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(11) |
EP 3 030 857 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.02.2018 Patentblatt 2018/08 |
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Anmeldetag: 05.08.2014 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2014/066817 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2015/018828 (12.02.2015 Gazette 2015/06) |
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ELEKTRISCHES ANZÜNDHÜTCHEN FÜR KLEINKALIBER-MUNITION
ELECTRICAL IGNITING CAP FOR SMALL CALIBER MUNITION
CAPSULE D'ALLUMAGE ÉLECTRIQUE POUR MUNITION DE PETIT CALIBRE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
05.08.2013 DE 102013012910
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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15.06.2016 Patentblatt 2016/24 |
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Patentinhaber: RUAG Ammotec GmbH |
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90765 Fürth (DE) |
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Erfinder: |
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- WINTER, Andreas
90768 Fürth (DE)
- MOSIG, Wolfgang
91224 Hartmannshof (DE)
- BLEY, Ulrich
90766 Fürth (DE)
- HOSCHENKO, Aleksej
90765 Fürth (DE)
- LIEBL, Martin
91154 Roth (DE)
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Vertreter: Schmid, Nils T.F. et al |
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Boehmert & Boehmert
Anwaltspartnerschaft mbB
Pettenkoferstrasse 22 80336 München 80336 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 0 112 254 FR-A- 1 534 591 US-A- 3 682 096
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DE-A1- 3 245 187 FR-A1- 2 200 501
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Anzündhütchen für Kleinkalibermunition mit einem äußeren
metallischen Napf in dem eine Anzündmischung angeordnet ist, die nach Initiierung
heiße Verbrennungsgase erzeugt, wobei im Anzündhütchen zusätzlich eine elektrisch
initiierbare Widerstandsbrücke und ein elektrisch leitendes Polstück angeordnet sind,
wobei der erste Pol der Widerstandsbrücke mit dem Napf und der zweite Pol mit dem
Polstück verbunden ist, welches aus dem Napf ragt und gegenüber diesem elektrisch
isoliert ist. und im Napf ein Plättchen (1) aus einem elektrisch isolierenden Material
mit einer Oberseite und einer zum Polstück gewandten Unterseite und mit einem Loch
angeordnet ist und die Widerstandsbrücke auf der Oberseite angeordnet ist, wobei die
Unterseite und das Loch metallisiert und elektrisch miteinander verbunden sind und
auf dem Rand der Oberseite ein metallischer Randkontakt angeordnet ist, der mit dem
ersten Pol der Widerstandsbrücke verbunden ist und der zweite Pol der Widerstandsbrücke
mit der Metallisierung des Lochs verbunden ist und das Plättchen auf dem Polstück
aufliegt und der Randkontakt mit einem elektrisch leitenden Stützelement verbunden
ist, welches das Plättchen mit seiner Unterseite auf das Polstück drückt und welches
an der inneren Wandung des Napfs anliegt. Ein derartiges Anzündhütchen zeigt
EP 0 112 254 A1. In Kleinkalibermunition wird aktuell zur Anzündung des Treibladungspulvers (TLP)
stets ein Anzündhütchen (ANZDH) eingesetzt, das durch den Aufschlag eines Schlagbolzens
initiiert wird. Bei der Initiierung wird ein Gemisch aus Primärexplosivstoffen und
Energie liefernden Zuschlägen (=Anzündmischung, kurz AZM) zur chemischen Umsetzung
gebracht und die heißen Verbrennungsgase zünden das TLP an. Diese Anzündhütchen sind
klein und günstig in der Herstellung, aber die notwendige Mechanik in der Waffe ist
relativ aufwändig.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Anzündhütchen nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 in Hinblick auf eine vielseitigere Kontrolle des Initiierungsvorgangs
in der Waffe zu verbessern.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Um eine vielseitigere Kontrolle des Initiierungsvorgangs in der Waffe zu ermöglichen
ist es leichter, die Initiierung des Anzündhütchens elektrisch auszuführen.
