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(11) |
EP 3 035 452 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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12.02.2020 Patentblatt 2020/07 |
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Anmeldetag: 17.12.2014 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Anordnung und Verfahren zur Bestückung von Steckergehäusen
Assembly and method for the placement of connector housings
Système et procédé de garnissage de boîtiers de connexion
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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22.06.2016 Patentblatt 2016/25 |
| (73) |
Patentinhaber: Komax Holding AG |
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6036 Dierikon (CH) |
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Erfinder: |
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- Renggli, Urs
6052 Hergiswil (CH)
- Estermann, Beat
6036 Dierikon (CH)
- Liem, Roland
6370 Stans (CH)
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| (74) |
Vertreter: Inventio AG |
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Seestrasse 55 6052 Hergiswil 6052 Hergiswil (CH) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A2- 1 933 428 US-A- 4 976 294 US-A1- 2003 066 190
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US-A- 4 247 980 US-A- 6 038 763
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Bestückung von Steckergehäusen mit konfektionierten
Kabelenden von Kabeln gemäss von Oberbegriff von Anspruch 1. Weiterhin betrifft die
Erfindung ein Verfahren zur Bestückung von Steckergehäusen. Eine derartige Anordnung
verfügt über eine Gehäuseaufnahmeeinrichtung, in der ein oder mehrere Steckergehäuse
für die Bestückung temporär aufnehmbar ist bzw. sind. Die Bestückung erfolgt mittels
einer Bestückungseinheit, mit der die Kabelenden in Zellen des zu bestückenden Steckergehäuses
einführbar sind. Solcche Bestückungsanordnungen sind häufig Konfektionieranlagen nachgeschaltet.
Eine Konfektionieranlage kann dabei eine Abisolierstation zum Ablängen und Abisolieren
der elektrischen Kabel, eine oder mehrere Crimpstationen zum Aufbringen von Crimpkontakten
an die abisolierten Kabelenden und gegebenenfalls Tüllenstationen umfassen. Die Bestückungsanordnung
könnte aber auch Bestandteil einer Konfektionieranlage sein.
[0002] Eine Anordnung zur Bestückung von Steckergehäusen mit konfektionierten Kabelenden
eines Kabels ist beispielsweise aus der
EP 1 304 773 A1 bekannt geworden. Für die Bestückung sind die Steckergehäuse in einer Gehäuseaufnahmeeinrichtung
bestehend aus Trägerplatte und Gehäusehalter temporär für die Bestückung aufgenommen.
Die Anordnung umfasst eine Bestückungseinheit mit einem Kabelgreifer, mit welcher
die Kabelenden in Zellen von Steckergehäusen einführbar sind. Je nach Kabelplan können
Kabelenden der Kabelschlaufen nicht sofort in die vorgesehene Zelle des Steckergehäuses
eingeführt werden; die an diese Kabelenden anschliessenden Kabelabschnitte in einen
rotierbaren Kabelspeicher werden dann zwischengelagert. Diese Zwischenlagerung erfolgt
solange, bis das jeweilige zwischengelagerte Kabelende entsprechend der Bestückungsreihenfolge
gemäss Kabelplan für die Bestückung verwendet werden kann. Aufgrund ihrer hohen Komplexität
ist die Anordnung und der Verfahrensprozess aufwendig ausgestaltet und stellt steuertechnisch
hohe Anforderungen. In dieser Bestückungsanordnung können nur Kabelschlaufen mit konfektionierten
Kabelenden bearbeitet werden. Die Anordnung eignet sich somit nicht für Kabel, die
lediglich auf einer Seite mit Steckergehäusen bestückt werden sollen.
[0003] Eine weitere Anordnung zur Bestückung von Steckergehäusen mit einem rotierbaren Kabelspeicher
ist in der
US 2003/066190 gezeigt.
[0004] Aus der
EP 1 933 428 A2 eine Anordnung zur Bestückung von Steckergehäusen bekannt geworden, bei welchem in
einer Klemmeinrichtung einer Tragstruktur bereitgestellte Kabel von einer Bestückungseinheit
ergriffen, die Kabelenden der Kabel von der Bestückuogseinheit zu einem Steckergehäuse
geführt werden, das temporär in einer Gehäuseaufnahmeeinrichtung aufgenommen ist.
[0005] US 6,038,763 betrifft eine Anschlussvorrichtung für bearbeitete Drähte, die Drähte in Anschlusslöcher
einsetzt, die an Anschlüssen vorgesehen sind.
[0006] In der
US 4,976,294 geht es um eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Bilden und Handhaben von Kabelschlaufen.
[0007] Eine Anordnung zur Bestückung von Steckergehäusen mit Kabelenden von Kabeln ist in
US 4,247,980 gezeigt.
[0008] Es ist deshalb eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Nachteile des Bekannten
zu vermeiden und insbesondere eine Anordnung zur Bestückung von Steckergehäusen mit
konfektionierten Kabelenden von Kabeln zu schaffen, welche einfach in der Handhabung
ist und eine breite Anwendung zulässt. Insbesondere soll es mit der Anordnung möglich
sein, Kabel nur einseitig mit Steckergehäusen zu bestücken.
[0009] Diese Aufgaben werden erfindungsgemäss mit einer Anordnung mit den Merkmalen des
Anspruchs 1 gelöst. Die Anordnung zur Bestückung von Steckergehäusern mit konfektionierten
Kabelenden von Kabeln durch eine Bestückungseinheit, mit der die Kabelenden in Zellen
des Steckergehäuses einführbar sind, umfasst eine Gehäuseaufnahmeeinrichtung zur temporären
Aufnahme von Steckergehäusen für die Bestückung. Temporär bedeutet vorliegend, dass
die Steckergehäuse nur für den vergleichsweise kurzen Zeitraum der Bestückung an die
Gehäuseaufnahmeeinrichtung verbleiben. Danach, d.h. nach Beendigung des Bestückungsvorgangs,
werden die Steckergehäuse von der Gehäuseaufnahmeeinrichtung entfernt und der weiteren
Verwendung zugeführt.
