[0001] Die Erfindung betrifft ein horizontales Schiebewandsystem, umfassend einer Deckenführung
mit mindestens einer Laufschiene sowie mindestens ein Türflügelelement, welches mit
einem Rollenwagen verbunden ist, welcher in der Deckenführung verschiebbar angeordnet
ist.
[0002] Schiebewandsysteme und deren Türflügelelemente sind beispielsweise bei mehrflügeligen
Eingangstüren, bei als Raumteiler verwendeten Wandschiebeelementen oder bei Wandelementen
in Frontbereichen von Gebäuden, insbesondere bei Gaststätten und Geschäften, bekannt,
um entsprechend der Witterung das Ladenlokal frei zugänglich bzw. verschlossen zu
halten. Die Türflügelelemente sind in der Regel in deckenseitig montierten Deckenführungen
verfahrbar aufgenommen. Dabei können die einzelnen Flügelelemente in einer Seitenposition
geparkt werden, damit für den eintretenden Publikumsverkehr keine Behinderung stattfindet.
[0003] Durch steigende Anforderungen an die Energieeffizienz in und an Gebäuden, steigen
auch die Anforderungen an die thermische Isolierung derartiger Schiebewandsysteme.
[0004] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine verbesserte thermische Trennung eines
Schiebewandsystems bereitzustellen, welche sich insbesondere einfach und kostengünstig
herstellen lässt und welches thermisch bedingte Spannungen und Materialausdehnungen
zwischen Innen- und Außenseite der Profilrahmen des Schiebewandsystems zu reduzieren
hilft.
[0005] Diese Aufgabe wird durch ein Schiebewandsystem mit den Merkmalen des Anspruchs 1
gelöst.
[0006] Das erfindungsgemäße horizontale Schiebewandsystem umfasst eine Deckenführung mit
mindestens einer Laufschiene sowie mindestens ein Türflügelelement, welches mit einem
Rollenwagen verbunden ist, welcher in der Deckenführung verschiebbar angeordnet ist,
wobei das Türflügelelement wenigstens zwei vertikale Türrahmen umfasst, wobei wenigstens
einer der vertikalen Türrahmen ein erstes vertikales Rahmenprofil und wenigstens ein
zweites vertikales Rahmenprofil umfasst, Wobei die beiden vertikalen Rahmenprofile
durch wenigstens zwei Isolierstege miteinander beabstandet verbunden sind, wobei das
Türflügelelement wenigstens zwei horizontale Türrahmen umfasst wobei wenigstens einer
der horizontalen Türrahmen ein erstes horizontales Rahmenprofil und wenigstens ein
zweites horizontales Rahmenprofil umfasst, Wobei die beiden horizontalen Rahmenprofile
durch wenigstens zwei Isolierstege miteinander beabstandet verbunden sind, wobei an
und/oder in den Rahmenprofilen nutartige Aufnahmen angeordnet sind, welche im Wesentlichen
U-förmig ausgebildet sind, mit einem ersten freien Schenkel, einem zweiten freien
Schenkel und einer Grundseite von der ausgehend die freien Schenkel abragen, wobei
die sich gegenüberliegenden Flächen der freien Schenkel der U-förmigen nutartigen
Aufnahme in einem Winkel β1 und β2 zwischen 25°-89°, bevorzugt 45°-85°, ganz besonders
bevorzugt 50°-80° gegenüber der Grundseite der nutartigen Aufnahme aufeinander zugewandt
angestellt sind. Durch diese Ausgestaltung wird eine sichere und stabile Verbindung
zwischen den Isolierstegen und Rahmenprofilen eines Schiebewandsystems bewirkt sowie
eine leichte Fertigbarkeit durch ein vereinfachtes Fügen von Isolierstegen mit den
Rahmenprofilen. Ferner ist die thermische wirksame Kontaktfläche mit Hinblick auf
die wirksame Lastabtragungsfläche optimiert.
[0007] Besonders bevorzugt ist es, dass der Winkel β1 zwischen 50°-60° und der Winkel β2
zwischen 60°-80° beträgt, wodurch sich die erfindungsgemäßen Vorteile weiter optimieren
lassen.
[0008] Um die thermische Kontaktierung weiter zu optimieren ist es ferner vorteilhaft, dass
die freien Schenkel der U-förmigen nutartigen Aufnahme aus der Längsseite eines Profils
herausstehen und die Grundseite der nutartigen Aufnahme mit der Längsseite fluchtend
ausgebildet ist. Die hierdurch ausgebildeten thermisch wirksamen Rippen führen zu
einer optimierten thermischen Kontaktierung zwischen den nutartigen Aufnahmen und
den Isolierstegen.
[0009] In einer vorteilhaften Weiterentwicklung der Erfindung, weist die Grundseite der
nutartigen Aufnahme eine Breite B
AGS und einen Öffnungsabschnitt mit einer Breite B
AOF auf, wobei das Verhältnis von B
AGS zu B
AOF zwischen 2.5:1-1.5:1, bevorzugt 2:1-1.5:1 beträgt, wodurch sich das Fügen der Isolierstege
mit den Profilen weiter verbessern lässt, da zum ein Sicherung gegen Herausfallen
der Isolierstege aus der nutartigen Aufnahme realisiert ist, und zum Anderen die Aufnahme
hinsichtlich eines möglichst mühelosen Einschiebens optimiert ist.
[0010] Eine weitere Optimierung der strukturellen Belastbarkeit, insbesondere auch unter
Berücksichtigung der thermischen Kontaktierung zwischen einer nutartigen Aufnahme
und einem Isoliersteg, kann in einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
dadurch bewirkt werden, dass der erste freie Schenkel eine Höhe H
AS1 und der zweite freie Schenkel eine Höhe von H
AS2 aufweist, wobei das Verhältnis von H
AS1 zu H
AS2 zwischen 1.1:1-2:1, bevorzugt 1.25:1-1.75:1 beträgt.
[0011] In diesem Zusammenhang, ist eine weitere Verbesserung denkbar, indem der zweite freie
Schenkel an seinem Fuß eine Breite B
AF2 und am Kopf eine Breite B
AK2 aufweist, wobei das Verhältnis von B
AF2 zu B
AK2 zwischen 2:1-1.4:1, bevorzugt 2.25:1-3:1 beträgt.
[0012] Noch weiter optimierbar ist das horizontales Schiebewandsystem in diesem Zusammenhang
auch dadurch, dass die Längsseite eines Rahmenprofilseine Stärke von S
HR2a aufweist, wobei das Verhältnis der Stärke S
HR2a zur Breite B
AF2 des zweiten freien Schenkels zwischen 1.25:1-2:1, bevorzugt 1.25:1-1.75:1 beträgt.
[0013] Um eine kostengünstige Herstellung sowie gute strukturelle Stabilität des Schiebewandsystems
zu gewährleisten ist es ferner vorteilhaft, dass die nutartigen Aufnahme sich bevorzugt
über die gesamte Länge eines Rahmenprofils erstreckt.
[0014] Um einen modulartigen Aufbau der Türflügelrahmen zu erlauben, ist es ferner vorteilhaft,
dass alle nutartigen Aufnahmen zur Aufnahme von Isolierstegen in vertikalen und horizontalen
Türflügelrahmen innerhalb des Schiebewandsystems im Wesentlichen identisch ausgebildet
sind.
[0015] Um das horizontale Schiebewandsystem weiter zu optimieren, kann auch vorgesehen sein,
dass alle nutartigen Aufnahmen zur Aufnahme von Isolierstegen in vertikalen und horizontalen
Türflügelrahmen sowie alle nutartigen Aufnahmen zur Aufnahme von Isolierstegen in
einer Drainageschiene innerhalb des Schiebewandsystems im Wesentlichen identisch ausgebildet
sind.
[0016] Damit zum ein verbesserter Ausgleich von thermischen Spannungen und Materialausdehnungen
innerhalb des horizontales Schiebewandsystems sowie auch ein vereinfachtes Fügen von
Isolierstegen und Profilen realisiert werden kann, ist es bevorzugt, dass die horizontalen
und/oder vertikalen Rahmenprofile, insbesondere im Bereich der Isolierstegaufnahmen,
eine Oberflächenrauhigkeit Ra von 0,05 bis 1,0 µm, bevorzugt ca. 0,5 µm, und eine
Innenflächenrillungen im Wesentlichen parallel zu der Längserstreckung der Rahmenprofile
aufweisen.
[0017] Um zum einen eine hinreichende strukturelle Belastbarkeit der Rahmenprofile und zum
Anderen eine zur Ausbildung der nutartigen Aufnahmen hinreichende Elastizität bereitzustellen,
ist es zu bevorzugen, dass die horizontalen und/oder vertikalen Rahmenprofile jeweils
einen Elastizitätsmodul von 60 kN/mm2 bis 80 kN/mm2, bevorzugt ca. 70 kN/mm2, und
einen Schubmodul von 10 bis 40 kN/mm2, bevorzugt ca. 27 kN/mm2, aufweisen.
[0018] Die Isolierstege weisen bevorzugt einen Elastizitätsmodul von 2 kN/mm2 bis 4 kN/mm2,
bevorzugt ca. 3 kN/mm2, nach ISO 527-1/-2 und einen Schubmodul von 0,5 kN/mm2 bis
1 kN/mm2, bevorzugt ca. 0,8 kN/mm2 auf, was insbesondere im Zusammenspiel mit den
korrespondierenden Materialpaarung der Profile eine gute thermische Trennwirkung bei
gleichzeitig hinreichender struktureller Verbindbarkeit und guter Fügbarkeit gewährleistet.
[0019] In diesem Zusammenhang lässt sich das horizontales Schiebewandsystem weiter optimieren,
indem die Oberfläche der Isolierstege, insbesondere im Aufnahmebereich zu den Rahmenprofilen
eine Oberflächenrauhigkeit Ra von 0,01 bis 3 µm, bevorzugt von 0,05 µm bis 2 µm nach
DIN EN ISO 4287 aufweist.
[0020] Insbesondere ist es schließlich auch bevorzugt, dass die Flächenpressung zwischen
den Isolierstegen und den Isolierstegaufnahmen zwischen 120 - 200 N/mm
2 beträgt. Hierdurch wird zum einen eine hinreichend gute strukturelle Verbindung zwischen
den Isolierstegen bewirkt als auch noch ein Gleiten der Bauteile gegeneinander zum
Ausgleich von thermisch bedingten Spannungen und Materialausdehnungen erlaubt.
[0021] Nachfolgend wird die Erfindung anhand der begleitenden Zeichnungen im Detail erläutert.
Dabei zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische, vereinfachte frontale Ansicht eines Schiebewandsystems gemäß der
vorliegenden Erfindung;
- Fig. 2
- eine Querschnittsansicht durch die Deckenführung des Schiebewandsystems
- Fig. 3
- eine Querschnittsansicht eines vertikalen Türrahmens eines Türflügelelements des Schiebewandsystems
- Fig. 4
- eine Querschnittsansicht eines horizontalen Türrahmens eines Türflügelelements des
Schiebewandsystems
- Fig. 5
- eine Querschnittsansicht durch die Drainageschiene des Schiebewandsystems
- Fig. 6
- eine Detailansicht einer in einem Türflügelelement ausgebildeten nutartigen Aufnahme
für einen Isoliersteg
- Fig. 7
- eine Funktionsskizze einer Verrieglung für eine Schiebeschwenktür im Verschiebezustand
- Fig. 8
- eine Funktionsskizze einer Verrieglung für eine Schiebeschwenktür im Schwenkzustand
[0022] Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Schiebewandsystems 100 gemäß der
vorliegenden Erfindung. Das erfindungsgemäße Schiebewandsystem 100 umfasst eine Deckenführung
200 und vier Türflügelelemente 400a, 400,b, 400c, 400d, welche in Längsrichtung L
des Schiebewandsystems 100 in der Deckenführung 200 nebeneinander angeordnet sind.
