Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Aktivierungsvorrichtung zum Auslösen eines Ausströmens
eines Gases aus einem Bevorratungsbehälter in eine mit Gas befüllbares Rettungsmittel,
wobei die Aktivierungsvorrichtung ein Detektionselement zur Bestimmung des Auslösezeitpunkts
sowie ein Auslöseelement zum schlagartigen Öffnen des Bevorratungsbehälters aufweist.
Definitionen
[0002] Ein Rettungsmittel kann eine Rettungsweste sein, die insbesondere einer Person, die
sich im Wasser befindet, einen zusätzlichen Auftrieb verleiht. Vorzugsweise handelt
es sich um ein Kleidungsstück in der Ausbildung einer Weste. Dieses Kleidungsstück
weist in der Regel Armlöcher auf, durch die die Arme hindurchgeführt werden können,
wobei die übrigen Körperteile, nämlich Rücken, Brust und Bauch von der Weste bedeckt
werden. Verschlusselemente, wie Reissverschluss, Schnallen oder dergleichen halten
die Rettungsweste in der notwendigen Position an dem Körper.
[0003] Umgangssprachlich ist der Begriff Schwimmweste bekannt. Hierunter soll aber vielmehr
auch die Rettungsweste verstanden werden. Schwimmhilfen können hinsichtlich ihres
Aussehens auch mit Rettungswesten verwechselt werden. Schwimmhilfen weisen im Vergleich
zu Rettungswesten einen geringeren Auftrieb auf.
[0004] Rettungswesten sind in unterschiedlichen Ausbildungen und mit unterschiedlichen Auftriebseigenschaften
bekannt.
[0005] Im Rahmen einer besonderen Spezifikation ist die Rettungsweste in der Lage, auch
eine ohnmächtige Person in eine sichere Schwimmlage zu drehen und/oder zu halten.
[0006] Die passende Grösse ist dabei von dem benötigten Auftriebsvolumen der Rettungsweste
abhängig. Dies wird durch das Gesamtgewicht des Trägers inklusive dessen Bekleidung
und Ausrüstung sowie den dazu befahrenen Seegebiet berechnet. Dabei sind folgende
Klassifizierungen vorgesehen:
- 50N Auftriebskraft: Schwimmhilfe - nur für geübte Schwimmer in Ufernähe oder in Begleitung
eines Sicherungsfahrzeuges; nicht ohnmachtssicher;
- 100N Auftriebskraft: Rettungsweste für Binnengewässer und geschützte Reviere, nur
eingeschränkt ohnmachtssicher;
- 150N Auftriebskraft: Rettungsweste für alle Gewässer, ohnmachtssicher, allerdings
eingeschränkt für Träger von schwerere wetterfester Kleidung;
- 275N Auftriebskraft: Rettungsweste auf hoher See und extremen Bedingungen in fast
allen Fällen ohnmachtssicher, trotzt schwerer Bekleidung.
[0007] Rettungsmittel im vorliegenden Sinne können auch Vorrichtungen sein, die beispielsweise
an einem Gegenstand befestigt werden, um zu verhindern, dass diese, sofern sie in
ein Gewässer fallen, auf den Grund sinken und nicht mehr geborgen werden können.
Stand der Technik
[0008] Rettungsmittel zur Rettung von Personen und Tieren, die beispielweise unfreiwillig
mit tiefem Wasser in Kontakt gelangen, sind in unterschiedlichen Ausführungsformen
bekannt. Als Rettungsmittel sind Rettungswesten bekannt.
[0009] Die Rettungswesten lassen sich anhand ihrer Auftriebssysteme in Feststoffwesten und
aufblasbare Rettungswesten unterteilen. Feststoffwesten haben fest eingearbeitete
Auftriebsmittel, wodurch die Westen relativ grossvolumig sind.
[0010] Diese Rettungsweste soll die Person oder das Tier vor dem Ertrinken bewahren und
zumindest an der Wasseroberfläche halten. Solche Rettungswesten sind jackenartig (ohne
Ärmel) gestaltet und mit einem oder mehreren Verschlusselementen am Körper des Tragenden
fixierbar. Um zu gewährleisten, dass die Rettungsweste sachgerecht am Körper anliegt,
sind zusätzlich Bein- oder Schrittgurtelemente vorgesehen, die die Rettungsweste auch
bei Kontakt mit Wasser in Position halten. Vorzugsweise weisen diese Rettungswesten
eine entsprechende Signalfarbe auf. Um auch bei Ohnmacht des Tragenden eine sichere
Lage auf dem Wasser bereitzustellen, ist vorgesehen, ein Kragenelement an der Rettungsweste
anzuordnen, sodass die Person an der Wasseroberfläche so auf dem Rücken liegend in
eine stabile Lage kommt, dass der Kopfbereich unterstützt wird und so die Atemwege
freigehalten werden.
[0011] Aufblasbare Rettungswesten werden in der Regel klein zusammengefaltet getragen. Im
Einsatzfall wird per Hand oder durch eine Automatik das Aufblasen ausgelöst. Diese
Ausbildungsform sieht vor, eine Rettungsweste derart bereitzustellen, dass diese ausserhalb
des Wassers keine statischen Auftriebskörper bereithält. Vielmehr werden die Auftriebskörper
erst dann erzeugt, wenn ein entsprechender Kontakt mit dem Wasser erfolgt. Das Auslösen
erfolgt in der Regel durch eine Art Sensorelement, welches beispielsweise durch eine
Salztablette (oder einem anderen Material, welches seine Eigenschaften in Verbindung
mit Wasser verändert) bereitgestellt wird. Diese Salztablette gibt einen Mechanismus
frei, der ein schlagartiges Ausströmen von CO2, welches in einem Behälter bevorratet
ist, in ein Körperelement ermöglicht. Das Körperelement ist schlauchartig um den Hals
herum angeordnet. Eine hosenträgerartige Konstruktion (Life-Belt) sichert die schlauchartige
Konstruktion am Körper des Tragenden, insbesondere dann, wenn das gasförmige Mittel
in das Körperelement eingeströmt ist.
[0012] Schwimm- oder Auftriebshilfen (sogenannte Regatta-, Kajak-, Rudererwesten, etc.)
sind ähnlich aufgebaut. Um jedoch eine grössere Bewegungsfreiheit für den Tragenden
zu gewährleisten, weisen diese kleinere Auftriebskörper aus Feststoffen auf (ungefähre
Auftriebskraft 50 N). Zudem fehlt es in der Regel an der entsprechenden ohnmachtssicheren
Kopfunterstützung, nämlich einem Kragenelement.
[0013] Zur persönlichen Sicherheitsausrüstung, insbesondere von Wassersportlern, wie beispielsweise
Seglern oder Kajakfahrern, sind der Person angepasste Rettungswesten oder Schwimmhilfen
(auch häufig als Regatta- oder Kajakwesten bekannt) gesetzlich vorgeschrieben.
[0014] Dabei unterscheidet man grundsätzlich solche Sicherheitsausrüstungen, die auf der
einen Seite ohnmachtssicher und auf der anderen Seite nicht ohnmachtssicher sind;
das heisst, dass Letztere nicht in der Lage sind, den Kopf der Person sicher über
Wasser und die Atemwege frei zu halten, wenn sie ohnmächtig ist. Daher werden solche
Schwimmhilfen, wie beispielsweise Regattawesten, vorwiegend im Sportbereich eingesetzt,
bei dem Hilfe in der Regel schnell gewährleistet ist.
