[0001] Die Erfindung betrifft eine Magnetanordnung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Magnetanordnungen dieser Art sind bereits bekannt.
[0003] Es ist bereits bekannt, Automatik-Verriegelungen mit Auslösern zu versehen, die magnetisierte
Sperr oder Wirkelemente aufweisen. Dazu sieht die
EP 2096241 A2 vor, dass ein Verriegelungselement bei in Schließstellung gelangendem Türflügel selbsttätig
in die "Verriegelungsstellung" überführt wird. Diese Verriegelungseinheit ist dadurch
gekennzeichnet, dass die Schlosskette von einem Sperrelement in der "Entriegelungsstellung"
gehalten wird und dass in oder an einer der Verriegelungseinheit zugeordneten türrahmenseitigen
Schließleiste ein Auslösemagnet angeordnet ist, welcher zum selbsttätigen Verriegeln
derart auf das Sperrelement arbeitet, dass dieses die Schlosskette freigibt, sodass
das Verriegelungselement selbsttätig in die Verriegelungsstellung überführt wird.
[0004] Bei der
EP 2314810 A2, bei der im Unterschied zur vorgenannten Anmeldung ein Tastarm vorgesehen ist, der
einen Permanentmagneten trägt und dem stulpseitig ein ferromagnetischer Sperrbolzen
zugeordnet ist, der bei vorgelagertem Tastarm seine Freigabestellung einnimmt, in
der die Treibstange freigegeben ist. Im Gegensatz zur erstgenannten Druckschrift wird
ein genauer Arbeitspunkt erreicht.
[0005] Die
EP 0599809 A2 und die
EP 0537805 A2 sehen eine Anordnung eines Magneten und eines Magnetfeldsensors vor, mit denen die
Schaltstellung des Treibstangenbeschlages detektiert werden kann. In die gleiche Richtung
weist auch die
DE 29519486 U1 und die
DE 19518527 A1.
[0006] Nachteilig bei dem vorstehend genannten Stand der Technik ist es, dass die Permanentmagnete
eine gewisse Streuung besitzen, die dazu führt, dass die Sensoren vorzeitig ausgelöst
werden, wenn die Sensoren und die Permanentmagnete noch nicht wie gewünscht zueinander
ausgerichtet sind. Wenn die Permanentmagnete schwächer dimensioniert werden, erreichen
diese die gewünschte Auswirkung auf den Sensor nicht.
[0007] Aus der
DE 4329960 A1 ist eine Anordnung zur Erzeugung eines definierten variablen Magnetfeldes bekannt
geworden. Dabei sind eine Vielzahl von Dauermagneten jeweils einzeln drehbar um ihre
Mittelachse gelagert. Die Verdrehung der Magnete erfolgt dabei derart, dass sich benachbarte
Dauermagnete im Gegensinn zur Veränderung der Stärke des Multipolfeldes oder im Gegensinn
zur Veränderung des Multipolfeldes verdrehen lassen. Dies wird im Wesentlichen über
Drehkopplung der Permanentmagnete mittels Zahnräder bewirkt.
[0008] Aus der
DE 29914387 U1 ist eine Vorrichtung zum Bündeln von Feldlinien eines primären Magnetfeldes zu einem
sekundären Magnetfeld höherer Feldliniendichte bekannt. Dies wird durch eine Wedel
erreicht, die aus drahtförmigen ferromagnetischem Material gefertigt ist und sich
innerhalb des primären Magnetfeldes dreht.
[0009] Die letztgenannten Lösungen erlauben zwar Anpassungen an die erwünschten Magnetfeldstärken
und -dichten, setzen jedoch erheblichen Bauteilaufwand und sich drehende Komponenten
voraus.
[0010] Die Erfindung sucht dementgegen nach einer einfachen und kostengünstigen Möglichkeit
das Zusammenwirken mit einem mechanischen und/oder elektromechanischen Sensor zu verbessern
und ein verbessertes Ansprechverhalten des Sensors bei Annäherung der Magnetanordnung
zu erreichen.
[0011] Zur Lösung sieht die Erfindung vor, dass die Magnetanordnung zumindest ein nebeneinanderliegendes
und in Richtung des Sensors weisendes Polpaar eines Permanentmagneten aufweist. Die
Anordnung eines nebeneinanderliegenden Polpaars führt dazu, dass die Magnetfeldlinien
deutlich fokussierter vom Pol ausgehen.
[0012] Eine Weiterbildung sieht vor, dass der Sensor ein mechanischer Auslöser ist, der
seinerseits eine zweite Magnetanordnung mit einem in Richtung der ersten Magnetanordnung
weisenden Polpaar besitzt. Durch diese Maßnahme wird eine Betätigung des Auslösers
nur dann erfolgen, wenn sich die entsprechend der Anwendung gewünschten Polpaare genau
gegenüberliegen.
