[0001] Die Erfindung betrifft zuvorderst ein Verfahren zum Betrieb einer Aufzugssteuerungseinrichtung
in einem Installations-, Initialisierungs- oder Wartungsmodus oder dergleichen. Im
Weiteren betrifft die Erfindung auch ein Computerprogramm zur Implementierung des
Verfahrens sowie ein Computerprogrammprodukt mit einem solchen Computerprogramm und
eine Vorrichtung, nämlich zum Beispiel eine Aufzugssteuerungseinrichtung, mit einem
solchen Computerprogramm als Mittel zur Ausführung des Verfahrens.
[0002] Bei modernen Aufzugsteuerungseinrichtungen ist ein Zugriff auf diese mittels eines
im Folgenden ohne Verzicht auf eine weitergehende Allgemeingültigkeit als Programmiergerät
bezeichneten Geräts möglich. Unter dem Begriff Zugriff sind hier vorzugsweise die
Aktivierung oder Deaktivierung von Aufzugsfunktionen sowie temporäre oder dauernde
Änderungen des Programmablaufs oder von Einstellparametern der Aufzugsteuerungseinrichtung
zu verstehen. Der Zugriff kann lokal erfolgen, wenn Fachpersonal mit einem entsprechenden
Programmiergerät vor Ort anwesend ist. Der Zugriff kann auch von einer entfernten
Station, zum Beispiel über das Internet, erfolgen. Es versteht sich von selbst, dass
bei einem entfernten Zugriff auf die Aufzugsteuerungseinrichtung aus Sicherheitsgründen
einzelne Funktionen der Aufzugsteuerungseinrichtung, wie zum Beispiel das Öffnen von
Stockwerkstüren, nicht zugänglich sein dürfen. Druckschrift
JP 2004 099 301 A offenbart ein Programmiergerät gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 11.
[0003] Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht entsprechend darin, ein Verfahren
zum Betrieb einer Aufzugsteuerungseinrichtung anzugeben, das eine sichere Erkennung
eines lokalen Zugriffs auf die Aufzugsteuerungseinrichtung erlaubt.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einem Verfahren zum Betrieb einer Aufzugssteuerungseinrichtung
mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Dazu ist bei einem derartigen Verfahren,
bei welchem die Aufzugssteuerungseinrichtung eine Schnittstelle zum leitungslosen
und/oder leitungsgebundenen Zugriff auf die Aufzugssteuerungseinrichtung mittels eines
Programmiergeräts aufweist, Folgendes vorgesehen: Beim Zugriff oder im Zusammenhang
mit dem Zugriff auf die Aufzugssteuerungseinrichtung mittels des Programmiergeräts
wird automatisch eine Kennung an das Programmiergerät gesendet. Die Kennung kann zum
Beispiel von der Aufzugssteuerungseinrichtung an das Programmiergerät gesendet werden.
Genauso ist zum Beispiel möglich, dass beim Zugriff auf die Aufzugssteuerungseinrichtung
mittels des Programmiergeräts eine Kennung durch ein drittes Gerät an das Programmiergerät
und ebenso an die Aufzugssteuerungseinrichtung gesendet wird. Die Aufzugssteuerungseinrichtung
erwartet aufgrund der gesendeten Kennung innerhalb einer vorgegebenen oder vorgebbaren
Eingabezeitspanne eine Eingabe der zuvor gesendeten Kennung an einem Bedienfeld, wobei
das Bedienfeld im Bereich der Aufzugsanlage angeordnet ist, mit der Aufzugssteuerungseinrichtung
zusammenwirkt und die Eingabe der Kennung nur durch Berührung oder aus geringer Distanz
ermöglicht. Vorzugsweise wird dafür ein Bedienfeld verwendet, wie es bei einer Aufzugsanlage
auf den einzelnen Stockwerken vorgesehen ist (Stockwerksbedienfeld; Landing Operating
Panel - LOP), oder ein Bedienfeld einer Aufzugskabine (Kabinenbedienfeld; Cabin Operating
Panel - COP). Die Aufzugssteuerungseinrichtung überprüft automatisch die eingegebene
Kennung, indem sie diese auf Übereinstimmung oder zumindest hinreichende Übereinstimmung
mit der zuvor gesendeten Kennung vergleicht, und die Aufzugssteuerungseinrichtung
schaltet automatisch den Zugriff auf die Aufzugssteuerungseinrichtung frei, wenn die
zuvor gesendete Kennung innerhalb der Eingabezeitspanne korrekt eingegeben wurde.
Wenn die Aufzugssteuerungseinrichtung die Kennung nicht selbst sendet ist vorgesehen,
dass die Aufzugssteuerungseinrichtung die extern zum Programmiergerät gesendete Kennung
ebenfalls empfängt und daher die spätere Eingabe der Kennung prüfen kann. Als ein
Senden der Kennung durch die Aufzugssteuerungseinrichtung wird dabei ein unmittelbar
durch die Aufzugssteuerungseinrichtung erfolgendes Versenden, aber auch ein mittelbar,
nämlich unter Kontrolle der Aufzugssteuerungseinrichtung erfolgendes Versenden verstanden,
wobei als Sender zum Beispiel eine dafür geeignete Vorrichtung in der Aufzugskabine
fungiert.
[0005] Normalerweise wird als Eingabezeitspanne ein vergleichsweise kurzer Zeitwert gewählt,
zum Beispiel ein Zeitwert in der Größenordnung von einigen Sekunden, zum Beispiel
dreißig Sekunden. Dies gewährleistet, dass bei einer nicht innerhalb der Eingabezeitspanne
erfolgten Eingabe der Kennung keine Freischaltung des Zugriffs auf die Aufzugsteuerungseinrichtung
erfolgt. Die Freischaltung ist damit überhaupt nur in engem zeitlichem Zusammenhang
mit dem Aussenden der Kennung durch die Aufzugsteuerungseinrichtung möglich. Dies
verhindert eine irrtümliche Freigabe, wenn durch Eingaben an einem Bedienfeld zufällig
die möglicherweise bereits vor Tagen oder Wochen von der Aufzugsteuerungseinrichtung
ausgesendete Kennung erraten wird. Als Eingabezeitspanne kann jedoch auch ein vergleichsweise
großer Zeitwert gewählt werden, zum Beispiel ein Zeitwert in der Größenordnung von
einigen Minuten. Ein sehr großer Zeitwert, zum Beispiel ein Zeitwert in der Größenordnung
von Monaten oder Jahren, bedeutet, dass überhaupt nicht überwacht wird, ob die Eingabe
der Kennung in zeitlichem Zusammenhang mit dem Aussenden der Kennung erfolgt. Insofern
ist für die Auslegung der Beschreibung davon auszugehen, dass die Überwachung der
Eingabezeitspanne auch entfallen kann.
