[0001] Die Erfindung betrifft ein Torblatt eines Sektional- oder Kipptores, das in seitlichen
Führungsschienen, die einen im Wesentlichen vertikalen Ab-schnitt und einen im Wesentlichen
horizontalen Abschnitt mit dazwischen verbindenden Bogenabschnitten aufweisen, ortsveränderbar
ist, und dass im Bereich mindestens einen der im Wesentlichen horizontalen Abschnitte
der Führungsschienen eine Endlagendämpfungseinrichtung vorhanden ist.
[0002] Durch die
DE 75 40 330 U1 ist eine Bremseinrichtung für Schwingtore bekannt geworden, bei dem das Schwingtor
am oberen Anschlag weich bremst und in dieser Position gehalten wird. Das Abbremsen
wird dabei durch einen Endschlag in Verbindung mit einer Blattfeder, deren wirksame
Federkraft durch eine Schraube einstellbar ist, erzielt.
[0003] Ein Dämpfungsglied, das am freien Ende eines Gurtes in einer oder zwei Fangeinrichtungen
befestigt ist, gibt die
DE 32 06 813 C1 wieder.
[0004] In der
DE 20 2005 006 255 U1 wird ein Schwingtor beschrieben, das am freien Ende jeder Laufschiene eine Kraftspeichereinrichtung
in Form eines Federpuffers aufweist. In analoger Weise ist ein solcher gefederter
Puffer auch der
LU 90 915 A1 entnehmbar.
[0005] Endlagendämpfungseinrichtungen sind bei Toren hinlänglich bekannt. Sie sind dabei
als Druckfedern ausgebildet, um so bei einem in die Endlage der Öffnungsposition hineinfahrenden
Torblatt eine Dämpfung beim Aufprall ausführen zu können. Eine derartige Dämpfungseinrichtung
schützt somit das Torblatt und die Führungsschienen vor Beschädigungen. Durch den
Gebrauch von Druckfedern, die auf einem Rohr oder einer Stange geführt sind, entsteht
durch diese Konstruktionsart eine unzumutbare Geräuschbelästigung.
[0006] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine mechanisch arbeitende Endlagendämpfung
für ein Torblatt, eines Überkopftores als Sektional- oder Kipptores ausgebildet, zu
schaffen, die einfach herstellbar und für unterschiedliche Torgrößen und verschiedenen
Antriebsarten verwendbar ist und darüber hinaus weitestgehend eine Geräuscherzeugung
während des Betriebes unterbindet.
[0007] Gelöst wird die Aufgabe der Erfindung durch die Merkmale des Anspruches 1. Die Unteransprüche
geben dabei eine weitere Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Gedankens wieder.
[0008] Endlagendämpfungseinrichtungen sind, bei Toren, die durch einen Antrieb automatisiert
sind, grundsätzlich dazu da, dass die durch das Anfahren des Torblattes vorhandene
kinetische Energie eliminiert wird. Würde dieses nicht durchgeführt, so könnte es
während der Öffnungsphase des Torblattes, beispielsweise bei einem harten Anschlag,
zu einer Beschädigung der Öffnungsmechanik kommen.
[0009] Bei manuell betriebenen Toren wird das Torblatt von Hand geöffnet und in seine Öffnungsstellung
geschoben. Bei einem solchen Tor wird die Endlagendämpfungseinrichtung quasi als Anschlag
verwendet und bildet eine Sicherung des Torblattes in seiner Offenstellung. Natürlich
kann bei dieser Anwendung die Endlagendämpfungseinrichtung mit seiner Dämpfungvorrichtung
das Torblatt aus seiner Öffnungsstellung herausgebracht werden, es findet jedoch keine
Speicherung der Anfahrkräfte statt.
[0010] Die vorliegende Erfindung ist für beide Verwendungen einsatzfähig. Bei der nachfolgenden
Beschreibung wird jedoch die automatisierte Ausbildung beschrieben.
