelementes, eine Wandstärke auf, die der Wandstärke der Wandung des
zweiten Blendenkörpers, insbesondere des zweiten Trägerelementes, im Wesentlichen
entsprechen. Ein Vorteil der vergrößerten Wandstärke ist, dass die mechanischen Eigenschaften
des Schutzelementes verbessert werden können, insbesondere kann die Befestigungswirkung
erhöht werden, wenn das Schutzelement den zweiten Blendenkörper, insbesondere das
zweite Trägerelement, kontaktiert.
[0017] Ebenfalls kann eine erfindungsgemäße Blendenanordnung dadurch ausgeführt sein, dass
das Schutzelement unterhalb der Wandung des zweiten Blendenkörpers, insbesondere des
zweiten Trägerelementes, liegt, wodurch insbesondere die Blendenanordnung für unterschiedliche
Geometrien und/oder Größen und/oder Abmaße von funktionswesentlichen Bauteilen einsetzbar
ist und stets eine zuverlässige seitliche Bedeckung über das Schutzelementes erzielbar
ist.
[0018] Zudem ist es erfindungsgemäß denkbar, dass das freie Ende des Schutzelementes beabstandet
zum Bauteil positionierbar ist. Besonders vorteilhaft ist, dass unterschiedliche Geometriegrößen
des funktionswesentlichen Bauteils von den Blendekörpern aufgenommen werden können,
wobei das Schutzelement eine entsprechende Größe aufweist, bezogen auf seine Länge
und/oder Breite etc., um eine zufriedenstellende Abdeckung für das funktionswesentliche
Bauteil zu erreichen. Bei einigen Geometriegrößen des funktionswesentlichen Bauteils
kann der Fall eintreten, dass das freie Ende des Schutzelementes das funktionswesentliche
Bauteil kontaktiert oder nicht.
[0019] Um unterschiedliche Größen bezogen auf das funktionswesentliche Bauteil zu berücksichtigen,
ist es vorteilhaft, wenn die Wandung des zweiten Blendenkörpers, insbesondere des
zweiten Trägerelementes, eine Länge LR aufweist, die sich in Richtung des ersten Blendenkörpers,
insbesondere des ersten Trägerelementes, erstreckt, wobei die Länge LS des Schutzelementes
ungefähr 30% LR ≤ LS ≤ 200% LR beträgt, vorzugsweise die Länge LS des Schutzelementes
ungefähr 100% LR ≤ LS ≤ 150% LR beträgt.
[0020] Ebenfalls sieht die Erfindung vor, dass das Schutzelement eine Breitenerstreckung
B aufweist, die senkrecht zur Längenerstreckung L orientiert ist, wobei die Breitenerstreckung
B 40% BS ≤ BS ≤ 80% BS beträgt, wobei BS die Längserstreckung der Schutzseite ist.
Auch dieses Merkmal orientiert sich an den unterschiedlichen geometrischen Größen
an funktionswesentlichen Bauteilen, die über standardisierte Blendenkörper verdeckt
werden können.
[0021] Erfindungsgemäß berücksichtigt eine Blendenanordnung, dass das Schutzelement elastisch
ist. Die Elastizität des Schutzelementes, welches insbesondere vorteilhafterweise
aus Kunststoff ausgeführt ist, begünstigt den Montage- und/oder Demontagevorgang.
[0022] Zudem kann vorteilhaft sein, dass das Schutzelement einen gekrümmten Verlauf aufweist,
insbesondere dass der Verlauf des Schutzelementes zum Bauteil hin gekrümmt ist. Der
gekrümmte Verlauf erhöht zudem die Befestigungswirkung der Blendenkörper am funktionswesentlichen
Bauteil.
[0023] Zudem kann es erfindungsgemäß von Vorteil sein, wenn die Wandung des zweiten Blendenkörpers,
insbesondere des zweiten Trägerelementes, die benachbart zur Schutzseite des ersten
Blendenkörpers, insbesondere des ersten Trägerelementes, liegt, ungefähr einen Verlauf
aufweist, der dem Verlauf des Schutzelementes angepasst ist. Hierdurch wird erzielt,
dass das Schutzelement in einer möglichen Ausführungsform gleichmäßig an der Wandung
des zweiten Blendenkörpers, insbesondere des zweiten Trägerelements, anliegt, bzw.
diesen kontaktiert, wodurch unnötige Spannungsspitzen, die bei der Montage auftreten
können, verringert werden können.