[0006] Die Erfindung geht von der Überlegung aus, dass bei einem lokalen Zugriff auf die
Aufzugsteuerungseinrichtung Fachpersonal vor Ort anwesend ist, um die Inbetriebnahme,
Initialisierung, Wartung usw. der Aufzugsanlage vorzunehmen. Das Fachpersonal sorgt
dafür, dass mit den jeweils im Rahmen der Inbetriebnahme, Initialisierung, Wartung
usw. vorgenommenen Maßnahmen keine Personengefährdung einhergeht. Daher können bei
einem solchen lokalen Zugriff auf die Aufzugsteuerungseinrichtung auch Funktionen
zugänglich gemacht werden, die bei einem entfernten Zugriff auf die Aufzugsteuerungseinrichtung
nicht zur Verfügung stehen dürfen. Ein Beispiel für eine solche Funktion ist das bereits
erwähnte Öffnen der Stockwerkstüren.
[0007] Zur sicheren Erkennung eines lokalen Zugriffs auf die Aufzugsteuerungseinrichtung
ist damit der Nachweis erforderlich, dass sich Fachpersonal vor Ort befindet. Indem
die Aufzugsteuerungseinrichtung bei einem Versuch eines Zugriffs auf die Aufzugsteuerungseinrichtung
eine Kennung an das Gerät sendet, mit dem der Zugriffsversuch ausgelöst wurde, worauf
das Gerät - hier also das Programmiergerät - unmittelbar oder mittelbar eine Ausgabe
der Kennung veranlasst, kann das Fachpersonal die empfangene Kennung an einem im Bereich
der Aufzugsanlage angeordneten Bedienfeld der Aufzugsteuerungseinrichtung eingeben.
Wenn die Eingabe korrekt erfolgt ist, ist sichergestellt, dass sich Fachpersonal vor
Ort befindet. Dann kann der erweiterte, lokale Zugriff auf die Aufzugsteuerungseinrichtung
freigeschaltet werden.
[0008] Der Vorteil der Erfindung besteht vor allem in der einfachen Art und Weise, wie ein
lokaler Zugriff auf die Aufzugsteuerungseinrichtung erkannt wird. Es sind keine Auswertungen
von Gerätekennungen und dergleichen und ein Vorhalten einer Liste zulässiger Geräte
und auch keine Laufzeitmessungen für zwischen dem Programmiergerät und der Aufzugsteuerungseinrichtung
ausgetauschte Daten erforderlich. Die Erkennung des lokalen Zugriffs auf die Aufzugsteuerungseinrichtung
ist damit einfach umsetzbar und trotzdem sicher.
[0009] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Dabei
verwendete Rückbeziehungen weisen auf die weitere Ausbildung des Gegenstandes des
Hauptanspruches durch die Merkmale des jeweiligen Unteranspruches hin. Sie sind nicht
als ein Verzicht auf die Erzielung eines selbständigen, gegenständlichen Schutzes
für die Merkmalskombinationen der rückbezogenen Unteransprüche zu verstehen. Des Weiteren
ist im Hinblick auf eine Auslegung der Ansprüche bei einer näheren Konkretisierung
eines Merkmals in einem nachgeordneten Anspruch davon auszugehen, dass eine derartige
Beschränkung in den jeweils vorangehenden Ansprüchen nicht vorhanden ist.
[0010] Bei einer Ausführungsform des Verfahrens endet die Freischaltung des Zugriffs auf
die Aufzugssteuerungseinrichtung automatisch nach einer vorgegebenen oder vorgebbaren
Zugriffszeitspanne. Dies vermeidet Sicherheitsrisiken, wie sie sich ergeben können,
wenn die Freischaltung des Zugriffs auf die Aufzugsteuerungseinrichtung nicht manuell
beendet wird, wenn diese vom Fachpersonal nicht mehr benötigt wird.
[0011] Die Freischaltung des Zugriffs auf die Aufzugssteuerungseinrichtung kann beendet
werden, indem das Fachpersonal eine entsprechende Kennung an einem Bedienfeld eingibt.
Wenn das Fachpersonal die Bedienhandlungen an der Aufzugsteuerungseinrichtung mit
einer solchen Eingabe beendet, ist sichergestellt, dass die Freischaltung des lokalen
Zugriffs auf die Aufzugsteuerungseinrichtung beendet ist.
[0012] Eine besonders einfache Art und Weise zur Eingabe der von der Aufzugsteuerungseinrichtung
empfangenen Kennung bei der Aufzugsteuerungseinrichtung besteht darin, dass das Fachpersonal
die Kennung mittels eines von der Aufzugsteuerungseinrichtung umfassten oder der Aufzugssteuerungseinrichtung
zugeordneten Tastenfeldes manuell eingibt. Der Begriff Eingabe ist allerdings weit
auszulegen und umfasst jede Form, in der der Aufzugsteuerungseinrichtung die Kennung
mitgeteilt werden kann. Insoweit kommt auch eine automatische Auswertung in Betracht.
Beispiele in dieser Hinsicht sind eine optisch auswertbare Kennung und eine akustisch
auswertbare Kennung.
[0013] Eine Ausführungsform des Verfahrens sieht demnach vor, dass das Programmiergerät
eine insbesondere optische, akustische oder haptische Aktorik zur Ausgabe der empfangenen
Kennung in einer automatisch auswertbaren Form umfasst, dass das Bedienfeld eine Sensorik
zur Erfassung der an das Programmiergerät gesendeten Kennung umfasst und dass das
Programmiergerät in den Erfassungsbereich der Sensorik gebracht wird und die Sensorik
die an das Programmiergerät gesendete und mittels der Aktorik ausgegebene Kennung
erfasst. Die Ausgabe der von der Aufzugsteuerungseinrichtung empfangenen Kennung in
einer automatisch auswertbaren Form und die Erfassung und anschließende Auswertung
mit einer dafür geeigneten Sensorik hat den Vorteil, dass zum Beispiel Eingabefehler,
wie sie bei einer manuellen Eingabe der Kennung über ein Tastenfeld oder dergleichen
möglich sind, vermieden werden. Dennoch lässt sich auch mit einer solchen "Eingabe"
der Kennung am Bedienfeld die Anwesenheit von Fachpersonal vor Ort sicher erkennen,
denn die jeweilige Aktorik muss durch das Fachpersonal in den Erfassungsbereich der
jeweiligen Sensorik gebracht werden.
[0014] Bei einer speziellen Variante dieser Ausführungsform des Verfahrens umfasst das Programmiergerät
als Aktorik Mittel zur optischen Darstellung der Kennung, insbesondere in Form eines
Barcodes. Die von der Aufzugsteuerungseinrichtung empfangene Kennung wird mittels
der Aktorik in einer optisch sensierbaren Art und Weise dargestellt. Das Bedienfeld
umfasst als Sensorik Mittel zur optischen Erfassung der auf diese Art und Weise dargestellten
Kennung, insbesondere eine Kamera. Zur "Eingabe" der Kennung wird das Programmiergerät,
also zumindest die jeweilige Aktorik, in den Erfassungsbereich der Sensorik gebracht
und die optische Darstellung der Kennung wird mittels der Sensorik erfasst.
