| (19) |
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(11) |
EP 3 034 768 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.05.2020 Patentblatt 2020/20 |
| (22) |
Anmeldetag: 12.12.2015 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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FENSTER ODER TÜR MIT EINER GLASFALZVERKLEBUNG
WINDOW OR DOOR WITH A GLAZING REBATE ADHESIVE
FENÊTRE OU PORTE COMPRENANT UN ADHÉSIF EN FEUILLURE DE VERRE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
16.12.2014 DE 102014118725
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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22.06.2016 Patentblatt 2016/25 |
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Patentinhaber: SCHÜCO International KG |
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33609 Bielefeld (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- HANKE, Carsten
33729 Bielefeld (DE)
- STIER, Helge
32051 Herford (DE)
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| (74) |
Vertreter: Specht, Peter et al |
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Loesenbeck - Specht - Dantz
Patent- und Rechtsanwälte
Am Zwinger 2 33602 Bielefeld 33602 Bielefeld (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A1- 2 685 043
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WO-A1-2010/020280
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Fenster oder eine Tür mit einer Glasfalzverklebung
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Glasfalzverklebungen sind aus dem Stand der Technik bekannt. So wird in der
EP 1 373 672 B1 wird ein Flügel für ein Fenster oder eine Tür offenbart, wobei im Bereich einer der
Falzfläche des Flügelrahmens zugewandten Deckscheibe der Isolierverglasung mit Abstand
vor der Falzfläche ein in Umfangsrichtung verlaufender Begrenzungssteg für die Klebstoffschicht
vorgesehen ist.
[0003] In der
EP 2 639 395 A1 werden ein Rahmenprofil sowie ein Flügel eines Fensters oder einer Tür und ein Verfahren
zu deren Herstellung beschrieben. Nach der
EP 2 639 395 A1 soll das Rahmenprofil für den Einbau von Isolierverglasungen mit unterschiedlichen
Verglasungsdicken geeignet sein. Dies wird dadurch erreicht, das auf dem Falzgrund
des Rahmenprofils eine Mehrzahl von quer zur Profilerstreckung beabstandet nebeneinander
angeordneten und sich längs der Profilerstreckung erstreckenden Stege oder Lippen
angeordnet ist, welche die Einbringung von Klebstoff begrenzen können, so dass nur
die jeweils benötigte Menge Klebstoff eingefüllt wird und sich die Klebstoffschicht
nur bis zu einer definierten Position im Falzgrund erstreckt. Erfindungsgemäß bleibt
dabei eine Scheibe einer Isolierverglasung von Klebstoff unbenetzt. Als Werkstoff
für die Stege oder Lippen ist ein er Werkstoff, wie z.B. ein Elastomer vorgesehen.
Das Rahmenprofil und die Stege oder Lippen sind nachträglich z.B. durch Extrudieren
auf das Rahmenprofil aufgebracht. In einer alternativen Ausführungsform können die
Stege oder Lippen auch materialeinheitlich mit dem Rahmenprofil hergestellt sein.
[0004] Nachteilig an den Lösung nach
EP 1 373 672 B1 bzw.
EP 2 639 395 A1 ist die vollumfängliche Verklebung der Isolierglasscheibe. Bei der Lösung nach
EP 2 639 395 A1 ist die Herstellung der Stege oder Lippen aus einem Elastomerwerkstoff in einem separaten
Herstellungsschritt aufwendig und damit teuer. Bei der Montage muss darüber hinaus
das Rahmenprofil für die zu montierenden Isolierverglasung zunächst vorbereitet werden.
Dies geschieht z.B. durch Herausschneiden überschüssiger Stege oder Lippen aus dem
Rahmenprofil und ist deshalb zeitintensiv und damit teuer. Um diesen Nachteil zu beheben,
wird in der
EP 2 685 043 A1 ein Flügel eines Fensters oder einer Tür und ein Verglasungsklotz sowie ein Verfahren
zu dessen Herstellung offenbart. Der Verglasungsklotz weist ein mit Kleber gefülltes
Klebstoffreservoir auf. Dadurch werden die Verglasung und der Rahmenfalz des Flügels
jeweils nur im Bereich der in den Rahmenfalz eingelegter Verglasungsklötze stoffschlüssig
miteinander verbunden. In einer alternativen Ausführungsform wird der Kleber nach
Montage der Verglasungsklötze in das Klebstoffreservoir eingebracht.
[0005] Durch den Einsatz von Verglasungsklötzen wird sichergestellt, dass die statischen
Lasten einer Verglasung optimal in einem Rahmen verteilt werden und dadurch die einwandfreie
Funktionsfähigkeit des Flügels beeinflusst bzw. sichergestellt wird. Dazu sind die
Verglasungsklötze jedoch im Falzgrund des Rahmenprofils auszurichten bzw. dessen Position
zu justieren. Dies geschieht üblicherweise in einem Iterationsprozess, der jedoch
dann nachteilig behindert wird, wenn der Kleber bereits aktiviert wurde.
[0006] Bei dem Füllen des Klebstoffreservoirs nach Montage des Verglasungsklotzes ergibt
sich das Problem einer möglichen Verschmutzung der vertikalen Rahmenprofilflächen,
wenn überschüssiger Kleber aus dem Reservoir heraustritt und durch die Montage einer
Glashalteleiste nach außen verdrängt wird.
[0007] Die
WO 2010/020280 A1 zeigt einen Gegenstand nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0008] Die Erfindung hat ausgehend von diesem Stand der Technik die Aufgabe, ein Fenster
oder eine Tür mit einer verbesserten Glasfalzverklebung zu schaffen.
[0009] Die vorliegende Erfindung löst dieses Problem durch den Gegenstand des Anspruchs
1.
[0010] Demnach weist das Glasfalzelement das Polster auf, das ganz oder teilweise aus einem
nachgiebigen Werkstoff hergestellt ist. Der Erfindung liegt also zunächst der Gedanke
zu Grunde, ein Glasfalzelement für eine Glasfalzverklebung zu schaffen, dass auf Grund
seiner nachgiebigen Eigenschaften keine andere Funktion übernimmt als in seinem montierten
Zustand im Zusammenspiel mit dem Glasfalz ein Klebstoffreservoir auszubilden, über
das die Glasfalzverklebung einer Verglasung erfolgt. Dabei kann die Verklebung bei
einer Festverglasung am Blendrahmen oder bei einem Fenster mit beweglichem Flügel
am Flügelrahmen ausgebildet werden.
