[0001] Die Erfindung betrifft eine Gurtschnallenanordnung, mit einer ersten Gurtschnalle
und einer mit der ersten Gurtschnalle verbindbaren zweiten Gurtschnalle, wobei die
erste Gurtschnalle eine erste Verriegelungseinrichtung und einen ersten Verriegelungshaken
aufweist, und die zweite Gurtschnalle eine zweite Verriegelungseinrichtung und einen
zweiten Verriegelungshaken aufweist.
[0002] Gurtschnallen sind aus dem Stand der Technik bekannt und werden verwendet, um Gurte
lösbar miteinander zu verbinden oder einen Gurt an einem anderen Gegenstand lösbar
zu befestigen. Derartige Gurtschnallen werden vor allem im Bereich des Bergsports,
des Flugsports, des Militärs sowie im Bereich der persönlichen Schutzausrüstung zur
Arbeitssicherheit oder dergleichen eingesetzt, und sind häufig Bestandteil von Klettergurten
oder ähnlicher Auffangsysteme. Aufgrund der genannten Einsatzgebiete müssen Gurtschnallen
einerseits sehr verlässlich funktionieren, da das Leben oder zumindest die Gesundheit
eines mit den Gurtschnallen gesicherten Benutzers vom fehlerfreien Funktionieren der
Gurtschnallen abhängig ist, während es andererseits nicht zu versehentlichen Fehlbedienungen
kommen darf. Die aus dem Stand der Technik bekannten Ausgestaltungen weisen hinsichtlich
dieser Anforderungen eine Verriegelungseinrichtung auf, die oftmals in aufwändiger
Weise verriegelt werden muss, um dann im verriegelten Zustand ein unbeabsichtigtes
Öffnen der Gurtschnallen zu verhindern. Nachteilig bei derartigen Ausgestaltungen
ist, dass die Gurtschnallen sehr aufwändig gestaltete Verriegelungseinrichtungen aufweisen,
die nur in ebenso aufwändiger Weise zu verriegeln und zu entriegeln sind.
[0003] Ausgehend davon ist es eine Aufgabe der Erfindung, eine erste Gurtschnalle und eine
mit der ersten Gurtschnalle verbindbaren zweiten Gurtschnalle anzugeben, die in besonders
einfacher Weise miteinander verbindbar sowie voneinander lösbar sind, und/oder in
besonders kostengünstiger Weise herstellbar sind.
[0004] Die Aufgabe der Erfindung wird durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs gelöst.
Bevorzugte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0005] Insofern erfolgt eine Lösung der Aufgabe durch eine Gurtschnallenanordnung, mit einer
ersten Gurtschnalle und einer mit der ersten Gurtschnalle verbindbaren zweiten Gurtschnalle,
wobei die erste Gurtschnalle eine erste Verriegelungseinrichtung und einen ersten
Verriegelungshaken aufweist, und die zweite Gurtschnalle eine zweite Verriegelungseinrichtung
und einen zweiten Verriegelungshaken aufweist, die erste Verriegelungseinrichtung
und die zweite Verriegelungseinrichtung ausgestaltet sind, dass bei einem Verbinden
der ersten Gurtschnalle mit der zweiten Gurtschnalle die erste Verriegelungseinrichtung
den zweiten Verriegelungshaken verriegelt und die zweite Verlegelungseinrichtung den
ersten Verriegelungshaken verriegelt, so dass die erste Gurtschnalle mit der zweiten
Gurtschnalle verbunden ist, und die erste Verriegelungseinrichtung und/oder der zweite
Verriegelungshaken wenigstens hinsichtlich der Verriegelung gleich und/oder symmetrisch,
insbesondere punktsymmetrisch, zu der zweiten Verriegelungseinrichtung und/oder dem
ersten Verriegelungshaken ausgestaltet sind.
[0006] Ein wesentlicher Punkt der Erfindung ist somit, dass die erste Gurtschnalle und die
zweite Gurtschnalle hinsichtlich der jeweiligen Verriegelungseinrichtung bzw. des
jeweiligen Verriegelungshakens gleich und/oder symmetrisch ausgestaltet sind. Das
bedeutet konkret, dass aufgrund des gleichen bzw. symmetrischen Aufbaus der Verriegelungseinrichtung
und/oder des Verriegelungshakens die beiden Gurtschnallen wenigstens zu einem Teil
gleich bzw. symmetrisch ausgestaltet sind, und insofern wesentlich einfacher fertigbar
sind. Nach einer weiter unten vorgestellten bevorzugten Ausgestaltung können die erste
Gurtschnalle und die zweite Gurtschnalle auch vollständig identisch ausgestaltet sein.
Für eine Gurtschnallenanordnung darf es dann auch nur zweier identischer Gurtschnallen
eines einzigen Gurtschnallenmodells, was die Fertigung wesentlich vereinfacht. Die
Gurtschnallenanordnung ist durch zwei unabhängige Verriegelungen, einerseits durch
die erste Verriegelungseinrichtung mit dem zweiten Verriegelungshaken sowie andererseits
durch die zweite Verriegelungseinrichtung mit dem ersten Verriegelungshaken, gekennzeichnet.
Die derart mit der ersten Gurtschnalle verbundene zweite Gurtschnalle weist eine sichere
und sehr verlässliche Verbindung auf, die den normativen und/oder gesetzlichen Vorgaben
im Bergsport, Flugsport, im Bereich der Arbeitssicherheit und/oder der persönlichen
Schutzausrichtung genügt. Schließlich ist die erste Gurtschnalle von der zweiten Gurtschnalle
nach einer weiter unten diskutierten bevorzugten Weiterbildung nur dann lösbar, wenn
beide Verriegelungseinrichtungen gleichzeitig betätigt werden. Im Ergebnis wird durch
die vorgeschlagene Gurtschnallenanordnung eine sichere und einfache Verbindung von
erster Gurtschnalle und zweiter Gurtschnalle ermöglicht, wobei die Gefahr eines unbeabsichtigten
Lösens von erster Gurtschnalle und zweiter Gurtschnalle minimiert ist, und darüber
hinaus die Gurtschnallenanordnung aufgrund des wenigstens teilweise gleichen bzw.
symmetrischen Aufbaus der Gurtschnallen besonders einfach und kostengünstig herstellbar
ist.
