Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung mit einem Fluideinlass und einem Fluidauslass,
wobei die Vorrichtung über den Fluideinlass und den Fluidauslass mit dem Kältemittelkreislauf
in Fluidkommunikation steht, wobei die Vorrichtung ein Granulat aufweist, durch welches
eine Fluidmenge aus dem Kältemittel aufnehmbar ist.
Stand der Technik
[0002] In Kältemittelkreisläufen von Klimaanlagen für Kraftfahrzeuge werden Kondensatoren
eingesetzt, um das Kältemittel auf die Kondensationstemperatur abzukühlen und das
Kältemittel zu kondensieren. Regelmäßig weisen Kondensatoren einen Sammler auf, in
welchem ein Kältemittelvolumen vorgehalten ist, um Volumenschwankungen im Kältemittelkreislauf
auszugleichen und um eine stabile Unterkühlung des Kältemittels zu erreichen.
[0003] Oftmals sind in dem Sammler zusätzliche Mittel zur Trocknung und/oder Filterung des
Kältemittels vorgesehen. Das Mittel zur Trocknung ist dabei regelmäßig durch ein Granulat
gebildet. Das Granulat nimmt einen Volumenanteil des Sammlers oder des Kondensators
ein, wodurch das Füllvolumen für das Kältemittel reduziert wird.
[0004] Der für den Kondensator bzw. den Sammler zur Verfügung stehende Bauraum innerhalb
des Kraftfahrzeugs nimmt ständig weiter ab, so dass das insgesamt zu realisierende
Innenvolumen des Kondensators bzw. des Sammlers ebenfalls stetig verkleinert werden
muss.
[0005] Nachteilig bei den Lösungen im Stand der Technik ist insbesondere, dass das Aufnahmevolumen
des Kondensators bzw. des Sammlers für Kältemittel aufgrund der Anordnung von Granulat
zur Trocknung des Kältemittels und den immer geringer werdenden Dimensionen des Kondensators
bzw. des Sammlers ständig abnimmt. Dies führt zu einer geringen Temperaturstabilität
im Kondensator und somit zu einer negativen Beeinflussung des Kältemittelkreislaufs.
Außerdem ist es nachteilig, dass aufgrund von Kundenanforderungen eine immer größere
Fluidaufnahmekapazität für das im Kondensator bzw. im Sammler enthaltene Granulat
gefordert wird.
[0006] Die
US 5 813 249 A offenbart einen Kondensator mit einem Sammler mit einem im Sammler angeordneten Trocknermaterial.
Der Kondensator weist einen Fluideinlass und einen Fluidauslass auf, wobei der Kondensator
mit einem Kältemittelkreislauf in Fluidkommunikation bringbar ist, wobei der Sammler
ein Granulat zur Trocknung des Kältemittels aufweist.
Darstellung der Erfindung, Aufgabe, Lösung, Vorteile
[0007] Daher ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Vorrichtung bereitzustellen,
die ein Granulat zur Trocknung des Kältemittels enthält, welches eine möglichst große
Fluidaufnahmefähigkeit bietet und gleichzeitig ein möglichst geringes Volumen einnimmt.
[0008] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst.
[0009] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung betrifft eine Vorrichtung mit einem Fluideinlass
und einem Fluidauslass, wobei die Vorrichtung über den Fluideinlass und den Fluidauslass
mit dem Kältemittelkreislauf in Fluidkommunikation steht, wobei die Vorrichtung ein
Granulat aufweist, durch welches eine Fluidmenge aus dem Kältemittel aufnehmbar ist,
wobei die in der Vorrichtung enthaltene Granulatmenge sich nach der Formel

berechnet, wobei MG die Masse des in der Vorrichtung enthaltenen Granulats in [g]
bezeichnet, W die durch das Granulat insgesamt aufnehmbare Fluidmenge bezeichnet und
WA die aufnehmbare Fluidmenge pro Gramm Granulat bezeichnet.
[0010] Eine Berechnung des in der Vorrichtung enthaltenen Granulats nach der oben vorgegebenen
Formel ist besonders vorteilhaft, da so die Auslegung der Granulatmenge anhand der
Menge des aufzunehmenden Fluids im Kältemittelkreislauf bzw. im Kondensator geschieht.
[0011] Gemäß der Erfindung liegt die aufnehmbare Fluidmenge pro Gramm Granulat WA in einem
Bereich von 0,2 bis 0,3, dabei vorzugsweise in einem Bereich von 0,23 bis 0,25.
