[0001] Die Erfindung betrifft einen Schalldämpfer nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und
8.
Stand der Technik
[0002] Aus dem Stand der Technik sind diverse Schalldämpfer zur Reduktion der bei dem Abfeuern
einer Handfeuerwaffe entstehenden Schallemissionen, Mündungsfeuer und des Rückstosses
bekannt und gebräuchlich.
[0003] Schalldämpfer für Waffen erreichen je nach Bauart über eine, meist jedoch mehrere
Expansionskammern eine Schallreduzierung. Die beim Abschiessen eines Projektils entstehenden
Verbrennungsgase, die sogar kurzfristig das aus dem Lauf ausgetretene Projektil überholen,
sind massgeblich an der Entstehung des Schussknalls beteiligt. Diese Verbrennungsgase
werden im Schalldämpfer durch die hintereinanderliegende Expansionskammern verwirbelt,
dehnen sich dort aus und kühlen ab. Dadurch wird die Stosswellenfront des Mündungsknalls
gebrochen und der Weg den die Verbrennungsgase zurücklegen erhöht. Diese verlieren
dadurch an Geschwindigkeit und werden im Idealfall unter die Schallgeschwindigkeit
abgebremst. Dabei wird eine Reduktion des Schussknalls einer Handfeuerwaffe, der durchschnittlich
bei 150 dB (Dezibel) liegt, um maximal 25 bis 30 dB reduziert.
[0004] Das durch noch unvollständig verbrannte Pulverreste entstehende Mündungsfeuer wird
bei der Verwendung von Schalldämpfern dadurch eliminiert, dass diese Pulverreste innerhalb
der Expansionskammern des Schalldämpfers umgesetzt werden, so dass es ausserhalb des
Schalldämpfers nicht mehr zu einem Mündungsfeuer durch Verpuffung kommt.
[0005] Die Reduzierung des beim Abfeuern eines Projektils aus einer Handfeuerwaffe entstehenden
Rückstosses basiert ebenfalls auf den Expansionskammern des Schalldämpfers, bzw. den
Prallflächen einer Mündungsbremse. Die sich ausdehnenden Pulvergase prallen auf die
Trichter bzw. Prallflächen, dadurch entsteht ein dem Rückstoss gegenläufiger Impuls,
welcher den auf den Schützen wirkenden Rückstoss der Handfeuerwaffe verringert.
[0006] Ein Schalldämpfer wird üblicherweise über eine Kontaktstelle mit dem Lauf einer Handfeuerwaffe
verbunden oder ist in einigen Fällen, zum Beispiel bei der Maschinenpistole MP5 SD
fester Bestandteil der Handfeuerwaffe. Bei kurzen Läufen oder Läufen, die nur geringfügig
aus dem Schaft der Handfeuerwaffe herausragen, wird in der Regel eine Ein-Punkt-Montage
genutzt. Dabei befindet sich an der äusseren Mündung des Laufes, oder der Mündungsbremse
ein Gewinde, über welches der Schalldämpfer mit dem Lauf bzw. der Mündungsbremse des
Laufes verschraubt werden kann (vgl. z. B.
WO 2014/000805 A1). Neben der Montage der Schalldämpfer über ein Gewinde sind weitere reversibel Steckverbindungssysteme
(vgl. z. B.
DE 10 2011 116 059 A1) bekannt.
[0007] Ist der Lauf einer Handfeuerwaffe länger oder ragt weiter aus dem Schaft hervor,
ist eine Zwei-Punkt-Montage möglich. Dabei wird dem Schalldämpfer ein Adapterstück
vorgeschaltet. Dieses mit dem Schalldämpfer verbundene Adapterstück wird über den
Lauf geschoben und ermöglicht, neben der Montage des Schalldämpfers an der Mündung,
einen zweiten Fixierungspunkt mehrere cm unterhalb der Mündung, an eine dafür vorgesehenen
Kontaktstelle am Lauf. Das Adapterstück kann dabei mit der ersten Expansionskammer
des Schalldämpfer in Verbindung sehen und zu einer Verbesserung des Wirkungsgrades
aller drei oben beschriebener Hauptaufgaben des Schalldämpfers beitragen.