[0010] Dadurch, dass mit der temporären Aufnahme des Steckergehäuses in der Gehäuseaufnahmeeinrichtung
auch zumindest der die Kabel zusammenhaltender Kabelspeicher temporär durch die Gehäuseaufnahmeeinrichtung
aufnehmbar ist, ergeben sich mehrere Vorteile. Dank der temporären Aufnehmbarkeit
des Kabelspeichers in der Gehäuseaufnahmeeinrichtung ergeben sich neue und weitere
Anwendungsmöglichkeiten. Unter einem Kabelspeicher wird hier ein Mittel zum Sichern
und Ordnen der Kabel verstanden. Die Anordnung eignet sich insbesondere auch für Kabel
bzw. Kabelstücke, die nur einseitig bzw. bei denen nur ein Kabelende mit einem Steckergehäuse
bestückt werden soll.
[0011] An der Gehäuseaufnahmeeinrichtung kann ein Haltearm, auf dem der Kabelspeicher angeordnet
ist, anschliessen. Bevorzugt kann der Kabelspeicher im Bereich des freien Endes des
Haltearms angeordnet sein. Der Haltearm kann zum Beispiel mittels einer Schraubverbindung
oder mit anderen Befestigungsmitteln an eine Trägerplatte der Gehäuseaufnahmeeinrichtung
befestigt sein.
[0012] Wenn die Gehäuseaufnahmeeinrichtung eine Trägerplatte aufweist, kann es besonders
vorteilhaft sein, wenn der Haltearm rechtwinklig zur Oberseite der Trägerplatte ausgerichtet
ist. Gehäuseaufnahmeeinrichtungen mit Trägerplatten sind dem Fachmann auch unter der
Bezeichnung "Gehäusepalette" oder auch abgekürzt "Palette" bekannt und geläufig.
[0013] Erfindungsgemäss ist der Kabelspeicher lösbar mit der Gehäuseaufnahmeeinrichtung
verbindbar oder lösbar während des Bestückungsvorgangs mit der Gehäuseaufnahmeeinrichtung
verbunden. Damit kann sichergestellt werden, dass nach Beendigung des Bestückungsvorgangs
der Kabelspeicher einfach zusammen mit dem fertig bestückten Steckergehäuse und den
zugehörigen Kabeln aus der Gehäuseaufnahmeeinrichtung entfernt werden kann.
[0014] Die Bestückungsanordnung lässt sich besonders einfach betreiben, wenn der Kabelspeicher
nur durch eine Bewegung des Kabelspeichers relativ zur Gehäuseaufnahmeeinrichtung
an die Gehäuseaufnahmeeinrichtung anbringbar und/oder von der Gehäuseaufnahmeeinrichtung
entfernbar ist. Das Anbringen und Entfernen kann dabei werkzeuglos erfolgen. Dank
einer derartigen Ausgestaltung lässt sich das Anbringen und Entfernen in Bezug auf
den Kabelspeicher maschinell und automatisiert durchführen.
[0015] Die Gehäuseaufnahmeeinrichtung kann eine Einstecköffnung aufweisen, in die zum Erstellen
ein Fussabschnitt des Kabelspeichers einsteckbar ist. Der Fussabschnitt kann komplementär
zur Einstecköffnung ausgestaltet sein, wodurch eine vorteilhafte formschlüssige Verbindung
zwischen Gehäuseaufnahmeeinrichtung und Kabelspeicher geschaffen werden kann. Anstelle
zur beschriebenen Steckverbindung sind auch andere Verbindungsarten denkbar. Zum Beispiel
kann der Kabelspeicher magnetisch, beispielsweise mit Hilfe von Permanentmagneten
oder aktivierbaren Elektromagneten, mit der Gehäuseaufnahmeeinrichtung verbunden werden.
[0016] Die Anordnung kann weiter Sicherungsmittel zum sicheren Fixieren des in die Einstecköffnung
der Gehäuseaufnahmeeinrichtung eingesteckten Kabelspeichers umfassen. Solche Sicherungsmittel
verhindern ein unbeabsichtigtes Entfernen des eingesteckten Kabelspeichers aus der
Gehäuseaufnahmeeinrichtung. Somit ist mit der Anordnung auch eine "Überkopf"-Betriebsweise
möglich. Zum Beispiel kann der Kabelspeicher also in der Anordnung derart temporär
angeordnet werden; dass sich der Kabelspeicher unterhalb des Haltearms befindet und
die Kabel von unten her in einer vertikalen Bewegung nach oben in den Kabelspeicher
abgelegt werden.
[0017] Beispielsweise können die Sicherungsmittel eine federnd gelagerte Rastnase und eine
korrespondierende Aussparung, in die die Rastnase bei eingestecktem Kabelspeicher
eingreift, umfassen. Die Rastnase kann in der Einstecköffnung und die Aussparung in
der Einstecköffnung angeordnet sein; selbstverständlich wäre auch eine umgekehrte
Zuordnung betreffend Rastnase und Aussparung vorstellbar.
[0018] Ein einreihiges Steckergehäuse kann für die Bestückung derart in der Gehäuseaufnahmeeinrichtung
aufgenommen sein, dass die Zellen des Steckergehäuses in einer vorzugsweise vertikalen
oder horizontalen Reihe angeordnet sind. Zur Bestückung von einreihigen Steckergehäusen
kann es vorteilhaft sein, wenn der Kabelspeicher und ein Gehäusehalter zum Festhalten
des Steckergehäuses im Wesentlichen auf einer gemeinsamen vorzugsweise vertikalen
oder horizontalen Ebene liegen. Der Kabelspeicher und der erwähnte Gehäusehalter können
während der Bestückung derart zueinander positioniert und ausgerichtet sein, dass
ein Kabelgreifer der Bestückungseinheit sowohl zum Ablegen des Kabels in den Kabelspeicher
als auch zum nachfolgenden Einführen des Kabelendes in die jeweilige Zelle des Steckergehäuses
nur zweidimensional bewegt werden muss. Auf diese Art und Weise lässt sich die Anordnung
besonders effizient betreiben.
[0019] Wenn der Kabelspeicher die Kabel zusammenhält, kann der Kabelspeicher entlang der
Kabellängsrichtung hin und her und insbesondere zu den gegenüberliegenden, noch nicht
bestückten Kabelenden geführt werden.