[0015] Ferner ist aus dem Stand der Technik eine aufblasbare Einrichtung bekannt, die von
Personen direkt an dem Körper getragen wird. Dabei kann die Rettungseinrichtung gürtelartig
sowohl um den Hüft- als auch um den Bauchbereich umgebunden werden, wobei sich diese
bei Kontakt mit dem Wasser entsprechend mit einem Gas füllt. Hierfür sind Körperelemente
bereitgestellt, die gürtelartig an dem System angeordnet sind, die mit dem gasartigen
Element gefüllt werden.
[0016] Weiterbildungen sehen vor, dass die Rettungsmittel elektronische Unterstützungselemente
aufweisen.
[0017] Die Unterstützungselemente sind derart ausgebildet, dass beispielsweise der Wasserdruck
gemessen wird. Erst bei einem bestimmten Wasserdruck findet dann eine Auslösung beziehungsweise
ein Aufblasen der Körperelemente statt. Diese Vorrichtung ist beispielsweise aus der
US 6,246,329 B1 bekannt.
[0018] Um jedoch eine solche Vorrichtung betreiben zu können, ist es notwendig, dass eine
elektrische Einheit angeordnet ist. Diese elektrischen Einheiten, die unter anderem
auch eine Stromversorgung und einen Timer (Zeitmessinstrument) beinhalten, sind separat
zu dem Rettungsmittel angeordnet. Die Verbindungen müssen derart ausgestaltet sein,
dass sie wasserfest und über einen langen Zeitraum funktionsfähig sind, da generell
Rettungsmittel der vorstehenden Art über längere Zeiträume entweder in Räumen oder
in Kisten gelagert werden oder aber sich täglich im Einsatz befinden und im Notfall
dann ihre Funktion bereitstellen müssen.
[0019] Gerät eine Person auf See oder im Wasser in eine Notfallposition, so ist es notwendig,
dass diese über eine an dem Körper angeordnete Rettungsweste verfügt. Kann die Person
sich aus eigenen Kräften über Wasser halten, so genügen Rettungswesten mit einer Auftriebskraft
bis zu 100N. Wird diese aber ohnmächtig, so muss das Rettungsmittel so viel Auftriebskraft
bereitstellen, dass der Körper einschliesslich der mit Wasser getränkten Kleidung
über Wasser hält. Rettungswesten mit Auftriebskräften bis zu 100N können diese Anforderung
nicht mehr erfüllen. Die Person würde untergehen. Von vorhinein gleich Rettungswesten
zu tragen, die die entsprechende Auftriebskraft haben, ist unbequem und insbesondere
im Sportbereich nicht üblich. Alternativ können sogenannte automatische Rettungswesten
verwendet werden.
[0020] Die vorstehenden Rettungsmittel zeigen dem Benutzer nicht, ob dieses tatsächlich
funktioniert. Löst sich bei den automatischen Rettungswesten beispielsweise eine Salztablette,
die für das Auslösen der Abgabe des in einem Behälter bevorrateten Gases in die Körperelemente
verantwortlich ist, nicht vollständig auf, so strömt kein Gas in das Körperelement
hinein und das Aufblasen findet nicht statt. Das Rettungsmittel hat somit keine Funktion.
Trotzdem ist für den Betrachter sehr eindeutig, dass durch die Angabe der grünen Indikatoren,
welche nur eine Teilfunktion bestätigen (z.B. gespannte Feder), die Funktion gegeben
ist. Ein Verlass und eine absolute Sicherheit sind somit nicht gegeben. Bei Feststoff-Rettungswesten
finden ausschliesslich taktile und visuelle Überprüfungen statt.
[0021] Aktivierungsvorrichtungen zum Auslösen eines Ausströmens eines Gases aus einem Bevorratungsbehälter
in eine mit Gas füllbare Rettungsweste sind bereits aus dem Stand der Technik bekannt.
Sie werden bei den sogenannten automatischen Rettungswesten eingesetzt. Diese Vorrichtung
weist ein Detektion- und ein Auslöseelement auf. Das Detektionselement dient dazu,
den Status fest zu stellen, ob das Rettungsmittel mit Wasser in Kontakt gekommen ist
oder nicht. Eine sehr einfache und derzeit gängige Lösung ist es, so genannte Salztabletten
zu verwenden. Diese Salztabletten lösen sich bei Kontakt mit dem Wasser auf und geben
den über eine Feder vorgegebenen Impuls an ein Auslöseelement. Das Auslöseelement
wiederum ist dafür vorgesehen, um eine Öffnung in eine mit Gas befüllte Patrone (in
der Grössenordnung 20g bis 40g) zu schlagen, damit diese Patrone schlagartig im Notfall,
das heisst bei Wasserkontakt, das bevorratete Gas in die Körperelemente der Rettungsweste,
die als Auftriebskörper wirken, eingibt. Sollte der Detektionsmechanismus versagen
oder eine schnellere Aktivierung der Rettungsweste erfolgen, ist noch ein Handbetätigungsmittel
vorgesehen, das den Detektionsmechanismus überbrückt und sofort den Auslösemechanismus
aktiviert.
[0022] Solche Vorrichtungen sind bei solchen Rettungswesten vielfältig im Einsatz. Die Salztablette
soll die Eigenschaft aufweisen, immer, das heisst stets bei Wasserkontakt sich aufzulösen
und den Auslösemechanismus dann entsprechend zu aktivieren, damit das Gas ausströmen
kann. Um dies zu gewährleisten sind zumindest im Berufsschifffahrtsbereich ständige
regelmässige Kontrollen notwendig. Diese Kontrollen werden auch deswegen vorgeschrieben,
weil es der Vorrichtung nicht ansehbar ist, ob sie tatsächlich noch funktioniert oder
nicht. Es werden dann - zumindest in regelmässigen Abständen - Trockenauslösungen
herbeigeführt, sodass ein neues Detektionsmittel und ein neuer Auslösemechanismus
eingesetzt werden müssen.
[0023] Eine alternative Ausführung ist aus der
EP 1 961 654 A1 bekannt. Hierfür wird ein Kleidungsstück vorgeschlagen, dass einen Auftriebskörper
bereitstellt, der in einer Notlage des Benutzers aufgeblasen wird. Die Notlage wird
durch Parameter wie Salz- oder Süsswasser, Verweildauer im Wasser, Orientierung im
Wasser festgestellt. Sofern die Notlage durch Unterschreitung einer oder mehrerer
Parameter festgestellt wird, startet eine Zeitmessung in der Ausbildung eines Countdowns.
Ist der Countdown abgelaufen, ohne dass sich die Parameter geändert haben, erfolgt
die Auslösung und damit das Aufblasen des Auftriebskörpers. Verschiedende Bedienungsschalter
ermöglichen die Einstellung des Countdown-Timers sowie die Tiefe, die bei Überschreiten
zum Auslösen führt.
[0024] Auch aus der
US 2010/0167608 A1 sowie der
US 2013/0109260 A1 ist eine Vorrichtung bekannt, die dann ein Auftriebsmittel bereitstellt, wenn der
Wasserdruck höher wird. Dabei kann die Tiefe eingestellt werden, bei der ein Timer
(Countdown) aktiviert wird, nach dessen Ablauf der Auftrieb bereitgestellt wird.