[0011] Es wird eine Endlagendämpfungseinrichtung nach der Erfindung eingesetzt, die eine
Vorrichtung enthält, die ein Dämpfungselement aufweist, dessen Bauform beim Auftreffen
des sich öffnenden Torblattes nicht wie im Stand der Technik verkleinert sondern vergrößert
wird. Geeignet dafür sind Zugfedern oder dergleichen, die beim Auftreffen des Torblattes
die enthaltene kinetische Energie durch eine Vergrößerung ihrer Längener-streckung
eliminieren und auch gleichzeitig speichern können. Durch die Verwendung von Zugfedern
wird der Dämpfungsweg nicht so eingeschränkt wie bei Druckfedern, denn Druckfedern
haben nur eine begrenzte Dämpfungsstrecke, weil der Federweg durch die gegeneinander
stoßenden Windungen blockiert werden, in einem solchen Falle ist keine Dämpfungswirkung
mehr gegeben.
[0012] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist es jedoch auch möglich, dass die
Längenerstreckung der Endlagendämpfungseinrichtung verkleinert wird, ohne Verwendung
einer Druckfeder nach dem Stand der Technik. Diese beiden unterschiedlichen Lösungsansätze
können auf verschiedenste Art und Weise realisiert werden. Ein Bauteil, welches durch
Belastung in seiner Längenerstreckung vergrößert wird, ist beispielweise ein Zugfederelement
oder ein Stoßabsorber. Ein derartiges Zugfederelement nimmt beim Auftreffen des Torblattes
auf die Vorrichtung zur Endlagendämpfung die in dem bewegten Torblatt enthaltene kinetische
Energie auf und speichert diese gleichzeitig.
[0013] Die Dämpfungseinrichtung wird neben der vorbeschriebenen Verwendung auch dazu benutzt,
um als Anfahrhilfe beim Schließvorgang des Torblattes aus der Öffnungsposition eine
Unterstützung in Form einer Anfahrhilfe auszuüben. Die innerhalb des Dämpfungselementes
beim Öffnungsvorgang aufgenommene kinetische Energie des Torblattes wird nach Beendigung
des Öffnungsvorganges in den Dämpfungseinrichtungen als statische Energie gespeichert.
Dieses ist möglich, weil der Antrieb des Torblattes eine Blockierung des Torblattes
in der Öffnungsstellung bewirkt. Bei der Einleitung des Schließvorganges wird diese
Blockierung aufgehoben und gleichzeitig gibt die mindestens eine Dämpfungseinrichtung
die zuvor gespeicherte Energie frei, indem eine Anschubhilfe auf das Torblatt erzeugt
wird. Die Dämpfungseinrichtung drückt dabei gegen das obere Ende des Torblattes und
schiebt dieses, unter Zuhilfenahme des Antriebes, aus der Parkposition heraus. Danach
nimmt die Dämpfungseinrichtung wieder ihre Grundposition ein und kann bei dem nächsten
Öffnungsvorgang wieder die kinetische Energie des anfahrenden Torblattes speichern.
Da die Torgrößen unterschiedlich groß ausfallen, ist es bei der erfindungsgemäßen
Dämpfungseinrichtung möglich, die verwendeten Vorrichtungen der Energiespeicher einfach
auszutauschen, um so eine einfache Anpassung an die unterschiedlichsten Torgrößen
durchführen zu können. Dabei bleibt das Gehäuse der Dämpfungseinrichtung stets gleich
erhalten.
[0014] Bei der erfindungsgemäßen Endlagendämpfungseinrichtung kann je nach Größe des zu
bewegenden Torblattes die Federkennlinie der Torgröße angepasst werden. Dabei ist
es auch möglich, dass Zugfederelemente als Duplexfederelemente mit zwei ineinander
angeordneten Zugfedern verwendet werden.
[0015] In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist es auch möglich, mechanische Stoßabsorber
einzusetzen. Des Weiteren kann die Endlagendämpfungseinrichtung auch ein elastisches
Polymerelement beinhalten.
[0016] Die vorbeschriebenen verschiedenen Vorrichtungen zur Endlagendämpfung sind vorzugsweise
innerhalb eines Gehäuses untergebracht. Diese Vorrichtungen können ohne Probleme eine
translatorische Bewegung beim Auftreffen des Torblattendes ausführen und sich anschließend
wieder beim Zurückgehen des Torblattes in ihre Grundstellung entspannen. Ein geeignetes
Gehäuse kann rund, quadratisch oder rechteckig sein, je nach Verwendung des Dämpfungselementes.