[0008] Darüber hinaus ist es möglich Schalldämpfer mit einer ggf. vorhandenen Mündungsbremse
zu kombinieren. Dazu verfügt der Schalldämpfer über eine vorgelagerte hülsenähnliche
Form. Der Schalldämpfer wird in diesem Fall über die Mündungsbremse geschoben und
an dieser montiert.
Aufgabe
[0009] Ein besonders bei militärischen und polizeilichen Sondereinheiten bemängeltes Problem
bei der Verwendung von Schalldämpfern für Handfeuerwaffen ist, dass die üblichen Montagevorrichtungen
der nach Bedarf montierbaren Schalldämpfer nach einer gewissen Nutzungszeit einsatz-
und schussbedingte Abnutzungen aufweisen. Diese Abnutzungen treten vorwiegend im Bereich
der Montagevorrichtungen auf und führen in der Regel nicht zu einem sofortigen Funktionsverlust
oder beispielsweise zu einem Abfallen des Schalldämpfers von der Handfeuerwaffe. In
vielen Fällen verursachen diese Abnutzungserscheinungen zwischen Lauf und Schalldämpfer
jedoch beim einsatz- und trainingsbedingten Benutzen der Handfeuerwaffe Geräusche,
wie zum Beispiel klappern oder rappeln. Grade bei militärischen oder polizeilichen
Einsätzen, bei denen lautloses Vorgehen wesentlich ist, kann durch solche störenden
Geräusche das Risiko des Einsatzes vergrössert, oder der Erfolg des Einsatzes sogar
gefährdet werden.
[0010] Aufgabe der Erfindung ist, neben der Erfüllung der drei beschriebenen Hauptaufgaben
eines Schalldämpfers, dass einsatz- und schussbedingte Abnutzungserscheinungen an
der Montage von Schalldämpfern auf Handfeuerwaffen minimiert bzw. vermieden werden,
um beschriebene Störgeräusche zu eliminieren.
Lösung der Aufgabe
[0011] Die Aufgabe wird durch die Merkmale nach den des Ansprüchen 1 und 8 gelöst.
[0012] Ein erfindungsgemässer Schalldämpfer ist für eine Mündung eines Laufs einer Waffe
vorgesehen. Hierbei handelt es sich zumeist um vollautomatische Maschinengewehre,
Repetiergewehre, Rückstoss- oder Gasdruckladewaffen. Diese Waffen können mit einer
handelsüblichen Mündungsbremse ausgestattet sein. Eine Mündungsbremse ist eine Vorrichtung
an einem Lauf einer Waffe mit einer Durchschussöffnung. Diese Vorrichtung weist mehrere
seitliche Öffnungen in Form von Schlitzen oder Bohrungen auf, die die sogenannten
Prallflächen bilden, welche die bei einem Schuss entstehenden Verbrennungsgase rechtwinklig
oder leicht nach hinten ablenken und dadurch einen dem Rückstoss entgegenwirkenden
Impuls erzeugen. Mündungsbremsen verringern entsprechenden Rückschuss einer Waffe
beim Schiessen.
[0013] Auf den Lauf ist ein sogenannter Laufadapter aufgebracht. Es kann sich bei dem Laufadapter
auch um eine Mündungsbremse nach dem oben beschriebenen Prinzip handeln. In dem erfindungsgemässen
Ausführungsbeispiel haltert der Laufadapter ein Schalldämpferelement, wobei das Schalldämpferelement
bei ordnungsgemässem Einbau teilweise in den Laufadapter hineinragt. In dem erfindungsgemässen
Ausführungsbeispiel ist zwischen dem Lauf und dem Schalldämpferelement ein Mündungs-O-Ring
angeordnet. Das Material des Mündungs-O-Rings ist hierbei unbeachtlich. Es muss lediglich
den Anforderungen gewachsen sein. Das bedeutet, dass eine hohe Temperaturfestigkeit
und Abriebfestigkeit aufweisen muss. Hierbei kommen verschiedene Natur- und Kunststoffe
in Betracht. Besonders vorteilhaft hat sich Fluorkautschuk bewährt. Bei dem Material
kann es sich um ein gummiartiges Element handeln, dass auch resistent gegenüber Reinigungsflüssigkeiten
und Säuren ist, welche sich durch Pulverrückstände bilden können.