[0007] Die erste Gurtschnalle und/oder die zweite Gurtschnalle verfügen bevorzugt über ein
Mittel zur Befestigung und/oder zum Einhängen eines Gurtes, eines Karabiners oder
dergleichen, so beispielsweise über eine Einhängeöse etc. Die Gurtschnalle kann Teil
eines Klettergurtes, oder eines sonstigen Auffangsystems im Bereich der persönlichen
Sicherheit sein. Darüber hinaus sind auch weitere Anwendungsmöglichkeiten denkbar,
so insbesondere im Bergsport, im Flugsport oder im Bereich der persönlichen Schutzausrüstung
oder des Militärs. Bei einem mit der Gurtschnalle verbindbaren Gurt kann es sich um
ein bekanntes Bandmaterial handeln, so insbesondere um einen flachen, flexiblen und/oder
längserstreckten Gegenstand mit relativ zur Länge geringerer Breite handeln. Vorteilig
weist ein derartiger Gurt, auch Band genannt, Polyester und/oder Polyamid auf, und/oder
weist eine Breite von ≥ 30 mm und ≤ 45 mm auf. In entsprechender Ausgestaltung können
die erste Gurtschnalle und/oder die zweite Gurtschnalle auch an einem Seil befestigt
werden.
[0008] Ferner kann die erste Gurtschnalle und/oder die zweite Gurtschnalle einen feststehenden
oder einen verschiebbaren Steg aufweisen, einen sogenannten Klemmsteg, um den der
Gurt und/oder das Seil geschlungen wird, um eine Verbindung zwischen dem Gurt bzw.
dem Seil und der Gurtschnalle herzustellen. Während feststehende Stege in der Regel
nicht zur Verstellung des Gurtes vorgesehen sind, eignen sich verschiebbare Klemmstege
zur Anpassung der Gurtlänge. Die Verriegelung zwischen Verriegelungseinrichtung und
Verriegelungshaken und/oder die Verbindung zwischen erster Gurtschnalle und zweiter
Gurtschnalle erfolgt aufgrund entsprechender Ausgestaltung der Verriegelungseinrichtung,
des Verriegelungshakens und/oder der Gurtschnalle bevorzugt formschlüssig und/oder
kraftschlüssig. Sofern im Rahmen der Erfindung von Verriegelung gesprochen wird, so
beispielsweise hinsichtlich gleicher und/oder symmetrischer Verriegelung von Verriegelungseimichtung
mit Verriegelungshaken, so ist damit insbesondere der Teil der Verriegelungseimichtung
bzw. des Verriegelungshakens gemeint, der miteinander verriegelt wird bzw. verriegelt
ist. Bevorzugt lässt sich die symmetrische bzw. punktsymmetrische Ausgestaltung insbesondere
dann erkennen, wenn die erste Gurtschnalle mit der zweiten Gurtschnalle verbunden
ist, also die beiden Verriegelungseinrichtungen den jeweiligen Verriegelungshaken
verriegelt haben.
[0009] Nach einer bevorzugten Weiterbildung ist die erste Verriegelungseinrichtung identisch
zu der zweiten Verriegelungseinrichtung, der erste Verriegelungshaken identisch zu
dem zweiten Verriegelungshaken und/oder die erste Gurtschnalle identisch und/oder,
bezogen auf den verbundenen Zustand, punktsymmetrisch zu der zweiten Gurtschnalle
ausgestaltet ist. Bevorzugt sind die beiden Verriegelungseinrichtungen, die beiden
Verriegelunghaken und/oder die beiden Gurtschnallen wenigstens hinsichtlich der Verriegelung
identisch ausgestaltet. In Bezug auf die punktsymmetrische Ausgestaltung fällt der
Symmetriepunkt bevorzugt mit einem Mittelpunkt der Gurtschnallenanordnung bei miteinander
verbundener erster Gurtschnalle und zweiter Gurtschnalle und/oder in Draufsicht auf
eine derartige verbundene Gurtschnallenanordnung zusammen. Noch weiter bevorzugt ist
der Symmetriepunkt, im verbundenen Zustand der beiden Gurtschnallen, auf einer in
Verbindungsrichtung bzw. Steckrichtung verlaufenden Längsachse angeordnet, wobei die
Längsachse weiter bevorzugt mittig entlang der Quererstreckung der Gurtschnallen angeordnet
ist. Identische Ausgestaltungen der Verriegelungseinrichtungen, der Verlegelungshaken
und/oder der Gurtschnallen ermöglicht eine besonders einfache und kostengünstige Herstellung
der Gurtschnallenanordnung.
[0010] Nach einer noch weiter bevorzugten Ausgestaltung ist ein Entriegeln des zweiten Verriegelungshakens
aus der ersten Verriegelungseinrichtung und ein Entriegeln des ersten Verriegelungshakens
aus der zweiten Verriegelungseinrichtung nur durch gleichzeitiges Betätigen der ersten
Verriegelungseinrichtung und der zweiten Verriegelungseinrichtung möglich und/oder
nur möglich, wenn kein Zug auf die erste Gurtschnalle und die zweite Gurtschnalle
wirkt. Sofern nach der erstgenannten Ausgestaltung beispielsweise versehentlich die
erste Verriegelungseinrichtung zum Entriegeln des zweiten Verriegelungshakens betätigt
wird, dann verhindert der weiterhin in der zweiten Verriegelungseinrichtung verriegelte
erste Verriegelungshaken ein Lösen der ersten Gurtschnalle von der zweiten Gurtschnalle.
Nach der zweitgenannten Ausgestaltung ist ein Öffnen der Gurtschnallenanordnung nur
dann möglich, wenn kein Zug mehr auf die beiden Gurtschnallen wirkt. Sofern jedoch
beispielsweise auf zwei mit den beiden Gurtschnallen verbundene Gurte eine Kraft wirkt,
ist ein Entriegeln der beiden Verriegelungseinrichtungen zum Lösen der jeweiligen
Verriegelungshaken aus den Verriegelungseinrichtungen nicht möglich. Durch eine entsprechende
Ausgestaltung von Verriegelungshaken und Verriegelungseinrichtung, so beispielsweise
durch Vorsehen eines entsprechenden Hinterschnitts, lässt sich erreichen, dass das
Entriegeln nur dann möglich ist, wenn kein Zug auf die beiden miteinander verbundenen
Gurtschnallen wirkt. Durch die vorgeschlagenen Ausgestaltungen lässt sich in einfacher
aber besonders effizienter Weise ein ungewolltes Öffnen der Gurtschnallenanordnung
vermeiden.
