(19)
(11) EP 3 045 623 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
19.02.2020  Patentblatt  2020/08

(21) Anmeldenummer: 16151654.7

(22) Anmeldetag:  18.01.2016
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
E05B 47/06(2006.01)
E05B 65/10(2006.01)
E05B 63/20(2006.01)
E05B 63/16(2006.01)
E05B 47/04(2006.01)

(54)

SICHERUNGSVORRICHTUNG FÜR EINE TÜR

SAFETY DEVICE FOR A DOOR

DISPOSITIF DE SÉCURISATION DE PORTE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR

(30) Priorität: 19.01.2015 CH 68152015
09.11.2015 DE 102015119233

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
20.07.2016  Patentblatt  2016/29

(73) Patentinhaber: ASSA ABLOY (Schweiz) AG
8805 Richterswil (CH)

(72) Erfinder:
  • STADELMANN, Fabien
    Courtételle (CH)
  • BOGDAN, Rico
    4148 Pfeffingen (CH)

(74) Vertreter: Louis Pöhlau Lohrentz 
Patentanwälte Postfach 30 55
90014 Nürnberg
90014 Nürnberg (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A2- 1 936 075
DE-A1-102011 051 952
DE-A1- 3 620 799
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Sicherungsvorrichtung zum Sichern einer Tür oder eines Fensters in einem Gebäude mit einem Schloss gemäß den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.

    [0002] Eine solche Sicherungsvorrichtung ist aus der DE 10 2011 051 952 A1 bekannt. Dort ist ein Panikschloss mit einem Fallenriegel und einer Steuerungseinrichtung gezeigt. Über die Steuerungseinrichtung kann das Schloss in einen Freigabezustand oder einen Sperrzustand geschaltet werden. In dem Freigabezustand kann das Schloss geöffnet werden, wogegen in dem Sperrzustand das Schloss verriegelt und gegen Manipulation geschützt ist.

    [0003] Ein herkömmliches, elektrisch betätigbares Drückersperrschloss, welches eine Panikfunktion B aufweist, befindet sich in der Verriegelungsstellung (Ausgangsstellung) wie folgt: Riegel ausgefahren, auf Panik-Gegenseite Drückernuss ausgekoppelt, Panikseite Drückernuss eingekoppelt, Falle ausgefahren, resp. Kippfallen starr. Wird bei der Begehung der Türe auf der Panik-Gegenseite, nun der Drücker gedrückt, bevor ein elektrischer Öffnungs-Impuls, beispielsweise über eine Zutrittskontrolleinrichtung, erfolgt, kann die Türe bei noch gedrücktem Drücker nicht geöffnet werden. Zum Öffnen der Türe muss nun der Drücker zuerst losgelassen, resp. hochgezogen werden, um durch ein erneutes Drücken des Drückers die Drückernuss einzukoppeln. Somit ist in diesem Fall für die Begehung der Türe eine Zweihandbewegung zwingend notwendig.

    [0004] Derartige Drückersperrschlösser sind auf dem Markt bestens bekannt. Diese benötigen jedoch bei Bedienung des Drückers vor der Auslösung des elektrischen Öffnungs-Impulses, immer eine erneute Drückerbewegung (Zweihandbewegung) zum Öffnen der Türe. Diese bisher in dieser Konstellation (Öffnungssignal bei gedrücktem Drücker) notwendige Bedienungsweise (Zweihandbewegung) entspricht dem heutigen Stand der Technik.

    [0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Zugang zu einem Gebäude, der über ein Schloss gesichert ist, bei hoher Einbruchssicherheit zugleich möglichst komfortabel zu gestalten. Vorzugsweise soll ein leichtes Begehen, insbesondere ein barrierefreies Begehen des Zugangs ermöglicht werden.

    [0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Sicherungsvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 11 gelöst.

    [0007] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass der Drückersensor einen mit der Außennuss zusammenwirkenden Außensensor aufweist und die Steuerungsvorrichtung so ausgebildet ist, dass sie in Geschlossenstellung und bei abgekuppelter Außennuss über den Antriebsmotor den Schlossriegel nach Empfang eines Öffnungsimpulses zunächst in die Tagstellung verbringt und anschließend den Antriebsmotor zum Verbringen des Schlossriegels und/oder der Schlossfalle in die Offenstellung ansteuert, wenn nach Erreichen der Tagstellung der Außensensor eine Betätigung des Außendrückers detektiert, oder der Außensensor detektiert dass eine Betätigung des Außendrückers fortbesteht. So kann eine Öffnung des Schlosses erfolgen, auch wenn der Außendrücker bereits betätigt wurde bevor der Öffnungsimpuls bspw. über einen Transponder erzeugt wurde. Damit wird sozusagen eine Einhandbedienung ermöglicht ohne dass ein erneutes Loslassen und Nachfassen des Außentürdrückers erfolgen muss.

    [0008] Außerdem ist vorgesehen, dass bei abgekuppelter Außennuss ein Öffnen des verriegelten Schlosses erfolgt, indem in einem ersten Schritt anhand einer korrekten Zutrittsberechtigung zunächst ein erster Öffnungsimpuls erzeugt wird, um den Schlossriegel über den Antriebsmotor aus der Geschlossenstellung in die Tagstellung zu verbringen und dass in einem zweiten Schritt bei einer Betätigung des Außendrückers über den Drückersensor ein zweiter Öffnungsimpuls erzeugt wird, um den Schlossriegel und/oder die Falle motorisch in Offenstellung zu verbringen. Somit wird ermöglicht, dass bei verschlossenem Zugang zu einem Gebäude von der Außenseite für einen Berechtigten ein Zugang ermöglicht wird, indem nach Einlesen oder Eingeben einer korrekten Zugangsberechtigung nur ein einmaliges Drücken des Außendrückers notwendig ist, um den Zugang vollständig zu entriegeln.

    [0009] Es ist vorgesehen, dass in dem zweiten Schritt der zweite Öffnungsimpuls über einen Außensensor des Drückersensors erzeugt oder generiert wird, der mit der Außennuss zum Detektieren einer Drückerbewegung zusammenwirkt. Von Vorteil ist, wenn in dem zweiten Schritt der zweite Öffnungsimpuls unabhängig davon erzeugt wird, ob der Außendrücker bereits vor Erreichen der Tagstellung gedrückt war oder erst nach Erreichen der Tagstellung gedrückt wird.

    [0010] Weiter kann in einer Ausgestaltung vorgesehen sein, dass in einem dritten Schritt nach Erreichen der Offenstellung ein Türantrieb zum Öffnen der Tür und/oder des Fensters, insbesondere zum Verbringen eines Türflügels oder eines Fensterflügels in eine geöffnete Stellung angesteuert wird.