[0015] Bei einer alternativen oder zusätzlichen Variante der oben geschilderten speziellen
Ausführungsform des Verfahrens umfasst das Programmiergerät als Aktorik Mittel zur
akustischen Darstellung der Kennung, insbesondere zur Darstellung/Ausgabe der Kennung
in Form einer Tonfolge. Das Bedienfeld umfasst als Sensorik Mittel zur akustischen
Erfassung der auf diese Art und Weise "dargestellten" Kennung, insbesondere einen
Schallwandler, nämlich zum Beispiel ein Mikrophon. Zur "Eingabe" der Kennung wird
das Programmiergerät, also zumindest die jeweilige Aktorik, in den Erfassungsbereich
der Sensorik gebracht und die akustische Darstellung der Kennung wird mittels der
Sensorik erfasst.
[0016] Die oben genannte Aufgabe wird auch mit einer Aufzugsteuerungseinrichtung und einem
Programmiergerät gelöst, die bzw. das zur Ausführung des Verfahrens und einzelner
oder aller Ausgestaltungen des Verfahrens eingerichtet sind. Die Erfindung ist dabei
bevorzugt in Software implementiert. Die Erfindung ist damit einerseits auch ein Computerprogramm
mit durch einen Computer, nämlich die Aufzugsteuerungseinrichtung und das Programmiergerät
ausführbaren Programmcodeanweisungen sowie ein Speichermedium mit einem derartigen
Computerprogramm, also ein Computerprogrammprodukt mit Programmcodemitteln, und schließlich
auch eine Aufzugsteuerungseinrichtung und ein Programmiergerät, in deren Speicher
als Mittel zur Durchführung des Verfahrens und seiner Ausgestaltungen ein solches
Computerprogramm geladen oder ladbar ist. Das hier und im Folgenden beschriebene Verfahren
wird automatisch zum Teil durch die Aufzugsteuerungseinrichtung und zum Teil durch
das Programmiergerät ausgeführt. Wenn im Text nicht ausdrücklich auf einen anderen
Sachverhalt hingewiesen ist, ist jeder beschriebene Verfahrensschritt so zu lesen,
dass dieser automatisch durch die Aufzugsteuerungseinrichtung oder das Programmiergerät
auf Basis und unter Kontrolle eines davon jeweils ausgeführten Steuerungsprogramms
ausgeführt wird.
[0017] Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung näher
erläutert.
[0018] Einander entsprechende Gegenstände oder Elemente sind in allen Figuren mit den gleichen
Bezugszeichen versehen.
[0019] Das oder jedes Ausführungsbeispiel ist nicht als Einschränkung der Erfindung zu verstehen.
Vielmehr sind im Rahmen der vorliegenden Offenbarung auch Abänderungen und Modifikationen
möglich, die zum Beispiel durch Kombination oder Abwandlung von einzelnen in Verbindung
mit den im allgemeinen oder speziellen Beschreibungsteil beschriebenen sowie in den
Ansprüchen und/oder der Zeichnung enthaltenen Merkmalen bzw. Elementen oder Verfahrensschritten
für den Fachmann im Hinblick auf die Lösung der Aufgabe entnehmbar sind und durch
kombinierbare Merkmale zu einem neuen Gegenstand oder zu neuen Verfahrensschritten
bzw. Verfahrensschrittfolgen führen.
[0020] Es zeigen
- Fig. 1
- eine Aufzugsanlage mit einer Aufzugssteuerungseinrichtung,
- Fig. 2
- die Aufzugssteuerungseinrichtung mit weiteren Details sowie ein zum Zugriff auf die
Aufzugssteuerungseinrichtung vorgesehenes Programmiergerät,
- Fig. 3
- ein Flussdiagramm zu einer Teilfunktionalität eines von der Aufzugssteuerungseinrichtung
ausgeführten Aufzugssteuerungsprogramms und
- Fig. 4
- eine verallgemeinerte Darstellung der Aufzugsteuerungseinrichtung und des Programmiergeräts
aus Fig. 2.
[0021] Die Darstellung in Fig. 1 zeigt schematisch vereinfacht eine Aufzugsanlage 10 in
einem selbst nicht gezeigten Gebäude mit zumindest einer in zumindest einem Aufzugsschacht
12 beweglichen Aufzugskabine 14 und einer an einer zentralen Stelle des Gebäudes vorgesehenen
Aufzugssteuerungseinrichtung 16. Die Aufzugsteuerungseinrichtung 16 ist in an sich
bekannter Art und Weise zur Steuerung der Aufzugsanlage 10 vorgesehen. Die oder jede
Aufzugskabine 14 ist in an sich bekannter Art und Weise in dem Aufzugsschacht 12 oder
in dem jeweiligen Aufzugsschacht 12 beweglich, so dass unterschiedliche Stockwerke
18 des Gebäudes erreichbar sind.
[0022] Für einen Benutzer der Aufzugsanlage 10 sind unterschiedliche Bedienfelder 20, 22
vorgesehen, nämlich zumindest ein Kabinenbedienfeld 20 (COP) sowie jeweils ein Bedienfeld
auf jedem Stockwerk 18; Stockwerksbedienfeld 22 (LOP). Datenleitungen und dergleichen
zwischen den Bedienfeldern 20, 22 und der Aufzugsteuerungseinrichtung 16 sind in der
Darstellung in Fig. 1 nicht gezeigt. Der Benutzer der Aufzugsanlage 10 übermittelt
der Aufzugssteuerungseinrichtung 16 im Wege von Bedienhandlungen an einem Bedienfeld
20, 22 einen jeweiligen Fahrwunsch und sobald der Fahrwunsch erfüllbar ist, veranlasst
die Aufzugsteuerungseinrichtung 16 eine entsprechende Bewegung der Aufzugskabine 14.
[0023] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Zugriff auf die Aufzugsteuerungseinrichtung
16, wie sie zum Beispiel bei der Inbetriebnahme, bei einer regelmäßigen Wartung, im
Servicefall oder dergleichen erforderlich ist. Ein solcher Zugriff auf die Aufzugsteuerungseinrichtung
16 erfolgt durch entsprechend geschultes Fachpersonal, also nicht durch den oben erwähnten
Benutzer.
[0024] Beim Zugriff auf die Aufzugsteuerungseinrichtung 16 durch das Fachpersonal ist es
oftmals erforderlich, dass zum Beispiel die Aufzugskabine 14 bewegt wird oder dass
Stockwerkstüren (nicht dargestellt) oder Kabinentüren (nicht dargestellt) der Aufzugskabine
14 geöffnet oder geschlossen werden. Solche hier nur beispielhaft genannten Maßnahmen
bergen Sicherheitsrisiken. Zum Beispiel darf eine Stockwerkstür auf einem der Stockwerke
18 des Gebäudes nicht ohne weiteres geöffnet werden, wenn dadurch eine Gefahr für
Benutzer des Gebäudes entsteht.