[0002] Dazu muss das Anzündhütchen so gebaut sein, dass es bei gleicher Größe Komponenten
enthält, die die Umsetzung der elektrischen Energie in eine chemische Reaktion der
Anzündmischung (AZM) sicherstellen kann. Dazu wird die Wärme genutzt, die entsteht,
wenn ein ohmscher Widerstand von elektrischem Strom durchflossen wird.
[0003] Die äußere Dimension des Anzündhütchens entspricht dem eines klassischen mechanischen
Anzündhütchens (ANZDH), damit es weiterhin in Standardhülsen für Kleinkalibermunition
eingesetzt werden kann. Zusätzlich erforderlich ist allerdings eine Separation der
beiden elektrischen Pole, welche durch Einführung eines elektrisch leitenden Polstücks
in das ANZDH ermöglicht wird.
[0004] Dadurch, dass im Anzündhütchen zusätzlich eine elektrisch initiierbare Widerstandsbrücke
und ein elektrisch leitendes Polstück angeordnet sind, wobei der erste Pol der Widerstandsbrücke
mit dem Napf und der zweite Pol mit dem Polstück verbunden ist, welches aus dem Napf
ragt und gegenüber diesem elektrisch isoliert ist, ist eine vielseitige Kontrolle
des Initiierungsvorgangs in der Waffe möglich.
[0005] Bevorzugt ist im Boden des Napfes eine durchgehende Bohrung eingebracht und weist
das Polstück einen Pin auf, der in die Bohrung ragt, wobei zwischen dem Polstück und
dem Napf eine Isolation angeordnet ist.
[0006] Bevorzugt ist die Isolation elastisch und bricht bei Druckbelastung nicht. Bevorzugt
besteht die Isolation aus Vulkanfiber. Durch die Isolation ist das Polstück elektrisch
vom äußeren Napf des Anzündhütchens getrennt. Außerdem stellt die Isolation Gasdichtigkeit
beim Abfeuern dadurch sicher, dass sie durch den ansteigenden Druck leicht komprimiert
wird und damit in alle eventuell vorhandene Zwischenräume gedrückt wird. Die Isolation
ist zu diesem Zweck aus einem leicht elastischen Material gefertigt, das bei Druckbelastung
nicht bricht.
[0007] In einer vorteilhaften Ausführungsform weist das Polstück auf seinem der Bohrung
abgewandten Ende eine Auskragung auf. Auf dieser Auskragung liegt ein Plättchen auf,
welches nachfolgend beschrieben wird. Erfindungsgemäß ist im Napf ein Plättchen aus
einem elektrisch isolierenden Material (z.B. FR4 oder PVC) mit einer Oberseite und
einer zum Polstück gewandten Unterseite und mit einem Loch angeordnet und ist die
Widerstandsbrücke auf der Oberseite angeordnet, wobei die Unterseite und das Loch
metallisiert und elektrisch miteinander verbunden sind und auf dem Rand der Oberseite
ein metallischer Randkontakt angeordnet ist, der mit dem ersten Pol der Widerstandsbrücke
verbunden ist und der zweite Pol der Widerstandsbrücke mit der Metallisierung des
Lochs verbunden ist und das Plättchen auf dem elektrisch leitenden Polstück aufliegt.
Der Randkontakt ist mit einem elektrisch leitenden Stützelement verbunden, welches
das Plättchen mit seiner Unterseite auf das Polstück drückt und welches an der inneren
Wandung des Napfs anliegt. Dadurch ist die elektrische Verbindung des äußeren Napfes
mit dem elektrisch leitenden Stützelement und über den Randkontakt bis zum ersten
Pol der Widerstandsbrücke sichergestellt.
[0008] Das Stützelement ist erfindungsgemäß der nach innen um 180° umgebogene Rand des äußeren
Napfes.