[0025] Manche Vorrichtungen sehen aber auch vor, dass der Detektionsmechanismus abgeschaltet
werden kann. Zu dieser Massnahme greift man dann, wenn es notwendig ist, dass nicht
gerade durch Spritzwasser oder Gischt die Automatikweste auslösen soll. Dies geschieht
in Form eines Splintes, der den Detektionsmechanismus still legt. Die Splinte sind
in der Regel farbig gekennzeichnet, sodass von dem Benutzer von aussen bereits unweigerlich
unübersehbar erkannt werden kann, dass der Detektionsmechanismus ausser Betrieb ist.
Dies wird insbesondere dann herbeigeführt, wenn Arbeiten im Wasserbereich, beispielsweise
Spritzwasserbereich erfolgen und nicht bei jeder Berührung eine popcornartige Explosion
gewünscht ist.
Nachteile der Erfindung
[0026] Für den Benutzer ist es aber ein Bedürfnis, stets in jeglicher Situation die Sicherheit
zu haben, dass solche Rettungswesten auch tatsächlich funktionieren. Dies ist bei
den vorliegenden bekannten Systemen jedoch nur bedingt gegeben.
[0027] Die automatischen Rettungswesten weisen den erheblichen Nachteil auf, dass sie insbesondere
bei längerer Lagerzeit nicht zuverlässig die Sicherheit bereitstellen können. Der
Anwender kann sich nicht vergewissern und darauf verlassen, dass das Rettungsmittel
tatsächlich im Notfall auch einsatzbereit ist Die vorstehenden Rettungsmittel zeigen
dem Benutzer nicht, ob dieses tatsächlich funktioniert. Löst sich bei den automatischen
Rettungswesten beispielsweise eine Salztablette, die für das Auslösen der Abgabe des
in einem Behälter bevorrateten Gases in die Körperelemente verantwortlich ist, nicht
vollständig auf, so strömt kein Gas in das Körperelement hinein und das Aufblasen
findet nicht statt. Das Rettungsmittel hat somit keine Funktion. Trotzdem ist für
den Betrachter sehr eindeutig, dass durch die Angabe der grünen Indikatoren, welche
nur eine Teilfunktion bestätigen (z.B. gespannte Feder), die Funktion gegeben ist.
Ein Verlass und eine absolute Sicherheit sind somit nicht gegeben. Bei Feststoff-Rettungswesten
finden ausschliesslich taktile und visuelle Überprüfungen statt.
[0028] Auf der anderen Seite ist aber gewünscht, dass die Automatikwesten nicht unbedingt
bei jedem unmittelbaren Wasserkontakt, beispielsweise Spritzwasser, die durch Gischt
über das Boot hinweg geht oder bei kurzem Wasserkontakt, bei dem keine Lebensgefahr
besteht (Jollensegeln oder Trapezsegeln), auslösen. Da es sich jedoch um ein rein
mechanisches System handelt, bei dem bei entsprechendem Wasserkontakt das Detektionsmittel
aufgelöst wird, lässt sich dieser Vorgang nicht den individuellen Bedürfnissen anpassen.
[0029] Für viele Sportarten, wie Rudern, Windsurfen, Kiten, Kajak fahren, Stand-Up Paddeln,
Jet-Ski fahren etc. oder aber für badende Kinder ist der Wasserkontakt aber keine
Notfallsituation, sondern ein Teil einer sportlichen Betätigung. Die aus dem Stand
der Technik bekannten automatischen Rettungswesten können diese Situationsunterschiede
aber nicht detektieren, so dass die Rettungswesten während der Ausübung solcher Sportarten
nicht getragen werden.
[0030] Somit sind keine automatisch aufblasbaren Rettungswesten bekannt, die bei den zuvor
genannten Wassersportarten bzw. -betätigungen getragen werden. Bekannt sind ausschliesslich
Westen mit einem geringen Auftrieb von 50N, sogenannte Kajak- oder Regattawesten,
die aber wiederum keine Notfallsituation abdecken.
Aufgabe der Erfindung
[0031] Die Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung bereitzustellen, bei der Automatikwesten
je nach individuellem Einsatz und Bedürfnis zuverlässig die Rettungsmittelfunktion
bereitstellen.
Lösung der Aufgabe
[0032] Die Lösung der Aufgabe wird durch die Merkmale von Anspruch 1 und von Anspruch 6
bereitgestellt.
Vorteile der Erfindung
[0033] Der wesentliche Grundgedanke der Erfindung besteht darin, bisherige Systeme, die
das Auslösen bzw. Aufblasen von automatischen Rettungsmitteln ermöglichen, adaptiv
zu ersetzen. Dabei soll ein zuverlässiges System in der Ausbildung einer Vorrichtung
bereitgestellt werden, auf das sich der Benutzer der Rettungsmittel verlassen kann.
Dies wird dadurch erreicht, dass eine Aktivierungsvorrichtung bereitgestellt wird,
die eine Detektionseinrichtung aufweist, die mikroprozessorgesteuert ist. Diese Steuerung
sieht vor, dass mittels einem oder unterschiedlichen Sensoren physikalische Grössen,
beispielsweise wie Wasserkontakt, Bewegung, Druck, Temperatur, etc. (wahlweise oder
additiv) festgestellt werden können, die dann nach entsprechender Auswertung und Vergleich
mit ein oder mehreren vorgegebenen Tabellen oder von individuell programmierten bzw.
individuell festgelegten Grenzwert-Parametern, das Auslöseelement zum Öffnen der Bevorratungsbehältern,
die mit Gas gefüllt sind, auslöst. Bei einem Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass
nur ein oder wenige physikalische Grössen gemessen werden, die anschliessend mit einer
in der Mikroprozessorsteuerung hinterlegten Tabelle verglichen werden. Ist ein oder
sind mehrere der Werte (Grenzwert-Parameter der Sensoren) unterschritten, so signalisiert
die Detektionseinrichtung dem Auslöseelement den Auslösevorgang, nämlich das Aufschlagen
des Bevorratungsbehälters zum Ausströmen des Gases in die vorgesehenen Mittel der
Rettungsmittel zu starten. Diese Grenzwert-Parameter werden je nach Sportart, die
mit der Aktivierungsvorrichtung betrieben wird, festgelegt. Diese können individuell
oder sportartspezifisch festgelegt werden, ohne dass die Aktivierungsvorrichtung bedient
werden muss.
[0034] Daher hat die Aktivierungsvorrichtung auch keine Bedienelemente (ausser eine Tastfunktion
zur Überprüfung der Funktionalität), so dass eine Fehlbedienung vor und auch während
der Anwendung, insbesondere beim Sporttreiben, ausgeschlossen ist.
[0035] Als ein Rettungsmittel kann eine Rettungsweste vorgesehen sein. Eine solche mit der
erfindungsgemässen Vorrichtung bringt die Möglichkeit mit sich, dass diese bei sämtlichen
Sportarten getragen werden kann, die mit Wasser in Kontakt kommen. Die Rettungsweste
stellt dann bei Bedarf den für einen Notfall notwendigen Auftrieb von mind. 150N zur
Verfügung und bietet die notwendige ohnmachtssichere Kragenfunktion.
