Anwendungsgebiet der Erfindung
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Umfüllen von Prozessmaterial
zwischen einem ersten Behältnis und einem zweiten Behältnis. Essentielle Bestandteile
der Vorrichtung sind zumindest eine Spanneinheit, die einen ersten Spanner und einen
zweiten Spanner aufweist, die voneinander unabhängig betätigbar sind, sowie ein schlauchförmiges
Linerstück, das sich indirekt zwischen den Behältnissen erstreckt, um den Übergang
zwischen den Behältnissen nach aussen abzudichten. In der Spanneinheit werden temporär
der zugewandte Endabschnitt des Linerstücks und der zugewandte Endabschnitt eines
von einem vorherigen Umfüllvorgang stammenden schlauchförmigen Linerrests fixiert.
Bei speziellen Anwendungen ist ein Umfüllgerät zwischen die Behältnisse installiert.
Das Prozessmaterial kann von sensibler Natur sein - z.B. eine pharmazeutische Komponente
- und darf weder von der äusseren Umgebung verunreinigt werden noch in die Umgebung
gelangen. Die Behältnisse sind typischerweise Bestandteile einer Produktionsanlage,
wie Bigbags, Container oder Fässer. Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein
Verfahren zur Anwendung der Vorrichtung.
Stand der Technik
[0002] Das in der
EP 1 708 941 B1 beschriebene Verfahren dient der kontaminationsvermeidenden Entleerung sowie Befüllung
von Füllgut aus einem Behälter mit flexiblem bzw. starrem Auslauf in eine nachgelagerte
Einrichtung über ein Anschlussrohr. Auf dem Anschlussrohr ist ein Folienträger montiert,
auf dem ein Endlosliner bevorratet ist, so dass Folie für eine Anzahl von Umfüllzyklen
zur Verfügung steht. Die Folie wird zwischen dem oberen Rand des Anschlussrohrs und
einer daran vorhandenen Axialdichtung hindurchgeführt. Oberhalb des Anschlussrohrs
ist die Folie abgebunden, wobei im Anschluss der Abbindung ein trichterförmiges Endstück
entsteht. Das Endstück wird in einer Aufnahme mit darin eingebettetem Radialblähring
eingelegt und dort mittels eines als Einwegteil ausgebildeten Gegenrings mit dem flexiblen
Auslaufrand eines über dem Anschlussrohr angeordneten Behälters verklemmt. Die Aktivierung
des Radialblährings erfolgt erst dann, wenn der Gegenring eingelegt ist. Dabei verbleibt
ein freies Endstück der Folie ausserhalb der Aufnahme und überragt ebenfalls den über
die Aufnahme hervorstehenden Teil des flexiblen Auslaufrands vom Behälter, der zu
diesem Zeitpunkt noch verschlossen ist. Daraufhin wird die Abbindung an der Folie
gelöst und dann der Verschluss am Behälter geöffnet, so dass im Behälter vorhandenes
Füllgut durch das Anschlussrohr in die nachgelagerte Einrichtung strömt. Sobald der
Behälter entleert ist, wird das freie Endstück der Folie über der Aufnahme zusammengefasst
und mit dem flexiblen Auslaufrand des Behälters verbunden, z.B. durch eine Verschnürung.
Anschliessend wird Folie nachgezogen bis diese im sauberen Bereich mittels zweier
zueinander beabstandeter Abbindungen verschlossen werden kann. Nachfolgend wird der
Radialblähring deaktiviert und die Folie zwischen den soeben erzeugten Abbindungen
durchtrennt. Der Behälter kann nun zusammen mit dem eingeschlossenen Gegenring kontaminationsfrei
entsorgt werden. Aus dem Folienträger wird Folie nachgezogen, bis unterhalb der vorhandenen
Abbindung ausreichend Folie für einen neuen Anschlusstrichter zur Verfügung steht.
Daraufhin wird die Folie über dem Anschlussrohr erneut abgebunden, und mit Entfernen
der oberen Abbindung entsteht wieder ein trichterförmiges Endstück, wie anfangs. Nachteilig
dabei ist, dass der Gegenring innerhalb der Aufnahme angeordnet werden muss, wobei
das freie Endstück der Folie und der flexible Aussenrand des Behälters zwischen Gegenring
und Aufnahme manuell eingefädelt werden müssen, was viel Übung erfordert, zeitintensiv
ist und ein gewisses Restrisiko nicht ausschliesst.
[0003] Gegenstand der
CH 699 603 A2 sind ein Verfahren und eine zugehörige Vorrichtung zum kontaminationsarmen Umfüllen
von Füllgut aus einem ersten Behälter in einen zweiten Behälter. Der erste Behälter
hat eine Umhüllung, welche in einen Auslauf mündet, der mit einem ersten Verschluss
versehen ist. Über den ersten Verschluss hinaus erstreckt sich in Fortsetzung der
Umhüllung ein flexibler Fortsatz. Zwischen dem ersten Behälter und dem zweiten Behälter
ist eine Abfüllvorrichtung mit einer Röhre angeordnet. Die Röhre ist zum Durchfluss
des Füllguts beim Umfüllen aus dem ersten Behälter in den zweiten Behälter und auf
ihrem Aussenumfang zur Bevorratung eines folienförmigen Endlosliners bestimmt. Eine
zweite Dichtstelle wird aus einer Anordnung mit einer aktivierbaren Dichtung, einem
über den Aussenumfang der Dichtung geführten flexiblen Fortsatz der Folie, einem im
Bereich der Dichtung äusserlich über den flexiblen Fortsatz der Folie geführten flexiblen
Fortsatz der Umhüllung und einem im Bereich der Dichtung äusserlich über den flexiblen
Fortsatz aufgebrachten ersten Spannelement gebildet.
[0004] Die
EP 1 958 900 B1 offenbart ein Verfahren zur Entleerung eines an einen ersten Behälter angeschlossenen
Liners. Die dazu eingesetzte Vorrichtung hat eine kammerförmige Leitröhre und eine
obere Öffnung, durch die der erste Behälter in die Leitröhre entleerbar ist. Durch
die untere Öffnung fliesst das Prozessmaterial in einen zweiten Behälter. Zur Befestigung
des Liners ist an der oberen Öffnung eine erste Befestigungsvorrichtung vorhanden.
Mittels eines Dichtflansches lässt sich der Liner an der Öffnung abgedichtet anbringen,
wobei ein Hebel zum Abheben und Anlegen des Dichtflanschs von und an die Öffnung dient.
Die Leitröhre hat einen Eingriff mit einer zweiten Befestigungsvorrichtung für einen
Foliensack oder eine Endlosschlauchfolie. An der ersten Befestigungsvorrichtung sind
zwei zirkulär um die Leitröhre umlaufende, untereinander liegende Spanner vorgesehen,
in welchen die freien Enden des Liners bzw. ein Linerrest vom vorherigen Umfüllvorgang
fixiert sind. Die zweite Befestigungsvorrichtung hat zwei zirkulär um die Leitröhre
umlaufende, nebeneinander liegende Spanner, die der Fixierung eines nach aussen geschlossenen
Foliensacks bzw. eines zweiten, mit einer Abcrimpung verschlossenen Folienrests dienen.
Während des Umfüllvorgangs macht sich nach dem Ausschleusen des zweiten und anschliessend
des ersten Linerrests jeweils ein Umhängen des Foliensacks an der zweiten Befestigungsvorrichtung
sowie des Liners an der ersten Befestigungsvorrichtung erforderlich. Dieses Handling
ist etwas umständlich und verursacht ein nicht unkritisches zweimaliges Öffnen des
Systems.
[0005] In der
WO 2010/134 102 A1 wird eine Vorrichtung und ein zugehöriges Verfahren zur Entleerung eines Pulverprodukts
aus einem Vorratsbehälter durch ein Durchleitungsrohr in ein Empfängerbehältnis vorgeschlagen.
Ein schlauchförmiges Linerstück ist oben an die Austrittsöffnung des Vorratsbehälters
und unten mittels einer die Eintrittsöffnung des Durchleitungsrohrs umrahmenden Befestigungseinheit
angeschlossen. Das die Austrittsöffnung und die Eintrittsöffnung überbrückende Zwischenteil
des Linerstücks weist Handschuheingriffe auf. Die Befestigungseinheit besteht aus
einer oberen feststehenden Halterung und einer darunter angeordneten axial an die
obere Halterung heranschiebbaren unteren Halterung. Je nach Betriebsphase werden durch
Ansaugöffnungen mittels Unterdruck in einer oder beiden Halterungen das aktuell aufgespannte
Linerstück temporär zusammen mit einem abgetrennten, oben verschlossenen Linerrest
fixiert. Über die Handschuheingriffe des aktuellen Linerstücks lässt sich der dann
von der Befestigungseinheit frei gegebene Linerrest ausschleusen. Während des Entleerungsvorgangs
ist das aktuelle Linerstück zusätzlich auf dem Rand der Eintrittsöffnung mittels eines
Klemmrings aufgepresst.
Aufgabe der Erfindung
[0006] In Relation zu den bisher bekannten Vorrichtungen und praktizierten Verfahren zum
Umfüllen von Prozessmaterial liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung
mit einem Verfahrensablauf zu schaffen, was ein effizienteres und sichereres Handling
ermöglicht und mit geringem Einsatz von Verbrauchsmaterial auskommt. Dabei soll der
anlagen-technische Aufwand möglichst gering gehalten werden.
Übersicht über die Erfindung
[0007] Die Vorrichtung zum Umfüllen von Prozessmaterial zwischen einem ersten Behältnis
und einem zweiten Behältnis hat zumindest eine Spanneinheit, die einen ersten Spanner
und einen zweiten Spanner aufweist, die voneinander unabhängig betätigbar sind. Die
zumindest eine Spanneinheit ist dazu bestimmt, temporär abgedichtet zu fixieren:
- a) allein einen der betreffenden Spanneinheit zugewandten Endabschnitt eines schlauchförmigen
Linerstücks, das sich indirekt zwischen den Behältnissen erstreckt, um den Übergang
zwischen den Behältnissen nach aussen abzudichten;
- b) allein einen der betreffenden Spanneinheit zugewandten Endabschnitt eines von einem
vorherigen Umfüllvorgang stammenden schlauchförmigen Linerrests, der am anderen Ende
mit einer ersten Abcrimpung verschlossen ist; und
- c) den einen Endabschnitt des Linerstücks zugleich mit dem einen Endabschnitt des
von einem vorherigen Umfüllvorgang stammenden Linerrests, wobei:
beide Spanner der jeweiligen Spanneinheit, dazu bestimmt sind, temporär gemeinsam
den zugewandten Endabschnitt des Linerstücks oder gemeinsam den zugewandten Endabschnitt
des von einem vorherigen Umfüllvorgang stammenden Linerrests abgedichtet zu fixieren.
Beide Spanner der jeweiligen Spanneinheit sind zirkulär und in Relation zur Längsstreckung
des Linerstücks zueinander konzentrisch angeordnet.
[0008] Nachstehend sind besonders vorteilhafte Details der Vorrichtung angegeben: Die Funktion
zumindest eines der beiden Spanner der jeweiligen Spanneinheit basiert auf Eigenelastizität
oder einer Ansteuerung von aussen.
[0009] Ein erster Spanner der jeweiligen Spanneinheit ist als mit Mediendruck zu beaufschlagende,
aktivierbare Blähdichtung ausgebildet oder weist eigenelastische Klemmbacken auf.
Ein zweiter Spanner der jeweiligen Spanneinheit ist als eine in geschlossenem Zustand
verengte und im offenen Zustand aufgeweitete Klammer beschaffen, die einen manuell
betätigbaren Verschluss hat.
[0010] Vorteilhaft kann der jeweils erste Spanner der jeweiligen Spanneinheit als mit Mediendruck
zu beaufschlagende, aktivierbare Blähdichtung ausgebildet sein oder weist eigenelastische
Klemmbacken auf und ist innerhalb der konzentrischen Anordnung in Relation zum jeweils
als Klammer beschaffenen zweiten, aussenliegenden Spanner der gleichen Spanneinheit
innenliegend. Der jeweils zweite Spanner der jeweiligen Spanneinheit ist zur temporären
abgedichteten Fixierung des der betreffenden Spanneinheit zugewandten Endabschnitts
des Linerstücks oder des Linerrests bestimmt. Der jeweils erste Spanner der betreffenden
Spanneinheit ist zur temporären abgedichteten Fixierung des zugewandten Endabschnitts
des Linerstücks oder des Linerrests eingefalzt, in schleifenförmigem Verlauf bestimmt,
wobei auf dem Endabschnitt des Linerstücks oder Linerrests die abgedichtete Fixierstelle
im jeweiligen ersten Spanner zum übrigen Linerstück oder zum übrigen Linerrest näher
liegt als die abgedichtete Fixierstelle im jeweiligen zweiten Spanner.
[0011] Zwischen dem ersten Behältnis und dem zweiten Behältnis ist ein Umfüllgerät angeordnet,
das aufweist:
- a) eine Leitröhre, die zur Durchleitung des Prozessmaterials zwischen den Behältnissen
bestimmt ist und einerseits einen ersten Durchlass und andererseits einen zweiten
Durchlass hat;
- b) eine Transfereinheit, die in die Leitröhre einmündend vorgesehen ist und Eingriff
durch die Leitröhre erlaubt; und
- c) den ersten Spanner einer ersten Spanneinheit, angeordnet in einem die Leitröhre
umgebenden Kragen; wobei:
- d) über die Aussenfläche des Kragens das der ersten Spanneinheit zugewandte Ende des
Linerstücks stülpbar ist und der zur ersten Spanneinheit gehörende zweite Spanner
im geschlossenen Zustand zur Abdichtung und Fixierung dieses Endes des Linerstücks
dient; und
- e) einerseits des ersten Spanners ein nach aussen mündender Ringspalt vorgesehen ist,
in den das betreffende Ende des Linerstücks schleifenförmig einfalzbar ist, gegen
das der erste Spanner bei Beaufschlagung abdichtend drückt.
[0012] An der Transfereinheit ist ein davon abziehbarer schlauchförmiger Linervorrat gespeichert.
Ein vom Linervorrat entnommener Nutzabschnitt lässt sich durch die Transfereinheit
in das Innere der Leitröhre einbringen und ist dazu bestimmt, einen vom vorherigen
Umfüllvorgang stammenden, an der ersten Spanneinheit verbliebenen Linerrest isoliert
zu ummanteln und nach aussen zu überführen.
[0013] Der Nutzabschnitt ist zur Mündung hin in die Leitröhre mit einer ersten Abcrimpung
verschlossen, liegt in der Transfereinheit und ist von einem Stopfen an die Mündung
heran vorgeschoben, der sich vom freien Ende der Transfereinheit einführen lässt.
[0014] Der Nutzabschnitt ist in einer lösbaren Frontdichtstelle gegenüber dem Linervorrat
abgedichtet. Die Frontdichtstelle ist von einem an das freie Ende der Transfereinheit
heranschiebbaren Flansch mit daran vorhandener Kopfdichtung gebildet, welche zirkular
auf den um das freie Ende der Transfereinheit gewundenen Nutzabschnitt aufsetzt. Der
Stopfen, welcher aus der Transfereinheit durch den Flansch herausziehbar ist, ist
mit einem vor den Flansch vorsetzbaren Deckel verbunden. Die Transfereinheit ist in
der Form eines von der Leitröhre abgehenden Seitenstutzens ausgebildet und mündet
mit Gefälle mit einer Durchgangsöffnung in eine Wandung der Leitröhre. Das Ende des
Linervorrats ist mit einem Schlusselement an der Transfereinheit abgedichtet fixiert.
[0015] Das Umfüllgerät weist ferner ein Hubgestänge und einen davon transportierten Pressring
auf, der zunächst dazu dient, mit Druckkraft kongruent an die erste Spanneinheit anzusetzen,
um an dem hier abgedichtet fixierten Ende des Linerstücks bzw. am in der ersten Spanneinheit
von einem vorherigen Umfüllvorgang verbliebenen Linerrest eine zusätzliche Abdichtung
zu schaffen, wobei das Linerstück bzw. der Linerrest durch den Pressring hindurchgeführt
sind. Der Pressring ist ausserdem zum Einfalzen des der ersten Spanneinheit zugewandten
Endes des Linerstücks in den ersten Spanner mittels eines einzudrückenden ringförmigen
Falzelements nutzbar.
[0016] Das erste Behältnis kann die Gestalt eines zu entleerenden Bigbags haben, wobei sich
aus dem Bigbag heraus ein mit einem Verschluss versehener Innenliner erstreckt, dessen
freies Ende für den Umfüllvorgang als Linerstück zur Heranführung an die erste Spanneinheit
am Umfüllgerät nutzbar ist. Oder das erste Behältnis hat die Gestalt eines zu entleerenden
Fasses, wobei für den Umfüllvorgang ein Linerstück sich von der Spanneinheit am Umfüllgerät
zu einer das erste Behältnis aussen zirkulär umlaufenden Abdichtung erstreckt.
[0017] Als weitere Alternative kann das erste Behältnis die Gestalt eines zu entleerenden
Containers mit einem unflexiblen Auslauf haben. Dabei erstreckt sich für den Umfüllvorgang
ein Linerstück von einer ersten Spanneinheit am Umfüllgerät zu einer zweiten Spanneinheit,
die:
- a) unmittelbar am zu entleerenden ersten Behältnis oder an einem zwischengeschalteten
Anlagenteil installiert ist, welcher mit dem ersten Behältnis verbunden ist; wobei
die zweite Spanneinheit dazu bestimmt ist, temporär das zugewandte Ende des Linerstücks
und/oder einen vom vorherigen Umfüllvorgang verbliebenen zweiten Linerrest abgedichtet
zu fixieren; oder
- b) unmittelbar am zu füllenden zweiten Behältnis oder an einem zwischengeschalteten
Anlagenteil installiert ist, welcher mit dem zweiten Behältnis verbunden ist; wobei
die zweite Spanneinheit dazu bestimmt ist, temporär das zugewandte Ende des Linerstücks
und/oder einen vom vorherigen Umfüllvorgang verbliebenen zweiten Linerrest abgedichtet
zu fixieren.
