Stand der Technik
[0001] Die Erfindung betrifft einen Kraftstoffinjektor nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Erkennung zumindest des Schießzeitpunkts
eines Einspritzglieds in einem Kraftstoffinjektor mittels einer Sensoreinrichtung.
[0002] Ein Kraftstoffinjektor nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist aus der
DE 10 2011 090 004 A1 der Anmelderin bekannt. Der bekannte Kraftstoffinjektor weist an der einer Einspritzöffnung
abgewandten Seite seines Injektorgehäuses eine als Sacklochbohrung ausgebildete Ausnehmung
auf. Die Ausnehmung ist an einer äußeren Stirnfläche des Injektorgehäuses ausgebildet
und dient der Aufnahme eines als Piezoelement ausgebildeten Sensorelements. Mittels
des Sensorelements lässt sich aufgrund einer Messung des Spannungssignals auf den
Schließzeitpunkt eines Einspritzglieds (Düsennadel) schließen. Hierzu werden Körperschallsignale
ausgewertet, welches beim Auftreffen des Einspritzglieds in ihren Sitz im Injektorgehäuse
erzeugt werden. Die Erfassung des Schließzeitpunkts des Einspritzglieds dient dazu,
insbesondere über die Lebensdauer des Kraftstoffinjektors betrachtet, den Einspritzzeitpunkt
bzw. die Einspritzdauer des Kraftstoffinjektors zur Optimierung beispielsweise der
Abgaswerte anzupassen. Einzelheiten bezüglich der Art und Weise, wie das Sensorelement
innerhalb der Ausnehmung aufgenommen bzw. angeordnet ist, sind der genannten Schrift
nicht entnehmbar. Darüber hinaus ist es aus dem Stand der Technik bekannt, Sensorelemente
mittels einer Kleberschicht in Wirkverbindung beispielsweise mit einem Injektorgehäuse
anzuordnen. Nachteilig bei derartigen Klebeverbindungen ist insbesondere die Beständigkeit
der Klebeverbindung über die Lebensdauer des Kraftstoffinjektors betrachtet aufgrund
des Auftretens relativ hoher Temperaturen und aufgrund von Medieneinflüssen.
Offenbarung der Erfindung
[0003] Ausgehend von dem dargestellten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, einen Kraftstoffinjektor nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 derart weiterzubilden,
dass über die Lebensdauer des Kraftstoffinjektors betrachtet eine stets zuverlässige
und genaue Erfassung des Schließzeitpunkts des Einspritzglieds ermöglicht wird.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einem Kraftstoffinjektor mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Anspruchs 1 dadurch gelöst, dass das Sensorelement unter axialer Vorspannung
gegen eine Kontaktfläche anliegt. Es wird somit insbesondere keine Klebeverbindung
mit den beschriebenen Nachteilen zur Kopplung bzw. Verbindung des Sensorelements mit
dem Injektorgehäuse bzw. mit der in dem Injektorgehäuse angeordneten Ausnehmung verwendet.
Vielmehr findet über die axiale Vorspannung, die das Sensorelement gegen eine Kontaktfläche
der Ausnehmung oder eines Bauteils des Kraftstoffinjektors drückt, eine über die Lebensdauer
des Kraftstoffinjektors betrachtet zuverlässige Übertragung von Körperschall von dem
Kraftstoffinjektor auf das Sensorelement statt.
[0005] Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Kraftstoffinjektors sind in den
Unteransprüchen angeführt.
[0006] In besonders bevorzugter konstruktiver Umsetzung der erfindungsgemäßen Lehre ist
es vorgesehen, dass die axiale Vorspannung mittels eines Federelements einstellbar
ist. Dabei wird je nach Dimensionierung des Federelements die benötigte Anlagekraft
auf das Sensorelement erzielt.
[0007] In Weiterbildung des zuletzt genannten Vorschlags ist es vorgesehen, dass das Federelement
als Druckfeder ausgebildet ist, die sich zwischen einer der Kontaktfläche abgewandten
Seite des Sensorelements und einem Gehäuseelement des Injektorgehäuses abstützt. Eine
derartige konstruktive Ausgestaltung hat insbesondere den Vorteil einer relativ einfachen
Montage des Federelements, da diese nicht durch zusätzliche, separate Befestigungselemente
gesichert bzw. befestigt werden muss, sondern alleine durch den jeweils stirnseitigen
Anlagekontakt zwischen dem Gehäuseelement und dem Sensorelement in seiner dafür vorgesehenen
Position positioniert ist.
