[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Seitenkanalgebläse, das beispielsweise in
einem Fahrzeugheizgerät eingesetzt werden kann, um die zur Verbrennung mit Brennstoff
erforderliche Verbrennungsluft aus der Umgebung des Fahrzeugheizgeräts in eine Brennkammer
zu fördern.
[0002] Ein derartiges Seitenkanalgebläse umfasst einen Gebläsemotor mit einer Motorwelle,
an dessen Endbereich ein Förderrad getragen ist. Das Förderrad überdeckt einen die
Motorwelle bzw. deren Drehachse ringartig umgebenden, axial offenen Förderkanal. Die
zu fördernde Luft kann in einem Fördermediumeintritt in den Förderkanal eintreten
und kann in einem im Allgemeinen nahe einem Unterbrecherbereich vorgesehenen Fördermediumaustritt
aus dem Förderkanal austreten.
[0003] Zur Veränderung der Heizleistung eines Fahrzeugheizgeräts ist es erforderlich, die
Menge des zu verbrennenden Brennstoffs und der Verbrennungsluft entsprechend zu variieren.
Eine Verbrennungsluftfördermengenanpassung erfolgt im Allgemeinen durch eine Variation
der Drehzahl des Gebläsemotors und damit auch des durch diesen zur Drehung angetriebenen
Förderrads. Insbesondere bei Heizleistungsstufen mit großer Heizleistung ist es im
Allgemeinen erforderlich, das Förderrad mit hohen Drehzahlen von bis zu 10000 Umdrehungen
pro Minute zu betreiben. Da sowohl der Leistungsbedarf, also beispielsweise die elektrische
Leistungsaufnahme des Gebläsemotors, als auch der Pegel der emittierten Geräusche
mit der Drehzahl des Gebläsemotors und somit des Förderrads überproportional ansteigen,
arbeiten bekannte Seitenkanalgebläse insbesondere dann, wenn ein Fahrzeugheizgerät
mit hoher Heizleistung zu betreiben ist, nicht nur vergleichsweise unökonomisch, sondern
auch mit vergleichsweise starker Geräuschemission.
[0004] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Seitenkanalgebläse, insbesondere
für ein Fahrzeugheizgerät, vorzusehen, welches bei kompakter Bauart auch bei hoher
geforderter Fördermenge ökonomisch und bei geringem Geräuschpegel arbeitet.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch ein Seitenkanalgebläse, insbesondere
für ein Fahrzeugheizgerät, umfassend:
- in einem Gebläsegehäuse einen Gebläsemotor mit einer zur Drehung um eine Drehachse
antreibbaren Motorwelle,
- einen ersten Gebläsegehäusebereich mit einem zu einer ersten Axialseite offenen, die
Drehachse ringartig umgebenden ersten Förderkanal mit einem ersten Fördermediumeintritt
und einem ersten Fördermediumaustritt,
- ein der ersten Axialseite des ersten Gehäusebereichs gegenüberliegendes und den ersten
Förderkanal überdeckendes erstes Förderrad, wobei das erste Förderrad an einem ersten
Endbereich der Motorwelle getragen ist,
- einen zweiten Gebläsegehäusebereich mit einem zu einer zweiten Axialseite offenen,
die Drehachse ringartig umgebenden zweiten Förderkanal mit einem zweiten Fördermediumeintritt
und einem zweiten Fördermediumaustritt,
- ein der zweiten Axialseite des zweiten Gebläsegehäusebereichs gegenüberliegendes und
den zweiten Förderkanal überdeckendes zweites Förderrad, wobei das zweite Förderrad
an einem zweiten Endbereich der Motorwelle getragen ist.
[0006] Bei dem erfindungsgemäß aufgebauten Seitenkanalgebläse können durch einen einzigen
Gebläsemotor zwei parallel zueinander wirkende Förderräder betrieben werden. Jedes
der Förderräder fördert im Förderbetrieb eine bestimmte Menge des zu fördernden Mediums,
also beispielsweise der Verbrennungsluft für ein Fahrzeugheizgerät, so dass durch
die Addition der beiden Volumenströme ein in Bezug auf den Betrieb eines einzelnen
Förderrads doppelter Volumenstrom bei wesentlich geringerer Förderraddrehzahl erreicht
wird. Dies mindert den Leistungsbedarf des Gebläses ebenso wie die Geräuschemission.