[0011] Vorteilhaft wird durch die jedenfalls abschnittsweise am Polster ausgebildete Schale
in vorteilhafter Weise verhindert, dass überschüssiger Klebstoff aus dem Klebstoffreservoir
auf die glashalteleistenzugewandte Seite des Glasfalzes gelangt bzw. überschüssiger
Klebstoff in Richtung der Glashalteleiste durchfließen kann. Dies ist deshalb der
Fall, da der Konturzug der Schale so auf das Höhenniveau des Glasfalzes geführt ist,
dass die Schale den Grund des Glasfalzes bzw. das zugehörige Flügelrahmenprofil bzw.
das zugehörige Blendrahmenprofil in diesem Bereich kontaktiert und ein Durchfließen
von überschüssigen Klebstoff in dieser Richtung der Glashalteleiste dadurch verhindert.
[0012] Dadurch ist in vorteilhafter Weise gewährleistet, dass auch bei einer Überdosierung
von Klebstoff nach Einsetzen der Glashalteleiste das Flügelrahmenprofil bzw. das Blendrahmenprofil
in diesem Bereich frei von Verschmutzungen durch überschüssigen Klebstoff bleibt,
da durch das Einsetzen der Glashalteleiste in das Flügelrahmenprofil bzw. in das Blendrahmenprofil
kein überschüssiger Klebstoff verdrängt wird.
[0013] Darüber hinaus ist es erfindungsgemäß in vorteilhafter Weise vorgesehen, dass das
Glasfalzelement stets nach der endgültigen Verklotzung der Verglasung mit Verglasungsklötzen
in den Glasfalz eingesetzt wird, was aufgrund der nachgiebigen Auslegung des Werkstoffes
des Glasfalzelements ohne Weiteres möglich ist. Dadurch wird der Montagevorgang der
Verglasungsklötze nicht behindert.
[0014] Es ist möglich, dass die Schale im montierten Zustand des Glasfalzelementes auf der
glashalteleistenzugewandten Seite des Glasfalzes den Grund des Glasfalzes bzw. das
Flügelrahmenprofil bzw. das Blendrahmenprofil kontaktiert. Alternativ ist es aber
auch möglich, dass die Schale im montierten Zustand des Glasfalzelementes auf der
glashalteleistenabgewandten Seite der Schale den Grund des Glasfalzes nicht kontaktiert.
[0015] Weitere vorteilhafte Ausführungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
[0016] Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Gegenstandes sind in den Zeichnungen dargestellt
und werden im Folgenden näher beschrieben. Es zeigt:
- Figur 1:
- eine Vorderansicht eines Fensters oder einer Tür mit in den Glasfalz eingelegten Isolierleisten,
Verglasungsklötzen und erfindungsgemäßen Glasfalzelementen ;
- Figur 2a:
- eine Seitenansicht im Schnitt eines Flügelrahmenprofils, in dessen mit einer Klotzbrücke
versehenen Glasfalz eine Verglasung eingestellt wird;
- Figur 2b:
- eine Seitenansicht im Schnitt eines Flügelrahmenprofils, in dessen Glasfalz eine Verglasung
eingestellt ist, die mit einem Verglasungsklotz, der sich auf einer Klotzbrücke abstützt,
ausgerichtet und abgestützt wird;
- Figur 2c:
- eine Seitenansicht im Schnitt eines Flügelrahmenprofils, in dessen Glasfalz eine Verglasung
eingestellt ist, die mit einem Verglasungsklotz, der sich auf einer Klotzbrücke abstützt,
ausgerichtet und abgestützt ist;
- Figur 3:
- eine Seitenansicht im Schnitt eines Fenster oder einer Tür mit einem Blendrahmenprofil
und einem Flügelrahmenprofil, wobei in dem Glasfalz des Flügelrahmenprofils eine Verglasung
eingestellt ist, die mit einem Verglasungsklotz, der sich auf einer Klotzbrücke abstützt,
ausgerichtet und abgestützt ist und der Glasfalz mit einer Glashalteleiste verschlossen
ist;
- Figur 4:
- eine Seitenansicht im Schnitt eines Rahmenprofils mit einem erfindungsgemäßen Glasfalzelement
zur Aufnahme eines Klebstoffreservoirs;
- Figur 5a:
- eine räumliche Ansicht des erfindungsgemäßen Falzelements zur Aufnahme eines Klebstoffreservoirs
nach Fig. 4;
- Figur 5b:
- eine räumliche Ansicht einer Ausführungsvariante des erfindungsgemäßen Falzelements
zur Aufnahme eines Klebstoffreservoirs nach Fig. 4;
- Figur 5c
- eine Draufsicht des erfindungsgemäßen Falzelements zur Aufnahme eines Klebstoffreservoirs
nach Fig. 5a.
[0017] In Fig. 1 ist ein Fenster 1a dargestellt. Im Folgenden wird der Einfachheit halber
ein Fenster 1a beschrieben. Dabei kann er Begriff des Fensters aber durch den der
Tür ersetzt werden. Sinngemäß gilt die folgende Beschreibung aber auch für Türen.
[0018] Das Fenster 1a weist einen Blendrahmen 2a und einen Flügelrahmen 3a auf. Der Blendrahmen
2a ist aus hier auf Gehrung geschnittenen Abschnitten eines Blendrahmenprofils 4a
zusammengesetzt. Analog dazu ist der Flügelrahmen 3a ebenfalls aus hier auf Gehrung
geschnittenen Abschnitten eines Flügelrahmenprofils 5a zusammengesetzt. Bei einer
Tür wäre der Blendrahmen 2a ggf. nicht umfangsgeschlossen sondern an einer Seite offen.
[0019] Das Flügelrahmenprofil 5a weist einen Glasfalz 6a auf. Der umlaufende Glasfalz 6a
des Flügelrahmens 3a weist an seiner Vertikalseite und an seiner Horizontalseite jeweils
Verglasungsklötze 7 auf. Fig. 1 zeigt ferner schematisch Beschlagteile 8 wie Riegelstangen
oder Eckumlenkungen.
