[0001] Die Erfindung betrifft eine Fensteranordnung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Die Erfindung betrifft außerdem eine Beschattungsvorrichtung für eine derartige Fensteranordnung.
[0002] An moderne Fensteranordnungen werden verschiedenste Aufgaben gestellt. Zum einen
sollen diese eine besonders gute Wärmeisolierung aufweisen, um den Energieverbrauch
bei der Heizung der angrenzenden Wohn- bzw. Arbeitsräume möglichst weit zu reduzieren.
Andererseits sollen derartige Fenster aber auch weitere Funktionen erfüllen, wie beispielsweise
eine einfache Bedienung und schnelle Belüftung der Wohn- und Arbeitsräume ermöglichen.
Vielfach sind an derartigen Fensteranordnungen zudem Beschattungsvorrichtungen vorgesehen,
die eine variable Beschattung der Wohn- oder Arbeitsräume ermöglichen. Schlussendlich
sollen die verschiedenen Komponenten der Fensteranordnung auch vor Witterungseinflüssen
geschützt werden und einfach zu reinigen sein.
[0003] Aus dem Stand der Technik ist es bekannt, sogenannte Verbundfenster vorzusehen, die
dem aus früheren Zeiten bekannten Kastenfenster nachempfunden sind. Bei diesen besteht
der Flügelrahmen aus einem inneren Rahmenteil mit einer Innenverglasung und einem
äußeren Rahmenteil mit einer Außenverglasung, also aus zwei getrennt voneinander verbauten
Verglasungen. Der Flügelrahmen kann mittels einer Öffnungsvorrichtung und Scharnieren
geöffnet werden, wodurch ein Zwischenraum zwischen den Verglasungen zugänglich wird.
Um eine variable Beschattung der Wohn- und Arbeitsräume zu ermöglichen, wird in diesem
Zwischenraum eine Beschattungsvorrichtung in Form einer Jalousie oder eines Rollos
vorgesehen. Zur Betätigung dieser Beschattungsvorrichtung werden mechanische Antriebe
wie Seilzüge, Kurbelantriebe oder elektrische Antriebseinheiten in Form von Elektromotoren
verwendet, wobei die entsprechend konfigurierte Beschattungsvorrichtung an einem Rahmenprofil
des inneren oder äußeren Rahmenteils des Flügelrahmens befestigt wird. Aufgrund der
komplexen mechanischen und/oder elektrischen Anbindung einer derartigen Beschattungsvorrichtung
an dem Flügelrahmen ist die Montage jedoch kompliziert, so dass ein Austausch einer
Beschattungsvorrichtung aufwendig und kostenintensiv ist. Endverbraucher, die eine
Beschattungsvorrichtung beispielsweise zur Reparatur, zur Anpassung an geänderte Beschattungsbedürfnisse
oder aus ästhetischen Gründen tauschen wollen, haben vielfach das Problem, dass dies
nicht ohne Weiteres durchführbar ist. Problematisch ist zudem, dass die bekannten
variablen Beschattungsvorrichtungen aufgrund ihrer Baugröße im eingefahrenen Zustand
einen Teil des durch die Fensteranordnung hindurchtretenden Lichts blockieren.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, eine Fensteranordnung zu schaffen, die einen
einfachen und schnellen Austausch der Beschattungsvorrichtung ermöglicht. Zudem soll
eine Beschattungsvorrichtung mit möglichst geringem Platzbedarf geschaffen werden.
