[0001] Die Erfindung betrifft ein Vulkanfiber-Schleifwerkzeug. Vulkanfiber-Schleifscheiben,
gehören zu den Schleifmitteln auf Unterlage und sind in der DIN ISO 16057 im Einzelnen
beschrieben. Als Trägermaterial von Schleifmittel auf Unterlage können Papier, Gewebe,
Polyester und Fiber (Vulkanfiber) eingesetzt werden. Diese Trägermaterialien ermöglichen
die Herstellung von Schleifwerkzeugen mit einem gleichmäßigen Besatz an Schleifkörnern
verschiedenster Körnungen und Schleifmittel. Von allen einsetzbaren Trägermaterialien
ist Vulkanfiber das mit der höchsten Festigkeit und Härte.
[0002] Da das Trägermaterial der Schleifmittel auf Unterlage flexibel ist, werden solche
Schleifmittel auch als flexible Schleifmittel bezeichnet. Für den Einsatz solcher
Schleifwerkzeuge in Blattform ist ein unterstützendes Tragteil für den Einsatz beim
Schleifen mit Maschinen erforderlich, üblicherweise in Form eines sogenannten Stütztellers,
wie er in der DIN ISO 15636 genormt ist.
[0003] Im Gegensatz dazu stehen Schleifwerkzeuge mit gebundenem Korn, auch als gebundene
Schleifmittel bezeichnet, bei denen die Schleifkörner in einer Kunstharzmasse eingebettet
sind. Diese Schleifwerkzeuge werden in Form von Schleifsteinen und Schleifscheiben
zur Formgestaltung und Oberflächenbearbeitung von Werkstücken eingesetzt. Solche Schleifwerkzeuge
sind starr, was zum einen die Erzeugung einer Oberflächenkontur erleichtert, jedoch
das Problem mit sich bringt, dass Schleifkorn unkontrolliert und in größeren Fraktionen
ausbrechen kann und so zu ungleichmäßigem Schliffbild auf der Oberfläche des Werkstückes
führt.
[0004] Vulkanfiber-Schleifscheiben sind im industriellen Einsatz sehr beliebt, weil sie
von den Schleifmitteln auf Unterlage die beste Festigkeit bei guter Elastizität bieten
und sich daher durch verhältnismäßig hohe Standzeit, hohe Abtragsleistung und sehr
hohe Kornhaftung auszeichnen. Sie sind besonders für die Erzeugung einer gleichmäßigen
Oberflächenstruktur auf einem Werkstück geeignet. Die bisher bekannten Vulkanfiber-Schleifscheiben
sind mit einem Stützteller einzusetzen, siehe z.B. die Einsatzvorschriften im Werkzeughandbuch
PFERD, D 21, Seite 6/204 und 7/204. Das Werkzeughandbuch PFERD, D 21, kann bei der
Firma August Rüggeberg GmbH & Co. KG, Marienheide, Deutschland, bezogen werden.
[0005] Vulkanfiber-Schleifscheiben können entweder mit einem zentralen Loch nach Form A2
- DIN ISO 16057 ausgeführt werden - dies ist die in den USA beliebtere Ausführungsform
- oder mit zusätzlich sternförmig angeordneten Schlitzen gemäß Form A1 - DIN ISO 16057;
dies ist die beliebtere Ausführungsform in Europa.
[0006] Dabei sind für solche Vulkanfiber-Schleifscheiben im Wesentlichen zwei Systeme zur
Befestigung der Schleifscheibe auf einem Stützteller bekannt und verbreitet. Vorwiegend
im europäischen Raum ist verbreitet, die Vulkanfiberschleifscheibe über einen Gewindebolzen,
der über den Stützteller werkstückseitig hervorsteht, zu stecken und mit einem scheibenförmigen
Befestigungselement zu sichern. Entweder hat das scheibenförmige Befestigungselement
selbst ein Muttergewinde und wird unmittelbar mit dem Bolzen oder über eine separate
Mutter verschraubt. Um Beschädigungen auf der Oberfläche zu reduzieren, werden Gewindebolzen
und Befestigungselement in einer zentralen Vertiefung in dem Stützteller angeordnet,
also "versenkt". Bei einer solchen Anordnung sind die erwähnten Schlitze in der Schleifscheibe
vorteilhaft. Eine solche Befestigung ist z.B. in der
GB 1058502 A1 näher beschrieben und aus dem
Handbuch Produkte und Preise 2008/2009 der LUKAS-ERZETT Vereinigte Schleif- und Fräswerkzeugfabriken
GmbH & Co. KG, Engelskirchen, DE, Seiten 246, 247, 251 bekannt.
[0007] Im amerikanischen Raum wird verbreitet ein Stahlring mit einem Gewindegang mittig
in die Vulkanfiberscheibe eingepresst oder gestanzt, um die Scheibe schneller auf
dem Stützteller befestigen zu können. Eine solche Anordnung ist beispielsweise in
US 3,667,169 A beschrieben. Hierfür ist die Ausführungsform mit zentralem Loch vorteilhaft.
[0008] Diese herkömmlichen Befestigungsmethoden für eine Schleifscheibe auf einem Stützteller
erfordern nach allgemeiner Auffassung einen minimalen Anstellwinkel der Schleifscheibe
gegenüber dem Werkstück von etwa 15°, um eine Berührung des Befestigungselements mit
dem Werkstück und damit eine Beschädigung der Oberfläche des Werkstücks zu vermeiden,
siehe Werkzeughandbuch PFERD, D 21, Seite 6/204.
[0009] Da die üblichen Stützteller aus Gummi oder einem gummiähnlichen ausreichend elastischen
Kunststoff bestehen, ergibt sich bei den Vulkanfiberscheiben in Verbindung mit deren
hoher Abtragsleistung das Risiko einer Überhitzung. Hierzu ist in der
EP 1 741 515 A1 als Lösung ein Stützteller beschrieben, der eine Vielzahl von Kühlkanälen aufweist,
die für eine rückseitige Kühlung der Schleifscheibe sorgen sollen. Ferner wird dort
noch eine Schnellwechselaufnahme für die Scheibe auf dem Tragteller beschrieben, die
eine spezielle Flanscheinrichtung umfasst, die an die nicht mit Schleifmittel versehene
Rückseite der Schleifscheibe angeklebt werden soll.