[0020] Zur Ausrichtung einer Verglasung (hier nicht dargestellt) und zur Abstützung bzw.
zur Aufnahme und Weiterleitung von Kräften, insbesondere der Gewichtskräfte der Verglasung,
sind deshalb die Verglasungsklötze 7 vorgesehen, die auf Grund ihrer Eigenschaften
für die Abstützung bzw. zur Aufnahme und Weiterleitung von statischen Kräften, insbesondere
den Gewichtskräften der Verglasung 9 geeignet sind.
[0021] In den Fig. 2a bis 2c ist der Einbauvorgang einer Verglasung 9 in ein Flügelrahmenprofil
5a dargestellt. Bei dem Flügelrahmenprofil 5a handelt es sich hier -rein beispielhaft-
um ein Flügelrahmenprofil 5a, das aus einem Kunststoffwerkstoff in einem Extrusionsverfahren
hergestellt ist.
[0022] Das Flügelrahmenprofil 5a weist eine Z-förmigen Querschnittsgeometrie auf, wobei
das "Z" um 90° gedreht ist. Das Flügelrahmenprofil 5a weist eine zentrale Hohlkammer
12 auf. Die zentrale Hohlkammer 12 weist ein Verstärkungsprofil 13a auf, mit dem das
Flächenträgheitsmoment bzw. das Flächenmoment 2. Ordnung des Flügelrahmenprofils 5a
erhöht wird, so dass durch das Verstärkungsprofil 13a das Flügelrahmenprofil 5a ausgesteift
wird. Das Verstärkungsprofil 13a ist bevorzugt aus einem Stahlwerkstoff durch einen
Umformprozess hergestellt. Das Flügelrahmenprofil 5a weist darüber hinaus weitere
Hohlkammern auf. Das Flügelrahmenprofil 5a weist ferner einen Glasfalz 6a auf.
[0023] Das Flügelrahmenteilprofil 5a weist einen auf der glasfalzzugewandten Seite des Flügelrahmenprofils
5a befindlichen, sich vertikal erstreckenden Ansatz 14 auf, dessen freies Ende eine
Nut 15 aufweist, in die ein Dichtungsprofil 16 eingesetzt ist. Das Dichtungsprofil
16 schmiegt sich im montierten Zustand eines Fensters 1a an die Verglasung 9 -hier
mit dreischeibigen Aufbau, in Fig. 2a vor seinem Einbau in den Glasfalz 6a dargestellt-
an und dichtet so den Glasfalz 6a gegen die Umgebung ab. Der Glasfalz 6a weist eine
Klotzbrücke 17 auf, die in einer Nut 44 des Flügelrahmenprofils 5a und durch eine
Klipsverbindung im Glasfalz 6a positioniert und gehalten ist. Das Flügelrahmenteilprofil
5a weist ferner einen auf der glasfalzabgewandten Seite des Flügelrahmenprofils 5a
befindlichen, vertikal erstreckenden Ansatz 18 auf, dessen freies Ende eine Nut 19
aufweist, in die ein Dichtungsprofil 20 eingesetzt ist.
[0024] In Fig. 2b ist dargestellt, wie der Verglasungsklotz 7 zur Ausrichtung der Verglasung
9 im Glasfalz 6a eingesetzt wird. Der Verglasungsklotz 7 wird zwischen die Klotzbrücke
17 und der Verglasung 9 positioniert, so dass sichergestellt ist, dass die Verglasung
9 allseitig mit ausreichendem Abstand vom Glasfalzgrund eingesetzt ist, der Einstand
der Verglasung 9 im Flügelrahmenprofil 5a so gewählt ist, dass eine Abdichtung der
Scheibenzwischenräume der Verglasung 9 und die Abstandsleisten der Verglasung jeweils
unterhalb des Dichtungsprofils 16 liegt und ein z.B. aus auf Gehrung geschnittenen
Abschnitten des Flügelrahmenprofils 5a aufgebauter Flügelrahmen 3a (hier nicht dargestellt)
mit eingebauter Verglasung 9 einwandfrei zu öffnen ist.
[0025] In Fig. 2c ist das Flügelrahmenprofil 5a mit eingesetzter Verglasung 9 und eingesetzten
Verglasungsklotz 7 dargestellt, auf dem sich die Verglasung 9 abstützt.
[0026] Der Einbau der Verglasungsklötze 7 geschieht üblicherweise in einem Iterationsprozess,
so dass der Montageschritt nach Fig. 2b ggf. mehrfach wiederholt wird, bis der Zustand,
wie in Fig. 2c dargestellt, endgültig erreicht wird. Dieser Montageprozess wird jedoch
dann nachteilig behindert, wenn eine Glasfalzverklebung nach dem Stand der Technik
im Bereich der Verglasungsklötze 7 vorgenommen werden soll und der dazu erforderliche
Klebstoff bereits aktiviert wurde. Bei dem Füllen eines Klebstoffreservoirs im Verglasungsklotz
7 nach Montage des Verglasungsklotzes 7 ergibt sich das Problem einer möglichen Verschmutzung
der vertikalen Flächen des Flügelrahmens 3a, wenn überschüssiger Klebstoff aus dem
Klebstoffreservoir des Verglasungsklotzes 7 heraustritt.
[0027] In Fig. 3 ist ein Fenster 1a im Schnitt dargestellt. Um Wiederholungen zu vermeiden,
werden im Folgenden nur Ergänzungen, Änderungen und Abweichungen zu der Beschreibung
der Figuren 2a bis 2c beschrieben.
[0028] Abweichend zu der Darstellung nach Fig. 2a bis Fig. 2c weist das Flügelrahmenprofil
5a hier eine Glashalteleiste 10a auf. Die Glashalteleiste 10a ist über einen Ansatz
26 in einer Nut 27 des Flügelrahmenprofils 5a verrastet. Die Glashalteleiste 10a weist
zwei Dichtlippen 28, 29 auf. Die Dichtlippen 28, 29 schmiegen sich an die hier dargestellte
Verglasung 9 an und dichten so den Glasfalz 6a gegen die Umgebung ab. Zwischen der
Klotzbrücke 17 und der Verglasung 9 ist ein Verglasungsklotz 7 angeordnet, auf den
sich die Verglasung 9 abstützt.