[0011] Grundsätzlich können die Verriegelungshaken und die Verriegelungseinrichtungen beliebig
ausgestaltet sein. Nach einer besonders bevorzugten Ausgestaltung weist der erste
Verriegelungshaken und/oder der zweite Verriegelungshaken in Verbindungsrichtung einen
Verbindungsfortsatz mit einseitig in eine Querrichtung vorspringender Haltenase auf,
und weist die erste Verriegelungseinrichtung und/oder die zweite Verriegelungseinrichtung
eine zwischen einer Öffnungsstellung und einer Verriegelungsstellung schwenkbar gelagerte
und derart ausgestaltete Klinke auf, dass die Klinke im verbundenen Zustand mit der
Haltenase zusammenwirkend den Verbindungsfortsatz in der Verriegelungsstellung sichert.
Nach einer bevorzugten Weiterbildung weist die Haltenase einen Hinterschnitt auf,
greift die Klinke in der Verriegelungsstellung formschlüssig in den Hinterschnitt
ein und ist die Haltenase in der Öffnungsstellung aus der Klinke herausführbar und/oder
ist die Klinke durch ein Federelement in ihrer Verriegelungsstellung beaufschlagt.
Das Federelement ist bevorzugt als metallische Spiralfeder, als Elastomerfeder und/oder
als ein anderes aus dem Stand der Technik bekanntes Federelement ausgestaltet, um
die Klinke derart mit Federkraft zu beaufschlagen, dass die Klinke aus ihrer Öffnungsstellung
in die Verriegelungsstellung strebt.
[0012] Vorzugsweise wird zum Verbinden bzw. Verrasten der beiden Gurtschnallen der Verbindungsfortsatz
der einen Gurtschnalle in die andere Gurtschnalle derart eingeführt, dass die Haltenase
die Klinke aus ihrer Verriegelungsstellung in Richtung der Öffnungsstellung verschwenkt,
wodurch ein Stauchen des Federelements bewirkt wird. Beim weiteren Zusammenführen
passiert der Hinterschnitt der Haltenase die Klinke, wodurch die Klinke unter dem
Einfluss der Federvorspannung des Federelements in den Hinterschnitt einrasten und
somit eine formschlüssige Verbindung zwischen der Verriegelungseinrichtung und dem
Verriegelungshaken sicherstellen. Der Verbindungsfortsatz ist vorzugsweise als ein
Steg und/oder die Klinke ist vorzugsweise als ein Bolzen ausgestaltet. Vorzugsweise
greift die Klinke in der Verriegelungsstellung kraftschlüssig und/oder verrastend
in den Hinterschnitt ein. Die Gurtschnalle und deren Teile sind vorzugsweise vollständig
oder teilweise aus einem Metall, einer Metalllegierung oder anderen geeigneten Materialien
ausgestaltet, die eine sichere Verbindung der beiden Gurtschnallen ermöglichen. Wenn
die Klinke die Haltenase in der Verriegelungsstellung sichert, können bevorzugt die
Gurtschnallen nicht voneinander getrennt werden.
[0013] Bezugnehmend auf die zuvor erläuterten Weiterbildungen weist der erste Verriegelungshaken
und der zweite Verriegelungshaken jeweils an seinem Verbindungsfortsatz an der der
Haltenase entgegengesetzten Seite eine sich in Verbindungsrichtung erstreckende Führungsfläche
derart auf, dass beim Verbinden der ersten Gurtschnalle mit der zweiten Gurtschnalle
durch die jeweilige Führungsfläche der jeweils andere Verbindungsfortsatz führbar
ist. Die Normale der Führungsfläche erstreckt sich bevorzugt quer zur Verbindungsrichtung
und/oder in Richtung einer Quererstreckung der Gurtschnalle senkrecht zur Verbindungsrichtung.
Ganz besonders bevorzugt sind die beiden Führungsflächen hinsichtlich ihrer Flächennormalen
geringfügig gegeneinander verschwenkt, um das Verbinden der Gurtschnalle miteinander
bzw. ein Einführen des jeweiligen Verriegelungshakens in die jeweilige Verriegelungseinrichtung
zu erleichtern. Vorzugsweise sind die Verriegelungshaken ausgestaltet, dass die beiden
Verriegelungshaken bereits beim Verbinden der Gurtschnallen miteinander bzw. Einführen
der jeweiligen Verriegelungshaken in die jeweiligen Verriegelungseinrichtungen vorzugsweise
gleitend aneinander anliegen. Im verriegelten Zustand liegt der eine Verriegelungshaken
bevorzugt von der einen Seite an dem anderen Verriegelungshaken und an seiner anderen
Seite mit der Haltenase in die Klinke eingerastet an der Klinke an. Durch Vorsehen
derartiger Führungsflächen lässt sich einerseits das Verbinden der Gurtschnallen vereinfachen
und andererseits ein Gegenlager des einen Verriegelungshakens gegenüber dem anderen
Verriegelungshaken ausbilden.
[0014] Nach einer weiteren besonders bevorzugten Ausgestaltung weist die erste Gurtschnalle
und/oder die zweite Gurtschnalle eine sich senkrecht zur Verbindungsrichtung erstreckende
Gurtöffnung zum Durchführen eines Gurtes auf, wobei weiter bevorzugt die Führungsflächen
im verbundenen Zustand mittig in Bezug auf die Erstreckung der Gurtöffnung angeordnet
sind. Weiter bevorzugt ist der Symmetriepunkt hinsichtlich der punktsymmetrischen
Ausgestaltung an den Führungsflächen oder zwischen den Führungsflächen angeordnet.
Die Gurtöffnung ist bevorzugt als rechteckartige sich längserstreckende Aussparung
an einem Rand der Gurtschnalle ausgeführt, durch die ein Gurt zur Befestigung an der
Gurtschnalle durchführbar und/oder befestigbar ist. Gegenüberliegend zu der Gurtöffnung
ist bevorzugt der Verriegelungshaken und/oder die Verriegelungseinrichtung angeordnet,
wobei sich der Verriegelungshaken besonders bevorzugt von der Gurtöffnung weg in Verbindungsrichtung
derart erstreckt, dass am Kopf des Verbindungsfortsatzes die Haltenase an einem Rand
der Gurtschnalle angeordnet ist.