[0025] Fachpersonal kann solche oder ähnliche Gefahren erkennen und diesen entsprechend
entgegenwirken. Dies gilt aber normalerweise nur dann, wenn das Fachpersonal vor Ort
anwesend ist. Mit der hier vorgelegten Beschreibung wird entsprechend eine Lösung
vorgeschlagen, wie beim Zugriff auf die Aufzugssteuerungseinrichtung erkannt werden
kann, dass Fachpersonal vor Ort ist.
[0026] Die Darstellung in Fig. 2 zeigt die Aufzugsteuerungseinrichtung 16 immer noch schematisch
vereinfacht, aber mit weiteren Details. Danach umfasst die Aufzugsteuerungseinrichtung
16 in an sich bekannter Art und Weise eine Verarbeitungseinheit 24 in Form von oder
nach Art eines Mikroprozessors sowie einen Speicher 26. In den Speicher 26 ist ein
Aufzugssteuerungsprogramm 28 geladen, das die Funktionalität der Aufzugsanlage 10
(Fig. 1) bestimmt.
[0027] Zum Zugriff auf die Aufzugsteuerungseinrichtung 16 umfasst diese zumindest eine Schnittstelle
30, 32. In der Darstellung in Fig. 2 sind zur einfachen Veranschaulichung der Verhältnisse
zwei unabhängige Schnittstellen 30, 32, nämlich eine erste Schnittstelle 30 und eine
zweite Schnittstelle 32 gezeigt. Es ist auch möglich, dass die Aufzugsteuerungseinrichtung
16 nur eine Schnittstelle oder mehr als zwei Schnittstellen umfasst. Dann beziehen
sich die nachfolgenden Ausführungen auf ein und dieselbe Schnittstelle der Aufzugsteuerungseinrichtung
16.
[0028] Hier soll davon ausgegangen werden, dass die Aufzugsteuerungseinrichtung 16 zwei
unabhängige Schnittstellen 30, 32 umfasst und dass die erste Schnittstelle 30 zum
Beispiel einen leitungsgebundenen Zugriff auf die Aufzugsteuerungseinrichtung 16 ermöglicht.
Ein solcher leitungsgebundener Zugriff unter Verwendung der ersten Schnittstelle 30
kann durch Fachpersonal auch von einem entfernten Ort aus erfolgen, so dass der leitungsgebundene
Zugriff zum Beispiel eine Datenübertragung über das Internet oder dergleichen umfasst
und die Aufzugsteuerungseinrichtung 16 mittels der ersten Schnittstelle 30 in geeigneter
Art und Weise an ein Kommunikationsmedium angeschlossen ist, das einen solchen entfernten
Zugriff erlaubt.
[0029] Demgegenüber erlaubt die zweite Schnittstelle 32 einen Zugriff auf die Aufzugsteuerungseinrichtung
16 mittels eines dafür vorgesehenen Geräts, das im Folgenden ohne Verzicht auf eine
weitergehende Allgemeingültigkeit als Programmiergerät 34 bezeichnet wird und welches
sich für den Zugriff in unmittelbarer Nähe der Aufzugsteuerungseinrichtung 16 befindet
(lokaler Zugriff). Ein solches Programmiergerät 34 ist in der schematisch vereinfachten
Darstellung in Fig. 2 im unteren Bereich gezeigt. Das Programmiergerät 34 weist eine
zur zweiten Schnittstelle 32 der Aufzugsteuerungseinrichtung 16 passende Programmiergeräteschnittstelle
36 auf, so dass ein Datenaustausch zwischen der Aufzugsteuerungseinrichtung 16 und
dem Programmiergerät 34 möglich ist. Daneben weist das Programmiergerät 34 in an sich
bekannter Art und Weise eine Verarbeitungseinheit 38 in Form von oder nach Art eines
Mikroprozessors sowie einen Speicher 40 auf. In den Speicher 40 ist ein Programmiergerätesteuerungsprogramm
42 geladen, das die Funktionalität des Programmiergeräts 34 bestimmt.
[0030] Zur Veranschaulichung des Zugriffs auf die Aufzugsteuerungseinrichtung 16 mittels
des Programmiergeräts 34 sind in der Darstellung in Fig. 2 von den jeweiligen Schnittstellen
32, 36 ausgehende Wellenfronten gezeigt. Die Schnittstellen 32, 36 ermöglichen also
zum Beispiel eine leitungslose Kommunikation zwischen dem Programmiergerät 34 und
der Aufzugsteuerungseinrichtung 16. Genauso kann der Zugriff auf die Aufzugsteuerungseinrichtung
16 mittels des Programmiergeräts 34 auf leitungsgebundenem Wege erfolgen. Dann sind
die Schnittstellen 32, 36 dafür entsprechend ausgeführt.
[0031] Nicht gezeigt ist, dass zusätzlich oder alternativ auch einzelne oder alle Bedienfelder
20, 22 eine Schnittstelle 30, 32 zum Zugriff auf die Aufzugsteuerungseinrichtung 16
aufweisen können, nämlich zumindest eine Schnittstelle 32 zum lokalen Zugriff auf
die Aufzugsteuerungseinrichtung 16. Wenn im Folgenden entsprechend der Darstellung
in Fig. 2 von einer Schnittstelle 32 zum Zugriff auf die Aufzugsteuerungseinrichtung
16 mittels des Programmiergeräts 34 die Rede ist, soll demgemäß davon ein Zugriff
auf die Aufzugsteuerungseinrichtung 16 mittels einer von der Aufzugsteuerungseinrichtung
16 selbst umfassten Schnittstelle 32 und genauso ein Zugriff auf die Aufzugsteuerungseinrichtung
16 mittels einer von einem Bedienfeld 20, 22 umfassten Schnittstelle (nicht gezeigt)
umfasst sein.
[0032] Im Folgenden geht es um den lokalen Zugriff mittels eines Programmiergeräts 34 auf
die Aufzugsteuerungseinrichtung 16. Weil das Programmiergerät 34 von Fachpersonal
bedient wird, ist bei einem lokalen Zugriff auf die Aufzugsteuerungseinrichtung 16
das jeweilige Fachpersonal am Ort der Aufzugsanlage 10 anwesend. Der lokale Zugriff
auf die Aufzugsteuerungseinrichtung 16 kann daher eine Ausführung von Funktionen erlauben,
die bei einem entfernten Zugriff nicht verfügbar sind. In diesem Zusammenhang ist
beispielhaft ein Öffnen der oben bereits erwähnten Stockwerkstüren zu nennen. Bei
einem entfernten Zugriff darf eine Öffnung der Stockwerkstüren nicht möglich sein,
denn daraus resultiert - wie ohne weiteres ersichtlich ist - eine Gefahr für Benutzer
des Gebäudes. Bei einem lokalen Zugriff kann eine Öffnung der Stockwerkstüren für
Wartungszwecke und dergleichen notwendig sein und die damit einhergehende grundsätzliche
Gefahr bleibt beherrschbar, weil das Fachpersonal vor Ort ist und geeignete Maßnahmen
zum Schutz und zur Informationen der Benutzer des Gebäudes treffen kann.