[0009] Bevorzugt geht die Ober- und Unterseite des Plättchens über jeweils eine Schräge
auf die äußere Mantelfläche übergeht. Dadurch ist sichergestellt, dass beim Aufbringen
des Randkontaktes auf jeden Fall ein Abstand zur äußeren Mantelfläche bleibt.
Bevorzugt ist die Verwendung des erfindungsgemäßen Anzündhütchens für Pistolen- und
Gewehrmunition im Kaliberbereich von 4,6 mm bis 12,7 mm.
Nachfolgend wird die Erfindung an einer bevorzugten Ausführungsform des Anzündhütchens
weiter erläutert.
Figur 1 zeigt ein erfindungsgemäßes (dünnes) Plättchen 1 mit einem ohmschen Widerstand
als elektrisch initiierbare Widerstandsbrücke 2. Ober- und Unterseite des Plättchens
1 sind metallisiert. Nur die äußere Mantelfläche 9, der innere Bereich 11 und jeweils
eine Schräge 10, die den Übergangsbereich zwischen Ober- und Unterseite und Mantelfläche
9 des Plättchens 1 bildet, sind nicht metallisiert und damit isolierend. Nur zur besseren
Erkennbarkeit ist der ringförmige isolierende Bereich 11, der den Randbereich 8d bzw.
die äußere Metallisierung von der inneren Metallisierung 8c trennt, vertieft dargestellt.
Verbunden sind diese zwei Bereiche 8c und 8d nur über die Widerstandsbrücke 2.
Figur 2 zeigt in einem schematischen Schnitt durch ein elektrisches Anzündhütchen
für Kleinkalibermunition.
Das erfindungsgemäße Merkmal, dass das Stützelement der nach innen um 180° umgebogene
Rand des äußeren Napfes ist, ist in Figur 2 nicht gezeigt. Im äußeren Napf 3 ist ein
elektrisch leitendes Polstück 5 angeordnet, wobei der erste Pol der Widerstandsbrücke
2 mit dem Napf 3 und der zweite Pol mit einem Polstück 5 verbunden ist, welches aus
dem Napf 3 in eine Bohrung 14 ragt und gegenüber diesem über eine Isolation 4 elektrisch
isoliert ist.
Der eigentliche ohmsche Widerstand bzw. die Widerstandsbrücke 2 wird als Metallfilm
auf das dünne Plättchen 1 aus isolierendem Material aufgebracht, dessen Ober- und
Unterseite metallisiert sind. Dieses Plättchen 1 bildet eine stabile und gut definierte
Basis für den Herstellungsprozess, ist aber gleichzeitig bis zu einem gewissen Grad
elastisch, damit es durch Aufpressen der Kontakte kontaktiert werden kann ohne zu
brechen. Auf der Oberseite des Plättchens wird die Widerstandsbrücke 2 durch eine
dünne Schicht eines hochohmigen Materials (z.B. CrNi-Legierung) gebildet. Ein radialer
Bereich 11 auf der Oberseite, dessen Länge der Länge der Widerstandsbrücke entspricht,
die äußere Mantelfläche 9 und deren Übergangsschrägen 10 werden nicht metallisiert.
Die genaue Geometrie der Widerstandsbrücke 2 (Länge, Breite, Dicke) bestimmt den Wert
des ohmschen Widerstandes der Widerstandsbrücke 2 und die spätere Empfindlichkeit
des Anzündhütchens und kann je nach Anforderung leicht angepasst werden.
