(19)
(11) EP 3 031 505 A1

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
15.06.2016  Patentblatt  2016/24

(21) Anmeldenummer: 15156345.9

(22) Anmeldetag:  24.02.2015
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
A63H 33/10(2006.01)
A63B 6/00(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
BA ME

(30) Priorität: 08.12.2014 DE 202014009740 U
17.02.2015 EP 15155314

(71) Anmelder: Bänfer GmbH
34537 Bad Wildungen (DE)

(72) Erfinder:
  • Bänfer, Jörn
    34549 Edertal (DE)

(74) Vertreter: Walther, Walther & Hinz GbR 
Heimradstrasse 2
34130 Kassel
34130 Kassel (DE)

 
Bemerkungen:
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
 


(54) SPIELEPOLSTER


(57) Gegenstand der Erfindung ist ein Spielepolster (3) mit mindestens einer Stoßfläche zu einem benachbarten Spielepolster (3) zur Bildung eines Polsterverbundes, z. B. eines Ballbades (1), eines Bausteinsatzes, einer Sportmatte oder Ähnliches, wobei die Spielepolster (3) im Bereich ihrer Stoßfläche miteinander verbindbar sind, wobei mehrere Spielepolster (3) magnetisch miteinander verbindbar sind.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft ein Spielepolster mit mindestens einer Stoßfläche zu einem benachbarten Spielepolster zur Bildung eines Polsterverbundes, z. B. eines Ballbades, eines Bausteinsatzes, einer Sportmatte oder Ähnlichem, wobei die Spielepolster im Bereich ihrer Stoßflächen lösbar miteinander verbindbar sind.

[0002] Spielepolster als solche sind bekannt; sie werden zur Herstellung eines Polsterverbundes, beispielsweise zur Bildung eines Ballbades miteinander, beispielsweise kreisförmig verbunden, wobei die Bälle bei einem Ballbad in der zentrischen Öffnung des Polsterverbundes aufgenommen werden. Damit die Spielepolster in einem Verbund bleiben, sind diese an ihren Stoßflächen miteinander durch Klettbandverschlüsse lösbar verbunden. Der Einsatz solcher Klettbandverschlüsse hat den Nachteil, dass diese sich relativ schnell mit Flusen zusetzen und insofern ihre Haftwirkung verlieren. Auch hat sich herausgestellt, dass die Kinder, wenn die Spielepolster keinen Verbund miteinander bilden, mit ihrer Bekleidung an den Klettbandverschlüssen hängen bleiben, was zur Folge hat, dass insbesondere bei Wollkleidung diese bei Berührung mit den Klettbandverschlüssen Schaden nimmt. Auch ist nachteilig, dass nicht beliebige Spielepolster miteinander verbindbar sind, da es bei Klettbandverschlüssen immer Flausch-und Klettband gibt, die zur Verbindung aufeinander zu liegen kommen müssen.

[0003] Bekannt sind ebenfalls Sportmatten z. B. in Boulderhallen, Sporthallen und Kindergärten, die definitionsgemäß ebenfalls den Spielepolstern unterfallen sollen. Diese Sportmatten bestehen aus einzelnen Segmenten, die an ihren Stoßkanten miteinander verbunden sind, um einen durchgängigen Bodenbelag bereitzustellen.

[0004] Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht darin, hier Abhilfe zu schaffen.

[0005] Zur Lösung der Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, dass mehrere Spielepolster magnetisch miteinander verbindbar sind. Eine solche Verbindung ist im Wesentlichen in Bezug auf die Verbindung der Spielepolster untereinander verschleißfrei; darüber hinaus besteht nicht die Gefahr der Beschädigung der Kleidung der Kinder.

[0006] Nach einer ersten Ausführungsform ist vorgesehen, dass das Spielepolster an der Stoßfläche eine magnetische Platte aufweist. Hieraus wird deutlich, dass zum Zwecke der Verbindung zweier Spielepolster jedes der Spielepolster an der entsprechenden Stoßstelle eine solche magnetische Platte aufweist. Infolgedessen können die Spielepolster in beliebiger Reihenfolge miteinander verbunden werden. Dies gilt für Spielepolster beispielsweise für ein Ballbad, aber auch für Sportmatten, die aus einzelnen Segmenten aufgebaut sind, und die an ihren Stirnseiten zur Verbindung magnetisch miteinander gekoppelt werden.

[0007] Vorteilhaft ist weiterhin, dass die magnetische Platte mehrere nebeneinanderliegende Abschnitte jeweils unterschiedlicher Polung aufweist, wobei die Abschnitte unterschiedlicher Polung vorteilhaft eine Breite zwischen 1,5 und 6 mm, vorzugsweise von 2,5 mm, aufweisen. Das heißt, bei Verbindung zweier magnetischer Platten ergibt sich bei einer Breite der Abschnitte von 2,5 mm max. ein Versatz von ca. 2,5 mm, sodass die Spielepolster im Wesentlichen fluchtend zueinander liegen.

[0008] Spielepolster bestehen im Wesentlichen aus Schaumstoffkörpern, die mit einem Stoff oder Ähnlichem bespannt sind. Die magnetische Platte des Polsters ist vorteilhaft unter der Bespannung des Spielepolsters angebracht, sodass eine Verletzungsgefahr für Kinder durch die magnetische Platte nicht besteht.