[0010] In der
DE 20 2009 011470 U1 und der
DE10 2009 038583 A1 wird dazu ausgeführt, dass die in der
EP 1 741 515 A1 beschriebene Lösung im Wesentlichen für die Feinbearbeitung mit Vulkanfiber-Schleifscheiben
feiner Körnung geeignet sei. Bei Einsatz grober Körnungen zum Schruppschleifen bestehe
die Gefahr, dass die Unterlage, also das Trägermaterial der Vulkanfiber-Schleifscheibe,
zerreiße. Als Lösung wird vorgeschlagen, einen in der üblichen Weise aus mit Phenolharz
getränkten und verpressten Glasfasern bestehenden Tragteller vorzusehen und auf diesen
Tragteller die Vulkanfiber-Schleifscheibe mittels einer Klebstoffschicht zu befestigen,
wobei in einer bevorzugten Ausführungsform die Schleifscheibe wenige Millimeter über
den Tragteller hinausragen soll. Auf der einer Schleifseite abgewandten Rückseite
des Tragtellers soll ferner ein Metallring zur Aufnahme einer Antriebswelle einer
Antriebsmaschine vorgesehen sein.
[0011] Aus der
US 3,844,072 A ist ein beidseitig mit einem Schleifmittel beschichtetes elastisches Schleifwerkzeug
bekannt, das eine innere Scheibe aus einem Kunststoff oder Metall umfasst, auf die
beidseitig je eine Scheibe aus einem porösen Schaumstoffmaterial aufgeklebt ist, auf
die jeweils wieder außenseitig eine weitere Scheibe aus einem festeren Material aufgeklebt
ist, auf die schließlich jeweils außenseitig eine Schleifscheibe, z.B. aus Sandpapier,
aufgeklebt ist. Die innere Scheibe umfasst dabei übliche Verbindungsmittel zum Anschluss
an eine Maschine. Das Schleifwerkzeug soll durch die beidseitige Ausstattung mit einer
Schleifscheibe durch einfaches Wenden auf der Maschine besonders praktisch sein. Die
Elastizität soll durch die Scheiben aus einem porösen Schaumstoffmaterial erreicht
werden. Die Verwendung des Schleifwerkzeuges soll auf einer Maschinenwelle mit einem
Stützteller aus Kunststoff erfolgen. Ferner wird vorgeschlagen, anstelle des Aufbaues
aus mehreren scheibenförmigen Schichten einen stabilen Kunststoffkern aus einem Thermoplasten
vorzusehen und diesen mit einem Schaumstoff zu umspritzen, auf den dann die Decklagen
zur Aufnahme der Schleifscheiben aufgeklebt werden sollen. Durch Verwendung eines
härteren Kerns soll die Notwendigkeit eines externen Stütztellers entfallen.
[0012] Aus
EP 0 450 209 B1 und
DE 690 07 467 T2 ist eine flexible, nicht gebundene doppelseitige Einwegschleifscheibe zur drehbaren
Verbindung mit einem Trägerelement bekannt. Die dort offenbarte Schleifscheibe soll
eine kreisförmige Verstärkungseinrichtung in Form eines Zwischenteils zwischen den
Schleifoberflächen aufweisen, die eine zentrale Öffnung definiert, und zwei gegenüberliegende,
im wesentlichen runde ebene Oberflächen hat. Die Schleifscheibe soll durch die Verstärkungseinrichtung
entfernbar mit dem Trägerelement verbunden werden können, so dass beide Schleifoberflächen
zur Endbearbeitung eines Gegenstands verwendet werden können. Vorteilhaft soll die
mit der Verbindungseinrichtung an einem Ende eines Trägerelements verbindbare Einrichtung
ein Zwischenteil aufweisen, das eine zentrale Bohrung definiert, sich in der zentralen
Öffnung befindet und an der Verstärkungseinrichtung angebracht ist, wobei die zentrale
Bohrung und die zentrale Öffnung koaxial zueinander sein sollen. Alternativ soll die
Verstärkungseinrichtung ein Zwischenteil in Form einer Scheibe mit zwei gegenüberliegenden
im wesentlichen ebenen Oberflächen aufweisen, oder ein anderes, ähnlich flaches, ebenes
Element mit zwei gegenüberliegenden, im wesentlichen parallelen, scheibentragenden
Oberflächen, die eine zentrale Bohrung aufweisen. Ein erstes Scheibenelement soll
auf einer Seite ein Schleifmaterial einer gewünschten Korngröße tragen, während eine
zweite gegenüberliegende Seite der Scheibe an der scheibentragenden Oberfläche mit
einem beliebigen, in diesem Zusammenhang bekannten, Klebstoff befestigt sein soll.
Ein zweites Scheibenelement, auf dessen einer Seite ein Schleifmaterial einer gewünschten
Korngröße aufgebracht wurde, soll mit der zweiten gegenüberliegenden Seite haftend
mit der anderen scheibentragenden Oberfläche des Zwischenteils verbunden sein, um
eine Einwegschleifscheibe mit zwei schleifenden Oberflächen zum Abschleifen eines
Gegenstandes zu bilden. Das Zwischenteil soll bevorzugt aus einem Chemiefasergewebe
oder Kunststoff von großer Festigkeit oder einem Metall wie Aluminium, Stahl, Messing,
Kupfer usw., oder einem ähnlichen Werkstoff hergestellt sein. Es soll wichtig sein,
dass der für das Zwischenteil ausgewählte Werkstoff von ausreichender Festigkeit ist,
um die Einwegschleifscheibe ausreichend festzuhalten, während sie den Schleifkräften
ausgesetzt ist. Gegebenenfalls soll die Anordnung mit einem zusätzlichen Stütz- oder
Verstärkungselement verwendet werden, das aus Gummi oder ähnlichem Material hergestellt
sein soll. Als besonderer Vorteil wird angegeben, unterschiedliche Körnungen auf beiden
Seiten des Schleifwerkzeuges kombinieren zu können, auf die dann jeweils durch Wenden
der Schleifscheibe zugegriffen werden kann.
[0013] Die
DE 1 853 136 U beschreibt eine beidseitig mit Schleifmittel belegte Vulkanfiberscheibe, jedoch soll
nur ein radial äußerer Bereich der Schleifscheibe mit dem Schleifmittel belegt sein.
Die Scheibe soll in herkömmlicher Art auf der Spindel einer Werkzeugmaschine befestigt
sein. Der Vorteil soll in einer Materialersparnis liegen, wobei die Scheibe nach Verbrauch
des Schleifmittels auf der einen Seite zur weiteren Benutzung auf der Spindel umgedreht
werden soll.