[0005] Diese Aufgabe wird durch eine Fensteranordnung mit den Merkmalen des Anspruchs 1
und eine Beschattungsvorrichtung für eine derartige Fensteranordnung gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0006] Die erfindungsgemäße Fensteranordnung zeichnet sich dadurch aus, dass die elektrische
oder mechanische Antriebseinheit in einem Rahmenprofil des inneren Rahmenteils oder
des äußeren Rahmenteils integriert ist. Dazu wird das Rahmenprofil so ausgebildet,
dass die Antriebseinheit unsichtbar innerhalb des Rahmenprofils untergebracht werden
kann. Durch die Trennung der Antriebseinheit von der Beschattungsvorrichtung wird
einerseits erreicht, dass die mechanische und elektrische Anbindung der Antriebseinheit
an dem Rahmenprofil bei einem Tausch der Beschattungsvorrichtung nicht gelöst werden
muss, was den Austauschvorgang deutlich vereinfacht und damit auch für den Endverbraucher
kostengünstig möglich ist. Damit kann auch der Endverbraucher die Beschattung den
räumlichen Anforderungen anpassen, indem z.B. spezielle Rollos für Computerarbeitsplätze,
Verdunklungsrollos, Sonnenschutzrollos oder Sonnenschutzjalousien selbst nachgerüstet
oder getauscht werden. Andererseits kann durch die Integration der Antriebseinheit
in das Rahmenprofil auch die Baugröße der Beschattungsvorrichtung reduziert werden,
so dass bei eingefahrener Beschattungsvorrichtung mehr Licht durch die Fensteranordnung
hindurch treten kann. Bei entsprechender Verbreiterung des Luftzwischenraums zwischen
den Verglasungen können zudem auch zwei unterschiedliche Beschattungsvorrichtungen
mit einem Antrieb eingesetzt werden, z.B. eine Außenjalousie für die Beschattung und
ein Innenrollo für die optische Gestaltung.
[0007] In einer vorteilhaften Ausführungsform kann eine Antriebswelle der Antriebseinheit
aus dem Rahmenprofil des inneren oder äußeren Rahmenteils in den Innenraum hervortreten.
Hierdurch wird eine besonders einfache funktionelle Schnittstelle zu der Beschattungsvorrichtung
geschaffen. Es ist jedoch auch möglich, dass eine entsprechende Antriebswelle aus
der Beschattungsvorrichtung hervorsteht.
[0008] Bevorzugt kann die Antriebswelle der Antriebseinheit steckbar mit einem zumeist als
Umlenkmechanismus ausgebildeten Betätigungsmechanismus in der Beschattungsvorrichtung
verbunden sein. Dies kann beispielsweise über eine Steckverbindung mit einem polygonalen
Querschnitt erfolgen, mittels derer das Antriebsmoment von der Antriebseinheit auf
den Betätigungsmechanismus übertragen wird. Als übliche Querschnittsformen der Steckverbindung
kommen beispielsweise Sechskant-Konturen oder rechteckige Konturen in Betracht. Durch
die Steckverbindung wird ein einfacher Wechsel der Beschattungsvorrichtung ermöglicht,
da hierdurch die Beschattungsvorrichtung einfach von der Antriebswelle abgezogen oder
auf diese aufgesteckt werden kann. Wird die Antriebswelle an der Beschattungsvorrichtung
ausgebildet, so ist die entsprechende Steckverbindung zwischen dem Betätigungsmechanismus
und der Antriebseinheit auszubilden.
[0009] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform kann die Beschattungsvorrichtung
mittels einer lösbaren Befestigungsvorrichtung mit dem inneren Rahmenteil oder dem
äußeren Rahmenteil verbunden sein. Eine derartige lösbare Befestigungsvorrichtung
kann beispielsweise als Clips-Verbindung mit mindestens einem hakenförmigen elastischen
Verbindungselement ausgebildet sein, es sind jedoch auch andere lösbare Verbindungsmittel,
wie beispielsweise Magnete oder Klettverschluss, möglich. Hierdurch wird ein einfacher
und schneller Austausch der Beschattungsvorrichtung ermöglicht und eine zeitaufwendige
Demontage, wie sie beispielsweise bei Schraubverbindungen notwendig wäre, kann entfallen.