Die Deckenführung 200, welche als einteilige Laufschiene 300 ausgebildet ist, weist
eine Länge auf, welche ein Vierfaches der Breite der Türflügelelemente 400a, 400,b,
400c, 400d entspricht. Alternativ kann die Deckenführung 200 aus mehreren Deckenführungselementen
zusammengesetzt sein.
[0023] Die Deckenführung 200 kann unmittelbar an der Decke des Gebäudes 201 befestigt sein.
Das Verfahren der Türflügelelemente 400 kann manuell und/oder motorisch erfolgen.
[0024] Insbesondere weist das erfindungsgemäße Schiebewandsystem 100 der Fig. 1 ein erstes
Türflügelelement 400a, ein zweites Türflügelelement 400b, ein drittes Türflügelelement
400c und ein viertes Türflügelelement 400d auf, welche mit bestimmten Funktionen ausgestattet
sein können. Das zweite Türflügelelement 400b sowie das vierte Türflügelelement 400d
sind schwenkbar angeordnet, wobei das erste Türflügelelement 400a und das dritte Türflügelelement
400c in der Deckenführung 200 nur verschoben werden kann. Ferner ist das zweite Türflügelelement
400b in der Deckenführung 200 schwenkbar und verschiebbar angeordnet. So dienen das
erste Türflügelelement 400a und das dritte Türflügelelement 400c als Schiebeflügel,
das vierte Türflügelelement 400d als Drehflügel oder Pendelflügel und das zweite Türflügelelement
400b als Drehschiebeflügel.
[0025] Der Spalt zwischen den Türflügelelementen 400a, 400b, 400c, 400d und der Deckenführung
200 oder dem Gebäudeboden 101 kann aufgrund von Montagetoleranzen und/oder mit der
Zeit aufgrund der häufigen Benutzung bzw. zueinander relativen Bewegung sowie Wärmeausdehnung
oder Wärmekontraktion variieren. Dieser Spalt wird mittels horizontal verlaufender
Bürsten 490a,490b optisch wie thermisch abgedichtet, wobei die Bürsten 490a,490b an
den deckenseitigen horizontalen Türflügelrahmen 410ab, 410bb, 410cb, 410db und/oder
den bodenseitigen horizontalen Türflügelrahmen 410aa, 410ba, 410ca, 410da der Türflügelelemente
400a, 400b, 400c, 400d angeordnet sind.
[0026] Die Bürsten 490a,490b können eine Kunststofffolie aufweisen, die in der Bürste 490a,490b
in etwa mittig angeordnet ist sein kann.
[0027] Vorzugsweise ist die Kunststofffolie aus Polyethylen gefertigt. Insbesondere weist
Polyethylen eine hohe Zähigkeit und Bruchdehnung, ein gutes Gleitverhalten, einen
geringen Verschleiß, eine große Temperaturbeständigkeit und eine sehr geringe Wasseraufnahme
auf. Die Kunststofffolie kann insbesondere auch zweilagig ausgebildet sein.
[0028] Die Kunststofffolie weist vorzugsweise eine Folienstärke zwischen 30 µm und 200 µm,
insbesondere bevorzugt zwischen 50 µm und 150 µm, auf. Über die Materialstärke kann
die Flexibilität der Bürsten 490a,490b kontrolliert werden. Die spezifizierten Folienstärken
zeigen eine optimale Dichtwirkung.
[0029] In diesem Zusammenhang ist es vorteilhaft, wenn die Kunststofffolie im in der Bürste
490a,490b angeordneten Zustand um 2% bis 20%, bevorzugt um 5% bis 10%, gegenüber der
Bürstenhöhe nach innen, zum Basisbereich der Bürste 490a,490b hin zurückversetzt sind.
Hierdurch wird ein gute Dichtwirkung bei gleichzeitig minimierter Reibwirkung der
Bürsten 490a,490b sowie minimierter Geräuschentwicklung bewirkt.
[0030] Um eine ausreichende Dichtheit sicherzustellen, ohne den Boden und/oder die Deckenführung
200 zu beschädigen, kontaktiert bevorzugt jede der Bürsten 490a,490b mit einem Anpressdruck
von 0,01 N/mm
2 bis 0,5 N/mm
2 den Boden und/oder die Deckenführung 200.
[0031] Ferner ist es bevorzugt, dass die Bürsten 490a,490b in den Türflügelelementen 400a,
400b, 400c, 400d im Wesentlichen identisch sind.
[0032] Aus Fig. 1 ist ferner ersichtlich, dass das horizontales Schiebewandsystem 100 ein
Türflügelelement 400a,400b,400c,400d mit wenigstens zwei vertikale Türrahmen 440a,440b
und wenigstens zwei horizontale Türrahmen 410a,410b umfasst wobei ein vertikaler Türrahmen
440a,440b ein erstes vertikales Rahmenprofil 450a und wenigstens ein zweites vertikales
Rahmenprofil 450b umfasst, und wobei ein horizontaler Türrahmen 410a,410b ein erstes
horizontales Rahmenprofil 420a und wenigstens ein zweites horizontales Rahmenprofil
(420b) umfasst, und wobei alle Stoßkanten der Deckenführung 200, der horizontalen
Rahmenprofile 420a,420b und vertikalen Rahmenprofile 450a,450b im zusammengefügten
Zustand des Schiebewandsystems 100 ausschließlich horizontale oder vertikale Fugen
ausbilden, wodurch ein besonders harmonisches und ästhetisches Erscheinungsbild des
Schiebewandsystems 100 entsteht.
[0033] Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch die Deckenführung 200 des aus Fig. 1 bekannten
Schiebewandsystems 100. Die Deckenführung 200 ist an der Gebäudedecke 201 fixiert.
Die Deckenführung 200 umfasst eine Laufschiene 300 in der ein Rollenwagen 500 verschiebbar
angeordnet ist. An dem Rollenwagen 500 ist ein Türflügelelement 400 hängend angeordnet.
[0034] Die Laufschiene 300 ist im Wesentlichen U-Förmig ausgeformt, wobei die freien Schenkel
der U-förmigen Laufschiene 300 die Stirnseiten 301a, 301b der Laufschiene 300 bilden.
Ferner sind, insbesondere am distalen Ende der freien Schenkel der U-förmigen Laufschiene
300 Laufflächen 302a,302b zur Führung des Rollenwagens 500 angeformt.
[0035] Die Laufschiene 300 ist geformt aus einem ersten Material mit einer thermischen Leitfähigkeit
von 75-235 W m
-1 K
-1 und einem thermische Längenausdehnungskoeffizienten von 21-24*10
-6 K
-1.
[0036] Bevorzugt weisen beide Stirnseiten 301a,301b der Laufschiene 300 eine Oberflächenrauheit
parallel zur Strangpressrichtung von Ra 0,1-3, bevorzugt von Ra 0,2-2, insbesondere
bevorzugt von Ra 0,75-1,8 gemessen nach DIN EN ISO 4287 auf. Es können hierdurch besonders
vorteilhafte Haft- und Kontakteigenschaften für das an der Laufschiene zu befestigende
thermische Trennprofil, dass nachfolgend noch näher erläutert wird, erzielt werden.
[0037] Das thermische Trennprofil 320 ist über ein Befestigungsmittel 325, insbesondere
eine Schraub-, Klemm- oder Klebverbindung, an einer Stirnfläche 301b der Laufschiene
300 angeordnet. Obwohl in Fig. 2 lediglich ein thermisches Trennprofil 320 an einer
der Stirnflächen 301b angeordnet ist, ist es selbstverständlich möglich und vorteilhaft,
ein thermisches Trennprofil an beiden Stirnflächen 301a,301b vorzusehen.
[0038] Das thermische Trennprofil 320 liegt an der Stirnseite 301b der Laufschiene 300 an.
Zur Anlage umfasst das thermische Trennprofil 320 eine Mehrzahl von voneinander separierten
Anlageflächen 321a,321b,321c,321d zwischen dem thermischen Trennprofil 320 und der
Stirnseite 301b der Laufschiene 300. Um die thermische Trennung weiter zu verbessern,
ist es bevorzugt, dass die gesamten Anlageflächen 321a,321b,321c,321d des thermischen
Trennprofils 320 zwischen 1-10% der Fläche einer Stirnseite 301b der Laufschiene 300
entsprechen.
[0039] Auf der der Laufschiene 300 zugewandten Seite 301b weist das thermische Trennprofil
320 wenigstens eine offene kanalartige Vertiefung 322a,322b,322c auf, wodurch die
strukturelle Stabilität des thermischen Trennprofils 320, wie auch dessen thermischen
Trenneigenschaften weiter verbessert werden können. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
sind eine erste kanalartige Vertiefung 322a, eine zweite kanalartige Vertiefung 322b
sowie eine dritte kanalartige Vertiefung 322c ausgebildet.
[0040] Zur Fixierung einer Laufschienenblende 350 weist das thermische Trennprofil 320 wenigstens
ein Verbindungsmittel 323a,323b, bevorzugt wenigstens zwei Verbindungsmittel 323a,323b
zur Aufnahme einer Laufschienenblende 350 mit korrespondierenden Verbindungsmittel
351a,351b zur lösbaren Verbindung des thermischen Trennprofils 320 mit der Laufschienenblende
350 auf.
[0041] Das thermische Trennprofil 320 besitzt ferner einen Anlageschenkel 324, der an dem
äußeren horizontalen Laufschienenabschnitt 303 der Laufschiene 300 anliegt. Der Anlageschenkel
324 sichert durch die Anlage an einer horizontalen Fläche der Laufschiene 300 eine
definierte Positionierung des thermischen Trennprofils 320 an der Laufschiene 300.
[0042] Am Anlageschenkel 324 kann eine nutartige Führung 326 zur Aufnahme der freien Borstenenden
einer Bürste 490a vorgesehen sein. Die Führung 326 ist derart ausgeformt, dass die
freien Borstenenden der unterhalb der Laufschiene 300 im horizontalen Türflügelrahmen
410 angeordneten Bürste 490a zumindest abschnittsweise von der nutartigen Führung
326 umschlossen sind. Hierdurch ergibt sich zum einen ein optisch ansprechendes Fugenbild
des Schiebewandsystems 100, da ein Ausfransen der Borstenenden der Bürste 490a, was
üblicherweise beim Betrieb von Schiebewandsystemen auftritt, optisch durch die nutartige
Führung 326 verdeckt wird. Ferner bewirkt die nutartige Führung 326 eine Verbesserung
der Winddichtigkeit des Schiebewandsystems, da durch die Fixierung des freien Endes
der Borsten der Bürste 490a, diese eine verbesserte mechanische Stabilität aufweist.
[0043] Das thermische Trennprofil 320 ist aus einem zweiten Material mit einer thermischen
Leitfähigkeit von 0.02-0.1 W m
-1 K
-1 und einem thermische Längenausdehnungskoeffizienten von 40-300*10
-6 K
-1 gebildet.
[0044] Das thermische Trennprofil 320 ist insbesondere einstückig ausgeformt. Bevorzugt
erstreckt sich das thermische Trennprofil 320 über 50-100%, bevorzugt 75-100%, insbesondere
bevorzugt 90-100% der Länge L
LS der Laufschiene 300. Ferner ist es bevorzugt, dass sich das thermische Trennprofil
320 über 50-100%, bevorzugt 75-100%, insbesondere bevorzugt 90-100% der Höhe H
LS der Laufschiene erstreckt.