[0015] Wie bereits angedeutet, existieren zur Ausgestaltung der ersten Gurtschnalle und/oder
der zweiten Gurtschnalle verschiedene Möglichkeiten. Nach einer besonders bevorzugten
Ausgestaltung weisen die erste Gurtschnalle und/oder die zweite Gurtschnalle einen
Basiskörper auf, wobei der Basiskörper einteilig mit dem ersten Verriegelungshaken
und/oder dem zweiten Verriegelungshaken ausgebildet ist. Weiter bevorzugt ist die
Gurtöffnung in den Basiskörper eingefügt, so beispielsweise, sofern der Basiskörper
aus einem Metall oder Metallblech ausgestaltet ist, durch eine Stanzung oder eine
Fräsung.
[0016] Nach einer bevorzugten Weiterbildung ist der Basiskörper aus zwei symmetrisch zueinander
ausgestalteten Teilen derart ausgestaltet, dass durch Zusammenfügen der beiden Teile
der erste Verriegelungshaken und/oder der zweite Verriegelungshaken und eine Einstecköffnung
gebildet wird, in die beim Verbinden der ersten Gurtschnalle mit der zweiten Gurtschnalle
der zweite Verriegelungshaken und/oder der erste Verriegelungshaken zum Verriegeln
einführbar ist. Bevorzugt liegen die beiden Teile wenigstens im Bereich der Verriegelungshaken
und/oder im Bereich der Gurtöffnung berührend aneinander an. Weiter bevorzugt sind
die beiden Teile jeweils aus einem Blech, aus einem gefrästen Vollmaterial oder dergleichen
beispielsweise mit einer Dicke von 3, 4 oder 5 mm ausgestaltet, wobei die Einstecköffnung
bevorzugt durch Pressen und/oder Abkanten wenigstens eines Teils des Bleches herstellbar
ist. Im Bereich der Einstecköffnung erstrecken sich die Teile bevorzugt parallel und
versetzt gegenüber dem Bereich der Verriegelungshaken und/oder der Gurtöffnung. Vorzugsweise
sind Verbindungsmittel vorgesehen, um die zusammengefügten Teile zu fixieren. Das
Verbindungsmittel kann als Bohrung ausgestaltet sein, durch die eine Schraube, eine
Niet oder dergleichen zur Fixierung der beiden Teile geführt ist. Durch eine derartige
Ausgestaltung lässt sich die Gurtschnallenanordnung besonders einfach herstellen,
wobei besonders bevorzugt jede der beiden Gurtschnallen den identischen Basiskörper
bzw. die beiden identischen Teile aufweist.
[0017] Nach einer weiter bevorzugten Ausgestaltung ist vorgesehen, dass der erste Verriegelungshaken
und/oder der zweite Verriegelungshaken einen ersten Bereich und einen sich an den
ersten Bereich anschließenden zweiten Bereich aufweist, und im verbundenen Zustand
der erste Bereich vorzugsweise vollständig innerhalb der Einstecköffnung angeordnet
ist. Bevorzugt ist die Haltenase in dem ersten Bereich angeordnet und derart im verbundenen
Zustand vorzugsweise vollständig innerhalb der Einstecköffnung bzw. zwischen den beiden
Teilen angeordnet. Weiter bevorzugt ist der erste Bereich und/oder der zweite Bereich
andersartig als der zweite Bereich bzw. der erste Bereich gestaltet, so beispielsweise
mit einer anderen Farbe und/oder einer sonstigen Markierung versehen. Sofern beispielsweise
der erste Bereich farbig gestaltet ist, lässt sich in einfacher Weise erkennen, ob
die beiden Gurtschnallen ordnungsgemäß miteinander verbunden sind: Sofern ein Benutzer
im verbundenen Zustand, in dem der erste Bereich innerhalb der Einstecköffnung angeordnet
ist, die farbige Ausgestaltung des ersten Bereiches nicht erkennen kann, dann impliziert
dies in einfacher visueller Weise, dass die beiden Gurtschnallen ordnungsgemäß miteinander
verbunden, insbesondere miteinander verrastet sind.
[0018] Nach einer bevorzugten Weiterbildung ist die Klinke zwischen den beiden Teilen verschwenkbar
gelagert und/oder weist die Klinke einen aus dem Basiskörper herausragenden Hebelarm
zum Entriegeln der Klinke auf. Bevorzugt verläuft die Verschwenkachse durch die beiden
Teile hindurch und erstreckt sich in Richtung der Flächennormalen der Teile. Weiter
bevorzugt ist die Klinke mittels eines die zusammengefügten Teile fixierenden Verbindungsmittels
verschwenkbar gehalten, so insbesondere durch eine Schraube, ein Niet oder dergleichen.
Bevorzugt erstreckt sich der Hebelarm von der Verschwenkachse entgegengesetzt zu einem
den Verriegelungshaken verriegelnden Teil der Klinke. Nach einer weiter bevorzugten
Ausgestaltung ist ein zwischen den beiden Teilen angeordnetes und derart ausgestaltetes
Abstandselement vorgesehen, das durch das Abstandselement das Verschwenken der Klinke
zwischen Öffnungsstellung und Verriegelungsstellung begrenzt wird und/oder das Abstandselement
berührend an den beiden Teilen anliegt, wobei das Abstandselement bevorzugt aus einem
Metall und/oder einstückig mit dem Basiskörper ausgestaltet ist. Besonders bevorzugt
ist das Abstandselement einstückig mit einem der beiden Teile als formschlüssige Ausformung
des Teils ausgestaltet. Alternativ kann das Abstandselement aus einem Kunststoff ausgestaltet
und mittels eines Verbindungsmittels an den beiden Teilen fixiert sein. Weiter bevorzugt
begrenzt das Abstandselement einerseits die Einstecköffnung und/oder andererseits
die Gurtöffnung. Nach einer noch weiter bevorzugten Ausgestaltung ist das Federelement
einseitig durch das Abstandselement gehalten, insbesondere in einem Sackloch in dem
Abstandselement geführt.