[0036] Die erfindungsgemässe Aktivierungsvorrichtung kann als sogenanntes OEM Produkt oder
auch nachträglich an automatische Rettungswesten angebracht werden. Es lässt sich
über ein Smartphone oder eine vergleichbare Vorrichtung über ein an der Vorrichtung
angeordnetes Interface bedienen, in der Art und Weise, das die Auslöseparameter (Grenzwert-Parameter
der Sensoren) selbst verändert werden bzw. für den entsprechenden Anwendungsfall (Kind,
Sportart etc.) einfach über eine Applikation (App) ausgewählt werden können. Der die
Rettungsweste Tragende wird nicht durch die wie eine Schwimmhilfe gestaltete Weste
in seiner Sportausübung behindert und verfügt trotzdem im Eintreten eines Notfalls
über ein vollwertiges Rettungssystem.
[0037] Eine bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass der Benutzer über ein akustisches
Signal gewarnt wird, dass in wenigen Sekunden das explosionsartige Aufblasen des Rettungsmittels
erfolgt. Ein Tastelement, welches an der Vorrichtung vorgesehen ist, bringt für den
Benutzer die Möglichkeit, den Auslösevorgang, bevor das Aufschlagen des Bevorratungsbehälters
erfolgt, zu stoppen. Dies kann dann der Fall sein, wenn die Sensoren zwar entsprechende
Feuchtigkeit oder Wasser ermittelt haben, aber der Benutzer überhaupt nicht in der
Gefahr ist, dass das Rettungsmittel tatsächlich notwendig wird.
[0038] Die Vorrichtung selbst besteht im Wesentlichen aus zwei Bauteilen, nämlich der Detektionseinrichtung
und dem Auslöseelement. Die Detektionseinrichtung ist ein vorzugsweise geschlossenes
System, welches wasserdicht in einer kapselartigen Ausbildung, beispielsweise zylinderförmig
gestaltet, eingearbeitet ist. Nur ein oder wenige Tastelemente dienen dazu, den Vorgang
entsprechend zu steuern. Signalelemente versichern dem Benutzer den tatsächlichen
aktuellen Zustand. Die Sensorelemente der Detektionseinrichtungen sind ebenfalls in
diese eingearbeitet. Sie sind dadurch vor mechanischen Belastungen erheblich geschützt.
Dennoch sind diese aufgrund der besonderen Gestaltung des Gehäuses, welches nämlich
schlitzartig ausgebildet ist, von Wasser durchflutbar. So können auch entsprechend
nicht nur Wassermengen, sondern auch Wassertemperatur aber auch die Bewegung entsprechend
detektiert werden.
[0039] Der Auslösemechanismus selbst schliesst sich unmittelbar, vorzugsweise ebenfalls
zylinderförmig an die Detektionseinrichtung an. Entsprechende Zündmechanismen, die
eine elektrische Verbindung mit dem Detektionsmittel bereitstellen, sind ebenfalls
Teil des Auslösemechanismus. Der Zündmechanismus sieht wiederum vor, ein bolzenartiges
Element mit hoher Geschwindigkeit über einen kurzen Weg heranzutreiben, der dann ein
entsprechendes Loch in dem Bevorratungsbehälter schlägt, damit das in dem Bevorratungsbehälter
bevorratete Gas entsprechend in die vorgesehenen Bereiche der Rettungsweste explosionsartig
ausströmen kann. Nach einem Zündvorgang muss ausschliesslich der Auslösemechanismus
neu gewechselt und der Bevorratungsbehälter ebenfalls ersetzt werden, der dann wieder
entsprechendes Gas beinhaltet.
[0040] Die Vorrichtung ist derart ausgestaltet, dass sie entsprechende Adapterelemente vorsieht,
sodass eine Montage an nahezu jeder gängigen Automatikrettungsweste möglich ist. Diese
Konnektierungselemente unterscheiden sich von jedem Typ einer Automatikrettungsweste.
Um eine grosse Adaptierungsfähigkeit zu gewährleisten, ist die Vorrichtung derart
ausgelegt, dass auf sehr einfache Weise jegliches Konnektierungselement aufgenommen
werden kann.
[0041] Eine weitere vorteilhafte Ausbildung sieht vor, dass von dem Benutzer die Vorgabewerte,
die vorgeben wann ein entsprechender Auslösemechanismus stattfindet, selbst eingestellt
werden kann. Diese Einstellung kann über elektronische Hilfsmittel, wie beispielsweise
ein USB-Kabel an einem Computer aber auch über Bluetooth-Schnittstellen mit Smartphones,
Tablett-PCS oder Ähnlichem erfolgen.
[0042] Da die Energie der Vorrichtung jedoch über einen längeren Zeitraum bereitzustellen
ist, ist darauf zu achten, dass auch durch Datenübertragung die Energie nicht stark
belastet wird. Hierzu ist erfindungsgemäss vorgesehen, statt der üblichen Übertragungstechniken
als Interfache beispielsweise Lichtblitzfrequenzen, wie es beispielsweise heutzutage
im Electronic-Banking bekannt ist, zu verwenden. Ein entsprechendes Smartphone oder
Tablet-PC wird an die Vorrichtung gehalten und durch entsprechende Blitz-Technik,
die von einem Lichtsensor innerhalb der Aktivierungsvorrichtung empfangen wird, sind
die Daten zu übertragen. Die Daten enthalten die zuvor festgelegten oder für die jeweilige
Sportart definierten Grenzwert-Parameter, die bei Unterschreiten der tatsächlichen
Ist-Werte für die Auslösung der Aktivierungsvorrichtung notwendig sind.
[0043] Werden jedoch kritische Werte eingestellt, die lebensbedrohlich sein können, so wird
der Benutzer davor gewarnt, solche Werte zu wählen. Eine Systemeinrichtung kann vorsehen,
dass die Werte zu Normalwerten wieder automatisch zurückversetzt werden. Auf der anderen
Seite muss dann durch nochmaliges Bestätigen der Benutzer klar und unmissverständlich
quittieren, dass er genau diese Werteeinstellungen wünscht.
[0044] Auf diese Weise ist es möglich, eine individuell einstellbare Automatikweste bereitzustellen,
die auf die jahrelange Erfahrung der Automatikwesten, die aus dem Stand der Technik
bekannt sind, aufsetzt. Durch ein adaptives Mittel, welches den herkömmlichen Auslösemechanismus
ersetzt, wird somit eine individuelle einstellbare Rettungsweste bereitgestellt, die
für unterschiedliche Bedürfnisse einsetzbar ist. So ist es auch denkbar, dass solche
Rettungsweste zum Jollensegeln verwendet wird und dann erste aktiv werden, wenn tatsächlich
auch eine lebensbedrohliche Situation vorliegt.
[0045] Alternative Ausführungen können auch vorsehen, dass anhand der Detektion der physikalischen
Daten die Situation analysiert wird und nur so viel Gas in die Kammern der Rettungsweste
abgegeben wird, dass gerade ein Auftrieb erreicht wird, denn für viele Situationen
ist es nicht notwendig, dass Auftriebskräfte in Grössenordnung von über 200N bereitgestellt
werden. In vielen Fällen genügt es, Auftriebskräfte zwischen 50N und 75N bzw. 100N
vorzusehen.
[0046] Im Unterschied zu herkömmlichen aus dem Stand der Technik bekannten Vorrichtungen
stellt die erfindungsgemässe Vorrichtung die Rettungsfunktion nur dann bereit, wenn
tatsächlich ein Notfall vorliegt.
[0047] Die Vorrichtung weist eine Stromversorgung, beispielsweise in der Ausbildung einer
Lithium-Ionen-Batterie auf, die ohne Wartung mehrere Jahre zuverlässig Energie bereitstellt.
