[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung einer Kombination aus Lipase und
bestimmten Acylhydrazonen zur Verstärkung der Primärwaschkraft von Wasch- oder Reinigungsmitteln
beim Waschen von Textilien oder Reinigen harter Oberflächen gegenüber insbesondere
bleich- oder enzymsensitiven Anschmutzungen, und Wasch- und Reinigungsmittel, welche
eine derartige Kombination enthalten.
[0002] Herkömmliche Bleichmittel auf Basis von Aktivsauerstoff, auch in Gegenwart stöchiometrischer
Aktivatoren (wie zum Beispiel TAED, NOBS, DECOBS, DOBA) zeigen eine gute Leistung
bei Anwendungstemperaturen von 40°C und darüber. Bei niedrigen Temperaturen ist die
Bleichleistung jedoch eingeschränkt.
[0003] Eine Erhöhung der Bleichleistung durch Erhöhung der Bleichmittelmenge oder den Einsatz
besonders wirksamer Bleichmittel führt häufig zu einer Verminderung der Leistung der
eingesetzten Enzyme wie beispielsweise Protease und Lipase, was dann insbesondere
zu einer reduzierten Entfernung von protein- und fetthaltigen Anschmutzungen führt.
[0004] Aus der internationalen Patentanmeldung
WO 2012/080088 A1 sind bestimmte Acylhydrazone und Wasch- und Rinigungsmittel, welche diese enthalten,
bekannt.Die internationale Patentanmeldung
WO 2009/124855 A1 betrifft die Verwendung von Metallkomplexen mit Acylhydrazon-Liganden als Katalysatoren
für Oxidationsreaktionen und Wasch- und Reinigungsmittel, welche solche Komplexe oder
derartige Liganden enthalten. Aus der Patentanmeldung
DE 10 2012 200 333 A1 ist die Wirkungsverstärkung von Wasch- und Reinigungsmitteln gegenüber Anschmutzungen
aus polysaccharidhaltigen Nahrungsmitteln durch peroxidisches Bleichmittel und bestimmten
Acylhydrazonen bekannt.
[0005] Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung einer Kombination aus Lipase mit einem
Acylhydrazon der allgemeinen Formel (I),

in der R
1 für eine C
1-4-Alkylgruppe, die einen Substituenten ausgewählt aus

trägt, in dem R
10 für Wasserstoff oder eine C
1-28-Alkyl-, C
2-28-Alkenyl-, C
2-22-Alkinyl-, C
3-12-Cycloalkyl-, C
3-12-Cycloalkenyl-, C
7-9-Aralkyl-, C
3-20-Heteroalkyl-, C
3-12-Cycloheteroalkyl-, C
5-16-Heteroaralkylgruppe und A
- für das Anion einer organischen oder anorganischen Säure steht, R
2 für Wasserstoff oder eine gegebenenfalls substituierte C
1-28-Alkyl-, C
2-28-Alkenyl-, C
2-22-Alkinyl-, C
3-12-Cycloalkyl-, C
3-12-Cycloalkenyl-, C
7-9-Aralkyl-, C
3-28-Heteroalkyl-, C
3-12-Cycloheteroalkyl-, C
5-16-Heteroaralkyl-, Phenyl-, Naphthyl- oder Heteroarylgruppe,
R
4 für Wasserstoff oder eine C
1-28-Alkyl-, C
2-28-Alkenyl-, C
2-22-Alkinyl-, C
3-12-Cycloalkyl-, C
3-12-Cycloalkenyl-, C
7-9-Aralkyl-, C
3-20-Heteroalkyl-, C
3-12-Cycloheteroalkyl-, C
5-16-Heteroaralkylgruppe oder eine gegebenenfalls substituierte Phenyl- oder Naphthyl-
oder Heteroarylgruppe,
R
5, R
6, R
7 und R
8 unabhängig voneinander für R
1, Wasserstoff, Halogen, eine Hydroxy-, Amino-, eine gegebenenfalls substituierte N-mono-oder
di-C
1-4-alkyl- oder C
2-4-hydroxyalkyl-amino-, N-Phenyl- oder N-Naphthyl-amino-, C
1-28-Alkyl-, C
1-28-Alkoxy-, Phenoxy-, C
2-28-Alkenyl-, C
2-22-Alkinyl-, C
3-12-Cycloalkyl-, C
8-12-Cycloalkenyl-, C
7-9-Aralkyl-, C
3-20-Heteroalkyl-, C
3-12-Cycloheteroalkyl-, C
5-16-Heteroaralkyl-, Phenyl- oder Naphthylgruppe stehen, wobei die Substituenten ausgewählt
werden aus C
1-4-Alkyl-, C
1-4-Alkoxy-, Hydroxy-, Sulfo-, Sulfato-, Halogen-, Cyano-, Nitro-, Carboxy-, Phenyl-,
Phenoxy-, Naphthoxy-, Amino-, N-mono-oder di-C
1-4-alkyl- oder C
2-4-hydroxyalkyl-amino-, N-Phenyl- oder N-Naphthyl-aminogruppen, oder
R
5 und R
6 oder R
6 und R
7 oder R
7 und R
8 unter Ausbildung von 1, 2 oder 3 carbocyclischen oder O-, NR
10- oder S-heterocyclischen, gegebenenfalls aromatischen und/oder gegebenenfalls C
1-6-alkylsubstituierten Ringen miteinander verbunden sind, stehen,
zur Verstärkung der Primärwaschkraft von persauerstoffhaltigen Wasch- und Reinigungsmitteln.
[0006] Die Acylhydrazone können in E- oder Z-Konfiguration vorliegen; wenn R
2 Wasserstoff ist, kann die Verbindung der allgemeinen Formel (I) in einer ihrer tautomeren
Formen oder als Mischung aus diesen vorliegen.
[0007] In den Verbindungen der allgemeinen Formel (I) ist R
2 vorzugsweise Wasserstoff. R
4 ist vorzugsweise Wasserstoff.
[0008] Das Anion A
- ist vorzugsweise Carboxylat wie Lactat, Citrat, Tartrat oder Succinat, Perchlorat,
Tetrafluoroborat, Hexafluorophosphat, Alkylsulfonat, Alkylsulfat, Hydrogensulfat,
Sulfat, Dihydrogenphosphat, Hydrogenphosphat, Phosphat, Isocyanat, Rhodanid, Nitrat,
Fluorid, Chlorid, Bromid, Hydrogencarbonat oder Carbonat, wobei bei mehrwertigen Anionen
der Ladungsausgleich durch die Anwesenheit zusätzlicher Kationen wie Natrium- oder
Ammoniumionen erreicht werden kann.
[0009] Besonders bevorzugt ist das Acylhydrazon der Formel (II),