[0019] Nach einer noch weiter bevorzugten Ausgestaltung sind die erste Verriegelungseinrichtung
und die zweite Verriegelungseinrichtung ausgestaltet, dass durch Verbinden der ersten
Gurtschnalle mit der zweiten Gurtschnalle die erste Verriegelungseinrichtung den zweiten
Verriegelungshaken verrastend verriegelt und die zweite Verriegelungseinrichtung den
ersten Verriegelungshaken insbesondere gleichzeitig verrastend verriegelt. Nach einer
noch weiter bevorzugten Ausgestaltung ist eine dritte Gurtschnalle vorgesehen, wobei
die dritte Gurtschnalle eine dritte Verriegelungseinrichtung und einen dritten Verriegelungshaken
aufweist, und die drei Gurtschnallen ausgestaltet sind, dass durch Verbinden von zwei
der drei Gurtschnallen miteinander die jeweilige Verriegelungseinrichtung der einen
Gurtschnalle den jeweiligen Verriegelungshaken der anderen Gurtschnalle verriegelt.
Nach dieser Ausgestaltung sind verschiedene Konfigurationen denkbar, so beispielsweise
eine erste Gurtschnalle und eine zweite Gurtschnalle mit einer jeweiligen Durchführungsöffnung
für einen Gurt, während die dritte Gurtschnalle eine Öse für einen Karabiner aufweist.
Aufgrund der gleichen bzw. symmetrischen Ausgestaltung der Verriegelung lassen sich
die drei Gurtschnallen jedoch in vorteilhafter beliebiger Weise miteinander verbinden.
[0020] Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen anhand
einer bevorzugten Ausführungsform näher erläutert.
Es zeigen
[0021]
- Fig. 1
- eine Gurtschnallenanordnung in einem verbundenen Zustand gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
der Erfindung in einer Draufsicht,
- Fig. 2
- die Gurtschnallenanordnung gemäß Fig. 1 in einem nicht verbundenen Zustand in einer
Draufsicht,
- Fig. 3
- eine Gurtschnalle der in Fig. 1 oder 2 gezeigten Gurtschnallenanordnung in einer Draufsicht,
- Fig. 4
- die Gurtschnalle nach Fig. 3 in einem demontierten Zustand in einer Draufsicht,
- Fig. 5
- eine Gurtschnallenanordnung in einem nicht- verbundenen Zustand gemäß einem weiteren
bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung in einer Draufsicht,
- Fig. 6
- die Gurtschnallenanordnung gemäß Fig. 5 in einem verbundenen Zustand in einer Draufsicht,
und
- Fig. 7
- die Gurtschnallenanordnung gemäß Fig. 6 in einer teildurchsichtigen Draufsicht.
[0022] Fig. 1 zeigt eine Gurtschnallenanordnung gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
der Erfindung in einer Draufsicht, aufweisend eine erste Gurtschnalle 1 und einer
mit der erste Gurtschnalle 1 verbundenen zweiten Gurtschnalle 2. Derartig verbinden
die beiden Gurtschnallen 1 und 2 einen jeweils mit der jeweiligen Gurtschnalle 1,
2 verbundenen Gurt 3 eines nicht gezeigten Klettergurtes. Der Gurt 3 ist aus Textil
ausgestaltet, wobei auch Polyamid oder dergleichen möglich ist, und weist eine Breite
von 45 mm auf. Wie besser aus Fig. 2 zu erkennen ist, weist jede der beiden Gurtschnallen
1, 2 eine rechteckartige Gurtöffnung 4 auf, durch die der Gurt 3 in der in Fig. 1
gezeigten Darstellung zur Befestigung einer jeweiligen Gurtschnalle 1, 2 hindurch
geführt ist. Die Gurtöffnung 4 erstreckt sich längs senkrecht zur Verbindungsrichtung
v der Gurtschnallen 1, 2.
[0023] Die beiden Gurtschnallen 1, 2 sind vorliegend identisch ausgestaltet, was bedeutet,
dass zusammen mit einer dritten nicht gezeigten Gurtschnalle zwei beliebige der drei
Gurtschnallen 1, 2 miteinander verbindbar sind. Konkret ist es so, dass die erste
Gurtschnalle 1 eine erste Verriegelungseinrichtung 5 und einen ersten Verriegelungshaken
6 aufweist. Die zweite Gurtschnalle 2 weist eine zweite Verriegelungseinrichtung 7
sowie einen zweiten Verriegelungshaken 8 auf. Entsprechend des Vorgesagten sind die
erste Verriegelungseinrichtung 5 sowie die zweite Verriegelungseinrichtung 7 identisch
ausgestaltet und der erste Verriegelungshaken 6 sowie der zweite Verriegelungshaken
8 identisch ausgestaltet.
[0024] Mit anderen Worten sind, wie aus Fig. 1 und 2 zu erkennen ist, die beiden Gurtschnallen
1, 2, bezogen auf den in Fig. 1 gezeigten verbundenen Zustand, bezüglich eines Symmetriepunkts
9 punktsymmetrisch bzw. spiegelsymmetrisch ausgestaltet. Entsprechend sind auch die
Verriegelungseinrichtungen 5, 7 sowie die Verriegelungshaken 6, 8 bezüglich des Symmetriepunktes
9, der ebenso in der einen nicht verbundenen Zustand der Gurtschnallen 1, 2 zeigenden
Fig. 2 eingezeichnet ist, spiegelsymmetrisch angeordnet.
[0025] Beim Verbinden der ersten Gurtschnalle 1 mit der zweiten Gurtschnalle 2 verriegelt
die erste Verriegelungseinrichtung 5 den zweiten Verriegelungshaken 8 und die zweite
Verriegelungseinrichtung 7 verriegelt den ersten Verriegelungshaken 6. Aufgrund der
identischen Ausgestaltung von erster Gurtschnalle 1 und zweiter Gurtschnalle 2 kann
ein Entriegeln nur durch gleichzeitiges Betätigen der beiden Verriegelungseinrichtungen
5, 7 erfolgen. Zudem ist es so, wie sich aus der folgenden Detailbeschreibung der
Verriegelungshaken 6, 8 sowie der Verriegelungseinrichtungen 5, 7 ergibt, dass eine
Entriegelung nur dann möglich ist, wenn kein Zug auf die beiden Gurtschnallen 1, 2
bzw. die in Fig. 1 gezeigten mit den beiden Gurtschnallen 1, 2 verbundenen Gurte 3
einwirkt.