[0033] Die Aufzugsteuerungseinrichtung 16, die im Rahmen ihres Aufzugssteuerungsprogramms
28 unabhängig von der Art des jeweiligen Zugriffs die Funktionalitäten zum Beispiel
zum Öffnen der Stockwerkstüren umfasst, muss also zwischen einem lokalen Zugriff und
einem entfernten Zugriff unterscheiden können, so dass bestimmte Funktionen, die bei
einem entfernten Zugriff nicht zugänglich sind, bei einem lokalen Zugriff zugänglich
werden.
[0034] Dafür ist vorgesehen, dass beim Zugriff mittels des Programmiergeräts 34 auf die
Aufzugssteuerungseinrichtung 16 die Aufzugssteuerungseinrichtung 16 automatisch -
also aufgrund einer entsprechenden Teilfunktionalität des Aufzugssteuerungsprogramms
28 - eine Kennung 44 an das Programmiergerät 34 sendet. Die Aufzugssteuerungseinrichtung
16 erwartet daraufhin innerhalb einer vorgegebenen oder vorgebbaren Eingabezeitspanne
eine Eingabe der zuvor gesendeten Kennung 44 an einem von der Aufzugssteuerungseinrichtung
16 umfassten oder der Aufzugssteuerungseinrichtung 16 zugeordneten Bedienfeld 20,
22. Wenn innerhalb der Eingabezeitspanne die zuvor gesendete Kennung 44 korrekt eingegeben
wurde, schaltet die Aufzugssteuerungseinrichtung 16 den Zugriff, nämlich den lokalen
Zugriff, auf die Aufzugssteuerungseinrichtung 16 frei.
[0035] Bei der Kennung 44 handelt es sich normalerweise um eine veränderliche Kennung 44,
die nicht leicht erraten werden kann und die sich zudem von Zeit zu Zeit ändert, so
dass Möglichkeiten zum Missbrauch weitgehend ausgeschlossen sind. Bei der Kennung
44 handelt es sich bei einer besonderen Ausführungsform um eine bei jedem Zugriff
auf die Aufzugsteuerungseinrichtung 16 mittels eines Programmiergeräts 34 individuell
neu gebildete Kennung 44, zum Beispiel in Form von oder auf Basis einer Zufallszahl.
[0036] Wenn die im Zusammenhang mit dem Zugriff auf die Aufzugsteuerungseinrichtung 16 mittels
des Programmiergeräts 34 von der Aufzugsteuerungseinrichtung 16 an das Programmiergerät
34 gesendete Kennung 44 anschließend, und zwar innerhalb der vorgegebenen oder vorgebbaren
Eingabezeitspanne, an der Aufzugsteuerungseinrichtung 16 oder einem der Bedienfelder
20, 22 korrekt eingegeben wird, wird dies dahingehend ausgewertet, dass Fachpersonal,
das mittels des Programmiergeräts 34 den Zugriff auf die Aufzugssteuerungseinrichtung
16 veranlasst hat, am Ort der Aufzugsanlage 10 anwesend ist, so dass der erweiterte
lokale Zugriff auf die Aufzugsteuerungseinrichtung 16 gewährt werden kann.
[0037] Damit das Fachpersonal die an das Programmiergerät 34 gesendete Kennung 44 erkennen
und anschließend bei der Aufzugsteuerungseinrichtung 16 oder einem der Bedienfelder
20, 22 eingeben kann, sind unterschiedliche Mittel zur Ausgabe der von der Aufzugsteuerungseinrichtung
16 gesendeten Kennung 44 auf Seiten des Programmiergeräts 34 sowie unterschiedliche
Mittel zur Erfassung der eingegebenen Kennung 44 möglich.
[0038] Gezeigt ist in der Darstellung in Fig. 2 zum Beispiel eine Situation, bei der dem
Programmiergerät 34 in an sich bekannter Art und Weise ein Anzeigeelement 46 in Form
eines Monitors oder dergleichen zugeordnet ist, sofern das Programmiergerät 34 ein
solches Anzeigeelement 46 nicht bereits als integralen Bestandteil umfasst. Mittels
des Anzeigeelements 46 ist die von der Aufzugsteuerungseinrichtung 16 empfangene Kennung
44 in einer für den menschlichen Benutzer, also für das das Programmiergerät 34 bedienende
Fachpersonal, erkennbar. Die Darstellung der Kennung 44 mittels des Anzeigeelements
46 ist in der Darstellung in Fig. 2 veranschaulicht, indem im Bereich des Anzeigeelements
46 die Zeichenfolge "CODE" als Beispiel für eine Kennung 44 gezeigt ist. Die Kennung
44 kann ausschließlich aus alphanumerischen Zeichen, ausschließlich aus numerischen
Zeichen oder Kombinationen von alphanumerischen und numerischen Zeichen, gegebenenfalls
Kombinationen von alphanumerischen und numerischen sowie sogenannten Sonderzeichen
gebildet sein. Das lesbare Wort "CODE" als Kennung 44 ist also ausdrücklich nur ein
Beispiel und ist vor allem auch zur leichten Unterscheidung der Darstellung der Kennung
44 von den ansonsten in der Darstellung in Fig. 2 verwendeten Bezugsziffern gewählt
worden. Zur Eingabe der Kennung 44 bei der Aufzugsteuerungseinrichtung 16, insbesondere
an einem der Bedienfelder 20, 22, umfasst das jeweilige Bedienfeld 20, 22 ein nicht
näher dargestelltes Tastenfeld 48.
[0039] Der Ablauf des Verfahrens zum Erhalt eines lokalen Zugriffs auf die Aufzugsteuerungseinrichtung
16 mittels eines am Ort der Aufzugsteuerungseinrichtung 16 vorhandenen Programmiergeräts
34 ist in der Darstellung in Fig. 3 schematisch vereinfacht anhand eines Flussdiagramms
für einen Teil des Aufzugssteuerungsprogramms 28 gezeigt. Danach wird bei der Ausführung
des Aufzugssteuerungsprogramms 28 durch die Verarbeitungseinheit 24 der Aufzugsteuerungseinrichtung
16 ein Zugriffsversuch auf die Aufzugsteuerungseinrichtung 16 mittels eines Programmiergeräts
34 erkannt (erster Schritt 50). Dann wird zu einer Teilfunktionalität des Aufzugssteuerungsprogramms
28 verzweigt, bei der in einem zweiten Schritt 52 die Aufzugsteuerungseinrichtung
16 eine Kennung 44 an das jeweilige Programmiergerät 34 sendet. Die Verzweigung zu
diesem zweiten Schritt 52 muss nicht unmittelbar im Anschluss an die Erkennung des
Zugriffsversuchs auf die Aufzugsteuerungseinrichtung 16 erfolgen. Genauso kann auch
vorgesehen sein, dass das Aufzugssteuerungsprogramm 28 zunächst weiterläuft und erst
später, und zwar zu einem geeigneten Zeitpunkt, also zum Beispiel wenn sich die Aufzugsanlage
in einer bestimmten Konfiguration befindet, auf den Zugriffsversuch durch Verzweigung
zu diesem zweiten Schritt 52 reagiert wird. In einem dritten Schritt 54 wird geprüft,
ob eine eingegebene Kennung 44 mit der ursprünglich versendeten Kennung 44 übereinstimmt.