[0018] Schliesslich kann das erste Behältnis die Gestalt eines zu entleerenden Fasses haben
und sich dabei für den Umfüllvorgang ein Spezial-Linerstück mit einem Eingriffsteil
von einer dritten Spanneinheit zu einer das zu entleerende erste Behältnis aussen
zirkulär umlaufenden Abdichtung erstrecken. Nun ist die dritte Spanneinheit dem ersten
Behältnis zugewandt, nämlich einerseits eines zwischen den Behältnissen angeordneten
Anlagenteils installiert. Diese dritte Spanneinheit ist dazu bestimmt, temporär das
zugewandte Ende des Spezial-Linerstücks und/oder einen vom vorherigen Umfüllvorgang
verbliebenen ersten Spezial-Linerrest abgedichtet zu fixieren. Bei dieser Anlagenkonfiguration
ist:
- a) am Anlagenteil, dem ersten Behältnis abgewandt, eine zweite Spanneinheit angeordnet,
dazu bestimmt, das zugewandte Ende eines Linerstücks temporär abgedichtet zu fixieren,
das sich zur ersten Spanneinheit am Umfüllgerät erstreckt, an welches das zweite Behältnis
angeschlossen ist; oder
- b) am Anlagenteil, dem ersten Behältnis abgewandt, ein Endlosliner-Kopf mit darauf
gespeichertem Linervorrat angeordnet, dazu bestimmt, ein Linerstück bereitzustellen,
das sich zur ersten Spanneinheit am Umfüllgerät erstreckt, an welches das zweite Behältnis
angeschlossen ist; oder
- c) am Anlagenteil, dem ersten Behältnis abgewandt, eine Doppelklappe als Absperrarmatur
angeordnet, an welche das zweite Behältnis angeschlossen ist.
[0019] Das Wesen des Verfahrens zum Gebrauch der erfindungsgemässen Vorrichtung zum Umfüllen
von Prozessmaterial zwischen einem ersten Behältnis und einem zweiten Behältnis basiert
zunächst auf folgendem Aufbau:
- a) zumindest einer Spanneinheit, die einen ersten Spanner und einen zweiten Spanner
aufweist, die voneinander unabhängig betätigbar sind; wobei:
- b) die zumindest eine Spanneinheit dazu bestimmt ist, temporär abgedichtet zu fixieren:
ba) allein einen der betreffenden Spanneinheit zugewandten Endabschnitt eines schlauchförmigen
Linerstücks, das sich indirekt zwischen den Behältnissen erstreckt, um den Übergang
zwischen den Behältnissen nach aussen abzudichten;
bb) allein einen der betreffenden Spanneinheit zugewandten Endabschnitt eines von
einem vorherigen Umfüllvorgangs stammenden schlauchförmigen Linerrests, der am anderen
Ende mit einer ersten Abcrimpung verschlossen ist; und
bc) den einen Endabschnitt des Linerstücks zugleich mit dem einen Endabschnitt des
von einem vorherigen Umfüllvorgang stammenden Linerrests; wobei
- c) beide Spanner der jeweiligen Spanneinheit dazu bestimmt sind, temporär gemeinsam
den zugewandten Endabschnitt des Linerstücks oder gemeinsam den zugewandten Endabschnitt
des von einem vorherigen Umfüllvorgang stammenden Linerrests abgedichtet zu fixieren.
[0020] Das Verfahren umfasst die Schrittfolge:
- 1. abgedichtetes Fixieren des offenen Endes des Linerstücks, welches der zugeordneten
Spanneinheit zugewandt ist, in deren zweitem Spanner, a welcher mit dem ersten Spanner
der jeweiligen Spanneinheit zirkulär und in Relation zur Längserstreckung des Linerstücks
zueinander konzentrisch angeordnet ist;
- 2. Ausschleusen des Linerrests;
- 3. in schleifenförmigem Verlauf, eingefalztes Hineindrücken und abgedichtetes Fixieren
eines Endabschnitts, welcher vom im zweiten Spanner gehaltenen offenen Ende des Linerstücks
rückversetzt ist, in den ersten Spanner;
- 4. Umfüllung des Prozessmaterials zwischen den beiden Behältnissen; und
- 5. Anbringen von Abcrimpungen am Linerstück und Abteilen eines neuen Linerrests, der
fixiert in der zumindest einen Spanneinheit für den nächsten Umfüllvorgang verbleibt.
[0021] Nachstehend sind besonders vorteilhafte Verfahrensdetails für spezielle Anwendungen
angegeben: Zum Ausschleusen des von einem vorherigen Umfüllvorgang verbliebenen Linerrests,
der von einem Linerstück stammt, wird ein Umfüllgerät benutzt. Alternativ kommt ein
Spezial-Linerstück mit einem zum Abtrennen bestimmten Eingriffsteil zum Ausschleusen
des von einem vorherigen Umfüllvorgang verbliebenen Spezial-Linerrests, der von einem
solchen Spezial-Linerstück stammt, zum Einsatz.
[0022] Das Umfüllgerät weist auf:
- a) eine Leitröhre, die zur Durchleitung des Prozessmaterials zwischen den Behältnissen
bestimmt ist und einerseits einen ersten Durchlass und andererseits einen zweiten
Durchlass hat;
- b) eine Transfereinheit, die in die Leitröhre einmündend vorgesehen ist und Eingriff
durch die Leitröhre erlaubt; und
- c) den ersten Spanner einer ersten Spanneinheit, angeordnet in einem die Leitröhre
umgebenden Kragen; wobei:
- d) über die Aussenfläche des Kragens das der ersten Spanneinheit zugewandte Ende des
Linerstücks stülpbar ist und der zur ersten Spanneinheit gehörende zweite Spanner
im geschlossenen Zustand zur Abdichtung und Fixierung dieses Endes des Linerstücks
dient;
- e) einerseits des ersten Spanners ein nach aussen mündender Ringspalt vorgesehen ist,
in den das betreffende Ende des Linerstücks schleifenförmig einfalzbar ist, gegen
das der erste Spanner bei Beaufschlagung abdichtend drückt;
- f) an der Transfereinheit ein davon abziehbarer schlauchförmiger Linervorrat gespeichert
ist; und
- g) ein vom Linervorrat entnommener Nutzabschnitt sich durch die Transfereinheit in
das Innere der Leitröhre, einbringen lässt und dazu bestimmt ist, einen vom vorherigen
Umfüllvorgang stammenden, an der ersten Spanneinheit verbliebenen Linerrest isoliert
zu ummanteln und nach aussen zu überführen.
[0023] Das Verfahren beim Ausschleusen des Linerrests umfasst die Schrittfolge:
- 1. Einbringen eines Nutzabschnitts vom Linervorrat durch Transfereinheit und Leitröhre
an den Linerrest;
- 2. Lösen des Linerrests aus dem ersten Spanner;
- 3. Herausziehen des Nutzabschnitts mit umhülltem Linerrest durch Transfereinheit nach
aussen; und
- 4. Abteilen eines Trennteils am herausgezogenen Nutzabschnitt mit darin eingeschlossenem
Linerrest.
Kurzbeschreibung der beigefügten Zeichnungen
[0024] Es zeigen:
Figuren 1 bis 13: Ein erstes Anwendungsbeispiel der erfindungsgemässen Vorrichtung
in Verbindung mit einem Umfüllgerät zur Entleerung eines ersten Behältnisses in Gestalt
eines Bigbags für Prozessmaterial in Form fliessfähiger Feststoffe, mit den wesentlichen
Situationen bei einem Umfüllvorgang, als Prinzipdarstellungen;
- Figur 1 -
- erste Situation: Nutzabschnitt vom Linervorrat mit erster Abcrimpung von Stopfen in
der Transfereinheit des Umfüllgeräts vorgeschoben, Frontdichtstelle an Transfereinheit
durch mit Kopfdichtung angepresstem Flansch geschlossen, Linerrest eines Vorgängerbehältnisses
mit erster Abcrimpung verschlossen und an Leitröhre mittels aktiviertem ersten Spanner
und mittels aufsitzender Dichtung am herangefahrenen Pressring abgedichtet fixiert,
Ende des Linerrests zusätzlich an Leitröhre mittels geschlossenem zweitem Spanner
fixiert;
- Figur 2 -
- zweite Situation: Pressring mit Dichtung von Leitröhre abgehoben, zweiter Spanner
geöffnet, freies Ende des Linerrests des ersten Vorgängerbehältnisses nach oben gerichtet,
freies Ende eines mit Verschluss versehenen neuen Linerstücks des ersten Folgebehältnisses
durch offenen zweiten Spanner geführt und lose über Leitröhre gestülpt;
- Figur 3
- dritte Situation: freies Ende des neuen Linerstücks des ersten Folgebehältnisses mittels
geschlossenem zweiten Spanner abgedichtet fixiert;
- Figur 4 -
- vierte Situation: Deckel mit Stopfen von Transfereinheit entfernt, Flansch mit Kopfdichtung
vorgezogen und Frontdichtstelle gelöst, Erzeugen eines Nutzabschnitts durch Abziehen
vom Linervorrat durch Transfereinheit nach aussen;
- Figur 5 -
- fünfte Situation: Nutzabschnitt vom Linervorrat durch Transfereinheit in Leitröhre
vorgeschoben;
- Figur 6 -
- sechste Situation: bei inaktivem ersten Spanner Ergreifen des Linerrests des ersten
Vorgängerbehältnisses mit Nutzabschnitt durch Transfereinheit und Leitröhre, Herausziehen
des Nutzabschnitts mit ergriffenem Linerrest durch Transfereinheit nach aussen;
- Figur 7 -
- siebente Situation: Frontdichtstelle an Transfereinheit durch mit Kopfdichtung angepresstem
Flansch geschlossen; Abteilen eines Trennteils am herausgezogenen Nutzabschnitt mit
darin eingeschlossenem Linerrest durch Anbringen einer zweiten und einer dazu nahen
nächsten ersten Abcrimpung, Entstehung eines nächsten Nutzabschnitts am Linervorrat;
- Figur 8 -
- achte Situation: Durchtrennen zwischen zweiter und nächster erster Abcrimpung, Entfernen
des Trennteils mit darin eingeschlossenem Linerrest vom nächsten Nutzabschnitt;
- Figur 9 -
- neunte Situation: Einschieben des nächsten Nutzabschnitts mit daran vorhandener nächster
erster Abcrimpung durch Flansch in Transfereinheit mit Stopfen hin zur Leitröhre,
Herandrücken des freien Endes des neuen Linerstücks des ersten Folgebehältnisses mit
Falzelement an inaktiven ersten Spanner;
- Figur 10 -
- zehnte Situation: Aktivieren des ersten Spanners, Entfernen des Falzelements, der
Spanneinheit zugewandtes Ende des neuen Linerstücks zweifach in der Spanneinheit abgedichtet
fixiert;
- Figur 11 -
- elfte Situation: Heranfahren des Pressrings mit Dichtung an Leitröhre, zugewandtes
Ende des neuen Linerstücks des ersten Folgebehältnisses abgedichtet fixiert, Entfernen
Verschluss am neuen Linerstück, Prozessmaterial aus Folgebehältnis fliesst durch Leitröhre
in zweites Behältnis;
- Figur 12 -
- zwölfte Situation: am Linerstück des entleerten ersten Folgebehältnisses Anbringen
einer zweiten und einer dazu nahen nächsten ersten Abcrimpung, Abteilen eines neuen
Linerrests; und
- Figur 13 -
- dreizehnte Situation: Durchtrennen des Linerstücks des leeren ersten Folgebehältnisses
zwischen zweiter und nächster erster Abcrimpung, Entfernen des leeren ersten Folgebehältnisses
mit seinem von zweiter Abcrimpung verschlossenen zweiten Linerrest; neuer erster Linerrest
ist an Leitröhre bei aktiviertem ersten Spanner und geschlossenem zweiten Spanner
abgedichtet fixiert.
Figuren 14A bis 29B: Ein zweites Anwendungsbeispiel der erfindungsgemässen Vorrichtung
in Verbindung mit einem Umfüllgeräts zur Entleerung eines ersten Behältnisses in Gestalt
eines Containers mit unflexiblem Auslauf für Prozessmaterial in Form fliessfähiger
Feststoffe, mit den wesentlichen Situationen bei einem Umfüllvorgang, als Prinzipdarstellungen;
- Figur 14A -
- erste Situation: erster Linerrest von einem vorherigen Umfüllvorgang mit erster Abcrimpung
verschlossen und an Spanneinheit des Umfüllgeräts mittels aktivem ersten Spanner abgedichtet
fixiert, Pressring mit Dichtung über Leitröhre hochgefahren, Ende des Linerrests zusätzlich
an Leitröhre mittels geschlossenem zweiten Spanner abgedichtet fixiert;
- Figur 14B -
- die Situation gemäss Figur 14A in gewechselter Ansicht;
- Figur 14C -
- die Situation gemäss Figur 14A in Perspektivansicht;
- Figur 15A -
- zweite Situation: zweiter Spanner geöffnet, freies Ende des ersten Linerrests nach
oben gerichtet;
- Figur 15B -
- die Situation gemäss Figur 15A in Perspektivansicht;
- Figur 16A -
- dritte Situation: unteres Ende des neuen Linerstücks für nächsten Umfüllvorgang durch
offenen zweiten Spanner geführt und lose über Leitröhre gestülpt, oberes Ende des
neuen Linerstücks durch Pressring und Falzelement nach oben geführt;
- Figur 16B -
- die Situation gemäss Figur 16A in Perspektivansicht;
- Figur 17A -
- vierte Situation: unteres Ende des neuen Linerstücks mittels geschlossenem zweiten
Spanner an Leitröhre abgedichtet fixiert;
- Figur 17B -
- die Situation gemäss Figur 17A in Perspektivansicht;
- Figur 18A -
- fünfte Situation: zu entleerendes erstes Behältnis mit geschlossenem Absperrorgan
und in einer zweiten Spanneinheit gehaltenem zweiten Linerrest von vorherigem Umfüllvorgang
oberhalb des Umfüllgeräts positioniert;
- Figur 18B -
- die Situation gemäss Figur 18A in Perspektivansicht;
- Figur 19 -
- sechste Situation: oberes Ende des neuen Linerstücks an zweiter Spanneinheit durch
offenen zweiten Spanner geführt;
- Figur 20A -
- siebente Situation: erster Spanner an erster Spanneinheit deaktiviert; zweiter Spanner
an zweiter Spanneinheit geschlossen;
- Figur 20B -
- das vergrösserte Detail X1 aus Figur 20A;
Figuren 21A bis 21H: achte Situation: Ausschleusen des ersten Linerrests bei deaktiviertem
ersten Spanner an erster Spanneinheit;
- Figur 21A -
- Nutzabschnitt vom Linervorrat mit erster Abcrimpung von Stopfen in Transfereinheit
vorgeschoben, Frontdichtstelle an Transfereinheit durch mit Kopfdichtung angepresstem
Flansch geschlossen;
- Figur 21B -
- Deckel mit Stopfen von Transfereinheit entfernt, Flansch mit Kopfdichtung vorgezogen
und Frontdichtstelle gelöst, Erzeugen eines Nutzabschnitts durch Herausziehen vom
Linervorrat durch Transfereinheit nach aussen;
- Figur 21C -
- Nutzabschnitt des Linervorrats durch Transfereinheit in Leitröhre vorgeschoben;
- Figur 21D -
- Ergreifen des ersten Linerrests des ersten Vorgängerbehältnisses mit dem Nutzabschnitt
durch Transfereinheit und Leitröhre;
- Figur 21E -
- Herausziehen des Nutzabschnitts mit ergriffenem ersten Linerrest durch Transfereinheit
nach aussen;
- Figur 21F -
- das vergrösserte Detail X2 aus Figur 21 E;
- Figur 21G -
- Frontdichtstelle an Transfereinheit durch mit Kopfdichtung angepresstem Flansch geschlossen;
Abteilen eines Trennteils am herausgezogenen Nutzabschnitt mit darin eingeschlossenem
ersten Linerrest durch Anbringen einer zweiten und einer dazu nahen nächsten ersten
Abcrimpung, Entstehung eines nächsten Nutzabschnitts am Linervorrat;
- Figur 21H -
- Durchtrennen zwischen zweiter und nächster erster Abcrimpung, Entfernen des Trennteils
mit darin eingeschlossenem ersten Linerrest vom nächsten Nutzabschnitt;
- Figur 22A -
- neunte Situation: Pressring mit Dichtung auf Leitröhre heruntergefahren, Herandrücken
des freien Endes des neuen Linerstücks mit Falzelement an inaktiven ersten Spanner;
- Figur 22B -
- das vergrösserte Detail X3 aus Figur 22A;
- Figur 23A -
- zehnte Situation: Pressring mit Dichtung von Leitröhre hochgefahren, ersten Spanner
aktiviert, Falzelement von erstem Spanner entfernt, unteres Ende des neuen Linerstücks
in erster Spanneinheit zweifach abgedichtet fixiert;
- Figur 23B -
- das vergrösserte Detail X4 aus Figur 23A;
- Figur 24A -
- elfte Situation: Falzelement aus Vorrichtung entfernt, Pressring heruntergefahren,
unteres Ende des neuen Linerstücks mittels auf Leitröhre aufsitzender Dichtung zusätzlich
abgedichtet fixiert;
- Figur 24B -
- das vergrösserte Detail X5 aus Figur 24A;
Figur 25A bis 25E: zwölfte Situation: Ausschleusen des zweiten Linerrests von zweiter
Spanneinheit am ersten Behältnis;
- Figur 25A -
- Ergreifen des zweiten Linerrests mit nächstem Nutzabschnitt vom Linervorrat durch
Transfereinheit und Leitröhre; Herausziehen des Nutzabschnitts mit ergriffenem zweiten
Linerrest durch Transfereinheit nach aussen;
- Figur 25B -
- das vergrösserte Detail X6 aus Figur 25A;
- Figur 25C -
- Frontdichtstelle an Transfereinheit durch mit Kopfdichtung angepresstem Flansch geschlossen,
Abteilen eines Trennteils am herausgezogenen Nutzabschnitt mit darin eingeschlossenem
zweitem Linerrest durch Anbringen einer zweiten und einer dazu nahen nächsten ersten
Abcrimpung, Entstehung eines nächsten Nutzabschnitts vom Linervorrat;
- Figur 25D -
- Durchtrennen zwischen zweiter und nächster erster Abcrimpung, Entfernen des Trennteils
mit darin eingeschlossenem zweiten Linerrest vom nächsten Nutzabschnitt;
- Figur 25E -
- nächster Nutzabschnitt mit neuer erster Abcrimpung von Stopfen in der Transfereinheit
vorgeschoben, Frontdichtstelle an Transfereinheit durch mit Kopfdichtung angepresstem
Flansch geschlossen;
- Figur 26A -
- dreizehnte Situation: Hineindrücken des oberen Endes des neuen Linerstücks in ersten
Spanner der zweiten Spanneinheit mittels zweitem Falzring;
- Figur 26B -
- das vergrösserte Detail X7 aus Figur 26A;
- Figur 27A
- - vierzehnte Situation: Öffnen Absperrorgan, Prozessmaterial aus erstem Behältnis
fliesst durch Leitröhre in zweites Behältnis;
- Figur 27B
- - das vergrösserte Detail X8 aus Figur 27A;
- Figur 28A
- - fünfzehnte Situation: Schliessen Absperrorgan, Anbringen einer zweiten und einer
dazu nahen nächsten ersten Abcrimpung am neuen Linerstück; Durchtrennen des Linerstücks
zwischen zweiter und nächster erster Abcrimpung; Entstehung erster und zweiter Linerreste;
- Figur 28B
- - das vergrösserte Detail X9 aus Figur 28A;
- Figur 29A
- - sechzehnte Situation: Pressring mit Dichtung sitzt weiterhin auf Leitröhre auf,
unteres Ende vom ersten Linerrest in erster Spanneinheit in aktiviertem ersten Spanner
und geschlossenem zweiten Spanner abgedichtet fixiert, Herausziehen des zweiten Falzelements
aus erstem Spanner der zweiten Spanneinheit und Absenken auf Pressring, oberes Ende
des zweiten Linerrests weiterhin in erstem Spanner und geschlossenem zweiten Spanner
der zweiten Spanneinheit steckend abgedichtet fixiert; und
- Figur 29B
- - das vergrösserte Detail X10 aus Figur 29A.