Typische Widerstände bewegen sich im unteren einstelligen Ohm-Bereich und die für
eine Zündung benötigen Spannungen liegen in aller Regel unter 10 V. Es ist keine Hochspannung
erforderlich. Durch die konstruktive Ausführung der Geometrie der Widerstandsbrücke
2 ist es aber dennoch möglich, die ANZDH unempfindlich gegen elektrostatische Aufladung
zu machen. Der zweite Pol der Widerstandsbrücke 2 befindet sich als Metallisierung
8a auf der Unterseite des Plättchens 1, der andere erste Pol der Widerstandsbrücke
2 befindet sich als Randbereich 8d am Rand der Oberseite. Durch ein kleines Loch 12
in der Mitte des Plättchens 1, dessen Wände metallisiert sind, kann der Strom von
der Unterseite bzw. dessen Metallisierung 8a über die metallisierten Wände 8b des
Lochs 12 auf die innere Metallisierung 8c zum zweiten Pol der Widerstandsbrücke 2
fließen.
Auf den Randbereich 8d der Oberseite des Plättchens 1 wird ein elektrisch leitendes
Stützelement gepresst, der das Plättchen 1 in seiner Position fixiert und den elektrischen
Kontakt zum äußeren Napf 3 des Anzündhütchens und damit zur Hülse der Kleinkalibermunition
sicherstellt. Dieses obere Stützelement, dass den metallischen Kontakt zum äußeren
metallischen Napf 3 herstellt, ist dadurch gebildet, dass die Oberseite des äußeren
Napfes 3 nach innen um 180° umgebogen wird. Alternativ zur erfindungsgemäßen Ausführungsform
könnte ein innerer Napf 7 mit kleinerem Durchmesser eingesetzt werden (siehe Figur
2, nicht erfindungsgemäß) oder es kann auch nur ein kleiner (evtl. geschlitzter) Ring
oder auch mehrere Ringe eingepresst werden - nicht erfindungsgemäß. Alle Stützelemente
müssen sich gegen die innere Wand des äußeren Näpfchens 3 abstützen. Es sind noch
andere nicht erfindungsgemäße Methoden vorstellbar, die das Plättchen in Position
halten und elektrischen Kontakt zum äußeren Napf 3 sicherstellen.
Auf die Oberseite des Plättchens 1, d.h. in den oberen Freiraum des Anzündhütchens
wird die Anzündmischung (AZM) 6 eingepresst, analog zu klassischen mechanischen ANZDH.
Die Zusammensetzung der AZM 6 kann für die speziellen Anforderungen der elektrischen
Initiierung angepasst werden (z.B. durch Verzicht auf besonders schlagempfindliche
Komponenten). Wie bei mechanischen Anzündhütchen wird die AZM mit einer Abdeckung
und einem Lack verschlossen, damit in der weiteren Verarbeitung keine Satzstäube austreten
können.
Bei Anlegen einer elektrischen Spannung an das Polstück 5, bzw. an dessen Pin 13 und
an den äußeren Napf 3, der die Patronenhülse des Anzündhütchens bildet kann ein Strom
fließen: Vom Polstück 5 in die Metallisierung 8a auf der Unterseite des Plättchens
1, durch die Metallisierung 8b im zentralen Loch 12 des Plättchens 1, auf die innere
Metallisierung 8c auf der Oberseite des Plättchens 1, durch den ohmschen Widerstand
der Widerstandsbrücke 2, zur äußeren Metallisierung bzw. den Randkontakt 8d auf der
Oberseite des Plättchens 1, den inneren Napf 7 und schließlich zum äußeren Napf 3.
Durch den Stromfluss erwärmt sich der Widerstand der Widerstandsbrücke 2 und der darauf
aufgepresste Anzündsatz 6 wird initiiert. Die bei der folgenden chemischen Reaktion
entstehenden Anzündgase können das ANZDH nach oben verlassen und strömen in einer
Patrone zum Treibladungspulver und zünden dieses an. Die Metallisierungen auf dem
Plättchen 1 sind mit dem Bezugszeichen 8 bzw. 8a, 8b, 8c, 8d gekennzeichnet.