[0014] Weiter kann der hier beschriebene O-Ring mit unabhängiger Aussengeometrie ein gummiartiges
Einlegeteil sein, welches aber auch anstatt eines Einlegeteiles direkt in eine nutartige
Freidrehung des Schalldämpferadapters oder in den Aussenbereich des Laufes eingespritzt
oder aufgetragen werden kann.
[0015] Weiter ist zwischen dem Lauf und dem Laufadapter ein Adapter-O-Ring angeordnet. Der
Laufadapter kann bspw. durch Aufschrauben oder in einer anderen Art und Weise mit
dem Lauf der Waffe verbunden werden. Beim Verbinden des Laufadapters mit der Waffe
wird der Adapter-O-Ring derart zwischen dem Lauf und dem Laufadapter angeordnet, dass
womöglich entstehende Vibrationen optimal aufgenommen werden können. Hier hat es sich
bewährt, dass bspw. in dem Laufadapter eine ringförmige Ausnehmung vorgesehen ist,
in welche dann der Adapter-O-Ring eingelegt ist und beim Aufschrauben auf den Lauf
entsprechend nicht herausgleiten kann. Der Laufadapter wird dabei an einer Kopplungsstelle
mit dem Lauf reversibel verbunden. Unabhängig davon kann es auch vorgesehen sein,
dass der Laufadapter einstückig mit dem Lauf ausgebildet ist. In einem solchen Fall
bedürfte es dann keines Adapters-O-Rings.
[0016] Weiterhin ist der Laufadapter hülsenförmig ausgebildet. Das bedeutet, dass er innen
hohl ist und eine im Wesentlichen zylindrische Form aufweist. Der Laufadapter weist
eine erste Öffnung zur Anordnung des Laufs in der ersten Öffnung auf. Dazu wird im
erfindungsgemässen Ausführungsbeispiel der Laufadapter über den Lauf der Waffe gezogen.
Dabei gleitet der Lauf der Waffe in die erste Öffnung des Laufadapters. Der Laufadapter
wird an die Kopplungsstelle des Laufes verschoben und dort mit dem Lauf entsprechend
verbunden.
[0017] Weiterhin weist der Laufadapter eine zweite Öffnung auf, wobei das Schalldämpferelement
in der zweiten Öffnung anordnebar ist und dabei die Mündung zu einer Innenwandung
des Laufadapters abschliesst.
[0018] Das bedeutet im Einzelnen, dass die zweite Öffnung einen grösseren Umfang aufweist,
als der Lauf im Bereich der Mündung. Durch das Einführen des Schalldämpferelements
in die zweite Öffnung wird die Differenz im Umfang der beiden Bauteile geschlossen.
Das Schalldämpferelement ragt dabei zum Teil in den Laufadapter hinein. In einem erfindungsgemässen
Ausführungsbeispiel wird das Schalldämpferelement mit dem Laufadapter verschraubt.
Dazu weist das Schalldämpferelement ein entsprechendes Gewinde auf. Der Laufadapter
weist ein entsprechendes Gegengewinde auf. Im Zusammenspiel des Gewindes mit dem Gegengewinde
wird eine Verschraubung des Schalldämpferelements mit der Laufadapter erreicht.
[0019] Dabei ist der Mündungs-O-Ring derart angeordnet, dass entstehende Vibrationen zwischen
dem Lauf und dem Schalldämpferelement nicht auf den Laufadapter übertragen werden
können. In einem Ausführungsbeispiel kann bspw. eine ringförmige Ausnehmung im Schalldämpferelement
vorgesehen sein, welche dann der Mündungs-O-Ring eingesetzt ist. Auf diese Weise kann
er das Übertragen von Vibrationen wie sie beim Schuss entstehen, auf den Laufadapter
verhindern.
[0020] Das Schalldämpferelement weist ausserdem eine Geschosseinleitung auf, wobei zwischen
der Geschosseinleitung und einem Geschossauslass eine Expansionskammer zur Aufnahme
von Schall angeordnet ist. Die Geschosseinleitung ist das erste Bauteil des Schalldämpferelements,
welches das Geschoss aufnimmt, nachdem eine Mündung des Laufs verlassen hat.
