(19)
(11) EP 3 041 672 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
03.04.2019  Patentblatt  2019/14

(21) Anmeldenummer: 14761577.7

(22) Anmeldetag:  02.09.2014
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
B31B 70/04(2017.01)
B31B 70/85(2017.01)
B31B 150/20(2017.01)
B31B 170/20(2017.01)
B31B 70/98(2017.01)
B31B 160/20(2017.01)
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/EP2014/002371
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 2015/032485 (12.03.2015 Gazette  2015/10)

(54)

VORRICHTUNG ZUR HERSTELLUNG VON SÄCKEN

APPARATUS FOR PRODUCING BAGS

DISPOSITIF DE FABRICATION DE SACS


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 04.09.2013 DE 102013014739

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
13.07.2016  Patentblatt  2016/28

(73) Patentinhaber: Windmöller & Hölscher KG
49525 Lengerich/Westf. (DE)

(72) Erfinder:
  • LANKEMEYER, Andreas
    D-49186 Bad Iburg (DE)
  • ULLMANN, Klaus
    26670 Uplengen (DE)
  • GRÜNBÖCK, Andreas
    2700 Wiener Neustadt (AT)

(74) Vertreter: Laufhütte, Dieter 
Lorenz Seidler Gossel Rechtsanwälte Patentanwälte Partnerschaft mbB Widenmayerstraße 23
80538 München
80538 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A1- 2 441 574
DE-B3-102013 014 739
DE-A1-102008 017 444
US-A- 3 386 576
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung von Säcken aus Schlauchstücken nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

    [0002] Derartige Vorrichtungen sind bekannt und seit längerer Zeit am Markt erhältlich. Diese Vorrichtungen umfassen in der Regel zunächst eine Vereinzelungsvorrichtung, um einen zugeführten Gewebeschlauch, der zudem beschichtet sein kann, zu Schlauchstücken zu vereinzeln. Diese bestehen aus zwei übereinanderliegenden Materialbahnen, welche jeweils aus mehreren Schichten bestehen können. Dazu wird der Schlauch in seiner Längsrichtung taktweise jeweils um eine Schlauchstücklänge vorgezogen. Anschließend wird ein Schlauchstück von dem Schlauch vereinzelt, also abgetrennt. Dieses erfolgt in der Regel mit einem Schneidwerkzeug wie einem Messer. Jedoch sind auch andere Abtrennverfahren und die zugehörigen Einrichtungen bereits im Einsatz. Anschließend wird jedes auf diese Weise erzeugte Schlauchstück von zumindest einer Transportvorrichtung übernommen, um sie in die einzelnen Bearbeitungsstationen zu transportieren. Nach dem Abtrennen werden die Schlauchstücke also nicht mehr in Längsrichtung weitertransportiert, sondern in Querrichtung. Mit "Querrichtung" ist gemeint, dass die Schlauchstücke nunmehr quer zu ihrer Längserstreckung transportiert werden, um bei den weiteren Schritten zur Herstellung von Säcken ungehinderten Zugang zu beiden Enden der Schlauchstücke zu erhalten.

    [0003] Im Folgenden werden einzelne Stationen bei der Sackherstellung aufgeführt und deren Funktion erläutert:
    • In einer fakultativ vorhandenen Vorbruchstation werden Formstempel zur Erzeugung einer Falzlinie auf das Schlauchstück abgesenkt. Auf dieser Falzlinie befinden sich später die Eckeinschläge des geöffneten Schlauchbodens. Diese Formstempel können zu diesem Zweck auch beheizt werden.
    • In der Bodenöffnungsstation wird zumindest ein Ende eines Schlauchstücks aufgezogen, so dass an diesem aufgezogenen Ende ein Boden angeformt werden kann. Die Eckeinschläge befinden sich auf den Falzlinien des Schlauchstücks. Aufgrund ihrer geometrischen Form wird die Bodenöffnung auch Bodenöffnungsquadrat genannt. Dabei sei angemerkt, dass die Form nicht quadratisch, sondern in den meisten Fällen rechteckig ist. In der Regel werden beide Enden des Schlauchstücks auf die gleiche Weise bearbeitet.
    • In der Ventilzettelstation, auch als Ventilstation bezeichnet, wird ein Ventilzettel auf den zuvor geöffneten Boden des Schlauchstücks gelegt. Durch den Ventilzettel kann später der fertige Sack mit Hilfe eines geeigneten Füllstutzens befüllt werden.
    • In einer sogenannten Zulegestation, die auch als Bodenschließstation bezeichnet wird, werden Teile der Bodenöffnungen bzw. der Bodenöffnungsquadrate, die sogenannten Laschen, beidseitig zur Falzkante hin zurückgefaltet. Dabei können Bereiche dieser Lachen überlappen und diese überlappenden Bereiche dieser Laschen können miteinander verbunden werden.
    • Anschließend wird in der Bodendeckplattstation ein Bodendeckplatt mit der zugefalteten Bodenöffnung befestigt, beispielsweise verschweißt.


    [0004] Hier ist anzumerken, dass nicht alle der aufgezählten Stationen in einer Vorrichtung zur Herstellung von Säcken vorhanden sein müssen. So kann auf eine Vorbruchstation verzichtet werden. Auch Bodendeckblätter müssen nicht immer aufgebracht werden, um einen Sack zu fertigen. Gleichwohl sind weitere Stationen denkbar.