    [0011] Es kann vorgesehen sein, dass der erfindungsgemäß vereinfachte Zugang bei Panikschlössern mit Panikfunktion B realisiert werden kann. Bei der Panikfunktion B verriegelt das Schloss beim Schließen des Flügels den Zugang automatisch. In dieser verschlossenen Stellung kann die Tür von Innerhalb des gesicherten Raumes oder des Gebäudes über den Innentürdrücker immer geöffnet werden. Dies entspricht der Panikfunktion. Durch Aufschließen mit einem Schlüssel, oder durch Eingabe einer korrekten Zutrittsberechtigung, beispielsweise in Form eines Zugangscodes, oder durch Einlesen eines drahtlosen Transponders oder RFID-Chips, der einen Zugangscode aussendet, der von einer Leseeinrichtung eingelesen und verifiziert wird, wird bei der Panikfunktion B der auf der Außenseite gelegene Außentürdrücker eingekuppelt, sodass der Durchgang auch von Außen möglich ist.

    [0012] Ein Problem ergibt sich, wenn der Außentürdrücker betätigt wird, bevor die korrekte Zutrittsberechtigung eingegeben ist. Dann ist die Außennuss durch den Außentürdrücker bereits gedreht und kann in aller Regel nicht mehr ordentlich eingekuppelt werden. Die vorliegende Erfindung umgeht dieses Problem, indem nach Eingabe oder Einlesen eines korrekten Zugangscodes oder -signals ein mit der Außennuss bzw. dem Außentürdrücker verbundenes Sensorsignal abgefragt wird und bei Betätigung des Außendrückers das Schloss motorisch geöffnet wird. Es handelt sich sozusagen um eine Kombination der Drückersperrschloss-Funktion mit einem Motorschloss.

    [0013] Die erfindungsgemäße Vorrichtung und das erfindungsgemäße Verfahren kann auch bei einer Panikfunktion E eingesetzt werden. Bei einer Panikfunktion E wird der Zugang ebenfalls beim Schließen der Tür automatisch durch ein Schloss versperrt. Von Innen kann die versperrte Tür immer über einen Türdrücker geöffnet werden. So ist im Falle einer Panik sichergestellt, dass das gesicherte Gebäude oder der gesicherte Raum verlassen werden kann. Der Außendrücker ist in der Regel bei der Panikfunktion E dauerhaft abgekuppelt. Bei herkömmlichen Schlössern mit Panikfunktion E ist ein Zutritt von Außen für einen Berechtigten nur mit einem Schlüssel möglich. Die vorliegende Erfindung ermöglicht bei einer Panik-E-Funktion neben dem Zutritt mit einem Schlüssel auch die komfortable Begehung des Zugangs mit einer Einhandfunktion, indem kein Schlüssel gedreht werden muss, sondern es ausreicht, nach Einlesen eines korrekten Zugangscodes, beispielsweise über einen Transponder oder einen RFID-Chip oder einer Eingabe eines Zahlencodes, den Außentürdrücker zu betätigen. Somit wird ermöglicht, auch eine Panikfunktion E als barrierefreien Durchgang zu realisieren.

    [0014] Unter einem Öffnungsimpuls kann beispielsweise ein Steuerbefehl eines Bussystems oder einer übergeordneten Steuereinrichtung verstanden werden. Es kann auch ein von einem Sensor oder Schaltkontakt erzeugter Impuls oder ein Kontaktsignal eines Schalters, vorzugsweise eines N/O (normal offen) oder N/C (normal geschlossen) Schalters verstanden werden.

    [0015] Es kann vorgesehen sein, dass der Öffnungsimpuls über eine Lese- und/oder Eingabevorrichtung erzeugt wird, indem die Lese- und/oder Eingabevorrichtung einen Zugangscode einliest bzw. verifiziert. Beispielsweise kann die Lese- und/oder Eingabevorrichtung einen Code eines Transponder oder einen RFID-Tag drahtlos einlesen, wobei eine zum Zutritt berechtigte Person den Transponder oder den RFID-Tag zum Lesen vor die Lese- und/oder Eingabevorrichtung hält. Die Lese- und/oder Eingabevorrichtung kann auch an einer zentralen Stelle eines Gebäudes, beispielsweise bei einem Pförtner angeordnet sein und anhand einer Freigabe des Zutritts durch den Pförtner einen Öffnungsimpuls an das Schloss bzw. an die Steuerungsvorrichtung des Schlosses senden. Im einfachsten Fall kann die Lese- und/oder Eingabevorrichtung als mit der Steuerungsvorrichtung verbundener Öffnungstaster ausgebildet sein.

    [0016] Unter Offenstellung wird eine in das Schlossgehäuse zurückgezogene Stellung des Schlossriegels und der Schlossfalle verstanden. In der Offenstellung kann die Tür frei begangen und der Türflügel geöffnet werden. Bei Verwendung einer sperrbaren Kippfalle oder Kreuzfalle wird in der Offenstellung die Sperrung der Falle aufgehoben.

    [0017] Unter Tagstellung wird verstanden, dass in Schließlage des Türflügels der Schlossriegel bereits teilweise in das Schlossgehäuse eingezogen ist und die Schlossfalle gesperrt ist, d.h. den Türflügel durch Eingriff in eine Fallenausnehmung eines Schließbleches sperrt.

    [0018] Unter Geschlossenstellung wird in Schließlage des Flügels verstanden, dass sowohl der Schlossriegel vollständig ausgeschlossen ist und in eine Schlossriegelaufnahme in einem rahmenseitigen Schließblech eingreift als auch die Schlossfalle gesperrt ist, um den Flügel der Tür in Schließlage zu verriegeln.

    [0019] Vorzugsweise weist das Schloss eine Offenstellung mit in das Schlossgehäuse eingezogenem Riegelelement, eine Tagstellung mit reduziertem Riegelausschluss, insbesondere ein Riegelausschluss im Bereich von 3mm bis 8mm, und eine Geschlossenstellung mit vollständigem Riegelausschluss, insbesondere ein Riegelausschluss im Bereich von 10mm bis 22mm, auf.

    [0020] Als Schlossnuss wird eine Schlossnuss mit einer Innennuss und einer Außennuss verwendet. Die Außennuss kann aufgekuppelt und abgekuppelt werden. Die Innennuss kann in einer Ausgestaltung dauerhaft mit der Schlossmechanik verbunden sein. Ebenso kann die Innennuss in einer Ausgestaltung als aufkuppelbares und/oder abkuppelbares Nussteil ausgebildet sein. Aufkuppeln bedeutet, dass ein in die jeweilige Nusshälfte eingreifender Türdrücker mit der Schlossmechanik verbunden wird, um die Falle und/oder den Riegel bei Betätigung des Türdrückers in das Schlossgehäuse zurückzuziehen. Auskuppeln bedeutet, dass der in die jeweilige Nusshälfte eingreifende Türdrücker von der Schlossmechanik abgekuppelt wird, sodass bei Betätigung des Türdrückers keine Betätigung des Schlossriegels oder der Schlossfalle erfolgt.

