[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Gerät zum Erwärmen von Wasser gemäss Oberbegriff
des Anspruchs 1.
[0002] Derartige Geräte werden z. B. beim Vakuumgaren eingesetzt, bei welchem sich das Gargut
in einem verschlossenen Beutel befindet und in einem Wasserbad gegart wird (Kochen
nach der "Sous-Vide-Technik"). Das Gerät wird dabei an der Wandung des Gefässes fixiert,
welches das Wasser enthält, vgl. beispielsweise die
EP 2 354 738 A2 und
EP 2 767 159 A1. Je nach Art des verwendeten Gefässes ist jedoch die Eintauchtiefe unterschiedlich.
Dies erschwert den Einsatz des Gerätes, da unter Umständen das Wasser ungenügend durchmischt
wird, um ein Wasserbad mit der gewünschten Temperatur zu erhalten, und/oder mehr Wasser
als fürs Kochen nötig genommen werden muss, um eine minimale Eintauchtiefe für das
Gerät zu gewährleisten.
[0003] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, das Gerät so weiterzuentwickeln,
dass es an die Art des verwendeten Gefässes besser anpassbar ist, um ein Wasserbad
mit einer gewünschten Temperatur bereitstellen zu können.
[0004] Diese Aufgabe wird durch das Gerät gemäss dem Anspruch 1 gelöst. Die weiteren Ansprüche
geben bevorzugte Ausführungen des erfindungsgemässen Geräts an.
[0005] Durch das Vorsehen einer Halterung, welche an einer Führung am Eintauchteil verschiebbar
angeordnet ist, kann ein erfindungsgemässes Gerät an ein Gefäss besser angepasst werden.
Durch entsprechendes Verschieben der Halterung in der Höhe ist die Eintauchtiefe des
Eintauchteils einstellbar. Die Führung erstreckt sich entlang einer Seite des Eintauchteils.
Dadurch ist dieses besonders in der Form des Querschnitts beliebig ausgestaltbar.
[0006] Weitere spezifische Konstruktionsmerkmale und deren Vorteile sind aus folgender Beschreibung
und Zeichnungen eines Ausführungsbeispiels ersichtlich, in welchen
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemässen Geräts;
Fig. 2 eine Explosionsansicht von Teilen des Geräts gemäss Fig. 1;
Fig. 3 einen Längsschnitt des Geräts gemäss Fig. 1; und
Fig. 4 eine perspektivische Ansicht der Teile aus Fig. 2 im zusammengesetzten Zustand.
darstellen.
[0007] Das Gerät gemäss Fig. 1 umfasst ein Kopfteil 1, in welchem sich u. a. die wasserempfindlichen
Komponenten befinden, ein Eintauchteil 2, welches in ein Gefäss eintauchbar ist, um
das darin enthaltende Wasser zu erwärmen, und eine Halterung 30 zur Befestigung des
Geräts an der Gefässwandung. Das Gefäss ist z. B. ein Kochtopf oder ein anderes geeignetes
Behältnis, in welchem ein Wasserbad bereitstellbar ist, um darin ein in einem Beutel
verschlossenes Gargut zu garen.
[0008] Zum Schutz der Komponenten im Kopfteil 1 sowie zur Bildung einer Kammer im Eintauchteil
2 ist das Gerät mit einem Gehäuse 50 versehen. Das Eintauchteil 2 weist aussenseitig
Markierungen 3a, 3b auf, welche z. B. die Wasserhöhen angeben, die minimal sowie maximal
für einen fehlerfreien Betrieb erforderlich sind.
[0009] Das Eintauchteil 2 ist mit durch das Gehäuse 50 hindurchgehenden Öffnungen 4, 5 versehen,
durch welche hindurch Wasser in das Innere des Gehäuses 50 und wieder aus diesem heraus
zirkulieren kann.
[0010] Die Halterung 30 umfasst ein Halteelement 31, das so geformt ist, dass sie um einen
Aufnahmeraum 32 verläuft, in welchen die Gefässwandung aufnehmbar ist. Nebst der Befestigung
ist das Halteelement 31 bei Bedarf auch als Griff zur Handhabung des Geräts verwendbar.
[0011] Hier ist das Halteelement 31 U-förmig ausgebildet. Es weist einen Aussenschenkel
31a auf, welcher über ein Mittelteil 31b mit dem Innenschenkel 31c verbunden ist.