[0013] Dabei kann es auch von Vorteil sein, dass der mechanische Auslöser das Sperrelement
einer Verriegelungseinrichtung ist, die unter Einfluss eines Kraftspeichers steht,
der in Richtung einer Verriegelungsstellung wirksam ist.
[0014] Der zwischen den Magneten befindliche Luftspalt lässt sich verringern, wenn die erste
Magnetanordnung an einem Tastarm angebracht ist, der in Richtung der zweiten Magnetanordnung
beweglich angeordnet ist.
[0015] Die Verwendung ist auch vorteilhaft, wenn der Sensor ein Reedkontakt ist.
[0016] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Zeichnungen. Es zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung der Magnetanordnung
[0017] Das in der Fig. 1 dargestellte Ausführungsbeispiel veranschaulicht die Erfindung
anhand zweier sich gegenseitig beeinflussender Magnete 1, 2. Jeder der Magnete 1,
2 ist als bi-polarer Magnet mit zwei nebeneinanderliegenden Polen 3, 4 und 5, 6 ausgestattet.
Wird beim bekannten Stand der Technik nur ein in Richtung des korrespondierenden Magneten
weisender Pol vorgesehen, ist der erste Magnet 1 so angeordnet, dass ein Nordpol 3
und ein Südpol 4 in Richtung des bewegten Magneten 2 weisen. Dieser bildet einen Sensor,
ist zweipolig ausgestattet und auch dessen Pole 5, 6 weisen in Richtung des zugeordneten
ersten Magneten 1. Dabei sind die Pole 5, 6 jedoch spiegelsymmetrisch zu den Polen
3, 4 des ersten Magneten 1 angeordnet. Liegen sich die Magnete 1, 2 unmittelbar gegenüber,
ziehen sich die Pole 3 und 5 sowie die Pole 4 und 6 jeweils an. Hingegen kommt es
bei einer davon abweichenden Ausrichtlage bei einer Bewegung entlang der Bewegungsrichtung
7 dazu, dass sich gleiche und abstoßende Pole 4 und 5 oder 3 und 6 gegenüberliegen,
was keine wechselseitige Anziehung bewirkt.
[0018] Der zweite Magnet 2 bildet dabei in der Magnetanordnung den Sensor, dem zumindest
ein nebeneinanderliegendes und in Richtung des Sensors weisendes Polpaar 3, 4 des
ersten Magneten 1 gegenüberliegt.
[0019] Der zweite Magnet 2 kann dabei, ein mechanischer Auslöser sein oder an diesem angebracht
sein. Der zweite Magnet 2 soll dabei ein in Richtung der ersten Magnetanordnung weisendes
Polpaar besitzen. Da der mechanische Auslöser als Sperrelement einer Verriegelungseinrichtung,
zumindest gewisse Reibungskräfte überwinden muss und gegebenenfalls auch unter Einfluss
eines Kraftspeichers steht, der in Richtung einer Verriegelungsstellung wirksam ist,
sind die durch die Anordnung erhöhten Kräfte vorteilhaft. Um die räumliche Nähe der
ersten und zweiten Magneten 1, 2 sicherzustellen, kann der erste oder zweite Magnet
1, 2 an einem Tastarm entsprechend der
EP 2314810 A2 angebracht sein. Diesbezüglich wird vollinhaltlich auf die
EP 2314810 A2 Bezug genommen.
[0020] Gleichwohl ist durch die Fokussierung des Magnetfeldes des ersten oder zweiten Magneten
bei der Anordnung auch ein Reedkontakt vorteilhaft, der mit einem der genannten Magneten
1, 2 zusammenwirkt.
Bezugszeichenliste
[0021]
- 1
- Magnet
- 2
- Magnet
- 3
- Pol
- 4
- Pol
- 5
- Pol
- 6
- Pol
- 7
- Bewegungsrichtung
1. Magnetanordnung zum Zusammenwirken mit einem mechanischen und oder elektromechanischen
Sensor, der bei Annäherung eines Magneten (1, 2) seinen Zustand in einer definierten
Weise ändert,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Magnet (1, 2) zumindest ein nebeneinanderliegendes und in Richtung des Sensors
weisendes Polpaar (3, 4 oder 5, 6) eines Permanentmagneten aufweist.
2. Magnetanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Sensor ein mechanischer Auslöser oder teil desselben ist, der seinerseits einen
zweiten Magneten (2) mit einem in Richtung der ersten Magneten (1) weisenden Polpaar
(5, 6) besitzt.
3. Magnetanordnung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der mechanische Auslöser das Sperrelement einer Verriegelungseinrichtung ist, die
unter Einfluss eines Kraftspeichers steht, der in Richtung einer Verriegelungsstellung
wirksam ist.
4. Magnetanordnung nach Anspruch 2 und 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erste Magnet (1) an einem beweglichen Tastarm angebracht ist.
5. Magnetanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Sensor ein Reedkontakt ist.