[0014] Die
DE 20 2010 012 502 U1 zeigt eine Schleifscheibe mit vielen Löchern für die Absaugung von Schleifstaub.
Die Scheibe ist in herkömmlicher Weise zur Benutzung auf einem Stützteller bestimmt.
Der Stützteller soll dabei Löcher zur Absaugung von Schleifstaub aufweisen. In dem
Dokument wird ein Muster aus Radiusstrahlen und Lochkreisen mit einer bestimmten Verteilung
von kreisrunden Löchern beschreiben. Durch die Verteilung der Löcher soll erreicht
werden, dass stets eine annähernd gleichmäßige Absaugleistung erreicht werden kann,
unabhängig von der rotatorischen Positionierung von Stützteller und Schleifscheibe
zueinander. Damit soll bei häufigem Wechsel der Schleifscheiben eine zeitaufwendige
Ausrichtung von Schleifscheibe zu Stützteller vermieden werden.
[0015] Alternativ dazu beschreibt die
WO 2007/143400 A2 eine Schleifscheibe zur Verwendung mit einem ebenfalls beschriebenen Stützteller
für die Verwendung auf einer Schleifmaschine mit einer Absaugeinrichtung, wobei in
der Schleifscheibe längliche Löcher oder Schlitze vorgesehen sein sollen. Die Schlitze
oder Langlöcher können auch gekrümmt sein. Die Langlöcher sollen eine gleichmäßige
Breite über ihre Länge aufweisen. Ferner liegen bei den gezeigten geraden und gekrümmten
Langlöchern die Endmittelpunkte eines Langloches auf einem gemeinsamen Radiusstrahl.
Auch durch diese vorgeschlagene Ausgestaltung der Absauglöcher in der Schleifscheibe
soll erreicht werden, dass stets eine annähernd gleichmäßige Absaugleistung erreicht
werden kann, unabhängig von der rotatorischen Positionierung von Stützteller und Schleifscheibe
zueinander.
[0016] Verschiedene Nachteile bei der Verwendung von Vulkanfiber-Schleifscheiben, wie schlechte
Wärmeableitung bei feinen Körnungen, Reißgefahr beim Arbeiten mit groben Körnungen,
die Notwendigkeit eines Stütztellers, ein notwendiger minimaler Anstellwinkel bei
der Bearbeitung zur Vermeidung der Oberflächenbeschädigung, die Gefahr des Kontaktes
zwischen Werkstück und Stützteller beim Schleifen von engen Nuten und die Wechselzeit
für das Werkzeug im Verhältnis zur Standzeit bei industriellem Einsatz, wurden im
Stand der Technik behandelt und es wurden eine Vielzahl von möglichen Lösungen vorgeschlagen,
die wiederum meist neue Probleme mit sich bringen oder zumindest erhebliche Kosten
verursachen. Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Vulkanfiber-Schleifwerkzeug
bereitzustellen, dass die aus dem Stand der Technik bekannten Nachteile vermindert.
[0017] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Vulkanfiber-Schleifwerkzeug mit
zwei Vulkanfiber-Schleifscheiben, die mittels einer zwischen den Vulkanfiber-Schleifscheiben
angeordneten Kleberschicht vollflächig miteinander verklebt sind, so dass die mit
dem Schleifmittel versehenen Außenseiten der Vulkanfiber-Schleifscheiben voneinander
weg weisen.
[0018] Die Anmelderin hat überraschender Weise herausgefunden, dass mit der erfindungsgemäßen
Ausbildung eines Vulkanfiber-Schleifwerkzeuges die sonst bestehende Gefahr eines Ausreißens
der Vulkanfiber-Schleifscheiben weitestgehend beseitigt ist. Da das erfindungsgemäße
Vulkanfiber-Schleifwerkzeug beidseitig genutzt werden kann, wird diese Ausreißsicherheit
bei sehr viel günstigeren Kosten im Vergleich zu den bekannten Lösungen erreicht.
[0019] Die erfindungsgemäße Lösung hat sich in weiter unerwarteter Weise auch ohne Einsatz
eines zusätzlichen Stütztellers als ausreichend fest gezeigt. Durch Entfall eines
separaten Stützteller verringern sich für den Anwender die Werkzeug-Gesamtkosten und
auch das Gewicht bei Einsatz auf Handwerkzeugen. Ferner wird durch den Entfall des
zusätzlichen Stütztellers die Wärmeabfuhr verbessert.
[0020] Schließlich ermöglicht die erfindungsgemäße Lösung durch den Wegfall des Stütztellers
und die sehr geringe Dicke auch das Bearbeiten von Oberflächen in schmalen Nuten.
Mit dem erfindungsgemäßen Vulkanfiber-Schleifwerkzeug können nicht nur wesentlich
schmalere Nuten erreicht werden, als mit den bekannten Werkzeugen, sondern auch bei
breiteren Nuten entfällt das Risiko des Kontaktes eines Stütztellers mit einer Wange
der Nut und damit einer Beschädigung des Werkstücks.
[0021] Das erfindungsgemäße Werkzeug kann hervorragend einfach mittels eines zentralen Loches
an einer Werkzeugmaschinenspindel in herkömmlicher Weise, z.B. mit Scheibe und Mutter,
befestigt werden und nach Verschleiß des Werkzeugs wird so materialsortenreiner Abfall
erhalten. Es ist auch möglich, in einem zentralen Bereich des Vulkanfiber-Schleifwerkzeugs
in der Kleberschicht ferner ein Mitnehmerelement einzubetten um eine schnellere Befestigung
des Vulkanfiber-Schleifwerkzeugs mit einem maschinellen Antrieb zu erreichen, insbesondere,
wenn das Mitnehmerelement eine Anlagefläche zur Anlage des Vulkanfiber-Schleifwerkzeugs
an dem maschinellen Antrieb aufweist, wobei das Mitnehmerelement gekröpft ausgebildet
ist, so dass die Anlagefläche axial versetzt zu einer Längsmittenebene des Vulkanfiber-Schleifwerkzeugs
angeordnet ist. Dieses erfindungsgemäße Schleifwerkzeug lässt sich auf einer Seite
vollflächig zum Schleifen aufsetzen, entsprechend einem Anstellwinkel von 0°. Dies
ist besonders einfach, wenn in dem Mitnehmerelement im Bereich der Anlagefläche nur
ein Gewindegang ausgebildet ist.
[0022] Insbesondere in Verbindung mit Werkzeug-Schnellwechseleinrichtungen kann es vorteilhaft
sein, wenn in einem zentralen Bereich des Vulkanfiber-Schleifwerkzeugs ferner ein
Mitnehmerelement angeordnet ist zur Verbindung des Vulkanfiber-Schleifwerkzeugs mit
einem maschinellen Antrieb, wobei das Mitnehmerelement die Schleifscheiben durch ein
zentrales Loch durchgreift und die verklebten Vulkanfiber-Schleifscheiben an dem Mitnehmerelement
befestigt sind.
[0023] In Verbindung mit gängigen Handwerkzeugmaschinen, wie Winkelschleifern, ist es für
einen raschen und einfachen Werkzeugwechsel vorteilhaft, wenn in dem Mitnehmerelement
ein ein- oder mehrgängiges Schrauben- oder Muttergewinde ausgebildet ist.
[0024] In einer weiteren besonders vorteilhaften Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Schleifwerkzeuges
weist das Schleifwerkzeug quer zu einer Längsmittenebene des Vulkanfiber-Schleifwerkzeugs
Durchgangslöcher auf. Diese Löcher ermöglichen einerseits während des Betriebes eine
Sicht auf das Werkstück, andererseits verbessern sie die Wärmeabfuhr von der Werkstückoberfläche.
[0025] Grundsätzlich ist es bekannt, Schleifwerkzeuge mit Aussparungen oder Öffnungen zu
versehen, um während der Bearbeitung eines Werkstückes einen Blick auf die bearbeitete
Werkstückoberseite zuzulassen. Beispielsweise sind Aussparungen bei Fächerschleifscheiben
aus der
DE 20 2004 004 027 U1, der
US 2005 0202 768 A1, der
US 2006 0160 480 A1, und der
DE 20 2005 009 665 U1 bekannt. Im Gegensatz zu Vulkanfiberschleifscheiben benötigt man beim Einsatz von
Fächerschleifscheiben keinen Stützteller. Es handelt sich bei Fächerschleifscheiben
um eine andere Art eines Schleifwerkzeuges, bei dem einzelnen Schleifblättchen schindelartig
überdeckend auf einem Trägerteller aufgeklebt sind.
[0027] Im Werkzeughandbuch Pferd D21, Seite 43/204, sind Schleifscheiben und passende Stützteller
mit Löchern beschrieben. Allerdings sollen diese Löcher bei entsprechend ausgerüsteter
Maschine zum Absaugen von Schleifstaub während des Schleifens dienen, um ein Zusetzen
der Schleifscheibe zu verzögern.
[0028] Nachteilig bei allen diesen beschriebenen Ausgestaltungen mit Stützteller ist es
insbesondere, dass bei einem Wechsel der Schleifscheibe die neue Schleifscheibe mit
ihren Löchern zu den Löchern in der Tragplatte oder dem Stützteller ausgerichtet werden
muss. Berücksichtigt man die Ausführungen in der
DE 20 2009 011 470 U1, wonach bei industriellem Einsatz die Standzeit solcher Schleifscheiben teilweise
weniger als eine Minute beträgt, kommt den Werkzeugwechselzeiten für die Gesamtbearbeitungsdauer
extreme wirtschaftliche Bedeutung zu. Die erfindungsgemäße Ausgestaltung bringt daher
gegenüber den bekannten Lösungen einen enormen wirtschaftlichen Vorteil für den Verwender
eines solchen erfindungsgemäßen Werkzeugs.
[0029] Aus der DT 2 121 842 OS ist noch bekannt, Aussparungen und Schlitze in einer Schleifscheibe
vorzusehen, bei der das Schleifmittel auf eine dünne Metalltragscheibe geklebt ist.
Die beschriebene Scheibe soll speziell für das Nachbearbeiten von spanabhebenden Werkzeugen
geeignet sein. Durch die spezielle Ausgestaltung auch der Aussparungen und Schlitze
soll eine Sollbruch-Randzone gebildet werden, die eine mehrfache Benutzung der Scheibe
mit verringertem Radius erlauben soll. Aus der DT 1 652 912 OS ist bekannt, Aussparungen
in Schleifscheiben vorzusehen, wobei sich die Aussparungen auf einen Randbereich beschränken
sollen, in dem die Schleifscheibe nicht durch einen Stützteller unterstützt wird.
[0030] Für eine bessere Sicht auf die Werkstückoberfläche ist es vorteilhaft, wenn sich
die Durchgangslöcher auf einem oder mehreren konzentrisch zu einer Drehachse des Vulkanfiber-Schleifwerkzeugs
angeordneten Lochkreisen befinden.
[0031] Als besonders vorteilhaft hat sich gezeigt, wenn die Durchgangslöcher eine längliche
Gestalt aufweisen, wobei vorzugsweise die Länge der Durchgangslöcher wenigstens das
dreifache der größten Breite der Durchgangslöcher beträgt, insbesondere, wenn sich
die Breite der länglichen Durchgangslöcher von einem ersten Endabschnitt eines Durchgangsloches
zu einem zweiten Endabschnitt des Durchgangsloches vermindert und vorzugsweise der
erste Endabschnitt einen größeren radialen Abstand von einer Drehachse des Vulkanfiber-Schleifwerkzeugs
aufweist, als der zweite Endabschnitt. Dadurch wird einerseits die Sicht auf die wesentlichen
Teile der zu bearbeitenden Werkstückoberfläche verbessert und zugleich eine verbesserte
Wärmeabfuhr von der Werkstückoberfläche erreicht. Vorzugsweise sind dabei der erste
Endabschnitt und der zweite Endabschnitt eines Durchgangsloches auf unterschiedlichen
Radiusstrahlen um die Drehachse des Vulkanfiber-Schleifwerkzeugs angeordnet. Besonders
vorteilhaft beträgt dabei der durch die Radiusstrahlen eines Durchgangsloches um die
Drehachse in der Längsmittenebene des Vulkanfiber-Schleifwerkzeugs eingeschlossene
Winkel wenigstens 30°, vorzugsweise nicht mehr als 60°.
[0032] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das Schleifwerkzeug lediglich als
segmentartiges Teil einer Scheibe ausgebildet. Dadurch kann das erfindungsgemäße Schleifwerkzeug
besonders vorteilhaft auch mit sogenannten Multi-Tools, die einen rotatorisch-oszillierenden
Antrieb für das Werkzeug aufweisen und ansonsten ähnlich wie ein Winkelschleifer ausgestaltet
sind, kombiniert und für präzise Oberflächenbearbeitung eingesetzt werden.
[0033] Die Erfindung soll nachfolgend unter Bezug auf die beigefügten Zeichnungen anhand
von Ausführungsbeispielen näher erläutert werden. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Vulkanfiber-Schleifwerkzeugs in
Draufsicht;
- Fig. 2
- das erfindungsgemäße Vulkanfiber-Schleifwerkzeug aus Figur 1 im Querschnitt;
- Fig. 3
- eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Vulkanfiber-Schleifwerkzeugs in
Draufsicht;
- Fig. 4
- das erfindungsgemäße Vulkanfiber-Schleifwerkzeug aus Figur 3 im Querschnitt;
- Fig. 5
- eine dritte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Vulkanfiber-Schleifwerkzeugs in
Draufsicht;
- Fig. 6
- das erfindungsgemäße Vulkanfiber-Schleifwerkzeug aus Figur 5 im Querschnitt;
- Fig. 7
- eine vierte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Vulkanfiber-Schleifwerkzeugs in
Draufsicht;
- Fig. 8
- das erfindungsgemäße Vulkanfiber-Schleifwerkzeug aus Figur 7 im Querschnitt;
- Fig. 9
- eine fünfte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Vulkanfiber-Schleifwerkzeugs in
Draufsicht;
- Fig. 10
- das erfindungsgemäße Vulkanfiber-Schleifwerkzeug aus Figur 9 im Querschnitt;
- Fig. 11
- eine sechste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Vulkanfiber-Schleifwerkzeugs
in Draufsicht;
- Fig. 12
- das erfindungsgemäße Vulkanfiber-Schleifwerkzeug aus Figur 11 im Querschnitt;
- Fig. 13
- eine siebte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Vulkanfiber-Schleifwerkzeugs in
Draufsicht
- Fig. 14
- das erfindungsgemäße Vulkanfiber-Schleifwerkzeug aus Figur 13 auf einem Winkelschleifer;
- Fig. 15
- eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Vulkanfiber-Schleifwerkzeugs
als segmentartiges Teil einer Scheibe; und
- Fig. 16
- eine Abwandlung der Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Vulkanfiber-Schleifwerkzeugs
aus Figur 15 .
[0034] Die in den Zeichnungen dargestellte erfindungsgemäße Vulkanfiber-Schleifscheibe ist
zum rotatorischen bzw. rotatorisch-oszillierenden Antrieb vorgesehen und ausgebildet,
beispielsweise einem üblichen Winkelschleifer. Das in den Figuren dargestellte erfindungsgemäße
Vulkanfiber-Schleifwerkzeug, insgesamt mit 1 bezeichnet, umfasst mit zwei Vulkanfiber-Schleifscheiben
2 und 3, die wenigstens auf einer ihrer Außenseiten mit einem Schleifmittel versehen
sind und die mittels einer zwischen den Vulkanfiber-Schleifscheiben 2, 3 angeordneten
Kleberschicht 4 vollflächig miteinander verklebt sind, so dass die mit dem Schleifmittel
versehenen Außenseiten der Vulkanfiber-Schleifscheiben 2, 3 voneinander weg weisen.
Die Kleberschicht 4 kann beispielsweise durch einen Kleber auf Epoxidharzbasis gebildet
sein.
[0035] Die in Figur 1 in Draufsicht und in Figur 2 im Querschnitt gezeigte erste Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen Vulkanfiber-Schleifwerkzeugs 1 kann hervorragend einfach mittels
eines zentralen Loches 5 an einer Werkzeugmaschinenspindel 6 in herkömmlicher Weise,
z.B. mit Scheibe und Mutter, befestigt werden. Nach Verschleiß des Werkzeugs 1 kann
so materialsortenreiner Abfall erhalten werden, was insbesondere bei Einsatz im industriellen
Maßstab den Entsorgungsaufwand und damit die Entsorgungskosten gering hält. Das Loch
5 ist vorteilhaft als Loch mit einem Nenndurchmesser von 22,23 mm ausgeführt. Aufgrund
des symmetrischen Aufbaus des Schleifwerkzeuges 1 liegt in der Kleberschicht 4 die
Längsmittenebene 7 des Schleifwerkzeugs 1.
[0036] Wie in Figur 4 gut zu erkennen ist, weist die in den Figuren 3 und 4 dargestellte
Ausführungsform eines erfindungemäßen Schleifwerkzeuges 1 in einem zentralen Bereich
des Vulkanfiber-Schleifwerkzeugs 1 ferner ein in der Kleberschicht 4 eingebettetes
Mitnehmerelement 8 auf zur Verbindung des Vulkanfiber-Schleifwerkzeugs 1 mit einem
maschinellen Antrieb, z.B. einer Werkzeugmaschinenspindel 6 eines Winkelschleifers
9, wie in Figur 14 zu erkennen ist. Das dargestellte Mitnehmerelement 8 ist vorteilhaft
als Blechpressteil hergestellt und ein Gewindegang 10 im Gewinde M14 oder 5/8-11"
ist mit eingeformt, wie auch gut in den Figuren 13 und 14 erkennbar ist. So kann das
Schleifwerkzeug unmittelbar auf die Werkzeugmaschinenspindel 6 des Winkelschleifers
9 geschraubt werden, was die Werkzeugwechselzeiten deutlich verkürzt und damit die
Gesamtwirtschaftlichkeit beim Einsatz eines erfindungsgemäßen Schleifwerkzeugs 1 verbessert.
[0037] Weiter ist an das Mitnehmerelement 8 eine Anlagefläche 11 zur Anlage des Vulkanfiber-Schleifwerkzeugs
1 an dem maschinellen Antrieb ausgebildet, z.B. an einem Wellenbund auf einer Werkzeugmaschinenspindel
6 oder einem Distanzstück. Dazu ist das Mitnehmerelement 8 gekröpft ausgebildet, so
dass die Anlagefläche 11 axial versetzt zu der Längsmittenebene 7 des Vulkanfiber-Schleifwerkzeugs
1 angeordnet ist, wie besonders gut in Figur 4 zu sehen ist. Bei entsprechend angepasster
Gewindelänge der Werkzeugmaschinenspindel 6 oder Verwendung passender Distanzstücke,
so dass die Werkzeugmaschinenspindel 6 nicht auf der der Anlagefläche 11 gegenüberliegenden
Seite des Vulkanfiber-Schleifwerkzeugs 1 über diese hinausragt, lässt sich das erfindungsgemäße
Schleifwerkzeug 1 auf der der Anlagefläche 11 gegenüberliegenden Seite des Vulkanfiber-Schleifwerkzeugs
1 vollflächig zum Schleifen aufsetzen.
[0038] Bei der in den Figuren 5 und 6 dargestellten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Vulkanfiber-Schleifwerkzeugs 1 ist in dem zentralen Bereich des Vulkanfiber-Schleifwerkzeugs
1 ein anderes Mitnehmerelement 12 angeordnet zur Verbindung des Vulkanfiber-Schleifwerkzeugs
1 mit einem maschinellen Antrieb 6. Diese handelsübliche Mitnehmerelement 12 ist mit
den Vulkanfiberscheiben verklebt und festgeklemmt. An einem Nabenkörper 13 ist ein
Sechskant 15 mit angeformt zum Ansatz eines üblichen Werkzeugs bei der Befestigung
oder dem Lösen von einer Antriebsspindel 6. In dem Nabenkörper 13 ist ein eingängiges,
vorzugsweise ein mehrgängiges Schrauben- oder Muttergewinde ausgebildet als Teil einer
Schnellwechselbefestigung des Schleifwerkzeuges 1 an einer Antriebspindel 6.
[0039] In den Figuren 7 bis 12 sind Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen Schleifwerkzeuges
1 dargestellt, die denen aus den Figuren 1 bis 6 entsprechen und die zusätzlich quer
zu der Längsmittenebene 7 des Vulkanfiber-Schleifwerkzeugs 1 Durchgangslöcher 16 aufweisen.
Die Durchgangslöcher 16 befinden sich auf einem (Figuren 7, 8, 11, 12) oder mehreren
(Figuren 9, 10) konzentrisch zu einer Drehachse 17 des Vulkanfiber-Schleifwerkzeugs
1 angeordneten Lochkreisen 21. Die Zahl der Durchgangslöcher 16 kann 2, 3, 4, 5, 6,
7, 8, 9 oder mehr betragen, die Durchgangslöcher 16 sollten gleichmäßig verteilt angeordnet
sein, um eine Unwucht des Schleifwerkzeuges 1 zu vermeiden.
[0040] Bei den in den Figuren 13 und 14 gezeigten Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen
Schleifwerkzeuges 1 weisen die Durchgangslöcher 16 eine längliche, tropfenförmige,
schweifförmige Gestalt auf, wobei vorzugsweise die Länge der Durchgangslöcher 16 wenigstens
das dreifache der größten Breite der Durchgangslöcher 16 beträgt. Ferner vermindert
sich die Breite der länglichen Durchgangslöcher 16 von einem ersten Endabschnitt 18
eines Durchgangsloches 16 zu einem zweiten Endabschnitt 19 des Durchgangsloches 16.
Der erste Endabschnitt 18 hat einen größeren radialen Abstand von der Drehachse 17
des Vulkanfiber-Schleifwerkzeugs 1 als der zweite Endabschnitt 19. Die Durchgangslöcher
16 dieser Ausführungsformen haben eine Gestalt, wie sie oft für eine Darstellung eines
Kometen mit seinem Schweif verwendet wird. Wie gezeigt, können die länglichen Durchgangslöcher
16 in sich gekrümmt ausgebildet sein. Der Bearbeiter hat im Vergleich zu runden Durchgangslöchern
einen größeren Blick auf die komplette Bearbeitungsfläche. Als vorteilhaft hat sich
erwiesen, dass der Endabschnitt 18 näher am Außenrand des Vulkanfiber-Schleifwerkzeuges
1 und der schmalere zweite Endabschnitt 19 näher zur Drehachse 17 angeordnet sein
sollte. Der erste Endabschnitt 18 und der zweite Endabschnitt 19 eines Durchgangsloches
16 sind dabei auf unterschiedlichen Radiusstrahlen 22, 23 um die Drehachse 17 des
Vulkanfiber-Schleifwerkzeugs 1 angeordnet. Der durch die Radiusstrahlen 22, 23 eines
Durchgangsloches 16 um die Drehachse 17 in der Längsmittenebene 7 des Vulkanfiber-Schleifwerkzeugs
1 eingeschlossene Winkel α beträgt wenigstens 30°, vorzugsweise nicht mehr als 60°,
bei der gezeigten Ausführungsform etwa 40° bis 45°.
[0041] Figuren 15 und 16 zeigen weitere Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen Vulkanfiber-Schleifwerkzeugs
1, das als segmentartiges Teil 20 einer Scheibe ausgebildet ist zum Einsatz mit sogenannten
Multi-Tools, die einen rotatorisch-oszillierenden Antrieb für das Werkzeug 1 aufweisen
und ansonsten ähnlich wie ein Winkelschleifer 9 ausgestaltet sind, und für feine und
präzise Oberflächenbearbeitung eingesetzt werden können. Aufgrund der rotatorisch-oszillierenden
Bewegung der Werkzeugmaschinenspindel 6 ist ein Mitnehmerelement 14 mit einer formschlüssigen
Aufnahme für die Werkzeugmaschinenspindel 6 vorteilhaft. Ein Sechskantloch, wie in
Figur 15 zu sehen, oder ein achtfach Stern, wie in Figur 16 dargestellt, ermöglichen
es, das Vulkanfiber-Schleifwerkzeugs 1 in verschiedenen Grundpositionen mit der Werkzeugmaschinenspindel
6 zu verbinden je nach der zweckmäßigsten Positionierung der Werkzeugmaschine zum
Werkstück. Auch ein solches Vulkanfiber-Schleifwerkzeug 1 in Form eines Segmentes
kann Durchgangslöcher 16 mit den oben beschriebenen Vorteilen aufweisen. Eine solche
Ausführungsform ist in Figur 16 zu sehen. Selbstverständlich kann ein solches Vulkanfiber-Schleifwerkzeug
1 mit Löchern 16 aus Figur 16 auch ein Mitnehmerelement 14, wie es in Figur 15 zu
sehen ist, ausgestattet sein, und umgekehrt. Die Durchgangslöcher 16 können auch die
längliche Form und die Anordnung aufweisen, wie sie in Bezug auf Figur 13 beschrieben
wurde.
Bezugszeichenliste
[0042]
- 1
- Vulkanfiber-Schleifwerkzeug, insgesamt
- 2
- Vulkanfiber-Schleifscheibe
- 3
- Vulkanfiber-Schleifscheibe
- 4
- Kleberschicht
- 5
- zentrales Loch
- 6
- Werkzeugmaschinenspindel
- 7
- Längsmittenebene
- 8
- Mitnehmerelement
- 9
- Winkelschleifer
- 10
- Gewindegang
- 11
- Anlagefläche
- 12
- Mitnehmerelement
- 13
- Nabenkörper
- 14
- Mitnehmerelement
- 15
- Sechskant
- 16
- Durchgangsloch
- 17
- Drehachse
- 18
- erster Endabschnitt
- 19
- zweiter Endabschnitt
- 20
- segmentartiges Teil
- 21
- Lochkreis
- 22
- Radiusstrahl
- 23
- Radiusstrahl
- α
- Winkel
1. Vulkanfiber-Schleifwerkzeug (1) gekennzeichnet durch zwei Vulkanfiber-Schleifscheiben (2, 3), die mittels einer zwischen den Vulkanfiber-Schleifscheiben
(2, 3) angeordneten Kleberschicht (4) vollflächig miteinander verklebt sind, so dass
die mit dem Schleifmittel versehenen Außenseiten der Vulkanfiber-Schleifscheiben (2,
3) voneinander weg weisen.
2. Vulkanfiber-Schleifwerkzeug (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in einem zentralen Bereich des Vulkanfiber-Schleifwerkzeugs (1) in der Kleberschicht
(4) ferner ein Mitnehmerelement (8, 14) eingebettet ist zur Verbindung des Vulkanfiber-Schleifwerkzeugs
(1) mit einem maschinellen Antrieb (6).
3. Vulkanfiber-Schleifwerkzeug (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Mitnehmerelement (8) eine Anlagefläche (11) zur Anlage des Vulkanfiber-Schleifwerkzeugs
(1) an dem maschinellen Antrieb aufweist, wobei das Mitnehmerelement (8, 14) gekröpft
ausgebildet ist, so dass die Anlagefläche (11) axial versetzt zu einer Längsmittenebene
(7) des Vulkanfiber-Schleifwerkzeugs (1) angeordnet ist.
4. Vulkanfiber-Schleifwerkzeug (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in einem zentralen Bereich des Vulkanfiber-Schleifwerkzeugs (1) ferner ein Mitnehmerelement
(12) angeordnet ist zur Verbindung des Vulkanfiber-Schleifwerkzeugs (1) mit einem
maschinellen Antrieb (6), wobei das Mitnehmerelement (12) die Schleifscheiben (2,
3) durch ein zentrales Loch (5) durchgreift und die verklebten Vulkanfiber-Schleifscheiben
(2, 3) an dem Mitnehmerelement (12) befestigt sind.
5. Vulkanfiber-Schleifwerkzeug (1) nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Mitnehmerelement (12) ein ein- oder mehrgängiges Schrauben- oder Muttergewinde
ausgebildet ist.
6. Vulkanfiber-Schleifwerkzeug (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schleifwerkzeug (1) quer zu einer Längsmittenebene (7) des Vulkanfiber-Schleifwerkzeugs
(1) Durchgangslöcher (16) aufweist.
7. Vulkanfiber-Schleifwerkzeug (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Durchgangslöcher (16) auf einem oder mehreren konzentrisch zu einer Drehachse
(17) des Vulkanfiber-Schleifwerkzeugs (1) angeordneten Lochkreisen (21) befinden.
8. Vulkanfiber-Schleifwerkzeug (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchgangslöcher (16) eine längliche, tropfenförmige Gestalt aufweisen, wobei
vorzugsweise die Länge der Durchgangslöcher (16) wenigstens das dreifache der größten
Breite der Durchgangslöcher (16) beträgt.
9. Vulkanfiber-Schleifwerkzeug (1) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Breite der länglichen Durchgangslöcher (16) von einem ersten Endabschnitt
(18) eines Durchgangsloches (16) zu einem zweiten Endabschnitt (19) des Durchgangsloches
(16) vermindert.
10. Vulkanfiber-Schleifwerkzeug (1) nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Endabschnitt (18) einen größeren radialen Abstand von der Drehachse (17)
des Vulkanfiber-Schleifwerkzeugs (1) aufweist, als der zweite Endabschnitt (19).
11. Vulkanfiber-Schleifwerkzeug (1) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Endabschnitt (18) und der zweite Endabschnitt (19) eines Durchgangsloches
(16) auf unterschiedlichen Radiusstrahlen (22, 23) um die Drehachse (17) des Vulkanfiber-Schleifwerkzeugs
(1) angeordnet sind.
12. Vulkanfiber-Schleifwerkzeug (1) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der durch die Radiusstrahlen (22, 23) eines Durchgangsloches (16) um die Drehachse
(17) in der Längsmittenebene (7) des Vulkanfiber-Schleifwerkzeugs (1) eingeschlossene
Winkel (α) wenigstens 30° beträgt, vorzugsweise nicht mehr als 60°.
13. Vulkanfiber-Schleifwerkzeug (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schleifwerkzeug (1) als segmentartiges Teil (20) einer Scheibe ausgebildet ist.
1. A vulcanised fibre grinding tool (1), characterised by two vulcanised fibre grinding discs (2, 3), which are adhered to one another over
the entire surface by means of an adhesive layer (4) arranged between the vulcanised
fibre grinding discs (2, 3), so that the outer sides of the vulcanised fibre grinding
discs (2, 3), which are provided with the abrasive, face away from one another.
2. A vulcanised fibre grinding tool (1) according to Claim 1, characterised in that a driver element (8, 14) is furthermore embedded in the adhesive layer (4) in a central
region of the vulcanised fibre grinding tool (1) for the purpose of connecting the
vulcanised fibre grinding tool (1) to a mechanical drive (6).
3. A vulcanised fibre grinding tool (1) according to Claim 2, characterised in that the driver element (8) has a mounting surface (11) for mounting the vulcanised fibre
grinding tool (1) on the mechanical drive, wherein the driver element (8, 14) is of
a depressed-centre design so that the mounting surface (11) is arranged axially offset
from a longitudinal centre plane (7) of the vulcanised fibre grinding tool (1).
4. A vulcanised fibre grinding tool (1) according to Claim 1, characterised in that a driver element (12) is furthermore arranged in a central region of the vulcanised
fibre grinding tool (1) for the purpose of connecting the vulcanised fibre grinding
tool (1) to a mechanical drive (6), wherein the driver element (12) reaches through
the grinding discs (2, 3) through a central hole (5) and the adhered vulcanised fibre
grinding discs (2, 3) are fastened to the driver element (12).
5. A vulcanised fibre grinding tool (1) according to one of Claims 2 to 4, characterised in that a single- or multi-pitch screw thread or internal thread is constructed in the driver
element (12).
6. A vulcanised fibre grinding tool (1) according to one of the preceding claims, characterised in that the grinding tool (1) has through holes (16) arranged transversely to a longitudinal
centre plane (7) of the vulcanised fibre grinding tool (1).
7. A vulcanised fibre grinding tool (1) according to Claim 6, characterised in that the through holes (16) are located on one or more hole circles (21) arranged concentrically
to an axis of rotation (17) of the vulcanised fibre grinding tool (1).
8. A vulcanised fibre grinding tool (1) according to Claim 6, characterised in that the through holes (16) have an elongated drop-shaped form, with the length of the
through holes (16) preferably being at least three times the greatest width of the
through holes (16).
9. A vulcanised fibre grinding tool (1) according to Claim 8, characterised in that the width of the elongated through holes (16) decreases from a first end portion
(18) of a through hole (16) to a second end portion (19) of the through hole (16).
10. A vulcanised fibre grinding tool (1) according to one of Claims 8 or 9, characterised in that the first end portion (18) has a larger radial spacing from the axis of rotation
(17) of the vulcanised fibre grinding tool (1) than the second end portion (19).
11. A vulcanised fibre grinding tool (1) according to Claim 10, characterised in that the first end portion (18) and the second end portion (19) of a through hole (16)
are arranged at different radius lines (22, 23) about the axis of rotation (17) of
the vulcanised fibre grinding tool (1).
12. A vulcanised fibre grinding tool (1) according to Claim 11, characterised in that the angle (α) which is formed by the radius lines (22, 23) of a through hole (16)
about the axis of rotation (17) in the longitudinal centre plane (7) of the vulcanised
fibre grinding tool (1) is at least 30°, preferably no more than 60°.
13. A vulcanised fibre grinding tool (1) according to one of the preceding claims, characterised in that the grinding tool (1) is constructed as a segment-like part (20) of a disc.
1. Outil abrasif à fibres vulcanisées (1) caractérisé par deux disques de meulage à fibres vulcanisées (2, 3) qui sont collés l'un à l'autre
sur toute la surface au moyen d'une couche de colle (4) agencée entre les disques
de meulage à fibres vulcanisées (2, 3) de sorte que les côtés extérieurs pourvus du
moyen de meulage des disques de meulage à fibres vulcanisées (2, 3) soient éloignés
l'un de l'autre.
2. Outil abrasif à fibres vulcanisées (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que dans une zone centrale de l'outil abrasif à fibres vulcanisées (1) dans la couche
de colle (4), un élément d'entraînement (8, 14) est en outre intégré pour la liaison
de l'outil abrasif à fibres vulcanisées (1) avec un entraînement mécanique (6).
3. Outil abrasif à fibres vulcanisées (1) selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'élément d'entraînement (8) présente une surface d'appui (11) pour l'appui de l'outil
abrasif à fibres vulcanisées (1) sur l'entraînement mécanique, dans lequel l'élément
d'entraînement (8, 14) est réalisé courbé de sorte que la surface d'appui (11) soit
agencée en déport axial d'un plan médian longitudinal (7) de l'outil abrasif à fibres
vulcanisées (1).
4. Outil abrasif à fibres vulcanisées (1) selon la revendication 1, caractérisé en ce que dans une zone centrale de l'outil abrasif à fibres vulcanisées (1), un élément d'entraînement
(12) est en outre agencé pour la liaison de l'outil abrasif à fibres vulcanisées (1)
avec un entraînement mécanique (6), dans lequel l'élément d'entraînement (12) traverse
les disques de meulage (2, 3) par un trou central (5) et les disques de meulage à
fibres vulcanisées (2, 3) collés sont fixés sur l'élément d'entraînement (12).
5. Outil abrasif à fibres vulcanisées (1) selon l'une quelconque des revendications 2
à 4, caractérisé en ce qu'un filet de vis ou d'écrou à un ou plusieurs pas est réalisé dans l'élément d'entraînement
(12).
6. Outil abrasif à fibres vulcanisées (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'outil abrasif (1) présente des trous débouchants (16) transversalement à un plan
médian longitudinal (7) de l'outil abrasif à fibres vulcanisées (1).
7. Outil abrasif à fibres vulcanisées (1) selon la revendication 6, caractérisé en ce que les trous débouchants (16) se trouvent sur un ou plusieurs cercles troués (21) agencés
de manière concentrique à un axe de rotation (17) de l'outil abrasif à fibres vulcanisées
(1).
8. Outil abrasif à fibres vulcanisées (1) selon la revendication 6, caractérisé en ce que les trous débouchants (16) présentent une forme oblongue en forme de goutte, dans
lequel la longueur des trous débouchants (16) s'élève de préférence au moins au triple
de la plus grande largeur des trous débouchants (16).
9. Outil abrasif à fibres vulcanisées (1) selon la revendication 8, caractérisé en ce que la largeur des trous débouchants (16) oblongs se réduit d'une première section d'extrémité
(18) d'un trou débouchant (16) à une seconde section d'extrémité (19) du trou débouchant
(16).
10. Outil abrasif à fibres vulcanisées (1) selon l'une quelconque des revendications 8
ou 9, caractérisé en ce que la première section d'extrémité (18) présente une plus grande distance radiale de
l'axe de rotation (17) de l'outil abrasif à fibres vulcanisées (1), que la seconde
section d'extrémité (19).
11. Outil abrasif à fibres vulcanisées (1) selon la revendication 10, caractérisé en ce que la première section d'extrémité (18) et la seconde section d'extrémité (19) d'un
trou débouchant (16) sont agencées sur différents rayons de rayon (22, 23) autour
de l'axe de rotation (17) de l'outil abrasif à fibres vulcanisées (1).
12. Outil abrasif à fibres vulcanisées (1) selon la revendication 11, caractérisé en ce que l'angle (α) formé par les rayons de rayon (22, 23) d'un trou débouchant (16) autour
de l'axe de rotation (17) dans le plan médian longitudinal (7) de l'outil abrasif
à fibres vulcanisées (1) s'élève à au moins 30°, de préférence à pas plus de 60°.
13. Outil abrasif à fibres vulcanisées (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que l'outil abrasif (1) est réalisé comme une partie de type segment (20) d'un disque.