[0029] Bei dem Blendrahmenprofil 4a in Fig. 3 handelt es sich hier um ein Blendrahmenprofil
4a, das aus einem Kunststoffwerkstoff in einem Extrusionsverfahren hergestellt ist.
[0030] Das Blendrahmenprofil 4a weist eine zentrale Hohlkammer 21 auf. Die zentrale Hohlkammer
21 weist ein Verstärkungsprofil 13c auf, mit dem das Flächenträgheitsmoment bzw. das
Flächenmoment 2. Ordnung des Blendrahmenprofils 4a erhöht wird, so dass durch das
Verstärkungsprofil 13c das Blendrahmenprofil 4a ausgesteift wird. Das Blendrahmenprofil
4a weist darüber hinaus weitere Hohlkammern 22 auf. Das Blendrahmenprofil 4a weist
ferner einen Glasfalz 6c auf, der allerdings nur bei Fenstern 1a, 1b ohne Flügelrahmen
3a, 3b als Glasfalz 6c Verwendung findet.
[0031] Das Blendrahmenprofil 4a weist einen auf der glasfalzzugewandten Seite des Blendrahmenprofils
4a befindlichen, vertikal erstreckenden Ansatz 23 auf, dessen freies Ende eine Nut
24 aufweist, in die ein Dichtungsprofil 25 eingesetzt ist.
[0032] Das Blendrahmenprofil 4a und das Flügelrahmenprofil 5a bilden im geschlossenen Zustand
des Fensters 1a einen Falzbereich 11. In einem Falzbereich 11 ragt ein Dichtungsprofil
30, das in einer Nut 31 des Blendrahmenprofils 4a gehalten ist. Das Dichtungsprofil
30 dichtet den Falzbereich 11 gemeinsam mit dem Dichtungsprofil 20 und dem Dichtungsprofil
25 gegen die Umgebung ab. Das Dichtungsprofil 20 des Flügelrahmenprofils 5b und das
Dichtungsprofil 25 des Blendrahmenprofils 4a dichten den Falzbereich 11 gegen die
Umgebung ab.
[0033] Der Glasfalz 6c des Blendrahmenprofils 4a (hier nicht als Glasfalz 6c verwendet,
da ein Fenster mit einem Flügelrahmen 3a dargestellt ist, in den die Verglasung 9
eingesetzt ist,) weist hier zwei Ebenen I, II auf. Die beiden Ebenen I, II weisen
zwei unterschiedliche Höhenniveaus auf. Die Ebene I weist hier in Bezug auf den Glasfalzgrund
ein höheren Höhenniveau auf als die Ebene II, die hier auf der glashalteleistenzugewandten
Seite des Blendrahmenprofils 4a angeordnet ist. Die Ebene I weist die Nut 31 auf,
in die das Dichtungsprofil 30 eingesetzt ist.
[0034] In Fig 4 ist ein Flügelrahmenprofil 5b bzw. ein Blendrahmenprofil 4b dargestellt.
Das Flügelrahmenprofil 5b bzw. das Blendrahmenprofil 4b entspricht in seinem wesentlichen
konstruktiven Aufbau dem Blendrahmenprofil 4a nach Fig. 3. Um Wiederholungen zu vermeiden,
werden im Folgenden nur Ergänzungen, Änderungen und Abweichungen zu der Beschreibung
des Blendrahmenprofils 4a nach Fig. 3 beschrieben.
[0035] Ähnlich zum Blendrahmenprofil 4a nach Fig. 3 weist das Flügelrahmenprofil 5b bzw.
das Blendrahmenprofil 4b zwei Ebenen I, II mit unterschiedlichen Höhenniveaus auf.
Abweichend zu der Ausführungsvariante des Blendrahmenprofils 4a nach Fig. 3 ist die
Ebene II mit dem im Vergleich zu Ebene I in Bezug auf den Glasfalzgrund höheren Höhenniveau
auf der glashalteleistenzugewandten Seite des Flügelrahmenprofil 5d bzw. des Blendrahmenprofil
4b angeordnet.
[0036] Die Glashalteleiste 10b weist abweichend von der Glashalteleiste 10a nach Fig. 3
eine Nut 32 auf, in die ein Dichtungsprofil 33 eingesetzt ist.
[0037] Der Glasfalz 6b weist hier eine Bohrung mit kegelförmiger Senkung 34 auf, die von
einer Schraube 35 durchgriffen wird. Die Schraube 35 dient zur Fixierung des Verstärkungsprofils
13b, das hier eine U-förmige Querschnittsgeometrie aufweist und als Profil mit geschlossenem
Konturzug gestaltet ist. Das Verstärkungsprofil 13b ist bevorzugt aus einem Stahlwerkstoff
durch einen Umformprozess und einen Fügeprozess hergestellt.
[0038] Im Glasfalz 6b ist zwischen dem Flügelrahmenprofil 5b bzw. dem Blendrahmenprofil
4b und der Verglasung 9 ein Glasfalzelement 36 eingesetzt. Auf dem Umfang eines Flügelrahmens
3b bzw. eines Blendrahmens 2b (hier jeweils in Form des Flügelrahmenprofils 5b bzw.
des Blendrahmenprofils 4b dargestellt) können jeweils mehrere Glasfalzelemente 36
angeordnet sein. Das Glasfalzelement 36 weist -jedenfalls abschnittsweise- eine Schale
37 auf, die im Bereich der Verglasung 9 horizontal angeordnet ist und deshalb mit
der Verglasung 9 in Kontakt steht. Auf der glashalteleistenzugewandten Seite des Glasfalzes
6b ist der Konturzug der Schale 37 auf das Höhenniveau der Ebene II des Glasfalzes
6b geführt, so dass die Schale 37 den Grund des Glasfalzes 6b bzw. das Flügelrahmenprofil
5b bzw. das Blendrahmenprofil 4b in diesem Bereich kontaktiert. Auf der glashalteleistenabgewandten
Seite der Schale 37 erstreckt sich die Schale 37 über eine äußere Glasscheibe 38 der
Verglasung 9 hinaus und endet hier in einem zur Horizontalen um 90°, vorzugsweise
größer als 30° in Richtung Glasfalzgrund abgewinkelten freien Ende 39, dass den Grund
des Glasfalzes 6b nicht kontaktiert.