[0045] Die Laufschienenblende 350 ist über die Verbindungsmittel 351a,351b welche mit den
korrespondierenden Verbindungsmitteln 323a,323 des thermischen Trennprofils 320 eine
kraft- und/oder formschlüssige Verbindung herstellen am thermischen Trennprofil 320
lösbar fixiert.
[0046] Die Laufschienenblende 350 ist im Wesentlichen L-förmig ausgebildet und weist an
ihrem deckenseitigen distalen Ende eine Nut 352 zur Aufnahme eines Dichtmittels 350-01
zur Abdichtung der Laufschienenblende 350 gegenüber der Deckenstruktur 201 eines Gebäudes
auf.
[0047] Die Laufschienenblende 350 ist geformt aus einem dritten Material mit einer thermischen
Leitfähigkeit von 75-235 W m
-1 K
-1 und einem thermische Längenausdehnungskoeffizienten von 21-24*10
-6 K
-1.
[0048] Aus Fig. 2 ist ferner ersichtlich, dass das Türflügelelement 400 ein horizontales
Rahmenprofil 420 umfasst in welches eine Bürste 490 zur Abdichtung des horizontalen
Spalts zwischen dem Türflügelelement 400 und der Laufschiene 300 aufgenommen ist,
wobei innerhalb des horizontalen Rahmenprofils 420 Mittel zur vertikalen Verstellung
der Bürste 490a im Rahmenprofil 420 vorgesehen sind. Diese Mittel zur vertikalen Verstellung
der Bürste 490 im horizontalen Rahmenprofil (420) umfassen gemäß dem in Fig. 2 gezeigten
Ausführungsbeispiel ein Bürstenprofil 491, in welches die Bürste 490 aufgenommen ist
und eine im Wesentlichen U-förmige Aufnahme 432 im horizontalen Rahmenprofil 420,
in welche das Bürstenprofil 491 in der Vertikalen verstell- und/oder verrastbar aufgenommen
ist. Das Bürstenprofil 491 weist ein erstes Rastmittel 492 auf, welches mit dem korrespondierenden
zweiten Rastmittel 433 der U-förmigen Aufnahme 432 derart zusammenwirkt, dass eine
verstellbare Verrastung des Bürstenprofils 491 in der Aufnahme 432 bewirkt ist. Hierzu
ist am Bürstenprofil 491 wenigstens ein Federelement 493a,493b angeordnet, welches
sich zur Erzeugung einer Federkraft derart in der Aufnahme 432 abstützt, dass das
Bürstenprofil 491 in der Aufnahme 432 fixiert ist. Ein Federelement 493a,493b kann
insbesondere einstückig mit dem Bürstenprofil 491 ausgeformt sein.
[0049] Fig. 2 zeigt einen Rollenwagen 500 innerhalb der Deckenführung 200 des Schiebewandsystems
100 gemäß der vorliegenden Erfindung. Der Rollenwagen 500 ist mittels eines Verbindungselementes
in Form eines Klotzes 436, welcher in den deckenseitigen horizontalen Türflügelrahmen
410 eingeschoben wird und sich gegen die Schulter 434 abstützt, mit einem Türflügelelement
400 verbunden. Dadurch ist das Türflügelelement 400 in der Deckenführung 200, welche
aus Laufschienenschienen 300 und ggf. Weichen (nicht gezeigt) ausgebildet ist, verschiebbar
angerordnet. Im Schiebewandsystem 100 ist eine Vielzahl von Rollenwagen 500 vorgesehen.
Bevorzugt weisen alle Türflügelelemente 400a,400b,400c,400d identische Rollenwagen
500 auf. Bevorzugt wird ein Türflügelelement 400a,400b,400c,400d von mindestens zwei,
bevorzugt genau zwei Rollenwagen 500 in der Laufschiene 300 geführt.
[0050] Der Rollenwagen 500 von Fig. 2 weist einen Grundkörper 524 auf, an welchem eine Vielzahl
von Laufrollen 525a,525b,525c,525d und eine Vielzahl von Führungsrollen 526a,526b
angeordnet ist. Wie aus Fig. 2 ersichtlich, umfasst der Rollenwagen 500 vier Laufrollen
525a,525b,525c,525d und vier Führungsrollen 526a,526,b,526c,526d (wobei die Führungsrollen
526c,526c von den Führungsrollen 526a,526b verdeckt sind), wobei die Laufrollen 525a,525b,525c,525d
senkrecht zu den Führungsrollen 526a,526,b,526c,526d angeordnet sind. Somit kann eine
ausfallsichere Verschiebung und Führung des Türflügelelements 400 in der Deckenführung
200 sichergestellt werden.
[0051] Die Laufrollen 525a,525b,525c,525d, welche identisch ausgebildet sind, weisen jeweils
einen Rollenkörper 527 mit einer Rollenfläche 528 auf, wobei die Rollenkörper 527
auf zwei Lauflächen 302a,302b der Laufschiene 300 abrollen.
[0052] Der Grundkörper 524 weist einen Elastizitätsmodul bei 20°C von 70 kN/mm2 bis 100
kN/mm2, bevorzugt ca. 85 kN/mm2, nach EN ISO 6892-1:2009, einen Schubmodul bei 20°C
von 20 kN/mm2 bis 60 kN/mm2, bevorzugt ca. 40 kN/mm2 nach DIN 53445, und eine Dichte
bei 20°C von 2 g/cm3 bis 7 g/cm3, bevorzugt ca. 6,7 g/cm3, nach ISO 527-1/-2, auf.
[0053] Der Rollenkörper 527 weist einen Elastizitätsmodul bei 20°C von 2 kN/mm2 bis 4 kN/mm2,
bevorzugt ca. 3 kN/mm2, nach ISO 527-1/-2, einen Schubmodul bei 20°C von 0,5 kN/mm2
bis 1 kN/mm2, bevorzugt ca. 0,8 kN/mm2, nach DIN ISO 1827:2010-07 und eine Dichte
bei 20°C von 1 g/cm3 bis 2 g/cm3, bevorzugt ca. 1,4 g/cm3, nach DIN EN ISO 1183 auf.
Weiterhin weist die Rollenfläche 528 des Rollenkörpers 527 eine Oberflächenrauhigkeit
Ra von 0,01 bis 3 µm, bevorzugt von 0,05 µm bis 2 µm nach DIN EN ISO 4287 auf.
[0054] Der Rollenkörper 527 weist bevorzugt ferner einen Durchmesser von 16 mm bis 20 mm,
besonders bevorzugt von 18,5 mm, auf. Die Rollenfläche 28 des Rollenkörpers 27 hat
bevorzugt eine Rollenflächenbreite von 5 mm bis 9 mm, bevorzugt 7 mm.
[0055] Der Rollenkörper 527 weist ferner eine Wasseraufnahme von 0,3 % bei Normalklima nach
ISO 62 auf. Die Wasseraufnahme bei Normalklima bezeichnet die prozentuelle Gewichtszunahme
eines Körpers durch Wasseraufnahme bei Lagerung bei einer Temperatur von 23°C und
Luftfeuchtigkeit von 50%. Erfindungsgemäß wird die Wasseraufnahme des Rollenkörpers
bei Normalklima gering gehalten. Eine hohe Wasseraufnahme führt zu einem hohen Abplatten
des Rollenkörpers 527, wodurch Geräusche beim Rollen des Rollenkörpers 527 der Laufrolle
525 auf der Lauffläche 529 der Deckenführung 200 verursacht werden.
[0056] Der Rollenkörper 527 weist weiterhin eine Wasseraufnahme von 1,4% bei Wasserlagerung
nach ISO 62 auf. Die Wasseraufnahme bei Wasserlagerung bezeichnet die prozentuelle
Gewichtszunahme eines Körpers durch Wasseraufnahme bei Lagerung im Wasser. Der Rollenkörper
527 einer Laufrolle 525 ist derart ausgebildet, dass seine Wasseraufnahme bei Wasserlagerung
gering gehalten wird. Somit wird eine Abplattung der Rollenkörper 527, z.B. bei einem
Schiebewandsystem 100, welches in einem Außenraum angeordnet ist, reduziert. Dadurch
kann ein geräuschärmerer Betrieb unter verschiedenen Wetterbedingungen sichergestellt
werden.
[0057] Weiterhin weist der Rollenkörper 527 eine Abflachung kleiner als 0,7 % in Bezug auf
den Durchmesser des Rollenkörpers 527 nach 8 Stunden Stillstand des Rollenkörpers
527 auf. Durch die geringe zulässige Abplattung der Rollenkörper 527 wird die Laufruhe
des erfindungsgemäßen Schiebewandsystems 100 deutlich erhöht. Die Abplattung eines
Rollenkörpers 527 wird gemessen, indem eine Prüflast von 200 N in vertikaler Richtung
auf den auf einer Auflage angeordneten Rollenkörper 527 ausgeübt wird. Besonders bevorzugt
weist der Rollenkörper 527 mit einem Durchmesser von 18,5 mm eine maximale Abplattung
von 0,12 mm nach 8 Stunden Stillstand auf.
[0058] Die Laufflächen 529 der Deckenführung 200 weisen jeweils einen Elastizitätsmodul
bei 20°C von 60 kN/mm2 bis 80 kN/mm2, bevorzugt ca. 70 kN/mm2, nach EN ISO 6892-1:2009,
einen Schubmodul bei 20°C von 10 bis 40 kN/mm2, bevorzugt ca. 27 kN/mm2, nach DIN
53445 und eine Dichte bei 20°C von 2 bis 5 g/cm3, bevorzugt ca. 3 g/cm3, nach ISO
527-1/-2 auf. Ferner weisen die Laufflächen 529 eine Oberflächenrauhigkeit Ra von
0,05 bis 1,0 µm, bevorzugt ca. 0,5 µm, gemessen nach DIN EN ISO 4287 auf.
[0059] Die Laufflächen 302 weisen jeweils Innenflächenrillungen im Wesentlichen parallel
zu der Verschieberichtung V des Türflügelelements 400 auf. Als Innenflächenrillung
ist eine im Wesentlichen linienförmige Oberflächenstruktur aus einer Vielzahl parallel
linienförmiger Vertiefungen auf der Laufläche 302 zu verstehen, welche durch das Strangpressverfahren
erzeugt wird. Weiterhin sind die Laufflächen 302 der Deckenführung 200 einstückig
mit der Deckenführung 200 ausgebildet. Somit ist ein kompakter Aufbau möglich. Ferner
werden potentielle Montagefehler, wie z.B. Schiefstellungen eliminiert, wodurch Geräusche
beim Rollen der Türflügelelemente 400 in der Deckenführung 200 verursacht werden könnten.
Die Deckenführung 200 weist eine Dichte von 2 bis 5 g/cm3, bevorzugt ca. 3 g/cm3,
nach ISO 527-1/-2 auf. Die Laufflächen 302 der Deckenführung 200 weisen jeweils eine
Laufflächenbreite auf, welche größer als die Rollenflächenbreite der Rollenflächen
528 der Rollenkörper 527 ist.
[0060] Jeder der Rollenkörper 527 ist insbesondere mittels eines geschlossenen Kugellagers
am Rollenwagen 500 gelagert. Der Rollenkörper 527 weist eine Achse mit zwei Rändelungen
auf, mittels welcher der Rollenkörper 527 am Grundkörper 524 des Rollenwagens 500
verdrehfest befestigt ist. Die Achse dient auch als Innenring des Kugellagers. Das
Kugellager weist sieben Kugeln auf, welche etwa mit Lithiumseifenfett befettet sind.
