[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und System zum Betreiben wenigstens einer Anzeigeeinrichtung
eines Kraftwagens der in den Oberbegriffen der unabhängigen Patentansprüchen angegebenen
Art. Des Weiteren betrifft die Erfindung einen Kraftwagen mit einem System zum Betreiben
wenigstens einer Anzeigeeinrichtung.
[0002] Die
DE 10 2007 049 710 A1 zeigt ein Verfahren zum visuellen Auslösen von Vorgängen in einem Kraftfahrzeug.
Sobald erfasst worden ist, dass ein Fahrzeuginsasse seinen Blick für eine vorgegebene
Dauer auf ein Bedienelement des Kraftfahrzeugs gerichtet hat, wird das Bedienelement
automatisch ausgelöst.
[0003] Die
DE 10 2012 006 966 A1 zeigt ein Verfahren zum Auslösen einer fahrzeugseitig ausführbaren Funktion mittels
blickgesteuerten Bedienens durch einen Fahrer des Kraftfahrzeugs. Mittels einer Blickerfassungseinrichtung
wird überprüft, ob der Fahrer seinen Blick auf einen bestimmten Bereich einer Anzeigefläche
eines Bedienfelds gerichtet hat. Falls eine derartige Blickzuwendung ermittelt worden
ist, wird eine zu dem Bedienfeld gehörende fahrzeugseitig ausführbare Funktion ausgeführt.
Die Anzeigefläche kann dabei deaktiviert werden, sobald eine Blickabwendung von der
entsprechenden Anzeigefläche erfasst worden ist.
[0004] Die
EP 2 390 139 A1 zeigt ein Verfahren zum blickrichtungsabhängigen Beleuchten von bestimmten Bereichen
in einem Fahrzeuginnenraum. Sobald erfasst worden ist, dass ein Fahrer des Kraftwagens
einen Blick für eine vorgegeben Dauer auf einen der Bereiche gerichtet hat, wird dieser
Bereich beleuchtet. Falls der Fahrer weiterhin auf diesen Bereich für eine vorgegebene
Dauer schaut, wird die Beleuchtungsintensität erhöht.
[0005] Die
EP 1 562 102 A2 zeigt ein Kraftfahrzeug mit einer Funktionsauslösung durch eine Blickauswahl. Ein
Bedienelement kann aktiviert werden, sobald eine Blickzuwendung eines Fahrzeuginsassen
zu dem Bedienelement erfasst worden ist.
[0006] Die
DE 10 2007 025 531 A1 zeigt ein blickrichtungsgesteuertes Anzeigesystem und blickrichtungsgesteuertes Anzeigeverfahren
für ein Kraftfahrzeug. In Abhängigkeit von einer erfassten Blickrichtungsdauer können
dabei jeweils angezeigte Informationen verändert werden.
[0007] Das Dokument
DE 10 2007 026120 A1 offenbart ein Verfahren zum Steuern eines graphischen Zeigerelements innerhalb wenigstens
einer graphischen Nutzerschnittstelle einer Anwendung eines digitalen Bildinformationssystems,
bei welchem Blickbewegungen eines Nutzers der wenigstens einen graphischen Nutzerschnittstelle
mittels einer Blickbewegungserfassungseinrichtung erfasst werden, die erfassten Blickbewegungen
zum Ermitteln einer Blickfixation des Nutzers analysiert werden, ein von einer ermittelten
Blickfixation fixiertes Segment der wenigstens einen graphischen Nutzerschnittstelle
bestimmt wird und das graphische Zeigerelement innerhalb des von der Blickfixation
fixierten Segments der wenigstens einen graphischen Nutzerschnittstelle platziert
wird.
[0008] Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Bedienbarkeit zumindest einer
blickrichtungsabhängig steuerbaren Anzeigeeinrichtung zu verbessern.
[0009] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren und System zum Betreiben wenigstens einer
Anzeigeeinrichtung eines Kraftwagens mit den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche
und durch einen Kraftwagen mit einem System zum Betreiben wenigstens einer Anzeigeeinrichtung
gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen mit zweckmäßigen und nicht-trivialen Weiterbildungen
der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0010] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Betreiben wenigstens einer Anzeigeeinrichtung
eines Kraftwagens wird eine Blickrichtung eines Fahrzeuginsassen des Kraftwagens erfasst
und anhand der erfassten Blickrichtung überprüft, ob der Fahrzeuginsasse seinen Blick
für zumindest eine vorgegebene Blickzuwendungsdauer auf einen Anzeigebereich der Anzeigeeinrichtung
gerichtet hat. Falls der Blick für zumindest die vorgegeben Blickzuwendungsdauer auf
den Anzeigebereich der Anzeigeeinrichtung gerichtet worden ist, wird ein Interaktionsmodus
aktiviert, bei welchem eine Bedieneinrichtung zum Steuern der Anzeigeeinrichtung aktiviert
ist. Das erfindungsgemä-ße Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass nach der Aktivierung
des Interaktionsmodus anhand wenigstens eines vorbestimmten Kriteriums ermittelt wird,
ob eine Steuerung der Anzeigeeinrichtung abgeschlossen worden ist. Solange kein Abschluss
der Steuerung der Anzeigeeinrichtung ermittelt worden oder zumindest ein anderes vorbestimmtes
Kriterium noch nicht erfüllt worden ist, wird der Interaktionsmodus aufrechterhalten.
Weiterhin ist vorgesehen, dass eine Aktivierung eines weiteren Interaktionsmodus,
bei welchem die Bedieneinrichtung oder eine andere Bedieneinrichtung zum Steuern einer
weiteren Anzeigeeinrichtung aktiviert ist, nach einer erfassten Blickzuwendung des
Fahrzeuginsassen für eine vorgegebene Blickzuwendungsdauer zu einem Anzeigebereich
der weiteren Anzeigeeinrichtung um eine vorgegebene Dauer verzögert wird, solange
kein Abschluss der Steuerung der Anzeigeeinrichtung erfasst worden ist. Mit anderen
Worten erfolgt also erst ein verzögertes Aufschalten des betreffenden Interaktionsmodus
der weiteren Bedieneinrichtung bei einer entsprechenden Blickzuwendung, solange kein
Abschluss der Steuerung der zuvor in den Interaktionsmodus versetzen Anzeigeeinrichtung
erfasst worden ist. Durch diese zeitlich verzögerte Aufschaltung des Interaktionsmodus
für die weitere Bedieneinrichtung bei einer entsprechend erfassten detektierten Blickzuwendung
wird ein frühzeitiges und gegebenenfalls unerwünschtes Umschalten des Interaktionsmodus
von der einen auf die andere Anzeigeeinrichtung unterbunden. Der Erfindung liegt dabei
die Erkenntnis zugrunde, dass bei derartigen Anzeigeeinrichtungen, bei welchen blickrichtungsgesteuert
ein entsprechender Interaktionsmodus zur Steuerung der Anzeigeeinrichtung aktiviert
werden kann, es zum unerwünschten Aufschalten oder auch Deaktivieren des betreffenden
Interaktionsmodus kommen kann, wenn beispielsweise eine Blickabwendung des Fahrzeuginsassen
von der zuvor aktivierten Anzeigeeinrichtung erfasst wird. Dadurch, dass es erfindungsgemäß
vorgesehen ist, dass der betreffende Interaktionsmodus solange aufrechterhalten wird,
solange kein Abschluss der Steuerung der Anzeigeeinrichtung ermittelt worden ist,
kann ein unerwünschtes Umschalten bzw. Deaktivieren des betreffenden Interaktionsmodus
bei der gerade von dem Nutzer blickrichtungsgesteuert aktivierten Anzeigeeinrichtung
unterbunden werden.
[0011] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird nicht alleine die Anzeigeeinrichtung selbst
gesteuert. Die Anzeigeeinrichtung dient als Benutzerschnitte für eine oder mehrere
unterschiedliche Funktionen des Kraftwagens, beispielsweise in Form eines Bordcomputers,
einer Navigationseinrichtung, eines Radios oder dergleichen. Der Fahrer kann also
in dem Interaktionsmodus, sofern er aktiviert ist, die Bedieneinrichtung zum Steuern
jeweiliger Fahrzeugfunktionen über die Anzeigeeinrichtung verwenden, wobei die Anzeigeeinrichtung
die Steuermöglichkeiten und die gegebenenfalls durchgeführten Steuerungen visualisiert.