[0039] Das Flügelrahmenprofil 5b weist einen Glashaltesteg 47 auf, der im Wesentlichen parallel
zur Verglasung 9 bzw. parallel zur äußeren Glasscheibe 38 der Verglasung 9, einstückig
am Flügelrahmenprofil 5b auf der glasfalzzugewandten Seite des Ansatzes 23 des Flügelrahmenprofils
5b angesetzt ist. Die äußere Glasscheibe 38 der Verglasung 9 weist zum Glashaltesteg
47 einen Abstand a auf. Das freie Ende 39 der Schale 37 ragt um mindestens 25% des
Abstandes a zwischen dem Glashaltesteg 47 und der äußeren Glasscheibe 38 der Verglasung
9 - ein Durchfließen von Klebstoff zulassend - hinaus.
[0040] Die Schale 37 ist vorzugsweise aus einem Substrat hergestellt, vorzugsweise aus einem
Kunststoffwerkstoff hergestellt. Alternativ kann die Schale 37 auch aus einem metallischen
Werkstoff hergestellt sein.
[0041] Zwischen der Schale 37 und dem Grund des Glasfalzes 6b bzw. dem Flügelrahmenprofil
5b bzw. dem Blendrahmenprofil 4b weist das Glasfalzelement 36 ein Polster 40 auf.
Das Polster 40 ist vorzugsweise aus einem ganz oder teilweise nachgiebigen Werkstoff
hergestellt. Dieser Werkstoff ist weiter vorzugsweise elastisch oder teilelastisch.
Der Werkstoff weist weiter vorzugsweise eine schaumartige Struktur auf. Besonders
bevorzugt wird als Werkstoff geschäumtes Polyurethan verwendet. Das Polster 40 ist
mit der Schale 37 stoffschlüssig durch Kleben verbunden oder beispielsweise in einem
gemeinsamen Fertigungsprozess, wie z.B. einem Ko-Extrusionsprozess mit der Schale
37 hergestellt. In diesem Fall ist das Glasfalzelement 36 vorteilhafterweise aus einem
ko-extrudierten Profil hergestellt, das nach dem erfolgten Ko-Extrusionsprozess auf
die benötigte Länge für das Glasfalzelement 36 abgeschnitten wird. In einer weiteren
alternativen Ausführungsvariante des Glasfalzelements 36 ist die Schale 37 formschlüssig
mit dem Polster 40 verbunden. Die formschlüssige Verbindung kann in einer weiteren
alternativen Ausführungsvariante des Glasfalzelements 36 mit der stoffschlüssigen
Verbindung kombiniert sein.
[0042] Besonders vorteilhaft ist, dass das Polster 40 auf Grund seiner nachgiebigen Eigenschaften
sowie auf Grund seiner schaumartigen Struktur, die dementsprechend Hohlräume aufweist,
nicht dazu ausgelegt ist, in für die Statik des Fensters relevantem Maß Kräfte ohne
erhebliche Verformung des Polsters 40 aufzunehmen bzw. zu übertragen, so dass das
Glasfalzelement 36 insgesamt nicht dazu ausgelegt ist, die Gewichtskräfte der Verglasung
9 abzustützen bzw. weiterzuleiten.
[0043] Das Polster 40 des Glasfalzelementes 36 weist auf seiner dem Grund des Glasfalz 6b
zugewandten Seite mehrere Rippen 41 auf, die durch Aussparungen 42 beabstandet sind.
Die Aussparungen 42 nehmen bei einer Verformung des Polsters 40 durch die Verformung
verdrängten Polsterwerkstoff auf und verbessern so die auf Grund der schaumartigen
Struktur des Werkstoffs ohnehin hohe Elastizität des Polsters 40, so dass -wie in
Fig. 5a gezeigt- das Glasfalzelement 36 auch den Glasfalz 6b mit mehreren Ebenen I,
II mit unterschiedlichen Höhenniveaus eingesetzt werden kann, wobei die Schale 37
des Glasfalzelements 36 horizontal ausgerichtet ist, bzw. an der Verglasung 9 anliegt
bzw. diese in einem Flächenkontakt berührt.
[0044] In Fig. 5c ist gut erkennbar dargestellt, dass das Glasfalzelement 36 einen Durchbruch
43 aufweist. Der Durchbruch 43 bildet im montierten Zustand des Glasfalzelements 36
ein Klebstoffreservoir aus. In Fig. 7c ist gut erkennbar dargestellt, dass der Durchbruch
43 hier -rein beispielhaft- eine D-förmige Geometrie aufweist. Alternativ kann der
Durchbruch 43 auch eine andere geeignete Geometrie aufweisen. Die Breite b des Durchbruchs
43 beträgt mindestens 1% der Gesamtbreite B des Glasfalzelementes 36, vorzugsweise
ist die Breite b des Durchbruchs größer als 25% der Gesamtbreite B des Glasfalzelementes
36. Erfindungswesentlich ist, dass der Durchbruch 43 in Bezug auf die Schale 37 durch
die Schale 37 begrenzt wird, so dass im montierten Zustand des Glasfalzelementes 36
ein Klebstoffreservoir mit geschlossener äußerer Begrenzung geschaffen wird. Dadurch
wird gewährleistet, dass die benötigte Klebstoffmenge je Glasfalzelement 36 zur Verklebung
der Verglasung 9 (siehe Fig. 5a) mit dem Grund des Glasfalzes 6b bzw. dem Flügelrahmenprofil
5b bzw. dem Blendrahmenprofil 4b recht genau dosierbar ist. Bei einer Überdosierung
von Klebstoff können überschüssige Klebstoffmengen durch die Aussparungen 42 des Polsters
40 aufgenommen bzw. abgeleitet werden. Darüber hinaus kann der überschüssige Klebstoff
bei größerer Überdosierung auch auf der glashalteleistenabgewandten Seite des Glasfalzes
6b im Glasfalz 6b aufgenommen werden, da das um 90° in Richtung Glasfalzgrund abgewinkelte
Ende 39 der Schale 37 ein Einfließen oder Durchfließen von überschüssigen Klebstoff
auf die glashalteleistenabgewandten Seite des Glasfalzes 6b zulässt.