[0061] Ferner beträgt die statische Flächenpressung zwischen einer Laufrolle 527 und der
Lauffläche 529 der Deckenführung 200 mindestens 2.5 kg/mm2, bevorzugt zwischen 2,5
und 100 kg/mm2. Dies führt zu einem Beseitigen von Quietschgeräuschen beim Verfahren
der Türflügelelemente 400.
[0062] Die durchschnittliche Verfahrgeschwindigkeit des Rollenwagens 500 beträgt zwischen
0,05 und 0,5 m/s, bevorzugt ca. 0,2 m/s.
[0063] Weiterhin beträgt das Anschubmoment eines Türflügelelements 400, welches in der Deckenführung
20 verschiebbar angeordnet ist, wie z.B. das Türflügelelement 400a,400b und/oder 400c
von Fig. 1, 8N bis 15N, bevorzugt 10N bis 14N, insbesondere bevorzugt 11N bis 13 N
bei einem Gewicht des Türflügelelements 400a,400b und/oder 400c von 175kg. Nach 100000
Zyklen beträgt das Anschubmoment des Türflügelelements 400a,400b und/oder 400c weiterhin
15N bis 21N, bevorzugt 16N bis 20N, insbesondere bevorzugt 17N bis 19N.
[0064] Durch den erfindungsgemäßen Rollenwagen 500 sowie die erfindungsgemäßen Laufflächen
529 der Deckenführung 200 wird eine geräuscharme Bewegung des Schiebewandsystems 100
ermöglicht. Der Abrieb der Rollenkörper 527 wird verringert und damit wird die Standzeit
des Rollenwagens 500 deutlich erhöht. Zusätzlich kann ein Quietschen der Laufrollen
525 eliminiert werden.
[0065] Fig. 3 zeigt einen vertikalen Türrahmen 440 eines Türflügelelements 400 des erfindungsgemäßen
Schiebewandsystems 100.
[0066] Das Türflügelelement 400 umfasst wenigstens zwei vertikale Türrahmen 440a,440b. Bevorzugt
sind die vertikalen Türrahmen 440a,440b im Wesentlichen geometrisch, insbesondere
auch im Wesentlichen werkstofflich identisch ausgebildet.
[0067] Ein vertikaler Türrahmen 440a,440b umfasst ein erstes vertikales Rahmenprofil 450a
und wenigstens ein zweites vertikales Rahmenprofil 450b,welche beide im Querschnitt
im Wesentlichen rechteckig ausgebildet sind und jeweils zwei sich gegenüberliegende
Schmalseiten 453a,454a,453b,454b und zwei sich gegenüberliegenden Längsseiten 451a,452a,
451b,452b aufweisen.
[0068] Die beiden vertikalen Rahmenprofile 450a,450b sind durch die zwei Isolierstege 480a,480b
miteinander beabstandet verbunden.
[0069] Das erste vertikale Rahmenprofil 450a oder/und das zweite vertikale Rahmenprofil
450b ist insbesondere aus einem Material gebildet ist, dass eine thermische Leitfähigkeit
von 75-235 W m
-1 K
-1 bei 20°C bestimmt nach DIN EN ISO 10456 und einen thermischen
[0070] Längenausdehnungskoeffizienten von 21-24*10
-6 K
-1 bei 20°C bestimmt nach DIN 51045 aufweist.
[0071] Bevorzugt beträgt das Verhältnis der thermischen Leitfähigkeit des ersten vertikalen
Rahmenprofils 450a zur thermischen Leitfähigkeit des zweiten vertikalen Rahmenprofils
450b zwischen 0.9:1-1.1:1, bevorzugt 0.95:1-1.05:1, insbesondere bevorzugt ca.1:1.
[0072] Ferner ist zu bevorzugen, dass das Verhältnis des thermischen Längsausdehnungskoeffizienten
des ersten vertikalen Rahmenprofils 450a zum thermischen Längsausdehnungskoeffizienten
des zweiten vertikalen Rahmenprofils 450b zwischen 0.9:1-1.1:1, bevorzugt 0.95:1-1.05:1,
insbesondere bevorzugt ca.1:1 beträgt.
[0073] Auch ist es vorteilhaft, dass das Verhältnis von thermischer Leitfähigkeit des ersten
und/oder zweiten vertikalen Profilrahmens 450a,450b zu der thermischen Leitfähigkeit
des ersten und/oder zweiten Isolierstegs 480a,480b zwischen 50:1-800:1, bevorzugt
zwischen 75:1-750:1 beträgt.
[0074] Gemäß einer weiteren, bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung, beträgt das Verhältnis
von Wandstärke des ersten vertikalen Rahmenprofils (450a) zur Wandstärke des zweiten
vertikalen Rahmenprofils (450b) zwischen 0.9:1-1.1:1, bevorzugt 0.95:1-1.05:1, insbesondere
bevorzugt ca.1:1.
[0075] Das erste vertikale Rahmenprofil 450a und das zweite vertikale Rahmenprofil 450b
weisen an wenigsten einer Schmalseite 453a,454a,453b,454b eine nutartige Aufnahme
458a,458b,459a auf, wobei bevorzugt die nutartigen Aufnahmen 458,a,458b,459a im Querschnitt
im Wesentlichen geometrisch identisch ausgebildet sind.
[0076] Das erste vertikale Rahmenprofil 450a und das zweite vertikale Rahmenprofil 450b
weisen jeweils wenigstens eine, bevorzugt wenigstens zwei, insbesondere bevorzugt
wenigstens drei nutartige Aufnahmen 455a,456a,457a,455b,456b,457b an wenigstens einer
der nach außen gerichteten Längsseiten 451a,452a, 451b,452b auf, wobei wenigstens
eine nutartige Aufnahme 455a,456a,455b,456b, bevorzugt wenigstens zwei nutartige Aufnahmen
455a,456a,455b,456b zur kraft- und/oder formschlüssigen Aufnahme von Isolierstegen
480a,480b ausgebildet sind.
[0077] Die nutartigen Aufnahmen 455a,456a,455b,456b sind bevorzugt im Wesentlichen geometrisch
identisch ausgebildet.
[0078] Zwei der nutartigen Aufnahmen 455a,456a,455b,456b sind geometrisch im Wesentlichen
identisch ausgebildet und jeweils am distalen Ende der nach außen gerichteten Längsseite
451a,452a, 451b,452b des vertikalen Rahmenprofils 450a,450b angeordnet und zur kraft-
und/oder formschlüssigen Aufnahme eines Isolierstegs 480a,480b ausgebildet.
[0079] Wie aus Fig. 3 weiter ersichtlich, umfasst wenigstens eine der Längsseiten 451a,452a,
451b,452b, bevorzugt genau eine der Längsseiten 451a,452b, des vertikalen Profils
450a,450b einen zur Längsseite 451a,452a, 451b,452b fluchtenden Fortsatz 460a,460b,
wobei am distalen Ende des Fortsatzes 460a wenigstens eine nutartige Aufnahme 461a,
insbesondere zur Aufnahme eines Dichtungsprofils ausgebildet ist.
[0080] Das Verhältnis von Wandstärke des ersten vertikalen Rahmenprofils 450a zur Wandstärke
des Fortsatzes 460a des ersten vertikalen Rahmenprofils 450a beträgt bevorzugt zwischen
0.9:1-1.1:1, bevorzugt 0.95:1-1.05:1, insbesondere bevorzugt ca.1:1 und insbesondere
auch das Verhältnis von Wandstärke des zweiten vertikalen Rahmenprofils 450b zur Wandstärke
des Fortsatzes 460b des zweiten vertikalen Rahmenprofils 450b zwischen 0.9:1-1.1:1,
bevorzugt 0.95:1-1.05:1, insbesondere bevorzugt ca.1:1 beträgt.
[0081] Das das erste vertikale Rahmenprofil 450a weist vorteilhafter Weise ein Verhältnis
von Rahmenprofilhöhe (H
VR1) zu Rahmenprofilbreite (B
VR1) von 1.1:1-5:1, bevorzugt 2:1-4.5:1, insbesondere bevorzugt von 3:1-4:1, ganz besonders
bevorzugt ca. 3.67:1 auf. Das zweite vertikale Rahmenprofil 450b weist ferner bevorzugt
ein Verhältnis von Rahmenprofilhöhe (H
VR2) zu Rahmenprofilbreite (B
VR2) von 1.1:1-5:1, bevorzugt 2:1-4:1, insbesondere bevorzugt von 2:1-3:1, ganz besonders
bevorzugt ca. 2.89:1 auf.
[0082] Ferner ist es bevorzugt, dass das Verhältnis von Rahmenprofilhöhe (H
VR1) zu Rahmenprofilbreite (B
VR1) des ersten vertikalen Rahmenprofils 450a zum Verhältnis von Rahmenprofilhöhe (H
VR2) zu Rahmenprofilbreite (B
VR2) des zweiten vertikalen Rahmenprofils 450b zwischen 1.1:1-2:1, bevorzugt 1.1:1-1.5:1,
insbesondere bevorzugt ca. 1.27 beträgt.
[0083] Auch kann es bevorzugt sein, dass das erste vertikale Rahmenprofil 450a ein Verhältnis
von Rahmenprofilhöhe (H
VR1) zu Rahmenprofilwandstärke (WS
VR1) von 10:1-50:1, bevorzugt 20:1-40:1, insbesondere bevorzugt von 25:1-35:1, ganz besonders
bevorzugt ca. 33:1 aufweist. In einer vorteilhaften Weiterentwicklung der Erfindung
ist es auch bevorzugt, das zweite vertikale Rahmenprofil 450a ein Verhältnis von Rahmenprofilhöhe
(H
VR2) zu Rahmenprofilwandstärke (WS
VR2) von 10:1-50:1, bevorzugt 10:1-30:1, insbesondere bevorzugt von 20:1-30:1, ganz besonders
bevorzugt ca. 26:1 aufweist.
[0084] Wie aus Fig. 3 weiter ersichtlich, umfasst einer der Isolierstege 480a,480b im Querschnitt
wenigstens einen Hohlraum, welcher bevorzugt im Wesentlichen rechteckig ausgeformt
ist und des Weiteren besonders bevorzugt eine Mehrzahl von im Wesentlichen rechteckförmigen
Hohlräumen aufweist. Hierdurch wird die thermische Trennwirkung sowie die strukturelle
Steifigkeit des Isolierstegls 480b erhöht.
[0085] Der Isoliersteg 480a ist streifenartig ausgebildet und weist im Querschnitt an seinen
distalen enden jeweils eine Schulter auf.
[0086] Die Isolierstege 480a,480b weisen im Querschnitt an ihren distalen Enden Mittel zur
Herstellung einer form- und/oder kraftschlüssigen Verbindung mit den nutartigen Aufnahmen
455a,456a,455b,456b des ersten und zweiten vertikalen Rahmenprofils (450a,450b) auf.
[0087] Im montierten Zustand der Isolierstege 480a,480b bilden diese in den nutartigen Aufnahmen
451a,452a, 451b,452b der vertikalen Rahmenprofilen 450a,450b eine im Wesentlichen
ebene Fläche aus.
[0088] Das Verhältnis der Breite (B
VIS) der Isolierstege 480a,480b in einem vertikalen Türflügelrahmen 440 zur Breite (B
VR1) des ersten vertikalen Rahmenprofils 450a beträgt bevorzugt zwischen 1:1-3:1, bevorzugt
1.5:1-2.5:1, insbesondere bevorzugt 1.75:1-2.25:1.
