[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Stellen von farbführenden
Rotationskörpern, insbesondere Zylindern, einer Druckmaschine gemäß dem Oberbegriff
des Anspruches 1 bzw. 9.
[0002] Aus eine den Wertpapierdruck betreffenden Kapitel des Fachbuchs "
Handbuch der Printmedien", Helmut Kipphan, Springer, 2000, ist ein Druckaggregat einer Wertpapierdruckmaschine mit einem Orlof-Druckwerk bekannt,
wobei ein Umdruckzylinder mit einem Orlof-Plattenzylinder, und dieser stromaufwärts
mit einem Farbsammelzylinder zusammen wirkt. Das Druckaggregat umfasst ferner ein
zusätzliches Offsetdruckwerk, welches mit dem Umdruckzylinder zu dessen Einfärbung
eine weitere Nippstelle bildet. Eine Bogenabgabe erfolgt vom Umdruckzylinder des Orlof-Druckwerks
weg schräg nach hinten unten zu einer Auslage.
[0003] Durch die
EP 1 264 686 A1 ist eine Rollenrotations-Offsetdruckmaschine mit vier übereinander angeordneten Doppeldruckwerken
bekannt, welche für Rüstzwecke zwischen den Formzylindern und den zugehörigen Farbwerken
getrennt werden kann.
[0004] In der
WO 95/24314 A1 sind ebenfalls vier Doppeldruckwerke eines Druckturms offenbart, wobei die Doppeldruckwerke
zu Wartungszwecken an den Druckstellen zwischen den zusammenwirkenden Übertragungszylindern
getrennt werden können.
[0005] Die
EP 0 563 007 A1 offenbart eine Stichtiefdruckmaschine, deren Zylinder an drei voneinander trennbaren
Teilgestellen gelagert sind um mit Entnahme des mittleren Teils zwischen einem indirekten
und direkten Druckverfahren wechseln zu können.
[0006] Die
WO 01/83214 A1 offenbart ein Mehrringlager zur Einstellung eines Abstandes von Zylindern, insbesondere
des Abstandes eines Übertragungszylinders sowohl zu einem Formzylinder als auch zu
einem Gegendruckzylinder, wobei letzterer ebenfalls zwischen einer Druck-An-Stellung
und einer Druck-Ab-Stellung radialbeweglich gelagert sein kann. Durch eine erste Exzenterbuchse
kann der Übertragungszylinder vom Gegendruckzylinder und vom Formzylinder abgestellt
werden, durch die zweite Exzenterbuchse kann die Breite des Druckspaltes verstellt
werden.
[0007] In einem Aniloxfarbwerk der
DE 42 11 379 A1 ist eine Farbauftragwalze in einem zwei Exzenterbuchsen umfassenden Mehrringlager
gelagert. Ein An- und Abstellen erfolgt durch Bewegen des einen Exzenterrings mittels
eines an einem der Exzenterringe angreifenden Arbeitszylinders gegen einen Anschlag.
Dieser Anschlag sowie der zweite Exzenterring sind jeweils zur Einstellung der Abdruckbreite
in den beiden Nippstellen motorisch verstellbar.
[0008] Die
EP 1 088 658 B1 offenbart eine in einem Vierringlager zwischen einem Formzylinder und einer Rasterwalze
gelagerte Farbauftragwalze eines Kurzfarbwerks, welche im Druckbetrieb getaktet zur
Rotation des Formzylinders abwechselnd an diesen an- und abgestellt werden soll. Hierbei
soll die Nippstelle zwischen Farbauftragwalze und Rasterwalze im Druckbetrieb angestellt
verbleiben, während sie bei Druckunterbrechung getrennt werden muss.
[0009] Durch die
DE 101 58 093 A1 ist eine Tiefdruckmaschine offenbart, deren die Druckstelle bildenden Druckwerkszylinder
in einem ersten, stationären Gestellteil, ein Orlof-Zylinder und zusammen wirkende
Schablonenzylinder in einem vom ersten Gestellteil abrückbaren zweiten Gestellteil
und die Schablonenzylinder im betreib einfärbende Farbwerke in einem vom zweiten Gestellteil
abrückbaren dritten Gestellteil gelagert.
[0010] Die
DD 240 172 A5 offenbart eine Druckmaschine für den Wertpapierdruck mit einem Orlof-Offsetdruckwerk
umfassend eine Mehrzahl von Schablonenzylindern, welche jeweils durch ein zugeordnetes
Farbwerk einfärbbar sind, einen mit diesen zusammen wirkenden Farbsammelzylinder,
einen mit letzterem zusammen wirkenden Orlof-Plattenzylinder, einen mit dem Orlof-Plattenzylinder
zusammen wirkenden Übertragungszylinder und einen mit dem Übertragungszylinder eine
Druckstelle bildenden Gegendruckzylinder. Zusätzlich sind zwei Druckwerke vorgesehen,
denen Plattenzylinder mit dem Übertragungszylinder zu dessen Einfärbung zwei weitere
Nippstellen bilden. In einer Ausführung der Druckmaschine mit horizontalem Bahnlauf
sind die genannten Zylinder in einem stationären Hauptgestell gelagert, während die
beiderseits mit den Schablonenzylindern und den Plattenzylindern zusammen wirkenden
Farbwerke beiderseits des Hauptgestells in abfahrbaren Farbwagen gelagert sind. Für
mit dem Gegendruckzylinder zusammen wirkende Druckwerke sind ebenfalls seitwärts verfahrbare
Farbwerkswagen vorgesehen
[0011] Die
DE 10 2005 014 255 A1 betrifft eine Lagerung von Walzen und/oder Zylindern, wobei deren Zapfen zur Änderung
der Achsabstände in durch Stellmittel verdrehbaren Exzenterlagern gelagert sind. Um
durch die Spannkanäle bei Abrollen verursachte Schwingungen zu dämpfen sind auf den
Zapfen drehbar gelagerte Stützscheiben und zwischen den Stützscheiben jeweils benachbarter
Walzen/Zylinder angeordnete Stützelemente vorgesehen. Eine Regelung der Druckqualität
erfolgt über eine Variation der Achsabstände mittels der auf die Exzenter wirkenden
Stellmittel eines oder mehrerer der Walzen bzw. Zylinder von einer gemeinsamen Steuereinrichtung
her. Beim Variieren eines oder mehrerer der Achsabstände erfolgt ein Nachführen der
Stützelemente.
[0012] Durch die
DE 103 28 801 A1 ist eine Vorrichtung zur Druckan- und abstellung in einer Druckmaschine bekannt,
wobei ein mittlerer, als Form- und/oder Gummizylinder ausgebildeter Zylinder über
einen Kurvenring einer sogenannten Dreipunktlagerung stellbar ist. An den Form- und/oder
Gummizylinder ist eine Auftragwalze anstellbar, welche in einem als Exzenterbuchse
ausgebildeten Stellelement gelagert ist.
[0013] In der
DE 26 27 963 B1 ist eine Vorrichtung zum Verstellen von Farbauftragwalzen offenbart, wobei die auf
einen bestimmten Anpressdruck eingestellte Auftragwalzen gleichzeitig unter Beibehaltung
des Anpressdruckes mit dem Stellen des Plattenzylinders bewegt werden.
[0014] Die
DE 41 42 791 A1 offenbart eine Einrichtung zur Einstellung der Druckpressung sowie der Druckan- und
-abstellung in Druckmaschinen.
[0015] In der
DE 197 19 304 C1 ist eine Lageranordnung für eine anstellbare Walze eines Farb- oder Feuchtwerkes
offenbart.
[0016] Die
DE 10 2007 009 884 A1 offenbart eine Druckmaschine mit einem Form-, einem Übertragungs- und einem Gegendruckzylinder,
wobei zur Druck-An/Ab-Stellung eine am Gummizylinder angreifende, durch eine Betätigungseinrichtung
schaltbare Schaltvorrichtung sowie eine am Gummizylinder angreifende, durch einen
ersten Stellantrieb betreibbare Justiervorrichtung vorgesehen ist, durch welche ein
Einstellen der Druckbeistellung im Druckspalt erfolgen kann. Zusätzlich ist ein am
Formzylinder angreifendes Nachführsystem vorgesehen, dessen Stellantrieb steuerungstechnisch
mit dem ersten, den Gummizylinder stellenden Stellantrieb derart gekoppelt ist, dass
der Formzylinder beim Justieren des Druckspaltes automatisch nachgestellt wird.
[0017] Die
DE 197 01 216 A1 betrifft eine Anordnung zur Einstellung der Druckpressung zwischen einem Platten-
und einem Gummizylinder sowie dem Gummi- und einem Gegendruckzylinder, wobei hierzu
der Platten- und der Gummizylinder beidseitig in Exzenterlagern gelagert sind. Um
für die Anpassung des Druckspaltes an die Bedruckstoffdicke den Plattenzylinder in
geeigneter Weise mit der Stellbewegung des Gummizylinders mitzuführen, werden die
Stellexzenter von Platten- und Gummizylinder über jeweilige Stellgetriebe durch eine
selbe Stellwelle angetrieben.
[0018] Die
EP 1 724 115 A2 offenbart eine Tiefdruckmaschine mit einem Gravurzylinder, welcher durch einen Farbsammelzylinder
eingefärbt wird, der seinerseits am Umfang durch mehrere Schablonenzylinder Druckfarbe
erhält. Derartige Druckmaschinen finden Anwendung im Wertpapierdruck
[0019] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum
Stellen von farbführenden Rotationskörpern, insbesondere Zylindern einer Druckmaschine
zu schaffen.
[0020] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruches 1 bzw. 9 gelöst.
[0021] Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass die
Druckmaschine, insbesondere die als Wertpapierdruckmaschine mit einem Orlof-Offsetdruckwerk
ausgebildete Druckmaschine trotz komplexen Aufbaus effektiv und sicher bedien- und/oder
betreibbar ist.
[0022] Ein besonderer Vorteil in einer Ausführung mit erzwungener Nachführung besteht zusätzlich
darin, dass hierdurch in komfortabler und sicherer Weise die Gefahr von Fehldrucken
und/oder Makulatur erheblich zu vermindern ist.
[0023] Dies wird insbesondere dadurch erreicht, dass beim Stellen von Rotationskörpern einer
Druckmaschine mit drei in einer Anstelllage jeweils paarweise zusammen wirkenden farbführenden
Rotationskörpern, wobei ein zweiter, d. h. beispielsweise als mittlerer, der drei
Rotationskörper zur Bildung einer zweiseitigen Anstelllage sowohl an einen ersten
der drei Rotationskörper als auch an einen dritten der drei Rotationskörper angestellt
wird, gleichzeitig mit einer radialen Lageränderung der Rotationsachse des ersten
Rotationskörpers ein in definierter Weise gekoppeltes Nachführen der Rotationsachse
des zweiten Rotationskörpers durch Superposition zweier Bewegungen entlang zweier
nichtkongruenter, in einer zur Rotationsachse des zweiten Rotationskörpers senkrechten
Ebene verlaufenden Bewegungsbahnen erfolgt.
[0024] Bevorzugt ist ein zweiter, d. h. beispielsweise zwischen dem ersten und dritten Rotationskörper
im ein- oder mehrteiligen Gestell gelagerte, der drei Rotationskörper derart radialbeweglich
in einem ein- oder mehrteiligen Gestell gelagert, dass er wahlweise in eine Anstelllage
verbringbar ist, in welcher er an den ersten Rotationskörper und den dritten Rotationskörper
angestellt ist, oder in eine Abstelllage, in welcher er von zumindest einem der beiden
anderen Rotationskörper abgestellt ist, wobei zur Lagerung des zweiten Rotationskörpers
stirnseitig eine Lagereinrichtung vorgesehen ist, welche zwei Stellelemente zur radialen
Bewegung des zweiten Rotationskörpers durch Überlagerung zweier nichtkongruenter Bewegungen
mit jeweils einer radialen Bewegungskomponente umfasst. Hierbei ist eine erzwungene
zweifache Nachführung des zweiten Rotationskörpers vorgesehen, welche eine Kopplung
einer Bewegung der beiden Stellelemente an eine radiale Bewegung des ersten Rotationskörpers
in definierter Weise umfasst, sodass ein radiales Bewegen des ersten Rotationskörpers
um einen Stellweg größer Null gleichzeitig ein erzwungenes Nachstellen der beiden
den ersten Rotationskörper positionierenden Stellelemente um je einen definierten
Stellweg größer Null bewirkt.
[0025] Das genannte Nachführen bzw. die genannte Nachführung weiterbildende Merkmale, wie
sie nachfolgend und/oder anhand der Ausführungsbeispiele dargelegt sind, können zur
Ausbildung einer vorteilhaften Weiterbildung einzeln oder zu mehreren hinzutreten.
[0026] In einer Ausgestaltung kann die Superposition der beiden Bewegungen durch ein gleichzeitiges
Verstellen eines ersten, insbesondere als ein erster Exzenterring ausgebildeten Stellelementes
und eines zweiten, insbesondere als ein zweiter Exzenterring ausgebildeten Stellelementes
erfolgen.
[0027] Es kann zur Kopplung ein mit den Stellelementen zusammen wirkender Stellmechanismus
vorgesehen sein, durch welchen das Nachstellen der beiden Stellelemente im Hinblick
auf deren Bewegung in einer Ausgestaltung mechanisch oder in anderer Ausführung über
elektronische Steuermittel an einen die Radialbewegung des ersten Rotationskörpers
bewirkenden Stellmechanismus oder ein Stellen gekoppelt ist.
[0028] In der Ausbildung mit einer erzwungenen zweifachen Nachführung des Orlof-Plattenzylinders
ist es möglich, nach kurzen Unterbrechungen Fehldrucke durch fehlerhafte oder unvollständige
Einfärbung - insbesondere im Zusammenhang mit dem Wertpapierdruck - zu vermeiden.
Einerseits wird an den Wertpapierdruck ein erhöhtes Maß an Druckqualität gestellt,
andererseits soll aus Kostengründen des Bedruckstoffes und/oder wegen der limitierten
und überwachten Bogenzahl möglichst jegliche Makulatur vermieden werden. Hier können
Produktionsunterbrechungen in größerem Umfang als beim Druck weniger sensibler Produkte
vorkommen. So kann beispielsweise bei gestörter oder bereits geringfügig fehlerhafter
Bogenzufuhr eine Unterbrechung der Produktion durch den Drucker oder eine Überwachungseinrichtung
erfolgen. Um nach der Unterbrechung jedoch möglichst wenig, vorzugsweise keine Makulatur
durch Fehldrucke, die beispielsweise aus fehlerhafter z. B. unvollständiger Einfärbung
von Zylindern und/oder Walzen resultieren können, zu erzeugen, sollten die Walzen
und Zylinder bei Wiederaufnahme des Druckprozesses korrekt eingefärbt sein. Dies wird
beispielsweise durch ein zweifaches erzwungenes Nachführen ermöglicht.
[0029] Zusätzlich oder stattdessen kann ein besonderer Vorteil in einer Ausführung eines
Orlof-Offsetdruckwerks mit trennbaren Teilgestellen für Farbsammel- und Übertragungszylindern
bestehen, wobei die Druckmaschine, insbesondere die als Wertpapierdruckmaschine mit
einem Orlof-Offsetdruckwerk ausgebildete Druckmaschine trotz komplexen Aufbaus für
Wasch-, Montage oder Wartungszwecke besser zugänglich und/oder modular ausführ- oder
erweiterbar ist.
[0030] Dies löst insbesondere eine Druckmaschine, insbesondere für den Wertpapierdruck,
mit einem Orlof-Offsetdruckwerk umfassend eine Mehrzahl von Schablonenzylindern, welche
jeweils durch ein zugeordnetes Farbwerk einfärbbar sind, einen mit der Mehrzahl von
Schablonenzylindern zusammen wirkenden Farbsammelzylinder, einen mit dem Farbsammelzylinder
zusammen wirkenden Orlof-Plattenzylinder, einen mit dem Orlof-Plattenzylinder zusammen
wirkenden Übertragungszylinder und einen mit dem Übertragungszylinder eine Druckstelle
bildenden Gegendruckzylinder dadurch erreicht, dass zumindest der in Druck-An mit
dem Orlof-Plattenzylinder zusammen wirkende Übertragungszylinder durch einen ersten
Druckwerksabschnitt umfasst und in oder an einem ersten Teilgestell gelagert ist,
der Farbsammelzylinder durch einen zweiten Druckwerksabschnitt umfasst und in oder
an einem vom ersten Teilgestell verschiedenen zweiten Teilgestell gelagert ist, und
dass das erste und das zweite Teilgestell wahlweise in eine erste, eine Arbeitslage
ausbildende Relativlage und in eine zweite, eine Wartungslage ausbildende Relativlage
zueinander verbringbar sind, wobei in Wartungslage zwischen dem ersten und dem zweiten
Druckwerksabschnitt und/oder zwischen dem ersten und dem zweiten Teilgestell ein Raum
ausgebildet ist, der einen direkten Zugriff zumindest zum Farbsammelzylinder, zum
Orlof-Plattenzylinder und zum mit dem Orlof-Plattenzylinder zusammen wirkenden Übertragungszylinder
gewährt.