[0007] Um bei baulich einfacher Ausgestaltung die Förderräder in einfacher Art und Weise
mit der Motorwelle zur gemeinsamen Rotation koppeln zu können, wird vorgeschlagen,
dass die Motorwelle mit ihrem ersten Endbereich eine erste Wellendurchtrittsöffnung
im ersten Gebläsegehäusebereich zur Kopplung mit dem ersten Förderrad durchsetzt,
oder/und dass die Motorwelle mit ihrem zweiten Endbereich eine zweite Wellendurchtrittsöffnung
im zweiten Gebläsegehäusebereich zur Kopplung mit dem zweiten Förderrad durchsetzt.
[0008] Eine kompakte Bauart bei sehr guter Bauraumausnutzung kann dadurch erhalten werden,
dass die erste Axialseite und die zweite Axialseite axial voneinander weg orientiert
sind.
[0009] Zur Unterbringung des Gebläsemotors in dem Gebläsegehäuse wird vorgeschlagen, dass
ein Gebläsemotorgehäusebereich vorgesehen ist, wobei in dem Gebläsemotorgehäusebereich
ein Stator und ein mit der Motorwelle gekoppelter Rotor angeordnet sind.
[0010] Dabei kann eine baulich einfache Ausgestaltung mit Funktionenverschmelzung der verschiedenen
Gehäusebereiche dadurch erreicht werden, dass ein im Gebläsemotorgehäusebereich ausgebildetes
Motoraufnahmevolumen axial vom ersten Gebläsegehäusebereich oder/und vom zweiten Gebläsegehäusebereich
begrenzt ist.
[0011] Um das durch die beiden Förderräder geförderte Fördermedium als einen vereinheitlichten
Fördermediumstrom aus dem Gebläsegehäuse abgeben zu können, wird vorgeschlagen, dass
im Gebläsegehäuse ein Fördermediumaustrittsraum ausgebildet ist, wobei der erste Fördermediumaustritt
und der zweite Fördermediumaustritt zu dem Fördermediumaustrittsraum führen.
[0012] Eine hinsichtlich der Volumenstromabgabe des zu fördernden Mediums und auch hinsichtlich
der Geräuschemission vorteilhafte Anordnung kann vorsehen, dass der erste Fördermediumaustritt
und der zweite Fördermediumaustritt einander in axialer Richtung gegenüberliegen oder/und
in radialer Richtung oder/und in Umfangsrichtung einander vorzugsweise im Wesentlichen
vollständig überlappen.
[0013] Ein gleichmäßiges Förderverhalten der beiden Förderbereiche, jeder umfassend ein
Förderrad und einen Förderkanal, kann dadurch unterstützt werden, dass der erste Förderkanal
und der zweite Förderkanal bezüglich einer zur Drehachse im Wesentlichen orthogonalen
Symmetrieebene zueinander im Wesentlichen spiegelsymmetrisch ausgebildet sind. Ferner
kann vorgesehen sein, dass das erste Förderrad und das zweite Förderrad bezüglich
einer zur Drehachse im Wesentlichen orthogonalen Symmetrieebene im Wesentlichen spiegelsymmetrisch
ausgebildet sind.
[0014] Bei dieser vorangehend angesprochenen spiegelsymmetrischen Gestaltung der Förderkanäle
bzw. der Förderräder kann weiter vorgesehen sein, dass der erste Förderkanal und der
zweite Förderkanal oder/und das erste Förderrad und das zweite Förderrad ohne Winkelversatz
zueinander angeordnet sind. Dies bedeutet, dass bei grundsätzlich gleicher bzw. spiegelsymmetrischer
Gestaltung die jeweiligen Baugruppen Förderkanäle bzw. Förderräder auch so bezüglich
einander liegen, dass sie in Umfangsrichtung vollständig deckungsgleich positioniert
sind. Dies führt zu einem im Wesentlichen symmetrischen Förderverhalten der beiden
Förderbereiche.
[0015] Zur Minimierung der vom Gebläse emittierten Geräusche kann es vorteilhaft sein, wenn
der erste Förderkanal und der zweite Förderkanal oder/und das erste Förderrad und
das zweite Förderrad mit Winkelversatz zueinander angeordnet sind. Hier arbeiten also
im Rotationsbetrieb die beiden Gebläsebereiche nicht phasengleich, so dass die Möglichkeit
besteht, durch die phasenverschobene Geräuschemission eine destruktive Interferenz
zu erreichen.