[0024] Um eine erhöhte Schutzwirkung für das funktionswesentliche Bauteil zu erzielen, kann
das Trägerelement rahmenartig ausgebildet sein. Zudem bietet die Erfindung auch die
Möglichkeit, dass der Verlauf des Trägerelementes zumindest an einer Seite unterbrochen
ist. Falls Funktionsteile im funktionswesentlichen Bauteil vorhanden sind, die zumindest
teilweise aus der Blendenanordnung herausragen, wird durch den unterbrochenen Verlauf
des Trägerelementes eine Öffnung für diese Funktionselemente geschaffen.
[0025] Ebenfalls wird eine Beschlagsanordnung mit einer erfindungsgemäßen Blendenanordnung
und mit einem funktionswesentlichen Bauteil, insbesondere einem Beschlag, unter Schutz
gestellt. Hierbei umfasst die Blendenanordnung das funktionswesentliche Bauteil zumindest
teilweise und durch das Schutzelement erfolgt eine zusätzliche zumindest teilweise
seitliche Bedeckung des Bauteils.
[0026] Zudem kann die Erfindung vorsehen, dass das Bauteil zumindest zwei Beschlagelemente
aufweist, zwischen denen ein Wandelement oder Türelement einspannbar ist. Das Wandelement
oder das Türelement können zum Beispiel aus Glas ausgebildet sein. So kann das Bauteil
zur Halterung des Wand- oder Türelements aus Glas dienen. Hierbei kann beispielsweise
das Bauteil zumindest zwei benachbarte Wand- oder Türelemente aus Glas miteinander
verbinden und/oder das Bauteil weist eine Drehachse und/oder einen Riegel zur Verbindung
mit der Umgebung auf. Alternative Materialien, insbesondere nicht durchsichtige Materialien
sind ebenfalls denkbar.
[0027] Bei der erfindungsgemäßen Beschlagsanordnung können die Blendenkörper beabstandet
zueinander am Bauteil angeordnet sein. Zusätzlich oder alternativ kann das freie Ende
des Schutzelements beabstandet zum Bauteil positioniert sein.
[0028] Die Blendenanordnung kann für unterschiedliche Abstände der Beschlagelemente eingesetzt
werden und/oder in die Beschlagsanordnung kann der Abstand der Beschlagelemente variabel
sein. Hierbei kann insbesondere das Ausmaß, mit welchen das Schutzelement unterhalb
der Wandung des zweiten Blendenkörpers, insbesondere des zweiten Trägerelements liegt,
je nach Abstand der Beschlagelemente variieren. Hierdurch kann die Blendenanordnung
bei unterschiedlich dicken Glasstärken des Wand- oder Türelements eingesetzt werden,
wobei das Schutzelement in einem unterschiedlichen Ausmaß unter dem zweiten Blendenkörper
zu liegen kommt. Insbesondere müssen die Beschlagelemente und/oder die Blendenkörper
im Übrigen nicht an die Glasstärke angepasst sein.
[0029] Insbesondere ist die Blendenanordnung und/oder die Beschlagsanordnung bei einer Wandstärke
WS, insbesondere Glasstärke, des Wand- oder Türelementes einsetzbar mit 8 mm ≤ Was
≤ 16 mm, bevorzugt mit 8 mm ≤ WS ≤ 20 mm, besonders bevorzugt mit 8 mm ≤ WS ≤ 22 mm.