[0012] Am Aussenschenkel 31a ist ein Feststellelement 33 angeordnet. Dieses ist verschiebbar,
so dass der Aufnahmeraum 32 derart verengbar ist, dass die Gefässwandung zwischen
Feststellelement 33 und Innenschenkel 31c festgeklemmt werden kann. Hier weist das
Feststellelement 33 einen Bolzen 33b auf, welcher an den beiden Enden mit tellerförmigen
Enden 33a, 33c versehen ist. Der Bolzen 33b reicht durch den Aussenschenkel 31a hindurch
und ist mit meinem Gewinde 33d versehen, welches mit einem Gegengewinde 31e im Aussenschenkel
31 zusammenwirkt (vgl. Fig. 2). Das aussenseitige Ende 33a dient als Bedienknopf zum
Drehen des Feststellelements 33; das innenseitige Ende 33c dient zur Kontaktierung
der Gefässwandung.
[0013] Die Halterung 30 ist in Bezug auf das Eintauchteil 2 in der Höhe verschiebbar angeordnet,
um so die Eintauchtiefe einstellen zu können. Figuren 2-4 zeigen eine mögliche Ausführungsform
dazu. In Figuren 2 und 3 ist nur eine Hälfte des Halteelements 31 gezeigt, während
die andere Hälfte weggelassen ist. Auch ist in diesen Figuren nur ein Teil des Gehäuses
50 gezeigt. Die Halterung 30 umfasst ein Gleitelement 40, welches am Halteelement
31 befestigt ist und durch einen Schlitz 51 hindurch in das Gehäuse 50 hineinragt.
Hier weist das Gleitelement 40 einen H-förmigen Querschnitt auf. Es umfasst zwei Leisten
40a, 40c, die über einen Steg 40b miteinander verbunden sind und die jeweils seitlich
über diesen hinausragen. Im montierten Zustand ist die aussenseitige Leiste 40a zur
Fixation in einer Vertiefung im Halteelement 31 eingelegt, während der Steg 40b im
Schlitz 51 zu liegen kommt und die innenseitige Leiste 40c in einem Kanal 52, der
im Gehäuse 50 gebildet ist und als Führung dient, hin und her verschiebbar ist.
[0014] Die Enden des Schlitzes 51 bilden einen oberen bzw. unteren Anschlag und definieren
die Distanz, um welche die Halterung 30 relativ zum Eintauchteil 2 verschiebbar ist.
[0015] An der Innenseite des Kanals 52, welche dem Schlitz 51 gegenüberliegt, ist eine Leiste
53 mit Zähnen angeordnet. Auf diese wirkt ein Arretierelement 60. Dieses weist aussenseitig
ein tellerförmiges Ende 60a auf, welches aus dem Innenschenkel 31c ragt und hier gegenüberliegend
zum Ende 60a des Feststellelements 33 angeordnet ist. Das Ende 60a ist über einen
Bolzen 60b, welcher durch den Schlitz 51 hindurchragt, mit einem blockförmigen Ende
60c verbunden, dessen Aussenseite mit Zähnen versehen ist, die mit den Zähnen an der
Leiste 53 in Eingriff stehen.
[0016] Das Ende 60c des Arretierelements 60 reicht durch eine Öffnung 40d in der Leiste
40c des Führungselements 40 hindurch. Das Arretierelement 60 ist somit am inneren
Ende 60c am Führungselement 40 gehalten, so dass ein synchrones Verschieben der Elemente
40 und 60 gewährleistet ist.
[0017] Feststellelement 33 und Arretierelement 60 sind hier in derselben Richtung verschiebbar
angeordnet, so dass durch ein Verschieben des Feststellelements 33 eine Kraft via
die Gefässwandung auf das Arretierelement 60 ausübbar ist. Dabei liegt das Feststellelement
33 an der Aussenseite des Gefässes und das Arretierelement 60 an der Innenseite des
Gefässes an. Bei der vorliegenden Ausführungsform sind die Elemente 33 und 60 auf
demselben Niveau verschiebbar angeordnet.
[0018] Es sind Federmittel 65 vorgesehen, welche das Arretierelement 60 zur Leiste 52 hin
vorspannen. Beispielsweise umfassen die Federmittel eine Druckfeder 65, welche am
Bolzen 60b aufgenommen ist und zwischen dem Ende 60c des Arretierelements 60 und dem
Halteelement 31 angeordnet ist. Zu diesem Zweck umfasst das Halteelement 31 eine Anschlagsfläche
31d (vgl. Fig. 2), an welcher die Druckfeder 65 anliegt und durch welche hindurch
der Bolzen 60b des Arretierelements 60 hindurchragt.