[0017] Während die im Stand der Technik bekannten Dämpfungseinrichtungen einen vor Kopf
angeordneten Anschlag aufweisen, geht auch hier die Erfindung einen anderen Weg. Dafür
weist das Gehäuse in seiner Längsrichtung einen offnen Durchtritt auf. Aus dem Durchtritt
ragt ein Anschlag heraus, der mit der Vorrichtung verbunden ist. Ein derartiger Anschlag
wird vorzugsweise aus einem Hartgummimaterial oder einem anderen geeigneten Material
an der Auftrittsfläche des Torblattes ausgebildet.
[0018] Durch diese Gestaltung der Endlagendämpfungseinrichtung ist es möglich, diese seitlich
an den im Wesentlichen horizontal verlaufenden Ab-schnitten der Führungsschienen durch
Befestigungsbügel anzubringen. Dieses hat insbesondere den Vorteil, dass abhängig
von unterschiedlichsten Torgrößen auch die Endlagendämpfungseinrichtung passgenau
platziert werden kann. Ferner ist durch die gewählte Konstruktionsart ein leichtes
Auswechseln bzw. ein Nachrüsten möglich. Dieses ist bei bekannten Federpuffern nicht
möglich, da diese an Quertraversen zwischen den horizontalen Abschnitten der Führungsschienen
angebracht sind.
[0019] In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Vorrichtung mit dem Dämpfungselement
endseitig Befestigungen auf. In dem Gehäuse sind durch ein Schutzrohr miteinander
verbundene Führungsstücke vorhanden. An dem Schutzrohr ist gleichzeitig seitlich der
aus dem Gehäuse herausragende Anschlag angebracht. Dabei wird das Zugfederelement
von dem Schutzrohr in der Parkposition im Wesentlichen umhüllt. Das Zugfederelement
ist in einem der Führungsstücke, neben der stationären Befestigung, befestigt.
[0020] Um bei dieser erfindungsgemäßen Ausführungsform Geräuschentwick-Iungen zu unterbinden,
kann das Gehäuse innen oder außen mit einem Dämpfungsmaterial zur Körperschallreduzierung
ausgebildet sein. Eben-falls kann das Schutzrohr auch mit derartigen Materialien,
beispielsweise einem Kunststoffrohr, innen ausgekleidet werden.
[0021] Bei der erfindungsgemäßen Dämpfungseinrichtung kann stets unter Verwendung des gleichen
Gehäuses die Endausbildung unterschiedlich gestaltet werden. In einer ersten bevorzugten
Ausführungsform bietet der Verschluss des Gehäuses endseitig die Möglichkeit, gleichzeitig
über die Halterungen zur Befestigung an einer Führungsschiene auch die Befestigung
eines Endes des Zugfederelementes auszuführen. Da beide Enden mit ihren Befestigungen
gleich ausgebildet sind, ist es möglich, dass eine derartige Endlagendämpfungseinrichtung
sowohl auf der rechten als auch auf der linken Seite bei Führungsschienenmontagen
mit den gleichen Bauelementen verwendet werden kann.
[0022] Um die Universalität der Endlagendämpfungseinrichtung noch weiter zu steigern ist
es möglich, dass das Gehäuse mit eigenen Abschlussstücken ausgestattet wird. Bei dieser
Ausführung wird das Zugfederelement über einem der Abschlussstücke befestigt. Hier
ist es gleichzeitig möglich, dass auch zur Körperschalldämmung die Befestigung nicht
direkt über den metallischen Abschlusstücken auszuführen, sondern unter Zwischenschaltung
eines Gummielementes, um so eine Entkopplung der entstehenden Geräusche bei der Betätigung
der Endlagendämpfungseinrichtung zu unterbinden. Bei dieser Ausführungsform kann das
Gehäuse, einschließlich der Vorrichtung zur Endlagendämpfung, gut bevorratet werden
und somit auch mit unterschiedlichsten Dämpfungsmitteln, sowie deren unterschiedlichen
Stärken, ausgestattet werden. Auch diese Ausführungsform wird durch gleiche Befestigungsmittel
an der Führungsschiene oder dergleichen befestigt. Es versteht sich, dass diese Ausführung
ebenfalls für linke und rechte Anwendungen einsetzbar ist.