[0026] Zur weiteren Beschreibung der Gurtschnallen 1, 2 wird auf die in Fig. 3 und 4 gezeigte
erste Gurtschnalle 1 verwiesen. Da die beiden Gurtschnallen 1, 2 identisch ausgestaltet
sind, gilt das nachfolgend zu den Fig. 3 und 4 Gesagte ebenso für die zweite Gurtschnalle
2 bzw. den zweiten Verriegelungshaken 8 sowie die Verriegelungseinrichtung 7.
[0027] Wie aus Fig. 3 zu erkennen ist, weist der erste Verriegelungshaken 6 einen Verbindungsfortsatz
9 auf. Während die Gurtöffnung 4 an der einen Seite der ersten Gurtschnalle 1 angeordnet
ist, erstreckt sich der Verbindungsfortsatz 9 bzw. der erste Verriegelungshaken 6
an der anderen, gegenüberliegenden Seite in Verbindungsrichtung v weg von der Gurtöffnung
4 in eine Richtung im Wesentlichen senkrecht zur Längserstreckung der Gurtöffnung
4. An der Spitze des Verbindungsfortsatzes 9 ist eine einseitig in Querrichtung vorspringende
Haltenase 10 angeordnet, die einen Hinterschnitt 11 formt.
[0028] An der der Haltenase 10 entgegengesetzten Seite ist eine sich im Wesentlichen in
Verbindungsrichtung v erstreckende Führungsfläche 12 ausgebildet, deren Flächennormale
sich im Wesentlichen in Richtung der Längserstreckung der Gurtöffnung 4 erstreckt.
Die erste Verriegelungseinrichtung 5 weist eine zwischen einer Öffnungsstellung und
einer Verschließstellung schwenkbar gelagerte Klinke 13 auf. Die Schwenkachse der
Klinke 13 erstreckt sich aus der Zeichnungsebene heraus in Richtung der Flächennormalen
der Oberfläche der ersten Gurtschnalle 1.
[0029] Die erste Gurtschnalle 1 weist einen Basiskörper auf, der aus zwei symmetrisch zueinander
ausgestalteten Teilen 14, 15 gebildet ist. Im montierten in Fig. 3 gezeigten Zustand
der ersten Gurtschnalle 1 liegen die beiden Teile 14, 15 deckungsgleich aufeinander
und liegen im Bereich des Verriegelungshakens 6 sowie im Bereich der Gurtöffnung berührend
aneinander an und bilden derart den ersten Verriegelungshaken 6 sowie die Gurtöffnung
4 aus. In Fig. 4 ist das obere Teil 15 des Basiskörpers von dem unteren Teil 14 des
Basiskörpers gelöst und entgegen der Verbindungsrichtung v um eine sich in Längserstreckung
der Gurtöffnung 4 erstreckende Achse verschwenkt. Derart ist zu erkennen, dass die
beiden Teile 14, 15 jeweils einen durch einen Pressvorgang versetzt angeordneten und
sich parallel erstreckenden Bereich 16 aufweisen, der im montierten Zustand der beiden
Teile 14, 15 wie in Fig. 3 gezeigt eine Einstecköffnung zum Einführen des zweiten
Verriegelungshakens in die erste Gurtschnalle 1 ausbildet.
[0030] In der derart gebildeten Einstecköffnung 17 ist zwischen den beiden Teilen 14, 15
die erste Verriegelungseinrichtung 5 in Form der Klinke 13 angeordnet. Ebenso ist
ein Abstandselement 18 aus einem Kunststoff vorgesehen, welches im in Fig. 3 gezeigten
montierten Zustand der beiden Teile 14, 15 jeweils berührend an dem oberen Teil 15
sowie an dem unteren Teil 14 anliegt. In einer alternativen Ausgestaltung ist das
Abstandselement 18 als formschlüssige Ausformung eines der beiden Teile 14, 15 und
derart einstückig mit dem betreffenden Teil 14, 15 ausgestaltet. In dem in Fig. 3
gezeigten montierten Zustand der beiden Teile 14, 15 sind die Teile 14, 15 durch zwei
Verbindungsmittel 19 miteinander verbunden, wobei das eine Verbindungsmittel 19 durch
die beiden Teile 14 sowie das Abstandselement 18 hindurchgeführt ist und das andere
Verbindungsmittel 19 durch die beiden Teile 14, 15 sowie die Klinke 13 zur Fixierung
der Klinke und Ausbildung der Verschwenkachse hindurchgeführt ist.
[0031] Vorliegend sind die Verbindungsmittel 19 als Schrauben mit Muttern ausgestaltet,
wobei es jedoch ebenso möglich ist, Nieten oder dergleichen zu verwenden. In dem Abstandselement
18 ist eine sacklochartige Bohrung vorgesehen, in dem ein Federelement 20 einseitig
gehalten ist. Bei formschlüssiger Ausformung des Abstandselements 18 mit einem der
beiden Teile 14, 15 wird das Federelement 20 bevorzugt durch das Teil 14, 15 gehalten,
beispielsweise in einer durch beide Teile 14, 15 geformten Aufnahmeöffnung. Das Federelement
20 ist vorliegend als Spiralfeder ausgestaltet und wirkt auf die Klinke 13 derart
ein, dass die Klinke 13 in ihre Verriegelungsstellung strebt. Aus dem Basiskörper
bzw. den beiden Teilen 14, 15 ragt ein Hebelarm 21 der Klinke 13 heraus, durch den
die Klinke 13 durch Betätigung durch einen Bediener in ihre Öffnungsstellung, nicht
gezeigt, verschwenkbar ist.
[0032] Sofern nun die beiden Gurtschnallen 1, 2 aus der in Fig. 2 gezeigten Position jeweils
zum Verbinden der Gurtschnallen 1, 2 miteinander in die jeweilige Verbindungsrichtung
v bewegt werden, oder aber auch nur eine einzige der beiden Gurtschnallen 1, 2 in
die Verbindungsrichtung v bewegt wird, dann gleiten zunächst die beiden Verriegelungshaken
6, 8 mit ihren Haltenasen 10 zuerst in die jeweilige Einstecköffnung 17 der jeweiligen
anderen Gurtschnalle 1, 2 herein, geführt durch ihre jeweiligen Führungsflächen 12.
