[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Unterstopfen eines Gleises, wobei dieses
vorerst unabhängig von einer Stopfmaschine durch Erfassen einer Anzahl von Gleisparameter
vermessen wird, die ermittelten Istlagedaten in einem Softwareprogramm ausgewertet
und schließlich als Solllagedaten zur Steuerung der Stopfmaschine für eine Optimierung
der Gleislage verwendet werden.
[0002] In einem durch
US 6 311 624 bekannten Verfahren zum Unterstopfen eines Gleises werden in einer ersten Maschinenvorfahrt
Relativverschiebungen zwischen zwei Mess-Bezugspunkten unter Bildung einer Ist-Lagekurve
des Gleises registriert. Anschließend wird aus der Ist-Lagekurve unter Bildung von
Korrekturwerten eine Soll-Lagekurve des Gleises errechnet. In einer zweiten Maschinenvorfahrt
erfolgt unter Registrierung der Relativverschiebungen zwischen den beiden Mess-Bezugspunkten
entsprechend den ermittelten Korrekturwerten eine Anhebung und Unterstopfung des Gleises
in die Soll-Lage.
[0003] EP 0 520 342 A1 offenbart ein Messfahrzeug zur Ermittlung der Gleis-Ist-Lage in Bezug auf die Gleis-Soll-Lage.
Diesem ist ein unabhängig verfahrbarer Satellitenwagen zugeordnet. Korrekturwerte
werden per Funk an eine Stopfmaschine übertragen und dort zur Steuerung eines Gleishebe-
und Richtaggregates verarbeitet.
[0004] Aus
WO 2005/098352 A1 ist ein Verfahren sowie eine Vorrichtung zur Erfassung des Zustandes von Gleisanlagen
besonders von Weichen bekannt. Dabei werden Ist-Profildaten mit Söll-Profildaten verglichen.
[0005] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt nun in der Schaffung eines Verfahrens
der eingangs genannten Art, mit dem eine vereinfachte Unterstopfung eines Gleises
möglich ist.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einem Verfahren der gattungsgemäßen Art dadurch
gelöst, dass für eine übereinstimmende Zuordnung der Solllagedaten zu von der Stopfmaschine
während der Gleisunterstopfung ermittelten Istlagedaten eine Ortssynchronisation hinsichtlich
mindestens eines Gleisparameters durchgeführt wird.
[0007] Mit dieser Datenübertragung erübrigt sich in vorteilhafter Weise eine eigene Messfahrt
der Stopfmaschine, so dass die Stopfarbeiten rascher beendet werden können. Unter
Zuhilfenahme beispielsweise der Daten für die Spurweitenmessung ist eine problemlose
und genaue Ortssynchronisation der von einem Messfahrzeug ermittelten Daten mit den
durch die Stopfmaschine erfassten Istlagedaten des Gleises möglich.
[0008] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus dem Unteranspruch und der Zeichnungsbeschreibung.
[0009] Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles
näher beschrieben. Es zeigen: Fig. 1 eine Seitenansicht einer Stopfmaschine, Fig.
2 und 3 Messdaten einer Spurweite des Gleises vor bzw. nach einer Ortssynchronisation.
[0010] Eine in Fig. 1 dargestellte Stopfmaschine 1 weist einen auf Schienenfahrwerken 2
abgestützten Maschinenrahmen 3 auf und ist durch einen Fahrantrieb 4 auf einem aus
Schwellen und Schienen 5 gebildeten Gleis 6 verfahrbar. Zur Durchführung von Gleisstopfarbeiten
sind durch Antriebe 7 höhenverstellbare Stopfaggregate 8 sowie ein Hebe- und Richtaggregat
9 vorgesehen. In einer Fahr- bzw. Arbeitskabine 10 befindet sich eine zentrale Rechen-
und Speichereinheit 11 zur Verarbeitung von Gleisdaten.
[0011] Zur Erfassung von Gleislagefehlern ist ein Gleislage-Messsystem 12 vorgesehen, das
im Wesentlichen aus einem Lasersender 13, einer durch einen Lichtstrahl gebildeten
Messlinie 14, einem Empfänger 15 und einer Steuereinheit 16 gebildet ist. Die Messlinie
14 wird durch einen mit dem Austritt des Lichtstrahls gebildeten ersten Mess-Bezugspunkt
und einem zweiten, durch den Kontakt mit dem Empfänger 15 bestimmten zweiten Mess-Bezugspunkt
festgelegt.
[0012] Im Folgenden wird der bisher aus dem Stand der Technik bekannte und übliche Verfahrensablauf
zur Erfassung der Gleislagedaten näher beschrieben. Nach Überfahren des zu korrigierenden
Gleisabschnittes wird ein Vorwagen 17 von der Maschine 1 gelöst und auf das Gleis
6 abgesetzt. Anschließend erfolgt eine Rückfahrt der Maschine 1 entgegen der durch
einen Pfeil 18 dargestellten Arbeitsrichtung, bis die Maschine 1 auf einem nicht mehr
zu korrigierenden Gleisabschnitt zu stehen kommt. Ein dem Stopfaggregat 8 unmittelbar
vorgeordnetes Tastorgan wird auf das Gleis 6 abgesetzt und gegen eine als Bezugsstrang
dienende Schiene 5 gedrückt. Anschließend wird der Lasersender 13 vorzugsweise auf
das Zentrum des Empfängers 15 angepeilt und in seiner Lage gegenüber dem Vorwagen
17 fixiert.