    [0005] Mit der bekannten Vorrichtung kann ein zuvor vereinzeltes Schlauchstück entlang seiner Längsachse mit Hilfe eines geeigneten Transportmittels, beispielsweise einem Doppelwandförderer, zu einer Vorbruchstation geführt werden. Dort wird ein Formstempel senkrecht zur Transportrichtung der Schlauchstücke auf die Schlauchstücke abgesenkt. Auf der dabei entstandenen Falzkante befinden sich später die Eckeinschläge des geöffneten Sackbodens, der in der darauffolgenden Bodenöffnungsstation geformt wird. Anschließend wird auf einer Bodenöffnung in der Ventilzettelstation ein Ventil auf den geöffneten Boden gelegt. Durch dieses Ventil wird später der Sack mit einem geeigneten Füllorgan befüllt. In der folgenden Zulegestation wird die Bodenöffnung des Sackes zugefaltet, so dass anschließend in der Bodendeckblattstation durch Verschweißen der Bodenöffnung desselben mit einem Bodendeckblatt der Sack fertiggestellt wird. Da die bekannten Vorrichtungen sowohl auf der Bedien- wie auch auf der Antriebsseite nahezu gleich aufgebaut sind, um gleichzeitig beide Enden des Schlauchstücks bearbeiten zu können, wurde in der vorangegangenen Beschreibung nicht auf die verschiedenen Maschinenseiten eingegangen.

    [0006] Aus der EP 2 441 574 A1 ist eine Vorrichtung zur Herstellung von Säcken aus Schlauchstücken mit den wesentlichen Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1 bekannt.

    [0007] Um nun qualitativ hochwertige Säcke zu produzieren, ist es insbesondere wichtig, dass die Schlauchstücke kantengerade und ohne Versatz in Transportrichtung von der Quertransportvorrichtung, welche die Schlauchstück zu den einzelnen Bearbeitungsstationen befördert, übernommen werden. "Kantengerade" bedeutet, dass die vordere und die rückwärtige Kante des Schlauchstücks orthogonal zur Transportrichtung verlaufen. Eine genau definierte Übergabe der Schlauchstücke ist insbesondere im Bereich der Bodenöffnungsstation, in dem das geöffnete Bodenquadrat gebildet wird, von besonderer Bedeutung.

    [0008] In der Bodenöffnungsstation wird zum Legen eines offenen Kreuzbodens ein Sauger- Spreizersystem eingesetzt. Dieses umfasst mindestens ein umlaufendes Werkzeug, insbesondere ein Sichelpaar, zum Aufspreizen der zuvor über die Sauger geöffneten Enden der Schlauchstücke und zum Ausrichten der sich dabei bildenden Eckeinschläge. Das Werkzeug streicht dabei sowohl die vordere als auch die hintere Tasche des Bodens aus. Die Funktionsweise dieses Sauger- Spreizersystems und insbesondere des umlaufenden Werkzeuges, insbesondere Sichelpaars ergibt sich aus der DE 1 753 634 A.

    [0009] In den vorgenannten Vorrichtungen werden vorzugsweise Schlauchstücke verarbeitet, die aus Geweben aus gereckten Kunststoffbändchen bestehen, wobei diese Gewebe zwei übereinanderliegende Materiallagen bilden. Häufig sind derartige Gewebe noch beschichtet. Dabei ist es beispielsweise bekannt geworden, Gewebe mit einer Beschichtung aus einem Polymer zu versehen. Die Gewebe selbst bestehen hier häufig aus Polymer-, insbesondere Polyolefin-, Polypropylen-, Polyethylen-(HDPE) oder Polyethylenterephthalatbändchen, die vorzugsweise monoaxial verstreckt sind. Das Gewebe kann dabei als Schlauch gewebt sein. Dieses Gewebe ist mit einer Beschichtung versehen, die aus einem Polymer, insbesondere Polyolefin oder Polypropylen gebildet ist. Das Polymer wird dabei auf das Gewebe vollflächig aufgebracht, wobei beim Herstellprozess das die Beschichtung bildende Polymer einen Überstand über die aus dem Gewebe gebildeten Materiallagen bildet.

    [0010] Dies wird anhand der Figur 1 beispielsweise in der Darstellung Figur 1a dargestellt. Hier ist ein Schlauchstück 1 aus einem Gewebe aus gereckten Kunststoffbändchen gebildet, das bis zu den durchgezogenen Grenzlinien 2 verläuft. Über die Grenzlinien 2 hinaus erstreckt sich das Polymer in einem Randbereich 3. Die Position des Schlauchstücks innerhalb der Vorrichtung wird dabei durch die äußere Kante des Polymers bestimmt.

    [0011] In Figur 1a ist der Idealfall gezeigt, in dem das Gewebe genau der gewünschten Breite entspricht und ein gleichmäßiger Überstand 3 auf beiden Seiten durch das beschichtende Polymer gebildet wird. In der Realität werden die hergestellten Schlauchabschnitte allerdings von diesem Idealfall häufig abweichen. Verschiedene Abweichungen sind ebenfalls in der Figur 1 dargestellt. So zeigt die Figur 1b den Zustand, in dem das Gewebe zu breit ist. Die gestrichelte Linie wäre die Ideallinie, die in Figur 1 dargestellt ist. Die durchgezogene Linie 2 zeigt allerdings die tatsächliche Grenzlinie des Bändchengewebes, die von der Idealbreite abweicht.

    [0012] In Figur 1c ist der umgekehrte Fall gezeigt, in der die tatsächliche Breite des Bändchengewebes, welches durch die durchgezogene Linie 2 angezeigt ist, zu schmal ist. Schließlich ergibt sich aus der Figur 1d eine von dem Idealfall abweichende Ausgestaltung eines Schlauchstücks 1, bei dem das Gewebe und die von diesem gebildeten Grenzen 2 gegenüber der Ideallinie, die durch die strichlierte Linie gezeigt ist, seitlich versetzt ist.

    [0013] Wie bereits zuvor ausgeführt wurde, wird in der Bodenöffnungsstation ein Sauger-Spreizersystem eingesetzt, um die Schlauchenden zu öffnen und ein geöffnetes Bodenquadrat zu bilden. Die Einstellung der Spreizerstation ist unter anderem abhängig von der Schlauchbreite, genauer von der Gewebeschlauchbreite ohne Laminatüberstand, d. h. ohne Überstand des beschichtenden Polymer. Kommt es nun zu Schwankungen der Gewebeschlauchbreite, wie zuvor anhand der realen aus der Fertigung stammenden Schlauchstücke gezeigt, verliert man die optimierte Einstellung, wobei die Qualität des geöffneten Bodenquadrats leidet und zu Problemen in der weiteren Verarbeitung führt. Auch ein Verschieben des Gewebeschlauchs, wie in Figur 1d gezeigt, kann hier zu entsprechenden Problemen führen.