[0045] Ein Fließen von überschüssigen Klebstoff auf die glashalteleistenabgewandten Seite
des Glasfalzes 6b bzw. ein Durchfließen von überschüssigen Klebstoff in Richtung Glashalteleiste
10b wird die durch den Konturzug der Schale 37 verhindert, der auf das Höhenniveau
der Ebene II des Glasfalzes 6d geführt ist, so dass die Schale 37 den Grund des Glasfalzes
6b bzw. das Flügelrahmenprofil 5b bzw. das Blendrahmenprofil 4b in einem Bereich in
Bezug auf eine Strömungsrichtung in Richtung der Glashalteleiste 10b hinter der Verglasung
den Grund des Glasfalzes 6b kontaktiert und ein Durchfließen von überschüssigen Klebstoff
in Richtung der Glashalteleiste 10b dadurch verhindert. Dadurch ist gewährleistet,
dass auch bei einer Überdosierung von Klebstoff nach Einsetzen der Glashalteleiste
10b das Flügelrahmenprofil 5b bzw. das Blendrahmenprofil 4b frei von Verschmutzungen
durch überschüssigen Klebstoff bleibt, da durch das Einsetzen der Glashalteleiste
10b in das Flügelrahmenprofil 5b bzw. in das Blendrahmenprofil 4b kein überschüssiger
Klebstoff verdrängt wird.
[0046] Darüber hinaus ist es vorzugsweise vorteilhaft vorgesehen, dass das Glasfalzelement
36 stets nach der endgültigen Verklotzung der Verglasung mit Verglasungsklötzen 7
in den Glasfalz 6b eingesetzt wird, was auf Grund der Elastizität des Glasfalzelements
36 ohne weiteres möglich ist. Dadurch wird der Montagevorgang der Verglasungsklötze
7 nicht behindert.
[0047] Die Befüllung des durch den Durchbruch 43 im Zusammenspiel mit dem Grund des Glasfalzes
6b gebildeten Klebstoffreservoirs mit Klebstoff erfolgt entweder während des Montagevorgangs
des Glasfalzelementes 36 direkt oder nach erfolgten Montagevorgangs des Glasfalzelementes
36 durch eine Öffnung 45 in der Schale 37, hier - rein beispielhaft- mit einem kreisförmigen
Querschnitt ausgeführt, die in einen Kanal 46 mündet, der im Polster 40 verläuft und
in dem Durchbruch 43 mündet, wobei die Öffnung 45 bei Bedarf z.B. mit einem dafür
vorgesehenen Stopfen (nicht dargestellt) verschließbar ist. Alternativ kann die Öffnung
45 auch andere Querschnittsgeometrien als kreisförmig aufweisen.
[0048] In einer alternativen Ausführung des Glasfalzelements 36 nach Fig. 5b weist das Glasfalzelement
36 einen Kanal 46 auf, über den Klebstoff schräg von der Seite in den Durchbruch 43
bzw. in das Klebstoffreservoir einfüllbar ist. Der Kanal 46 ist in dem Polster 40
angeordnet.
[0049] In einer weiteren alternativen Ausführungsvariante (hier nicht dargestellt) des Glasfalzelementes
36 wird der Klebstoff über eine Injektionsvorrichtung in den Durchbruch 43 bzw. in
das Klebstoffreservoir eingebracht bzw. injiziert. Die Injektionsvorrichtung ist dazu
mit einem spitzen freien Ende versehen, mit dem das Polster 40 durchstochen wird,
so dass eine explizite Öffnung 45 oder ein Kanal 46 zum Befüllen des Durchbruchs 43
bzw. des Klebstoffreservoirs nicht erforderlich ist.
Bezugszeichenliste
[0050]
- 1a, 1b
- Fenster
- 2a, 2b
- Blendrahmen
- 3a, 3b
- Flügelrahmen
- 4a, 4b
- Blendrahmenprofil
- 5a, 5b
- Flügelrahmenprofil
- 6a, 6b, 6c
- Glasfalz
- 7
- Verglasungsklotz
- 8
- Beschlagteile
- 9
- Verglasung
- 10a, 10b
- Glashalteleiste
- 11
- Falzbereich
- 12
- Hohlkammer
- 13a, 13b, 13c
- Verstärkungsprofil
- 14
- Ansatz
- 15
- Nut
- 16
- Dichtungsprofil
- 17
- Klotzbrücke
- 18
- Ansatz
- 19
- Nut
- 20
- Dichtungsprofil
- 21
- Hohlkammer
- 22
- Hohlkammer
- 23
- Ansatz
- 24
- Nut
- 25
- Dichtungsprofil
- 26
- Ansatz
- 27
- Nut
- 28
- Dichtlippe
- 29
- Dichtlippe
- 30
- Dichtungsprofil
- 31
- Nut
- 32
- Nut
- 33
- Dichtungsprofil
- 34
- Senkung
- 35
- Schraube
- 36
- Glasfalzelement
- 37
- Schale
- 38
- Glasscheibe
- 39
- Freies Ende
- 40
- Polster
- 41
- Rippe
- 42
- Aussparung
- 43
- Durchbruch
- 44
- Nut
- 45
- Öffnung
- 46
- Kanal
- 47
- Glashaltesteg
- I
- Ebene
- II
- Ebene
- a
- Abstand
- b
- Breite
- B
- Breite
1. Fenster (1a, 1b) oder Tür mit
a. einem Rahmen aus miteinander verbundenen Abschnitten eines Rahmenprofils,
b. wobei der Rahmen einen Glasfalz aufweist und ausbildet, in dem zur Verklebung einer
Verglasung (9) wenigstens ein Glasfalzelement (36) angeordnet ist, das im montierten
Zustand im Zusammenspiel mit dem jeweiligen Rahmenprofil und der Verglasung jeweils
im Glasfalz (6a, 6b, 6c) ein Klebstoffreservoir ausbildet,
c. wobei das Glasfalzelement (36) ein Polster (40) aufweist, das ganz oder teilweise
aus einem nachgiebigen Werkstoff hergestellt ist, welches ein Werkstoff mit schaumartiger
Struktur ist, wobei das Glasfalzelement (36) eine Schale (37) aufweist, die vorzugsweise
stoffschlüssig und / oder formschlüssig mit dem Polster (40) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet,
d. dass die Schale (37) ein freies Ende (39) aufweist, dass auf einer glashalteleistenabgewandten
Seite des montierten Glasfalzelementes (36) in Bezug auf eine Horizontale um 90° abgewinkelt
ist, vorzugsweise um größer als 30°.