Falls eine solche Übereinstimmung gegeben ist, wird in einem vierten Schritt 56 geprüft,
ob die Eingabe innerhalb der Eingabezeit erfolgt ist. Wenn beide Bedingungen erfüllt
sind, kann der lokale Zugriff auf die Aufzugsteuerungseinrichtung 16 freigeschaltet
werden (fünfter Schritt 58). Danach wird zum normalen Ablauf des Aufzugssteuerungsprogramms
28 zurückverzweigt.
[0040] An dieser Stelle sei daraufhingewiesen, dass die Darstellung des Flussdiagramms nur
eine Prinzipdarstellung der entsprechenden Teilfunktionalität des Aufzugssteuerungsprogramms
28 ist. Bei einer konkreten Realisierung kann zum Beispiel die Abfrage, ob die Eingabe
innerhalb der Eingabezeit erfolgt ist, entfallen, wenn nach Verstreichen der Eingabezeitspanne
automatisch zum normalen Ablauf des Aufzugssteuerungsprogramms 28 verzweigt wird.
[0041] Die Darstellung in Fig. 4 ist zum Teil eine Wiederholung der Darstellung aus Fig.
2, wobei auf die erneute Wiedergabe von Einzelheiten der Aufzugsteuerungseinrichtung
16 und des Programmiergeräts 34 verzichtet ist.
[0042] Die Darstellung in Fig. 4 soll zeigen, dass das Programmiergerät 34 als Aktorik 60
Mittel zur optischen Darstellung der Kennung 44 und/oder Mittel zur akustischen "Darstellung"
(Ausgabe) der Kennung umfasst. Als Beispiel für eine Aktorik 60 zur optischen Darstellung
der Kennung 44 war in Fig. 2 bereits das Anzeigeelement 46 gezeigt. Die Anzeige kann
zum Beispiel auch auf einem vom Fachpersonal mitgeführten mobilen Gerät, zum Beispiel
einem Mobilfunkgerät erfolgen, indem die Aufzugsteuerungseinrichtung 16 oder das Programmiergerät
34 die Kennung 44 an ein solches mobiles Gerät sendet. Als Beispiel für eine Aktorik
60 zur akustischen Darstellung/Ausgabe der Kennung 44 kommt ein Lautsprecher in Betracht,
der die von der Aufzugsteuerungseinrichtung 16 ausgesendete Kennung 44 als Tonfolge
mit Tönen unterschiedlicher Frequenzen und/oder Signalfolge mit Tonsignalen gleichbleibender
Frequenz, aber unterschiedlicher Dauer und/oder mit Tönen unterschiedlicher Frequenzen
und/oder unterschiedlicher Dauer ausgibt.
[0043] Als Sensorik 62 zur Erfassung der Kennung 44 fungiert auf Seiten des Bedienfelds
20, 22 zum Bespiel das bereits erwähnte und im Folgenden allgemein als Sensorik 62
bezeichnete Tastenfeld 48. Die Eingabe der Kennung 44 mittels einer solchen Sensorik
62 ist bereits beschrieben worden. Zur Erfassung der Kennung 44 kommt alternativ oder
zusätzlich auch eine Sensorik 62 zur optischen Erfassung der Kennung, zum Beispiel
eine Kamera, in Betracht. Auf diese Weise ist mittels der Sensorik 62 ein Bild der
von der Aufzugsteuerungseinrichtung 16 empfangenen Kennung 44 auf einem jeweiligen
Anzeigeelement 46 erfassbar und wird beim Eingeben der Kennung 44 erfasst. Eine solche
automatische Erfassung einer Darstellung der von der Aufzugsteuerungseinrichtung 16
ausgesendeten Kennung 44 ermöglicht unterschiedlichste Darstellungsarten der Kennung
44, nämlich zum Beispiel eine Darstellung der Kennung 44 in Form eines Barcodes, in
Form eines 2D-Codes, in Form eines Flickercodes und so weiter, also auch Darstellungen,
die vom Fachpersonal nicht ohne weiteres interpretiert werden können. Weiterhin alternativ
oder zusätzlich kommt zur Erfassung der Kennung 44 auch eine Sensorik 62 zur akustischen
Erfassung der Kennung 44, insbesondere eine Sensorik 62 in Form eines Schallwandlers,
in Betracht. Dann ist bei der Erfassung der Kennung 44 eine akustisch ausgegebene
Kennung 44 mittels der jeweiligen Sensorik 62 erfassbar und wird im Betrieb mittels
dieser Sensorik 62 erfasst.
[0044] Obwohl die Erfindung im Detail durch das Ausführungsbeispiel näher illustriert und
beschrieben wurde, so ist die Erfindung nicht durch das oder die offenbarten Beispiele
eingeschränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden,
ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen.
[0045] Einzelne im Vordergrund stehende Aspekte der hier eingereichten Beschreibung lassen
sich damit kurz wie folgt zusammenfassen:
Angegeben wird ein Verfahren zum Betrieb einer Aufzugssteuerungseinrichtung 16, im
Rahmen dessen bei einem Zugriff mittels eines Programmiergeräts 34 auf die Aufzugssteuerungseinrichtung
16 die Aufzugssteuerungseinrichtung 16 automatisch eine Kennung 44 an das Programmiergerät
34 sendet, wobei die Aufzugssteuerungseinrichtung 16 innerhalb einer vorgegebenen
oder vorgebbaren Eingabezeitspanne eine Eingabe der zuvor gesendeten Kennung 44 an
einem von der Aufzugssteuerungseinrichtung 16 umfassten oder der Aufzugssteuerungseinrichtung
16 zugeordneten Bedienfeld 20, 22 erwartet und wobei die Aufzugssteuerungseinrichtung
16 den Zugriff auf die Aufzugssteuerungseinrichtung 16 frei schaltet, wenn die zuvor
gesendete Kennung 44 innerhalb der Eingabezeitspanne korrekt eingegeben wurde.