[0016] Das erste Förderrad kann einen die Drehachse ringartig umgebenden ersten Förderbereich
mit einer Mehrzahl von in Umfangsrichtung aufeinanderfolgenden ersten Förderschaufeln
umfassen. Gleichermaßen kann das zweite Förderrad einen die Drehachse ringartig umgebenden
zweiten Förderbereich mit einer Mehrzahl von in Umfangsrichtung aufeinanderfolgenden
zweiten Förderschaufeln umfassen.
[0017] Um bei dieser Anordnung die vorangehend angesprochene spiegelsymmetrische Gestaltung
der beiden Förderräder zu erreichen, wird vorgeschlagen, dass ein Anordnungsmuster
der ersten Förderschaufeln einem Anordnungsmuster der zweiten Förderschaufeln entspricht.
Beispielsweise können die ersten Förderschaufeln und die zweiten Förderschaufeln mit
gleichem oder gleich variierendem Umfangsabstand zueinander angeordnet sein, was nicht
zwingend bedeutet, dass die beiden Förderräder an der Motorwelle so getragen sein
müssen, dass bei grundsätzlich gleicher bzw. spiegelsymmetrischer Gestaltung derselben
diese auch ohne Winkelversatz zueinander liegen.
[0018] Die kompakte Bauart des erfindungsgemäßen Seitenkanalgebläses kann weiter dadurch
unterstützt werden, dass im Gebläsegehäuse ein Fördermediumeintrittsraum ausgebildet
ist, wobei der erste Fördermediumeintritt und der zweite Fördermediumeintritt von
dem Fördermediumeintrittsraum weg führen.
[0019] Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend mit Bezug auf die beiliegenden Figuren
detailliert beschrieben. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine perspektivische Darstellung eines Seitenkanalgebläses mit zwei durch einen Gebläsemotor
angetriebenen Förderrädern;
- Fig. 2
- eine perspektivische Explosionsdarstellung des Seitenkanalgebläses der Fig. 1;
- Fig. 3
- eine weitere perspektivische Explosionsdarstellung des Seitenkanalgebläses der Fig.
1.
[0020] In Fig. 1 ist ein Seitenkanalgebläse allgemein mit 8 bezeichnet. Das Seitenkanalgebläse
8, welches beispielsweise zum Fördern von Verbrennungsluft zu einem brennstoffbetriebenen
Fahrzeugheizgerät eingesetzt werden kann, umfasst ein Gebläsegehäuse 10, das im dargestellten
Beispiel mit einem ersten Gehäuseteil 12 und einem zweiten Gehäuseteil 14 aufgebaut
ist. Im Gebläsegehäuse 10 ist ein allgemein mit 16 bezeichneter elektrisch zu erregender
Gebläsemotor mit einem Stator 18 und einem mit einer Motorwelle 20 gekoppelten Rotor
22 vorgesehen. Ein den Gebläsemotor 16 im Wesentlichen aufnehmender Gebläsemotorgehäusebereich
24 umfasst am ersten Gehäuseteil 12 sowie am zweiten Gehäuseteil 14 jeweilige im Wesentlichen
kreiszylindrische Wandungen 26, 28, welche zu einer Drehachse D des Gebläsemotors
16 im Wesentlichen konzentrisch angeordnet sind und im Zusammenbauzustand ein Motoraufnahmevolumen
des Gebläsegehäuses 10 gemeinsam umgeben.
[0021] Am ersten Gehäuseteil 12 ist ein erster Gebläsegehäusebereich 30 vorgesehen. Dieser
umfasst einen zu einer ersten Axialseite 32 offenen, die Drehachse D ringartig umgebenden
ersten Förderkanal 34 mit einem ersten Fördermediumeintritt 36 und einem ersten Fördermediumaustritt
38. Zum Vermeiden eines Strömungskurzschlusses im Förderkanal 34 sind der erste Fördermediumeintritt
36 und der erste Fördermediumaustritt 38 durch einen ersten Unterbrecherbereich 40
voneinander getrennt.
[0022] Ein erster Endbereich 44 der Motorwelle 20 durchsetzt eine Wellendurchtrittsöffnung
42 im ersten Gebläsegehäusebereich 30, so dass mit diesem ersten Endbereich 44 ein
erstes Förderrad 46 beispielsweise durch Aufpressen gekoppelt werden kann. Das erste
Förderrad 46 umfasst dem ersten Förderkanal 34 gegenüberliegend einen ersten Förderbereich
48 mit einer Mehrzahl von in Umfangsrichtung aufeinander folgenden ersten Förderschaufeln
50. Im Rotationsbetrieb dreht sich das erste Förderrad 46 in einer durch einen Pfeil
P
1 angedeuteten Drehrichtung um die Drehachse D und fördert dadurch zu förderndes Medium,
z.B. Luft, entlang des ersten Förderkanals 34 vom ersten Fördermediumeintritt 36 zum
ersten Fördermediumaustritt 38.