[0008] Um insbesondere einen größtmöglichen Schutz des Sensorelements vor äußeren mechanischen
Einflüssen sowie vor Umwelteinflüssen zu ermöglichen, ist es in einer weiteren bevorzugten
Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass die Ausnehmung, ggf. mit Ausnahme einer
weiteren Ausnehmung zur Aufnahme einer elektrischen Anschlussleitung für das Sensorelement,
vollständig innerhalb des Injektorgehäuses angeordnet ist.
[0009] Insbesondere bei einer Anordnung des Sensorelements in einem Kraftstoffinjektor,
der als Common-Rail-Injektor ausgebildet ist, herrschen im Injektorgehäuse sehr hohe
Drücke von beispielsweise mehr als 2000bar. Um das Sensorelement für derartige Anwendungen
konstruktiv möglichst einfach gestalten zu können, das heißt möglichst keine zusätzlichen
Dichtmaßnahmen vorsehen zu müssen, ist es vorgesehen, dass die Ausnehmung gegenüber
einem kraftstoffführenden Bereich, insbesondere einem Hochdruckbereich des Kraftstoffinjektors,
mediendicht ausgebildet ist.
[0010] Für die Erfassung des Körperschalls kann es von Vorteil sein, das Sensorelement möglichst
nahe an der Quelle des Körperschalls anzuordnen. Darüber hinaus ist es insbesondere
bei einer innerhalb des Injektorgehäuses angeordneten Ausnehmung zur Aufnahme des
Sensorelements von Vorteil, wenn diese fertigungstechnisch relativ einfach realisiert
werden kann. Daher ist es in einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung
vorgesehen, dass die Ausnehmung im Bereich eines Haltekörpers des Injektorgehäuses
auf der einer Ventilplatte zugewandten Seite als eine in einer Stirnfläche des Haltekörpers
ausgebildete Sacklochbohrung ausgebildet ist. Bei einer derartigen Anordnung bzw.
Ausbildung der Ausnehmung wird die Kontaktfläche insbesondere unmittelbar von einer
Stirnfläche der Ventilplatte gebildet. Bei der Ausbildung der Kontaktfläche muss lediglich
darauf geachtet werden, dass ein hinreichender Kontakt zwischen dem Sensorelement
und der Ventilplatte ausgebildet wird. Dies wird beispielsweise durch eine entsprechende
geringe Rauigkeit der Kontaktfläche erzielt, welche aber üblicherweise bei dem zur
Diskussion stehenden Ventilplatten, wie Sie üblicherweise bei derartigen Kraftstoffinjektoren
verwendet werden, gegeben ist.
[0011] Um einerseits die benötigte Anlagekraft des Sensorelements gegen die Kontaktfläche
zu ermöglichen, und andererseits insbesondere möglichst wenig zusätzliche Montageschritte
zur Erzeugung der axialen Anlagekraft durchführen zu müssen, ist es darüber hinaus
bevorzugt vorgesehen, dass die Ventilplatte mittels einer Düsenspannmutter axial zumindest
mittelbar gegen den Haltekörper verspannt ist.
[0012] Die Erfindung umfasst auch ein Verfahren zur Erkennung zumindest des Schließzeitpunkts
eines Einspritzglieds in einem Kraftstoffinjektor mittels einer Sensoreinrichtung,
wobei der Kraftstoffinjektor entsprechend den obigen Anmerkungen erfindungsgemäß gestaltet
ist. Ein derartiges erfindungsgemäßes Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass zusätzlich
auch der Öffnungszeitpunkt des Einspritzglieds erfasst wird. Ein derartiges Verfahren
ermöglicht eine noch genauere Erfassung der Einspritzparameter bzw. eine optimierte
Ansteuerung des Einspritzglieds.
[0013] In bevorzugter Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens erfolgt die Erfassung
des Öffnungszeitpunkts des Einspritzglieds aufgrund einer Druckabsenkung in einem
Steuerraum im Injektorgehäuse. Insbesondere hebt zur Druckabsenkung in dem Steuerraum
ein entsprechendes Ventilglied von einem Sitz ab und ermöglicht ein Abströmen von
Kraftstoff aus dem Steuerraum in einen Niederdruckbereich des Kraftstoffinjektors,
wodurch Körperschallsignale erzeugt werden, die mittels der Sensoreinrichtung einen
Rückschluss auf den Öffnungszeitpunkt des Einspritzglieds ermöglichen.
