[0001] Die Erfindung betrifft ein Abluftwärmenutzungsgerät, bestehend aus einem Gehäuse
mit mindestens zwei Anschlussöffnungen, einem Wärmetauscher und einer Auffangwanne,
wobei eine Anschlussöffnung in Strömungsrichtung vor dem Wärmetauscher und eine Anschlussöffnung
in Strömungsrichtung hinter dem Wärmetauscher angeordnet ist und wobei der Wärmetauscher
in oder oberhalb der Auffangwanne angeordnet ist.
[0002] In Gebäude-Lüftungsanlagen wird, auch aufgrund aktueller gesetzlicher Anforderungen,
die Rückgewinnung der Wärme aus dem Abluftstrom immer wichtiger. Es besteht also die
Anforderung zur Realisierung einer Wärmerückgewinnung aus dem Abluftstrom. Neben der
Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben bezüglich Energieeffizienz, Hygiene und Brandschutz
muss die Lösung auch wirtschaftlich bezüglich Investition und laufender Kosten sein.
[0003] Ein etabliertes System ist die Erwärmung von zugeführter Luft mittels eines Luft-Luftwärmetauschers
direkt aus der Abluft. Dazu wird bei Zentrallüftungsanlagen, die große und damit effiziente
Zentralwärmetauschergeräte erlauben, ein Zuluftkanalsystem im Gebäude benötigt. Daneben
wird für die Zuluft neben dem Abluftventilator ein zweiter Ventilator sowie ein zweiter
Luftfilter zum Schutz des Wärmetauschers auf der Zuluftseite benötigt. Bei derartigen
Systemen wird grundsätzlich die Leckagerate betrachtet, also wie viel von der verbrauchten
Abluft, hygienisch bedenklich, wieder auf der Zuluftseite in das Gebäude eingetragen
wird. Genauso kritisch ist hier der Brandfall zu betrachten, bei dem die Gefahr besteht,
dass Brandgase aus der Abluft bei einem Bauteilversagen durch die Zuluftkanäle in
das Gebäude getragen werden und so zu einer Verbreitung der gefährlichen Brandgase
oder sogar zur Brandausbreitung beitragen.
[0004] Neben Systemen mit Luft-Luft-Wärmetauschern kommen auch Systeme mit einem Luft-Flüssigkeits-Wärmetauscher
zum Einsatz. Die Wärmeenergie der warmen Abluft wird dabei in einem Luft-Flüssigkeits-Wärmetauscher
auf eine Flüssigkeit eines separaten Medienkreislaufes übertragen. Die damit im Medienkreislauf
verfügbare Wärme kann dann beispielsweise durch eine Wärmepumpe weitergenutzt werden.
Die von der Wärmepumpe auf ein höheres Temperaturniveau gehobene Wärmeenergie kann
z. B. zur Erwärmung von Brauchwasser weiterverwendet werden. Dies hat den Vorteil,
dass Wärmeanfall und Wärmebedarf eine gute Übereinstimmung zeigen, weil sowohl die
Abluftwärme ganzjährig anfällt, und auch das Warmwasser ganzjährig benötigt wird.
Der Einsatz eines Luft-Flüssigkeitswärmetauschers schließt einen Luftleckagestrom
von der Abluft- zur Zuluftseite, hygienische Probleme auf der Zuluftseite sowie im
Brandfall Brandgasübertragung von der Abluft in die Zuluft prinzipiell aus. Die Zuführung
der Zuluft kann durch z.B. feuchtegesteuerte Aussenluftdurchlässe realisiert werden,
womit ein Zuluftkanalsystem im Gebäude komplett eingespart wird.
[0005] Beim Entziehen der Wärmeenergie aus der Abluft kondensiert die in der Abluft enthaltene
Feuchtigkeit am Wärmetauscher. Für einen sicheren Betrieb des Systems ist es wichtig
dieses Kondenswasser aufzufangen und abzuführen. Ebenso soll vermieden werden, dass
dieses Kondenswasser unkontrolliert das System verlässt und unter Umständen zur Havarie
der Umgebung führt.
[0006] Aus dem Stand der Technik sind verschiedene Systeme mit Luft-Flüssigkeits-Wärmetauschern
bekannt, die Auffangvorrichtungen für das Kondenswasser aufweisen. Die Auffangvorrichtungen
sind dabei mit Abläufen zum Abführen des Kondenswassers ausgestattet.
DE 20 2011 004 012 U1 beschreibt beispielsweise ein Haustechnikgerät zum Heizen und Lüften von Räumen.
Das am Wärmetauscher anfallende Kondenswasser wird dabei von einer unterhalb des Wärmetauschers
angeordneten Kondensatwanne aufgefangen. Über Abläufe an der Kondensatwanne wird das
Kondenswasser abgeführt. Grundsätzlich problematisch ist das Verstopfen der Abläufe
und Ablaufleitungen aufgrund von Algenbewuchs im System oder sonstigen Verschmutzungen
im Kondenswasser. Verstopfte Abläufe bzw. Ablaufleitungen führen dann zu einem Überlaufen
der Auffangvorrichtungen und damit zur Havarie. Zur Lösung dieses Problems haben sich
drei Strategien entwickelt. Zum einen werden zusätzliche Auffangbehälter vorgeschlagen,
die unterhalb des vom Überlauf bedrohten Auffangbehälters angeordnet sind.
[0007] US 8 869 548 B2 beschreibt ein Lüftungssystem, welches aus einem Gehäuse, einem Wärmetauscher und
zwei Auffangvorrichtungen besteht, wobei eine erste Auffangvorrichtung kleiner dimensioniert
ist als eine zweite Auffangvorrichtung und die erste Auffangvorrichtung oberhalb der
zweiten Auffangvorrichtung angeordnet ist. Die erste Auffangvorrichtung weist einen
Überlauf auf, der so ausgestaltet ist, dass überschüssiges Kondenswasser in die zweite
Auffangvorrichtung fließt. Aus dieser zweiten Auffangvorrichtung wird das Kondenswasser
dann über Abläufe abgeführt.
[0008] In
US 6 895 770 B1 wird ein ähnliches System vorgeschlagen, wobei die zweite Auffangvorrichtung außerhalb
des Gehäuses angeordnet ist und über Verbindungsleitungen mit der ersten Auffangvorrichtung
verbunden ist. Die
EP 0 816 767 A2 offenbart ein Gerät mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1. Eine weitere
Lösung besteht in der zyklischen Reinigung der von einer Verstopfung bedrohten Abläufe
und Ablaufleitungen.