[0019] Haltelement 30, Führungselement 40 und/oder Gehäuse 50 können mehrteilig ausgebildet
sein. Hier beispielsweise umfasst das Halteelement 30 zwei Halbschalen, in welche
bei der Montage die Leiste 40a des Führungselements 40 sowie die Elemente 33 und 60
eingelegt werden. Das Gehäuse 50 umfasst hier mehrere Teile: So ist beispielsweise
der Schlitz 51 in einer separaten Platte 54 gebildet, die befestigbar ist, z. B. mittels
Schrauben. Die Leiste 53 ist hier einteilig mit einem Gehäuseteil ausgebildet, welches
zur Bildung des gesamten Gehäuses 50 bei der Montage seitlich, unten sowie oben mit
weiteren Gehäuseteilen verbunden wird.
[0020] Das jeweilige Teil des Gehäuses 50 ist beispielsweise aus Kunststoff oder Metall
fertigbar.
[0021] In Fig. 3 sind weitere Komponenten des Geräts zu sehen. Im Innern des Eintauchteils
2 befinden sich eine Kammer, in welcher ein Heizelement 70, z. B. in Form einer Heizspirale,
ein Sensor 78 zum Messen der aktuellen Wassertemperatur und ein Rührer 72 zum Umwälzen
des Wassers angeordnet sind. Im Betrieb bewirkt der Rührer 72, dass Wasser z. B. über
die Öffnungen 5 in die Kammer angesogen, dort bei Bedarf mittels des Heizelements
70 erwärmt und z. B. durch die Öffnungen 4 wieder nach aussen befördert wird (vgl.
die Öffnungen 4 und 5 Fig. 1).
[0022] Im Kopfteil 1 befinden sich die Komponenten für den Betrieb des Geräts. Sie umfassen
im vorliegenden Ausführungsbeispiel ein Energieteil 71 zum Bestromen der Heizelements
70, einen Motor 73 zum Betrieb des Rührers 72, eine Steuer- und Kontrolleinheit 74,
eine Anzeige- und Bedieneinheit 75, einen Schalter 76 zum Einschalten und Ausschalten
des Geräts sowie einen Anschluss 77, um das Gerät mittels Kabel an das Stromnetz anzuschliessen.
[0023] Die Steuer- und Kontrolleinheit 74 ist so eingerichtet, dass anhand der gemessenen
Daten des Sensors 78 das Heizelement 70 so bestromt wird, dass während der Kochzeit
eine vorgegebene Solltemperatur erreicht und beibehalten wird. Beispielsweise ist
diese Regelung als PID-Regelung ausgelegt (PID = "proportional-integral-derivative").
[0024] Die Anzeige- und Bedieneinheit 75 dient zur Ein- und Ausgabe von Informationen, z.
B. in Form von Paramatern über die Wassertemperatur, Kochzeit, Umlaufgeschwindigkeit
des Rührers 72, etc. Sie kann z. B. ein Display und Bedienknöpfe aufweisen oder auch
als Touchscreen ausgebildet sein.
[0025] Die Verwendung des Geräts ist wie folgt: Der Benutzer verschiebt die Halterung 30
entsprechend der gewünschten Eintauchtiefe, mit welcher das Eintauchteil 2 in das
im Gefäss enthaltene Wasser eintauchen soll. Die Kraft der Federmittel 65 ist dabei
so ausgelegt, dass beim Verschieben das gezahnte Ende 60c des Arretierelements 60
über die Leiste 52 bewegt wird. Beim Verschieben werden die Elemente 31, 33, 40, 60,
65 in Bezug auf das Eintauchteil 2 verschoben.
[0026] Das Halteelement 31 wird über die Gefässwand so gelegt, dass diese in der Ausnehmung
32 zu liegen kommt und zwar vorzugsweise so, dass das Mittelteil 31b die Gefässwand
kontaktiert. Anschliessend wird die Feststellschraube 33 betätigt, so dass die Gefässwand
zwischen der Feststellschraube 33 und dem Arretierelement 60 festgeklemmt wird. Dabei
übt die Innenseite der Gefässwand beim Festschrauben eine Kraft auf das Arretierelement
60 aus, welche dieses gegen die Leiste 53 mit den Zähnen drückt und so die Halterung
30 in der eingestellten Position arretiert.