[0014] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung.
[0015] Diese zeigt in:
- Fig. 1
- einen Teilbereich eines erfindungsgemäßen Kraftstoffinjektors im Längsschnitt,
- Fig. 2
- ein Detail der Fig. 1 in vergrößerter Darstellung und
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht auf einen Haltekörper, wie er bei einem Kraftstoffinjektor
entsprechend der Fig.1 und 2 verwendet wird.
[0016] Gleiche Elemente bzw. Elemente mit gleicher Funktion sind in den Figuren mit den
gleichen Bezugsziffern versehen.
[0017] Der in der Fig. 1 bereichsweise dargestellte erfindungsgemäße Kraftstoffinjektor
10 dient dem Einspritzen von Kraftstoff in den Brennraum einer nicht gezeigten Brennkraftmaschine.
Insbesondere ist der Kraftstoffinjektor 10 als sogenannter Common-Rail-Injektor für
selbstzündende Brennkraftmaschinen ausgebildet, wobei in dem Kraftstoffinjektor 10
beispielsweise ein Systemdruck von mehr als 2000bar herrscht.
[0018] Der Kraftstoffinjektor 10 weist ein mehrteilig ausgebildetes Injektorgehäuse 11 auf.
Das Injektorgehäuse 11 umfasst insbesondere einen Haltekörper 12, eine sich in axialer
Richtung auf der dem Brennraum zugewandten Seite sich daran anschließende Ventilplatte
13, eine Drosselplatte 14 sowie einen Düsenkörper 15. In dem Düsenkörper 15 ist wenigstens
eine, in der Praxis jedoch mehrere Einspritzöffnungen 16 zum Einspritzen von Kraftstoff
in den Brennraum der Brennkraftmaschine ausgebildet. Der Düsenkörper 15 ist bereichsweise
von einer Düsenspannmutter 17 radial umfasst, die den Düsenkörper 15 unter axialer
Zwischenlage der Ventilplatte 13 und der Drosselplatte 14 gegen den Haltekörper 12
verspannt, wie dies aus dem Stand der Technik an sich bekannt ist.
[0019] Innerhalb des Düsenkörpers 15 ist ein Hochdruckraum 20 ausgebildet, in dem unter
Systemdruck stehender Kraftstoff speicherbar ist. Ferner ist innerhalb des Hochdruckraums
20 eine in Richtung des Doppelpfeils 21 hubbeweglich angeordnete Düsennadel 22 als
Einspritzglied angeordnet. In der in der Fig. 1 dargestellten Stellung befindet sich
die Düsennadel 22 in ihrer abgesenkten Position, bei der diese an der Innenseite des
Düsenkörpers 15 unter Ausbildung eines Dichtsitzes anliegt und dabei zumindest mittelbar
die Einspritzöffnungen 16 verschließt, um ein Einspritzen von Kraftstoff in den Brennraum
der Brennkraftmaschine zu vermeiden. In ihrer angehobenen, in der Fig. 1 nicht erkennbaren
Position gibt die Düsennadel 22 die Einspritzöffnungen 16 frei, so dass Kraftstoff
aus dem Hochdruckraum 20 über die Einspritzöffnungen 16 in den Brennraum der Brennkraftmaschine
abgegeben wird. Die Versorgung des Hochdruckraums 20 mit unter Systemdruck stehendem
Kraftstoff findet auf an sich bekannte Art und Weise durch eine in den Figuren nicht
dargestellte, in dem Injektorgehäuse 11 ausgebildete Hochdruckbohrung statt.
[0020] Das den Einspritzöffnungen 16 gegenüberliegende Ende der Düsennadel 22 ist radial
innerhalb eines Ventilstücks 25 angeordnet, das sich seinerseits axial gegen die der
Ventilplatte 13 abgewandte Stirnfläche der Drosselplatte 14 abstützt. Innerhalb des
Ventilstücks 25 ist ein Steuerraum 26 ausgebildet, der in bekannter Art und Weise
der Steuerung der Hubbewegung der Düsennadel 22 dient. Hierzu ist der Steuerraum 26
über eine in der Fig. 1 lediglich angedeutete Ablaufbohrung 27 in einen Niederdruckbereich
des Injektorgehäuses 11 druckentlastbar. Dies erfolgt über einen in der Fig. 1 ebenfalls
nicht gezeigtes Ventilelement, das beispielsweise mittels eines Magnetaktuators oder
aber mittels eines Piezoaktuators ansteuerbar ist und dazu dient, die Ablaufbohrung
27 zu öffnen bzw. zu schließen.