Bevorzugt schaltet sich die Vorrichtung bei Bedarf selbständig ein und - nach einer
definierten Zeit der Nichtbenutzung - wieder aus. Eine klare akustische und optische
Kommunikationsvorrichtung bestätigt bei manueller Abfrage durch Bestätigung eines
Test-Schalters die Bereitschaft der Vorrichtung. Diese umfasst einen Selbsttest, indem
der Systemzustand, die Bereitschaft der Batterie, die Sensoren und das richtige Einsetzen
des pyrotechnischen Auslösers überprüft werden.
[0048] Die Vorrichtung leitet bei Erreichen einer lebensbedrohlichen Situation eine pyrotechnische
Aktion ein, welche auf der millionenfach bewährten Airbag-Auslösetechnologie aus Fahrzeugen
basiert. Diese Vorrichtung gibt einen Federmechanismus frei, der wiederum die CO2-Patrone
mit einem Dorn durchstösst und somit dieses CO2 in das Rettungsmittel strömt und dieses
automatisch aufbläst und damit einen Auftriebskörper bereitstellt.
[0049] Die Vorrichtung kann durch einfaches Ersetzen des pyrotechnischen Auslösers wieder
betriebsbereit gemacht werden.
[0050] Die Vorrichtung weist somit im Wesentlichen folgende Vorteile auf:
- Laufende Berechnung des Ertrinkungsrisikos: Der eingebaute Mikrocomputer wertet laufend
die Daten verschiedener berührungsfreier Sensoren aus und errechnet dadurch das aktuelle
Ertrinkungsrisiko des Trägers.
- Selbstständige Lernfähigkeit durch Interaktion mit dem Träger: Das System kündigt
eine anstehende Rettungsaktion durch klare Tonsignale an. Der Träger kann nun durch
Knopfdruck oder durch Aussteigen aus dem Wasser die Rettungsaktion abbrechen. Solche
Interaktionen werden berücksichtigt, womit sich das System an die Fähigkeiten des
Trägers anpasst.
- Robuste Airbag-Technologie aus der Fahrzeugindustrie: Die Auslöseeinheit besteht aus
einem einfachen und auswechselbaren System, welches auf der bewährten Airbag-Technologie
von Fahrzeugen basiert.
- Konfiguration von Rettungswesten mit Smartphone entspricht dem heutigen Trend: Obwohl
die Vorrichtung ohne weitere Bedienung eingesetzt und betrieben werden kann, sind
trotzdem spezifische Kundeneinstellung über ein Smartphone möglich.
- Adaptierung von bewährter und robuster Technologie für die Datenübertragung: Die Datenübertragung
der Konfigurationsdaten vom Smartphone zu der Vorrichtung erfolgt bevorzugt über optische
Blinksignale des Displays eines Smartphones oder WEB-Portals. Diese alte und rudimentäre
Technologie (vergleichbar zur IR Fernbedienung von Fernsehgeräten) wurde für die Verbindung
von zwei High-Tech Geräten entsprechend angepasst und ermöglicht eine äusserst robuste
und einfache Kommunikation. Es sind weder Kabel, Zusatzgeräte oder sogar Einstellungen
an den Geräten nötig. Die Verbindung ist intuitiv, unabhängig vom Smartphone Typ und
kann sogar über alle gängigen Computerbildschirme (Röhren oder LCD) via einer WEB
Page erfolgen.
[0051] Es wurde absichtlich auf jegliche weitere Bedienungsmöglichkeit verzichtet, um Fehlmanipulationen
zu vermeiden und.die Akzeptanz der Benutzer zu steigern. Als Konsequenz verfügt das
System über keinen Hauptschalter. Die Aktivierung und Deaktivierung erfolgt automatisch.
[0052] Die Erfindung ist jedoch nicht nur auf die Anwendung für automatische Rettungswesten
beschränkt. Vielmehr eignet sie sich überall dort, wo Auslösemechanismen auf sehr
einfache Art und Weise aber zuverlässig bereitgestellt werden müssen, wobei die Auslösung
in Abhängigkeit von festgelegten oder wählbaren physikalischen Grössen erfolgt.
[0053] Beispielsweise können solche Rettungsmittel an Gepäckstücken angebracht sein. Werden
diese nass, so lösen herkömmliche Rettungsmittel aus. Die erfindungsgemässe Vorrichtung
ist aber über die Applikation derart eingestellt, dass Spritzwasser, Regen etc. oder
auch durch das Wasser (beispielsweise ein Fluss) tragen nicht zur Auslösung führt.
Ausgelöst wird dann, wenn das Sinken des zu schützenden Gutes droht bzw. eingetreten
ist und somit das Gut an sich unwiederbringlich verloren wäre. Durch das Auslösen
treibt das Gut wieder an die Wasseroberfläche und kann von dort entnommen werden.
Gerade wichtige Gegenstände, wie beispielsweise Leuchtpistolen, Ferngläser, Ortungssysteme,
Verteidigungsmittel, können so vor einem unwiederbringlichen Verlust geschützt werden,
obwohl diese die ganze Zeit der Witterung, d.h. dem Regen, Spitzwasser oder auch dauerhaftem
Wasserkontakt ausgesetzt sind.
[0054] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen gehen aus der nachfolgenden Beschreibung, den
Ansprüchen sowie den Zeichnungen hervor:
Zeichnungen:
[0055] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht auf ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen
Vorrichtung;
- Fig. 2
- eine perspektivische Ansicht auf die erfindungsgemässe Vorrichtung gemäss Fig. 1,
jedoch in Explosionsdarstellung;
- Fig. 3
- eine perspektivische Darstellung der erfindungsgemässen Vorrichtung gemäss Fig. 1
in Anwendungssituation (mit Bevorratungsbehälter);
- Fig. 4
- eine perspektivische Darstellung auf eine zweite Ausführungsform der Aktivierungsvorrichtung,
jedoch ohne Gaspatrone;
- Fig. 5
- eine perspektivische Explosionsdarstellung auf die Ausführung gemäss Fig. 4;
- Fig. 6
- eine weitere perspektivische Ansicht auf das zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen
Vorrichtung;
- Fig. 7
- eine schematische Darstellung der Anwendung und der Aktivierungsvorrichtung zusammen
mit einer Automatikrettungsweste sowie einem Smartphone;
- Fig. 8
- eine schematische Darstellung einer weiteren Anwendung der erfindungsgemässen Aktivierungsvorrichtung.
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels
[0056] In Fig. 1 bis 6 ist die erfindungsgemässe Aktivierungsvorrichtung 1 in zwei Ausführungsformen
dargestellt. Sie besteht im Wesentlichen aus dem Detektionselement 2 und dem Auslöseelement
3. Beide Elemente, nämlich das Detektionselement 2 als auch das Auslöseelement 3 sind
bei diesen Ausführungsbeispielen im Wesentlichen zylindrisch ausgestaltet und auf
einer gemeinsamen Achse 4 angeordnet. Indikationselemente 5, in der Ausbildung von
Anzeigenelemente, wie beispielsweise LED-Leuchten oder vergleichbarem, zeigen den
Status der Aktivierungsvorrichtung 1 an. Dabei kann der Benutzer erkennen, ob die
Aktivierungsvorrichtung 1 zuverlässig arbeitet und im Notfall den entsprechenden Auslösemechanismus
betätigt oder ob Betriebsstörungen vorliegen.