[0012] Eine aufnehmbare Fluidmenge pro Gramm Granulat in dem oben angegebenen Bereich ist
besonders vorteilhaft, da bei einem möglichst geringen Gesamtvolumen des Granulats
eine möglichst große Menge des Fluids aufgenommen werden kann. Daraus entstehen Vorteile
hinsichtlich des benötigten Bauraums der Vorrichtung oder eines an der Vorrichtung
angebundenen Sammlers, welcher das Granulat enthält.
[0013] Auch ist es zu bevorzugen, wenn sich das Volumen des in der Vorrichtung enthaltenen
Granulats im Verhältnis zu der durch das Granulat insgesamt aufnehmbaren Fluidmenge
nach der Formel

berechnet, wobei VG das Volumen des Granulats in [cm
3] bezeichnet, W die durch das Granulat insgesamt aufnehmbare Fluidmenge in [g] bezeichnet,
WA die aufnehmbare Fluidmenge pro Gramm Granulat bezeichnet und SG das Schüttgewicht
in [g/cm
3] bezeichnet.
[0014] Anhand einer solchen Formel lässt sich auf einfache Weise das Volumen des in der
Vorrichtung enthaltenen Granulats berechnen. Das enthaltene Volumen ist dabei direkt
abhängig von der aufzunehmenden Fluidmenge innerhalb der Vorrichtung.
[0015] Es ist besonders vorteilhaft, wenn das Volumen des in der Vorrichtung enthaltenen
Granulats im Verhältnis zu der durch das Granulat insgesamt aufnehmbaren Fluidmenge
in einem Bereich von 4,4 cm
3/g bis 7 cm
3/g und dabei vorzugsweise in einem Bereich von 4,7 cm
3/g bis 6,2 cm
3/g, dabei vorzugsweise bei ungefähr 6 cm
3/g liegt.
[0016] Ein solches Verhältnis des enthaltenen Volumens des Granulats zur insgesamt durch
das Granulat aufnehmbaren Fluidmenge ist besonders vorteilhaft, da das benötigte Volumen
relativ gering gehalten werden kann im Vergleich zu einem herkömmlichen Granulat,
welches regelmäßig ein größeres Volumen pro aufnehmbarer Fluidmenge benötigt.
[0017] Erfindungsgemäß ist das von dem Granulat aufgenommene Fluid Wasser.
[0018] Vorteilhafterweise wird durch das Granulat im Kältemittel enthaltenes oder mitgeschwemmtes
Wasser gebunden. Auf diese Weise wird dem Kältemittel Wasser entzogen und das Kältemittel
getrocknet.
[0019] Auch ist es zweckmäßig, wenn die Vorrichtung einen Sammler aufweist, wobei der Sammler
an einem Bereich der Vorrichtung angeordnet ist, der den Übergang von mehrheitlich
flüssigem Kältemittel zu mehrheitlich flüssigem unterkühlten Kältemittel bildet, wobei
der Sammler das Granulat aufweist.
[0020] Ein Sammler ist insbesondere vorteilhaft, um das Kältemittel zu reinigen, um eine
Volumenbevorratung bereitzustellen, durch welche Schwankungen des Kältemittelvolumens
innerhalb des Kältemittelkreislaufs ausgeglichen werden können, und um eine Trocknung
des Kältemittels durchzuführen. Die Trocknung basiert dabei insbesondere auf dem Entzug
von Waser aus dem Kältemittel, beispielsweise durch ein Granulat.
[0021] Ein Sammler stellt dabei vorzugsweise eine an der Vorrichtung angebundene Einheit
dar, welche mit dem Kältemittelkreislauf im Inneren des Kondensators in Fluidkommunikation
steht. Dabei ist der Fluidübertritt von der Vorrichtung in den Sammler bevorzugt in
einem Bereich angeordnet, welcher in Strömungsrichtung nach dem Kondensationsabschnitt
des Kondensators liegt und in Strömungsrichtung vor dem Unterkühlabschnitt. Der Fluidübertritt
aus dem Sammler in die Vorrichtung liegt vorteilhafterweise ebenfalls in Strömungsrichtung
nach dem Kondensationsabschnitt und vor dem Unterkühlabschnitt des Kondensators, jedoch
in Strömungsrichtung nach dem Fluidübertritt in den Sammler.