[0031] Bevorzugt wird beim Wechseln einer Druckform auf einem Orlof-Plattenzylinder eines
in einer Druckmaschine für den Wertpapierdruck angeordneten Orlof-Offsetdruckwerks
und zur Aufnahme einer Produktion, wobei bei Stillstand der Druckmaschine eine Kopplung,
insbesondere Verriegelung, zwischen einem den Orlof-Plattenzylinder umfassenden ersten
Teilgestell und einem einen Farbsammelzylinder umfassenden zweiten Teilgestell gelöst,
bei gelöster Kopplung, insbesondere Verriegelung, das erste und das zweite Teilgestell
durch Aktivierung eines Antriebes aus einer ersten Relativlage, d. h. einer Arbeitslage,
in eine zweite Relativlage, d. h. eine Wartungslage, verbracht, in welcher sie weiter
voneinander beabstandet sind und einen zugänglichen Raum zwischen sich ausbilden,
der unbestückte oder der von jeglicher Druckform aus der letzten Produktion über den
Raum befreite Orlof-Plattenzylinder mit mindestens einer Druckform für die kommende
Produktion bestückt, nach dem Bestücken das erste und das zweite Teilgestell durch
Aktivierung des selben oder eines weiteren Antriebes aus der Wartungswieder in die
Arbeitslage zueinander verbracht werden, die Kopplung, insbesondere Verriegelung,
zwischen erstem und zweitem Teilgestell wieder hergestellt, und sich hieran unmittelbar
oder beabstandet anschließend ein Start der Maschine vorgenommen.
[0032] Die genannte Trennbarkeit bzw. das o. g. Wechseln weiterbildende Merkmale, wie sie
nachfolgend und/oder anhand der Ausführungsbeispiele dargelegt sind, können zur Ausbildung
einer vorteilhaften Weiterbildung einzeln oder zu mehreren hinzutreten.
[0033] In einer vorteilhaften Ausführung kann der mit dem mit dem Übertragungszylinder in
Druck-An zusammen wirkende Gegendruckzylinder durch den ersten Druckwerksabschnitt
umfasst und in oder an dem ersten Teilgestell gelagert und/oder kann die Mehrzahl
von Schablonenzylindern durch den zweiten Druckwerksabschnitt umfasst und in oder
an dem vom ersten Teilgestell verschiedenen zweiten Teilgestell gelagert und/oder
kann der Orlof-Plattenzylinder vom ersten Druckwerksabschnitt mitumfasst und in oder
am ersten Teilgestell gelagert sein.
[0034] Durch die Auftrennung des Maschinengestells bzw. des Druckwerks im Walzenzug, insbesondere
zwischen Farbsammelzylinder und Orlof-Plattenzylinder, und - was die Anordnung betrifft
- räumlich zwischen Farbsammelzylinder und Übertragungszylinder und deren relative
Lagerveränderlichkeit sind Farbsammelzylinder und Übertragungszylinder für Rüst- oder
Wartungsarbeiten, z. B. ein Waschen oder Wechseln der Gummitücher, und der Orlof-Plattenzylinder
für den Plattenwechsel von der Seite her zugänglich. Die Oberseite kann frei bleiben,
sodass in raumsparender Weise - z. B. baukastenartig modular - eines oder mehrere
Zusatzdruckwerke über dem Orlof-Druckwerk platziert werden können.
[0035] Durch die seitliche Zugänglichkeit von das Orlof-Druckwerk prägenden Teilen muss
eine beträchtlicher Anteil von Baugruppen oder Teilen, insbesondere die Anbindungen
und Lagerung eines beträchtlichen Teils von Zylindern und Walzen des Orlof-Druckwerks
wegen dessen spezifischer Verhältnisse nicht wesentlich von denen, bzw. von der Art
der Anbindung und Lagerung der Zylinder und Walzen eines mehrfach sammelnden Offsetdruckwerks
abweichen, sondern können in gleicher Ausführung oder lediglich mit geringfügigen
Abweichungen Verwendung finden.
[0036] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden
im Folgenden näher beschrieben.
[0037] Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Ausführungsbeispiel für eine ein Druckaggregat umfassende Druckmaschine;
- Fig. 2
- ein Ausführungsbeispiel eines in einer Arbeitslage befindlichen Druckaggregates in
einer ersten Ausführungsform;
- Fig. 3
- das in einer Wartungslage befindliche Druckaggregat aus Fig. 2 in einer ersten Ausführungsform;
- Fig. 4
- ein Ausführungsbeispiel eines in einer Arbeitslage befindlichen Druckaggregates in
einer ersten Ausführungsform;
- Fig. 5
- das in einer Wartungslage befindliche Druckaggregat der ersten Ausführungsform aus
Fig. 4 in einer ersten Ausführungsvariante;
- Fig. 6
- das in einer Wartungslage befindliche Druckaggregat der ersten Ausführungsform aus
Fig. 4 in einer ersten Alternative der zweiten Ausführungsvariante;
- Fig. 7
- das in einer Wartungslage befindliche Druckaggregat der ersten Ausführungsform aus
Fig. 4 in einer zweiten Alternative der zweiten Ausführungsvariante;
- Fig. 8
- ein Ausführungsbeispiel für einen das An-/Abstellen bewirkenden Antriebsmechanismus;
- Fig. 9
- eine Schnittdarstellung durch ein Mehrfachexzenterlager;
- Fig. 10
- eine erste Ausführung eines die zweifache Nachführung eines zweiten Zylinders bewirkenden
Antriebsmechanismus mit mechanischer Kopplung an die Bewegung eines ersten Zylinders;
- Fig. 11
- eine schematische Darstellung für a) den beidseitig in Anstelllage befindlichen Orlof-Plattenzylinder
und b) den beidseitig in Abstelllage befindlichen Orlof-Plattenzylinder;
- Fig. 12
- eine vergrößerte Darstellung gemäß Fig. 6;
- Fig. 13
- eine erste Variante einer zweiten Ausführung eines die zweifache Nachführung bewirkenden
Antriebsmechanismus mit elektronischer und/oder steuerungstechnischer Kopplung an
die Bewegung eines ersten Zylinders;
- Fig. 14
- eine Alternative zur ersten Variante der zweiten Ausführung für den die zweifache
Nachführung bewirkenden Antriebsmechanismus mit elektronischer und/oder steuerungstechnischer
Kopplung;
- Fig. 15
- eine zweite Variante der zweiten Ausführung eines die zweifache Nachführung bewirkenden
Antriebsmechanismus mit elektronischer und/oder steuerungstechnischer Kopplung an
die Bewegung eines ersten Zylinders.
[0038] Eine Druckmaschine, z. B. eine Bogendruckmaschine oder eine Rollendruckmaschine,
umfasst eingangsseitig eine Zuführeinrichtung 01, durch welche die Druckmaschine mit
einem bogen- oder bahnförmigen Bedruckstoff 02 versorgt wird, wenigstens ein Druckaggregat
03, durch welches der Bedruckstoff 02 ein- oder beidseitig ein oder mehrfarbig bedruck
wird, und eine Produktauslage 04, an welcher bedruckte Produkte oder Zwischenprodukte
stapelartig oder kontinuierlich ausgelegt werden (siehe z. B. Fig. 1). In einer bevorzugten
und in den Figuren dargelegten Ausführung ist die Druckmaschine als Druckmaschine
für den Wertpapierdruck, beispielsweise zum Bedrucken von bahnförmigem Bedruckstoff
02, z. B. einer Bedruckbahn, oder vorzugsweise zum Bedrucken von bogenförmigem Bedruckstoff
02, z. B.
[0039] Bedruckstoffbogen 02, ausgeführt. Die Zuführeinrichtung 01 ist hierbei z. B. als
Bogenanleger 01 ausgebildet, in welchem ein Stapel der zuzuführenden und zu bedruckenden
Bedruckstoffbogen 02 anordnenbar ist. Das Druckaggregat 03 der z. B. als Wertpapierdruckmaschine
ausgebildeten Druckmaschine kann prinzipiell als auf einem beliebigen Druckverfahren
beruhendes Druckaggregat 03, ausgebildet sein, ist jedoch in bevorzugter Ausführung
zum zumindest einseitigen Druck nach dem Orlof-Verfahren ausgebildet (siehe unten).
Der Bedruckstoff 02 ist bevorzugst als Papier ausgeführt, welches mit Fasern aus Textil,
Leinen oder Hanf, ausgebildet ist und/oder vorzugsweise im noch unbedruckten Zustand
Wasserzeichen umfasst. Die Druckmaschine ist also bevorzugt als Bogendruckmaschine
für den Wertpapierdruck ausgeführt und z. B. dazu ausgebildet, aus Bedruckstoffbogen
02 Produkte oder Zwischenprodukte individuelle bedruckte Bogen, insbesondere Wertpapierbogen,
wie z. B. Bogen mit Banknoten, herzustellen.
[0040] Die Bedruckstoffbogen 02 sind als Stapel in der als Bogenanleger 01 ausgebildeten
Zuführeinrichtung 01 vorgehalten, von welchem sie durch eine Greifeinrichtung 06,
welche z. B. Saugnäpfe umfasst, einzeln aufgenommen und vereinzelt über eine Förderstrecke
07, z. B. ein vorzugsweise als Bandsystem 07 ausgebildetes Fördersystem 07, bis zu
einem Eintrittsbereich in das Druckaggregat 03 gefördert werden. Am Eintritt zum Druckaggregat
03 wird der Bedruckstoffbogen 02 an eine dem Druckaggregat 03 zugeordnete Förderstrecke
08, z. B. ein dem Druckaggregat 03 zugeordnetes Fördersystem 08 übergeben, durch welche
der Bedruckstoffbogen 02 entlang seines Transportweges eine oder mehrere Druckstellen
11; 12; 13 passiert, bevor er von dieser dem Druckaggregat 03 zugeordneten Förderstrecke
07 an eine dritte Förderstrecke 09, z. B. ein Bandsystem 09, übergeben und durch dieses
bis zur Produktauslage 04, z. B. einer eine oder mehrere Bogenablagen zur Stapelbildung
umfassende Produktauslage 04, transportiert wird.
[0041] Die dem Druckaggregat 03 zugeordnete Förderstrecke 08 (siehe z. B. Fig. 3) ist vorzugsweise
als Greifersystem 08 ausgebildet, in welchem der Bedruckstoffbogen 02 durch sukzessive
Übergabe zwischen einer Mehrzahl von in Transportrichtung aufeinander folgenden Trommeln
14; 16; 17; 18 und/oder Zylindern 19; 44, beispielsweise jeweils auch als Transferzylinder
14; 16; 17; 18; 19; 44 bezeichnet und/oder wirksam, entlang des Transportweges durch
das Druckaggregat 03 gefördert wird. Hierzu weisen die am Transport beteiligten Trommeln
14; 16; 17; 18 und/oder Zylindern 19; 44 im Umfangsbereich Greifeinrichtungen auf.
So ist beispielsweise am Eintritt in die Förderstrecke 08 des Druckaggregates 03 eine
als Bogenzuführtrommel 14 ausgebildete Trommel 14 mit hier nicht explizit dargestellten
Greifeinrichtungen vorgesehen. In der Schnittstelle zwischen der Förderstrecke 07
und der Bogenzuführtrommel 14 kann eine sog. Schwinganlage 29 vorgesehen sein, durch
dessen Bewegung eine registergerechte Anlage an die Bogenzuführtrommel 14 unterstützt
wird. Je nach Ausprägung des Druckaggregates 03 sind im Transportweg durch das Druckaggregat
03 zum Transport des Bedruckstoffbogens 02 ein oder mehrere als Übergabetrommeln 18;
16; 17 ausgebildete Rotationskörper 18; 16; 17 sowie wenigstens ein an der Bildung
einer Druckstelle 11; 12; 13 beteiligter, und zum Bogentransport befähigter Zylinder
19; 44 wenigstens eines Druckwerks 26; 27; 28 vorgesehen. Am Ende der als Greifersystem
08 ausgebildeten Förderstrecke 08 wird der Bedruckstoffbogen 02 an die dritte Förderstrecke
09 abgegeben.
[0042] Das Druckaggregat 03 umfasst zumindest ein erstes, als Orlof-Druckwerk 26 ausgebildetes
Druckwerk 26. Dieses ist vorzugsweise auf derjenigen Seite des Bedruckstoffs 02 im
Transportpfad des Bedruckstoffs 02 angeordnet, welche im fertiggestellten Produkt,
beispielsweise dem Wertpapier, die Vorderseite ("Recto") bildet. Auf der den Bedruckstoffbogen
02 bedruckenden Seite des Transportpfades umfasst das Orlof-Druckwerk 26 einen ersten
Zylinder 21, welcher als Übertragungszylinder 21, z. B. auch als Umdruckzylinder 21
oder als Gummizylinder 21 bezeichnet, ausgebildet ist (siehe z. B. Fig. 3). Das Orlof-Druckwerk
26 arbeitet hierbei nach einem Offsertverfahren und kann somit auch als Orlof-Offsetdruckwerk
26 bezeichnet sein. Dieser Übertragungszylinder 21 trägt beispielsweise entsprechend
seiner Segmentzahl (hier drei) in Umfangsrichtung hintereinander eine Anzahl von Drucktüchern
15. Er wirkt über den Bedruckstoff 02 mit dem z. B. am Transport beteiligten, dem
Übertragungszylinder 21 als Widerlager wirksamen Zylinder 19, z. B. Gegendruckzylinder
19, zusammen. Der Gegendruckzylinder 19 kann dem Übertragungszylinder 21 als lediglich
ein Widerlager bildender, keine Farbe führender Druckzylinder oder aber als ebenfalls
farbführender Zylinder 19 eines mit dem ersten Druckwerk 26 als Doppeldruckwerk 26,
27 zusammen wirkenden zweiten Druckwerks 27 ausgebildet sein. Im ersten Fall bilden
Übertragungszylinder 21 und Gegendruckzylinder 19 eine Einfachdruckstelle 12, im zweiten,
hier z. B. dargestellten Fall eine Doppeldruckstelle 12, 13 aus (siehe z. B. Fig.
3).
[0043] Grundsätzlich kann der o. g. Transport des Bedruckstoffbogens 02 von der Bogenzuführtrommel
14 über z. B. einen oder mehrere Transferzylinder 16; 44 an einen der beiden die Druckstelle
12 (11) bildenden Zylinder 19; 21 (44) erfolgen. Die Anzahl der im Transportweg vorgesehenen
Transferzylinder 16; 44 bestimmt sich dabei u.a. über die betriebsmäßigen Drehrichtungen
der Bogenzuführtrommel 14 und des aufnehmenden Zylinders 19; 21 (44). Der betreffende
Zylinder 19; 21 (44) umfasst dann am Umfang entsprechende Fördermittel, z. B. Greifeinrichtungen.
In dargelegter und hier besonders vorteilhafter Ausführung erfolgt der Transport auf
den den Gegendruckzylinder 19 für das Orlof-Offsetdruckwerk 26 bildenden Zylinder
19, welcher dann bevorzugt die Fördermittel, z. B. Greifeinrichtungen, umfasst.
[0044] Das Abführen der in der Druckstelle 12 bedruckten Bedruckstoffbogen 02 kann zwar
grundsätzlich von einem beliebigen der beiden die Druckstelle 12 (11) bildenden Zylinder
19; 21 (44) über z. B. einen oder mehrere Transferzylinder 16; 44 erfolgen. Um jedoch
eine weitere Übergabe und die Anordnung entsprechender Fördermittel an beiden Zylindern
19; 21 (44) zu vermeiden, erfolgt die Abgabe bevorzugt von dem Zylinder 19; 21 (44),
an den eingangsseitig der Druckstelle 12 die Übergabe erfolgt. Auch hier bestimmt
sich die Anzahl der im Transportweg stromabwärts der Druckstelle 12 vorgesehenen Transferzylinder
17; 18 u.a. über die betriebsmäßige Drehrichtung des abgebenden Zylinders 19; 21 (44)
und die Förderrichtung eines die Bedruckstoffbogen 02 übernehmenden Fördermittels
122 der Förderstrecke 09 , beispielsweise eines über ein Umlenkrad 123, z. B. Kettenrad
123, laufenden Umlaufmittels 122, im Bereich der Übergabestelle. Das beispielsweise
als Kette 122 ausgebildete Fördermittel 122 umfasst dabei sich z. B. im Übergabebereich
entsprechend öffnende und schließende Greifeinrichtungen. Bevorzugt sind mindestens
zwei derartige Fördermittel 122 nebeneinander vorgesehen. In dargestellter und - z.
B. in Verbindung mit einem unten dargelegten Trennen - besonders vorteilhafter Ausführung
erfolgt das Abführen von dem den Gegendruckzylinder 19 für das Orlof-Offsetdruckwerk
26 bildenden Zylinder 19 her über bevorzugt zwei der Druckstelle 12 im Transportweg
nageordnete Transferzylinder 17; 18. Auf die Mantelfläche der beiden Transferzylinder
17; 18 können im jeweils umlaufenden Umfangsabschnitt in Fig. 2 angedeutete, jedoch
nicht näher bezeichnete optische Inspektionssysteme gerichtet sein. Diese können Kamerasysteme
mit zugeordnetem Auswerte- und/oder Anzeigemittel ausgebildet sein und beispielsweise
die Druckbilder auf Qualitätsmerkmale hin überwachen.