[0023] Die zuvor beschriebenen, unterschiedlichen Ausführungen von Endlagendämpfungseinrichtungen
mit einer Vorrichtung, die als Zugfederelement oder gleichwertig ausgebildet ist,
kann eine Verwendung bei Überkopftoren, wie Sektionaltoren und Kipptoren, sowohl in
manueller oder automatisierter Ausführung finden.
[0024] Weitere Vorteile, Merkmale und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung in Verbindung mit den in den Zeichnungen
dargestellten Ausführungsbeispielen.
[0025] In der Beschreibung, in den Ansprüchen und in der Zeichnung werden die in der unten
aufgeführten Liste der Bezugszeichen verwendeten Begriffe und zugeordneten Bezugszeichen
verwendet. In der Zeichnung bedeutet:
- Fig. 1
- Eine perspektivische Darstellung einer ersten bevorzugten Ausführung einer Endlagendämpfungseinrichtung;
- Fig. 2
- wie Figur 1, jedoch in einer rückseitigen Betrachtung;
- Fig. 3
- ein Gehäuse für eine Endlagendämpfungseinrichtung;
- Fig. 4
- einen Teilausschnitt einer Befestigungsmöglichkeit eines Zugfederelementes;
- Fig. 5
- einen weiteren Teilausschnitt nach Figur 4;
- Fig. 6
- eine perspektivische Darstellung der innerhalb der Dämpfungseinrichtung vorhandenen
Vorrichtung;
- Fig. 7
- wie Figur 6, jedoch in einer rückseitigen Betrachtungsperspektive;
- Fig. 8
- eine perspektivische Darstellung einer zweiten bevorzugten Ausführung der Endlagendämpfungseinrichtung;
- Fig. 9
- wie Figur 8, jedoch in einer Teilansicht mit Befestigung des Zugfederelementes;
- Fig. 10
- wie Figur 9; jedoch unter Fortlassung der Befestigung;
- Fig. 11
- wie Figur 10, jedoch in einer Schnittdarstellung und
- Fig. 12
- die Ausführungsform nach Figur 8 in einer Explosionsdarstellung.
[0026] In der Figur 1 wird eine erste bevorzugte Ausführung einer Endlagendämpfungseinrichtung
1 in einer perspektivischen Darstellung wiedergegeben. Innerhalb eines Gehäuses 2,
das endseitig durch Verschlüsse 3, 4, verschlossen ist, ist eine Vorrichtung enthalten,
die zur Endlagendämpfung eines bewegten Torblattes eingesetzt wird. Beim Auftreffen
auf einen auswärts des Gehäuses befindlichen Anschlag wird die in dem bewegten Torblatt
vorhandene kinetische Energie aufgenommen und gespeichert. Während die Abschlüsse
3 und 4 den Abschluss des Gehäuses 2 endseitig ausführen, kann gleichzeitig an den
Abschlüssen 3, 4 durch seitliche Befestigungen 29 eine Befestigung an nicht dargestellten,
im Wesentlichen horizontal verlaufenden Führungsschienen über einen Durchbruch 8 erfolgen.
Während in diesem exemplarischen Ausführungsbeispiel das Gehäuse 2 als quadratisches
Gehäuse dargestellt worden ist, sind natürlich andere Arten der Formgestaltung, insbesondere
rund oder rechteckig, ebenfalls möglich.
[0027] In der Figur 2 werden bei der rückseitigen Betrachtung der Endlagendämpfungseinrichtung
1 die Befestigungen 29 insgesamt sichtbar, die zur Verbindung mit Führungsschienen
oder stationären Bauteilen dienen. Durch diese Befestigungen 29 ist es beispielsweise
möglich, dass die Endlagendämpfungseinrichtung 1 ohne besonderen Platzbedarf auskommt
und nicht wie im Stand der Technik eine verlängerte Führungsschiene notwendig macht.
Die Endlagendämpfungseinrichtung 1 kann unterhalb oder oberhalb der im Wesentlichen
vertikalen Führungsabschnitte platziert werden.
[0028] Gemäß der Einzeldarstellung des Gehäuses 2 nach Figur 3 besteht das Gehäuse 2 im
Wesentlichen aus einer Basis 9, von den sich abgewinkelt Seitenwände 10 und 11 erstrecken,
an deren Enden jeweils ein Steg 12 so abgewinkelt ist, dass ein teilumschlossener
Raum innerhalb des Gehäuses 2 entsteht. Durch die gegenüber stehenden Stege 12 wird
zwischen diesen ein offener Durchtritt 13 ausgebildet, der die Möglichkeit bietet,
den Anschlag 5 beispielsweise über ein Verbindungsstück 6 mit einem Schutzrohr 7 zu
verbinden.