[0020] In einer vorteilhaften Anordnung weist der Kabelspeicher einen schlitzförmigen Kabelaufnahmebereich
auf. Dabei kann der Kabelaufnahmebereich derart dimensioniert sein, dass mehrere Kabel
in einer Reihe übereinanderliegend in diesem Kabelaufnahmebereich aufnehmbar bzw.
anordbar sind. Auf diese Art und Weise lassen sich die Kabel besonders gut ordnen
und sichern. Die Reihenfolge der in den Kabelspeicher abgelegten Kabel bleibt dank
des so gestalteten Kabelaufnahmebereichs erhalten, wodurch die in Bezug auf das Steckergehäuse
gegenüberliegenden Kabelenden ohne aufwendige Neuordnung weiter verwendet werden können.
Der schlitzförmige Kabelaufnahmebereich kann eine Schlitzbreite aufweisen, die mindestens
dem Durchmesser der Kabel entspricht. Der Kabelspeicher kann zum Beispiel zwei voneinander
beabstandete Seitenelemente umfassen, wobei der Kabelaufnahmebereich zwischen den
beiden Seitenelementen angeordnet ist. Die Seitenelemente sind vorzugsweise parallel
zueinander verlaufend im Kabelspeicher angeordnet. Der Abstand zwischen den Seitenelementen
entspricht somit der genannten Schlitzbreite. Die maximale Breite des Schlitzes des
Kabelaufnahmebereichs soll dabei vorzugsweise kleiner als das zweifache des Kabeldurchmessers
sein. Vorteilhaft wird eine Schlitzbreite gewählt, die das 1.2 bis 1.5-fache des Kabeldurchmessers
ist. Der Kabelspeicher kann derart ausgestaltet sein, dass zum Anpassen an unterschiedliche
Kabel die Schlitzbreite einstellbar ist.
[0021] Zusätzlich oder alternativ kann der Kabelaufnahmebereich des Kabelspeichers eingangsseitig
ein Sperrglied aufweisen, das verhindert, dass bereits in den Kabelspeicher abgelegte
Kabel den Kabelaufnahmebereich verlassen können.
[0022] Zum Sperren oder Verschliessen des Kabelaufnahmebereichs kann zum Beispiel eine Klinke
vorgesehen sein, die in einer Ruhestellung den Kabelaufnahmebereich abschliesst. Für
den Ablegevorgang kann die Klinke zum Freigeben des Kabelaufnahmebereichs vom Kabel
wegdrückbar sein. Der Kabelaufnahmebereich lässt sich mit anderen Worten auf passive
Weise automatisch beim Ablegen der Kabel entsperren.
[0023] Die Klinke kann zum Beispiel an einem Hebelteil angeordnet sein. Dabei kann das Hebelteil
schwenkbar um eine Achse an einem Seitenelement des Kabelspeichers gelagert sein.
Das Hebelteil kann zum Absperren bzw. Schliessen des Kabelaufnahmebereichs in der
Ruhestellung des Hebelteils mittels eines Federelements zum Erzeugen einer Vorspannkraft
gegen das vorerwähnte Seitenelement abgestützt sein.
[0024] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bestückung von Steckergehäusen
mit konfektionierten Kabelenden von Kabeln, wobei für das Verfahren die vorgängig
beschriebene Bestückungsanordnung verwendet wird. Das erfindungsgemässe Verfahren
umfasst folgende Schritte: Die Kabelenden von Kabeln werden mittels einer Bestückungseinheit
in Zellen eines Steckergehäuses eingeführt, wobei das Steckergehäuse in der Gehäuseaufnahmeeinrichtung
aufgenommen ist. Zuvor werden die Kabel in den Kabelspeicher abgelegt, wobei der Kabelspeicher
in der Gehäuseaufnahmeeinrichtung aufgenommen ist. Bevorzugt kann das Ablegen unmittelbar
vor dem erwähnten Arbeitsschritt des Einführens der Kabelenden in das Steckergehäuse
erfolgen. Das Ablegen der Kabel in den Kabelspeicher findet somit während des Zuführvorgangs
statt, bei dem die Kabelenden zu den jeweiligen Zellen des Steckergehäuses geführt
werden.
[0025] Die Kabel können derart in einen Kabelaufnahmebereich des Kabelspeichers abgelegt
werden, dass die abgelegten Kabel in einer Reihe übereinanderliegend im Kabelaufnahmebereich
angeordnet sind.
[0026] Für eine nachfolgende Weiterverarbeitung der Kabel kann es vorteilhaft sein, wenn
nach Beendigung des Bestückungsvorgangs der mit den Kabeln gefüllte Kabelspeicher
zusammen mit dem fertig bestückten Steckergehäuse aus der Gehäuseaufnahmeeinrichtung
entfernt wird. Das Entfernen kann dabei manuell durchgeführt werden. Vorteilhaft kann
es aber sein, wenn mittels einer Transfereinrichtung die Kabel mit Kabelspeicher und
Steckergehäuse aus der Gehäuseaufnahmeeinrichtung entnommen und an einen gewünschten
Ort gebracht werden.
[0027] Weitere Einzelmerkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels und aus den Zeichnungen. Es zeigen:
- Figur 1:
- eine perspektivische Darstellung einer Anordnung zur Bestückung eines Steckergehäuses
mit Konfektionierten Kabelenden von Kabeln durch eine Bestückungseinheit,
- Figur 2:
- eine Gehäuseaufnahmeeinrichtung für die Anordnung aus Figur 1 mit einem fertig bestückten
Steckergehäuse und einem Kabelspeicher zum Zusammenhalten der Kabel,
- Figur 3:
- die Anordnung aus Figur 2, jedoch mit aus der Gehäuseaufnahmeeinrichtung entfernten
Steckergehäuse und Kabelspeicher,
- Figur 4:
- eine Schnittdarstellung durch den Kabelspeicher gemäss des Ausführungsbeispiels der
Figuren 2 und 3,
- Figuren 5a bis 5c:
- die Bestückungsanordnung in drei unterschiedlichen Stellungen, wobei ein Steckergehäuse
mit einem konfektionierten Kabelende eines ersten Kabels bestückt wird, und
- Figuren 6a bis 6c:
- die Bestückungsanordnung in drei unterschiedlichen Stellungen beim Bestücken des Steckergehäuses
mit einem konfektionierten Kabelende eines zweiten Kabels.