[0013] Bei der nun beginnenden Messfahrt der Maschine 1 in Richtung zum Vorwagen 17 kommt
es entsprechend den Gleislagefehlern zu Relativverschiebungen zwischen der stationären
Messlinie 14 und dem Empfänger 15. Diese Relativverschiebungen werden in der Rechen-
und Speichereinheit 13 in Verbindung mit einer Wegmessung durch eine Wegmesseinrichtung
gespeichert. Während die Stopfmaschine 1 wiederum zum Anfang des zu korrigierenden
Gleisabschnittes zurückgefahren wird, erfolgt durch die Recheneinheit 11 unter Zugrundelegung
der gemessenen Ist-Lagekurve die Bildung einer Soll-Lagekurve sowie die Ermittlung
der entsprechenden Korrekturwerte. Anschließend startet die Arbeitsvorfahrt zur Gleislagekorrektur.
[0014] Im Vergleich zu diesem bekannten Verfahren ist durch das im Folgenden beschriebene
erfindungsgemäße Verfahren eine Vereinfachung der Gleisunterstopfung erzielbar.
[0015] Gleise werden generell in regelmäßigen Abständen mithilfe eines speziellen Messfahrzeuges
befahren, um dabei verschiedenste Gleisparameter zu erfassen. Die abgespeicherten
Daten werden automatisch hinsichtlich ihrer Abweichung von Solldaten analysiert und
dienen schließlich als Grundlage für eventuell durchzuführende Gleislagekorrekturarbeiten.
[0016] Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es nunmehr möglich, die nach einem Analyseverfahren
ermittelten, ursprünglich vom Messfahrzeug kommenden Daten als Solllagedaten des Gleises
auf die Recheneinheit 11 der Stopfmaschine 1 zu übertragen. Für eine sinnvolle Datenzuordnung
muss allerdings durch eine geeignete Software eine Ortssynchronisation durchgeführt
werden, so dass schließlich die übernommenen Daten örtlich mit den durch die Stopfmaschine
erfassten Istlagedaten des Gleises übereinstimmen.
[0017] Die Ortssynchronisation erfolgt unter Zuhilfenahme eines geeigneten, quasi als Fingerabdruck
des Gleises wirksamen Gleisparameters. Im dargestellten Beispiel gemäß Fig. 2 und
3 ist dies einerseits die als punktierte Linie dargestellte, durch das Messfahrzeug
erfasste Spurweite des Gleises 6 und andererseits die durch die Stopfmaschine 1 ermittelte,
als volle Linie dargestellte Spurweite. Es sind jedoch auch andere Gleisparameter,
wie z.B. Längshöhe des Gleises, aber auch Messdaten der Fahrleitung, für eine Ortssynchronisation
verwendbar.
[0018] Zur Ortssynchronisation der Daten stehen grundsätzlich verschiedene mathematische
Methoden zur Verfügung. Mittels Kovarianzen bzw. dem Minimumverfahren (berechnet wird
hier die Summe der Quadrat-Differenzabweichungen von zwei Signalen oder auch die Summe
der Absolut-Differenzabweichungen von zwei Signalen) ist es möglich unterschiedliche
Messsignale (verschiedene Messzeitpunkte, verschiedene Datenquellen) zu synchronisieren.
[0019] Nach erfolgter Ortssynchronisation werden die in die Rechen- und Speichereinheit
11 eingespeisten Solllagedaten mit den von der Stopfmaschine gemessenen Istlagedaten
verglichen und aus der Differenz resultierende Korrekturwerte zur Steuerung der Stopfmaschine
bzw. deren Gleishebe- und Richtaggregate für die Gleisunterstopfung verwendet. Damit
erübrigt sich eine zum Stand der Technik beschriebene gesonderte Meßfahrt der Stopfmaschine
unmittelbar vor der Gleisstopfung.
1. Verfahren zum Unterstopfen eines Gleises, wobei dieses vorerst unabhängig von einer
Stopfmaschine (1) durch Erfassen einer Anzahl von Gleisparameter vermessen wird, die
ermittelten Istlagedaten in einem Softwareprogramm ausgewertet und schließlich als
Solllagedaten zur Steuerung der Stopfmaschine (1) für eine Optimierung der Gleislage
verwendet werden, dadurch gekennzeichnet, dass
für eine übereinstimmende Zuordnung der Solllagedaten zu von der Stopfmaschine (1)
während der Gleisunterstopfung ermittelten Istlagedaten eine Ortssynchronisation hinsichtlich
mindestens eines Gleisparameters durchgeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass hinsichtlich einer Spurweite des Gleises (6) ermittelte Daten für die Ortssynchronisation
verwendet werden.
1. A method of tamping a track, wherein the track is initially surveyed - independently
of a tamping machine (1) - by recording a number of track parameters, the determined
actual position data are processed in a software program and are finally used as target
position data for controlling the tamping machine (1) for an optimization of the track
position, characterized in that,
for a corresponding allocation of the target position data to actual position data
determined by the tamping machine (1) during the track tamping, a position synchronization
with regard to at least one track parameter is performed.
2. A method according to claim 1, characterized in that data determined with regard to a gauge of the track (6) are used for the position
synchronization.
1. Procédé de bourrage inférieur d'une voie ferrée, dans lequel celle-ci est d'abord
mesurée indépendamment d'une machine de bourrage (1) par détection d'un certain nombre
de paramètres de voie, les données d'assiette réelle déterminées sont analysées dans
un programme logiciel et enfin utilisées comme données d'assiette de consigne pour
la commande de la machine de bourrage (1) pour une optimisation de l'assiette de voie,
caractérisé en ce que
une synchronisation locale en ce qui concerne au moins un paramètre de voie est effectuée
pour une attribution concordante des données d'assiette de consigne à des données
d'assiette réelle déterminées par la machine de bourrage (1) pendant le bourrage inférieur
de voie.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que des données déterminées en ce qui concernant un écartement de voie de la voie ferrée
(6) sont utilisées pour la synchronisation locale.
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