[0022] Darüber hinaus ist es vorteilhaft, wenn das Granulat durch eine Aufnahmestruktur
in der Vorrichtung und/oder im Sammler gehalten wird, wobei die Aufnahmestruktur ein
Ausschwemmen des Granulats verhindert.
[0023] Das Granulat kann beispielsweise durch ein netzartiges Material derart zusammengehalten
werden, dass ein Strömen des Kältemittels durch das netzartige Material und an dem
Granulat vorbei möglich ist. Das netzartige Material dient dabei in erster Linie der
Fixierung des Granulats in der Vorrichtung bzw. im Sammler, um ein Ausschwemmen des
Granulats zu verhindern. Das Granulat kann beispielsweise auch in einer durchströmbaren
Trocknerpatrone angeordnet sein, welche auf einfache Weise gewartet und ausgetauscht
werden kann.
[0024] Erfindungsgemäß weist das Granulat eine bindemittelfreie Struktur auf.
[0025] Eine bindemittelfreie Struktur ist insbesondere vorteilhaft, da Bindemittel regelmäßig
keine oder eine nur sehr begrenzte Fähigkeit haben ebenfalls ein Fluid, wie beispielsweise
Wasser, aufzunehmen und abzubinden. Durch die bindemittelfreie Struktur kann der regulär
vom Bindemittel besetzte Volumenanteil durch das Granulat gefüllt werden. Auf diese
Weise wird insgesamt die Fluidaufnahmekapazität des Granulats erhöht, wodurch bei
gleichbleibenden Volumen im Vergleich zu einem bindemittelbehaftetem Granulat eine
größere Fluidmenge aufgenommen werden kann.
[0026] Auch ist es zweckmäßig, wenn die Vorrichtung und/oder der Sammler Mittel zur Filterung
des Kältemittels aufweisen.
[0027] Dies ist insbesondere vorteilhaft, um das Kältemittel von Schmutzpartikeln zu befreien.
Dadurch kann möglichst lange eine möglichst hohe Qualität des Kältemittels gewährleistet
werden.
[0028] Auch ist es vorteilhaft, wenn das in der Vorrichtung und/oder im Sammler enthaltene
Granulat ein bindemittelfreies zeolithisches Granulat mit Faujasitstruktur ist.
[0029] Ein bindemittelfreies zeolithisches Granulat ist besonders vorteilhaft, um bei möglichst
geringem Volumen des Granulats eine möglichst große Menge an Fluid aufnehmen zu können.
[0030] Zeolithe gehören im Allgemeinen zu einer Klasse von kristallinen Alumosilikaten.
Hierbei sind insbesondere die synthetischen Zeolithe von wirtschaftlicher Bedeutung.
Zeolithe mit Faujasit-Struktur werden in zwei Klassen eingeteilt. Zeolithe mit einem
molaren SiO
2/Al
2O
3-Verhältnis größer als 3,0 werden als Y-Zeolithe bezeichnet. Zeolithe mit einem molaren
SiO
2/Al
2O
3-Verhältnis von kleiner als 3,0 werden als X-Zeolithe bezeichnet.
[0031] Besonders vorteilhaft ist hierbei ein Zeolith mit einem molaren SiO
2/Al
2O
3-Verhältnis größer als 3,0 und einem mittleren Durchmesser der Granulat-Formkörper
von größer als 400 µm. Der mittlere Transportporendurchmesser ist vorteilhafterweise
größer als 150 nm, wobei der Mesoporenanteil des Zeoliths unterhalb von 15%, vorzugsweise
unterhalb von 10% liegt.
[0032] Auch andere bindemittelfreie Granulate mit vergleichbaren Strukturen und Eigenschaften
sind für die Verwendung in der Vorrichtung, im Sammler bzw. Kondensator vorsehbar.
[0033] Gemäß des erfindungsgemäßen Gedankens ist es zweckmäßig, wenn die Vorrichtung ein
Kondensator ist, insbesondere für die Kondensation eines Kältemittels in einem Kältemittelkreislauf
eines Kraftfahrzeugs.
[0034] Auch ist es vorteilhaft, wenn die Vorrichtung ein Akkumulator ist, insbesondere für
die Speicherung eines Kältemittels in einem Kältemittelkreislauf eines Kraftfahrzeugs.