Figuren 30A bis 42B: Ein drittes Anwendungsbeispiel der erfindungsgemässen Vorrichtung
in Verbindung mit einem Umfüllgerät zur Befüllung eines zweiten Behältnisses in Gestalt
eines Containers mit Prozessmaterial in Form fliessfähiger Feststoffe, mit den wesentlichen
Situationen bei einem Umfüllvorgang, als Prinzipdarstellungen;
- Figur 30A
- - erste Situation: erster Linerrest von einem vorherigen Umfüllvorgang mit erster
Abcrimpung verschlossen und an Spanneinheit des Umfüllgeräts mittels aktivem ersten
Spanner abgedichtet fixiert, Pressring mit Dichtung an Leitröhre gefahren, Ende des
Linerrests zusätzlich an Leitröhre mittels geschlossenem zweiten Spanner abgedichtet
fixiert;
- Figur 30B
- - das vergrösserte Detail X11 aus Figur 30A;
- Figur 31A
- - zweite Situation: zweiter Spanner geöffnet und freies Ende des ersten Linerrests
nach unten gerichtet, Pressring mit Dichtung und zweitem Falzelement von Leitröhre
heruntergefahren;
- Figur 31B
- - das vergrösserte Detail X12 aus Figur 31A;
- Figur 32A
- - dritte Situation: oberes Ende des neuen Linerstücks für nächsten Umfüllvorgang durch
zunächst offenen zweiten Spanner geführt, lose über Leitröhre gestülpt und zweiter
Spanner geschlossen, unteres Ende des neuen Linerstücks durch Pressring und Falzelement
nach unten geführt;
- Figur 32B
- - das vergrösserte Detail X13 aus Figur 32A;
- Figur 33A
- - vierte Situation: Pressring mit Dichtung und erstes Falzelement an Leitröhre angenähert,
zu befüllendes zweites Behältnis mit im ersten und zweiten Spanner der zweiten Spanneinheit
abgedichtet fixiertem zweiten Linerrest von vorherigem Umfüllvorgang unterhalb des
Umfüllgeräts positioniert;
- Figur 33B
- - das vergrösserte Detail X14 aus Figur 33A;
- Figur 34A
- - fünfte Situation: zweiter Spanner der zweiten Spanneinheit geöffnet, unteres Ende
des zweiten Linerrests nach oben geführt;
- Figur 34B
- - das vergrösserte Detail X15 aus Figur 34A;
- Figur 35A
- - sechste Situation: unteres Ende des neuen Linerstücks durch zuerst offenen zweiten
Spanner der zweiten Spanneinheit geführt, zweiter Spanner geschlossen;
- Figur 35B
- - das vergrösserte Detail X16 aus Figur 35A;
- Figur 36A
- - siebente Situation: Ausschleusen des ersten Linerrests bei deaktiviertem ersten
Spanner an erster Spanneinheit;
- Figur 36B
- - das vergrösserte Detail X17 aus Figur 36A;
- Figur 37A
- - achte Situation: Ausschleusen des zweiten Linerrests aus erstem Spanner der zweiten
Spanneinheit;
- Figur 37B
- - das vergrösserte Detail X18 aus Figur 37A;
- Figur 38A
- - neunte Situation: Hineindrücken des unteren Endes des neuen Linerstücks in ersten
Spanner der zweiten Spanneinheit mittels zweitem Falzelement und abwärts gefahrenem
Pressring; Einsetzen des ersten Falzelements oberhalb des Pressrings;
- Figur 38B
- - das vergrösserte Detail X19 aus Figur 38A;
- Figur 39A
- - zehnte Situation: Hineindrücken des oberen Endes des neuen Linerstücks in ersten
Spanner der ersten Spanneinheit mittels erstem Falzelement auf aufwärts gefahrenem
Pressring;
- Figur 39B
- - das vergrösserte Detail X20 aus Figur 39A;
- Figur 40A
- - elfte Situation: abwärts gefahrener Pressring, Aktivierung des ersten Spanners an
erster Spanneinheit, Entfernen des ersten Falzelements aus erstem Spanner der ersten
Spanneinheit;
- Figur 40B
- - das vergrösserte Detail X21 aus Figur 40A;
- Figur 41A
- - zwölfte Situation: an Leitröhre heraufgefahrener Pressring mit Dichtung, Öffnen
Absperrorgan im zu entleerenden ersten Behältnis, Prozessmaterial aus erstem Behältnis
fliesst durch Leitröhre in zweites Behältnis;
- Figur 41B
- - das vergrösserte Detail X22 aus Figur 41A;
- Figur 42A
- - dreizehnte Situation: Schliessen Absperrorgan im ersten Behältnis, Anbringen einer
zweiten und einer dazu nahen nächsten ersten Abcrimpung am neuen Linerstück; Durchtrennen
des Linerstücks zwischen zweiter und nächster erster Abcrimpung; Entstehung erster
und zweiter Linerrest; und
- Figur 42B
- - das vergrösserte Detail X23 aus Figur 42A.
Figuren 43A bis 57B: Ein viertes Anwendungsbeispiel der erfindungsgemässen Vorrichtung
in Verbindung mit einem Umfüllgerät zur Entleerung eines ersten Behältnisses in Gestalt
eines Fasses mit Prozessmaterial in Form fliessfähiger Feststoffe, mit den wesentlichen
Situationen bei einem Umfüllvorgang, als Prinzipdarstellungen;
- Figur 43A
- - erste Situation: Bereitstellung zu entleerendes erstes Behältnis mit obiger Abbindung
versehener Innenliner, Spannring gelöst, Behältnisdeckel entfernt;
- Figur 43B
- - drittes Falzelement um erstes Behältnis gelegt;
- Figur 43C
- - neues Spezial-Linerstück mit Eingriffsteil um oberen Bereich des ersten Behältnisses
gelegt, unteres Ende des Spezial-Linerstücks gegen erstes Behältnis abgedichtet fixiert;
- Figur 44
- - zweite Situation: Bereitstellung trichterförmiges Anlagenteil mit zweiter und dritter
Spanneinheit über erstem Behältnis; oberes Ende eines Spezial-Linerrests eines vorherigen
Umfüllvorgang mittels aktivem ersten Spanner an dritter Spanneinheit abgedichtet gehalten,
oberes Ende des zweiten Linerstücks in offenen zweiten Spanner der zweiten Spanneinheit
eingeführt, Endlosliner-Kopf als Alternative zur zweiten Spanneinheit;
- Figur 45
- - dritte Situation: Zugriff mit Eingriffsteil zwecks Entfernung Abbindung vom Innenliner,
Überstülpen oberes Ende des Innenliners über Behältnisrand zwischen Behältnismantel
und unterem Ende vom Spezial-Linerstück;
- Figur 46A und 46B:
- vierte Situation: Ausschleusen des dritten Linerrests;
- Figur 46A
- - Deaktivieren ersten Spanner in dritter Spanneinheit, Erfassen dritten Linerrest
mit Eingriffsteil, Verbringen des im Eingriffsteil gefangenen dritten Linerrests nach
aussen, Anbringen einer zweiten und einer dazu nahen nächsten ersten Abcrimpung nahe
Eingriffsteil am Spezial-Linerstück;
- Figur 46B
- - Durchtrennen des Spezial-Linerstücks zwischen zweiter und nächster erster Abcrimpung,
Entfernen des abgetrennten Eingriffsteils, drittes Falzelement hochschieben auf Behältnisrand
positionieren;
- Figur 47A
- - fünfte Situation: Annähern von erstem Behältnis und Anlagenteil, Hineindrücken oberes
Ende des Spezial-Linerstücks an ersten Spanner der dritten Spanneinheit mittels drittem
Falzelement;
- Figur 47B
- - das vergrösserte Detail X24 aus Figur 47A;
- Figur 48A
- - sechste Situation: zumindest partielle Aktivierung erster Spanner an dritter Spanneinheit;
- Figur 48B
- - das vergrösserte Detail X25 aus Figur 48A;
- Figur 49A
- - siebente Situation: Auseinanderfahren von erstem Behältnis und Anlagenteil;
- Figur 49B
- - Entfernen des dritten Falzelements von erstem Spanner der dritten Spanneinheit,
volle Aktivierung erster Spanner;
- Figur 49C
- - das vergrösserte Detail X26 aus Figur 49B;
- Figur 49D
- - drittes Falzelement heruntergeschoben um erstes Behältnis positioniert;
- Figur 50A
- - achte Situation: Zusammenführen von erstem Behältnis und Anlagenteil, Aufsitzen
dritter Dichtung mit dritter Spanneinheit auf Rand des ersten Behältnisses;
- Figur 50B
- - das vergrösserte Detail X27 aus Figur 50A;
- Figur 51A
- - neunte Situation: Umkippen Zusammenbau aus erstem Behältnis und Anlagenteil mit
zweiter und dritter Spanneinheit oder alternativem Endlosliner-Kopf und nur der dritten
Spanneinheit, Positionierung zum Umfüllgerät mit zweitem Behältnis darunter, erster
Linerrest aus vorherigem Umfüllvorgang in erster Spanneinheit des Umfüllgeräts gehalten;
- Figur 51B
- - umgekippten Zusammenbau gemäss Figur 51A mit alternativem Endlosliner-Kopf und nur
der dritten Spanneinheit, Abziehen einer Länge zwecks Bereitstellung eines neuen ersten
Linerstücks, oder mit alternativer Doppelklappe und nur der dritten Spanneinheit;
- Figur 52A -
- zehnte Situation: Einfügen eines neuen abgeteilten ersten Linerstücks zwischen Umfüllgerät
und Anlagenteil, unteres Ende vom ersten Linerstück durch offenen zweiten Spanner
der ersten Spanneinheit am Umfüllgerät und oberes Ende durch offenen zweiten Spanner
an zweiter Spanneinheit geführt;
- Figur 52B -
- das vergrösserte Detail X28 aus Figur 52A;
- Figur 52C -
- Einfügen des alternativen ersten neuen Linerstücks vom Endlosliner-Kopf abgezogen,
unteres Ende vom ersten Linerstück durch offenen zweiten Spanner der ersten Spanneinheit
an Umfüllgerät geführt;
- Figur 52D -
- beide zweiten Spanner von erster und zweiter Spanneinheit geschlossen;
- Figur 52E -
- das vergrösserte Detail X29 aus Figur 52D;
Figuren 53A bis 53D: elfte Situation: Ausschleusen von erstem und zweitem Linerrest
mit jeweiligem Nutzabschnitt vom Linervorrat von Transfereinheit;
- Figur 53A -
- Deaktivierung erster Spanner der ersten Spanneinheit; Ausschleusen erster Linerrest
von Umfüllvorrichtung;
- Figur 53B -
- das vergrösserte Detail X30 aus Figur 53A;
- Figur 53C -
- Deaktivierung erster Spanner der zweiten Spanneinheit, Ausschleusen zweiter Linerrest;
- Figur 53D -
- das vergrösserte Detail X31 aus Figur 53C;
Figuren 54A bis 54D: zwölfte Situation: abgedichtetes Befestigen des ersten abgeteilten
Linerstücks an ersten Spannern von erster und zweiter Spanneinheit;
- Figur 54A -
- Hochfahren Pressring mit zweitem Falzelement zur zweiten Spanneinheit, Hineindrücken
oberes Ende des ersten abgeteilten Linerstücks an zugehörigen ersten Spanner mittels
zweitem Falzelement;
- Figur 54B -
- das vergrösserte Detail X32 aus Figur 54A;
- Figur 54C -
- Herunterfahren Pressring, Aktivierung erster Spanner von zweiter Spanneinheit, Entfernen
zweites Falzelement von erstem Spanner an zweiter Spanneinheit, Aufsetzen Pressring
mit Dichtung auf Leitröhre des Umfüllgeräts, Hineindrücken unteres Ende des ersten
abgeteilten Linerstücks an ersten Spanner von erster Spanneinheit mittels erstem Falzelement;
- Figur 54D -
- das vergrösserte Detail X33 aus Figur 54C;
- Figur 54E -
- Hochfahren Pressring und Entfernen erstes Falzelement, Aktivierung erster Spanner
von erster Spanneinheit;
- Figur 54F -
- das vergrösserte Detail X34 aus Figur 54E;
- Figur 55A -
- dreizehnte Situation: Annähern Zusammenbau aus erstem Behältnis und Anlagenteil mit
zweiter und dritter Spanneinheit an Zusammenbau aus Umfüllgerät und zweitem Behältnis,
Öffnen Absperrorgan am Anlagenteil, Prozessmaterial aus erstem Behältnis fliesst durch
Leitröhre in zweites Behältnis;
- Figur 55B -
- das vergrösserte Detail X35 aus Figur 55A;
- Figur 56A -
- vierzehnte Situation: Schliessen Absperrorgan am Anlagenteil, Auseinanderfahren der
Zusammenbauten gemäss Figur 55A;
- Figur 56B -
- das vergrösserte Detail X36 aus Figur 56A;
- Figur 57A -
- fünfzehnte Situation: Anbringen einer zweiten und einer dazu nahen nächsten ersten
Abcrimpung am ersten abgeteilten Linerstück, Durchtrennen des Linerstücks zwischen
zweiter und nächster erster Abcrimpung; Entstehung neuer erster und zweiter Linerreste;
und
- Figur 57B -
- das vergrösserte Detail X37 aus Figur 57A.
Figuren 58A bis 66: Ein fünftes Anwendungsbeispiel der erfindungsgemässen Vorrichtung
in Verbindung mit einem Umfüllgerät zur Entleerung eines ersten Behältnisses in Gestalt
eines Fasses mit flüssigem Prozessmaterial, mit den wesentlichen Situationen bei einem
Umfüllvorgang, als Prinzipdarstellungen;
- Figur 58A -
- erste Situation: zu entleerendes erstes Behältnis mit verschlossenem Spundloch bereitgestellt,
neues erstes Linerstück um oberen Bereich des ersten Behältnisses gelegt, unteres
Ende des ersten Linerstücks gegen Behältnis abgedichtet fixiert;
- Figur 58B -
- erstes Falzelement auf Rand des ersten Behältnisses positioniert, oberes Ende des
ersten Linerstücks durch erstes Falzelement hindurchgeführt;
- Figur 58C -
- das vergrösserte Detail X38 aus Figur 58B;
- Figur 59A -
- zweite Situation: Bereitstellung Transportgestell mit Umfüllgerät und Saugrohr mit
Zuführung zum zweiten Behältnis, erster Linerrest mit erster Abcrimpung von vorherigem
Umfüllvorgang in erstem Spanner von erster Spanneinheit abgedichtet fixiert, freies
Ende vom ersten Linerrest hängt abwärts, zweiter Spanner geschlossen;
- Figur 59B -
- dritte Situation: oberes Ende von neuem ersten Linerstück durch offenen zweiten Spanner
von erster Spanneinheit geführt;
- Figur 59C -
- vierte Situation: oberes Ende von neuem ersten Linerstück in geschlossenem zweiten
Spanner von erster Spanneinheit abgedichtet fixiert;
- Figur 60 -
- fünfte Situation: Deaktivierung erster Spanner der ersten Spanneinheit, Ausschleusen
von erstem Linerrest mit Nutzabschnitt vom Linervorrat von Transfereinheit;
- Figur 61A -
- sechste Situation: Zusammenfahren von erstem Behältnis und Umfüllgerät, Hineindrücken
oberes Ende des ersten Linerstücks an ersten Spanner von erster Spanneinheit mittels
erstem Falzelement;
- Figur 61B -
- das vergrösserte Detail X39 aus Figur 61A;
- Figur 62 -
- sechste Situation: Aktivierung erster Spanner von erster Spanneinheit, Auseinanderfahren
von erstem Behältnis und Umfüllgerät, Entfernen erstes Falzelement von erster Spanneinheit;
- Figur 63A -
- siebente Situation: Zusammenfahren von erstem Behältnis und Umfüllgerät, Aufsetzen
erstes Falzelement auf Rand des ersten Behältnisses, Entfernung Stopfen aus Spundloch
durch Eingriffe am Umfüllgerät;
- Figur 63B -
- das vergrösserte Detail X40 aus Figur 63A;
- Figur 64 -
- achte Situation: Einführen Saugrohr durch offenes Spundloch in erstes Behältnis, Überführung
Prozessmaterial aus erstem Behältnis in zweites Behältnis;
- Figur 65A -
- neunte Situation: Anbringen einer zweiten und einer dazu nahen nächsten ersten Abcrimpung
am ersten Linerstück;
- Figur 65B -
- das vergrösserte Detail X41 aus Figur 66; und
- Figur 66 -
- zehnte Situation: Durchtrennen des ersten Linerstücks zwischen zweiter und nächster
erster Abcrimpung; Entstehung neuer erster und zweiter Linerreste, Entsorgung des
mit zweitem Linerrest abgedichtetem leeren ersten Behältnisses.
