[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren für die Kontrolle der Rotationsgeschwindigkeit
für eine Antriebsvorrichtung einer Druckwalze mit einem elastischen Druckmantel einer
Flexodruckmaschine sowie eine Flexodruckmaschine mit einer Kontrolleinheit zur Durchführung
eines derartigen Verfahrens.
[0002] In der
US 5,542,353 A wird ein Verfahren sowie eine Vorrichtung für die Kontrolle der Rotationsgeschwindigkeit
einer Druckwalze mit einem elastischen Druckmantel einer Flexodruckmaschine beschrieben.
Es ist grundsätzlich bekannt, dass bei Flexodruckmaschinen eine Druckwalze mit einem
elastischen Druckmantel eingesetzt wird. Häufig wird dieser Druckmantel auch als Drucksleeve
oder Klischee bezeichnet und auf die Druckwalze aufgeschoben. Wesentliches Merkmal
für die Druckfunktionalität dieses Druckmantels ist die elastische Ausbildung. Beim
Drucken führt dies dazu, dass beim Drucken eine Verformung des elastischen Druckmantels
stattfindet. Wird die Beistellung der Druckwalze relativ zu anderen Walzen verändert,
verändert sich auch die Drucksituation auf den elastischen Druckmantel. Bei veränderter
Drucksituation verändert sich dementsprechend auch die Quetschsituation.
[0003] Es hat sich herausgestellt, dass sich in Abhängigkeit der Quetschsituation unterschiedliche
Geschwindigkeiten für die Druckwalze einstellen. Insbesondere verändert die Drucksituation
durch die Veränderung der Quetschsituation des elastischen Druckmantels die Geschwindigkeit
der jeweiligen Druckwalze. Insbesondere wird durch eine Erhöhung des Drucks mit einer
Erhöhung der Quetschung eine Erhöhung der Geschwindigkeit der Druckwalze einhergehen.
Eine erhöhte Geschwindigkeit führt jedoch dazu, dass diese Erhöhung der Geschwindigkeit
abgebremst werden muss. Dies erfolgt z. B. durch eine entsprechende Bremswirkung der
Antriebsvorrichtung. Dieses kontinuierliche Abbremsen der Druckwalze führt zu erhöhtem
Verschleiß der Antriebsvorrichtung. Wird auf das Abbremsen verzichtet, so kann es
zu unerwünschtem Schlupf zwischen der Druckwalze und z. B. dem Druckmedium oder einer
anderen Walze kommen. Dieser Schlupf führt zur Reibung zwischen diesen beiden Bauteilen,
welche zu erhöhtem Verschleiß dieser Bauteile führen kann. Grundsätzlich wurde z.
B. in der
DE 10 2010 015 628 A1 dieses Problem bereits erwähnt. Die Lösung in diesem Dokument sieht vor, dass die
aktuelle Drucksituation in Form der Eindrücktiefe des Druckmantels bestimmt werden
soll. Auf Basis dieser Eindrücktiefe soll eine Kontrolle zur Behebung dieses Effekts
durchgeführt werden. Jedoch ist ein entscheidender Nachteil, dass diese Bestimmung
der Eindrücktiefe mit hohem konstruktivem Aufwand einhergeht. Insbesondere sind aufwendige
Sensorsysteme notwendig, um diesen Parameter zu bestimmen.
[0004] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die voranstehend beschriebenen Nachteile
zumindest teilweise zu beheben. Insbesondere ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
in kostengünstiger und einfacher Weise die Kontrolle der Rotationsgeschwindigkeit
für die Antriebsvorrichtung der Druckwalze zur Verfügung zu stellen.
[0005] Voranstehende Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs
1 sowie eine Flexodruckmaschine mit den Merkmalen des Anspruchs 11. Weitere Merkmale
und Details der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, der Beschreibung und
den Zeichnungen. Dabei gelten Merkmale und Details, die im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen
Verfahren beschrieben sind, selbstverständlich auch im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen
Flexodruckmaschine und jeweils umgekehrt, so dass bezüglich der Offenbarung zu den
einzelnen Erfindungsaspekten stets wechselseitig Bezug genommen wird bzw. werden kann.
[0006] Ein erfindungsgemäßes Verfahren dient der Kontrolle der Rotationsgeschwindigkeit
für eine Antriebsvorrichtung einer Druckwalze mit einem elastischen Druckmantel einer
Flexodruckmaschine. Ein solches erfindungsgemäßes Verfahren weist die folgenden Schritte
auf:
- Bestimmen einer ersten Rotationsgeschwindigkeit der Druckwalze im Freilauf ohne aktive
Antriebsvorrichtung bei einem ersten Beistellwert,
- Bestimmen einer zweiten Rotationsgeschwindigkeit der Druckwalze im Freilauf ohne aktive
Antriebsvorrichtung bei einem zweiten Beistellwert,
- Erzeugen einer Kontrollkurve der Rotationsgeschwindigkeit bezogen auf den Beistellwert
auf Basis der Bestimmungsschritte,
- Verwenden der Kontrollkurve für die Kontrolle der Rotationsgeschwindigkeit der Druckwalze
mit aktiver Antriebsvorrichtung.