[0023] Am zweiten Gehäuseteil 14 ist ein zweiter Gebläsegehäusebereich 52 mit einem zu einer
zweiten Axialseite 54 offenen, die Drehachse D ringartig umgebenden zweiten Förderkanal
56 vorgesehen. Dem zweiten Förderkanal 56 sind ein zweiter Fördermediumeintritt 58,
ein zweiter Fördermediumaustritt 60 und ein dazwischen liegender zweiter Unterbrecherbereich
62 zugeordnet. Ein zweiter axialer Endbereich 64 der Motorwelle 20 durchsetzt eine
zweite Wellendurchtrittsöffnung 66 im zweiten Gebläsegehäusebereich 52, so dass ein
zweites Förderrad 68 beispielsweise durch Aufpressen auf den zweiten Endbereich 64
der Motorwelle 20 mit dieser drehfest gekoppelt werden kann. Das zweite Förderrad
68 umfasst dem zweiten Förderkanal 56 axial gegenüberliegend einen zweiten Förderbereich
70 mit einer Mehrzahl von in Umfangsrichtung aufeinander folgenden zweiten Förderschaufeln
72. Da das erste Förderrad 46 und das zweite Förderrad 68 mit der Motorwelle 20 zur
gemeinsamen Drehung gekoppelt sind, rotiert das zweite Förderrad 68 in einer durch
den Pfeil P
2 indizierten Drehrichtung um die Drehachse D, wobei diese Drehrichtung der Drehrichtung
des ersten Förderrads 46 entspricht. Entsprechend der Förderwirkung des ersten Förderrads
46 fördert im Rotationsbetrieb auch das zweite Förderrad 68 Luft vom zweiten Fördermediumeintritt
58 entlang des zweiten Förderkanals 56 zum zweiten Fördermediumaustritt 60.
[0024] Im Gebläsegehäuse 10 ist begrenzt durch zwei Wandungen 74, 76, welche teilweise am
ersten Gehäuseteil 12 und teilweise am zweiten Gehäuseteil 14 ausgebildet sein können,
ein Fördermediumeintrittsraum 78 ausgebildet. Eine z.B. in einem Stutzen ausgebildete
Eintrittsöffnung 80 führt zu dem Fördermediumeintrittsraum 78. Zu dem Fördermediumeintrittsraum
78 sind ferner die beiden Fördermediumeintritte 36, 58 offen, so dass die in den Fördermediumeintrittsraum
78 gelangende Luft über die Fördermediumeintritte 36, 58 in den ersten Förderkanal
34 und den zweiten Förderkanal 56 strömen kann. Da die beiden Wandungen 74, 76 so
angeordnet sind, dass der Fördermediumeintrittsraum 78 die im Wesentlichen den Gebläsemotorgehäusebereich
24 bereitstellenden Wandungen 26, 28 umgibt, kann im Förderbetrieb im Bereich des
Gebläsemotors 16 entstehende Wärme von dem in Richtung zu den beiden Förderkanälen
34, 56 strömenden Medium Luft abgeführt werden.
[0025] Im Gebläsegehäuse 10 ist ferner ein im Wesentlichen auch von der Wandung 74 begrenzter
bzw. zum Fördermediumeintrittsraum 78 hin abgegrenzter Fördermediumaustrittsraum 82
ausgebildet. Dieser Fördermediumaustrittsraum 82 kann an einer Seite des Gebläsegehäuses
10 offen sein, an welcher dieses beispielsweise an eine Brennkammerbaugruppe eines
Fahrzeugheizgeräts anschließend positioniert werden kann. Die beiden Fördermediumaustritte
38, 60 führen das aus den Förderkanälen 34, 56 austretende geförderte Medium in den
Fördermediumaustrittsraum 82, aus welchem dann ein vereinheitlichter, gemeinsamer
Strom des Fördermediums das Gebläsegehäuse 10 verlassen kann.