[0010] Die Fensteranordnung kann dabei besonders vorteilhaft in dem Rahmenprofil des inneren
Rahmenteils oder des äußeren Rahmenteils einen Energiespeicher zur Energieversorgung
der elektrischen Antriebseinheit aufweisen. Hierdurch können aufwändige Verkabelungen
zur Energieversorgung der Antriebseinheit in dem Rahmenprofil entfallen. Dies ist
besonders von Vorteil, wenn das betreffende Rahmenteil als beweglicher Flügelrahmen
ausgebildet ist. Zur Aufladung des Energiespeichers können an dem inneren Rahmenteil
oder dem äußeren Rahmenteil zudem photovoltaische Zellen vorgesehen sein, so dass
die Beschattungsvorrichtung autark betrieben werden kann und eine externe Energieversorgung
nicht notwendig ist.
[0011] Vorteilhaft können das äußere Rahmenteil und/oder das innere Rahmenteil als Flügelrahmen
ausgebildet sein. Dies ermöglicht ein einfaches Öffnen der Fensteranordnung und damit
Belüften der Wohn- bzw. Arbeitsräume. Besonders günstig kann es sein, wenn die Fensteranordnung
dabei als Verbundfenster ausgebildet ist, bei dem das als äußerer Flügelrahmen ausgebildete
äußere Rahmenteil und das als innerer Flügelrahmen ausgebildete innere Rahmenteil
beweglich, insbesondere gelenkig, miteinander verbunden sind. Zum Öffnen der Fensteranordnung
kann dabei der Verbund aus äußerem und innerem Flügelrahmen gemeinsam geöffnet werden.
[0012] Es wird außerdem eine Beschattungsvorrichtung für eine Fensteranordnung der beschriebenen
Art beansprucht. Diese Beschattungsvorrichtung, die einen verstellbaren Beschattungsteil,
ein Gehäuse und ein in dem Gehäuse angeordneten Betätigungsmechanismus für den verstellbaren
Beschattungsteil aufweist, ist dadurch gekennzeichnet, dass dem Betätigungsmechanismus
ein zur Steckverbindung ausgebildetes Verbindungselement für eine lösbare mechanische
Kopplung des Betätigungsmechanismus mit der in dem Rahmenprofil des inneren Rahmenteils
oder des äußeren Rahmenteils integrierten elektrischen oder mechanischen Antriebseinheit
der Fensteranordnung zugeordnet ist. Hierdurch kann auf einfache Weise die Beschattungsvorrichtung
durch Aufstecken auf das entsprechende Rahmenprofil der Fensteranordnung mit der dort
angeordneten Antriebseinheit mechanisch antreibbar verbunden werden.
[0013] In einer zweckmäßigen Ausführungsform kann das Verbindungselement als eine durch
eine Durchgangsöffnung in dem Gehäuse hindurchragende Antriebswelle ausgebildet sein.
In diesem Fall ist die Antriebswelle fest mit dem Betätigungsmechanismus verbunden
und ein entsprechendes Adapterelement direkt an der Antriebseinheit im entsprechenden
Rahmenprofil der Fensteranordnung ermöglicht die Steckverbindung mit der Antriebseinheit.
Dies hat den Vorteil, dass bei demontierter Beschattungsvorrichtung keine Antriebswelle
störend in den Zwischenraum der Fensteranordnung vorsteht und damit das Sichtfeld
durch die Fensteranordnung nicht eingeschränkt wird, wodurch die Fensteranordnung
problemlos auch ohne Beschattungsvorrichtung verwendet werden kann. Es ist jedoch
auch möglich, das Verbindungselement als ein Adapterelement in dem Gehäuse des Betätigungsmechanismus
zur Steckverbindung mit einer durch eine Durchgangsöffnung in dem Gehäuse hindurchragenden
Antriebswelle einer Antriebseinheit auszubilden. In beiden Fällen wird auf einfache
Weise die Beschattungsvorrichtung durch Aufstecken auf eine Antriebswelle bzw. ein
Adapterelement einer Antriebseinheit mit dieser mechanisch antreibbar verbunden. Da
die Antriebseinheit nicht in dem Gehäuse integriert, sondern von der Beschattungsvorrichtung
getrennt ist, kann die Beschattungsvorrichtung besonders klein ausgebildet werden.