[0009] Auch ist die magnetische Platte vom Rand des Spielepolsters nach innen abgesetzt, was die Verletzungsgefahr weiter vermindert.

[0010] Darüber hinaus ist die magnetische Platte höchst biegsam, sodass auch aus diesem Grunde eine Verletzungsgefahr für die Kinder nicht besteht.

[0011] Gegenstand der Erfindung ist auch ein Polsterverbund, der sich durch eine Mehrzahl von Spielepolstern auszeichnet, wie sie zuvor beschrieben worden sind.

[0012] Anhand der Zeichnungen wird die Erfindung nachstehend beispielhaft an Spielepolstern für ein Ballbad näher erläutert.
Fig. 1
zeigt ein Ballbad in perspektivischer Darstellung mit einer Mehrzahl von Spielepolstern;
Fig. 2
zeigt einen Schnitt gemäß der Linie II-II aus Fig. 1;


[0013] Das in Fig. 1 dargestellte Ballbad 1 umfasst eine Mehrzahl von kreisförmig angeordneten Spielepolstern 3.

[0014] Aus Fig. 2 ergibt sich der Schnitt aus Fig. 1; das Spielepolster 3 weist eine Bespannung 5 auf, die lediglich schematisch angedeutet ist. Unter der Bespannung 5 befindet sich die magnetische Platte 7, die vom Rand 9 des Spielepolsters 3 allseits abgesetzt ist.

[0015] Die magnetische Platte, die insbesondere biegsam ausgebildet ist, besitzt eine Vielzahl von Abschnitten 11 unterschiedlicher Polung. Zur Bildung des Ballbades gemäß Fig. 1 werden nun die Spielepolster 3 im Bereich ihrer Stoßflächen aneinandergelegt, wobei durch die magnetische Platte eine stabile Verbindung der Spielepolster bewerkstelligt wird.

Bezugszeichenliste:



[0016] 
1
Ballbad
3
Spielepolster
5
Bespannung aus Stoff oder Kunststoff
7
magnetische Platte
9
Rand
11
Abschnitte unterschiedlicher Polung



Ansprüche

1. Spielepolster (3) mit mindestens einer Stoßfläche zu einem benachbarten Spielepolster (3) zur Bildung eines Polsterverbundes, z. B. eines Ballbades (1), eines Bausteinsatzes, einer Sportmatte oder Ähnliches, wobei die Spielepolster (3) im Bereich ihrer Stoßfläche miteinander verbindbar sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass mehrere Spielepolster (3) magnetisch miteinander verbindbar sind.
 
2. Spielepolster (3) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Spielepolster (3) an der Stoßfläche eine magnetische Platte (7) aufweist.
 
3. Spielepolster (3) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die magnetische Platte (7) unter einer Bespannung des Spielepolsters (3), insbesondere einer Stoff- oder Kunststoffbespannung (5) angeordnet ist.
 
4. Spielepolster (3) nach einem der voranstehenden Ansprüche 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die magnetische Platte (7) biegsam ist.
 
5. Spielepolster (3) nach einem der voranstehenden Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
das die magnetische Platte (7) mehrere nebeneinanderliegende Abschnitte jeweils unterschiedlicher Polung (11) aufweist.
 
6. Spielepolster (3) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Abschnitte unterschiedlicher Polung (11) eine Breite von 1,5 und 6 mm, vorzugsweise von 2,5 mm, aufweisen.
 
7. Spielepolster (3) nach einem der voranstehenden Ansprüche 2 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die magnetische Platte (7) vom Rand des Spielepolsters (3) nach innen abgesetzt ist.
 
8. Polsterverbund
gekennzeichnet durch
eine Mehrzahl von Spielepolstern (3) gemäß mindestens einem der Ansprüche 1 bis 7.
 


Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.


1. Spielepolster (3) mit mindestens einer Stoßfläche zu einem benachbarten Spielepolster (3) zur Bildung eines Polsterverbundes, z. B. eines Ballbades (1), eines Bausteinsatzes, einer Sportmatte oder Ähnlichem, wobei die Spielepolster (3) im Bereich ihrer Stoßflächen miteinander verbindbar sind, wobei das Spielepolster zur magnetischen Verbindung eine magnetische Platte (7) aufweist, dadurch gekennzeichnet, das die magnetische Platte (7) mehrere nebeneinanderliegende Abschnitte (11) jeweils unterschiedlicher Polung aufweist.
 
2. Spielepolster (3) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die magnetische Platte (7) unter einer Bespannung des Spielepolsters (3), insbesondere einer Stoff- oder Kunststoffbespannung (5) angeordnet ist.
 
3. Spielepolster (3) nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die magnetische Platte (7) biegsam ist.
 
4. Spielepolster (3) nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Abschnitte (11) unterschiedlicher Polung eine Breite von 1,5 und 6 mm, vorzugsweise von 2,5 mm, aufweisen.
 
5. Spielepolster (3) nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die magnetische Platte (7) vom Rand des Spielepolsters (3) nach innen abgesetzt ist.
 
6. Polsterverbund
gekennzeichnet durch
eine Mehrzahl von Spielepolstern (3) gemäß mindestens einem der Ansprüche 1 bis 5.
 




Zeichnung







Recherchenbericht









Recherchenbericht