[0045] Stromaufwärts des Übertragungszylinders 21 - wobei sich der Ausdruck stromaufwärts
bzw.-abwärts im Druckwerk 26; 27 (28) auf die Richtung des effektiven Farbstrom der
Druckfarbe von der Farbzufuhr her zur Druckstelle 12; 13 hin bezieht - wirkt dieser
in Druck-An bzw. Anstelllage mit einem zweiten Zylinder 22, z. B. einem Form- oder
Plattenzylinder 22, im folgenden auch Orlofplattenzylinder 22 genannt, zusammen, welcher
auf seiner Oberfläche das Sujet eines mehrfarbigen Gesamtbildes trägt. Das Sujet kann
vorzugsweise auf einer oder mehreren lösbar am Umfang angeordneten Druckformen oder
ggf. direkt auf der Mantelfläche vorgesehen sein. Vorzugsweise ist der Orlof-Plattenzylinder
22 als Einfachumfang- oder Einsegmentzylinder ausgeführt, d. h. er weist in Umfangsrichtung
betrachtet lediglich einen Druckabschnitt und/oder eine Druckform auf. Dieser Orlofplattenzylinder
22 wirkt stromaufwärts in Druck-An bzw. in relativer Anstelllage mit einem dritten
Zylinder 23, z. B. als Gummizylinder 23 oder insbesondere auch als Sammel- oder Farbsammelzylinder
23 bezeichnet oder ausgeführt, zusammen. als Farbsammelzylinder 23 ist vorzugsweise
mit Dreifachumfang- oder Dreisegmentzylinder ausgeführt, d. h. er weist in Umfangsrichtung
betrachtet drei Segmente von Druckabschnittslängen auf. Der Farbsammelzylinder 23
weist beispielsweise eine elastische und/oder kompressible Oberfläche auf. Farbsammelzylinder
23, Übertragungszylinder 21 und Gegendruckzylinder 19 liegen in Druck-An mit ihren
Rotationsachsen R23; R21; R19 i in einer selben, zumindest jedoch - was z. B. ggf.
geringfügige Abweichungen von höchstens maximal 10 mm Abstand der dritten zur Verbindungsachse
zwischen den beiden anderen Rotationsachsen R19; 21; R22 betrifft - im Wesentlichen
selben, vorzugsweise horizontalen, Ebene.
[0046] Mit dem Farbsammelzylinder 23 wirken stromaufwärts in Druck-An bzw. Anstelllage mehrere
als Schablonenzylinder 24 ausgebildete vierte Zylinder 24. Die Schablonenzylinder
24 färben den Farbsammelzylinder 23 nacheinander jeweils bereichsweise mit einer Farbe
oder im Fall des Irisdruckes mit einer Farbkombination ein. Sie weisen auf ihrer Oberfläche
Bereiche mit dieser Farbe bzw. Farbkombination (Irisdruck) entsprechenden erhabenen
Kontur des Druckbildausschnittes auf. Diese bereichsweise erhabene Struktur kann auf
einer oder auf mehreren lösbar am Umfang angeordneten Druckformen in Art einer Hochdruckform
oder ggf. direkt auf der Mantelfläche vorgesehen sein. Von dem in dieser Weise mehrfarbig
eingefärbten Farbsammelzylinder 24 wird stromabwärts das auf dem Orlofplattenzylinder
22 vorgesehene Sujet des mehrfarbigen Gesamtbildes mehrfarbig eingefärbt.
[0047] Die Schablonenzylinder 24 werden ihrerseits stromaufwärts durch jeweils mindestens
eine Farbwerkswalze 32, z. B. Farbauftragwalze 32, jeweiliger Farbwerke 31 eingefärbt.
[0048] Das Farbwerk 31 ist vorzugsweise als diskontinuierlich Farbe eintragendes Heberfarbwerk
31 ausgebildet, was zuverlässiges Dosieren und Drucken auch noch bei kleinsten Farbmengen,
wie z. B. im Wertpapierdruck, begünstigt. Es umfasst am stromaufwärtigen Ende wenigstens
eine Farbquelle 33, z. B. einen Farbkasten 33 oder eine Kammerrakeleinrichtung 33,
aus welcher Druckfarbe auf eine erste Farbwerkswalze 34, z. B. eine Duktorwalze 34
oder Farbkastenwalze 34, aufbringbar ist. Stromabwärts der Duktorwalze 34 ist eine
zweite, schwenkbar gelagerte Farbwerkswalze 36, z. B. Heberwalze 36 vorgesehen, welche
im Betrieb zwischen der Duktorwalze 34 und einer stromabwärts nachfolgenden dritten
Farbwerkswalze 37 mit harter Oberfläche (z. B. mindestens 60 Shore A), auch als Nacktwalze
37 bezeichnet, pendelt. An die Nacktwalze 37 schließt sich stromabwärts in Richtung
des zugeordneten Schablonenzylinders 24 ein einzügiger oder sich ggf. zumindest partiell
in mehrere parallele Teilzüge aufteilender Walzenzug 41 mit weiteren Walzen an, welcher
beispielsweise wenigstens eine, vorzugsweise mehrere mit harter Oberfläche (z. B.
mindestens 60 Shore A) und/oder axial changierbar ausgebildete Farbwerkswalzen 38,
z. B. Reibwalzen 38, und am formzylindernahen Ende mehrere mit dem Schablonenzylinders
24 zusammen wirkende Farbwerkswalzen 32, z. B. Farbauftragwalzen 32, umfasst. Zwischen
Farbwerkswalzen 37; 38 mit harter Oberfläche kann eine Farbwerkswalze 39, Farbübertragwalze
39, mit weicher Oberfläche (z. B. höchstens 50 Shore A) vorgesehen sein.
[0049] In hier dargestellter bevorzugter Ausführung sind einige oder sämtliche Farbwerke
31 mit zwei Farbquellen 33 zum parallelen Farbeintrag in das Farbwerk 31 ausgebildet,
wobei der Farbeintrag von der jeweiligen Farbquelle 33 her über eine Duktorwalze 34
und eine Heberwalze 36 an einer stromabwärtigen Stelle auf eine gemeinsame Farbwerkswalze
37; 38; 39, insbesondere auf die selbe Nacktwalze 37, erfolgt. Dieser parallele Farbeintrag
ermöglicht ein zweifarbiges Drucken durch ein selbes Farbwerk, wobei zwei Farben axial
nebeneinander oder in sich verlaufend gedruckt werden können (sog. Irisdruck"). Zur
Erzeugung des gewünschten axialen Farbprofils sind die beiden Heberwalzen 36 des selben
Farbwerks 31 "geschnitten" ausgebildet, d. h. sie weisen jeweils eine axialer Richtung
profilierte Mantelfläche mit erhabenen und vertieften streifenförmig umlaufenden Abschnitten
auf.
[0050] Das als Orlof-Druckwerk 26 ausgebildete Druckwerk 26 bildet im dargelegten Beispiel
zusammen mit dem zweiten Druckwerk 27 ein Doppeldruckwerk 26, 27, wobei der Gegendruckzylinder
19 des Orlof-Druckwerk 26 gleichzeitig ein an der Bildung der Doppeldruckstelle 12,
13 beteiligter Zylinder 19 des zweiten Druckwerks 27 darstellt (siehe z. B. Fig. 3).
Dieses ist vorzugsweise auf derjenigen Seite des Bedruckstoffs 02 im Transportpfad
des Bedruckstoffs 02 angeordnet, welche im fertiggestellten Produkt, beispielsweise
dem Wertpapier, die Rückseite ("Verso") bildet. Das zweite Druckwerk 27 kann grundsätzlich
beliebig, z. B. für einen indirekten oder direkten Tiefdruck, einen indirekten oder
direkten Hochdruck oder einen indirekten oder direkten Flachdruck, ausgebildet sein.
Im dargelegten Beispiel ist es als Druckwerk 27 für den indirekten Hochdruck ausgebildet,
wobei der die Doppeldruckstelle 12, 13 auf Seiten des zweiten Druckwerkes 27 bildende
Zylinder 19 ebenfalls als Übertragungszylinder 19, z. B. auch als Umdruckzylinder
19 oder Gummizylinder 19 bezeichnet, ausgebildet ist. Dieser wirkt stromaufwärts in
Druck-An mit mehreren als Form- oder Plattenzylinder 42 ausgebildeten Zylindern 42
zusammen, welche auf ihrer Oberfläche jeweils das Sujet eines Farbauszuges einer Farbe
oder einer Farbkombination (Irisdruck) des Gesamtbildes trägt. Dieses Sujet kann auf
einer oder auf mehreren lösbar am Umfang angeordneten Druckformen, z. B. Flach- oder
Hochdruckformen, oder ggf. direkt auf der Mantelfläche als Struktur vorgesehen sein.
Der jeweilige Formzylinder 42 wirkt zu dessen Einfärbung mit einem diesem zugeordneten
Farbwerk 43 zusammen, welches beispielsweise entsprechend dem o. g. Farbwerk 31 des
ersten Druckwerks 26 ausgeführt sein kann.
[0051] Das beispielhaft dargelegte Druckaggregat 03 umfasst des weiteren stromaufwärts im
Bedruckstoffstrom - insbesondere auf selben Seite des Transportpfades wie das Orlof-Druckwerk
26 - ein Zusatzdruckwerk 28, durch welches der Bedruckstoff 02 in einer Druckstelle
11, z. B. Einfachdruckstelle 11, ein- oder mehrfarbig bedruckbar ist. Das Zusatzdruckwerk
28 ist vertikal über dem Orlof-Plattenzylinder 22 angeordnet, d. h. es überschneidet
sich zumindest in seiner horizontalen Ausdehnung zwischen Druckstelle 11 und Farbkasten
mit dem Orlof-Plattenzylinder 22. Die Druckstelle 11 wird beispielsweise durch einen
als Gegendruckzylinder 44 wirksamen, Fördereinrichtungen für den Bogentransport aufweisenden
Zylinder 44 und einen weiteren Zylinder 105 des beispielsweise als Offset-Druckwerk
28 ausgebildeten Druckwerkes 28 gebildet. Der Gegendruckzylinder 44 ist hierbei im
obigen Sinne somit gleichzeitig als Transferzylinder 44 ausgeführt. Umgekehrt bildet
einer der im Transportweg zwischen dem Eintritt in aggregatseitige Förderstrecke 08
und der die Hauptdruckstelle 12 bildenden Druckstelle 12 angeordneter Transferzylinder
44 gleichzeitig den Gegendruckzylinder 44 des zusätzlichen Druckwerks 28. Der mit
dem Zylinder 44 die Druckstelle 11 bildende Zylinder 105 ist z. B. als Übertragungszylinder
105 ausgeführt und wirkt stromaufwärts mit einem oder mit mehreren Form- oder Plattenzylinder
115 zusammen, welcher bzw. welche seinerseits bzw. ihrerseits durch jeweils ein Farbwerk
119, z. B., ebenfalls ein Heberfarbwerk 119, mit einer oder zwei (Irisdruck) Farben
eingefärbt wird bzw. werden.
[0052] Das Maschinengestell 47 des Druckaggregates 03 kann zwar grundsätzlich einteilig,
d. h. stirnseitig je aus je einem zusammenhängenden Gestell 47, oder auch wie dargestellt
vorzugsweise mehrteilig, d. h. je Stirnseite mehrere, z. B. voneinander getrennte
bzw. trennbare Gestelle 47.1; 47.2; 47.3; 47.4, z. B. Teilgestelle 47.1; 47.2; 47.3;
47.4 umfassend, ausgebildet sein. Hierbei ist unter dem Begriff "trennbar" oder auch
"teilbar" nicht lediglich ein geringfügiges Abstellen in einer ansonsten beibehaltenen
Arbeitslage, und auch kein Zerlegen im Sinne einer Demontage, sondern ein betriebsmäßiges
Abrücken in eine Wartungs(relativ)lage zu Wartungs- und/oder Rüstungszwecken zu verstehen.
[0053] Der Übertragungszylinder 21 und derr Farbsammelzylinder 23 sind hierbei in unterschiedlichen
Druckwerksabschnittes und/oder in voneinander verschiedenen Teilgestellen 47.1; 47.2
gelagert. Der Orlof-Plattenzylinder 22 kann grundsätzlich dem einen oder dem anderen
der beiden Druckwerksabschnittes und/oder in voneinander verschiedenen Teilgestellen
47.1; 47.2 zugeschlagen sein. Vorteilhaft ist der Gegendruckzylinder 19 und der Übertragungszylinder
21 Bestandteil des selben ersten Druckwerksabschnittes und/oder in einem selben ersten
Teilgestell 47.1, z. B. einem vorzugsweise ortsfest in der Druckmaschine angeordneten
Hautgestell 47.1 gelagert. Um jedoch eine möglichst störungsfreie Bildübertragung
vom Orlof-Plattenzylinder 22 auf den Übertragungszylinder 21 zu ermöglichen, sind
bevorzugt zumindest der Orlof-Plattenzylinder 22 und der mit dem Orlof-Plattenzylinder
22 zusammen wirkende Übertragungszylinder 21 und vorteilhaft ggf. auch der Gegendruckzylinder
19 Bestandteil eines ersten Druckwerksabschnittes und/oder in einem ersten Teilgestell
47.1, z. B. einem vorzugsweise ortsfest in der Druckmaschine angeordneten Hautgestell
47.1 gelagert. Die Mehrzahl von Schablonenzylindern 24 und der Farbsammelzylinder
23 sind Bestandteil eines zweiten Druckwerksabschnittes und/oder in einem zweiten
Teilgestell 47.2 gelagert. Das erste und das zweite Teilgestell 47.1; 47.2 sind wahlweise
in eine erste, eine Arbeitslage ausbildende Relativlage und in eine zweite, eine Wartungslage
ausbildende Relativlage zueinander verbringbar, wobei in Wartungslage ein Raum 05
zwischen dem ersten und zweiten Druckwerksabschnitt und/oder den diese tragenden Teilgestellen
47.1; 47.2 ausgebildet ist, der - beispielsweise einer Bedienperson - einen direkten
Zugriff zum Farbsammelzylinder 23, zum Orlof-Plattenzylinder 22 und zum mit dem Orlof-Plattenzylinder
22 zusammen wirkenden Übertragungszylinder 21 erlaubt (siehe z. B. Fig. 3).
[0054] Die Bogenzuführtrommel 14 sowie zumindest einer der dieser im Transportweg nachfolgenden
Transferzylinder 44; 16, insbesondere der nächstfolgende Transferzylinder 44, sind
z. B. im ersten Teilgestell 47.1 in einem oberen Gestellteil 121.1 im Sinne eines
Gestellabschnittes mitumfasst oder in einem eigens vorgesehenen Gestellteil 121; 121.1
in Form eines mit dem ersten Teilgestell 47.1 fest aber lösbar verbundenen Gestellein-
oder -aufsatzes 121; 121.1 gelagert (siehe z. B. Fig. 2 und Fig. 3).
[0055] In der Ausführung mit einem o. g. zusätzlichen Druckwerk 28 kann bzw. können zumindest
das bzw. die Farbwerke 119 und ggf. der bzw. die durch dieses bzw. diese einzufärbenden
Formzylinder 115 des zusätzlichen Druckwerks 28 in und/oder an dem zweiten Teilgestell
47.2 in einem oberen Gestellteil 121; 121.3; 121.2, 121.3 im Sinne eines Gestellabschnittes
mitumfasst oder in und/oder an einem mit diesem verbundenen ein- oder mehrteiligen
Gestellein- oder -aufsatz 121; 121.3; 121.2, 121.3 gelagert sein (siehe unten zu Fig.
4 bis Fig. 7).
[0056] Obwohl für die genannte Relativbewegung grundsätzlich beide Teilgestelle 47.1; 47.2
oder das erste Teilgestell 47.1 bewegbar in der Druckmaschine angeordnet sein könnten,
ist vorzugsweise das zweite Teilgestell 47.2 relativ zum ersten Teilgestell 47.1 bewegbar
ausgebildet. Hierzu ist das zweite Teilgestell 47.2 translatorisch entlang einer Bewegungsbahn,
beispielsweise über Wälzkörper auf einer Laufbahn, vorzugsweise über Rollen 45 auf
einer entsprechenden Schiene 35, in Richtung ersten Teilgestells 47.1 bzw. von diesem
weg bewegbar gelagert.
[0057] Beispielsweise sind nicht dargestellte Mittel vorgesehen, durch welche sich die beiden
Teilgestelle 47.1; 47.2 in Arbeitslage miteinander verbinden bzw. koppeln lassen.
In Arbeitslage ist das zweite Teilgestell 47.2 vom ersten Teilgestell 47.1 abgestellt
und/oder mit diesem unverbunden. Vorteilhaft ist zur Kopplung eine mechanische Verriegelung
vorgesehen, welche fernbetätigt bzw. fernbetätigbar durch wenigstens einen Aktor geöffnet
und geschlossen werden kann.