Ausführungsbeispiele
[0025] Mit Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen erfolgt nachstehend die detaillierte Beschreibung
mehrerer Ausführungsbeispiele zur erfindungsgemässen Vorrichtung in verschiedener
Anlagenkonzeption und den dabei angewendeten Verfahrensabläufen.
[0026] Für die gesamte weitere Beschreibung gilt folgende Festlegung. Sind in einer Figur
zum Zweck zeichnerischer Eindeutigkeit Bezugsziffern enthalten, aber im unmittelbar
zugehörigen Beschreibungstext nicht erläutert, so wird auf deren Erwähnung in vorangehenden
Figurenbeschreibungen Bezug genommen. Im Interesse der Übersichtlichkeit wird auf
die wiederholte Bezeichnung von Bauteilen in nachfolgenden Figuren zumeist verzichtet,
sofern zeichnerisch eindeutig erkennbar ist, dass es sich um "wiederkehrende" Bauteile
handelt.
[0027] Ein erstes Anwendungsbeispiel der erfindungsgemässen Vorrichtung in Verbindung mit
einem Umfüllgerät 1 zur Entleerung eines ersten Behältnisses A in Gestalt eines Bigbags
für Prozessmaterial in Form fliessfähiger Feststoffe, in ein zweites Behältnis
B, mit den wesentlichen Situationen bei einem Umfüllvorgang ist in der Figurenfolge
1 bis 13 dargestellt. Für alle nachfolgend beschriebenen Anwendungsbeispiele gilt,
dass das Essentielle der Erfindung die zumindest eine Spanneinheit der Vorrichtung
sowie der damit zu betreibende Verfahrensablauf sind, während das Umfüllgerät und
die damit auszuführenden Verfahrensschritte bereits Gegenstand abhängiger Ansprüche
sind.
Figur 1: Ausgangssituation
[0028] Aus dem ersten Behältnis
A heraus erstreckt sich ein mit einem Verschluss
80 versehener Innenliner
A1, dessen freies Ende für den Umfüllvorgang als erstes Linerstück
8 zur Heranführung an die erste Spanneinheit
11 - hier installiert am Umfüllgerät
1 - nutzbar ist. Das Umfüllgerät
1 hat als wesentliches Bauteil eine Leitröhre
10, die zur Durchleitung von Prozessmaterials zwischen den Behältnissen
A,
B bestimmt ist und einerseits einen ersten Durchlass
101 und andererseits einen zweiten Durchlass
102 aufweist. Mittels des Anschlusses
103 ist das zweite Behältnis
B anmontiert. Oben hat die Leitröhre
10 einen L-förmigen Kragen
100 mit einer daran vorhandenen ersten Spanneinheit
11, die einen ersten Spanner
111, vorzugsweise eine Blähdichtung, und einen zweiten Spanner
112, vorzugsweise eine zu öffnende Klammer, aufweist. Beide Spanner
111,
112 der ersten Spanneinheit
11 sind zirkulär um die Leitröhre
10 und in Relation zu deren Axialerstreckung zueinander konzentrisch angeordnet.
[0029] Gegenwärtig ist ein Ende des schlauchförmigen ersten Linerrests
8' in beiden Spannern
111,
112 der ersten Spanneinheit
11 abgedichtet fixiert und am anderen Ende mit einer ersten Abcrimpung
81' verschlossen. Zur intensiveren Abdichtung ruht ein Pressring
13 mit seiner eingesetzten Dichtung
14 mit Druckkraft auf der ersten Spanneinheit
11, um am unter dem Pressring
13 durchgeführten einen Ende des ersten Linerstücks
8 eine zusätzliche Dichtstelle zu schaffen.
[0030] Die vorzugsweise rohrförmige Transfereinheit
16 erstreckt sich von einem äusseren Rand
161 mit dem Mantel
160 und mündet mit Gefälle unterhalb des Kragens
100 mit einer Durchgangsöffnung in die Leitröhre
10 ein. Am Rand
161 ist ein Flansch
162 axial verschiebbar zur Erstreckungsrichtung der Transfereinheit
16 befestigt, mit einer darin sitzenden zirkulären Kopfdichtung
163, welche dem Rand
161 zugewandt ist. Am Flansch
162 ist ein lösbarer Deckel
165 angedockt, von dessen Innenseite sich ein Stopfen
166 fortsetzt und etwa an der Leitröhre
10 des Umfüllgeräts
1 abschliesst. An der Aussenseite des Deckels
165 ist ein Griff
167 angeordnet. Auf dem Mantel
160 der Transfereinheit
16 ist äusserlich zwischen dem Rand
161 und der Leitröhre
10 des Umfüllgeräts
1 ein Linervorrat
7, z.B. als folienförmiger Endlosliner, gespeichert. Ein Nutzabschnitt
70 des Linervorrats
7 ist zwischen dem Rand
161 der Transfereinheit
16 und der Kopfdichtung
163 eingeklemmt, wodurch die geschlossene Frontdichtstelle
164 entsteht. Nahe der Leitröhre
10 ist der Linervorrat
7 quasi mit seinem freien Ende mittels dem Schlusselement
168 auf der Transfereinheit
16 fixiert und abgedichtet.
[0031] Auf der Transfereinheit
16 verläuft der Nutzabschnitt
70 bei gegenwärtig geschlossener Frontdichtstelle
164 in das Innere der Transfereinheit
16 hinein und ist vom eingefahrenen Stopfen
166 mit seiner am Nutzabschnitt
70 angebrachten ersten Abcrimpung
71 in der Transfereinheit
16 bis auf Höhe der Leitröhre
10 des Umfüllgeräts
1 vorgeschoben.
Figur 2: Zweite Situation
[0032] Der Pressring
13 mit seiner Dichtung
14 ist durch Betätigung des Hubgestänges
12 nach oben gefahren und somit von der Leitröhre
10 abgehoben. Der zweite Spanner
112 ist geöffnet und das freie Ende des ersten Linerrests
8' nach oben gerichtet. Das freie Ende eines mit Verschluss
80 versehenen neuen Linerstücks
8 eines ersten Behältnisses
A ist durch den offenen zweiten Spanner
112 geführt und lose über Leitröhre
10 gestülpt.
Figur 3: Dritte Situation
[0033] Das freie Ende des neuen Linerstücks
8 ist mittels geschlossenem zweiten Spanner
112 abgedichtet fixiert.
Figur 4: Vierte Situation
[0034] Der Deckel
165 ist vom Flansch
162 gelöst, dieser mit seiner Kopfdichtung
163 vom Rand
161 der Transfereinheit
16 abgehoben, so dass die Klemmung des Nutzabschnitts
70 des Linervorrats
7 aufgehoben und damit die Frontdichtstelle
164 gelöst ist. Dabei wurde der am Deckel
165 befestigte Stopfen
166 aus dem Inneren der Transfereinheit
16 heraus bewegt. Der Flansch
162 ist mittels Führungen an der Transfereinheit
16 in dessen axialer Richtung verschoben, wobei der Nutzabschnitt
70 zwischen Rand
161, Flansch
162 und durch eine im Flansch
162 freigegebene Öffnung nach aussen abgezogen ist.
Figur 5: Fünfte Situation
[0035] Der Nutzabschnitt
70 ist durch die Transfereinheit
16 in die Leitröhre
10 vorgeschoben.
Figur 6: Sechste Situation
[0036] Bei inaktivem ersten Spanner
111 wird der erste Linerrest
8' mit dem Nutzabschnitt
70 ergriffen und durch die Transfereinheit
16 und Leitröhre
10 nach aussen herausgezogen.
Figur 7: Siebente Situation
[0037] Der Flansch
162 sitzt auf dem Rand
161 der Transfereinheit
16 auf, der Nutzabschnitt
70 des Linervorrats
7 wird eingeklemmt, und die angepresste Kopfdichtung
163 bildet die geschlossene Frontdichtstelle
164. Am herausgezogenen Nutzabschnitt
70 mit darin eingeschlossenem ersten Linerrest
8' wird ein Trennteil
73 abgeteilt, nämlich durch Anbringen einer zweiten Abcrimpung
72 und einer dazu nahen nächsten ersten Abcrimpung
71, so dass ein nächster Nutzabschnitt
70 am Linervorrat
7 entsteht. Die Distanz zwischen den beiden Abcrimpungen
72,
71 sollte möglichst klein gehalten werden, so dass beim Durchtrennen zwischen den Abcrimpungen
72,
71 möglichst wenig Überstände am geschnittenen Linervorrat
7 verbleiben, die mit Prozessmaterial bestäubt sein könnten.
Figur 8: Achte Situation
[0038] Zwischen zweiter Abcrimpung
72 und nächster erster Abcrimpung
71 wird durchtrennt, so dass das vom nächsten Nutzabschnitt
70 separierte Trennteil
73 mit dem darin eingeschlossenem ersten Linerrest
8' entsorgt werden kann.
Figur 9: Neunte Situation
[0039] Ein nächster Nutzabschnitts
70 mit daran vorhandener nächster erster Abcrimpung
71 ist mit dem Stopfen
166 durch den Flansch
162 in die Transfereinheit
16 eingeschoben. Das erste Linerstück
8 ist mittels des ersten Falzelements
15 an den deaktivierten ersten Spanner
111 und die somit vorhandene Nut hineingedrückt. Jetzt könnte der erste Spanner
111 zumindest ein wenig aktiviert werden, um das erste Linerstück
8 mit Vorspannung zu fassen.
Figur 10: Zehnte Situation
[0040] Das erste Falzelement
15 ist wieder entfernt und der erste Spanner
111 jedenfalls voll aktiviert, so dass das erste Linerstück
8 jetzt intensiv und abgedichtet fixiert ist.
Figur 11: Elfte Situation
[0041] Der Pressring
13 mit seiner Dichtung
14 ist abgesenkt und an das Umfüllgerät
1 herangefahren, so dass eine weitere Abdichtung am ersten Linerstück
8 entsteht. Der Verschluss
80 am Linerstück
8 ist entfernt, so dass Prozessmaterial aus dem ersten Behältnis
A zum ersten Durchlass
101 durch das Umfüllgerät
1 und aus dem zweiten Durchlass
102 in das angedockte zweite Behältnis
B fliesst. Der in der Transfereinheit
16 bis zur Leitröhre
10 des Umfüllgeräts
1 vorgeschobene Stopfen
166 verhindert, dass kritische Mengen von Prozessmaterial in die Transfereinheit
16 gelangen.
Figur 12: Zwölfte Situation
[0042] Am ersten Linerstück
8 des entleerten ersten Folgebehältnisses
A sind eine zweite Abcrimpung
92 und eine dazu nahe nächste erste Abcrimpung
81 angebracht.
Figur 13: Dreizehnte Situation
[0043] Nach dem Durchtrennen des ersten Linerstücks
8 zwischen zweiter und nächster erster Abcrimpung
82",
81' entsteht ein in der ersten Spanneinheit
11 verbleibender neuer erster Linerrest
8' sowie ein zu entsorgender zweiter Linerrest
8" mit dem anhängenden ersten Behältnis
A. Damit ergibt sich am Umfüllgerät
1 wieder die Ausgangsituation gemäss Figur 1, und ein weiterer Umfüllvorgang mit einem
nächsten zu entleerenden ersten Behältnis
A kann gestartet werden.
[0044] Ein zweites Anwendungsbeispiel der erfindungsgemässen Vorrichtung in Verbindung mit
einem Umfüllgerät
1 zur Entleerung eines ersten Behältnisses
A in Gestalt eines Containers mit unflexiblem Auslauf in ein zweites Behältnis
B für Prozessmaterial in Form fliessfähiger Feststoffe, mit den wesentlichen Situationen
bei einem Umfüllvorgang, ist in der Figurenfolge 14A bis 29B dargestellt.
Figuren 14A bis 14C: Erste Situation
[0045] Der erste Linerrest
8' von einem vorherigen Umfüllvorgang ist mit der ersten Abcrimpung
81' verschlossen und an der Leitröhre
10 mittels aktiviertem ersten Spanner
111 fixiert. Der Pressring
13 ist mit der Dichtung
14 über die Leitröhre
10 hochgefahren und das Ende des ersten Linerrests
8' ist zusätzlich an der Leitröhre
10 mittels geschlossenem zweiten Spanner
112 abgedichtet fixiert. Hinsichtlich Aufbau des gesamten Umfüllgeräts
1, einschliesslich der mit dem Linervorrat
7 versehenen Transfereinheit
16 wird auf die Figurenfolge 1 bis 13 Bezug genommen.
Figuren 15A und 15B: Zweite Situation
[0046] Der zweite Spanner
112 ist geöffnet und der Überhang des ersten Linerrests
8' mit dem freien Ende ist nach oben gerichtet, ragt nicht mehr über den Kragen
100 nach unten hinaus, sondern weist in Richtung Pressring
13.
Figuren 16A und 16B: Dritte Situation
[0047] Das für einen neuen Umfüllvorgang untere Ende des ersten Linerstücks
8 ist über den Kragen
100 hinaus durch den Ringspalt des offenen zweiten Spanners
112 nach unten geführt und lose über die Leitröhre
10 gestülpt. Das obere Ende des ersten Linerstücks
8 ist durch den Pressring
13 und das darauf sitzende zweite Falzelement
25 nach oben geführt.
Figuren 17A und 17B: Vierte Situation
[0048] Das untere Ende des ersten Linerstücks
8 ist im zweiten Spanner
112 abgedichtet fixiert.
Figuren 18A und 18B: Fünfte Situation
[0049] Das zu entleerende erste Behältnis
A mit geschlossenem Absperrorgan
4 und in einer zweiten Spanneinheit
21 gehaltenem zweiten Linerrest
8" von vorherigem Umfüllvorgang ist oberhalb des Umfüllgeräts
1 positioniert. Die zweite Spanneinheit
21 besteht aus einem ersten Spanner
211 - hier in Gestalt eines Paars von Klemmbacken - und einem zweiten Spanner
212, hier als Klammer beschaffen. Der zweite Linerrest
8" ist zwischen dem ersten Spanner
211 eingeklemmt und ist mit einer zweiten Abcrimpung
82" verschlossen. Oberhalb des Absperrorgans
4 schliesst sich ein trichterförmiges Anlagenteil
C an. Um an der zweiten Spanneinheit
21 das Handling mit dem zweiten Linerrest
8" zu erleichtern, sind der Pressring
13 sowie das zweite Falzelement
25 mittels des Hubgestänges
12 etwas abwärts gefahren.
Figur 19: Sechste Situation
[0050] Das obere Ende des ersten Linerstücks
8 ist durch den offenen zweiten Spanner
212 an der zweiten Spanneinheit
21 geführt.
Figuren 20A und 20B: Siebente Situation
[0051] Bei deaktiviertem ersten Spanner
111 der ersten Spanneinheit
11 liegt der erste Linerrest
8' lose zwischen erstem Spanner
111 sowie Kragen
100. Das obere Ende des ersten Linerstücks
8 ist mittels geschlossenem zweiten Spanner
212 an zweiter Spanneinheit
21 fixiert.
Figuren 21A bis 21H: Achte Situation
[0052] Diese Figurenfolge illustriert das Ausschleusen des ersten Linerrests
8' bei deaktiviertem ersten Spanner
111 an der ersten Spanneinheit
11. Zunächst verläuft bei gegenwärtig geschlossener Frontdichtstelle
164 an der Transfereinheit
16 der Nutzabschnitt
70 in das Innere der Transfereinheit
16 hinein und ist vom eingefahrenen Stopfen
166 mit seiner am Nutzabschnitt
70 angebrachten ersten Abcrimpung
71 in die Transfereinheit
16 bis auf Höhe der Leitröhre
10 der Umfüllvorrichtung
1 vorgeschoben (s. Figur 21A). Daraufhin wird der Deckel
165 vom Flansch
162 gelöst, dieser mit seiner Kopfdichtung
163 vom Rand
161 der Transfereinheit
16 abgehoben, somit die Klemmung des Nutzabschnitts
70 des Linervorrats
7 aufgehoben und damit die Frontdichtstelle
164 gelöst. Durch Herausziehen vom Linervorrat
7 durch die Transfereinheit
16 wird ein Nutzabschnitt
70 erzeugt (s. Figur 21 B). Anschliessend wird der Nutzabschnitt
70 des
Linervorrats 7 vorzugsweise manuell durch die Transfereinheit
16 in die Leitröhre
10 des Umfüllgeräts
1 hinein vorgeschoben (s. Figur 21C). Nun erfolgt das manuelle Ergreifen des ersten
Linerrests
8' mit dem vorderen Ende des Nutzabschnitts
70 durch die Transfereinheit
16 und die Leitröhre
10 des Umfüllgeräts
1. Dabei ist der erste Spanner
111 deaktiviert und seine Dichtstelle gelöst, so dass der erste Linerrest
8' lose zwischen dem ersten Spanner
111 und dem Kragen
100 liegt (s. Figur 21 D).
[0053] Anschliessend wird der Nutzabschnitt
70 mit ergriffenem ersten Linerrest
8' durch die Transfereinheit
16 nach aussen herausgezogen (s. Figur 21E). Auf dem Rand
161 der Transfereinheit
16 sitzt der Flansch
162 auf, der Nutzabschnitt
70 des Linervorrats
7 wird eingeklemmt und die angepresste Kopfdichtung
163 bildet die geschlossene Frontdichtstelle
164. Daraufhin wird am herausgezogenen Nutzabschnitt
70 mit darin eingeschlossenem ersten Linerrest
8' ein Trennteil
73 abgeteilt, durch Anbringen einer zweiten Abcrimpung
72 und einer dazu nahen nächsten ersten Abcrimpung
71, so dass ein nächster Nutzabschnitt
70 am Linervorrat
7 entsteht (s. Figur 21G). Abschliessend wird zwischen zweiter Abcrimpung
72 und nächster erster Abcrimpung
71 durchtrennt, so dass das vom nächsten Nutzabschnitt
70 separierte Trennteil
73 mit dem darin eingeschlossenen ersten Linerrest
8' entsorgt werden kann (s. Figur 21 H).