[0028] Figur 1 zeigt eine insgesamt mit 1 bezeichnete Anordnung zur Bestückung von Steckergehäusen
mit konfektionierten Kabelenden von Kabeln. Diese Bestückungsanordnung 1 verfügt über
eine Bestückungseinheit 2, mit der Kabelenden 9 in Zellen 26, 27 des Steckergehäuses
6 einführbar sind. Das Steckergehäuse 6 ist in Figur 1 beispielhaft zweireihig ausgestaltet.
Die mit 26 bezeichneten Zellen sind in einer ersten vertikalen Zellenreihe und die
Zellen 27 in einer zweiten vertikalen Zellenreihe angeordnet. Anstelle von zweireihigen
Steckergehäusen gemäss vorliegendem Ausführungsbeispiel können mit der Anordnung 1
selbstverständlich auch andere Steckergehäuse, insbesondere einreihige oder vielreihige
Steckergehäuse bestückt werden. Das Kabel 5 weist beim Kabelende 9 einen Crimpkontakt
auf. Der Crimpkontakt wurde vorgängig in einer (nicht dargestellten) Crimpstation
auf ein abisoliertes Kabelende aufgebracht. Ein Kabelgreifer 8 der Bestückungseinheit
2 greift das Kabel 5 knapp hinter dem Crimpkontakt am Kabelende 9. Der Kabelgreifer
8 könnte zum Einführen des Kabelendes 9 in die Zelle 26, 27 des Steckergehäuses 6
gegen das Steckergehäuse bewegt werden. Es ist aber auch denkbar, wenigstens zeitweise
den Kabelgreifer 8 feststehend zu lassen, während die Gehäuseaufnahmeeinrichtung 3
bewegt wird. Auch kombinierte Bewegungen von Kabelgreifer 8 und Gehäuseaufnahmeeinrichtung
3 (vgl. Fig. 5a-c, 6a-c). Die Anordnung 1 umfasst eine Gehäuseaufnahmeeinrichtung
3 zur temporären Aufnahme von Steckergehäusen für die Bestückung. Im vorliegenden
Ausführungsbeispiel ist nur ein Steckergehäuse 6 in der Gehäuseaufnahmeeinrichtung
3 aufgenommen. Selbstverständlich ist es auch denkbar, mehrere Steckergehäuse zu bearbeiten.
[0029] Die Gehäuseaufnahmeeinrichtung 3 verfügt über eine Trägerplatte 17, an dessen planen,
beispielhaft vertikal verlaufenden Oberseite 23 ein Gehäusehalter 18 zum Halten des
Steckergehäuses 6 angeordnet ist. Für derartige oder ähnliche Gehäuseaufnahmeeinrichtungen
3 wird in der Fachwelt auch die Bezeichnung "Gehäusepalette" verwendet. Eine vergleichbare
Bestückungsanordnung wie die in Figur 1 gezeigte Anordnung 1 ist beispielsweise auch
aus der
EP 1 304 773 A1 bekannt geworden. Die erfindungsgemässe Anordnung 1 zeichnet sich dadurch aus, dass
sie einen speziellen (hier nicht dargestellter) Kabelspeicher zum Sichern und Ordnen
der von den in den Zellen 26, 27 des Steckergehäuses eingeführten Kabelenden 9 wegführenden
Kabeln 5 enthält. Dieser spezielle Kabelspeicher ist nachfolgend in den Figuren 2
bis 4 gezeigt und wird nachfolgend im Detail erläutert.
[0030] Figur 2 zeigt die Gehäuseaufnahmeeinrichtung 3, wobei zum besseren Verständnis der
Lage, Ausrichtungen und Bewegungsabläufe ein kartesisches Koordinatensystem mit x,
y und z-Achsen dargestellt ist. In Figur 2 ist das Steckergehäuse 6 bereits fertig
bestückt. Die in das Steckergehäuse 6 eingeführten Kabel 5 werden ersichtlicherweise
von einem Kabelspeicher 4 zusammengehalten, der die Kabel 5 ordnet und sichert.
[0031] Die vertikale Trägerplatte 17 der Gehäuseaufnahmeeinrichtung 3 weist eine plane Oberseite
23 auf, die planparallel zur Ebene y-z verläuft. An der Trägerplatte 17 ist ein horizontaler
Haltearm 7 angeordnet, der rechtwinklig an die Oberseite 23 der Trägerplatte 17 anschliesst.
Der Haltearm 7 erstreckt sich somit vorliegend in der horizontalen Richtung x. Der
Haltearm 7 ist zum Beispiel mittels einer Schraubverbindung an der Trägerplatte 17
befestigt. Am freien Ende des Haltearms 7 ist der erwähnte Kabelspeicher 4 zum Zusammenhalten
der Vielzahl von Kabeln 5 temporär aufgenommen. Der Kabelspeicher 4 ist lösbar mit
der Gehäuseaufnahmeeinrichtung 3 verbunden, so dass nach Beendigung des Bestückungsvorgangs
der Kabelspeicher 4 zusammen mit dem fertig bestückten Steckergehäuse 6 und den zugehörigen
Kabeln 5 aus der Gehäuseaufnahmeeinrichtung 3 entfernt werden kann. Diese Stellung
ist in Figur 3 gezeigt. Wie aus Figur 3 hervorgeht, bilden die Kabel 5, das Steckergehäuse
6 und der Kabelspeicher 4 eine Einheit, die mobil ausgestaltet ist und die einfach
an einen gewünschten Ort für eine Weiterverarbeitung gebracht werden kann. In Figur
3 ist eine Einstecköffnung 13 erkennbar, in die der Kabelspeichers 4 einsteckbar ist.
