[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Türanordnung mit einem Türrahmen, einer relativ
zum Türrahmen verschwenkbaren Tür und einer Feststellanlage, wobei die Feststellanlage
eine Brandmeldereinrichtung aufweist und zum Halten der Tür in einer Offenstellung
und zum Schließen der Tür in Abhängigkeit von Steuersignalen der Brandmeldereinrichtung
dient, wobei die Feststellanlage eine Türschließeinrichtung zum Schließen der Tür
aufweist, die einen Türschließer und eine mit dem Türschließer zusammenwirkende Gleitschiene
aufweist, und wobei die Brandmeldereinrichtung zur Branderkennung einen Gassensor
aufweist.
[0002] Türanordnungen und Feststellanlagen der eingangs genannten Art sind aus dem Stand
der Technik bekannt. Diese dienen dazu, Fluchtwege offen zu halten, welche bei einer
durch die Rauchmeldereinrichtung detektierten Rauchentwicklung automatisch geschlossen
werden. Somit kann insbesondere innerhalb von Gebäuden ein Brandschutzabschluss realisiert
werden.
[0003] Eine derartige Türanordnung ist beispielsweise aus
EP 2 468 992 A2 bekannt. Diese weist einen Türrahmen und relativ zum Türrahmen verschwenkbare Türen
auf. Die Feststellanlage ist stirnseitig auf den Türrahmen sowie auf die Türen montiert.
Die Rauchmeldereinrichtungen sind im Türbereich an Raumdecken angeordnet. Erkennen
die Rauchmeldereinrichtungen eine Rauchentwicklung, werden die Türen geschlossen.
Allerdings erfordert diese Türanordnung einen großen konstruktiven Aufwand und einen
großen Montageaufwand. Zudem sind die Komponenten der Feststellanlage auf den Stirnseiten
von Türrahmen und Tür oder an Wand und Decke montiert, so dass Feststellanlage und
Rauchmeldereinrichtung Verschmutzungen wie Staub, Dreck, etc. ausgesetzt sind, die
auf Dauer zu funktionellen Beeinträchtigungen führen können. Auf Grund der separat
angeordneten Komponenten sind Manipulationen zur Beeinflussung oder sogar zur Deaktivierung
der Sicherheitsfunktionen möglich.
[0004] Aus der
DE 103 00 868 A1 ist ein Brandschalter zur Ansteuerung von Feststellanlagen bekannt. Dieser weist
einen Temperatursensor sowie einen Gassensor zur Erkennung von Brandgasen auf. Auch
bei diesem Brandschalter können Verschmutzungen wie Staub, Dreck, etc. einen zuverlässigen
Betrieb beeinträchtigen.
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, mit einfachen konstruktiven
Mitteln einen sicheren und zuverlässigen Betrieb einer Türanordnung zu ermöglichen.
[0006] Die voranstehende Aufgabe wird durch eine Türanordnung mit den Merkmalen des Anspruchs
1 gelöst. Danach ist die Türanordnung der eingangs genannten Art derart ausgestaltet
und weitergebildet, dass die Brandmeldereinrichtung mit Gassensor sowie die Gleitschiene
im Türrahmen angeordnet sind.
[0007] Es kann zu einem sicheren und zuverlässigen Betrieb einer Türanordnung beigetragen
werden, wenn die Brandmeldereinrichtung einen Gassensor einsetzt. Dabei handelt es
sich um einen Chemosensor, der eine chemische Information aus der Sensorumgebung in
ein elektrisches oder ein elektrisch auswertbares Signal umwandelt. Ein Durchströmen
mit Rauch ist hierfür nicht mehr erforderlich. Insoweit ist mit einem solchen Gassensor
eine kleine Baugröße realisierbar.