US 6 442 956 B1 und
US 8 840 729 B1 beschreiben jeweils die Beseitigung von Ablagerungen innerhalb der Abläufe bzw. Ablaufleitungen
unter Einsatz von Druckluft. Hierfür wird in den Ablaufleitungen ein Drucklufteinlass
integriert. Der Drucklufteinlass wird dabei entweder über einen in der Auffangvorrichtung
befindlichen Schwimmer oder durch in den Ablaufleitungen befindliche Durchflusssensoren
ausgelöst. Ein weiterer Lösungsansatz setzt auf das Ausgeben eines Alarmsignals bei
zunehmender Verstopfung der Ablaufleitungen.
US 4 937 559 A beschreibt ein derartiges System. In der Ablaufleitung der Auffangvorrichtung ist
ein Schwimmer angeordnet, der den Wasserstand innerhalb der Ablaufleitung misst, wobei
ab einem definierten Wasserstand ein Alarmsignal ausgegeben, da möglicherweise eine
Verstopfung der Ablaufleitung vorliegt.
[0009] Alle genannten Lösungen haben sich grundsätzlich für die vorgesehene Anwendung bewährt.
Schwierigkeiten ergeben sich, wenn innerhalb des Wärmetauschers eine Leckage am Medienkreislauf
auftritt. Es besteht dann die Gefahr, dass die Wärmeträgerflüssigkeit des Medienkreislaufes
in die Auffangvorrichtung und über die Ablaufleitungen in die Umgebung bzw. das Abwasser
gelangt. Insbesondere Wasserglykolgemische oder sonstige Kältemittel wirken hierbei
umweltschädlich.
[0010] Aufgabe der Erfindung ist es, ein Abluftwärmenutzungsgerät zu schaffen, dessen Auffangvorrichtung
für das Kondenswasser so gestaltet ist, dass bei einer Leckage des flüssigkeitsführenden
Systems im Wärmetauscher die austretende Flüssigkeit nicht an die Umgebung abgegeben
wird.
[0011] Diese Aufgabe wird durch ein Abluftwärmenutzungsgerät mit den Merkmalen von Anspruch
1 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.
[0012] Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass innerhalb des Gehäuses ein Kondensatventil angeordnet
ist und dass dieses Kondensatventil über eine Ablaufleitung mit der Auffangwanne verbunden
ist und dass am Kondensatventil eine Kondensatleitung angeschlossen ist und dass die
Kondensatleitung aus dem Gehäuse geführt ist und dass das Volumen der Auffangwanne
größer ist als das Gesamtvolumen des flüssigkeitsführenden Systems, der Vorlaufanschlussleitung
und der Rücklaufanschlussleitung. Bei einer Leckage des flüssigkeitsführenden Systems
im Wärmetauscher wird das Kondensatventil geschlossen. Die aus dem flüssigkeitsführenden
System austretende Flüssigkeit wird in der Auffangwanne gesammelt. Das Kondensatventil
verhindert das Abfließen der ausgetretenen Flüssigkeit über die Kondensatleitung.
Das Volumen der Auffangwanne ist dabei so gestaltet, dass die Flüssigkeit, die sich
im flüssigkeitsführenden System des Wärmetauschers, in der Vorlaufanschlussleitung
und in der Rücklaufanschlussleitung befindet, vollständig aufgenommen werden kann.
[0013] Eine vorteilhafte Ausgestaltung sieht vor, dass zwischen dem Wärmetauscher und der
in Strömungsrichtung nach dem Wärmetauscher liegenden Anschlussöffnung ein FortluftSammelraum
und/oder zwischen dem Wärmetauscher und der in Strömungsrichtung vor dem Wärmetauscher
liegenden Anschlussöffnung ein Abluft-Sammelraum ausgebildet ist.
[0014] Es wird vorgeschlagen, dass das Gehäuse eine Isolierung aufweist. Damit wird sichergestellt,
dass die mit der Abluft mitgeführte Wärmeenergie nicht über die Gehäusewand nach außen
verloren geht.
[0015] Weiterhin wird vorgeschlagen, dass das Gehäuse aus miteinander verbundenen Seitenteilen,
Bodenteilen und Deckelteilen besteht. Eine weitere Ausgestaltung sieht vor, dass die
Seitenteile und/oder die Bodenteile und/oder die Deckelteile mit Scharnieren oder
Gelenken ausgestaltet sind und/oder Türen aufweisen. Somit wird sichergestellt, dass
das Gehäuse beispielsweise für Wartungsarbeiten einfach zu öffnen ist und innerhalb
des Gehäuses liegende Teile erreicht werden können.
[0016] Das Gehäuse ist damit um die Auffangwanne herum vollständig mit vorzugsweise lichtdichtem
Material geschlossen. Da auch nach dem Stand der Technik alle Luft- und Medienleitungen
inklusive der Kondensatleitung aus lichtdichtem Material ausgeführt sind, werden Voraussetzungen
geschaffen, die ein Algenwachstum im Gerät und im Kondensatablauf minimieren oder
sogar komplett verhindern.
[0017] Eine Ausgestaltung sieht vor, dass die Medienanschlüsse radial trennbar ausgestaltet
sind.
[0018] Es wird vorgeschlagen, dass in Strömungsrichtung vor dem Wärmetauscher ein Luftfilter
oberhalb der Auffangwanne und in Strömungsrichtung vor der Auffangwanne angeordnet
ist. Von der Abluft mitgeführte Schmutzpartikel gelangen damit nicht in den Wärmetauscher,
was zu einer Verstopfung des Wärmetauschers und damit zu einer Verringerung des Wärmeübertrags
innerhalb des Wärmetauschers führen würde.
[0019] Eine weitere Ausgestaltung sieht vor, dass in Strömungsrichtung vor dem Wärmetauscher
ein Temperatursensor und/oder ein Rauchdetektor und/oder ein Drucksensor und/oder
in Strömungsrichtung nach dem Wärmetauscher ein Temperatursensor und/oder ein Rauchdetektor
und/oder ein Drucksensor angeordnet sind. Über einen Drucksensor in der Vorlaufanschlussleitung
lässt sich somit beispielsweise eine Leckage des flüssigkeitsführenden Systems im
Wärmetauscher über einen Druckabfall im System erkennen. Die Registrierung eines solchen
Druckabfalls lässt sich dann für die Steuerung des Kondensatventils nutzen.