Das Teil des Kabelspeichers 4, das für die Steckverbindung dient, ist als Fussabschnitt
14 bezeichnet. Der Kabelspeicher 4 lässt sich durch eine Relativbewegung des Kabelspeichers
4 zur Gehäuseaufnahmeeinrichtung 3 von der Gehäuseaufnahmeeinrichtung 3 entfernen
und an die Gehäuseaufnahmeeinrichtung 3 anbringen. Zusätzliche Werkzeuge sind zum
Anbringen oder Entfernen nicht notwendig. Der Kabelspeicher 4 weist zwei Seitenelemente
15 und 16 auf, die in z-Richtung vom Haltearm 7 weg ragen. Zwischen den beiden Seitenelementen
15, 16 sind die Kabel in Form einer Kabelschar mit übereinander in einer Reihe angeordneten
Kabel 5 angeordnet. Konstruktive Details zur Ausgestaltung des Kabelspeichers 4 sind
auf der Schnittdarstellung gemäss Figur 4 entnehmbar.
[0032] Figur 4 zeigt den Kabelspeicher 4, der über eine Steckverbindung temporär mit dem
Haltearm 7 der Gehäuseaufnahmeeinrichtung verbunden ist. Der Fussabschnitt 14 des
Kabelspeichers 4 ist komplementär zur Einstecköffnung 13 ausgestaltet, wodurch sich
eine formschlüssige Verbindung zwischen Kabelspeicher 4 und Haltearm 14 ergibt. Zum
sicheren Fixieren des in die Einstecköffnung 13 der Gehäuseaufnahmeeinrichtung eingesteckten
Kabelspeichers 4 gegen unbeabsichtigtes Entfernen sind Sicherungsmittel vorgesehen.
Am Haltearm 7 ist im Bereich der Einstecköffnung 13 hierfür ein Federdruckstück mit
einer Rastnase 17 vorgesehen, die zum Sichern des eingesteckten Kabelspeichers 4 in
eine Aussparung 12 im Fussabschnitt 14 eingreift. Anstatt der hier gezeigten Rastnase
17 und Aussparung 12 wären auch andere Sicherungsmittel denkbar.
[0033] Die zwei Seitenelemente 15 und 16 des Kabelspeichers 4 werden vorliegend durch ein
Gehäuseteil für das erste Seitenelement 15 und durch einen Bolzen für das zweite Seitenelement
16 gebildet. Das erwähnte Gehäuseteil ist einstückig mit dem Fussabschnitt 14 verbunden
und bildet mit diesem einen monolithischen Formkörper aus einem beispielsweise metallischen
Werkstoff. Der Bolzen 16 in einer Bohrung in diesem Gehäuseteil aufgenommen und fixiert.
[0034] Der mit 10 bezeichnete Kabelaufnahmebereich ist schlitzförmig ausgestaltet, die Schlitzbreite
ist mit "s" bezeichnet. Wie etwa aus Figur 3 ersichtlich ist, ist der schlitzförmige
Kabelaufnahmebereich 10 dabei derart dimensioniert, dass mehrere Kabel 5 in einer
Reihe übereinander liegend im Kabelaufnahmebereich 10 anordbar sind. Vorteilhaft wird
eine Schlitzbreite s gewählt, die dem 1.2 bis 1.5-fachen des Kabeldurchmessers des
Kabels 5 entspricht.
[0035] Der Kabelaufnahmebereich 10 weist eingangsseitig ein durch eine Klinke 19 gebildetes
Sperrglied auf. Dieses Sperrglied verhindert, dass bereits in den Kabelspeicher 4
abgelegte Kabeln 5 den Kabelaufnahmebereich 10 verlassen können. In der in Figur 4
gezeigten Ruhestellung schliesst die Klinke 19 den Kabelaufnahmebereich 10 ab. Das
Hebelteil 20 ist in einem Langloch des Gehäuseteils im ersten Seitenelement 15 aufgenommen.
Das Hebelteil 20 ist dabei schwenkbar in diesem Seitenelement 15 gelagert. Die entsprechende
Schwenkachse ist mit 21 bezeichnet. Zum Erstellen der Ruhestellung ist das Hebelteil
20 mittels eines durch eine Schraubendruckfeder gebildeten Federelements 22 zum Erzeugen
einer Vorspannkraft am Seitenelement 15 abgestützt. Für den Ablegevorgang ist die
Klinke 19 zum Freigeben des Kabelaufnahmebereichs 10 von den in den Kabelaufnahmebereich
bewegten Kabeln wegdrückbar. Die Klinke 19 ist Bestandteil eines Hebelteils 20 und
ist am oberen Ende des Hebelteils 20 angeordnet. Am unteren Ende des Hebelteils 20
ist ein Griffabschnitt 25 vorgesehen. Durch Drücken auf den Griffabschnitt 25 kann
das Hebelteil 20 geschwenkt und so die Klinke in eine Offenstellung gebracht werden.
Diese Öffnungsbewegung ist durch einen Stift 24 begrenzt, der im Seitenelement 15
eingepresst oder auf andere Weise darin fixiert ist und der innerhalb einer durch
ein quer liegendes Langloch gebildeten Führung des Hebelteils 20 im Bereich der Klinke
19 aufgenommen ist.
[0036] Anstelle des anhand der Figur 4 beschriebenen mehrteiligen Kabelspeichers 4 sind
auch einstückige Varianten denkbar. Im Hinblick auf grosse Stückzahlen könnte mit
entsprechenden Anpassungen der Kabelspeicher 4 auch als Kunststoff-Spritzgussteil
ausgeführt werden.
[0037] In den Figuren 5a bis 5c sind einzelne Verfahrenssequenzen des Verfahrens zur Bestückung
des Steckergehäuses 6 mit Kabeln 5 unter Verwendung der vorgängig beschriebenen Anordnung
1 gezeigt. In Figur 5a befindet sich die Bestückungseinheit 2 mit dem Kabelgreifer
schon in der Nähe des Steckergehäuses 6. Bevor das Kabelende 9 des Kabels 5 in die
entsprechende Zelle des Steckergehäuses 6 eingeführt wird, wird das erste Kabel 5
jedoch in den Kabelspeicher 4 abgelegt. Die Ablegerichtung ist mit dem Pfeil c angedeutet.
Die Bewegung kann entweder von der Bestückungseinheit 2 oder von der Gehäuseaufnahmeeinrichtung
3 durchgeführt werden. In Figur 5b befindet sich die Bestückungseinheit in einer Stellung,
in der zum Ablegen des Kabels 5 das Kabel durch den Aufnahmebereich des Kabelspeichers
4 geführt ist. Danach kann der Bestückungsvorgang abgeschlossen werden. Hierzu muss
der Greifer der Bestückungseinheit 2 in f-Richtung nach oben bewegt und sobald das
Kabelende 9 axial zur entsprechenden Zelle des Kabelgehäuses 6 ausgerichtet ist, kann
der Greifer das Kabelende 9 in Einschieberichtung e bewegen. In Figur 5c befindet
sich die Bestückungseinheit 2 in einer Endstellung, in der das Kabelende 9 in das
Steckergehäuse 6 eingeführt ist. Die durch die Pfeile c, f, und e angedeuteten Bewegungen
können von der Bestückungseinheit 2 oder von der Gehäuseaufnahmeeinrichtung 3 ausgeführt
werden. Auch Kombinationen sind denkbar. Weiter kann es unter Umständen vorteilhaft
sein, wenn von der Bestückungseinheit 2 lediglich axiale Bewegungen in Richtung der
x-Achse durchgeführt werden. Der mit dem Pfeil c angedeutete Ablegevorgang sowie die
vertikale, mit dem Pfeil f angedeutete vertikale Positionierung des Kabelendes 9 würde
in diesem Fall von der Gehäuseaufnahmeeinrichtung 3 durchgeführt. Somit würde mit
der Bestückungseinheit 2 lediglich der eigentliche Einführvorgang durchgeführt. Der
Bestückungsvorgang würde durch die horizontale Bewegung der Bestückungseinheit 2 in
e-Richtung abgeschlossen.
[0038] Nachdem das erste Kabelende des ersten Kabels 5 in das Steckergehäuse 6 eingesteckt
worden ist, lässt der Greifer der Bestückungseinheit 2 das Kabel los und ein zweites
Kabel kann geholt werden. In den Figuren 6a bis 6c sind die analogen Verfahrenssequenzen
für das zweite, mit 5' bezeichnete Kabel dargestellt.
[0039] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel wird ein zweireihiges Steckergehäuse 6 bestückt,
weshalb der Kabelgreifer 8 und/oder die Gehäuseaufnahmeeinrichtung 3 in drei Richtungen
(x, y, z) bewegbar sein muss. Für bloss einreihige Steckergehäuse wäre folgende Betriebsweise
vorstellbar: Der Kabelspeicher 4 und der Gehäusehalter 18 zum Festhalten des Steckergehäuses
6 liegen auf einer gemeinsamen vertikalen Ebene, die planparallel zu x-z verläuft.
Kabelspeicher 4 und Gehäusehalter 18 für die Bestückung können derart positioniert
und ausgerichtet sein, dass der Kabelgreifer 8 sowohl für das Ablegen des Kabels 5,
5' in den Kabelspeicher 4 als auch für das Einführen des Kabelendes 9, 9' in die jeweilige
Zelle des einreihigen Steckergehäuses nur zweidimensional bewegt werden muss.
[0040] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel werden Kabel einseitig mit Steckergehäusen 6
bestückt. Der Kabelspeicher 6 hat insbesondere Vorteile, wenn mit den unbestückten
Kabelenden noch weitere Operationen ausgeführt werden müssen, bei denen die Reihenfolge
einzuhalten ist. Beispielsweise werden bei den erwähnten Operationen an den unbestückten
Kabelenden Gehäusebestückungen vorgenommen, die an einem Brett von Hand ausgeführt
werden. Grundsätzlich wäre es aber auch denkbar, die Bestückungsanordnung 1 auch für
Kabel in Form von Kabelschlaufen einzusetzen, die beidseitig bestückt werden. In diesem
Fall wäre für die Anordnung 1 beispielhaft eine Gehäuseaufnahmeeinrichtung zu verwenden,
die zwei, bevorzugt nebeneinander angeordnete Gehäusehalter für zwei Steckergehäuse
aufweist. In denselben Haltearm 7 oder eventuell einem zweiten Haltearm wäre dann
ein zweiter, gleichartig ausgestalteter Kabelspeicher temporär aufgenommen. Im ersten
Kabelspeicher 4 würden dann die Kabel im Bereich des einen Kabelendes und im zweiten
(nicht dargestellten) Kabelspeicher die Kabel im Bereich des gegenüberliegenden Kabelendes
abgelegt, wodurch sie sicher und geordnet gespeichert werden können.
[0041] Häufig sind an der Gehäuseaufnahmeeinrichtung 3 zwei und mehrere Steckergehäuse gleichzeitig
aufgenommen. In diesem Fall kann es vorteilhaft sein, wenn die von wenigstens zwei
und allenfalls allen fertig bestückten Steckergehäusen, die sich temporär auf der
Gehäuseaufnahmeeinrichtung 3 befinden, wegführenden Kabel 5 von einem gemeinsamen
Kabelspeicher 4 zusammengehalten werden.
1. Anordnung (1) zur Bestückung von Steckergehäusen (6) mit konfektionierten Kabelenden
(9, 9') von Kabeln (5, 5') durch eine Bestückungseinheit (2), mit der die Kabelenden
(9, 9') in Zellen (26, 27) des Steckergehäuses (6) einführbar sind, umfassend eine
Gehäuseaufnahmeeinrichtung (3) zur temporären Aufnahme von Steckergehäusen (6) für
die Bestückung,
dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnung (1) einen lösbar mit der Gehäuseaufnahmeeinrichtung (3) verbundenen
oder verbindbaren Kabelspeicher (4) zum Zusammenhalten von Kabeln (5, 5') aufweist,
wobei der Kabelspeicher (4) mit der temporären Aufnahme des Steckergehäuses (6) in
der Gehäuseaufnahmeeinrichtung (3) temporär durch die Gehäuseaufnahmeeinrichtung (3)
aufnehmbar ist.
2. Anordnung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an der Gehäuseaufnahmeeinrichtung (3) ein Haltearm (7) anschliesst, wobei auf dem
Haltearm (7) der Kabelspeicher (4) angeordnet ist
3. Anordnung (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Gehäuseaufnahmeeinrichtung (3) eine Trägerplatte (17) aufweist und dass der Haltearm
(7) rechtwinklig zu einer Oberseite (23) der Trägerplatte (17) ausgerichtet ist.
4. Anordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Kabelspeicher (4) durch eine Relativbewegung des Kabelspeichers (4) zur Gehäuseaufnahmeeinrichtung
(3) an die Gehäuseaufnahmeeinrichtung (3) anbringbar und/oder von der Gehäuseaufnahmeeinrichtung
(3) entfernbar ist.
5. Anordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Kabelspeicher (4) über eine Steckverbindung mit der Gehäuseaufnahmeeinrichtung
(3) verbunden oder verbindbar ist.
6. Anordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Gehäuseaufnahmeeinrichtung (3) eine Einstecköffnung (13) aufweist, in die ein
Fussabschnitt (14) des Kabelspeichers (4) einsteckbar ist.
7. Anordnung (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass Sicherungsmittel zum sicheren Fixieren des in die Einstecköffnung (13) der Gehäuseaufnahmeeinrichtung
(3) eingesteckten Kabelspeichers (4) vorhanden sind.
8. Anordnung (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungsmittel eine federnd gelagerte Rastnase (11) und eine korrespondierende
Aussparung (12) umfassen, wobei bei eingesteckten Kabelspeicher (4) die Rastnase (11)
in die Aussparung (12) eingreift.
9. Anordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Kabelspeicher (4) und ein Gehäusehalter (18) zum Festhalten des Steckergehäuses
(6) auf einer gemeinsamen Ebene liegen.
10. Anordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Kabelspeicher (4) einen schlitzförmigen Kabelaufnahmebereich (10) aufweist, wobei
der Kabelaufnahmebereich (10) derart dimensioniert ist, dass mehrere Kabel (5, 5')
in einer Reihe übereinander liegend im Kabelaufnahmebereich (10) anordbar sind.
11. Anordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Kabelspeicher (4) einen Kabelaufnahmebereich (10) aufweist, wobei eingangsseitig
beim Kabelaufnahmebereich (10) ein Sperrglied (19) zum Verhindern, dass bereits in
den Kabelspeicher (4) abgelegte Kabeln (5, 5') den Kabelaufnahmebereich (10) verlassen
können, vorgesehen ist.
12. Verfahren zur Bestückung von Steckergehäusen (6) mit konfektionierten Kabelenden (9,
9') von Kabeln (5, 5') unter Verwendung einer Anordnung, die eine Gehäuseaufnahmeeinrichtung
(3) zur temporären Aufnahme der Steckergehäuse (6) und einen lösbar mit der Gehäuseaufnahmeeinrichtung
verbundenen oder verbindbaren Kabelspeicher (4) zum Zusammenhalten der Kabel aufweist,
wobei das Verfahren folgende Schritte umfasst:
- Ablegen der Kabel (5, 5') in den Kabelspeicher (4), der temporär durch die Gehäuseaufnahmeeinrichtung
(3) aufgenommen ist,
- Einführen von Kabelenden (9, 9') der Kabel mittels einer Bestückungseinheit (2)
in Zellen (26, 27) des Steckergehäuses (6), wobei das Steckergehäuse (6) in der Gehäuseaufnahmeeinrichtung
(3) aufgenommen ist.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Kabel (5, 5') derart in einen Kabelaufnahmebereich (10) des Kabelspeichers (4)
abgelegt werden, dass die abgelegten Kabel (5, 5') in einer Reihe übereinander liegend
im Kabelaufnahmebereich (10) angeordnet sind.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass nach Beendigung des Bestückungsvorgangs der mit den Kabeln (5, 5') gefüllte Kabelspeicher
(4) zusammen mit dem fertig bestückten Steckergehäuse (6) aus der Gehäuseaufnahmeeinrichtung
(3) entfernt wird.
1. An arrangement (1) for equipping plug housings (6) with fitted-out cable ends (9,
9') of cables (5, 5') using a equipping unit (2), by means of which the cable ends
(9, 9') can be inserted into cells (26, 27) of the plug housing (6), wherein said
arrangement comprises a housing receptacle device (3) for temporarily receiving plug
housings (6) for the equipping process,
characterized in that the arrangement (1) has a cable accumulator (4), which is or can be separably connected
to the housing receptacle device (3) and serves for holding together cables (5, 5'),
wherein the cable accumulator (4) can be temporarily received by the housing receptacle
device (3) when the plug housing (6) is temporarily received in the housing receptacle
device (3).
2. The arrangement (1) according to claim 1, characterized in that a holding arm (7) is connected to the housing receptacle device (3), wherein the
cable accumulator (4) is arranged on the holding arm (7).
3. The arrangement (1) according to claim 2, characterized in that the housing receptacle device (3) has a carrier plate (17), and in that the holding arm (7) is oriented perpendicular to an upper side (23) of the carrier
plate (17).
4. The arrangement (1) according to one of claims 1 to 3, characterized in that the cable accumulator (4) can be attached to the housing receptacle device (3) and/or
removed from the housing receptacle device (3) by moving the cable accumulator (4)
relative to the housing receptacle device (3).
5. The arrangement (1) according to one of claims 1 to 4, characterized in that the cable accumulator (4) is or can be connected to the housing receptacle device
(3) by means of a plug-type connection.
6. The arrangement (1) according to one of claims 1 to 5, characterized in that the housing receptacle device (3) has a plug-in opening (13), into which a base section
(14) of the cable accumulator (4) can be plugged.
7. The arrangement (1) according to claim 6, characterized in that securing means are provided for securely fixing the cable accumulator (4) plugged
into the plug-in opening (13) of the housing receptacle device (3).
8. The arrangement (1) according to claim 7, characterized in that the securing means comprise a spring-mounted snap-in tab (11) and a corresponding
recess (12), wherein the snap-in tab (11) engages into the recess (12) when the cable
accumulator (4) is plugged in.
9. The arrangement (1) according to one of claims 1 to 8, characterized in that the cable accumulator (4) and a housing holder (18) for holding the plug housing
(6) lie on a common plane.
10. The arrangement (1) according to one of claims 1 to 9, characterized in that the cable accumulator (4) has a slot-shaped cable receptacle region (10), wherein
the cable receptacle region (10) is dimensioned in such a way that multiple cables
(5, 5'), which lie on top of one another in a row, can be arranged in the cable receptacle
region (10).
11. The arrangement (1) according to one of claims 1 to 10, characterized in that the cable accumulator (4) has a cable receptacle region (10), wherein a locking element
(19) is provided on the entry side of the cable receptacle region (10) in order to
prevent cables (5, 5'), which were already placed into the cable accumulator (4),
from exiting the cable receptacle region (10).
12. A method for equipping plug housings (6) with fitted-out cable ends (9, 9') of cables
(5, 5') using an arrangement that comprises a housing receptacle device (3) for temporarily
receiving plug housings (6) and a cable accumulator (4), which is or can be separably
connected to the housing receptacle device and serves for holding together the cables,
wherein said method comprises the following steps:
- placing the cables (5, 5') into the cable accumulator (4), which is temporarily
received by the housing receptacle device (3),
- inserting cable ends (9, 9') of the cables into cells (26, 27) of the plug housing
(6) by means of a equipping unit (2), wherein the plug housing (6) is received in
the housing receptacle device (3).
13. The method according to claim 12, characterized in that the cables (5, 5') are placed into a cable receptacle region (10) of the cable accumulator
(4) in such a way that the placed cables (5, 5') lie on top of one another in a row
in the cable receptacle region (10).
14. The method according to claim 12 or 13, characterized in that the cable accumulator (4) filled with the cables (5, 5') is removed from the housing
receptacle device (3) together with the completely fitted plug housing (6) after the
completion of the equipping process.
1. Ensemble (1), destiné à garnir des boîtiers de prise (6) avec des extrémités de câble
(9, 9') de confection de câbles (5, 5') par une unité de garnissage (2), à l'aide
de laquelle les extrémités de câble (9, 9') sont susceptibles d'être introduites dans
des cellules (26, 27) du boîtier de prise (6), comprenant un réceptacle de boîtier
(3), destiné à recevoir temporairement des boîtiers de prise (6) pour le garnissage,
caractérisé en ce que l'ensemble (1) comporte un accumulateur de câble (4) relié ou susceptible d'être
relié de manière amovible avec le réceptacle de boîtier (3), pour maintenir en cohésion
des câbles (5, 5'), l'accumulateur de câble (4) étant susceptible d'être réceptionné
par le réceptacle de boîtier (3) avec la réception temporaire du boîtier de prise
(6) dans le réceptacle de boîtier (3).
2. Ensemble (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que sur le réceptacle de boîtier (3) se raccorde un bras de retenue (7), sur le bras
de retenue (7) étant placé l'accumulateur de câble (4).
3. Ensemble (1) selon la revendication 2, caractérisé en ce que le réceptacle de boîtier (3) comporte une plaque de support (17) et en ce que le bras de retenue (7) est orienté à angle droit par rapport à une face supérieure
(23) de la plaque de support (17).
4. Ensemble (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que l'accumulateur de câble (4) est susceptible d'être monté sur le réceptacle de boîtier
(3) et/ou retiré du réceptacle de boîtier (3) par un déplacement relatif de l'accumulateur
de câble (4) par rapport au réceptacle de boîtier (3).
5. Ensemble (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'accumulateur de câble (4) est relié ou susceptible d'être relié par l'intermédiaire
d'une liaison par enfichage avec le réceptacle de boîtier (3).
6. Ensemble (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le réceptacle de boîtier (3) comporte un orifice d'enfichage (13), dans lequel une
partie basse (14) de l'accumulateur de câble (4) est enfichable.
7. Ensemble (1) selon la revendication 6, caractérisé en ce que des moyens de blocage sont présents, pour la fixation sécurisée de l'accumulateur
de câble (4) enfiché dans l'orifice d'enfichage (13) du réceptacle de boîtier (3).
8. Ensemble (1) selon la revendication 7, caractérisé en ce que les moyens de blocage comprennent un tenon d'enclenchement (11) logé de manière élastique
et un évidement (12) correspondant, lorsque l'accumulateur de câble (4) est enfiché,
le tenon d'enclenchement (11) s'engageant dans l'évidement (12).
9. Ensemble (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que l'accumulateur de câble (4) et un support de boîtier (18) destiné à maintenir le
boîtier de prise (6) se situent sur un même plan.
10. Ensemble (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisé en ce que l'accumulateur de câble (4) comporte une zone de logement de câble (10) en forme
de fente, la zone de logement de câble (10) étant dimensionnée de telle sorte que
plusieurs câbles (5, 5') puissent être placés en superposition sur une rangée dans
la zone de logement de câble (10).
11. Ensemble (1) selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que l'accumulateur de câble (4) comporte une zone de logement de câble (10), du côté
de l'entrée près de la zone de logement de câble (10) étant prévu un organe d'arrêt
(19) destiné à empêcher que des câbles (5, 5') déjà déposés dans l'accumulateur de
câble (4) puissent quitter la zone de logement de câble (10).
12. Procédé, destiné à garnir des boîtiers de prise (6) avec des extrémités de câble (9,
9') de confection de câbles (5, 5') en utilisant un ensemble, qui comprend un réceptacle
de boîtier (3) destiné à recevoir temporairement les boîtiers de prise (6) et un accumulateur
de câble (4) relié ou susceptible d'être relié de manière amovible avec le réceptacle
de boîtier, pour maintenir en cohésion des câbles (5, 5'), le procédé comprenant les
étapes suivantes, consistant à :
- déposer les câbles (5, 5') dans l'accumulateur de câble (4), qui est réceptionné
temporairement par le réceptacle de boîtier (3),
- introduire des extrémités de câble (9, 9') des câbles au moyen d'une unité de garnissage
(2) dans des cellules (26, 27) du boîtier de prise (6), le boîtier de prise (6) étant
réceptionné dans le réceptacle de boîtier (3).
13. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce qu'on dépose les câbles (5, 5') dans une zone de logement de câble (10) de l'accumulateur
de câble (4) de telle sorte que les câbles (5, 5') déposés soient placés en superposition
sur une rangée dans la zone de logement de câble (10).
14. Procédé selon la revendication 12 ou 13, caractérisé en ce qu'après l'achèvement du processus de garnissage, on retire l'accumulateur de câble (4)
rempli avec les câbles (5, 5') conjointement avec le boîtier de prise (6) entièrement
garni hors du réceptacle de boîtier (3).
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Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
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