Die Haltenasen 10 verschwenken die Klinken 3, wodurch die Federelemente 20 gestaucht
werden. Beim weiteren Zusammenführen passieren die jeweiligen Hinterschnitte 11 die
jeweiligen Klinken 13, welche unter dem Einfluss der Federvorspannung der jeweiligen
Federelemente 20 in die jeweiligen Hinterschnitte 11 einrasten und derart eine formschlüssige
Verbindung zwischen den Verriegelungseinrichtungen 5, 7 und den jeweiligen Verriegelungshaken
6, 8 herstellen.
[0033] Um optisch zu erkennen, dass die Verrastung bzw. Verriegelung erfolgt ist, weisen
die beiden Verriegelungshaken 6, 8 jeweils einen ersten Bereich 22 sowie sich einen
daran anschließenden zweiten Bereich 23 auf. Der erste Bereich 22 ist gegenüber dem
zweiten Bereich farbig andersartig gestaltet. In dem in Fig. 2 gezeigten nicht-verbundenen
Zustand der Gurtschnallen 1, 2 sind sowohl der erste Bereich 22 als auch der zweite
Bereich 23 zu erkennen. In dem in Fig. 1 gezeigten verbundenen Zustand ist jedoch
nur noch der zweite Bereich 23 zu erkennen, während der erste Bereich 22 mit der andersartigen
Farbgebung vollständig innerhalb der jeweiligen Einstecköffnung 17 bzw. der jeweils
anderen Gurtschnalle 1, 2 angeordnet ist. Der überwiegende Teil des Verbindungsfortsatzes
9 sowie die Haltenase 10 sind Teil des ersten Bereiches 22.
[0034] Sofern nun die in Fig. 1 gezeigten miteinander verbundenen Gurtschnallen 1, 2 mit
Zug auf die Gurte 3 beaufschlagt werden, dann unterbinden die jeweils miteinander
verrasteten Verriegelungshaken 6, 8 sowie die Verriegelungseinrichtungen 7, 9 ein
Lösen der Gurtschnallen 1, 2 voneinander. Selbst bei versehentlicher Betätigung einer
einzigen Verriegelungseinrichtung 5, 7, also durch Betätigen des Hebelarms 21, erfolgt
noch kein Lösen der Gurtschnallen 1, 2 voneinander, da die jeweils andere Verriegelungseinrichtung
5, 7 weiterhin die Gurtschnallen 1, 2 gegen Entriegeln sichert. Nur bei gleichzeitigem
Betätigen der Hebelarme 21 der beiden Verriegelungseinrichtungen 5, 7 erfolgt ein
Entriegeln bzw. Ausrasten der Verriegelungshaken 6, 8.
[0035] Fig. 5 bis 7 zeigen eine Gurtschnallenanordnung gemäß einem weiteren bevorzugten
Ausführungsbeispiel der Erfindung. Bei dieser Ausgestaltung weisen die erste Gurtschnalle
1 sowie die zweite Gurtschnalle 2 jeweils auch einen Basiskörper auf, der aus zwei
symmetrisch zueinander ausgestalteten Teilen 14, 15 gebildet ist. Gegenüber der in
den Fig. 1 bis 4 gezeigten Ausgestaltung ist jedoch kein separates Abstandselement
18 vorgesehen, wie in Fig. 4 gezeigt. Stattdessen ist das Abstandselement 18 als formschlüssige
Ausformung eines der beiden Teile 14, 15 und derart einstückig mit dem betreffenden
Teil 14, 15 ausgestaltet bzw. eingeformt. Entsprechend wird das Federelement 20 in
einer in dem Basiskörper geformten Aufnahmeöffnung gehalten bzw. ist an dem Basiskörper
abgestützt, wie mit dem Bezugszeichen 18 angedeutet ist.
Bezugszeichenliste
| Erste Gurtschnalle |
1 |
| Zweite Gurtschnalle |
2 |
| Gurt |
3 |
| Gurtöffnung |
4 |
| Erste Verriegelungseinrichtung |
5 |
| Erster Verriegelungshaken |
6 |
| Zweite Verriegelungseinrichtung |
7 |
| Zweiter Verriegelungshaken |
8 |
| Symmetriepunkt |
9 |
| Haltenase |
10 |
| Hinterschnitt |
11 |
| Führungsfläche |
12 |
| Klinke |
13 |
| Teil |
14, 15 |
| Versetzter Teil |
16 |
| Einstecköffnung |
17 |
| Abstandselement |
18 |
| Verbindungsmittel |
19 |
| Federelement |
20 |
| Hebelarm |
21 |
| Erster Bereich |
22 |
| Zweiter Bereich |
23 |
| Verbindungsrichtung |
v |
1. Gurtschnallenanordnung, mit einer ersten Gurtschnalle (1) und einer mit der ersten
Gurtschnalle (1) verbindbaren zweiten Gurtschnalle (2), wobei
die erste Gurtschnalle (1) eine erste Verriegelungseinrichtung (5) und einen ersten
Verriegelungshaken (6) aufweist, und die zweite Gurtschnalle (2) eine zweite Verriegelungseinrichtung
(7) und einen zweiten Verriegelungshaken (8) aufweist,
die erste Verriegelungseinrichtung (5) und die zweite Verriegelungseinrichtung (7)
ausgestaltet sind, dass bei einem Verbinden der ersten Gurtschnalle (1) mit der zweiten
Gurtschnalle (2) die erste Verriegelungseinrichtung (5) den zweiten Verriegelungshaken
(8) verriegelt und die zweite Verriegelungseinrichtung (7) den ersten Verriegelungshaken
(6) verriegelt, so dass die erste Gurtschnalle (1) mit der zweiten Gurtschnalle (2)
verbunden ist,
die erste Verriegelungseinrichtung (5) und/oder der zweite Verriegelungshaken (8)
wenigstens hinsichtlich der Verriegelung gleich und/oder symmetrisch, insbesondere
punktsymmetrisch, zu der zweiten Verriegelungseinrichtung (7) und/oder dem ersten
Verriegelungshaken (6) ausgestaltet sind,
der erste Verriegelungshaken (6) und/oder der zweite Verriegelungshaken (8) in Verbindungsrichtung
(v) einen Verbindungsfortsatz (9) mit einseitig in eine Querrichtung vorspringender
Haltenase (10) aufweist, und
die erste Verriegelungseinrichtung (5) und/oder die zweite Verriegelungseinrichtung
(7) eine zwischen einer Öffnungsstellung und einer Verriegelungsstellung schwenkbar
gelagerte und derart ausgestaltete Klinke (13) aufweisen, dass die Klinke (13) im
verbundenen Zustand mit der Haltenase (10) zusammenwirkend den Verbindungsfortsatz
(9) in der Verriegelungsstellung sichert.