[0020] Es wird vorgeschlagen, dass eine elektronische Steuerung der Sensoren und/oder des
Kondensatventils am Gehäuse angeordnet ist. Somit können beispielsweise die Status
der Sensoren bei geschlossenem Gehäuse abgelesen oder das Kondensatventil von außen
gesteuert werden.
[0021] Eine Ausgestaltung sieht vor, dass in der Kondensatleitung ein Siphon angeordnet
ist. Somit wird zwischen Geräteinneren und dem Ende der Kondensatleitung ein Luftleckagestrom
verhindert.
[0022] Eine weitere Ausgestaltung sieht vor, dass die Vorlaufanschlussleitung und die Kondensatleitung
oder die Rücklaufanschlussleitung und die Kondensatleitung oder die Vorlaufanschlussleitung,
die Rücklaufanschlussleitung und die Kondensatleitung ein Rohrbündel bilden und eine
gemeinsame Isolierung aufweisen.
[0023] Es wird vorgeschlagen, dass in Strömungsrichtung vor dem Wärmetauscher eine weitere
Anschlussöffnung angeordnet ist und dass an dieser Anschlussöffnung eine Bypassklappe
angebracht ist. Diese Bypassklappe kann beispielsweise über einen der oben genannten
Rauchdetektoren im Gehäuse gesteuert werden, sodass im Brandfall ein freies Abströmen
von Rauch und Brandgasen unter Umgehung des in Strömungsrichtung vor dem Wärmetauscher
angeordneten Luftfilters ermöglicht wird.
[0024] Weiterhin wird vorgeschlagen, dass der Wärmetauscher und/oder der Luftfilter und/oder
die Auffangwanne austauchbar gestaltet sind. Somit werden Wartungsarbeiten deutlich
erleichtert.
[0025] Eine Ausgestaltung sieht vor, dass an der in Strömungsrichtung hinter dem Wärmetauscher
angeordneten Anschlussöffnung ein Ventilator angebracht ist. Dieser kann beispielsweise
den Abtransport der Fortluft unterstützen.
[0026] Es wird vorgeschlagen, dass die Anschlussöffnungen mit Anschlussstutzen oder mit
Verschlussdeckeln versehen sind. Weist das Gehäuse weitere als die mindestens zwei
Anschlussöffnungen auf, wobei die weiteren Anschlussöffnungen nicht genutzt werden,
können diese mit Verschlussdeckeln versehen werden. An genutzten Anschlussöffnungen
können Anschlussstutzen das Anbinden von Anschlussleitungen vereinfachen.
[0027] Eine Ausgestaltung sieht vor, dass in dem Gehäuse eine Wärmepumpe mit einer Umwälzpumpe
integriert ist und dass die Wärmepumpe mit der Vorlaufanschlussleitung und der Rücklaufanschlussleitung
des Wärmetauschers verbunden ist und damit zwischen Wärmetauscher und Wärmepumpe ein
Wärmeträgerkreislauf gebildet wird und dass die Wärmepumpe oberhalb der Auffangwanne
angeordnet ist und dass die Wärmepumpe über Rohrleitungen mit einem weiteren Wärmekreislauf
verbunden ist und dass das Volumen der Auffangwanne größer ist als das Gesamtvolumen
des Wärmekreislaufes zwischen Wärmetauscher und Wärmepumpe. Auch für derartige Anordnungen
wird das vollständige Auffangen von aus dem Wärmekreislauf zwischen Wärmetauscher
und Wärmepumpe austretende Flüssigkeit ermöglicht.
[0028] Es wird vorgeschlagen, dass die Rohrleitungen des weiteren Wärmekreislaufes und die
Kondensatleitung ein Rohrbündel bilden und eine gemeinsame Isolierung aufweisen.
[0029] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnungen erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- erfindungsgemäßes Abluftwärmenutzungsgerät in perspektivischer Ansicht mit geöffnetem
Deckelteil
- Fig. 2
- erfindungsgemäßes Abluftwärmenutzungsgerät mit Ventilator in einer Seitenansicht
- Fig. 3
- erfindungsgemäßes Abluftwärmenutzungsgerät gemäß Fig. 1 in der Draufsicht
- Fig. 4
- erfindungsgemäßes Abluftwärmenutzungsgerät in alternativer Ausführung in der Aufsicht
- Fig. 5
- Detaildarstellung der Anschlussleitungen eines erfindungsgemäßen Abluftwärmenutzungsgerätes
- Fig. 6
- montierter Zustand eines erfindungsgemäßen Abluftwärmenutzungsgerätes in einer Seitenansicht
- Fig. 7
- alternativer montierter Zustand eines erfindungsgemäßen Abluftwärmenutzungsgerätes
in einer Seitenansicht
[0030] Fig. 1 zeigt ein erfindungsgemäßes Abluftwärmenutzungsgerät in perspektivischer Ansicht.
Das Abluftwärmenutzungsgerät weist ein Gehäuse 2 auf, welches aus Deckelteilen 14,
Seitenteilen und Bodenteilen besteht, wobei in der Darstellung das Deckelteil 14 des
Gehäuses 2 entfernt wurde, sodass der Innenbereich des Abluftwärmenutzungsgerätes
sichtbar ist. Das Bodenteil ist nicht sichtbar. Deckelteil, Bodenteil und Seitenteile
sind vorzugsweise aus Blech gefertigt. Innerhalb des Gehäuses 2 ist ein Wärmetauscher
1 derart angeordnet, dass in Strömungsrichtung vor dem Wärmetauscher 1 ein Abluftsammelraum
6 und in Strömungsrichtung hinter dem Wärmetauscher 1 ein Fortluftsammelraum 27 ausgebildet
wird. Der Abluftsammelraum 6 und der Fortluftsammelraum 27 sind allerdings nicht zwingend.
Die Strömungsrichtung im Gehäuse 2 verläuft in der Darstellung von rechts nach links.