2. Fenster (1a, 1b) oder Tür nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Fenster oder die Tür als Rahmen einen Blendrahmen (2a, 2b) und einen Flügelrahmen
(3a, 3b) aufweisen, wobei der Blendrahmen (2a, 2b) aus miteinander verbundenen Abschnitten
eines Blendrahmenprofils (4a, 4b) aufgebaut ist und der Flügelrahmen (3a, 3b) aus
miteinander verbundenen Abschnitten eines Flügelrahmenprofils (5a, 5b), wobei das
Blendrahmenprofil (4a, 4b) den Glasfalz (6a, 6b, 6c) aufweist/aufweisen, in den zur
Verklebung einer Verglasung (9) das mit der Polsterung versehene Glasfalzelement (36)
montierbar ist, das im montierten Zustand im Zusammenspiel mit dem Glasfalz (6a, 6b,
6c) das Klebstoffreservoir ausbildet.
3. Fenster (1a, 1b) oder Tür nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Glasfalzelement (36) insgesamt nicht zur Abstützung der Gewichtskräfte der Verglasung
ausgelegt ist.
4. Fenster (1a, 1b) oder Tür nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Polster (40) des Glasfalzelements (36) jeweils mehrere Aussparungen (42) aufweist,
die die Elastizität des Polsters (40) erhöhen.
5. Fenster (1a, 1b) oder Tür nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das freie Ende (39) der Schale (37) um mindestens 25% des Abstandes a zwischen einem
Glashaltesteg (47) und einer äußeren Glasscheibe (38) der Verglasung (9) - ein Durchfließen
von Klebstoff zulassend - hinausragt.
6. Fenster (1a, 1b) oder Tür nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Glasfalzelement (36) einen Durchbruch (43) aufweist.
7. Fenster (1a, 1b) oder Tür nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Breite b des Durchbruchs (43) mindestens 1% einer Gesamtbreite B des Glasfalzelementes
(36) beträgt, und dass vorzugsweise die Breite b des Durchbruchs größer ist als 25%
der Gesamtbreite B des Glasfalzelementes (36).
8. Fenster (1a, 1b) oder Tür nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Glasfalzelement (36) im montierten Zustand auf einer glashalteleistenzugewandten
Seite eine Öffnung (45) in der Schale (37) aufweist, die in einen Kanal (46) mündet,
der im Polster (40) verläuft und in dem Durchbruch mündet.
9. Fenster (1a, 1b) oder Tür nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das das Glasfalzelemente (36) keine Öffnung (45) oder Kanal (46) aufweist.
10. Fenster (1a, 1b) oder Tür nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die stoffschlüssige Verbindung zwischen der Schale (37) und dem Polster (40) durch
Kleben oder durch Ko-Extrusion der Schale (37) und des Polsters (40) gebildet wird.
11. Fenster (1a, 1b) oder Tür nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schale (37) aus einem Substrat, vorzugsweise aus einem Kunststoffwerkstoff hergestellt
ist.
12. Fenster (1a, 1b) oder Tür nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Polster (40) vorzugsweise aus einem geschäumten Kunststoffwerkstoff, besonders
bevorzugt aus einem geschäumten Polyurethan hergestellt ist.
13. Fenster (1a, 1b) oder Tür nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Polster (40) oder die Schale (37) vor einer Montage der Verglasung stoffschlüssig
und / oder formschlüssig am Rahmen (2a, 2b, 3a, 3b) festgelegt ist.
14. Fenster (1a, 1b) oder Tür nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Einbringen von Klebstoff in den Durchbruch (43) mittels Durchstechen des Polsters
(40) und Injizieren erfolgt.
1. A window (1a, 1b) or door having
a. a frame made of sections of a frame profile connected to one another,
b. wherein the frame comprises and forms a glass rebate, in which at least one glass
rebate element (36) is arranged for the adhesive bonding of a glazing (9), which element
in the installed state forms an adhesive reservoir in conjunction with the respective
frame profile and the glazing in each case in the glass rebate (6a, 6b, 6c),
c. wherein the glass rebate element (36) comprises a cushion (40), which is entirely
or partially produced from a yielding material, which is a material having foam-type
structure, wherein the glass rebate element (36) comprises a shell (37), which is
preferably connected in an integrally-joined and/or formfitting manner to the cushion
(40), characterized in that
d. the shell (37) comprises a free end (39), which is angled in relation to a horizontal
by 90°, preferably by greater than 30°, on a side of the installed glass rebate element
(36) facing away from a glass retention strip.
2. The window (1a, 1b) or door according to Claim 1, characterized in that the window or door comprises as frames a fixed frame (2a, 2b) and a sash frame (3a,
3b), wherein the fixed frame (2a, 2b) is constructed from sections of a fixed frame
profile (4a, 4b) connected to one another and the sash frame (3a, 3b) is constructed
from sections of a sash frame profile (5a, 5b) connected to one another, wherein the
fixed frame profile(s) (4a, 4b) comprises/comprise the glass rebate (6a, 6b, 6c),
in which the glass rebate element (36) provided with the cushion is installable for
the adhesive bonding of a glazing (9), which element forms the adhesive reservoir
in the installed state in conjunction with the glass rebate (6a, 6b, 6c).
3. The window (1a, 1b) or door according to any one of the preceding claims, characterized in that the glass rebate element (36) is not designed as a whole to support the weight forces
of the glazing.
4. The window (1a, 1b) or door according to any one of the preceding claims, characterized in that the cushion (40) of the glass rebate element (36) comprises multiple recesses (42)
in each case, which increase the elasticity of the cushion (40).
5. The window (1a, 1b) or door according to any one of the preceding claims, characterized in that the free end (39) of the shell (37) protrudes by at least 25% of the distance a between
a glass retention web (47) and an outer glass pane (38) of the glazing (9) - permitting
a through flow of adhesive.
6. The window (1a, 1b) or door according to any one of the preceding claims, characterized in that the glass rebate element (36) comprises a passage (43).