[0008] Durch die kompakte Baugröße ist hier eine besonders günstige Montageposition ermöglicht,
und zwar verdeckt im Türrahmen. Somit sind Gleitschiene und Brandmeldereinrichtung
in den Türrahmen eingelassen, wodurch eine platzsparende und optisch elegante Lösung
geschaffen und zugleich eine - bezogen auf den Durchgang und die durch den Durchgang
verbundenen Räume - symmetrische Anordnung realisiert ist. Somit lässt sich bereits
mittels einer Brandmeldeeinrichtung eine Brandentwicklung zuverlässig erkennen. In
diesem Zusammenhang ist von besonderem Vorteil, dass durch die Anordnung im Türrahmen
nicht nur der bauliche Aufwand, bspw. ein Verkabelungsaufwand, gering gehalten ist,
sondern auch die Gefahr von Verschmutzungen und funktionellen Beeinträchtigungen ganz
erheblich reduziert ist. Zudem ist die Gefahr von Manipulationen ebenfalls minimiert.
Eine optisch elegante Ausführung einer Türanordnung ist ermöglicht.
[0009] Unter dem Begriff "Tür" sind hier ebenfalls Türflügel sowie Tore und Torflügel zu
subsummieren.
[0010] Zweckmäßigerweise können die Gleitschiene und die Brandmeldereinrichtung mit Gassensor
in einer gemeinsamen Ausnehmung im Türrahmen angeordnet sein. Somit ist der bauliche
Aufwand reduziert, da lediglich eine Ausnehmung im Türrahmen ausgebildet werden muss,
in der die Rauchmeldereinrichtung sowie die Gleitschiene einzubauen sind. Zudem lässt
sich auf Grund der kompakten Anordnung der Komponenten auch der Verkabelungsaufwand
reduzieren.
[0011] In diesem Zusammenhang ist es von Vorteil, wenn die Brandmeldereinrichtung hinsichtlich
ihrer Abmessungen, insbesondere hinsichtlich ihrer orthogonal zur Ausnehmungslängsrichtung
orientierten Breite, auf die Ausnehmung abgestimmt sind. Im Konkreten kann die Breite
der Brandmeldereinrichtung der Breite der Ausnehmung entsprechen oder geringer sein.
[0012] In vorteilhafter Weise ist die Ausnehmung im Türsturz ausgebildet. Bei dem Türsturz
handelt es sich um den in Einbaulage des Türrahmens oberen Teil, der die seitlichen
Türrahmenelemente miteinander verbindet. Der Türsturz ist üblicherweise horizontal
orientiert. Durch die Anordnung von Brandmeldereinrichtung und Gleitschiene im Türsturz
wird der Durchgang praktisch nicht beeinträchtigt, so dass die Gefahr von Verletzungen
an und Manipulationen durch Passanten reduziert ist.
[0013] In diesem Zusammenhang ist es denkbar, dass Gleitschiene und Brandmeldereinrichtung
derart im Türrahmen oder im Türsturz angeordnet sind, dass diese bei geschlossener
Tür durch die Tür verdeckt sind, beispielsweise durch eine Anordnung im Türfalz. Im
geschlossenen Zustand der Tür ist die Brandmeldereinrichtung somit vor Umwelteinflüssen
oder Manipulationen geschützt.
[0014] Im Konkreten kann die Feststellanlage eine Türaufhalteeinrichtung zum Halten der
Tür in einer Offenstellung und/oder eine Steuerungseinrichtung zur Ansteuerung der
Türaufhalteeinrichtung in Abhängigkeit von Steuersignalen der Brandmeldereinrichtung
aufweisen. Durch diese Komponenten der Feststellanlage lässt sich die Tür auf zuverlässige
Weise in einer Offenstellung halten und bei Vorliegen eines Gefahrenzustandes, beispielsweise
einer Brand- oder Rauchentwicklung, zuverlässig schließen.