[0007] Bei einem erfindungsgemäßen Verfahren kann also auf eine sensorische Bestimmung der
Eindrücktiefe in direkter Weise verzichtet werden. Vielmehr wird als sozusagen "simulierter
Freilauf" die sich einstellende veränderte Geschwindigkeit auf Basis des beschriebenen
Quetscheffekts des elastischen Druckmantels bestimmt. Damit kann sozusagen indirekt
die Quetschung und direkt die Auswirkung der Quetschung bestimmt werden. Dieser simulierte
Freilauf dient also dazu, den Effekt und damit die sich einstellende Relativgeschwindigkeit
zum Druckmedium bzw. zu kontaktierenden Walzen zu bestimmen. Anschließend kann auf
Basis dieses simulierten Freilaufs eine Anpassung in Form einer Verwendung der bestimmten
bzw. erzeugten Kontrollkurve durchgeführt werden.
[0008] Unter Beistellwerten sind im Sinne der vorliegenden Erfindung Abstände zu verstehen,
welche zwischen der Druckwalze und einer benachbarten Walze ausgebildet sind. Dies
kann der Beistellwert zwischen Druckwalze und Rasterwalze und/oder der Beistellwert
zwischen Druckwalze und Gegendruckwalze sein. Insbesondere ist dabei Bezug genommen
auf den Beistellwert um die Andruckkraft auf das Druckmedium zu verändern. Verändert
sich der Beistellwert, verändert sich dementsprechend auch die Drucksituation für
den elastischen Druckmantel. Dementsprechend wird bei einem erfindungsgemäßen Verfahren
nicht nur zu einem einzigen Wert, sondern zu wenigstens zwei Beistellwerten die zugehörige
Rotationsgeschwindigkeit bestimmt. In diesem simulierten Freilauf können somit für
die Kontrollkurve wenigstens zwei Punkte vorgegeben werden, welche durch die Bestimmung
als Grundlage für die Erzeugung der Kontrollkurve dienen können. Dabei kann die Kontrollkurve
durch beliebige mathematische oder messtechnische Verfahren erzeugt werden. Neben
reiner linearer Verbindung der beiden bestimmten Messpunkte für den ersten und den
zweiten Beistellwert können auch komplizierte Algorithmen gekrümmte und nicht lineare
Kurvenverläufe für die Kontrollkurve erzeugen.
[0009] Im Rahmen der vorliegenden Erfindung kann das Verfahren sowohl für eine Druckwalze
mit einem aufgeschobenen elastischen Druckmantel, als auch für eine Druckwalze mit
daran angeformtem elastischen Druckmantel eingesetzt werden. Selbstverständlich ist
der erfindungsgemäße Effekt auch erzielbar, wenn die Druckwalze im Wesentlichen komplett
aus einem elastischen Material als Druckmantel ausgebildet ist.
[0010] Erfindungsgemäß ist zu unterscheiden zwischen einer aktiven und einer passiven Antriebsvorrichtung.
Unter einer aktiven Antriebsvorrichtung ist die eingeschaltete Antriebsvorrichtung
zu verstehen, bei welcher aktiv Drehmoment von der Antriebsvorrichtung zur Erzeugung
der Rotationsgeschwindigkeit auf die Druckwalze abgegeben wird. Unter einer nicht
aktiven Antriebsvorrichtung bzw. einer passiven Antriebsvorrichtung ist der simulierte
Freilauf zu verstehen. Handelt es sich bei der Antriebsvorrichtung z. B. um einen
Elektromotor, bedeutet dies, dass durch die Druckwalze und den entsprechenden Antrieb
vom Druckmedium oder einer kontaktierenden Walze sich auch ein Rotor der Antriebsvorrichtung
weiter dreht. Dementsprechend ist die Antriebsvorrichtung auch im passiven Zustand
weiter im Rotationsbetrieb, so dass die Rotationsgeschwindigkeit, welche sich hier
im simulierten Freilauf einstellt, durch die gleiche Sensorik wahrgenommen werden
kann, wie dies bei der Regelung der Antriebsvorrichtung der Fall ist. Somit sind für
ein erfindungsgemäßes Verfahren keine zusätzlichen Sensoreinrichtungen notwendig,
um die erfindungsgemäße Bestimmung der ersten und der zweiten Rotationsgeschwindigkeit
durchzuführen. Im Vergleich zu bekannten Verfahren ist somit ein entscheidender Vorteil,
die konstruktive Aufwandreduktion und das Vermeiden von zusätzlich anzubringender
Sensorik.