[0029] In einer vergrößerten Ausschnittdarstellung nach Figur 4 wird die endseitige Öse
28 eines Zugelementes 19 mit dem Abschluss 4 verdeutlicht. Neben der Befestigung 29
weist der Abschluss 4 eine Abwinkelung 14 auf, die mit Durchbrüchen 18 so versehen
ist, dass ein Steg 20 erhalten bleibt. Der Steg 20 ist so ausgebildet, dass er für
das Zugfederelement 19 die Möglichkeit der Befestigung über die Öse 28 gewährleistet.
Die Abwinkelung 14 weist darüber hinaus noch Anschläge 17 zur Verbindung mit dem Gehäuse
2 auf. Beim Blick durch die Durchbrüche 18 wird neben dem Ende des Zugfederelementes
19 auch das Schutzrohr 7 sichtbar, das mit einem Führungsstück 24 verbunden ist. Im
Bereich der Anschläge 17 vorhandene, nach innen gebogene Vorsprünge 16, bilden quasi
eine Stückverbindung mit dem Gehäuse 2. Bei einer Befestigung der Dämpfungseinrichtung
1 an einer Führungsschiene über die Befestigungen 29 wird ein sicherer Halt des Gehäuses
2 mit der Vorrichtung erzielt.
[0030] Der Anschlag 5 ist über Befestigungsschrauben 15 mit dem Verbindungsstück 6 lösbar
und damit auswechselbar verbunden. In der Darstellung der Figur 6 ist das Gehäuse
2 nicht dargestellt worden. Während auf der linken Seite des Schutzrohres 7 das Führungsstück
24 dargestellt ist, ist an dem anderen Ende des Schutzrohres 7 ein Führungsstück 23
dargestellt worden. Das Führungsstück 23 und das Führungsstück 24 sind mit dem Schutzrohr
7 fest verbunden. Dadurch, dass in diesem Ausführungsbeispiel eine Zugfeder verwendet
wurde, ist das Schutzrohr 7 rund ausgebildet. Sowohl das Führungsstück 24 als auch
das Führungsstück 23 können beispielsweise aus einem Kunststoff preiswert hergestellt
werden.
[0031] Mit dem Schutzrohr 7 ist das Verbindungsstück 6 durch Kraft- und Form-schluss verbunden.
Das Verbindungsstück 6 weist eine Abwinkelung 21 auf, an der der Anschlag 5 befestigt
ist. Von dem durch eine Verbindung 26 befestigten Verbindungsstück 6 an dem Schutzrohr
7 ist unter Verwendung einer Schräge 27 der Bereich zur Befestigung des Verbindungsstückes
6 über die Verbindung 26 an dem Schutzrohr 7 vergrößert worden.
[0032] In der Figur 7, in der die Vorrichtung zur Dämpfung des Torblattes in einer Drehung
dargestellt worden ist, kann das andere Ende einer möglichen Befestigung des Zugfederelementes
19 betrachtet werden. Das Zugfederelement 19 ist dort über eine Federhalterung 22,
die das Führungsstück 23 durchdringt, befestigt worden. Dieses stellt eine kostengünstige
Federhalterung 22 dar und ermöglicht ein schnelles Auswechseln des Zugfederelementes,
beispielsweise bei unterschiedlichen Torblattgrößen in der Fertigung. Die Lagerhaltung
der Endlagendämpfungseinrichtung wird dabei durch ein Vielfaches vereinfacht.
[0033] In der Figur 5 wird die Vorrichtung nach Figur 7 durch das umgebende Gehäuse 2 komplettiert.
Dabei wird deutlich, dass es durch den längsseitigen Durchtritt 13 in dem Gehäuse
2 beim Auftreffen einer Kraft auf den Anschlag 5 zu einer Ortsveränderung des Schutzrohres
7 mit den Führungsstücken 23, 24 aus der Ruheposition in translatorischer Richtung
innerhalb des Gehäuses 2 kommt. Durch das Aufbringen der Kraft über den Anschlag 5
wird das Zugfederelement 19 auseinandergezogen und kann dadurch in der Endphase des
Öffnungsvorganges die auftretenden Kräfte des Torblattes problemlos aufnehmen.
[0034] In der Figur 8 wird eine modifizierte Art der Endlagendämpfungseinrichtung 1 in einer
weiteren bevorzugten Ausführungsform dargestellt. Das Gehäuse 2 ist dabei identisch,
wobei lediglich das Zugfederelement 19 nicht an den Befestigungen 29 angeschlagen
worden ist. Vielmehr werden die Gehäuseabschlüsse in einer Form ausgeführt, die eine
noch leichtere und effizientere Lagerhaltung bzw. auch Montage mit sich bringt. Das
Gehäuse 2 wird dabei über Befestigungen 43 an die im Wesentlichen horizontalen Abschnitte
der Führungsschienen oder dergleichen befestigt. Das Zugfederelement 19 wird auf beiden
Seiten zur Körperschallreduzierung mit dämpfenden Maßnahmen ausgestattet.
[0035] Die endseitige Ausbildung des Gehäuses 2 mit einem Abschlussstück 36 kann der Figur
10 entnommen werden. Dabei ist das Abschlussstück 36 so ausgebildet, dass es an Kanten
des Gehäuses 2 anliegt und gleichzeitig Abwinkelungen 39 aufweist, die in das Gehäuse
2 eingreifen. Dadurch werden ein sicherer Sitz und eine sichere Platzierung der Abschlussstücke
36 erreicht. Gegen die Außenfläche des Abschlussstückes 36 drückt ein Gummielement
35, dessen äußere Fläche mit einer Scheibe 34 versehen ist. Gegen die Scheibe 34 wird
eine Mutter 33 angezogen, die auf ein Verbindungselement 32, das mit einem Gewinde
40 ausgestattet ist, aufgeschraubt wird.
[0036] Durch die Schnittdarstellung nach Figur 11 kann diese Ausführungsform noch verdeutlicht
werden, wobei das Verbindungselement 32 mit seitlichem Spiel und Luft gegenüber der
Bohrung 25 das Abschlussstück 36 durchdringt. Der Teil des Verbindungselementes 32,
der innerhalb des Gehäuses 2 eintaucht, hat eine Bohrung 41, in die vorzugsweise eine
Öse 38 in ein anders geformtes Ende des Zugfederelementes 19 eingehängt wird. Die
Ausführung dieser Befestigung des Zugfederelementes 19 ist so gestaltet, dass keinerlei
Berührungen mit Teilen des Gehäuses 2 erfolgen können, dadurch wird in einem hohen
Maße eine Körperschallendkopplung erzielt. Die Schnittdarstellung nach Figur 11 zeigt
das Zugfederelement 19 in einer belasteten oder teilbelasteten Position, wobei die
einzelnen Windungen des Zugfederelementes 19 auseinander gezogen wurden. Auch kann
der Darstellung der Figur 11 entnommen werden, dass das Führungsstück 42 in Verbindung
mit dem Schutzrohr 7 die Endposition im Bereich des Abschlussstückes 36 verlassen
hat. Durch die Führungsstücke 24, 42, 23 wird eine saubere Führung des Schutzrohres
7 innerhalb des Gehäuses 2 erzielt.
[0037] Auch die Figur 10 zeigt das Zugfederelement 19 in einer teilbelasteten Position,
wobei in dem längsseitigen Durchtritt 13 des Gehäuses 2 das Verbindungsstück 6 nach
außerhalb des Gehäuses 2 treten kann. In dem Abschlussstück 36 sind noch Gewindebohrungen
37 enthalten, über die Verschraubungen 30 eingebracht werden können. Eine solche Verbindung
zeigt die Figur 9, bei der die Befestigung 43 mit ihrer Abwinkelung 14 gegen das Abschlussstück
36 angestellt ist. Die Verbindung zwischen der Abwinkelung 14 und dem Abschlussstück
36 wird über die Verschraubungen 30 erzielt. Um auch hier eine Einstellbarkeit zu
gewährleisten, sind innerhalb der Abwinkelung 14 Verstellbohrungen 31 eingelassen
worden. Damit die Körperschallentkopplung auch bei aufgesetzten Befestigungen 43 seine
Funktion behalten kann, sind innerhalb der Abwinkelungen 14 Bohrungen 25 enthalten,
die so groß sind, dass auch hier das Gummielement 35 mit Spiel hindurchtreten kann.
[0038] Die Figur 12 zeigt noch einmal in einer Explosionszeichnung die inner-halb des Gehäuses
2 enthaltenen Bauteile und wie diese mit den Befestigungen 43 funktionsmäßig verbunden
sind. Das Schutzrohr 7 ist auf der linken Seite mit dem Führungsstück 42 ausgestattet,
wobei auf dem Umfang des Schutzrohres 7 das Verbindungsstück 6 mit dem auskragenden
Anschlag 5 kraft- und formschlüssig befestigt worden ist. Innerhalb des Schurzrohres
7 ist das Zugfederelement 19 enthalten. Auf der rechten Seite des Endes des Schutzrohres
7 ragt das Federelement 19 mit seiner Öse 28 heraus. Auf der Öse 28 ist das Verbindungselement
32 aufgesteckt worden. Das Führungsstück 23 mit einer Bohrung 25 gestattetes somit,
das Verbindungselement 32 mit allseitigem großen Spiel hindurch treten zu lassen und
das Gummielement 35 sowie die Scheibe 34 zu durchdringen, um mit der Mutter 33 festgesetzt
zu werden. Die Festsetzung geschieht dabei gegen das Abschlussstück 36. Die Abschlussstücke
36 sind endseitig in das Gehäuse 2 einsetzbar und werden selbst mit den Befestigungen
43 an einer im Wesentlichen horizontalen Erstreckung einer Führungsschiene oder dergleichen
angebracht.
[0039] Wie die vorhergehende Beschreibung mit einem Zugfederelement 19 deutlich macht, ist
entgegen den bekannten Ausführungen eines Anschlagpuffers eine Bewegungsumkehr, nämlich
in Form der Zugfeder, ausgeführt worden. Diese kann in analoger Weise auch mit einem
geeigneten elastischen Polymerkörper oder aber auch mit einem Stoßabsorber ausgeführt
werden. Durch die Kraftbeaufschlagung auf den Anschlag 5 werden somit in der Längserstreckung
sowohl das Zugfederelement 19 oder aber auch das Polymerelement oder der Stoßabsorber
in seiner Er-streckung verlängert.
[0040] Die Endlagendämpfung 1 kann auch als Sicherheitseinrichtung angesehen werden, wenn
beispielsweise die Endlagenabschaltung der Steuerung des Tores versagt, oder wenn
die auf das Torblatt aufgebrachten manuellen Kräfte in der Öffnungsstellung zu groß
sind.
Bezugszeichenliste
[0041]
- 1
- Endlagendämpfungseinrichtung
- 2
- Gehäuse
- 3
- Abschluss
- 4
- Abschluss
- 5
- Anschlag
- 6
- Verbindungsstück
- 7
- Schutzrohr
- 8
- Durchbruch
- 9
- Basis
- 10
- Seitenwand
- 11
- Seitenwand
- 12
- Steg
- 13
- Durchtritt
- 14
- Abwinkelung
- 15
- Befestigungsschrauben
- 16
- Vorsprung
- 17
- Anschlag
- 18
- Durchbruch
- 19
- Zugfederelement
- 20
- Steg
- 21
- Abwinkelung
- 22
- Federhalterung
- 23
- Führungsstück
- 24
- Führungsstück
- 25
- Bohrung
- 26
- Verbindung
- 27
- Schräge
- 28
- Öse
- 29
- Befestigung
- 30
- Verschraubung
- 31
- Verstellbohrung
- 32
- Verbindungselement
- 33
- Mutter
- 34
- Scheibe
- 35
- Gummielement
- 36
- Abschlussstück
- 37
- Gewindebohrung
- 38
- Öse
- 39
- Abwinkelung
- 40
- Gewinde
- 41
- Bohrung
- 42
- Führungsstück
- 43
- Befestigung
1. Torblatt eines Überkopftores, das in seitlichen Führungsschienen, die einen im Wesentlichen
vertikalen Abschnitt und einen im Wesentlichen horizontalen Abschnitt mit dazwischen
verbindenden Bogenabschnitt bilden, ortsveränderbar ist, wobei an den Enden der im
Wesentlichen horizontalen Abschnitte der Führungsschienen mindestens eine Endlagendämpfungseinrichtung
(1) vorhanden ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Endlagendämpfungseinrichtung (1) innerhalb eines Gehäuses (2) eine Vorrichtung
aufweist, dessen Bauform in ihrer Längenerstreckung bei Kontakt mit dem Torblatt vergrößert
wird.
2. Torblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung als Zugfederelement (19) oder als mechanischer Stoßabsorber oder
als elastisches Polymerelement ausgebildet ist.
3. Torblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (2) als Hohlprofil einen quadratischen oder runden oder rechteckigen
Querschnitt mit einem längsseitigen offenen Durchtritt (13) für einen mit der Vorrichtung
verbundenen, in Längsrichtung des Gehäuses (2) veränderbaren, Anschlag (5), versehen
ist.
4. Torblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (2) endseits Abschlussstücke (3, 4) aufweist, die Befestigungen (29)
zum Anschlag an mindestens eine der Führungsschienen aufweist.
5. Torblatt nach den Ansprüchen 1, 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugfederelement (19) einerends an Teilen der Befestigung (29) und andererends
an einem in dem Gehäuse (2) verschieblichen Führungsstück (23) befestigt ist.
6. Torblatt nach den Ansprüchen 3 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Führungsstück (23) distanziert durch ein Schutzrohr (7) mit einem weiteren Führungsstück
(24) verbunden ist, wobei das Schutzrohr (7) in der Ruheposition das Zugfederelement
(19) im Wesentlichen umhüllt, und dass an dem Schutzrohr (7) der Anschlag (5) befestigt
ist.
7. Torblatt nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (2) endseitig durch Abschlussstücke (36) verschlossen wird, wobei über
das Abschlussstück (36) gleichzeitig die Befestigung des Zugfederelementes (19) ausführbar
ist.
8. Torblatt nach den Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Abschlussstück (36) eine Bohrung (25) aufweist, durch die mit allseitigem Spiel
berührungsfrei ein Verbindungselement (32) mit einem Gewinde (40) hindurchgeht, das
einerends mit dem Zugfederelement (19) verbunden ist und sich andererends gegen das
Abschlussstück (36) anstellt und mittels einer Mutter (33) festgelegt wird.
9. Torblatt nach den Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Mutter (33) und dem Abschlussstück (36) eine Körperschallendkopplung,
vorzugsweise in Form eines Gummielementes (35), angeordnet ist.
10. Torblatt nach den Ansprüchen 7, 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (2) mit den Endstücken (36) über eine Befestigung (43) verfügt, an die
mindestens eine der Führungsschienen befestigt werden kann.
11. Torblatt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (2) oder Teile des Gehäuses (2) mit einer Körperschall vermindernden
Beschichtung oder Einrichtung versehen sind.
12. Torblatt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Endlagendämpfungseinrichtung (1) mit mindestens einem der im Wesentlichen horizontal
verlaufenden Abschnitte der Führungsschienen direkt oder indirekt auswechselbar verbindbar
ist.
13. Torblatt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung der Endlagendämpfungseinrichtung (1) austauschbar ist und an die
durch das bewegte Torblatt aufzunehmenden kinetischen Energie anpassbar ist.
14. Torblatt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugfederelement (19) als Duplexfeder ausgebildet ist.
15. Torblatt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Torblatt Bestandteil eines Sektionaltores oder eines Kipptores ist.
16. Torblatt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem durch eine Antriebvorrichtung automatisierten Torblatt die durch den Öffnungsvorgang
in dem Torblatt enthaltene kinetische Energie durch die Vorrichtung aufgenommen und
gespeichert werden kann, und bei einem Schließvorgang des Torblattes die gespeicherte
Energie der Vorrichtung gegen das Torblatt freigegeben werden kann.
17. Torblatt nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem manuell betriebenen Torblatt die Endlagendämpfungseinrichtung (1) als Anschlagpuffer
in der Endlage der Öffnungsposition verwendbar ist.
18. Sektionaltor oder Kipptor mit im Wesentlichen horizontal verlaufenden Führungsschienen,
das mit einer Endlagendämpfungseinrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche ausgestattet ist.