[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Schiebefenster oder eine Schiebetür mit einer
Einzugsvorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Die
DE 20 2014 001 516 U1 offenbart eine Endlageneinzugsvorrichtung für Schiebeflügel eines Fensters oder einer
Tür, bei der ein Mitnehmer entlang einer Führungsbahn an einem Gehäuse verfahrbar
ist, wobei der Mitnehmer mit einer Seite eines Gasdruckdämpfers verbunden ist. Die
gegenüberliegende Seite des Gasdruckdämpfers ist drehbar an dem Gehäuse gelagert,
so dass der Gasdruckdämpfer bei einem Verfahren des Mitnehmers zu einem abgewinkelten
Endabschnitt an der Führungsbahn verschwenkt werden kann. Durch das Verschwenken des
Mitnehmers kann dann ein in einer Aufnahme des Mitnehmers fixierter Vorsprung freigegeben
werden. Wird eine solche Endlageneinzugsvorrichtung an einer Hebe-Schiebetür eingesetzt,
kann es allerdings vorkommen, dass der Schiebeflügel vor der Parkposition des Mitnehmers
abgesenkt wird, beispielsweise um den Schiebeflügel für eine Spaltlüftung nur geringfügig
zu öffnen. Dann drückt die Gasdruckfeder den Mitnehmer unmittelbar in die Endlage,
ohne dass dieser mit dem Vorsprung gekoppelt ist, so dass die Dämpfungsfunktion außer
Kraft gesetzt wird.
[0003] In der
DE 103 01 121 A1 ist eine Baueinheit für Schiebetüren an Möbeln oder Trennwänden offenbart, mit einer
Deckenschiene und mehreren darin geführten Schienenelementen. In einem Endbereich
der Deckenschiene ist eine die Schließstellung des jeweiligen Schiebeelementes sichernde
Einzugs- und Haltevorrichtung vorgesehen, die einen Profilschienenabschnitt aufweist,
in dem ein Mitnehmer geführt ist, der über eine vorgegebene Strecke beim Öffnen und
Schließen des Schiebeelementes von einem ortsfesten Zapfen des Schiebeelementes verfahrbar
ist. Zur Dämpfung sind an einem Ende eines Kolbenprofilabschnittes Ventile vorgesehen.
Zudem sind auf den Kolben, die in dem Kolbenprofilabschnitt geführt sind, Federn aufgesteckt.
[0004] Die
JP 2007009537 offenbart eine automatische Schließvorrichtung für eine Schiebetür.
[0005] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Schiebefenster oder eine Schiebetür
mit einer Einzugsvorrichtung zu schaffen, die eine verbesserte Funktionssicherheit
besitzt.
[0006] Diese Aufgabe wird mit einem Schiebefenster oder einer Schiebetür mit den Merkmalen
des Anspruches 1 gelöst.
[0007] Der Mitnehmer ist in eine Richtung im Wesentlichen senkrecht zur Dämpfungsrichtung
federnd gelagert und/oder der Vorsprung ist in eine Richtung im Wesentlichen senkrecht
zur Dämpfungsrichtung federnd gelagert. Dadurch kann gerade bei einer Hebe-Schiebetür
gewährleistet werden, dass der Vorsprung in einer Schließposition der Hebe-Schiebetür
immer wieder in die Aufnahme des Mitnehmers einrastet, selbst wenn durch Absenken
der Schiebetür eine Entkopplung zwischen Vorsprung und Mitnehmer erfolgt ist. Durch
die federnde Lagerung des Mitnehmers und/oder des Vorsprunges wird somit die Funktionssicherheit
erhöht, da gewährleistet wird, dass nach einer Entkopplung ein Einrasten des Vorsprunges
an dem Mitnehmer erfolgen kann, ohne dass eine Beschädigung auftritt. Der Vorsprung
kann dann entlang der Anlaufschräge an dem Mitnehmer gleiten, wobei wahlweise der
Mitnehmer oder der Vorsprung senkrecht zur Dämpfungsrichtung bewegt wird, gegebenenfalls
können auch Mitnehmer und Vorsprung senkrecht zur Dämpfungsrichtung bewegt werden.