    [0014] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es nun, eine Vorrichtung zur Herstellung von Säcken aus Schlauchstücken nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 derart weiterzubilden, dass insbesondere die Qualität bei der Sackherstellung und hier insbesondere bei der Bildung des geöffneten Bodenquadrats auch bei variierender Qualität des zugeführten aus dem beschichteten Kunststoffbändchengewebe bestehenden Schlauchstück verbessert wird.

    [0015] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Vorrichtung zur Herstellung von Säcken aus Schlauchstücken mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

    [0016] Demnach ist erfindungsgemäß eine Vorrichtung zur Herstellung von Säcken aus Schlauchstücken, welche Gewebe aus gereckten Kunststoffbändchen umfassen, geschaffen, wobei das Gewebe mit einer Beschichtung aus einem Polymer versehen ist. Diese Vorrichtung umfasst:
    • zumindest eine Transporteinrichtung zum Transportieren der Schlauchstücke entlang eines Transportweges in einer Transportrichtung (x), die quer zu ihrer Erstreckungsrichtung (z) verläuft, wobei die Schlauchstücke vorteilhafterweise in horizontaler Lage förderbar sind,
    • zumindest eine Bodenöffnungsstation zum Legen eines offenen Kreuzbodens mit mindestens einem umlaufenden Werkzeug, insbesondere einem Sichelpaar, zum Aufspreizen der zuvor geöffneten Enden der Schlauchstücke und zum Ausrichten der sich dabei bildenden Eckeinschläge,
    • wahlweise zumindest eine Ventilstation,
    • zumindest eine Bodenschließstation und
    • wahlweise zumindest eine Deckblattstation.


    [0017] Im Transportweg ist mindestens ein Sensor angeordnet, mittels dem die genaue Lage mindestens einer der durch das Gewebe gebildeten Kanten der Schlauchstücke erfassbar ist. Des Weiteren sind Mittel vorgesehen, die die Bewegungsabläufe in der mindestens einen nachfolgenden Bodenöffnungsstation entsprechend der erfassten Lage der Kante der Schlauchabschnitte beeinflussen.

    [0018] Erfindungsgemäß kann mittels eines Sensors genau die Ausrichtung des von dem Kunststoffbändchengewebe gebildeten Randbereichs ermittelt werden. Diese Lage kann über geeignete Mittel der nachfolgenden Bodenöffnungsstation übermittelt werden, um dort die Bewegungsabläufe zur Öffnung des Bodens auf die genaue Ausrichtung der durch das Kunststoffbändchengewebe gebildeten Kante abzustimmen.

    [0019] In einer bevorzugten Ausgestaltung erkennt der Sensor dabei mindestens die Lage der hinteren Kante des Kunststoffbändchengewebes, wobei die Bewegung der umlaufenden Werkzeuge zum Aufspreizen der zuvor geöffneten Enden der Schlauchstücke an die Lage dieser Kante angepasst wird.

    [0020] Alternativ oder zusätzlich erkennt der Sensor weiterhin die Lage der vorderen Kante des Kunststoffbändchengewebes, wobei die Bewegung der umlaufenden Werkzeuge zum Aufspreizen der zuvor geöffneten Enden der Schlauchstücke an die Lage dieser Kante angepasst wird.

    [0021] Dabei kann vorgesehen sein, dass die umlaufenden Werkzeuge zum Aufspreizen der zuvor geöffneten Enden der Schlauchstücke so bewegt werden, so dass sie zunächst mit der vorderen Kante des Schlauchstücks in Eingriff kommen, dieses Aufspreizen, daraufhin in Kontakt mit dem Schlauchstück über dieses gleiten und dann kurz vor oder im Bereich der hinteren Kante außer Eingriff mit dem Schlauchstück kommen. Insbesondere werden die Werkezeuge dabei, damit sie daraufhin in Kontakt mit dem Schlauchstück über dieses gleiten, mit einer Geschwindigkeit bewegt, welche unter der Transportgeschwindigkeit der Schlauchstücke auf dem Transportband liegt.

    [0022] Insbesondere werden die umlaufenden Werkzeuge zum Aufspreizen der zuvor geöffneten Enden der Schlauchstücke dabei mit einem vorgegebenen Geschwindigkeitprofil bewegt. In einem Sonderfall kann das Geschwindigkeitsprofil dabei einer gleichförmigen Bewegung entsprechen. Üblicherweise wird das Geschwindigkeitsprofil jedoch unterschiedliche Geschwindigkeiten insbesondere für die Phasen vorsehen, in welchen die Werkzeuge außer Kontakt bzw. in Kontakt mit einem Schlauchstück stehen.

    [0023] Besonders bevorzugt wird dabei erfindungsgemäß das Bewegungsprofil der umlaufenden Werkzeuge zum Aufspreizen der zuvor geöffneten Enden der Schlauchstücke an die Lage der mindestens einen Kante des Kunststoffbändchengewebes angepasst.

    [0024] Befindet sich die hintere Kante des Kunststoffbändchengewebes dabei hinter der Normalposition, so kann die Bewegung der Werkzeuge, während diese in Kontakt mit dem Schlauchstück sind, verlangsamt werden. Befindet sich die hintere Kante des Kunststoffbändchengewebes dagegen vor der Normalposition, so kann die Bewegung der Werkzeuge, während diese in Kontakt mit dem Schlauchstück sind, beschleunigt werden.

    [0025] Befindet sich die vordere Kante des Kunststoffbändchengewebes dabei hinter der Normalposition, so kann die Bewegung der Werkzeuge, bevor diese in Kontakt mit dem Schlauchstück kommen, verlangsamt werden. Befindet sich die vordere Kante des Kunststoffbändchengewebes dagegen vor der Normalposition, so kann die Bewegung der Werkzeuge, bevor diese in Kontakt mit dem Schlauchstück kommen, beschleunigt werden.