[0015] Die Türschließeinrichtung kann einen Türschließer aufweisen, der bei Offenstellung
der Tür in Türschließrichtung vorgespannt ist. Beispielsweise kann der Türschließer
eine Feder-Dämpfer-Einheit aufweisen, wobei die Feder die zum Schließen der Tür erforderliche
Energie speichert und der Dämpfer ein Zuschlagen der Tür durch Dämpfung der Schließbewegung
verhindert.
[0016] Bei der Türaufhalteeinrichtung kann es sich beispielsweise um einen Haftmagneten
handeln, welcher bauseitig mit Energie versorgt wird. Dieser Haftmagnet oder Türenhaftmagnet
wirkt mit einem türseitigen Magnetpartner zusammen, welcher von der Tür separat bereitgestellt
oder durch die Tür selbst gebildet ist. In letzterem Falle ist die Tür vorzugsweise
aus eisenhaltigem Material hergestellt. Der Haftmagnet oder Türenhaftmagnet ist ortsfest
angeordnet und kann mit dem mit der Tür bewegbaren Teil der Türaufhalteeinrichtung
zusammenwirken.
[0017] Die Steuerungseinrichtung dient zur Ansteuerung der Türaufhalteeinrichtung. Insoweit
kann die Steuerungseinrichtung kabelgebunden oder kabellos mit der Türaufhalteeinrichtung
und der Brandmeldereinrichtung verbunden sein. Wird von der Brandmeldereinrichtung
eine Rauchentwicklung erfasst, wird dieses Signal von der Steuerungseinrichtung an
die Türaufhalteeinrichtung weitergeleitet, der Türenhaftmagnet deaktiviert und so
die Tür geschlossen. Die Steuerungseinrichtung kann auch als Auslösegerät oder Auslöseeinrichtung
bezeichnet werden.
[0018] Im Konkreten kann der Türschließer türseitig, also an der Tür, angeordnet sein. Die
Gleitschiene kann rahmenseitig, also am Türrahmen, angeordnet sein. Im Konkreten ist
denkbar, dass der Türschließer und die Gleitschiene mittels eines Gleitarms und eines
in der Gleitschiene verlagerbaren Gleiters verbunden sind. Wie voranstehend bereits
angedeutet, ist der Türschließer in Türschließrichtung vorgespannt und ermöglicht
ein Schließen der Tür.
[0019] In vorteilhafter Weise kann der Türschließer in einer in der Tür ausgebildeten Ausnehmung
angeordnet sein. Dabei kann die Ausnehmung an dem Ende der Tür ausgebildet sein, die
dem Türsturz des Türrahmens in Einbaulage zugewandt ist. Insoweit kann der Türschließer
in das in Einbaulage obere Ende der Tür eingelassen sein, beispielsweise in einer
Tasche oder einer Vertiefung. Durch diese Ausgestaltung wird die Türerscheinung nicht
beeinträchtigt und eine optisch attraktive Türgestalt ist erreicht. Zudem ist der
Türschließer durch die eingelassene Anordnung vor Umwelteinflüssen oder Manipulationen
geschützt, jedenfalls bei geschlossener Tür. Eine platzsparende Anordnung ist realisiert,
da zur Türdicke kein Aufmaß durch einen Türschließer hinzukommt.
[0020] Zweckmäßigerweise kann auch die Steuerungseinrichtung in einer im Türrahmen, insbesondere
im Türsturz, ausgebildeten Ausnehmung angeordnet sein. Neben einem Schutz der Steuerungseinrichtung
vor Umwelteinflüssen ist diese durch die Anordnung im Türrahmen vor unerwünschten
Manipulationen geschützt. Eine platzsparende Bauweise ist erreicht. Durch Anordnung
der Brandmeldereinrichtung, der Gleitschiene und der Steuerungseinrichtung voranstehenden
Komponenten in einer gemeinsamen Ausnehmung im Türrahmen, insbesondere im Türsturz,
lassen sich diese Komponenten insgesamt vor Umwelteinflüssen und/oder Manipulationen
geschützt im Türrahmen anordnen. Der Verkabelungsaufwand ist aufgrund der kurzen Wege
entsprechend gering. Eine optisch attraktive Ausgestaltung ist erreicht. Wie bereits
erwähnt, ist bei einer gemeinsamen Ausnehmung zudem der Fertigungsaufwand reduziert,
da lediglich eine Ausnehmung ausgebildet werden muss.