    [0021] Die Zutrittsberechtigung des Schlosses kann beispielsweise über einen Schlüsselschalter oder eine Code-Tastatur und Eingabe eines korrekten Zugangscodes erzeugt werden. Um einen komfortablen Zutritt zu gewährleisten, kann vorgesehen sein, dass die Zutrittsberechtigung über einen berührungslosen Transponder und/oder die Eingabe eines Zutrittscodes und/oder das Auslesen eines Datenträgers erzeugt wird. Über einen drahtlosen Transponder oder einen RFID-Chip kann über eine gewisse Distanz zum Lesegerät die Zutrittsberechtigung erkannt werden und damit das Schloss bereits in Tagstellung geschaltet werden. Somit kann eine separate manuelle Eingabe einer Zutrittsberechtigung entfallen.

    [0022] In einer Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass das Schloss eine von dem Antriebsmotor angetriebene Schieberplatte aufweist, die mit dem Schlossriegel verbunden ist und diesen zwischen der Offenstellung und der Tagstellung und der Geschlossenstellung verfährt. Über den Antriebsmotor können die Riegelelemente des Schlosses, also der Schlossriegel, und die Schlossfalle motorisch betätigt werden. D.h. über den Antriebsmotor kann sowohl der Schlossriegel als auch die Schlossfalle in das Schlossgehäuse eingezogen werden.

    [0023] Es kann auch vorgesehen sein, dass das Schloss elektrisch selbstverriegelnd ausgebildet ist, indem das Schloss einen mit dem Antriebsmotor verbundenen Schließlagensensor aufweist. Beim Schließen des Türflügels meldet der Schließlagensensor, dass der Türflügel sich in Schließlage befindet, woraufhin die Steuerungsvorrichtung des Schlosses den Motor zum Verriegeln des Schlossriegels und/oder der Schlossfalle ansteuert.

    [0024] In einer Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass die Schieberplatte mit der Schlossfalle oder einer Fallensperrvorrichtung verbunden ist und diese betätigt, um die Schlossfalle zwischen der Offenstellung und der Tagstellung und der Geschlossenstellung zu schalten oder zu betätigen.

    [0025] Um eine exakte Steuerung des Schlosses zu ermöglichen, kann vorgesehen sein, dass das Schloss einen mit der Steuerungsvorrichtung verbundenen Riegelsensor zum Detektieren einer Riegelposition aufweist. Die Schieberplatte weist eine mit dem Riegelsensor zusammenwirkende Schaltfahne auf. Über den Riegelsensor kann eine Position des Schlossriegels bestimmt werden. Beispielsweise kann bestimmt werden, ob sich der Schlossriegel in der Geschlossenstellung, d.h. in der lang ausgeschlossenen Stellung befindet. Ebenso kann detektiert werden, ob sich der Schlossriegel in der Tagstellung befindet. Es kann über den Riegelsensor auch detektiert werden, ob der Riegelsensor vollständig in das Schlossgehäuse zurückgezogen ist, sich also in Offenstellung befindet.

    [0026] In einer Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass der Riegelsensor als Mikroschalter ausgebildet ist und die Schaltfahne sich senkrecht zur Oberfläche der Schieberplatte erstreckt und als Feder ausgebildet ist oder einen federnden Abschnitt aufweist. Vorzugsweise kann die Schaltfahne als Blattfeder oder Schraubenfeder ausgebildet ist.

    [0027] In einer Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass das Schloss als ein Hauptschloss ohne Mehrfachverriegelungen ausgebildet ist. Das heißt, dass keine zusätzlichen Verriegelungsvorrichtungen mit dem Schloss verbunden sind oder von diesem betätigt werden.

    [0028] Es kann auch vorgesehen sein, dass das Schloss als ein Schloss mit Mehrfachverriegelungen ausgebildet ist. In diesem Falle kann beispielsweise die Schieberplatte über eine Treibriegelstange oder mehrere Treibriegelstangen eine oder mehrere Zusatzverriegelungen betätigen. Die Zusatzverriegelungen können in einem Türflügel integriert und auf der Stulpseite des Schlosses angeordnet sein. Die Zusatzverriegelungen können beispielsweise auch in einem Türflügel integriert und als Obenverriegelung oder Untenverriegelung ausgebildet sein.

    [0029] Für eine exakte Abfrage einer Türdrückerbetätigung kann in einer Ausgestaltung vorgesehen sein, dass der Drückersensor zwei Mikroschalter aufweist, wobei der erste Mikroschalter als Innensensor ausgebildet ist und mit der Innennuss und der zweite Mikroschalter als Außensensor ausgebildet ist und mit der Außennuss zusammenwirkt. So kann sowohl die Betätigung des Außendrückers als auch die Betätigung des Innendrückers separat erfasst werden.

    [0030] Um ein Ansprechen des Drückersensors über einen bestimmten Betätigungsbereich hinweg zu ermöglichen, kann insbesondere vorgesehen sein, dass der Drückersensor eine zwischen den Mikroschaltern und der Schlossnuss angeordnete Schaltgabel mit zwei federnden Schaltzungen aufweist. Die federnden Zungen erstrecken sich entlang der Außenkontur der Drückernuss und überbrücken so einen gewissen Drehwinkel des jeweiligen Nussteils. Dadurch wird ermöglicht, dass der Drückersensor sowohl bei relativ kleinen Drehwinkeln des Außentürdrückers frühzeitig auslöst als auch bei weiter zunehmenden Drehwinkeln des Türdrückers zuverlässig ausgelöst bleibt. So kann ein Drehwinkelbereich des Türdrückers von beispielsweise 5° bis hin zu 60° oder vorzugsweise 70° abgedeckt werden.

    [0031] In einer vorteilhaften Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass die beiden federnden Schaltzungen an ihrem einen Ende miteinander verbunden sind und an ihrem anderen Ende frei zwischen Mikroschalter und Schlossnuss auskragen.

    [0032] Um den Verkabelungs- und Installationsaufwand gering zu halten, kann vorgesehen sein, dass das Schloss eine Busschnittstelle aufweist und die Steuerungsvorrichtung und/oder die Lese- und/oder Eingabevorrichtung über die Busschnittstelle angeschlossen sind. Die Busschnittstelle kann als serielle Busschnittstelle ausgebildet sein, um das Schloss bzw. die Steuerungseinrichtung über einen seriellen Bus an eine zentrale Steuer- und/oder Auswerteeinheit anzuschließen. Auch die Lese- und/oder Eingabevorrichtung zum Lesen und/oder Eingeben einer Zugangsberechtigung kann über einen Bus, insbesondere einen seriellen Bus, mit dem Schloss bzw. der Steuerungsvorrichtung des Schlosses verbunden sein.

    [0033] In einer alternativen Ausgestaltung kann auch vorgesehen sein, dass Schloss herkömmlich zu verdrahten ist. d.h. zum Anschluss des Schlosses oder der Steuervorrichtung sind diskrete Kabelverbindungen vorgesehen, wobei jeweils eine Ader der Kabelverbindung ein einzelnes Schaltsignal oder ein einzelnes Sensorsignal überträgt.