[0008] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist an dem Dämpfer ein Verbindungselement
festgelegt, an dem der Mitnehmer in Dämpfungsrichtung fixiert und senkrecht zur Dämpfungsrichtung
bewegbar ist. Dadurch kann der Mitnehmer durch den Dämpfer in Dämpfungsrichtung gehalten
werden, so dass entsprechende Dämpfungskräfte bewirkt werden können. Bei einer Bewegung
senkrecht zur Dämpfungsrichtung wird der Dämpfer nicht durch Querkräfte belastet,
wobei der Dämpfer vorzugsweise an dem Gehäuse festgelegt ist und nur linear in Dämpfungsrichtung
bewegbar ist. Dadurch ergibt sich eine besonders stabile Einzugsvorrichtung bei kompaktem
Aufbau, da der Dämpfer nicht schwenkbar gelagert werden muss. Für eine Kopplung des
Mitnehmers kann dieser einen T-förmigen Abschnitt aufweisen, der in eine Aussparung
an dem Verbindungselement angreift. Auch andere mechanische Verbindungen zur Kopplung
des Mitnehmers in Dämpfungsrichtung und zur Führung des Mitnehmers zur Dämpfungsrichtung
sind möglich.
[0009] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist der Vorsprung an einem festlegbaren
Halter federnd gelagert. Der Vorsprung kann dabei über eine Feder in eine hervorstehende
Position vorgespannt sein und dann gegen die Kraft der Feder in den Halter eingedrückt
werden.
[0010] Ferner kann der Mitnehmer ein Führungsteil aufweisen, das entlang der Führungsbahn
verfahrbar ist, und ein Aufnahmeteil, an dem die Aufnahme ausgebildet ist, und das
federnd an dem Führungsteil gelagert ist. Der Mitnehmer ist somit mindestens zweiteilig
ausgebildet, um die Aufnahme federnd an dem Führungsteil senkrecht zur Dämpfungsrichtung
zu lagern.
[0011] Für einen kompakten Aufbau mit hohen Dämpfungskräften kann der Dämpfer als Gasdruckdämpfer
ausgebildet sein, der den Mitnehmer in Einzugsrichtung vorspannt. Ferner kann der
Mitnehmer aus einem formstabilen Material, insbesondere aus Metall hergestellt sein,
so dass gerade bei höheren Stoßkräften bei schweren Schiebeflügeln eine Beschädigung
vermieden wird. Erfindungsgemäß wird ein Schiebefenster oder eine Schiebetür mit einer
Einzugsvorrichtung bereitgestellt. Dabei ist es vorteilhaft, wenn das Gehäuse mit
dem Mitnehmer an einem Schiebeflügel und der Vorsprung an dem Blendrahmen fixiert
ist. Das Gehäuse mit dem Mitnehmer ist dabei verdeckt liegend an einer Stirnseite
des Schiebeflügels in einer Nut montiert, so dass die Einzugsvorrichtung von außen
nicht sichtbar ist.
[0012] Die Erfindung wird nachfolgend anhand mehrerer Ausführungsbeispiele mit Bezug auf
die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1A
- eine Ansicht einer Schiebertür mit verdeckt liegender Einzugsvorrichtung;
- Figur 1B
- eine Ansicht einer nicht erfindungsgemäßen Schiebetür mit außen montierter Einzugsvorrichtung;
- Figuren 2A und 2B
- zwei Ansichten einer Einzugsvorrichtung in der Parkposition;
- Figuren 3A und 3B
- zwei Ansichten der Einzugsvorrichtung der Figur 2 in einer Endlage;
- Figuren 4A bis 4C
- weitere Ansichten der Einzugsvorrichtung der Figur 3 in der Endlage;
- Figuren 5A bis 5C
- mehrere Detailansichten des Mitnehmers der Einzugsvorrichtung in unterschiedlichen
Positionen, und
- Figuren 6 bis 13
- mehrere Ansichten einer Hebe-Schiebetür mit einer Einzugsvorrichtung in unterschiedlichen
Positionen.