    [0026] Weitere bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den sich an den Hauptanspruch anschließenden Unteransprüchen.

    [0027] Demnach kann der mindestens eine Sensor oberhalb und/oder unterhalb des Transportweges in der Transportrichtung, die quer zur Erstreckungsrichtung des Schlauchstückes verläuft, angeordnet sein.

    [0028] Besonders vorteilhaft sind zwei Sensoren derart nebeneinander angeordnet, dass sie eine durch das Gewebe gebildete Seitenkante des Schlauchsstückes erfassen können. Hierdurch ist die genaue Ausrichtung der jeweiligen durch das Bändchengewebe gebildeten Seitenkante erfassbar. Bei entsprechendem Durchlauf des Schlauchs kann damit auch die Breite des Schlauches genau erfasst werden.

    [0029] Gemäß einer alternativen Ausgestaltung kann der mindestens eine Sensor oberhalb und/oder unterhalb des Transportweges in der Transportrichtung, die längs zur Erstreckungsrichtung des Schlauchstückes verläuft, angeordnet sein. In dieser Ausgestaltung können vorteilhaft zwei Sensoren derart bezogen auf das geförderte Schlauchstück gegenüberliegend angeordnet sein, dass sie die durch das Gewebe gebildeten gegenüberliegenden Seitenkanten des Schlauchstückes erfassen können.

    [0030] Gemäß einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung bestehen die Mittel zur Beeinflussung der Bewegungsabläufe in der Bodenöffnungsstation aus Stellantrieben, über die motorisch die Bewegungsabläufe der zur Bildung des Bodens notwendigen Werkzeuge, insbesondere des umlaufenden Sichelpaares an die exakt erfasste Lage der Gewebekante des Schlauchabschnitts anpassbar sind.
    Dabei kann die durch die Stellantriebe erzeugte Bewegung mit der Bewegung eines weiteren Antriebs, welcher eine Antriebsbewegung der zur Bildung des Bodens notwendigen Werkzeuge, insbesondere die umlaufenden Werkzeuge, erzeugt, überlagert werden, wobei der weitere Antrieb vorteilhafterweise über ein mechanisches Ungleichförmigkeitsgetriebe eine ungleichförmige Antriebsbewegung erzeugt.

    [0031] Alternativ können die Mittel zur Beeinflussung der Bewegungsabläufe in der Bodenöffnungsstation aus Steuerbefehlen bestehen, die in einer Anlagensteuerung zur Ansteuerung von als Einzelantrieben der zur Bildung des Bodens notwendigen Werkzeuge, insbesondere des umlaufenden Sichelpaares, verwendeten Servomotoren dienen.

    [0032] In einer vorteilhaften Ausgestaltung mach sich die Erfindung zunutze, dass einerseits das Kunststoffbändchengewebe opak ist, während die aus dem Polymer bestehende Beschichtung transluzent ist.Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung werden zum Erkennen der Gewebekanten daher optische Sensoren verwendet. Diese weisen vorteilhaft eine Lichtquelle und einen Lichtempfänger auf, zwischen denen die Schlauchstücke hindurch geführt werden, um so die durch das opake Kunststoffbändchengewebe gebildeten Seitenkanten exakt zu erfassen. Als Lichtquelle für die optischen Sensoren eignen sich insbesondere Laser, mit denen die transluzente Polymerschicht durchleuchtet werden kann.

    [0033] Alternativ oder zusätzlich können zum Erkennen der mindestens einen Kante des Kunststoffbändchengewebe auch einer oder mehere kapazitive und/oder mechanische Sensoren zum Einsatz kommen.

    [0034] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung kann die erfindungsgemäße Vorrichtung dabei die eingangs im Hinblick auf den Stand der Technik beschriebenen Komponenten aufweisen und/oder wie eingangs im Hinblick auf den Stand der Technik beschrieben aufgebaut sein und/oder betrieben werden.

    [0035] Darüber hinausgehend können erfindungsgemäß Mittel zur Anpassung der Länge der Bodendeckblätter an die erfasste Breite des Gewebes der Schlauchabschnitte vorhanden sein.

    [0036] Die vorliegende Erfindung umfasst weiterhin ein Verfahren zur Herstellung von Säcken aus Schlauchstücken, welche Gewebe aus gereckten Kunststoffbändchen umfassen, wobei das Gewebe mit einer Beschichtung aus einem Polymer versehen ist, mit den Schritten:
    • Übergeben der Schlauchstücke an eine Transporteinrichtung,
    • kontinuierliches und bevorzugt gleichförmiges Transportieren der Schlauchstücke entlang eines Transportweges in einer Transportrichtung (x), die quer zu der Erstreckungsrichtung (z) und parallel zur der Breitenrichtung der Schlauchstücke verläuft, wobei die Schlauchstücke vorteilhafterweise in horizontaler Lage transportiert werden,
    • Legen eines offenen Kreuzbodens mit mindestens einem umlaufenden Werkzeug durch Aufspreizen der zuvor geöffneten Enden der Schlauchstücke und durch Ausrichten der sich dabei bildenden Eckeinschläge,
    • wahlweise Auflegen eines Ventilzettels,
    • Schließen des Bodens und
    • wahlweise Auflegen eines Bodendeckblattes.


    [0037] Erfindungsgemäß ist dabei vorgesehen, dass die genaue Lage mindestens einer der durch das Gewebe gebildeten Kanten der Schlauchstücke erfasst wird und die Bewegungsabläufe zum Legen des offenen Kreuzbodens an die erfasste Lage der Gewerbekante angepasst werden.

    [0038] Bevorzugt wird das Verfahren dabei so durchgeführt, wie dies bereits oben im Hinblick auf die erfindungsgemäße Vorrichtung näher dargestellt ist.

    [0039] Insbesondere kann zur Durchführung des Verfahrens eine Vorrichtung zum Einsatz kommen, wie sie oben beschrieben wurde.