[0089] Das erste vertikale Rahmenprofil 450a weist eine erste vertikale Sichthöhe (H
VS1) und das zweite vertikale Rahmenprofil 450b eine zweite horizontale Sichthöhe (H
VS2) auf, wobei das Verhältnis der Sichthöhen (H
VS1): (H
VS2) zwischen 1:1-1:2, bevorzugt 1:1-1:1.5 beträgt.
[0090] Bevorzugt beträgt das Verhältnis der vertikalen Sichtbreite (B
VS) eines vertikalen Türflügelrahmens 440 zur vertikalen Sichthöhe (H
VS1) des ersten vertikalen Rahmenprofils 450a 1:1-1:3, bevorzugt 1:1-1:2, insbesondere
bevorzugt 1:1.2-1:1.8.
[0091] Ferner ist es auch bevorzugt, dass das das Verhältnis der vertikalen Sichtbreite
(B
VS) eines vertikalen Türflügelrahmens 440 zur horizontalen Sichtbreite (B
HS) eines horizontalen Türflügelrahmens 410 zwischen 0.9:1-1.1:1, bevorzugt 0.95:1-1.05:1,
insbesondere bevorzugt ca.1:1 beträgt.
[0092] Die nutartigen Aufnahmen 455a,455b,456a,456b sind zur kraft- und/oder formschlüssigen
Aufnahme der Isolierstege 480a,480b ausgebildet. Die nutartigen Aufnahmen 455a,455b,456a,456b
sind insbesondere geometrisch im Wesentlichen identisch ausgeformt.
[0093] Fig. 4 zeigt in der Querschnittsansicht ein horizontalen Türflügelrahmen 410a,410b
eines Schiebewandsystems 100.
[0094] Ein Türflügelelement 400a,400b,400c,400d umfasst wenigstens zwei horizontale Türrahmen
410a,410b wobei ein horizontaler Türrahmen 410a,410b ein erstes horizontales Rahmenprofil
420a und wenigstens ein zweites horizontales Rahmenprofil (420b) umfasst. Beide horizontalen
Rahmenprofile 420a,420b sind im Querschnitt im Wesentlichen rechteckig ausgebildet
und es sind jeweils zwei sich gegenüberliegende Schmalseiten 423a,424a,423b,424b und
zwei sich gegenüberliegenden Längsseiten 421a,422a, 421b,422b vorhanden.
[0095] Die beiden horizontalen Rahmenprofile 420a,420b sind durch wenigstens zwei Isolierstege
480a,480b miteinander beabstandet verbunden sind.
[0096] Das erste horizontale Rahmenprofil 420a oder/und das zweite horizontale Rahmenprofil
420b ist insbesondere aus einem Material gebildet ist, dass eine thermische Leitfähigkeit
von 75-235 W m
-1 K
-1 bei 20°C bestimmt nach DIN EN ISO 10456 und einen thermischen
[0097] Längenausdehnungskoeffizienten von 21-24*10
-6 K
-1 bei 20°C bestimmt nach DIN 51045 aufweist.
[0098] Das Verhältnis der thermischen Leitfähigkeit des ersten horizontalen Rahmenprofils
420a zur thermischen Leitfähigkeit des zweiten horizontalen Rahmenprofils 420b beträgt
bevorzugt zwischen 0.9:1-1.1:1, bevorzugt 0.95:1-1.05:1, insbesondere bevorzugt ca.1:1.
[0099] Das Verhältnis des thermischen Längsausdehnungskoeffizienten des ersten horizontalen
Rahmenprofils 420a zum thermischen Längsausdehnungskoeffizienten des zweiten horizontalen
Rahmenprofils 420b liegt bevorzugt zwischen 0.9:1-1.1:1, bevorzugt 0.95:1-1.05:1,
insbesondere bevorzugt ca.1:1.
[0100] Insbesondere beträgt das Verhältnis von thermischer Leitfähigkeit des ersten und/oder
zweiten horizontalen Profilrahmens 420a,420b zu der thermischen Leitfähigkeit des
ersten und/oder zweiten Isolierstegs 480a,480b zwischen 50:1-800:1, bevorzugt zwischen
75:1-750:1.
[0101] Der deckenseitige horizontale Türrahmen 410ab,410bb,410cb,410db umfass Mittel 434a,434b
zum Verbinden des horizontalen Türrahmens mit dem Rollenwagen (500). Die Mittel sind
insbesondere als Schulter 434a,434b ausgebildet an denen ein Befestigungselement des
Rollenwagens 500 untergreifen oder eingreifen kann.
[0102] Das erste horizontale Rahmenprofil 420a und bevorzugt auch das zweite horizontale
Rahmenprofil 420b weisen an wenigsten einer Schmalseite 423a,423b eine nutartige Aufnahme
auf.
[0103] Das erste horizontale Rahmenprofil 420a und das zweite horizontale Rahmenprofil 420b
weisen ferner jeweils wenigstens eine, bevorzugt wenigstens zwei, insbesondere bevorzugt
wenigstens drei nutartige Aufnahmen 425a,426a,427a,425b,452b,427b an wenigstens einer
der nach außen gerichteten Längsseiten 421a,422a, 421b,422b auf, wobei wenigstens
eine nutartige Aufnahme 425a,426a,425b,426b, bevorzugt wenigstens zwei nutartige Aufnahmen
425a,426a,425b,426b zur kraft- und/oder formschlüssigen Aufnahme von Isolierstegen
480a,480b ausgebildet sind.
[0104] Zwei der nutartigen Aufnahmen 425a,426a,425b,426b sind im Wesentlichen geometrisch
identisch ausgebildet.
[0105] Zwei der nutartigen Aufnahmen 425a,426a,425b,426b sind jeweils am distalen Ende der
nach außen gerichteten Längsseite 421a,422a, 421b,422b des horizontalen Rahmenprofils
420a,420b angeordnet.
[0106] Eine der Längsseiten 421a,422a, 421b,422b, des horizontalen Profils 420a,420b umfasst
einen zur Längsseite 421a,422a, 421b,422b fluchtenden Fortsatz 430, wobei am distalen
Ende des Fortsatzes 430 wenigstens eine nutartige Aufnahme 429, insbesondere zur Aufnahme
eines Dichtungsprofils ausgebildet ist.
[0107] Es ist des Weiteren bevorzugt, dass die Wandstärken der Längsseiten 421a,422a des
ersten horizontalen Rahmenprofiles 420a, des zweiten horizontalen Rahmenprofiles 420b
sowie des Fortsatzes 430 konstant sind, wobei es insbesondere bevorzugt ist, dass
das Verhältnis von Wandstärke des zweiten horizontalen Rahmenprofils 420b zur Wandstärke
des Fortsatzes 430 des zweiten horizontalen Rahmenprofils 420b zwischen 0.9:1-1.1:1,
bevorzugt 0.95:1-1.05:1, insbesondere bevorzugt ca.1:1 beträgt und des Weiteren bevorzugt
das Verhältnis von Wandstärke des ersten horizontalen Rahmenprofils 420a zur Wandstärke
des zweiten horizontalen Rahmenprofils 420b zwischen 0.9:1-1.1:1, bevorzugt 0.95:1-1.05:1,
insbesondere bevorzugt ca.1:1 beträgt.
[0108] Ferner ist es bevorzugt, dass das erste horizontale Rahmenprofil 420a ein Verhältnis
von Rahmenprofilhöhe (H
HR1) zu Rahmenprofilbreite (B
HR1) von 1.1:1-5:1, bevorzugt 2:1-4.5:1, insbesondere bevorzugt von 3:1-4:1, ganz besonders
bevorzugt ca. 3.67:1 aufweist. Es ist des Weiteren auch bevorzugt, dass das zweite
horizontale Rahmenprofil 420b ein Verhältnis von Rahmenprofilhöhe (H
HR2) zu Rahmenprofilbreite (B
HR2) von 1.1:1-5:1, bevorzugt 2:1-4:1, insbesondere bevorzugt von 2:1-3:1, ganz besonders
bevorzugt ca. 2.89:1 aufweist.
[0109] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung beträgt das Verhältnis
von Rahmenprofilhöhe (H
HR1) zu Rahmenprofilbreite (B
HR1) des ersten horizontalen Rahmenprofils (420a) zum Verhältnis von Rahmenprofilhöhe
(H
HR2) zu Rahmenprofilbreite (B
HR2) des zweiten horizontalen Rahmenprofils 420b zwischen 1.1:1-2:1, bevorzugt 1.1:1-1.5:1,
insbesondere bevorzugt ca. 1.27.
[0110] Das Verhältnis der Breite (B
HIS) der Isolierstege 480a,480b in einem horizontalen Türflügelrahmen 410 zur Breite
(B
HR1) des ersten horizontalen Rahmenprofils 420a beträgt bevorzugt zwischen 1:1-3:1, bevorzugt
1.5:1-2.5:1, insbesondere bevorzugt 1.75:1-2.25:1.
[0111] Ferner kann das erste horizontale Rahmenprofil 420a eine erste horizontale Sichthöhe
(H
HS1) und das zweite horizontale Rahmenprofil 420b eine zweite horizontale Sichthöhe (H
HS2) aufweisen, wobei das Verhältnis der Sichthöhen (H
HS1): (H
HS2) zwischen 1:1-1:2, bevorzugt 1:1-1:1.5 beträgt.
[0112] Auch ist es bevorzugt, dass das Verhältnis der horizontalen Sichtbreite (B
HS) eines horizontalen Türflügelrahmens 410 zur horizontalen Sichthöhe (H
HS2) des zweiten horizontalen Rahmenprofils 420b 1:1-1:3, bevorzugt 1:1-1:2, insbesondere
bevorzugt 1:1.5-1:2 beträgt
[0113] Wie aus Fig. 4 auch zu erkennen ist, ist das erste horizontale Rahmenprofil 420a
und das zweite Rahmenprofil 420b bis auf den Fortsatz 430 des zweiten Rahmenprofils
420b im Querschnitt im Wesentlichen geometrisch identisch ausgebildet sind.
[0114] Die nutartigen Aufnahmen 427a,427b sind insbesondere zur Führung und Gleitlagerung
eines Führungsmittels 808,809
[0115] Ferner ist aus Fig. 4 in Verbindung mit Fig. 2 ist ersichtlich dass in ein horizontales
Rahmenprofil 420 wenigstens eine Bürste 490 zur Abdichtung des horizontalen Spalts
zwischen dem Türflügelelement 400 und der Laufschiene 300 oder dem Gebäudeboden 101
aufnehmbar ist, wobei innerhalb des horizontalen Rahmenprofils 420 Mittel zur vertikalen
Verstellung der Bürste im Rahmenprofil vorgesehen sind, wobei die Mittel zur vertikalen
Verstellung der Bürste 490 im horizontalen Rahmenprofil 420 umfassen:
o ein Bürstenprofil 491, in welches die Bürste 490 aufgenommen ist, und
o eine im Wesentlichen U-förmige Aufnahme 432 im horizontalen Rahmenprofil 420, in
welche das Bürstenprofil 491 in der Vertikalen verstell- und/oder verrastbar aufgenommen
ist.