[0021] Die Geschosseinleitung führt das abgeschossene Geschoss zunächst in eine erste Schallaufnahmekammer
und anschliessend in die Expansionskammer bzw in dieExpansionskammern. In der ersten
Schallaufnahmekammer kann bspw. ungewolltes Geschossfeuer aufgefangen werden, bevor
das Geschoss weiter in die Expansionskammern eingeleitet wird. Die Zahl und Form der
Expansionskammern richten sich nach den Bedürfnissen des Nutzers.
[0022] In einem zweiten Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen Schalldämpfers, ist
der Schalldämpfer für eine Mündung eines Laufs einer Waffe vorgesehen, wobei auf den
Lauf ein Mündungsadapter aufgebracht ist und der Mündungsadapter ein Schalldämpferelement
haltert. Hierbei ist zwischen dem Mündungsadapter und dem Schalldämpferelement ein
Adapter-O-Ring angeordnet. Der Adapter-O-Ring entspricht im Wesentlichen dem Adapter-O-Ring
aus dem vorher beschriebenen Ausführungsbeispiel. Der Mündungsadapter ist anders als
der Laufadapter innen nicht vollständig hohl ausgebildet, sondern weist im Inneren
eine Zusatzkammer zur Aufnahme von zusätzlichem Schall oder Mündungsfeuer auf. Weiter
ist bei diesem zweiten Ausführungsbeispiel zwischen der Expansionskammer des Schalldämpferelements
und der Zusatzkammer des Mündungsadapters eine Rücklauföffnung angeordnet, um entstandenen
Schall in die Zusatzkammer leiten zu können.
[0023] Die Rücklauföffnung kann sich als Wandung mit entsprechenden Auslässen darstellen.
Es kann aber auch vorgesehen sein, dass die Rücklauföffnung bis auf wenige Verbindungsstege
zwischen dem Schalldämpferelement im Wesentlichen und der Geschossaufnahme im Einzelnen
eine durchgehende Öffnung ist.
[0024] Die Geschossaufnahme ist wiederum so angeordnet, dass sie das Geschoss bei Verlassen
der Mündung zunächst aufnimmt, bevor das Geschoss in die erste Schallaufnahmekammer
weiter fliegt. In der ersten Schallaufnahmekammer wiederum ist eine Verbindung zu
den Rücklauföffnungen vorhanden, welche entstandenen Schall dann in die Zusatzkammern
des Mündungsadapters umleiten.
[0025] Die Verbindung des Schalldämpferelements mit dem Mündungsadapter ist derart vorgesehen,
dass ein Gewinde bspw. des Mündungsadapters mit einem Gegengewinde des Schalldämpferelements
derart zusammenwirkt, dass das Schalldämpferelement auf den Mündungsadapter aufgeschraubt
werden kann. Dabei ist bspw. in einer Innenwandung des Schalldämpferelements eine
Ausnehmung zur Aufnahme des Adapter-O-Rings vorgesehen, um entstehende Vibrationen
beim Schuss nicht auf den Mündungsadapter zu übertragen.
[0026] Die Laufadapter in den oben beschriebenen Ausführungsbeispielen sind regelmässig
als Mündungsbremsen mit dem Lauf der Waffe verbunden.
Figurenbeschreibung
[0027] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Figuren; diese zeigen
in
Figur 1 einen Querschnitt einer möglichen Ausführungsform eines erfindungsgemässen
Schalldämpfers.
Figur 2 einen Querschnitt einer zweiten möglichen Ausführungsform eines erfindungsgemässen
Schalldämpfers.
[0028] Der erfindungsgemässe Schalldämpfer, wobei der Schalldämpfer in erster Linie aus
einem Schalldämpferelement 1 und einem Laufadapter 2 besteht.
[0029] Der Laufadapter 2 weist eine erste Öffnung 7 und eine zweite Öffnung 8 auf. Die erste
Öffnung 7 dient zur Aufnahme eines Laufs 3 einer Waffe 18. Der Lauf 3 verläuft durch
den Laufadapter 2 hindurch und ragt mit seiner Mündung 4 etwas aus der zweiten Öffnung
8 des Laufadapters 2 heraus.
[0030] Das Schalldämpferelement 1 wiederum wird über ein Gewinde 16 und ein Gegengewinde
17 mit einer Innenwandung 9 des Laufadapters 2 verbunden. Dabei wird das Schalldämpferelement
1 in die zweite Öffnung 8 des Laufadapters 2 zumindest teilweise eingebracht.