    [0040] Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen. Es zeigen:
    Figur 1:
    schematische Darstellungen des in der erfindungsgemäßen Vorrichtung verarbeiteten Schlauchmaterials,
    Figur 2:
    eine schematische Darstellung einzelner Schritte zur Verarbeitung eines Gewebeschlauchs zu Säcken gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung und
    Figur 3:
    eine andere schematische Darstellung einzelner Schritte zur Verarbeitung eines Gewebeschlauchs zu Säcken nach einer zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.


    [0041] Die Figur 1 zeigt schematisch einzelne Schritte zur Verarbeitung eines Gewebeschlauches 1 zu Säcken, wie sie in der erfindungsgemäßen Sackherstellungsvorrichtung 10 erfolgen.

    [0042] Zunächst wird der Gewebeschlauch 12 der Sackherstellungsvorrichtung 10 zugeführt. Dies geschieht in vorteilhafter Weise durch Abwickeln des einen Wickels 14 bildenden Gewebeschlauches in einer Abwickeleinrichtung 16. Anschließend erfährt der Schlauch 12 die sogenannte Öffnung in der Öffnungsstation 18. Dabei wird der Gewebeschlauch um ein Innenwerkzeug herumgeführt, welches die beiden Lagen voneinander trennt, so dass sich die Lagen, falls sie bei einem der Herstellungsschritte des Schlauches miteinander verklebt wurden, trennen. Nur bei getrennten Lagen kann sichergestellt werden, dass die folgenden Produktionsschritte ordnungsgemäß durchgeführt werden können. Im Anschluss werden die voneinander getrennten Materiallagen des Schlauches wieder aufeinandergelegt.

    [0043] Der Gewebeschlauch wird nun der Querschneideeinrichtung 20 zugeführt, die den Gewebeschlauch in einzelne Schlauchstücke vereinzelt. Anschließend erfolgt eine Änderung der ursprünglichen Transportrichtung z, in der der Schlauch bzw. die Schlauchstücke in Richtung ihrer Längsachsen transportiert wurden, in die neue Transportrichtung x, so dass die Schlauchstücke nun nicht mehr in Richtung z ihrer Schlauchlängsachse, sondern quer hierzu transportiert werden, so dass die Enden der Schlauchstücke zwecks Anformung der Böden seitlich erreichbar sind.

    [0044] In der folgenden Station, der Bodenöffnungsstation 22, werden beide Enden eines jeden Schlauchstücks geöffnet und die sogenannten Bodenquadrate gelegt. In der darauffolgenden Ventilstation 24 wird auf eines der beiden offenen Enden ein Ventil aufgelegt und befestigt. Die offenen Böden werden nun in der Bodenschließstation 26 geschlossen, wobei zwei Laschen aufeinandergelegt werden. Diese können dann miteinander dauerhaft, beispielsweise durch Verschweißen, verbunden werden. Den Abschluss des eigentlichen Sackherstellungsprozesses bildet das Aufbringen je eines Bodendeckblattes auf die Böden in der Deckblattstation 28. Dazu können die Deckblätter ebenfalls aufgeschweißt werden. Die fertigen Säcke werden anschließend auf dem einen Sackstapel 30 abgelegt und von dort auf nicht näher beschriebene Art und Weise abtransportiert.

    [0045] In der hier dargestellten Ausführungsform sind zwei optische Sensoren 32 und 34 vorgesehen, über die die genaue Lage der Kanten des Kunststoffbändchengewebes (vgl. die Linien 2 in den Figuren 1) ermittelt wird. Hierzu sind die entsprechenden Sensoren 32 und 34 in der Vorrichtung 10 in dem Bereich der Kanten der Schlauchstücke 1 angeordnet, während diese noch in Richtung z ihrer Schlauchlängsachse transportiert werden. Durch die beiden jeweils sich im Kantenbereich dieser Schlauchstücke gegenüberliegenden Sensoren werden also die genaue Positionierung der Kanten und damit auch die exakte Breite der Schlauchstücke während des Transportes der Schlauchstücke in Transportrichtung z erfasst. Diese Daten werden in hier nicht näher dargestellter Art und Weise den Stellantrieben an der Bodenöffnungsstation 22 weitergeleitet.

    [0046] Auf der Basis dieser Daten wird dort das kinematische Bewegungsgesetz der Bodenöffnungsstation so verändert, dass es die Gewebeschlauchbreitenschwankungen und Positionsabweichungen ausgleicht. Hierdurch können bisherige Qualitätseinbußen bei der Bildung des geöffneten Bodenquadrats in der Bodenöffnungsstation 22 ausgeglichen werden. Es kommt im Ergebnis zu weniger Stopps der Maschine und zu einer Verringerung des Ausschusses.

    [0047] Erfindungsgemäß kann dabei die Geschwindigkeit des Werkzeuges in Abhängigkeit von der durch den Sensor ermittelten Lage der hinteren Kante des Gewebes eines Schlauchstückes verringert bzw. erhöht werden, während das Werkzeug mit dem Schlauchstück in Kontakt steht, um die Werkzeugbewegung an die Lage der Kante anzupassen.

    [0048] Alternativ oder zusätzlich kann dabei die Geschwindigkeit des Werkzeuges in Abhängigkeit von der durch den Sensor ermittelten Lage der vorderen Kante des Gewebes eines Schlauchstückes verringert bzw. erhöht werden, bevor das Werkzeug mit dem Schlauchstück in Kontakt kommt, um die Werkzeugbewegung an die Lage der Kante anzupassen.

    [0049] Die Beeinflussung des Bewegungsprofils der Werkzeugbewegung kann dabei bspw. durch folgende Alternativen erfolgen:
    • Durch Beeinflussung eines Differentials erfolgen (Überlagerung der An triebsbewegung mit einer weiteren Bewegung).
    • Durch Beeinflussung eines Direktantriebs (Servomotors).
    • Durch eine Phasenverschiebung durch Verdrehen von Antriebskompo nenten gegeneinander, bspw. durch einen Stellmotor oder durch Lösen einer Klemmverbindung und erneutes Befestigen an anderer Position.