[0021] Im Konkreten kann die Brandmeldereinrichtung benachbart zur Gleitschiene oder angrenzend
an die Gleitschiene angeordnet sein. Somit können diese Komponenten auf einfache Weise
nebeneinander oder - in Längsrichtung der Ausnehmung gesehen - hintereinander angeordnet
sein. Ist die Ausnehmung hinreichend lang, lassen sich die Komponenten somit auf einfache
Weise in die Ausnehmung einlassen oder einbauen.
[0022] Aufgrund deren geringen Größe kann die Brandmeldereinrichtung oder der Gassensor
alternativ hierzu in der Gleitschiene angeordnet sein. Somit können der bauliche Aufwand
und der Herstellungsaufwand abermals reduziert werden, da ein evtl. Gehäuse der Brandmeldereinrichtung
einfacher ausgebildet sein kann, da die Brandmeldereinrichtung durch Anordnung in
der Gleitschiene bereits geschützt ist. Bei Montage der Komponenten in die Ausnehmung
im Türrahmen muss dann lediglich eine Komponente eingesetzt werden, nämlich die Gleitschiene
und nicht mehrere Komponenten separat. Die bauliche Länge der Ausnehmung lässt sich
somit ggf. reduzieren.
[0023] Im Konkreten kann die Feststellanlage zur Energieversorgung eine Energiequelle aufweisen.
Hierbei kann es sich um ein Netzgerät oder einen netzunabhängigen Energiespeicher,
beispielsweise in Form von aufladbaren oder nicht aufladbaren Batterien oder Akkus
handeln. Die Energiequelle kann ebenfalls in der Ausnehmung im Türrahmen, insbesondere
im Türsturz, angeordnet sein, beispielsweise zusammen mit der Gleitschiene der Brandmeldereinrichtung
und/oder dem Steuergerät. Dabei ist es denkbar, dass sich die Energieversorgung und
die Steuerungseinrichtung ein Gehäuse teilen, beispielsweise dann, wenn die Energiequelle
als Netzgerät ausgebildet ist.
[0024] Zur Deaktivierung der Türaufhalteeinrichtung kann eine Handbetätigungseinrichtung
vorgesehen sein und die Steuerungseinrichtung kann in Abhängigkeit von Steuersignalen
der Handbetätigungseinrichtung die Türaufhalteeinrichtung ansteuern. Bei der Handbetätigungseinrichtung
kann es sich um einen Handtaster oder einen Schalter handeln. Auf diese Weise kann
die Tür bei Bedarf auch manuell geschlossen werden.
[0025] Zusätzlich oder alternativ zu einer Handbetätigungseinrichtung ist es auch möglich,
dass die Türaufhalteeinrichtung derart gestaltet ist, dass eine Verbindung zwischen
dem ortsfesten und dem bewegbaren Teil der Türaufhalteeinrichtung durch Handkraft
(Zuziehen der Tür) überwunden wird.
[0026] Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren näher erläutert.
[0027] Es zeigen:
- Figur 1
- eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform einer Türanordnung;
- Figur 2
- in einer teilweisen Explosionsdarstellung eine vergrößerte, teilweise geschnittene
Ansicht eines Türrahmens und einer Tür der Türanordnung gemäß Figur 1;
- Figur 3
- in Einbaulage eine vergrößerte, teilweise geschnittene Ansicht eines Türrahmens einer
Tür einer Türanordnung gemäß Figur 1; und
- Figur 4
- in einer teilweise geschnittenen Darstellung einen vergrößerten Ausschnitt eines Türrahmens
und einer Tür der Türanordnung gemäß Figur 1 in einer Draufsicht.