[0116] Die horizontalen und/oder vertikalen Rahmenprofile 420,440 weisen insbesondere im
Bereich der Isolierstegaufnahmen 425,426,455,456 eine Oberflächenrauhigkeit Ra von
0,05 bis 1,0 µm, bevorzugt ca. 0,5 µm, gemessen nach DIN EN ISO 4287 und eine Innenflächenrillungen
im Wesentlichen parallel zu der Längserstreckung der Rahmenprofile 420,440 eines Türflügelelements
400 auf. Hierdurch wird ein Gleiten der Profile gegenüber dem Isoliersteg vereinfacht
um insbesondere thermische Spannungen und Ausdehnungen der Profile im Schiebetürsystem
100 auszugleichen.
[0117] Die horizontalen und/oder vertikalen Rahmenprofile 420,440 weisen bevorzugt jeweils
einen Elastizitätsmodul bei 20°C von 60 kN/mm2 bis 80 kN/mm2, bevorzugt ca. 70 kN/mm2,
nach EN ISO 6892-1:2009, einen Schubmodul bei 20°C von 10 bis 40 kN/mm2, bevorzugt
ca. 27 kN/mm2, nach DIN 53445 auf.
[0118] Die Isolierstege 480a,480b weisen bevorzugt einen Elastizitätsmodul bei 20°C von
2 kN/mm2 bis 4 kN/mm2, bevorzugt ca. 3 kN/mm2, nach ISO 527-1/-2, einen Schubmodul
bei 20°C von 0,5 kN/mm2 bis 1 kN/mm2, bevorzugt ca. 0,8 kN/mm2, nach DIN ISO 1827:2010-07.
Weiterhin weist die Oberfläche der Isolierstege 480a,480b, insbesondere im Aufnahmebereich
zu den Rahmenprofilen 420,440 eine Oberflächenrauhigkeit Ra von 0,01 bis 3 µm, bevorzugt
von 0,05 µm bis 2 µm nach DIN EN ISO 4287 auf.
[0119] Insbesondere ist es bevorzugt, dass die Flächenpressung zwischen den Isolierstegen
480a,480b und den Isolierstegaufnahmen 425,426,455,456 zwischen 120 - 200 N/mm
2 beträgt. Hierdurch wird zum einen eine hinreichend gute strukturelle Verbindung zwischen
den Isolierstegen 480a,480b bewirkt als auch noch ein Gleiten der Bauteile gegeneinander
zum Ausgleich von thermisch bedingten Spannungen und Materialausdehnungen erlaubt.
[0120] Fig. 5 zeigt einen Querschnitt durch die Drainageschiene 600 des Schiebewandsystems
100. Die Drainageschiene 600 kann optional zu dem Schiebewandsystem 100 vorhanden
sein. Grundsätzlich ist es möglich, das Schiebewandsystem 100 auch ohne Drainageschiene
600 auszuführen.
[0121] Bevorzugt weist das horizontale Schiebewandsystem 100 somit eine in den Gebäudeboden
101 eingelassene Drainageschiene 600 auf, welche im Wesentlichen fluchtend unterhalb
des Verfahrweges eines Türflügelelements 400 angeordnet ist. Die Drainageschiene 600
umfasst ein erstes Drainageprofil 610 und wenigstens ein zweites Drainageprofil 620
sowie einen ersten Isoliersteg 480a und wenigstens einen zweiten Isoliersteg 480b,
wobei das erste Drainageprofil 610 und das zweite Drainageprofil 620 durch den ersten
Isoliersteg 480c1 und zweiten Isoliersteg 480c2 voneinander beabstandet fixiert sind.
[0122] Bevorzugt ist die Drainageschiene 600 im Wesentlichen flächenbündig zum Gebäudeboden
101 ausgebildet.
[0123] Wie in Fig. 5 gut zu erkennen ist, sind das erste Drainageprofil 610 und das zweite
Drainageprofil 620 im Querschnitt im Wesentlichen rechteckig ausgebildet.
[0124] Das erste Drainageprofil 610 oder/und das zweite Drainageprofil 620 sind aus einem
Material gebildet ist, dass eine thermische Leitfähigkeit von 75-235 W m
-1 K
-1 bei 20°C bestimmt nach DIN EN ISO 10456 und einen thermischen Längenausdehnungskoeffizienten
von 21-24*10
-6 K
-1 bei 20°C bestimmt nach DIN 51045 aufweist. Wenigsten ein, bevorzugt jeder Isoliersteg
480c1,480c2 ist aus einem Material geformt ist, dass eine thermische Leitfähigkeit
von 0.02-0.1 W m
-1 K
-1 bei 20°C bestimmt nach DIN EN ISO 22007 und einen thermischen Längenausdehnungskoeffizienten
von 40-300*10
-6 K
-1 bei 20°C bestimmt nach DIN 51045 aufweist.
[0125] Bevorzugt ist das erste Drainageprofil 610 und das zweite Drainageprofil 620 geometrisch
identisch ausgebildet sind. In diesem Zusammenhang ist es ferner vorteilhaft, dass
das Verhältnis der thermischen Leitfähigkeit des ersten Drainageprofils 610 zur thermischen
Leitfähigkeit des zweiten Drainageprofils 620 zwischen 0.9:1-1.1:1, bevorzugt 0.95:1-1.05:1,
insbesondere bevorzugt ca.1:1 beträgt.
[0126] Wie sich aus einer Zusammenschau von Fig. 1 und Fig. 5 erkennen lässt, umfasst ein
Türflügelelement 400 wenigstens zwei vertikale Türrahmen 440a,440b und wenigstens
zwei horizontale Türrahmen 410a,410b, wobei die beiden vertikalen Rahmenprofile 450a,450b
eines vertikalen Türrahmens 440a,440b durch wenigstens zwei Isolierstege 480a,480b
mit einer im Wesentlichen identischen Breite B
VIS miteinander beabstandet verbunden sind (vergl. Fig. 3) und die beiden horizontalen
Rahmenprofile 420a,420b eines horizontalen Türrahmens 410a,410b durch wenigstens zwei
Isolierstege 480a,480b mit einer im Wesentlichen identischen Breite B
HIS miteinander beabstandet verbunden sind (vergl. Fig. 4), und die Drainageprofile 610,620
der Drainageschiene (600) durch wenigstens zwei Isolierstege 480c1,480c2 mit einer
im Wesentlichen identischen Breite B
DIS miteinander beabstandet verbunden sind, wobei des Weiteren B
VIS=B
HIS=B
DIS gilt.
[0127] Ferner ist ersichtlich, dass ein Türflügelelement 400 wenigstens zwei vertikale Türrahmen
440a,440b und wenigstens zwei horizontale Türrahmen 410a,410b umfasst, wobei die beiden
vertikalen Rahmenprofile 450a,450b eines vertikalen Türrahmens 440a,440b durch wenigstens
zwei Isolierstege 480a,480b miteinander beabstandet verbunden sind (vergl. Fig. 3)
und die beiden horizontalen Rahmenprofile 420a,420b eines horizontalen Türrahmens
410a,410b durch wenigstens zwei Isolierstege 480a,480b miteinander beabstandet verbunden
sind (vergl. Fig. 4), wobei wenigstens einer der Isolierstege 480a,480b,480c1,480c2
in einem vertikalen Türrahmen 440a,440b, einem horizontalen Türrahmen 410a,410b und
der Drainageschiene 600 geometrisch im Wesentlichen identisch ausgebildet ist.
[0128] Es ist auch bevorzugt, dass das Türflügelelement 400 wenigstens zwei vertikale Türrahmen
440a,440b und wenigstens zwei horizontale Türrahmen 410a,410b umfasst, wobei die beiden
vertikalen Rahmenprofile 450a,450b eines vertikalen Türrahmens 440a,440b durch wenigstens
zwei Isolierstege 480a,480b miteinander beabstandet verbunden sind (vergl. Fig. 3)
und die beiden horizontalen Rahmenprofile 420a,420b eines horizontalen Türrahmens
410a,410b durch wenigstens zwei Isolierstege 480a,480b miteinander beabstandet verbunden
sind (vergl. Fig. 4), wobei wenigstens einer, bevorzugt alle der Isolierstege 480a,480b,480c1,480c2
in einem vertikalen Türrahmen 440a,440b, einem horizontalen Türrahmen 410a,410b und
der Drainageschiene 600 werkstofflich im Wesentlichen identisch ausgebildet sind.
[0129] In einer weiteren, bevorzugten Ausführungsform der Erfindung umfasst das Türflügelelement
400 wenigstens zwei vertikale Türrahmen 440a,440b und wenigstens zwei horizontale
Türrahmen 410a,410b, wobei die beiden vertikalen Rahmenprofile 450a,450b eines vertikalen
Türrahmens 440a,440b eine im Wesentlichen identische Breite B
VR1 aufweisen (vergl. Fig. 3) und die beiden horizontalen Rahmenprofile 420a,420b eines
horizontalen Türrahmens 410a,410b eine im Wesentlichen identische Breite B
HR1 aufweisen (vergl. Fig.4) und die Drainageprofile 610,620 der Drainageschiene 600
eine im Wesentlichen identische Breite B
DP1 aufweisen, wobei des weiteren B
VR1 B
HR1= B
DP1 gilt.
[0130] Schließlich ist es auch bevorzugt, um die thermische Trennung im Bodenbereich weiter
zu bessern, dass das Türflügelelement 400 ein horizontales Rahmenprofil 420 umfasst,
in welches wenigstens eine Bürste 490 zur Abdichtung des horizontalen Spalts zwischen
dem Türflügelelement 400 und dem Gebäudeboden 101 aufgenommen ist, wobei innerhalb
des horizontalen Rahmenprofils 420 Mittel zur vertikalen Verstellung der Bürste im
Rahmenprofil vorgesehen sind.
[0131] Wie aus Fig. 5 weiter ersichtlich, kann das im Wesentlichen rechteckförmige Profil
im Inneren Verbindungsstege zwischen den Längsseiten aufweisen, welche bevorzugt einstückig,
insbesondere monolithisch mit dem Profil ausgebildet sind. Hierdurch lässt sich zum
einen die strukturelle Stabilität eines Drainageprofils 610,620 erhöhen, zum anderen
kann durch die so gebildeten Kanäle innerhalb eines Drainageprofils 610,620 ein definiertes
Ableiten von Drainagewasser erfolgen.
[0132] Zum Ableiten des Drainagewassers weist der obere Isoliersteg 480c1 wenigstens eine
Öffnung 481 auf, durch die Drainagewasser in die Drainageschiene 600 einfließen kann.
Zum kontrollierten Abfluss des Drainagewassers ist in wenigstens einem der Drainageprofile
610,620 wenigstens eine Öffnung 612 vorgesehen, welche das Innere der Drainageschiene
mit dem Inneren eines Drainageprofils 610,620 verbindet. Es kann ferner wenigstens
eine weitere Öffnung 611 an der nach außen gerichteten Seite des Drainageprofils 610,620
angeordnet sein, wenn das Abführen des Drainagewassers außerhalb des Drainageprofils
610,620 erfolgen soll.
[0133] Die Drainageprofile 610,620 weisen an ihren zugewandten Seiten jeweils eine Schulter
614,624 auf. Diese Schultern 614,624 dienen zur Befestigung insbesondere einer ortsfesten
Drehlagerung für einen Dreh-Schiebeflügel 400b. Hierzu kann insbesondere ein Befestigungselement
in die Drainageschiene 600 eingeschoben werden, welches auf den Schultern 614,624
aufliegt oder diese zumindest teilweise umschließt. In diese Aufnahme wird dann die
ortsfeste Drehlagerung ausgebildet, beispielsweise durch eine Hülse, in der der Bolzen
804 der Dreh-Schiebeflügeltür 400b lagernd, drehbar geführt ist.
