[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Bedrucken von nicht rotationssymmetrischen
oder rotationsasymmetrischen Behältern, insbesondere ovalen Behältern, vorzugsweise
mittels Digitaldruck, mit wenigstens einem Druckkopf und einem Drehteller zum rotatorischen
Antreiben wenigstens einer mit dem Drehteller verbundenen Aufnahme für den zu bedruckenden
Behälter um eine erste Drehachse. Bei den Behältern kann es sich beispielsweise um
Flaschen aus Kunststoff- und/oder Glas handeln.
[0002] Das Bedrucken von Behältern mittels Digitaldruck ist grundsätzlich bekannt, wobei
insbesondere Druckverfahren, wie das Drop-on-Demand-Verfahren, zum Einsatz kommen,
bei denen ein zu bedruckender Bereich auf der Oberfläche des Behälters an einem oder
an mehreren in einer Anlage um den Behälter herum angeordneten Druckköpfen vorbeigeführt
wird, die die Oberfläche des Behälters mit einem Druckmedium aus Spritzdüsen bestrahlen,
während dieser vor den Druckköpfen rotiert. Mit steigender Variabilität der Behälteraußenformen,
die in Bezug auf eine Hochachse bzw. Längsachse des Behälters nicht nur rotationssymmetrisch,
sondern auch rotationsasymmetrisch ausgebildet sein können, steigen auch die Ansprüche
an die Qualität des Druckbildes. Gerade bei chemischen Produkten, wie Haushaltsreinigern,
sind Behälter mit vielfältigen Formen gefragt, die gleichermaßen hohe Ansprüche an
die Druckqualität stellen.
[0003] Das Bedrucken von rotationssymmetrischen Körpern ist vergleichsweise unproblematisch.
Aus der
DE 10 2009 058 222 A1 ist bspw. eine Anlage zum Bedrucken von Behältern bekannt, bei der ein zu bedruckender
zylindrischer Behälter auf einem Drehteller abgesetzt wird, welcher von einem Servomotor
um eine Rotationsachse bzw. die Symmetrieachse des Behälters gedreht wird, die auf
der Längsachse des Behälters liegt. Druckköpfe, die um den Behälter angeordnet sind,
bestrahlen diesen mit dem Druckmedium.
[0004] Bei Digitaldruck mit Tintenstrahldruckköpfen treffen die Tropfen des Druckmediums
idealerweise in einem rechten Winkel auf die zu bedruckende Oberfläche. Während bei
einem rotierenden rotationssymmetrischen Körper der Abstand der Körperoberfläche zum
Druckkopf konstant bleibt, ändert sich bei einem nicht rotationssymmetrischen Körper
der Abstand zwischen der Oberfläche des Körpers und dem Druckkopf bzw. der Radius
zwischen der zu bedruckenden Oberfläche und der Drehachse kontinuierlich. Bei einer
nicht rotationssymmetrischen Behälterform, bspw. bei einer Shampooflasche, tritt außerdem
das Problem auf, dass sich bei Rotation die Ausrichtung der dem Druckkopf gegenüberliegenden
Druckfläche ständig ändert (siehe
EP1038782). Anders ausgedrückt kann eine Oberflächentangente, die im Druckbereich an der Außenfläche
des Behälters angelegt wird und dem Druckkopf gegenüberliegt, ihre Lage in Bezug auf
den Druckkopf verändern, beispielsweise abfallen. Im Falle oval geformter Behälter,
die in Richtung ihrer Hochachse einen ovalen Querschnitt im zu bedruckenden Bereich
aufweisen, bedeutet dies, dass das Druckmedium auf eine schiefe Ebene gestrahlt wird
und infolge dessen verschmieren oder verlaufen kann, so dass kein runder Druckpunkt
erzeugt wird.
[0005] Das Bedrucken rotationsasymmetrischer Behälter erfordert daher einen großen technischen
Aufwand, um ein zufriedenstellendes Druckergebnis zu erzielen. Neben der Rotationsachse
des Behälters wird eine zweite Servoachse notwendig, die den notwendigen Abstand und
die korrekte Ausrichtung zwischen der zu bedruckenden Oberfläche und dem Druckkopf
herstellt, bspw. durch Verschwenken oder Verschieben des Druckkopfes selbst. Zu berücksichtigen
ist jedoch auch, dass sich die Relativgeschwindigkeit zwischen dem zu bedruckenden
Bereich an der Oberfläche des Behälters und dem Druckkopf bei einem sich um eine Rotationsachse
drehenden rotationsasymmetrischen Körper in Abhängigkeit von dem Abstand des zu bedruckenden
Punktes auf der Oberfläche des Behälters zu seiner Rotationsachse verändert. Dies
führt zu weiteren technischen Anstrengungen und erfordert eine aufwendige Regelung
des Druckprozesses, um sicherzustellen, dass die Relativgeschwindigkeit zwischen dem
Druckkopf und der Druckoberfläche konstant bleibt.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung aufzuzeigen, mit der das Bedrucken
von Behältern mit rotationsasymmetrischer Oberfläche mit hoher Druckqualität und bei
hoher Auslastung der Druckanlage möglich ist.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Aufnahme exzentrisch
zu der ersten Drehachse des Drehtellers angeordnet ist und den Behälter derart aufnimmt,
dass ein äußerster Abschnitt der zu bedruckenden Oberfläche eines in der Aufnahme
aufgenommenen Behälters in einer ersten Kreisbahn um die erste Drehachse geführt wird.
Dabei liegt die Hochachse bzw. die Längsachse des in die Aufnahme eingesetzten Behälters
parallel versetzt zur ersten Drehachse. Der äußerste Abschnitt beschreibt in Bezug
auf die erste Drehachse den Punkt oder einen Abschnitt im Druckbereich, der den größten
Abstand zur ersten Drehachse aufweist.
[0008] Anders als bei Anlagen, bei denen die Längsachse des Behälters mit der gemeinsamen
Drehachse von Drehteller und Aufnahme zusammenfällt, bietet die Erfindung die Möglichkeit,
nicht rotationssymmetrische Behälter, insbesondere Behälter mit einem in der Längsrichtung
ovalen, ovalförmigen oder elliptischen Querschnitt, optimal zu bedrucken. Ein ovaler
Behälter oder eine ovale Flasche, wie sie vorrangig für Haushaltschemikalien oder
sonstige Produkte der chemischen Industrie, wie z.B. Shampoo, eingesetzt werden, besitzt
in der Regel im Druckbereich einen in vertikaler Richtung im Wesentlichen konstanten
Querschnitt. Bei einem Behälter mit elliptischem Querschnitt weist der Querschnitt
zwei sich gegenüberliegende lange Ellipsenbogen und zwei kurze Ellipsenbogen auf.
Die Längsachse der Behälter erstreckt sich in der Regel vom Behälterboden nach oben.
Idealerweise weist die Vorrichtung eine Antriebseinrichtung, wie einen Motor, zum
rotatorischen Antreiben des Drehtellers auf.
[0009] Die Erfindung basiert auf dem Gedanken, den Behälter auf einem Drehteller so exzentrisch
aufzustellen, dass der in der Regel bogenförmige zu bedruckende Bereich in seiner
Form einem Kreisbogen um die zentrale Drehachse am nächsten kommt. Da sich beispielsweise
ein langer Ellipsenbogen im Druckbereich bei einer Rotation des Behälters um seine
Hochachse in einer Kreisbahn bewegt, deren Krümmung im Vergleich zum Ellipsenbogen
groß ist, wird vorgeschlagen, den Krümmungsradius der Kreisbahn an den Krümmungsradius
des Druckbereichs anzunähern. Dies lässt sich durch die exzentrische Anordnung von
Behälter und Drehachse erzielen. Im Falle eines Behälters mit elliptischem Querschnitt
kann zwischen dem Ellipsenbogen des Druckbereichs und der Kreisbahn eine derart enge
Schmiegung eingestellt werden, dass für ein zufriedenstellendes Druckbild die geringen
Abstände zwischen dem Druckbereich und der Kreisbahn zu vernachlässigen sind.
[0010] Um dem Druckprozess effizienter zu gestalten, sind nach einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung mehrere Druckköpfe derart um die erste Drehachse angeordnet sind, dass
sie einen gleichen Abstand zu einem durch die erste Kreisbahn definierten Hüllkreis
um die zu bedruckende Oberfläche des rotationsasymmetrischen Behälters aufweisen.
Da infolge der exzentrischen Anordnung der Aufnahmen der Hüllkreis größer ist als
bei einem rotationssymmetrischen Behälter, der um seine Längsachse rotiert wird, lassen
sich wesentlich mehr Druckköpfe auf dem Drehteller anordnen. So können z.B. alle für
den Druck notwendigen Farben um den Drehteller herum angeordnet werden.
[0011] Es hat sich als besonders vorteilhaft herausgestellt, wenn der Abstand zwischen dem
wenigstens einen Druckkopf und der Kreisbahn 5 mm bis 20 mm, vorzugsweise 5 bis 10
mm beträgt. Hierdurch lässt sich ein besonders einheitliches Druckbild erzielen. Für
Druckbilder, die ein feines und scharfes Druckbild verlangen, wie beispielsweise Textdruck,
erweist es sich als vorteilhaft, wenn der Abstand etwa 5 mm bis 8 mm beträgt.
[0012] Um das Druckbild nicht zu beeinträchtigen, sollte der Behälter während des Druckens
auf dem rotierenden Drehteller feststehen. Damit umkreist der Druckbereich auf einer
konstanten ersten Kreisbahn die erste Drehachse und bleibt radial nach außen gerichtet.
Vorzugsweise ist die Aufnahme, insbesondere im Angriffsbereich oder Einsetzbereich,
in dem der Behälter in die Aufnahme eingesetzt und gehalten wird, an die Außenform
des Behälters angepasst. Erfindungsgemäß sind die Aufnahmen so an die Außenform des
Behälters angepasst, dass der Behälter formschlüssig in der Aufnahme aufgenommen und
zentriert ist, damit dieser beim Bedrucken nicht verdreht. Die Aufnahme kann als Formatteil
ausgebildet werden, das an dem Drehteller integral ausgebildet oder austauschbar angebracht
ist. So lässt sich eine Druckvorrichtung für verschieden große Behälter, Flaschen,
Dosen oder dergleichen wirtschaftlich nutzen. Die sogenannten Formatteile sind individuell
an die unterschiedlichsten Behälterformen angepasst und agieren als Adapter zwischen
dem Behälter und der Druckvorrichtung. Je nach Behälterform wird ein entsprechend
gestaltetes Formatteil verwendet, um den Behälter innerhalb der Druckvorrichtung zu
transportieren, zu fixieren oder für den Druck auszurichten. Idealerweise ist der
Drehteller mittels eines geeigneten Motors, z.B. ein Servomotor, rotatorisch um die
erste Drehachse antreibbar.
[0013] Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist der wenigstens eine Druckkopf
senkrecht zur ersten Drehachse verstellbar. So kann der wenigstens eine Druckkopf
radial nach innen und/oder nach außen bewegt und die Position des Druckkopfes kann
an verschiedene Hüllkreisdurchmesser angepasst werden. Verschiedene Behältergrößen
können so in der gleichen Druckvorrichtung bedruckt werden. Der wenigstens eine Druckkopf
kann soweit zur ersten Drehachse verstellt werden, dass der Druck eines rotationssymmetrischen
Behälters möglich ist. Erfindungsgemäss sind die Aufnahmen auf dem Drehteller in radialer
Richtung verstellbar. In Weiterbildung des Erfindungsgedankens ist auch vorgesehen,
dass die Druckköpfe parallel zur ersten Drehachse verstellbar vorgesehen sind.
[0014] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung sind die Druckköpfe in mehreren
übereinanderliegenden horizontalen Ebenen angeordnet. Es stellt sich als besonders
vorteilhaft heraus, wenn die Druckköpfe nicht nur kreisförmig in einer Ebene um den
Hüllkreis positioniert sind, sondern auch in vertikaler Richtung verteilt. Die Druckköpfe
können so angeordnet sein, dass ein Druckbereich von mehreren Druckköpfen gleichzeitig
bedruckt wird. So lassen sich Druckbilder erzeugen, deren Breite und/oder Höhe die
Druckbreite und/oder Druckhöhe eines einzelnen Druckkopfes übersteigen. Die Druckköpfe
können ringförmig um den Hüllkreis verteilt und auch in mehreren parallel übereinander
liegenden Ebenen angeordnet verteilt sein, wodurch ein wirtschaftlicher Druckprozess
erzielt. Mehrere Druckköpfe lassen sich in einer gemeinsamen Ebene um den Drehteller
herum versetzt platzieren. Die verteilte Anordnung der Druckköpfe offeriert einen
effizienteren Druckprozess, indem sie die Möglichkeit bietet, die Druckbereiche z.B.
in vertikaler Richtung übereinander unmittelbar aneinandergrenzen zu lassen, wodurch
ein einheitliches Druckbild erzeugt werden kann, das aus mehreren Teilbereich zusammengesetzt
ist, wobei jeder Teilbereich von einem einzelnen Druckkopf gedruckt wird. Gleichermaßen
ist es möglich, dass die Druckbereiche der einzelnen Druckköpfe sich zumindest abschnittsweise
überlappen. Die Druckköpfe, die beispielsweise über ungefähr 1000 Druckdüsen verfügen,
können jeweils einen Druckbereich in vertikaler Richtung von ca. 70 mm abdecken. Der
einzelne Druckkopf hat dagegen aufgrund der notwendigen Befestigungsmittel in der
Praxis häufig eine Höhe von 130 mm aufweisen. Dies würde bei Druckköpfen, die ausschließlich
übereinander angeordnet sind, zu einem nicht bedruckten lückenartigen Abschnitt führen.
Verteilt man dagegen die Druckköpfe in mehreren horizontalen Ebenen und in Umfangsrichtung
des Drehtellers versetzt zueinander, können diese Lücken geschlossen werden. Ein weiterer
Vorteil besteht insbesondere darin, dass eine ringförmige versetzte Anordnung der
Druckköpfe dafür sorgt, dass das Druckmedium in einem optimalen Winkel auf den Behälter
trifft, während bei einem großen und sehr breiten Druckkopf das Problem auftritt,
dass das Druckmedium, das aus den äußeren Druckdüsen ausgestoßen wird, schräg auf
den Behälter auftreffen kann.
[0015] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist der Drehteller entlang der
ersten Drehachse verstellbar. So kann der Drehteller mit oder ohne Behälter aus dem
Bereich der Druckköpfe durch Heben oder Senken gefahren werden, beispielsweise für
die Zufuhr und Entnahme der Behälter oder um die Behälter zu drehen, damit neben einer
ersten äußeren Oberfläche auch eine der ersten Oberfläche gegenüberliegende zweite
Oberfläche bedruckt werden kann. Gerade bei engen Platzverhältnissen im Druckbereich
ist dies von erheblichem Vorteil.
[0016] Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist auf dem Drehteller eine Vielzahl
von Aufnahmen insbesondere gleichförmig um die erste Drehachse verteilt vorgesehen.
Damit lässt sich der Durchsatz der Druckvorrichtung erheblich erhöhen. Die Aufnahmen
sind vorzugsweise so auf dem Drehteller angeordnet, dass die darin angeordneten Behälter
eine einheitliche erste Kreisbahn bzw. einen gemeinsamen Hüllkreis aufweisen.
[0017] Um rotationsasymmetrische Behälter beidseitig zu bedrucken, wird vorgeschlagen, dass
die Aufnahme um eine zweite Drehachse drehbar ist und dass die zweite Drehachse parallel
versetzt zur ersten Drehachse verläuft. So kann ein Behälter nicht nur um die erste
Drehachse an den Druckköpfen vorbeigeführt, sondern auch um seine Längsachse gewendet
werden, so dass eine radial außen liegende Außenfläche, z.B. ein erster Ellipsenbogen
durch eine 180°-Drehung um die zweite Drehachse nach innen gewendet und zur ersten
Drehachse ausgerichtet wird, wodurch eine der ersten Oberfläche gegenüberliegende
zweite zu bedruckende Oberfläche (z.B. zweiter Ellipsenbogen) nach außen verschwenkt
wird. Diese kann dann Drehung des Drehtellers um die erste Drehachse an den Druckköpfen
vorbeigeführt werden. Idealerweise ist jede Aufnahme des Drehtellers mit einer Drehvorrichtung
ausgerüstet, mit der die Behälter vorzugsweise gleichzeitig um ihre jeweiligen eigenen
Längsachsen verdreht werden können. Je nach Behälterform, sind auch andere Drehwinkel,
bspw. ein Drehwinkel von 120° für dreieckige Behälter möglich.
[0018] Nach einer weiteren Ausführungsform ist die Aufnahme über ein am Drehteller angeordnetes
Getriebe drehbar. In Weiterbildung dieses Erfindungsgedankens ist das Getriebe ein
Planetengetriebe mit einem um die erste Drehachse drehbaren ersten Getriebeelement,
wenigstens einem mit dem ersten Getriebeelement in Eingriff stehenden zweiten Getriebeelement,
das mit der Aufnahme rotatorisch verbunden ist, und einem um die erste Drehachse drehbaren
Trägerelement, an dem das zweite Getriebeelement drehend gelagert ist. Durch die Lagerung
des zweiten Getriebeelements an dem Trägerelement kann das zweite Getriebeelement
um die zweite Drehachse rotieren, ist ansonsten aber ortsfest in Bezug auf das Trägerelement.
Auf diese Weise lässt sich eine Drehantriebs- und Stellvorrichtung nach Art eines
Planetengetriebes realisieren, wobei das zentrale erste Getriebeelement das Sonnenrad,
das zweite Getriebeelement das Planetenrad und das Trägerelement den Planetenträger
bildet.
[0019] Um eine größtmögliche Variabilität bei der Ansteuerung und Positionierung der Aufnahmen
zu erzielen, sind nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung Mittel zum Abbremsen
oder Festsetzen des Trägerelements um die erste Drehachse vorgesehen. Möglich sind
Kupplungen, wie sie aus dem Getriebebau bekannt sind, z.B. Lamellenkupplungen oder
andere Sperr- und/oder Bremsmechanismen, die so angeordnet sind, dass das Trägerelement
an einer Bewegung um die erste Drehachse gehindert werden kann, sich also festsetzen
lässt. Durch Festsetzen des Trägerelements kann das Trägerelement gegen eine Drehbewegung
um die erste Drehachse blockiert werden. Das zweite Getriebeelement wird aufgrund
der Lagerung in dem Trägerelement ebenfalls an einer Bewegung um die erste Drehachse
gehindert, kann dabei aber weiterhin um die zweite Drehachse rotieren. Durch Festsetzen
des Trägerelements lässt sich ein in der Aufnahme befindlicher Behälter um seine Längsachse
drehen. Vorzugsweise sind das erste Getriebeelement und das zweite Getriebeelement
nach Art eines Zahnrades ausgebildet und wälzen aufeinander ab.
[0020] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung sind zusätzlich oder alternativ
Mittel zum relativen Abbremsen oder Festsetzen, vorzugweise drehfesten Koppeln des
ersten Getriebeelements und des Trägerelements vorgesehen. So lässt sich ein Blockumlauf
realisieren, wobei das zweite Getriebeelement gegen eine Rotation um die zweite Drehachse
gesperrt werden kann. Das erste Getriebeelement, das zweite Getriebeelement und das
Trägerelement laufen gemeinsam um die erste Drehachse um, wenn das erste Getriebeelement
rotatorisch um die erste Drehachse angetrieben wird. Die drei Getriebeelemente bilden
so einen einheitlichen Drehteller, auf dem die Aufnahme bzw. ein in der Aufnahme befindlicher
Behälter exzentrisch versetzt zur ersten Drehachse um diese herumgeführt wird. Das
Zentrum der Rotation des Behälters ist dabei die erste Drehachse.
[0021] Es ist ferner möglich, neben dem wenigstens einen Druckkopf auch geeignete Energiequellen,
wie z.B. eine UV-Lampe, vorzusehen, um das auf den Behälter gestrahlte Druckmedium
zu härten und/oder zu trocknen oder anderweitig nachzubehandeln. Es hat sich als vorteilhaft
herausgestellt, wenn auch die Energiequelle senkrecht und/oder parallel zur ersten
Drehachse verstellbar ist, so dass ihre Position an verschiedene Hüllkreisdurchmesser
angepasst werden kann.
[0022] Weitere Vorteile, Merkmale und Ausführungsbeispiele der Erfindung ergeben sich aus
der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen und den Zeichnungen. Dabei
bilden alle beschriebenen und/oder bildlich dargestellten Merkmale für sich oder in
beliebiger Kombination den Gegenstand der vorliegenden Erfindung, auch unabhängig
von ihrer Zusammenfassung in den Ansprüchen oder deren Rückbezügen.
[0023] Es zeigen:
- Fig. 1
- in einer Draufsicht die erfindungsgemäße Vorrichtung nach einer ersten Ausführungsform
der Erfindung;
- Fig. 2
- die Vorrichtung aus Fig. 1 in einer Schnittansicht;
- Fig. 3
- in einer Schnittansicht die erfindungsgemäße Vorrichtung nach einer zweiten Ausführungsform
der Erfindung;
- Fig. 4
- eine dritte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer Draufsicht;
und
- Fig. 5
- eine vierte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung.
[0024] In der Fig. 1 ist ein kreisförmiger Drehteller 1 als Bestandteil einer erfindungsgemäßen
Druckvorrichtung dargestellt, der um eine seinen Mittelpunkt 2 durchtretende zentrale
erste Drehachse 3 drehbar ist. Zwei Aufnahmen 4 zur Aufnahme von Behältern, wie Plastikflaschen
sind jeweils am Umfang 5 des Drehtellers 1 auf diesem angebracht und bilden eine Aufnahme
für Behälter 6, die in die Aufnahmen 4 eingesetzt sind. Die Aufnahmen 4 sind als Formatteile
ausgebildet, und an die Außenform des jeweiligen zu bedruckenden Behälters 6 angepasst,
so dass der Behälter 6 in der Aufnahme 4 gehalten wird. Die Aufnahmen 4 sind demnach
in Kontur und Größe an den Abschnitt des zu bedruckenden Behälters 6 angepasst, der
in die Aufnahmen 4 eingesetzt wird. In der Zeichnung sind beispielhaft zwei Aufnahmen
4 dargestellt. Es versteht sich jedoch, dass auch lediglich eine Aufnahme 4 oder bevorzugt
mehrere über den ganzen Umfang des Drehtellers 1 verteilte Aufnahmen 4 vorgesehen
sein können.
[0025] Die Behälter 6 weisen in der Draufsicht im Druckbereich jeweils die Form einer Ellipse
auf und sind so angeordnet, dass ein äußerer Ellipsenbogen 7 am Umfang 5 des Drehtellers
1 liegt. Ein innerer Ellipsenbogen 8 liegt gegenüber dem äußeren Ellipsenbogen 7 und
ist zum Mittelpunkt 2 ausgerichtet. Die Aufnahmen 4 sind jeweils exzentrisch zur Drehachse
3 des Drehtellers 1 angeordnet, wobei das Ellipsenzentrum 9 der Aufnahmen 4 um einen
Abstand 10 radial versetzt zur Drehachse 3 bzw. zum Mittelpunkt 2 angeordnet ist.
Seitlich neben dem Drehteller 1 ist ein Druckkopf 11 angeordnet, der eine Reihe von
Düsen 12 aufweist, die im Wesentlichen zum Mittelpunkt 2 des Drehtellers 1 ausgerichtet
sind und in einem Abstand 13 zum Behälter 6 liegen. In der Praxis sind mehrere Druckköpfe
11 über den Umfang des Drehtellers 1 verteilt angeordnet, um verschiedene Farben auf
den Behälter 6 aufzubringen.
[0026] Wenn der Drehteller 1 um die erste Drehachse 3 rotiert, bewegt sich ein radial äußerster
Bereich des Behälters 6 auf einer Kreisbahn 14 um die Drehachse 3 und definiert dadurch
einen Hüllkreis 17 um die zu bedruckende Oberfläche 15 des Behälters 6. Der Hüllkreis
17 fluchtet in der Draufsicht der Figur 1 mit dem Umfang 5 des Drehtellers 1. Der
auf dem äußeren Ellipsenbogen 7 vorgesehene Druckbereich 15 auf dem Behälter 6 ist
durch einen Abschnitt (Winkelausschnitt) des äußeren Ellipsenbogens 7 gekennzeichnet,
wobei der äußerste zu bedruckende Abschnitt 16 den größten Abstand zur Drehachse 3
aufweist und den Radius des Hüllkreises 17 definiert. Ausgehend von dem äußersten
zu bedruckenden Abschnitt 16 entlang des äußeren Ellipsenbogens 7 entfernt sich die
Außenkontur des Behälters 6 von dem Hüllkreis 17. In der dargestellten Projektionsebene
herrscht zwischen dem äußersten zu bedruckenden Abschnitt 16 und dem Hüllkreis 17
Punktberührung, während der Abstand zwischen dem Hüllkreis 17 und dem Druckbereich
15 zu den seitlichen Grenzen des Druckbereichs 15 hin allmählich abnimmt. Aufgrund
der Exzentrizität und bestmöglichen Anpassung des Hüllkreises 17 an den Ellipsenradius
liegt jedoch eine enge Schmiegung zwischen Hüllkreis 17 und Ellipsenbogen 7 vor.
[0027] Wird der Drehteller 1 um die Drehachse 3 rotiert, drehen sich die Behälter 6 ebenfalls
um die zentrale Drehachse 3. Dabei werden die Behälter 6 am Druckkopf 11 vorbeigeführt
und dabei mit einem Druckmedium aus den Düsen 12 bedruckt. Das Druckmedium trifft
dabei senkrecht auf eine durch den äußersten zu bedruckenden Abschnitt 16 und durch
die Kreisbahn 14 bzw. den Hüllkreis 17 verlaufende Tangente 18 und damit senkrecht
auf den Abschnitt 16, während der verbleibende Bereich des Druckbereichs 15 leicht
schräg angestrahlt wird. Aufgrund der engen Schmiegung zwischen Hüllkreis 17 und dem
zu bedruckenden Ellipsenbogen 7 ist der maximale Abstand zwischen dem Druckbereich
15 und dem Hüllkreis 17 minimal, so dass eine ausreichende Druckqualität gewährleistet
bleibt.
[0028] In der Fig. 2 ist der Drehteller 1 gemäß Fig. 1 in einer seitlichen Schnittansicht
dargestellt, wobei die Aufnahmen für die Behälter 6 nicht abgebildet sind. Die Behälter
6 sind jeweils so am äußeren Rand des Drehtellers 1 angeordnet, dass ihr äußerster
zu bedruckender Abschnitt 16 mit dem Umfang 5 des Drehtellers 1 in einer Richtung
parallel zur ersten Drehachse 3 fluchtet. Drei Druckköpfe 11 sind in drei übereinander
liegenden Ebenen in vertikaler Richtung verteilt und in Blickrichtung teilweise versetzt
zueinander angeordnet, so dass sie den gesamten Druckbereich 15 abdecken. Jeder der
drei Druckköpfe 11 ist in einem gleichen Abstand 13 zum Hüllkreis 17 angeordnet. Der
oberste und der unterste Druckkopf sind vertikal übereinander angeordnet, während
der mittlere Druckkopf in Umfangsrichtung gegenüber dem obersten und dem untersten
Druckkopf versetzt ist, dabei aber den gleichen Abstand 13 zum Hüllkreis 17 einhält
wie die beiden anderen Druckköpfe. Wie deutlich zu erkennen ist, bildet der äußerste
zu bedruckende Abschnitt 16 der Behälter 6 in Bezug auf die erste Drehachse 3 den
Radius 20 der ersten Kreisbahn 14 und damit auch den Radius des Hüllkreises 17. Es
versteht sich, dass anstelle der wie hier dargestellt drei in vertikaler Richtung
versetzten Druckköpfe auch mehr Druckköpfe vorgesehen werden können, um einen größeren
Druckbereich abzudecken.
[0029] In der Fig. 3 umfasst der Drehteller 1 ein erstes Getriebeelement 21, zwei zweite
Getriebeelemente 22 und ein Trägerelement 23, die nach Art eines Planetengetriebes
miteinander gekoppelt sind. Das erste Getriebeelement 21 bildet das Sonnenrad, während
die zweiten Getriebeelemente 22 die Planetenräder und das Trägerelement 23 den Planetenträger
darstellen. Die zweiten Getriebeelemente 22 sind in dem Trägerelement 23 mittels einer
Lagerung 24 um eine zweite Drehachse 25 drehbar gelagert. Die zweite Drehachse 25
liegt parallel zur ersten Drehachse 3. Die zweiten Getriebeelemente 21, 22 besitzen
jeweils ein oberes Zahnrad 26, das in einer Richtung senkrecht zur ersten Drehachse
3 an einer Außenseite mit einem Zahnrad 27 des ersten Getriebeelements 21 kämmt. Die
Zahnräder 26 sind fest mit der Aufnahme 4 für die Behälter 6 verbunden, so dass bei
einer Rotation eines der zweiten Getriebeelements 22 um die zweite Drehachse 25, die
dazugehörige Aufnahme 4 bzw. der Behälter 6 gleichermaßen um die zweite Drehachse
25 rotiert.
[0030] Das erste Getriebeelement 21 ist über eine Lagerung 28 drehbar an dem Trägerelement
23 drehbar gelagert, so dass das erste Getriebeelement 21 um die erste Drehachse 3
relativ zum Trägerelement 23 rotieren kann.
[0031] Eine hier schematisch dargestellte erste Kupplung 29 dient dem Abbremsen bzw. Unterbinden
einer Relativbewegung bzw. Rotation zwischen dem Trägerelement 23 und dem ersten Getriebeelement
21. Mittels einer zweiten Kupplung 30, die bei Bedarf geschaltet werden kann, kann
das Trägerelement 23 festgesetzt werden, so dass es an einer Rotation um die Drehachse
3 gehindert wird. Mittels der Kupplungen 29, 30 kann der Drehteller 1 in verschiedenen
Betriebsmodi betrieben und gesteuert werden. Das erste Getriebeelement 21 ist mit
einem nicht dargestellten Drehantriebsmotor verbunden, der das erste Getriebeelement
21 um die erste Drehachse 3 rotatorisch antreiben kann. Wenn das erste Getriebeelement
21 und das Trägerelement 23 über die erste Kupplung 29 miteinander gekoppelt sind,
werden die Behälter 6 um die Drehachse 3 herum bewegt, wobei der äußere Ellipsenbogen
7 radial nach außen gerichtet bleibt. Wird dagegen die erste Kupplung 29 freigegeben
und die zweite Kupplung 30 gesperrt, so dass das Trägerelement 23 an einer Rotation
um die erste Drehachse 3 gehindert wird, wird das zweite Getriebeelement 22 infolge
des Verzahnungseingriffs zwischen dem Sonnenrad 27 und dem Planetenrad 26 um die zweite
Drehachse 25 gedreht, wobei die zweite Drehachse 25 hier durch das Ellipsenzentrum
der Behälter 6 verläuft. Infolge der Rotation der zweiten Getriebeelemente 22 um die
zweite Drehachse 25 wird der äußere Ellipsenbogen 7 nach innen zur ersten Drehachse
3 hin verschwenkt, während der innere Ellipsenbogen 8 nach außen verschwenkt wird,
so dass anschließend, wenn die erste Kupplung 29 gesperrt und die zweite Kupplung
30 wieder freigegeben wird, jeweils der innere Ellipsenbogen 8 der Behälter 6 an dem
Druckkopf 10 vorbeigeführt und bedruckt werden kann.
[0032] Fig. 4 zeigt Bestandteile einer Anlage 31 zum Bedrucken nicht rotationssymmetrischer
Behälter 6 mit der erfindungsgemäßen Druckvorrichtung. Der Drehteller 1 weist hier
vier zentral um die erste Drehachse 3 angeordnete und jeweils an Planetenrädern (zweite
Getriebeelemente) 22 befestigte Aufnahmen 4 für Behälter 6 auf. Die Planetenräder
22 sind jeweils mit dem Trägerelement 23 verbunden und an diesem drehbar um die zweite
Drehachse 25 gelagert. Die Planetenräder 26 verzahnen jeweils mit dem Sonnenrad (erstes
Getriebeelement) 21. Der Drehteller 1 ist entlang der ersten Drehachse 3 vertikal
nach oben und unten verfahrbar, so dass der Drehteller 1 aus dem Bereich der Druckköpfe
11 verfahren werden kann.
[0033] Die äußersten zu bedruckenden Bereiche jedes der in Fig. 4 dargestellten Behälter
6 liegen auf dem gemeinsamen Hüllkreis 17. Die Druckköpfe 11 wurden alle mit gleichem
Abstand zum Hüllkreis 17 angeordnet. Der Abstand 13 ist so gewählt, dass eine Kollision
mit den Behältern vermieden wird. Gleichzeitig sind sie aber so nah am Hüllkreis 17
positioniert, dass auch bei zunehmendem Abstand zwischen Behälteraußenwand und Druckkopf
11 im Druckbereich ein hochqualitatives Druckbild erzeugt wird.
[0034] In einem ersten Schritt werden die Behälter 6 in die Aufnahmen 4 eingesetzt und der
Drehteller 1 mittels einer nicht dargestellten Hubeinrichtung in den Druckbereich
gefahren, wodurch die Behälter 6 zwischen den Druckköpfen positioniert werden. Anschließend
wird der Drehteller 1 um die erste Drehachse 3 rotiert, was durch den Pfeil dargestellt
ist. Das Trägerelement 23 ist dabei fest mit dem Sonnenrad 21 gekoppelt, so dass das
Trägerelement 23, das Sonnenrad 21 und die Planetenräder 22 als Block um die erste
Drehachse 3 umlaufen, worauf jeweils der äußere Ellipsenbogen 7 der Behälter 6 an
den Druckköpfen 11 vorbeigeführt und bedruckt wird. Nachdem jeder Behälter 6 durch
die Druckköpfe 11 bedruckt worden ist, wird der aufgebrachte Druck durch eine UV-Lampe
32 gehärtet. Nachdem bei allen Behältern 6 die Außenseite 7 bedruckt worden ist, wird
der Drehteller 1 mittels der Hubeinrichtung aus dem Druckbereich verfahren und die
Aufnahmen 4 werden jeweils mithilfe des Getriebes um die zweite Drehachse 25 verschwenkt,
wie in Bezug auf die Fig. 3 erläutert worden ist.
[0035] Da bei einem Verschwenken der Aufnahmen 4 die Behälter 6 aufgrund der Ellipsenformen
über den Rand des Drehtellers 1 hinausragen und gegen die Druckköpfe 11 stoßen würden,
wird das Wenden außerhalb des Druckbereichs vorgenommen. Nachdem die Aufnahmen 4 gewendet
worden sind, so dass die Innenseite 8 der Behälter radial nach außen zeigt, wird der
Drehteller 1 wieder in den Druckbereich verfahren und der Drehteller 1 als Block um
die erste Drehachse 3 rotiert, so dass nun die Innenseite 8 der Behälter mit den Druckköpfen
11 bedruckt werden kann.
[0036] Nach Ende des Druckvorgangs wird der Drehteller 1 wieder durch Heben bzw. Senken
aus dem Druckbereich in eine Position gefahren, in der die jetzt beidseitig bedruckten
Behälter gegen unbedruckte Behälter ausgetauscht werden.
[0037] Fig. 5 zeigt schematisch einen Teil einer weiteren erfindungsgemäßen Druckvorrichtung
mit mehreren um den Drehteller 1 angeordneten Druckköpfen 11, die für verschiedene
Bestandteile des Druckbildes zuständig sind. Baugleiche ovale Behälter 6 sind auf
dem Drehteller 1 platziert und aus Gründen der Darstellung mit Strichlinien angedeutet,
wobei die entsprechenden Aufnahmen nicht abgebildet, aber vorhanden sind. Die Druckköpfe
11 sind in mehreren parallel übereinander liegenden horizontalen Ebenen 33, 34 und
35, positioniert und ringförmig um den Drehteller 1 verteilt. Die horizontalen Ebenen
33, 34, 35 definieren zugleich drei Druckebenen. Die Druckköpfe 11 weisen in horizontaler
Richtung jeweils den gleichen Abstand zum Hüllkreis 17 der zu bedruckenden Oberfläche
auf. Die Düsen 12 der Druckköpfe 11 sind so geschaffen, dass sie in nur einen bestimmten
Druckbereich in vertikaler Richtung abdecken können, hier beispielhaft über eine Höhe
von 70 mm in vertikaler Richtung. Dagegen ist der eigentliche Druckkopf deutlich größer
und erstreckt sich beispielsweise über eine Höhe von 130 mm. Dies führt zwangsläufig
bei den beiden linksseitig dargestellten und übereinander liegenden Druckköpfen zu
einer Lücke im Druckbild, das in der mittleren Ebene 34 liegt. Um diese zu schließen,
sind die Düsen 12 der drei Druckköpfe 11 jeweils so angeordnet, dass sie einen Bereich
36 in vertikaler Richtung abdecken, der der Distanz zwischen den Grenzen zweier benachbarter
Ebenen entspricht. Dabei grenzt der eine Druckbereich unmittelbar an den benachbarten
Druckbereich an. Die rechtsseitige, in vertikaler Richtung mittlere Düse deckt somit
den Druckbereich in der mittleren Ebene 34 ab. Die Düsen 12 der drei Druckköpfe 11
sind damit in den Druckbereichen bzw. Ebenen 33, 34, 35 so verteilt, dass sie beim
Drucken ein insbesondere in vertikaler Richtung einheitliches Druckbild erschaffen,
wobei jeder der Druckköpfe 11 einen Teilbereich des Druckbildes druckt. Mit anderen
Worten, die drei Druckköpfe 11 werden kombiniert nach Art eines großen Druckkopfes
eingesetzt, dessen Druckbereich sich über die drei Ebenen 33, 34, 35 erstrecken würde.
Der Vorteil besteht jedoch insbesondere darin, dass die ringförmige Anordnung der
Druckköpfe dafür sorgt, dass das Druckmedium in einem optimalen Winkel auf den Behälter
trifft, während bei einem großen und sehr breiten Druckkopf das Problem auftritt,
dass das Druckmedium, das aus den äußeren Druckdüsen ausgestoßen wird, sehr schräg
auf den Druckbereich auftreffen kann. Durch die Verteilung der Druckköpfe 11 in mehrere
Ebenen 33, 34 und 35 kann ein Druckbild erzeugt werden, dass in der Höhe und bei entsprechender
enger Anordnung der Druckköpfe auch in der Breite größer ist als der einzelne Druckkopf.
Der Hüllkreis 17 ist in der Fig. 4 durch ein Teilsegment des Hüllkreis angedeutet,
dass sich vertikal erstreckt, um die Größe des Druckbereichs zu verdeutlichen. Selbstverständlich
können die Druckköpfe auch so angeordnet sein, dass sie sich in vertikaler Richtung
bereichsweise überlappen. Durch den kombinierten Einsatz einzelner Druckköpfe lassen
sich auch große Druckflächen auf großen Behältern schnell und effizient bedrucken.
[0038] Jeder der Druckköpfe 11 weist an seinem oberen und unteren Ende Befestigungsmittel
37 auf, mittels derer der Druckkopf in der Druckeinrichtung befestigt werden kann.
Geeignete Befestigungsarten sind beispielsweise Schraub-, Klemm-, Schnapp oder sonstige
lösbare und unlösbare Verbindungen.
[0039] Jeder der Druckköpfe 11 ist an eine nicht darstellte Verstelleinrichtung angeschlossen,
mit der sich jeder einzelne Druckkopf 11 senkrecht zur ersten Drehachse 3 verfahren
lässt.
Bezugszeichenliste
[0040]
- 1
- Drehteller
- 2
- Mittelpunkt / Zentrum
- 3
- erste Drehachse
- 4
- Aufnahmen
- 5
- Umfang
- 6
- Behälter
- 7
- äußerer Ellipsenbogen / Außenseite
- 8
- innerer Ellipsenbogen / Innenseite
- 9
- Ellipsenzentrum
- 10
- Abstand
- 11
- Druckkopf
- 12
- Düsen
- 13
- Abstand
- 14
- erste Kreisbahn
- 15
- Druckbereich auf Behälter
- 16
- äußerster zur bedruckender Abschnitt
- 17
- Hüllkreis
- 18
- Oberflächentangente
- 19
- maximaler Abstand
- 20
- Radius
- 21
- erstes Getriebeelement / Sonnenrad
- 22
- zweites Getriebeelement / Planetenrad
- 23
- Trägerelement / Planetenträger
- 24
- Lagerung
- 25
- zweite Drehachse
- 26
- Zahnrad
- 27
- Zahnrad
- 28
- Lagerung
- 29
- erste Kupplung
- 30
- zweite Kupplung
- 31
- Anlage
- 32
- UV-Lampe
- 33
- Ebene 1 / Druckbereich 1
- 34
- Ebene 2 / Druckbereich 2
- 35
- Ebene 3 / Druckbereich 3
- 36
- Druckbereich der Druckdüsen
- 37
- Befestigungsmittel
1. Vorrichtung zum Bedrucken von rotationsasymmetrischen Behältern (6), vorzugsweise
mittels Digitaldruck, mit wenigstens einem Druckkopf (11) und einem Drehteller (1)
zum rotatorischen Antreiben wenigstens einer mit dem Drehteller (1) verbundenen Aufnahme
(4) für den zu bedruckenden Behälter (6) um eine erste Drehachse (3), wobei die Aufnahme
(4) exzentrisch zu der ersten Drehachse (3) des Drehtellers (1) angeordnet ist und
den Behälter (6) derart aufnimmt, dass ein äußerster Abschnitt (16) der zu bedruckenden
Oberfläche (15) eines in der Aufnahme (4) aufgenommenen Behälters (6) in einer ersten
Kreisbahn (14) um die erste Drehachse (3) geführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Aufnahme (4) auf dem Drehteller (1) in radialer Richtung verstellbar
ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Druckköpfe (11) derart um die erste Drehachse (3) angeordnet sind, dass sie
einen gleichen Abstand zu einem durch die erste Kreisbahn (14) definierten Hüllkreis
(17) um die zu bedruckende Oberfläche (15) des rotationsasymmetrischen Behälters (6)
aufweisen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (13) zwischen dem wenigstens einen Druckkopf (11) und der Kreisbahn (14)
5 mm bis 20 mm beträgt.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Druckkopf (11) senkrecht zur ersten Drehachse (3) verstellbar
ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckköpfe (11) in mehreren übereinander liegenden horizontalen Ebenen (33, 34,
35) angeordnet sind.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehteller (1) entlang der ersten Drehachse (3) verstellbar ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Drehteller (1) eine Vielzahl von Aufnahmen (4) um die erste Drehachse (3)
verteilt vorgesehen ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (4) um eine zweite Drehachse (25) drehbar ist, und dass die zweite Drehachse
(25) parallel zur ersten Drehachse (3) verläuft.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (4) über ein am Drehteller (1) angeordnetes Getriebe drehbar ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Getriebe ein Planetengetriebe ist mit einem um die erste Drehachse (3) drehbaren
ersten Getriebeelement (21), wenigstens einem mit dem ersten Getriebeelement (21)
in Eingriff stehenden zweiten Getriebeelement (22), das mit der Aufnahme (4) rotatorisch
verbunden ist, und einem um die erste Drehachse (3) drehbaren Trägerelement (23),
an dem das zweite Getriebeelement (22) drehend gelagert ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch Mittel (30) zum Abbremsen oder Festsetzen des Trägerelements (23) um die erste Drehachse
(3) und/oder Mittel (29) zum Abbremsen oder Festsetzen des Trägerelements (23) relativ
zum ersten Getriebeelement (21).
1. Device for printing rotationally asymmetrical containers (6), preferably using digital
print, with at least one print head (11) and a rotary table (1) for rotationally driving
at least one receptacle (4) attached to the rotary table (1) for the container (6)
to be printed about a first rotational axis (3), wherein the receptacle (4) is arranged
eccentric to the first rotational axis (3) of the rotary table (1) and accommodates
the container (6) such that an outermost section (16) of the surface to be printed
(15) of a container (6) accommodated in the receptacle (4) is guided in a first circular
path (14) about the first rotational axis (3), characterized in that the at least one receptacle (4) is displaceable on the rotary table (1) in the radial
direction.
2. Device according to claim 1, characterized in that multiple print heads (11) are arranged about the first rotational axis (3), such
that they maintain an even distance from the circumscribed circle (17) defined by
the first circular path (14) around the surfaces (15) of the rotationally asymmetrical
containers (6) that are to be printed.
3. Device according to claim 1 or 2, characterized in that the clearance (13) between the at least one print head (11) and the circular path
(14) is from 5 mm to 20 mm.
4. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the at least one print head (11) is adjustable perpendicularly to the first rotational
axis (3).
5. Device according to one of claims 2 to 4, characterized in that the print heads (11) are arranged in multiple superposed horizontal planes (33, 34,
35).
6. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the rotary table (1) is adjustable along the first rotational axis (3).
7. Device according to one of the preceding claims, characterized in that multiple receptacles (4) are provided on the rotary table (1), distributed about
the first rotational axis (3).
8. Device according to one of the preceding claims, characterized in that the receptacle (4) is rotatable about a second rotational axis (25), and that the
second rotational axis (25) runs parallel to the first rotational axis (3).
9. Device according to claim 8, characterized in that the receptacle (4) is rotatable by means of a gear arranged on rotary table (1).
10. Device according to claim 9, characterized in that the gear is a planetary gear with a first transmission element (21) that is rotatable
about the first rotational axis (3), at least one second transmission element (22)
meshed with the first transmission element (21), which is rotationally connected to
the receptacle (4), and a supporting element (23) rotatable about the first rotational
axis (3), to which the second transmission element (22) is rotatably mounted.
11. Device according to claim 10, characterized by means (30) for braking or fixing the carrier element (23) about the first rotational
axis (3) and/or means (29) for braking or fixing the carrier element (23) relative
to the first transmission element (21).
1. Dispositif pour l'impression de récipients à symétrie de révolution (6), de préférence
au moyen d'une impression numérique, avec au moins une tête d'impression (11) et un
plateau tournant (1) pour l'entraînement en rotation d'au moins un logement (4), relié
au plateau tournant (1), pour le récipient (6) à imprimer (6) autour d'un premier
axe de rotation (3), dans lequel le logement (4) est disposé de façon excentrique
au premier axe de rotation (3) du plateau tournant (1) et réceptionne le récipient
(6) de manière à ce qu'une partie la plus à l'extérieur (16) de la surface à imprimer
(15) d'un récipient (6) réceptionné dans le logement (4) soit guidée sur une première
trajectoire circulaire (14) autour du premier axe de rotation (3), caractérisé en ce que l'au moins un logement (4) sur le plateau tournant (1) est déplaçable en direction
radiale.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que plusieurs têtes d'impression (11) sont disposées autour du premier axe de rotation
(3) de manière à ce qu'elles présentent une même distance par rapport à un cercle
d'enveloppement (17) défini par la première trajectoire circulaire (14) autour de
la surface à imprimer (15) du récipient à symétrie de révolution (6).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la distance (13) entre l'au moins une tête d'impression (11) et la trajectoire circulaire
(14) est de 5 mm à 20 mm.
4. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'au moins une tête d'impression (11) est déplaçable perpendiculairement au premier
axe de rotation (3).
5. Dispositif selon l'une des revendications 2 à 4, caractérisé en ce que les têtes d'impression (11) sont disposées sur plusieurs plans horizontaux (33, 34,
35) situés les uns au-dessus des autres.
6. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le plateau tournant (1) est déplaçable le long du premier axe de rotation (3).
7. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'on prévoit une pluralité de logements (4) répartis autour du premier axe de rotation
(3) sur le plateau tournant (1).
8. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le logement (4) est rotatif autour d'un deuxième axe de rotation (25) et que le deuxième
axe de rotation (25) s'étend parallèlement au premier axe de rotation (3).
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce que le logement (4) est rotatif par l'intermédiaire d'un engrenage disposé au niveau
du plateau tournant (1).
10. Dispositif selon la revendication 9, caractérisé en ce que l'engrenage est un engrenage planétaire avec un premier élément d'engrenage (21)
rotatif autour du premier axe de rotation (3), au moins un deuxième élément d'engrenage
(22) en prise avec le premier élément d'engrenage (21) relié de façon rotatoire au
logement (4), et un élément de support (23) rotatif autour du premier axe de rotation
(3), au niveau duquel le deuxième élément d'engrenage (22) est monté de façon rotative.
11. Dispositif selon la revendication 10, caractérisé par des moyens (30) pour le freinage ou la fixation de l'élément de support (23) autour
du premier axe de rotation (3) et/ou des moyens (29) pour le freinage ou la fixation
de l'élément de support (23) par rapport au premier élément d'engrenage (21).