[0028] Eine Ausführungsform einer Türanordnung ist in Figur 1 insgesamt mit dem Bezugszeichen
10 bezeichnet. Die Türanordnung 10 wird in einem abschnittsweise dargestellten Gebäude
12 montiert. Das Gebäude 12 umfasst einen Wandabschnitt 14 und einen Wandabschnitt
16, welche zueinander winklig sind oder als Teil derselben Wand bündig ineinander
übergehen können.
[0029] Die Türanordnung 10 weist einen Türrahmen 18 und eine relativ zum Türrahmen 18 verschwenkbare
Tür 20 auf. Der Türrahmen 18 ist im Wandabschnitt 16 angeordnet. Die Tür 20 ist insbesondere
als Schwenktür ausgebildet. Die Tür 20 weist eine dem Wandabschnitt 14 abgewandte
erste Türseite 22 und eine dem Wandabschnitt 14 zugewandte Türseite 24 auf.
[0030] Die Tür 20 kann eine geschlossene Stellung einnehmen, in der die Tür 20 innerhalb
des Türrahmens 18 angeordnet ist. Die Tür 20 kann auch eine in der Zeichnung dargestellte
offene Stellung oder Offenstellung einnehmen, in welcher der Türrahmen 18 einen Fluchtweg
26 umgrenzt.
[0031] Die Türanordnung 10 weist außerdem eine Feststellanlage 28 auf, mit der die Tür in
einer Offenstellung fixiert und bei Bedarf geschlossen werden kann. Die Feststellanlage
28 weist eine Türschließeinrichtung 30 auf, welche mit dem Türrahmen 18 und der Tür
20 verbunden ist und eine Schließkraft auf die Tür 20 ausübt.
[0032] Die Feststellanlage 28 umfasst ferner eine Türaufhalteeinrichtung 32, welche in einem
aktivierten Zustand die Tür 20 in einer Offenstellung hält. Die Türhalteeinrichtung
32 umfasst einen ortsfesten, nicht gemeinsam mit der Tür 20 beweglichen Teil 34 und
einen türseitigen, gemeinsam mit der Tür 20 bewegbaren Teil 36. Der bewegbare Teil
36 ist vorzugsweise auf der zweiten Türseite 24 angeordnet und weist in Richtung des
ortsfesten Teils 34 der Türaufhalteeinrichtung 32. Die Teile 34 und 36 sind lösbar
miteinander verbindbar, beispielsweise durch eine magnetische Verbindung. Bei der
Verbindung zwischen den Teilen 34 und 36 kann es sich aber auch um eine mechanische
Form- und/oder Kraftschlussverbindung handeln. Die Feststellanlage 28 umfasst eine
Handbetätigungseinrichtung 38 in Form eines Handtasters 40, welcher über eine Kommunikationsleitung
42 mit einer Steuerungseinrichtung 44 kommuniziert. Die Türaufhalteeinrichtung 32
kommuniziert über eine weitere Kommunikationsleitung 46 mit der Steuerungseinrichtung
44. Die Steuerungseinrichtung 44 ist in den Türrahmen 18, insbesondere in den Türsturz
48 des Türrahmens 18, eingelassen. Die Steuerungseinrichtung 44 dient zur Ansteuerung
der Türaufhalteeinrichtung 32.
[0033] Die Feststellanlage 28 umfasst außerdem eine Brandmeldereinrichtung 50, die zur Branderkennung
einen Gassensor 52 aufweist. Die Brandmeldereinrichtung 50 und der Gassensor 52 sind
ebenfalls in den Türrahmen 18, insbesondere in den Türsturz 48 des Türrahmens 18,
eingelassen.