[0013] Ein Fenster oder eine Tür 1 umfasst einen Blendrahmen 2, an dem eine Schiebetür 3
verfahrbar gehalten ist. An dem Blendrahmen 2 kann neben der Schiebetür 3 eine weitere
Schiebetür oder ein Festfeld 4 vorgesehen sein. Die Schiebetür 3 umfasst an einer
oberen Stirnseite, die dem Blendrahmen 2 zugewandt ist, eine Nut 5, in der ein Gehäuse
6 einer Einzugsvorrichtung montiert ist. An dem Gehäuse 6 ist ein Mitnehmer 7 verfahrbar
gelagert, der mit einem Vorsprung 8 an einem Halter 9 koppelbar ist, um die Schiebetür
3 bei einer Bewegung in eine Endlage abzubremsen. Der Halter 9 ist dabei an einem
Adapterprofil 10 an dem Blendrahmen 2 fixiert.
[0014] In Figur 1A ist die Einzugsvorrichtung verdeckt liegend zwischen dem Blendrahmen
und einer Stirnseite der Schiebetür 3 angeordnet. Es ist auch möglich, die Einzugsvorrichtung
an einer Innen- oder Außenseite der Schiebetür vorzusehen, wie dies in Figur 1B gezeigt
ist. Dort ist an einem Blendrahmen 2' eine Schiebetür 3' verfahrbar gehalten, wobei
an einer Nut der Schiebetür 3' Führungselemente 5' vorgesehen sind, um die Schiebetür
3' entlang des Blendrahmens 2' zu verfahren. Daher ist in diesem Bereich kein Platz
für die Montage einer Einzugsvorrichtung.
[0015] Die Einzugsvorrichtung mit dem Gehäuse 6 und dem Mitnehmer 7 ist daher an einer Innen-
oder Außenseite der Schiebetür 3' montiert, wobei das Gehäuse 6 an einem Profil der
Schiebetür 3' fixiert ist. Der Mitnehmer 7 ist wiederum mit einem Vorsprung 8 koppelbar,
der an einem Halter 9 fixiert ist, der an einer Außenseite des Blendrahmens 2' festgelegt
ist. Dadurch lässt sich die Einzugsvorrichtung auch bei bestehenden Türen 1' nachrüsten,
wobei die Einzugsvorrichtung durch ein Abdeckprofil 11 überdeckt ist.
[0016] In den Figuren 2A und 2B ist eine nicht erfindungsgemäße Einzugsvorrichtung gezeigt,
bei der der Mitnehmer 7 entlang einer Führungsbahn 71 an dem Gehäuse 6 verfahrbar
ist. Hierfür sind an dem Mitnehmer zwei Zapfen 70 ausgebildet, die an gegenüberliegenden
Seiten hervorstehen und jeweils in einer schlitz- oder nutförmigen Führungsbahn 71
eingreifen. In Figur 2A befindet sich ein Zapfen 70 an einem abgewinkelten Endabschnitt
72 der Führungsbahn, während der übrige Bereich der Führungsbahn 71 linear ausgebildet
ist. An dem abgewinkelten Endabschnitt 72 verschwenkt der Mitnehmer 7, so dass eine
Entkopplung zwischen dem Vorsprung 8 und eine Aufnahme 75 an dem Mitnehmer 7 erfolgen
kann, so dass die Schiebetür 3 oder 3' losgelöst von der Einzugsvorrichtung verfahren
werden kann. Nur in einem Bereich kurz vor der Endlage, beispielsweise 5 cm bis 20
cm vor der Endlage, erfolgt eine Einkopplung des Vorsprunges 8 an dem Mitnehmer 7,
um entsprechende Bremskräfte auf die Schiebetür 3 bzw. 3' aufzubringen.
[0017] Der Mitnehmer 7 ist mit einem Dämpfer 12 verbunden, der als Gasdruckdämpfer ausgebildet
ist und ein Dämpfergehäuse 13 aufweist, in das eine Kolbenstange 14 eingreift und
über einen Kolben geführt ist. Das Dämpfergehäuse 13 ist dabei über einen Zapfen 15
an einem Halter 16 fixiert, der stirnseitig an dem Gehäuse 6 festgelegt ist. Das Gehäuse
6 kann aus einem Profil, beispielsweise aus einem extrudierten Aluminiumprofil, hergestellt
sein, in das der Halter 16 über Schrauben 17 stirnseitig festgelegt ist. Dadurch wird
das Dämpfergehäuse 13 endseitig sicher fixiert. An einer Nut des Gehäuses steht dann
der Mitnehmer 7 mit der Aufnahme 75 geringfügig hervor, so dass der Vorsprung 8 mit
dem Mitnehmer 7 koppelbar ist.