Der Wärmetauscher 1 ist als ein Luft-Flüssigkeits-Wärmetauscher mit einem flüssigkeitsführenden
System ausgestaltet. Das Gehäuse 2 weist im Bereich des Abluftsammelraums 6 zwei Anschlussöffnungen
7 für das Zuführen von Abluft und eine Bypassklappe 25 auf, wobei eine der beiden
Anschlussöffnungen 7 und die Bypassklappe 25 optional sind. Weiterhin weist das Gehäuse
2 im Bereich des Fortluftsammelraums 27 eine Anschlussöffnung 29 für das Abführen
von Fortluft auf. Grundsätzlich sind alle Anschlussöffnungen 7 so gestaltet, dass
ein Anschlussstutzen 8 oder ein Verschlussdeckel 9 angebracht werden kann. Im Abluftsammelraum
6 ist in Strömungsrichtung vor dem Wärmetauscher 1 ein Luftfilter 16 integriert, wobei
dieser nicht zwingend ist. Am Gehäuse 2 sind vier Füße 28 angebracht, wobei die Füße
28 höhenverstellbar ausgestaltet sind. Das Gehäuse 2 selbst kann eine thermische Isolierung
aufweisen.
[0031] Fig. 2 zeigt ein erfindungsgemäßes Abluftwärmenutzungsgerät gemäß
Fig. 1 in einer Seitenansicht, wobei der Innenbereich des Gehäuses 2 sichtbar ist. Abweichend
zu
Fig. 1 ist das Deckelteil 14 auf dem Gehäuse 2 montiert. An die Anschlussöffnung 29 schließt
ein Ventilator 26 an, der die Fortluft abführt. Der Luft-Flüssigkeits-Wärmetauscher
weist eine Vorlaufanschlussleitung 4 und eine Rücklaufanschlussleitung 5 auf, wobei
beide Anschlussleitungen 4, 5 je einen Medienanschluss 3 aufweisen, sodass weitere
Vorlauf- und Rücklaufleitungen angeschlossen werden können und damit ein Wärmeträgerkreislauf
gebildet wird. Der Wärmeträgerkreislauf kann als Wärmeträgermedium vorzugsweise ein
Wasserglykolgemisch oder ein Kältemittel enthalten. Der Wärmetauscher 1 ist oberhalb
einer Auffangwanne 10 angeordnet. Eine Anordnung innerhalb der Auffangwanne 10 ist
ebenso denkbar. Die Auffangwanne 10 ist so gestaltet, dass deren Volumen größer ist
als das Gesamtvolumen des flüssigkeitsführenden Systems des Wärmetauschers 1, der
Vorlaufanschlussleitung 4 und der Rücklaufanschlussleitung 5. An die Auffangwanne
10 schließt sich eine Ablaufleitung 11 an, die zu einem Kondensatventil 12 führt.
An das Kondensatventil 12 schließt sich eine Kondensatleitung 21 an. Die Kondensatleitung
21 ist aus dem Gehäuse 2 herausgeführt.
[0032] Die Auffangwanne 10 im Gehäuse 2 hat zwei Aufgaben. Im Normalbetrieb ist das Kondensatventil
12 geöffnet, damit evtl. anfallendes Kondensat durch die Ablaufleitung 11 und die
Kondensatleitung 21 an die Umgebung oder in eine Abwasserleitung abgeleitet wird.
Bei einer Leckage des Wärmetauschers 1 oder dessen Medienanschlüsse 3 soll verhindert
werden, dass das Wärmeträgermedium als umweltschädliches Medium in die Umgebung gelangt.
Im Leckagefall wird das Wärmeträgermedium von der Auffangwanne 10 aufgenommen. Das
Medium soll dabei aber nicht über die Kondensatleitung 21 abfließen. Hierfür wird
das Kondensatventil 12 geschlossen, sodass der Durchfluss zwischen Ablaufleitung 11
und Kondensatleitung 21 gestoppt ist. Durch die Dimensionierung der Auffangwanne 10
kann das gesamte im flüssigkeitsführenden System des Wärmetauschers 1 und in den Vorlauf-
und Rücklaufanschlussleitungen 4, 5 befindliche Wärmeträgermedium aufgenommen werden.
[0033] Der Luftfilter 16 ist vorteilhafterweise so angeordnet, dass dieser auch bei gefüllter
Auffangwanne 10 nicht mit dem Wärmeträgermedium bzw. dem Kondensat in Berührung kommt.
[0034] Fig. 3 zeigt ein erfindungsgemäßes Abluftwärmenutzungsgerät gemäß
Fig. 1 in der Draufsicht, wobei eine mögliche Anordnung der Ablaufleitung 11 und Kondensatleitung
21 sichtbar ist. In der Kondensatleitung 21 ist ein Siphon 22 integriert. Dieser soll
eine Luftleckage durch eine unbefüllte oder teilgefüllte Kondensatleitung 21 aufgrund
unterschiedlicher Luftdruckniveaus zwischen der Umgebung und dem Geräteinneren verhindern.
Der Siphon 22 ist vorzugsweise als Ball- oder Klappensiphon ausgeführt, wobei die
Ausführung nicht hierauf beschränkt ist.
[0035] Im Abluftsammelraum 6 ist optional ein Rauchdetektor 17 integriert. Dieser kann beispielsweise
für die Steuerung der Bypassklappe 25 verwendet werden. Im Brandfall wird damit die
Bypassklappe 25 geöffnet und ein freies Abströmen von Rauch und Brandgasen unter Umgehung
des in Strömungsrichtung vor dem Wärmetauscher 1 angeordneten Luftfilters 16 ermöglicht.
Die Anbindung der Bypassklappe 25 erfolgt vorteilhafterweise über baugleiche Anschlussöffnungen
7, die auch für den Einlass der Abluft genutzt werden. Vorteilhafterweise werden hierfür
die gleichen Anschlussmaße und Verbindungselemente wie für die Anschlussstutzen 8
und die Verschlussdeckel 9 verwendet. Die Bypassklappe 25 kann dabei grundsätzlich
an jeder Position angeordnet werden, die auch für den Einlass der Abluft möglich ist.
Für die Außenaufstellung ist die Bypassklappe 25 bevorzugt als isolierte Jalousieklappe
ausgeführt. Neben der Gehäuseisolierung sind auch die einzelnen Lamellen der Jalousieklapppe
isoliert.