[0011] Die Verwendung der Kontrollkurve kann sowohl als Sollwertkurve für eine Regelung,
als auch als Sollwertkurve für eine Steuerung eingesetzt werden. In beiden Fällen
kann die Kontrollkurve die Basiswerte für die nachfolgende Kontrolle zur Verfügung
stellen. Selbstverständlich kann die Kontrollkurve auch zur Anpassung der Rotationsgeschwindigkeit
einer Gegendruckwalze, einer Rasterwalze oder anderer Walzen der Flexodruckmaschine
verwendet werden.
[0012] Wird im laufenden Verfahren beim Drucken eine Änderung der Beistellwerte durchgeführt,
um z. B. eine Veränderung des Druckbilds zu erreichen, kann auf die erzeugte Kontrollkurve
zurückgegriffen werden. Eine Veränderung der Beistellwerte wird zu einer Veränderung
der Quetschsituation des Druckmantels führen. Diese Veränderung der Quetschsituation
wird jedoch bei der Verwendung der Kontrollkurve bei der Kontrolle der Rotationsgeschwindigkeit
der Druckwalze berücksichtigt. Der sich verändernde Quetscheffekt wird dementsprechend
zumindest teilweise durch die veränderte Kontrolle auf Basis der Kontrollkurve für
die Rotationsgeschwindigkeit der Druckwalze ausgeglichen.
[0013] Durch ein erfindungsgemäßes Verfahren erfolgt also zumindest teilweise ein Ausgleich
des beschriebenen Quetscheffekts. Dies führt dazu, dass Schlupf zwischen den kontaktierenden
Bauteilen bzw. den kontaktierenden Walzen reduziert bzw. verhindert werden kann. Darüber
hinaus ist es möglich, die Antriebsvorrichtung vor unnötig hohem Verschleiß zu schützen.
Im Vergleich zu bekannten Verfahren kann auf diese Weise in kostengünstiger und schneller
sowie einfacher Weise eine ausgleichende Kontrollmöglichkeit für den Ausgleich des
beschriebenen Quetscheffekts zur Verfügung gestellt werden. Insbesondere wird ein
solches Verfahren bei registerfreiem Druck eingesetzt. Die Bestimmung der Relativgeschwindigkeiten
bzw. der Rotationsgeschwindigkeiten zu den Beistellwerten erfolgt dabei z. B. in den
Einheiten Meter pro Sekunde oder Umdrehung pro Minute. Die Bestimmung der einzelnen
Werte bzw. die Erzeugung der Kontrollkurve ist dabei spezifisch für die eingesetzte
Druckwalze und/oder den eingesetzten elastischen Druckmantel. Wird auf eine Druckwalze
ein anderer elastischer Druckmantel aufgezogen, so sollte ein erfindungsgemäßes Verfahren
vorteilhafterweise nochmals durchgeführt werden, um auch für diese Einsatzsituation
und diesen elastischen Druckmantel die spezifische Kontrollkurve zu erzeugen.
[0014] Ein erfindungsgemäßes Verfahren lässt sich dahingehend weiterbilden, dass die Kontrollkurve
zumindest abschnittsweise als linearer Verlauf zwischen den zu den Beistellwerten
bestimmten Werten erzeugt wird. Dabei handelt es sich um eine besonders einfache und
kostengünstige sowie schnelle Erzeugung der Kontrollkurve. Die beiden bestimmten Werte
in einem Diagramm werden einfach linear mit einer Geraden miteinander verbunden. Ein
besonders einfacher mathematischer Algorithmus lässt auf diese Weise eine besonders
kostengünstige Ausbildung einer entsprechenden Kontrolleinheit zu. Auch ist eine solche
Kontrollkurve als Basis für eine nachfolgende Kontrolle in Form einer Steuerung und/oder
einer Regelung eine besonders einfache Kontrollbasis.
[0015] Ein weiterer Vorteil ist erzielbar, wenn bei einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen
Verfahren dieses für einen registerfreien Druck eingesetzt wird. Unter einem registerfreien
Druck ist ein Druck zu verstehen, welcher insbesondere nur eine einzige Farbe aufweist.
Somit ist keine Registerhaltigkeit, also keine saubere Überlappung einzelner Farbabschnitte
zu beachten. Die Registerfreiheit führt dazu, dass eine Veränderung auch der Druckgeschwindigkeit
durch die erfindungsgemäße Kontrolle der Rotationsgeschwindigkeit der Druckwalze in
Kauf genommen werden kann. Bei einer Registerhaltigkeit ist es vorteilhaft, wenn die
Registerhaltigkeit bei der Kontrolle der Rotationsgeschwindigkeit berücksichtigt wird.
Dies kann z. B. durch einen Eingriff auf die Rotationsgeschwindigkeit verschiedener
Farbwerke bzw. die Abstimmung bei der Kontrolle der Rotationsgeschwindigkeit der Druckwalzen
verschiedener Farbwerke erfolgen.