[0134] Der obere Isoliersteg 480c1 weist auf der der Gebäudedecke 201 zugewandten Seite
eine kanalartig, im Wesentlichen U-förmig ausgebildete Oberflächenkontur auf, wodurch
das Drainagewasser gesammelt und kontrolliert den Öffnungen 481 zur kontrollierten
Ableitung zugeleitet wird.
[0135] An oder in einer Seitenwand des Drainageprofils 610,620 sind nutartige Aufnahmen
615,625 zur Aufnahme wenigstens eines Isolierstegs vorgesehen. Die Nutartigen Aufnahmen
sind insbesondere wie in Fig. 7 gezeigt ausgebildet, so dass auf die entsprechende
Beschreibung verwiesen wird.
[0136] Die Drainageprofile 610,620 weisen deckenseitig ferner Aufnahmen 613,623 auf, in
die ein Abdeckprofil 627 form-/ und/oder kraftschlüssig fixiert werden kann. Das Abdeckprofil
627 kann insbesondere L-förmig ausgebildet sein, wobei zu Abdeckung bevorzugt jeweils
ein Abdeckprofil 627 in die Aufnahme 613 und 623 positioniert ist. Dies ist in Fig.
5 beim rechten Drainageprofil 610 angedeutet. Das Abdeckprofil 627 erlaubt insbesondere
einen ästhetisch ansprechenden Bodenabschluss der Drainageschiene 600.
[0137] Die Drainageprofile 610,620 weisen insbesondere im Bereich der Isolierstegaufnahmen
625,626,615,616 eine Oberflächenrauhigkeit Ra von 0,05 bis 1,0 µm, bevorzugt ca. 0,5
µm, gemessen nach DIN EN ISO 4287 und eine Innenflächenrillungen im Wesentlichen parallel
zu der Längserstreckung der Drainageprofile 610,620 auf. Hierdurch wird ein Gleiten
der Profile gegenüber dem Isoliersteg vereinfacht um insbesondere thermische Spannungen
und Ausdehnungen der Profile im Schiebetürsystem 100 auszugleichen.
[0138] Die Drainageprofile 610,620 weisen bevorzugt jeweils einen Elastizitätsmodul bei
20°C von 60 kN/mm2 bis 80 kN/mm2, bevorzugt ca. 70 kN/mm2, nach EN ISO 6892-1:2009,
einen Schubmodul bei 20°C von 10 bis 40 kN/mm2, bevorzugt ca. 27 kN/mm2, nach DIN
53445 auf.
[0139] Die Isolierstege 480c1,480c2 weisen bevorzugt einen Elastizitätsmodul bei 20°C von
2 kN/mm2 bis 4 kN/mm2, bevorzugt ca. 3 kN/mm2, nach ISO 527-1/-2, einen Schubmodul
bei 20°C von 0,5 kN/mm2 bis 1 kN/mm2, bevorzugt ca. 0,8 kN/mm2, nach DIN ISO 1827:2010-07.
Weiterhin weist die Oberfläche der Isolierstege 480c1,480c2, insbesondere im Aufnahmebereich
zu den Drainageprofilen 610,620 eine Oberflächenrauhigkeit Ra von 0,01 bis 3 µm, bevorzugt
von 0,05 µm bis 2 µm nach DIN EN ISO 4287 auf.
[0140] Fig. 6 zeigt eine Detailansicht einer in einem Türflügelelement 400 ausgebildeten
nutartigen Aufnahme 455a,455b,456a,456b für einen Isoliersteg 480a,480b.
[0141] Die nutartigen Aufnahmen 455a,455b,456a,456b sind im Wesentlichen U-förmig ausgebildet,
mit einem ersten freien Schenkel 701, einem zweiten freien Schenkel 702 und einer
Grundseite 703 von der ausgehend die freien Schenkel 701,702 abragen. Die sich gegenüberliegenden
Flächen der freien Schenkel 701,702 der U-förmigen nutartigen Aufnahme 455a,455b,456a,456b
sind in einem Winkel β1 und β2 zwischen 25°-85°, bevorzugt 45°-75°, ganz besonders
bevorzugt 50°-75° gegenüber der Grundseite 703 der nutartigen Aufnahme 455a,455b,456a,456b
aufeinander zugewandt angestellt. Ganz besonders bevorzugt ist es, dass der Winkel
β1 zwischen 50°-60° und der Winkel β2 zwischen 60°-80° beträgt.
[0142] Es ist ferner zu bevorzugen, wie es auch aus Fig. 6 ersichtlich ist, dass die freien
Schenkel 701,702 der U-förmigen nutartigen Aufnahme 455a,455b,456a,456b aus der Längsseite
452a herausstehen und die Grundseite 703 der nutartigen Aufnahme 455a,455b,456a,456b
mit der Längsseite 452a fluchtend ausgebildet ist.
[0143] Die Grundseite der nutartigen Aufnahme 455a,455b,456a,456b weist eine Breite B
AGS und einen Öffnungsabschnitt mit einer Breite B
AOF auf, wobei das Verhältnis von B
AGS zu B
AOF zwischen 2.5:1-1.5:1, bevorzugt 2:1-1.5:1 beträgt.
[0144] Der erste freie Schenkel 701 weist eine Höhe H
AS1 und der zweite freie Schenkel eine Höhe von H
AS2 auf, wobei das Verhältnis von H
AS1 zu H
AS2 zwischen 1.1:1-2:1, bevorzugt 1.25:1-1.75:1 beträgt.
[0145] Der erste freie Schenkel 701 besitzt an seinem Fuß eine Breite B
AF1 und am Kopf eine Breite B
AK1, wobei das Verhältnis von B
AF1 zu B
AK1 zwischen 0.8:1-1.2:1 beträgt
[0146] Der zweite freie Schenkel 702 besitzt an seinem Fuß eine Breite B
AF2 und am Kopf eine Breite B
AK2, wobei das Verhältnis von B
AF2 zu B
AK2 zwischen 2:1-1.4:1, bevorzugt 2.25:1-3:1 beträgt.
[0147] Die Längsseite 452a des Profils 450 weist eine Stärke von S
HR2a auf, wobei das Verhältnis der Stärke S
HR2a zur Breite B
AF2 des zweiten freien Schenkels 702 zwischen 1.25:1-2:1, bevorzugt 1.25:1-1.75:1 beträgt.
[0148] Die nutartigen Aufnahme 455a,455b,456a,456b erstreckt sich bevorzugt über die gesamte
Länge eines Profils.
[0149] Besonders bevorzugt ist es, dass alle nutartigen Aufnahmen 455a,455b,456a,456b,425a,425b,426a,426b
zur Aufnahme von Isolierstegen 480a,480b in vertikalen und horizontalen Türflügelrahmen
410,440 innerhalb des Schiebewandsystems 100 im Wesentlichen identisch ausgebildet
sind.
[0150] Ferner ist es bevorzugt, dass, dass alle nutartigen Aufnahmen 455a,455b,456a,456b,425a,425b,426a,426b
zur Aufnahme von Isolierstegen 480a,480b in vertikalen und horizontalen Türflügelrahmen
410,440 sowie alle nutartigen Aufnahmen 615a,615b,616a,616b zur Aufnahme von Isolierstegen
480a,480b in einer Drainageschiene 600 innerhalb des Schiebewandsystems 100 im Wesentlichen
identisch ausgebildet sind.
[0151] Fig. 7 zeigt eine Funktionsskizze einer Verrieglung für eine aus Fig. 1 bekannte
Schiebeschwenktür 400b im Verschiebezustand. Die Deckenführung 200 ist an einer Gebäudedecke
201 fixiert. Das Türflügelelement 400b, in welchem die nachfolgen näher erläuterte
Verrieglung aufgenommen ist, ist in der Deckenführung 200 verschiebbar und schwenkbar
angeordnet und als Dreh-Schiebeflügel 400b ausgebildet. Der Dreh-Schiebeflügel 400b
umfasst eine Drehflügeltür 401 (vergl. auch Fig. 1) welche schwenkbar an dem horizontalen
Rahmenprofil 410bb und/oder vertikalen Rahmenprofil 440ba des Dreh-Schiebeflügels
400b angeordnet ist.
[0152] Der Dreh-Schiebeflügel 400b umfasst ferner eine Verrieglungshandhabe 800, welche
zwischen einer ersten Verrieglungsstellung und einer zweiten Verrieglungsstellung
drehbar ausgeführt ist. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Verrieglungshandhabe
800 als um 180° drehbarer Griff ausgestaltet, der zwischen einer zum Gebäudeboden
101 zeigenden Position in eine zur Gebäudeecke 201 gerichteten Position verschwenkbar
ist. Die zwei Verrieglungszustände sind in Fig.7 und Fig. 8 gezeigt, wobei Fig.7 den
Verschiebezustand und Fig. 8 den Schwenkzustand des Dreh-Schiebeflügels 400b zeigt.
[0153] Mit der Verrieglungshandhabe 800 ist eine erste getriebliche Anordnung 810 (nicht
sichtbar) gekoppelt, wobei die erste getriebliche Anordnung 810 die Drehbewegung der
Verrieglungshandhabe 800 in eine vertikale, translatorische Bewegung einer ersten
Verrieglungsstange 801 und einer zweiten Verrieglungsstange 802 wandelt.
[0154] Die zweite getriebliche Anordnung 820 ist mit wenigstens einer der Verrieglungsstangen
801,802 gekoppelt ist, so dass die vertikale translatorische Bewegung einer der Verrieglungsstangen
801,802 in eine horizontale Bewegung einer dritten Verrieglungsstange 803 gewandelt
wird. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist die zweite Verrieglungsstange 802 mit der
zweiten getrieblichen Anordnung 820 gekoppelt.
[0155] Die zweite Verrieglungsstange 802 weist an ihrem deckenseitigen, distalen Ende einen
Verrieglungsbolzen 805 auf, welcher in der ersten Verrieglungsstellung der Verrieglungshandhabe
800 in eine ortsfeste Drehlagerung eingreift. Dieser Zustand ist in Fig. 8 gezeigt.
Die ortsfeste Drehlagerung kann in der Deckenführung 200 und/oder der Gebäudedecke
ausgebildet sein.
[0156] Die erste Verrieglungsstange 801 weist ebenfalls an ihrem bodenseitigen Ende einen
Verrieglungsbolzen 805 auf, welcher in der ersten Verrieglungsstellung der Verrieglungshandhabe
800 in eine bodenseitige ortsfeste Drehlagerung eingreift, so dass eine Drehbewegung
des Drehschiebeflügels 400b um die Verrieglungsstangen 801,802 bewirkbar und ein Verschieben
des Türflügelelements 400b verhindert ist (vergl. Fig.8). In der zweiten Verrieglungsstellung
der Verrieglungshandhabe 800 ist eine Drehbewegung des Drehschiebeflügels 400b um
die Verrieglungsstangen 801,802 verhindert und ein Verschieben des Türflügelelements
400b ermöglicht, was in Fig. 7 gezeigt ist.
[0157] Die bodenseitige ortsfeste Drehlagerung kann insbesondere auch in einer Drainageschiene
600 angeordnet sein. Hierzu kann es vorgesehen sein, eine Lagerhülse, in die der Verrieglungsbolzen
805 eingreift, an und/oder in der Drainageschiene 600 anzuordnen. Hierzu kann eine
entsprechende Öffnung in einem Isoliersteg 480c vorgesehen sein, in die die Lagerhülse
eingesetzt und ortsfest fixiert ist. Durch diese auch in der bodenseitigen Drehlagerung
sich fortsetzende thermische Trennung, kann die Isolierwirkung des Schiebewandsystems
weiter verbessert werden.