    [0034] Um den barrierefreien Durchgang weiter zu verbessern, kann insbesondere vorgesehen sein, dass die Sicherungsvorrichtung einen über einen Antrieb offenbaren Flügel einer Tür oder eines Fensters umfasst und die Steuerungsvorrichtung den Antrieb zum Öffnen des Flügels ansteuert, nachdem das Schloss in Offenstellung ist. Über den Türantrieb wird die Tür automatisch geöffnet. D.h. ein manuelles Öffnen der Tür bzw. des Türflügels kann vollständig entfallen. Dadurch kann ein barrierefreier Zugang auch für körperlich benachteiligte Menschen geschaffen werden.

    [0035] Weitere vorteilhafte Merkmale und eine Ausgestaltung der Erfindung sind in den Figuren gezeigt und nachstehend beschrieben. Dabei zeigen:
    Fig. 1:
    eine schematische Ansicht einer erfindungsgemäßen Sicherungsvorrichtung an einer Gebäudetür
    Fig. 2:
    eine schematische Ansicht des Schlosses der Sicherungsvorrichtung in der Verriegelungsstellung bzw. Geschlossenstellung
    Fig. 3:
    das Schloss bei Betätigung des Außendrückers
    Fig. 4:
    das Schloss in Tagstellung
    Fig. 5:
    das Schloss in Offenstellung
    Fig. 6:
    eine Ausschnittsvergrößerung des in den Figuren 1-5 dargestellten Schlosses im Bereich der Schlossnuss
    Fig. 7:
    eine Detaildarstellung des Schlosses im Bereich des Riegelkontakts


    [0036] In den Figuren ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, bei dem jeweils gleiche Komponenten mit gleichen Referenzzeichen versehen sind. Die Fig. 1 zeigt eine Sicherungsvorrichtung 9 mit einer Tür 91 mit einem über Türbänder 92a, 92b an einem Türrahmen 91r drehbar gelagertem Türflügel 92. Der Türflügel 92 weist an seiner Schließkante ein Einsteckschloss 8 auf, welches über einen Türdrücker 94 betätigbar ist. Über das Schloss 8 kann der Türflügel 92 in Schließlage verriegelt werden um den Zugang zu sichern. An der Oberseite des Türflügels 92 ist ein Türantrieb 95 angeordnet, um den Türflügel motorisch angetrieben zu öffnen bzw. zu schließen. Im Bereich des Türschlosses ist eine Lese- und/oder Eingabevorrichtung 93 an einer Wand des Gebäudes angeordnet, um drahtlos bspw. über einen Transponder eine Zutrittsberechtigung einzulesen.

    [0037] In den Figuren 2-5 ist das Einsteckschloss 8 mit abgenommenem Schlossdeckel dargestellt. Das Einsteckschloss 8 weist einen Schlosskasten 81 auf, indem Riegelelemente, nämlich ein zweitourig ausschließender Schlossriegel 1 sowie eine sperrbare Kippfalle 3 angeordnet sind. Im unteren Bereich des Schlosskastens ist eine Aufnahme für einen Schließzylinder angeordnet. In dem oberen Bereich weist der Schlosskasten einen Antriebsmotor 83 auf, der von einer Steuervorrichtung 41 angesteuert wird, um eine zentrale Schieberplatte 84 des Schlosses zu betätigen. Die zentrale Schieberplatte 84 kann parallel zu einem Schlossstulp 82 verfahren werden, um die Riegelelemente Kippfalle 3 bzw. Schlossriegel 1 zu betätigen.

    [0038] Das Einsteckschloss 8 ist als selbstverriegelndes Panikschloss ausgebildet. Es weist einen Federspeicher auf, der beim Aufschließen des Schlosses geladen wird. Über eine Steuerfalle 31 und die Kippfalle 3 wird ein Schließen der Tür detektiert, wobei nach Verbringen des Türflügels in seine Schließlage der Schlossriegel 1 selbsttätig zweitourig ausschließt, also in die in Fig. 2 dargestellte Geschlossenstellung aus dem Schlossgehäuse heraus bewegt wird. Gleichzeitig wird die Kippfalle 3 gesperrt, sodass in der in Fig. 2 dargestellten Geschlossenstellung das Schloss 8 die Tür sicher verriegelt.

    [0039] In der Fig. 3 ist das Schloss 8 dargestellt, wobei in der Darstellung der Fig. 3 die Schlossnuss 2 bzw. deren Außennussteil 2a über einen nicht dargestellten Türaußendrücker betätigt ist. Die Riegelelemente 1 und 3 befinden sich in der Darstellung der Figur 3 noch in der Geschlossenstellung. D.h. der Schlossriegel 1 ist zweitourig ausgefahren und die Kippfalle 3 ist gesperrt, d.h. starr geschaltet.

    [0040] In der Fig. 4 ist das Schloss 8 dargestellt, nachdem über die Busschnittstelle 4 ein Öffnungsimpuls von der Steuervorrichtung 41 empfangen wurde. Der Öffnungsimpuls wurde nach Eingabe eines korrekten Zutrittscodes über die Lese- und/oder Eingabevorrichtung 93 erzeugt. In Folge des Öffnungsimpulses hat die Steuervorrichtung 41 den Motor 83 so angesteuert, dass dieser über die Schieberplatte 84 den Schlossriegel 1 in seine Tagstellung, also in die eintourig ausgeschlossene Stellung verfahren hat. Die in der Figur 4 dargestellte Tagstellung umfasst den Schlossriegel 1 in seiner teilweise ausgeschlossenen Position, d.h. der Schlossriegel 1 ragt um etwa 5mm aus dem Schlossgehäuse heraus. Die Kippfalle 3 ist in der Tagstellung immer noch gesperrt, d.h. starr geschaltet.

    [0041] In der Fig. 5 ist die Offenstellung des Schlosses 8 dargestellt. Nach Erreichen der in Fig. 4 dargestellten Tagstellung ist der nicht dargestellte Außendrücker immer noch betätigt. Die Schlossnuss 2 bzw. deren Außennussteil 2a wirkt über den Drückersensor 5 mit der Steuervorrichtung 41 zusammen. Durch den in der Darstellung der Fig. 5 immer noch fortdauernd betätigten Außendrücker wird über den Drückersensor 5 ein zweiter Öffnungsimpuls generiert. Aufgrund des zweiten Öffnungsimpulses steuert die Steuervorrichtung 41 den elektrischen Antriebsmotor 83 zum vollständigen Öffnen des Schlosses 8 an. Daraufhin wird der Schlossriegel 1 vollständig in das Schloss 8 eingefahren und die Kippfalle 3 freigeschaltet.