[0016] Ein weiterer Vorteil ist es, wenn bei einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahren
zumindest eine weitere Rotationsgeschwindigkeit der Druckwalze im Freilauf ohne aktive
Antriebsvorrichtung bei einem weiteren Beistellwert bestimmt wird. Mit anderen Worten
wird zumindest zu einem dritten Zeitpunkt mit einem dritten Beistellwert eine dritte
Rotationsgeschwindigkeit oder sogar noch mehrere Rotationsgeschwindigkeiten bei mehreren
Beistellwerten bestimmt. Für die Erzeugung der Kontrollkurve bedeutet dies eine höhere
Genauigkeit. So kann auf eine breitere Datenbasis für die Erzeugung der Kontrollkurve
zurückgegriffen werden. Der Verlauf zwischen den einzelnen Datenpunkten durch diese
Bestimmung kann ebenfalls wieder linear ausgebildet sein, so dass verschiedene schiefe
Ebenen mit unterschiedlichen Steigungen im Ergebnis Teil der Kontrollkurve sind. Auch
kann die Kurve aus einer Vielzahl von diskreten Werten in Form von stufenartiger Ausbildung
erzeugt werden. In all diesen Fällen erzeugt die Vergrößerung der Datenpunkte, also
die weitere Anzahl weiterer Rotationsgeschwindigkeiten bei weiteren Beistellwerten,
eine höhere Genauigkeit bei der Erzeugung der Kontrollkurve.
[0017] Ebenfalls von Vorteil ist es, wenn bei einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen
Verfahren die Bestimmungsschritte kontinuierlich oder im Wesentlichen kontinuierlich
bei kontinuierlicher oder im Wesentlichen kontinuierlicher Veränderung des Beistellwerts
durchgeführt werden. Mit anderen Worten wird eine im Wesentlichen kontinuierliche
Kurve als Kontrollkurve aufgezeichnet und damit erzeugt. Die Druckwalze wird auf die
entsprechende kontaktierende Gegenwalze oder das Druckmedium zugefahren und damit
der Beistellwert verändert. Gleichzeitig wird dabei kontinuierlich oder im Wesentlichen
kontinuierlich die sich einstellende Rotationsgeschwindigkeit im simulierten Freilauf
bestimmt. Die mitgeschriebene Kurve ist die erzeugte Kontrollkurve. Dabei kann es
sich sozusagen um einen ersten Kalibrierungsvorgang handeln, bei welchem die Druckwalze
über den gesamten Einstellbereich des Beistellwerts gefahren wird. Dies erzeugt eine
im Wesentlichen kontinuierliche Kurve, die zwar auf Basis eines aufwendigeren Kalibrierungsvorgangs
erzeugt worden ist, aber dementsprechend eine deutlich verbesserte Genauigkeit aufweist.
Eine solche erhöhte Genauigkeit bringt eine entsprechende genauere Anpassung bei der
Verwendung für die Kontrollfunktion mit sich.
[0018] Ebenfalls von Vorteil ist es, wenn bei einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen
Verfahren die Kontrollkurve für die Kontrolle der Rotationsgeschwindigkeit einer Rasterwalze
verwendet wird. Diese zusätzliche Einsatzsituation für die Kontrollkurve bringt eine
weitere Verbesserung hinsichtlich des Ausgleichs des beschriebenen Quetscheffekts
mit sich. So dreht sich die Rasterwalze vorzugsweise mit der gleichen oder im Wesentlichen
der gleichen Rotationsgeschwindigkeit wie die Druckwalze. Selbstverständlich ist auch
eine Kontrolle anderer Rotationsgeschwindigkeiten, wie z. B. Rotationsgeschwindigkeit
der Gegendruckwalze, auf Basis der Kontrollkurve denkbar. Somit kann ein und dieselbe
erzeugte Kontrollkurve, welche spezifisch für den elastischen Druckmantel ist, für
die Kontrolle mehrerer unterschiedlicher Rotationsgeschwindigkeiten unterschiedlicher
Bauteile eingesetzt werden.
[0019] Ein weiterer Vorteil ist erzielbar, wenn bei einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen
Verfahren bei der Kontrolle der Rotationsgeschwindigkeit der Druckwalze ein konstruktives
Untermaß des Durchmessers der Druckwalze berücksichtigt wird. So kann der Betreiber
einer Druckmaschine den Quetscheffekt bereits bei der Bestellung der Druckwalze berücksichtigen.
Durch ein konstruktives Untermaß, also eine Reduktion des Durchmessers der Druckwalze
wird eine Veränderung der Rotationsgeschwindigkeit der Druckwalze, also insbesondere
eine Beschleunigung der Druckwalze durch den Druckeffekt, ausgeglichen. Somit kann
bei dem Verfahren dieses konstruktive Untermaß, welches auf der Bestellung des Kunden
bzw. des Betreibers der Druckmaschine beruht, bereits berücksichtigt werden.
[0020] Ebenfalls vorteilhaft ist es weiter, wenn bei einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen
Verfahren die erzeugte Kontrollkurve mit Bezug auf den verwendeten elastischen Druckmantel
und/oder mit Bezug auf die Druckwalze gespeichert wird. Die Speicherung erfolgt z.