    [0050] Eine alternative Ausgestaltung der Erfindung ergibt sich aus der Figur 3. Dort ist eine leicht modifizierte Vorrichtung 10 gezeigt, die aber im Wesentlichen ähnlich aufgebaut ist. Hier sind die einzelnen Stationen zur Bildung der Kreuzböden 40 auseinander gezogen.

    [0051] Das zu bearbeitende Schlauchstück 1 wird in hier nicht näher dargestellter Art und Weise zunächst in Pfeilrichtung z, also in Richtung der Schlauchlängsachse gefördert. Hier ist der Teil dargestellt, in der die Transportrichtung z, in der der Schlauch bzw. das Schlauchstück zugefördert wurde, in die neue Transportrichtung x geändert wurde.

    [0052] In dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel befinden sich zwei nebeneinander angeordnete Sensoren 36 und 38 oberhalb der Transportebene des in Richtung x transportierten Schlauchstücks 1. Die entsprechend aufgehängten Sensoren erfassen dabei die jeweiligen Kantenbereiche der durch das Kunststoffbändchengewebe gebildeten Kanten. Dabei werden hintereinander die vorlaufende Kante und die rücklaufende Kante des Schlauchstücks 1 erfasst. Die sich hieraus ergebende Breite und genaue Lage kann an einen Stellantrieb 42 einer Bodenöffnungsstation 44 weitergegeben werden.

    [0053] Im hier dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Bodenöffnungsstationen 44 nicht unmittelbar gegenüberliegend, sondern versetzt zueinander angeordnet. So werden die jeweiligen Böden nicht gleichzeitig, sondern versetzt zueinander in Transportrichtung x gebildet. Nach Bildung der jeweiligen Böden 40 wird der fertige Sack durch entsprechende Transporteinrichtungen 46 erfasst und weitertransportiert, um die Säcke in hier nicht näher dargestellter Art und Weise zu stapeln.


    Ansprüche

    1. Vorrichtung zur Herstellung von Säcken aus Schlauchstücken (1), welche Gewebe aus gereckten Kunststoffbändchen umfassen, wobei das Gewebe mit einer Beschichtung aus einem Polymer versehen ist, umfassend:

    - zumindest eine Transporteinrichtung zum Transportieren der Schlauchstücke (1) entlang eines Transportweges in einer Transportrichtung (x), die quer zu ihrer Erstreckungsrichtung (z) verläuft, wobei die Schlauchstücke (1) vorteilhafterweise in horizontaler Lage förderbar sind,

    - zumindest eine Bodenöffnungsstation (22) zum Legen eines offenen Kreuzbodens (40) mit mindestens einem umlaufenden Werkzeug zum Aufspreizen der zuvor geöffneten Enden der Schlauchstücke (1) und zum Ausrichten der sich dabei bildenden Eckeinschläge,

    - wahlweise zumindest eine Ventilstation (24),

    - zumindest eine Bodenschließstation (26) und

    - wahlweise zumindest eine Deckblattstation (28),

    dadurch gekennzeichnet,
    dass im Transportweg mindestens ein Sensor (32, 34; 36, 38) angeordnet ist, mittels dem die genaue Lage mindestens einer der durch das Gewebe gebildeten Kanten der Schlauchstücke (1) erfassbar ist, und dass Mittel vorgesehen sind, die die Bewegungsabläufe in der mindestens einen Bodenöffnungsstation (22) entsprechend der erfassten Lage der Gewebekante beeinflussen.
     
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Sensor (32, 34; 36, 38) oberhalb und/oder unterhalb des Transportweges in der Transportrichtung (x), die quer zur Erstreckungsrichtung (z) des Schlauchstückes (1) verläuft, angeordnet ist.
     
    3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Sensoren (32, 34; 36, 38) derart nebeneinander angeordnet sind, dass sie eine durch das Gewebe gebildete Seitenkante des Schlauchstückes (1) erfassen können.
     
    4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Sensor (32, 34; 36, 38) oberhalb und/oder unterhalb des Transportweges in der Transportrichtung (z), die längs zur Erstreckungsrichtung (z) des Schlauchstückes (1) verläuft, angeordnet ist.
     
    5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Sensoren (32, 34; 36, 38) derart bezogen auf das geförderte Schlauchstück (1) gegenüberliegend angeordnet sind, dass sie die durch das Gewebe gebildeten gegenüberliegenden Seitenkanten des Schlauchstückes (1) erfassen können.
     
    6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Beeinflussung der Bewegungsabläufe in der Bodenöffnungsstation (22) aus Stellantrieben bestehen, über die motorisch die Bewegungsabläufe der zur Bildung des Bodens notwendigen Werkzeuge, insbesondere des umlaufenden Werkzeuges an die exakt erfasste Lage der mindestens einen Gewebekante des Schlauchabschnitts anpaßbar sind.
     
    7. Vorrichtung nach Anspruch 6, wobei die durch die Stellantriebe erzeugte Bewegung mit der Bewegung eines weiteren Antriebs, welcher eine Antriebsbewegung der zur Bildung des Bodens notwendigen Werkzeuge, insbesondere die umlaufenden Werkzeuge, erzeugt, überlagert wird, wobei der weitere Antrieb vorteilhafterweise über ein mechanisches Ungleichförmigkeitsgetriebe eine ungleichförmige Antriebsbewegung erzeugt.
     
    8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Beeinflussung der Bewegungsabläufe in der Bodenöffnungsstation (22) aus Steuerbefehlen bestehen, die in einer Anlagensteuerung zur Ansteuerung von als Einzelantrieben der zur Bildung des Bodens notwendigen Werkzeuge, insbesondere des umlaufenden Werkzeuges, verwendeten Servomotoren dienen.
     
    9. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zum Erkennen der Gewebekanten optische Sensoren (32, 34; 36, 38) verwendet werden.
     
    10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die optischen Sensoren (32, 34) eine Lichtquelle und einen Lichtempfänger aufweisen, zwischen denen die Schlauchstücke (1) hindurchgeführt werden.
     