1. Verfahren zum Betrieb einer Aufzugssteuerungseinrichtung (16),
wobei die Aufzugssteuerungseinrichtung (16) eine Schnittstelle (30, 32) zum leitungslosen
und/oder leitungsgebundenen Zugriff auf die Aufzugssteuerungseinrichtung (16) mittels
eines Programmiergeräts (34) aufweist,
wobei beim Zugriff mittels des Programmiergeräts (34) auf die Aufzugssteuerungseinrichtung
(16) automatisch eine Kennung (44) an das Programmiergerät (34) gesendet wird,
wobei die Aufzugssteuerungseinrichtung (16) innerhalb einer vorgegebenen oder vorgebbaren
Eingabezeitspanne eine Eingabe der zuvor gesendeten Kennung (44) an einem von der
Aufzugssteuerungseinrichtung (16) umfassten oder der Aufzugssteuerungseinrichtung
(16) zugeordneten Bedienfeld (20, 22) erwartet und
wobei die Aufzugssteuerungseinrichtung (16) den Zugriff auf die
Aufzugssteuerungseinrichtung (16) freischaltet, wenn die zuvor gesendete Kennung (44)
innerhalb der Eingabezeitspanne korrekt eingegeben wurde.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Freischaltung des Zugriffs auf die Aufzugssteuerungseinrichtung
(16) automatisch nach einer vorgegebenen oder vorgebbaren Zugriffszeitspanne endet.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Freischaltung des Zugriffs auf die Aufzugssteuerungseinrichtung
(16) beendet wird, indem eine entsprechende Kennung an einem Bedienfeld eingegeben
wird.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, wobei das Bedienfeld (20, 22) eine
Sensorik (62) zur Erfassung der an das Programmiergerät (34) gesendeten Kennung (44)
umfasst, wobei das Programmiergerät (34) eine Aktorik zur Ausgabe der empfangenen
Kennung (44) in einer automatisch auswertbaren Form umfasst und wobei das Programmiergerät
(34) in den Erfassungsbereich der Sensorik (62) gebracht wird und die Sensorik (62)
die an das Programmiergerät (34) gesendete Kennung (44) erfasst,
5. Verfahren nach Anspruch 4, wobei das Programmiergerät (34) als Aktorik (60) Mittel
zur optischen Darstellung der Kennung (44) umfasst, insbesondere in Form eines Barcodes,
wobei die empfangene Kennung (44) mittels der Aktorik (60) in einer optisch sensierbaren
Art und Weise dargestellt wird, wobei das Bedienfeld (20, 22) als Sensorik (62) Mittel
zur optischen Erfassung der Kennung (44), insbesondere eine Kamera, aufweist, und
wobei mittels der Sensorik (62) eine optische Darstellung der Kennung (44) erfasst
wird.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, wobei das Programmiergerät (34) als Aktorik (60)
Mittel zur akustischen Darstellung der Kennung (44) umfasst, insbesondere in Form
einer Tonfolge, wobei die empfangene Kennung (44) mittels der Aktorik (60) in einer
akustisch sensierbaren Art und Weise ausgegeben wird, wobei das Bedienfeld (20, 22)
als Sensorik (62) Mittel zur akustischen Erfassung der Kennung (44), insbesondere
einen Schallwandler, aufweist, und wobei mittels der Sensorik (62) eine akustische
Ausgabe der Kennung (44) erfasst wird.
7. Computerprogramm (28, 42) mit Programmcodemitteln, um alle Schritte von jedem beliebigen
der Ansprüche 1 bis 6 durchzuführen, wenn das Computerprogramm (28, 42) auf einer
Aufzugssteuerungseinrichtung (16) und einem Programmiergerät (34) zum Zugriff auf
eine Aufzugssteuerungseinrichtung (16) ausgeführt wird.
8. Computerprogrammprodukt mit Programmcodemitteln, die auf einem computerlesbaren Datenträger
gespeichert sind, um das Verfahren nach jedem beliebigen der Ansprüche 1 bis 6 durchzuführen,
wenn das Computerprogrammprodukt auf einer Aufzugssteuerungseinrichtung (16) und einem
Programmiergerät (34) zum Zugriff auf eine Aufzugssteuerungseinrichtung (16) ausgeführt
wird.
9. Aufzugssteuerungseinrichtung (16) mit einer Verarbeitungseinheit (24) und einem Speicher
(26), gekennzeichnet dadurch, dass in den Speicher (26) ein Teil des Computerprogramms (28) nach Anspruch 7 geladen
ist, das im Betrieb der Aufzugssteuerungseinrichtung (16) durch die Verarbeitungseinheit
(24) ausgeführt wird.
10. Aufzugssteuerungseinrichtung (16) nach Anspruch 9, mit zumindest einem von der Aufzugssteuerungseinrichtung
(16) umfassten oder der Aufzugssteuerungseinrichtung (16) zugeordneten Bedienfeld
(20, 22), wobei das Bedienfeld (20, 22) Mittel (48, 62) zum Erfassen einer Kennung,
insbesondere zum automatischen optischen und/oder akustischen Erfassen einer Kennung
(44), umfasst.
11. Programmiergerät (34) zum Zugriff auf eine Aufzugssteuerungseinrichtung (16) mit einer
Verarbeitungseinheit (38) und einem Speicher (40), gekennzeichnet dadurch, dass in den Speicher (40) ein Teil des Computerprogramms (42) nach Anspruch 7 geladen
ist, das im Betrieb des Programmiergeräts (34) durch die Verarbeitungseinheit (38)
ausgeführt wird.
12. Programmiergerät (34) nach Anspruch 11, mit Mitteln (46, 60) zum optischen und/oder
akustischen Ausgeben einer im Betrieb empfangenen Kennung (44).
1. Method for operating an elevator control device (16),
wherein the elevator control device (16) has an interface (30, 32) for wireless and/or
wired access to the elevator control unit (16) by means of a programming device (34),
wherein for access to the elevator control device (16) by means of the programming
device (34) a code (44) is automatically sent to the programming device (34),
wherein the elevator control device (16) expects, within a specified or specifiable
entry time period, an entry of the previously sent code (44) at a control panel (20,
22) comprised by the lift control device (16) or assigned to the elevator control
device (16), and
wherein the elevator control device (16) enables access to the elevator control device
(16) if the previously sent code (44) has been entered correctly, in particular entered
correctly within the entry time period.
2. Method according to Claim 1, wherein the enabling of the access to the elevator control
device (16) terminates automatically after a specified or specifiable access time
period.
3. Method according to Claim 1 or 2, wherein the enabling of the access to the elevator
control unit (16) is terminated by a corresponding code being entered at a control
panel.
4. Method according to any one of the previous claims, wherein the control panel (20,
22) comprises a sensor system (62) for detecting the code (44) sent to the programming
device (34), wherein the programming device (34) comprises an actuation system for
outputting the received code (44) in a form that can be evaluated automatically and
wherein the programming device (34) is placed in the detection range of the sensor
system (62) and the sensor system (62) detects the code (44) sent to the programming
device (34),
5. Method according to Claim 4, wherein as the actuator system (60) the programming device
(34) comprises means for visually displaying the identifier (44), in particular in
the form of a barcode, wherein the received code (44) is displayed by means of the
actuator system (60) in a visually assimilable manner, wherein as the sensor system
(62) the control panel (20, 22) has means for optically detecting the code (44), in
particular a camera, and wherein a visual representation of the code (44) is detected
by means of the sensor system (62).