[0026] Man erkennt in den Fig. 1 bis 3, dass bei der dargestellten Ausgestaltungsform die
beiden in den Gebläsegehäusebereichen 30, 52 vorgesehenen und an bezüglich einander
entgegengesetzten Axialseiten 32, 54 offenen Förderkanäle 34, 56 bezüglich einer zur
Drehachse D im Wesentlichen orthogonalen Symmetrieebene im Wesentlichen spiegelsymmetrisch
ausgebildet sind. Im dargestellten Beispiel sind diese beiden Förderkanäle 34, 56
nicht nur spiegelsymmetrisch ausgebildet, also weisen eine zueinander spiegelsymmetrische
geometrische Gestaltung auf, sondern sie sind auch ohne Winkelversatz um die Drehachse
D bezüglich einander positioniert, so dass die beiden Fördermediumaustritte 38, 60
einander in Umfangsrichtung und in Radialrichtung vollständig überlappend, mithin
einander axial gegenüberliegend positioniert sind. Somit wird die Erzeugung eines
vereinheitlichten Fördermediumstroms aus dem Gebläsegehäuse 10 bzw. dem Fördermediumaustrittsraum
82 heraus unterstützt.
[0027] Auch die beiden Förderräder 46, 68 können derart aufgebaut sein, dass sie eine zueinander
im Wesentlichen spiegelsymmetrische Gestaltung insbesondere ihrer Förderbereiche 48,
70 aufweisen. Dies bedeutet, dass bei beiden Förderrädern 46, 68 die ersten bzw. zweiten
Förderschaufeln 50, 72 mit gleichem Umfangsabstand bzw. gleicher Variation des Umfangsabstands,
beispielsweise gemäß einer pseudostatistischen Binärfolge, angeordnet sein können.
Die beiden somit grundsätzlich spiegelsymmetrisch zueinander aufgebauten Förderräder
46, 68 können an der gemeinsamen Motorwelle 20 so angebracht werden, dass sie ohne
Winkelversatz, also auch mit spiegelsymmetrischer Positionierung auf der Motorwelle
20 getragen sind. Alternativ ist es möglich, die beiden Förderräder 46, 68 mit Winkelversatz
zueinander anzuordnen, der beispielsweise der Hälfte des Winkelabstandes oder des
mittleren Winkelabstandes der unmittelbar aufeinander folgenden Förderschaufeln 50,
72 entsprechen kann. Somit kann das Entstehen konstruktiver Interferenzen in der Schallausbreitung
vermieden werden bzw. durch destruktive Überlagerung eine Geräuschminimierung unterstützt
werden.
[0028] Durch das Betreiben zweier Förderräder mit einem einzigen Gebläsemotor und das Erzeugen
eines daraus resultierenden gemeinsamen Stroms des zu fördernden Mediums, also beispielsweise
der Verbrennungsluft für ein Fahrzeugheizgerät, wird es möglich, vergleichsweise große
Fördermengen bei geringerer Drehzahl zu erreichen. Versuche haben gezeigt, dass mit
dem erfindungsgemäßen Aufbau bei einer Drehzahl von 7000 Umdrehungen pro Minute nahezu
der gleiche Fördermediumstrom erreicht werden kann, wie bei einem mit einem einzigen
Förderrad aufgebauten Gebläse bei einer Drehzahl von 10000 Umdrehungen pro Minute,
jeweils bezogen auf den gleichen an einem Heizgerät entstehenden Gegendruck. Mit dieser
zur Erlangung eines vorgegebenen Volumenstroms deutlich geminderten Drehzahl wird
auch die mit der dritten Potenz der Drehzahl einhergehende Leistungsaufnahme des Gebläses
bzw. des Gebläsemotors deutlich gemindert, ebenso wie der Schalldruckpegel.
1. Seitenkanalgebläse, insbesondere für ein Fahrzeugheizgerät, umfassend:
- in einem Gebläsegehäuse (10) einen Gebläsemotor (16) mit einer zur Drehung um eine
Drehachse (D) antreibbaren Motorwelle,
- einen ersten Gebläsegehäusebereich (30) mit einem zu einer ersten Axialseite (32)
offenen, die Drehachse (D) ringartig umgebundenen ersten Förderkanal (34) mit einem
ersten Fördermediumeintritt (36) und einem ersten Fördermediumaustritt (38),
- ein der ersten Axialseite (32) des ersten Gebläsegehäusebereichs (30) gegenüberliegendes
und den ersten Förderkanal (34) überdeckendes erstes Förderrad (46), wobei das erste
Förderrad (46) an einem ersten Endbereich (44) der Motorwelle (20) getragen ist,
- einen zweiten Gebläsegehäusebereich (52) mit einem zu einer zweiten Axialseite (54)
offenen, die Drehachse (D) ringartig umgebenden zweiten Förderkanal (56) mit einem
zweiten Fördermediumeintritt (58) und einem zweiten Fördermediumaustritt (60),
- ein der zweiten Axialseite (52) des zweiten Gebläsegehäusebereichs (50) gegenüberliegendes
und den zweiten Förderkanal (56) überdeckendes zweites Förderrad (68), wobei das zweite
Förderrad (68) an einem zweiten Endbereich (64) der Motorwelle (20) getragen ist.