[0034] Figur 2 zeigt in einer vergrößerten Ansicht in einer teilweisen Explosionsdarstellung
die Anordnung von Komponenten der Feststellanlage 28 im oberen Bereich des Türrahmens
18, insbesondere am Türsturz 48.
[0035] Die Türschließeinrichtung 30 weist einen türseitig angeordneten Türschließer 54 und
eine mit dem Türschließer 54 zusammenwirkende, rahmenseitig angeordnete Gleitschiene
56 auf. Der Türschließer 54 und Gleitschiene 56 wirken über einen Gleitarm 58 und
einen in der Gleitschiene 56 verlagerbaren Gleiter 60 zusammen.
[0036] Im Türrahmen 18, insbesondere im Türsturz 48, ist eine Ausnehmung 62 ausgebildet.
Diese ist vorzugsweise derart angeordnet, dass die Ausnehmung 62 bei geschlossener
Tür 20 durch die Tür 20 verdeckt ist. Die Gleitschiene 56 wird in die Ausnehmung 62
eingelassen. Angrenzend an die Gleitschiene 56 ist die Steuerungseinrichtung 44 in
der Ausnehmung 62 angeordnet. Der Steuerungseinrichtung 44 ist eine Energiequelle
64 zur Energieversorgung der Feststellanlage 28 zugeordnet. Die Energiequelle 64 ist
als Netzgerät 66 ausgeführt.
[0037] Die Brandmeldereinrichtung 50 wird nebst Gassensor 52 ebenfalls in der Ausnehmung
62 angeordnet. Dem Gassensor 52 ist eine Auswerteelektronik 68 nachgeschaltet. Die
Auswerteelektronik 68 liefert Steuersignale an die Steuerungseinrichtung 44. Die Steuerungseinrichtung
44, Energiequelle 64 und Brandmeldereinrichtung 50 können in einem gemeinsamen Gehäuse
70, das aus mehreren Gehäuseabschnitten 72 und 74 bestehen kann, angeordnet sein.
Hiermit wird der Verkabelungsaufwand aufgrund der kurzen Wege ganz erheblich reduziert.
[0038] Figur 3 zeigt einen Abschnitt der Türanordnung 10 im Bereich des Türsturzes 48 mit
eingesetzten Komponenten der Feststellanlage 28. Im Konkreten sind Gleitschiene 56,
Steuerungseinrichtung 44, Energiequelle 64 und Brandmeldereinrichtung 50 nebst Gassensor
52 in der Ausnehmung 62 angeordnet. In dieser Darstellung ist zu erkennen, dass die
voranstehenden Komponenten in die Ausnehmung 62 eingelassen sind. So sind diese vertieft
oder bündig in der Ausnehmung 62 angeordnet. Bei geschlossener oder teilweise geschlossener
Tür 20 sind die voranstehenden Komponenten durch die Tür 20 verdeckt und daher vor
Umwelteinflüssen oder Manipulationen geschützt.
[0039] Figur 4 zeigt eine vergrößerte Darstellung der Türanordnung 10 im Bereich des Türsturzes
48 bei geschlossener Tür 20, und zwar bei teilweise geschnittener Darstellung. In
dieser Darstellung ist erkennbar, dass der Türschließer 54 in einer in der Tür 20
ausgebildeten Ausnehmung 76 angeordnet ist. Angrenzend an die Ausnehmung 76 sind Vertiefungsabschnitte
78 und 80 angeordnet, die dem Gleitarm 58 ein Verschwenken relativ zur Tür 20 und/oder
dem Türrahmen 18 erlauben.
[0040] Hinsichtlich der Beschreibung der weiteren Komponenten sei zur Vermeidung von Wiederholungen
auf die Beschreibung zu den voranstehenden Figuren verwiesen. Funktionsgleiche Elemente
sind mit gleichen Bezugszeichen versehen.