    [0042] In der Fig. 6 ist eine Detailvergrößerung im Bereich der Schlossnuss 2 mit dem Drückersensor 5 gezeigt. Die Schlossnuss 2 weist eine mit dem Außendrücker der Tür zusammenwirkende Außennuss 2a und eine mit einem Innendrücker der Tür zusammenwirkende Innennuss 2i auf. Die beiden Nussteile, also sowohl die Außennuss 2a als auch die Innennuss 2i, sind auf einer gemeinsamen Drehachse angeordnet. Jedes der beiden Nussteile ist separat ein- und/oder auskuppelbar. In ausgekuppeltem Zustand können die beiden Nussteile 2a und 2i frei gedreht werden. In eingekuppeltem Zustand wird das jeweilige Nussteil so mit der Schlossmechanik verbunden, dass bei Betätigung des zugehörigen Türdrückers die Riegelelemente, also der Schlossriegel 1 und/oder die Kippfalle 3, entsperrt bzw. in das Schlossgehäuse eingezogen werden. Oberhalb der Schlossnuss 2 ist der Drückersensor 5 angeordnet. Der Drückersensor 5 weist zwei fluchtend und mit Abstand zueinander angeordnete Mikroschalter 5a und 5i auf. Der Mikroschalter 5a wirkt mit dem Außennussteil 2a als Außennusssensor 5a zusammen. Der Mikroschalter 5i wirkt mit dem Innennussteil 2i als Innennusssensor 5i zusammen.

    [0043] Zwischen der Schlossnuss 2 und dem Drückersensor 5 ist eine Schaltgabel 51 angeordnet. Die Schaltgabel 51 weist zwei federnde Schaltzungen 51i und 51a auf. Die beiden Schaltzungen sind aus einem Federstahl ausgebildet. Die Schaltzunge 51i wirkt mit der Innennuss 2i und dem Innennusssensor 5i zusammen. Die Schaltzunge 51a wirkt mit der Außennuss 2a und dem Außennusssensor 5a zusammen. Die Schaltzungen 51i und 51a sind an ihrem einen Ende untereinander verbunden. An ihrem gegenüber liegenden Ende kragen beide Schaltzungen 51i und 51a frei zwischen Schlossnuss und Drückersensor aus. Die Schaltzunge 51 ist einstückig ausgebildet und kann beispielsweise als Stanzteil aus einem Federstahl hergestellt werden. Die Schaltzungen 51i bzw. 51a der Schaltgabel 51 übersetzen den Drehweg des jeweiligen Nussteils 2a bzw. 2i derart, dass unabhängig von dem Drehwinkel der Schlossnuss 2 eine Betätigung des entsprechenden Mikroschalters 5a bzw. 51 sichergestellt ist. Dadurch kann einerseits ein frühzeitiges Ansprechen des Nusssensors 5 erreicht werden und andererseits eine andauernde Betätigung der Mikroschalter über den gesamten Drehbereich der Schlossnuss aufrecht erhalten werden.

    [0044] In der Fig. 7 ist eine Detaildarstellung im Bereich des Riegelsensors 85 dargestellt. Der Riegelsensor ist als Mikroschalter ausgebildet, der in dem Schlosskasten 81 gelagert ist. Die Schieberplatte 84 verläuft mit Abstand oberhalb bzw. parallel zu dem Mikroschalter 85. Die Schieberplatte 84 weist zur Betätigung des Mikroschalters 85 eine Schaltfahne 86 auf. Die Schaltfahne 86 ragt in etwa senkrecht von der Oberfläche der Schieberplatte 84 ab und betätigt den Mikroschalter 85. Um ein Verklemmen zu vermeiden, ist die Schaltfahne 86 als Spiralfeder ausgebildet, die bei einer seitliche Belastung ausschwenkt und somit ein Verklemmen der Schieberplatte 84 und damit des Mikroschalters 85 verhindert.

    Bezugszeichenliste



    [0045] 
    1
    Schlossriegel
    2
    Schlossnuss
    2a
    Außennuss
    2i
    Innennuss
    3
    Kippfalle
    31
    Steuerfalle
    4
    Busschnittstelle
    41
    Steuerungsvorrichtung
    5
    Drückersensor
    5a
    Außenkontakt
    5i
    Innenkontakt
    51
    Schaltgabel
    51i
    Innere Schaltzunge
    51a
    Äußere Schaltzunge
    8
    Schloss
    81
    Schlosskasten
    82
    Stulp
    83
    elektrischer Motor
    84
    Schieberplatte
    85
    Riegelkontakt
    86
    Schaltfahne
    9
    Sicherungsvorrichtung
    91
    Tür
    91r
    Rahmen
    92
    Türflügel
    92a
    Türband
    92b
    Türband
    93
    Lese- und/oder Eingabevorrichtung
    94
    Türdrücker
    95
    Türantrieb



    Ansprüche

    1. Sicherungsvorrichtung zum Sichern einer Tür (91) oder eines Fensters in einem Gebäude, umfassend ein Schloss (8), vorzugsweise ein Panikschloss, und eine Steuerungsvorrichtung (41), die mit dem Schloss (8) elektrisch verbunden ist und eine mit der Steuerungsvorrichtung (41) verbundene Lese- und/oder Eingabevorrichtung (93) zum Erzeugen eines Öffnungsimpulses aufweist,
    wobei das Schloss (8) einen Schlossriegel (1), eine Schlossfalle (3), eine mit einem Türdrücker (94) verbindbare Schlossnuss (2) und einen Antriebsmotor (83) zum Betätigen des Schlossriegels (1) und/oder der Schlossfalle (3) umfasst,
    und wobei die Schlossnuss (2) als geteilte Nuss mit einer mit einem Innendrücker verbundenen oder verbindbaren Innennuss (2i) und einer aus- und einkuppelbaren,
    mit einem Außendrücker verbindbaren Außennuss (2a) ausgebildet ist und mit einem mit der Steuervorrichtung (41) verbundenen Drückersensor (5) zur Detektion einer Türdrückerbetätigung zusammenwirkt, dadurch gekennzeichnet,
    dass der Schlossriegel (1) und/oder die Schlossfalle (3) zwischen einer Offenstellung und einer Tagstellung und einer Geschlossenstellung betätigbar sind, und dass der Drückersensor (5) einen mit der Außennuss (2a) zusammenwirkenden Außensensor (5a) aufweist und
    die Steuerungsvorrichtung (41) so ausgebildet ist, dass sie in Geschlossenstellung und
    bei abgekuppelter Außennuss (2a) über den Antriebsmotor den Schlossriegel (1) nach Empfang eines Öffnungsimpulses zunächst in die Tagstellung verbringt und anschließend den Antriebsmotor (83) zum Verbringen des Schlossriegels (1) und/oder der Schlossfalle (3) in die Offenstellung ansteuert, wenn nach Erreichen der Tagstellung der Außensensor (5a) eine Betätigung des Außendrückers detektiert, oder der
    Außensensor (5a) detektiert dass eine Betätigung des Außendrückers fortbesteht.
     
    2. Sicherungsvorrichtung nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das Schloss (8) eine von dem Antriebsmotor (83) angetriebene Schieberplatte (84) aufweist, die mit dem Schlossriegel (1) verbunden ist und diesen zwischen der Offenstellung und der Tagstellung und der Geschlossenstellung verfährt.
     
    3. Sicherungsvorrichtung nach Anspruch 2,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Schieberplatte (84) mit der Schlossfalle (3) oder einer Fallensperrvorrichtung verbunden ist und diese betätigt, um die Schlossfalle (3) zwischen der Offenstellung und der Tagstellung und der Geschlossenstellung zu schalten oder zu betätigen.
     
    4. Sicherungsvorrichtung nach Anspruch 2 oder 3,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das Schloss (8) einen mit der Steuerungsvorrichtung (41) verbundenen Riegelsensor (85) zum Detektieren einer Riegelposition aufweist und die Schieberplatte (84) eine mit dem Riegelsensor (85) zusammenwirkende Schaltfahne (86) aufweist.
     
    5. Sicherungsvorrichtung nach Anspruch 4,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass der Riegelsensor (85) als Mikroschalter ausgebildet ist und die Schaltfahne (86) sich senkrecht zur Oberfläche der Schieberplatte (84) erstreckt und als Feder ausgebildet ist oder einen federnden Abschnitt aufweist, vorzugsweise dass die Schaltfahne (86) als Blattfeder oder Schraubenfeder ausgebildet ist.
     
    6. Sicherungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass der Drückersensor (5) zwei Mikroschalter aufweist, wobei der erste Mikroschalter als Innensensor (5i) mit der Innennuss (2i) und der zweite Mikroschalter als Außensensor (5a) mit der Außennuss (2a) zusammenwirkt.
     
    7. Sicherungsvorrichtung nach Anspruch 6,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass der Drückersensor (5) eine zwischen den Mikroschaltern (5a, 5i) und der Schlossnuss (2) angeordnete Schaltgabel (51) mit zwei federnden Schaltzungen (51a, 51i) aufweist.
     
    8. Sicherungsvorrichtung nach Anspruch 7,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die beiden federnden Schaltzungen (51a, 51i) an ihrem einen Ende miteinander verbunden sind und an ihrem anderen Ende frei zwischen Mikroschalter (5a, 5i) und Schlossnuss (2) auskragen.
     
    9. Sicherungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass das Schloss (8) eine Busschnittstelle (4) aufweist und die Steuerungsvorrichtung (41) und/oder die Lese- und/oder Eingabevorrichtung (93) über die Busschnittstelle (4) angeschlossen sind.
     
    10. Sicherungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Sicherungsvorrichtung einen über einen Antrieb (95) öffenbaren Flügel (92) einer Tür (91) oder eines Fensters umfasst und die Steuerungsvorrichtung (41) den Antrieb zum Öffnen des Flügels (92) ansteuert, nachdem das Schloss (8) in Offenstellung ist.
     
    11. Verfahren zum Steuern des Zutritts an einer Tür (91) oder einem Fenster mit einem Schloss (8), vorzugsweise einem Panikschloss, wobei das Schloss (8) einen Schlossriegel (1), eine Schlossfalle (3), eine mit einem Türdrücker (94) verbindbare Schlossnuss (2) und einen Antriebsmotor (83) zum Betätigen des Schlossriegels (1) und/oder der Schlossfalle (3) aufweist,
    wobei die Schlossnuss (2) als geteilte Nuss mit einer mit einem Innendrücker verbindbaren Innennuss (2i) und einer ein- und auskuppelbaren, mit einem Außendrücker verbindbaren Außennuss (2a) ausgebildet ist und mit einem mit der Steuervorrichtung (41) verbundenen Drückersensor (5) zur Detektion einer Türdrückerbetätigung zusammenwirkt,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass der Schlossriegel (1) und/oder die Schlossfalle (3) zwischen einer Offenstellung und einer Tagstellung und einer Geschlossenstellung betätigt wird, und dass bei abgekuppelter Außennuss (2a) ein Öffnen des verriegelten Schlosses (8) erfolgt, indem in einem ersten Schritt anhand einer korrekten Zutrittsberechtigung zunächst ein erster Öffnungsimpuls erzeugt wird, um den Schlossriegel (1) über den Antriebsmotor (83) aus der Geschlossenstellung in die Tagstellung zu verbringen und dass in einem zweiten Schritt bei einer Betätigung des Außendrückers über den Drückersensor (5) ein zweiter Öffnungsimpuls erzeugt wird, um den Schlossriegel (1) und/oder die Falle motorisch in Offenstellung zu verbringen.
     
    12. Verfahren nach Anspruch 11,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Zutrittsberechtigung über einen berührungslosen Transponder und/oder die Eingabe eines Zutrittscodes und/oder das Auslesen eines Datenträgers erzeugt wird, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, dass das Schloss (8) eine Steuerungsvorrichtung (41) aufweist, die mit dem Schloss (8) elektrisch verbunden ist und eine mit der Steuerungsvorrichtung (41) verbundene Lese- und/oder Eingabevorrichtung (93) zum Erzeugen des ersten Öffnungsimpulses aufweist.
     
    13. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass in dem zweiten Schritt der zweite Öffnungsimpuls über einen Außensensor (5a) des Drückersensors (5) erzeugt oder generiert wird, der mit der Außennuss (2a) zum Detektieren einer Drückerbewegung zusammenwirkt, wobei vorzugsweise vorgesehen ist,
    dass in dem zweiten Schritt der zweite Öffnungsimpuls unabhängig davon erzeugt wird, ob der Außendrücker bereits vor Erreichen der Tagstellung gedrückt war oder erst nach Erreichen der Tagstellung gedrückt wird.
     
    14. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass in einem dritten Schritt nach Erreichen der Offenstellung ein Türantrieb (95) zum Öffnen der Tür (91) und/oder des Fensters, insbesondere zum Verbringen eines Türflügels (92) oder eines Fensterflügels in eine geöffnete Stellung angesteuert wird.
     
    15. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14,
    dadurch gekennzeichnet,
    dass die Steuerungsvorrichtung in Geschlossenstellung und bei abgekuppelter Außennuss (2a) über den Antriebsmotor den Schlossriegel (1) nach Empfang eines Öffnungsimpulses zunächst in die Tagstellung verbringt und anschließend den Antriebsmotor (83) zum Verbringen des Schlossriegels (1) und/oder der Schlossfalle (3) in die Offenstellung ansteuert, wenn nach Erreichen der Tagstellung der Außensensor (5a) eine Betätigung des Außendrückers detektiert, oder der Außensensor (5a) detektiert dass eine Betätigung des Außendrückers fortbesteht.
     


    Claims

    1. Securing device for securing a door (91) or a window in a building, comprising a lock (8), preferably a panic lock, and a control device (41), which is electrically connected to the lock (8) and has a reading and/or input device (93) connected to the control device (41) for generating an opening impulse,
    wherein the lock (8) comprises a lock bolt (1), a lock latch (3), a lock follower (2) that can be connected to a door handle (94), and a drive motor (83) for actuating the lock bolt (1) and/or the lock latch (3),
    and wherein the lock follower (2) is formed as a split follower having an inner follower (2i) that is connected or connectable to an inner handle and an outer follower (2a) that is couplable and decouplable and is connectable to an outer handle, and the lock follower interacts with a handle sensor (5) connected to the control device (41) for detecting a door handle actuation, characterised in that
    the lock bolt (1) and/or the lock latch (3) can be actuated between an open position and a day position and a closed position, and the handle sensor (5) has an outer sensor (5a) that interacts with the outer follower (2a), and the control device (41) is formed in such a way that, in the closed position and when the outer follower (2a) is decoupled, it firstly brings the lock bolt (1) into the day position via the drive motor after receiving an opening impulse and then controls the drive motor (83) for bringing the lock bolt (1) and/or the lock latch (3) into the open position when, after reaching the day position, the outer sensor (5a) detects an actuation of the outer handle, or the outer sensor (5a) detects that an actuation of the outer handle continues.
     