[0030] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnungen mehrere Ausführungsbeispiele
der Erfindung im Einzelnen beschrieben sind. Dabei können die in den Ansprüchen und
in der Beschreibung erwähnten Merkmale jeweils einzeln für sich oder in beliebiger
Kombination erfindungswesentlich sein. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematisch dargestellte erfindungsgemäße Blendenanordnung und erfindungsgemäße
Beschlagsanordnung mit mehreren aneinander angeordneten Blendenkörpern,
- Figur 2
- eine erfindungsgemäße Blendenanordnung mit einem Wandoder Türelement und daran angeordneten
Blendenkörpern einer erfindungsgemäßen Blendenanordnung in einer Explosionsdarstellung,
- Figur 3
- eine schematische Ansicht eines Blendekörpers, in dem ein funktionswesentliches Bauteil
angeordnet ist gemäß der Erfindung,
- Figur 4
- ein nicht erfindungsgemäßer Blendenkörper mit einer Blende und einem Trägerelement
- Figur 5
- der Blendenkörper gemäß Figur 4 in einer weiteren Ansicht,
- Figur 6
- ein Ausführungsbeispiel eines Trägerelementes gemäß der Erfindung, das in einen Blendenkörper
der Figuren 1 - 3 einsetzbar ist,
- Figur 7
- das Trägerelement gemäß Figur 6 in einer weitere Darstellung,
- Figur 8
- ein weiteres Ausführungsbeispiel mit einem funktionswesentlichen Bauteil, an dem ein
erfindungsgemäßes zweites Trägerelement befestigbar ist,
- Figur 9
- ein nicht erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel einer Blendenanordnung mit zwei Blendenkörpern
und einem funktionswesentlichen Bauteil, das durch die Blendenkörper umfasst ist,
- Figur 10
- ein erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel eines ersten und zweiten Trägerelementes,
- Figur 11
- ein weiteres erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel eines ersten Trägerelementes,
- Figur 12
- Verfahrensschritte zur stoffschlüssigen Befestigung eines Verbindungselementes an
einer Blende, insbesondere an einem Plattenelement,
- Figur 13
- eine weitere erfindungsgemäße Darstellung einer Blendenanordnung und einer erfindungsgemäßen
Beschlagsanordnung mit zwei Blendenkörpern, die ein funktionswesentliches Bauteil
umschließen und
- Figur 14
- eine schematische Verfahrensdarstellung zur Herstellung eines erfindungsgemäßen Blendenkörpers.
[0031] Elemente und Merkmale mit gleicher Funktion und Wirkungsweise sind in den Figuren
1 bis 13 jeweils mit demselben Bezugszeichen versehen. Hierbei können in den nicht
erfindungsgemäßen Ausführungsbeispielen der Figuren 4, 5 und 9 der Aufbau der Blendenanordnung
oder eines Blendenkörpers mit Ausnahme des fehlenden Schutzelements erfindungswesentlich
sein.
[0032] Figur 1 zeigt eine Draufsicht auf eine mögliche erfindungsgemäße Blendenanordnung
und eine mögliche erfindungsgemäße Beschlagsanordnung mit einem ersten Blendenkörper
10a'. Ferner wird eine Draufsicht auf eine weitere Blendenanordnung mit einem weiteren
ersten Blendenkörper 10a dargestellt, die ohne das erfindungsgemäße Schutzelement
30 ausgebildet ist. Die Blendenkörper 10a, 10a' sind aneinander angeordnet, wobei
die Blendenkörper 10a, 10a' jeweils der benachbarten Kontur angepasst sind. Hierbei
ist ein erster Blendenkörper 10a an einem ersten funktionswesentlichen Bauteil 1a,
welches explizit nicht dargestellt ist, angeordnet. Dieses erste Bauteil 1a wird durch
den ersten Blendenkörper 10a zumindest teilweise bedeckt, worauf im Folgenden noch
eingegangen wird. Ebenfalls ist der erfindungsgemäße erste Blendenkörper 10a' an einen
weiteren zweiten funktionswesentlichen Bauteil 1 b angeordnet, welches explizit ebenfalls
nicht aus Figur 1 ersichtlich ist. Das zweite Bauteil 1b ist durch den erfindungsgemäße
ersten Blendenkörper 10a' teilweise bedeckt. Die ersten Blendenkörper 10a, 10a' weisen
mehrere Eckbereiche 11, 12 auf, wobei die Eckbereiche 12 des ersten Blendenkörpers
10a, die dem zweiten Bauteil 1 b zugewandt sind, als eckige Eckbereiche 12 ausgebildet
sind. Die Eckbereiche 11 des ersten Blendenkörpers 10a, die dem zweiten Bauteil 1b
abgewandt sind, sind als abgerundete Eckbereiche 11 ausgebildet, welches auch in Figur
4, Figur 5 und Figur 9 gezeigt ist. Der erfindungsgemäße erste Blendenkörper 10a'
ist an einem beweglichen Türelement 5 angeordnet. Der erste Blendenkörper 10a ist
an feststehenden Wandelementen 4 befestigt. Die funktionswesentlichen Bauteile 1 a,
1 b, die jeweils durch die Blendenkörper 10a, 10a' bedeckt werden, können unterschiedliche
technische Funktionen aufweisen. Beispielsweise ist es denkbar, dass eine Drehachse
in einem der funktionswesentliche Bauteile 1a, 1 b angeordnet ist oder ein Bolzen,
der für eine Verriegelung sorgen kann, etc.. Gemäß Figur 1 ist der Blendenkörper 10a
winklig, insbesondere L-förmig ausgestattet.