[0058] In Arbeitslage befinden sich der Farbsammelzylinder 23 und der Orlof-Plattenzylinder
22 relativ zueinander in einer Betriebslage, d. h. in einer betriebsmäßigen An- oder
Abstelllage, wobei z. B. in betriebsmäßiger Abstelllage ein Abstand a zwischen den
wirksamen Mantelflächen von Farbsammelzylinder 23 und Orlof-Plattenzylinder 22 beispielsweise
im einstelligen Millimeterbereich (d. h. beispielsweise 0 < a < 10 mm) liegt und/oder
ein Wechsel zwischen An- und Abstelllage ohne Relativbewegung der Teilgestelle 47.1;
47.2 erfolgt. In Wartungslage sind die Mantelflächen demgegenüber jedoch radial zueinander
in einem Abstand A beabstandet, welcher signifikant größer, z. B. mindestens Faktor
10, vorzugsweise mehr als Faktor 100, größer ist, als der Abstand in Abstelllage (d.
h. beispielsweise A > 100*a und/oder A ≥ 100 mm, insbesondere A ≥ 100 mm). Ein Wechsel
zwischen Arbeits- und Wartungslage erfolgt mit und/oder durch eine Relativbewegung
der beiden Teilgestelle 47.1; 47.2.
[0059] Grundsätzlich können die Farbwerke 31 ebenfalls Bestandteil des zweiten Druckwerksabschnittes
sein und/oder im zweiten Teilgestell 47.2 gelagert und in diesem mitbewegt sein. Für
Wartungszwecke sind die Farbwerke 31 jedoch vorzugsweise Bestandteil eines dritten
Druckwerksabschnittes und/oder sind in einem dritten Teilgestell 47.3 gelagert. Zweites
und drittes Teilgestell 47.2; 47.3 sind relativ zueinander lageveränderlich. Vorzugsweise
sind auch diese zueinander wahlweise in eine erste, eine Arbeitslage ausbildende Relativlage
und in eine zweite, eine Wartungslage ausbildende Relativlage verbringbar, wobei in
Wartungslage ein hier nicht dargestellter Raum zwischen dem zweiten und dritten Druckwerksabschnitt
und/oder den diese tragenden Teilgestellen 47.2; 47.3 ausgebildet ist. Das dritte
Teilgestell 47.3 ist beispielsweise ebenfalls translatorisch entlang einer Bewegungsbahn,
beispielsweise über Wälzkörper auf einer Laufbahn, vorzugsweise ebenfalls über Rollen
45 auf einer entsprechenden, z. B. der selben oder einer Fortsetzung der Schiene 35,
in Richtung zweites Teilgestell 47.2 bzw. von diesem weg bewegbar gelagert und wird
auch als Farbwerkswagen bezeichnet. Auch hier ist vorzugsweise eine o. g. Verriegelung
zwischen den beiden Teilgestellen 47.2; 47.3 in deren Arbeitslage vorgesehen.
[0060] In einer ersten Ausführungsvariante der Ausführung des Aggregates 03, in welcher
in Arbeitslage oberhalb des Orlof-Plattenzylinders 22 das o. g. Zusatzdruckwerk 28
vorgesehen ist, sind zumindest die farbführenden Zylinder 105; 115 und das oder die
Farbwerke 119 des Zusatzdruckwerks 28 im Teilgestell 47.1 des ersten Druckwerksabschnittes
oder in einem mit dem ersten Teilgestell 47.1 fest verbundenen Gestellteil 121, z.
B. einem ein- oder mehrteiligen Gestellaufsatz 121 (121.1, 121.2, 121.3) vorgesehen
(siehe z. B. Fig. 4). In mehrteiliger Ausführung können betreffende Gestellteile 121.1,
121.2, 121.3 miteinander fest verbunden, jedoch zu Montagezwecken voneinander lösbar
sein. Der Gestellteil 121 bzw. Gestellaufsatz 121 kann grundsätzlich in oder auf einem
in Fig. 3 nicht dargestellten, z. B. jedoch in Fig. 1 angedeuteten übergeordneten
Maschinengestell und/oder auf dem ersten Teilgestell 47.1 angeordnet sein und sich
ggf. zusätzlich auf dem zweiten unter ihm verfahrbaren Teilgestell 47.2 abstützen.
Für den Fall, dass sich dieser ein- oder mehrteilige Gestellteil 121 bzw. Gestellaufsatz
121 auf dem unter ihm verfahrbaren Teilgestell 47.2 abstützt, kann dieser jedoch beispielsweise
über eine lineare Führung 124 (siehe z. B. Fig. 5) horizontal relativbeweglich auf
dem Teilgestell 47.2 angerordnet sein . Die Führung 124 kann als gleitlager- oder
wälzlagerbasierte Linearführung ausgebildet sein. In einem derartigen Gestellteil
121, kann auch die Bogenzuführtrommel 14 und das druckaggregatseitige Ende der Bogenanlage
vorgesehen sein.
[0061] In einer in den Fig. 6 und Fig. 7 dargestellten, auch die Zugänglichkeit in des Zusatzdruckwerk
28 verbessenden Weiterbildung kann auch das Zusatzdruckwerk 28 - z. B. gemeinsam mit
dem Orlof-Druckwerk 26 - teilbar ausgebildet sein, wobei "teilbar" in obigem Sinne
ebenfalls nicht lediglich ein Abstellen in einer Betriebsstellung, und auch kein Zerlegen,
sondern ein betriebsmäßiges Abrücken zu Wartungs- und/oder Rüstungszwecken meint.
[0062] Grundsätzlich kann diese Zusatzdruckwerk 28 in einer ersten Alternative im Bereich
seiner Druckstelle 11 teilbar ausgebildet sein. Die betreffenden Teile des Zusatzdruckwerkes
28 können entsprechend aufgeteilt im Teilgestell 47.1; 47.2 des ersten und des zweiten
Druckwerksabschnittes oder in einem jeweils mit diesen verbundenen ein- oder mehrteiligen
Teilgestellaufsatz 121.1; 121.2, 121.3 gelagert sein. In dieser Ausführungsalternative
kann ein modulares Aus- oder Nachrüsten eines Aggregates 03, wie es beispielsweise
in Fig. 2 und Fig. 3 dargelegt ist, erfolgen, ohne dass hierzu das erste Teilgestell
47.1 in seinem oberen Gestellteil 121.1 (im Sinne eines Gestellabschnittes oder als
Gestellaufsatz 121.1, insbesondere Teilgestellaufsatz 121.1 bis auf ggf. zu entfernende
Gehäuseteile wesentlich geändert oder ausgetauscht werden müsste. Der mit dem Gegendruckzylinder
44 zusammen wirkende und sämtliche stromaufwärtigen Druckwerksteile, umfassend den
oder die Formzylinder 115 und das oder die Farbwerk(e) 119, sind dann in einem oberen
Gestellabschnitt oder bevorzugt in einem ein- oder mehrteiligen Gestellaufsatz 121.2;
121.3 des zweiten Teilgestells 47.2 gelagert.
[0063] In zweiter, bevorzugter Alternative (siehe z. B. Fig. 7) ist das Zusatzdruckwerk
28 beispielsweise zwischen dem oder den Farbwerken 119 und den mit den Farbwerken
119 stromabwärts zusammen wirkenden Zylindern 115 betriebsmäßig trennbar. Auch hier
können die betreffenden Teile des Zusatzdruckwerkes 28 entsprechend aufgeteilt im
Teilgestell 47.1; 47.2 des ersten und des zweiten Druckwerksabschnittes oder in einem
jeweils mit diesen verbundenen ein- oder mehrteiligen Teilgestellaufsatz 121.1; 121.2,
121.3 gelagert sein. Das mindestens eine Farbwerk 119 kann dann in einem oberen Gestellteil
121.3 des zweiten Teilgestells 47.2 oder in einem mit letzterem fest verbundenen Teilgestellaufsatz
121.3 gelagert sein. Der mindestens eine Formzylinder sowie ein ggf. vorgesehener
Übertragungszylinder 105 ist bzw. sind in einem oberen Gestellabschnitt des ersten
Teilgestells 47.1 oder in einem mit letzterem fest verbundenen ein- oder mehrteiligen
Teilgestellaufsatz 121.1, 121.2 angeordnet. Der Gegendruckzylinder 44 kann im oberen
Gestellabschnitt des ersten Teilgestells 47.1 oder ebenfalls in dem mit letzterem
fest verbundenen ein- oder mehrteiligen Teilgestellaufsatz 121.1, 121.2 gelagert sein.
In einer die Modularität begünstigenden Weiterbildung kann der mindestens eine Formzylinder
115 und der ggf. vorgesehene Übertragungszylinder 105 in einem vom den Gegendruckzylinder
44 tragenden Gestellabschnitt oder Teilgestellaufsatz 121.1 verschiedenen, jedoch
mit diesem fest aber lösbar verbundenen Teilgestellaufsatz 121.1 gelagert sein. Der
den wenigstens einen Formzylinder und den ggf. vorgesehenen Übertragungszylinder 105
tragende Teilgestellaufsatz 12.2 ist dann vom oberen, den Gegendruckzylinder 44 und
ggf. die Bogenzuführtrommel 14 tragende Gestellabschnitt des ersten Teilgestells 47.1
oder dem mit letzterem verbundenen Teilgestellausfsatz 121.1 zu entfernen oder bei
Bedarf durch einen derartigen Teilgestellaufsatz 12.2 zu ergänzen. Stattdessen oder
zusätzlich hierzu kann der den Gegendruckzylinder 44 und ggf. die Bogenzuführtrommel
14 tragende Gestellabschnitt 121.1 ebenfalls als lösbar mit dem ersten Teilgestell
47.1 verbundener Teilgestellaufsatz 12.1; 121.1, 121.2 ausgebildet sein. Der ein-
oder mehrteilige, mit dem ersten Teilgestell 47.1 verbundene und den wenigstens einen
Formzylinder und den Gegendruckzylinder 44 und den ggf. vorgesehenen Übertragungszylinder
105 tragende Teilgestellaufsatz 12.1; 121.1, 121.2 ist dann z. B. insgesamt gegen
einen Teilgestellaufsatz 12.1 austauschbar, welcher wie in Fig. 2 und Fig. 3 lediglich
einem Bedruckstofftransport dient.
[0064] In einer anderen Weiterbildung dieser zweiten Alternative kann stattdessen oder zusätzlich
hierzu der Teilgestellaufsatz 121.3 auf bzw. mit dem zweiten Teilgestell 47.2 derart
angeordnet und/oder mit diesem verbunden sein, dass er betriebsmäßig entlang einer
Führung 124 in einer Richtung zu dem den Formzylinder 115 tragenden Teilgestellaufsatz
121.1; 121.1, 121.2 hin und von diesem weg bewegbar ist. Hierdurch ist ein Warten
oder Rüsten des zusätzlichen Druckwerks 28 möglich, ohne gleichzeitig das darunter
angeordnete Druckwerk 26 in die Wartungslage verbringen zu müssen.
[0065] In einer vorteilhaften Variante der o. g. ersten Ausführungsalternative aus Fig.
6 kann der Gestellaufsatz 121.2; 121.3 auf dem Teilgestell 47.2 zweiteilig und zwischen
dem mindestens einen Farbwerk 119 und dem mindestens einen Formzylinder 115 in obigem
Sinne zu Rüstzwecken teilbar ausgebildet sein. Das mindestens eine Farbwerk 119 ist
hierbei in einem Gestellteilaufsatz 121.3 gelagert, welcher von einem mit dem zweiten
Teilgestell 47.2 fest verbundenen, den mindestens einen einzufärbenden Druckwerkszylinder
115; 105 tragenden Gestellteilaufsatz 121.2 abschwenkbar oder z. B. in Art eines Farbwerkwagens
auf einer Führung 124 abrückbar ist.
[0066] In den im Zusammenhang mit Fig. 6 und Fig. 7 dargelegten, betriebsmäßig teilbaren
Ausführungsalternativen und -varianten sind beispielsweise ebenfalls nicht dargestellte
Mittel vorgesehen, durch welche sich die beiden ein- oder mehrteiligen Teilgestellaufsätze
121.1, 121.2; 121.3 an ihrer Trennstelle in Arbeitslage miteinander verbinden bzw.
koppeln lassen. In Arbeitslage ist der eine ein- oder mehrteilige, das wenigstens
eine Farbwerk 119 tragende Teilgestellaufsatz 121.3; 121.3, 121.2 vom mit dem ersten
Teilgestell 47.1 verbundenen Teilgestellaufsatz 121.1; 121.1, 121.2 abgestellt und/oder
mit diesem unverbunden. Vorteilhaft ist zur Kopplung eine mechanische Verriegelung
vorgesehen, welche fernbetätigt bzw. fernbetätigbar durch wenigstens einen Aktor geöffnet
und geschlossen werden kann. Bevorzugt ist dann bei geöffneter Kopplung bzw. Verbindung
das Zusatzdruckwerk 28 an der betreffenden Trennstelle gemeinsam mit dem Orlof-Druckwerk
26 - teilbar ausgebildet. Bei gelöster Kopplung, insbesondere Verriegelung, werden
die beiden Teilgestellaufsätze dann z. B. zusammen mit dem ersten und zweiten Teilgestell
47.1; 47.2 aus einer ersten Relativlage, d. h. einer Arbeitslage, in eine zweite Relativlage,
d. h. eine Wartungslage, verbracht, in welcher sie weiter voneinander beabstandet
sind und ebenfalls einen zugänglichen Raum zwischen sich ausbilden. Ist zusätzlich
eine Führung 124 entsprechend dem zu Fig. 5 ausgeführtem vorgesehen, so kann bei gekoppelten
Teilgestellaufsätzen 121.1; 121.2; 121.3, d. h. bei geschlossenem Zusatzdruckwerk
28, das darunter befindliche Druckwerk 26 zu Wartungs- oder Rüstungszwecken geteilt
werden.
[0067] In einer vorteilhaften Ausführung ist in einer Steuereinrichtung, beispielsweise
einer Softwaresteuerung und/oder einer Steuerschaltung, eine Logik vorgesehen, welche
derart ausgebildet ist, dass sie eine Relativbewegung des zweiten Teilgestells 47.2
zum ersten Teilgestell 47.1 lediglich im Verbund, z. B. bei geschlossener Verriegelung,
mit dem dritten Teilgestell 47.3, und/oder eine Relativbewegung des dritten Teilgestells
347.3 gegenüber dem zweiten Teilgestell 47.2 lediglich bei bestehender Kopplung, z.
B. bei geschlossener Verriegelung, zwischen erstem und zweitem Seitengestell 47.1;
47.2 erlaubt.
[0068] In vorteilhafter Weiterbildung ist in einer Steuereinrichtung, beispielsweise einer
Softwaresteuerung und/oder einer Steuerschaltung der Maschine, eine Logik implementiert
oder vorgesehen, welche derart ausgebildet ist, dass sie einen Start und/oder Betrieb
der Maschine lediglich bei in Arbeitsposition befindlichen Teilgestellen 47.1; 47.2;
47.3 bzw. Druckwerksabschnitt und/oder bei geschlossener Verriegelung zwischen dem
ersten und zweiten, und, für den Fall eines dritten trennbaren Druckwerksabschnitts,
zwischen dem zweiten und dem dritten Teilgestell 47.1; 47.2; 47.3 erlaubt. Für die
Überwachung der Arbeitslage und/oder des Zustandes der Verriegelung können vorteilhafter
Weise mit der genannten Steuereinrichtung in Signalverbindung stehende Sensoren vorgesehen
sein.
[0069] Beim Wechseln einer Druckform 25 auf dem Orlof-Plattenzylinder 22 wird bei Stillstand
der Druckmaschine zunächst die Verriegelung zwischen erstem und zweitem Teilgestell
47.1; 47.2, insbesondere durch einen fernbetätigten Aktor durch die Maschinensteuerung
bzw. eine in dieser implementierten Steuerroutine und/oder ausgelöst an einer mit
dieser verbundenen Bedienerschnittstelle, z. B. einem, Leitstand, gelöst. Bei gelöster
Verriegelung wird das erste und das zweite Teilgestell 47.1; 47.2 z. B. durch Aktivierung
eines Antriebes über beispielsweise eine entsprechende Steuerroutine deren Relativlage
aus der Arbeitslage in die Wartungslage verbracht, in welcher sie weiter voneinander
beabstandet sind und den durch Bedienpersonal zugänglichen Raum 05 zwischen sich ausbilden.
Dies erfolgt vorzugsweise durch Bewegen des zweiten Teilgestells 47.2 bei raumfestem
ersten Teilgestell 47.1. Der bereits unbestückte oder in einem weiteren Arbeitsgang
nun über den Raum 05 von jeglicher Druckform 25 aus einer ggf. vorangegangenen letzten
Produktion befreite Orlof-Plattenzylinder 22 wird sodann mit mindestens einer Druckform
für die kommende Produktion bestückt. Nach dem Bestücken wird das erste und das zweite
Teilgestell 47.1; 47.2 durch Aktivierung des selben oder eines weiteren Antriebes
über die Steuerroutine aus der Wartungs- wieder in die Arbeitslage zueinander verbracht,
die Verriegelung zwischen erstem und zweitem Teilgestell 47.1; 47.2 wieder hergestellt,
und schließlich über eine Maschinensteuerung, beispielsweise ausgelöst durch einen
Befehl an der Bedienerschnittstelle, ein Start der Maschine vorgenommen. Der Start
wird jedoch durch die Maschinensteuerung in Abhängigkeit eines Signalzustandes eines
die Arbeitslage der Teilgestelle 47.1; 47.2, insbesondere des zweiten Teilgestells
47.2 und/oder den Zustand der Verriegelung überwachenden Sensors durchgeführt oder
bei negativem Ergebnis der Überprüfung von Arbeitslage und/oder Verriegelung unterbunden.