[0010] Je nach Kaliber der Kleinkalibermunition kommen unterschiedliche große ANZDH mit
unterschiedlichen Satzmengen zum Einsatz. Dimensionen und Aufbau des hier dargestellten
Anzündhütchens lassen eine Skalierung ohne Probleme zu, so dass Anzündhütchen für
Pistolen- und Gewehrmunition im Kaliberbereich von 4,6 mm bis 12,7 mm hergestellt
werden können.
1. Anzündhütchen für Kleinkalibermunition mit einem äußeren metallischen Napf (3) in
dem eine Anzündmischung (6) angeordnet ist, die nach Initiierung heiße Verbrennungsgase
erzeugt, wobei im Anzündhütchen zusätzlich eine elektrisch initiierbare Widerstandsbrücke
(2) und ein elektrisch leitendes Polstück (5) angeordnet sind, wobei der erste Pol
der Widerstandsbrücke (2) mit dem Napf (3) und der zweite Pol mit dem Polstück (5)
verbunden ist, welches aus dem Napf (3) ragt und gegenüber diesem elektrisch isoliert
ist und im Napf (3) ein Plättchen (1) aus einem elektrisch isolierenden Material mit
einer Oberseite und einer zum Polstück (5) gewandten Unterseite und mit einem Loch
(12) angeordnet ist und die Widerstandsbrücke (2) auf der Oberseite angeordnet ist,
wobei die Unterseite und das Loch (12) metallisiert und elektrisch miteinander verbunden
sind und auf dem Rand der Oberseite ein metallischer Randkontakt (8d) angeordnet ist,
der mit dem ersten Pol der Widerstandsbrücke (2) verbunden ist und der zweite Pol
der Widerstandsbrücke (2) mit der Metallisierung (8b) des Lochs (12) verbunden ist
und das Plättchen (1) auf dem Polstück (5) aufliegt und der Randkontakt (8d) mit einem
elektrisch leitenden Stützelement verbunden ist, welches das Plättchen (1) mit seiner
Unterseite auf das Polstück (5) drückt und welches an der inneren Wandung des Napfs
(3) anliegt, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützelement der nach innen um 180° umgebogene Rand des äußeren Napfes (3) ist.
2. Anzündhütchen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Boden des Napfes (3) eine durchgehende Bohrung (14) eingebracht ist und das Polstück
(5) einen Pin (13) aufweist, der in die Bohrung (14) ragt, wobei zwischen dem Polstück
(5) und dem Napf (3) eine elektrische Isolation (4) angeordnet ist.
3. Anzündhütchen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolation (4) elastisch ist und bei Druckbelastung nicht bricht und bevorzugt
aus Vulkanfiber besteht.
4. Anzündhütchen nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Polstück (5) auf seinem der Bohrung (14) abgewandten Ende eine Auskragung (5a)
aufweist.
5. Anzündhütchen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Ober- und Unterseite des Plättchens (1) über jeweils eine Schräge (10) auf die
äußere Mantelfläche (9) übergeht.
6. Verwendung eines Anzündhütchens nach einem der Ansprüche 1 bis 5 für Pistolen- und
Gewehrmunition im Kaliberbereich von 4,6 mm bis 12,7 mm.
1. A percussion cap for small caliber ammunition with an outer metallic cup (3) which
incorporates an ignition mixture (6), which upon initiation generates hot combustion
gases, wherein the percussion cap also incorporates an electrically initiatable resistance
bridge (2) and an electrically conductive pole piece (5), wherein the first pole of
the resistance bridge (2) is connected with the cup (3), and the second pole with
the pole piece (5), which protrudes out of the cup (3) and is electrically insulated
from the latter, and the cup (3) incorporates a plate (1) made out of an electrically
insulating material with an upper side and a lower side facing the pole piece (5)
and with a hole (12), and the resistance bridge (2) is arranged on the upper side,
wherein the lower side and the hole (12) are metalized and electrically connected
with each other, and the edge of the upper side has arranged on it a metallic edge
contact (8d), which is connected with the first pole of the resistance bridge (2),
and the second pole of the resistance bridge (2) is connected with the metallization
(8b) of the hole (12), and the plate (1) lies on the pole piece (5), and the edge
contact (8d) is connected with an electrically conductive support element, which presses
the plate (1) against the pole piece (5) with its lower side, and which abuts against
the inner wall of the cup (3), characterized in that the support element is the edge of the outer cup (3) inwardly bent by 180°.