Figuren 22A und 22B: Neunte Situation
[0054] Mittels des Stopfens
166 wird der Nutzabschnitt
70 mit daran vorhandener Abcrimpung
71 durch den Flansch
162 in die Transfereinheit
16 hin zum Umfüllgerät
1 eingeschoben. Das Hubgestänge
12 und damit der Pressring
13 sind heruntergefahren, dabei drückt das erste Falzelement
15 - welches temporär einsetzbar ist - das untere Ende des ersten Linerstücks
8 in die Nut am deaktivierten ersten Spanner
111. Jetzt könnte der zuvor völlig deaktivierte erste Spanner
111 ein wenig aktiviert werden, um das erste Linerstück
8 mit Vorspannung zu fassen. Die am Pressring
13 positionierte Dichtung
14 ist in Kontakt mit dem Kragen
100 und klemmt dabei das erste Linerstück
8 ein, so dass eine geschlossene ringförmige Dichtstelle entsteht.
Figuren 23A und 23B: Zehnte Situation
[0055] Der Pressring
13 mit Dichtung
14 ist vom Kragen
100 der Leitröhre
10 hochgefahren und das erste Falzelement
15 ist aus dem zumindest partiell aktivierten ersten Spanner
111 entfernt. Der Pressring
13 und das zweite Falzelement
25 sind mittels des Hubgestänges
12 nahe an die zweite Spanneinheit
21 herangefahren. Der erste Spanner
111 wird spätestens jetzt voll aktiviert, somit ist das erste Linerstück
8 im ersten Spanner
111 abgedichtet fixiert. Das untere Ende des ersten Linerstücks
8 ist in der ersten Spanneinheit
11 mittels der beiden Spanner
111,112 zweifach abgedichtet gehalten.
Figuren 24A und 24B: Elfte Situation
[0056] Das erste Falzelement
15 ist aus dem ersten Spanner
111 der ersten Spanneinheit
11 am Umfüllgerät
1 entfernt. Der Pressring
13 und das zweite Falzelement 25 sind mittels des Hubgestänges
12 heruntergefahren, so dass die am Pressring
13 vorhandene Dichtung
14 in Kontakt mit dem Kragen
100 kommt und dabei das untere Ende des ersten Linerstücks
8 fixiert und abdichtet.
Figuren 25A bis 25E: Zwölfte Situation
[0057] Die Figurenfolge 25A bis 25E illustriert das Ausschleusen des zweiten Linerrests
8" aus den ersten Spanner
211 an der zweiten Spanneinheit
21 am ersten Behältnis
A. Die Figuren 25C korrespondieren mit Figur 21G, Figur 25D mit 21H und Figur 25E mit
Figur 22A. Im Ergebnis nach ausgeschleustem zweiten Linerrest
8" bleibt das untere Ende des ersten Linerstücks
8 in beiden Spannern
111,
112 der ersten Spanneinheit
11 abgedichtet fixiert, und das obere Ende des ersten Linerstücks
8 im ersten Spanner
212 der zweiten Spanneinheit
21.
Figuren 26A und 26B: Dreizehnte Situation
[0058] Das zweite Falzelement
25 ist mittels des Hubgestänges
12 hochgefahren, wobei der Pressring
13 in seiner unteren Position verbleibt. Der Pressring
13 und das zweite Falzelement
25 lassen sich voneinander unabhängig betätigen. Das zweite Falzelement
25 drückt das obere Ende des ersten Linerstücks
8 in den ersten Spanner
211 der zweiten Spanneinheit
21. Eine am zweiten Falzelement
25 vorhandene Dichtung
24 klemmt das erste Linerstück
8 zusätzlich, so dass zwischen der zweiten Spanneinheit
21 und dem zweiten Falzelement
25 eine Dichtstelle entsteht.
Figuren 27A und 27B: Vierzehnte Situation
[0059] Das Absperrorgan
4 ist geöffnet, so dass Prozessmaterial aus dem ersten Behältnis
A zum ersten Durchlass
101 durch das Umfüllgerät
1 und aus dem zweiten Durchlass
102 in das angedockte zweite Behältnis
B fliesst.
Figuren 28A und 28B: Fünfzehnte Situation
[0060] Das Absperrorgan
4 ist geschlossen, so dass der Fluss von Prozessmaterial unterbrochen ist. Am ersten
Linerstück
8 werden eine erste Abcrimpung
81' und eine dazu nahe zweite Abcrimpung
82" angebracht. Daraufhin wird das Linerstück
8 zwischen den beiden Abcrimpungen
81',
82" durchtrennt, so dass ein neuer erster Linerrest
8' und ein neuer zweiter Linerrest
8" entsteht.
Figuren 29A und 29B: Sechzehnte Situation
[0061] Das zweite Falzelement
25 ist mittels des Hubgestänges
12 abwärtsgefahren, bis das zweite Falzelement
25 auf dem Pressring
13 aufsitzt.
[0062] Ein drittes Anwendungsbeispiel der Vorrichtung in Verbindung mit einem Umfüllgerät
1 zur Befüllung eines zweiten Behältnisses
B in Gestalt eines Containers mit Prozessmaterial in Form fliessfähiger Feststoffe
aus einem ersten Behältnis
A, mit den wesentlichen Situationen bei einem Umfüllvorgang ist in der Figurenfolge
30A bis 42B dargestellt.
Figuren 30A und 30B: Erste Situation
[0063] In Abwandlung zu den Figuren 14A bis 14C ist der Kragen
100 mit der daran eingebauten ersten Spanneinheit
11 und den beiden Spannern
111,
112 nun am unteren Ende der Leitröhre
10 eines Umfüllgeräts
1 angebracht. Am oberen Ende der Leitröhre
10 befindet sich ein Absperrorgan
4, über dem das erste Behältnis
A montiert ist. Wie zu den Figuren 14A bis 14C beschrieben, ist ein Ende des ersten
Linerrests
8' in der ersten Spanneinheit
11 abgedichtet fixiert. Momentan sind der Pressring
13 und der zweite Falzring
25 am Kragen
100 der Umfüllvorrichtung
1 positioniert.
Figuren 31A und 31B: Zweite Situation
[0064] Der zweite Spanner
112 ist geöffnet, und der Überhang des Linerrests
8', mit dem freien Ende nach unten gerichtet, ragt nicht mehr über den Kragen
100 nach oben hinaus, sondern hängt abwärts. Der Pressring
13 mit der Dichtung
14 ist mittels des Hubgestänges
12 quasi unter die Leitröhre
10 abwärtsgefahren. Das ebenso mit dem Hubgestänge
12 verbundene zweite Falzelement
25 befindet sich benachbart zum Pressring
13.
Figuren 32A und 32B: Dritte Situation
[0065] Die Einfügung des ersten Linerstücks
8 in die erste Spanneinheit
11 ist zu den Figuren 16A und 16B äquivalent, jedoch hier um 180° gekehrt.
Figuren 33A und 33B: Vierte Situation
[0066] Die Einfügung des ersten Linerstücks
8 in die zweite Spanneinheit
21 ist zur Figur 19 äquivalent, jedoch hier um 180° gekehrt.
Figur 34A und 34B: Fünfte Situation
[0067] Das untere Ende des zweiten Linerrests
8" ist durch den offenen zweiten Spanner
212 an der zweiten Spanneinheit
21 nach oben geführt.
Figuren 35A und 35B: Sechste Situation
[0068] Das untere Ende des ersten Linerstücks
8 wird zunächst durch den offenen zweiten Spanner
212 an der zweiten Spanneinheit
21 geführt und ist nachfolgend mittels geschlossenem zweitem Spanner
212 an der zweiten Spanneinheit
21 fixiert.
Figuren 36A bis 37B: Siebente und achte Situation
[0069] Dieses Figurenpaar zeigt in verkürzter Form das Ausschleusen des ersten Linerrests
8' bei deaktiviertem ersten Spanner
111 an der ersten Spanneinheit
11 sowie das Ausschleusen des zweiten Linerrests
8" aus dem ersten Spanner
211 an der zweiten Spanneinheit
21. Die entsprechenden Schritte sind in den Figurenfolgen 21A bis 21H und 25A bis 25E
bereits beschrieben und werden daher nicht wiederholt.
Figuren 38A und 38B: Neunte Situation
[0070] Die Transfereinheit hat einen Zustand, wie in Figur 1 gezeigt. Das Hubgestänge
12 und damit der Pressring
13 sowie das dazu angrenzende zweite Falzelement
25 sind abwärtsgefahren, dabei drückt das zweite Falzelement
15 das untere Ende des ersten Linerstücks
8 in den ersten Spanner
211 der zweiten Spanneinheit
21. Die am zweiten Falzelement
25 positionierte Dichtung ist in Kontakt mit dem Kragen am zweiten Behältnis
B und klemmt dabei das erste Linerstück
8 ein. Das erste Falzelement
15 - welches temporär einsetzbar ist - wird oben auf dem Pressring 13 positioniert.
Figuren 39A und 39B: Zehnte Situation
[0071] Das Hubgestänge
12 und damit der Pressring
13 sind aufwärtsgefahren, dabei drückt das erste Falzelement
15 das obere Ende des ersten Linerstücks
8 in die Nut am deaktivierten ersten Spanner
111. Die am Pressring
13 positionierte Dichtung
14 ist in Kontakt mit dem Kragen
100 und klemmt dabei das erste Linerstück
8 abgedichtet ein.
Figuren 40A und 40B: Elfte Situation
[0072] Mittel des Hubgestänges
12 ist der Pressring
13 wieder abwärts gefahren und kommt benachbart zum zweiten Falzelement
25 zu liegen. Das erste Falzelement
15 ist aus dem zumindest noch partiell aktivierten ersten Spanner
111 entfernt. Nun wird der erste Spanner
111 voll aktiviert, so dass das erste Linerstück
8 zwischen dem Kragen
100 und dem ersten Spanner
111 abgedichtet eingeklemmt wird. Das untere Ende des ersten Linerstücks
8 ist in der zweiten Spanneinheit
21 in beiden Spannern
211,212 zweifach abgedichtet gehalten.
Figuren 41A und 41B: Zwölfte Situation
[0073] Das Absperrorgan
4 zwischen erstem Behältnis
A und dem Umfüllgerät
1 ist geöffnet, so dass Prozessmaterial aus dem ersten Behältnis
A durch das Umfüllgerät
1 in das angedockte zweite Behältnis
B fliesst. Das Absperrorgan
4 am zweiten Behältnis
B ist geschlossen.
Figuren 42A und 42B: Dreizehnte Situation
[0074] Nach Beendigung des Umfüllvorgangs wird das Absperrorgan
4 zwischen erstem Behältnis
A und dem Umfüllgerät
1 geschlossen. Das weitere Handling mit dem ersten Linerstück
8 ist äquivalent zur Beschreibung der Figuren 28A und 28B.
[0075] Ein viertes Anwendungsbeispiel der Vorrichtung in Verbindung mit einem Umfüllgerät
1 zur Entleerung eines ersten Behältnisses
A in Gestalt eines Fasses mit Prozessmaterial in Form fliessfähiger Feststoffe mit
den wesentlichen Situationen bei einem Umfüllvorgang in ein zweites Behältnis
B ist in der Figurenfolge 43A bis 57B dargestellt.
Figuren 43A bis 43C: Erste Situation
[0076] Das zu entleerende erste Behältnis
A hat einen Innenliner
A1, der mit einer obigen Abbindung
A6 verschlossen ist. Der Deckel
A2 ist vom ersten Behältnis
A entfernt, zuvor wurde der Spannring gelöst. Das dritte Falzelement
35 ist um das erste Behältnis
A1 gelegt, und daran angrenzend ist ein neues Spezial-Linerstück
9 mit Eingriffsteil
93 um den oberen Bereich des ersten Behältnisses
A gelegt. Das untere Ende des Spezial-Linerstücks
9 ist am ersten Behältnis
A in einer Abdichtung
99 fixiert. Das Eingriffsteil
93 hat vorzugsweise die Gestalt eines Handschuhs.
Figur 44: Zweite Situation
[0077] Oberhalb des ersten Behältnisses
A wird ein trichterförmiger Anlagenteil
C bereitgestellt, an dem dem ersten Behältnis
A zugewandt eine dritte Spanneinheit
31 montiert ist, während dem Behältnis
A abgewandt ein Absperrorgan
4 und darüber eine zweite Spanneinheit
21 angebaut sind. Das obere Ende eines dritten Spezial-Linerrests
9' eines vorherigen Umfüllvorgangs ist im aktivierten ersten Spanner
311 an dritter Spanneinheit
31 abgedichtet fixiert. Das obere Ende des Spezial-Linerstücks
9 ist in den offenen zweiten Spanner
212 der zweiten Spanneinheit
21 eingeführt. Alternativ zur zweiten Spanneinheit
21 mit dem darin fixierten zweiten Linerrest
8" könnte ein Endlosliner-Kopf
4, auf dem ein Linervorrat
47 aufgebracht ist, installiert sein. Der Endlosliner-Kopf
4 stellt erste Linerstücke
8 bereit, deren freie Enden in der Ausgangssituation jeweils mit einem Verschluss
80 versehen sind.
Figur 45: Dritte Situation
[0078] Mit dem Eingriffsteil
93 erfolgt der Zugriff zwecks Entfernung der Abbindung
A6 vom Innenliner
A1. Das obere Ende des Innenliners
A1 ist über den Rand des ersten Behältnisses gestülpt und zwischen Behältnismantel und
unterem Ende vom Spezial-Linerstück
9 geschoben.
Figur 46A und 46B: Vierte Situation
[0079] Der erste Spanner
311 der dritten Spanneinheit
31 ist deaktiviert. Der Spezial-Linerrest
9' wird mit dem Eingriffsteil
93 erfasst und so eingefangen nach aussen verbracht. Nun werden eine zweite Abcrimpung
92 und eine dazu nahe nächste erste Abcrimpung
91 nahe am Eingriffsteil
93 am zweiten Linerstück
9 angebracht. Es folgt das Durchtrennen des Spezial-Linerstücks
9 zwischen zweiter und nächster erster Abcrimpung
92,
91, worauf man das abgetrennte Eingriffsteil
93 entfernt. Das dritte Falzelement
35 wird hochgeschoben und auf dem Rand des ersten Behältnisses
A positioniert.
Figur 47A und 47B: Fünfte Situation
[0080] Das erste Behältnis
A und der Zusammenbau aus Anlagenteil
C mit der zweiten und dritten Spanneinheit
21,
31 werden zueinander angenähert. Mittels des dritten Falzelements
35 wird das obere Ende des Spezial-Linerstücks
9 an den ersten Spanner
311 der dritten Spanneinheit
31 eingedrückt.
Figur 48A und 48B: Sechste Situation
[0081] Zur Erzielung einer Vorspannung auf das eingefalzte obere Ende des Spezial-Linerstücks
9 beim Herausziehen des dritten Falzelements
35 erfolgt eine zumindest partielle Aktivierung des ersten Spanners
311 an der dritten Spanneinheit
31.
Figuren 49A bis 49D: Siebente Situation
[0082] Erstes Behältnis
A und der Zusammenbau aus Anlagenteil
C mit der zweiten und dritten Spanneinheit
21,
31 werden auseinander gefahren (s. Figur 49A). Das dritte Falzelement
35 wird vom ersten Spanner
311 der dritten Spanneinheit
31 entfernt, worauf spätestens jetzt die volle Aktivierung des ersten Spanners erfolgt
(s. Figur 49B). Schliesslich wird das dritte Falzelement
35 heruntergeschoben und um das erste Behältnis
A positioniert (s. Figur 49D).
Figuren 50A und 50B: Achte Situation
[0083] Das erste Behältnis
A und der Zusammenbau aus Anlagenteil
C mit der zweiten und dritten Spanneinheit
21,
31 werden wieder zueinander gefahren. Dabei sitzt die dritte Dichtung
34 mit der dritten Spanneinheit
31 auf dem Rand des ersten Behältnisses
A auf.
Figuren 51A und 51B: Neunte Situation
[0084] Der Zusammenbau aus erstem Behältnis
A und Anlagenteil
C mit zweiter und dritter Spanneinheit
21,
31 oder alternativem Endlosliner-Kopf
6 und nur der dritten Spanneinheit
31 werden umgekippt. Unter diesem Aufbau wird das Umfüllgerät
1 mit dem zweiten Behältnis
B positioniert. Der erste Linerrest
8' aus einem vorherigen Umfüllvorgang ist in erster Spanneinheit
11 des Umfüllgeräts
1 abgedichtet gehalten (s. Figur 51A). Figur 51 B zeigt den umgekippten Zusammenbau
gemäss Figur 51A mit dem alternativen Endlosliner-Kopf
6 und nur der dritten Spanneinheit
31. Zwecks Bereitstellung eines neuen ersten Linerstücks
8 wird vom Linervorrat
47 eine Länge abgezogen. Als Alternative zu einem eingesetzten separaten Linerstück
8 bzw. einem vom Endlosliner-Kopf
6 abgezogenen Linerstück
8 kann eine Doppelklappe
45 zwischen dem Anlagenteil
C und dem zweiten Behältnis
B installiert sein, so dass die erste und zweite Spanneinheit
11,
21 entfallen.
Figuren 52A bis 52E: Zehnte Situation
[0085] Zwischen die erste Spanneinheit
11 und die zweite Spanneinheit
21 wird ein abgeteiltes erstes Linerstück
8 eingefügt. Das untere Ende vom ersten Linerstück
8 wird durch den offenen zweiten Spanner
112 der ersten Spanneinheit
11 und oberes Ende von Linerstück
8 durch den offenen zweiten Spanner
212 an der zweiten Spanneinheit
21 geführt (s. Figuren 52A und 52B). Alternativ fügt man ein vom Endlosliner-Kopf
4 abgezogenes erstes Linerstück
8 ein und braucht dann nur das untere Ende des ersten Linerstücks
8 durch den offenen zweiten Spanner
112 der ersten Spanneinheit
11 zu führen (s. Figur 52C). In der Version ohne den Endlosliner-Kopf
4 werden beide zweite Spanner
112,
212 von erster und zweiter Spanneinheit
11,
21 geschlossen (s. Figuren 52D und 52E).
Figuren 53A bis 53D: Elfte Situation
[0086] Dargestellt ist das Ausschleusen von erstem Linerrest
8' und zweitem Linerrest
8" mit jeweiligem Nutzabschnitt
70 vom Linervorrat
7 von der Transfereinheit
16. Nach der Deaktivierung des ersten Spanners
111 der ersten Spanneinheit
11 erfolgt das Ausschleusen vom ersten Linerrest
8' auf die zuvor beschriebene Weise (s. Figuren 53A und 53B). Anschliessend erfolgt
nach Deaktivierung des ersten Spanners
211 der zweiten Spanneinheit
21 das Ausschleusen vom zweiten Linerrest
8" (s. Figuren 53C und 53D).