[0041] Aufgrund der voranstehend beschriebenen Ausgestaltung der Türanordnung und der Ausgestaltung
der Brandmeldereinrichtung mit einem Gassensor kann die Brandmeldereinrichtung ebenso
wie die Gleitschiene und weitere Komponenten einer Feststellanlage im oberen Abschnitt
eines Türrahmens, nämlich einem Türsturz, eingelassen werden.
[0042] So ist bei geöffneter Tür oder geöffnetem Türflügel die Brandmeldereinrichtung 50
für die Raumluft nach unten hin frei zugänglich und kann Rauch detektieren und somit
eine Raucherkennung vornehmen. Bei geschlossener Tür 20 sind die im Türrahmen angeordneten
Komponenten von außen nicht sichtbar und daher vor Umwelteinflüssen und - bei verschlossener
Tür 20 - vor unerwünschten Manipulationen geschützt.
[0043] Durch die voranstehende Türanordnung werden die Tür sowie der Türrahmen in ihrer
äußeren Erscheinung nicht beeinträchtigt. Eine platzsparende und zugleich optisch
ansprechende Türanordnung ist verwirklicht.
1. Türanordnung (10) mit einem Türrahmen (18), einer relativ zum Türrahmen (18) verschwenkbaren
Tür (20) und einer Feststellanlage (28), wobei die Feststellanlage (28) eine Brandmeldereinrichtung
(50) aufweist und zum Halten der Tür (20) in einer Offenstellung und zum Schließen
der Tür (20) in Abhängigkeit von Steuersignalen der Brandmeldereinrichtung (50) dient,
wobei die Feststellanlage (28) eine Türschließeinrichtung (30) zum Schließen der Tür
(20) aufweist, die einen Türschließer (54) und eine mit dem Türschließer (54) zusammenwirkende
Gleitschiene (56) aufweist, und wobei die Brandmeldereinrichtung (50) zur Branderkennung
einen Gassensor (52) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Brandmeldereinrichtung (50) mit Gassensor (52) sowie die Gleitschiene (56) im
Türrahmen (18) angeordnet sind.
2. Türanordnung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitschiene (56) und die Brandmeldereinrichtung (50) mit Gassensor (52) in einer
gemeinsamen Ausnehmung (62) im Türrahmen (18) angeordnet sind.
3. Türanordnung (10) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (62) im Türsturz (48) ausgebildet ist.
4. Türanordnung (10) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Feststellanlage (28) eine Türaufhalteeinrichtung (32) zum Halten der Tür (20)
in einer Offenstellung und/oder eine Steuerungseinrichtung (44) zur Ansteuerung der
Türaufhalteeinrichtung (32) in Abhängigkeit von Steuersignalen der Brandmeldereinrichtung
(50) aufweist.
5. Türanordnung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Türschließer (54) türseitig angeordnet ist.
6. Türanordnung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Türschließer (54) in einer in der Tür (20), insbesondere in einer an einem -
einem Türsturz (48) des Türrahmens (18) zugewandten - Ende der Tür (20), ausgebildeten
Ausnehmung (76) angeordnet ist.
7. Türanordnung (10) nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungseinrichtung (44) ebenfalls im Türrahmen (18), insbesondere in einer
im Türsturz (48) ausgebildeten Ausnehmung (62), angeordnet ist.
8. Türanordnung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Brandmeldereinrichtung (50) benachbart zur Gleitschiene (56) angeordnet ist.
9. Türanordnung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Brandmeldereinrichtung (50) in der Gleitschiene (56) angeordnet ist.
10. Türanordnung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Feststellanlage (28) zur Energieversorgung eine Energiequelle (64) aufweist.
11. Türanordnung (10) nach einem der Ansprüche 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine Handbetätigungseinrichtung (38) zur Deaktivierung der Türaufhalteeinrichtung
(32) vorgesehen ist und dass die Steuerungseinrichtung (44) in Abhängigkeit von Steuersignalen
der Handbetätigungseinrichtung (38) die Türaufhalteeinrichtung (32) ansteuert.