[0057] Zusätzlich ist ein Betätigungselement 6 in Form eines Tasters vorgesehen. Bei Betätigen
dieses Betätigungselements 6 wird der Auslösemechanismus unterbrochen. Der Benutzer
erkennt an einem ertönenden Signal, dass in kürzester Zeit die Auslösung erfolgen
wird und kann so durch die Betätigung diese unterbrechen.
[0058] Die Aktivierungsvorrichtung 1 hat weder einen Hauptschalter noch sonstige Schaltelemente.
Sie ist ständig im Einsatz und kann ausschliesslich durch Entnahme der Batterie, welche
eine Langzeitdauer garantiert, ausgeschaltet werden. Alternativ ist ein Sensor vorgesehen,
der die Benutzung feststellt. Liegt die Vorrichtung beispielsweise in einem Schrank,
so schaltet die Aktivierungsvorrichtung 1 selbsttätig aus.
[0059] In den Fig. 2 und 5 ist im Wesentlichen das Gehäuse 7 des Detektionselements 2 dargestellt.
[0060] Das Gehäuse 7 des Detektionselement 2 besteht vorzugsweise aus schlagfestem Kunststoff.
Es ist ein einstückiges Bauteil, welches nach Einfügen der Elektronik in dem Gehäuse
7 vorgesehenen Hohlraum 8 wasserfest versiegelbar ist. Die Versiegelung erfolgt vorzugsweise
über Verkleben oder Ultraschallschweissen. So ist das Gehäuse absolut wasserdicht
und kann auch nur als ganzes Bauteil dann ausgetauscht werden.
[0061] An der Gehäusewandung 9 sind Öffnungen 10 vorgesehen, die derart angeordnet sind,
dass diese von Fluid, insbesondere Wasser durchspült werden können. Dies bewirkt,
dass hinter den Öffnungen 10 wiederum ein weiterer Hohlraum 11 vorgesehen ist, an
dem die entsprechenden Sensoren 12, die für das Detektionselement 2 notwendig sind,
angeordnet sind. Diese sind gegen mechanische Beschädigungen so entsprechend gut geschützt.
[0062] In Fig. 3 und 6 ist zusätzlich das Auslöseelement 3 dargestellt. Es weist ein Gehäuse
15 auf, an welchem ein Adapterelement 16 sowie eine Sprengkapsel 17 mit einem Schlagbolzen
18 angeordnet ist (dargestellt in Fig. 2 und 5). Das Gehäuse 15 wird auf seiner einen
Stirnseite 19 mit dem Detektionselement 2 verbunden, wohingegen es auf der anderen
Stirnseite 20 über das Adapterelement 16 mit dem Kopplungselement 13 an einer Rettungsweste
anschraubt.
[0063] Die Anschraubung ist derart ausgeführt, dass der Schlagbolzen 18 zumindest mittelbar
an der Öffnung eines Bevorratungsbehälters 14, der mit Gas befüllt ist, anliegt oder
er gibt einen vorgespannten Schlagbolzen entsprechend frei
[0064] Das Kopplungselement 13 ist an sich ein Bauteil, das mit der Rettungsweste gekoppelt
ist. Dies ist ein typisches Bauteil, welches an sich auch Verwendung findet, wenn
die herkömmliche Auslöseform mit beispielsweise einer Salztablette erfolgt. Dieses
Kopplungselement 13 ist somit herstellerabhängig und dient zum einen dazu, dass eine
Öffnung des Bevorratungsbehälters 14, der mit Gas befüllt ist, zu bewirken und zum
anderen dient es dazu, dass mit einem Griffelement, welches mit dem Kopplungselement
13 verbunden ist, eine manuelle Auslösung der Rettungswese möglich ist. Daher ist
es Aufgabe auch der Aktivierungsvorrichtung 1, dass diese über das entsprechende Adapterelement
16 an jegliche Ausführungsform von Kopplungselementen 13 unabhängig von deren Hersteller
adaptierbar sind.
[0065] In Fig. 2 und 5 ist auch die Anordnung eines Teils des Auslöseelementes 3 in Bezug
auf das Detektionselement 2 dargestellt. Je nach Ausgestaltung des Anschlusselementes
an der Rettungsweste ist das entsprechende Adapterelement 16 anders gestaltet. Zumindest
ist schematisch die Innenausgestaltung des Hohlraumes 11 des Detektionselements 2
dargestellt. Ein weiterer Hohlraum 8 des Detektionselements 2 wird durch eine Platine
21 belegt. Diese Platine 21 stellt das mikroprozessorgesteuerte Auslösesystem für
Rettungswesten dar. Die Sensoren 12 sind unmittelbar mit der Platine 21 verbunden,
sodass diese zusammen als Baueinheit in den Hohlraum 8 eingefügt werden können. Eine
Batterie 23 sorgt für eine zuverlässige Spannung auch über einen weiteren Zeitraum
hinweg.
[0066] Aufgrund des relativ hohen Kurzschlussstromes, der für die Zündung, das heisst das
Einschlagen einer Öffnung in den Bevorratungsbehälter, notwendig ist, können nur so
genannte gewickelte Batterien verwendet werden oder die Schaltung ist entsprechend
entwickelt, dass hohe Entladeströme zur Verfügung stehen. Diese Ausführungen können
einen typischen Entladestrom von 1000mA zur Verfügung stellen. Da auch diese im Bereich
von 3V erhältlich sind, kann auch die Spannung für den Betrieb des Mikroprozessors
verwendet werden. Eine Betriebszeit ist so von ca. 2 bis 3 Jahren auf jeden Fall garantiert.
[0067] Die Indikationselemente 5 sind ebenfalls unmittelbar mit der Platine 21 verbunden.
Diese sind derart ausrichtbar, dass diese mit der Gehäusestirnseite dann kontaktierbar
sind. Auch das Bestätigungselement 6 ist Bestandteil der Platine 21.
[0068] Der Hohlraum 8 wird zum überwiegenden Teil von der Platine 21 mit der Batterie 23
belegt. Wie bereits zuvor beschrieben, weist aber ein Teil des Gehäuseumfangs 9 Öffnungen
10 auf, innerhalb derer dann die Sensoren 12 angeordnet sind. Ein entsprechendes Gitter
dient dazu, die Sensoren 12 vor entsprechender mechanischer Beschädigung zu schützen.
Dadurch entsteht innerhalb des Hohlraums 8 der bereits erwähnte weitere Hohlraum 11.
Der Hohlraum 8 und der Hohlraum 11 sind fluidmässig miteinander vollständig getrennt,
sodass der Sensor 12 entsprechend dem Wasser ausgesetzt ist, wohingegen der Hohlraum
8 vollkommen fluiddicht ausgebildet ist.
[0069] Von der Platine 21 weg erstreckt sich ferner ein Kontaktstift 24. Dieser dient dazu,
eine elektrische Verbindung zum Auslöseelement bereitzustellen. Die elektrische Verbindung
findet zwischen dem Kontaktstift 24 und der Zündkapsel 18 statt. Bei entsprechenden
überschreitenden Grenzwerten erfolgt ein elektrischer Impuls auf die Zündkapsel, die
dann wiederrum explodiert und schlagartig eine stiftartige Ausbildung in die Öffnung
des Bevorratungsbehälters 14 mit dem Gas eintreibt.