[0018] Die Kolbenstange 14 ist über ein Verbindungselement 20 mit dem Mitnehmer 7 gekoppelt.
Das Verbindungselement 20 weist dabei eine Aufnahme 21 auf, um den Mitnehmer 7 Dämpfungsrichtung
zu fixieren und in eine Richtung senkrecht zur Dämpfungsrichtung verschiebbar zu führen.
[0019] In den Figuren 3A und 3B ist die Einzugsvorrichtung in einer Endlage gezeigt, die
der Schließposition des Schiebeflügels 3 bzw. 3' entspricht. Der Mitnehmer 7 wurde
von dem abgewinkelten Endabschnitt 72 der Führungsbahn zu dem gegenüberliegenden Ende
der Führungsbahn verfahren. Der Vorsprung 8 greift in die Aufnahme 75 des Mitnehmers
7 ein, wobei benachbart zu der Aufnahme 75 eine Anlaufschräge 76 vorgesehen ist. Diese
Anlaufschräge 76 hat die Funktion, dass der Vorsprung 8 auch dann mit dem Mitnehmer
7 gekoppelt werden kann, wenn sich dieser schon in der Endlage befindet, beispielsweise
weil die Gasdruckfeder den Mitnehmer 7 schon in die Endlage verfahren hat, bevor die
Schiebertür 3 oder 3' sich tatsächlich in der Endlage befindet, so dass dann der Vorsprung
8 entlang der Anlaufschräge 76 verfahren werden kann und gegen die Kraft einer Feder
in einen Halter 9 eingedrückt wird, um dann in der Aufnahme 75 einzurasten. Die Bewegbarkeit
des Vorsprunges 7 senkrecht zur Dämpfungsrichtung ist dabei durch den Doppelpfeil
schematisch dargestellt.
[0020] In den Figuren 4A bis 4C ist die Einzugsvorrichtung in weiteren Details gezeigt.
Der Mitnehmer 7 liegt in der Endlage an einem Anschlag 25 an, der verstellbar ausgebildet
ist, um die Endlage einstellen zu können. Der Anschlag 25 weist dabei einen Gewindeabschnitt
auf, der in einen Halter 18 eingedreht ist. Der Halter 18 ist über Schrauben 19 an
einem Profil der Schiebetür 3 oder 3' festgelegt. Der Halter 18 ist ferner über Schrauben
17 den dem Gehäuse 6 fixiert. Über den verstellbaren Anschlag 25 kann die Endlage
des Mitnehmers 7 eingestellt werden.
[0021] In den Figuren 5A bis 5C ist der Mitnehmer 7 an dem Verbindungselement 20 im Detail
gezeigt. Das Verbindungselement 20 drückt den Mitnehmer durch den als Gasdruckfeder
ausgebildeten Dämpfer 12 in die Endlage gegen den Anschlag 25. Der Mitnehmer 20 weist
eine Aufnahme 21 auf, in die ein T-förmiger Abschnitt 77 des Mitnehmers 7 eingreift.
Dadurch ist der Mitnehmer 7 in Dämpfungsrichtung an dem Verbindungselement 20 fest
gekoppelt, kann aber senkrecht zur Dämpfungsrichtung verschwenkt werden, beispielsweise
wenn der Mitnehmer 7 dem abgewinkelten Endabschnitt der Führungsbahn verfahren wird.
Zudem ist es möglich, den Mitnehmer 7 in eine Richtung senkrecht zur Dämpfungsrichtung
federnd zu lagern. Dann ist der Mitnehmer 7 aus mindestens zwei Teilen gebildet, wobei
der Mitnehmer ein Führungsteil aufweist, an dem die Zapfen 70 angeordnet sind, und
ein Aufnahmeteil, an dem die Aufnahme 75 ausgebildet ist. Diese beiden Teile sind
dann verschiebbar oder verschwenkbar aneinander gelagert und vorzugsweise durch eine
Feder in eine Ausgangsposition vorgespannt. Dadurch kann auch die Beweglichkeit des
Mitnehmers 7 genutzt werden, um einen Vorsprung 8 über die Anlaufschräge 76 an der
Aufnahme einzurasten.
[0022] In den Figuren 6 bis 13 ist der Einsatz der erfindungsgemäßen Einzugsvorrichtung
an einer Hebe-Schiebetür gezeigt, bei der ein Schiebeflügel 3 verfahrbar in einem
Blendrahmen 2 aufgenommen ist.