[0010] Eine Lipase ist ein Enzym, das die Hydrolyse von Esterbindungen in Lipid-Substraten,
insbesondere in Fetten und Ölen, katalysiert. Lipasen stellen daher eine Untergruppe
der Esterasen dar. Lipasen sind im Allgemeinen vielseitige Enzyme, die eine Vielzahl
an Substraten akzeptieren, beispielsweise aliphatische, alizyklische, bizyklische
und aromatische Ester, Thioester und aktivierte Amine. Lipasen wirken gegen Fettrückstände
in der Wäsche, indem sie deren Hydrolyse (Lipolyse) katalysieren. Lipasen mit breiten
Substratspektren werden insbesondere dort verwendet, wo inhomogene Rohstoffe oder
Substratgemische umgesetzt werden müssen, also beispielsweise in Wasch- und Reinigungsmitteln,
da Verschmutzungen in der Regel aus unterschiedlich aufgebauten Fetten und Ölen bestehen.
Die aus dem Stand der Technik bekannten Lipasen sind üblicherweise mikrobiellen Ursprungs
und stammen in der Regel aus Bakterien oder Pilzen, beispielsweise der Gattungen Bacillus,
Pseudomonas, Acinetobacter, Micrococcus, Humicola (Thermomyces), Trichoderma oder
Trichosporon. Lipasen werden üblicherweise nach an sich bekannten biotechnologischen
Verfahren durch geeignete Mikroorganismen produziert, beispielsweise durch transgene
Expressionswirte der Gattungen Bacillus oder durch filamentöse Pilze. Im Rahmen der
vorliegenden Erfindung bevorzugte Lipasen leiten sich von dem Pilz Humicola lanuginosa
ab, wie beispielsweise die kommerziell erhältlichen Lipasen Lipolase®, Lipolase Ultra®,
und insbesondere Lipex®.
[0011] Die reinigungsaktiven Effekte der Lipase bleiben in Gegenwart gleichzeitig anwesenden
Acylhydrazons erhalten. Ebenso bleiben die reinigungsaktiven Effekte des Acylhydrazons
in Gegenwart gleichzeitig anwesender Lipase erhalten. Der kombinierte Einsatz von
Lipase und Acylhydrazon resultiert in einer größeren Anzahl verbessert entfernter
Anschmutzungen als die Summe verbessert entfernter Anschmutzungen bei Einsatz der
beiden Wirkstoffe einzeln, insbesondere bei niedrigen Waschtemperaturen von zum Beispiel
40 °C und darunter, und schon bei Raumtemperatur.
[0012] Die Leistung von Verbindungen der allgemeinen Formel (I) kann gegebenenfalls durch
die Anwesenheit von Mangan-, Titan-, Cobalt-, Nickel- oder Kupferionen, vorzugsweise
Mn(II)-(III)-(IV)-(V), Cu(I)-(II)-(III), Fe(I)-(II)-(III)-(IV), Co(I)-(II)-(III),
Ni(I)-(II)-(III), Ti(II)-(III)-(IV) und besonders bevorzugt solchen ausgewählt aus
Mn(II)-(III)-(IV)-(V), Cu(I)-(II)-(III), Fe(I)-(II)-(III)-(IV) und Co(I)-(II)-(III),
weiter verstärkt werden; gewünschtenfalls kann das Acylhydrazon auch in Form von Komplexverbindungen
der genannten Metallzentralatome mit Liganden der allgemeinen Formel (I) und insbesondere
der allgemeinen Formel (II) eingesetzt werden. Ein bleichverstärkender Komplex, der
einen Liganden mit einem Gerüst gemäß Formel (I) aufweist, kann den entsprechenden
Liganden einmal oder auch mehrfach, insbesondere zweimal, aufweisen. Er kann ein-
oder gegebenenfalls zwei- oder mehrkernig sein. Er kann außerdem weitere Neutral-,
Anion- oder Kationliganden, wie beispielsweise H
2O, NH
3, CH
3OH, Acetylaceton, Terpyridin, organische Anionen, wie beispielsweise Citrat, Oxalat,
Tartrat, Formiat, ein C
2-18-Carboxylat, ein C
1-18-Alkylsulfat, insbesondere Methosulfat, oder ein entsprechendes Alkansulfonat, anorganische
Anionen, wie beispielsweise Halogenid, insbesondere Chlorid, Perchlorat, Tetrafluoroborat,
Hexafluorophosphat, Nitrat, Hydrogensulfat, Hydroxid oder Hydroperoxid. Er kann auch
verbrückende Liganden, wie beispielsweise Alkylendiamine, aufweisen.
[0013] Im Rahmen der erfindungsgemäßen Verwendung ist bevorzugt, wenn die Konzentration
der Verbindung gemäß Formel (I) in wässriger Flotte, wie sie beispielsweise in Waschmaschinen
oder Geschirrspülmaschinen zum Einsatz kommt, 0,5 µmol/l bis 500 µmol/l, insbesondere
5 µmol/l bis 100 µmol/l beträgt. Obengenannte komplexbildende Metallionen werden vorzugsweise
nicht absichtlich hinzugefügt, sie können aber aus möglichen Quellen für derartige
Metallionen, zu denen insbesondere das Leitungswasser, die Waschmaschine selbst, Anhaftungen
an Textilien und Anschmutzungen auf den Textilien zu rechnen sind, anwesend sein.
Gegebenenfalls kommen auch unabsichtlich mit anderen Waschmittelinhaltstoffen eingeschleppte
Metallionen in Frage. Bevorzugte Persauerstoffkonzentrationen (berechnet als H
2O
2) in der Flotte liegen im Bereich von 0,001 g/l bis 10 g/l, insbesondere von 0,1 g/l
bis 1 g/l und besonders bevorzugt von 0,2 g/l bis 0,5 g/l. Die erfindungsgemäße Verwendung
wird vorzugsweise bei Temperaturen im Bereich von 10 °C bis 95 °C, insbesondere 20
°C bis 40 °C und besonders bevorzugt bei Temperaturen unterhalb von 30 °C durchgeführt.
Die Wasserhärte des zur Zubereitung der wässrigen Flotte zum Einsatz kommenden Wassers
liegt vorzugsweise im Bereich von 0°dH bis 21°dH, insbesondere 0°dH bis 3°dH. In der
Waschflotte liegt die Wasserhärte vorzugsweise im Bereich von 0°dH bis 16°dH, insbesondere
0°dH bis 3°dH, was beispielsweise durch den Einsatz üblicher Buildermaterialien oder
Wasserenthärter erreicht werden kann. Die erfindungsgemäße Verwendung wird vorzugsweise
bei pH-Werten im Bereich von pH 5 bis pH 12, insbesondere von pH 7 bis pH 11 durchgeführt.
[0014] Die erfindungsgemäße Verwendung erfolgt vorzugsweise derart, dass man eine Persauerstoffverbindung
und ein Waschmittel, welches ein Acylhydrazon der allgemeinen Formel (I) und Lipase
enthält, im Rahmen eines maschinellen oder mit der Hand ausgeführten Waschvorgangs
auf ein verunreinigtes Textil einwirken lässt. Die erfindungsgemäße Verwendung kann
besonders einfach durch den Einsatz eines Waschmittels, das Persauerstoffverbindung,
Lipase und eine Verbindung der Formel (I) oder einen durch Komplexbildung mit einem
genannten Übergangsmetallion aus dieser zugänglichen Bleichkatalysator enthält, bei
der Wäsche reinigungsbedürftiger Textilien realisiert werden. Alternativ kann die
Persauerstoffverbindung und/oder die Verbindung der Formel (I) und/oder ein aus dieser
zugänglicher Komplex und/oder die Lipase auch separat zu einer Waschflotte, welche
ein Waschmittel ohne den jeweils genannten Inhaltstoff aufweist, zugesetzt werden.
Analoges gilt für Reinigungsmittel für harte Oberflächen bei der erfindungsgemäßen
Verwendung beispielsweise im Rahmen eines Geschirrspülverfahrens.
[0015] Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Wasch- oder Reinigungsmittel, enthaltend
ein persauerstoffhaltiges Bleichmittel und eine Kombination aus Lipase und einer Verbindung
der Formel (I). Im Rahmen der Verwendung bevorzugte Ausführungsformen gelten auch
für die Kategorie der Wasch- oder Reinigungsmittel; insbesondere kann die Verbindung
der Formel (I) auch in der Form eines durch Komplexbildung mit einem genannten Übergangsmetallion
aus dieser zugänglichen Bleichkatalysators in dem Mittel enthalten sein.
[0016] Lipase ist in erfindungsgemäßen Mitteln vorzugsweise in Mengen von 0,0005 Gew.-%
bis 0,025 Gew.-%, insbesondere 0,0025 Gew.-% bis 0,01 Gew.-%, jeweils bezogen auf
aktives Protein, enthalten.
[0017] Vorzugsweise ist in Wasch- oder Reinigungsmitteln 0,001 Gew.-% bis 5 Gew.-%, insbesondere
0,05 Gew.-% bis 0,15 Gew.-% und besonders bevorzugt 0,03 Gew.-% bis 0,09 Gew.-% der
Verbindung gemäß Formel (I) enthalten. Insbesondere wenn eine Verbindung der Formel
(I) enthalten ist, ist bevorzugt, dass das Mittel zusätzlich ein Mangan-, Titan-,
Cobalt-, Nickel- oder Kupfer-Salz und/oder einen Mangan-, Titan-, Cobalt-, Nickel-
oder Kupfer-Komplex ohne einen Liganden, welcher einer Verbindung gemäß Formel (I)
entspricht, enthält. Dann liegt das Molverhältnis des genannten Übergangsmetalls oder
der Summe der genannten Übergangsmetalle zu der Verbindung gemäß Formel (I) vorzugsweise
im Bereich von 0,001:1 bis 2:1, insbesondere 0,01:1 bis 1:1. In einer weiteren bevorzugten
Ausgestaltung der Mittel sind in diesen 0,05 Gew.-% bis 1 Gew.-%, insbesondere 0,1
Gew.-% bis 0,5 Gew.-% an bleichverstärkendem Komplex, der einen Liganden gemäß Formel
(I) aufweist, enthalten. Bevorzugtes Übergangsmetall ist Mn.
[0018] Als in den Mitteln enthaltene Persauerstoffverbindungen kommen insbesondere organische
Persäuren beziehungsweise persaure Salze organischer Säuren, wie Phthalimidopercapronsäure,
Perbenzoesäure oder Salze der Diperoxododecandisäure, andere Peroxo-Säuren oder peroxosaure
Salze, wie Alkalipersulfate oder -peroxodisulfate oder Caroate, oder Diacylperoxide
oder Tetraacyldiperoxide, Wasserstoffperoxid und unter den Waschbedingungen Wasserstoffperoxid
freisetzende Substanzen, wie Alkaliperborate, Alkalipercarbonate, Alkalipersilikate
und Harnstoffperhydrat, in Betracht. Wasserstoffperoxid kann dabei auch mit Hilfe
eines enzymatischen Systems, das heißt einer Oxidase und ihres Substrats, erzeugt
werden. Sofern feste Persauerstoffverbindungen eingesetzt werden sollen, können diese
in Form von Pulvern oder Granulaten verwendet werden, die auch in im Prinzip bekannter
Weise umhüllt sein können. Besonders bevorzugt wird Alkalipercarbonat, Alkaliperborat-Monohydrat,
Alkaliperborat-Tetrahydrat oder Wasserstoffperoxid in Form wässriger Lösungen, die
3 Gew.-% bis 10 Gew.-% Wasserstoffperoxid enthalten, eingesetzt. Vorzugsweise sind
Persauerstoffverbindungen in Mengen von bis zu 50 Gew.-%, insbesondere von 2 Gew.-%
bis 45 Gew.-% und besonders bevorzugt von 5 Gew.-% bis 20 Gew.-%, in den Mitteln vorhanden.
[0019] In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung wird, insbesondere in Gegenwart
von H
2O
2 freisetzender Persauerstoffverbindung, ein üblicher Bleichaktivator zusammen mit
dem Acylhydrazon der allgemeinen Formel (I), der allgemeinen Formel (II) und insbesondere
der Formel (III) eingesetzt. In Waschmitteln sind derartige Bleichaktivatoren vorzugsweise
in Mengen von bis zu 10 Gew.-%, insbesondere von 1,5 Gew.-% bis 5 Gew.-% enthalten.
Vorzugsweise werden unter Perhydrolysebedingungen Peroxocarbonsäure ausbildende Verbindung
und Acylhydrazon in Molverhältnissen im Bereich von 4:1 bis 100:1, insbesondere von
25:1 bis 50:1 eingesetzt.
[0020] Als unter Perhydrolysebedingungen Peroxocarbonsäure-liefernde Verbindung können insbesondere
Verbindungen, die unter Perhydrolysebedingungen gegebenenfalls substituierte Perbenzoesäure
und/oder aliphatische Peroxocarbonsäuren mit 1 bis 12 C-Atomen, insbesondere 2 bis
4 C-Atomen ergeben, allein oder in Mischungen, eingesetzt werden. Geeignet sind Bleichaktivatoren,
die O- und/oder N-Acylgruppen insbesondere der genannten C-Atomzahl und/oder gegebenenfalls
substituierte Benzoylgruppen tragen. Bevorzugt sind mehrfach acylierte Alkylendiamine,
insbesondere Tetraacetylethylendiamin (TAED), acylierte Glykolurile, insbesondere
Tetraacetylglykoluril (TAGU), acylierte Triazinderivate, insbesondere 1,5-Diacetyl-2,4-dioxohexahydro-1,3,5-triazin
(DADHT), N-Acylimide, insbesondere N-Nonanoylsuccinimid (NOSI), acylierte Phenolsulfonate
oder -carboxylate beziehungsweise die Sulfon- oder Carbonsäuren von diesen, insbesondere
Nonanoyl- oder Isononanoyl- oder Lauroyloxybenzolsulfonat (NOBS beziehungsweise iso-NOBS
beziehungsweise LOBS) oder Decanoyloxybenzoat (DOBA), deren formale Kohlensäureesterderivate
wie 4-(2-Decanoyloxyethoxycarbonyloxy)-benzolsulfonat (DECOBS), acylierte mehrwertige
Alkohole, insbesondere Triacetin, Ethylenglykoldiacetat und 2,5-Diacetoxy-2,5-dihydrofuran
sowie acetyliertes Sorbitol und Mannitol und deren Mischungen (SORMAN), acylierte
Zuckerderivate, insbesondere Pentaacetylglukose (PAG), Pentaacetylfruktose, Tetraacetylxylose
und Octaacetyllactose, acetyliertes, gegebenenfalls N-alkyliertes Glucamin und Gluconolacton,
und/oder N-acylierte Lactame, beispielsweise N-Benzoylcaprolactam.
[0021] Zusätzlich oder alternativ zu den Verbindungen, die unter Perhydrolysebedingungen
Peroxocarbonsäuren bilden, können weitere bleichaktivierende Verbindungen, wie beispielsweise
Nitrile, aus denen sich unter Perhydrolysebedingungen Perimidsäuren bilden, vorhanden
sein. Dazu gehören insbesondere Aminoacetonitrilderivate mit quaterniertem Stickstoffatom
gemäß der Formel