    11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle ein Laser ist.
     
    12. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zum Erkennen der Gewebekanten kapazitive und/oder mechanische Sensoren (32, 34; 36, 38) verwendet werden.
     
    13. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zur Anpassung der Länge der Bodendeckblätter an die erfaßte Breite des Gewebes der Schlauchabschnitte (1) vorhanden sind.
     
    14. Verfahren zur Herstellung von Säcken aus Schlauchstücken (1), welche Gewebe aus gereckten Kunststoffbändchen umfassen, wobei das Gewebe mit einer Beschichtung aus einem Polymer versehen ist, mit den Schritten:

    - Übergeben der Schlauchstücke (1) an eine Transporteinrichtung,

    - kontinuierliches und bevorzugt gleichförmiges Transportieren der Schlauchstücke (1) entlang eines Transportweges in einer Transportrichtung (x), die quer zu der Erstreckungsrichtung (z) und parallel zur der Breitenrichtung der Schlauchstücke (1) verläuft, wobei die Schlauchstücke (1) vorteilhafterweise in horizontaler Lage transportiert werden,

    - Legen eines offenen Kreuzbodens (40) mit mindestens einem umlaufenden Werkzeug durch Aufspreizen der zuvor geöffneten Enden der Schlauchstücke (1) und durch Ausrichten der sich dabei bildenden Eckeinschläge,

    - wahlweise Auflegen eines Ventilzettels,

    - Schließen des Bodens und

    - wahlweise Auflegen eines Bodendeckblattes,

    dadurch gekennzeichnet,
    dass die genaue Lage mindestens einer der durch das Gewebe gebildeten Kanten der Schlauchstücke (1) erfasst wird und die Bewegungsabläufe zum Legen des offenen Kreuzbodens (40) an die erfasste Lage der Gewerbekante angepasst werden.
     
    15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass zur Durchführung des Verfahrens eine Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13 zum Einsatz kommt.
     


    Claims

    1. An apparatus for manufacturing sacks from hose pieces (1) that comprise fabrics of oriented plastic tapes, wherein the fabric is provided with a coating of a polymer, comprising:

    - at least one transport device for transporting the hose pieces (1) along a transport path in a transport direction (x) that extends transversely to their direction of extension (z), wherein the hose pieces (1) advantageously can be conveyed in a horizontal position,

    - at least one bottom opening station (22) for laying an open cross-bottom (40) with at least one revolving tool for spreading apart the previously opened ends of the hose pieces (1) and for aligning the corner tucks formed thereby,

    - optionally at least one valve station (24),

    - at least one bottom closing station (26), and

    - optionally at least one cover sheet station (28),

    characterized in
    that in the transport path at least one sensor (32, 34; 36, 38) is arranged, by means of which the exact position of at least one of the edges of the hose pieces (1) formed by the fabric is detectable, and that means are provided which influence the motion sequences in the at least one bottom opening station (22) corresponding to the detected position of the fabric edge.
     
    2. The apparatus according to claim 1, characterized in that the at least one sensor (32, 34; 36, 38) is arranged above and/or below the transport path in the transport direction (x) that extends transversely to the direction of extension (z) of the hose piece (1).
     
    3. The apparatus according to claim 2, characterized in that two sensors (32, 34; 36, 38) are arranged one beside the other such that they can detect a lateral edge of the hose piece (1) formed by the fabric.
     
    4. The apparatus according to claim 1, characterized in that the at least one sensor (32, 34; 36, 38) is arranged above and/or below the transport path in the transport direction (x), which extends along the direction of extension (z) of the hose piece (1).
     
    5. The apparatus according to claim 4, characterized in that two sensors (32, 34; 36, 38) are arranged opposite each other relative to the conveyed hose piece (1) such that they can detect the opposed lateral edges of the hose piece (1) formed by the fabric.
     
    6. The apparatus according to any of the preceding claims, characterized in that the means for influencing the motion sequences in the bottom opening station (22) consist of actuating drives, via which the motion sequences of the tools necessary for forming the bottom, in particular of the revolving tool, are adaptable by a motor to the exactly detected position of the at least one fabric edge of the hose portion.
     
    7. The apparatus according to claim 6, wherein the movement generated by the actuating drives is superimposed with the movement of a further drive that generates a drive movement of the tools necessary for forming the bottom, in particular of the revolving tools, wherein the further drive advantageously generates a non-uniform drive movement via a mechanical non-uniformity transmission.
     
    8. The apparatus according to any of the preceding claims, characterized in that the means for influencing the motion sequences in the bottom opening station (22) consist of control commands, which in a plant control unit serve for actuating servo motors used as individual drives of the tools necessary for forming the bottom, in particular of the revolving tool.
     
    9. The apparatus according to any of the preceding claims, characterized in that optical sensors (32, 34; 36, 38) are used for recognizing the fabric edges.
     
    10. The apparatus according to claim 9, characterized in that the optical sensors (32, 34) include a light source and a light receiver, between which the hose pieces (1) are guided through.
     
    11. The apparatus according to claim 10, characterized in that the light source is a laser.
     
    12. The apparatus according to any of the preceding claims, characterized in that capacitive and/or mechanical sensors (32, 34; 36, 38) are used for recognizing the fabric edges.
     
    13. The apparatus according to any of the preceding claims, characterized in that means are present for adapting the length of the bottom cover sheets to the detected width of the fabric of the hose portions (1).
     
    14. A method for manufacturing sacks from hose pieces (1) that comprise fabrics of oriented plastic tapes, wherein the fabric is provided with a coating of a polymer, comprising the following steps:

    - handing over the hose pieces (1) to a transport device,

    - continuously and preferably uniformly transporting the hose pieces (1) along a transport path in a transport direction (x) that extends transversely to the direction of extension (z) and parallel to the width direction of the hose pieces (1), wherein the hose pieces (1) advantageously are transported in a horizontal position,

    - laying an open cross-bottom (40) by means of at least one revolving tool by spreading apart the previously opened ends of the hose pieces (1) and by aligning the corner tucks formed thereby,

    - optionally applying a valve patch,

    - closing the bottom, and

    - optionally applying a bottom cover sheet,

    characterized in
    that the exact position of at least one of the edges of the hose pieces (1) formed by the fabric is detected and the motion sequences for laying the open cross-bottom (40) are adapted to the detected position of the fabric edge.
     