[0031] Dabei schliesst das Schalldämpferelement 1 den Lauf 3 zu dem Laufadapter 2 ab. Das
bedeutet, dass im Bereich der Mündung 4 die zweite Öffnung 8 des Laufadapters 2 den
Umfang des Laufs 3 bzw. der Mündung 4 übersteigt und die Mündung 4 quasi im freien
Raum der zweiten Öffnung des Laufadapters 2 hängt.
[0032] Durch das Einführen des Schalldämpferelements 1 in die zweite Öffnung 8 des Laufadapters
2 und das Verbinden des Schalldämpferelements 1 mit dem Laufadapter 2 durch das Zusammenspiel
des Gewinde 16 mit dem Gegengewinde 17 wird eine feste Verbindung zwischen dem Schalldämpferelement
1 und dem Laufadapter 2 geschaffen, wobei der Schalldämpfer 1 sich gleichzeitig gegen
den Lauf 3 abstützt und dabei den Lauf 3 in einer gewünschten Lage stabilisiert.
[0033] Weiter ist zu erkennen, dass zwischen dem Lauf 3, insbesondere im Bereich der Mündung
4 ein Mündungs-O-Ring 6 angeordnet ist, welcher den Lauf 3 gegen das Schalldämpferelement
1 ebenfalls abstützt. Ausserdem ist ein Adapter-O-Ring 5 vorhanden, welcher den Laufadapter
2 gegen den Lauf 3 im Bereich der ersten Öffnung 7 abstützt. Durch den Einsatz des
Mündungs-O-Rings 6 wird verhindert, dass durch Gebrauch ein ungewolltes Lockern des
Schalldämpferelements 1 zu dem Laufadapter 2 erreicht wird.
[0034] In gleicher Weise findet der Adapter-O-Ring 5 ein ungewolltes Lösen des Laufadapters
2 gegenüber dem Lauf 3. Der Adapter-O-Ring 5 ist hierbei nicht erfindungswesentlich.
Der Adapter-O-Ring 5 kann auch weggelassen werden. Wichtiger ist hierbei der Umstand,
dass der Mündungs-O-Ring 6 eine Stützung und Kraftaufnahme zwischen dem Schalldämpferelement
1 und dem Lauf 3 im Bereich der Mündung 4 vorsieht.
[0035] Ausserdem ist in der Figur 1 eine Auslassöffnung 10 zu erkennen, welche sich aus
der Mündung 4 des Laufs 3 ergibt. Die Auslassöffnung 10 ist der Ort, an welchem das
Geschoss aus dem Lauf 3 bzw. der Mündung 4 heraustritt. Anschliessend an die Auslassöffnung
10 ist eine Geschosseinleitung 11 vorgesehen.
[0036] Die Geschosseinleitung 11 dient der ersten Aufnahme des abgeschossenen Geschosses,
bevor es in die erste Schallaufnahmekammer 12 weiter durchtritt. Im Anschluss an die
erste Schallaufnahmekammer 12 sind eine Anzahl von Expansionskammern 13 vorgesehen,
welche in Schussrichtung 14 angeordnet sind, um entstehenden Schall oder andere ungewollte
Nebeneffekte des Abschusses zu verringern. Zuletzt tritt das abgeschossene Geschoss
aus dem Geschossauslass 15 des Schalldämpferelements 1 heraus.
[0037] In Figur 2 ist ein weiteres erfindungsgemässes Ausführungsbeispiel gezeigt. Dort
ist ein Schalldämpferelement 25 gezeigt, welches auf einen Mündungsadapter 21 durch
das Zusammenspiel eines Gewindes 23 und mit einem Gegengewinde 24 verschraubt ist.
Es dabei unbeachtlich, ob der Mündungsadapter 21 das Gewinde 23 oder das Gegengewinde
24 aufweist, solange das Schalldämpferelement 25 jeweils das andere Gewinde 23 bzw.
das Gegengewinde 24 aufweist.