[0021] Erfindungswesentlich ist eine innerhalb des Injektorgehäuses 11 angeordnete Sensoreinrichtung
30 zur Erkennung zumindest des Schließzeitpunkts der Düsennadel 22. Im dargestellten
Ausführungsbeispiel dient die Sensoreinrichtung 30 darüber hinaus zusätzlich der Erkennung
des Öffnungszeitpunkts der Düsennadel 22. Die Sensoreinrichtung 30 weist ein Sensorelement
31 auf, das in Form eines Piezoelements ausgebildet ist. Insbesondere ist das Sensorelement
31 dazu ausgebildet, Körperschall zu detektieren, wie er typischerweise beim Aufreffen
der Düsennadel 22 auf ihren Dichtsitz innerhalb des Düsenkörpers 15 beim Verschließen
der Einspritzöffnungen 16 auftritt. Darüber hinaus wird auch die Druckentlastung des
Steuerraums 26 über eine Körperschallmessung detektiert, in der der durch das Freigeben
der Ablaufbohrung 27 stattfindende Druckabbau im Steuerraum 26 erfasst wird.
[0022] Zur Aufnahme des Sensorelement 31 im Injektorgehäuse 11 weist der Haltekörper 12
auf der der Ventilplatte 13 zugewandten Stirnfläche eine sacklochförmige Ausnehmung
33 auf, deren Tiefe t größer ist als die Höhe h des Sensorelements 31. Das Sensorelement
31 liegt mit einer zur Messung des Körperschalls sensitiven Anlagefläche 34 flächig
an einer Kontaktfläche 35 auf, die von der dem Haltekörper 12 zugewandten Stirnfläche
der Ventilplatte 13 gebildet ist. Wie insbesondere anhand der Fig. 3 erkennbar ist,
ist die Ausnehmung 33 im dargestellten Ausführungsbeispiel als Bohrung mit einer runden
Querschnittsfläche ausgebildet und in einem Abstand a von einem kraftstoffführenden
Bereich 36 des Injektorgehäuses 11 angeordnet. Der Abstand a bewirkt zusammen mit
einer ebenen Stirnfläche 37 des Haltekörpers 12 im Bereich der Ausnehmung 33 sowie
durch die entsprechende axiale Spannkraft der Ventilplatte 13 gegen den Haltekörper
12 durch die Düsenspannmutter 17, dass kein unter Druck stehender Kraftstoff in den
Bereich der Ausnehmung 33 gelangt, der Bereich somit mediendicht ausgebildet ist.
[0023] Vom Grund 39 der Ausnehmung 33 geht darüber hinaus eine weitere Ausnehmung 41 als
eine einen relativ geringen Querschnitt aufweisende Durchgangsbohrung aus, die der
Aufnahme einer elektrischen Anschlussleitung 42 für das Sensorelement 31 dient. Die
Anschlussleitung 42 kann dabei beispielsweise in Form von Lackdrähten ausgebildet
sein, damit der Durchmesser bzw. Querschnitt der Anschlussleitung 42 möglichst gering
ist. Die Anschlussleitung 42 ist auf nicht gezeigte Art und Weise beispielsweise in
dem Bereich des Anschlusssteckers des Kraftstoffinjektors 10 geführt, so dass bei
der elektrischen Kontaktierung des Kraftstoffinjektors 10 gleichzeitig das Sensorelement
31 elektrisch kontaktiert wird.
[0024] Zwischen dem Grund 39 der Ausnehmung 33 und der der Anlagefläche 34 abgewandten Stirnfläche
des Sensorelements 31 stützt sich ein Federelement 45 in Form einer Druckfeder 46
ab. Für den Fall, dass lediglich eine einzige Anschlussleitung 42 verwendet wird,
ist es von Vorteil, wenn die Druckfeder 46 zum Sensorelement 31 und zum Injektorgehäuse
11 elektrisch isoliert ist, sodass das Injektorgehäuse 11 als elektrische Masse für
das Sensorelement 31 dienen kann. Das Federelement 45 ist unter Vorspannung derart
zwischen dem Grund 39 und dem Sensorelement 31 angeordnet, dass in dem in den Fig.
1 und 2 dargestellten Einbauzustand des Sensorelements 31 in der Ausnehmung 33 über
das Federelement 45 eine in Richtung des Pfeils 47 wirkende axiale Vorspannkraft auf
das Sensorelement 31 ausgeübt wird, derart, dass die Anlagefläche 34 des Sensorelement
31 an der Kontaktfläche 35 derart anliegt, dass die angesprochenen Körperschallsignale
detektiert werden können.
[0025] Bezüglich der Signalverarbeitung bzw. der Art und Weise, wie insbesondere der Schließzeitpunkt
der Düsennadel 22 mittels einer derartigen Sensoreinrichtung 30 erfasst wird, wird
auf die
DE 10 2011 090 004 A1 der Anmelderin verwiesen, die insofern Bestandteil dieser Anmeldung sein soll.
[0026] Der soweit beschriebene Kraftstoffinjektor 10 kann in vielfältiger Art und Weise
abgewandelt bzw. modifiziert werden, ohne vom Erfindungsgedanken abzuweichen. So ist
es beispielsweise denkbar, anstelle einer Druckfeder 46 als Federelement 45 ein nichtleitendes
Elastomer zu verwenden, das unter Vorspannung in der Ausnehmung 33 angeordnet ist.
1. Kraftstoffinjektor (10), mit einem Injektorgehäuse (11), in dem ein Einspritzglied
(22) zum Verschließen und Freigeben wenigstens einer im Injektorgehäuse (11) ausgebildeten
Einspritzöffnung (16) hubbeweglich angeordnet ist, und mit einer Sensoreinrichtung
(30) zur Erkennung zumindest des Schließzeitpunkts des Einspritzglieds (22), wobei
die Sensoreinrichtung (30) ein als Piezoelement ausgebildetes Sensorelement (31) aufweist,
das in einer Ausnehmung (33) des Injektorgehäuses (11) in Anlagekontakt mit dem Injektorgehäuse
(11) angeordnet ist, und das dazu ausgebildet ist, den Schließzeitpunkt des Einspritzglieds
(22) aufgrund eines Körperschallsignals zu detektieren,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Sensorelement (31) unter axialer Vorspannung gegen eine Kontaktfläche (35) anliegt.
2. Kraftstoffinjektor nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die axiale Vorspannung mittels eines Federelements (45) einstellbar ist.
3. Kraftstoffinjektor nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Federelement (45) als Druckfeder (46) ausgebildet ist, die sich zwischen einer
der Kontaktfläche (35) abgewandten Seite des Sensorelements (31) und einem Gehäuseelement
(12) des Injektorgehäuses (11) abstützt.
4. Kraftstoffinjektor nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Ausnehmung (33) vollständig innerhalb des Injektorgehäuses (11) angeordnet ist
oder
dass die Ausnehmung (33) mit Ausnahme einer weiteren Ausnehmung (41) zur Aufnahme einer
elektrischen Anschlussleitung (42) für das Sensorelement (31) vollständig innerhalb
des Injektorgehäuses (11) angeordnet ist.
5. Kraftstoffinjektor nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Ausnehmung (33) gegenüber einem kraftstoffführenden Bereich (36) des Injektorgehäuses
(11) mediendicht ausgebildet ist.
6. Kraftstoffinjektor nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Ausnehmung (33) im Bereich eines als Haltekörper ausgebildeten Gehäuseelements
(12) des Injektorgehäuses (11) auf der einer Ventilplatte (13) zugewandten Seite als
eine in einer Stirnfläche (37) des Gehäuseelements (12) angeordnete Sacklochbohrung
ausgebildet ist.
7. Kraftstoffinjektor nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kontaktfläche (35) von einer Stirnfläche der Ventilplatte (13) gebildet ist.
8. Kraftstoffinjektor nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Ventilplatte (13) mittels einer Düsenspannmutter (17) axial zumindest mittelbar
gegen das Gehäuseelement (12) verspannt ist.
9. Verfahren zur Erkennung zumindest des Schließzeitpunkts eines Einspritzglieds (22)
in einem Kraftstoffinjektor (10) mittels einer Sensoreinrichtung (30), wobei der Kraftstoffinjektor
(10) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet,
dass zusätzlich der Öffnungszeitpunkt des Einspritzglieds (22) erfasst wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Erfassung des Öffnungszeitpunkts des Einspritzglieds (22) aufgrund einer Druckabsenkung
in einem Steuerraum (26) im Injektorgehäuse (11) erfolgt.