[0012] In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, dass die Überwachung,
ob eine Steuerung der Anzeigeeinrichtung abgeschlossen worden ist, erst erfolgt, sobald
eine Blickabkehr des Fahrzeuginsassen von dem Anzeigebereich der Anzeigeeinrichtung
erfasst worden ist. Denn solange erfasst wird, dass der Fahrzeuginsasse seinen Blick
nach wie vor auf den Anzeigebereich der betreffenden Anzeigeeinrichtung gerichtet
hat, kann davon ausgegangen werden, dass der Fahrzeuginsasse mit ziemlicher Sicherheit
auch eine Interaktion mit der Anzeigeeinrichtung wünscht. Dadurch, dass die Überwachung,
ob eine Steuerung der Anzeigeeinrichtung abgeschlossen worden ist, erst erfolgt, sobald
eine Blickabkehr des Fahrzeuginsassen erfasst worden ist, kann der Überwachungsaufwand
entsprechend verringert werden.
[0013] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass der Interaktionsmodus
der Anzeigeeinrichtung beendet wird, sobald der weitere Interaktionsmodus der weiteren
Anzeigeeinrichtung aktiviert wird. Somit wird also immer nur für eine Anzeigeeinrichtung
der betreffende Interaktionsmodus aktiviert bzw. aktiviert gehalten, so dass es zu
keinen unnötigen Verwirrungen des Fahrzeuginsassen bei der Bedienung der unterschiedlichen
Anzeigeeinrichtungen kommt. Eine Mehrfachbedienbarkeit von mehreren Anzeigeeinrichtungen
wird also unterbunden.
[0014] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist es vorgesehen,
dass zur Bestimmung, ob die Steuerung der Anzeigeeinrichtung oder der weiteren Anzeigeeinrichtungen
abgeschlossen worden ist, erfasst wird, ob die Bedieneinrichtung noch betätigt wird.
Somit kann auf einfache und zuverlässige Weise ermittelt werden, ob der Fahrzeuginsasse
die Steuerung der betreffenden Anzeigeeinrichtung schon abgeschlossen hat.
[0015] In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass falls
mittels der Anzeigeeinrichtung oder der weiteren Anzeigeeinrichtungen mehrere auswählbare
Optionen angezeigt werden, zur Bestimmung, ob die Steuerung der Anzeigeeinrichtung
oder der weiteren Anzeigeeinrichtungen abgeschlossen worden ist, erfasst wird, ob
nach der Aktivierung des Interaktionsmodus eine der Optionen ausgewählt worden ist.
Beispielsweise kann mittels der Anzeigeeinrichtung eine Mehrzahl von unterschiedlichen
Radiostationen angezeigt werden, zwischen welchen der Fahrzeuginsasse wählen und entsprechend
eine bislang noch nicht aktivierte Radiostation auswählen kann. In dem besagten Beispiel
wird solange noch nicht von einem Abschluss der Steuerung bzw. Ansteuerung der Anzeigeeinrichtung
ausgegangen, solange keine zuvor noch nicht ausgewählte Radiostation durch den Fahrzeuginsassen
ausgewählt worden ist. Dadurch kann auf besonders zuverlässige Weise ermittelt werden,
ob die Steuerung der betreffenden Anzeigeeinrichtung durch den Fahrzeuginsassen abgeschlossen
worden ist, da üblicherweise mit einer entsprechenden Auswahl durch den Fahrzeuginsassen
zu rechnen ist, falls er mittels der Anzeigeeinrichtung mehrere auswählbare Optionen
angezeigt bekommt.
[0016] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass zur Bestimmung,
ob die Steuerung der Anzeigeeinrichtung oder der weiteren Anzeigeeinrichtungen abgeschlossen
worden ist, erfasst wird, ob eine Betätigung der Bedieneinrichtung für eine vorgegebene
Dauer unterblieben ist. Insbesondere wenn mittels der Anzeigeeinrichtung Inhalte angezeigt
werden, anhand derer nur schwer zu beurteilen ist, ob der Fahrzeuginsasse gerade eine
Steuerung der Anzeigeeinrichtung abgeschlossen hat, beispielsweise wenn ein Kartenausschnitt
eines Navigationssystems angezeigt wird, in welchen der Fahrzeuginsasse beispielsweise
hinein oder heraus zoomen könnte, bietet es sich an, dass auf einen voraussichtlichen
Abschluss der Steuerungshandlung der betreffenden Anzeigeeinrichtung geschlossen wird,
falls eine Betätigung der Bedieneinrichtung für die vorgegeben Dauer unterblieben
ist.