[0070] Ist das Orlof-Offsetdruckwerk 26 mit einem zweiten Druckwerk 27 als Doppeldruckwerk
26, 27 zusammen wirkend im Druckaggregat 03 angeordnet, so kann auf der anderen Seite
des Transportpfades für den Bedruckstoff 02 bzw. auf der anderen Seite des ersten
bzw. Hauptgestells 47.1wenigstens ein weiterer, z. B. vierter Druckwerksabschnitt
und/oder ein den vierten Druckwerksabschnitt umfassendes viertes Gestell 47.4, z.
B. Teilgestell 47.4 vorgesehen sein. Dieses ist z. B. in der oben für das zweite oder
das dritte Teilgestell 47.2; 47.3 genannten Weise in Richtung erstes Teilgestell 47.1
und von diesem weg bewegbar und vorzugsweise verriegelbar gelagert. Im vorliegenden
Fall eines für den indirekten Hochdruck ausgebildeten zweiten Druckwerks 27 kann der
vierte, im vierten Teilgestell 47.4 aufgenommene Druckwerksabschnitt die Farbwerke
43 des zweiten Druckwerks 27 umfassen, welche in Arbeitslage des vierten Druckwerksabschnittes
bzw. Teilgestells 47.4 mit den z. B. im Hauptgestell 47.1 gelagerten Formzylindern
42 zusammen wirken.
[0071] Das dritte und das vierte Teilgestell 47.3 47.4 können - bis auf ggf. lediglich geringfügige
Unterschiede und einer hinsichtlich der Vertikalen spiegelverkehrten Anordnung -baulich,
insbesondere was die Ausführung und/oder Anordnung der Lagerung anbelangt, in der
selben Weise ausgeführt sein. Auch kann die Anordnung und die Ausführung der Lagerung
der mit den Farbwerken 31; 43 jeweils zusammen wirkenden, im zweiten und im ersten
Teilgestell 47.2; 47.1 angeordneten Zylinder 24; 42, z. B. Schablonenzylinder 24 einerseits
und Formzylinder 24 andererseits, in - bis auf ggf. lediglich geringfügige Unterschiede
und einer spiegelverkehrten Anordnung - der selben Weise im bzw. am jeweiligen Teilgestell
47.2; 47.1 vorgesehen sein.
[0072] Im ersten, insbesondere als Orlof-Druckwerk 26 ausgebildeten Druckwerk 26 ist der
als Formzylinder 22 ausgebildete zweite Zylinder 22 mittels einer Lagereinrichtung
46 derart im oder am ein- oder mehrteiligen Gestell 47 (47.1) des Druckaggregates
03 angeordnet bzw. gelagert, sodass er als mittlerer Zylinder 22 wahlweise z. B. bei
Druck-An in eine Anstelllage, insbesondere eine doppelte oder zweiseitige Anstelllage,
verbringbar ist, in welcher er an den als Umdruckzylinder 21 ausgebildeten ersten
Zylinder 21 und den als Farbsammelzylinder 23 ausgebildeten dritten Zylinder 23 angestellt
ist (siehe z. B. Fig. 7a), oder z. B. bei Druck-Ab in eine Abstelllage, in welcher
er von zumindest einem der beiden Zylinder 21; 23, vorzugsweise jedoch sowohl vom
stromaufwärtigen als auch vom stromabwärtigen Zylinder 21; 23, abgestellt ist (siehe
z. B. Fig. 7b). In Abstelllage können die Abstände a; b zwischen den wirksamen Mantelflächen
der zusammen wirkenden Zylinder 23; 22; 21 in einem selben, für den Abstand a zwischen
den in Druck-Ab befindlichen Farbsammel- und Orlof-Plattenzylindern 23; 22 oben angegebenen
Bereich, oder auch unterschiedlichen Größenbereichen liegen und/oder innerhalb des
betreffenden Bereichs einstellbar sein. In Abstelllage ist der Farbübertrag vom stromaufwärtigen
dritten zum stromabwärtigen ersten Zylinder 23; 21 somit an mindestens einer Stelle
unterbrochen, in Anstelllage durchgängig geschlossen.
[0073] Zumindest einer der beiden mit dem zweiten bzw. mittleren Zylinder 22 zusammen wirkenden
Zylinder 21; 23, vorzugsweise der stromabwärtige, an der Bildung der Druckstelle 12;
13 beteiligte und z. B. als Umdruckzylinder 21 ausgebildete Zylinder 21 ist über eine
entsprechend ausgebildete Lagereinrichtung 48 bzgl. seiner Rotationsachse radial stellbar
(siehe z. B. Fig. 3 und Fig. 4). Er ist z. B. zumindest hinsichtlich seines Abstandes
zu dem weiteren, z. B. mit dem ersten Zylinder 19 in Druck-An die Druckstelle 12;
13 bildenden Zylinder 19, insbesondere Gegendruckzylinder 19, veränderbar ausgebildet.
Der andere der beiden zum Formzylinder 22 benachbarten Zylinder 23; 21, z. B. der
stromaufwärtige Farbsammelzylinder 23, ist bzgl. seiner Rotationsachse beispielsweise
betriebsmäßig raumfest im Druckaggregat 01 gelagert, kann jedoch ggf. außerbetriebsmäßig,
z. B. bei Inbetriebnahme oder Wartung, radial justierbar angeordnet sein.
[0074] Die Lagereinrichtung 46 des mittleren, insbesondere als Formzylinder 22, vorzugsweise
als Orlof-Plattenzylinder 22, ausgebildeten Zylinders 22 ist nun erfindungsgemäß dergestalt
ausgebildet, dass der Zylinder 22 bzw. dessen Rotationsachse R22 durch zwei einander
überlagerbare Bewegungen entlang zweier Bewegungsbahnen, d. h. beispielsweise innerhalb
einer zu dessen Rotationsachse R22 senkrecht stehenden Ebene mit zwei Freiheitsgraden,
bewegbar ist. Dies kann grundsätzlich durch Superposition zweier Bewegungen entlang
jeglicher nichtkongruenter Bewegungsbahnen, z. B. durch Superposition zweier Linearbewegungen
entlang zweier nicht paralleler, vorteilhaft jedoch in einer selben, zur Rotationsachse
R22 senkrecht stehenden Ebene verlaufenden Geraden oder durch Superposition zweier
Schwenkbewegungen um zwei voneinander beabstandete, vorteilhaft jedoch zueinander
und vorzugsweise auch zur Rotationsachse R22 parallel verlaufende Schwenkachsen S1;
S2 oder aber durch eine gemischte Form aus einer o. g. Linearbewegung und einer Schwenkbewegung
erfolgen.
[0075] Das Bewegen des Zylinders 22 bzw. dessen Rotationsachse R22 in den zwei Freiheitsgraden
erfolgt durch Stellen eines ersten und eines zweiten Stellelementes 49; 51, welche
grundsätzlich als linearbewegliche Halterungen oder verschwenkbare Hebel ausgeführt
sein können. In bevorzugter Ausführung sind die Stellelemente 49; 51 jedoch wie dargestellt
durch verschwenkbare Exzenterringe 49; 51 eines z. B. als Mehrfachexzenterlager 52
ausgebildeten Mehrringlagers 52, z. B. eines Vierringlagers 52, gebildet (siehe z.
B. Fig. 4 und Fig. 5). Die Lagereinrichtung 46 umfasst hierbei somit das Mehrringlager
52 sowie dessen Anbindung im oder am Gestell 47 (siehe z. B. Fig. 5). Ein erster,
innerer Exzenterring 49 umschließt beispielsweise über Lagermittel 53, z. B. ein Radiallager
53, ein einen Zapfen 54 des Zylinders 22 aufnehmende Innenring 56 und wird seinerseits,
beispielsweise über Lagermittel 57, z. B. Radiallager 57, vom zweiten, äußeren Exzenterring
51 umgeben. Dieser ist seinerseits beispielsweise über Lagermittel 58 in einem Außenring
59 des Mehrringlagers 52, und letzterer in einer Bohrung des Gestells 47 aufgenommen
und ggf. verdrehgesichert. Die Exzenterringe 49; 51 sind hierbei in bekannter Weise
gegeneinander und gegen den Außenring 59 verdrehbar, wobei durch die Superposition
der durch die Exzentrizitäten e1; e2 bewirkten Kurvenbahnen eine zweidimensionale
radiale Positionierung der Rotationsachse R22 zumindest in einem begrenzten flächigen
Stellbereich größer Null innerhalb einer zur Rotationsachse R22 senkrecht verlaufenden
Ebene ermöglicht wird.
[0076] Das radiale Stellen bzw. Bewegen des als Umdruckzylinder 21 ausgebildeten ersten
Zylinders 21 bzw. dessen Rotationsachse R21 in radialer Richtung kann durch Stellen
lediglich eines Stellelementes 61, welches grundsätzlich als linearbewegliche Halterung
oder als verschwenkbarer Hebel ausgeführt sein kann, erfolgen (siehe z. B. Fig. 4).
In bevorzugter Ausführung ist das in Fig. 6 durch eine Stellscheibe 55 zum Teil verdeckte
Stellelement 61 durch einen verschwenkbaren Exzenterring eines z. B. als Exzenterlager
ausgebildeten Mehrringlagers, z. B. eines Dreiringlagers, gebildet. Die Lagereinrichtung
48 umfasst hierbei somit das nicht im Detail dargestellte Mehrringlager sowie dessen
Anbindung im oder am ein- oder mehrteiligen Gestell 47 des Druckaggregates 03. Ein
nicht dargestellter innerer Exzenterring umschließt hierbei über Lagermittel ein den
Zapfen 62 des Zylinders 21 aufnehmendes Radiallager und ist seinerseits, beispielsweise
über Lagermittel, in einem Außenring des Mehrringlagers, und letzterer in einer Bohrung
des Gestells 47 aufgenommen und ggf. verdrehgesichert. Der Exzenterring ist hierbei
in bekannter Weise gegen den Außenring verdrehbar, wobei durch die figürlich nicht
dargestellte Exzentrizität eine radiale Positionierung der Rotationsachse R21 entlang
einer Kurvenbahn ermöglicht wird, welche in einer zur Rotationsachse R21 senkrecht
stehenden Ebene verläuft.
[0077] Zum zweidimensionalen Stellen des zweiten Zylinders 22 greift an den beiden Stellelementen
49; 51 zu deren Bewegung jeweils ein Antriebsmechanismus an. Dieser umfasst jeweils
wenigstens ein Stellglied 63; 64, z. B: einen Stellantrieb 63; 64, welcher mittel-
oder unmittelbar am Stellelement 49; 51 angreift. Dieses bzw. dieser kann grundsätzlich
beliebig, z. B. als Motor, ausgebildet sein, ist jedoch vorzugsweise als druckmittelbetätigbarer
Aktor 63; 64, insbesondere als Pneumatikzylinder 63; 64 oder ggf. Hydraulikzylinder
63; 64, ausgeführt (siehe z. B. Fig. 4). Das jeweilige Stellglied 63; 64 kann zwar
grundsätzlich direkt am Exzenterring 49; 51 angreifen, greift jedoch bevorzugt über
ein Getriebe 66; 67, z. B. ein ein- oder mehrfaches Hebelgetriebe 66; 67, an beispielsweise
einer mit dem betreffenden Exzenterring 49; 51 verbundenen Lasche 78; 79 an. Im Beispiel
umfasst das jeweilige Getriebe 66; 67 einen zweiarmigen Hebel, welcher um eine Schwenkachse
S68; S69 verschwenkbar ist. Der zweiarmige Hebel ist z. B. durch zwei auf einer selben
Welle 68; 69 verdrehfest angeordnete Hebelarme gebildet, wobei die jeweilige Welle
68; 69 als Synchronwelle zwei Antriebsmechanismen für zwei stirnseitigen Lageranordnungen
des Zylinders 22 verbinden kann. Im Beispiel ist der abtriebseitige Hebelarm nicht
direkt, sondern über eine Schwinge 85; 95 mit dem Exzenterring 49; 51 bzw. der exzenterringfesten
Lasche 78; 79 verbunden.
[0078] Grundsätzlich kann das Stellglied 63; 64 selbst und/oder das Getriebe 66; 67 bzgl.
seines Stellweges steuer- oder zumindest einstellbar sein, und damit eine Wegbegrenzung
für die Stellbewegung ggf. überflüssig machen (siehe z. B. unten zu Fig. 9).
[0079] In erster, vorteilhafter Ausführung erfolgt die Stellbewegung des Zylinders 22 bzw.
der Stellelemente 49; 51 zumindest in Anstellrichtung, d. h. in Richtung der jeweiligen
Anstelllage, jedoch jeweils gegen einen den Stellweg begrenzenden Anschlag 71; 72.
Dieser Anschlag 71; 72 kann im Bereich des Stellgliedes 63; 64 selbst, im Getriebe
66; 67 oder mit dem Stellelement 49; 51, d. h. dem Exzenterring 49; 51, oder ein mit
dem Stellelement 49; 51 verbundenen Gegenanschlag 73; 74, zusammen wirkend angeordnet
sein. Der jeweilige Anschlag 71; 72 ist in hier bevorzugter Ausführung mit einem exzenterringfesten
Gegenanschlag 73; 74, z. B. einer Anschlagfläche 73; 74 einer mit dem jeweiligen Exzenterring
49; 51 fest verbundenen Lasche 76; 77 oder Nase 76; 77 ausgebildet. Der jeweilige
Antriebsmechanismus, z. B. das abtriebseitige Ende des Getriebes 66; 67, kann direkt
am jeweiligen Exzenterring 49; 51, an der die Anschlagfläche 73; 74 umfassenden Lasche
76; 77 oder aus Bauraumgründen an einer anderen, z. B. in Umfangsrichtung des Exzenterringes
49; 51 um mehr als 90° beabstandeten Lasche 78; 79, angreifen. Die Laschen 76; 77;
78; 79 sind in der dargestellten Ausführung an mit den Exzenterringen 49; 51 fest
verbundenen, die Exzenterringe 49; 51 in der Darstellung verdeckenden Stellscheiben
65; 75 oder Stellringen 65; 75 verbunden (siehe z. B. Fig. 4).
[0080] Bei Betätigung des ersten und des zweiten Stellgliedes 63; 64 in jeweils einer das
Anstellen bewirkenden Richtung r1; r2 wird nun, z. B. über das betreffende Getriebe
66; 67, der zugeordnete Exzenterring 49; 51 verdreht, bis er mit seiner Anschlagfläche
73; 74 an die Anschlagfläche des zugeordneten Anschlages 71; 72 aufläuft. Die Lage
der ersten und zweiten Exzentrizität e1; e2 ist derart gewählt, dass der zweite Zylinder
22 hierbei an den ersten Zylinder 21 und den dritten Zylinder 23 angestellt wird.
Über die Lage des Anschlages 71; 72 in Umfangsrichtung des Exzenterrings 49; 51 betrachtet
ist die Endposition, d. h. die jeweilige Anstelllage, definiert. Diese Lage der Anschläge
71; 72 kann zur Einstellung der Anstelllage, d. h. der Pressung zwischen den Zylindern
19; 22; 23, justierbar ausgebildet sein (siehe unten). Um eine durch die Stellglieder
63; 64 jeweils aufgebrachte Kraft für die Anschläge 71; 72 zu begrenzen und/oder um
auch bei Justage des betreffenden Anschlages 71; 72 das Anschlagen mit dem Gegenanschlag
73; 74 in Druck-An bzw. Anstelllage zu gewährleisten, kann das Getriebe 66; 67 im
Hinblick auf eine Kraftübertragung, zumindest was die Kraft in Richtung Anstelllage
betrifft, gefedert ausgebildet sein. Das Getriebe 66; 67 kann in der Weise federnd
ausgebildet sein, sodass beim Anstellen des exzenterfesten Anschlages 73; 74 an den
Anschlag 71; 72 mit einem Stellweg des Aktors 63; 64, welcher größer ist als ein für
das Anstellen der Anschläge 71; 72; 73; 74 erforderlicher Stellweg, ein zumindest
geringfügiges Einfedern des Getriebes 66; 67 erfolgt. Hierzu kann eine Schwenkachse
S68; S69 oder ein ein- oder abtriebseitiges Gelenk des Hebels oder aber ein Gelenk
der Schwinge 85; 95 gegen eine Federkraft bewegbar im oder am zusammen wirkenden Hebelarm
bzw. am zusammen wirkenden Koppel gelagert sein.
[0081] Die drei z. B. als Umdruckzylinder 21, als Formzylinder 22 und als Farbsammelzylinder
23 ausgebildeten Zylinder 21; 22; 23 sind also derart im ein- oder mehrteiligen Gestell
47 gelagert, dass der stromabwärtige der drei Zylinder 21 in seinem Abstand zu dem
z. B. als Gegendruckzylinder 19 ausgeführten weiteren Zylinder 19 veränderbar gelagert
ist, und dass der mittlere der drei Zylinder 22 sowohl in seinem Abstand zum stromabwärts
benachbarten Zylinder 21, als auch in seinem Abstand zum stromaufwärts benachbarten,
z. B. betriebsmäßig raumfest angeordneten Zylinder 23, stellbar, insbesondere an diese
an- und von diesen abstellbar, gelagert ist.
[0082] Wird nun die radiale Lage des ersten, insbesondere als Umdruckzylinder 21 ausgebildeten
Zylinders 21 in der Weise verändert, dass sich der Abstand zwischen diesem und dem
in Anstelllage befindlichen zweiten Zylinder 22 verändert, so weicht die in Anstelllage
resultierende Pressung von der gewünschten ab. Durch die im folgenden dargelegte Lösung
ist es nun möglich, den Abstand der Rotationsachsen R21; R22; R23 und damit die Pressung
zwischen den drei Zylindern auch bei radialer Lageveränderung, insbesondere sogar
während dieser Lageveränderung, des ersten der drei in Serie angeordneten Zylinder
22 im Wesentlichen konstant, d. h. innerhalb eines Toleranzbereich für den Abstand
zu halten.
[0083] Hierbei ist nun eine zwangsgekoppelte Nachführung des mittleren der drei Zylinder
21; 22; 23 derart vorgesehen, dass ein radiales Bewegen des stromabwärts benachbarten,
z. B. als Umdruckzylinder 21 ausgebildeten Zylinders 21, um einen Stellweg größer
Null innerhalb seines betriebsmäßigen Stellbereichs ein erzwungenes Stellen der beiden
den mittleren Zylinder 22 bzgl. zweier radialer Richtungen positionierenden Stellelemente
49; 51 um einen definierten Stellweg größer Null bewirkt. Das erzwungene Stellen ist
hierbei derart bemessen und eingerichtet, dass ein Abstand der Rotationsachse R22
des in Anstelllage an den stromaufwärtigen und den stromabwärtigen Zylinder 23; 21
befindlichen mittleren Zylinders 22 sowohl zur Rotationsachse R23 des stromaufwärtigen
Zylinders 23 als auch deren Abstand zur Rotationsachse des stromabwärtigen Zylinders
21 bei einer Lageveränderung des stromabwärtigen Zylinders 21 innerhalb seines betriebsmäßigen
Stellbereichs im Wesentlichen konstant bleibt, d. h. beispielsweise beim Stellen innerhalb
des betriebsmäßigen Stellbereichs um weniger als ein Fünfzigstel, insbesondere weniger
als ein Hundertstel, des Radius des mittleren Zylinders 07 variiert (siehe z. B. Fig.
6 und Fig. 7). In den Fig. 6 und Fig. 7 wurde der in Fig. 4 dargelegte Antriebsmechanismus
für das An-/Abstellen aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht mit dargestellt, sondern
lediglich strichliert angedeutet. Hierbei können Teile des Antriebsmechanismus für
das An-/Abstellen und für das Nachführen an der selben
[0084] Lasche 78 angreifen und sich je nach Ansicht zumindest teilweise verdecken.
[0085] Das beim Nachführen erzwungene Stellen der beiden den mittleren der drei Zylinder
22 positionierenden Stellelemente 49; 51 kann hierbei ggf. durch entsprechendes Ansteuern
der Stellantriebe 63; 64 erfolgen, falls diese hinsichtlich ihrer Positionierung innerhalb
ihres Stellweges steuerbar ausgebildet sind. Vorzugsweise erfolgt die an die Bewegung
des ersten Zylinders 21 gekoppelte Positionierung jedoch durch eine erzwungene Lageveränderung
des die Bewegung für die Anstelllage begrenzenden Anschlages 71; 72 wenigstens eines
der Stellelemente 49; 51, vorzugsweise beider Stellelemente 49; 51. Dadurch wird die
Anstelllage des zweiten Zylinders 22 im Hinblick auf die beiden benachbarten Zylinder
21; 23 gekoppelt an die Lage des ersten Zylinders 21 definiert, und bei Lageveränderung
des ersten Zylinders 21 zwangsweise und in definierter Weise verändert.
[0086] Das beim Nachführen erzwungene Stellen, d. h. Nachstellen, der beiden den mittleren
der drei Zylinder 22 positionierenden Stellelemente 49; 51 kann in einer ersten Ausführung
auf mechanischem Wege, insbesondere auf rein mechanischem Wege, erfolgen (siehe z.
B. Fig. 6 und Fig. 7).
[0087] Hierbei sind zum zweifachen Nachführen des zweiten Zylinders 22, d. h. der beiden
Stellelemente 49; 51, die die Anstelllage für die Stellelemente 49; 51 begrenzenden
Anschläge 71; 72 bewegbar gelagert und im Hinblick auf deren Bewegung mechanisch an
den Stellmechanismus 48, 55; 61, 81 des ersten Zylinders 21, z. B. an das zum Teil
verdeckte Stellelement 61, z. B. den Exzenterring 61, oder wie dargestellt an den
Stellring 55 bzw. die Stellscheibe 55 oder aber an den das Stellelement 61 antreibenden
Antriebsmechanismus 81, gekoppelt. Die mechanische Kopplung kann grundsätzlich parallel
auf die beiden Anschläge 71; 72, oder wie für eine vorteilhafte Ausführung dargestellt
seriell zunächst mittel- oder unmittelbar auf einen der beiden bewegbaren Anschläge
71; 72 und von diesem über die Bewegung des zugeordneten Stellelementes 49; 51 mittel-
oder unmittelbar auf den anderen der beiden Anschläge 72; 71 erfolgen.
[0088] Der Antrieb des ersten der beiden Anschläge 71 erfolgt über ein erstes, eine Stellbewegung
des ersten Zylinders 21 bzw. dessen Stellantriebes in eine Bewegung des ersten Anschlages
71 umformendes Getriebe 91, z. B. ein Hebelgetriebe 91. Dies erfolgt beispielsweise
über ein Koppel 82, dessen eines Ende am Stellelement 61, z. B. Exzenterring 61, des
ersten Zylinders 21, insbesondere an einer mit diesem z. B. über den Stellring 65
verbundenen Lasche 83, angreift und dessen abtriebseitiges Ende an einem den Anschlag
71 umfassenden Hebel 84 angreift. Der Hebel 84 ist um eine Schwenkachse S84 verschwenkbar
gelagert und umfasst an einem dem Gegenanschlag 73 zugewandten Seite den Anschlag
71. Dieser Anschlag 71 ist auf der dem Gegenanschlag 73 zugewandten Seite durch ein
Kurvensegment 88 derart ausgebildet, dass ein Verschwenken des Hebels 84 eine definierte
Variation eines Berührpunktes zwischen Anschlag 71 und exzenterringfestem Gegenanschlag
73 in Umfangsrichtung des Exzenterrings 49 zur Folge hat. Der Antriebsmechanismus,
die Anordnung und Ausbildung des Hebels sowie des Kurvensegmentes 88 ist derart, dass
das Stellen des ersten Zylinders 21 in eine bestimmte Richtung ein definiertes Stellen
des ersten Stellelementes 49, z. B: ersten Exzenterrings 49, in eine bestimmte Richtung,
und damit eine definierte erste der beiden zu superponierenden Bewegungen des Zylinders
22 bzw. dessen Rotationsachse R22 bewirkt.
[0089] Der Antrieb des zweiten der beiden hier seriell getriebenen Anschläge 72 erfolgt
durch die Bewegung des ersten Stellgliedes 49, d. h. des ersten Exzenterrings 49,
über ein die Drehbewegung des ersten Exzenterrings 49 in eine Bewegung des zweiten
Anschlages 72 umformendes Getriebe 92. Hierzu kann ein am ersten Exzenterring 49 oder
an einem dessen Laschen 76; 78 angelenktes Koppel 86 mittel- oder unmittelbar auf
den zweiten Anschlag 51 wirken. In vorteilhafter Ausgestaltung wirkt das mit dem ersten
Exzenterring 49, z. B. hinsichtlich dessen Außenumfang außerzentrisch verbundene Koppel
86 über ein ein- oder mehrstufiges Getriebe 92, z. B. ein- oder mehrstufiges Hebelgetriebe
92, auf einen den zweiten Anschlag 72 umfassenden zweiten Hebel 87. Der Hebel 87 ist
über die Kopplung mit dem ersten Exzenterring 49 durch Verdrehen des Exzenterrings
49 um eine Schwenkachse S87 verschwenkbar und umfasst den zweiten Anschlag 72 an einem
dem zweiten Gegenanschlag 74 zugewandten Seite. Dieser Anschlag 72 ist auf der dem
Gegenanschlag 74 zugewandten Seite ebenfalls durch ein Kurvensegment 89 derart ausgebildet,
dass ein Verschwenken des Hebels 87 wieder eine definierte Variation eines Berührpunktes
zwischen zweitem Anschlag 72 und exzenterringfestem Gegenanschlag 74 in Umfangsrichtung
des zweiten Exzenterrings 51 zur Folge hat. Der Antriebsmechanismus, die Anordnung
und Ausbildung des zweiten Hebels 87 sowie des Kurvensegmentes 89 ist derart, dass
das Stellen des ersten Zylinders 21 in eine bestimmte Richtung über die Bewegung des
ersten Stellelementes 49 ein definiertes Stellen des zweiten Stellelementes 51, z.
B: des zweiten Exzenterrings 51, in eine bestimmte Richtung, und damit eine definierte
zweite der beiden zu superponierenden Bewegungen des Zylinders 22 bzw. dessen Rotationsachse
R22 bewirkt. Im hier vorteilhaft zweistufig ausgebildeten Hebelgetriebe 92 wirkt das
mit dem zweiten Exzenterring 51 zusammen wirkende Koppel 86 auf einen um eine Schwenkachse
S93 verschwenkbaren Hebel 93. Zur verschwenkbaren Lagerung kann der Hebel 93 auf einer
beliebigen gestellfesten Achse oder Welle angeordnet sein, ist hier jedoch z. B. drehbeweglich
auf der bereits vorhandenen Welle 68 gelagert. Der Hebel 93 kann insbesondere ein-
oder auch ggf. zweiarmig ausgebildet sein, ist jedoch vorzugsweise die Bewegung des
Exzenterringes 51 im Bereich der Ankopplung in eine vergrößerte Bewegung des abtriebseitigen
Endes übersetzend ausgebildet. Das abtriebseitige Ende des Hebels 93 kann entweder
direkt am zweiten Hebel 87 zu dessen Bewegung angreifen, ist hier jedoch in vorteilhafter
Ausführung über eine Schwinge 94 (siehe z. B. Fig. 7) mit dem Hebel 87 gelenkig verbunden.
[0090] In eine besonders vorteilhafter Weiterbildung sind die beiden Antriebsmechanismen
für die zweidimensionale Bewegung des Zylinders 22 im Hinblick auf die Anstelllage
justierbar. Hierzu ist hier vorteilhafter Weise mindestens einer der Anschläge 71;
72, z. B. mindestens einer der die Anschläge 71; 72 tragenden Hebel 84; 87, vorzugsweise
beide Anschläge 71; 72 bzw. Hebel 84; 87, hinsichtlich einer Grundposition des Berührpunktes
zwischen dem jeweiligen Anschlag 71 und dem zugeordneten exzenterringfesten Gegenanschlag
73 in Umfangsrichtung des Exzenterrings 49; 51 justierbar ausgebildet. Grundsätzlich
könnte die Schwenkachse R84; R74 am Gestell 47 radialbeweglich ausgebildet sein. Hier
ist die Justierbarkeit jedoch dadurch gegeben, dass die relative radiale Lage zwischen
Hebels 84; 87 und der zugeordneten Schwenkachse S84; S74 variierbar ist. In dargelegter
Ausführung ist dies dadurch gegeben, dass der Hebel 84; 87 über eine Führung zur gestellfesten
Schwenkachse S84; S87 radialbeweglich ist. Hierzu umfasst der Hebel 84; 87 zu dessen
verschwenkbarer Lagerung eine als Führung wirksame Aussparung 96; 97, z. B. ein Langloch
96, in welcher bzw. in welchem ein gestellfester Anschlag 98; 99, z. B. eine gestellfest
gelagerte Anschlagsrolle 98; 99, derart angeordnet ist, dass eine geführte Relativbewegung
mit lediglich einem Freiheitsgrad in Längsrichtung der Aussparung 96; 97 ermöglicht
ist. Die Achse der Anschlagsrolle 98; 99 fällt hierbei mit der effektiven Schwenkachse
S84; S87 des Hebels 84; 87 zusammen. Die Anschlagsrolle 98; 99 müssen nicht rotierbar,
sondern können auch als drehfest angeordnete Anschlagsscheiben 98; 99 ausgebildet
sein. Dass Stellen der Relativlage zwischen Anschlag 98; 99 und Hebel 84; 87 erfolgt
beispielsweise durch eine Stellscheibe 101; 102 mit helixförmig variierender Außenumfangslinie,
z. B. einer Schnecke 101; 102, deren Außenumfang mit einem hebelfesten Anschlag 103;
104 zusammen wirkt. Die Schnecke 101; 102 ist beispielsweise auf der die Anschlagsrolle
bzw. -scheibe 98; 99 tragenden Achse gelagert und wirkt zwecks Vermeidung von Reibung
mit einem als Rolle 103; 104 ausgebildeten hebelfesten Anschlag 103; 104 zusammen.
Die Schnecke 101; 102 ist mittel- oder unmittelbar durch einen nicht dargestellten
Antriebsmechanismus, z. B. ein Handrad oder einen motorischen Antrieb, stellbar. Durch
Verdrehen der Stellscheibe 101; 102 wird der hebelfesten Anschlag 103; 104 und damit
der Hebel in Richtung des Freiheitsgrades bewegt. Das Stellen durch die Stellscheibe
101; 102 erfolgt hierbei vorzugsweise gegen die Kraft eines Federelementes 106; 107,
z. B. einer Zugfeder 106; 107, sodass eine feste Anlage zwischen Stellscheibe 101;
102 und hebelfestem Anschlag 103; 104 gewährleistet ist. Anstelle der beweglichen
Anschlagfläche an der als Stellglied wirksamen Stellscheibe 101; 102 und dem Vorspannen
durch Federkraft ist grundsätzlich ist auch eine zweiseitig wirksame Kopplung zwischen
einem Stellglied und dem Hebel 84; 87 denkbar.
[0091] Das beim Nachführen erzwungene Stellen der beiden den mittleren der drei Zylinder
22 positionierenden Stellelemente 49; 51 kann in zweiter Ausführung auf elektronischem
und/oder steuerungstechnischem Wege erfolgen (siehe z. B. Fig. 8, Fig. 9 und Fig.
10).
[0092] Die Kopplung zwischen der Stellbewegung des ersten Zylinders 21 und dem Nachführen
der Stellelemente 49; 51 erfolgt hierbei durch elektronische Steuerungsmittel 111,
beispielsweise auf schaltungstechnischem und/oder softwarebasiertem Wege bzw. ist
auf diesem Wege ausgebildet. Das Steuerungsmittel 111 wirkt auf wenigstens einen Stellantrieb
112; 113, welcher zum Stellen des ersten und/oder zweiten Stellelementes 49; 51 oder
zum Stellen des die Anstelllage des ersten und/oder zweiten Stellelementes 49; 51
begrenzenden Anschlages 71; 72 vorgesehen ist. Das Stellen erfolgt unter Verwendung
einer die Lage x und/oder eine Lageänderung Δx des ersten Zylinders 21 bzw. dessen
Lagereinrichtung charakterisierenden Information und/oder Größe I
21, x.
[0093] Im Steuerungsmittel 111 ist eine Schaltungsanordnung 114 und/oder ein Softwareprogramm
116 vorgesehen, in welcher bzw. welchem eine eindeutige Zuordnung bzw. Zusammenhang
zwischen der die Lage x und/oder eine Lageänderung Δx des ersten Zylinders 21 bzw.
dessen Lagereinrichtung charakterisierenden Information und/oder Größe I
21, x und einer eine Solllage y und/oder eine Solllageänderung δy der die Nachführung des
zweiten Zylinders 22 entlang der ersten Bewegungsrichtung vorgebenden Information
I
22, y und einer eine Solllage z und/oder eine Solllageänderung δz entlang der zweiten Bewegungsrichtung
vorgebenden Information I
22, z implementiert bzw. gespeichert ist. Die Zuordnung kann tabellenartig für eine Mehrzahl
von die Lage x und/oder Lageänderung Δx des ersten Zylinders 21 betreffenden Werten
Sollwerte für die Solllagen y; z und/oder Solllageänderungen δy; δz für die Nachführung
entlang der beiden Bewegungsbahnen zuweisen. In der Ausführung mit zwei Stellantrieben
112; 113 stellen dies beispielsweise Wertetripel dar. Die Zuordnung oder der Zusammenhang
kann jedoch auch schaltungstechnisch oder softwaretechnisch als kontinuierlich funktionaler
Zusammenhang realisiert sein - z. B. über analoge Technik einer Schaltung oder ein
in einer Softwareroutine digital implementierten Funktion.
[0094] In einer ersten Ausführungsvariante der zweiten Ausführung (siehe z. B. Fig. 8) sind
für das An-/Abstellen des Zylinders 22 wie im ersten Ausführungsbeispiel zwei mittel-
oder unmittelbar auf die Stellelemente 49; 51 wirkende, in Fig. 8 nicht explizit dargestellte
Stellglieder 63; 64, z. B. druckmittelbeaufschlagbare Aktoren 63; 64, vorgesehen,
während für das Nachstellen zwei hiervon verschiedene Stellantriebe 112; 113, z. B.