[0035] Alternativ ist es vorteilhaft, wenn die Vorrichtung eine Kombieinheit aus einer Mehrzahl
von Aggregaten ist, wie insbesondere ein Kondensator mit einem Akkumulator.
[0036] Vorteilhafte Weiterbildungen der vorliegenden Erfindung sind in den Unteransprüchen
und in der nachfolgenden Figurenbeschreibung beschrieben.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0037] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen detailliert erläutert. In der Zeichnung zeigt:
- Fig.1
- eine schematische Ansicht eines Kondensators in Rohr-Rippen-Bauweise, wobei an einem
der Sammelrohre des Kondensators ein Sammler angeordnet ist, welcher Mittel zur Filterung,
Trocknung und Bevorratung des Kältemittels aufweist.
Bevorzugte Ausführung der Erfindung
[0038] Die erfindungsgemäße Vorrichtung wird im Folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels
als Kondensator beschrieben. Dies gilt jedoch nicht als beschränkend, wobei die erfindungsgemäße
Vorrichtung auch ein Akkumulator oder eine Kombieinheit, beispielsweise aus Kondensator
und Akkumulator oder eine anderweitige Vorrichtung sein kann.
[0039] Die Fig. 1 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Kondensators 1 in einer Rohr-Rippen-Bauweise.
Der Kondensator 1 ist aus einer Mehrzahl von parallel zueinander verlaufenden Rohren
5 gebildet, welche jeweils endseitig in einem ersten Sammelrohr 2 und einem zweiten
Sammelrohr 3 aufgenommen sind. Die Rohre 5 sind mit den Sammelrohren 2, 3 fluiddicht
verbunden. Am linken Sammelrohr 2 ist im oberen Bereich ein Fluideinlass 6 angeordnet
sowie im unteren Bereich des Sammelrohres 2 ein Fluidauslass 7. Über den Fluideinlass
6 und den Fluidauslass 7 steht der Kondensator 1 mit einem Kältemittelkreislauf beispielsweise
eines Kraftfahrzeugs in Fluidkommunikation.
[0040] Im Inneren der Sammelrohre 2 bzw. 3 sind mehrere Trennwände angeordnet, welche den
Innenraum des jeweiligen Sammelrohres 2, 3 in mehrere voneinander getrennte Teilbereiche
unterteilen. Auf diese Weise wird innerhalb des Kondensators 1 eine Kondensationsstrecke
und weiterhin eine Unterkühlstrecke ausgebildet. Das Kältemittel strömt dabei entlang
des Fluideinlasses 6 in den oberen Bereich des Sammelrohres 2, welcher durch eine
Trennwand abgetrennt ist, und von dort durch einen Teil der Rohre 5 in den oberen
Bereich des Sammelrohres 3. Dort findet eine Umlenkung statt, worauf das Kältemittel
durch einen weiteren Anteil der Rohre 5 zurück in einen mittleren Bereich innerhalb
des Sammelrohres 2 strömt. Dort wird das Kältemittel erneut umgelenkt und strömt entlang
eines weiteren Anteils der Rohre 5 in einen mittleren Bereich innerhalb des Sammelrohres
3.
[0041] Am äußeren Umfang des Sammelrohres 3 ist ein Sammler 4 angeordnet. Dieser Sammler
4 ist im Wesentlichen durch ein zylindrisches Rohr gebildet, welches an seinen oberen
und unteren Enden abgeschlossen ist. In diesem Sammler 4 sind Mittel zur Filterung
und Trocknung sowie Bevorratung des durch den Kondensator 1 strömenden Kältemittels
vorgesehen. Der Sammler 4 ist im Bereich, welcher mit dem Bezugszeichen 8 gekennzeichnet
ist, an das Sammelrohr 3 angebunden. In diesem Bereich 8 findet ebenfalls der Kältemittelübertritt
vom Sammelrohr 3 in den Sammler 4 und vom Sammler 4 zurück in das Sammelrohr 3 statt.
Der Fluidübertritt in den Sammler 4 ist dabei durch eine Trennwand im Sammelrohr 3
von dem Bereich des Fluidübertritts aus dem Sammler 4 getrennt.
[0042] Das in den mittleren Bereich des Sammelrohres 3 eingeströmte Kältemittel strömt in
den Sammler 4 weiter. Im Sammler 4 wird das Kältemittel durch ein im Sammler 4 angeordnetes
Granulat getrocknet, wobei ihm im Wesentlichen Wasser entzogen wird. Weiterhin kann
in dem Sammler 4 ein Mittel zur Filterung des Kältemittels vorgesehen sein, welches
mitgeschwemmte Schmutzpartikel aus dem Kältemittel entfernt.