2. Seitenkanalgebläse nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Motorwelle (20) mit ihrem ersten Endbereich (44) eine erste Wellendurchtrittsöffnung
(42) im ersten Gebläsegehäusebereich (30) zur Kopplung mit dem ersten Förderrad (46)
durchsetzt,
oder/und
dass die Motorwelle (20) mit ihrem zweiten Endbereich (64) eine zweite Wellendurchtrittsöffnung
(66) im zweiten Gebläsegehäusebereich (50) zur Kopplung mit dem zweiten Förderrad
(68) durchsetzt.
3. Seitenkanalgebläse nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Axialseite (32) und die zweite Axialseite (54) axial voneinander weg orientiert
sind.
4. Seitenkanalgebläse nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Gebläsemotorgehäusebereich (24) vorgesehen ist, wobei in dem Gebläsemotorgehäusebereich
(24) ein Stator (18) und ein mit der Motorwelle (20) gekoppelter Rotor (22) angeordnet
sind.
5. Seitenkanalgebläse nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass ein in dem Gebläsemotorgehäusebereich (24) ausgebildetes Motoraufnahmevolumen axial
vom ersten Gebläsegehäusebereich (30) oder/und vom zweiten Gebläsegehäusebereich (52)
begrenzt ist.
6. Seitenkanalgebläse nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass im Gebläsegehäuse (10) ein Fördermediumaustrittsraum (82) ausgebildet ist, wobei
der erste Fördermediumaustritt (38) und der zweite Fördermediumaustritt (60) zu dem
Fördermediumaustrittsraum (82) führen.
7. Seitenkanalgebläse nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass der erste Fördermediumaustritt (38) und der zweite Fördermediumaustritt (60) einander
in axialer Richtung gegenüberliegen oder/und in radialer Richtung oder/und in Umfangsrichtung
einander vorzugsweise im Wesentlichen vollständig überlappen.
8. Seitenkanalgebläse nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass der erste Förderkanal (34) und der zweite Förderkanal (56) bezüglich einer zur Drehachse
(D) im Wesentlichen orthogonalen Symmetrieebene zueinander im Wesentlichen spiegelsymmetrisch
ausgebildet sind.
9. Seitenkanalgebläse nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass das erste Förderrad (46) und das zweite Förderrad (68) bezüglich einer zur Drehachse
(D) im Wesentlichen orthogonalen Symmetrieebene im Wesentlichen spiegelsymmetrisch
ausgebildet sind.
10. Seitenkanalgebläse nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, dass der erste Förderkanal (34) und der zweite Förderkanal (56) oder/und das erste Förderrad
(46) und das zweite Förderrad (68) ohne Winkelversatz zueinander angeordnet sind.
11. Seitenkanalgebläse nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, dass der erste Förderkanal (34) und der zweite Förderkanal (56) oder/und das erste Förderrad
(46) und das zweite Förderrad (68) mit Winkelversatz zueinander angeordnet sind.
12. Seitenkanalgebläse nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass das erste Förderrad (46) einen die Drehachse (D) ringartig umgebenden ersten Förderbereich
(48) mit einer Mehrzahl von in Umfangsrichtung aufeinander folgenden ersten Förderschaufeln
(50) umfasst und dass das zweite Förderrad (68) einen die Drehachse (D) ringartig
umgebenden zweiten Förderbereich (70) mit einer Mehrzahl von in Umfangsrichtung aufeinander
folgenden zweiten Förderschaufeln (72) umfasst.
13. Seitenkanalgebläse nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Anordnungsmuster der ersten Förderschaufein (50) einem Anordnungsmuster der zweiten
Förderschaufeln (72) entspricht.
14. Seitenkanalgebläse nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass im Gebläsegehäuse (10) ein Fördermediumeintrittsraum (78) ausgebildet ist, wobei
der erste Fördermediumeintritt (36) und der zweite Fördermediumeintritt (58) vom Fördermediumeintrittsraum
(78) weg führen.