[0023] In Figur 6 ist eine Schließposition gezeigt, in der innerhalb des Blendrahmens 2
das Festfeld 4 und die Schiebetür 3 angeordnet sind. In dieser Position befindet sich
der Vorsprung 8 in vertikale Richtung beabstandet von dem Mitnehmer 7, so dass diese
nicht in Wirkverbindung sind. Es ist allerdings gezeigt, dass der Vorsprung 8 durch
eine Feder 80 zu dem Mitnehmer 7 hin vorgespannt ist und der Vorsprung 8 somit federnd
an dem Halter 9 senkrecht zur Dämpfungsrichtung federnd gelagert ist.
[0024] Zum Bewegen der Schiebetür 3 wird zunächst ein Griffelement 50 verschwenkt, wie dies
in Figur 7 gezeigt ist. Durch das Verschwenken des Griffelementes wird der Schiebeflügel
3 angehoben, so dass der Vorsprung 8 nun in die Aufnahme 75 an de Mitnehmer 7 eingreift.
In dieser Position kann der Schiebeflügel 3 nun in Öffnungsrichtung verfahren werden,
wie dies in Figur 8 zu sehen ist, so dass die Gasdruckfeder des Dämpfers 12 gespannt
wird. In Figur 8 ist der Mitnehmer 7 an dem abgewinkelten Endabschnitt 72 der Führungsbahn
angelangt und gibt nun den Vorsprung 8 frei, so dass der Schiebeflügel 3 unabhängig
von der Einzugsvorrichtung verfahren werden kann. Im Normalbetrieb kann eine Einkopplung
des Vorsprunges 8 an dem Mitnehmer 7 bei einer Schließbewegung erfolgen.
[0025] Es kann allerdings passieren, dass der Benutzer den Schiebeflügel 3 nur geringfügig
öffnen will, beispielsweise für eine Spaltlüftung, wie dies in Figur 9 gezeigt ist.
Wird nur eine geringfügige Öffnung vorgenommen, kann auch in dieser Position der Schiebeflügel
3 abgesenkt werden, wie dies in Figur 10 gezeigt ist. Durch das Absenken des Schiebeflügels
3 in der Spaltlüftungsstellung wird der Mitnehmer 7 ebenfalls abgesenkt, so dass eine
Entkopplung zwischen dem Vorsprung 8 und dem Mitnehmer 7 erfolgt. Der Mitnehmer 7
kann daraufhin aufgrund der Vorspannung des Dämpfers in die Endlage verfahren werden.
Bei einem erneuten Anheben des Schiebeflügels 3 (Figur 11) gelangt nun der Vorsprung
8 nicht in Eingriff mit dem Mitnehmer 7. Dies ist allerdings nicht nachteilig, wenn
der Schiebeflügel 3 nun in Schließrichtung bewegt wird, wie dies in Figur 12 gezeigt
wird, denn durch das Verfahren des Schiebeflügels 3 über die kurze Wegstrecke in Schließrichtung
kann nun wieder eine Einkopplung des Vorsprunges 8 an dem Mitnehmer 7 erfolgen, da
der Vorsprung 8 federnd gelagert ist und entlang der Anlaufschräge 76 an dem Mitnehmer
7 verfährt und in den Halter 9 eingedrückt wird, bis der Vorsprung 8 in die Aufnahme
75 des Mitnehmers 7 verrastet. Dann ist die Schließposition wieder erreicht, wie dies
in Figur 13 gezeigt ist, und der Schiebeflügel 3 kann über Betätigung des Griffelementes
50 wieder abgesenkt werden.
[0026] In den Figuren 6 bis 13 ist nur der Vorsprung 8 in eine Richtung senkrecht zur Dämpfungsrichtung
federnd gelagert. Alternativ oder zusätzlich ist es möglich, auch den Mitnehmer 7
in eine Richtung senkrecht zur Dämpfungsrichtung federnd zu lagern.