    15. The method according to claim 14, characterized in that for carrying out the method an apparatus according to any of claims 1 to 13 is used.
     


    Revendications

    1. Dispositif de fabrication de sacs à partir de pièces de tuyau (1), qui comportent du tissu constitué de bandelettes plastiques étirées, dans lequel le tissu est prévu d'un revêtement d'un polymère, comportant :

    - au moins un dispositif de transport pour transporter les pièces de tuyau (1) le long d'un chemin de transport dans une direction de transport (x), qui s'étend transversalement à leur direction d'extension (z), les pièces de tuyau (1) avantageusement pouvant être transportées dans une position horizontale,

    - au moins un poste d'ouverture de fond (22) pour poser un fond croisé (40) ouvert avec au moins un outil rotatif pour écarter les extrémités des pièces de tuyau (1) ouvertes précédemment et pour aligner les rabats de coin ainsi formés,

    - facultativement au moins un poste de soupapes (24),

    - au moins un poste de fermeture de fond (26), et

    - facultativement au moins un poste de feuille de couverture (28),

    caractérisé en ce que
    dans le chemin de transport au moins un capteur (32, 34 ; 36, 38) est agencé, au moyen duquel la position exacte d'au moins un des bords des pièces de tuyau (1) formés par le tissu peut être détectée, et qu'il y sont prévus des moyens, qui influencent les séquences de mouvements dans le au moins un poste d'ouverture de fond (22) correspondant à la position détectée du bord de tissu.
     
    2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le au moins un capteur (32, 34 ; 36, 38) est agencé au-dessus et/ou au-dessous du chemin de transport dans la direction de transport (x), qui s'étend transversalement à la direction d'extension (z) de la pièce de tuyau (1).
     
    3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce que deux capteurs (32, 34 ; 36, 38) sont agencés les uns à côté des autres de telle sorte qu'ils peuvent détecter un bord latéral de la pièce de tuyau (1) formé par le tissu.
     
    4. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le au moins un capteur (32, 34 ; 36, 38) est agencé au-dessus et/ou au-dessous du chemin de transport dans la direction de transport (x), qui s'étend longitudinalement à la direction d'extension (z) de la pièce de tuyau (1).
     
    5. Dispositif selon la revendication 4, caractérisé en ce que deux capteurs (32, 34 ; 36, 38) sont agencés en vis-à-vis par rapport à la pièce de tuyau (1) transportée de telle sorte qu'ils peuvent détecter les bords latérales opposés de la pièce de tuyau (1) formés par le tissu.
     
    6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les moyens pour influencer les séquences de mouvements dans le poste d'ouverture de fond (22) sont constitués par des actionneurs, par lesquels les séquences de mouvements des outils nécessaires pour former le fond, en particulier de l'outil rotatif, peuvent être adaptées à la position détectée exactement du au moins un bord de tissu du tronçon de tuyau.
     
    7. Dispositif selon la revendication 6, dans lequel le mouvement produit par les actionneurs est superposé avec le mouvement d'un dispositif d'entraînement supplémentaire, qui produit un mouvement d'entraînement des outils nécessaires pour former le fond, en particulier des outils rotatifs, le dispositif d'entraînement supplémentaire avantageusement produisant un mouvement d'entraînement non uniforme au moyen d'une transmission mécanique à rapport variable.
     
    8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les moyens pour influencer les séquences de mouvements dans le poste d'ouverture de fond (22) sont constitués par des instructions de commande, qui dans une unité de commande d'équipement servent à actionner des servomoteurs utilisés comme des entraînements individuels des outils nécessaires pour former le fond, en particulier de l'outil rotatif.
     
    9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que des capteurs optiques (32, 34 ; 36, 38) sont utilisés pour reconnaître les bords de tissu.
     
    10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce que les capteurs optiques (32, 34) possèdent une source de lumière et un récepteur de lumière, entre lesquels les pièces de tuyau (1) sont passées.
     
    11. Dispositif selon la revendication 10, caractérisé en ce que la source de lumière est un laser.
     
    12. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que pour reconnaître les bords de tissu des capteurs capacitifs et/ou mécaniques (32, 34 ; 36, 38) sont utilisés.
     
    13. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il y sont prévus des moyens pour adapter la longueur des feuilles de couverture de fond à la largeur détectée du tissu des tronçons de tuyau (1).
     
    14. Procédé de fabrication de sacs à partir de pièces de tuyau (1), qui comportent du tissu constitué de bandelettes plastiques étirées, le tissu étant prévu d'un revêtement d'un polymère, comportant les étapes :

    - transfert des pièces de tuyau (1) à un dispositif de transport,

    - transport continu et de préférence uniforme des pièces de tuyau (1) le long d'un chemin de transport dans une direction de transport (x), qui s'étend transversalement à la direction d'extension (z) et parallèlement à la direction de la largeur des pièces de tuyau (1), les pièces de tuyau (1) avantageusement étant transportées dans une position horizontale,

    - poser un fond croisé (40) ouvert avec au moins un outil rotatif en écartant les extrémités des pièces de tuyau (1) ouvertes précédemment et en alignant les rabats de coin ainsi formés,

    - facultativement appliquer une plaque de soupape,

    - fermer le fond, et

    - facultativement appliquer une feuille de couverture de fond,

    caractérisé en ce que
    la position exacte de au moins un des bords des pièces de tuyau (1) formés par le tissu est détectée et les séquences de mouvements pour poser le fond croisé (40) ouvert sont adaptées à la position détectée du bord de tissu.
     
    15. Procédé selon la revendication 14, caractérisé en ce que pour réaliser le procédé un dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 13 est utilisé.
     




    Zeichnung














    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente