[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schließzylinder mit einem Zylindergehäuse,
einem im Zylindergehäuse um eine Zylinderachse drehbar gelagerten Scheibengehäuse,
mehreren im Scheibengehäuse entlang der Zylinderachse angeordneten, drehbar gelagerten
Einstellscheiben, wobei jede Einstellscheibe eine Aufnahmeöffnung für einen Schlüssel
aufweist, und einem Sperrelement, das in einer Schlüsseleinführrichtung gesehen vor
den Einstellscheiben angeordnet und mit dem Scheibengehäuse drehfest gekoppelt ist.
[0003] Gemäß Fig. 25 und 26 kann ein Schließzylinder 10 ein Zylindergehäuse 12 und einen
im Zylindergehäuse 12 um eine Zylinderachse drehbar gelagerten Zylinderkern aufweisen,
der nachfolgend auch als Scheibengehäuse 14 bezeichnet wird. Die Drehbewegung des
Zylinderkerns bzw. des Scheibengehäuses 14 kann über einen mit dem Scheibengehäuse
14 verbundenen Kopplungsabschnitt 30 auf einen Verriegelungsmechanismus eines nicht
dargestellten Schlosses übertragen und das Schloss somit anhand des Schließzylinders
10 entriegelt oder verriegelt werden.
[0004] In dem Scheibengehäuse 14 sind entlang der Zylinderachse hintereinander mehrere drehbare
Einstellscheiben 16, die auch als Zuhaltungsscheiben bezeichnet werden, aufgenommen.
Die Einstellscheiben 16 besitzen jeweilige zentrale Aufnahmeöffnungen 18, welche gemeinsam
einen Schlüsselkanal 28 zum Einführen eines Schlüssels 24 bilden und welche bei dem
gezeigten Beispiel einen rechteckigen Querschnitt aufweisen. Die Einstellscheiben
16 besitzen ferner jeweilige Umfangsausnehmungen in Form von Sperrausnehmungen 20
zum Aufnehmen eines Sperrstifts 22, welcher parallel zu der Zylinderachse ausgerichtet
ist.
[0005] Der Sperrstift 22 ist radial beweglich in einem in der Wandung des Scheibengehäuses
14 vorgesehenen Schlitz 32 aufgenommen. Wenn sich der Schließzylinder 10 in seiner
Schließstellung befindet und damit die Einstellscheiben 16 in ihre Verriegelungsstellung
gedreht sind, nimmt der Sperrstift 22 eine radial äußere Blockierstellung ein. In
dieser Blockierstellung greift ein Teilabschnitt des Sperrstifts 22 in eine an der
Innenwandung des Zylindergehäuses 12 vorgesehene Sperrstiftaufnahmevertiefung 34 ein,
so dass das Scheibengehäuse 14 (abgesehen von einem geringfügigen Verdrehspiel) gegen
eine Drehbewegung relativ zu dem Zylindergehäuse 12 blockiert ist.
[0006] Mittels des Schlüssels 24 können die Einstellscheiben 16 von ihrer Verriegelungsstellung
in eine Entriegelungsstellung überführt werden. Wenn sich alle Einstellscheiben 16
in einer sogenannten Sortierendstellung befinden, die zwischen der Verriegelungsstellung
und der Entriegelungsstellung liegt, dann sind die Sperrausnehmungen 20 aller Einstellscheiben
16 in Richtung der Zylinderachse gesehen fluchtend zueinander und radial zu dem Sperrstift
22 ausgerichtet.
[0007] Bei dem aus dem Stand der Technik bekannten Schließzylinder 10 kann dann der Sperrstift
22 radial nach innen in seine Freigabestellung versetzt werden, in welcher er sich
außerhalb der Sperrstiftaufnahmevertiefung 34 befindet. Dadurch wird das Scheibengehäuse
14 für eine Drehbewegung relativ zu dem Zylindergehäuse 12 freigegeben und das Scheibengehäuse
14 kann zusammen mit den Einstellscheiben 16 in Entriegelungsrichtung bis zum Erreichen
der Entriegelungsstellung weitergedreht werden.
[0008] Am Außenumfang jeder Einstellscheibe 16 ist ferner eine Fixierausnehmung 44 zum Aufnehmen
eines Kernstifts 46 vorgesehen. Der Kernstift 46 ist parallel zur Zylinderachse ausgerichtet
und radial beweglich in einem in der Wandung des Scheibengehäuses 14 vorgesehenen
Schlitz aufgenommen. In der Schließstellung des Schließzylinders 10 greift der Kernstift
46 in die Fixierausnehmungen 44 der Einstellscheiben 16 ein und verhindert somit ein
Verdrehen der Einstellscheiben 16 zueinander, wenn kein Schlüssel 24 eingeführt ist.
[0009] Der dem Schließzylinder 10 zugeordnete Schlüssel 24 besitzt mehrere unterschiedlich
abgewinkelte Einschnitte 26, die verschiedenen Winkelpositionen der Sperrausnehmungen
20 der Einstellscheiben 16 entsprechen. Nach dem Einführen in den Schlüsselkanal 28
nimmt der Schlüssel 24 zunächst eine sogenannte Anfangsstellung ein, von der aus der
Schlüssel 24 in Entriegelungsrichtung verdreht werden kann. Durch Verdrehen des Schlüssels
24 in Entriegelungsrichtung aus der Anfangsstellung heraus gelangt der Schlüssel 24
zunächst in eine sogenannte Nulllage, in welcher der Kernstift 46 außer Eingriff mit
den Fixierausnehmungen 44 der Einstellscheiben 16 geraten kann und die Einstellscheiben
16 somit für eine Drehbewegung relativ zu dem Scheibengehäuse 14 freigegeben sind,
um die Sperrausnehmungen 20 der Einstellscheiben 16 nacheinander in Flucht bringen
zu können (sogenanntes Sortieren).
[0010] Die Einstellscheiben 16 weisen gegenüber dem jeweils zugeordneten Einschnitt 26 des
Schlüssels 24 ein bestimmtes Verdrehspiel auf, dessen Maß von dem Winkelmaß des jeweiligen
Einschnitts 26 abhängt, d.h. in Abhängigkeit von dem Winkelmaß der Einschnitte 26
gelangen Steuerabschnitte der jeweiligen Einschnitte 26 und korrespondierende Steuerabschnitte
der zentralen Aufnahmeöffnungen 18 der zugeordneten jeweiligen Einstellscheiben 16
beim Sortieren zu unterschiedlichen Zeitpunkten bzw. in unterschiedlichen Winkelstellungen
miteinander in Eingriff.
[0011] Beispielsweise beträgt ausgehend von der Nulllage der Einstellscheiben 16 der gesamte
Rotationsweg des Schlüssels bis zum Erreichen der Sortierendstellung aller Einstellscheiben
16 ca. 110°, d.h. nach einer Drehung des Schlüssels 24 um ca. 110° sind alle Einstellscheiben
16 sortiert und die Sperrausnehmungen 20 sind in radialer Flucht zu dem Sperrstift
22 ausgerichtet. Typischerweise ist für die möglichen Winkelpositionen der Sperrausnehmungen
20 ein Raster von sechs verschiedenen Winkelpositionen in gleichmäßiger Teilung vorgesehen,
wobei der Winkelabstand zwischen zwei im Raster benachbarten Sperrausnehmungen 20
ca. 18° beträgt. Entsprechend gibt es für jede Einstellscheibe 16 sechs mögliche Kodierungen,
wobei zum Einstellen einer dieser Kodierungen die jeweilige Einstellscheibe 16 um
einen bestimmten Winkel aus ihrer Nulllage verdreht werden muss. Bei dem beispielhaften
Schließzylinder 10 entspricht eine Kodierung "1" einer Drehung der Einstellscheibe
16 um ca. 20°, eine benachbarte Kodierung "2" einer Drehung von ca. 38°, usw. und
schließlich eine Kodierung "6" einer Drehung von ca. 110°, jeweils ab der Nulllage
bis zum Erreichen der Sortierendstellung gemessen. Die Sperrausnehmungen 20 sind demgemäß
in einem der jeweiligen Kodierung entsprechenden Winkelabstand von der Sperrstiftaufnahmevertiefung
34 des Zylindergehäuses 12 angeordnet, wenn die Einstellscheiben 16 sich in der Nulllage
befinden.
[0012] Bei der Kodierung "6" kann eine Zwangskopplung zwischen der entsprechenden Einstellscheibe
16 und dem zugeordneten Abschnitt des Schlüssels 24 vorgesehen sein, d.h. es ist kein
Einschnitt bzw. ein Einschnitt mit dem Winkelmaß 0° vorhanden, so dass kein Verdrehspiel
zwischen dem Schlüssel 24 und der Einstellscheibe 16 besteht.
[0013] Bei der Kodierung "1" besteht hingegen das größtmögliche Verdrehspiel zwischen Schlüssel
24 und Einstellscheibe 16, d.h. an dem Schlüssel 24 ist ein Einschnitt 26 mit einem
Winkelmaß von ca. 90° vorgesehen. Eine Einstellscheibe 16 der Kodierung "1" wird somit
grundsätzlich erst am Ende der Drehbetätigung des Schlüssels 24, d.h. nach einer Drehung
um ca. 90°, mitgenommen und durch eine Drehung des Schlüssels 24 um weitere ca. 20°
in ihre Sortierendstellung gebracht.
[0014] Ein Scheibenzylinder kann auch eine oder mehrere so genannte Aushebescheiben aufweisen,
bei denen es sich in der Regel um Einstellscheiben handelt. Jede Aushebescheibe weist
die Kodierung "6" auf und ist in einer vorbestimmten axialen Position im Scheibengehäuse
angeordnet, z.B. bezüglich der Schlüsseleinführrichtung ganz vorne, ganz hinten oder
in der Mitte des Schließzylinders 10. Die als Aushebescheibe fungierende Einstellscheibe
ist mit dem Schlüssel 24 zwangsgekoppelt. Bei einer Schlüsselbetätigung in Entriegelungsrichtung
dient die Aushebescheibe nach Abschluss der Sortierung (Drehung um 110°) zur Kopplung
des Schlüssels 24 mit dem Scheibengehäuse 14 und bewirkt somit eine rotatorische Mitnahme
des Scheibengehäuses 14. Ausgehend von der Freigabestellung des Sperrstifts 22 stellt
die Aushebescheibe bei einer Schlüsselbetätigung in Verriegelungsrichtung sicher,
dass der Sperrstift 22 ordnungsgemäß aus den Sperrausnehmungen 20 der Einstellscheiben
16 angehoben (d.h. in die Sperrstiftaufnahmevertiefung 34 gedrängt) wird und nicht
etwa verkantet.
[0015] Ferner ist es üblich, zwischen den Einstellscheiben 16 Zwischenscheiben 36 anzuordnen,
die mit dem Scheibengehäuse 14 drehfest oder mit Verdrehspiel gekoppelt sind. Die
Zwischenscheiben 36 entkoppeln benachbarte Einstellscheiben 16 voneinander, damit
die Drehbewegung einer jeweiligen Einstellscheibe 16 nicht reibungsbedingt ein Mitdrehen
der hierzu benachbarten Einstellscheibe 16 bewirkt. Ein derartiges Mitnehmen könnte
nämlich dazu führen, dass unter Umständen eine Einstellscheibe 16 über ihre Entriegelungsstellung
hinaus verdreht wird und sich damit der Schließzylinder 10 nicht mehr öffnen lässt.
[0016] Die drehfeste Kopplung der Zwischenscheiben 36 mit dem Scheibengehäuse 14 kann durch
sich zumindest teilweise in radialer Richtung erstreckende Anschlagabschnitte 40 der
Zwischenscheiben 36 erfolgen (Fig. 26), welche an entsprechenden, an der Innenwandung
des Scheibengehäuses 14 ausgebildeten Vorsprüngen 42 anliegen.
[0017] Jede Zwischenscheibe 36 weist eine Umfangsausnehmung 38 auf, die mit dem Sperrstift
22 radial fluchtet. Entsprechend weist jede Zwischenscheibe 36 eine weitere Umfangsausnehmung
38a auf, die mit dem Kernstift 46 radial fluchtet und die bevorzugt der Umfangsausnehmung
38 diametral gegenüberliegt. Die Abmessungen der Umfangsausnehmung 38 sind an den
Durchmesser des Sperrstifts 22 angepasst, so dass die Zwischenscheiben 36 ein Versetzen
des Sperrstifts 22 in seine Freigabestellung nicht behindern. Entsprechendes gilt
bevorzugt auch für die Umfangsausnehmung 38a bezüglich des Kernstifts 46.
[0018] Schließzylinder der vorstehend beschriebenen Art haben sich als vorteilhaft manipulationssicher
erwiesen. Dennoch kann eine unbefugte Person unter Zuhilfenahme eines geeigneten,
so genannten Picking-Werkzeugs versuchen, die einzelnen Einstellscheiben nacheinander
abzutasten und hierdurch nacheinander zu sortieren, d.h. in die jeweilige Sortierendstellung
zu bringen, um anschließend den Schließzylinder zu entriegeln. Ferner könnte versucht
werden, die erläuterte Kodierung der Einstellscheiben, also die jeweilige Winkelposition
der Sperrausnehmungen, zu erfassen, um einen Schlüssel mit geeigneten Einschnitten
nachzubilden.
[0019] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Schließzylinder der
vorstehend erläuterten Art dahingehend zu verbessern, dass dieser einen verbesserten
Schutz gegen Manipulationen, wie etwa Picking, bietet. Ferner sollen ein Schlüssel
und ein Schlüsselrohling angegeben werden, die an einen derartigen Schließzylinder
angepasst sind.
[0020] Die Aufgabe wird durch einen Schließzylinder mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0021] Bei dem erfindungsgemäßen Schließzylinder ist durch Verdrehen des Schlüssels in einer
Entriegelungsrichtung das Sperrelement aus einer Sperrstellung, in welcher das Sperrelement
in eine Aufnahmevertiefung des Zylindergehäuses eingreift, in eine Freigabestellung
bewegbar, in welcher das Sperrelement außer Eingriff mit der Aufnahmevertiefung ist.
[0022] Bei dem erfindungsgemäßen Schließzylinder lässt sich das Sperrelement somit durch
Verdrehen des Schlüssels betätigen und dadurch von der Sperrstellung in die Freigabestellung
bewegen. In der Sperrstellung kann das Sperrelement das Scheibengehäuse gegen eine
Verdrehung relativ zu dem Zylindergehäuse sperren, indem das Sperrelement in eine
Aufnahmevertiefung an einer Innenwand des Zylindergehäuses eingreift. Diese Sperrwirkung
kann durch eine Drehbetätigung des Sperrelements mittels des passenden Schlüssels
aufgehoben werden. Ein bloßes Einführen des Schlüssels in den Schließzylinder reicht
zur Betätigung des Sperrelements allerdings nicht aus. Vielmehr ist erforderlich,
dass der Schlüssel zum Betätigen des Sperrelements gedreht wird und der Schlüssel,
insbesondere die Spitze des Schlüssels, dazu angepasst ist, dass das Sperrelement
in der vorgesehenen Weise betätigt, d.h. in die Freigabestellung versetzt wird. Mit
einem nicht passenden Schlüssel, der das Sperrelement nicht in der vorgesehenen Weise
betätigen kann, kann der Schließzylinder hingegen nicht entriegelt werden. Da das
Sperrelement in Schlüsseleinführrichtung gesehen vor den Einstellscheiben (und insbesondere
vor dem Scheibengehäuse) angeordnet ist, befindet sich das Sperrelement - von der
Einführöffnung für den Schlüssel in den Schlüsselkanal aus gesehen - am distalen Ende
des Scheibengehäuses. Das Sperrelement ist daher, z.B. mit einem Picking-Werkzeug,
nur schwer erreichbar. Der Schließzylinder weist somit einen verbesserten Schutz gegenüber
Manipulationen, insbesondere gegenüber Picking, auf.
[0023] Das Sperrelement wird nachfolgend, insbesondere in der Figurenbeschreibung, auch
als Drehschiebesperre bezeichnet.
[0024] Sofern im Zusammenhang mit der Erfindung auf die "Einführrichtung" des Schlüssels
Bezug genommen wird, bezeichnen generell die Angaben "vor" oder "vorne" eine in der
Einführrichtung gelegene und die Angaben "hinter" oder "hinten" eine entgegen der
Einführrichtung gelegene Position.
[0025] Das Sperrelement kann eine Abtriebsflanke aufweisen, die mit einer an der Spitze
des Schlüssels ausgebildeten Antriebsflanke derart zusammenwirkt, dass das Sperrelement
durch Verdrehen des Schlüssels in Entriegelungsrichtung aus der Sperrstellung in die
Freigabestellung bewegt wird. Das Sperrelement und die Schlüsselspitze können somit
über die genannten Flanken miteinander in Kontakt kommen, um durch Verdrehen des Schlüssels
in Entriegelungsrichtung das Sperrelement in die Freigabestellung zu bringen.
[0026] Vorzugsweise sind die Abtriebsflanke des Sperrelements und die Antriebsflanke an
der Spitze des Schlüssels dazu angepasst und wirken derart miteinander zusammen, dass
die beiden Flanken erst dann einander kontaktieren, wenn der Schlüssel von einer Anfangsstellung,
die der Schlüssel nach dem Einführen in den Schließzylinder einnimmt, wenigstens in
eine erste Drehstellung verdreht ist. Die erste Drehstellung entspricht dabei bevorzugt
einer Drehstellung, die der Schlüssel nach Passieren der bereits genannten Nulllage
(in der die Einstellscheiben für eine Drehbewegung relativ zu dem Scheibengehäuse
freigegeben sind) kurz vor Erreichen der genannten Sortierendstellung einnimmt.
[0027] Nach einer Weiterbildung der Erfindung sind die Abtriebsflanke des Sperrelements
und die Antriebsflanke an der Spitze des Schlüssels ferner dazu angepasst und wirken
derart miteinander zusammen, dass sich das Sperrelement aus der Sperrstellung in die
Freigabestellung bewegt, während der Schlüssel von der ersten Drehstellung in Entriegelungsrichtung
in eine zweite Drehstellung verdreht wird. Bei der zweiten Drehstellung handelt es
sich vorzugsweise um die bereits genannte Sortierendstellung, in der die Einstellscheiben
sortiert sind und die Sperrausnehmungen der Einstellscheiben in Richtung der Zylinderachse
fluchtend miteinander ausgerichtet sind.
[0028] Die Aufnahmeöffnungen der Einstellscheiben können, insbesondere gemeinsam mit wenigstens
einer Aushebescheibe, in der Ausgangsstellung des Schließzylinders den genannten Schlüsselkanal
bilden (vorzugsweise mit einer zumindest im Wesentlichen rechteckigen Querschnittsform),
wobei die genannte Abtriebsflanke des Sperrelements vorzugsweise außerhalb des Schlüsselkanals
angeordnet ist, d.h. in axialer Flucht gesehen nicht in den Schlüsselkanal hineinragt.
Die Pickingsicherheit kann somit erhöht werden, da das Sperrelement über den Schlüsselkanal
nur schwer zugänglich und betätigbar ist.
[0029] Die Spitze des Schlüssels weist bevorzugt eine Querschnittsform mit zwei Schmalseiten
und zwei Breitseiten auf, welche länger als die Schmalseiten sind, wobei das Sperrelement
mittels einer der Breitseiten der Schlüsselspitze zu der Bewegung aus der Sperrstellung
in die Freigabestellung antreibbar ist. Die Antriebsflanke kann somit von einer Breitseite
der Schlüsselspitze gebildet werden. Nach einer Ausgestaltung der Erfindung ist das
Sperrelement beim Verdrehen des Schlüssels in Entriegelungsrichtung von einer Anfangsstellung,
die der Schlüssel nach dem Einführen in den Schließzylinder einnimmt, in eine erste
oder die bereits genannte erste Drehstellung derart mitdrehbar, dass das Sperrelement
zunächst in der Sperrstellung verbleibt. Vorzugsweise ist hierfür die Aufnahmevertiefung
an der Innenwand des Zylindergehäuses, in welche das Sperrelement in der Sperrstellung
eingreift, in Umfangsrichtung größer als die Erstreckung des in die Aufnahmevertiefung
hineinragenden Endes des Sperrelements in Umfangsrichtung. Das Sperrelement besitzt
somit in seiner Sperrstellung erfindungsgemäß ein Verdrehspiel relativ zu dem Zylindergehäuse.
Dieses Verdrehspiel besteht vorzugsweise ausgehend von einer Anfangsstellung des Schließzylinders,
d.h. nach Einführen des Schlüssels muss zunächst das Verdrehspiel überwunden werden,
und erst danach bewirkt ein weiteres Verdrehen des Schlüssels die Bewegung des Sperrelements
aus der Sperrstellung in die Freigabestellung.
[0030] Bevorzugt weist die Aufnahmevertiefung an der Innenwand des Zylindergehäuses eine
erste Anschlagsfläche für ein in die Aufnahmevertiefung hineinragendes Ende des Sperrelements
(insbesondere das bereits genannte Ende) auf, an der das Ende des Sperrelements zur
Anlage kommt, wenn der Schlüssel in Entriegelungsrichtung von einer Anfangsstellung,
die der Schlüssel nach dem Einführen in den Schließzylinder einnimmt, in eine erste
Drehstellung (insbesondere die bereits genannte erste Drehstellung) verdreht ist,
wobei die erste Anschlagsfläche ein weiteres Verdrehen des Sperrelements in Entriegelungsrichtung
blockiert. Wenn die erste Drehstellung erreicht ist, muss somit das Sperrelement in
die Freigabestellung gebracht werden, weil andernfalls ein weiteres Verdrehen in Entriegelungsrichtung
nicht möglich ist. Mit einem nicht passenden Schlüssel, der das Sperrelement nicht
wie vorgesehen betätigen kann, ist somit keine Entriegelung des Schließzylinders möglich.
[0031] Die Aufnahmevertiefung des Zylindergehäuses weist bevorzugt eine zweite Anschlagsfläche
für das in die Aufnahmevertiefung hineinragende Ende des Sperrelements auf, wobei
das Ende des Sperrelements an der zweiten Anschlagsfläche bei abgezogenem Schlüssel
anliegt und die zweite Anschlagsfläche ein Verdrehen des Sperrelements entgegen der
Entriegelungsrichtung blockiert. Bei abgezogenem Schlüssel, also in der Ausgangsstellung,
ergibt sich somit eine definierte Stellung für das Sperrelement und das damit gekoppelte
Scheibengehäuse.
[0032] Nach einer Weiterbildung der Erfindung ist das Sperrelement in einer Normalebene
zu der Zylinderachse geradlinig versetzbar gelagert. Insbesondere ist das Sperrelement
von der Sperrstellung in die Freigabestellung zumindest im Wesentlichen in einer Richtung
quer zur Zylinderachse bewegbar. Das Sperrelement kann bezüglich der Zylinderachse
in radialer Richtung oder in einer Richtung, die parallel zu einer radialen Richtung
verläuft, geradlinig versetzbar gelagert sein.
[0033] Das Sperrelement ist bevorzugt in Richtung der Sperrstellung, insbesondere mittels
einer Feder, vorgespannt. Dadurch kann das Sperrelement, insbesondere bei abgezogenem
Schlüssel, in der Sperrstellung gehalten werden.
[0034] Nach einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist ein weiteres Sperrelement,
das auch als Schiebesperre bezeichnet wird, in Schlüsseleinführrichtung gesehen vor
den Einstellscheiben (und insbesondere vor dem Scheibengehäuse) angeordnet. Das weitere
Sperrelement befindet sich somit an dem distalen Ende des Scheibengehäuses. Das weitere
Sperrelement ist mit dem Scheibengehäuse ebenfalls bevorzugt drehfest gekoppelt.
[0035] Vorzugsweise nimmt das weitere Sperrelement bei abgezogenem Schlüssel eine Sperrstellung
ein, in der das weitere Sperrelement in eine weitere Aufnahmevertiefung an der Innenwand
des Zylindergehäuses eingreift, und wobei das weitere Sperrelement durch Einführen
des Schlüssels in den Schließzylinder außer Eingriff mit der weiteren Aufnahmevertiefung
und somit in eine Freigabestellung bewegbar ist. Das weitere Sperrelement kann daher
(im Unterschied zu dem vorstehend erläuterten Sperrelement) bereits durch bloßes axiales
Einführen des passenden Schlüssels aus der Sperrstellung in die Freigabestellung gebracht
werden.
[0036] Das Sperrelement (insbesondere die genannte Drehschiebesperre) und das weitere Sperrelement
(insbesondere die genannte Schiebesperre) sind bevorzugt in derselben Querschnittsebene
des Schließzylinders (d.h. auf gleicher Höhe entlang der Zylinderachse) nebeneinander
angeordnet und parallel zueinander versetzbar gelagert. Hierdurch können bei geringer
Baulänge, d.h. bei geringem axialem Bauraum des Schließzylinders, zwei verschiedene
Verriegelungs- bzw. Entriegelungsfunktionen verwirklicht werden, die zu unterschiedlichen
Zeitpunkten bzw. bei unterschiedlichen Stellungen des Schließzylinders wirksam werden.
[0037] Das weitere Sperrelement ist bevorzugt ebenfalls in Richtung seiner Sperrstellung,
insbesondere mittels einer Feder, vorgespannt.
[0038] Nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist bei dem Schließzylinder
jede Einstellscheibe am Außenumfang eine Sperrausnehmung zur wenigstens teilweisen
Aufnahme eines parallel zur Zylinderachse ausgerichteten Sperrstifts und versetzt
zu der Sperrausnehmung eine am Außenumfang vorgesehene Fixierausnehmung zur wenigstens
teilweisen Aufnahme eines parallel zur Zylinderachse ausgerichteten Kernstifts auf,
wobei die Einstellscheiben von einer Ausgangsstellung bei abgezogenem Schlüssel durch
Verdrehen des eingeführten Schlüssels in Entriegelungsrichtung in eine Sortierendstellung
verdrehbar sind, in welcher die Sperrausnehmungen aller Einstellscheiben in Richtung
der Zylinderachse gesehen fluchtend miteinander ausgerichtet sind, wobei in der Sortierendstellung
die Fixierausnehmungen aller Einstellscheiben in Richtung der Zylinderachse gesehen
fluchtend miteinander ausgerichtet sind, und wobei der Schließzylinder derart ausgebildet
ist, dass beim weiteren Verdrehen der Einstellscheiben aus der Sortierendstellung
in Entriegelungsrichtung zunächst der Kernstift in die Fixierausnehmungen und erst
danach der Sperrstift in die Sperrausnehmungen eindringt.
[0039] Bei diesem Schließzylinder sind in der Sortierendstellung die Sperrausnehmungen aller
Einstellscheiben in Richtung der Zylinderachse fluchtend zueinander ausgerichtet.
Der Sperrstift gelangt aber in der Sortierendstellung noch nicht sofort in die Sperrausnehmungen
der Einstellscheiben, sondern erst beim Weiterdrehen der Einstellscheiben in Entriegelungsrichtung
über die Sortierendstellung hinaus, nachdem der Kernstift in die Fixierausnehmungen
der Einstellscheiben eingedrungen ist. Mit anderen Worten ist für das Eingreifen des
Kernstifts in die Fixierausnehmungen und das Eingreifen des Sperrstifts in die Sperrausnehmungen
eine zeitliche Reihenfolge definiert. Durch den in die Fixierausnehmungen eingreifenden
Kernstift werden die Einstellscheiben gegeneinander (und relativ zu dem Scheibengehäuse)
fixiert, so dass sie ab Erreichen der Sortierendstellung und eines geringfügigen weiteren
Verdrehens in Entriegelungsrichtung nicht mehr einzeln (d.h. relativ zueinander) verdreht
werden können. Ein Picking des Schließzylinders dadurch, dass die Einstellscheiben
einzeln mittels eines Picking-Werkzeugs verdreht werden und das Erreichen der Sortierendstellung
dadurch erkannt wird, dass sich der Sperrstift in die fluchtend mit dem Sperrstift
ausgerichteten Sperrausnehmungen setzt, ist somit nicht mehr möglich. Insbesondere
wird hierdurch verhindert, dass der Sperrstift durch Beaufschlagung mit einem Drehmoment
nach radial innen gedrängt und zugleich durch Verdrehen einer einzelnen Einstellscheibe
das Anliegen des Sperrstifts an der seitlichen Begrenzung der Sperrausnehmung dieser
einzelnen Einstellscheibe ertastet werden kann, um auf diese Weise die Kodierungen
der einzelnen Einstellscheiben nacheinander zu erfassen.
[0040] Bevorzugt handelt es sich bei der genannten Fixierausnehmung einer jeweiligen Einstellscheibe,
in die der Kernstift in die Sortierendstellung eingreift, um eine von mehreren gleichartig
ausgestalteten Fixierausnehmungen, die am Außenumfang der jeweiligen Einstellscheibe
in Umfangsrichtung gesehen nebeneinanderliegend ausgebildet sind. Die Fixierausnehmungen
bzw. die radial nach außen herausragenden Übergangsbereiche zwischen zwei jeweiligen
Fixierausnehmungen können als Rattermarken beim Verdrehen der jeweiligen Einstellscheibe
dienen. Außerdem eignen sich die Fixierausnehmungen nicht für einen Picking-Versuch,
da aufgrund der mehreren in einer Einstellscheibe vorhandenen Fixierausnehmungen die
"richtige" Stellung der Einstellscheibe nicht anhand der Fixierausnehmungen bestimmt
werden kann. Der Schließzylinder zeichnet sich somit durch einen besonders hohen Schutz
gegenüber Manipulationen und insbesondere gegenüber einem Picking aus.
[0041] Durch Eindringen des Kernstifts in die Fixierausnehmungen der Einstellscheiben kann
der Kernstift nach innen rücken und dabei die Einstellscheiben relativ zum Scheibengehäuse
fixieren. Außerdem kann eine vom Kernstift bewirkte Blockierung einer Verdrehung des
Scheibengehäuses gegenüber dem Zylindergehäuse freigegeben werden. Durch den nachfolgenden
Eingriff des Sperrstifts in die Sperrausnehmungen kann außerdem der Sperrstift nach
radial innen rücken und eine vom Sperrstift bewirkte Blockierung einer Verdrehung
des Scheibengehäuses gegenüber dem Zylindergehäuse aufgehoben werden. Nachdem der
Kernstift und der Sperrstift eingerückt sind, kann das Scheibengehäuse gemeinsam mit
den Einstellscheiben in Entriegelungsrichtung bis zur Entriegelungsstellung weitergedreht
werden.
[0042] Um eine definierte Bewegungsabfolge zu erzielen, ist sowohl für das erläuterte Eindringen
des Kernstifts in die Fixierausnehmungen als auch für das erläuterte Eindringen des
Sperrstift in die Sperrausnehmungen vorzugsweise eine Zwangsführung vorgesehen, d.h.
der Kernstift wird in die Fixierausnehmungen gedrängt und der Sperrstift wird in die
Sperrausnehmungen gedrängt.
[0043] Bevorzugt greift der Kernstift in der Sortierendstellung der Einstellscheiben in
eine an der Innenwand des Zylindergehäuses vorgesehene Kernstiftaufnahmevertiefung
ein, und der Schließzylinder ist dazu angepasst, dass durch Verdrehen des Schlüssels
aus der Sortierendstellung in Entriegelungsrichtung der Kernstift nach radial innen
in die Fixierausnehmungen gedrängt wird. Durch den Eingriff in die Kernstiftaufnahmevertiefung
kann der Kernstift eine Verdrehung des Scheibengehäuses gegenüber dem Zylindergehäuse
blockieren. Diese Blockierung wird freigegeben, nachdem der Kernstift nach radial
innen in die Fixierausnehmungen gerückt ist. Durch den Eingriff des Kernstifts in
die Fixierausnehmungen werden die Einstellscheiben gegenüber dem Scheibengehäuse fixiert,
so dass sie nicht mehr einzeln gegenüber dem Scheibengehäuse verdrehbar sind, sondern
nur noch das Scheibengehäuse und die Einstellscheiben zusammen in Entriegelungsrichtung
verdreht werden können.
[0044] Insbesondere kann die Kernstiftaufnahmevertiefung bzw. das Zylindergehäuse eine in
Entriegelungsrichtung gesehen die Kernstiftaufnahmevertiefung begrenzende Kernstiftführungsschräge
aufweisen, die daran angepasst ist, den Kernstift nach radial innen in die Fixierausnehmungen
zu drängen. Durch die Kernstiftführungsschräge kann erreicht werden, dass der Kernstift
bei einer definierten Drehwinkellage nach dem Weiterdrehen des Schlüssels bzw. des
Scheibengehäuses über die Sortierendstellung hinaus in die Fixierausnehmungen gedrängt
wird. Die Übertragung der Drehbewegung des Schlüssels auf das Scheibengehäuse kann
dabei über einen Anschlag einer Aushebescheibe und/oder über einen jeweiligen Anschlag
der Einstellscheiben erfolgen.
[0045] Nach einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist der Schließzylinder dazu angepasst,
dass der Sperrstift in der Sortierendstellung der Einstellscheiben in eine an der
Innenwand des Zylindergehäuses vorgesehene Sperrstiftaufnahmevertiefung eingreift,
und dass, nachdem der Kernstift in die Fixierausnehmungen gedrängt worden ist, durch
weiteres Verdrehen des Schlüssels in Entriegelungsrichtung der Sperrstift nach radial
innen in die Sperrausnehmungen gedrängt wird. Durch den Eingriff des Sperrstifts in
die Sperrstiftaufnahmevertiefung fixiert der Sperrstift das Scheibengehäuse gegen
Verdrehen am Zylindergehäuse. Nachdem der Sperrstift nach radial innen gedrängt ist,
kann das Scheibengehäuse gegenüber dem Zylindergehäuse in Entriegelungsrichtung weiter
bis zum Erreichen der Entriegelungsstellung verdreht werden.
[0046] Vorzugsweise ist an dem Zylindergehäuse eine die Sperrstiftaufnahmevertiefung in
Entriegelungsrichtung begrenzende Sperrstiftführungsschräge vorgesehen, die den Sperrstift
beim Weiterdrehen des Schlüssels bzw. des Scheibengehäuses in Entriegelungsrichtung
über die Sortierendstellung hinaus nach radial innen drängt.
[0047] Durch die Sperrstiftführungsschräge kann auf einfache Weise erreicht werden, dass
der Sperrstift bei einer definierten Drehwinkellage nach radial innen geführt wird.
[0048] Bevorzugt erstreckt sich in Drehrichtung gesehen die Kernstiftaufnahmevertiefung
des Zylindergehäuses, in welche der Kernstift in der Sortierendstellung eingreift,
über einen kleineren Umfangswinkel als die Sperrstiftaufnahmevertiefung des Zylindergehäuses,
in welche der Sperrstift in der Sortierendstellung eingreift. Ausgehend von der Sortierendstellung
der Einstellscheiben kann der Sperrstift in der Entriegelungsrichtung somit ein größeres
Verdrehspiel innerhalb der Sperrstiftaufnahmevertiefung aufweisen als der Kernstift
innerhalb der Kernstiftaufnahmevertiefung.
[0049] Dieses unterschiedliche Verdrehspiel besteht ausgehend von der Sortierendstellung
insbesondere in Entriegelungsrichtung. Hierbei kann die Kernstiftaufnahmevertiefung
in Entriegelungsrichtung durch die genannte Kernstiftführungsschräge begrenzt sein
und die Sperrstiftaufnahmevertiefung des Zylindergehäuses in Entriegelungsrichtung
durch die genannte Sperrstiftführungsschräge begrenzt sein, wobei in der Sortierendstellung
der Winkelabstand zwischen dem Kernstift und der Kernstiftführungsschräge geringer
ist als der Winkelabstand zwischen dem Sperrstift und der Sperrstiftführungsschräge.
[0050] Vorzugsweise liegen sich die Kernstiftaufnahmevertiefung und die Sperrstiftaufnahmevertiefung
bezogen auf die Zylinderachse zumindest im Wesentlichen diametral gegenüber. Entsprechend
liegen sich der Kernstift und der Sperrstift bevorzugt zumindest im Wesentlichen diametral
gegenüber.
[0051] Bevorzugt ist wenigstens eine Aushebescheibe vorgesehen, die parallel zu den Einstellscheiben
angeordnet und im Scheibengehäuse drehbar gelagert ist und die ebenfalls eine (insbesondere
zentrale) Aufnahmeöffnung für den Schlüssel aufweist, wobei die Aushebescheibe mit
dem eingeführten Schlüssel bezüglich einer Verdrehung des Schlüssels zwangsgekoppelt
ist. Die Zwangskopplung zwischen Schlüssel und Aushebescheibe kann insbesondere dadurch
erreicht werden, dass die Aushebescheibe und der zugeordnete Einschnitt des Schlüssels
die eingangs erläuterte Kodierung "6" aufweisen. Somit ist kein Verdrehspiel zwischen
dem Schlüssel und der Aushebescheibe vorhanden. Beim Verdrehen des Schlüssels dreht
sich die Aushebescheibe daher immer mit.
[0052] Bevorzugt ist diese Aushebescheibe in Schlüsseleinführrichtung gesehen vor den Einstellscheiben
im Scheibengehäuse angeordnet, d.h. im Bereich des der Schlüsseleinführöffnung abgewandten
distalen Endes des Schließzylinders. Die Aushebescheibe kann aber auch an einer anderen
Stelle im Scheibengehäuse, z.B. hinter den Einstellscheiben oder in der Mitte zwischen
den Einstellscheiben, angeordnet sein.
[0053] Wie die Einstellscheiben weist die Aushebescheibe bevorzugt an ihrem Außenumfang
wenigstens eine Fixierausnehmung zur wenigstens teilweisen Aufnahme des Kernstifts
auf. Bevorzugt weist die Aushebescheibe, wie auch die Einstellscheiben, in Umfangsrichtung
gesehen mehrere nebeneinanderliegende Fixierausnehmungen auf, die beim Verdrehen der
Einstellscheiben bzw. der Aushebescheibe auch als Rattermarken fungieren können.
[0054] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist der Aushebescheibe ein Steuerelement
zugeordnet, das in einem Schlitz des Scheibengehäuses gelagert ist, wobei das Steuerelement
insbesondere in radialer Richtung beweglich sein kann. Mittels eines derartigen Steuerelements
kann die Aushebescheibe dazu genutzt werden, verschiedene Bewegungsabläufe des Koppelns
und Entkoppels mit einer hohen Genauigkeit zu steuern.
[0055] Vorzugsweise weist die Aushebescheibe an ihrem Außenumfang eine Steuerausnehmung
zur wenigstens teilweisen Aufnahme des Steuerelements auf. Durch Eingriff des Steuerelements
in die Steuerausnehmung kann die Aushebescheibe am Scheibengehäuse wahlweise fixiert
werden, so dass die Aushebescheibe und das Scheibengehäuse nur gemeinsam verdreht
werden können.
[0056] Bevorzugt greift das Steuerelement in der Ausgangsstellung, also bei abgezogenem
Schlüssel, in die Steuerausnehmung der Aushebescheibe ein. Das Steuerelement fixiert
in der Ausgangsstellung das Scheibengehäuse und die Aushebescheibe somit aneinander.
Die Aushebescheibe weist in der Ausgangsstellung somit eine definierte Ausrichtung
auf, so dass der Schlüssel problemlos eingeführt werden kann. Außerdem kann vorgesehen
sein, dass der Kernstift in der Ausgangsstellung in eine Fixierausnehmung der Aushebescheibe
eingreift und dadurch die Aushebescheibe ebenfalls am Scheibengehäuse fixiert.
[0057] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung sind das Scheibengehäuse und die Aushebescheibe
(insbesondere gemeinsam mit den Einstellscheiben) von einer Anfangsstellung, also
bei eingeführtem, noch nicht verdrehtem Schlüssel, in Entriegelungsrichtung in eine
Nulllage verdrehbar, in welcher das Steuerelement nach radial außen in eine an der
Innenwand des Zylindergehäuses ausgebildete Steuerelementaufnahmevertiefung eindringt
und außer Eingriff mit der Steuerausnehmung der Aushebescheibe gelangt. Durch das
Eindringen des Steuerelements in die Steuerelementaufnahmevertiefung wird das Scheibengehäuse
in der Nulllage gegenüber dem Zylindergehäuse fixiert. Außerdem wird die vom Steuerelement
zwischen der Ausgangsstellung und der Nulllage bewirkte Fixierung zwischen dem Scheibengehäuse
und der Aushebescheibe aufgehoben, sobald das Steuerelement außer Eingriff mit der
Steuerausnehmung der Aushebescheibe ist. Vorzugsweise kann in der Nulllage auch der
Kernstift mit der genannten Fixierausnehmung der Aushebescheibe außer Eingriff gelangen,
indem der Kernstift in der Nulllage nach radial außen in die genannte Kernstiftaufnahmevertiefung
des Zylindergehäuses gedrängt wird. Eine vom Kernstift bewirkte Blockierung einer
Verdrehung der Aushebescheibe gegenüber dem Scheibengehäuse wird somit aufgehoben.
Die Aushebescheibe kann daher ausgehend von der Nulllage in Entriegelungsrichtung
gegenüber dem Scheibengehäuse verdreht werden.
[0058] Mittels der Aushebescheibe und des Steuerelements kann somit auf einfache Weise die
Nulllage, die sich auf das Sortieren der Einstellscheiben bezieht, eingestellt bzw.
gesteuert werden.
[0059] Bevorzugt ist die Aushebescheibe von der Nulllage bis zur Sortierendstellung gegenüber
dem Scheibengehäuse verdrehbar, während das Scheibengehäuse insbesondere durch Eingriff
des Steuerelements in die Steuerelementaufnahmevertiefung an dem Zylindergehäuse fixiert
ist. Der mit der Aushebescheibe zwangsgekoppelte Schlüssel kann somit von der Nulllage
in die Sortierendstellung weiter verdreht werden. Bei Erreichen der Sortierendstellung
sind alle Einstellscheiben sortiert, d.h. die Sperrausnehmungen der Einstellscheiben
sind zueinander in Flucht gebracht.
[0060] Nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist die Aushebescheibe an ihrem
Außenumfang eine Umfangsausnehmung zur wenigstens teilweisen Aufnahme des Steuerelements
auf. Insbesondere ist die Umfangsausnehmung in Umfangsrichtung gesehen versetzt zu
der genannten Steuerausnehmung am Außenumfang der Aushebescheibe ausgebildet, wobei
die Umfangsausnehmung eine weitere Steuerausnehmung bildet.
[0061] Bevorzugt greift das Steuerelement in der Sortierendstellung (und vorzugsweise bereits
während des Sortierens der Einstellscheiben) in eine Steuerelementaufnahmevertiefung
ein, die an der Innenwand des Zylindergehäuses ausgebildet ist und die vorzugsweise
der bereits erwähnten Steuerelementaufnahmevertiefung entspricht, wobei in der Sortierendstellung
die Umfangsausnehmung der Aushebescheibe in radialer Richtung gesehen fluchtend mit
dem Steuerelement ausgerichtet ist, um nachfolgend das Steuerelement teilweise aufnehmen
zu können. Durch Eingriff des Steuerelements in die Steuerelementaufnahmevertiefung
wird das Scheibengehäuse in der Sortierendstellung am Zylindergehäuse fixiert.
[0062] Vorzugsweise ist der Schließzylinder dazu angepasst, dass das Steuerelement - insbesondere
durch Verdrehen der Aushebescheibe in Entriegelungsrichtung aus der Sortierendstellung
heraus - nach radial innen in die Umfangsausnehmung der Aushebescheibe gedrängt wird.
Das Steuerelement gelangt dabei außer Eingriff mit der Steuerelementaufnahmevertiefung,
wodurch die vom Steuerelement bewirkte Fixierung des Scheibengehäuses am Zylindergehäuse
aufgehoben wird. Außerdem gelangt das Steuerelement in Eingriff mit der Umfangsausnehmung,
so dass das Steuerelement eine Fixierung der Aushebescheibe am Scheibengehäuse bewirkt.
[0063] Besonders bevorzugt ist an dem Zylindergehäuse (insbesondere an der Innenwand des
Zylindergehäuses) eine die Steuerelementaufnahmevertiefung in Entriegelungsrichtung
gesehen begrenzende Steuerelementführungsschräge vorgesehen, die - beim Verdrehen
der Aushebescheibe in Entriegelungsrichtung aus der Sortierendstellung heraus - das
Steuerelement nach radial innen in die Umfangsausnehmung der Aushebescheibe drängt.
Das Steuerelement kann somit auf einfache Weise außer Eingriff mit der Steuerelementaufnahmevertiefung
gebracht, nach radial innen gedrängt und in Eingriff mit der Umfangsausnehmung der
Aushebescheibe gebracht werden. Hierdurch ist nach Erreichen der Sortierendstellung
eine Steuerung des Zeitpunkts bzw. der Winkelstellung für das Entkoppeln des Scheibengehäuses
von dem Zylindergehäuse bzw. für das Koppeln des Scheibengehäuses mit der Aushebescheibe
und somit mit dem Schlüssel möglich.
[0064] Nach einer Weiterbildung der Erfindung erstreckt sich in Entriegelungsrichtung gesehen
die an dem Zylindergehäuse vorgesehene Steuerelementaufnahmevertiefung über einen
Umfangswinkel, der geringer als oder höchstens so groß ist wie der Umfangswinkel einer
an dem Zylindergehäuse vorgesehenen Kernstiftaufnahmevertiefung (insbesondere der
bereits genannten Kernstiftaufnahmevertiefung), in welche der Kernstift in der Sortierendstellung
eingreift. Die Kernstiftaufnahmevertiefung bietet in der Sortierendstellung daher
mindestens dasselbe Verdrehspiel für den Kernstift wie die Steuerelementaufnahmevertiefung
für das Steuerelement, so dass die erläuterte Ablaufsteuerung durch das Zusammenspiel
des Steuerelements mit der Steuerelementaufnahmevertiefung bestimmt wird.
[0065] Dieses unterschiedliche Verdrehspiel besteht insbesondere ausgehend von der Sortierendstellung
in Entriegelungsrichtung. Hierbei können die Steuerelementaufnahmevertiefung des Zylindergehäuses
in Entriegelungsrichtung durch die genannte Steuerelementführungsschräge begrenzt
sein und die Kernstiftaufnahmevertiefung in Entriegelungsrichtung durch die genannte
Kernstiftführungsschräge begrenzt sein, wobei in der Sortierendstellung der Winkelabstand
zwischen dem Steuerelement und der Steuerelementführungsschräge höchstens dem Winkelabstand
zwischen dem Kernstift und der Kernstiftführungsschräge entspricht, und wobei ersterer
vorzugsweise geringer ist als letzterer.
[0066] Nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist die Aushebescheibe am Außenumfang
einen Anschlag auf, der bei einer Verdrehung der Aushebescheibe von der Ausgangsstellung
in Entriegelungsrichtung bei Erreichen der Sortierendstellung in Kontakt mit einem
am Scheibengehäuse vorgesehenen Gegenanschlag gelangt. Durch Weiterdrehen der Aushebescheibe
in Entriegelungsrichtung aus der Sortierendstellung heraus wird das Scheibengehäuse
aufgrund des Zusammenspiels zwischen Anschlag und Gegenanschlag mitgedreht. Durch
diese Drehbewegung kann das Steuerelement außer Eingriff mit der Steuerelementaufnahmevertiefung
in der Innenwand des Zylindergehäuses und in Eingriff mit der Umfangsausnehmung der
Aushebescheibe gebracht werden. Außerdem kann der Kernstift nach radial innen gedrängt
werden, so dass dieser außer Eingriff mit der Kernstiftaufnahmevertiefung und in Eingriff
mit der am Außenumfang der Aushebescheibe vorgesehenen Fixierausnehmung gelangt. Außerdem
gelangt der Kernstift in Eingriff mit den in der Sortierendstellung ausgerichteten
Fixierausnehmungen der Einstellscheiben. Der Kernstift kann somit beim Weiterdrehen
des Schlüssels über die Sortierendstellung hinaus alle Einstellscheiben gegen Verdrehen
am Scheibengehäuse fixieren. Erst danach - beim weiteren Verdrehen der Einstellscheiben
in Entriegelungsrichtung - kann dann der Sperrstift aus der Sperrstiftaufnahmevertiefung
heraus nach radial innen in die Sperrausnehmungen der Einstellscheiben gedrängt und
somit ein weiteres Verdrehen der Einstellscheiben und des Scheibengehäuses bis zum
Erreichen der Entriegelungsstellung freigegeben werden.
[0067] Alternativ oder zusätzlich weist die Aushebescheibe am Außenumfang einen weiteren
Anschlag auf, der bei einer Zurückdrehung der Aushebescheibe von der Sortierendstellung
in Verriegelungsrichtung (insbesondere bei Erreichen der genannten Nulllage) in Kontakt
mit einem am Scheibengehäuse vorgesehenen weiteren Gegenanschlag gelangt. Durch Weiterdrehen
der Aushebescheibe in Verriegelungsrichtung (insbesondere aus der Nulllage heraus)
kann das Scheibengehäuse aufgrund des Zusammenspiels zwischen dem weiteren Anschlag
und dem weiteren Gegenanschlag mitgedreht werden. Durch die Drehbewegung des Scheibengehäuses
kann das Steuerelement außer Eingriff mit der Steuerelementaufnahmevertiefung in der
Innenwand des Zylindergehäuses und in Eingriff mit der Steuerausnehmung der Aushebescheibe
gebracht werden. Außerdem kann der Kernstift aus der Kernstiftaufnahmevertiefung nach
radial innen gedrängt werden, so dass der Kernstift außer Eingriff mit der Kernstiftaufnahmevertiefung
und in Eingriff mit der am Außenumfang der Aushebescheibe vorgesehenen Fixierausnehmung
gelangt. Dabei gelangt der Kernstift auch in Eingriff mit den (in der Nulllage ausgerichteten,
in radialer Richtung gesehen mit der Kernstiftaufnahmevertiefung fluchtenden) Fixierausnehmungen
der Einstellscheiben, so dass der Kernstift beim Weiterdrehen des Schlüssels in Verriegelungsrichtung
über die Nulllage hinaus alle Einstellscheiben gegen Verdrehen am Scheibengehäuse
fixiert. Das Scheibengehäuse mit den über den Kernstift am Scheibengehäuse fixierten
Einstellscheiben und der über das Steuerelement und den Kernstift am Scheibengehäuse
fixierten Aushebescheibe kann somit in die Anfangsstellung zurückgedreht werden, in
der der Schlüssel abgezogen werden kann.
[0068] Bei dem Steuerelement kann es sich insbesondere um ein stiftartiges Steuerelement,
wie etwa einen Steuerstift, handeln, das vorzugsweise parallel zu der Zylinderachse
ausgerichtet ist. Das Steuerelement kann aber beispielsweise auch von einer Kugel
gebildet werden.
[0069] Das Steuerelement ist vorzugsweise bezüglich des Sperrstifts entlang der Zylinderachse
versetzt, jedoch in derselben Winkelposition angeordnet, d.h. das Steuerelement ist
in Richtung der Zylinderachse gesehen zumindest im Wesentlichen fluchtend mit dem
Sperrstift ausgerichtet (abgesehen von einem möglichen radialen Versatz). Insofern
ist eine zweiteilige Steuerstiftanordnung vorgesehen, welche den Sperrstift und das
hiervon separate, unabhängig bewegliche Steuerelement umfasst. Insbesondere kann das
als Stift ausgestaltete Steuerelement in demselben Schlitz des Scheibengehäuses aufgenommen
sein wie der Sperrstift. Der Sperrstift wirkt somit zwar mit den Sperrausnehmungen
der Einstellscheiben, jedoch nicht mit der erläuterten Aushebescheibe zusammen. Er
kann aber sehr wohl mit wenigstens einer anderen Aushebescheibe zusammenwirken.
[0070] Dagegen wirkt der Kernstift bevorzugt sowohl mit der Aushebescheibe als auch mit
den Einstellscheiben zusammen. Der Schlitz des Scheibengehäuses zur Aufnahme des Sperrstifts
und des Steuerelements kann bevorzugt (wie vorzugsweise auch der Schlitz des Scheibengehäuses
zur Aufnahme des Kernstifts) in Form einer sich in Richtung der Zylinderachse erstreckenden
Durchbrechung des Scheibengehäuses ausgebildet sein.
[0071] Bei eingeführtem Schlüssel sind bevorzugt das Scheibengehäuse und die (insbesondere
über den Kernstift mit dem Scheibengehäuse gekoppelten) Einstellscheiben in Entriegelungsrichtung
von der Ausgangsstellung bis zu einer bzw. der bereits genannten Nulllage gemeinsam
verdrehbar.
[0072] Die Einstellscheiben können zwischen der Nulllage und der Sortierendstellung relativ
zum Scheibengehäuse in an sich bekannter Weise individuell verdrehbar sein. Durch
Verdrehen des Schlüssels zwischen der Nulllage und der Sortierendstellung können die
Einstellscheiben in an sich bekannter Weise sortiert werden. In der Sortierendstellung
sind die Sperrausnehmungen und die Fixierausnehmungen aller Einstellscheiben in Richtung
der Zylinderachse gesehen jeweils fluchtend zueinander ausgerichtet. Außerdem sind
die Sperrausnehmungen der Einstellscheiben in der Sortierendstellung radial in Flucht
mit der Sperrstiftaufnahmevertiefung des Zylindergehäuses ausgerichtet, und die in
Richtung der Zylinderachse gesehen fluchtend ausgerichteten Fixierausnehmungen der
Einstellscheiben liegen in radialer Richtung gesehen in Flucht mit der Kernstiftaufnahmevertiefung
des Zylindergehäuses.
[0073] Die Erfindung betrifft auch einen Schlüssel oder Schlüsselrohling für einen Schließzylinder
der erläuterten Art, umfassend einen Schaft, dessen Spitze zum Zusammenwirken mit
einem im Schließzylinder vorgesehenen Sperrelement angepasst ist, wobei der Schaft
zwei Breitseiten und zwei Schmalseiten aufweist, wobei die Schaftspitze zwei Breitseiten,
zwei Schmalseiten und eine Stirnseite aufweist, und wobei an wenigstens einer Breitseite
der Schaftspitze eine relativ zu einer Ebene der Breitseite des Schafts zurückversetzte
Abflachung vorgesehen ist.
[0074] Die Abflachung an der Schaftspitze ermöglicht hierbei insbesondere, dass der Schlüssel
in einer Ausgangsstellung des Schließzylinders in einen zugeordneten Schlüsselkanal
eingeführt werden kann (entsprechend der bereits genannten Anfangsstellung), ohne
dass die Schaftspitze an einem Sperrelement der vorstehend erläuterten Art (insbesondere
an der genannten Drehschiebesperre) anstößt. Gleichwohl kann das Sperrelement eine
Abtriebsflanke aufweisen, die für eine Drehbetätigung des Sperrelements mittels des
Schlüssels relativ nahe an die Zylinderachse heranreichen kann. Nach Einführen des
Schlüssels in den Schließzylinder bzw. in den genannten Schlüsselkanal kann somit
eine Antriebsflanke der Schaftspitze, die insbesondere seitlich benachbart zu der
Abflachung der Schaftspitze vorgesehen sein und/oder in der Ebene der entsprechenden
Schaftbreitseite liegen kann, beim Verdrehen des Schlüssels im Schließzylinder in
Kontakt mit der Abtriebsflanke des Sperrelements gelangen, um das Sperrelement in
die Freigabestellung zu versetzen.
[0075] Im Bereich der jeweiligen Abflachung kann die Breitseite der Schaftspitze bezüglich
der Ebene der Breitseite des Schafts zurückversetzt sein. Bei der Ebene der Breitseite
des Schafts handelt es sich bevorzugt um eine überdeckende Ebene der äußeren Elemente
der Breitseite des Schafts. Vertiefungen, wie etwa eine in der Breitseite vorhandene
Längsnut, sind gegenüber dieser überdeckenden Ebene zur Schlüsselachse hin zurückversetzt
und liegen somit nicht in der genannten Ebene der Breitseite des Schafts.
[0076] Die Abflachung ist bevorzugt entlang der Schlüsselachse über die gesamte Breitseite
der Schaftspitze ausgebildet. Die Abflachung kann aber auch in Richtung der Schlüsselachse
gesehen nur über einen Teil der Breitseite der Schaftspitze ausgebildet sein.
[0077] In einer Richtung quer zu der Schlüsselachse erstreckt sich die Abflachung vorzugsweise
lediglich über einen Teil der Breitseite der Schaftspitze, während ein anderer Teil
der Breitseite der Schaftspitze (insbesondere der gesamte oder nahezu der gesamte
restliche Teil) in der Ebene der entsprechenden Breitseite des Schafts liegen kann.
[0078] Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann die Abflachung sich in einer Richtung quer
zu der Schlüsselachse lediglich über einen Teil der Breitseite der Schaftspitze erstrecken,
während ein anderer Teil der Breitseite der Schaftspitze (insbesondere der gesamte
oder nahezu der gesamte restliche Teil) die bereits genannte Antriebsflanke der Schaftspitze
(bzw. Schlüsselspitze) zum Versetzen des Sperrelements durch Verdrehen des Schlüssels
bildet. Hierbei kann die Antriebsflanke, wie vorstehend erläutert, in der Ebene der
entsprechenden Breitseite des Schafts liegen. Alternativ oder zusätzlich kann bei
dieser Ausführungsform die Antriebsflanke der Schaftspitze sich in einer Richtung
quer zu der Schlüsselachse lediglich über einen Teil der Breitseite der Schaftspitze
erstrecken, der einem Anteil im Bereich von ca. 10% bis 50%, insbesondere einem Anteil
im Bereich von ca. 20% bis 40%, und vorzugsweise einem Anteil von ca. 30% der Gesamtbreite
der jeweiligen Breitseite der Schaftspitze entspricht (im Hinblick auf abgerundete
Kanten und/oder Übergänge handelt es sich hier um ungefähre Angaben). Mit anderen
Worten erstreckt sich die Antriebsflanke in Querrichtung vorzugsweise höchstens über
die Hälfte der Breite der jeweiligen Breitseite der Schaftspitze.
[0079] Die Abflachung kann sich in Querrichtung allerdings generell auch über die gesamte
Breitseite der Schaftspitze erstrecken.
[0080] Die Abflachung kann parallel zu der Ebene der Breitseite des Schafts verlaufen. Die
Abflachung kann aber auch schräg zu der Ebene der Breitseite des Schafts verlaufen.
Alternativ kann die Abflachung abschnittsweise parallel und abschnittsweise schräg
zu der Ebene der Breitseite des Schafts verlaufen.
[0081] Vorzugsweise ist die Abflachung relativ zu der Ebene der Breitseite des Schafts um
einen vorgegebenen Winkel geneigt, wobei der Winkel bevorzugt im Bereich zwischen
2 und 25 Grad, weiter bevorzugt zwischen 5 und 20 Grad und noch weiter bevorzugt zwischen
10 und 15 Grad liegt (die Bereichsgrenzen jeweils einschließend).
[0082] Nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist eine jeweilige Abflachung
an jeder der beiden Breitseiten der Schaftspitze vorgesehen, wobei die beiden Abflachungen
bevorzugt rotationssymmetrisch zueinander ausgebildet sind. Der Schlüssel kann dabei
bevorzugt in Form eines Wendeschlüssels ausgestaltet sein. Nach einer Weiterbildung
der Erfindung verlaufen die zwei Schmalseiten der Schaftspitze in Richtung der Stirnseite
verjüngend schräg. Die Schmalseiten verlaufen somit zur Stirnseite hin dachartig aufeinander
zu. Dadurch ergibt sich am vorderen Ende eine spitz zulaufende Form, wodurch der Schlüssel
einfacher in den Schlüsselkanal eingeschoben werden kann.
[0083] Die Schaftspitze kann von dem restlichen Teil des Schafts durch eine umlaufende Einkerbung
an den Schmalseiten abgesetzt sein. Dadurch ergibt sich eine definierte vom restlichen
Schaft abgegrenzte Schaftspitze. Bevorzugt weist die Einkerbung zum vorderen Ende
der Schaftspitze einen Abstand auf, der zwischen 1 mm und 3 mm beträgt.
[0084] In einem vorderen, in der Nähe der Schaftspitze liegenden Teil des Schafts kann eine
weitere umlaufende Einkerbung an den Schmalseiten ausgebildet sein. In die weitere
Einkerbung kann beim Verdrehen des Schlüssels in Entriegelungsrichtung aus der Anfangsstellung
heraus eine im Schließzylinder vorgesehene, zugeordnete Sperrscheibe eingreifen. Bei
nicht vorhandener weiterer Einkerbung blockiert die Sperrscheibe dagegen die Verdrehung,
so dass durch die Kombination aus weiterer Einkerbung und zugeordneter Sperrscheibe
die Manipulationssicherheit weiter erhöht werden kann. Die weitere Einkerbung kann
zum vorderen Ende der Schaftspitze einen Abstand aufweisen, der zwischen 3 mm und
5 mm beträgt.
[0085] Weitere vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen,
der Beschreibung und den Zeichnungen angegeben.
[0086] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels mit Bezug auf die
Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Explosionsdarstellung eines erfindungsgemäßen Schließzylinders mit zugehörigem
Schlüssel,
- Fig. 2a und 2b
- eine perspektivische Ansicht des Schlüssels aus Fig. 1 bzw. eine Frontansicht der
Schlüsselspitze,
- Fig. 3
- eine teilgeschnittene Seitenansicht des Schließzylinders von Fig. 1 mit eingeführtem
Schlüssel,
- Fig. 4 bis 6
- eine Querschnittsansicht durch den Schließzylinder von Fig. 1 in einer Ausgangsstellung
bei abgezogenem Schlüssel, auf Höhe einer Drehschiebesperre, bzw. auf Höhe einer vorderen
Aushebescheibe, bzw. auf Höhe einer hinteren Aushebescheibe,
- Fig. 7 bis 9
- eine Querschnittsansicht durch den Schließzylinder von Fig. 1 in einer Anfangsstellung
bei eingeführtem und noch nicht verdrehtem Schlüssel, auf Höhe der Drehschiebesperre,
bzw. auf Höhe der vorderen Aushebescheibe, bzw. auf Höhe der hinteren Aushebescheibe,
- Fig. 10 bis 12
- eine Querschnittsansicht durch den Schließzylinder von Fig. 1 bei in eine Nulllage
verdrehtem Schlüssel, auf Höhe der Drehschiebesperre, bzw. auf Höhe der vorderen Aushebescheibe,
bzw. auf Höhe der hinteren Aushebescheibe,
- Fig. 13 bis 15
- eine Querschnittsansicht durch den Schließzylinder von Fig. 1 bei in eine Sortierendstellung
verdrehtem Schlüssel, auf Höhe der Drehschiebesperre, bzw. auf Höhe der vorderen Aushebescheibe,
bzw. auf Höhe der hinteren Aushebescheibe,
- Fig. 16 bis 18
- eine Querschnittsansicht durch den Schließzylinder von Fig. 1 bei in eine Entsperrstellung
verdrehtem Schlüssel, auf Höhe der Drehschiebesperre, bzw. auf Höhe der vorderen Aushebescheibe,
bzw. auf Höhe der hinteren Aushebescheibe,
- Fig. 19 bis 21
- eine Querschnittsansicht durch den Schließzylinder von Fig. 1 bei in eine entsperrte
Stellung verdrehtem Schlüssel, auf Höhe der Drehschiebesperre, bzw. auf Höhe der vorderen
Aushebescheibe, bzw. auf Höhe der hinteren Aushebescheibe,
- Fig. 22 bis 24
- eine Querschnittsansicht durch den Schließzylinder von Fig. 1 bei in eine Entriegelungsstellung
verdrehtem Schlüssel, auf Höhe der Drehschiebesperre, bzw. auf Höhe der vorderen Aushebescheibe,
bzw. auf Höhe der hinteren Aushebescheibe,
- Fig. 25
- einen Längsschnitt durch einen aus dem Stand der Technik bekannten Schließzylinder,
und
- Fig. 26
- eine Explosionsdarstellung des Schließzylinders von Fig. 25.
[0087] Der erfindungsgemäße Schließzylinder 100 der Fig. 1 umfasst ein Zylindergehäuse 12,
ein im Zylindergehäuse 12 um eine Zylinderachse drehbar gelagertes Scheibengehäuse
14 und mehrere im Scheibengehäuse 14 entlang der Zylinderachse angeordnete, drehbar
gelagerte Einstellscheiben 16, zwischen denen jeweils eine, insbesondere schwimmend
gelagerte, Zwischenscheibe 36 angeordnet ist. Mittels einer Anschlageinrichtung (nicht
gezeigt) kann eine Drehsicherung der Zwischenscheiben 36 vorgesehen sein.
[0088] Jede Einstellscheibe 16 sowie jede Zwischenscheibe 36 weist eine zentrale Aufnahmeöffnung
18 auf, welche gemeinsam einen Schlüsselkanal 28 zum Einführen eines Schlüssels 24
bilden. Die zentralen Aufnahmeöffnungen 18 der Einstellscheiben 16 weisen bei dem
gezeigten Ausführungsbeispiel einen rechteckigen Querschnitt auf, wohingegen die Aufnahmeöffnungen
18 der Zwischenscheiben 36 einen kreisförmigen Querschnitt aufweisen.
[0089] Jede Einstellscheibe 16 besitzt an ihrem Außenumfang eine Sperrausnehmung 20 zum
Aufnehmen eines Sperrstiftes 22, der parallel zu der Zylinderachse ausgerichtet ist
und radial beweglich in einem in der Wandung des Scheibengehäuses 14 vorgesehenen
Schlitz (in Fig. 1 nicht gezeigt) aufgenommen ist. Jede Einstellscheibe 16 weist außerdem
versetzt zu der Sperrausnehmung 20 an ihrem Außenumfang wenigstens eine Fixierausnehmung
44 zum Aufnehmen eines parallel zur Zylinderachse ausgerichteten Kernstifts 46 auf.
Der Kernstift 46 ist dabei ebenfalls radial beweglich in einem in der Wandung des
Scheibengehäuses 14 vorgesehenen Schlitz, der in Fig. 1 nicht gezeigt ist, aufgenommen.
[0090] Im Scheibengehäuse 14 ist eine - in Einführrichtung A des Schlüssels 24 in den Schlüsselkanal
28 gesehen - vordere Aushebescheibe 48 vorgesehen, die parallel zu den Einstellscheiben
16 im Scheibengehäuse 14 drehbar gelagert ist und ebenfalls eine zentrale Aufnahmeöffnung
18 für den Schlüssel 24 aufweist. Die vordere Aushebescheibe 48 liegt somit am distalen
Ende des Scheibengehäuses 14 von der Öffnung des Schlüsselkanals 28 aus gesehen. Die
vordere Aushebescheibe 48 ist bezüglich einer Verdrehung mit dem in den Schlüsselkanal
28 eingeführten Schlüssel 24 zwangsgekoppelt. Die vordere Aushebescheibe 48 dreht
sich somit immer mit, wenn der Schlüssel 24 verdreht wird.
[0091] Gleiches gilt für eine hintere Aushebescheibe 50, die in Bezug auf die Einführrichtung
A hinter dem Paket von Einstellscheiben 16 (d.h. am proximalen Ende des Scheibengehäuses
14) drehbar im Scheibengehäuse 14 gelagert ist. Dabei ist zwischen der benachbarten
Einstellscheibe 16 und der hinteren Aushebescheibe 50 eine, insbesondere schwimmend
gelagerte, Zwischenscheibe 36 angeordnet, wie Fig. 1 zeigt.
[0092] Das Scheibengehäuse 14 ist außerdem mit einem Deckel 52 verschlossen, durch den die
Scheiben 16, 36, 48, 50 vor dem Herausfallen aus dem Scheibengehäuse 14 geschützt
sind. Wie die Aushebescheiben 48 und 50, die Einstellscheiben 16 und die Zwischenscheiben
36 weist der Deckel 52 ebenfalls eine zentrale Aufnahmeöffnung 18 zur Bildung des
Schlüsselkanals 28 auf.
[0093] Im Unterschied zu dem mit Bezug auf die Fig. 25 und 26 beschriebenen Schließzylinder
10, bei dem der Sperrstift 22 mit der in den Fig. 25 und 26 nicht gezeigten vorderen
Aushebescheibe zusammenwirkt, ist bei dem Schließzylinder 100 der Fig. 1 ein separates,
in Form eines Steuerstifts ausgebildetes Steuerelement 54 vorgesehen. Das Steuerelement
54 ist auf Höhe der vorderen Aushebescheibe 48 und somit in Einführrichtung A des
Schlüssels 24 benachbart zu dem Sperrstift 22 vorgesehen und in einem separaten Schlitz
des Scheibengehäuses 14 oder in demselben Schlitz, in dem der Sperrstift 22 angeordnet
ist, radial beweglich angeordnet. Das Steuerelement 54 kann beispielsweise auch als
Kugel ausgestaltet sein. Die vordere Aushebescheibe 48 weist am Außenumfang eine Steuerausnehmung
70 (Fig. 5, 8, 11) und eine als weitere Steuerausnehmung dienende Umfangsausnehmung
108 (Fig. 14, 17, 20, 23) zum Aufnehmen des Steuerelements 54 auf.
[0094] In Einführrichtung A des Schlüssels 24 gesehen sind vor dem Scheibengehäuse 14 (d.h.
nach distal versetzt) innerhalb derselben Ebene ein von einer sogenannten Schiebesperre
56 gebildetes erstes Sperrelement und ein von einer sogenannten Drehschiebesperre
58 gebildetes zweites Sperrelement angeordnet, die in einer Normalebene zu der Zylinderachse
parallel zu einer radialen Richtung bezüglich der Zylinderachse translatorisch (d.h.
geradlinig) beweglich gelagert sind.
[0095] Wie Fig. 1 zeigt, weist das Scheibengehäuse 14 an seinem in Einführrichtung A des
Schlüssels 24 gesehen vorderen Ende ebenfalls eine Aufnahmeöffnung 18 auf, durch die
eine Spitze 60 des Schlüssels 24 (vgl. Fig. 1 und 2) bei in den Schlüsselkanal 28
eingeführtem Schlüssel hindurchragt. Wie nachstehend erläutert wird, können die Schiebesperre
56 und die Drehschiebesperre 58 über die Schlüsselspitze 60 betätigt werden.
[0096] Ein Aufsatz 62 ist auf das in Schlüsseleinführrichtung A gesehen vordere Ende des
Scheibengehäuses 14 aufgesetzt. Der Aufsatz 62 dient als Aufnahme und translatorische
Führung für die Schiebesperre 56 und die Drehschiebesperre 58 sowie als Verbindungsglied
zu einem in Fig. 1 nicht dargestellten Schlossmechanismus, damit dieser durch Verdrehen
des Scheibengehäuses betätigt werden kann (vgl. den Kopplungsabschnitt 30 in Fig.
25).
[0097] Zum Halten des Aufsatzes 62 am Scheibengehäuse 14 sind Klammern 64 vorgesehen, mit
denen der Aufsatz 62, insbesondere an einander gegenüberliegenden Seiten, am Scheibengehäuse
14 festgeklammert werden kann.
[0098] Der in Fig. 2a dargestellte Schlüssel 24 besitzt mehrere unterschiedlich abgewinkelte
Einschnitte 26, die in an sich bekannter Weise verschiedenen Winkelpositionen der
Sperrausnehmungen 20 und der Fixierausnehmungen 44 der Einstellscheiben 16 entsprechen.
Die Einstellscheiben 16 weisen gegenüber dem jeweils zugeordneten Einschnitt 26 des
Schlüssels 24 ein bestimmtes Verdrehspiel auf, dessen Maß von dem Winkelmaß des jeweiligen
Einschnitts 26 abhängt. In Abhängigkeit von dem Winkelmaß der Einschnitte 26 gelangen
somit Steuerabschnitte (Flanken) der jeweiligen Einschnitte 26 und korrespondierende
Steuerabschnitte (Innenwände) der zentralen Aufnahmeöffnungen 18 der zugeordneten
jeweiligen Einstellscheiben 16 zu unterschiedlichen Zeitpunkten und entsprechend der
in dem jeweiligen Einschnitt 26 vorgesehenen Kodierung in Eingriff, wie vorstehend
bereits mit Bezug auf die Fig. 25 und 26 beschrieben wurde.
[0099] Die vordere Aushebescheibe 48 und die hintere Aushebescheibe 50 weisen die Kodierung
"6" auf, so dass die beiden Aushebescheiben 48 und 50 mit dem Schlüssel 24 bezüglich
einer Verdrehung zwangsgekoppelt sind.
[0100] Die Fig. 3 zeigt einen Längsschnitt durch das Scheibengehäuse 14 und dabei insbesondere
die beiden Aushebescheiben 48, 50 mit den dazwischenliegenden Einstellscheiben 16,
den Sperrstift 22, den Kernstift 46, das Steuerelement 54 sowie die mit der Schlüsselspitze
60 zusammenwirkende Schiebesperre 56 und die ebenfalls mit der Schlüsselspitze 60
zusammenwirkende Drehschiebesperre 58.
[0101] Mit Bezug auf die Fig. 4 bis 24 wird nachfolgend die Funktionsweise des Schließzylinders
100 der Fig. 1 erläutert. Die Fig. 4 bis 6 stellen dabei in verschiedenen Betrachtungsebenen
(jeweils mit Blickrichtung entgegen der Schlüsseleinführrichtung A) die Situation
bei abgezogenem Schlüssel dar, die nachfolgend auch als Ausgangsstellung bezeichnet
wird. Die Fig. 4 zeigt einen Querschnitt durch den Schließzylinder auf Höhe der Drehschiebesperre
58 und der Schiebesperre 56. In der Ausgangsstellung nimmt die Drehschiebesperre 58
eine Sperrstellung ein, da die Drehschiebesperre 58 in eine an der Innenwand des Zylindergehäuses
12 vorgesehene Drehschiebesperrenaufnahmevertiefung 66 eingreift. Außerdem nimmt die
Schiebesperre 56 eine Sperrstellung ein, da die Schiebesperre 56 in eine an der Innenwand
des Zylindergehäuses 12 vorgesehene Schiebesperrenaufnahmevertiefung 68 eingreift.
Die Drehschiebesperre 58 und die Schiebesperre 56 sind dabei jeweils mittels einer
nicht dargestellten Feder in Richtung ihrer jeweiligen Sperrstellung vorgespannt.
Die Schiebesperre 56 und die Drehschiebesperre 58 erfüllen jedoch unterschiedliche
Funktionen, da sie zu unterschiedlichen Zeitpunkten als Sperrelemente wirksam sind.
[0102] Fig. 7 zeigt die gleiche Querschnittsebene wie Fig. 4, allerdings bei eingeführtem
aber noch nicht verdrehtem Schlüssel 24, also in der sogenannten Anfangsstellung.
Wie Fig. 7 zeigt, wird durch Einführen des Schlüssels 24 in den Schlüsselkanal 28
(vgl. Fig. 1) die Schiebesperre 56 von der Schlüsselspitze 60 derart betätigt, dass
die Schiebesperre 56 in einer Richtung quer zur Zylinderachse aus der Schiebesperrenaufnahmevertiefung
68 gedrängt und dabei von der Sperrstellung in eine Freigabestellung bewegt wird.
Eine in der Ausgangsstellung gemäß Fig. 4 von der Schiebesperre 56 bewirkte, bezüglich
der Entriegelungsrichtung D wirksame Blockierung des Scheibengehäuses 14, mit dem
die Schiebesperre 56 über den Aufsatz 62 drehfest gekoppelt ist, relativ zum Zylindergehäuse
12 wird durch Einführen des Schlüssels 24 in den Schlüsselkanal 28 daher aufgehoben.
[0103] Wie Fig. 7 ebenfalls zeigt, wird allein durch Einführen des Schlüssels 24 in den
Schlüsselkanal 28 (vgl. Fig. 1) die Drehschiebesperre 58 von der Schlüsselspitze 60
noch nicht betätigt. In der Anfangsstellung bei eingeführtem Schlüssel 24 befindet
sich die Drehschiebesperre 58 also weiterhin in der Sperrstellung und greift daher
in die Drehschiebesperrenaufnahmevertiefung 66 des Zylindergehäuses 12 ein.
[0104] Die Fig. 5 zeigt in der Ausgangsstellung einen Querschnitt durch den Schließzylinder
100 von Fig. 1 auf Höhe der vorderen Aushebescheibe 48. Wie die Fig. 5 zeigt, ist
das Steuerelement 54 in einem im Scheibengehäuse 14 vorgesehenen Schlitz angeordnet
und greift in der Ausgangsstellung in die Steuerausnehmung 70 der vorderen Aushebescheibe
48 ein. Dadurch fixiert das Steuerelement 54 das Scheibengehäuse 14 und die vordere
Aushebescheibe 48 gegeneinander.
[0105] Wie die Fig. 5 außerdem zeigt, ist der Kernstift 46 ebenfalls in einem Schlitz des
Scheibengehäuses 14 angeordnet und greift in eine Fixierausnehmung 72 ein, die am
Außenumfang der vorderen Aushebescheibe 48 ausgebildet ist. Der Kernstift 46 fixiert
somit ebenfalls die vordere Aushebescheibe 48 gegenüber dem Scheibengehäuse 14. Wie
die Fig. 5 zeigt, sind mehrere in Umfangsrichtung der vorderen Aushebescheibe 48 gesehen
nebeneinanderliegende Fixierausnehmungen 72 am Außenumfang der vorderen Aushebescheibe
48 vorgesehen, die beim Verdrehen der vorderen Aushebescheibe 48 relativ zum Kernstift
46 auch als Rattermarken dienen können.
[0106] Die Fig. 8 zeigt die gleiche Querschnittsebene wie die Fig. 5, jedoch in der Anfangsstellung
bei eingeschobenem und noch nicht verdrehtem Schlüssel 24. Wie ein Vergleich der Fig.
5 und 8 zeigt, wird durch das Einführen des Schlüssels 24 in den Schließzylinder noch
keine Änderung in der dargestellten Querschnittsebene bewirkt.
[0107] Die Fig. 6 zeigt einen Querschnitt durch den Schließzylinder der Fig. 1 auf der Höhe
der hinteren Aushebescheibe 50 in der Ausgangsstellung. Der Kernstift 46 greift in
der Ausgangsstellung ebenfalls in eine Fixierausnehmung 72 der hinteren Aushebescheibe
50 ein, wobei - wie bei der vorderen Aushebescheibe 48 - ebenfalls mehrere in Umfangsrichtung
nebeneinander liegende Fixierausnehmungen 72 am Außenumfang der hinteren Aushebescheibe
50 ausgebildet sind. In der entsprechenden Weise wie in den Fig. 5 und 6 für die vordere
Aushebescheibe 48 und die hintere Aushebescheibe 50 gezeigt ist, greift der Kernstift
46 auch in entsprechende Fixierausnehmungen 44 ein (vgl. Fig. 1), die in den Einstellscheiben
16 (und bevorzugt auch in den Zwischenscheiben 36) jeweils vorgesehen sind (vgl. die
Fixierausnehmungen 44 in Fig. 26), so dass der Kernstift 46 in der Ausgangsstellung
auch die Einstellscheiben 16 gegen Verdrehen relativ zu dem Scheibengehäuse 14 fixiert.
Die Einstellscheiben 16 lassen sich in der Ausgangsstellung somit nicht einzeln gegenüber
dem Scheibengehäuse 14 verdrehen, wodurch bereits ein effektiver Schutz gegen Picking
erreicht werden kann. Außerdem kann ein unbeabsichtigtes Verdrehen der Einstellscheiben
16 und der Aushebescheiben 48, 50 verhindert werden, wodurch sichergestellt werden
kann, dass der Schlüssel 24 in den Schlüsselkanal 28 eingeführt werden kann.
[0108] Wie die Fig. 6 außerdem zeigt, ist der (in axialer Flucht zu dem Steuerelement 54
gemäß Fig. 5 angeordnete) Sperrstift 22 in einem Schlitz des Scheibengehäuses 14 angeordnet
und greift in der Ausgangsstellung in eine an der Innenwand des Zylindergehäuses 12
ausgebildete Sperrstiftaufnahmevertiefung 74 ein. Der Sperrstift 22 liegt an der Außenseite
der hinteren Aushebescheibe 50 an, so dass der Sperrstift 22 im Gegensatz zum Kernstift
46 die Aushebescheibe 50 nicht am Scheibengehäuse 14 fixiert.
[0109] Die Fig. 9 zeigt die gleiche Querschnittsebene wie die Fig. 6, allerdings in der
Anfangsstellung bei nun eingeführtem, aber noch nicht verdrehtem Schlüssel. Wie durch
den Vergleich zwischen Fig. 6 und Fig. 9 gesehen werden kann, wird in der dargestellten
Querschnittsebene durch das Einführen des Schlüssels keine Änderung bewirkt.
[0110] Die Fig. 10 zeigt die gleiche Querschnittsebene wie die Fig. 4 und 7, während der
Schlüssel 24 in eine sogenannte Nulllage verdreht ist, und die Fig. 13 zeigt nochmals
die gleiche Querschnittsebene , während der Schlüssel 24 in eine sogenannte Sortierendstellung
verdreht ist. In der entsprechenden Weise zeigt die Fig. 11 die gleiche Querschnittsebene
wie die Fig. 5 und 8 in der Nulllage und die Fig. 14 zeigt nochmals die gleiche Querschnittsebene
wie die Fig. 5, 8 und 11 in der Sortierendstellung. Die Fig. 12 zeigt die gleiche
Querschnittsebene wie die Fig. 6 und 9 in der Nulllage und Fig. 15 zeigt nochmals
die gleiche Querschnittsebene wie die Fig. 6, 9 und 12 in der Sortierendstellung.
[0111] In der Nulllage ist der Schlüssel 24 gegenüber der Anfangsstellung entlang einer
Entriegelungsrichtung D so weit verdreht, dass das Scheibengehäuse 14 gegen eine weitere
Drehbewegung vorerst gesperrt wird und nun jedoch die Einstellscheiben 16 für eine
Drehbewegung relativ zu dem Scheibengehäuse 14 (sogenanntes Sortieren) freigegeben
werden. In der Sortierendstellung ist der Sortiervorgang der Einstellscheiben 16 abgeschlossen,
so dass die Sperrausnehmungen 20 aller Einstellscheiben 16 fluchtend miteinander ausgerichtet
sind. Außerdem sind in der Sortierendstellung die Fixierausnehmungen 44 aller Einstellscheiben
16 in Richtung der Zylinderachse gesehen fluchtend miteinander ausgerichtet.
[0112] Wie die Fig. 10 und 13 ferner zeigen, bewirkt das von der Drehschiebesperre 58 gebildete
Sperrelement zunächst das Sperren des Scheibengehäuses 14 in der Nulllage, um während
des Sortierens der Einstellscheiben 16 das Scheibengehäuse 14 relativ zu dem Zylindergehäuse
12 zu fixieren. Die Drehschiebesperre 58 wird erst mit dem Erreichen der Sortierendstellung
aus der Sperrstellung in die Freigabestellung bewegt, wobei die Drehschiebesperre
58 translatorisch nach radial innen versetzt wird. In der Sortierendstellung gemäß
Fig. 13 ist die Drehschiebesperre 58 somit außer Eingriff mit der Drehschiebesperrenaufnahmevertiefung
66 des Zylindergehäuses 12. Dieses gegenüber dem Versetzen der Schiebesperre 56 zeitlich
verzögerte Versetzen der Drehschiebesperre 58 in die Freigabestellung wird durch eine
Drehbewegung des Schlüssels 24 bewirkt.
[0113] Die Drehschiebesperre 58 weist eine Abtriebsflanke 78 auf, die beim Einführen des
Schlüssels 24, also in der Anfangsstellung, noch nicht mit der Spitze 60 des Schlüssels
24 in Kontakt gelangt. An der Schlüsselspitze 60 ist eine Antriebsflanke 80 (vgl.
Fig. 2a und 2b) ausgebildet. Die Abtriebsflanke 78 der Drehschiebesperre 58 und die
Antriebsflanke 80 an der Spitze 60 des Schlüssels 24 sind dazu angepasst und wirken
derart zusammen, dass die beiden Flanken 78, 80 erst miteinander in Kontakt kommen,
wenn der Schlüssel 24 in Entriegelungsrichtung D von der Anfangsstellung (vgl. Fig.
7) zunächst in die Nulllage (vgl. Fig. 10) und sodann bis kurz vor die Sortierendstellung
verdreht worden ist. Sobald die beiden Flanken 78, 80 miteinander in Kontakt getreten
sind, genügt eine geringfügige weitere Drehbewegung des Schlüssels 24, die über die
Antriebsflanke 80 auf die Abtriebsflanke 78 und damit auf die Drehschiebesperre 58
übertragen wird, damit die in dem Aufsatz 62 geführte Drehschiebesperre 58 aus der
Drehschiebesperrenaufnahmevertiefung 66 heraus translatorisch nach radial innen in
die Freigabestellung bewegt wird. Der Schließzylinder 100 befindet sich nun in der
Sortierendstellung (vgl. Fig. 13).
[0114] Dabei ist die Drehschiebesperrenaufnahmevertiefung 66 an der Innenwand des Zylindergehäuses
12 in Umfangsrichtung bzw. in Drehrichtung D gesehen größer als die Erstreckung des
in die Drehschiebesperrenaufnahmevertiefung 66 hineinragenden Endes der Drehschiebesperre
58 in Umfangsrichtung. Die Drehschiebesperre 58 besitzt somit in ihrer Sperrstellung
ein Verdrehspiel relativ zu dem Zylindergehäuse 12. Das Verdrehspiel besteht ausgehend
von der Ausgangsstellung und der Anfangsstellung gemäß Fig. 4 bzw. Fig. 7 in Entriegelungsrichtung
D. Nach Einführen des Schlüssels 24 muss somit zunächst das Verdrehspiel überwunden
werden, indem der Schlüssel 24 und somit das Scheibengehäuse 14 mitsamt der Drehschiebesperre
58 in die Nullage gemäß Fig. 10 verdreht werden. Erst danach bewirkt ein weiteres
Verdrehen des Schlüssels 24 ausgehend von der Nulllage in die Sortierendstellung die
Bewegung der Drehschiebesperre 58 aus der Sperrstellung in die Freigabestellung. Die
Drehschiebesperre 58 kann daher beim Verdrehen des Schlüssels in Entriegelungsrichtung
D von der Anfangsstellung, die der Schlüssel 24 nach dem Einführen in den Schließzylinder
100 (vgl. Fig. 1) einnimmt, in die Nulllage derart mitgedreht werden, dass die Drehschiebesperre
58 zunächst in der radial äußeren Sperrstellung verbleibt.
[0115] Die Drehschiebesperrenaufnahmevertiefung 66, die an der Innenwand des Zylindergehäuses
12 ausgebildet ist, weist eine erste Anschlagsfläche 86 für das in die Drehschiebesperrenaufnahmevertiefung
66 hineinragende Ende der Drehschiebesperre 58 auf. Das Ende der Drehschiebesperre
58 gelangt an der ersten Anschlagsfläche 86 zur Anlage, wenn der Schlüssel 24 in Entriegelungsrichtung
D von der Anfangsstellung gemäß Fig. 7 in die Nulllage verdreht ist, wie Fig. 10 zeigt.
Durch die erste Anschlagsfläche 86 kann ein Weiterdrehen des Scheibengehäuses 14 in
Entriegelungsrichtung D blockiert werden, insbesondere wenn versucht wird, den Schließzylinder
100 mit einem nicht passenden, "falschen" Schlüssel zu betätigen, über dessen Schlüsselspitze
die Drehschiebesperre 58 nicht während des Verdrehens des Schlüssels von der Nulllage
in die Sortierendstellung betätigt und dabei außer Eingriff mit der Drehschiebesperrenaufnahmevertiefung
66 gebracht werden kann.
[0116] Die Drehschiebesperrenaufnahmevertiefung 66 des Zylindergehäuses 12 weist außerdem
eine der ersten Anschlagsfläche 86 gegenüber liegende zweite Anschlagsfläche 88 auf,
an der das in die Drehschiebesperrenaufnahmevertiefung 66 hineinragende Ende der Drehschiebesperre
58 bei abgezogenem Schlüssel (vgl. die Fig. 4 und 7) anliegt. Durch die zweite Anschlagsfläche
88 wird ein Verdrehen der Drehschiebesperre 58 und damit des Scheibengehäuses 14 entgegen
der Entriegelungsrichtung D über die Ausgangsstellung hinaus blockiert. Die Ausgangsstellung
ist somit entgegen der Entriegelungsrichtung D insbesondere durch den Anschlag der
Drehschiebesperre 58 an der zweiten Anschlagsfläche 88 des Zylindergehäuses 12 und
in Entriegelungsrichtung D durch den Anschlag der Schiebesperre 56 an einer dritten
Anschlagsfläche 90 des Zylindergehäuses 12 definiert, welche die Schiebesperrenaufnahmevertiefung
68 in Entriegelungsrichtung D begrenzt.
[0117] Im Zusammenhang mit der Betätigung der Drehschiebesperre 58 soll nachfolgend die
besondere Ausgestaltung der Schlüsselspitze 60 noch näher erläutert werden.
[0118] Wie erwähnt, weist der Schlüssel 24 zur Betätigung der Drehschiebesperre 58 an seinem
Schaft 81 die Spitze 60 auf, die beim Verdrehen des Schlüssels 24 mit der Drehschiebesperre
58 zusammenwirkt. Wie die Fig. 2a zeigt, weist der Schaft 81 dabei zwei Breitseiten
84 und zwei Schmalseiten 82 auf, und die Schlüssel- bzw. Schaftspitze 60 weist dementsprechend
zwei Breitseiten 84a, zwei Schmalseiten 82a und eine Stirnseite 85 auf.
[0119] Jede Breitseite 84 des Schafts 81 weist eine Ebene 92 auf, in der die äußere Oberfläche
der betreffenden Breitseite 84 liegt. Die Ebene 92 überdeckt somit die äußeren Elemente
bzw. Flächen der Breitseite 84 des Schafts 81. Vertiefungen, wie z.B. eine oder mehrere
Längsnuten in der Breitseite 84, sind gegenüber der Ebene 92 somit zur Schlüsselachse
hin zurückversetzt. In Fig. 2a ist lediglich die Ebene 92 der in der Darstellung oberen
Breitseite 84 gezeigt.
[0120] An jeder Breitseite 84a der Schaftspitze 60 ist eine Abflachung 94 relativ zu der
jeweiligen Ebene 92 der entsprechenden Schaftbreitseite 84 vorgesehen. Die Abflachung
94 der oberen Breitseite 84a ist dabei bezogen auf die Schlüssellängsachse um 180°
rotationssymmetrisch zur entsprechenden Abflachung an der unteren Breitseite 84a des
Schlüssels der Fig. 2a ausgebildet, so dass der Schlüssel 24 als ein Wendeschlüssel
verwendbar ist. Die jeweilige Abflachung 94 erstreckt sich in Querrichtung, d.h. quer
zu der Schlüsselachse betrachtet, lediglich über einen Teil der entsprechenden Breitseite
84a der Schaftspitze 60, während ein anderer Teil der entsprechenden Breitseite 84a
der Schaftspitze 60 die genannte Antriebsflanke 80 zum Betätigen der Drehschiebesperre
58 bildet und vorzugsweise in der Ebene 92 der entsprechenden Schaftbreitseite 84
liegt. Die Antriebsflanke 80 gelangt, wie vorstehend erläutert, beim Verdrehen des
Schlüssels 24 von der Nulllage in die Sortierendstellung mit der Abtriebsflanke 78
der Drehschiebesperre 58 in Kontakt, um die Drehschiebesperre 58 in die Freigabestellung
zu versetzen (vgl. Fig. 13). Dies setzt jedoch voraus, dass die Abtriebsflanke 78
der Drehschiebesperre 58 (in deren Sperrstellung) nahe genug an die Drehachse des
eingeführten Schlüssels 24 heranreicht (welche der Zylinderachse und der Schlüssellängsachse
entspricht). Die jeweilige Abflachung 94 an der Schaftspitze 60 ermöglicht hierbei,
dass der Schlüssel 24 in der Ausgangsstellung des Schließzylinders 100 (Fig. 1) gleichwohl
in den Schlüsselkanal 28 eingeführt werden kann, ohne dass die Schaftspitze 60 an
der relativ nahe an die Zylinderachse heranreichenden Drehschiebesperre 58 und insbesondere
an deren Abtriebsflanke 78 anstößt. Dies ist in den Fig. 7 und 10 ersichtlich, in
denen die Abflachung 94 der Schaftspitze 60 unmittelbar benachbart und parallel zu
dem die Abtriebsflanke 78 aufweisenden Abschnitt der Drehschiebesperre 58 angeordnet
ist. Innerhalb der durch den Schlüsselkanal 28 vorgegebenen Begrenzungen (maximale
Querschnittsausdehnung der Schaftspitze 60, d.h. maximale Erstreckung der Schmalseiten
82a und der Breitseiten 84a) wird somit bei ausreichender Stabilität der Schaftspitze
60 die erläuterte (relativ zu der Betätigung der Schiebesperre 56) verzögerte Drehbetätigung
der Drehschiebesperre 58 ermöglicht. Diese Drehbetätigung erfolgt dadurch, dass die
bezüglich der Zylinderachse exzentrisch angeordnete Antriebsflanke 80 der Schaftspitze
60 eine tangentiale Bewegung ausführt (d.h. mit Abstand um die Zylinderachse geschwenkt
wird).
[0121] Im Bereich der jeweiligen Abflachung 94 ist die Breitseite 84a der Schaftspitze 60
bezüglich der Ebene 92 der Breitseite 84 des Schafts 81 zurückversetzt. Bei dem in
Fig. 2a und 2b gezeigten beispielhaften Schlüssel 24 erstreckt sich die Abflachung
94 in Längsrichtung, d.h. in Richtung der Schlüsselachse gesehen, über die gesamte
Breitseite 84a der Schaftspitze 60. In Querrichtung erstreckt sich die Abflachung
94 dagegen über einen Teil der Breitseite 84a, der ca. 70% der Breite der Breitseite
84a der Schaftspitze 60 einnimmt, während die Antriebsflanke 80 sich in Querrichtung
nur über ca. 30% der Breite der Breitseite 84a erstreckt. Die jeweilige Abflachung
94 ist - wie in Fig. 2a und 2b gezeigt - bezüglich der Ebene 92 der entsprechenden
Schaftbreitseite 84 abschnittsweise schräg geneigt, wobei der Schrägstellungswinkel
zwischen der jeweiligen Abflachung 94 und der Ebene 92 in einer Richtung quer zu der
Schlüssellängsachse geöffnet ist (und nicht etwa entlang der Schlüssellängsachse geöffnet
ist). Mit anderen Worten ist die jeweilige Abflachung 94 relativ zu der entsprechenden
Schaftbreitseite 84 bezüglich einer Achse geneigt, die entlang oder parallel zu der
Schlüssellängsachse verläuft.
[0122] Die Abflachung 94 kann eine glatte Oberfläche aufweisen, so dass keine Vertiefungen
(wie etwa eine Bohrung) und/oder Erhebungen darauf ausgebildet sind. Alternativ können
aber auch wenigstens eine Bohrung und/oder wenigstens eine Erhebung auf der Abflachung
94 vorgesehen sein (nicht gezeigt). Die Abflachung 94 kann insbesondere parallel,
oder schräg, oder abschnittsweise parallel und abschnittsweise schräg zu der Ebene
92 der entsprechenden Schaftbreitseite 84 verlaufen. Die Abflachung 94 kann zum Beispiel
relativ zu der Ebene 92 der Schaftbreitseite 84 um einen Winkel geneigt sein, der
im Bereich zwischen 2 und 25 Grad liegen kann. Insbesondere kann die Abflachung 94
quer zur Schlüsselachse gesehen auch eine wenigstens leicht gekrümmte Kontur aufweisen.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2b ist die jeweilige Abflachung 94 in einer
Richtung quer zur Schlüsselachse konkav gekrümmt.
[0123] Wie in der Fig. 2a ferner zu sehen ist, verlaufen die Schmalseiten 82a der Schaftspitze
60 zur Stirnseite 85 hin dachartig aufeinander zu. Die Schmalseiten 82a verlaufen
somit zur Stirnseite 85 hin verjüngend schräg.
[0124] Außerdem verjüngen sich die Schmalseiten 82a der Schaftspitze 60 an dem von der Stirnseite
85 abgewandten Ende der Schaftspitze 60, so dass die Spitze 60 vom restlichen Teil
des Schafts 81 durch eine umlaufende Einkerbung 96 an den Schmalseiten 82a abgesetzt
ist. In diese Einkerbung 96 kann beim Übergang von der Ausgangsstellung (Fig. 4) in
die Anfangsstellung (Fig. 7) die Schiebesperre 56 einrasten. Von der Schlüsselspitze
60 aus gesehen kann hinter der Einkerbung 96 noch eine weitere, zweite umlaufende
Einkerbung 98 an den Schmalseiten 92 des Schafts 81 ausgebildet sein, in die beim
Verdrehen des Schlüssels 24 eine der zweiten Einkerbung 98 zugeordnete Sperrscheibe
102 eingreift (vgl. Fig. 1). Bei Verwendung eines nicht passenden Schlüssels ohne
eine entsprechende zweite Einkerbung 98 kann die Sperrscheibe 102 eine Verdrehung
des Schlüssels im Schließzylinder 100 blockieren. Die Manipulationssicherheit kann
somit erhöht werden.
[0125] Nachfolgend soll nun wieder die weitere Betätigung des Schließzylinders 100 ausgehend
von der Nulllage erläutert werden.
[0126] Wie Figur 11 zeigt, gelangt das Steuerelement 54 in der Nulllage außer Eingriff mit
der Steuerausnehmung 70 der vorderen Aushebescheibe 48, indem das Steuerelement 54
nach radial außen in Eingriff mit einer Steuerelementaufnahmevertiefung 104 gebracht
wird, die an der Innenseite des Zylindergehäuses 12 ausgebildet ist. Dadurch wird
das Scheibengehäuse 14 gegen Verdrehen am Zylindergehäuse 12 fixiert, wohingegen die
vom Steuerelement 54 bewirkte Fixierung der vorderen Aushebescheibe 48 am Scheibengehäuse
14 aufgehoben wird.
[0127] Wie die Figur 11 ferner zeigt, wird auch der Kernstift 46 in der Nulllage aus der
Fixierausnehmung 72 der vorderen Aushebescheibe 48 heraus nach radial außen gedrängt,
so dass der Kernstift 46 in Eingriff mit einer an der Innenwand des Zylindergehäuses
12 vorgesehenen Kernstiftaufnahmevertiefung 106 gelangt. Eine vom Kernstift 46 bewirkte
Blockierung der Verdrehung der vorderen Aushebescheibe 48 gegenüber dem Scheibengehäuse
14 wird somit aufgehoben. Dagegen fixiert der Kernstift 46 das Scheibengehäuse 14
gegen Verdrehen am Zylindergehäuse 12 aufgrund des Eingriffs des Kernstifts 46 in
die Kernstiftaufnahmevertiefung 106.
[0128] Wie Figur 12 zeigt, gelangt der Kernstift 46 auch bezüglich der hinteren Aushebescheibe
50 außer Eingriff mit der entsprechenden Fixierausnehmung 72 und in Eingriff mit der
Kernstiftaufnahmevertiefung 106, die sich z. B. in Form einer länglichen Nut über
im Wesentlichen die gesamte Länge der Innenwand des Zylindergehäuses 12 erstrecken
kann. Die vom Kernstift 46 bewirkte Fixierung der hinteren Aushebescheibe 50 gegenüber
dem Scheibengehäuse 14 wird aufgehoben.
[0129] In entsprechender Weise gelangt der Kernstift 46 auch außer Eingriff mit den Fixierausnehmungen
44 der Einstellscheiben 16, so dass in der Nulllage die Blockierung der Einstellscheiben
16 gegenüber dem Scheibengehäuse 14 aufgehoben wird und die Einstellscheiben 16 nun
für ein Sortieren freigegeben sind. Dieses Sortieren erfolgt nun, wie erläutert, durch
Zusammenwirken der Einschnitte 26 des Schlüssels 24 mit den Innenwänden bzw. Begrenzungen
der Aufnahmeöffnungen 18 der Einstellscheiben 16.
[0130] Fig. 13 zeigt die Sortierendstellung, nachdem die Drehschiebesperre 58 durch eine
Drehbewegung der Schlüsselspitze 60 wie erläutert in die Freigabestellung versetzt
worden ist.
[0131] Wie die Figur 14 zeigt, ist die vordere Aushebescheibe 48 in der Sortierendstellung
derart verdreht, dass die am Außenumfang der vorderen Aushebescheibe 48 vorgesehene
Umfangsausnehmung 108 radial fluchtend mit dem Steuerelement 54 ausgerichtet ist.
Außerdem ist die Fixierausnehmung 72 radial fluchtend mit dem Kernstift 46 ausgerichtet.
[0132] In der Sortierendstellung sind die Einstellscheiben 16 sortiert. Insbesondere sind
die Sperrausnehmungen 20 der Einstellscheiben 16 (vgl. Fig. 1) und entsprechend auch
die Sperrausnehmung 20 der hinteren Aushebescheibe 50 in Richtung der Zylinderachse
gesehen fluchtend miteinander ausgerichtet und radial innen bezüglich des Sperrstifts
22 angeordnet. Außerdem sind in der Sortierendstellung die Fixierausnehmungen 44 der
Einstellscheiben 16, in der entsprechenden Weise wie die Fixierausnehmung 72 der hinteren
Aushebescheibe 50 gemäß Figur 15, radial innen bezüglich des Kernstifts 46 angeordnet
und in Richtung der Zylinderachse gesehen fluchtend miteinander ausgerichtet.
[0133] Die Figuren 16, 19 und 22 zeigen die gleiche Querschnittsebene wie die Fig. 4, 7,
10 und 13. Allerdings befindet sich bei der Fig. 16 der Schlüssel 24 in einer gegenüber
der Sortierendstellung der Fig. 13 in Entriegelungsrichtung D weiter verdrehten, sogenannten
Entsperrstellung. Bei der Fig. 19 befindet sich der Schlüssel 24 in einer sogenannten
entsperrten Stellung, und bei der Fig. 22 befindet sich der Schlüssel 24 in der Entriegelungsstellung.
[0134] Die Fig. 17, 20 und 23 zeigen die gleiche Querschnittsebene wie die Fig. 5, 8, 11
und 14. Dabei bezieht sich die Fig. 17 auf die Entsperrstellung, wohingegen die Fig.
20 die entsperrte Stellung und die Fig. 23 die Entriegelungsstellung zeigt. Dementsprechend
zeigen die Fig. 18, 21 und 24 die gleiche Querschnittsebene wie die Fig. 6, 9, 12
und 15. Die Fig. 18 zeigt dabei die Situation in der Entsperrstellung, wohingegen
die Fig. 21 die entsperrte Stellung zeigt. Die Fig. 24 zeigt ferner die Situation
in der Entriegelungsstellung.
[0135] Wie durch einen Vergleich der Fig. 14 und 17 gesehen werden kann, werden beim Weiterdrehen
des Schlüssels 24 in Entriegelungsrichtung D aus der Sortierendstellung heraus zunächst
sowohl das Steuerelement 54 als auch der Kernstift 46 nach radial innen gedrängt.
Dabei gelangt der Kernstift 46 in Eingriff mit der radial innerhalb des Kernstifts
46 liegenden Fixierausnehmung 72 der vorderen Aushebescheibe 48 bzw. der hinteren
Aushebescheibe 50. Ferner gelangt das Steuerelement 54 in Eingriff mit der Umfangsausnehmung
108 vorderen Aushebescheibe 48 und außer Eingriff mit der im Zylindergehäuse 12 ausgebildeten
Steuerelementaufnahmevertiefung 104. Durch das Nachinnenrücken des Kernstifts 46 und
des Steuerelements 54 erfolgt eine Fixierung der vorderen Aushebescheibe 48 mit dem
Scheibengehäuse 14.
[0136] Wie insbesondere in den Figuren 11, 14 und 17 gesehen werden kann, weist die vordere
Aushebescheibe 48 am Außenumfang einen Anschlag 110 auf, der bei Erreichen der Sortierendstellung
gemäß der Figur 14 in Kontakt mit einem am Scheibengehäuse 14 vorgesehenen Gegenanschlag
112 gelangt (ein entsprechender Anschlag ist auch an der hinteren Aushebescheibe 50
vorgesehen). Durch Weiterdrehen der mit dem Schlüssel 24 gekoppelten vorderen Aushebescheibe
48 und hinteren Aushebescheibe 50 in Entriegelungsrichtung D aus der Sortierendstellung
gemäß Fig. 14 heraus wird das Scheibengehäuse 14 somit aufgrund des Zusammenspiels
zwischen dem Anschlag 110 und dem Gegenanschlag 112 mitbewegt. Dabei drängt das Scheibengehäuse
14 den Kernstift 46 gegen eine Kernstiftführungsschräge 114, die die Kernstiftaufnahmevertiefung
106 in Entriegelungsrichtung D gesehen begrenzt und durch die der Kernstift 46 bei
einer genau definierten Drehwinkellage in die Fixierausnehmungen 72 der Aushebescheiben
48, 50 und in die Fixierausnehmungen 44 der Einstellscheiben 16 gedrängt wird (vgl.
Fig. 17 und 18).
[0137] In der entsprechenden Weise drängt beim Verdrehen des Scheibengehäuses 14 aus der
Sortierendstellung heraus das Scheibengehäuse 14 das Steuerelement 54 gegen eine die
Steuerelementaufnahmevertiefung 104 in Entriegelungsrichtung D gesehen begrenzende
Steuerelementführungsschräge 116, durch die das Steuerelement 54 bei einer definierten
Winkelstellung nach radial innen in die Umfangsausnehmung 108 der vorderen Aushebescheibe
48 gedrängt wird (vgl. Fig. 17). Hierdurch kann mit besonders hoher Genauigkeit die
Winkelstellung des Scheibengehäuses 14 definiert werden, in der (für das nachfolgende
Entriegeln) das Scheibengehäuse 14 von dem Zylindergehäuse 12 entkoppelt und mit der
vorderen Aushebescheibe 48 (und somit mit dem Schlüssel 24) gekoppelt wird.
[0138] Wie mit Bezug auf die Figur 15 gezeigt ist, bietet die Sperrstiftaufnahmevertiefung
74 des Zylindergehäuses 12 in der Sortierendstellung gegenüber der Kernstiftaufnahmevertiefung
106 und der Steuerelementaufnahmevertiefung 104 ein größeres Verdrehspiel (insbesondere
in Entriegelungsrichtung D), so dass der Sperrstift 22 beim Weiterdrehen des Scheibengehäuses
14 in Entriegelungsrichtung D aus der Sortierendstellung heraus zunächst noch nicht
nach radial innen in die Sperrausnehmung 20 der hinteren Aushebescheibe 50 und entsprechend
in die Sperrausnehmungen 20 der Einstellscheiben 16 gedrängt wird (vgl. Fig. 18).
[0139] Wie die Fig. 18 und 21 zeigen, gelangt der Sperrstift 22 erst bei Erreichen der Entsperrstellung
in Kontakt mit einer die Sperrstiftaufnahmevertiefung 74 in Entriegelungsrichtung
D begrenzende Sperrstiftführungsschräge 118. Die Sperrstiftführungsschräge 118 drängt
beim Weiterdrehen des Scheibengehäuses 14 von der Entsperrstellung in die entsperrte
Stellung gemäß Fig. 21 den Sperrstift 22 nach radial innen, so dass der Sperrstift
22 mit den Sperrausnehmungen 20 der hinteren Aushebescheibe 50 und der Einstellscheiben
16 in Eingriff gelangt. Danach kann der Schlüssel 24 mitsamt dem Scheibengehäuse 14
und den Scheiben 16, 48, 50 in die Entriegelungsstellung gemäß den Fig. 22, 23 und
24 weitergedreht werden, um wie erläutert mittels des Aufsatzes 62 einen Schlossmechanismus
zu betätigen.
[0140] Bei dem Schließzylinder 100 kann entsprechend den vorstehenden Ausführungen somit
auf einfache Weise erreicht werden, dass beim Verdrehen des Scheibengehäuses 14 mittels
des Schlüssels 24 aus der Sortierendstellung heraus und in Entriegelungsrichtung D
zunächst der Kernstift 46 in die Fixierausnehmungen 72 der Aushebescheiben 48, 50
und in die Fixierausnehmungen 44 der Einstellscheiben 16 (vgl. Fig. 1) gelangt und
hierdurch die Einstellscheiben 16 relativ zueinander und zu dem Scheibengehäuse 14
fixiert, und dass erst danach (aufgrund eines noch weiteren Verdrehens des Scheibengehäuses
14) der Sperrstift 22 in die Sperrausnehmungen 20 eindringt, um das Scheibengehäuse
14 für ein weiteres Verdrehen in die Entriegelungsstellung freizugeben. Aufgrund des
erläuterten unterschiedlichen Verdrehspiels bzw. der erläuterten definierten zeitlichen
Abfolge kann der Sperrstift 22 also nicht unter Zuhilfenahme der Sperrstiftführungsschräge
118 zu einem Zeitpunkt nach radial innen gedrängt werden, zu dem die Einstellscheiben
16 noch separat gedreht werden können (z.B. mittels eines Picking-Werkzeugs). Hierdurch
wird also ein Abtasten der jeweiligen Kodierung der einzelnen Einstellscheiben 16
verhindert.
[0141] Zum Verriegeln erfolgt die Drehung des Schlüssels 24 ausgehend von der Entriegelungsstellung
gemäß den Fig. 22, 23 und 24 entgegen der Drehrichtung D bis zur Anfangsstellung.
Der Ablauf und das Zusammenwirken der einzelnen Elemente des Schließzylinders 100
sind aus der vorstehenden Beschreibung ersichtlich.
[0142] Die vordere Aushebescheibe 48 weist an ihrem Außenumfang einen zweiten Anschlag 120
auf, der beim Zurückdrehen der vorderen Aushebescheibe 48 von der Sortierendstellung
(vgl. Fig. 14) entgegen der Entriegelungsrichtung D, also in Verriegelungsrichtung,
bei Erreichen der Nulllage in Kontakt mit einem am Scheibengehäuse 14 vorgesehenen
zweiten Gegenanschlag 122 gelangt (vgl. Fig. 11). Ein entsprechender Anschlag ist
auch an der hinteren Aushebescheibe 50 vorgesehen. Durch Zurückdrehen der Aushebescheiben
48, 50 aus der Nulllage heraus in Verriegelungsrichtung kann das Scheibengehäuse 14
aufgrund des Zusammenspiels zwischen dem zweiten Anschlag 120 und dem zweiten Gegenanschlag
122 mitgedreht werden, um das Steuerelement 54 und den Kernstift 46 nach radial innen
zu drängen (vgl. insbesondere die Fig. 8 und 11).
Bezugszeichenliste
[0143]
- 10, 100
- Schließzylinder
- 12
- Zylindergehäuse
- 14
- Scheibengehäuse
- 16
- Einstellscheibe
- 18
- Aufnahmeöffnung
- 20
- Sperrausnehmung
- 22
- Sperrstift
- 24
- Schlüssel
- 26
- Einschnitt
- 32
- Schlitz
- 34
- Sperrstiftaufnahmevertiefung
- 36
- Zwischenscheibe
- 38, 38a
- Umfangsausnehmung
- 40
- Anschlagabschnitt
- 42
- Vorsprung
- 44
- Fixierausnehmung
- 46
- Kernstift
- 48
- vordere Aushebescheibe
- 50
- hintere Aushebescheibe
- 52
- Deckel
- 54
- Steuerelement
- 56
- Schiebesperre
- 58
- Drehschiebesperre
- 60
- Schlüsselspitze
- 62
- Aufsatz
- 64
- Klammer
- 66
- Drehschiebesperrenaufnahmevertiefung
- 68
- Schiebesperrenaufnahmevertiefung
- 70
- Steuerausnehmung
- 72
- Fixierausnehmung
- 74
- Sperrstiftaufnahmevertiefung
- 78
- Abtriebsflanke
- 80
- Antriebsflanke
- 81
- Schaft
- 82, 82a
- Schmalseite
- 84, 84a
- Breitseite
- 85
- Stirnseite
- 86
- erste Anschlagsfläche
- 88
- zweite Anschlagsfläche
- 90
- dritte Anschlagsfläche
- 92
- Ebene
- 94
- Abflachung
- 96
- Einkerbung
- 98
- zweite Einkerbung
- 102
- Sperrscheibe
- 104
- Steuerelementaufnahmevertiefung
- 106
- Kernstiftaufnahmevertiefung
- 108
- Umfangsausnehmung
- 110
- Anschlag
- 112
- Gegenanschlag
- 114
- Kernstiftführungsschräge
- 116
- Steuerelementführungsschräge
- 118
- Sperrstiftführungsschräge
- 120
- zweiter Anschlag
- 122
- zweiter Gegenanschlag
- A
- Einführrichtung
- D
- Entriegelungsrichtung
1. Schließzylinder mit
einem Zylindergehäuse (12),
einem im Zylindergehäuse (12) um eine Zylinderachse drehbar gelagerten Scheibengehäuse
(14),
mehreren im Scheibengehäuse (14) entlang der Zylinderachse angeordneten, drehbar gelagerten
Einstellscheiben (16), wobei jede Einstellscheibe (16) eine Aufnahmeöffnung (18) für
einen Schlüssel (24) aufweist, und
einem Sperrelement (58), das in einer Schlüsseleinführrichtung (A) gesehen vor den
Einstellscheiben (16) angeordnet und mit dem Scheibengehäuse (14) drehfest gekoppelt
ist,
wobei das Sperrelement (58) dazu ausgebildet ist, eine Sperrstellung einzunehmen,
in welcher das Sperrelement (58) das Scheibengehäuse (14) gegen eine Verdrehung relativ
zu dem Zylindergehäuse (12) sperrt, indem das Sperrelement (58) in eine Aufnahmevertiefung
(66) des Zylindergehäuses (12) eingreift,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Sperrelement (58) in der Sperrstellung ein Verdrehspiel relativ zu dem Zylindergehäuse
(12) besitzt, wobei das Sperrelement (58) ferner dazu ausgebildet ist, nach Einführen
des Schlüssels (24) in den Schließzylinder durch Verdrehen des eingeführten Schlüssels
(24) in einer Entriegelungsrichtung (D) erst nach Überwinden des Verdrehspiels aus
der Sperrstellung in eine Freigabestellung bewegt zu werden, in welcher das Sperrelement
(58) außer Eingriff mit der Aufnahmevertiefung (66) ist.
2. Schließzylinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Sperrelement (58) eine Abtriebsflanke (78) aufweist, die mit einer an der Spitze
(60) des Schlüssels (24) ausgebildeten Antriebsflanke (80) derart zusammenwirkt, dass
das Sperrelement (58) durch Verdrehen des Schlüssels (24) in Entriegelungsrichtung
(D) aus der Sperrstellung in die Freigabestellung bewegt wird.
3. Schließzylinder nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Abtriebsflanke (78) des Sperrelements (58) und die Antriebsflanke (80) an der
Spitze (60) des Schlüssels (24) dazu angepasst sind, dass die beiden Flanken (78,
80) erst dann einander kontaktieren, wenn der Schlüssel (24) von einer Anfangsstellung,
die der Schlüssel (24) nach einem Einführen in den Schließzylinder (100) einnimmt,
wenigstens in eine erste Drehstellung verdreht ist.
4. Schließzylinder nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet , dass
die Abtriebsflanke (78) des Sperrelements (58) und die Antriebsflanke (80) an der
Spitze (60) des Schlüssels (24) dazu angepasst sind, dass sich das Sperrelement (58)
aus der Sperrstellung in die Freigabestellung bewegt, während der Schlüssel (24) von
der ersten Drehstellung in Entriegelungsrichtung (D) in eine zweite Drehstellung verdreht
wird.
5. Schließzylinder nach einem der Ansprüche 2 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Aufnahmeöffnungen (18) der Einstellscheiben (26) in einer Ausgangsstellung des
Schließzylinders (100) einen Schlüsselkanal (28) bilden, wobei die Abtriebsflanke
(78) des Sperrelements (58) außerhalb des Schlüsselkanals (28) angeordnet ist.
6. Schließzylinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Spitze (60) des Schlüssels (24) eine Querschnittsform mit zwei Schmalseiten (82a)
und zwei Breitseiten (84a) aufweist, welche länger als die Schmalseiten (82a) sind,
wobei das Sperrelement (58) mittels einer der Breitseiten (82a) der Schlüsselspitze
(60) zu der Bewegung aus der Sperrstellung in die Freigabestellung antreibbar ist.
7. Schließzylinder nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Sperrelement (58) beim Verdrehen des Schlüssels (24) in Entriegelungsrichtung
(D) von einer Anfangsstellung, die der Schlüssel nach dem Einführen in den Schließzylinder
(100) einnimmt, in eine erste Drehstellung derart mitdrehbar ist, dass das Sperrelement
(58) zunächst in der Sperrstellung verbleibt;
oder dass
die Aufnahmevertiefung (66) des Zylindergehäuses (12) eine erste Anschlagsfläche (86)
für ein in die Aufnahmevertiefung (66) hineinragendes Ende des Sperrelements (58)
aufweist, an der das Ende des Sperrelements (58) zur Anlage kommt, wenn der Schlüssel
(24) in Entriegelungsrichtung (D) von einer Anfangsstellung, die der Schlüssel (24)
nach dem Einführen in den Schließzylinder (100) einnimmt, in eine erste Drehstellung
verdreht ist, wobei die erste Anschlagsfläche (86) ein weiteres Verdrehen des Sperrelements
(58) in Entriegelungsrichtung (D) blockiert.
8. Schließzylinder nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Aufnahmevertiefung (66) eine zweite Anschlagsfläche (88) für das in die Aufnahmevertiefung
hineinragende Ende des Sperrelements (58) aufweist, wobei, wenn der Schlüssel (24)
aus dem Schließzylinder (100) abgezogen ist, das Ende des Sperrelements (58) an der
zweiten Anschlagsfläche (88) anliegt und die zweite Anschlagsfläche (88) ein Verdrehen
des Sperrelements (58) entgegen der Entriegelungsrichtung (D) blockiert.
9. Schließzylinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Sperrelement (58) in einer Normalebene zu der Zylinderachse geradlinig versetzbar
gelagert ist;
und/oder dass
das Sperrelement (58) in Richtung der Sperrstellung vorgespannt ist; und/oder dass
ein weiteres Sperrelement (56) in Schlüsseleinführrichtung (A) gesehen vor den Einstellscheiben
(16) angeordnet und mit dem Scheibengehäuse (14) drehfest gekoppelt ist, wobei das
weitere Sperrelement (56), wenn der Schlüssel (24) aus dem Schließzylinder (100) abgezogen
ist, eine Sperrstellung einnimmt, in der das weitere Sperrelement (56) in eine weitere
Aufnahmevertiefung (68) des Zylindergehäuses (12) eingreift, und wobei das weitere
Sperrelement (56) durch Einführen des Schlüssels (24) in den Schließzylinder (100)
außer Eingriff mit der weiteren Aufnahmevertiefung (68) und somit in eine Freigabestellung
bewegbar ist.
10. Schlüssel oder Schlüsselrohling für einen Schließzylinder (100) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, umfassend einen Schaft (81), dessen Spitze (60) zum Zusammenwirken mit
einem im Schließzylinder (100) vorgesehenen Sperrelement (58) angepasst ist, wobei
der Schaft (81) zwei Breitseiten (84) und zwei Schmalseiten (82) aufweist, und wobei
die Schaftspitze (60) zwei Breitseiten (84a), zwei Schmalseiten (82a) und eine Stirnseite
(85) aufweist,
dadurch gekennzeichnet, dass
an wenigstens einer Breitseite (84a) der Schaftspitze (60) eine relativ zu einer Ebene
(92) der Breitseite (84) des Schafts (60) zurückversetzte Abflachung (94) vorgesehen
ist.
11. Schlüssel oder Schlüsselrohling nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Abflachung (94) entlang der Schlüsselachse über die gesamte Breitseite (84a) der
Schaftspitze (60) ausgebildet ist;
und/oder dass
in einer Richtung quer zu der Schlüsselachse die Abflachung (94) sich lediglich über
einen Teil der Breitseite (84a) der Schaftspitze (60) erstreckt, während ein anderer
Teil der Breitseite (84a) der Schaftspitze (60) in der Ebene (92) der Breitseite (84)
des Schafts (60) liegt.
12. Schlüssel oder Schlüsselrohling nach Anspruch 10 oder 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Abflachung (94) parallel zu der Ebene (92) der Breitseite (84) des Schafts (81)
verläuft; oder
die Abflachung (94) schräg zu der Ebene (92) der Breitseite (84) des Schafts (81)
verläuft; oder
die Abflachung (94) abschnittsweise parallel und abschnittsweise schräg zu der Ebene
(92) der Breitseite (84) des Schafts (81) verläuft.
13. Schlüssel oder Schlüsselrohling nach einem der Ansprüche 10 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Abflachung (94) relativ zu der Ebene (92) der Breitseite (84) des Schafts (81)
um einen vorgegebenen Winkel geneigt ist, wobei der Winkel bevorzugt in einem Bereich
von 2 bis 25 Grad, weiter bevorzugt in einem Bereich von 5 bis 20 Grad, und noch weiter
bevorzugt in einem Bereich von 10 bis 15 Grad liegt;
und/oder dass
eine jeweilige Abflachung (94) an jeder der beiden Breitseiten (84a) der Schaftspitze
(60) vorgesehen ist, wobei die beiden Abflachungen (94) rotationssymmetrisch zueinander
ausgebildet sind;
und/oder dass
die zwei Schmalseiten (82a) der Schaftspitze (60) in Richtung der Stirnseite (85)
verjüngend schräg verlaufen.
14. Schlüssel oder Schlüsselrohling nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaftspitze (60) von dem restlichen Teil des Schafts (81) durch eine an den
Schmalseiten (82) des Schafts (81) umlaufende Einkerbung (96) abgesetzt ist, wobei
die Einkerbung (96) zum vorderen Ende der Schaftspitze (60) vorzugsweise einen Abstand
aufweist, der zwischen 1 mm und 3 mm beträgt.
15. Schlüssel oder Schlüsselrohling nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, dass
in einem vorderen, in der Nähe der Schaftspitze (60) liegenden Teil des Schafts (81)
eine weitere umlaufende Einkerbung (98) an den Schmalseiten (82) des Schafts (81)
ausgebildet ist, wobei die weitere Einkerbung (98) zum vorderen Ende der Schaftspitze
(60) vorzugsweise einen Abstand aufweist, der zwischen 3 mm und 5 mm beträgt.
1. A lock cylinder comprising
a cylinder housing (12);
a disk housing (14) rotatably supported about a cylinder axis in the cylinder housing
(12);
a plurality of rotatably supported disk tumblers (16) arranged along the cylinder
axis in the disk housing (14), wherein each disk tumbler (16) has a reception opening
(18) for a key (24); and
a blocking element (58) which is arranged in front of the disk tumblers (16), viewed
in a key introduction direction (A), and which is rotationally fixedly coupled to
the disk housing (14),
wherein the blocking element (58) is configured to adopt a blocking position in which
the blocking element (58) blocks the disk housing (14) against a rotation relative
to the cylinder housing (12) by the blocking element (58) engaging into a reception
recess (66) of the cylinder housing (12), characterized in that
the blocking element (58) has a rotational clearance relative to the cylinder housing
(12) in the blocking position, with the blocking element (58) further being configured,
after introduction of the key (24) into the lock cylinder, to be moved by a rotation
of the introduced key (24) in an unlatching direction (D), only after overcoming the
rotational clearance, out of the blocking position into a release position in which
the blocking element (58) is out of engagement with the reception recess (66).
2. A lock cylinder according to claim 1,
characterized in that
the blocking element (58) has a driven flank (78) which cooperates with a drive flank
(80) formed at the tip (60) of the key (24) such that the blocking element (58) is
moved out of the blocking position into the release position by a rotation of the
key (24) in the unlatching direction (D).
3. A lock cylinder according to claim 2,
characterized in that
the driven flank (78) of the blocking element (58) and the drive flank (80) at the
tip (60) of the key (24) are adapted such that the two flanks (78, 80) only contact
one another when the key (24) is rotated into at least one first rotational position
from an initial position which the key (24) adopts after an introduction into the
lock cylinder (100).
4. A lock cylinder according to claim 3,
characterized in that
the driven flank (78) of the blocking element (58) and the drive flank (80) at the
tip (60) of the key (24) are adapted such that the blocking element (58) moves out
of the blocking position into the release position, while the key (24) is rotated
from the first rotational position in the unlatching direction (D) into a second rotary
position.
5. A lock cylinder according to any one of the claims 2 to 4,
characterized in that
the reception openings (18) of the disk tumblers (16) form a keyway (28) in a starting
position of the lock cylinder (100), with the driven flank (78) of the blocking element
(58) being arranged outside the keyway (28).
6. A lock cylinder according to any one of the preceding claims,
characterized in that
the tip (60) of the key (24) has a cross-sectional shape having two narrow sides (82a)
and two broad sides (84a) which are longer than the narrow sides, with the blocking
element (58) being drivable by means of one of the broad sides (82a) of the key tip
(60) to move out of the blocking position into the release position.
7. A lock cylinder according to claim 1,
characterized in that
the blocking element (58) can be co-rotated on a rotation of the key (24) in the unlatching
direction (D) from an initial position which the key adopts after the introduction
into the lock cylinder (100) into a first rotational position such that the blocking
element (58) first remains in the blocking position;
or in that
the reception recess (66) of the cylinder housing (12) has a first abutment surface
(86) for an end of the blocking element (58) projecting into the reception recess
(66), which first abutment surface (86) the end of the blocking element (58) comes
into contact with when the key (24) is rotated in the unlatching direction (D) from
an initial position which the key (24) adopts after the introduction into the lock
cylinder (100) into a first rotational position, with the first abutment surface (86)
blocking a further rotation of the blocking element (58) in the unlatching direction
(D).
8. A lock cylinder according to claim 7,
characterized in that
the reception recess (66) has a second abutment surface (88) for the end of the blocking
element (58) projecting into the reception recess, with the end of the blocking element
(58) contacting the second abutment surface (88) and the second abutment surface (88)
blocking a rotation of the blocking element (58) against the unlatching direction
(D) when the key (24) is removed from the lock cylinder (100).
9. A lock cylinder according to any one of the preceding claims,
characterized in that
the blocking element (58) is displaceably supported in a straight line in a normal
plane to the cylinder axis;
and/or in that
the blocking element (58) is preloaded in the direction of the blocking position;
and/or in that
a further blocking element (56) is arranged in front of the disk tumblers (16), viewed
in the key introduction direction (A), and is rotationally fixedly coupled to the
disk housing (14), with the further blocking element (56) adopting, when the key (24)
is removed from the lock cylinder (110), a blocking position in which the further
blocking element (56) engages into a further reception recess (68) of the cylinder
housing (12), and with the further blocking element (56) being movable out of engagement
with the further reception recess (68) and thus into a release position by introducing
the key (24) into the lock cylinder (100).
10. A key or key blank for a lock cylinder (100) according to any one of the preceding
claims, comprising a shaft (81) whose tip (60) is adapted for cooperation with a blocking
element (58) provided in the lock cylinder (100), wherein the shaft (81) has two broad
sides (84) and two narrow sides (82), and wherein the shaft tip (60) has two broad
sides (84a), two narrow sides (82a) and one end face (85),
characterized in that
a flattened portion (94) is provided set back relative to a plane (92) of the broad
side (84) of the shaft (60) at at least one broad side (84a) of the shaft tip (60).
11. A key or a key blank according to claim 10,
characterized in that
the flattened portion (94) is formed along the key axis over the total broad side
(84a) of the shaft tip (60);
and/or in that
the flattened portion (94) only extends over a part of the broad side (84a) of the
shaft tip (60) in a direction transverse to the key axis, while another part of the
broad side (84a) of the shaft tip (60) lies in the plane (92) of the broad side (84)
of the shaft (60).
12. A key or a key blank according to claim 10 or 11,
characterized in that
the flattened portion (94) extends in parallel with the plane (92) of the broad side
(84) of the shaft (81); or
the flattened portion (94) extends obliquely to the plane (92) of the broad side (84)
of the shaft (81); or
the flattened portion (94) extends sectionally in parallel with and sectionally obliquely
to the plane (92) of the broad side (84) of the shaft (81).
13. A key or a key blank according to any one of the claims 10 to 12,
characterized in that
the flattened portion (94) is inclined by a predefined angle relative to the plane
(92) of the broad side (84) of the shaft (81), wherein the angle is preferably in
a range from 2 to 25 degrees, further preferably in a range from 5 and 20 degrees,
and even further preferably in a range from 10 to 15 degrees;
and/or in that
a respective flattened portion (94) is provided at each of the two broad sides (84a)
of the shaft tip (60), with the two flattened portions (94) being formed rotationally
symmetrical to one another;
and/or in that
the two narrow sides (82a) of the shaft tip (60) extend in a tapering and oblique
manner in the direction of the end face (85).
14. A key or a key blank according to any one of the claims 10 to 13, characterized in that
the shaft tip (60) is set off from the remaining part of the shaft (81) by a peripheral
notch (96) at the narrow sides (82) of the shaft (81), with the notch (96) preferably
having a spacing from the front end of the shaft tip (60) which amounts to between
1 mm and 3 mm.
15. A key or a key blank according to claim 14,
characterized in that
a further peripheral notch (98) is formed at the narrow sides (82) of the shaft (81)
in a front part of the shaft (81) disposed in the vicinity of the shaft tip (60),
with the further notch (98) preferably having a spacing from the front end of the
shaft tip (60) which amounts to between 3 mm and 5 mm.
1. Cylindre de fermeture comprenant
un boîtier de cylindre (12),
un boîtier à disques (14) logé dans le boîtier de cylindre (12) de manière à pouvoir
tourner autour d'un axe de cylindre,
plusieurs disques de réglage (16) disposés dans le boîtier à disques (14) le long
de l'axe du cylindre et montés de façon mobile en rotation, chaque disque de réglage
(16) présentant une ouverture de réception (18) pour une clé (24), et
un élément de blocage (58) qui, vu dans un sens d'insertion de clé (A), est disposé
en amont des disques de réglage (16) et est couplé solidairement en rotation au boîtier
à disques (14),
dans lequel
l'élément de blocage (58) est conçu pour occuper une position de blocage dans laquelle
l'élément de blocage (58) bloque le boîtier à disques (14) à l'encontre d'une rotation
par rapport au boîtier de cylindre (12) du fait que l'élément de blocage (58) s'engage
dans un renfoncement de réception (66) du boîtier de cylindre (12),
caractérisé en ce que
dans la position de blocage, l'élément de blocage (58) présente un jeu de rotation
par rapport au boîtier de cylindre (12), l'élément de blocage (58) étant en outre
conçu pour, une fois que la clé (24) est insérée dans le cylindre de fermeture, par
rotation de la clé insérée (12) dans un sens de déverrouillage (D), être déplacé de
la position de blocage à une position de déblocage uniquement après avoir surmonté
le jeu de rotation, position de déblocage dans laquelle l'élément de blocage (58)
est dégagé du renfoncement de réception (66).
2. Cylindre de fermeture selon la revendication 1,
caractérisé en ce que l'élément de blocage (58) présente un flanc mené (78) qui coopère avec un flanc menant
(80) formé au niveau de la pointe (60) de la clé (24), de telle sorte que l'élément
de blocage (58) est déplacé de la position de blocage à la position de déblocage par
rotation de la clé (24) dans le sens de déverrouillage (D).
3. Cylindre de fermeture selon la revendication 2,
caractérisé en ce que
le flanc mené (78) de l'élément de blocage (58) et le flanc menant (80) au niveau
de la pointe (60) de la clé (24) sont adaptés pour que les deux flancs (78, 80) ne
viennent en contact l'un avec l'autre que lorsque la clé (24) a été tournée au moins
vers une première position de rotation à partir d'une position initiale que la clé
(24) occupe après avoir été insérée dans le cylindre de fermeture (100).
4. Cylindre de fermeture selon la revendication 3,
caractérisé en ce que
le flanc mené (78) de l'élément de blocage (58) et le flanc menant (80) au niveau
de la pointe (60) de la clé (24) sont adaptés pour que l'élément de blocage (58) se
déplace de la position de blocage vers la position de déblocage pendant que la clé
(24) est tournée de la première position de rotation dans le sens de déverrouillage
(D) vers une deuxième position de rotation.
5. Cylindre de fermeture selon l'une des revendications 2 à 4,
caractérisé en ce que
les ouvertures de réception (18) des disques de réglage (26) forment un canal à clé
(28) dans une position initiale du cylindre de fermeture (100), le flanc mené (78)
de l'élément de blocage (58) étant disposé à l'extérieur du canal à clé (28).
6. Cylindre de fermeture selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que
la pointe (60) de la clé (24) a une forme de section transversale avec deux petits
côtés (82a) et deux grands côtés (84a) qui sont plus longs que les petits côtés (82a),
l'élément de blocage (58) pouvant être entraîné au moyen de l'un des grands côtés
(82a) de la pointe (60) de la clé pour se déplacer de la position de blocage vers
la position de déblocage.
7. Cylindre de fermeture selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
lors de la rotation de la clé (24) dans le sens de déverrouillage (D), l'élément de
blocage (58) peut être entraîné en rotation d'une position initiale que la clé occupe
après avoir été insérée dans le cylindre de fermeture (100), vers une première position
de rotation de telle sorte que l'élément de blocage (58) demeure d'abord dans la position
de blocage ;
ou en ce que
le renfoncement de réception (66) du boîtier de cylindre (12) présente une première
surface de butée (86) pour une extrémité de l'élément de blocage (58) pénétrant dans
le renfoncement de réception (66), surface sur laquelle l'extrémité de l'élément de
blocage (58) vient en appui lorsque la clé (24) a été tournée dans le sens de déverrouillage
(D) d'une position initiale que la clé (24) occupe après avoir été insérée dans le
cylindre de fermeture (100), vers une première position de rotation, la première surface
de butée (86) empêchant une poursuite de la rotation de l'élément de blocage (58)
dans le sens de déverrouillage (D).
8. Cylindre de fermeture selon la revendication 7,
caractérisé en ce que
le renfoncement de réception (66) présente une deuxième surface de butée (88) pour
l'extrémité de l'élément de blocage (58) pénétrant dans le renfoncement de réception,
sachant que, lorsque la clé (24) est retirée du cylindre de fermeture (100), l'extrémité
de l'élément de blocage (58) est en appui contre la deuxième surface de butée (88)
et la deuxième surface de butée (88) empêche une rotation de l'élément de blocage
(58) dans le sens opposé au sens de déverrouillage (D).
9. Cylindre de fermeture selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'élément de blocage (58) est monté de manière à pouvoir être décalé en ligne droite
dans un plan normal à l'axe du cylindre ;
et/ou en ce que
l'élément de blocage (58) est précontraint en direction de la position de blocage
;
et/ou en ce que
un autre élément de blocage (56), vu dans le sens d'insertion de la clé (A), est disposé
en amont des disques de réglage (16) et est couplé solidairement en rotation au boîtier
à disques (14), l'autre élément de blocage (56) occupant une position de blocage lorsque
la clé (24) est retirée du cylindre de fermeture (100), dans laquelle l'autre élément
de blocage (56) s'engage dans un autre renfoncement de réception (68) du boîtier de
cylindre (12), et l'autre élément de blocage (56) peut être dégagé de l'autre renfoncement
de réception (68) et donc être déplacé vers une position de déblocage par l'insertion
de la clé (24) dans le cylindre de fermeture (100).
10. Clé ou ébauche de clé pour un cylindre de fermeture (100) selon l'une des revendications
précédentes, comprenant une tige (81) dont la pointe (60) est adaptée pour coopérer
avec un élément de blocage (58) prévu dans le cylindre de fermeture (100), la tige
(81) présentant deux grands côtés (84) et deux petits côtés (82), et la pointe de
tige (60) présentant deux grands côtés (84a), deux petits côtés (82a) et un côté frontal
(85), caractérisée en ce que
sur au moins un grand côté (84a) de la pointe de tige (60), il est prévu un méplat
(94) qui est décalé en arrière par rapport à un plan (92) du grand côté (84) de la
tige (60).
11. Clé ou ébauche de clé selon la revendication 10,
caractérisée en ce que
le méplat (94) est formé le long de l'axe de la clé sur tout le grand côté (84a) de
la pointe de tige (60) ;
et/ou en ce que
dans une direction transversale à l'axe de la clé, le méplat (94) s'étend uniquement
sur une partie du grand côté (84a) de la pointe de tige (60), tandis qu'une autre
partie du grand côté (84a) de la pointe de tige (60) se trouve dans le plan (92) du
grand côté (84) de la tige (60).
12. Clé ou ébauche de clé selon la revendication 10 ou 11,
caractérisée en ce que
le méplat (94) est parallèle au plan (92) du grand côté (84) de la tige (81) ; ou
le méplat (94) est incliné par rapport au plan (92) du grand côté (84) de la tige
(81) ; ou
le méplat (94) est en partie parallèle et en partie incliné par rapport au plan (92)
du grand côté (84) de la tige (81).
13. Clé ou ébauche de clé selon l'une des revendications 10 à 12,
caractérisée en ce que
le méplat (94) est incliné d'un angle prédéterminé par rapport au plan (92) du grand
côté (84) de la tige (81), l'angle étant de préférence compris dans une plage de 2
à 25 degrés, plus préférentiellement dans une plage de 5 à 20 degrés, et encore plus
préférentiellement dans une plage de 10 à 15 degrés ;
et/ou en ce que
un méplat respectif (94) est prévu sur chacun des deux grands côtés (84a) de la pointe
de tige (60), les deux méplats (94) étant réalisés à symétrie de révolution l'un par
rapport à l'autre ;
et/ou en ce que
les deux petits côtés (82a) de la pointe de tige (60) sont inclinés en se rétrécissant
en direction du côté frontal (85).
14. Clé ou ébauche de clé selon l'une des revendications 10 à 13, caractérisée en ce que
la pointe de tige (60) est distincte du reste de la tige (81) par une encoche périphérique
(96) sur les petits côtés (82) de la tige (81), l'encoche (96) présentant de préférence
une distance par rapport à l'extrémité avant de la pointe de tige (60) qui est comprise
entre 1 mm et 3 mm.
15. Clé ou ébauche de clé selon la revendication 14,
caractérisée en ce que
dans une partie avant de la tige (81) située à proximité de la pointe de tige (60),
une autre encoche périphérique (98) est formée sur les petits côtés (82) de la tige
(81), l'autre encoche (98) présentant de préférence une distance par rapport à l'extrémité
avant de la pointe de tige (60) qui est comprise entre 3 mm et 5 mm.