7. The window (1a, 1b) or door according to any one of the preceding claims, characterized in that a width b of the passage (43) is at least 1% of a total width B of the glass rebate
element (36), and preferably the width b of the passage is greater than 25% of the
total width B of the glass rebate element (36).
8. The window (1a, 1b) or door according to any one of the preceding claims, characterized in that the glass rebate element (36) comprises in the installed state, on a side facing
toward the glass retention strip, an opening (45) in the shell (37), which opens into
a channel (46), which extends in the cushion (40) and opens into the passage.
9. The window (1a, 1b) or door according to any one of the preceding claims, characterized in that the glass rebate element (36) does not have an opening (45) or channel (46).
10. The window (1a, 1b) or door according to any one of the preceding claims, characterized in that the integrally joined connection between the shell (37) and the cushion (40) is formed
by adhesive bonding or by co-extrusion of the shell (37) and the cushion (40).
11. The window (1a, 1b) or door according to any one of the preceding claims, characterized in that this shell (37) is produced from a substrate, preferably from a plastic material.
12. The window (1a, 1b) or door according to any one of the preceding claims, characterized in that the cushion (40) is preferably produced from a foamed plastic material, particularly
preferably from a foamed polyurethane.
13. The window (1a, 1b) or door according to any one of the preceding claims, characterized in that the cushion (40) or the shell (37) is fixed in an integrally-joined and/or formfitting
manner on the frame (2a, 2b, 3a, 3b) before an installation of the glazing.
14. The window (1a, 1b) or door according to any one of the preceding claims, characterized in that the introduction of adhesive into the passage (43) is performed by means of piercing
the cushion (40) and injecting.
1. Fenêtre (1a, 1b) ou porte avec
a. un cadre constitué de parties reliées entre elles d'un profilé de cadre,
b. dans laquelle le cadre présente et forme une feuillure à vitre dans laquelle est
disposé, pour le collage d'un vitrage (9), au moins un élément de feuillure à vitre
(36) qui, à l'état monté, forme en combinaison avec le profilé de cadre respectif
et le vitrage un réservoir de colle respectif dans la feuillure à vitre (6a, 6b, 6c),
c. dans laquelle l'élément de feuillure à vitre (36) présente un coussinet (40) qui
est constitué entièrement ou partiellement d'un matériau flexible qui est un matériau
à structure de type mousse, dans laquelle l'élément de feuillure à vitre (36) présente
une coquille (37) qui est de préférence reliée au coussinet (40) par coopération de
matières et/ou complémentarité de forme,
caractérisée en ce que
d. la coquille (37) présente une extrémité libre (39) qui, sur un côté de l'élément
de feuillure à vitre monté (36) qui est opposé à la baguette de maintien de vitre,
est inclinée de 90°, de préférence de plus de 30°, par rapport à une horizontale.
2. Fenêtre (1a, 1b) ou porte selon la revendication 1, caractérisée en ce que la fenêtre ou la porte présente en tant que cadre un cadre de dormant (2a, 2b) et
un cadre de battant (3a, 3b), dans laquelle le cadre de dormant (2a, 2b) est constitué
de parties reliées entre elles d'un profilé de cadre de dormant (4a, 4b) et le cadre
de battant (3a, 3b) est constitué de parties reliées entre elles d'un profilé de cadre
de battant (5a, 5b), dans laquelle le profilé de cadre de dormant (4a, 4b) présente
la feuillure à vitre (6a, 6b, 6c) dans laquelle peut être monté, pour le collage d'un
vitrage (9), l'élément de feuillure à vitre (36) qui est muni du coussinet et qui,
à l'état monté, en combinaison avec la feuillure à vitre (6a, 6b, 6c), forme le réservoir
de colle.
3. Fenêtre (1a, 1b) ou porte selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'élément de feuillure à vitre (36) dans son ensemble n'est pas conçu pour supporter
le poids du vitrage.
4. Fenêtre (1a, 1b) ou porte selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le coussinet (40) de l'élément de feuillure à vitre (36) présente à chaque fois plusieurs
évidements (42) qui augmentent l'élasticité du coussinet (40).
5. Fenêtre (1a, 1b) ou porte selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'extrémité libre (39) de la coquille (37) fait saillie d'au moins 25 % de la distance
a entre une branche de maintien de vitre (47) et une vitre extérieure (38) du vitrage
(9), permettant un passage de la colle.
6. Fenêtre (1a, 1b) ou porte selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'élément de feuillure à vitre (36) présente un ajour (43).
7. Fenêtre (1a, 1b) ou porte selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'une largeur b de l'ajour (43) est au moins égale à 1 % d'une largeur totale B de l'élément
de feuillure à vitre (36), et que, de préférence, la largeur b de l'ajour est supérieure
à 25 % de la largeur totale B de l'élément de feuillure à vitre (36).
8. Fenêtre (1a, 1b) ou porte selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'élément de feuillure à vitre (36) à l'état monté présente dans la coquille (37),
sur un côté tourné vers la baguette de maintien de vitre, une ouverture (45) qui débouche
dans un canal (46) qui s'étend dans le coussinet (40) et débouche dans l'ajour.
9. Fenêtre (1a, 1b) ou porte selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'élément de feuillure à vitre (36) ne présente pas d'ouverture (45) ou de canal
(46).
10. Fenêtre (1a, 1b) ou porte selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la liaison par coopération de matières entre la coquille (37) et le coussinet (40)
est formée par collage ou par coextrusion de la coquille (37) et du coussinet (40).
11. Fenêtre (1a, 1b) ou porte selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la coquille (37) est constituée d'un substrat, de préférence en matière plastique.
12. Fenêtre (1a, 1b) ou porte selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le coussinet (40) est de préférence constitué d'une mousse de matière plastique,
en particulier de préférence d'une mousse de polyuréthane.
13. Fenêtre (1a, 1b) ou porte selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le coussinet (40) ou la coquille (37) est fixé(e) au cadre (2a, 2b, 3a, 3b) par coopération
de matières et/ou complémentarité de forme avant un montage du vitrage.
14. Fenêtre (1a, 1b) ou porte selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'introduction de colle dans l'ajour (43) s'effectue par percement du coussinet (40)
et injection.
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