[0027] In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Dämpfer durch einen Gasdruckdämpfer
gebildet, der sowohl als Kraftspeicher dient als auch als Dämpfer. Es ist natürlich
auch möglich, statt einem Gasdruckdämpfer eine oder mehrere Federn vorzusehen, die
auf den Mitnehmer 7 wirken und die Dämpfungskräfte durch einen oder mehrere Dämpfer
aufzubringen, die unabhängig von den Federn ausgestaltet sind. Der Einsatz eines Gasdruckdämpfers
hat allerdings den Vorteil, dass ein besonders kompakter Aufbau möglich ist.
Bezugszeichenliste
[0028]
- 1, 1'
- Tür
- 2,2'
- Blendrahmen
- 3, 3'
- Schiebetür
- 4
- Festfeld
- 5
- Nut
- 5'
- Führungselement
- 6
- Gehäuse
- 7
- Mitnehmer
- 8
- Vorsprung
- 9
- Halter
- 10
- Adapterprofil
- 11
- Abdeckprofil
- 12
- Dämpfer
- 13
- Dämpfergehäuse
- 14
- Kolbenstange
- 15
- Zapfen
- 16
- Halter
- 17
- Schraube
- 18
- Halter
- 19
- Schraube
- 20
- Verbindungselement
- 21
- Aufnahme
- 25
- Anschlag
- 50
- Griffelement
- 70
- Zapfen
- 71
- Führungsbahn
- 72
- Endabschnitt
- 75
- Aufnahme
- 76
- Anlaufschräge
- 77
- Abschnitt
- 80
- Feder
1. Schiebefenster oder Schiebetür (1) mit einer Einzugsvorrichtung umfassend:
a) einen Mitnehmer (7), der entlang einer Führungsbahn (71, 72) an einem Gehäuse (6)
verfahrbar ist;
b) einen mit dem Mitnehmer (7) gekoppelten linearen Dämpfer (12) mit einem Dämpfergehäuse
(13) und einem in dem Dämpfergehäuse (12) in Dämpfungsrichtung bewegbaren Kolben und
einer Kolbenstange (14);
c) einen Vorsprung (8), der über einen bestimmten Bewegungsbereich des Mitnehmers
mit diesem koppelbar ist, um eine Bewegung des Mitnehmers (7) relativ zu dem Gehäuse
(6) abzubremsen;
d) wobei der Mitnehmer (7) eine Aufnahme (75) aufweist, in die der Vorsprung (8) einfügbar
ist, und zumindest auf einer Seite des Mitnehmers (7) benachbart zu der Aufnahme (75)
eine Anlaufschräge (76) ausgebildet ist,
und
e) der Mitnehmer (7) in eine Richtung im Wesentlichen senkrecht zur Dämpfungsrichtung
federnd gelagert ist,
und/oder
f) der Vorsprung (8) in eine Richtung im Wesentlichen senkrecht zur Dämpfungsrichtung
federnd gelagert ist;
dadurch gekennzeichnet, dass
der Vorsprung (8) entlang der Anlaufschräge (76) an dem Mitnehmer (7) gleiten kann,
wobei der Mitnehmer (7) und/oder der Vorsprung (8) senkrecht zur Dämpfungsrichtung
bewegbar ist, um nach einer Entkopplung ein Einrasten des Vorsprunges (8) an dem Mitnehmer
(7) zu bewirken, und an einem Blendrahmen (2) eine Schiebetür (3) verfahrbar gehalten
ist und die Einzugsvorrichtung verdeckt liegend zwischen dem Blendrahmen (2) und einer
Stirnseite der Schiebetür (3) angeordnet ist, wobei die Schiebetür (3) an einer oberen
Stirnseite, die dem Blendrahmen (2) zugewandt ist, eine Nut (5) umfasst, in der ein
Gehäuse (6) der Einzugsvorrichtung montiert ist.
2. Schiebefenster oder Schiebetür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Dämpfer (12) ein Verbindungselement (20) festgelegt ist, an dem der Mitnehmer
(7) in Dämpfungsrichtung fixiert und senkrecht zur Dämpfungsrichtung bewegbar ist.
3. Schiebefenster oder Schiebetür nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (20) an der Kolbenstange (14) festgelegt ist.
4. Schiebefenster oder Schiebetür nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Mitnehmer (7) einen T-förmigen Abschnitt (77) aufweist, der in eine Aussparung
an dem Verbindungselement (20) eingreift.
5. Schiebefenster oder Schiebetür nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Dämpfer (12) an dem Gehäuse (6) festgelegt ist und nur linear in Dämpfungsrichtung
bewegbar ist.