in der R
11 für -H, -CH
3, einen C
2-24-Alkyl- oder -Alkenylrest, einen substituierten C
1-24-Alkyl- oder C
2-24-Alkenylrest mit mindestens einem Substituenten aus der Gruppe -Cl, -Br, -OH, -NH
2, -CN und -N
(+)-CH
2-CN, einen Alkyl- oder Alkenylarylrest mit einer C
1-24-Alkylgruppe, oder für einen substituierten Alkyl- oder Alkenylarylrest mit mindestens
einer, vorzugsweise zwei, gegebenenfalls substituierten C
1-24-Alkylgruppe(n) und gegebenenfalls weiteren Substituenten am aromatischen Ring steht,
R
12 und R
13 unabhängig voneinander ausgewählt sind aus -CH
2-CN, -CH
3, -CH
2-CH
3, -CH
2-CH
2-CH
3, -CH(CH
3)-CH
3, -CH
2-OH, -CH
2-CH
2-OH, -CH(OH)-CH
3, -CH
2-CH
2-CH
2-OH, -CH
2-CH(OH)-CH
3, -CH(OH)-CH
2-CH
3, -(CH
2CH
2-O)
nH mit n = 1, 2, 3, 4, 5 oder 6, R
14 und R
15 unabhängig voneinander eine voranstehend für R
11, R
12 oder R
13 angegebene Bedeutung haben, wobei mindestens 2 der genannten Reste, insbesondere
R
12 und R
13, auch unter Einschluss des Stickstoffatoms und gegebenenfalls weiterer Heteroatome
ringschließend miteinander verknüpft sein können und dann vorzugsweise einen Morpholino-Ring
ausbilden, und X ein ladungsausgleichendes Anion, vorzugsweise ausgewählt aus Benzolsulfonat,
Toluolsulfonat, Cumolsulfonat, den C
9-15-Alkylbenzolsulfonaten, den C
1-20-Alkylsulfaten, den C
8-22-Carbonsäuremethylestersulfonaten, Sulfat, Hydrogensulfat und deren Gemischen, ist,
können eingesetzt werden. Auch sauerstoffübertragende Sulfonimine können eingesetzt
werden.
[0022] Die Bleichaktivatoren können zur Vermeidung der Wechselwirkung mit den Persauerstoffverbindungen
bei der Lagerung in bekannter Weise mit Hüllsubstanzen überzogen beziehungsweise granuliert
worden sein, wobei mit Hilfe von Carboxymethylcellulose granuliertes Tetraacetylethylendiamin
mit mittleren Korngrößen von 0,01 mm bis 0,8 mm, granuliertes 1,5-Diacetyl-2,4-dioxo-hexahydro-1,3,5-triazin,
und/oder in Teilchenform konfektioniertes Trialkylammoniumacetonitril besonders bevorzugt
ist.
[0023] Zusätzlich zu der erfindungsgemäß zu verwendenden Kombination können auch übliche
die Bleiche aktivierende Übergangsmetallkomplexe eingesetzt werden. Diese werden vorzugsweise
unter den Cobalt-, Eisen-, Kupfer-, Titan-, Vanadium-, Mangan- und Rutheniumkomplexen
ausgewählt. Als Liganden in derartigen Übergangsmetallkomplexen kommen sowohl anorganische
als auch organische Verbindungen in Frage, zu denen neben Carboxylaten insbesondere
Verbindungen mit primären, sekundären und/oder tertiären Amin- und/oder Alkohol-Funktionen,
wie Pyridin, Pyridazin, Pyrimidin, Pyrazin, Imidazol, Pyrazol, Triazol, 2,2'-Bispyridylamin,
Tris-(2-pyridylmethyl)amin, 1,4,7-Triazacyclononan und dessen substituierte Derivate
wie 1,4,7-Trimethyl-1,4,7-triazacyclononan, 1,5,9-Triazacyclododecan und dessen substituierte
Derivate wie 1,5,9-Trimethyl-1,5,9-triazacyclododecan 1,4,8,11-Tetraazacyclotetradecan
und dessen substituierte Derivate wie 5,5,7,12,12,14-Hexamethyl-1,4,8,11-tetraazacyclotetradecan,
1,5,8,12-Tetraazabicyclo[6.6.2]hexadecan und dessen substituierte Derivate wie 5,12-Diethyl-1,5,8,12-tetraazabicyclo[6.6.2]hexadecan,
(Bis-((1-methylimidazol-2-yl)-methyl))-(2-pyridylmethyl)-amin, N,N'-(Bis-(1-methylimidazol-2-yl)-methyl)-ethylendiamin,
N-Bis-(2-benzimidazolylmethyl)-aminoethanol, 2,6-Bis-(bis-(2-benzimidazolylmethyl)aminomethyl)-4-methylphenol,
N,N,N',N'-Tetrakis-(2-benzimidazolylmethyl)-2-hydroxy-1,3-diaminopropan, 2,6-Bis-(bis-(2-pyridylmethyl)aminomethyl)-4-methylphenol,
1,3-Bis-(bis-(2-benzimidazolylmethyl)aminomethyl)-benzol, Sorbitol, Mannitol, Erythritol,
Adonitol, Inositol, Lactose, und gegebenenfalls substituierte Salene, Porphine und
Porphyrine gehören. Zu den anorganischen Neutralliganden gehören insbesondere Ammoniak
und Wasser. Falls nicht sämtliche Koordinationsstellen des Übergangsmetallzentralatoms
durch Neutralliganden besetzt sind, enthält der Komplex weitere, vorzugsweise anionische
und unter diesen insbesondere ein- oder zweizähnige Liganden. Zu diesen gehören insbesondere
die Halogenide wie Fluorid, Chlorid, Bromid und lodid, und die (NO
2)
--Gruppe, das heißt ein Nitro-Ligand oder ein Nitrito-Ligand. Die (NO
2)
--Gruppe kann an ein Übergangsmetall auch chelatbildend gebunden sein oder sie kann
zwei Übergangsmetallatome asymmetrisch oder η
1-O-verbrücken. Außer den genannten Liganden können die Übergangsmetallkomplexe noch
weitere, in der Regel einfacher aufgebaute Liganden, insbesondere ein- oder mehrwertige
Anionliganden, tragen. In Frage kommen beispielsweise Nitrat, Acetat, Trifluoroacetat,
Formiat, Carbonat, Citrat, Oxalat, Perchlorat sowie komplexe Anionen wie Hexafluorophosphat.
Die Anionliganden sollen für den Ladungsausgleich zwischen Übergangsmetall-Zentralatom
und dem Ligandensystem sorgen. Auch die Anwesenheit von Oxo-Liganden, Peroxo-Liganden
und Imino-Liganden ist möglich. Insbesondere derartige Liganden können auch verbrückend
wirken, so dass mehrkernige Komplexe entstehen. Im Falle verbrückter, zweikerniger
Komplexe müssen nicht beide Metallatome im Komplex gleich sein. Auch der Einsatz zweikerniger
Komplexe, in denen die beiden Übergangsmetallzentralatome unterschiedliche Oxidationszahlen
aufweisen, ist möglich. Falls Anionliganden fehlen oder die Anwesenheit von Anionliganden
nicht zum Ladungsausgleich im Komplex führt, sind in den gemäß der Erfindung zu verwendenden
Übergangsmetallkomplex-Verbindungen anionische Gegenionen anwesend, die den kationischen
Übergangsmetall-Komplex neutralisieren. Zu diesen anionischen Gegenionen gehören insbesondere
Nitrat, Hydroxid, Hexafluorophosphat, Sulfat, Chlorat, Perchlorat, die Halogenide
wie Chlorid oder die Anionen von Carbonsäuren wie Formiat, Acetat, Oxalat, Benzoat
oder Citrat. Beispiele für einsetzbare Übergangsmetallkomplex-Verbindungen sind Mn(IV)
2(µ-O)
3(1,4,7-trimethyl-1,4,7-triazacyclononan)-di-hexafluorophosphat, [N,N'-Bis[(2-hydroxy-5-vinylphenyl)-methylen]-1,2-diaminocyclohexan]-mangan-(III)-chlorid,
[N,N'-Bis[(2-hydroxy-5-nitrophenyl)-methylen]-1,2-diaminocyclohexan]-mangan-(III)-acetat,
[N,N'-Bis[(2-hydroxyphenyl)-methylen]-1,2-phenylendiamin]-mangan-(III)-acetat, [N,N'-Bis[(2-hydroxyphenyl)-methylen]-1,2-diaminocyclohexan]-mangan-(III)-chlorid,
[N,N'-Bis[(2-hydroxyphenyl)-methylen]-1,2-diaminoethan]-mangan-(III)-chlorid, [N,N'-Bis[(2-hydroxy-5-sulfonatophenyl)-methylen]-1,2-diaminoethan]-mangan-(III)-chlorid,
Mangan-oxalatokomplexe, Nitropentammin-cobalt(III)-chlorid, Nitritopentammin-cobalt(III)-chlorid,
Hexammincobalt(III)-chlorid, Chloropentammin-cobalt(III)-chlorid sowie der Peroxo-Komplex
[(NH
3)
5Co-O-O-Co(NH
3)
5]Cl
4.
[0024] Waschmittel, die als insbesondere pulverförmige Feststoffe, in nachverdichteter Teilchenform,
als homogene Lösungen oder Suspensionen vorliegen können, können außer der erfindungsgemäß
zu verwendenden Kombination aus Lipase und Verbindung gemäß Formel (I) sowie gegebenenfalls
den genannten Bleichaktivatoren und -katalysatoren im Prinzip alle bekannten und in
derartigen Mitteln üblichen Inhaltsstoffe enthalten. Die Mittel können insbesondere
Buildersubstanzen, oberflächenaktive Tenside, wassermischbare organische Lösungsmittel,
weitere Enzyme, Sequestrierungsmittel, Elektrolyte, pH-Regulatoren, Polymere mit Spezialeffekten,
wie soil release-Polymere, Farbübertragungsinhibitoren, Vergrauungsinhibitoren, knitterreduzierende
polymere Wirkstoffe und formerhaltende polymere Wirkstoffe, und weitere Hilfsstoffe,
wie optische Aufheller, Schaumregulatoren, Farb- und Duftstoffe, enthalten.
[0025] Ein Mittel kann zur weiteren Verstärkung der Desinfektionswirkung, beispielsweise
gegenüber speziellen Keimen, zusätzlich übliche antimikrobielle Wirkstoffe, wie beispielsweise
Alkohole, Aldehyde, Säuren, Carbonsäureester, Säureamide, Phenole und Phenolderivate,
Diphenyle, Diphenylalkane, Harnstoffderivate, an organische Gerüste gebundene O-Acetate
und O-Formale, Benzamidine, Isothiazoline, Phthalimidderivate, Pyridinderivate, Amine,
quaternäre Ammoniumverbindungen, Guanidine, amphotere Verbindungen, Chinoline, Benzimidazole,
IPBC, Dithiocarbamate, Metalle und Metallverbindungen, wie zum Beispiel Silber und
Silbersalze, Halogene, wie zum Beispiel Chlor, Iod und deren Verbindungen, weitere