B. in einer Datenbank relativ zum elastischen Druckmantel. So kann eine Bibliothek
erzeugt werden, welche zu unterschiedlichen elastischen Druckmänteln spezifisch erzeugte
Kontrollkurven zur Verfügung stellt. Die beschriebene Kalibrierung, also die Durchführung
eines erfindungsgemäßen Verfahrens, muss dann nur noch bei einem komplett neuen elastischen
Druckmantel durchgeführt werden. Wird ein bereits verwendeter elastischer Druckmantel
aufgezogen, so kann aus der Datenbank die gespeicherte erzeugte Kontrollkurve wieder
aufgerufen werden. Dies beschleunigt den Einsatz beim Druck der Flexodruckmaschine
beim Wechsel zwischen unterschiedlichen elastischen Druckmänteln.
[0021] Bei dem Verfahren gemäß dem voranstehenden Absatz ist es weiter vorteilhaft, wenn
die erzeugte Kontrollkurve mit einer gespeicherten Kontrollkurve verglichen wird.
Insbesondere erfolgt der Vergleich mit Kontrollkurven aus einer Datenbank. So kann
eine Standardabweichung unterschiedlich erzeugter Kontrollkurven zu einem spezifischen
elastischen Druckmantel durchgeführt werden. Die Standardabweichung dient der Verbesserung
der nachfolgenden Verwendung zur Kontrolle der Rotationsgeschwindigkeit der Druckwalze.
Auch kann eine Überwachung hinsichtlich der Veränderung der spezifischen erzeugten
Kontrollkurve einen Hinweis auf eine Veränderung bzw. den Verschleiß des elastischen
Druckmantels geben. So kann hier eine Frühwarnfunktionalität durch diesen Vergleich
mit einer gespeicherten erzeugten Kontrollkurve zur Verfügung gestellt werden.
[0022] Ein erfindungsgemäßes Verfahren lässt sich dahingehend weiterbilden, dass die Kontrollkurve
im Vergleich zu der Rotationsgeschwindigkeit wenigstens einer weiteren Walze, insbesondere
einer Rasterwalze und/oder einer Gegendruckwalze, verwendet wird. Wie dies bereits
erläutert worden ist, ist hier insbesondere Bezug genommen auf die Relativgeschwindigkeit
zwischen der Druckwalze und der wenigstens einen weiteren Walze. Bei der Verwendung
der Kontrollkurve für mehrere rotierende Bauteile kann insbesondere Schlupf zwischen
diesen rotierenden Bauteilen wirksam vermieden werden.
[0023] Ebenfalls Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Flexodruckmaschine, aufweisend
eine Druckwalze mit einem elastischen Druckmantel und eine Kontrolleinheit für die
Kontrolle der Rotationsgeschwindigkeit der Druckwalze. Eine erfindungsgemäße Flexodruckmaschine
zeichnet sich dadurch aus, dass die Kontrolleinheit für die Ausführung eines erfindungsgemäßen
Verfahrens ausgebildet ist. Dementsprechend bringt eine erfindungsgemäße Flexodruckmaschine
die gleichen Vorteile mit sich, wie sie ausführlich mit Bezug auf ein erfindungsgemäßes
Verfahren erläutert worden sind.
[0024] Weiter Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnungen Ausführungsbeispiele der
Erfindung im Einzelnen beschrieben sind. Dabei können die in den Ansprüchen und in
der Beschreibung erwähnten Merkmale jeweils einzeln für sich oder in beliebiger Kombination
erfindungswesentlich sein. Es zeigen schematisch:
- Fig. 1
- eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Flexodruckmaschine,
- Fig. 2
- die Ausführungsform der Fig. 1 mit dem elastischen Druckmantel in gequetschter Situation,
- Fig. 3
- eine erste Ausführungsform einer erzeugten Kontrollkurve,
- Fig. 4
- eine weitere Ausführungsform einer erzeugten Kontrollkurve,
- Fig. 5
- eine weitere Ausführungsform einer erzeugten Kontrollkurve und
- Fig. 6
- eine weitere Ausführungsform einer erzeugten Kontrollkurve.
[0025] In Fig. 1 ist schematisch eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Flexodruckmaschine
100 dargestellt. Diese Flexodruckmaschine 100 weist eine Gegendruckwalze 50, eine
Rasterwalze 40 und eine Druckwalze 10 auf. Auf der Druckwalze 10 ist ein elastischer
Druckmantel 12 angeordnet, welcher z. B. als Drucksleeve ausgebildet sein kann. Darüber
hinaus ist eine Antriebsvorrichtung 20, z. B. in Form eines Elektromotors, vorgesehen,
welcher zum Antrieb der Druckwalze 10 dient. Ebenfalls schematisch dargestellt ist
eine Kontrolleinheit 60, welche zur Kontrolle der Rotationsgeschwindigkeit der Druckwalze
10 über eine Datenverbindung mit der Antriebsvorrichtung 20 gekoppelt ist. Auch in
Fig. 1 zu erkennen ist der Verlauf des Druckmediums 200.