Figuren 54A bis 54F: Zwölfte Situation
[0087] Der Pressring mit zweitem Falzelement
25 wird zur zweiten Spanneinheit
21 hochgefahren, um das obere Ende des ersten abgeteilten Linerstücks
8 an den zugehörigen ersten Spanner
211 heranzudrücken (s. Figuren 54A und 54B). Anschliessend werden der Pressring
13 heruntergefahren, der erste Spanner
211 der zweiten Spanneinheit
21 aktiviert und das zweite Falzelement
25 vom ersten Spanner
211 an zweiter Spanneinheit
21 entfernt. Nun werden der Pressring
13 mit der Dichtung
14 auf den Kragen
100 der Leitröhre
10 des Umfüllgeräts
1 aufgesetzt und das untere Ende des abgeteilten Linerstücks
8 mittels erstem Falzelement
15 an den ersten Spanner
111 der ersten Spanneinheit
11 herangedrückt (s. Figuren 54C und 54D). In dieser Phase zuletzt erfolgen das Hochfahren
des Pressrings
13, das Entfernen des ersten Falzelements
15 nach der Aktivierung des ersten Spanners
111 der ersten Spanneinheit
11 (s. Figuren 54E und 54F).
Figuren 55A und 55B: Dreizehnte Situation
[0088] Der Zusammenbau aus erstem Behältnis
A und Anlagenteil
C mit zweiter und dritter Spanneinheit
21,
31 werden mit dem Zusammenbau aus Umfüllgerät
1 und zweitem Behältnis
B angenähert. Das Absperrorgan
4 am Anlagenteil
C wird geöffnet, so dass Prozessmaterial aus dem ersten Behältnis
A durch die Leitröhre
10 in das zweite Behältnis
B fliessen kann.
Figuren 56A und 56B: Vierzehnte Situation
[0089] Das Absperrorgan
4 am Anlagenteil
C wird geschlossen, und die Zusammenbauten gemäss Figur 55A werden auseinander gefahren.
Figuren 57A und 57B: Fünfzehnte Situation
[0090] Zur Beendigung des Umfüllvorgangs werden wieder eine zweite und eine dazu nahe nächste
erste Abcrimpung
82,
81 am Linerstück
8 angebracht. Nach dem Durchtrennen zwischen den Abcrimpungen
81,
82 entstehen ein neuer erster Linerrest
8' mit der mutierten Abcrimpung
81' und ein neuer zweiter Linerrest
8" mit der mutierten Abcrimpung
82".
[0091] Ein fünftes Anwendungsbeispiel der Vorrichtung in Verbindung mit einem Umfüllgerät
1 zur Entleerung eines ersten Behältnisses
A in Gestalt eines Fasses mit flüssigem Prozessmaterial, mit den wesentlichen Situationen
bei einem Umfüllvorgang in ein zweites Behältnis
B ist in der Figurenfolge 58A bis 66 dargestellt.
Figuren 58A bis 58C: Erste Situation
[0092] Das zu entleerende erste Behältnis
A ist mit dem von einem Stopfen
A4 verschlossenen Spundloch
A3 bereitgestellt. Ein Linerstück
8 ist um den oberen Bereich des ersten Behältnisses
A gelegt. Am unteren Ende des Linerstücks
8 ist dieses mit einer Abdichtung
89 am ersten Behältnis
A abgedichtet fixiert. Das erste Falzelement
15 ist auf dem Behältnisrand
A5 positioniert. Dabei ist das obere Ende des Linerstücks
8 durch das erste Falzelement
15 hindurchgeführt.
Figuren 59A bis 59C: Zweite bis vierte Situation
[0093] Das Transportgestell
T mit Saugrohr
T1 und dem Umfüllgerät
1 sind bereitgestellt. Der erste Linerrest
8' ist mit einer ersten Abcrimpung
81' von dem vorherigen Umfüllvorgang im ersten Spanner
111 von der ersten Spanneinheit
11 abgedichtet fixiert. Das freie Ende vom ersten Linerrest
8' hängt abwärts und der zweite Spanner
112 ist geschlossen. Das erste Behältnis
A wird kongruent unterhalb der Leitröhre
10 des Umfüllgeräts
1 im Transportgestell
T positioniert. Das obere Ende vom Linerstück
8 ist zunächst durch den offenen Spanner
112 der ersten Spanneinheit
12 geführt und wird daraufhin mit dem oberen Ende anhand des geschlossenen zweiten Spanners
112 der ersten Spanneinheit
12 abgedichtet fixiert.
Figur 60: Fünfte Situation
[0094] In verkürzter Form ist das Ausschleusen des Linerrests
8' mit Nutzabschnitt
70 vom Linervorrat
7 der Transfereinheit
16 bei deaktiviertem ersten Spanner
111 an der ersten Spanneinheit
11 illustriert. Die entsprechenden Schritte sind in den Figurenfolgen 21A bis 21 H sowie
25A bis 25E bereits beschrieben und werden daher nicht wiederholt.
Figuren 61A bis 62: Sechste Situation
[0095] Die Umfüllgerät
1 ist abgesenkt, so dass das erste Behältnis
A und das Umfüllgerät
1 quasi zusammenfahren. Dabei wird das obere Ende des Linerstücks
8 in den deaktivierten ersten Spanner
111 der ersten Spanneinheit
11 mittels des ersten Falzelements
15 hineingedrückt. Anschliessend werden der erste Spanner
111 aktiviert und das Umfüllgerät
1 aufwärts gefahren, so dass das erste Behältnis
A und das Umfüllgerät
1 quasi auseinanderfahren. Nun entfernt man das erste Falzelement
15 aus dem ersten Spanner
111 der ersten Spanneinheit
11.
Figuren 63A und 63B: Siebente Situation
[0096] Erstes Behältnis
A und Umfüllgerät
1 werden zusammengefahren. Dann setzt man das erste Falzelement
15 auf Rand
A5 des ersten Behältnisses
A auf. Nun wird der Stopfen
A4 durch die Eingriffe
104 in der Leitröhre
10 des Umfüllgeräts
1 aus dem Spundloch
A3 entfernt.
Figur 64: Achte Situation
[0097] Das Saugrohr
T1 am Transportgestell T ist durch das offene Spundloch
A3 in das erste Behältnis
A eingeführt. Vorzugsweise über eine Pumpe wird Prozessmaterial aus dem ersten Behältnis
A in ein dem Saugrohr
T1 nachgeordnetes zweites Behältnis
B überführt.
Figuren 65A und 65B: Neunte Situation
[0098] Am Linerstück
8 ist eine zweite Abcrimpung
82 und eine dazu nahe nächste erste Abcrimpung
81 angebracht.
Figur 66: Zehnte Situation
[0099] Das erste Linerstück
8 wird zwischen den beiden Abcrimpungen
81,
82 durchtrennt, und es entstehen ein neuer erster Linerrest
8' und ein neuer zweiter Linerrest
8". Das geleerte erste Behältnis
A, welches mit dem zweiten Linerrest
8" abgedichtet ist, kann entsorgt werden.
1. Vorrichtung zum Umfüllen von Prozessmaterial zwischen einem ersten Behältnis
(A) und einem zweiten Behältnis
(B), mit:
a) zumindest einer Spanneinheit (11,21,31), die einen ersten Spanner (111,211,311) und einen zweiten Spanner (112,212,312) aufweist, die voneinander unabhängig betätigbar sind; wobei:
b) die zumindest eine Spanneinheit (11,21,31) dazu bestimmt ist, temporär abgedichtet zu fixieren:
ba) allein einen der betreffenden Spanneinheit (11,21,31) zugewandten Endabschnitt eines schlauchförmigen Linerstücks (8,9), das sich indirekt zwischen den Behältnissen (A,B) erstreckt, um den Übergang zwischen den Behältnissen (A,B) nach aussen abzudichten;
bb) allein einen der betreffenden Spanneinheit (11,21,31) zugewandten Endabschnitt eines von einem vorherigen Umfüllvorgang stammenden schlauchförmigen
Linerrests (8',8",9'), der am anderen Ende mit einer ersten Abcrimpung (81',82",91') verschlossen ist; und
bc) den einen Endabschnitt des Linerstücks (8,9) zugleich mit dem einen Endabschnitt des von einem vorherigen Umfüllvorgang stammenden
Linerrests (8',8",9'); und
c) beide Spanner (111,112;211,212;311,312) der jeweiligen Spanneinheit (11,21,31), dazu bestimmt sind, temporär gemeinsam den zugewandten Endabschnitt des Linerstücks
(8,9) oder gemeinsam den zugewandten Endabschnitt des von einem vorherigen Umfüllvorgang
stammenden Linerrests (8',8",9') abgedichtet zu fixieren; dadurch gekennzeichnet, dass
d) beide Spanner (111,112;211,212;311,312) der jeweiligen Spanneinheit (11,21,31) zirkulär und in Relation zur Längserstreckung des Linerstücks (8,9) zueinander konzentrisch angeordnet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Funktion zumindest eines der beiden Spanner (111,112;211,212;311,312) der jeweiligen Spanneinheit (11,21,31) auf Eigenelastizität oder einer Ansteuerung von aussen basiert.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) ein erster Spanner (111,211,311) der jeweiligen Spanneinheit (11,21,31) als mit Mediendruck zu beaufschlagende, aktivierbare Blähdichtung ausgebildet ist
oder eigenelastische Klemmbacken aufweist; und
b) ein zweiter Spanner (112,212,312) der jeweiligen Spanneinheit (11,21,31) als eine in geschlossenem Zustand verengte und im offenen Zustand aufgeweitete Klammer
beschaffen ist, die einen manuell betätigbaren Verschluss hat.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) der jeweils erste Spanner (111,211,311) der jeweiligen Spanneinheit (11,21,31) als mit Mediendruck zu beaufschlagende, aktivierbare Blähdichtung ausgebildet ist
oder eigenelastische Klemmbacken aufweist und innerhalb der konzentrischen Anordnung
in Relation zum jeweils als Klammer beschaffenen zweiten, aussenliegenden Spanner
(112;212;312) der gleichen Spanneinheit (11,21,31) innenliegend ist;
b) der jeweils zweite Spanner (112,212,312) der jeweiligen Spanneinheit (11,21,31) zur temporären abgedichteten Fixierung des der betreffenden Spanneinheit (11,21,31) zugewandten Endabschnitts des Linerstücks (8,9) oder des Linerrests (8',8",9') bestimmt ist; und
c) der jeweils erste Spanner (111,211,311) der betreffenden Spanneinheit (11,21,31) zur temporären abgedichteten Fixierung des zugewandten Endabschnitts des Linerstücks
(8,9) oder des Linerrests (8',8",9') eingefalzt, in schleifenförmigem Verlauf bestimmt ist, wobei auf dem Endabschnitt
des Linerstücks (8,9) oder Linerrests (8',8",9') die abgedichtete Fixierstelle im jeweiligen ersten Spanner (111,211,311) zum übrigen Linerstück (8,9) oder zum übrigen Linerrest (8',8",9') näher liegt als die abgedichtete Fixierstelle im jeweiligen zweiten Spanner (112,212,312).
5. Vorrichtung nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekenntzeichnet, dass zwischen dem ersten Behältnis (
A) und dem zweiten Behältnis (
B) ein Umfüllgerät (
1) angeordnet ist, das aufweist:
a) eine Leitröhre (10), die zur Durchleitung des Prozessmaterials zwischen den Behältnissen (A,B) bestimmt ist und einerseits einen ersten Durchlass (101) und andererseits einen zweiten Durchlass (102) hat;
b) eine Transfereinheit (16), die in die Leitröhre (10) einmündend vorgesehen ist und Eingriff durch die Leitröhre (10) erlaubt; und
c) den ersten Spanner (111) einer ersten Spanneinheit (11), angeordnet in einem die Leitröhre (10) umgebenden Kragen (100); wobei:
d) über die Aussenfläche des Kragens (100) das der ersten Spanneinheit (11) zugewandte Ende des Linerstücks (8,9) stülpbar ist und der zur ersten Spanneinheit (11) gehörende zweite Spanner (112) im geschlossenen Zustand zur Abdichtung und Fixierung dieses Endes des Linerstücks
(8,9) dient; und
e) einerseits des ersten Spanners (111) ein nach aussen mündender Ringspalt vorgesehen ist, in den das betreffende Ende
des Linerstücks (8,9) schleifenförmig einfalzbar ist, gegen das der erste Spanner (111) bei Beaufschlagung abdichtend drückt.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) an der Transfereinheit (16) ein davon abziehbarer schlauchförmiger Linervorrat (7) gespeichert ist; und
b) ein vom Linervorrat (7) entnommener Nutzabschnitt (70) sich durch die Transfereinheit (16) in das Innere der Leitröhre (10) einbringen lässt und dazu bestimmt ist, einen vom vorherigen Umfüllvorgang stammenden,
an der ersten Spanneinheit (11) verbliebenen Linerrest (8',8") isoliert zu ummanteln und nach aussen zu überführen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) der Nutzabschnitt (70) zur Mündung hin in die Leitröhre (10) mit einer ersten Abcrimpung (71) verschlossen ist, in der Transfereinheit (16) liegt und von einem Stopfen (166) an die Mündung heran vorgeschoben ist, der sich vom freien Ende der Transfereinheit
(16) einführen lässt;
b) der Nutzabschnitt (70) in einer lösbaren Frontdichtstelle (164) gegenüber dem Linervorrat (7) abgedichtet ist;
c) die Frontdichtstelle (164) von einem an das freie Ende der Transfereinheit (16) heranschiebbaren Flansch (162) mit daran vorhandener Kopfdichtung (163) gebildet ist, welche zirkulär auf den um das freie Ende der Transfereinheit (16) gewundenen Nutzabschnitt (70) aufsetzt;
d) der Stopfen (166), welcher aus der Transfereinheit (16) durch den Flansch (162) herausziehbar ist, mit einem vor den Flansch (162) vorsetzbaren Deckel (165) verbunden ist;
e) die Transfereinheit (16) in der Form eines von der Leitröhre (10) abgehenden Seitenstutzens ausgebildet ist und mit Gefälle mit einer Durchgangsöffnung
in eine Wandung der Leitröhre (10) mündet; und
f) das Ende des Linervorrats (7) mit einem Schlusselement (168) an der Transfereinheit (16) abgedichtet fixiert ist.
8. Vorrichtung nach zumindest einem der Ansprüche 5 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) das Umfüllgerät (1) ferner ein Hubgestänge (12) und einen davon transportierten Pressring (13) aufweist, der zunächst dazu dient, mit Druckkraft kongruent an die erste Spanneinheit
(11) anzusetzen, um an dem hier abgedichtet fixierten Ende des Linerstücks (8) bzw. am in der ersten Spanneinheit (11) von einem vorherigen Umfüllvorgang verbliebenen Linerrest (8') eine zusätzliche Abdichtung zu schaffen, wobei das Linerstück (8) bzw. der Linerrest (8') durch den Pressring (13) hindurchgeführt sind; und
b) der Pressring (13) ausserdem zum Einfalzen des der ersten Spanneinheit (11) zugewandten Endes des Linerstücks (8) in den ersten Spanner (111) mittels eines einzudrückenden ringförmigen Falzelements (15) nutzbar ist.
9. Vorrichtung nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) das erste Behältnis (A) die Gestalt eines zu entleerenden Bigbags hat, wobei sich aus dem Bigbag heraus
ein mit einem Verschluss (80) versehener Innenliner (A1) erstreckt, dessen freies Ende für den Umfüllvorgang als Linerstück (8) zur Heranführung an die erste Spanneinheit (11) am Umfüllgerät (1) nutzbar ist; oder
b) das erste Behältnis (A) die Gestalt eines zu entleerenden Fasses hat, wobei für den Umfüllvorgang ein Linerstück
(8) sich von der Spanneinheit (11) am Umfüllgerät (1) zu einer das erste Behältnis (A) aussen zirkulär umlaufenden Abdichtung (89) erstreckt.
10. Vorrichtung nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) das erste Behältnis (A) die Gestalt eines zu entleerenden Containers mit einem unflexiblen Auslauf hat;
und
b) für den Umfüllvorgang ein Linerstück (8) sich von einer ersten Spanneinheit (11) am Umfüllgerät (1) zu einer zweiten Spanneinheit (21) erstreckt, die:
ba) unmittelbar am zu entleerenden ersten Behältnis (A) oder an einem zwischengeschalteten Anlagenteil (C) installiert ist, welcher mit dem ersten Behältnis (A) verbunden ist; wobei die zweite Spanneinheit (21) dazu bestimmt ist, temporär das zugewandte Ende des Linerstücks (8) und/oder einen vom vorherigen Umfüllvorgang verbliebenen zweiten Linerrest (8") abgedichtet zu fixieren; oder
bb) unmittelbar am zu füllenden zweiten Behältnis (B) oder an einem zwischengeschalteten Anlagenteil (C) installiert ist, welcher mit dem zweiten Behältnis (B) verbunden ist; wobei die zweite Spanneinheit (21) dazu bestimmt ist, temporär das zugewandte Ende des Linerstücks (8) und/oder einen vom vorherigen Umfüllvorgang verbliebenen zweiten Linerrest (8") abgedichtet zu fixieren.
11. Vorrichtung nach zumindest einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) das erste Behältnis (A) die Gestalt eines zu entleerenden Fasses hat; und
b) für den Umfüllvorgang ein Spezial-Linerstück (9) mit einem Eingriffsteil (93) sich von einer dritten Spanneinheit (31) zu einer das zu entleerende erste Behältnis (A) aussen zirkulär umlaufenden Abdichtung (89) erstreckt, wobei:
ba) die dritte Spanneinheit (31) dem ersten Behältnis (A) zugewandt, einerseits eines zwischen den Behältnissen (A,B) angeordneten Anlagenteils (C) installiert ist; und
bb) die dritte Spanneinheit (31) dazu bestimmt ist, temporär das zugewandte Ende des Spezial-Linerstücks (9) und/oder einen vom vorherigen Umfüllvorgang verbliebenen ersten Spezial-Linerrest
(9') abgedichtet zu fixieren.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) am Anlagenteil (C), dem ersten Behältnis (A) abgewandt, eine zweite Spanneinheit (21) angeordnet ist, dazu bestimmt, das zugewandte Ende eines Linerstücks (8) temporär abgedichtet zu fixieren, das sich zur ersten Spanneinheit (11) am Umfüllgerät (1) erstreckt, an welches das zweite Behältnis (B) angeschlossen ist; oder
b) am Anlagenteil (C), dem ersten Behältnis (A) abgewandt, ein Endlosliner-Kopf (6) mit darauf gespeichertem Linervorrat (67) angeordnet ist, dazu bestimmt, ein Linerstück (8) bereitzustellen, das sich zur ersten Spanneinheit (11) am Umfüllgerät (1) erstreckt, an welches das zweite Behältnis (B) angeschlossen ist; oder
c) am Anlagenteil (C), dem ersten Behältnis (A) abgewandt, eine Doppelklappe (45) als Absperrarmatur angeordnet ist, an welche das zweite Behältnis (B) angeschlossen ist.