[0014] Die Beschattungsvorrichtung kann zweckmäßigerweise eine Befestigungsvorrichtung zur
lösbaren Befestigung an dem inneren Rahmenteil oder dem äußeren Rahmenteil der beschriebenen
Fensteranordnung aufweisen. Diese Befestigungsvorrichtung kann als Clips-Verbindung
mit mindestens einem hakenförmigen elastischen Verbindungselement oder auch mit anderen
lösbaren Verbindungsmitteln, wie beispielsweise Magneten oder Klettverschluss, ausgebildet
sein. Bei einer Clips-Verbindung können anstelle der hakenförmigen Elemente die dazu
korrespondierenden Hinterschneidungen an der Beschattungsvorrichtung angeordnet sein,
wobei die hakenförmigen Elemente dann an dem inneren oder äußeren Rahmenteil angeordnet
sind. Solche Beschattungsvorrichtungen können mit geringem Kraftaufwand und ohne Demontage
weiterer Befestigungselemente einfach geradlinig abgezogen oder aufgesteckt werden,
wobei gleichzeitig die Steckverbindung zwischen dem Betätigungsmechanismus und der
Antriebseinheit gelöst bzw. verbunden wird.
[0015] Zweckmäßigerweise kann die Durchgangsöffnung zudem an einer Seite des Gehäuses angeordnet
sein, die zur Anlage an einer Befestigungsfläche, beispielsweise dem Rahmenprofil
einer beschriebenen Fensteranordnung, ausgebildet ist und gegebenenfalls der Antriebseinheit
gegenüberliegt. Hierdurch ist die Durchgangsöffnung im montierten Zustand der Beschattungsvorrichtung
nicht sichtbar, was für den ästhetischen Eindruck und zudem die Verschmutzungsempfindlichkeit
günstig ist. Besonders vorteilhaft ist die Durchgangsöffnung und die Befestigungsvorrichtung
an derselben Seite des Gehäuses, beispielsweise der Oberseite, angeordnet.
[0016] Weitere Besonderheiten und Vorzüge der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung
eines bevorzugten Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnung. Es zeigt:
- Fig.1
- einen Querschnitt durch den oberen horizontalen Abschnitt einer erfindungsgemäßen
Fensteranordnung.
[0017] In Fig. 1 ist die erfindungsgemäße Fensteranordnung 1 in einem Querschnitt gezeigt.
Diese umfasst einen Blendrahmen 2 sowie ein in dem Blendrahmen 2 angeordnetes äußeres
Rahmenteil 3 mit einer als Einfachglasscheibe ausgebildeten Außenverglasung 4 und
ein inneres Rahmenteil 5 mit einer als Isolierglasscheibe ausgebildeten Innenverglasung
6. In einem Zwischenraum 7 zwischen dem äußeren Rahmenteil 3 und dem inneren Rahmenteil
5 ist eine Beschattungsvorrichtung 8 in Form einer Jalousie angeordnet, die einen
in einem Gehäuse 9 untergebrachten Betätigungsmechanismus 10 und verstellbare Lamellen
11 als verstellbaren Beschattungsteil umfasst.
[0018] Die Bezeichnungen "außen" und "innen" beziehen sich auf die Anordnung der Elemente
in Bezug auf den Wohn- bzw. Arbeitsraum, der unter anderem durch die Fensteranordnung
begrenzt wird. Dieser Wohn- bzw. Arbeitsraum liegt in der Darstellung von Figur 1
rechts neben der Fensteranordnung 1. Näher an diesem Wohn- bzw. Arbeitsraum liegende
Elemente werden mit der Bezeichnung "innen" versehen, weiter weg liegende mit der
Bezeichnung "außen".
[0019] Zur Betätigung der Beschattungsvorrichtung 8 ist eine elektrische Antriebseinheit
12 vorgesehen, die beispielsweise als Elektromotor ausgebildet sein kann. Diese elektrische
Antriebseinheit 12 ist in einem Rahmenprofil 13 des inneren Rahmenteils 5 integriert.
Zur Übertragung der Antriebsleistung von der Antriebseinheit 12 auf den Betätigungsmechanismus
10 der Beschattungsvorrichtung 8 ist ein Verbindungselement in Form einer Antriebswelle
14 vorgesehen. Das freie Ende der Antriebswelle 14 steht aus dem Rahmenprofil 13 in
den Zwischenraum 7 hervor.
[0020] Zur kraft- und/oder formschlüssigen Befestigung der Beschattungsvorrichtung 8 an
dem Rahmenprofil 13 des inneren Rahmenteils 5 ist eine als Clips-Verbindung ausgebildete
lösbare Befestigungsvorrichtung 15 vorgesehen, die zwei gegenüberliegende hakenförmige
und elastische Verbindungselemente 16 aufweist. Damit kann die Beschattungsvorrichtung
8 einfach und schnell von unten in die Befestigungsvorrichtung 15 eingeclipst bzw.
nach unten ausgeclipst werden.
[0021] Die Antriebswelle 14 der Antriebseinheit 12 ist mittels einer Steckverbindung mit
dem Betätigungsmechanismus 10 der Beschattungsvorrichtung 8 verbunden. Damit wird
bei dem Einclipsen der Beschattungsvorrichtung 8 in die Befestigungsvorrichtung 15
automatisch eine zuverlässige mechanische Verbindung zwischen der Antriebseinheit
12 und dem Betätigungsmechanismus 10 erreicht. Diese Steckverbindung ist in dem gezeigten
Ausführungsbeispiel durch eine im Querschnitt sechskantförmige Antriebswelle 14 ausgebildet,
die in ein als entsprechende Stecknuss ausgebildetes Adapterelement des Betätigungsmechanismus
10 eingesteckt wird.
[0022] Die Durchführung der Antriebswelle 14 durch das Gehäuse 9 der Beschattungsvorrichtung
8 erfolgt mittels einer Durchgangsöffnung 17, die an der Seite des Gehäuses 9 angeordnet
ist, die zur Anlage an dem Rahmenprofil 13 des inneren Rahmenteils 5 ausgebildet ist
und der Antriebseinheit 12 gegenüberliegt. Da die Beschattungsvorrichtung 8 in vertikaler
Richtung in der Befestigungsvorrichtung 15 des Rahmenprofils 13 nach oben eingeclipst
wird, ist die Durchgangsöffnung 17 an einer Oberseite des Gehäuses 9 angeordnet.
[0023] Die Energieversorgung der elektrischen Antriebseinheit 12 wird mittels eines Energiespeichers
in Form eines Akkumulators bereitgestellt. Dieser Energiespeicher ist ebenfalls in
dem Rahmenprofil 13 des inneren Rahmenteils 5 angeordnet und wird in der Darstellung
in Figur 1 von der elektrischen Antriebseinheit 12 verdeckt. Zur Aufladung des Energiespeichers
sind nicht dargestellte photovoltaische Zellen an der nach außen gewandten Seite des
inneren Rahmenteils 5 angeordnet und elektrisch mit dem Energiespeicher verbunden.
Zur Aufladung des Energiespeichers ist jedoch auch eine externe elektrische Energieversorgung
denkbar, beispielsweise durch einen Kanals 18 in dem Rahmenprofil 13. In dem Kanal
18 kann jedoch auch eine zusätzliche Antriebswelle geführt sein, mit Hilfe derer bei
einer zu geringen Energieversorgung durch den Energiespeicher die Antriebseinheit
12 von dem Wohn- bzw. Arbeitsraum aus manuell angetrieben werden kann.
[0024] Bei dem gezeigten Ausführungsbeispiel sind das äußere Rahmenteil 3 und das innere
Rahmenteil 5 als Flügelrahmen eines aus Aluminium, Kunststoff oder Holz bestehenden
Verbundfensters ausgebildet. Dazu sind das äußere Rahmenteil 3 und das innere Rahmenteil
5 lösbar miteinander verbunden, was hier über eine Öffnungsvorrichtung und Scharniere
erreicht wird. Der Verbund aus dem äußeren Rahmenteil 3 und dem inneren Rahmenteil
5 ist zusätzlich wie ein gewöhnliches Fenster mittels eines Drehgelenks schwenkbar
bzw. kippbar mit dem Blendrahmen 2 verbunden und kann entsprechend geöffnet oder geschlossen
werden. Durch diesen Verbund aus äußerem Rahmenteil 3 und innerem Rahmenteil 5 wird
ein Flügelrahmen mit besonders guter Wärmeisolation gebildet. Zur Abdichtung dieses
Verbunds gegenüber dem Blendrahmen sind eine äußere Dichtung 19, eine mittlere Dichtung
20 und eine innere Dichtung 21 vorgesehen. Zur Abdichtung des Zwischenraums 7 sind
zudem weitere Zwischendichtungen 22 zwischen dem äußeren Rahmenteil 3 und dem inneren
Rahmenteil 5 vorgesehen, wodurch die Wärmeisolation weiter verbessert wird.
[0025] Soll beispielsweise die Beschattungsvorrichtung 8 bei der gezeigten Fensteranordnung
1 getauscht werden, können mittels der Öffnungsvorrichtung das innere Rahmenteil 5
und das äußere Rahmenteil 3 voneinander gelöst und um die Schwenkachse der Scharniere
zueinander verschwenkt werden, wodurch der Zwischenraum 7 zugänglich wird. Mit geringem
Kraftaufwand kann anschließend die alte Beschattungsvorrichtung nach unten ausgeclipst
und die neue Beschattungsvorrichtung wieder eingeclipst werden.
[0026] In der gezeigten Ausführungsform ist die Beschattungsvorrichtung 8 über die Befestigungsvorrichtung
15 an dem Rahmenprofil 13 des inneren Rahmenteils 5 befestigt. Es ist jedoch auch
möglich, die Beschattungsvorrichtung 8 in dem Zwischenraum 7 an dem äußeren Rahmenteil
3 zu befestigen. In diesem Fall ist dann die Antriebseinheit 12 entsprechend in einem
Rahmenprofil des äußeren Rahmenteils 3 zu integrieren.
[0027] Anstelle der Antriebswelle 14, die von der elektrischen Antriebseinheit 12 in den
Zwischenraum 7 hineinragt, kann auch eine Antriebswelle vorgesehen sein, die von dem
Betätigungsmechanismus 10 der Beschattungsvorrichtung 8 aus dem Gehäuse 9 hervorragt.
In diesem Fall ist dann einen entsprechende Durchgangsöffnung in dem Rahmenprofil
13 und ein an der elektrischen Antriebseinheit 12 angeordnetes Adapterelement zur
Aufnahme dieser Antriebswelle vorzusehen. Der Vorteil dieser Ausführungsform besteht
darin, dass damit bei der erfindungsgemäßen Fensteranordnung keine Antriebswelle sichtbar
in den Zwischenraum 7 hervorsteht, wenn keine Beschattungsvorrichtung installiert
ist, und die Fensteranordnung folglich problemlos auch ohne Beschattungsvorrichtung
verwendet werden kann.
1. Fensteranordnung (1) umfassend ein äußeres Rahmenteil (3) mit einer Außenverglasung
(4), ein inneres Rahmenteil (5) mit einer Innenverglasung (6), eine in einem Zwischenraum
(7) zwischen dem äußeren Rahmenteil (3) und dem inneren Rahmenteil (5) angeordneten
Beschattungsvorrichtung (8) und eine elektrische oder mechanische Antriebseinheit
(12) zur Betätigung der Beschattungsvorrichtung (8), dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische oder mechanische Antriebseinheit (12) in einem Rahmenprofil (13)
des inneren Rahmenteils (5) oder des äußeren Rahmenteils (3) integriert ist.
2. Fensteranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Antriebswelle (14) der Antriebseinheit (12) aus dem Rahmenprofil (13) des inneren
Rahmenteils (5) oder des äußeren Rahmenteils (3) in den Zwischenraum (7) hervorsteht.
3. Fensteranordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebswelle (14) der Antriebseinheit (12) steckbar mit einem Betätigungsmechanismus
(10) in der Beschattungsvorrichtung (8) verbunden ist.
4. Fensteranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschattungsvorrichtung (8) mittels einer lösbaren Befestigungsvorrichtung (15)
mit dem inneren Rahmenteil (5) oder dem äußeren Rahmenteil (3) verbunden ist.
5. Fensteranordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die lösbare Befestigungsvorrichtung (15) als Clips-Verbindung mit mindestens einem
hakenförmigem elastischen Verbindungselement (16) ausgeführt ist.
6. Fensteranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Energieversorgung der elektrischen Antriebseinheit (12) ein Energiespeicher in
dem Rahmenprofil (13) des inneren Rahmenteils (5) oder des äußeren Rahmenteils (3)
vorgesehen ist.
7. Fensteranordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zur Aufladung des Energiespeichers photovoltaische Zellen an dem inneren Rahmenteil
(5) oder dem äußeren Rahmenteil (3) vorgesehen sind.
8. Fensteranordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das äußere Rahmenteil (3) und/oder das innere Rahmenteil (5) als Flügelrahmen ausgebildet
sind.
9. Fensteranordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Verbundfenster ausgebildet ist, wobei das als äußerer Flügelrahmen ausgebildete
äußere Rahmenteil (3) und das als innerer Flügelrahmen ausgebildete innere Rahmenteil
(5) gelenkig miteinander verbunden sind.
10. Beschattungsvorrichtung (8) für eine Fensteranordnung (1) nach einem der Ansprüche
1 bis 9, wobei die Beschattungsvorrichtung (8) einen verstellbaren Beschattungsteil
(11), ein Gehäuse (9) und einen in dem Gehäuse (9) angeordneten Betätigungsmechanismus
(10) für den verstellbaren Beschattungsteil (11) enthält, dadurch gekennzeichnet, dass dem Betätigungsmechanismus (10) ein zur Steckverbindung ausgebildetes Verbindungselement
(14) für eine lösbare mechanische Kopplung des Betätigungsmechanismus (10) mit der
in dem Rahmenprofil (13) des inneren Rahmenteils (5) oder des äußeren Rahmenteils
(3) integrierten elektrischen oder mechanischen Antriebseinheit (12) der Fensteranordnung
(1) zugeordnet ist.
11. Beschattungsvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (14) als eine durch eine Durchgangsöffnung (17) in dem Gehäuse
(9) hindurchragenden Antriebswelle ausgebildet ist.
12. Beschattungsvorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Gehäuse (9) eine Befestigungsvorrichtung (15) zur lösbaren Befestigung an
dem inneren Rahmenteil (5) oder einem äußeren Rahmenteil (3) der Fensteranordnung
(1) vorgesehen ist.
13. Beschattungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchgangsöffnung (17) an einer Seite des Gehäuses (9) angeordnet ist, die zur
Anlage an dem inneren Rahmenteil (5) oder dem äußeren Rahmenteil (3) der Fensteranordnung
(1) ausgebildet ist.
14. Beschattungsvorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchgangsöffnung (17) und die Befestigungsvorrichtung (15) an derselben Seite
des Gehäuses (9) angeordnet sind.