6. Method according to Claim 4 or 5, wherein as the actuator system (60) the programming
device (34) comprises means for acoustically representing the identifier (44), in
particular in the form of a tone sequence, wherein the received code (44) is represented
by means of the actuator system (60) in an acoustically assimilable manner, wherein
as the sensor system (62) the control panel (20, 22) has means for acoustically detecting
the code (44), in particular an acoustic transducer, and wherein an acoustic output
of the code (44) is detected by means of the sensor system (62).
7. Computer program (28, 42) with program code means for carrying out all the steps of
any one of the Claims 1 to 6, when the computer program (28, 42) is executed on an
elevator control device (16) and on a programming device (34) for access to an elevator
control device (16).
8. Computer program product with program code means that are stored on a computer-readable
data medium in order to carry out the method according to any one of Claims 1 to 6,
when the computer program product is executed on an elevator control device (16) and
on a programming device (34) for access to an elevator control device (16).
9. Elevator control device (16) with a processing unit (24) and a memory (26), characterized in that a part of the computer program (28) according to Claim 7 is loaded into the memory
(26), which is executed by the processing unit (24) in the operation of the elevator
control device (16).
10. Elevator control device (16) with at least one control panel (20, 22) comprised by
the elevator control device (16) or assigned to the elevator control device (16),
wherein the control panel (20, 22) has means (48, 62) for detecting a code, in particular
for automatically detecting a code (44) optically and/or acoustically.
11. Programming device (34) for access to an elevator control device (16) with a processing
unit (38) and a memory (40), characterized in that a part of the computer program (42) according to Claim 7 is loaded into the memory
(40), which is executed by the processing unit (38) in the operation of the programming
device (34).
12. Programming device (34) according to Claim 11, having means (46, 60) for optically
and/or acoustically outputting a code (44) received in operation.
1. Procédé opérationnel d'un système de commande d'ascenseur (16),
le système de commande d'ascenseur (16) comportant une interface (30, 32), pour l'accès
sans fil et/ou filaire au système de commande d'ascenseur (16) au moyen d'un instrument
de commande (34),
lors de l'accès au système de commande d'ascenseur (16) à l'aide de l'instrument de
commande (34), un identifiant (44) étant envoyé automatiquement à l'instrument de
commande (34),
le système de commande d'ascenseur (16) attendant dans un délai de saisie prédéfini
ou prédéfinissable une saisie de l'identifiant (44) sur un panneau de commande (20,
22) englobé dans le système de commande d'ascenseur (16) ou attribué au système de
commande d'ascenseur (16) et
le système de commande d'ascenseur (16) libérant l'accès au système de commande d'ascenseur
(16) si l'identifiant (44) précédemment envoyé a été saisi correctement dans le délai
de saisie.
2. Procédé selon la revendication 1, la libération de l'accès au système de commande
d'ascenseur (16) prenant fin automatiquement après l'écoulement d'un délai de saisie
prédéfini ou prédéfinissable.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, la libération de l'accès au système de commande
d'ascenseur (16) se terminant en ce qu'un identifiant correspondant est saisi sur
un panneau de commande.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, le panneau de commande
(20, 22) comprenant un système de capteurs (62) pour la détection de l'identifiant
(44) envoyé à l'instrument de commande (34), l'instrument de commande (34) comprenant
un système d'actionneurs pour la délivrance de l'identifiant (44) réceptionné sous
une forme automatiquement évaluable et l'instrument de commande (34) étant amené dans
la zone de détection du système de capteurs (62) et le système de capteurs (62) détectant
l'identifiant (44) envoyé à l'instrument de commande (34).
5. Procédé selon la revendication 4, l'instrument de commande (34) comprenant en tant
que système d'actionneurs (60) des moyens de représentation optique de l'identifiant
(44), notamment sous la forme d'un code à barres, l'identifiant (44) réceptionné étant
représenté à l'aide du système d'actionneurs (60) d'une manière optiquement captable,
le panneau de commande (20, 22) comportant en tant que système de capteurs (62) des
moyens de détection optique de l'identifiant (44), notamment une caméra, et à l'aide
du système de capteurs (62) étant détectée une représentation optique de l'identifiant
(44).
6. Procédé selon la revendication 4 ou 5, l'instrument de commande (34) comportant en
tant que système d'actionneurs (60) des moyens de représentation acoustique de l'identifiant
(44), notamment sous la forme d'une séquence sonore, l'identifiant (44) réceptionné
étant délivré à l'aide du système d'actionneurs (60) d'une manière acoustiquement
captable, le panneau de commande (20, 22) comportant en tant que système de capteurs
(62) des moyens de détection acoustique de l'identifiant (44), notamment un transducteur
acoustique, et à l'aide du système de capteurs (62) étant détectée une délivrance
acoustique de l'identifiant (44).
7. Programme informatique (28, 42) doté de moyens formant code de programme informatique,
pour réaliser toutes les étapes de chacune quelconque des revendications 1 à 6, lorsque
le programme informatique (28, 42) est exécuté sur un système de commande d'ascenseur
(16) et sur un instrument de commande (34) pour obtenir l'accès à un système de commande
d'ascenseur (16).
8. Produit de programme informatique doté de moyens formant code de programme informatique,
qui sont mémorisés sur un support de données lisible par ordinateur, pour réaliser
le procédé selon chacune quelconque des revendications 1 à 6, lorsque le produit de
programme informatique est exécuté sur un système de commande d'ascenseur (16) et
sur un instrument de commande (34) pour obtenir l'accès à un système de commande d'ascenseur
(16).
9. Système de commande d'ascenseur (16) doté d'une unité de traitement (24) et d'une
mémoire (26), caractérisé en ce que dans la mémoire (26) est chargée une partie du programme informatique (28) selon
la revendication 7, qui pendant le fonctionnement du système de commande d'ascenseur
(16) est exécutée par l'unité de traitement (24).
10. Système de commande d'ascenseur (16) selon la revendication 9, doté d'au moins un
panneau de commande (20, 22) englobé par le système de commande d'ascenseur (16) ou
attribué au système de commande d'ascenseur (16), le panneau de commande (20, 22)
comprenant des moyens (48, 62) de détection d"un identifiant, notamment pour la détection
automatique optique et/ou acoustique d'un identifiant (44).
11. Instrument de commande (34) permettant de donner accès à un système de commande d'ascenseur
(16), doté d'une unité de traitement (38) et d'une mémoire (40), caractérisé en ce que dans la mémoire (40) est chargée une partie du programme informatique (42) selon
la revendication 7, qui pendant le fonctionnement de l'instrument de commande (34)
es exécutée par l'unité de traitement (38).
12. Instrument de commande (34) selon la revendication 11, doté de moyens (46, 60) de
délivrance optique et/ou acoustique d'un identifiant (44) réceptionné en cours de
fonctionnement.