[0036] Grundsätzlich ist denkbar, dass in Strömungsrichtung vor dem Wärmetauscher 1 außerhalb
des isolierten Gehäuses 2 ein oder mehrere Ventilatoren angeordnet sind. Ebenso können
in Strömungsrichtung vor dem Wärmetauscher 1 ein oder mehrere Ventilatoren in das
Gerät integriert sein. Weiterhin können in Strömungsrichtung nach dem Wärmetauscher
1 und vor der Anschlussöffnung 29 der Fortluft ein oder mehrere Ventilatoren im Gerät
angeordnet sein. Erfindungsgemäß ist in der Vorlaufanschlussleitung ein Drucksensor
18 und/oder in der Rücklaufanschlussleitung ein Drucksensor 18 angeordnet.
[0037] Optional sind in Strömungsrichtung vor dem Wärmetauscher 1 ein Temperatursensor und/oder
ein Rauchdetektor 17 und/oder ein Drucksensor und/oder in Strömungsrichtung nach dem
Wärmetauscher ein Temperatursensor und/oder ein Rauchdetektor und/oder ein Drucksensor
angeordnet. Ebenso kann ein Luftfilter 16 mit Differenzdruckaufnehmer zur Überwachung
des Verschmutzungsgrads des Luftfilters 16 oder optional eine elektronische Konstantdruckregelung
für den Abluftventilator mit einem Differenzdruckaufnehmer zur Erfassung des Luftdrucks
vor und hinter dem Ventilator integriert sein. Die Sensoren sind dabei vorteilhafterweise
so angeordnet, dass nach dem Öffnen des Gehäuses 2 diese frei zugänglich sind.
[0038] Mit einem Drucksensor 18 in der Vorlaufanschlussleitung 4 oder der Rücklaufanschlussleitung
5 wird der Druck im geschlossenen Wärmeträgerkreislauf erfasst. Wird vom Drucksensor
18 im Wärmeträgerkreislauf ein Druckabfall detektiert, wird damit ein Umschaltsignal
für das Kondensatventil 12 erzeugt. Das vorzugsweise elektromotorisch betätigte Kondensatventil
12 fährt dann in die geschlossene Stellung.
[0039] Am Gehäuse 2 ist ein Klemmkasten 19 mit einer elektronischen Erfassung der Sensordaten
und/oder einer Steuerung des Kondensatventils 12 angebracht. Die Sensoren bzw. das
Kondensatventil sind über Anschlusskabel 20 mit dem Klemmkasten 19 verbunden, wobei
die Anschlusskabel 20 flexibel und in ihrer Länge so ausgestaltet, dass bei einem
Umsetzen des Klemmkastens 19 auf eine andere Seite des Gehäuses die Anschlusskabel
20 nicht gelöst werden müssen. Die Möglichkeit den Klemmkasten 19 umzumontieren, ohne
Kabelverbindungen lösen zu müssen, erlaubt den Einsatz eines Standardgeräts unter
verschiedensten örtlichen Gegebenheiten.
[0040] Das Gehäuse 2 ist so mit Durchführungen 30 ausgestaltet, dass der Anschluss der Wärmeträgerleitungen
4, 5 und der Kondensatleitung 21 an unterschiedlichen Positionen am Gehäuse 2 möglich
ist. Ungenutzte Durchführungen werden beispielsweise mit einem Anschlussdeckel 9 versehen.
Grundsätzlich ist es vorteilhaft, alle Anschlussöffnungen 7, 29 und die Durchführungen
30 am Gehäuse 2 einheitlich auszuführen, damit einheitliche Anschlussstutzen 8 bzw.
Anschlussdeckel 9 verwendet werden können.
[0041] Die Anschlussöffnungen 7, 29 sind bevorzugt als kreisrunde Öffnungen mit Schraubverbindungen
auf einem konzentrischen Kreis, einer Bürsten-, Lippen- oder O-Ringdichtung an der
Zylinderwand und einer axialen kreisrunden Flachdichtung um die Anschlussöffnung 7,
29 herum, ausgestaltet. Damit wird ein doppeltes Dichtsystem realisiert. Weiterhin
ist ein Umbau von Anbaukomponenten und Verschlussdeckeln 9 jederzeit nur durch Lösen
und Festziehen von Schraubverbindungen möglich.
[0042] Die Medienanschlüsse 3 sind als radial trennbare Anschlüsse ausgestaltet, vorzugsweise
Flachdichtungsanschlüsse mit Überwurfmutter, womit nach Lösen der Medienanschlüsse
3 der Wärmetauscher 1 senkrecht zur Achse der Vor- bzw. Rücklaufanschlussleitung 4,
5 ein- und ausgebaut werden kann, ohne dass die bevorzugt starr ausgebildeten Leitungen
4, 5 bewegt werden müssen.
[0043] Grundsätzlich ist das Gerät für den Außeneinsatz auf einem Gebäudedach oder zur Innenaufstellung
im Gebäude geeignet. Weiterhin ist es vorteilhaft Elemente zur Schalldämpfung im Abluftwärmenutzungsgerät
zu integrieren.
[0044] Fig. 4 zeigt ein erfindungsgemäßes Abluftwärmenutzungsgerät in alternativer Ausführung mit
geöffnetem Deckelteil in der Aufsicht. Im Gegensatz zur Darstellung in
Fig. 3 ist kein vertikal nach oben ausblasender Ventilator 26 vorgesehen. Der Fortluftstrom
wird über eine Anschlussöffnung 29 mit Anschlussstutzen 8 aus dem Fortluftsammelraum
27 geführt. Weiterhin ist eine Ausführung ohne Rauchdetektor 17, ohne Bypassklappe
25 und mit drei Anschlussöffnungen 7 gezeigt, wobei zwei der Anschlussöffnungen 7
mit einem Verschlussdeckel 9 und eine Anschlussöffnung 7 mit einem Anschlussstutzen
8 versehen sind.
[0045] Die Möglichkeit die Abluft über verschiedene Anschlussöffnungen 7 zuzuführen, erlaubt
eine flexible Anpassung eines Standardgeräts entsprechend der örtlichen Gegebenheiten.
[0046] Die Deckelteile 14, Seitenteile und Bodenteile des Gehäuses 2, welche mit Scharnieren
oder Gelenken zum Öffnen des Gehäuses ausgestattet sind bzw. die Türen an den Deckel-,
Seiten- und Bodenteilen sind dabei in ihrer Größe so ausgelegt, dass der Wärmetauscher
1, der Luftfilter 16 oder die Auffangwanne 10 nach dem Lösen der Verbindungselemente
herausgenommen und wieder eingesetzt werden können.