6. Schiebefenster oder Schiebetür nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorsprung (8) an einem festlegbaren Halter (9) federnd gelagert ist.
7. Schiebefenster oder Schiebetür nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Mitnehmer (7) ein Führungsteil aufweist, das entlang der Führungsbahn (71, 72)
verfahrbar ist und ein Aufnahmeteil, an dem die Aufnahme (75) ausgebildet ist, und
das federnd an dem Führungsteil gelagert ist.
8. Schiebefenster oder Schiebetür nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Dämpfer (12) als Gasdruckdämpfer ausgebildet ist, der den Mitnehmer (7) in eine
Einzugsrichtung vorspannt.
9. Schiebefenster oder Schiebetür nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Mitnehmer (7) aus Metall hergestellt ist.
10. Schiebefenster oder Schiebetür nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (6) mit dem Mitnehmer (7) an einem Schiebeflügel (3) und der Vorsprung
(8) an einem Blendrahmen (2) fixiert sind.
11. Schiebefenster oder Schiebetür nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Blendrahmen (2) neben der Schiebetür (3) eine weitere Schiebetür oder ein
Festfeld (4) vorgesehen ist.
1. Sliding window or sliding door (1) with a pull-in device comprising:
a) a driver (7) which can be moved along a guideway (71, 72) on a housing (6);
b) a linear damper (12) coupled to the driver (7) and having a damper housing (13)
and a piston and a piston rod (14) movable in the damping direction in the damper
housing (12);
c) a protrusion (8) which can be coupled to the driver over a certain range of movement
of the driver in order to brake a movement of the driver (7) relative to the housing
(6);
d) wherein the driver (7) has a receptacle (75) into which the protrusion (8) can
be inserted, and a run-up slope (76) is formed at least on one side of the driver
(7) adjacent to the receptacle (75),
and
e) the driver (7) is resiliently mounted in a direction substantially perpendicular
to the damping direction,
and/or
f) the protrusion (8) is resiliently mounted in a direction substantially perpendicular
to the damping direction;
characterized in that
the protrusion (8) can slide along the starting slope (76) on the driver (7), the
driver (7) and/or the protrusion (8) being movable perpendicularly to the damping
direction in order to cause the protrusion (8) to engage with the driver (7) after
decoupling, and a sliding door (3) is movably held on a window frame (2) and the pull-in
device is arranged in a concealed manner between the window frame (2) and one end
face of the sliding door (3), the sliding door (3) comprising a groove (5) on an upper
end face which faces the window frame (2), in which groove a housing (6) of the pull-in
device is mounted.
2. Sliding window or sliding door according to claim 1, characterized in that a connecting element (20) is fixed to the damper (12), to which connecting element
the driver (7) is fixed in the damping direction and is movable perpendicularly to
the damping direction.
3. Sliding window or sliding door according to claim 2, characterized in that the connecting element (20) is fixed to the piston rod (14).
4. Sliding window or sliding door according to one of the preceding claims, characterized in that the driver (7) has a T-shaped portion (77) which engages in a recess on the connecting
element (20).
5. Sliding window or sliding door according to one of the preceding claims, characterized in that the damper (12) is fixed to the housing (6) and is only linearly movable in the damping
direction.
6. Sliding window or sliding door according to one of the preceding claims, characterized in that the protrusion (8) is resiliently mounted on a fixable holder (9).
7. Sliding window or sliding door according to one of the preceding claims, characterized in that the driver (7) has a guide part which can be moved along the guide track (71, 72)
and a receiving part on which the receiver (75) is formed and which is resiliently
mounted on the guide part.
8. Sliding window or sliding door according to one of the preceding claims, characterized in that the damper (12) is designed as a gas pressure damper which pretensions the driver
(7) in a retraction direction.
9. Sliding window or sliding door according to one of the preceding claims, characterized in that the driver (7) is made of metal.
10. Sliding window or sliding door according to one of the preceding claims, characterized in that the housing (6) with the driver (7) is fixed to a sliding sash (3) and the protrusion
(8) is fixed to a frame (2).
11. Sliding window or sliding door according to one of the preceding claims, characterized in that a further sliding door or fixed panel (4) is provided on the frame (2) next to the
sliding door (3).