2. Gurtschnallenanordnung nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die erste Verriegelungseinrichtung
(5) identisch zu der zweiten Verriegelungseinrichtung (7), der erste Verriegelungshaken
(6) identisch zu dem zweiten Verriegelungshaken (8) und/oder die erste Gurtschnalle
(1) identisch und/oder, bezogen auf den verbundenen Zustand, punktsymmetrisch zu der
zweiten Gurtschnalle (2) ausgestaltet ist.
3. Gurtschnallenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein Entriegeln
des zweiten Verriegelungshakens (8) aus der ersten Verriegelungseinrichtung (5) und
ein Entriegeln des ersten Verriegelungshakens (6) aus der zweiten Verriegelungseinrichtung
(7) nur durch gleichzeitiges Betätigen der ersten Verriegelungseinrichtung (5) und
der zweiten Verriegelungseinrichtung (7) möglich ist und/oder nur möglich ist, wenn
kein Zug auf die erste Gurtschnalle (1) und die zweite Gurtschnalle (2) wirkt.
4. Gurtschnallenanordnung nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Haltenase (10)
einen Hinterschnitt (11) aufweist, die Klinke (13) in der Verriegelungsstellung formschlüssig
in den Hinterschnitt (11) eingreift und die Haltenase (10) in der Öffnungsstellung
aus der Klinke (13) herausführbar ist, und/oder die Klinke (13) durch ein Federelement
(20) in ihrer Verriegelungsstellung beaufschlagt ist.
5. Gurtschnallenanordnung nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, wobei der erste
Verriegelungshaken (6) und der zweite Verriegelungshaken (8) jeweils an seinem Verbindungsfortsatz
(9) an der der Haltenase (10) entgegengesetzten Seite eine sich in Verbindungsrichtung
(v) erstreckende Führungsfläche (12) derart aufweist, dass beim Verbinden der ersten
Gurtschnalle (1) mit der zweiten Gurtschnalle (2) durch die jeweilige Führungsfläche
(12) der jeweils andere Verbindungsfortsatz (9) führbar ist.
6. Gurtschnallenanordnung nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die erste Gurtschnalle
(1) und/oder die zweite Gurtschnalle (2) eine sich senkrecht zur Verbindungsrichtung
(v) erstreckende Gurtöffnung (4) zum Durchführen eines Gurtes (3) aufweist und vorzugsweise
die Führungsflächen (12) im verbundenen Zustand mittig in Bezug auf die Erstreckung
der Gurtöffnung (4) angeordnet sind.
7. Gurtschnallenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die erste Gurtschnalle
(1) und/oder die zweite Gurtschnalle (2) einen Basiskörper aufweist, und der Basiskörper
einteilig mit dem ersten Verriegelungshaken (6) und/oder dem zweiten Verriegelungshaken
(8) ausgebildet ist.
8. Gurtschnallenanordnung nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei der Basiskörper aus
zwei symmetrisch zueinander ausgestalteten Teilen (14, 15) derart ausgestaltet ist,
dass durch Zusammenfügen der beiden Teile (14, 15) der erste Verriegelungshaken (6)
und/oder der zweite Verriegelungshaken (8) und eine Einstecköffnung (17) gebildet
wird, in die beim Verbinden der ersten Gurtschnalle (1) mit der zweiten Gurtschnalle
(2) der zweite Verriegelungshaken (8) und/oder der erste Verriegelungshaken (6) zum
Verriegeln einführbar ist.
9. Gurtschnallenanordnung nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei der erste Verriegelungshaken
(6) und/oder der zweite Verriegelungshaken (8) einen ersten Bereich (22) und einen
sich an den ersten Bereich (22) anschließenden zweiten Bereich (23) aufweist, und
im verbundenen Zustand der erste Bereich (22) innerhalb der Einstecköffnung (17) angeordnet
ist.
10. Gurtschnallenanordnung nach einem der zwei vorhergehenden Ansprüche, wobei die Klinke
(13) zwischen den beiden Teilen (14, 15) verschwenkbar gelagert ist und/oder die Klinke
(13) einen aus dem Basiskörper herausragenden Hebelarm (21) zum Entriegeln der Klinke
(13) aufweist.
11. Gurtschnallenanordnung nach einem der beiden vorhergehenden Ansprüche, mit einem zwischen
den beiden Teilen (14, 15) angeordneten und derart ausgestalteten Abstandselement
(18), dass durch das Abstandselement (18) das Verschwenken der Klinke (13) zwischen
Öffnungsstellung und Verriegelungsstellung begrenzt wird und/oder das Abstandselement
(18) berührend an den beiden Teilen (14, 15) anliegt, wobei das Abstandselement (18)
bevorzugt aus einem Metall und/oder einstückig mit dem Basiskörper ausgestaltet ist.
12. Gurtschnallenanordnung dem vorhergehenden Anspruch und Anspruch 4, wobei das Federelement
(20) einseitig durch das Abstandselement (18) gehalten ist, insbesondere in einem
Sackloch in dem Abstandselement (18) gehalten ist.
13. Gurtschnallenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die erste Verriegelungseinrichtung
(5) und die zweite Verriegelungseinrichtung (7) ausgestaltet sind, dass durch Verbinden
der ersten Gurtschnalle (1) mit der zweiten Gurtschnalle (2) die erste Verriegelungseinrichtung
(5) den zweiten Verriegelungshaken (8) verrastend verriegelt und die zweite Verriegelungseinrichtung
(7) den ersten Verriegelungshaken (6) verrrastend verriegelt.
14. Gurtschnallenanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einer dritten
Gurtschnalle, wobei die dritte Gurtschnalle eine dritte Verriegelungseinrichtung und
einen dritten Verriegelungshaken aufweist, und die drei Gurtschnallen (1, 2) ausgestaltet
sind, dass durch Verbinden von zwei der drei Gurtschnallen (1, 2) miteinander die
jeweilige Verriegelungseinrichtung (5, 7) der einen Gurtschnalle (1, 2) den jeweiligen
Verriegelungshaken (6, 8) der anderen Gurtschnalle verriegelt.