[0158] Wie anhand von Fig.7 und Fig. 8 gut erkennbar, sind die erste Verrieglungsstange
801 und die zweite Verrieglungsstange 802 fluchtend auf einer gemeinsamen vertikalen
Achse angeordnet.
[0159] Die dritte Verrieglungsstange 803 weist ein Kopplungsmittel 806 auf, welches in der
zweiten Verrieglungsstellung der Verrieglungshandhabe 800 mit einem korrespondierenden
Kopplungsmittel 807 der Drehflügeltür 401 in Eingriff steht, so dass eine Drehbewegung
des Drehschiebeflügels 400b um die Verrieglungsstangen 801,802 verhindert ist, jedoch
ein Verschieben des Türflügelelements 400b ermöglicht ist (vergl. Fig.7).
[0160] Die zweite getriebliche Anordnung 820 umfasst wenigstens einen ersten Hebel 821 und
einen zweiten Hebel 822, wobei der erste Hebel 821 an der zweiten Verrieglungsstange
802 angelenkt gelagert ist und an dem zweiten Hebel 822 angelenkt gelagert ist, wobei
der zweite Hebel 822 verschiebbar im horizontalen Türflügelrahmen 410bb des Türflügels
400b aufgenommen ist. Der zweite Hebel 822 ist mit der Verrieglungsstange 803, beispielsweise
mittels einer Schraub- und/oder Rastverbindung gekoppelt.
[0161] Die dritte Verrieglungsstange 803 ist im horizontalen Türflügelrahmen 410bb verschiebbar
geführt. Hierzu ist die Verrieglungsstange 803 mit zwei Gleitelementen 823,824 gekoppelt,
welche verschiebbar im horizontalen Türflügelrahmen 410bb des Türflügels 400b aufgenommen
sind. D.h. die Verrieglungsstange 803 kontaktiert die Profile des horizontalen Türrahmens
ausschließlich über die Gleitelemente 823,824, um hierdurch insbesondere eine gute
thermische Trennung zwischen der Innen- und der Außenseite des horizontalen Rahmenprofils
zu gewährleisten. Hierzu weist ein Gleitelement 823,824 eine thermische Wärmeleitfähigkeit
von 0.1-2 W m-1 K-1, bevorzugt 0.1-1.5 W m-1 K-1, insbesondere bevorzugt 0.1-1 W m-1
K-1 bei 20°C bestimmt nach DIN 52612 und einen thermischen Längsausdehnungskoeffizienten
von 0.1-2, bevorzugt 0.5-1.5, insbesondere bevorzugt 0.5-1.0*10-6 K- 1 bei 20°C gemessen
nach ISO 11359 auf.
[0162] Die Gleitelemente 823,824 sind insbesondere in den nutartigen Aufnahmen 427a,427b
des horizontalen Türflügelprofils 410bb geführt
[0163] Die dritte Verrieglungsstange 803 besitzt ferner ein Kopplungsmittel 806, welches
eine nutartige Aufnahme umfasst, in welche ein korrespondierendes Kopplungsmittel
der Drehflügeltür 401 formschlüssig in Eingriff gebracht werden kann.
[0164] Die in Fig. 7 und Fig. 8 gezeigte Verrieglungshandhabe 800 ist auf einem vertikalen
Rahmen, bandseitig angeordnet.
[0165] Die erste Verrieglungsstange 801 und die zweite Verrieglungsstange 802 sind in wenigstens
einer Führung 808,809 vertikal geführt. Die Führung 808,809 ist innerhalb eines vertikalen
Rahmens 440bb des Türflügelelements 400b lösbar und verschiebbar angeordnet. Die Führung
808,809 kann innerhalb des vertikalen Rahmens 440bb kraft-/ und oder formschlüssig
fixierbar sein.
[0166] Um eine hinreichend gute thermische Trennung am vertikalen Rahmen 440bb zu gewährleisten,
weist eine Führung 808,809 eine thermische Wärmeleitfähigkeit von 0.1-2 W m-1 K-1,
bevorzugt 0.1-1.5 W m-1 K-1, insbesondere bevorzugt 0.1-1 W m-1 K-1 bei 20°C bestimmt
nach DIN 52612 und einen thermischen Längsausdehnungskoeffizienten von 0.1-2, bevorzugt
0.5-1.5, insbesondere bevorzugt 0.5-1.0*10-6 K- 1 bei 20°C gemessen nach ISO 11359
auf.
1. Horizontales Schiebewandsystem (100), umfassend eine Deckenführung (200) mit mindestens
einer Laufschiene (300) sowie mindestens ein Türflügelelement (400), welches mit einem
Rollenwagen (500) verbunden ist, welcher in der Deckenführung (200) verschiebbar angeordnet
ist,
• wobei das Türflügelelement (400) wenigstens zwei vertikale Türrahmen (440a,440b)
umfasst,
• Wobei wenigstens einer der vertikalen Türrahmen (440a,440b) ein erstes vertikales
Rahmenprofil (450a) und wenigstens ein zweites vertikales Rahmenprofil (450b) umfasst,
Wobei die beiden vertikalen Rahmenprofile (450a,450b) durch wenigstens zwei Isolierstege
(480a,480b) miteinander beabstandet verbunden sind,
• Wobei das Türflügelelement (400) wenigstens zwei horizontale Türrahmen (410a,410b)
umfasst
• Wobei wenigstens einer der horizontalen Türrahmen (410a,410b) ein erstes horizontales
Rahmenprofil (420a) und wenigstens ein zweites horizontales Rahmenprofil (420b)) umfasst,
Wobei die beiden horizontalen Rahmenprofile (420a,420b) durch wenigstens zwei Isolierstege
(480a,480b) miteinander beabstandet verbunden sind,
wobei an und/oder in den Rahmenprofilen (420a,420b,450a,450b) nutartige Aufnahmen
(455a,455b,456a,456b) angeordnet sind, welche im Wesentlichen U-förmig ausgebildet
sind, mit einem ersten freien Schenkel (701), einem zweiten freien Schenkel (702)
und einer Grundseite (703) von der ausgehend die freien Schenkel (701,702) abragen,
wobei die sich gegenüberliegenden Flächen der freien Schenkel (701,702) der U-förmigen
nutartigen Aufnahme (455a,455b,456a,456b) in einem Winkel β1 und β2 zwischen 25°-89°,
bevorzugt 45°-85°, ganz besonders bevorzugt 50°-80° gegenüber der Grundseite (703)
der nutartigen Aufnahme (455a,455b,456a,456b) aufeinander zugewandt angestellt sind.
2. Horizontales Schiebewandsystem (100), nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel β1 zwischen 50°-60° und der Winkel β2 zwischen 60°-80° beträgt.
3. Horizontales Schiebewandsystem (100), nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die freien Schenkel (701,702) der U-förmigen nutartigen Aufnahme (455a,455b,456a,456b)
aus der Längsseite (452a) eines Profils (420a,420b,450a,450b) herausstehen und die
Grundseite (703) der nutartigen Aufnahme (455a,455b,456a,456b) mit der Längsseite
(452a) fluchtend ausgebildet ist.
4. Horizontales Schiebewandsystem (100), nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundseite (703) der nutartigen Aufnahme (455a,455b,456a,456b) eine Breite BAGS und einen Öffnungsabschnitt mit einer Breite BAOF aufweist, wobei das Verhältnis von BAGS zu BAOF zwischen 2.5:1-1.5:1, bevorzugt 2:1-1.5:1 beträgt.
5. Horizontales Schiebewandsystem (100), nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der erste freie Schenkel (701) eine Höhe HAS1 und der zweite freie Schenkel (702) eine Höhe von HAS2 aufweist, wobei das Verhältnis von HAS1 zu HAS2 zwischen 1.1:1-2:1, bevorzugt 1.25:1-1.75:1 beträgt.
6. Horizontales Schiebewandsystem (100), nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite freie Schenkel (702) an seinem Fuß eine Breite BAF2 und am Kopf eine Breite BAK2 aufweist, wobei das Verhältnis von BAF2 zu BAK2 zwischen 2:1-1.4:1, bevorzugt 2.25:1-3:1 beträgt.
7. Horizontales Schiebewandsystem (100), nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsseite (452a) eines Rahmenprofils (420a,420b,450a,450b) eine Stärke von SHR2a aufweist, wobei das Verhältnis der Stärke SHR2a zur Breite BAF2 des zweiten freien Schenkels (702) zwischen 1.25:1-2:1, bevorzugt 1.25:1-1.75:1 beträgt.
8. Horizontales Schiebewandsystem (100), nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die nutartigen Aufnahme (455a,455b,456a,456b) sich bevorzugt über die gesamte Länge
eines Rahmenprofils (420a,420b,450a,450b) erstreckt.
9. Horizontales Schiebewandsystem (100), nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass alle nutartigen Aufnahmen (455a,455b,456a,456b,425a,425b,426a,426b) zur Aufnahme
von Isolierstegen (480a,480b) in vertikalen und horizontalen Türflügelrahmen (410,440)
innerhalb des Schiebewandsystems (100) im Wesentlichen identisch ausgebildet sind.
10. Horizontales Schiebewandsystem (100), nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass alle nutartigen Aufnahmen (455a,455b,456a,456b,425a,425b,426a,426b) zur Aufnahme
von Isolierstegen (480a,480b) in vertikalen und horizontalen Türflügelrahmen (410,440)
sowie alle nutartigen Aufnahmen (615a,615b,616a,616b) zur Aufnahme von Isolierstegen
(480c) in einer Drainageschiene (600) innerhalb des Schiebewandsystems (100) im Wesentlichen
identisch ausgebildet sind.
11. Horizontales Schiebewandsystem (100), nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die horizontalen und/oder vertikalen Rahmenprofile (420,440) insbesondere im Bereich
der Isolierstegaufnahmen (425,426,455,456) eine Oberflächenrauhigkeit Ra von 0,05
bis 1,0 µm, bevorzugt ca. 0,5 µm, und eine Innenflächenrillungen im Wesentlichen parallel
zu der Längserstreckung der Rahmenprofile (420,440) aufweisen.
12. Horizontales Schiebewandsystem (100), nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die horizontalen und/oder vertikalen Rahmenprofile (420,440) jeweils einen Elastizitätsmodul
von 60 kN/mm2 bis 80 kN/mm2, bevorzugt ca. 70 kN/mm2, und einen Schubmodul von 10
bis 40 kN/mm2, bevorzugt ca. 27 kN/mm2, aufweisen.
13. Horizontales Schiebewandsystem (100), nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolierstege (480a,480b) einen Elastizitätsmodul von 2 kN/mm2 bis 4 kN/mm2, bevorzugt
ca. 3 kN/mm2, nach ISO 527-1/-2 und einen Schubmodul von 0,5 kN/mm2 bis 1 kN/mm2,
bevorzugt ca. 0,8 kN/mm2 aufweisen.
14. Horizontales Schiebewandsystem (100), nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche der Isolierstege (480a,480b), insbesondere im Aufnahmebereich zu den
Rahmenprofilen (420,440) eine Oberflächenrauhigkeit Ra von 0,01 bis 3 µm, bevorzugt
von 0,05 µm bis 2 µm nach DIN EN ISO 4287 aufweist.
15. Horizontales Schiebewandsystem (100), nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Flächenpressung zwischen den Isolierstegen (480a,480b) und den Isolierstegaufnahmen
(425,426,455,456) zwischen 120 - 200 N/mm2 beträgt.