    2. Securing device according to claim 1,
    characterised in that
    the lock (8) has a slide plate (84) driven by the drive motor (83), said plate being connected to the lock bolt (1) and moves it between the open position and the day position and the closed position.
     
    3. Securing device according to claim 2,
    characterised in that
    the slide plate (84) is connected to the lock latch (3) or a latch blocking device and actuates it in order to switch or to actuate the lock latch (3) between the open position and the day position and the closed position.
     
    4. Securing device according to claim 2 or 3,
    characterised in that
    the lock (8) has a bolt sensor (85) connected to the control device (41) for detecting a bolt position, and the slide plate (84) has a switching lug (86) interacting with the bolt sensor (85).
     
    5. Securing device according to claim 4,
    characterised in that
    the bolt sensor (85) is formed as a micro-switch, and the switching lug (86) extends perpendicularly to the surface of the sliding plate (84) and is formed as a spring or has a resilient section, the switching lug (86) is preferably formed as a leaf spring or coil spring.
     
    6. Securing device according to one of the preceding claims,
    characterised in that
    the handle sensor (5) has two micro-switches, wherein the first micro-switch interacts with the inner follower (2i) as the inner sensor (5i), and the second micro-switch interacts with the outer follower (2a) as the outer sensor (5a).
     
    7. Securing device according to claim 6,
    characterised in that
    the handle sensor (5) has a selector fork (51) which is arranged between the micro-switches (5a, 5i) and the lock follower (2) and which has two spring switching tongues (51a, 51i).
     
    8. Securing device according to claim 7,
    characterised in that
    the two spring switching tongues (51a, 51i) are connected to each other on their one end and, on their other end, protrude freely between the micro-switches (5a, 5i) and the lock follower (2).
     
    9. Securing device according to one of the preceding claims,
    characterised in that
    the lock (8) has a bus interface (4), and the control device (41) and/or the reading and/or input device (93) are connected via the bus interface (4).
     
    10. Securing device according to one of the preceding claims,
    characterised in that
    the securing device comprises a leaf (92) of a door (91) or a window, said leaf being able to be opened by a drive (95), and the control device (41) controls the drive for opening the wing (92) after the lock (8) is in the open position.
     
    11. Method for controlling access at a door (91) or a window having a lock (8), preferably a panic lock, wherein the lock (8) has a lock bolt (1), a lock latch (3), a lock follower (2) that is connectable to a door handle (94) and a drive motor (83) for actuating the lock bolt (1) and/or the lock latch (3);
    wherein the lock follower (2) is formed as a split follower having an inner follower (2i) that is connectable to an inner handle and an outer follower (2a) that is couplable or decouplable and is connectable to an outer handle, and the lock follower interacts with a handle sensor (5) connected to the control device (41) for detecting a door handle actuation,
    characterised in that
    the lock bolt (1) and/or the lock latch (3) are actuated between an open position and a day position and a closed position, and, when the outer follower (2a) is decoupled, an opening of the bolted lock (8) takes place by, in a first step, firstly an opening impulse being generated on the basis of a correct access authorisation in order to bring the lock bolt (1) out of the closed position into the day position via the drive motor (83), and, in a second step, in the event of an actuation of the outer handle, a second opening impulse is generated via the handle sensor (5) in order to motorically bring the lock bolt (1) and/or the latch into the open position.
     
    12. Method according to claim 11,
    characterised in that
    the access authorisation is generated via a contactless transponder and/or the input of an access code and/or the reading out of a data carrier, wherein it is preferably provided that the lock (8) has a control device (41), which is electrically connected to the lock (8) and has a reading and/or input device (93) connected to the control device (41) for generating the first opening impulse.
     
    13. Method according to claim 11 or 12,
    characterised in that,
    in the second step, the second opening impulse is produced or generated via an outer sensor (5a) of the handle sensor (5), which interacts with the outer follower (2a) for detecting a handle movement, wherein it is preferably provided that,
    in the second step, the second opening impulse is generated independently of whether the outer handle was already pressed before reaching the day position or is pressed only after reaching the day position.
     
    14. Method according to one of claims 11 to 13,
    characterised in that,
    in a third step, after reaching the open position, a door drive (95) is controlled for opening the door (91) and/or the window, in particular for bringing a door leaf (92) or a window leaf into an open position.
     
    15. Method according to one of claims 12 to 14,
    characterised in that
    the control device in the closed position and with a decoupled outer follower (2a) brings the lock bolt (1) firstly into the day position via the drive motor after receiving an opening impulse and then controls the drive motor (83) to bring the lock bolt (1) and/or the lock latch (3) into the open position when the outer sensor (5a) detects an actuation of the outer handle after reaching the day position or the outer sensor (5a) detects that an actuation of the outer handle continues.
     


    Revendications

    1. Dispositif de sécurisation pour la sécurisation d'une porte (91) ou d'une fenêtre dans un bâtiment, comprenant une serrure (8), de préférence une serrure anti-panique, et un dispositif de commande (41), qui est relié électriquement avec la serrure (8), et un dispositif de lecture et/ou d'entrée (93), relié avec le dispositif de commande (41), pour la génération d'une impulsion d'ouverture,
    dans lequel la serrure (8) comprend un pêne dormant (1), un pêne demi-tour (3), un fouillot (2), pouvant être relié avec une poignée de porte (94), et un moteur d'entraînement (83) pour l'actionnement du pêne dormant (1) et/ou du pêne demi-tour (3),
    et dans lequel le fouillot (2) est conçu comme un fouillot divisé avec un fouillot interne (2i) relié ou pouvant être relié avec une poignée interne et un fouillot externe (2a), pouvant être couplé et découplé, et pouvant être relié avec une poignée externe, et qui interagit avec un capteur de poignée (5), relié avec le dispositif de commande (41), pour la détection d'un actionnement de porte, caractérisé en ce que
    le pêne dormant (1) et/ou le pêne demi-tour (3) peuvent être actionnés entre une position ouverte et une position de jour et une position fermée, et en ce que le capteur de poignée (5) comprend un capteur externe (5a) interagissant avec le fouillot externe (2a) et le dispositif de commande (41) est conçu de façon à amener, dans la position fermée et lorsque le fouillot externe (2a) est découplé, par l'intermédiaire du moteur d'entraînement, le pêne dormant (1), après la réception d'une impulsion d'ouverture, d'abord dans la position de jour puis à contrôler le moteur d'entraînement (83) afin d'amener le pêne dormant (1) et/ou le pêne demi-tour (3) dans la position ouverture lorsque, une fois la position de jour atteinte, le capteur externe (5a) détecte un actionnement de la poignée externe ou le capteur externe (5a) détecte qu'un actionnement de la poignée externe persiste.
     