Stellmotoren 112; 113 vorgesehen sind. Diese Stellmotoren 112; 113 wirken mittel-
oder unmittelbar auf die Anschläge 71; 72, die die Anstelllage für die Stellelemente
49; 51 entsprechend der ersten Ausführung begrenzen Anschläge 71; 72 und bewegbar
gelagert sind. Das zur Ausführung und Wirkung der Anschläge 71; 72 im ersten Ausführungsbeispiel
genannte ist hier entsprechend zu übertragen. Auch hier kann ein jeweiliges Stellen
des Anschlages 71; 72 unmittelbar oder über ein entsprechendes Getriebe mittelbar
erfolgen. Im Gegensatz zur ersten Ausführung ist jedoch keine mechanische Kopplung
zum Stellmechanismus des ersten Zylinder 21, sondern für jedes der beiden den zweiten
Zylinder 22 entlang einer Bewegungsrichtung bewegenden Stellelemente 49; 51 eintriebsseitig
eine eigener Stellantrieb 112; 113 vorgesehen.
[0095] Der den Stellantrieb 112; 113 und die Kopplung umfassende Antriebsmechanismus ist
hierbei in einem Stellbereich größer Null hinsichtlich seiner Lage kontinuierlich
oder in einer Vielzahl (z. B. > 2, insbesondere > 10) kleiner Schritte regel- und/oder
steuerbar ausgebildet und verfügt z. B. über einen entsprechend großen inneren Widerstand
oder eine zugeordnete Feststellbremse, um die gewünschte Lage fixieren zu können.
D. h., es ist durch den Stellantrieb 112; 113 die Lage des wirksamen Anschlages 71;
72 in mehr als zwei voneinander verschiedene definierte Positionen verbringbar. Hierzu
kann ein als Schrittmotor oder bzgl. seiner Lage regelbarer Antriebsmotor oder aber
ein Regelkreis mit motorexterner Sensorik vorgesehen sein.
[0096] Wird in dieser ersten Alternative der zweiten Ausführung der erste Zylinder 21 radial
gestellt, z. B. in Abstelllage (Druck-Ab) vom Gegendruckzylinder 19 verbracht, so
erfolgt über den implementierten Zusammenhang ein mit dem Stellen des ersten Zylinders
21 korreliertes zweifaches "Nachführen" des zweiten Zylinders 21, d. h. ein korreliertes
Stellen der beiden Anschläge 71; 72 des Zylinders 22.
[0097] In einer Alternative zur ersten Ausführungsvariante der zweiten Ausführung (siehe
z. B. Fig. 9) ist lediglich ein Stellantrieb 112 für das Nachführen der beiden Stellelemente
49; 51 vorgesehen, wobei die beiden Stellelemente 49; 51 parallel, oder wie im ersten
Ausführungsbeispiel seriell an den Stellantrieb 112 gekoppelt sein können. Im unterschied
zur ersten Ausführungsvariante wirkt das Steuerungsmittel 111 auf den gemeinsamen
Antrieb für die erste und zweite Bewegung bzw. auf einen dem ersten und dem zweiten
Stellelement 49; 51 zugeordneten Stellantrieb 112. Im Steuerungsmittel 111 bzw. in
der Schaltungsanordnung 114 und/oder dem Softwareprogramm 116 ist dann eine eindeutige
Zuordnung zwischen einer die Lage x und/oder eine Lageänderung Δx des ersten Zylinders
21 bzw. dessen Lagereinrichtung charakterisierenden Information und/oder Größe I
21, x und einer eine Solllage yz und/oder eine Solllageänderung δyz der die Nachführung
des zweiten Zylinders 22 vorgebenden Information I
22, yz implementiert bzw. gespeichert ist. Diese Information I
22, yz kann auch eine Solllage für den Stellantrieb 112 repräsentieren. Für die Art der
Zuordnung gilt das oben genannte in gleicher Weise, wobei jedoch anstatt von Wertetripeln
Wertepaare hinterlegt sein können.
[0098] In einer zweiten Ausführungsvariante der zweiten Ausführung (siehe z. B. Fig. 10)
greifen die beiden Stellantriebe 112, 113 nicht an bewegbaren Anschlägen, sondern
mittel- oder unmittelbar an den Stellelementen 49; 51 zu deren Bewegung an. Der Stellantrieb
112; 113 wirkt beispielsweise über ein Koppel 117; 118, z. B. eine Schubstange 117;
118, auf das Stellelement 49; 51 bzw. den zugeordneten Stellring 65; 75 bzw. eine
Lasche 78; 79 (76; 77). Auch in dieser Ausführung ist der den Stellantrieb 112; 113
und die Kopplung umfassende Antriebsmechanismus in einem Stellbereich größer Null
hinsichtlich seiner Lage kontinuierlich oder in einer Vielzahl (z. B. > 2, insbesondere
> 10) kleiner Schritte regel- und/oder steuerbar ausgebildet und verfügt z. B. über
einen entsprechend großen inneren Widerstand oder eine zugeordnete Feststellbremse,
um die gewünschte Lage fixieren zu können. D. h., es ist durch den Stellantrieb 112;
113 die Lage des wirksamen Anschlages 71; 72 in mehr als zwei voneinander verschiedene
definierte Positionen verbringbar. Hierzu kann ein als Schrittmotor oder bzgl. seiner
Lage regelbarer Antriebsmotor oder aber ein Regelkreis mit motorexterner Sensorik
vorgesehen sein. Die Schubstange 117; 118 kann zu deren Antrieb beispielsweise einen
Gewindeabschnitt umfassen oder mit einem solchen verbunden sein, wobei der Gewindeabschnitt
als Abtriebsteil eines Gewindetriebes beispielsweise durch den Stellantrieb 112; 113
angetrieben ist. Der Stellantrieb 112; 113 kann in dieser zweiten Ausführungsvariante
neben dem "Nachführen" auch die Funktionalität des An-/Abstellens übernehmen, wobei
die oben genannten Stellantriebe 63; 64 (siehe z. B. Fig. 4) entfallen können bzw.
durch die Stellantriebe 112; 113 gebildet werden.
[0099] Wird in dieser zweiten Alternative der zweiten Ausführung der erste Zylinder 21 radial
gestellt, z. B. in Abstelllage (Druck-Ab) vom Gegendruckzylinder 19 verbracht, so
erfolgt über den implementierten Zusammenhang ein mit dem Stellen des ersten Zylinders
21 korreliertes zweifaches "Nachführen" des zweiten Zylinders 21, d. h. ein korreliertes
Stellen der beiden Anschläge 71; 72 des Zylinders 22. Der Sollwert für das Nachführen
wird z. B. dem Sollwert für die ungestörte Anstelllage überlagert.
[0100] Obgleich die erzwungene zweifache Nachführung vorstehend an der zu bevorzugenden
Ausbildung von als Zylinder 21; 22; 23 ausgebildeten Rotationskörpern 21; 22; 23 eines
Druckwerks 26; 27, 28, insbesondere eines Orlof-Druckwerks 26, dargelegt wurde, ist
sie grundsätzlich auch auf eine Anordnung und Lagerung von als fluidführende Walzen
eines Farb- und/oder Feuchtwerkes ausgebildeten Rotationskörpern oder auf eine gemischte
Anordnung von drei Rotationskörpern mit einem oder zwei Zylindern 21; 22; 23 eines
Druckwerks 26; 27; 28 zusammen mit zwei bzw. einer Walze eines Farb- und/oder Feuchtwerkes
anzuwenden. Der erste Rotationskörper 21 ist dann vorzugsweise im Abstand zu einem
weiteren Rotationskörper 19 veränderbar. Die vorstehend anhand der drei "Zylinder"
dargelegten Ausführungen sind dabei entsprechend auf die verallgemeinerte Bezeichnung
"Rotationskörper" oder auch auf die spezielle Bezeichnung "Walze" zu übertragen.
Bezugszeichenliste
[0101]
- 01
- Zuführeinrichtung, Bogenanleger
- 02
- Bedruckstoff, Bedruckstoffbogen
- 03
- Druckaggregat
- 04
- Produktauslage
- 05
- Raum
- 06
- Greifeinrichtung
- 07
- Förderstrecke, Bandsystem
- 08
- Förderstrecke, Fördersystem, Greifersystem
- 09
- Förderstrecke, Bandsystem
- 10
- -
- 11
- Druckstelle
- 12
- Druckstelle
- 13
- Druckstelle
- 14
- Trommel, Bogenzuführtrommel
- 15
- Drucktuch
- 16
- Trommel, Übergabetrommel
- 17
- Trommel, Übergabetrommel
- 18
- Trommel, Übergabetrommel
- 19
- Zylinder, Gegendruckzylinder, Übertragungszylinder, Umdruckzylinder, Gummizylinder
- 20
- -
- 21
- Zylinder, erster, Übertragungszylinder, Umdruckzylinder, Gummizylinder, Rotationskörper
- 22
- Zylinder, zweiter, Formzylinder, Plattenzylinder, Orlofplattenzylinder, Rotationskörper
- 23
- Zylinder, dritter, Gummizylinder, Sammelzylinder, Farbsammelzylinder, Rotationskörper
- 24
- Zylinder, Schablonenzylinder
- 25
- Druckform
- 26
- Druckwerk, Orlof-Druckwerk, Orlof-Offsetdruckwerk
- 27
- Druckwerk
- 28
- Druckwerk, Zusatzdruckwerk
- 29
- Schwinganlage
- 30
- -
- 31
- Farbwerk, Heberfarbwerk
- 32
- Farbwerkswalze, Farbauftragwalze
- 33
- Farbquelle, Farbkasten, Kammerrakeleinrichtung
- 34
- Farbwerkswalze, Farbkastenwalze, Duktorwalze
- 35
- Schiene
- 36
- Farbwerkswalze, Heberwalze
- 37
- Farbwerkswalze, Nacktwalze
- 38
- Farbwerkswalze, Reibwalze
- 39
- Farbwerkswalze, Farbübertragwalze
- 40
- -
- 41
- Walzenzug
- 42
- Zylinder, Formzylinder, Plattenzylinder
- 43
- Farbwerk
- 44
- Zylinder, Gegendruckzylinder
- 45
- Rolle
- 46
- Lagereinrichtung
- 47
- Gestell
- 47.i
- Gestellteil, mit i = 1, 2, 3, 4, 5, 6
- 48
- Lagereinrichtung
- 49
- Stellelement, Exzenterring
- 50
- -
- 51
- Stellelement, Exzenterring
- 52
- Mehrringlager, Mehrfachexzenterlager, Vierringlager
- 53
- Lagermittel, Radiallager
- 54
- Zapfen
- 55
- Stellscheibe (61)
- 56
- Innenring
- 57
- Lagermittel, Radiallager
- 58
- Lagermittel, Radiallager
- 59
- Außenring
- 60
- -
- 61
- Stellelement, Exzenterring
- 62
- Zapfen
- 63
- Stellglied, Stellantrieb, Aktor, Pneumatikzylinder, Hydraulikzylinder
- 64
- Stellglied, Stellantrieb, Aktor, Pneumatikzylinder, Hydraulikzylinder
- 65
- Stellscheibe, Stellring (49)
- 66
- Getriebe, Hebelgetriebe
- 67
- Getriebe, Hebelgetriebe
- 68
- Welle, Synchronwelle
- 69
- Welle, Synchronwelle
- 70
- -
- 71
- Anschlag
- 72
- Anschlag
- 73
- Gegenanschlag
- 74
- Gegenanschlag
- 75
- Stellscheibe, Stellring (51)
- 76
- Lasche, Nase
- 77
- Lasche, Nase
- 78
- Lasche
- 79
- Lasche
- 80
- -
- 81
- Antriebsmechanismus
- 82
- Koppel
- 83
- Lasche
- 84
- Hebel
- 85
- Schwinge
- 86
- Koppel
- 87
- Hebel
- 88
- Kurvensegment
- 89
- Kurvensegment
- 90
- -
- 91
- Getriebe, Hebelgetriebe
- 92
- Getriebe, Hebelgetriebe
- 93
- Hebel
- 94
- Schwinge
- 95
- Schwinge
- 96
- Aussparung, Langloch
- 97
- Aussparung, Langloch
- 98
- Anschlag, Anschlagsrolle, Anschlagsscheiben
- 99
- Anschlag, Anschlagsrolle, Anschlagsscheiben
- 100
- -
- 101
- Stellscheibe, Schnecke
- 102
- Stellscheibe, Schnecke
- 103
- Anschlag, Rolle
- 104
- Anschlag, Rolle
- 105
- Zylinder, Übertragungszylinder
- 106
- Federelement, Zugfeder
- 107
- Federelement, Zugfeder
- 108
- Raum
- 109
- Lager, Wälzlager
- 110
- -
- 111
- Steuerungsmittel
- 112
- Stellantrieb, Stellmotor
- 113
- Stellantrieb, Stellmotor
- 114
- Schaltungsanordnung
- 115
- Formzylinder
- 116
- Softwareprogramm
- 117
- Koppel, Schubstange
- 118
- Koppel, Schubstange
- 119
- Farbwerk, Heberfarbwerk
- 120
- -
- 121
- Gestellteil, Gestellaufsatz
- 121.1
- Gestellteil, Gestellaufsatz,Teilgestellaufsatz
- 121.2
- Gestellteil, Gestellaufsatz,Teilgestellaufsatz
- 121.3
- Gestellteil, Gestellaufsatz,Teilgestellaufsatz
- 122
- Fördermittel, Umlaufmittel, Kette
- 123
- Umlenkrad, Kettenrad
- 124
- Führung
- a
- Abstand
- b
- Abstand
- A
- Abstand
- e1
- Exzentrizität
- e2
- Exzentrizität
- I21, x
- Information, Größe
- I22, y
- Information, Größe
- I21, z
- Information, Größe
- I22, yz
- Information, Größe
- r1
- Richtung
- r2
- Richtung
- R19
- Rotationsachse
- R21
- Rotationsachse
- R22
- Rotationsachse
- R23
- Rotationsachse
- S84
- Schwenkachse
- S87
- Schwenkachse
- S93
- Schwenkachse
1. Verfahren zum Stellen von Rotationskörpern einer Druckmaschine mit wenigstens einem
ersten, einem zweiten und einem dritten farbführenden Rotationskörper (21; 22; 23),
welche in einer Anstelllage jeweils paarweise zusammen wirken, und wobei der zweite
der wenigstens drei Rotationskörper (22) zur Bildung einer zweiseitigen Anstelllage
sowohl an den ersten der drei Rotationskörper (21) als auch an den dritten der drei
Rotationskörper (23) angestellt wird, dadurch gekennzeichnet, dass gleichzeitig mit einer radialen Lageveranderung der Rotationsachse (R21) des ersten
Rotationskörpers (21) ein in definierter Weise gekoppeltes Nachführen der Rotationsachse
(R22) des zweiten Rotationskörpers (22) durch Superposition zweier Bewegungen entlang
zweier nichtkongruenter, in einer zur Rotationsachse (R22) des zweiten Rotationskörpers
(22) senkrechten Ebene verlaufenden Bewegungsbahnen erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Superposition der beiden Bewegungen durch ein gleichzeitiges Verstellen eines
ersten, insbesondere als ein erster Exzenterring (49) ausgebildeten Stellelementes
(49) und eines zweiten, insbesondere als ein zweiter Exzenterring (51) ausgebildeten
Stellelementes (51) erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstellen des ersten und zweiten Stellgliedes (49; 51) jeweils durch eine Lageveränderung
eines den Stellweg in Richtung Anstelllage begrenzenden Anschlages (71; 72) erfolgt.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Lageveränderung der Anschläge (71; 72) durch eine mechanische Kopplung zum Stellmechanismus
(48, 55; 61, 81) des ersten Rotationskörpers (21) hin erfolgt.
5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Lageveränderung der beiden Anschläge (71; 72) durch wenigstens einen mechanisch
vom Stellmechanismus (48, 61, 81) des ersten Rotationskörpers (21) unabhängigen Stellantrieb
(112; 113) bewirkt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass zur Lageveränderung der Anschläge (71; 72) jeweils ein den betreffenden Anschlag
(71; 72) umfassender Hebel (84; 87) verschwenkt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstellen des ersten und zweiten Stellelementes (49; 51) jeweils durch einen
am betreffenden Stellelement (49; 51) mittel- oder unmittelbar angreifenden, mechanisch
vom Stellmechanismus (48, 61, 81) des ersten Rotationskörpers (21) unabhängigen Stellantrieb
(112; 113) bewirkt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 5 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass auf den Stellantrieb (112; 113) zu dessen Betrieb ein Steuerungsmittel (111) wirkt,
und das Stellen unter Verwendung einer die Lage (x) und/oder eine Lageänderung (Δx)
des ersten Rotationskörpers (21) oder dessen Lagereinrichtung charakterisierenden
Information und/oder Größe (I21, x) erfolgt.