[0026] In Fig. 1 ist schematisch die Flexodruckmaschine 100 mit einem Farbwerk aus einer
Rasterwalze 40 und einer Druckwalze 10 dargestellt. Bei dieser Ausführungsform handelt
es sich also um einen registerfreien Druck mit einer einzigen Farbe. Selbstverständlich
sind auch weitere Farbwerke vorsehbar, wobei für jedes Farbwerk eine Rasterwalze 40
und eine Druckwalze 10 vorgesehen sein kann.
[0027] In Fig. 2 ist die Quetschsituation dargestellt. Dabei bildet sich zwischen der Druckwalze
10 und der Gegendruckwalze 50 eine Quetschsituation für den Druckmantel 12 aus. Bei
der Förderung des Druckmediums 200 zwischen diesen beiden Walzen 10 und 50 erfolgt
die Beistellung in Fig. 2 von oben nach unten. Die Druckwalze 10 wird also auf die
Gegendruckwalze 50 zugefahren und der dazwischenliegende Druckspalt verkleinert. Durch
diesen Druckspalt läuft das Druckmedium 200. Beim Verändern des Beistellwerts geschieht
nach dem Anschlagen des elastischen Druckmantels 12 am Druckmedium 200 nachfolgend
eine Quetschung des elastischen Druckmantels 12, wie sie schematisch in Fig. 2 dargestellt
ist. Diese Quetschung führt zu einer Variation der Rotationsgeschwindigkeit der Druckwalze
10. Diese Variation führt zu einem verstärkten Verschleiß der Antriebsvorrichtung
20 bzw. zu Schlupf am Druckmedium 200, so dass auch hier Verschleiß am Druckmedium
200 und am elastischen Druckmantel 12 zu beobachten ist. Um diesen Quetscheffekt und
die damit beschriebenen Probleme zu vermeiden, wird ein erfindungsgemäßes Verfahren
durchgeführt, wie es nachfolgend erläutert wird.
[0028] So wird zu einem ersten Zeitpunkt, also bei einem ersten Beistellwert B1 im simulierten
Freilauf, also ohne aktive Antriebsvorrichtung 20, die erste Rotationsgeschwindigkeit
V1 der Druckwalze 10 bestimmt. Anschließend wird zu einem zweiten Beistellwert B2
eine zweite Rotationsgeschwindigkeit V2 der Druckwalze 10 bestimmt. Diese beiden bestimmten
Werte werden in ein zugehöriges Diagramm eingetragen, welches die Rotationsgeschwindigkeit
über den Beistellwert aufträgt. Beispiele für ein solches Diagramm und die daraus
erzeugten Kontrollkurven 30 finden sich in den Fig. 3 bis 6.
[0029] In Fig. 3 ist eine besonders einfache und kostengünstige Ausbildung der erzeugten
Kontrollkurve 30 dargestellt. So sind hier die zumindest geforderten bestimmten Parameter
für einen ersten Beistellwert B1 und einen zweiten Beistellwert B2 eingezeichnet.
Die zugehörigen Rotationsgeschwindigkeiten V1 und V2 bilden Punkte in diesem Diagramm
aus, welche bei dieser Ausführungsform entlang einer Geraden miteinander verbunden
worden sind. Hier wurde also für die Erzeugung der Kontrollkurve 30 ein linearer Zusammenhang
zwischen Rotationsgeschwindigkeit und Beistellwert zugrundegelegt. Die entsprechende
Erzeugung der Kontrollkurve konnte dementsprechend mit einem einfachen und kostengünstigen
Erzeugungsalgorithmus erzielt werden. Auf Basis dieser Kontrollkurve 30 erfolgt nun
eine Anpassung bzw. eine Kontrolle der Rotationsgeschwindigkeit der Druckwalze 10
über eine aktiv wirkende Antriebsvorrichtung 20.
[0030] In Fig. 4 ist eine weitere Variante der Kontrollkurve 30 gezeigt. Bei dieser Variante
wurden zusätzlich zum ersten Beistellwert B1 und zum zweiten Beistellwert B2 zu zwei
weiteren Beistellwerten Bx jeweils eine zugehörige weitere Rotationsgeschwindigkeit
Vx bestimmt. Die Verläufe zwischen den einzelnen Parameterwerten in dem Diagramm gemäß
Fig. 4 sind ebenfalls wieder auf linearer Basis. So bilden sich unterschiedliche schiefe
Ebenen zwischen den einzelnen Datenwerten aus, wie es die Kontrollkurve 30 gemäß Fig.
4 zeigt. Im Vergleich zur Fig. 3 ist zwar der Aufwand für die Bestimmung der Werte
größer, jedoch wird eine höhere Genauigkeit bei der Erzeugung der Kontrollkurve 30
erreicht. Alternativ oder in Kombination kann auch eine Ausführungsform gemäß der
Fig. 5 gewählt werden. So kann zu zusätzlichen Werten bzw. Datenwerten im Diagramm
der Rotationsgeschwindigkeit über den Beistellwert eine Treppenfunktion angegeben
werden.