Oxidationsmittel sowie anorganische Stickstoffverbindungen, enthalten. Derartige antimikrobielle
Zusatzstoffe sind vorzugsweise in Mengen bis zu 10 Gew.-%, insbesondere von 0,01 Gew.-%
bis 5 Gew.-%, jeweils bezogen auf gesamtes Mittel, enthalten; in bevorzugter Ausgestaltung
sind sie jedoch frei von solchen zusätzlichen Desinfektionswirkstoffen.
[0026] Die Mittel können ein oder mehrere Tenside enthalten, wobei insbesondere anionische
Tenside, nichtionische Tenside und deren Gemische in Frage kommen, aber auch kationische
und/oder amphotere Tenside enthalten sein können. Geeignete nichtionische Tenside
sind insbesondere Alkylglykoside und Ethoxylierungs- und/oder Propoxylierungsprodukte
von Alkylglykosiden oder linearen oder verzweigten Alkoholen mit jeweils 12 bis 18
C-Atomen im Alkylteil und 3 bis 20, vorzugsweise 4 bis 10 Alkylethergruppen. Weiterhin
sind entsprechende Ethoxylierungs- und/oder Propoxylierungsprodukte von N-Alkyl-aminen,
vicinalen Diolen, Fettsäureestern und Fettsäureamiden, die hinsichtlich des Alkylteils
den genannten langkettigen Alkoholderivaten entsprechen, sowie von Alkylphenolen mit
5 bis 12 C-Atomen im Alkylrest brauchbar.
[0027] Geeignete anionische Tenside sind insbesondere Seifen und solche, die Sulfat- oder
SulfonatGruppen mit bevorzugt Alkaliionen als Kationen enthalten. Verwendbare Seifen
sind bevorzugt die Alkalisalze der gesättigten oder ungesättigten Fettsäuren mit 12
bis 18 C-Atomen. Derartige Fettsäuren können auch in nicht vollständig neutralisierter
Form eingesetzt werden. Zu den brauchbaren Tensiden des Sulfat-Typs gehören die Salze
der Schwefelsäurehalbester von Fettalkoholen mit 12 bis 18 C-Atomen und die Sulfatierungsprodukte
der genannten nichtionischen Tenside mit niedrigem Ethoxylierungsgrad. Zu den verwendbaren
Tensiden vom Sulfonat-Typ gehören lineare Alkylbenzolsulfonate mit 9 bis 14 C-Atomen
im Alkylteil, Alkansulfonate mit 12 bis 18 C-Atomen, sowie Olefinsulfonate mit 12
bis 18 C-Atomen, die bei der Umsetzung entsprechender Monoolefine mit Schwefeltrioxid
entstehen, sowie alpha-Sulfofettsäureester, die bei der Sulfonierung von Fettsäuremethyl-
oder -ethylestern entstehen.
[0028] Derartige Tenside sind in Waschmitteln in Mengenanteilen von vorzugsweise 5 Gew.-%
bis 50 Gew.-%, insbesondere von 8 Gew.-% bis 30 Gew.-%, enthalten,
[0029] Ein Waschmittel enthält vorzugsweise mindestens einen wasserlöslichen und/oder wasserunlöslichen,
organischen und/oder anorganischen Builder. Zu den wasserlöslichen organischen Buildersubstanzen
gehören Polycarbonsäuren, insbesondere Citronensäure und Zuckersäuren, monomere und
polymere Aminopolycarbonsäuren, insbesondere Glycindiessigsäure, Methylglycindiessigsäure,
Nitrilotriessigsäure, Iminodisuccinate wie Ethylendiamin-N,N'-dibernsteinsäure und
Hydroxyiminodisuccinate, Ethylendiamintetraessigsäure sowie Polyasparaginsäure, Polyphosphonsäuren,
insbesondere Aminotris(methylenphosphonsäure), Ethylendiamintetrakis(methylenphosphonsäure),
Lysintetra(methylenphosphosäure) und 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonsäure, polymere
Hydroxyverbindungen wie Dextrin sowie polymere (Poly-)carbonsäuren, insbesondere durch
Oxidation von Polysacchariden zugängliche Polycarboxylate, polymere Acrylsäuren, Methacrylsäuren,
Maleinsäuren und Mischpolymere aus diesen, die auch geringe Anteile polymerisierbarer
Substanzen ohne Carbonsäurefunktionalität einpolymerisiert enthalten können. Die relative
mittlere Molekülmasse (hier und im Folgenden: Gewichtsmittel) der Homopolymeren ungesättigter
Carbonsäuren liegt im allgemeinen zwischen 5 000 g/mol und 200 000 g/mol, die der
Copolymeren zwischen 2 000 g/mol und 200 000 g/mol, vorzugsweise 50 000 g/mol bis
120 000 g/mol, jeweils bezogen auf freie Säure. Ein besonders bevorzugtes Acrylsäure-Maleinsäure-Copolymer
weist eine relative mittlere Molekülmasse von 50 000 bis 100 000 auf. Geeignete, wenn
auch weniger bevorzugte Verbindungen dieser Klasse sind Copolymere der Acrylsäure
oder Methacrylsäure mit Vinylethern, wie Vinylmethylethern, Vinylester, Ethylen, Propylen
und Styrol, in denen der Anteil der Säure mindestens 50 Gew.-% beträgt. Als wasserlösliche
organische Buildersubstanzen können auch Terpolymere eingesetzt werden, die als Monomere
zwei ungesättigte Säuren und/oder deren Salze sowie als drittes Monomer Vinylalkohol
und/ oder ein Vinylalkohol-Derivat oder ein Kohlenhydrat enthalten. Das erste saure
Monomer beziehungsweise dessen Salz leitet sich von einer monoethylenisch ungesättigten
C
3-C
8-Carbonsäure und vorzugsweise von einer C
3-C
4-Monocarbonsäure, insbesondere von (Meth)-acrylsäure ab. Das zweite saure Monomer
beziehungsweise dessen Salz kann ein Derivat einer C
4-C
8-Dicarbonsäure sein, wobei Maleinsäure besonders bevorzugt ist. Die dritte monomere
Einheit wird in diesem Fall von Vinylalkohol und/oder vorzugsweise einem veresterten
Vinylalkohol gebildet. Insbesondere sind Vinylalkohol-Derivate bevorzugt, welche einen
Ester aus kurzkettigen Carbonsäuren, beispielsweise von C
1-C
4-Carbonsäuren, mit Vinylalkohol darstellen. Bevorzugte Polymere enthalten dabei 60
Gew.-% bis 95 Gew.-%, insbesondere 70 Gew.-% bis 90 Gew.-% (Meth)acrylsäure bzw. (Meth)acrylat,
besonders bevorzugt Acrylsäure bzw. Acrylat, und Maleinsäure bzw. Maleinat sowie 5
Gew.-% bis 40 Gew.-%, vorzugsweise 10 Gew.-% bis 30 Gew.-% Vinylalkohol und/oder Vinylacetat.
Ganz besonders bevorzugt sind dabei Polymere, in denen das Gewichtsverhältnis von
(Meth)acrylsäure beziehungsweise (Meth)acrylat zu Maleinsäure beziehungsweise Maleinat
zwischen 1:1 und 4:1, vorzugsweise zwischen 2:1 und 3:1 und insbesondere 2:1 und 2,5:1
liegt. Dabei sind sowohl die Mengen als auch die Gewichtsverhältnisse auf die Säuren
bezogen. Das zweite saure Monomer beziehungsweise dessen Salz kann auch ein Derivat
einer Allylsulfonsäure sein, die in 2-Stellung mit einem Alkylrest, vorzugsweise mit
einem C
1-C
4-Alkylrest, oder einem aromatischen Rest, der sich vorzugsweise von Benzol oder Benzol-Derivaten
ableitet, substituiert ist. Bevorzugte Terpolymere enthalten dabei 40 Gew.-% bis 60
Gew.-%, insbesondere 45 bis 55 Gew.-% (Meth)acrylsäure beziehungsweise (Meth)acrylat,
besonders bevorzugt Acrylsäure beziehungsweise Acrylat, 10 Gew.-% bis 30 Gew.-%, vorzugsweise
15 Gew.-% bis 25 Gew.-% Methallylsulfonsäure bzw. Methallylsulfonat und als drittes
Monomer 15 Gew.-% bis 40 Gew.-%, vorzugsweise 20 Gew.-% bis 40 Gew.-% eines Kohlenhydrats.
Dieses Kohlenhydrat kann dabei beispielsweise ein Mono-, Di-, Oligo- oder Polysaccharid
sein, wobei Mono-, Di- oder Oligosaccharide bevorzugt sind. Besonders bevorzugt ist
Saccharose. Durch den Einsatz des dritten Monomers werden vermutlich Sollbruchstellen
in das Polymer eingebaut, die für die gute biologische Abbaubarkeit des Polymers verantwortlich
sind. Diese Terpolymere weisen im Allgemeinen eine relative mittlere Molekülmasse
zwischen 1 000 g/mol und 200 000 g/mol, vorzugsweise zwischen 200 g/mol und 50 000
g/mol auf. Weitere bevorzugte Copolymere sind solche, die als Monomere Acrolein und
Acrylsäure/Acrylsäuresalze beziehungsweise Vinylacetat aufweisen. Die organischen
Buildersubstanzen können, insbesondere zur Herstellung flüssiger Mittel, in Form wässriger
Lösungen, vorzugsweise in Form 30- bis 50-gewichtsprozentiger wässriger Lösungen eingesetzt
werden. Alle genannten Säuren werden in der Regel in Form ihrer wasserlöslichen Salze,
insbesondere ihre Alkalisalze, eingesetzt.
[0030] Derartige organische Buildersubstanzen können gewünschtenfalls in Mengen bis zu 40
Gew.-%, insbesondere bis zu 25 Gew.-% und vorzugsweise von 1 Gew.-% bis 8 Gew.-% enthalten
sein. Mengen nahe der genannten Obergrenze werden vorzugsweise in pastenförmigen oder
flüssigen, insbesondere wasserhaltigen, Mitteln eingesetzt.
[0031] Als wasserlösliche anorganische Buildermaterialien kommen insbesondere Polyphosphate,
vorzugsweise Natriumtriphosphat, in Betracht. Als wasserunlösliche anorganische Buildermaterialien
werden insbesondere kristalline oder amorphe, wasserdispergierbare Alkalialumosilikate,
in Mengen nicht über 25 Gew.-%, vorzugsweise von 3 Gew.-% bis 20 Gew.-% und insbesondere