9. Vorrichtung zum Stellen von Rotationskörpern einer Druckmaschine mit wenigstens einem
ersten, einem zweiten und einem dritten farbführenden Rotationskörper (21; 22; 23),
welche in einer Anstelllage jeweils paarweise zusammen wirken, wobei der zweite der
wenigstens drei Rotationskörper (22) derart radialbeweglich in einem ein- oder mehrteiligen
Gestell (47) zwischen dem ersten und dem dritten Rotationskörper (21; 23) gelagert
ist, dass er wahlweise in eine Anstelllage verbringbar ist, in welcher er an den ersten
Rotationskörper (21) und den dritten Rotationskörper (23) angestellt ist, oder in
eine Abstelllage, in welcher er von zumindest einem der beiden anderen Rotationskörper
(21; 23) abgestellt ist, wobei zur Lagerung des zweiten Rotationskörpers (22) stirnseitig
eine Lagereinrichtung (46) vorgesehen ist, welche zwei Stellelemente (49; 51) zur
radialen Bewegung des zweiten Rotationskörpers (22) durch Überlagerung zweier nichtkongruenter
Bewegungen mit jeweils einer radialen Bewegungskomponente umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass eine erzwungene zweifache Nachführung des zweiten Rotationskörpers (22) vorgesehen
ist, welche eine Kopplung einer Bewegung der beiden Stellelemente (49; 51) an eine
radiale Bewegung des ersten Rotationskörpers (21) in definierter Weise derart umfasst,
sodass ein radiales Bewegen des ersten Rotationskörpers (21) um einen Stellweg größer
Null gleichzeitig ein erzwungenes Nachstellen der beiden den zweiten Rotationskörper
(22) positionierenden Stellelemente (49; 51) um je einen definierten Stellweg größer
Null bewirkt.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass zur Kopplung ein mit den Stellelementen (49; 51) zusammen wirkender Stellmechanismus
vorgesehen ist, durch welchen das Nachstellen der beiden Stellelemente (49; 51) im
Hinblick auf deren Bewegung mechanisch an einen die Radialbewegung des ersten Rotationskörpers
(21) bewirkenden Stellmechanismus (48, 55; 61, 81) gekoppelt ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass je Stellelement (49; 51) ein die Bewegung des betreffenden Stellelementes (49; 51)
in einer Stellrichtung, insbesondere in Richtung einer Anstelllage, begrenzender Anschlag
(71; 72) vorgesehen ist, gegen welchen in einer Anstelllage ein stellelementfester
Gegenanschlag (73; 74) angestellt ist, und welcher hinsichtlich der Lage eines Berührpunktes
mit dem stellelementfesten Gegenanschlag (73; 74) lageveränderbar ausgebildet ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden lageveränderlichen Anschläge (71; 72) im Hinblick auf deren Bewegung mechanisch
an einen die Radialbewegung des ersten Rotationskörpers (21) bewirkenden Stellmechanismus
(48, 55; 61, 81) gekoppelt sind.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die mechanische Kopplung seriell vom Stellmechanismus (48, 55; 61, 81) des ersten
Rotationskörpers (21) mittel- oder unmittelbar auf einen der beiden bewegbaren Anschläge
(71; 72) wirkend, und von diesem über die Bewegung des zugeordneten Stellelementes
(49; 51) mittel- oder unmittelbar auf den anderen der beiden Anschläge (72; 71) wirkend
ausgebildet ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Kopplung auf schaltungs- und/oder steuerungstechnischem Wege realisiert ist,
wobei zur Kopplung ein elektronisches Steuerungsmittel (111) vorgesehen ist, welches
auf wenigstens einen vom die Radialbewegung des ersten Rotationskörpers (21) bewirkenden
Stellmechanismus (48, 55; 61, 81) mechanisch unabhängigen Stellantrieb (112; 113)
wirkt.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass im Steuerungsmittel (111) eine eindeutige Zuordnung zwischen einer eine Lage (x)
oder Lageänderung (Δx) des ersten Rotationskörpers (21) charakterisierenden Information
oder Größe (I21, x) und einer eine Solllage (y; z) oder Solllageänderung (δy; δz) einer für die Nachführung
des zweiten Rotationskörpers (22) mittels des ersten und/oder zweiten Stellelementes
(49; 51) betreffenden Information (I22, y) implementiert ist.
16. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 9 bis 15, gekennzeichnet durch die Ausbildung des ersten Rotationskörpers (21) als Übertragungszylinder (21) und/oder
die Ausbildung des zweiten Rotationskörpers (22) als Orlofplattenzylinder (22) und/oder
die Ausbildung eines dritten Rotationskörpers (23) als Farbsammelzylinders (23) eines
Orlof-Druckwerkes (26) eines Druckaggregates (03) einer Wertpapierdruckmaschine ist.
1. A method for the adjustment of rotational bodies of a printing press with at least
a first, a second and a third ink-carrying rotational body (21; 22; 23) interacting
in each case in pairs, wherein the second of the at least three rotational bodies
(22) is set both against the first of the three rotational bodies (21) and against
the third of the three rotational bodies (23) for the formation of a two-sided thrown-on
position, characterized in that wherein tracking, coupled in a defined way, of the rotational axis (R22) of the second
rotational body (22) takes place at the same time as a radial positional change of
the rotational axis (R21) of the first rotational body (21), by way of the superimposition
of two movements along two non-congruent movement paths which run on a plane which
is perpendicular with respect to the rotational axis (R22) of the second rotational
body (22).
2. The method according to claim 1, characterized in that the superimposition of the two movements occurs by means of a simultaneous adjustment
of a first adjusting element (49), in particular configured as a first eccentric ring
(49) and a second adjusting element (51), in particular configured as a second eccentric
ring (51).
3. The method according to claim 2, characterized in that the adjustment of the first and second actuator (49; 51) in each case occurs by a
positional change of a stop (71; 72) limiting the adjustment path in the direction
of the thrown-on position.
4. The method according to claim 3, characterized in that the positional change of the stops (71; 72) occurs by means of a mechanical coupling
to the adjustment mechanism (48; 55; 61; 81) of the first rotational body (21).
5. The method according to claim 3, characterized in that the positional change of the two stops (71; 72) is caused by at least one adjusting
drive (112; 113) mechanically separate from the adjustment mechanism (48, 61, 81)
of the first rotational body (21).
6. The method according to claim 3, 4 or 5, characterized in that for positional change of the stops (71; 72) in each case a lever (84; 87) comprising
the relevant stop (71; 72) is rotated.
7. The method according to claim 2, characterized in that the adjustment of the first and second adjusting element (49; 51) in each case is
caused by an adjusting drive (112; 113) indirectly or directly engaging on the relevant
adjusting element (49; 51) mechanically separate from the adjustment mechanism (48,
61, 81) of the first rotational body (21).
8. The method according to claim 5 or 7, characterized in that a control means (111) acts on the adjusting drive (112; 113) for its operation, the
setting occurs using information characterizing the position (x) and/or a positional
change (Δx) of the first rotational body (21) or its bearing device direction and/or
factor (I21,x).
9. A device for the adjustment of rotational bodies of a printing press with at least
a first, a second and a third ink-carrying rotational body (21; 22; 23) interacting
in each case in pairs, wherein the second of the at least three rotational bodies
(22) mounted between the first and third rotational bodies (21; 23) radially movably
in a single or multi-part frame (47) such that it can optionally be brought into a
thrown-on position in which it is set against the first rotational body (21) and the
third rotational body (23), or in a thrown-off position, in which it is thrown off
from at least one of the two other rotational bodies (21; 23), wherein a bearing device
(46) is provided for mounting of the second rotational body (22) on the front, which
comprises two adjusting elements (49; 51) for the radial movement of the second rotational
body (22) by superimposing two non-congruent movements, in each case with a radial
movement component, characterized in that a forced, two-fold tracking of the second rotational body (22) is provided, which
comprises a coupling of a movement of the two adjusting elements (49; 51) to a radial
movement of the first rotational body (21) in a defined manner, so that a radial movement
of the first rotational body (21) by an adjustment path greater than zero simultaneously
causes a forced tracking of the two adjusting elements (49;51) positioning the first
rotational body (21) in each case by a defined adjustment path greater than zero.
10. The device according to claim 9, characterized in that a positioning mechanism interacting with the adjusting elements (49; 51) is provided
for coupling, by which the repositioning of the two adjusting elements (49; 51) with
respect to their movement is coupled mechanically to a positioning mechanism (48;
55; 61; 81) causing the radial movement of the first rotational body (21).
11. The device according to claim 10, characterized in that per adjusting element (49; 51) a stop (71; 72) limiting the movement of the relevant
adjusting element (49; 51) in an adjustment direction, in particular in the direction
of a thrown-on position, is provided, against which in a thrown-on position an adjusting
element fixed counter-stop (73; 74) is set, and which with respect to the position
of a contact point with the adjusting element counter-stop (73; 74) is configured
to be positionally variable.
12. The device according to claim 11, characterized in that the two positionally variable stops (71; 72) with respect to their movement are mechanically
coupled to a positioning mechanism (48; 55; 61; 81) causing the radial movement of
the first rotational body (21).
13. The device according to claim 12, characterized in that the mechanical coupling is configured to act serially from the positioning mechanism
(48; 55; 61; 81) of the first rotational body (21) indirectly or directly on one of
the two movable stops (71; 72) and from this via the movement of the associated adjustment
element (49; 51) acting indirectly or directly on the other of the two stops (72;
71).
14. The device according to claim 9, characterized in that the coupling is realized via circuit and/or control technology, wherein for coupling
an electronic control means (111) is provided, which acts on at least one adjusting
drive (112; 113) mechanically separate from positioning mechanism (48; 55; 61; 81)
causing the radial movement of the first rotational body (21).
15. The device according to claim 14, characterized in that in the control means (111) a unique allocation between the information and/or factor
(I21,x) characterizing a position (x) and/or a positional change (Δx) of the first rotational
body (21) and information (I22,y) specifying a target position (y; z) and/or target positional change (δy; δz) relating
to the tracking of the second rotational body (22) by means of the first and/or second
adjusting element (49; 51) is implemented.
16. The device according to any one or several of claims 9 to 15, characterized in that through the configuration of the first rotational body (21) as a transfer cylinder
(21) and/or the configuration of the second rotational body (22) as an Orlof plate
cylinder (22) and/or the configuration of a third rotational body (23) as an ink collecting
cylinder (23) of an Orlof printing unit (26) of a printing unit (03) a security printing
press is given.
1. Procédé permettant le réglage de corps rotatifs d'une machine à imprimer comprenant
au moins un premier, un deuxième et un troisième corps rotatif (21 ; 22 ; 23) encreurs,
lesquels coopèrent respectivement par paire dans une position de mise en place, et
dans lequel le deuxième des au moins trois corps rotatifs (22) est mis en place aussi
bien sur le premier des trois corps rotatifs (21) que sur le troisième des trois corps
rotatifs (23) pour la formation d'une position de mise en place bilatérale, caractérisé en ce qu'un guidage précis accouplé de façon définie de l'axe de rotation (R22) du deuxième
corps rotatif (22) est réalisé en même temps qu'une modification de la position radiale
de l'axe de rotation (R21) du premier corps rotatif (21) par superposition de deux
mouvements le long de deux trajectoires non identiques s'étendant dans un plan perpendiculaire
à l'axe de rotation (R22) du deuxième corps rotatif (22).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la superposition des deux mouvements est réalisée par un déplacement simultané d'un
premier élément de réglage (49) réalisé en particulier sous la forme d'une première
bague excentrique (49) et d'un deuxième élément de réglage (51) réalisé en particulier
sous la forme d'une deuxième bague excentrique (51).
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que le déplacement du premier et du deuxième élément de réglage (49 ; 51) est réalisé
dans chaque cas par une modification de la position d'une butée (71 ; 72) limitant
la course de réglage en direction de la position de mise en place.
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que la modification de la position des butées (71 ; 72) est réalisée par un accouplement
mécanique en direction du mécanisme de réglage (48, 55 ; 61, 81) du premier corps
rotatif (21).
5. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que la modification de la position des deux butées (71 ; 72) est provoquée par au moins
un entraînement de réglage (112 ; 113) mécaniquement indépendant du mécanisme de réglage
(48, 61, 81) du premier corps rotatif (21).
6. Procédé selon la revendication 3, 4 ou 5, caractérisé en ce que respectivement un levier (84 ; 87) comportant la butée (71 ; 72) concernée est amené
à pivoter pour modifier la position des butées (71 ; 72).
7. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que le déplacement du premier et du deuxième élément de réglage (49 ; 51) est effectué
dans chaque cas par un entraînement de réglage (112; 113) agissant indirectement ou
directement sur l'élément de réglage (49; 51) concerné et mécaniquement indépendant
du mécanisme de réglage (48, 61, 81) du premier corps rotatif (21).
8. Procédé selon la revendication 5 ou 7, caractérisé en ce qu'un moyen de commande (111) agit sur l'entraînement de réglage (112; 113) pour le faire
fonctionner, et le réglage est réalisé au moyen d'une information et/ou grandeur (I21, x) caractérisant la position (x) et/ou une modification de position (Δx) du premier
corps rotatif (21) ou du dispositif support de ce dernier.
9. Dispositif permettant le réglage de corps rotatifs d'une machine à imprimer comprenant
au moins un premier, un deuxième et un troisième corps rotatif (21 ; 22 ; 23) encreur,
lesquels coopèrent respectivement par paire dans une position de mise en place, dans
lequel le deuxième des au moins trois corps rotatifs (22) est monté de manière radialement
mobile dans un châssis (47) à une ou plusieurs parties entre le premier et le troisième
corps rotatif (21 ; 23) de manière à pouvoir être amené sélectivement dans une position
de mise en place, dans laquelle il est mis en place sur le premier corps rotatif (21)
et le troisième corps rotatif (23), ou dans une position de retrait, dans laquelle
il est retiré d'au moins un des deux autres corps rotatifs (21 ; 23), dans lequel
un dispositif support (46), lequel comprend deux éléments de réglage (49 ; 51) pour
le mouvement radial du deuxième corps rotatif (22) par superposition de deux mouvements
non identiques présentant chacun une composante radiale de mouvement, est prévu frontalement
pour le montage des deux corps rotatifs (22), caractérisé en ce qu'un double guidage précis forcé du deuxième corps rotatif (22) est prévu, lequel comporte
un accouplement d'un mouvement des deux éléments de réglage (49 ; 51) à un mouvement
radial du premier corps rotatif (21) de façon définie, de telle manière qu'un mouvement
radial du premier corps rotatif (21) suivant une course de réglage supérieure à zéro
provoque simultanément un ajustement forcé des deux éléments de réglage (49; 51) positionnant
le deuxième corps rotatif (22) selon respectivement une course de réglage définie
supérieure à zéro.
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce que, aux fins d'accouplement, un mécanisme de réglage agissant conjointement avec les
éléments de réglage (49 ; 51) est prévu, au moyen duquel l'ajustement des deux éléments
de réglage (49 ; 51), en ce qui concerne le mouvement de ces derniers, est accouplé
mécaniquement à un mécanisme de réglage (48, 55; 61, 81) provoquant le mouvement radial
du premier corps rotatif (21).
11. Dispositif selon la revendication 10, caractérisé en ce qu'une butée (71 ; 72) limitant le mouvement de l'élément de réglage (49 ; 51) concerné
dans une position de réglage, en particulier dans une position de mise en place, est
prévue pour chaque élément de réglage (49 ; 51), butée contre laquelle une contre-butée
(73 ; 74) fixée à l'élément de réglage est mise en place dans une position de mise
en place, et laquelle butée, en ce qui concerne la position d'un point de contact
avec la contre-butée (73 ; 74) fixée à l'élément de réglage, est variable en position.
12. Dispositif selon la revendication 11, caractérisé en ce que les deux butées (71 ; 72) variables en position, en ce qui concerne leur mouvement,
sont accouplées mécaniquement à un mécanisme de réglage (48, 55; 61, 81) provoquant
le mouvement radial du premier corps rotatif (21).
13. Dispositif selon la revendication 12, caractérisé en ce que l'accouplement mécanique est conçu de manière à agir en série depuis le mécanisme
de réglage (48, 55 ; 61, 81) du premier corps rotatif (21) indirectement ou directement
sur une des deux butées (71 ; 72) mobiles, et de manière à agir depuis celle-ci, par
l'intermédiaire du mouvement de l'élément de réglage (49; 51) associé, indirectement
ou directement sur l'autre butée (72 ; 71).
14. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce que l'accouplement est réalisé au moyen de techniques de commutation et/ou de commande,
dans lequel un moyen de commande électronique (111) est prévu pour l'accouplement,
lequel agit sur au moins un entraînement de réglage (112 ; 113) mécaniquement indépendant
du mécanisme de réglage (48, 55; 61, 81) provoquant le mouvement radial du premier
corps rotatif (21).
15. Dispositif selon la revendication 14, caractérisé en ce qu'une affectation univoque entre une information ou grandeur (I21, x) caractérisant une position (x) ou une modification de position (Δx) du premier corps
rotatif (21) et une information (I22, y) concernant une position théorique (y ; z) ou une modification de position théorique
(δy ; δz) pour le guidage précis du deuxième corps rotatif (22) au moyen du premier
et/ou deuxième élément de réglage (49; 51), est implémentée dans le moyen de commande
(111).
16. Dispositif selon l'une ou plusieurs des revendications 9 à 15, caractérisé par la réalisation du premier corps rotatif (21) sous la forme d'un cylindre de transfert
(21) et/ou la réalisation du deuxième corps rotatif (22) sous la forme d'un cylindre
porte-plaque Orlof (22) et/ou la réalisation d'un troisième corps rotatif (23) sous
la forme d'un cylindre collecteur-encreur (23) d'un groupe d'impression Orlof (26)
d'une unité d'impression (03) d'une machine à imprimer des papiers fiduciaires.