[0047] Fig. 5 zeigt, wie die Kondensatleitung 21, die Vorlaufanschlussleitung 4 und die Rücklaufanschlussleitung
5 als ein achsparalleles Rohrbündel 23 aus dem isolierten Gehäuse 2 herausgeführt
werden. Das Rohrbündel 23 besitzt eine für alle Rohre gemeinsame starke Isolierung
24 nach außen, die Einzelleitungen gegeneinander sind jedoch nur schwach isoliert,
so dass bei einer Leitungsführung im Freien und niedrigen Außentemperaturen im Betrieb
die Kondensatleitung 21 von einer oder beiden Leitungen 4, 5 soweit temperiert wird,
dass sie frostfrei und damit funktionsfähig bleibt.
[0048] Das Gehäuse 2 weist einen oder mehrere nach oben aufklappbare Deckelteile 14 oder
seitlich schwenkbare Türen, die jeweils einseitig mit Scharnieren 13 befestigt sind
und über einen Anschlag sowie eine Gewichtsentlastung verfügen. Damit sind alle Funktionskomponenten
nach dem Öffnen des Deckelteils 14 oder der Türen direkt zugänglich.
[0049] Fig. 6 und
Fig. 7 zeigen die Aufstellung eines erfindungsgemäßen Abluftwärmenutzungsgerätes. Das Gerät
steht auf höhen- und winkelverstellbaren Füßen 28, und kann damit auf ebenen genauso
wie auf geneigten Dächern aufgestellt werden, wobei die exakte waagerechte Ausrichtung
und Fixierung direkt bei der Aufstellung erfolgt, ohne dass Bauteile hinzugefügt oder
entfernt werden müssen.
Bezugszeichenliste
[0050]
- 1
- Wärmetauscher
- 2
- Gehäuse
- 3
- Medienanschluss
- 4
- Vorlaufanschlussleitung, Leitung
- 5
- Rücklaufanschlussleitung, Leitung
- 6
- Abluftsammelraum
- 7
- Anschlussöffnung
- 8
- Anschlussstutzen
- 9
- Verschlussdeckel
- 10
- Auffangwanne
- 11
- Ablaufleitung
- 12
- Kondensatventil
- 13
- Scharnier
- 14
- Deckelteil
- 15
- Verschluss
- 16
- Luftfilter
- 17
- Rauchdetektor
- 18
- Drucksensor
- 19
- Klemmkasten
- 20
- Anschlusskabel
- 21
- Kondensatleitung
- 22
- Siphon
- 23
- Rohrbündel
- 24
- Isolierung
- 25
- Bypassklappe
- 26
- Ventilator
- 27
- Fortluftsammelraum
- 28
- Fuß
- 29
- Anschlussöffnung
- 30
- Durchführung
1. Abluftwärmenutzungsgerät, bestehend aus einem Gehäuse mit mindestens zwei Anschlussöffnungen,
einem Wärmetauscher und einer Auffangwanne, wobei eine Anschlussöffnung in Strömungsrichtung
vor dem Wärmetauscher und eine Anschlussöffnung in Strömungsrichtung hinter dem Wärmetauscher
angeordnet ist und wobei der Wärmetauscher in oder oberhalb der Auffangwanne angeordnet
ist und wobei der Wärmetauscher ein Luft-Flüssigkeits-Wärmetauscher ist und der Wärmetauscher
ein flüssigkeitsführendes System aufweist, welches eine Vorlaufanschlussleitung und
eine Rücklaufanschlussleitung aufweist und die Vorlaufanschlussleitung und die Rücklaufanschlussleitung
je einen Medienanschluss aufweisen, dadurch gekennzeichnet,
dass innerhalb des Gehäuses (2) ein Kondensatventil (12) angeordnet ist und dass dieses
Kondensatventil (12) über eine Ablaufleitung (11) mit der Auffangwanne (10) verbunden
ist und dass am Kondensatventil (12) eine Kondensatleitung (21) angeschlossen ist
und dass die Kondensatleitung (21) aus dem Gehäuse (2) geführt ist und dass das Volumen
der Auffangwanne (10) größer ist als das Gesamtvolumen des flüssigkeitsführenden Systems,
der Vorlaufanschlussleitung (4) und der Rücklaufanschlussleitung (5) und dass in der
Vorlaufanschlussleitung (4) und/oder in der Rücklaufanschlussleitung (5) ein Drucksensor
(18) angeordnet ist und dass ein von diesem Drucksensor (18) detektierter Druckabfall
eine Bedingung für ein das Kondensatventil (12) schließendes Umschaltsignal ist.
2. Abluftwärmenutzungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen dem Wärmetauscher (1) und der in Strömungsrichtung nach dem Wärmetauscher
(1) liegenden Anschlussöffnung (29) ein Fortluftsammelraum (27) und/oder zwischen
dem Wärmetauscher (1) und der in Strömungsrichtung vor dem Wärmetauscher (1) liegenden
Anschlussöffnung (7) ein Abluftsammelraum (6) ausgebildet ist.
3. Abluftwärmenutzungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass das Gehäuse (2) eine Isolierung aufweist.
4. Abluftwärmenutzungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass das Gehäuse (2) aus miteinander verbundenen Seitenteilen, Bodenteilen und Deckelteilen
(14) besteht.
5. Abluftwärmenutzungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Seitenteile und/oder die Bodenteile und/oder die Deckelteile (14) mit Scharnieren
(13) oder Gelenken ausgestaltet sind und/oder Türen aufweisen.
6. Abluftwärmenutzungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Medienanschlüsse (3) radial trennbar ausgestaltet sind.
7. Abluftwärmenutzungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass in Strömungsrichtung vor dem Wärmetauscher (1) ein Luftfilter (16) oberhalb der Auffangwanne
(10) und in Strömungsrichtung vor der Auffangwanne (10) angeordnet ist.
8. Abluftwärmenutzungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass in Strömungsrichtung vor dem Wärmetauscher (1) ein Temperatursensor und/oder ein
Rauchdetektor (17) und/oder ein Drucksensor und/oder in Strömungsrichtung nach dem
Wärmetauscher ein Temperatursensor und/oder ein Rauchdetektor und/oder ein Drucksensor
angeordnet sind.
9. Abluftwärmenutzungsgerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
dass eine elektronische Steuerung der Sensoren und/oder des Kondensatventils (12) am Gehäuse
(2) angeordnet ist.
10. Abluftwärmenutzungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass in der Kondensatleitung (21) ein Siphon (22) angeordnet ist.
11. Abluftwärmenutzungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Vorlaufanschlussleitung (4) und die Kondensatleitung (21) oder die Rücklaufanschlussleitung
(5) und die Kondensatleitung (21) oder die Vorlaufanschlussleitung (4), die Rücklaufanschlussleitung
(5) und die Kondensatleitung (21) ein Rohrbündel (23) bilden und eine gemeinsame Isolierung
(24) aufweisen.
12. Abluftwärmenutzungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass in Strömungsrichtung vor dem Wärmetauscher (1) eine weitere Anschlussöffnung (7)
angeordnet ist und dass an dieser Anschlussöffnung (7) eine Bypassklappe (25) angebracht
ist.
13. Abluftwärmenutzungsgerät nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Wärmetauscher (1) und/oder der Luftfilter (16) und/oder die Auffangwanne (10)
austauchbar gestaltet sind.
14. Abluftwärmenutzungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass an der in Strömungsrichtung hinter dem Wärmetauscher (1) angeordneten Anschlussöffnung
(29) ein Ventilator (26) angebracht ist.
15. Abluftwärmenutzungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Anschlussöffnungen (7, 29) mit Anschlussstutzen oder mit Verschlussdeckeln versehen
sind.
16. Abluftwärmenutzungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass in dem Gehäuse (2) eine Wärmepumpe mit einer Umwälzpumpe integriert ist und dass
die Wärmepumpe mit der Vorlaufanschlussleitung (4) und der Rücklaufanschlussleitung
(5) des Wärmetauschers (1) verbunden ist und damit zwischen Wärmetauscher (1) und
Wärmepumpe ein Wärmeträgerkreislauf gebildet wird und dass die Wärmepumpe oberhalb
der Auffangwanne (10) angeordnet ist und dass die Wärmepumpe über Rohrleitungen mit
einem weiteren Wärmekreislauf verbunden ist und dass das Volumen der Auffangwanne
(10) größer ist als das Gesamtvolumen des Wärmeträgerkreislaufes zwischen Wärmetauscher
(1) und Wärmepumpe.
17. Abluftwärmenutzungsgerät nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet,
dass die Rohrleitungen des weiteren Wärmekreislaufes und die Kondensatleitung ein Rohrbündel
(23) bilden und eine gemeinsame Isolierung (24) aufweisen.
1. Exhaust air heat utilisation device, consisting of a housing with at least two connection
openings, a heat exchanger and a collecting tray, with one connection opening being
arranged in the flow direction before the heat exchanger and one connection opening
being arranged in the flow direction after the heat exchanger, and with the heat exchanger
being arranged in or above the collecting tray, and with the heat exchanger being
an air-liquid heat exchanger and the heat exchanger comprising a liquid conducting
system, which has a supply line and a return line, and the supply line and the return
line each having a media connection, characterized in that
a condensate valve (12) is disposed within the housing (2), and that this condensate
valve (12) is connected via a drain line (11) with the collecting tray (10), and that
a condensate line (21) is connected to the condensate valve (12), and that the condensate
line (21) is led out of the housing (2), and that the volume of the collecting tray
(10) is larger than the total volume of the liquid conducting system, the supply line
(4) and the return line (5), and that a pressure sensor (18) is arranged in the supply
line (4) and/or in the return line (5), and that a pressure loss detected by this
pressure sensor (18) is a condition for a switchover signal closing the condensate
valve (12).
2. Exhaust air heat utilisation device according to claim 1, characterized in that between the heat exchanger (1) and the connection opening (29) located in the flow
direction after the heat exchanger (1) there is an exhaust air collecting chamber
(27), and/or between the heat exchanger (1) and the connecting opening (7) located
in the flow direction before the heat exchanger (1) there is an extract air collecting
chamber (6).
3. Exhaust air heat utilisation device according to claim 1, characterized in that the housing (2) has an insulation.
4. Exhaust air heat utilisation device according to claim 1, characterized in that
the housing (2) consists of interconnected side panels, bottom parts and cover parts
(14).
5. Exhaust air heat utilisation device according to claim 1, characterized in that
the side panels and/or the bottom parts and/or the cover parts (14) are equipped with
hinges (13) or joints and/or doors.
6. Exhaust air heat utilisation device according to claim 1, characterized in that the media connections (3) are configured being radially separable.
7. Exhaust air heat utilisation device according to claim 1, characterized in that
an air filter (16) is arranged in the flow direction before the heat exchanger (1)
above the collecting tray (10) and in the flow direction before the collecting tray
(10).
8. Exhaust air heat utilisation device according to claim 1, characterized in that
a temperature sensor and/or a smoke detector (17) and/or a pressure sensor are arranged
in the flow direction before the heat exchanger (1), and/or a temperature sensor and/or
a smoke detector and/or a pressure sensor are arranged in the flow direction after
the heat exchanger.
9. Exhaust air heat utilisation device according to claim 8, characterized in that
an electronic control of the sensors and/or the condensate valve (12) is mounted at
the housing (2).
10. Exhaust air heat utilisation device according to claim 1, characterized in that a siphon (22) is placed in the condensate line (21).
11. Exhaust air heat utilisation device according to claim 1, characterized in that
the supply line (4) and the condensate line (21) or the return line (5) and the condensate
line (21) or the supply line (4), the return line (5) and the condensate line (21)
form a tube bundle (23) and a have common insulation (24).
12. Exhaust air heat utilisation device according to claim 1, characterized in that
a further connection opening (7) is arranged in the flow direction before the heat
exchanger (1) and that a bypass damper (25) is mounted at this connection opening
(7).
13. Exhaust air heat utilisation device according to claim 1 or 3, characterized in that the heat exchanger (1) and/or the air filter (16) and/or the collecting tray (10)
are exchangeable.
14. Exhaust air heat utilisation device according to claim 1, characterized in that
a fan (26) is mounted at the connection opening (29) arranged in the flow direction
after the heat exchanger (1).
15. Exhaust air heat utilisation device according to claim 1, characterized in that the connection openings (7, 29) are provided with connecting pieces or sealing caps.
16. Exhaust air heat utilisation device according to claim 1, characterized in that
a heat pump with a circulating pump is integrated in the housing (2) and that the
heat pump is connected with the supply line (4) and the return line (5) of the heat
exchanger (1), and thus a heat transfer circuit is formed between the heat exchanger
(1) and heat pump and that the heat pump is arranged above the collecting tray (10)
and that the heat pump is connected via pipes with a further heating circuit and that
the volume of the collecting tray (10) is larger than the total volume of the heat
transfer circuit between the heat exchanger (1) and the heat pump.