[0031] Wird der Beistellwert im Wesentlichen kontinuierlich angepasst bzw. variiert und
kontinuierlich oder im Wesentlichen kontinuierlich die sich einstellende Rotationsgeschwindigkeit
überwacht, kann auf diese Weise durch Mitschreiben dieser Korrelation eine komplett
freie Kontrollkurve 30 erzeugt werden. Diese ist in Fig. 6 dargestellt. Hier ist zwar
der Kalibrierungsaufwand am höchsten, jedoch wird auch eine ideale bzw. optimierte
Genauigkeit bei der Erzeugung der Kontrollkurve 30 erzielt.
[0032] Die voranstehende Erläuterung der Ausführungsformen beschreibt die vorliegende Erfindung
ausschließlich im Rahmen von Beispielen. Selbstverständlich können einzelne Merkmale
der Ausführungsformen, sofern technisch sinnvoll, frei miteinander kombiniert werden,
ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
Bezugszeichenliste
[0033]
- 10
- Druckwalze
- 12
- elastischer Druckmantel
- 20
- Antriebsvorrichtung
- 30
- Kontrollkurve
- 40
- Rasterwalze
- 50
- Gegendruckwalze
- 60
- Kontrolleinheit
- 100
- Flexodruckmaschine
- 200
- Druckmedium
- B1
- erster Beistellwert
- B2
- zweiter Beistellwert
- Bx
- weiterer Beistellwert
- D
- Durchmesser der Druckwalze
- V1
- erste Rotationsgeschwindigkeit
- V2
- zweite Rotationsgeschwindigkeit
- Vx
- weitere Rotationsgeschwindigkeit
1. Verfahren für die Kontrolle der Rotationsgeschwindigkeit für eine Antriebsvorrichtung
(20) einer Druckwalze (10) mit einem elastischen Druckmantel (12) einer Flexodruckmaschine
(100),
dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren die folgenden Schritte aufweiset:
- Bestimmen einer ersten Rotationsgeschwindigkeit (V1) der Druckwalze (10) im Freilauf
ohne aktive Antriebsvorrichtung (20) bei einem ersten Beistellwert (B1),
- Bestimmen einer zweiten Rotationsgeschwindigkeit (V2) der Druckwalze (10) im Freilauf
ohne aktive Antriebsvorrichtung (20) bei einem zweiten Beistellwert (B2),
- Erzeugen einer Kontrollkurve (30) der Rotationsgeschwindigkeit bezogen auf den Beistellwert
auf Basis der Bestimmungsschritte,
- Verwenden der Kontrollkurve (30) für die Kontrolle der Rotationsgeschwindigkeit
der Druckwalze (10) mit aktiver Antriebsvorrichtung (20).
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kontrollkurve (30) zumindest abschnittsweise als linearer Verlauf zwischen den
zu den Beistellwerten bestimmten Werten erzeugt wird.
3. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass dieses für einen registerfreien Druck eingesetzt wird.
4. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest eine weitere Rotationsgeschwindigkeit (Vx) der Druckwalze (10) im Freilauf
ohne aktive Antriebsvorrichtung (20) bei einem weiteren Beistellwert (Bx) bestimmt
wird.
5. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Bestimmungsschritte kontinuierlich oder im Wesentlichen kontinuierlich bei kontinuierlicher
oder im Wesentlichen kontinuierlicher Veränderung des Beistellwerts durchgeführt werden.
6. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kontrollkurve (30) auch für die Kontrolle der Rotationsgeschwindigkeit einer
Rasterwalze (40) verwendet wird.
7. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass bei der Kontrolle der Rotationsgeschwindigkeit der Druckwalze (10) ein konstruktives
Untermaß des Durchmessers (D) der Druckwalze (10) berücksichtigt wird.
8. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die erzeugte Kontrollkurve (30) mit Bezug auf den verwendeten elastischen Druckmantel
(12) und/oder mit Bezug auf die Druckwalze (10) gespeichert wird,
9. Verfahren nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die erzeugte Kontrollkurve (30) mit einer gespeicherten Kontrollkurve verglichen
wird.
10. Verfahren nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kontrollkurve (30) im Vergleich zu der Rotationsgeschwindigkeit wenigstens einer
weiteren Walze, insbesondere einer Rasterwalze (40) und/oder einer Gegendruckwalze
(50), verwendet wird.
11. Flexodruckmaschine (100), aufweisend eine Druckwalze (10) mit einem elastischen Druckmantel
(12) und eine Kontrolleinheit (60) für die Kontrolle der Rotationsgeschwindigkeit
der Druckwalze (10),
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kontrolleinheit (60) für die Ausführung eines Verfahrens mit den Merkmalen eines
der Ansprüche 1 bis 10 ausgebildet ist.