[0027] Aus der vorangehenden Beschreibung sind dem Fachmann zahlreiche Abwandlungen zugänglich,
ohne den Schutzbereich der Erfindung zu verlassen, der durch die Ansprüche definiert
ist.
[0028] Im oben beschriebenen Ausführungsbeispiel wird eine Arretierung gleichzeitig beim
Festklemmen der Halterung an der Gefässwand erreicht. Es ist auch denkbar, die Mittel
zum Festklemmen und Arretieren so auszubilden, dass diese separat bedient werden.
[0029] Eine Arretierung der Halterung ist vielfältig realisierbar. Anstelle einer formschlüssigen
Verbindung oder ergänzend dazu ist z. B. auch eine reibschlüssige Verbindung denkbar.
1. Gerät zum Erwärmen von Wasser in einem Gefäss, mit einem Eintauchteil (2), welches
in das Wasser eintauchbar ist, um dieses zu erwärmen, und einer Halterung (30), welche
an der Gefässwandung anbringbar ist, um das Gerät daran zu befestigen, dadurch gekennzeichnet, dass das Eintauchteil (2) eine Führung (52) aufweist, welche sich entlang einer Seite
des Eintauchteils erstreckt und an welcher die Halterung (30) verschiebbar angeordnet
ist, um die Eintauchtiefe einzustellen.
2. Gerät nach Anspruch 1, wobei die Führung (52) und die Halterung (30) Arretiermittel
(53, 60) aufweisen, mittels welchen die Halterung (30) am Eintauchteil (2) arretierbar
ist.
3. Gerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Arretiermittel (53, 60) ein
Arretierelement (60) aufweisen, welches beim Fehlen der Gefässwandung verschiebbar
und beim Vorhandensein der Gefässwandung blockierbar ist.
4. Gerät nach Anspruch 3, wobei das Arretierelement (60) mittels Federmitteln (65) vorgespannt
ist und/oder mit einer Kraft beaufschlagbar ist, welche die Gefässwandung beim Anbringen
der Halterung (30) erzeugt.
5. Gerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Eintauchteil (2) eine Arretierfläche
(53) aufweist zur Bildung einer form- und/oder reibschlüssigen Verbindung mit einem
bzw. dem Arretierelement (60) an der Halterung (30).
6. Gerät nach Anspruch 5, wobei die Arretierfläche (53) eine Verzahnung aufweist.
7. Gerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Halterung (30) ein verschiebbares
Feststellelement (33) umfasst, welches gegen die Gefässwandung drückbar ist, vorzugsweise
ist das Feststellelement quer zur Richtung verschiebbar, in welche die Halterung (30)
verschiebbar ist, besonders bevorzugt ist das Feststellelement durch Drehen verschiebbar.
8. Gerät nach Anspruch 7, wobei das Feststellelement (33) und das bzw. ein Arretierelement
(60) an der Halterung (30) in derselben Richtung verschiebbar angeordnet sind, so
dass durch ein Verschieben des Feststellelements eine Kraft via die Gefässwandung
auf das Arretierelement ausübbar ist, vorzugsweise sind die Richtungen, in welche
Feststellelement und Arretierelement verschiebbar sind, auf demselben Niveau angeordnet.
9. Gerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Halterung (30) ein Führungselement
(40) aufweist, welches durch einen im Eintauchteil (2) gebildeten Kanal (52) geführt
hin und her verschiebbar ist.
10. Gerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Halterung (30) ein Halteelement
(31) mit einer Aufnahme (32) aufweist, in welche die Gefässwandung einfügbar ist,
wobei das Halteelement vorzugsweise U-förmig ausgebildet ist.
11. Gerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, welches einen Regelkreis (70, 71, 74
78) aufweist, um die Wassertemperatur auf einen vorgegebenen Sollwert zu regeln.
12. Gerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, welches ein Gehäuse (50) mit einer Kammer
aufweist, in welcher ein Heizelement (70) und/oder ein Rührer (72) aufgenommen ist
bzw. sind.
13. Gerät nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei die Führung (54) einen oberen
und unteren Anschlag aufweist, welche die Distanz definieren, um welche die Halterung
(30) verschiebbar ist.