13. Verfahren zum Umfüllen von Prozessmaterial zwischen einem ersten Behältnis (
A) und einem zweiten Behältnis (
B) mit:
a) zumindest einer Spanneinheit (11,21,31), die einen ersten Spanner (111,211,311) und einen zweiten Spanner (112,212,312) aufweist, die voneinander unabhängig betätigbar sind; wobei:
b) die zumindest eine Spanneinheit (11,21,31) dazu bestimmt ist, temporär abgedichtet zu fixieren:
ba) allein einen der betreffenden Spanneinheit (11,21,31) zugewandten Endabschnitt eines schlauchförmigen Linerstücks (8,9), das sich indirekt zwischen den Behältnissen (A,B) erstreckt, um den Übergang zwischen den Behältnissen (A,B) nach aussen abzudichten;
bb) allein einen der betreffenden Spanneinheit (11,21,31) zugewandten Endabschnitt eines von einem vorherigen Umfüllvorgang stammenden schlauchförmigen
Linerrests (8',8",9'), der am anderen Ende mit einer ersten Abcrimpung (81',82",91') verschlossen ist; und
bc) den einen Endabschnitt des Linerstücks (8,9) zugleich mit dem einen Endabschnitt des von einem vorherigen Umfüllvorgang stammenden
Linerrests (8',8",9'); wobei
c) beide Spanner (111,112;211,212;311,312) der jeweiligen Spanneinheit (11,21,31) dazu bestimmt sind, temporär gemeinsam den zugewandten Endabschnitt des Linerstücks
(8,9) oder gemeinsam den zugewandten Endabschnitt des von einem vorherigen Umfüllvorgang
stammenden Linerrests (8',8",9') abgedichtet zu fixieren, dadurch gekennzeichnet, dass
d) das Verfahren die Schrittfolge umfasst:
da) abgedichtetes Fixieren des offenen Endes des Linerstücks (8,9), welches der zugeordneten Spanneinheit (11,21,31) zugewandt ist, in deren zweitem Spanner (112,212,312), welcher mit dem ersten Spanner der jeweiligen Spanneinheit zirkulär und in Relation
zur Längserstreckung des Linerstücks zueinander konzentrisch angeordnet ist;
db) Ausschleusen des Linerrests (8',8",9');
dc) in schleifenförmigem Verlauf, eingefalztes Hineindrücken und abgedichtetes Fixieren
eines Endabschnitts, welcher vom im zweiten Spanner (112,212,312) gehaltenen offenen Ende des Linerstücks (8,9) rückversetzt ist, in den ersten Spanner (111,211,311);
dd) Umfüllung des Prozessmaterials zwischen den beiden Behältnissen (A,B); und
de) Anbringen von Abcrimpungen (81,82;91,92) am Linerstück (8,9) und Abteilen eines neuen Linerrests (8',9'), der fixiert in der zumindest einen Spanneinheit (11,21,31) für den nächsten Umfüllvorgang verbleibt.
14. Verfahren nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) ein Umfüllgerät (1) zum Ausschleusen des von einem vorherigen Umfüllvorgang verbliebenen Linerrests
(8',8"), der von einem Linerstück (8) stammt, benutzt wird; und/oder
b) ein Spezial-Linerstück (9) mit einem zum Abtrennen bestimmten Eingriffsteil (93) zum Ausschleusen des von einem vorherigen Umfüllvorgang verbliebenen Spezial-Linerrests
(9'), der von einem solchen Spezial-Linerstück (9) stammt, benutzt wird.
15. Verfahren nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
a) das Umfüllgerät (1) aufweist:
aa) eine Leitröhre (10), die zur Durchleitung des Prozessmaterials zwischen den Behältnissen (A,B) bestimmt ist und einerseits einen ersten Durchlass (101) und andererseits einen zweiten Durchlass (102) hat;
ab) eine Transfereinheit (16), die in die Leitröhre (10) einmündend vorgesehen ist und Eingriff durch die Leitröhre (10) erlaubt; und
ac) den ersten Spanner (111) einer ersten Spanneinheit (11), angeordnet in einem die Leitröhre (10) umgebenden Kragen (100); wobei:
ad) über die Aussenfläche des Kragens (100) das der ersten Spanneinheit (11) zugewandte Ende des Linerstücks (8,9) stülpbar ist und der zur ersten Spanneinheit (11) gehörende zweite Spanner (112) im geschlossenen Zustand zur Abdichtung und Fixierung dieses Endes des Linerstücks
(8,9) dient;
ae) einerseits des ersten Spanners (111) ein nach aussen mündender Ringspalt vorgesehen ist, in den das betreffende Ende
des Linerstücks (8,9) schleifenförmig einfalzbar ist, gegen das der erste Spanner (111) bei Beaufschlagung abdichtend drückt;
af) an der Transfereinheit (16) ein davon abziehbarer schlauchförmiger Linervorrat (7) gespeichert ist; und
ag) ein vom Linervorrat (7) entnommener Nutzabschnitt (70) sich durch die Transfereinheit (16) in das Innere der Leitröhre (10) einbringen lässt und dazu bestimmt ist, einen vom vorherigen Umfüllvorgang stammenden,
an der ersten Spanneinheit (11) verbliebenen Linerrest (8',8") isoliert zu ummanteln und nach aussen zu überführen; und
b) das Verfahren beim Ausschleusen des Linerrests (8',8") die Schrittfolge umfasst:
ba) Einbringen eines Nutzabschnitts (70) vom Linervorrat (7) durch Transfereinheit (16) und Leitröhre (10) an den Linerrest (8',8");
bb) Lösen des Linerrests (8',8") aus dem ersten Spanner (111);
bc) Herausziehen des Nutzabschnitts (70) mit umhüllte Linerrest (8',8") durch Transfereinheit (16) nach aussen; und
bd) Abteilen eines Trennteils (73) am herausgezogenen Nutzabschnitt (70) mit darin eingeschlossenem Linerrest (8',8").
1. Apparatus for transferring process material between a first container
(A) and a second container
(B), having:
a) at least one tensioning unit (11,21,31), which has a first tensioner (111,211,311) and a second tensioner (112,212,312), which can be actuated independently of one another; wherein:
b) the at least one tensioning unit (11,21,31) is intended to temporarily fix, in a sealed-off manner:
ba) just an end portion, facing towards the tensioning unit in question (11,21,31), of a tubular liner piece (8,9), which extends indirectly between the containers (A,B), in order to seal off the transition between the containers (A,B) from the exterior;
bb) just an end portion, facing towards the tensioning unit in question (11,21,31), of a tubular liner remainder (8',8",9') left over from a previous transfer operation, which liner remainder is closed at
the other end by a first crimp (81',82",91'); and
bc) the end portion of the liner piece (8,9) simultaneously with the end portion of the liner remainder (8',8",9') left over from a previous transfer operation; and
c) both tensioners (111,112;211,212;311,312) of the respective tensioning unit (11,21,31) are intended to temporarily fix, in a sealed-off manner, jointly the facing end portion
of the liner piece (8,9) or jointly the facing end portion of the liner remainder (8',8",9') left over from a previous transfer process, characterized in that
d) both tensioners (111,112;211,212;311,312) of the respective tensioning unit (11,21,31) are arranged circularly and concentrically with one another in relation to the longitudinal
extension of the liner piece (8,9).
2. Apparatus as claimed in claim 1, characterized in that the function of at least one of the two tensioners (111,112;211,212;311,312) of the respective tensioning unit (11,21,31) is based on intrinsic resilience or external control.
3. Apparatus as claimed in one of claims 1 or 2,
characterized in that
a) a first tensioner (111,211,311) of the respective tensioning unit (11,21,31) is designed with an expansion seal, which is to be acted on or can be activated by
media pressure, or has intrinsically resilient clamping jaws; and
b) a second tensioner (112,212,312) of the respective tensioning unit (11,21,31) is provided as a clamp, which is constricted in the closed state and expanded in
the open state and has a manually actuatable closure.
4. Apparatus as claimed in claim 3,
characterized in that
a) the first tensioner (111,211,311) of the respective tensioning unit (11,21,31) is formed with an expansion seal, which is to be acted on or can be activated by
media pressure, or has intrinsically resilient clamping jaws and, within the concentric
arrangement, is arranged inwardly in relation to the second, externally arranged tensioner
(112,212,312) of the same tensioning unit (11,21,31), said tensioner being provided as a clamp;
b) the second tensioner (112,212,312) of the respective tensioning unit (11,21,31) is intended for the temporarily sealed-off fixing of the end portion, facing towards
the tensioning unit in question (11,21,31), of the liner piece (8,9) or of the liner remainder (8',8",9'); and
c) the first tensioner (111,211,311) of the tensioning unit (11,21,31) in question is intended for the temporary sealed-off fixing of the facing end portion
of the liner piece (8,9) or of the liner remainder (8',8",9') by means of folding in with a looped course, wherein, on the end portion of the liner
piece (8,9) or liner remainder (8',8",9'), the sealed-off fixing point in the respective first tensioner (111,211,311) lies closer to the rest of the liner piece (8,9) or to the rest of the liner remainder (8',8",9') than the sealed-off fixing point in the respective second tensioner (112,212,312).
5. Apparatus as claimed in at least one of claims 1 to 4,
characterized in that between the first container
(A) and the second container
(B) there is arranged a transfer means
(1), which comprises:
a) a guide tube (10), which is intended to guide the process material between the containers (A,B) and on the one hand has a first aperture (101) and on the other hand has a second aperture (102);
b) a transfer unit (16), which leads into the guide tube (10) and allows intervention through the guide tube (10); and
c) the first tensioner (111) of a first tensioning unit (11) arranged in a collar (100) surrounding the guide tube (10); wherein:
d) the end of the liner piece (8,9), facing towards the first tensioning unit (11), can be drawn over the outer surface of the collar (100) and the second tensioner (112) belonging to the first tensioning unit (11) serves, in the closed state, to seal off and fix this end of the liner piece (8,9); and
e) on one side of the first tensioner (111) there is provided an outwardly opening annular gap, into which the relevant end of
the liner piece (8,9) can be folded in a looped manner and against which the first tensioner (111) presses in a sealing manner under application of a force.
6. Apparatus as claimed in claim 5,
characterized in that
a) a tubular liner stock (7) that can be extracted from the transfer unit (16) is stored thereon; and
b) a utility portion (70) removed from the liner stock (7) can be introduced through the transfer unit (16) into the guide tube (10) and is intended to sheath, in an insulating manner, a liner remainder (8',8") left over from the previous transfer operation and remaining at the first tensioning
unit (11), and to transfer this liner remainder externally.
7. Apparatus as claimed in claim 6,
characterized in that
a) the utility portion (70) is closed toward the mouth into the guide tube (10) by means of a first crimp (71), lies in the transfer unit (16), and is advanced toward the mouth by a stopper (166), which can be introduced from the free end of the transfer unit (16);
b) the utility portion (70) is sealed off from the liner stock (7) in a releasable front seal point (164);
c) the front seal point (164) is formed by a flange (162), which can be slid toward the free end of the transfer unit (16) and which has a head seal (163) provided thereon, which head seal is placed circularly onto the utility portion (70) wound around the free end of the transfer unit (16);
d) the stopper (166), which can be removed from the transfer unit (16) through the flange (162), is connected to a cover (165) that can be preplaced, before the flange (162);
e) the transfer unit (16) is formed in the manner of a side support starting from the guide tube (10) and leads at an incline into a wall of the guide tube (10) via a through-opening; and
f) the end of the liner stock (7) is fixed in a sealed-off manner by means of a termination element (168) on the transfer unit (16).
8. Apparatus as claimed in at least one of claims 5 to 7,
characterized in that
a) the transfer means (1) also has a lifting link (12) and a press ring (13) transported thereby, which initially serves to be placed with compressive force congruently
against the first tensioning unit (11) in order to create an additional seal at the end of the liner piece (8) fixed here in a sealed-off manner or at the liner remainder (8') remaining in the first tensioning unit (11) from a previous transfer operation, wherein the liner piece (8) or the liner remainder (8') are guided through the press ring (13); and
b) the press ring (13) additionally can be used to fold the end of the liner piece (8), facing towards the first tensioning unit (11), into the first tensioner (111) by means of an inwardly pressing annular folding element (15).
9. Apparatus as claimed in at least one of claims 1 to 8,
characterized in that
a) the first container (A) has the form of a big bag to be emptied, wherein an inner liner (A1) provided with a closure (80) extends out from the big bag, the free end of said inner liner being usable for the
transfer operation as a liner piece (8) for leading to the first tensioning unit (11) on the transfer means (1); or
b) the first container (A) has the form of a drum to be emptied, wherein, for the transfer operation, a liner
piece (8) extends from the tensioning unit (11) on the transfer means (1) to a seal (89) circularly running externally around the first container (A).
10. Apparatus as claimed in at least one of claims 1 to 8,
characterized in that
a) the first container (A) has the form of a container to be emptied having an inflexible outlet; and
b) for the transfer operation, a liner piece (8) extends from a first tensioning unit (11) on the transfer means (1) to a second tensioning unit (21), which:
ba) is installed directly on the first container (A) to be emptied or on an intermediate installation part (C) connected to the first container (A); wherein the second tensioning unit (21) is intended to temporarily fix, in a sealed-off manner, the facing end of the liner
piece (8) and/or a second liner remainder (8") remaining from the previous transfer process; or
bb) is installed directly on the second container (B) to be filled or on an intermediate installation part (C) connected to the second container (B); wherein the second tensioning unit (21) is intended to temporarily fix, in a sealed-off manner, the facing end of the liner
piece (8) and/or a second liner remainder (8") remaining from the previous transfer operation.
11. Apparatus as claimed in one of claims 1 to 8,
characterized in that
a) the first container (A) has the form of a drum to be emptied; and
b) for the transfer operation a special liner piece (9) having an intervention part (93) extends from a third tensioning unit (31) to a seal (89) circularly running externally around the first container (A) to be emptied; wherein:
ba) the third tensioning unit (31) is facing towards the first container (A), installed on one side of an installation part (C) arranged between the containers (A,B); and
bb) the third tensioning unit (31) is intended to temporarily fix, in a sealed-off manner, the facing end of the special
liner piece (9) and/or a first special liner remainder (9') remaining from the previous transfer operation.
12. Apparatus as claimed in claim 11,
characterized in that
a) a second tensioning unit (21) is arranged on the installation part (C), averted from the first container (A), and is intended to temporarily fix, in a sealed-off manner, the facing end of a liner
piece (8), which extends as far as the first tensioning unit (11) on the transfer means (1) and to which the second container (B) is connected; or
b) an endless liner head (6) having a liner stock (67) stored thereon is arranged on the installation part (C), averted from the first container (A), and is intended to provide a liner piece (8) which extends as far as the first tensioning unit (11) on the transfer means (1) and to which the second container (B) is connected; or
c) a double flap (45) is arranged as isolation valve on the installation part (C), averted from the first container (A), and is connected by the second container (B).
13. Method for transferring process material between a first container
(A) and a second container
(B) comprising:
a) at least one tensioning unit (11,21,31), which has a first tensioner (111,211,311) and a second tensioner (112,212,312), which can be actuated independently of one another; wherein:
b) the at least one tensioning unit (11,21,31) is intended to temporarily fix, in a sealed-off manner:
ba) just an end portion, facing towards the tensioning unit in question (11,21,31), of a tubular liner piece (8,9), which extends indirectly between the containers (A,B), in order to seal off the transition between the containers (A,B) from the exterior;
bb) just an end portion, facing towards the tensioning unit in question (11,21,31), of a tubular liner remainder (8',8",9') left over from a previous transfer operation, which liner remainder is closed at
the other end by a first crimp (81',82",91'); and
bc) the end portion of the liner piece (8,9) simultaneously with the end portion of the liner remainder (8',8",9') left over from a previous transfer operation; wherein
c) both tensioners (111,112;211,212;311,312) of the respective tensioning unit (11,21,31) are intended to temporarily fix, in a sealed-off manner, jointly the facing end portion
of the liner piece (8,9) or jointly the facing end portion of the liner remainder (8',8",9') left over from a previous transfer process, characterized in that
d) the method comprises the following sequence of steps:
da) fixing, in a sealed-off manner, the open end of the liner piece (8,9), which is facing towards the associated tensioning unit (11,21,31), in the second tensioner thereof (112,212,312), which is with the first tensioner of the respective tensioning unit (11,21,31) arranged circularly and concentrically with one another in relation to the longitudinal
extension of the liner piece. (8,9);
db) discharging the liner remainder (8',8",9');
dc) pressing so as to be folded in, in a looped course, and fixing, in a sealed-off
manner, an end portion, which is set back from the open end of the liner piece (8,9) held in the second tensioner (112,212,312), in the first tensioner (111,211,311);
dd) transferring the process material between the two containers (A,B); and
de) providing crimps (81,82;91,92) on the liner piece (8,9) and dividing off a new liner remainder (8',9'), which remains fixed in the at least one tensioning unit (11,21,31) for the next transfer operation.
14. Method as claimed in claim 13,
characterized in that
a) a transfer means (1) is used to discharge the liner remainder (8',8") remaining from a previous transfer operation and left over from a liner piece (8); and/or
b) a special liner piece (9) having an intervention part (93) intended for separation is used to discharge the special liner remainder (9') remaining from a previous transfer operation and left over from a special liner piece
(9) of this type.