[0070] Vorzugweise ist die Verbindung zwischen dem Detektionselement 2 und dem Auslöseelement
3 ebenfalls fluiddicht ausgestaltet.
[0071] Die Ausbildung gemäss den Fig. 4 bis 6 sieht vor, dass im Bereich des Detektionselements
2 ein Haltering 25 vorgesehen ist, der dazu geeignet ist, dass das Indikationselement
5 für den Nutzer sichtbar ist und dass der Haltering 25 das von dem Rettungsmittel
bereitgestellte Material, beispielsweise Stoff, zwischen sich und dem Detektionselement
2 lagesicher einschliesst.
[0072] In Fig. 7 ist die Anwendung der Aktivierungsvorrichtung 1 gezeigt. Die Aktivierungsvorrichtung
1 ist an einer Automatikweste A angeordnet. Sie ist über entsprechende Adapterelemente,
die später noch genauer beschrieben werden, an der Automatikweste A fixiert. Der Benutzer,
der die Automatikweste trägt, kann über die Indikatoren 5 erkennen, ob die Aktivierungsvorrichtung
1 zuverlässig funktioniert. Zusätzlich kann er über beispielsweise ein Smartphone
S oder vergleichbare Vorrichtungen über eine entsprechende Übertragungstechnik U Daten
von der Aktivierungsvorrichtung 1 abrufen. Daten können beispielsweise Betriebszustand,
Ladezustand der Batterie oder Ähnliches sein. Zusätzlich können die Auslöseparameter,
je nach Ausführungsform eingestellt werden.
[0073] Die dargestellt Aktivierungsvorrichtung 1 ist einfach an die vorgesehene Stelle an
der Automatikweste A angeschraubt. Sie ersetzt den bisher klassischen Auslösemechanismus
und kann diesen ohne weitere Hilfsmittel ersetzen.
[0074] Das Betätigungselement 6 kann auch noch dafür vorgesehen werden, dass manuell der
Auslösemechanismus betätigt wird, wenn die Sensoren 12 noch nicht die entsprechenden
Daten erfasst haben oder die Grenzwerte der vorhandenen Daten noch nicht überschritten
sind. Alternativ kann der manuelle Auslösemechanismus - wie bisher - an dem Kopplungselement
13 angeordnet sein.
[0075] Eine weitere Anwendung der Aktivierungsvorrichtung 1 ist in Fig. 8 dargestellt. Die
Aktivierungsvorrichtung 1 ist derart ausgebildet, wie sie beispielsweise in den Fig.
1 bis 7 dargestellt ist, jedoch mit dem Unterschied, dass diese Aktivierungsvorrichtung
1 mit einem Auftriebskörper 30 an einem Gegenstand mittels eines Gurtelements 31 befestigt
ist. Aktivierungsvorrichtung 1, Gurtelement 31 und Auftriebskörper 30 bilden eine
Einheit. Die Aktivierungsvorrichtung 1 löst bei Unterschreiten mindestens eines Grenzwert-Parameters
eines Sensors 12 das Aufblasen der Auftriebskörper 30 aus. Dies bedeutet, wenn der
Gegenstand G unter Wasser ist, dass dieser durch den Auftriebskörper 30 wieder an
die Wasseroberfläche gelangt. Die Aktivierungsvorrichtung 1 ist aber vorzugsweise
derart definiert, dass bei Spritzwasser, Regen oder auch Tragen durch einen Fluss,
oder Schwimmen an der Wasseroberfläche keine Auslösung erfolgt. Vorgegebene Applikationen
(Software-App) bieten eine entsprechende Auswahl für die Anwendung, so dass ein einfaches
Konfigurieren der Aktivierungsvorrichtung 1 möglich ist.
[0076] Vorzugsweise ist die Aktivierungsvorrichtung 1 zusammen mit dem Auftriebskörper 30
als Gurt ausgebildet, so dass diese einfach an einen Gegenstand G angebracht werden
kann. Da Aktivierungsvorrichtung 1 und Auftriebskörper 30 in ihrer Grösse skalierbar
sind, ist eine Anbringung an unterschiedlichen Gegenständen - auch unterschiedlicher
Grösse - möglich. In Fig. 8 ist daher nur ein mögliches Ausführungsbeispiel gezeigt.
[0077] Grundsätzlich wird die Vorrichtung vollständig konfiguriert und betriebsbereit ausgeliefert.
Diese Konfiguration besteht aus einer allgemein gültigen Voreinstellung der Parameter.
Der Nutzer muss also sein Gerät nicht selber konfigurieren, sondern kann sich darauf
verlassen, dass das System gleich von Beginn weg und jederzeit einsatzbereit ist.
[0078] Damit aber ein polysportiver Nutzer oder Nutzer für die Sicherung von Gegenständen
seine Aktivierungsvorrichtung entsprechend auf die jeweils anwendungsspezifischen
Randbedingungen optimieren kann, stellt das System eine mit dem Smartphone (oder einem
handelsüblichen Laptop) konfigurierbare, drahtlose Konfigurationsmöglichkeit zur Verfügung.
Der Einsatz des persönlichen Smartphone erlaubt eine spezifische Konfiguration der
Vorrichtung und bietet die folgenden technischen und kommerziellen Vorteile:
Durch die Personalisierung des Auslöseparameter lässt sich die Vorrichtung an spezifische
Sportanwendungen und Benutzerprofile anpassen. Beispiel:
Wellenreiter werden regelmässig von Wellen in mehrere Meter Tiefe gespült, was noch
kein Grund für eine Rettungsaktion darstellt. Die Wellenreiter nutzen das Licht um
sich zu orientieren und schwimmen an die Wasseroberfläche. Die Situation wird erst
dann kritisch, wenn der Wellenreiter die Orientierung verliert und nach unten schwimmt
oder sonst sich nicht an die Wasseroberfläche bewegt. Diese Gefahrensituation kann
die Vorrichtung durch die spezifische Konfiguration erkennen und gegebenenfalls eine
Rettungsaktion einleiten.
[0079] Die Vorrichtung weist eine Software Applikation auf, die auf Tablets, Smartphones
oder auch Computern lauffähig ist. Sie lädt durch ein attraktives Design zum Download
ein und bietet auch ohne die Vorrichtung gewisse nützliche Funktionen, wie z.B. medizinische
Informationen bezüglich Wassersportunfällen, Notrufnummern, Erste Hilfe Massnahmen,
Informationen zu Rettungswesten (auch der Konkurrenz), aber auch z.B. Links zu qualifizierten
Shops und anderen themenbezogenen Webseiten.
[0080] Mit der Shop-Funktion der Software lassen sich auf Knopfdruck Ersatzteile für die
Vorrichtung sowie auch für andere automatische Rettungswesten bestellen.
[0081] Eine direkte Kommunikation mit dem Kunden oder der "Community" ist ebenfalls vorgesehen.
[0082] Diese Software wird in einer Applikation (APP) für diverse Plattformen (iOS, Android,
Windows etc.) angeboten.
[0083] Die Konfigurationseinstellung der Vorrichtung kann beispielsweise über ein Datenübertragungsprotokoll
erfolgen. Als Datenprotokolle können NFC, Bluetooth, WLAN oder ähnliches vorgesehen
sein. Damit aber die Vorrichtung so wenig wie möglich Strom benötigt, ist an der Aktivierungsvorrichtung
ein Lichtsensor vorgesehen, der an den Lichtsensor übertragene Lichtimpulse aufnimmt.
Die Vorrichtung dekodiert diese Lichtimpulse, die zur Konfiguration (beispielsweise
Einstellen von Grenzwerten in Bezug auf den Auslösezeitpunkt) der Vorrichtung dienen.
[0084] Da die Konfiguration der Vorrichtung über geräteunabhängige Lichtimpulse auf dem
Bildschirm erfolgt, kann die Programmierung von allen Plattformen sowie über ein Webportal/Webshop
via Bildschirm erfolgen. Hierzu ist es nur notwendig, dass die Vorrichtung mit dem
Sensor nahe an den Bildschirm gehalten wird, dass die Lichtimpulse übertragen werden.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0085]
- 1
- Aktivierungsvorrichtung
- 2
- Detektionselement
- 3
- Auslöseelement
- 4
- Achse
- 5
- Indikationselement
- 6
- Betätigungselement
- 7
- Gehäuse
- 8
- Hohlraum
- 9
- Gehäusewandung
- 10
- Öffnungen
- 11
- Hohlraum
- 12
- Sensoren
- 13
- Kopplungselement
- 14
- Bevorratungsbehälter (Gaspatrone)
- 15
- Gehäuse
- 16
- Adapterelement
- 17
- Sprengkapsel
- 18
- Schlagbolzen
- 19
- Stirnseite
- 20
- Stirnseite
- 21
- Platine
- 22
- ---
- 23
- Batterie
- 24
- Kontaktstift
- 25
- Haltering
- 30
- Auftriebskörper
- 31
- Gurtelement
- G
- Gegenstand
- A
- Automatikweste
- S
- Smartphone
- U
- Übertragungstechnik
1. Individuell einstellbare Aktivierungsvorrichtung (1) zum Auslosen eines Ausstromens
eines Gases aus einem Bevorratungsbehalters in eine mit dem Gas befullbares Rettungsmittel
(A), wobei die Aktivierungsvorrichtung (1) ein Detektionselement (2) zur Bestimmung
des Auslosezeitpunktes sowie ein Ausloseelement (3) zum schlagartigen Offnen des Bevorratungsbehalters
aufweist, wobei das Detektionselement (2) mikroprozessorgesteuert ist und mindestens
einen Sensoren (12) umfasst, namlich einen Drucksensor, wobei wahlweise zusatzlich
eine der nachfolgenden Sensoren (12) vorgesehen sind, namlich Temperatursensor, Bewegungssensor,
Feuchtigkeitssensor, die in dem Detektionselement (2) verbaut sind, wobei die Sensoren
(12) einstellbare Grenzwert- Parameter aufweisen, deren Werte in dem Detektionselement
(2) gespeichert sind und das Detektionselement (2) ein geschlossenes System ist, das
in einem Gehause angeordnet ist , wobei der Bereich, in dem die Sensoren (12) angeordnet
sind schlitzartig und derart ausgebildet ist, dass dieser mit Wasser durchflutbar
ist,
wobei
sich das Detektionselement (2) unmittelbar an das Ausloseelement (3) anschliesst,
wobei die Aktivierungsvorrichtung (1) ein Adapterelement (16) vorsieht, zur adaptiven
Anbringung an Rettungsmitteln (A), dadurch gekennzeichnet, dass
die Grenzwert-Parameter je nach Sportart oder Anwendungsfall , die mit der Aktivierungsvorrichtung
(1) betrieben wird, definiert werden,
wobei wiederum diese Definition von dem Nutzer einstellbar ist,
wobei die Einstellung der Grenzwert-Parameter der Sensoren (12) mit einem Smartphone
oder Tablet-PC erfolgt, wobei elektronische Hilfsmittel zur Ubertragung der Daten
von dem Smartphone oder Tablet-PC zu dem Detektionselement (2) vorgesehen sind, wobei
als elektronisches Hilfsmittelein ein Lichtsensor vorgesehen ist, derart dass das
Detektionselement (2) den Lichtsensor umfasst, der die an den Lichtsensor ubertragene
kodierte Lichtimpulse aufnimmt, wobei das Detektionselement (2) diese Lichtimpulse
dekodiert, die zur Konfiguration der Grenzwert-Parameter der Sensoren (12) dient.
2. Aktivierungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das elektronische Hilfsmittel eine Bluetooth-Schnittstelle ist.
3. Aktivierungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Detektionselement (2) und Ausloseelement (3) losbar voneinander angeordnet sind.
4. Aktivierungsvorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Anspruche, dadurch gekennzeichnet, dass vor der Ankündigung des Auslosevorgangs ein akustisches Signal erfolgt.
5. Aktivierungsvorrichtung nach mindestens einem der vorhergehenden Anspruche, dadurch gekennzeichnet, dass unmittelbar nach dem Feststellen des Auslosezeitpunktes durch das Detektionselement
(2) der Vorgang uber ein Betatigungselement (6) stoppbar ist.
6. Verwendung einer Aktivierungsvorrichtung (1) zum Auslosen eines Ausstromens eines
Gases aus einem Bevorratungsbehalter in eine mit einem Gas befullbares Rettungsmittel
(A), wobei die Aktivierungsvorrichtung (1) ein Detektionsmittel (2) zur Bestimmung
des Auslosezeitpunktes sowie ein Ausloseelement (3) zum schlagartigen Offnen des Bevorratungsbehalters
(14) aufweist fur die adaptive Anbringung an aufblasbaren automatischen Rettungsmitteln
(A),
a. sich das Detektionselement (2) unmittelbar an das Ausloseelement (3) anschliesst,
b. wobei die Aktivierungsvorrichtung (1) ein Adapterelement (16) vorsieht, zur adaptiven
Anbringung an Rettungsmitteln (A),
c. das Detektionselement (3) ein geschlossenes System ist, das in einer wasserdichten
kapselartigen Ausbildung ausgestaltet ist, wobei der Bereich, in dem die Sensoren
(12) angeordnet sind, derart ausgebildet ist, dass dieser mit Wasser durchflutbar
ist,
wobei die Sensoren (12) einstellbare Grenzwert- Parameter aufweisen, die von dem Nutzer
auf den jeweiligen Anwendungsfall oder die jeweilige Sportart individuell einstellbar
sind,
d. wobei die Einstellung der Grenzwert-Parameter der Sensoren (12) mit einem Smartphone
oder Tablet-PC erfolgt, wobei elektronische Hilfsmittel zur Ubertragung der Daten
von dem Smartphone oder Tablet-PC zu dem Detektionselement (2) vorgesehen sind, wobei
als elektronisches Hilfsmittelein ein Lichtsensor vorgesehen ist, derart dass das
Detektionselement (2) den Lichtsensor umfasst, der die an den Lichtsensor ubertragene
kodierte Lichtimpulse aufnimmt, wobei das Detektionselement (2) diese Lichtimpulse
dekodiert, die zur Konfiguration der Grenzwert-Parameter der Sensoren (12) dient.
7. Verwendung der Aktivierungsvorrichtung nach Anspruch 1 fur eine automatische Rettungsweste.
8. Verwendung der Aktivierungsvorrichtung zusammen mit einem durch die Aktivierungsvorrichtung
als Rettungsmittel ausgebildetes aufblasbares Auftriebsmittel nach Anspruch 1 fur
die Anbringung an einen Gegenstand zur Sicherung gegen ungewolltes Absinken in einem
Gewasser.