[0038] Daneben ist eine Geschossaufnahme 19 im Schalldämpferelement 25 zu Erkennen an die
Geschossaufnahme 19 schliesst wieder eine erste Schallaufnahmekammer 12 auf. Diese
erste Schallaufnahmekammer 12 leitet zum Einen den entstandenen Schall in die anschliessenden
Expansionskammern 13 und zum Anderen über eine Rücklauföffnung 20 bspw. zusätzlichen
Schall oder Rückstoss in eine Mündungskammer 22 ab, wobei die Zusatzkammern 22 im
Inneren des Mündungsadapters 21 angeordnet sind, was wiederum zu dem Vorteil führt,
dass die Gesamtkonstruktion weniger Baulänge aufweist und dabei einen höheren Raum
für die Aufnahme von Schall und Rückstoss bereit hält.
Positionszahlenliste
[0039]
- 1. Schalldämpferelement
- 2. Laufadapter
- 3. Lauf
- 4. Mündung
- 5. Adapter-O-Ring
- 6. Mündungs-O-Ring
- 7. Erste Öffnung
- 8. Zweite Öffnung
- 9. Innenwandung
- 10. Auslassöffnung
- 11. Geschosseinleitung
- 12. erste Schallaufnahmekammer
- 13. Expansionskammer
- 14. Schussrichtung
- 15. Geschossauslass
- 16. Gewinde
- 17. Gegengewinde
- 18. Waffe
- 19. Geschossaufnahme
- 20. Rücklauföffnung
- 21. Mündungsadapter
- 22. Zusatzkammer
- 23. Gewinde
- 24. Gegengewinde
- 25. Schalldämpferelement
1. Schalldämpfer für eine Mündung (4) eines Laufs (3) einer Waffe (18), wobei auf den
Lauf (3) ein Laufadapter (2) aufgebracht ist und der Laufadapter (2) ein Schalldämpferelement
(1) haltert
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Mündungs-O-Ring (6) zwischen dem Lauf (3) und dem Schalldämpferelement (1) angeordnet
ist.
2. Schalldämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Lauf (3) und dem und dem Laufadapter (2) ein Adapter-O-Ring (5) angeordnet
ist.
3. Schalldämpfer nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Laufadapter (2) an einer Kopplungsstelle mit dem Lauf (3) reversibel verbindbar
ist.
4. Schalldämpfer nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Laufadapter (2) hülsenförmig ist und einerseits des Laufadapters (2) eine erste
Öffnung (7) zur Anordnung des Laufs (3) in der ersten Öffnung (7) aufweist.
5. Schalldämpfer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Laufadapter (2) andererseits eine zweite Öffnung (8) aufweist, wobei das Schalldämpferelement
(1) in der zweiten Öffnung (8) anordnebar ist und dabei die Mündung (4) zu einer Innenwandung
(9) des Laufadapters (2) abschliesst.
6. Schalldämpfer nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schalldämpferelement (1) mit dem Laufadapter (2) verschraubbar ist.
7. Schalldämpfer nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dass in dem Schalldämpferelement (1) eine Geschosseinleitung (14) vorhanden ist,
wobei zwischen der Geschosseinleitung (14) und einem Geschossauslass (15) eine Expansionskammer
zur Aufnahme von Schall angeordnet ist.
8. Schalldämpfer für eine Mündung (4) eines Laufs (3) einer Waffe (18), wobei auf den
Lauf (3) ein Mündungsadapter (21) aufgebracht ist und der Mündungsadapter (21) ein
Schalldämpferelement (25) haltert dadurch gekennzeichnet,
dass ein Adapter-O-Ring (5) zwischen dem Mündungsadapter (21) und dem Schalldämpferelement
(25) angeordnet ist.
9. Schalldämpfer nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Mündungsadapter (21) eine Zusatzkammer (22) zur Aufnahme von Schall aufweist.
10. Schalldämpfer nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Expansionskammer (13) des Schalldämpferelements (25) und der Zusatzkammer
(22) des Mündungsadapters (21) eine Rücklauföffnung (20) angeordnet ist, um entstandenen
Schall in die Zusatzkammer (22) zu leiten.
11. Schalldämpfer nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Schalldämpferelement (25) auf den Mündungsadapter (21) reversibel aufschraubbar
ist.
12. Schalldämpfer nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Mündungsadapter (21 mit dem Lauf (3) der Waffe (18) verbunden ist.