15. Method as claimed in claim 14,
characterized in that
a) the transfer means (1) comprises:
aa) a guide tube (10), which is intended to guide the process material between the containers (A,B) and on the one hand has a first aperture (101) and on the other hand has a second aperture (102);
ab) a transfer unit (16), which leads into the guide tube (10) and allows intervention through the guide tube (10); and
ac) the first tensioner (111) of a first tensioning unit (11) arranged in a collar (100) surrounding the guide tube (10); wherein:
ad) the end of the liner piece (8,9) facing towards the first tensioning unit (11) can be drawn over the outer surface of the collar (100) and the second tensioner (112) belonging to the first tensioning unit (11) serves, in the closed state, to seal off and fix this end of the liner piece (8,9);
ae) on one side of the first tensioner (111) there is provided an outwardly opening annular gap, into which the relevant end of
the liner piece (8,9) can be folded in a looped manner and against which the first tensioner (111) presses in a sealing manner under application of a force;
af) a tubular liner stock (7) is stored on the transfer unit (16) can be drawn off therefrom; and
ag) a utility portion (70) removed from the liner stock (7) can be introduced through the transfer unit (16) into the guide tube (10) and is intended to sheath, in an insulating manner, a liner remainder (8',8") left over from the previous transfer operation and remaining at the first tensioning
unit (11), and to transfer this liner remainder externally; and
b) the method in the event of discharge of the liner remainder (8',8") comprises the following sequence of steps:
ba) introducing a utility portion (70) from the liner stock (7) through the transfer unit (16) and guide tube (10) to the liner remainder (8',8");
bb) detaching the liner remainder (8',8") from the first tensioner (111);
bc) extracting externally the utility portion (70) with encased liner remainder (8',8") through the transfer unit (16); and
bd) dividing off a separation part (73) at the extracted utility portion (70) with liner remainder (8',8") enclosed therein.
1. Dispositif de transvasement de matière de processus entre un premier récipient (A)
et un deuxième récipient
(B), avec:
a) au moins une unité de serrage (11,21,31), qui présente un premier tendeur (111,211,311) et un deuxième tendeur (112,212,312), qui peuvent être actionnés séparément l'un de l'autre; dans lequel:
b) ladite au moins une unité de serrage (11,21,31) est destinée à fixer temporairement de façon étanche:
ba) uniquement une partie d'extrémité, proche de l'unité de serrage concernée (11,21,31), d'une pièce de doublure en forme de tuyau souple (8,9), qui s'étend indirectement entre les récipients (A,B), afin de rendre étanche vers l'extérieur la transition entre les récipients (A,B);
bb) uniquement une partie d'extrémité, proche de l'unité de serrage concernée (11,21,31), d'un reste de doublure en forme de tuyau souple (8',8",9') provenant d'une opération de transvasement précédente, qui est fermée à l'autre extrémité
par un premier sertissage (81',82",91'); et
bc) ladite une partie d'extrémité de la pièce de doublure (8,9) en même temps que ladite une partie d'extrémité du reste de doublure (8',8",9') provenant d'une opération de transvasement précédente; et
c) les deux tendeurs (111,112;211,212;311,312) de l'unité de serrage respective (11,21,31) sont destinés à fixer temporairement de façon étanche ensemble la partie d'extrémité
proche de la pièce de doublure (8,9) ou ensemble la partie d'extrémité proche du reste de doublure (8',8",9') provenant d'une opération de transvasement précédente, caractérisé en ce que
d) les deux tendeurs (111,112;211,212;311,312) de l'unité de serrage respective (11,21,31) sont circulaires et sont disposés concentriquement l'un à l'autre par rapport à l'extension
longitudinale de la pièce de doublure (8,9).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la fonction d'au moins un des deux tendeurs (111,112;211,212;311,312) de l'unité de serrage respective (11,21,31) est basée sur son élasticité propre ou sur une commande de l'extérieur.
3. Dispositif selon une des revendications 1 ou 2,
caractérisé en ce que
a) un premier tendeur (111,211,311) de l'unité de serrage respective (11,21,31) est réalisé en forme de joint gonflable activable à soumettre à une pression de fluide,
ou présente une mâchoire de serrage intrinsèquement élastique; et
b) un deuxième tendeur (112,212,312) de l'unité de serrage respective (11,21,31) est réalisé sous la forme d'une agrafe rétrécie à l'état fermé et élargie à l'état
ouvert, qui comporte une fermeture actionnable à la main.
4. Dispositif selon la revendication 3,
caractérisé en ce que
a) le premier tendeur respectif (111,211,311) de l'unité de serrage respective (11,21,31) est réalisé en forme de joint gonflable activable à soumettre à une pression de fluide
ou présente des mâchoires de serrage intrinsèquement élastiques et est situé intérieurement
à l'intérieur de l'agencement concentrique par rapport au deuxième tendeur situé extérieurement
(112,212,312) de la même unité de serrage (11,21,31), réalisé respectivement en forme d'agrafe;
b) le deuxième tendeur respectif (112,212,312) de l'unité de serrage respective (11,21,31) est destiné à la fixation temporaire étanche de la partie d'extrémité de la pièce
de doublure (8, 9) proche de l'unité de serrage concernée (11,21,31) ou du reste de doublure (8',8",9'); et
c) le premier tendeur respectif (111,211,311) de l'unité de serrage respective (11,21,31) est destiné à la fixation temporaire étanche de la partie d'extrémité proche de la
pièce de doublure (8,9) ou du reste de doublure (8',8",9'), replié en forme de boucle, dans lequel le point de fixation étanche dans le premier
tendeur respectif (111,211,311) est, sur la partie d'extrémité de la pièce de doublure (8,9) ou du reste de doublure (8',8",9'), plus proche du résidu de pièce de doublure (8,9) ou du résidu de reste de doublure (8',8",9') que le point de fixation étanche dans le deuxième tendeur respectif (112,212,312).
5. Dispositif selon au moins une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce qu'un appareil de transvasement
(1) est disposé entre le premier récipient
(A) et le deuxième récipient
(B), et présente:
a) un tube de guidage (10), qui est destiné à conduire la matière de processus entre les récipients (A,B) et comporte d'une part un premier passage (101) et d'autre part un deuxième passage (102);
b) une unité de transfert (16), qui est prévue pour déboucher dans le tube de guidage (10) et permet une intrusion à travers le tube de guidage (10); et
c) le premier tendeur (111) d'une première unité de serrage (11), disposé dans un collet (100) entourant le tube de guidage (10); dans lequel:
d) l'extrémité de la pièce de doublure (8,9) proche de la première unité de serrage (11) peut être coiffée sur la face extérieure du collet (100) et le deuxième tendeur (112) appartenant à la première unité de serrage (11) assure à l'état fermé l'étanchéité et la fixation de cette extrémité de la pièce
de doublure (8,9); et
e) il est prévu sur un côté du premier tendeur (111) une fente annulaire débouchant vers l'extérieur, dans laquelle l'extrémité concernée
de la pièce de doublure (8,9) peut être repliée en forme de boucle, contre laquelle le premier tendeur (111) appuie de façon étanche lors de la mise sous pression.
6. Dispositif selon la revendication 5,
caractérisé en ce que
a) une réserve de doublure en forme de tuyau souple (7) est stockée sur l'unité de transfert (16), d'où elle peut être extraite; et
b) une partie utile (70) prélevée dans la réserve de doublure (7) peut être introduite à travers l'unité de transfert (16) à l'intérieur du tube de guidage (10) et est destinée à envelopper de façon isolée un reste de doublure (8',8") provenant de l'opération de transvasement précédente et resté sur la première unité
de serrage (11) et à l'évacuer vers l'extérieur.
7. Dispositif selon la revendication 6,
caractérisé en ce que
a) la partie utile (70) est fermée en direction de son embouchure dans le tube de guidage (10) par un premier sertissage (71), se trouve dans l'unité de transfert (16) et est glissée vers l'embouchure par un bouchon (166), qui peut être introduit à partir de l'extrémité libre de l'unité de transfert (16);
b) la partie utile (70) est rendue étanche par rapport à la réserve de doublure (7) à un point d'étanchéité frontal détachable (164);
c) le point d'étanchéité frontal (164) est formé par une bride (162) pouvant être amenée sur l'extrémité libre de l'unité de transfert (16) et portant un joint de tête (163), qui est posé de façon circulaire sur la partie utile (70) enroulée autour de l'extrémité libre de l'unité de transfert (16);
d) le bouchon (166), qui peut être retiré de l'unité de transfert (16) à travers la bride (162), est assemblé à un couvercle (165) pouvant être placé devant la bride (162);
e) l'unité de transfert (16) est réalisée sous la forme d'un tube latéral partant du tube de guidage (10) et débouche avec une pente par une ouverture de passage dans une paroi du tube de
guidage (10); et
f) l'extrémité de la réserve de doublure (7) est fixée de façon étanche à l'unité de transfert (16) au moyen d'un élément de fermeture (168).
8. Dispositif selon au moins une des revendications 5 à 7,
caractérisé en ce que
a) l'appareil de transvasement (1) présente en outre une barre de levage (12) et un anneau de pression (13) transporté par celle-ci, qui sert d'abord à s'appliquer de façon appropriée avec
une force de pression sur la première unité de serrage (11), afin de créer une étanchéité supplémentaire à l'extrémité de la pièce de doublure
(8) fixée ici de façon étanche ou au reste de doublure (8') resté dans la première unité de serrage (11) après une opération de transvasement précédente, dans lequel la pièce de doublure
(8) ou le reste de doublure (8') est guidé(e) à travers elle par l'anneau de pression (13); et
b) l'anneau de pression (13) est utilisable par ailleurs pour replier l'extrémité libre de la pièce de doublure
(8) proche de la première unité de serrage (11) dans le premier tendeur (111) au moyen d'un élément de pliage annulaire (15) à enfoncer.
9. Dispositif selon au moins une des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce que
a) le premier récipient (A) a la forme d'un bigbag à vider, dans lequel une doublure intérieure (A1) munie d'une fermeture (80) s'étend hors du bigbag, dont l'extrémité libre est utilisable pour l'opération de
transvasement comme pièce de doublure (8) à amener à la première unité de serrage (11) sur l'appareil de transvasement (1); ou
b) le premier récipient (A) a la forme d'un fût à vider, dans lequel une pièce de doublure (8) s'étend pour l'opération de transvasement de l'unité de serrage (11) sur l'appareil de transvasement (1) jusqu'à un joint (89) entourant de façon circulaire extérieurement le premier récipient (A).
10. Dispositif selon au moins une des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce que
a) le premier récipient (A) a la forme d'un conteneur à vider avec une sortie rigide; et
b) pour l'opération de transvasement, une pièce de doublure (8) s'étend d'une première unité de serrage (11) sur l'appareil de transvasement (1) jusqu'à une deuxième unité de serrage (21), qui:
ba) est installée directement sur le premier récipient à vider (A) ou sur une partie d'installation interposée (C), qui est reliée au premier récipient (A), dans lequel la deuxième unité de serrage (21) est destinée à fixer temporairement de façon étanche l'extrémité proche de la pièce
de doublure (8) et/ou un deuxième reste de doublure (8") resté de l'opération de transvasement précédente; ou
bb) est installée directement sur le deuxième récipient à remplir (B) ou sur une partie d'installation interposée (C), qui est reliée au deuxième récipient (B), dans lequel la deuxième unité de serrage (21) est destinée à fixer temporairement de façon étanche l'extrémité proche de la pièce
de doublure (8) et/ou un deuxième reste de doublure (8") resté de l'opération de transvasement précédente.
11. Dispositif selon au moins une des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce que
a) le premier récipient (A) a la forme d'un fût à vider; et
b) pour l'opération de transvasement, une pièce de doublure spéciale (9) avec une partie d'intrusion (93) s'étend d'une troisième unité de serrage (31) jusqu'à un joint (89) entourant de façon circulaire extérieurement le premier récipient à vider (A), dans lequel:
ba) la troisième unité de serrage (31) est proche du premier récipient (A), est installée sur un côté d'une partie d'installation (C) disposée entre les récipients (A,B); et
bb) la troisième unité de serrage (31) est destinée à fixer temporairement de façon étanche l'extrémité proche de la pièce
de doublure spéciale (9) et/ou un premier reste de doublure spéciale (9') resté de l'opération de transvasement précédente.
12. Dispositif selon la revendication 11,
caractérisé en ce que
a) une deuxième unité de serrage (21), éloignée du premier récipient (A), est installée sur la partie d'installation (C), et est destinée à fixer temporairement de façon étanche l'extrémité proche d'une
pièce de doublure (8), qui s'étend jusqu'à la première unité de serrage (11) sur l'appareil de transvasement (1), à laquelle le deuxième récipient (B) est raccordé; ou
b) une tête de doublure sans fin (6) sur laquelle une réserve de doublure (67) est stockée, est disposée sur la partie d'installation (C) à l'opposé du premier récipient (A), et est destinée à fournir une pièce de doublure (8), qui s'étend jusqu'à la première unité de serrage (11) sur l'appareil de transvasement (1), à laquelle le deuxième récipient (B) est raccordé; ou
c) un double clapet (45) est disposé sur la partie d'installation (C), à l'opposé du premier récipient (A), en tant qu'armature de blocage, à laquelle le deuxième récipient (B) est raccordé.
13. Procédé de transvasement de matière de processus entre un premier récipient
(A) et un deuxième récipient
(B) avec:
a) au moins une unité de serrage (11,21,31), qui présente un premier tendeur (111,211,311) et un deuxième tendeur (112,212,312), qui peuvent être actionnés séparément l'un de l'autre; dans lequel:
b) ladite au moins une unité de serrage (11,21,31) est destinée à fixer temporairement de façon étanche:
ba) uniquement une partie d'extrémité, proche de l'unité de serrage concernée (11,21,31), d'une pièce de doublure en forme de tuyau souple (8,9), qui s'étend indirectement entre les récipients (A,B), afin de rendre étanche vers l'extérieur la transition entre les récipients (A,B);
bb) uniquement une partie d'extrémité, proche de l'unité de serrage concernée (11,21,31), d'un reste de doublure en forme de tuyau souple (8',8",9') provenant d'une opération de transvasement précédente, qui est fermée à l'autre extrémité
par un premier sertissage (81',82",91'); et
bc) ladite une partie d'extrémité de la pièce de doublure (8,9) en même temps que ladite une partie d'extrémité du reste de doublure (8',8",9') provenant d'une opération de transvasement précédente; et
c) les deux tendeurs (111,112;211,212;311,312) de l'unité de serrage respective (11,21,31) sont destinés à fixer temporairement de façon étanche ensemble la partie d'extrémité
proche de la pièce de doublure (8,9) ou ensemble la partie d'extrémité proche du reste de doublure (8',8",9') provenant d'une opération de transvasement précédente, caractérisé en ce que
d) le procédé comprend les étapes suivantes:
da) fixation étanche de l'extrémité ouverte de la pièce de doublure (8,9), qui est proche de l'unité de serrage associée (11,21,31), dans son deuxième tendeur (112,212,312), qui est circulaire et qui est disposé de façon concentrique l'un à l'autre avec le
premier tendeur de l'unité de serrage respective par rapport à l'extension longitudinale
de la pièce de doublure;
db) expulsion du reste de doublure (8',8",9');
dc) repliée en forme de boucle, enfoncement et fixation étanche dans le premier tendeur
(111,211,311) d'une partie d'extrémité, qui est rabattue par l'extrémité de la pièce de doublure
(8,9) maintenue dans le deuxième tendeur (112,212,312);
dd) transvasement de la matière de processus entre les deux récipients (A,B); et
de) pose de sertissages (81,82;91,92) sur la pièce de doublure (8,9) et découpe d'un nouveau reste de doublure (8',9'), qui reste fixé dans ladite au moins une unité de serrage (11,21,31) pour la prochaine opération de transvasement.
14. Procédé selon la revendication 13,
caractérisé en ce que
a) on utilise un appareil de transvasement (1) pour expulser le reste de doublure (8',8") resté d'une opération de transvasement précédente, qui provient d'une pièce de doublure
(8); et/ou
b) on utilise une pièce de doublure spéciale (9) avec une partie d'intrusion (93) destinée à la coupe pour l'expulsion du reste de doublure spéciale (9') resté d'une opération de transvasement précédente, qui provient d'une telle pièce
de doublure spéciale (9).
15. Procédé selon la revendication 14,
caractérisé en ce que
a) l'appareil de transvasement (1) présente:
aa) un tube de guidage (10), qui est destiné à conduire la matière de processus entre les récipients (A,B) et comporte d'une part un premier passage (101) et d'autre part un deuxième passage (102);
ab) une unité de transfert (16), qui est prévue pour déboucher dans le tube de guidage (10) et permet une intrusion à travers le tube de guidage (10); et
ac) le premier tendeur (111) d'une première unité de serrage (11), disposé dans un collet (100) entourant le tube de guidage (10); dans lequel:
ad) l'extrémité de la pièce de doublure (8,9) proche de la première unité de serrage (11) peut être coiffée sur la face extérieure du collet (100) et le deuxième tendeur (112) appartenant à la première unité de serrage (11) assure à l'état fermé l'étanchéité et la fixation de cette extrémité de la pièce
de doublure (8,9);
ae) il est prévu sur un côté du premier tendeur (111) une fente annulaire débouchant vers l'extérieur, dans laquelle l'extrémité concernée
de la pièce de doublure (8,9) peut être repliée en forme de boucle, contre laquelle le premier tendeur (111) appuie de façon étanche lors de la mise sous pression;
af) une réserve de doublure en forme de tuyau souple (7) est stockée sur l'unité de transfert (16), d'où elle peut être extraite; et
ag) une partie utile (70) prélevée dans la réserve de doublure (7) peut être introduite à travers l'unité de transfert (16) à l'intérieur du tube de guidage (10) et est destinée à envelopper de façon isolée un reste de doublure (8',8") provenant de l'opération de transvasement précédente et resté sur la première unité
de serrage (11) et à l'évacuer vers l'extérieur; et
b) le procédé comprend les étapes suivantes, lors de l'expulsion du reste de doublure
(8',8"):
ba) introduction d'une partie utile (70) de la réserve de doublure (7) à travers l'unité de transfert (16) et le tube de guidage (10) sur le reste de doublure (8',8");
bb) desserrage du reste de doublure (8',8") hors du premier tendeur (111);
bc) extraction de la partie utile (70) avec le reste de doublure enveloppé (8',8") à travers l'unité de transfert (16) vers l'extérieur; et
bd) séparation d'une partie découpée (73) sur la partie utile extraite (70) avec le reste de doublure (8',8") enfermé dans celle-ci.