[0033] Gemäß sämtlicher Ausführungsbeispiele ist der erste und der zweite Blendenkörper
10 (10a, 10b) für ein funktionswesentliches Bauteil 1, insbesondere für einen Beschlag
1 oder einen Eckbeschlag ausgelegt, wobei der Blendenkörper 10 zumindest eine Blende
20 (20a, 20b) sowie ein Trägerelement 40 (40a, 40b) aufweist, welches sich auf sämtliche
Ausführungsbeispiele bezieht. Gemäß der Figuren 3, 4 weist die Blende 20 ein Plattenelement
23 auf, mit einer Frontseite 21 und einer Rückseite 22. Das Plattenelement 23 ist
an einem Trägerelement 40 befestigbar. In der Rückansicht gemäß Figur 5 und in Figur
2 ist verdeutlicht, dass das Trägerelement 40 eine Kavität 42 aufweist, in der Befestigungsmittel
41 angeordnet sind, die dazu dienen das Trägerelement 40 an funktionswesentliches
Bauteil 1 zu befestigen, welches beispielsweise in Figur 3, Figur 8 oder Figur 13
gezeigt ist.
[0034] Das Trägerelement 40 weist eine Wandung 43 auf, die teilweise umlaufend ausgestaltet
ist und rahmenartig ist. Zudem ist das Trägerelement 40 mit einem Boden 44 ausgeführt,
der als Anlagefläche für die Blende 20, insbesondere das Plattenelement 23 dient und
für das funktionswesentliche Bauteil 1.
[0035] Das Trägerelement weist diverse Wandungsseiten 45 auf, wobei in den Ausführungsbeispielen
nur zwei gegenüberliegende Wandungsseiten 45 die Befestigungsmittel 41 aufweisen.
Der Boden 44 weist eine Innenseite 47 auf, die dem funktionswesentlichen Bauteil 1
zugewandt ist. Des Weiteren weist der Boden 44 eine Außenseite 48 auf, die der Blende
20, insbesondere dem Plattenelement 23 zugeordnet bzw. zugewandt ist. Das Plattenelement
23, insbesondere die Blende 20 wird und/oder ist form- und/oder kraftschlüssig mit
dem Trägerelement 40 befestigt, welches für sämtliche Ausführungsbeispiele gilt, wobei
eine Ausnahme in Figur 11 gezeigt ist, bei der die Außenseite 48 des Trägerelementes
40 eine Vertiefung 49 aufweist, in die ein Verbindungselement 60, insbesondere ein
Klebemedium 50 einbringbar ist, so dass bei einer Kontaktierung der Blende 20, insbesondere
des Plattenelementes 23 mit der Außenseite 48 des Trägerelementes 40 eine zuverlässige
stoffschlüssige Verbindung herstellbar ist. Es ist ebenfalls denkbar, dass gemäß Figur
11 zusätzlich eine kraft- und/oder formschlüssige Verbindung zwischen dem Trägerelement
40 und der Blende 20, insbesondere dem Plattenelement 23 erfolgt.
[0036] In Figur 2, Figur 3, Figur 5 sind Verbindungselemente 60 gezeigt, die an der Blende
20, insbesondere am Plattenelement 23 angeordnet sind, um eine kraft- und/oder formschlüssige
Verbindung mit dem Trägerelement 40 einzugehen. Die Verbindungselemente 60 können
beispielsweise über ein Schweißverfahren an die Blende 20, insbesondere an das Plattenelement
23 angebracht werden, welches in Figur 12 und Figur 14 schematisch gezeigt ist, worauf
im Folgenden noch eingegangen wird.
[0037] Der Blendenkörper 10 weist am Trägerelement 40 Gegenrastelemente 63 auf, die als
elastische Flügelelemente ausgebildet sind. Figur 10 zeigt exemplarisch für sämtliche
Ausführungsbeispiele, dass das Gegenrastelement 63 zudem eine Öffnung 68 mitumfasst,
in die das Rastelement 61 eingreift. Vorteilhafterweise weist das Rastelement 61 ein
Gewinde auf, welches aus einer Vielzahl an Vertiefungen ausgeführt ist, wodurch zumindest
ein Formschluss mit den Flügelelementen 67 des Gegenrastelementes 63 erfolgt. Somit
wird eine zuverlässige Befestigungswirkung zwischen dem Plattenelement 23 bzw. der
Blende 20 und dem Trägerelement 40 erzielt.
[0038] Wie aus sämtlichen Darstellungen der Figuren ersichtlich ist, weist das Trägerelement
40 eine oder mehrere Aussparungen 51 auf, die dazu dienen einen Freiraum für Funktionselemente
des funktionswesentlichen Bauteils 1 zu schaffen. Das Ausführungsbeispiel gemäß Figur
2, Figur 7, Figur 8, Figur 6 entspricht im Wesentlichen dem Blendenkörper 10 gemäß
der zuvor beschriebenen Figuren, wobei der Blendenkörper 10 anstelle einer L-Form
eine rechteckförmige Ausgestaltung aufweist. In sämtlichen Ausgestaltungen ist das
Trägerelement 40 rahmenartig ausgeführt, wobei zumindest eine Stelle bzw. ein Bereich
unterbrochen ist. Dies liegt unter anderem daran, dass hierdurch ermöglicht wird,
dass Funktionselemente des funktionswesentlichen Bauteils 1 durch diesen Bereich ragen
können, welches beispielhaft in Figur 13 oder Figur 9 gezeigt ist. In Figur 13 ist
ein Element 1 des funktionswesentlichen Bauteils 1 gezeigt, welches durch den Durchbruch
des Trägerelementes 40 ragt. In Figur 9 ist ein Anschlagelement 6 gezeigt, das vorsprungartig
aus der Blendenanordnung sich erstreckt. Dieser Anschlag 6 kann ein Türanschlag sein,
insbesondere für die Tür 5 gemäß Figur 1.
[0039] Figur 8 zeigt eine Vorrichtung mit einem Blendenkörper, bei dem lediglich das Trägerelement
40 gezeigt ist, wobei das Trägerelement 40 an ein funktionswesentliches Bauteil 1
anbringbar ist. Das funktionswesentliche Bauteil 1 weist eine Vertiefung 8 auf, in
die das Trägerelement 40 mit seinem Boden 44 sich erstreckt. Das bedeutet, dass die
Geometrie der Vertiefung 8 der Geometrie des Bodens entsprechend angepasst ist, so
dass eine kompakte Gesamteinheit im montierten Zustand geschaffen wird.
[0040] In der Figur 2, Figur 3, Figur 6, Figur 7, Figur 10, Figur 11 und Figur 13 ist der
Blendenkörper 10 mit einem Schutzelement 30 ausgeführt, das seitlich das funktionswesentliche
Bauteil 1 bedeckt und schützt. Der erste Blendenkörper 10a weist eine erste Blende
20a auf, an der ein erstes Rahmenelement 40a angeordnet ist. Zudem umfasst ein zweiter
Blendenkörper 10b eine zweite Blende 20b, an der ein zweites Rahmenelement 40b angeordnet
ist. Das erste Rahmenelement 40a weist das Schutzelement 30 auf, das vorsprungartig
in Richtung des zweiten Blendenkörpers 10b, insbesondere des zweiten Rahmenelementes
40b sich erstreckt. Hierbei befindet sich das Schutzelement 30 unterhalb des zweiten
Rahmenelementes 40b. Es bildet sich somit eine asymmetrische Baugruppe bezogen auf
beide Blendenkörper 10a, 10b. Die Trägerelemente 40a, 40b sind beabstandet zueinander
am funktionswesentlichen Bauteil 1 angeordnet. Das Schutzelement 30 verbindet zudem
das erste Trägerelement 40a mit dem zweiten Trägerelement 40b. Besonders in Figur
2 wird deutlich, dass zumindest an einer Seite des Trägerelementes 40 die Wandung
43 einen schrägen Verlauf zum Boden 44 aufweist. Der schräge Verlauf ist dort am Trägerelement
40 zu sehen, wohin das Bezugszeichen 43 des Trägerelementes 40b zeigt. Das Trägerelement
40a, 40 weist mehrere Seiten auf, die durch die Wandung 43 gebildet sind, wobei eine
Seite 52 als Schutzseite 52 ausgebildet ist, die das Schutzelement 30 aufweist. Diese
Seite 52 ist ebenfalls schräg zum Boden 44 ausgebildet.
[0041] In Figur 12 und Figur 14 ist beispielsweise gezeigt, wie eine Blende 20 hergestellt
wird, insbesondere um Verbindungselemente 60 am Plattenelement 23 an der Blende 20
anzuordnen. Zunächst wird das Plattenelement 23 hergestellt, wobei das Plattenelement
23 biegefrei aus einem Metall gemäß des dargestellten Ausführungsbeispiel ausgeführt
wird. In einem Schritt A wird das Verbindungselement 60 durch ein Schweißverfahren
an die Blende 20 angeordnet. Gemäß Schritt a) wird das Verbindungselement und das
Plattelement 23 in einem Schritt c) angeschmolzen, wobei eine Schmelze 64 sich bildet.
Anschließend wird das Verbindungselement 60 in die Schmelze 64 des Plattenelementes
23 geführt, welches in einem Schritt d) erfolgt. Im Schritt c), der in Figur 12b gezeigt,
besteht ein Abstand zwischen dem Verbindungselement 60 und dem Plattenelement 23.
Eine Hubvorrichtung 65 ist erfindungsgemäß vorgesehen, um ein Heranführen des Verbindungselementes
60 zum Plattenelement 23 zu realisieren. Das Verbindungselement 60 weist ein verjüngtes
freies Ende 62 auf, sowie ein Gewinde 61, welches aus einer Vielzahl an Vertiefungen
ausgeführt ist, wodurch das Gewinde 61 somit aus einer Vielzahl an Rastelementen 61
ausgebildet ist, die bei einer Befestigung an das Rahmenelement 40 mit den Gegenrastelementen
63 zusammenwirken und somit eine zuverlässige Rastverbindung bilden. Oberhalb des
freien Endes 62 weist das Verbindungselement 60 ein Kragenelement 66 auf, das als
Positionierungshilfe beim Schritt d) (Figur 12) wirkt. Gemäß den Figuren 14 wird gemäß
Schritt a) durch ein Schweißverfahren das Verbindungselement 60 am ebenen Plattenelement
20 angeordnet. Anschließend erfolgt gemäß Schritt b) eine Befestigung des Trägerelementes
40 an der Blende 20. Figur 14b zeigt, dass während des Schrittes a) der Schritt c)
erfolgt, bei dem sowohl das Verbindungselement 60 als auch das Plattenelement 23 angeschmolzen
werden und sich jeweils eine Schmelze 64 am Plattenelement 23 sowie Verbindungselement
60 entsteht. Im Anschluss wird das Verbindungselement 60 in die Schmelze 64 des Plattenelementes
23 in einem Schritt d) geführt. Gemäß Figur 12c ist gezeigt, dass während des Schrittes
c) bereits Schritt d) durchgeführt werden kann.
[0042] Figur 11 zeigt, dass das Trägerelement 40 Öffnungen 46 aufweisen kann, die jedem
Befestigungsmittel 41 zugeordnet sind. Diese Öffnungen 46 sind das Ergebnis eines
kostengünstigen Spritzgussverfahrens, um effizient die Befestigungsmittel 41 zu schaffen.
Figur 1 bis Figur 3 sowie Figur 13 zeigen, dass durch die Vorrichtung mit zwei Blendenkörpern
10 wirkungsvoll ein Wandelement 4 oder ein Türelement 5 aufgenommen werden kann. Besonders
vorteilhaft hat es sich erwiesen, dass das Verhältnis V aus Materialstärke M der Blende
20 und Tiefe M+T des Blendenkörpers 10 ungefähr 5% ≤ V ≤ 35% beträgt, s. Figur 3.
Die Tiefe T bezeichnet dabei die Tiefe des Trägerelements 40. Hierbei sind in Figur
3 die Blende 20 und das Trägerelement 40 leicht beabstandet dargestellt, um die Verbindungselemente
60 darstellen zu können. In einem montierten Zustand liegt die Blende 20 bündig am
dem Trägerelement 40 an, so dass sich aus der Tiefe M+T die Tiefe des gesamten Blendenkörpers
10 ergibt. Ist die Blende 20 aus einem Metall, wird gemäß der Erfindung folgendes
Verhältnis V vorgeschlagen: 10% ≤ V ≤ 25%, welches besonders vorteilhaft ist. Ist
die Blende 20 aus einem Glas, hat sich das Verhältnis V 15% ≤ V ≤ 35% als besonders
vorteilhaft erwiesen.
[0043] Die Länge des Schutzelementes 30 ist so dimensioniert, dass unterschiedliche Geometrien
an funktionswesentlichen Bauteilen 1 durch den Blendenkörper 10 abgedeckt werden können.
Gemäß Figur 10 weist die Wandung 43 des zweiten Trägerelementes 40b eine Länge LR
auf, die sich in Richtung des ersten Trägerelementes 40a erstreckt. Die Länge LS des
Schutzelementes 30 beträgt vorteilhafterweise 30% LR ≤ LS ≤ 200% LR. Gemäß Figur 6
weist das Schutzelement 30 eine Breitenerstreckung B auf, die senkrecht zur Längserstreckung
L orientiert ist, wobei die Breitenerstreckung B 40% BS ≤ BS ≤ 80% BS beträgt, wobei
BS die Längserstreckung der Schutzseite 52 ist. Hierdurch lässt sich eine zuverlässige
Variabilität beim Blendenkörper 10 erzielen, um unterschiedliche Geometrien von funktionswesentlichen
Bauteilen 1 aufzunehmen.
Bezugszeichenliste
[0044]
- 1
- funktionswesentliches Bauteil, Beschlag
- 1a
- Beschlag
- 1b
- Beschlag
- 2
- Beschlagelement
- 2a
- Beschlagelement
- 2b
- Beschlagelement
- 3
- Befestigungselement
- 4
- Wandelement
- 5
- Türelement
- 6
- Anschlag
- 8
- Vertiefung
- 10
- Blendenkörper
- 10a
- Blendenkörper
- 10a'
- Blendenkörper
- 10b
- Blendenkörper
- 11
- Eckbereich, abgerundet
- 12
- Eckbereich, eckig
- 20
- Blende, Plattenelement
- 20a
- Blende
- 20b
- Blende
- 21
- Frontseite
- 21a
- Frontseite
- 21b
- Frontseite
- 22
- Rückseite
- 22a
- Rückseite
- 22b
- Rückseite
- 23
- Plattenelement
- 30
- Schutzelement
- 40
- Trägerelement
- 40a
- erstes Trägerelement
- 40b
- zweites Trägerelement
- 41
- Befestigungsmittel
- 42
- Kavität
- 43
- umlaufende Wandung
- 44
- Boden
- 45
- Wandungsseite
- 46
- Öffnung
- 47
- Innenseite
- 48
- Außenseite
- 49
- Vertiefung
- 50
- Klebemedium
- 51
- Aussparung
- 52
- Schutzseite
- 53
- Seite
- 60
- Verbindungselement
- 61
- Rastelement, Gewinde, Vertiefung
- 62
- freies Ende, verjüngt
- 63
- Gegenrastelement
- 64
- Schmelze
- 65
- Hubvorrichtung
- 66
- Kragenelement
- 67
- Flügelelement
- 68
- Öffnung
1. Blendenanordnung, mit der ein funktionswesentliches Bauteil (1), insbesondere einen
Beschlag (1), zumindest teilweise umfassbar ist, mit mindestens zwei Blendenkörper
(10a, 10b), die jeweils das Bauteil (1) an einer Seite bedecken, mit
einem ersten Blendenkörper (10a) und einem zweiten Blendenkörper (10b) wobei
der erste Blendenkörper (10a) mit mindestens einem Schutzelement (30) ausgeführt ist,
das vorsprungartig in Richtung des zweiten Blendenkörpers (10b) sich erstreckt, wodurch
zusätzlich das Bauteil (1) teilweise seitlich bedeckbar ist..
2. Blendenanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass beide Blendenkörper (10a, 10b) eine asymmetrische Baugruppe bilden, wobei die Asymmetrie
mindestens durch das Schutzelement (30) gebildet ist.
3. Blendenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Blendenkörper (10a) eine erste Blende (20a) aufweist, an der ein erstes
Trägerelement (40a) angeordnet ist, und der zweite Blendenkörper (10b) eine zweite
Blende (20b) aufweist, an der ein zweites Trägerelement (40b) angeordnet ist.
4. Blendenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Schutzelement (30) mit dem zweiten Blendenkörper (10b), insbesondere mit dem
zweiten Trägerelement (40b), in Wirkverbindung steht.
5. Blendenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass beide Blendenkörper (10a, 10b), insbesondere beide Trägerelemente (40a, 40b), beabstandet
zueinander am Bauteil (1) anordbar sind, wobei insbesondere das Schutzelement (30)
das erste Trägerelement (40a) mit dem zweiten Trägerelement (40b) verbindet.
6. Blendenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste und/oder der zweite Blendenkörper (10a, 10b), insbesondere das erste und/oder
das zweite Trägerelement (40a, 40b), mit einer Kavität (42) ausgebildet ist, in die
zumindest teilweise das funktionswesentliche Bauteil (1) aufnehmbar ist, wobei insbesondere
die Kavität (42) durch eine Wandung (43), insbesondere umlaufende Wandung (43), begrenzt
ist.
7. Blendenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest an einer Seite der Wandung (43), insbesondere des Trägerelementes (40),
die Wandung (43) einen zumindest teilweisen schrägen Verlauf zu einer Vorderseite
des Blendenkörpers (10a, 10b) aufweist, insbesondere dass die schräge Seite der Wandung
(43) des ersten Blendenkörpers (10a) das Schutzelement (30) aufweist.
8. Blendenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Schutzelement (30) unterhalb der Wandung (43) des zweiten Blendenkörpers (10b),
insbesondere des zweiten Trägerelementes (40b), liegt, wodurch insbesondere die Blendenanordnung
für unterschiedliche Geometrien und/oder Größen und/oder Abmaße von funktionswesentlichen
Bauteilen (1) einsetzbar ist und stets eine zuverlässige seitliche Bedeckung über
das Schutzelementes (30) erzielbar ist.
9. Blendenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der ersten Blendenkörper (10a), insbesondere das erste Trägerelement (40a), mehrere
Seiten (52, 53) aufweist, die durch die Wandung (43) gebildet sind, wobei eine Seite
(53) als Schutzseite (52) ausgebildet ist, die das Schutzelement (30) aufweist.
10. Blendenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Wandstärke der Wandung (43) des ersten Blendenkörpers (10a), insbesondere des
ersten Trägerelementes (40a), die das Schutzelement (30) aufweist, größer ist als
die der Wandung (43) des zweiten Blendenkörpers (10b), insbesondere des zweiten Trägerelementes
(40b), unterhalb dieser das Schutzelement (30) sich befindet.
11. Blendenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das freie Ende des Schutzelementes (30) beabstandet zum Bauteil (1) positionierbar
ist.
12. Blendenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Wandung (43) des zweiten Blendenkörpers (10a, insbesondere des zweiten Trägerelementes
(40b), eine Länge LR aufweist, die sich in Richtung des ersten Blendenkörpers (10a),
insbesondere des ersten Trägerelementes (40a), erstreckt, wobei die Länge LS des Schutzelementes
(30) ungefähr 30% LR ≤ LS ≤ 200% LR beträgt, vorzugsweise die Länge LS des Schutzelementes
(30) ungefähr 100% LR ≤ LS ≤ 150% LR beträgt.
13. Blendenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Schutzelement (30) elastisch ist.
14. Blendenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Schutzelement (30) einen gekrümmten Verlauf aufweist, insbesondere dass der Verlauf
des Schutzelementes (30) zum Bauteil (1) hin gekrümmt ist.
15. Blendenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Wandung (43) des zweiten Blendenkörpers (10b), insbesonder des zweiten Trägerelementes
(40b), die benachbart zur Schutzseite (52) des ersten Blendenkörpers (10a), insbesondere
des ersten Trägerelementes (40a), liegt, ungefähr einen Verlauf aufweist, der dem
Verlauf des Schutzelementes (30) angepasst ist.
16. Blendenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Schutzelement (30) eine Breitenerstreckung B aufweist, die senkrecht zur Längenerstreckung
L orientiert ist, wobei die Breitenerstreckung B 40% BS ≤ BS ≤ 80% BS beträgt, wobei
BS die Längserstreckung der Schutzseite (52) ist.
17. Blendenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Trägerelement (40a, 40b) rahmenartig ausgebildet ist, wobei insbesondere der
Verlauf des Trägerelementes (40a, 40b) zumindest an einer Seite unterbrochen ist.
18. Beschlagsanordnung mit einer Blendenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche
und mit einem funktionswesentlichen Bauteil (1), insbesondere einem Beschlag (1),
wobei die Blendenanordnung das funktionswesentliche Bauteil (1) zumindest teilweise
umfasst und durch das Schutzelement (30) eine zusätzliche zumindest teilweise seitliche
Bedeckung des Bauteils (1) erfolgt.
19. Beschlagsanordnung nach Anspruch 18,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Bauteil (1) zwei Beschlagelemente (2) aufweist, zwischen denen ein Wandelement
(4) oder Türelement (5) einspannbar ist.