2. The percussion cap according to claim 1, characterized in that a continuous bore (14) is introduced in the floor of the cup (3), and the pole piece
(5) has a pin (13) that protrudes into the bore (14), wherein an electrical insulation
(4) is arranged between the pole piece (5) and cup (3).
3. The percussion cap according to claim 2, characterized in that the insulation (4) is resilient, does not break under a pressure load, and preferably
consists of vulcanized fiber.
4. The percussion cap according to claim 2 or 3, characterized in that the pole piece (5) has a projection (5a) at its end facing away from the bore (14).
5. The percussion cap according to one of claims 1 to 4, characterized in that the upper and lower sides of the plate (1) each transition to the outer shell surface
(9) via a respective incline (10).
6. Use of a percussion cap according to one of claims 1 to 5 for pistol and gun ammunition
in a 4.6 mm to 12.7 mm caliber range.
1. Amorce pour munition de petit calibre avec une coupelle métallique extérieure (3)
dans laquelle est disposé un mélange d'amorçage (6), qui produit des gaz de combustion
très chauds après amorçage, un pont de résistance (2) électriquement amorçable et
un élément polaire électro-conducteur (5) étant disposés en plus dans l'amorce, le
premier pôle du pont de résistance (2) étant relié à la coupelle (3) et le deuxième
pôle à l'élément polaire (5), lequel ressort de la coupelle (3) et est isolé électriquement
par rapport à celle-ci et une plaquette (1) d'un matériau électro-isolant avec une
face supérieure et une face inférieure tournée vers l'élément polaire (5) et avec
un trou (12) étant disposée dans la coupelle (3) et le pont de résistance (2) étant
disposé sur la face supérieure, la face inférieure et le trou (12) étant reliés entre
eux de façon métallisée et électriquement et un contact de bordure métallique (8d)
étant disposés sur le bord de la face supérieure, qui est relié au premier pôle du
pont de résistance (2) et le deuxième pôle du pont de résistance (2) étant relié à
la métallisation (8b) du trou (12) et la plaquette (1) reposant sur l'élément polaire
(5) et le contact de bordure (8d) étant relié à un élément de support électro-conducteur,
lequel appuie la plaquette (1) avec sa face inférieure sur l'élément polaire (5) et
lequel repose sur la paroi intérieure de la coupelle (3), caractérisée en ce que l'élément de support est le bord de la coupelle extérieure (3), replié vers l'intérieur
à 180°.
2. Amorce selon la revendication 1, caractérisée en ce que dans le fond de la coupelle (3), un trou traversant (14) est aménagé et l'élément
polaire (5) comporte une broche (13), qui pénètre dans le trou (14), une isolation
électrique (4) étant disposée entre l'élément polaire (5) et la coupelle (3).
3. Amorce selon la revendication 2, caractérisée en ce que l'isolation (4) est élastique et ne rompt pas sous une charge de pression et est
de préférence composée de fibres vulcanisées.
4. Amorce selon la revendication 2 ou 3, caractérisée en ce que l'élément polaire (5) comporte une saillie (5a) sur son extrémité opposée au trou
(14).
5. Amorce selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que la face supérieure et la face inférieure de la plaquette (1) passent respectivement
au-dessus d'un plan incliné (10) sur la surface d'enveloppe extérieure (9).
6. Utilisation d'une amorce selon l'une quelconque des revendications 1 à 5 pour une
munition destinée à des pistolets et des fusils dans une gamme de calibres allant
de 4,6 mm à 12,7 mm.

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