[0043] Des Weiteren bildet das Innenvolumen des Sammlers 4 einen Bevorratungsraum aus, welcher
dazu ausgebildet ist, um eine definierte Menge von Kältemittel zu bevorraten. Im Sammler
4 wird weiterhin die flüssige Phase des Kältemittels von der gasförmigen Phase getrennt.
Die gasförmige Phase des Kältemittels sammelt sich vorzugsweise im oberen Bereich
des Sammlers 4. Vom Sammler 4 strömt das Kältemittel schließlich in einen unteren
Bereich des Sammelrohres 3 und von dort durch die unten liegenden Rohre 5 in einen
unteren Bereich des Sammelrohres 2. Von dort strömt das Kältemittel über den Fluidauslass
7 aus dem Kondensator aus.
[0044] Der in Fig. 1 gezeigte Kondensator stellt eine beispielhafte Ausführung eines Kondensators
mit seitlich angeordnetem Sammler 4 in Rohr-Rippen-Bauweise dar. In alternativen Ausführungsformen
können beispielsweise die Anzahl der in den Sammelrohren 2, 3 vorgesehenen Trennwände
variieren, ebenso die Anordnung und Position des Sammlers 4 am Kondensator 1.
[0045] In dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel ist das Granulat, welches zur Trocknung
des Kältemittels dient, innerhalb des Sammlers 4 angeordnet. Es sind in alternativen
Ausführungsformen auch Ausführungen vorsehbar, in denen das Granulat in einem der
Sammelrohre oder in einem anderen Abschnitt des Kondensators oder des Kältemittelkreislaufs
angeordnet ist.
[0046] Das Granulat kann im Inneren des Sammlers 4, beispielsweise durch ein Gewebematerial
aufgenommen sein, wodurch ein ungewolltes Ausschwemmen des Granulats aus dem Sammler
4 verhindert werden kann. Alternativ kann das Granulat beispielsweise in einem rohrförmigen
Festkörper aufgenommen sein, welcher über Bohrungen eine Fluidkommunikation zwischen
dem Inneren und dem Äußeren des Festkörpers ermöglicht.
[0047] In vorteilhaften Ausführungsformen kann insbesondere der Teil des Sammlers 4, welcher
das Granulat bzw. die Mittel zur Filterung enthält, auf einfache Weise ausgetauscht
werden. Hierzu kann beispielsweise eine Schraubverbindung zwischen einer sogenannten
Trocknerpatrone und einer Aufnahme vorgesehen sein oder ein Bajonettverschluss.
[0048] Alternativ zu dem in Fig. 1 gezeigten Kondensator in Rohr-Rippen-Bauweise kann auch
ein Kondensator in Stapelscheibenbauweise vorgesehen werden. Ein Kondensator in Stapelscheibenbauweise
zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass die einzelnen Strömungskanäle und Sammelbereiche
im Inneren des Kondensators durch eine Stapelung mehrerer Scheibenelemente ausgebildet
sind. Der Scheibenstapel bildet dabei den Kondensator aus. Durch eine geschickte Gestaltung
der einzelnen Scheibenelemente kann dabei eine vorteilhafte Fluidführung innerhalb
des Kondensators erreicht werden. Beispiele für den Aufbau eines Kondensators in Stapelscheibenbauweise
sind in vielfältiger Weise aus dem Stand der Technik bekannt.
[0049] Die in Fig. 1 gezeigte Ausführungsform des Kondensators weist insgesamt keine beschränkende
Wirkung für die Gestaltung des Kondensators oder des Sammlers auf. Sie ist lediglich
eine beispielhafte Darstellung, um den Erfindungsgedanken zu verdeutlichen.