1. Fenêtre ou porte coulissantes (1) comportant un dispositif de rétraction comprenant
:
a) un organe d'entraînement (7) mobile le long d'un chemin de guidage (71, 72) d'un
boîtier (6),
b) un amortisseur linéaire (12) couplé à l'organe d'entraînement (7) et ayant un boîtier
d'amortisseur (13) et un piston mobile dans la direction d'amortissement dans le boîtier
d'amortisseur (13) ainsi qu'une tige de piston (14),
c) un relief (8) qui peut se coupler à l'organe d'entraînement dans une certaine plage
de mouvement de l'organe d'entraînement pour freiner le mouvement de l'organe d'entraînement
(7) par rapport au boîtier (6),
d) l'organe d'entraînement (7) ayant un logement (75) dans lequel peut s'introduire
le relief (8) et sur au moins un côté de l'organe d'entraînement (7) au voisinage
du logement (75) il y a une rampe d'attaque (76), et
e) l'organe d'entraînement (7) est monté de façon élastique dans une direction pratiquement
perpendiculaire à la direction d'amortissement, et/ou
f) le relief (8) est monté de façon élastique dans une direction pratiquement perpendiculaire
à la direction d'amortissement,
fenêtre ou porte coulissantes
caractérisée en ce que
le relief (8) peut glisser le long de la rampe d'attaque (76) sur l'organe d'entraînement
(7),
l'organe d'entraînement (7) et/ou le relief (8) étant mobiles perpendiculairement
à la direction d'amortissement pour qu'après un découplage, produire l'accrochage
du relief (8) à l'organe d'entraînement (7) et une porte coulissante (3) est tenue
de manière mobile à un dormant (2) et le dispositif de rétraction est monté caché,
de façon couchée, entre le dormant (2) et la face frontale de la porte coulissante
(3),
la porte coulissante (3) ayant une rainure (5) du côté supérieur tourné vers le dormant
(2), dans laquelle est montée le boîtier (6) du dispositif de rétraction.
2. Fenêtre ou porte coulissantes selon la revendication 1, caractérisées en ce que
un élément de liaison (20) est fixé à l'amortisseur (12), et à cet élément de liaison
est fixé l'organe d'entraînement (7) dans la direction d'amortissement et il est mobile
perpendiculairement à la direction d'amortissement.
3. Fenêtre ou porte coulissantes selon la revendication 2,
caractérisées en ce que
l'élément de liaison (20) est fixé à la tige de piston (14).
4. Fenêtre ou porte coulissantes selon l'une des revendications précédentes,
caractérisées en ce que
l'organe d'entraînement (7) comporte un segment (77) en forme de T qui pénètre dans
un évidement de l'élément de liaison (20).
5. Fenêtre ou porte coulissantes selon l'une des revendications précédentes,
caractérisées en ce que
l'amortisseur (12) est fixé au boîtier (6) et n'est mobile que linéairement dans la
direction d'amortissement.
6. Fenêtre ou porte coulissantes selon l'une des revendications précédentes,
caractérisées en ce que
le relief (8) est monté de manière élastique sur un support (9) destiné à être fixé.
7. Fenêtre ou porte coulissantes selon l'une des revendications précédentes,
caractérisées en ce que
l'organe d'entraînement (7) comporte une pièce de guidage mobile le long du chemin
du guidage (71, 72) et une pièce de réception dans laquelle est réalisé un évidement
(75) monté de manière élastique sur la pièce de guidage.
8. Fenêtre ou porte coulissantes selon l'une des revendications précédentes,
caractérisées en ce que
l'amortisseur (12) est un amortisseur à gaz qui précontraint l'organe d'entraînement
(7) dans la direction de rétraction.
9. Fenêtre ou porte coulissantes selon l'une des revendications précédentes,
caractérisées en ce que
l'organe d'entraînement (7) est réalisé en métal.
10. Fenêtre ou porte coulissantes selon l'une des revendications précédentes,
caractérisées en ce que
le boîtier (6) avec l'organe d'entraînement (7) est fixé à un panneau coulissant (3)
et le relief (8) est fixé au dormant (2).
11. Fenêtre ou porte coulissantes selon l'une des revendications précédentes,
caractérisées en ce que
à côté de la porte coulissante (3), une autre porte coulissante ou un panneau fixe
(4) sont prévus sur le dormant (2).