1. A method for the control of the rotational speed for a drive device (20) of a printing
roller (10) with a resilient printing sleeve (12) of a flexographic printing press
(100),
characterized in that the method has the following steps:
- determining a first rotational speed (V1) of the printing roller (10) when running
freely without an active drive device (20) at a first value provided (B1),
- determining a second rotational speed (V2) of the printing roller (10) when running
freely without an active drive device (20) at a second value provided (B2),
- generating a control curve (30) of the rotational speed in relation to the value
provided on the basis of the determination steps,
- using the control curve (30) for the control of the rotational speed of the printing
roller (10) with an active drive device (20).
2. A method according to Claim 1,
characterized in
that the control curve (30) is generated at least in sections as a linear course between
the values determined for the values provided.
3. A method according to any one of the preceding claims
characterized in
that this is used for a register-free printing.
4. A method according to any one of the preceding claims,
characterized in
that at least one further rotational speed (Vx) of the printing roller (10) when running
freely without an active drive device (20) is determined at a further value provided
(Bx).
5. A method according to any one of the preceding claims,
characterized in
that the determination steps are carried out continuously or substantially continuously
in the case of continuous or substantially continuous change of the value provided.
6. A method according to any one of the preceding claims,
characterized in
that the control curve (30) is also used for the control of the rotational speed of an
anilox roller (40).
7. A method according to any one of the preceding claims,
characterized in
that in controlling the rotational speed of the printing roller (10) a constructive undersize
of the diameter (D) of the printing roller (10) is taken into account.
8. A method according to any one of the preceding claims,
characterized in
that the control curve (30) generated with respect to the resilient printing sleeve (12)
used and/or with respect to the printing roller (10) is stored.
9. A method according to Claim 8,
characterized in
that the control curve (30) generated is compared with a stored control curve.
10. A method according to any one of the preceding claims,
characterized in
that the control curve (30) is used in comparison to the rotational speed at least of
one further roller, in particular, of an anilox roller (40) and/or an impression roller
(50).
11. A flexographic printing press (100), having a printing roller (10) with a resilient
printing sleeve (12) and a control unit (60) for the control of the rotational speed
of the printing roller (10),
characterized in
that the control unit (60) is designed for carrying out a method with the features of
any one of Claims 1 to 10.
1. Procédé de contrôle de la vitesse de rotation pour un dispositif d'entraînement (20)
d'un cylindre porte-cliché (10) avec un manchon porte-cliché (12) élastique d'une
machine d'impression flexographique (100),
caractérisé en ce que le procédé présente les étapes suivantes :
- définition d'une première vitesse de rotation (V1) du cylindre porte-cliché (10)
en roue libre sans activation du dispositif d'entraînement (20) pour une première
valeur de positionnement (B1),
- définition d'une deuxième vitesse de rotation (V2) du cylindre porte-cliché (10)
en roue libre sans activation du dispositif d'entraînement (20) pour une deuxième
valeur de positionnement (P2),
- production d'une courbe de contrôle (30) de la vitesse de rotation rapportée à la
valeur de positionnement sur la base des étapes de définition,
- utilisation de la courbe de contrôle (30) pour le contrôle de la vitesse de rotation
du cylindre porte-cliché (10) avec activation du dispositif d'entraînement (20).
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la courbe de contrôle (30) est produite au moins par tronçons en tant que tracé linéaire
entre les valeurs définies pour les valeurs de positionnement.
3. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
ce procédé est mis en oeuvre pour une impression sans registre.
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce
qu'au moins une autre vitesse de rotation (Vx) du cylindre porte-cliché (10) est définie
en roue libre sans activation du dispositif d'entraînement (20) pour une autre valeur
de positionnement (Bx).
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
les étapes de définition sont effectuées de façon continue ou essentiellement de façon
continue pour une variation continue ou essentiellement continue de la valeur de positionnement.
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la courbe de contrôle (30) est utilisée également pour le contrôle de la vitesse de
rotation d'un rouleau tramé (40).
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que,
lors du contrôle de la vitesse de rotation du cylindre porte-cliché (10), une sous-cote,
liée à la construction, du diamètre (D) du cylindre porte-cliché (10) est prise en
compte.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la courbe de contrôle (30) produite est enregistrée en référence au manchon porte-cliché
(12) élastique utilisé ou en référence au cylindre porte-cliché (10).
9. Procédé selon la revendication 8,
caractérisé en ce que
la courbe de contrôle (30) produite est comparée à une courbe de contrôle enregistrée.
10. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que,
la courbe de contrôle (30) est utilisée en comparaison avec la vitesse de rotation
d'au moins un autre cylindre, en particulier d'un rouleau tramé (40) et/ou d'un contre-cylindre
porte-cliché (50).
11. Machine d'impression flexographique (100), présentant un cylindre porte-cliché (10)
avec un manchon porte-cliché (12) élastique et une unité de contrôle (60) pour le
contrôle de la vitesse de rotation du cylindre porte-cliché (10),
caractérisée en ce que
l'unité de contrôle (60) est constituée pour la réalisation d'un procédé ayant les
caractéristiques d'une des revendications 1 à 10.