1. Vorrichtung mit einem Fluideinlass (6) und einem Fluidauslass (7), wobei die Vorrichtung
über den Fluideinlass (6) und den Fluidauslass (7) mit einem Kältemittelkreislauf
in Fluidkommunikation bringbar ist, wobei die Vorrichtung ein Granulat zur Trocknung
eines Kältemittels aufweist, durch welches eine Fluidmenge eines Fluids, wobei das
Fluid Wasser ist, aus dem Kältemittel aufnehmbar ist, wobei die in der Vorrichtung
enthaltene Granulatmenge sich nach der Formel

berechnet, wobei MG die Masse des in der Vorrichtung enthaltenen Granulats in [g]
bezeichnet, W die durch das Granulat insgesamt aufnehmbare Fluidmenge in [g] bezeichnet
und WA die aufnehmbare Fluidmenge pro Gramm Granulat bezeichnet,
dadurch gekennzeichnet, dass die aufnehmbare Fluidmenge pro Gramm Granulat WA in einem Bereich von 0,2 bis 0,3
liegt, dabei vorzugsweise in einem Bereich von 0,23 bis 0,25 liegt, und wobei das
Granulat eine bindemittelfreie Struktur aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass sich das Volumen des in der Vorrichtung enthaltenen Granulats im Verhältnis zu der
durch das Granulat insgesamt aufnehmbaren Fluidmenge nach der Formel

berechnet, wobei VG das Volumen des Granulats in [cm
3] bezeichnet, W die durch das Granulat insgesamt aufnehmbare Fluidmenge in [g] bezeichnet,
WA die aufnehmbare Fluidmenge pro Gramm Granulat bezeichnet und SG das Schüttgewicht
in [g/cm
3] bezeichnet.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Volumen des in der Vorrichtung enthaltenen Granulats im Verhältnis zu der durch
das Granulat insgesamt aufnehmbaren Fluidmenge in einem Bereich von 4,4 cm3/g bis
7 cm3/g und dabei vorzugsweise in einem Bereich von 4,7 cm3/g bis 6,2 cm3/g, dabei vorzugsweise bei ungefähr 6 cm3/g liegt.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung einen Sammler (4) aufweist, wobei der Sammler (4) an einem Bereich
(8) der Vorrichtung angeordnet ist, in welchem der Übergang von mehrheitlich flüssigem
Kältemittel zu mehrheitlich flüssigem unterkühlten Kältemittel stattfindet, wobei
der Sammler (4) das Granulat aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Granulat durch eine Aufnahmestruktur in der Vorrichtung und/oder im Sammler gehalten
wird, wobei die Aufnahmestruktur ein Ausschwemmen des Granulats verhindert.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung und/oder der Sammler (4) Mittel zur Filterung des Kältemittels aufweisen.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das in der Vorrichtung und/oder im Sammler (4) enthaltene Granulat ein bindemittelfreies
zeolithisches Granulat mit Faujasitstruktur ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung ein Kondensator (1) ist, insbesondere für die Kondensation eines
Kältemittels in einem Kältemittelkreislauf eines Kraftfahrzeugs.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung ein Akkumulator ist, insbesondere für die Speicherung eines Kältemittels
in einem Kältemittelkreislauf eines Kraftfahrzeugs.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine Kombieinheit aus einer Mehrzahl von Aggregaten ist, wie insbesondere
ein Kondensator mit einem Akkumulator.
1. A device having a fluid inlet (6) and a fluid outlet (7), wherein the device can be
brought into fluid communication with a refrigerant circuit via the fluid inlet (6)
and the fluid outlet (7), wherein the device has a granulate for drying a refrigerant
through which a fluid amount of a fluid, wherein the fluid is water, can be absorbed
from the refrigerant, wherein the amount of granulate contained in the device is calculated
according to the formula

wherein MG denotes the mass in [g] of the granulate contained in the device, W denotes
the total amount of fluid in [g] that can be absorbed by the granulate, and WA denotes
the amount of fluid that can be absorbed per gram of granulate,
characterised in that the amount of fluid that can be absorbed per gram of granulate WA lies within a range
of 0.2 to 0.3, preferably within a range of 0.23 to 0.25, and wherein the granulate
comprises a binder-free structure.
2. The device according to claim 1,
characterised in that the volume of the granulate contained in the device in proportion to the total amount
of fluid that can be absorbed by the granulate is calculated according to the formula

wherein VG denotes the volume of the granulate in [cm
3], W denotes the total amount of fluid in [g] that can be absorbed by the granulate,
WA denotes the amount of fluid that can be absorbed per gram of granulate, and SG
denotes the bulk density in [g/cm
3].
3. The device according to claim 1 or 2, characterised in that the volume of the granulate contained in the device in proportion to the total amount
of fluid that can be absorbed by the granulate lies within a range of 4.4 cm3/g to 7 cm3/g and preferably within a range of 4.7 cm3/g to 6.2 cm3/g, preferably at approximately 6 cm3/g.