17. Exhaust air heat utilisation device according to claim 16, characterized in that
the pipes of the further heating circuit and the condensate line form a tube bundle
(23) and have a common insulation (24).
1. Appareil de récupération de la chaleur de l'air évacué, comprenant un boîtier avec
au moins deux orifices, un échangeur de chaleur et une cuve collectrice, dans lequel
un orifice se trouve en amont de l'échangeur de chaleur et un orifice se trouve en
aval de l'échangeur de chaleur, et dans lequel l'échangeur de chaleur est situé dans
ou au-dessus de la cuve collectrice, et dans lequel l'échangeur de chaleur est un
échangeur de chaleur air-liquide et l'échangeur de chaleur comporte un système de
transport de fluide qui consiste d'un raccord d'arrivée et d'un raccord de retour,
et le raccord d'arrivée et le raccord de retour contiennent chacun une connexion de
fluide, caractérisé en ce qu'
à l'intérieur du boîtier (2) il y a une vanne de condensat (12) et que cette vanne
de condensat (12) est liée à la cuve collectrice (10) par une conduite d'écoulement
(11), et qu'une conduite de condensat (21) est raccordée à la vanne de condensat (12)
et que cette conduite de condensat (21) sort le boîtier (2) et que le volume de la
cuve collectrice (10) est supérieur au volume total du système de transport de fluide,
du raccord d'arrivée (4) et du raccord de retour (5), et que dans le raccord d'arrivée
(4) et/ou le raccord de retour (5) il y a un capteur de pression (18), et qu'une chute
de pression détectée par ce capteur de pression (18) est une condition pour un signal
de commutation qui ferme la vanne de condensat (12).
2. Appareil de récupération de la chaleur de l'air évacué selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'
entre l'échangeur de chaleur (1) et l'orifice (29) qui se trouve en aval de l'échangeur
de chaleur (1) il existe une chambre collectrice de l'air d'échappement (27), et/ou
entre l'échangeur de chaleur (1) et l'orifice (7) qui se trouve en amont de l'échangeur
de chaleur (1) il existe une chambre collectrice de l'air évacué (6).
3. Appareil de récupération de la chaleur de l'air évacué selon la revendication 1, caractérisé en ce que
le boîtier (2) comporte une isolation.
4. Appareil de récupération de la chaleur de l'air évacué selon la revendication 1, caractérisé en ce que
le boîtier (2) est composé des panneaux latéraux, panneaux de fond et panneaux de
plafond (14) reliés.
5. Appareil de récupération de la chaleur de l'air évacué selon la revendication 1, caractérisé en ce que
les panneaux latéraux et/ou les panneaux de fond et/ou les panneaux de plafond (14)
sont munis des charnières (13) ou des joints et/ou des portes.
6. Appareil de récupération de la chaleur de l'air évacué selon la revendication 1, caractérisé en ce que
les connexions de fluide (3) sont radialement séparables.
7. Appareil de récupération de la chaleur de l'air évacué selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'
un filtre à air (16) se trouve en amont de l'échangeur de chaleur (1) au-dessus de
la cuve collectrice (10) et en amont de la cuve collectrice (10).
8. Appareil de récupération de la chaleur de l'air évacué selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'
un capteur de température et/ou un détecteur de fumée (17) et/ou un capteur de pression
se trouvent en amont de l'échangeur de chaleur (1), et/ou un capteur de température
et/ou un détecteur de fumée et/ou un capteur de pression se trouvent en aval de l'échangeur
de chaleur.
9. Appareil de récupération de la chaleur de l'air évacué selon la revendication 8, caractérisé en ce qu'
un boîtier de commande électrique des capteurs et/ou de la vanne de condensat (12)
se trouve au boîtier (2).
10. Appareil de récupération de la chaleur de l'air évacué selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un siphon (22) se trouve dans la conduite de condensat (21).
11. Appareil de récupération de la chaleur de l'air évacué selon la revendication 1, caractérisé en ce que
le raccord d'arrivée (4) et la conduite de condensat (21) ou le raccord de retour
(5) et la conduite de condensat (21) ou le raccord d'arrivée (4), le raccord de retour
(5) et la conduite de condensat (21) forment un faisceau tubulaire (23) et comportent
une isolation (24) commune.
12. Appareil de récupération de la chaleur de l'air évacué selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'
un autre orifice (7) se trouve en amont de l'échangeur de chaleur (1) et qu'un clapet
de dérivation (25) est attaché à cet orifice (7).
13. Appareil de récupération de la chaleur de l'air évacué selon la revendication 1 ou
3, caractérisé en ce que
l'échangeur de chaleur (1) et/ou le filtre à air (16) et/ou la cuve collectrice (10)
sont conçus de manière échangeable.
14. Appareil de récupération de la chaleur de l'air évacué selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'
un ventilateur (26) est fixé à l'orifice (29) qui se trouve en aval de l'échangeur
de chaleur (1).
15. Appareil de récupération de la chaleur de l'air évacué selon la revendication 1, caractérisé en ce que
les orifices (7, 29) sont pourvus des manchons de raccordement ou des couvercles de
fermeture.
16. Appareil de récupération de la chaleur de l'air évacué selon la revendication 1, caractérisé en ce que
dans le boîtier (2) est intégrée une pompe à chaleur avec une pompe de circulation
et que la pompe à chaleur est liée au raccord d'arrivée (4) et au raccord de retour
(5) de l'échangeur de chaleur (1), et ainsi entre l'échangeur de chaleur (1) et la
pompe à chaleur est formé un circuit de transfert de chaleur et que la pompe à chaleur
se trouve au-dessus de la cuve collectrice (10) et que la pompe à chaleur est liée
à un autre circuit de transfert de chaleur par des conduites et que le volume de la
cuve collectrice (10) est supérieur au volume total du circuit de transfert de chaleur
entre l'échangeur de chaleur (1) et la pompe à chaleur.
17. Appareil de récupération de la chaleur de l'air évacué selon la revendication 16,
caractérisé en ce que
les conduites de l'autre circuit de transfert de chaleur et la conduite de condensat
forment un faisceau tubulaire (23) et comportent une isolation (24) commune.