    2. Dispositif de sécurisation selon la revendication 1,
    caractérisé en ce que
    la serrure (8) comprend une plaque coulissante (84) entraînée par le moteur d'entraînement (83), qui est reliée avec le pêne dormant (1) et qui déplace celui-ci entre la position ouverte et la position de jour et la position fermée.
     
    3. Dispositif de sécurisation selon la revendication 2,
    caractérisé en ce que
    la plaque coulissante (84) est reliée avec le pêne demi-tour (3) ou un dispositif de blocage du pêne demi-tour et actionne celui-ci, afin de commuter ou d'actionner le pêne demi-tour (3) entre la position ouverte et la position de jour et la position fermée.
     
    4. Dispositif de sécurisation selon la revendication 2 ou 3,
    caractérisé en ce que
    la serrure (8) comprend un capteur de pêne dormant (85), relié avec le dispositif de commande (41), pour la détection d'une position du pêne dormant et la plaque coulissante (84) comprend un drapeau de commutation (86) interagissant avec le capteur de pêne dormant (85).
     
    5. Dispositif de sécurisation selon la revendication 4,
    caractérisé en ce que
    le capteur de pêne dormant (85) est conçu comme un micro-commutateur et le drapeau de commutation (86) s'étend perpendiculairement à la surface de la plaque coulissante (84) et est conçu comme un ressort ou comprend une portion élastique, de préférence en ce que le drapeau de commutation (86) est conçu comme un ressort à lames ou un ressort hélicoïdal.
     
    6. Dispositif de sécurisation selon l'une des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    le capteur de poignée (5) comprend deux micro-commutateurs, dans lequel le premier micro-commutateur interagit, en tant que capteur interne (5i), avec le fouillot interne (2i) et le deuxième micro-commutateur interagit, en tant que capteur externe (5a), avec le fouillot externe (2a).
     
    7. Dispositif de sécurisation selon la revendication 6,
    caractérisé en ce que
    le capteur de poignée (5) comprend une fourche de commutation (51) disposée entre les micro-commutateurs (5a, 5i) et le fouillot (2), avec deux languettes élastiques de commutation (51a, 51i).
     
    8. Dispositif de sécurisation selon la revendication 7,
    caractérisé en ce que
    les deux languettes élastiques de commutation (51a, 51i) sont reliées entre elles à une de leurs extrémités et dépassent librement, à l'autre extrémité, entre les micro-commutateurs (5a, 5i) et le fouillot (2).
     
    9. Dispositif de sécurisation selon l'une des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    la serrure (8) comprend une interface de bus (4) et le dispositif de commande (41) et/ou le dispositif de lecture et d'entrée (93) sont reliés par l'intermédiaire de l'interface de bus (4).
     
    10. Dispositif de sécurisation selon l'une des revendications précédentes,
    caractérisé en ce que
    le dispositif de sécurisation comprend un battant (92) de porte (91) ou de fenêtre pouvant être ouvert par l'intermédiaire d'un entraînement (95) et le dispositif de commande (41) contrôle l'entraînement d'ouverture du battant (92) lorsque la serrure (8) est dans la position ouverte.
     
    11. Procédé de contrôle de l'accès à une porte (91) ou une fenêtre avec une serrure (8), de préférence une serrure anti-panique, la serrure (8) comprenant un pêne dormant (1), un pêne demi-tour (3), un fouillot (2), pouvant être relié avec une poignée de porte (94), et un moteur d'entraînement (83) pour l'actionnement du pêne dormant (1) et/ou du pêne demi-tour (3),
    dans lequel le fouillot (2) est conçu comme un fouillot divisé avec un fouillot interne (2i) pouvant être relié avec une poignée interne et un fouillot externe (2a), pouvant être couplé et découplé, et pouvant être relié avec une poignée externe, et qui interagit avec un capteur de poignée (5), relié avec le dispositif de commande (41), pour la détection d'un actionnement de porte,
    caractérisé en ce que
    le pêne dormant (1) et/ou le pêne demi-tour (3) sont actionnés entre une position ouverte et une position de jour et une position fermée, et en ce que, lorsque le fouillot externe (2a) est découplé, une ouverture de la serrure (8) verrouillée a lieu, grâce au fait que, dans une première étape, une première impulsion d'ouverture est d'abord générée à l'aide d'une autorisation d'accès correcte, afin d'amener le pêne dormant (7), par l'intermédiaire du moteur d'entraînement (83), de la position fermée vers la position de jour et en ce que, dans une deuxième étape, lors d'un actionnement de la poignée externe, par l'intermédiaire du capteur de porte (5), une deuxième impulsion d'ouverture est générée, afin d'amener le pêne dormant (1) et/ou le pêne demi-tour de manière motorisée dans la position d'ouverture.
     
    12. Procédé selon la revendication 11,
    caractérisé en ce que
    l'autorisation d'accès est générée par l'intermédiaire d'un transpondeur sans contact et/ou d'une entrée d'un code d'accès et/ou de la lecture d'un support de données, moyennant quoi, il est prévu, de préférence, que la serrure (8) comprenne un dispositif de commande (41) qui est relié électriquement avec la serrure (8) et comprenne un dispositif de lecture et/ou d'entrée (93), relié avec le dispositif de commande (41), pour la génération de la première impulsion d'ouverture.
     
    13. Procédé selon la revendication 11 ou 12,
    caractérisé en ce que
    dans la deuxième étape, la deuxième impulsion d'ouverture est produite ou générée par l'intermédiaire d'un capteur externe (5a) du capteur de poignée (5), qui interagit avec le fouillot externe (2a) pour la détection d'un mouvement de la poignée,
    dans lequel il est prévu, de préférence, que, dans la deuxième étape, la deuxième impulsion soit générée indépendamment de cela, que la poignée externe soit actionnée avant que la position de jour soit atteinte ou ne soit actionnée qu'une fois la position de jour atteinte.
     
    14. Procédé selon l'une des revendications 11 à 13,
    caractérisé en ce que
    dans une troisième étape, une fois la position ouverte atteinte, un entraînement de porte (95) est contrôlé pour l'ouverture de la porte (91) et/ou de la fenêtre, plus particulièrement afin d'amener un battant de porte (92) ou un battant de fenêtre dans une position ouverte.
     
    15. Procédé selon l'une des revendications 12 à 14,
    caractérisé en ce que
    le dispositif de commande, dans la position fermée et lorsque le fouillot externe (2a) est découplé, amène, par l'intermédiaire du moteur d'entraînement, le pêne dormant (1), après la réception d'une impulsion d'ouverture, d'abord dans la position de jour puis contrôle le moteur d'entraînement (83) afin d'amener le pêne dormant (1) et/ou le pêne demi-tour (3) dans la position ouverte lorsque, une fois la position de jour atteinte, le capteur externe (5a) détecte un actionnement de la poignée externe ou le capteur externe (5a) détecte qu'un actionnement de la poignée externe persiste.
     




    Zeichnung




















    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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