4. The device according to one of the preceding claims, characterised in that the device has a collector (4), wherein the collector (4) is disposed in an area
(8) of the device in which the transfer of mainly liquid refrigerant to mainly liquid
sub-cooled refrigerant takes place, wherein the collector (4) has the granulate.
5. The device according to one of the preceding claims, characterised in that the granulate is held in the device and/or in the collector by a receiving structure,
wherein the receiving structure prevents the granulate from flushing out.
6. The device according to one of the preceding claims, characterised in that the device and/or the collector (4) comprises means for filtering the refrigerant.
7. The device according to one of the preceding claims, characterised in that the granulate contained in the device and/or in the collector (4) is a binder-free
zeolite granulate with a faujasite structure.
8. The device according to one of the preceding claims, characterised in that the device is a capacitor (1), in particular for the condensation of a refrigerant
in a refrigerant circuit of a motor vehicle.
9. The device according to one of the preceding claims, characterised in that the device is an accumulator, in particular for storing a refrigerant in a refrigerant
circuit of a motor vehicle.
10. The device according to one of the preceding claims, characterised in that the device is a combination unit of a plurality of aggregates, such as in particular
a capacitor with an accumulator.
1. Dispositif comprenant une entrée de fluide (6) et une sortie de fluide (7), où le
dispositif peut être placé en communication fluidique avec un circuit de fluide frigorigène
par l'entrée de fluide (6) et par la sortie de fluide (7), où le dispositif présente
un granulat servant au séchage d'un fluide frigorigène, granulat par lequel une quantité
d'un fluide, où le fluide est de l'eau, peut être absorbée en provenance du fluide
frigorigène, où la quantité de granulat contenue dans le dispositif se calcule d'après
la formule :

où MG désigne en [g] la masse du granulat contenu dans le dispositif, W désigne en
[g] la quantité de fluide pouvant au total être absorbée par le granulat et WA désigne
la quantité de fluide pouvant être absorbée par gramme de granulat,
caractérisé en ce que la quantité de fluide WA pouvant être absorbée par gramme de granulat se situe dans
une plage comprise entre 0,2 et 0,3, ici de préférence dans une plage comprise entre
0,23 et 0,25, et où le granulat présente une structure sans liant.
2. Dispositif selon la revendication 1,
caractérisé en ce que le volume du granulat contenu dans le dispositif, par rapport à la quantité de fluide
pouvant au total être absorbée par le granulat, se calcule d'après la formule :

où VG désigne en [cm
3] le volume du granulat, W désigne en [g] la quantité de fluide pouvant au total être
absorbée par le granulat, WA désigne la quantité de fluide pouvant être absorbée par
gramme de granulat et SG désigne en [g/cm
3] le poids en vrac.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le volume du granulat contenu dans le dispositif, par rapport à la quantité de fluide
pouvant au total être absorbée par le granulat, se situe dans une plage comprise entre
4,4 cm3/g et 7 cm3/g et ici, de préférence, dans une plage comprise entre 4,7 cm3/g et 6,2 cm3/g, ledit volume étant ici, de préférence, de 6 cm3/g environ.
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif présente un collecteur (4), où le collecteur (4) est disposé au niveau
d'une zone (8) du dispositif, zone dans laquelle se produit le passage d'un fluide
frigorigène principalement liquide, à un fluide frigorigène principalement surrefroidi
et liquide, où le collecteur (4) présente le granulat.
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le granulat est maintenu dans le dispositif et/ou dans le collecteur par une structure
d'absorption, où la structure d'absorption empêche le granulat d'être emporté.
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif et/ou le collecteur (4) présentent des moyens servant à la filtration
du fluide frigorigène.
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le granulat contenu dans le dispositif et/ou dans le collecteur (4) est un granulat
zéolithique sans liant à structure de faujasite.
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif est un condenseur (1), en particulier pour la condensation d'un fluide
frigorigène dans un circuit de fluide frigorigène d'un véhicule automobile.
9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif est un accumulateur, en particulier pour le stockage d'un fluide frigorigène
dans un circuit de fluide frigorigène d'un véhicule automobile.
10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le dispositif est un ensemble combiné se composant d'une pluralité d'éléments, comme
en particulier un condenseur avec un accumulateur.