in Mengen von 5 Gew.-% bis 15 Gew.-% eingesetzt. Unter diesen sind die kristallinen
Natriumalumosilikate in Waschmittelqualität, insbesondere Zeolith A, Zeolith P sowie
Zeolith MAP und gegebenenfalls Zeolith X, bevorzugt. Mengen nahe der genannten Obergrenze
werden vorzugsweise in festen, teilchenförmigen Mitteln eingesetzt. Geeignete Alumosilikate
weisen insbesondere keine Teilchen mit einer Korngröße über 30 µm auf und bestehen
vorzugsweise zu wenigstens 80 Gew.-% aus Teilchen mit einer Größe unter 10 µm. Ihr
Calciumbindevermögen liegt in der Regel im Bereich von 100 bis 200 mg CaO pro Gramm.
[0032] Zusätzlich oder alternativ zum genannten wasserunlöslichen Alumosilikat und Alkalicarbonat
können weitere wasserlösliche anorganische Buildermaterialien enthalten sein. Zu diesen
gehören neben den Polyphosphaten wie Natriumtriphosphat insbesondere die wasserlöslichen
kristallinen und/oder amorphen Alkalisilikat-Builder. Derartige wasserlösliche anorganische
Buildermaterialien sind in den Mitteln vorzugsweise in Mengen von 1 Gew.-% bis 20
Gew.-%, insbesondere von 5 Gew.-% bis 15 Gew.-% enthalten. Die als Buildermaterialien
brauchbaren Alkalisilikate weisen vorzugsweise ein molares Verhältnis von Alkalioxid
zu SiO
2 unter 0,95, insbesondere von 1:1,1 bis 1:12 auf und können amorph oder kristallin
vorliegen. Bevorzugte Alkalisilikate sind die Natriumsilikate, insbesondere die amorphen
Natriumsilikate, mit einem molaren Verhältnis Na
2O:SiO
2 von 1:2 bis 1:2,8. Als kristalline Silikate, die allein oder im Gemisch mit amorphen
Silikaten vorliegen können, werden vorzugsweise kristalline Schichtsilikate der allgemeinen
Formel Na
2Si
xO
2x+1·y H
2O eingesetzt, in der x, das sogenannte Modul, eine Zahl von 1,9 bis 4 und y eine Zahl
von 0 bis 20 ist und bevorzugte Werte für x 2, 3 oder 4 sind. Bevorzugte kristalline
Schichtsilikate sind solche, bei denen x in der genannten allgemeinen Formel die Werte
2 oder 3 annimmt. Insbesondere sind sowohl ß- als auch δ-Natriumdisitikate (Na
2Si
2O
5·yH
2O) bevorzugt. Auch aus amorphen Alkalisilikaten hergestellte, praktisch wasserfreie
kristalline Alkalisilikate der obengenannten allgemeinen Formel, in der x eine Zahl
von 1,9 bis 2,1 bedeutet, können in den Mitteln eingesetzt werden. In einer weiteren
bevorzugten Ausführungsform wird ein kristallines Natriumschichtsilikat mit einem
Modul von 2 bis 3 eingesetzt, wie es aus Sand und Soda hergestellt werden kann. Natriumsilikate
mit einem Modul im Bereich von 1,9 bis 3,5 werden in einer weiteren Ausführungsform
eingesetzt. In einer bevorzugten Ausgestaltung solcher Mittel setzt man ein granulares
Compound aus Alkalisilikat und Alkalicarbonat ein, wie es zum Beispiel unter dem Namen
Nabion® 15 im Handel erhältlich ist.
[0033] Als in den Waschmitteln gegebenenfalls enthaltene Enzyme kommen insbesondere solche
aus der Klasse der Proteasen, Cutinasen, Amylasen, Pullulanasen, Xylanasen, Hemicellulasen,
Cellulasen, Peroxidasen sowie Oxidasen beziehungsweise deren Gemische in Frage, wobei
der Einsatz von Protease, Amylase und/oder Cellulase besonders bevorzugt ist. Der
Anteil beträgt vorzugsweise 0,2 Gew.-% bis 1,5 Gew.-%, insbesondere 0,5 Gew.-% bis
1 Gew.-%. Die Enzyme können in üblicher Weise an Trägerstoffen adsorbiert und/oder
in Hüllsubstanzen eingebettet sein oder als konzentrierte, möglichst wasserfreie Flüssigformulierungen
eingearbeitet werden.
[0034] Geeignete Vergrauungsinhibitoren beziehungsweise soil-release-Wirkstoffe sind Celluloseether,
wie Carboxymethylcellulose, Methylcellulose, Hydroxyalkylcellulosen und Cellulosemischether,
wie Methylhydroxyethylcellulose, Methylhydroxypropylcellulose und Methyl-Carboxymethylcellulose.
Vorzugsweise werden Natrium-Carboxymethylcellulose und deren Gemische mit Methylcellulose
eingesetzt. Zu den üblicherweise eingesetzten Soil-release-Wirkstoffen gehören Copolyester,
die Dicarbonsäureeinheiten, Alkylenglykoleinheiten und Polyalkylenglykoleinheiten
enthalten. Der Anteil an Vergrauungsinhibitoren und/oder soil-release-Wirkstoffen
in den Mitteln liegt im allgemeinen nicht über 2 Gew.-% und beträgt vorzugsweise 0,5
Gew.-% bis 1,5 Gew.-%.
[0035] Als optische Aufheller für insbesondere Textilien aus Cellulosefasern (zum Beispiel
Baumwolle) können in Waschmitteln beispielsweise Derivate der Diaminostilbendisulfonsäure
beziehungsweise deren Alkalimetallsalze enthalten sein. Geeignet sind zum Beispiel
Salze der 4,4'-Bis(2-anilino-4-morpholino-1,3,5-triazin-6-yl-amino)-stilben-2,2'-disulfonsäure
oder gleichartig aufgebaute Verbindungen, die anstelle der Morpholinogruppe eine Diethanolaminogruppe,
eine Methylaminogruppe oder eine 2-Methoxyethylaminogruppe tragen. Weiterhin können
Aufheller vom Typ des substituierten 4,4'-Distyryl-diphenyl anwesend sein, zum Beispiel
4,4'-Bis-(4-chlor-3-sulfostyryl)-diphenyl. Auch Gemische von Aufhellern können verwendet
werden. Für Polyamidfasern eignen sich besonders gut Aufheller vom Typ der 1,3-Diaryl-2-pyrazoline,
beispielsweise 1-(p-Sulfoamoylphenyl)-3-(p-chlorphenyl)-2-pyrazolin sowie gleichartig
aufgebaute Verbindungen. Der Gehalt des Mittels an optischen Aufhellern beziehungsweise
Aufhellergemischen liegt im allgemeinen nicht über 1 Gew.-% und vorzugsweise im Bereich
von 0,05 Gew.-% bis 0,5 Gew.-%.
[0036] Zu den in Waschmitteln einsetzbaren üblichen Schaumregulatoren gehören beispielsweise
Polysiloxan-Kieselsäure-Gemische, wobei die darin enthaltene feinteilige Kieselsäure
vorzugsweise silaniert oder anderweitig hydrophobiert ist. Die Polysiloxane können
sowohl aus linearen Verbindungen wie auch aus vernetzten Polysiloxan-Harzen sowie
aus deren Gemischen bestehen. Weitere Entschäumer sind Paraffinkohlenwasserstoffe,
insbesondere Mikroparaffine und Paraffinwachse, deren Schmelzpunkt oberhalb 40 °C
liegt, gesättigte Fettsäuren beziehungsweise Seifen mit insbesondere 20 bis 22 C-Atomen,
zum Beispiel Natriumbehenat, und Alkalisalze von Phosphorsäuremono- und/oder -dialkylestern,
in denen die Alkylketten jeweils 12 bis 22 C-Atome aufweisen. Unter diesen wird bevorzugt
Natriummonoalkylphosphat und/oder -dialkylphosphat mit C
16- bis C
18-Alkylgruppen eingesetzt. Der Anteil der Schaumregulatoren kann vorzugsweise 0,2 Gew.-%
bis 2 Gew.-% betragen.
[0037] Die Mittel können Wasser als Lösungsmittel enthalten. Zu den in den Mitteln, insbesondere
wenn sie in flüssiger oder pastöser Form vorliegen, verwendbaren organischen Lösungsmitteln
gehören Alkohole mit 1 bis 4 C-Atomen, insbesondere Methanol, Ethanol, Isopropanol
und tert.-Butanol, Diole mit 2 bis 4 C-Atomen, insbesondere Ethylenglykol und Propylenglykol,
sowie deren Gemische und die aus den genannten Verbindungsklassen ableitbaren Ether.
Derartige wassermischbare Lösungsmittel sind in den Mitteln in Mengen von vorzugsweise
nicht über 20 Gew.-%, insbesondere von 1 Gew.-% bis 15 Gew.-%, vorhanden.
[0038] Zur Einstellung eines gewünschten, sich durch die Mischung der übrigen Komponenten
nicht von selbst ergebenden pH-Werts können die Mittel system- und umweltverträgliche
Säuren, insbesondere Citronensäure, Essigsäure, Weinsäure, Äpfelsäure, Milchsäure,
Glykolsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure und/oder Adipinsäure, aber auch Mineralsäuren,
insbesondere Schwefelsäure oder Alkalihydrogensulfate, oder Basen, insbesondere Ammonium-
oder Alkalihydroxide, enthalten. Derartige pH-Regulatoren sind vorzugsweise nicht
über 10 Gew.-%, insbesondere von 0,5 Gew.-% bis 6 Gew.-%, enthalten.
[0039] Die Herstellung fester Mittel bietet keine Schwierigkeiten und kann in im Prinzip
bekannter Weise, zum Beispiel durch Sprühtrocknen oder Granulation, erfolgen, wobei
thermisch empfindliche Inhaltsstoffe gegebenenfalls später getrennt zugesetzt werden.
[0040] Mittel in Form wässriger oder sonstige übliche Lösungsmittel enthaltender Lösungen
werden besonders vorteilhaft durch einfaches Mischen der Inhaltsstoffe, die in Substanz
oder als Lösung in einen automatischen Mischer gegeben werden können, hergestellt.
[0041] Die Mittel liegen vorzugsweise als pulverförmige, granulare oder tablettenförmige
Präparate vor, die in an sich bekannter Weise, beispielsweise durch Mischen, Granulieren,
Walzenkompaktieren und/oder durch Sprühtrocknung der thermisch belastbaren Komponenten
und Zumischen der empfindlicheren Komponenten, zu denen insbesondere Enzyme, Bleichmittel
und bleichaktivierende Wirkstoffe zu rechnen sind, hergestellt werden können. Zur
Herstellung von Mitteln mit erhöhtem Schüttgewicht, insbesondere im Bereich von 650
g/l bis 950 g/l, ist ein einen Extrusionsschritt aufweisendes Verfahren bevorzugt.
[0042] Zur Herstellung von Mitteln in Tablettenform geht man vorzugsweise derart vor, dass
man alle Bestandteile in einem Mischer miteinander vermischt und das Gemisch mittels
herkömmlicher Tablettenpressen, beispielsweise Exzenterpressen oder Rundläuferpressen,
mit Preßdrucken im Bereich von 200 · 10
5 Pa bis 1 500 · 10
5 Pa verpresst. Man erhält so problemlos bruchfeste und dennoch unter Anwendungsbedingungen
ausreichend schnell lösliche Tabletten mit Biegefestigkeit von normalerweise über
150 N. Vorzugsweise weist eine derart hergestellte Tablette ein Gewicht von 15 g bis
40 g, insbesondere von 20 g bis 30 g auf, bei einem Durchmesser von 35 mm bis 40 mm.
Beispiele
[0043] Ein lipase- und acylhydrazon-freies pulverförmiges Waschmittel V1, ein ansonsten
identisches lipase-haltiges Waschmittel V2, ein ansonsten mit V1 identisches acylhydrazon-haltiges
Waschmittel V2, und ein lipase- und acylhydrazon-haltiges Waschmittel E1 mit der in
der nachfolgenden Tabelle 1 angegebenen Zusammensetzung (Inhaltsstoffe in Gew.-%)
wurden bei 20 °C in Waschversuchen bei einer Dosierung von 80 g pro 17 I Wasser in
einer Miele® Waschmaschine getestet.
Tabelle 1: Waschmittelzusammensetzungen
| Inhaltsstoff |
V1 |
V2 |
V3 |
E1 |
| LAS - Na |
10,6 |
10,6 |
10,6 |
10,6 |
| FA 7 EO |
3 |
3 |
3 |
3 |
| C16/18-Na-Seife |
1,2 |
1,2 |
1,2 |
1,2 |
| HEDP-Na4 |
0,81 |
0,81 |
0,81 |
0,81 |
| Polyacrylat |
2,2 |
2,2 |
2,2 |
2,2 |
| Natriumsilikat 2.1 |
5,7 |
5,7 |
5,7 |
5,7 |
| Natriumcarbonat |
22 |
22 |
22 |
22 |
| Natriumpercarbonat |
10 |
10 |
10 |
10 |
| TAED |
3 |
3 |
3 |
3 |
| Acylhydrazon1) |
- |
- |
0,09 |
0,09 |
| Carboxymethylcellulose |
2,5 |
2,5 |
2,5 |
2,5 |
| Entschäumer |
0,046 |
0,046 |
0,046 |
0,046 |
| Protease/Amylase/Cellulase |
0,61 |
0,61 |
0,61 |
0,61 |
| Lipase (Lipex®) |
- |
0,005 |
- |
0,005 |
| Optischer Aufheller |
0,183 |
0,183 |
0,183 |
0,183 |
| Parfum |
0,3 |
0,3 |
0,3 |
0,3 |
| Natriumsulfat |
auf 100 |
|
|
|
| 1)Morpholinium-4-(2-(2-((2-Hydroxyphenylmethyl)-methylen)-hydrazinyl)-2-oxoethyl)-4-methylchlorid |
[0044] Neben sauberer Füllwäsche kamen die folgenden standardisierten Anschmutzungen zum
Einsatz:
Tabelle 2: Anschmutzungen
| Anschmutzung |
Herkunft/Art |
Textila) |
| Apfel-Banane-Brei |
Hipp, Milder Früchtebrei |
CO |
| Heidelbeersaft |
Rabenhorst |
CO |
| Kirschsaft |
Odenwald |
CO |
| Currysauce |
Kühne fruchtig-exotisch |
CO |
| Espresso |
Espresso Senseo |
CO |
| Gras |
Gras |
CO |
| Tomatenketchup |
Heinz |
CO |
| Rotwein |
Bordeaux |
CO |
| Spinat |
Spinat SPAR |
CO |
| Tee |
Messner, Assam Ceylon 10 |
CO |
| Schokoladenpudding, Pulver |
Dr. Oetker |
CO |
| Kakao |
Bensdorp Premiumqualität mit Milch |
CO |
| Mousse au chocolat, kalt |
Dr. Oetker, mit Wasser gemischt |
CO |
| Mousse au chocolat, Pulver |
Dr. Oetker |
CO |
| Schafblut |
Blut |
CO |
| Spaghettisauce |
Barilla, Base per Bolognese |
PES |
| Tomatensauce |
Knorr, Tomato al Gusto |
PES |
| Schokoladen-Eiscreme |
Lagnese Cremissimo |
PES |
| Konfitüre |
Classic, wildberries |
PES |
| Salatdressing |
Kühne, Balsamico |
PES |
| Maschinenöl, gebraucht |
Henkels Autowerkstatt |
PES |
| Frittierfett, gebraucht |
Henkels Küche |
PES |
| Gartenerde |
WFK |
PES |
| Bratensaft |
Knorr |
PES |
| Schweineschmalz, gebraucht |
Lard |
PES |
| Lippenstift, 453 rose |
L'Òreal |
PES |
| Lippenstift, Sweet Nectarine 83 |
Jade |
PES |
| Make up, Lóreal K3 Rose Beige |
LÒREAL, le teint Perfect Match |
PES |
| Make up, Sans Soucis |
Nr. 40 Bronze Rose |
PES |
| Olivenöl |
Bertolli, Extra-Vergine |
PES |
| Spaghettisauce |
Barilla , Base per Bolognese |
CO |
| Tomatensauce |
Knorr , Tomato al Gusto |
CO |
| Schokoladen-Eiscreme |
Lagnese Cremissimo |
CO |
| Konfitüre |
Classic, wildberries |
CO |
| Salatdressing |
Kühne ,Balsamico |
CO |
| Maschinenöl, gebraucht |
Henkels Werkstatt |
CO |
| Frittierfett, gebraucht |
Henkels Küche |
CO |
| Gartenerde |
WFK |
CO |
| Bratensaft |
Knorr |
CO |
| Schweineschmalz, gebraucht |
Lard |
CO |
| Lippenstift, 453 rose |
L'Òreal |
CO |
| Lippenstift, Sweet Nectarine 83 |
Jade |
CO |
| Make up, Lóreal K3 Rose Beige |
L'Òreal L, le teint Perfect Match |
CO |
| Make up, Sans Soucis |
Nr. 40 Bronze Rose |
CO |
| Olivenöl |
Bertolli, Extra-Vergine |
CO |
| CFT C03 |
Schokoladenmilch/Ruß |
CO |
| CFT C05 |
Blut/Milch/Tusche |
CO |
| CFT CS02 |
Kakao |
CO |
| CFT CS29 |
Tapioca-Stärke, gefärbt |
CO |
| EMPA 111 |
Blut |
CO |
| EMPA 112 |
Kakao |
CO |
| EMPA 117 |
Blut/Milch/Tusche |
PES/CO |
| EMPA 160 |
Schokoladencreme |
CO |
| EMPA 162 |
Mais-Stärke, gefärbt |
PES/CO |
| EMPA 163 |
Porridge |
CO |
| EMPA 165 |
Schokoladenpudding |
CO |
| H-MR-B |
Milch/Ruß |
CO |
| WFK 10EG |
Eigelb |
CO |
| WFK 10N |
Ei/Pigment |
CO |
| WFK 10R |
Mais-Stärke/Pigment |
CO |
| CFT BC1 |
Tee für mittlere und hohe Temperatur |
CO |
| CFT CBC05 |
Rote Beete |
CO |
| CFT CS03 |
Rotwein, gealtert |
CO |
| EMPA 167 |
Tee |
CO |
| H-K-B |
Kaffee |
CO |
| H-T-B |
Tee |
CO |
| WFK 10BB |
Brombeersaft |
CO |
| WFK 10JB |
Schwarze-Johannisbeere-Saft |
CO |
| WFK 10U |
Curry |
CO |
| WFK 10WB |
Heidelbeersaft |
CO |
| CFT BC2 |
Kaffee |
CO |
| CFT BC3 |
Tee für niedrige Temperatur |
CO |
| CFT CS08 |
Gras |
CO |
| CFT CS103 |
Rotwein, frisch |
CO |
| CFT CS12 |
Schwarze Johannisbeere |
CO |
| CFT CS15 |
Heidelbeersaft |
CO |
| CFT CS06 |
Salatdressing/Naturschwärze |
CO |
| CFT CS26 |
Mais-Stärke, gefärbt |
CO |
| CFT CS28 |
Reis-Stärke, gefärbt |
CO |
| CFT CS37 |
Ei/Pigment |
CO |
| CFT CS44 |
Schokoladengetränk |
CO |
| CFT C01 |
Ruß/Mineralöl |
CO |
| CFT C02 |
Olivenöl/Ruß |
CO |
| CFT C09 |
Pigment/Öl |
CO |
| CFT CS05S |
Mayonnaise/Ruß |
CO |
| CFT CS17 |
Make-up |
CO |
| CFT CS216 |
Lippenstift red |
CO |
| CFT CS32 |
Sebum/Ruß |
CO |
| CFT PCS16 |
Lippenstift, rosa |
PES/CO |
| WFK 20D |
Pigment/Sebum |
PES/CO |
| a) CO = Baumwolle; PES = Polyester; PES/CO = Polyester-Baumwolle-Mischgewebe |
[0045] Beim direkten Vergleich der Mittel V1 und V2 wies V2 an 4 Anschmutzungen eine höhere
Waschleistung auf und war an 86 Anschmutzungen im Rahmen der Messgenauigkeit (hier
und im Folgenden: 6-fach Bestimmung) gleich. Im direkten Vergleich der Mittel V1 und
V3 wies V3 an 21 Anschmutzungen eine höhere Waschleistung auf und war an 69 Anschmutzungen
im Rahmen der Messgenauigkeit gleich. Im direkten Vergleich der Mittel V1 und E1 wies
E1 an 27 Anschmutzungen eine höhere Waschleistung auf und war an 63 Anschmutzungen
im Rahmen der Messgenauigkeit gleich. Der gleichzeitige Einsatz beider Inhaltstoffe
zeigte überraschenderweise eine größere Zahl an Vorteilen (27) als die Summe der einzeln
eingesetzten Inhaltstoffe (21+4). Insbesondere an den Anschmutzungen Blut/Milch/Tusche
und Olivenöl/Ruß war die Überlegenheit des Mittels E1 stark ausgeprägt.
[0046] Die Durchführung der Waschversuche unter ansonsten gleichen Bedingungen bei 40 °C
wies V2 im direkten Vergleich der Mittel V1 und V2 an 6 Anschmutzungen eine höhere
und an 1 Anschmutzung eine niedrigere Waschleistung auf und war an 83 Anschmutzungen
im Rahmen der Messgenauigkeit gleich. Im direkten Vergleich der Mittel V1 und V3 wies
V3 an 10 Anschmutzungen eine höhere Waschleistung auf und war an 80 Anschmutzungen
im Rahmen der Messgenauigkeit gleich. Im direkten Vergleich der Mittel V1 und E1 wies
E1 an 19 Anschmutzungen eine höhere Waschleistung auf und war an 71 Anschmutzungen
im Rahmen der Messgenauigkeit gleich. Der gleichzeitige Einsatz beider Inhaltstoffe
zeigte überraschenderweise eine größere Zahl an Vorteilen (19) als die Summe der einzeln
eingesetzten Inhaltstoffe (10+6(-1)). Insbesondere an den Anschmutzungen Currysauce,
Blut/Milch/Tusche, Curry und Olivenöl/Ruß war die Überlegenheit des Mittels E1 stark
ausgeprägt.
1. Verwendung einer Kombination aus Lipase mit einem Acylhydrazon der allgemeinen Formel
(I),

in der R
1 für eine C
1-4-Alkylgruppe, die einen Substituenten ausgewählt aus

trägt, in dem R
10 für Wasserstoff oder eine C
1-28-Alkyl-, C
2-28-Alkenyl-, C
2-22-Alkinyl-, C
3-12-Cycloalkyl-, C
3-12-Cycloalkenyl-, C
7-9-Aralkyl-, C
3-20-Heteroalkyl-, C
3-12-Cycloheteroalkyl-, C
5-16-Heteroaralkylgruppe und A
- für das Anion einer organischen oder anorganischen Säure steht,
R
2 für Wasserstoff oder eine gegebenenfalls substituierte C
1-28-Alkyl-, C
2-28-Alkenyl-, C
2-22-Alkinyl-, C
3-12-Cycloalkyl-, C
3-12-Cycloalkenyl-, C
7-9-Aralkyl-, C
3-28-Heteroalkyl-, C
3-12-Cycloheteroalkyl-, C
5-16-Heteroaralkyl-, Phenyl-, Naphthyl- oder Heteroarylgruppe,
R
4 für Wasserstoff oder eine C
1-28-Alkyl-, C
2-28-Alkenyl-, C
2-22-Alkinyl-, C
3-12-Cycloalkyl-, C
3-12-Cycloalkenyl-, C
7-9-Aralkyl-, C
3-20-Heteroalkyl-, C
3-12-Cycloheteroalkyl-, C
5-16-Heteroaralkylgruppe oder eine gegebenenfalls substituierte Phenyl- oder Naphthyl-
oder Heteroarylgruppe,
R
5, R
6, R
7 und R
8 unabhängig voneinander für R
1, Wasserstoff, Halogen, eine Hydroxy-, Amino-, eine gegebenenfalls substituierte N-mono-oder
di-C
1-4-alkyl- oder C
2-4-hydroxyalkyl-amino-, N-Phenyl- oder N-Naphthyl-amino-, C
1-28-Alkyl-, C
1-28-Alkoxy-, Phenoxy-, C
2-28-Alkenyl-, C
2-22-Alkinyl-, C
3-12-Cycloalkyl-, C
3-12-Cycloalkenyl-, C
7-9-Aralkyl-, C
3-20-Heteroalkyl-, C
3-12-Cycloheteroalkyl-, C
5-16-Heteroaralkyl-, Phenyl- oder Naphthylgruppe stehen, wobei die Substituenten ausgewählt
werden aus C
1-4-Alkyl-, C
1-4-Alkoxy-, Hydroxy-, Sulfo-, Sulfato-, Halogen-, Cyano-, Nitro-, Carboxy-, Phenyl-,
Phenoxy-, Naphthoxy-, Amino-, N-mono-oder di-C
1-4-alkyl- oder C
2-4-hydroxyalkyl-amino-, N-Phenyl- oder N-Naphthyl-aminogruppen, oder R
5 und R
6 oder R
6 und R
7 oder R
7 und R
8 unter Ausbildung von 1, 2 oder 3 carbocyclischen oder O-, NR
10- oder S-heterocyclischen, gegebenenfalls aromatischen und/oder gegebenenfalls C
1-6-alkylsubstituierten Ringen miteinander verbunden sind, stehen, zur Verstärkung der
Primärwaschkraft von persauerstoffhaltigen Wasch- und Reinigungsmitteln.
2. Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Konzentration der Verbindung gemäß Formel (I) in wässriger Flotte 0,5 µmol/l
bis 500 µmol/l, insbesondere 5 µmol/l bis 100 µmol/l beträgt.
3. Verwendung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Persauerstoffkonzentration (berechnet als H2O2) in der Flotte im Bereich von 0,001 g/l bis 10 g/l, insbesondere von 0,1 g/l bis
1 g/l liegt.
4. Wasch- oder Reinigungsmittel, enthaltend ein persauerstoffhaltiges Bleichmittel und
eine Kombination aus Lipase und einer Verbindung der Formel (I),

in der R
1 für eine C
1-4-Alkylgruppe, die einen Substituenten ausgewählt aus

trägt, in dem R
10 für Wasserstoff oder eine C
1-28-Alkyl-, C
2-28-Alkenyl-, C
2-22-Alkinyl-, C
3-12-Cycloalkyl-, C
3-12-Cycloalkenyl-, C
7-9-Aralkyl-, C
3-20-Heteroalkyl-, C
3-12-Cycloheteroalkyl-, C
5-16-Heteroaralkylgruppe und A
- für das Anion einer organischen oder anorganischen Säure steht,
R
2 für Wasserstoff oder eine gegebenenfalls substituierte C
1-28-Alkyl-, C
2-28-Alkenyl-, C
2-22-Alkinyl-, C
3-12-Cycloalkyl-, C
3-12-Cycloalkenyl-, C
7-9-Aralkyl-, C
3-28-Heteroalkyl-, C
3-12-Cycloheteroalkyl-, C
5-16-Heteroaralkyl-, Phenyl-, Naphthyl- oder Heteroarylgruppe,
R
4 für Wasserstoff oder eine C
1-28-Alkyl-, C
2-28-Alkenyl-, C
2-22-Alkinyl-, C
3-12-Cycloalkyl-, C
3-12-Cycloalkenyl-, C
7-9-Aralkyl-, C
3-20-Heteroalkyl-, C
3-12-Cycloheteroalkyl-, C
5-16-Heteroaralkylgruppe oder eine gegebenenfalls substituierte Phenyl- oder Naphthyl-
oder Heteroarylgruppe,
R
5, R
6, R
7 und R
8 unabhängig voneinander für R
1, Wasserstoff, Halogen, eine Hydroxy-, Amino-, eine gegebenenfalls substituierte N-mono-oder
di-C
1-4-alkyl- oder C
2-4-hydroxyalkyl-amino-, N-Phenyl- oder N-Naphthyl-amino-, C
1-28-Alkyl-, C
1-28-Alkoxy-, Phenoxy-, C
2-28-Alkenyl-, C
2-22-Alkinyl-, C
3-12-Cycloalkyl-, C
3-12-Cycloalkenyl-, C
7-9-Aralkyl-, C
3-20-Heteroalkyl-, C
3-12-Cycloheteroalkyl-, C
5-10-Heteroaralkyl-, Phenyl- oder Naphthylgruppe stehen, wobei die Substituenten ausgewählt
werden aus C
1-4-Alkyl-, C
1-4-Alkoxy-, Hydroxy-, Sulfo-, Sulfato-, Halogen-, Cyano-, Nitro-, Carboxy-, Phenyl-,
Phenoxy-, Naphthoxy-, Amino-, N-mono-oder di-C
1-4-alkyl- oder C
2-4-hydroxyalkyl-amino-, N-Phenyl- oder N-Naphthyl-aminogruppen, oder R
5 und R
6 oder R
6 und R
7 oder R
7 und R
8 unter Ausbildung von 1, 2 oder 3 carbocyclischen oder O-, NR
10- oder S-heterocyclischen, gegebenenfalls aromatischen und/oder gegebenenfalls C
1-6-alkylsubstituierten Ringen miteinander verbunden sind, stehen.
5. Mittel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass es 0,001 Gew.-% bis 5 Gew.-%, insbesondere 0,05 Gew.-% bis 0,15 Gew.-% der Verbindung
gemäß Formel (I) enthält.
6. Mittel nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass es Lipase, insbesondere sich von dem Pilz Humicola lanuginosa ableitende Lipase,
in Mengen von 0,0005 Gew.-% bis 0,025 Gew.-%, insbesondere 0,0025 Gew.-% bis 0,01
Gew.-%, jeweils bezogen auf aktives Protein, enthält.
7. Mittel nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass es Persauerstoffverbindungen in Mengen von bis zu 50 Gew.-%, insbesondere von 2 Gew.-%
bis 45 Gew.-% enthält.
8. Mittel nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass es Bleichaktivatoren in Mengen von bis zu 10 Gew.-%, insbesondere von 1,5 Gew.-%
bis 5 Gew.-% enthält.
1. The use of a combination of lipase and an acyl hydrazone of general formula (I),

in which R
1 is a C
1-4 alkyl group that bears a substituent selected from,

in which R
10 is hydrogen or a C
1-28 alkyl, C
2-28 alkenyl, C
2-22 alkynyl, C
3-12 cycloalkyl, C
3-12 cycloalkenyl, C
7-9 aralkyl, C
3-20 heteroalkyl, C
3-12 cycloheteroalkyl, C
5-16 heteroaralkyl group and A
- is the anion of an organic or inorganic acid,
R
2 is hydrogen or an optionally substituted C
1-28 alkyl, C
2-28 alkenyl-, C
2-22 alkynyl, C
3-12 cycloalkyl, C
3-12 cycloalkenyl, C
7-9 aralkyl, C
3-28 heteroalkyl, C
3-12 cycloheteroalkyl, C
5-16 heteroaralkyl, phenyl, naphthyl or heteroaryl group,
R
4 is hydrogen or a C
1-28 alkyl, C
2-28 alkenyl, C
2-22 alkynyl, C
3-12 cycloalkyl, C
3-12 cycloalkenyl, C
7-9 aralkyl, C
3-20 heteroalkyl, C
3-12 cycloheteroalkyl, C
5-16 heteroaralkyl group or an optionally substituted phenyl or naphthyl or heteroaryl
group,
R
5, R
6, R
7 and R
8 are, independently of one another, R
1, hydrogen, halogen, a hydroxy, amino, an optionally substituted N-mono or di-C
1-4 alkyl or C
2-4 hydroxyalkyl amino, N-phenyl or N-naphthyl amino, C
1-28 alkyl, C
1-28 alkoxy, phenoxy, C
2-28 alkenyl, C
2-22 alkynyl, C
3-12 cycloalkyl, C
3-12 cycloalkenyl, C
7-9 aralkyl, C
3-20 heteroalkyl, C
3-12 cycloheteroalkyl, C
5-16 heteroaralkyl, phenyl or naphthyl group, wherein the substituents are selected from
C
1-4 alkyl, C
1-4 alkoxy, hydroxy, sulfo, sulfato, halogen, cyano, nitro, carboxy, phenyl, phenoxy,
naphthoxy, amino, N-mono or di-C
1-4 alkyl or C
2-4 hydroxyalkyl amino, N-phenyl or N-naphthyl amino groups, or R
5 and R
6 or R
6 and R
7 or R
7 and R
8 are interconnected so as to form 1, 2 or 3 carbocyclic or O-, NR
10- or S-heterocyclic, optionally aromatic and/or optionally C
1-6 alkyl-substituted rings, in order to enhance the primary detergency of peroxygenated
washing and
cleaning agents.
2. The use according to claim 1, characterized in that the concentration of the compound according to formula (I) in aqueous liquor is 0.5
µmol/l to 500 µmol/l, in particular 5 µmol/l to 100 µmol/l.
3. The use according to claim 1 or 2, characterized in that the peroxygen concentration (calculated as H2O2) in the liquor is in the range of from 0.001 g/l to 10 g/l, in particular from 0.1
g/l to 1 g/l.
4. A washing or cleaning agent, containing a peroxygenated bleaching agent and a combination
of lipase and a compound of formula (I),

in which R
1 is a C
1-4 alkyl group that bears a substituent selected from

in which R
10 is hydrogen or a C
1-28 alkyl, C
2-28 alkenyl, C
2-22 alkynyl, C
3-12 cycloalkyl, C
3-12 cycloalkenyl, C
7-9 aralkyl, C
3-20 heteroalkyl, C
3-12 cycloheteroalkyl, C
5-16 heteroaralkyl group and A
- is the anion of an organic or inorganic acid,
R
2 is hydrogen or an optionally substituted C
1-28 alkyl, C
2-28 alkenyl, C
2-22 alkynyl, C
3-12 cycloalkyl, C
3-12 cycloalkenyl, C
7-9 aralkyl, C
3-28 heteroalkyl, C
3-12 cycloheteroalkyl, C
5-16 heteroaralkyl, phenyl, naphthyl or heteroaryl group,
R
4 is hydrogen or a C
1-28 alkyl, C
2-28 alkenyl, C
2-22 alkynyl, C
3-12 cycloalkyl, C
3-12 cycloalkenyl,
C
7-9 aralkyl, C
3-20 heteroalkyl, C
3-12 cycloheteroalkyl, C
5-16 heteroaralkyl group or an optionally substituted phenyl or naphthyl or heteroaryl
group,
R
5, R
6, R
7 and R
8 are, independently of one another, R
1, hydrogen, halogen, a hydroxy, amino, an optionally substituted N-mono or di-C
1-4 alkyl or C
2-4 hydroxyalkyl amino, N-phenyl or N-naphthyl amino, C
1-28 alkyl, C
1-28 alkoxy, phenoxy, C
2-28 alkenyl, C
2-22 alkynyl, C
3-12 cycloalkyl, C
3-12 cycloalkenyl, C
7-9 aralkyl, C
3-20 heteroalkyl, C
3-12 cycloheteroalkyl, C
5-16 heteroaralkyl, phenyl or naphthyl group, wherein the substituents are selected from
C
1-4 alkyl, C
1-4 alkoxy, hydroxy, sulfo, sulfato, halogen, cyano, nitro, carboxy, phenyl, phenoxy,
naphthoxy, amino, N-mono or di-C
1-4 alkyl or C
2-4 hydroxyalkyl amino, N-phenyl or N-naphthyl amino groups, or
R
5 and R
6 or R
6 and R
7 or R
7 and R
8 are interconnected so as to form 1, 2 or 3 carbocyclic or O-, NR
10- or S-heterocyclic, optionally aromatic and/or optionally C
1-6 alkyl-substituted rings.
5. The agent according to claim 4, characterized in that it contains 0.001 wt.% to 5 wt.%, in particular 0.05 wt.% to 0.15 wt.% of the compound
according to formula (I).
6. The agent according to claim 4 or 5, characterized in that it contains lipase, in particular lipase derived from the fungus Humicola lanuginosa,
in amounts of from 0.0005 wt.% to 0.025 wt.%, in particular from 0.0025 wt.% to 0.01
wt.%, based on active protein in each case.
7. The agent according to one of claims 4 to 6, characterized in that it contains peroxygen compounds in amounts of up to 50 wt.%, in particular from 2
wt.% to 45 wt.%.
8. The agent according to one of claims 4 to 7, characterized in that it contains bleach activators in amounts of up to 10 wt.%, in particular from 1.5
wt.% to 5 wt.%.
1. Utilisation d'une combinaison de lipase avec une acylhydrazone de la formule générale
(I),

dans laquelle R
1 représente un groupe alkyle en C
1-4, qui porte un substituant sélectionné parmi

dans lequel R
10 représente de l'hydrogène ou un groupe alkyle en C
1-28, un groupe alcényle en C
2-28, un groupe alcynyle en C
2-22, un groupe cycloalkyle en C
3-12, un groupe cycloalcényle en C
3-12, un groupe aralkyle en C
7-9, un groupe hétéroalkyle en C
3-20, un groupe cyclohétéroalkyle en C
3-12, un groupe hétéroaralkyle en C
5-16 et A
- représente l'anion d'un acide organique ou inorganique,
R
2 représente de l'hydrogène ou un groupe alkyle en C
1-28, un groupe alcényle en C
2-28, un groupe alcynyle en C
2-22, un groupe cycloalkyle en C
3-12, un groupe cycloalcényle en C
3-12, un groupe aralkyle en C
7-9, un groupe hétéroalkyle en C
3-28, un groupe cyclohétéroalkyle en C
3-12, un groupe hétéroalkyle en C
5-16, un groupe phényle, un groupe naphtyle ou un groupe hétéroaryle, le cas échéant substitué,
R
4 représente de l'hydrogène ou un groupe alkyle en C
1-28, un groupe alcényle en C
2-28, un groupe alcynyle en C
2-22, un groupe cycloalkyle en C
3-12, un groupe cycloalkényle en C
3-12, un groupe aralkyle en C
7-9, un groupe hétéroalkyle en C
3-20, un groupe cyclohétéroalkyle en C
3-12, un groupe hétéroaralkyle en C
5-16 ou un groupe phényle ou naphtyle ou hétéroaryle le cas échéant substitué, R
5, R
6, R
7 et R
8 représentent indépendamment l'un de l'autre R
1, de l'hydrogène, de l'halogène, un groupe hydroxy, un groupe amino, un groupe n-mono-alkyle
en C
1-4 le cas échéant substitué ou un groupe n-di-alkyle en C
1-4 le cas échéant substitué ou un groupe amino-hydroxyalkyle en C
2-4, un groupe n-phényle ou un groupe n-amino-naphtyle, un groupe alkyle en C
1-28, un groupe alcoxy en C
1-28, un groupe phénoxy, un groupe alcényle en C
2-28, un groupe alcynyle en C
2-22, un groupe cycloalkyle en C
3-12, un groupe cycloalcényle en C
3-12, un groupe aralkyle en C
7-9, un groupe hétéroalkyle en C
3-20, un groupe cyclohétéroalkyle en C
3-12, un groupe hétéroaralkyle en C
5-16, un groupe phényle ou un groupe naphtyle, les substituants étant sélectionnés parmi
les groupes alkyle en C
1-4, les groupes alcoxy en C
1-4, les groupes hydroxy, les groupes sulfo, les groupes sulfato, les groupes halogènes,
les groupes cyano, les groupes nitro, les groupes carboxy, les groupes phényles, les
groupes phénoxy, les groupes naphtoxy, les groupes amino, les groupes n-mono-alkyle
en C
1-4 ou les groupes n-di-alkyle en C
1-4 ou les groupes amino-hydroxyalkyle en C
2-4, les groupes n-phényle ou les groupes n-amino-naphtyle, ou R
5 et R
6 ou R
6 et R
7 ou R
7 et R
8 sont reliés l'un à l'autre en formant 1, 2 ou 3 cycles carbocycliques ou cycles hétérocycliques
O, NR
10 ou S, le cas échéant aromatiques et/ou le cas échéant substituants d'alkyle en C
1-6,
afin de renforcer le pouvoir nettoyant primaire d'agents nettoyants et d'agents détergents
contenant du peroxygène.
2. Utilisation selon la revendication 1, caractérisée en ce que la concentration du composé selon la formule (I) dans une matière tinctoriale aqueuse
vaut de 0,5 µmol/l à 500 µmol/l, en particulier de 5 µmol/l à 100 µmol/l.
3. Utilisation selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la concentration en peroxygène (calculée en tant que H2O2) dans la matière tinctoriale est comprise dans la plage allant de 0,001 g/l à 10
g/l, en particulier de 0,1 g/l à 1 g/l.
4. Agent de nettoyage ou agent détergent, contenant un agent de blanchiment contenant
du peroxygène et une combinaison de lipase et d'un composé de la formule (I),

dans laquelle R
1 représente un groupe alkyle en C
1-4, qui porte un substituant sélectionné parmi

lequel R
10 représente de l'hydrogène ou un groupe alkyle en C
1-28, un groupe alcényle en C
2-28, un groupe alcynyle en C
2-22, un groupe cycloalkyle en C
3-12, un groupe cycloalcényle en C
3-12, un groupe aralkyle en C
7-9, un groupe hétéroalkyle en C
3-20, un groupe cyclohétéroalkyle en C
3-12, un groupe hétéroaralkyle en C
5-16 et A
- représente l'anion d'un acide organique ou inorganique,
R
2 représente de l'hydrogène ou un groupe alkyle en C
1-28, un groupe alcényle en C
2-28, un groupe alcynyle en C
2-22, un groupe cycloalkyle en C
3-12, un groupe cycloalcényle en C
3-12, un groupe aralkyle en C
7-9, un groupe hétéroalkyle en C
3-28, un groupe cyclohétéroalkyle en C
3-12, un groupe hétéroalkyle en C
5-16, un groupe phényle, un groupe naphtyle ou un groupe hétéroaryle, le cas échéant substitué,
R
4 représente de l'hydrogène ou un groupe alkyle en C
1-28, un groupe alcényle en C
2-28, un groupe alcynyle en C
2-22, un groupe cycloalkyle en C
3-12, un groupe cycloalkényle en C
3-12, un groupe aralkyle en C
7-9, un groupe hétéroalkyle en C
3-20, un groupe cyclohétéroalkyle en C
3-12, un groupe hétéroaralkyle en C
5-16 ou un groupe phényle ou naphtyle ou hétéroaryle le cas échéant substitué, R
5, R
6, R
7 et R
8 représentent indépendamment l'un de l'autre R
1, de l'hydrogène, de l'halogène, un groupe hydroxy, un groupe amino, un groupe n-mono-alkyle
en C
1-4 le cas échéant substitué ou un groupe n-di-alkyle en C
1-4 le cas échéant substitué ou un groupe amino-hydroxyalkyle en C
2-4, un groupe n-phényle ou un groupe n-amino-naphtyle, un groupe alkyle en C
1-28, un groupe alcoxy en C
1-28, un groupe phénoxy, un groupe alcényle en C
2-28, un groupe alcynyle en C
2-22, un groupe cycloalkyle en C
3-12, un groupe cycloalcényle en C
3-12, un groupe aralkyle en C
7-9, un groupe hétéroalkyle en C
3-20, un groupe cyclohétéroalkyle en C
3-12, un groupe hétéroaralkyle en C
5-16, un groupe phényle ou un groupe naphtyle, les substituants étant sélectionnés parmi
les groupes alkyle en C
1-4, les groupes alcoxy en C
1-4, les groupes hydroxy, les groupes sulfo, les groupes sulfato, les groupes halogènes,
les groupes cyano, les groupes nitro, les groupes carboxy, les groupes phényles, les
groupes phénoxy, les groupes naphtoxy, les groupes amino, les groupes n-mono-alkyle
en C
1-4 ou les groupes n-di-alkyle en C
1-4 ou les groupes amino-hydroxyalkyle en C
2-4, les groupes n-phényle ou les groupes n-amino-naphtyle, ou R
5 et R
6 ou R
6 et R
7 ou R
7 et R
8 sont reliés l'un à l'autre en formant 1, 2 ou 3 cycles carbocycliques ou cycles hétérocycliques
O, NR
10 ou S, le cas échéant aromatiques et/ou le cas échéant substituants d'alkyle en C
1-6.
5. Agent selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'il contient de 0,001 % en poids à 5 % en poids, en particulier de 0,05 % en poids
à 0,15 % en poids en composé selon la formule (I).
6. Agent selon la revendication 4 ou 5, caractérisé en ce qu'il contient de la lipase, en particulier de la lipase dérivée du champignon Humicola
lanuginosa, dans des quantités allant de 0,0005 % en poids à 0,025 % en poids, en
particulier de 0,0025 % en poids à 0,01 % en poids, respectivement rapporté à la protéine
active.
7. Agent selon l'une des revendications 4 à 6, caractérisé en ce qu'il contient des composés de peroxygène dans des quantités allant jusqu'à 50 % en poids,
en particulier allant de 2 % en poids à 45 % en poids.
8. Agent selon l'une des revendications 4 à 7, caractérisé en ce qu'il contient des activateurs de blanchiment dans des quantités allant jusqu'à 10 %
en poids, en particulier allant de 1,5 % en poids à 5 % en poids.