[0017] In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, dass die
Dauer in Abhängigkeit von einem mittels der Anzeigeeinrichtung angezeigten Inhalt
vorgegeben wird. Sollten beispielsweise relativ komplexe Inhalte mittels der Anzeigeeinrichtung
angezeigt werden, welche eine gewissen Erfassungsdauer bedürfen, bis der Fahrzeuginsasse
den Inhalt vollständig wahrgenommen bzw. erfasst hat, bietet es sich an, die Dauer
länger einzustellen, nach deren Unterbleiben einer Betätigung der Bedieneinrichtung
auf einen Abschluss der Steuerungshandlung bezüglich der Anzeigeeinrichtung geschlossen
wird und umgekehrt. Dadurch kann eine besonders zuverlässige Aussage hinsichtlich
des Abschlusses einer Steuerungshandlung der betreffenden Anzeigeeinrichtung erzielt
werden.
[0018] Das erfindungsgemäße System zum Betreiben wenigstens einer Anzeigeeinrichtung eines
Kraftwagens umfasst eine Blickerfassungseinrichtung, welche dazu ausgelegt ist, eine
Blickrichtung eines Fahrzeuginsassen des Kraftwagens zu erfassen und anhand der erfassten
Blickrichtung zu überprüfen, ob der Fahrzeuginsassen für zumindest eine vorgegebene
Blickzuwendungsdauer auf einen Anzeigebereich der Anzeigeeinrichtung gerichtet hat.
Das System umfasst des Weiteren eine Steuereinrichtung, welche dazu ausgelegt ist,
bei einer festgestellten Blickzuwendung des Fahrzeuginsassen für zumindest die vorgegebene
Blickzuwendungsdauer auf den Anzeigebereich der Anzeigeeinrichtung einen Interaktionsmodus
zu aktivieren, bei welchem eine Bedieneinrichtung des Systems zum Steuern der Anzeigeeinrichtung
aktiviert ist. Das erfindungsgemäße System zeichnet sich dadurch aus, dass die Steuereinrichtung
dazu ausgelegt ist, nach der Aktivierung des Interaktionsmodus anhand wenigstens eines
vorbestimmten Kriteriums zu ermitteln, ob eine Steuerung der Anzeigeeinrichtung abgeschlossen
worden ist. Die Steuereinrichtung ist des Weiteren dazu ausgelegt, den Interaktionsmodus
solange aufrechtzuerhalten, wie kein Abschluss der Steuerung der Anzeigeeinrichtung
ermittelt oder zumindest ein anderes vorbestimmtes Kriterium noch nicht erfüllt worden
ist. Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind als vorteilhafte
Ausgestaltungen des Systems anzusehen, wobei das System insbesondere Mittel zur Durchführung
der Verfahrensschritte umfasst.
[0019] Der erfindungsgemäße Kraftwagen umfasst ein erfindungsgemäßes System zum Betreiben
wenigstens einer Anzeigeeinrichtung.
[0020] Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnungen. Die vorstehend
in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombinationen sowie die nachfolgend
in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in den Figuren alleine gezeigten Merkmale
und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern
auch in anderen Kombinationen oder auch in Alleinstellung verwendbar, ohne den Rahmen
der Erfindung zu verlassen.
[0021] Die Zeichnung zeigt in:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung eines Kraftwagens mit einem System zum blickrichtungsabhängigen
Betreiben von drei Anzeigeeinrichtungen des Kraftwagens;
- Fig. 2
- eine Perspektivansicht auf ein teilweise dargestelltes Cockpit des Kraftwagens, wobei
die Anzeigeeinrichtungen als Kombiinstrument, als Head-up-Display bzw. als Display
oberhalb einer Mittelkonsole des Kraftwagens ausgebildet sind; und in
- Fig. 3
- eine vergrößerte Darstellung des Kombiinstruments des Kraftwagens, wobei in dessen
Anzeigebereich eine Mehrzahl von unterschiedlichen TV-Sendern angezeigt werden.
[0022] Ein Kraftwagen 10 mit einem System 12 zum blickrichtungsabhängigen Betreiben mehrerer
Anzeigeeinrichtungen 14, 16, 18 ist in einer schematischen Darstellung in Fig. 1 gezeigt.
Das System 12 umfasst eine Blickerfassungseinrichtung 20, welche dazu ausgelegt ist,
eine mit der gestrichelten Linie 22 gekennzeichnete Blickrichtung eines Fahrzeuginsassen
24 des Kraftwagens 10 zu erfassen und anhand der erfassten Blickrichtung 22 zu überprüfen,
ob der Fahrzeuginsasse 24 seinen Blick für zumindest eine vorgegebene Blickzuwendungsdauer
auf einen der Anzeigebereiche 26, 28 ,30 der jeweiligen Anzeigeeinrichtungen 14, 16,
18 gerichtet hat.
[0023] Das System 12 umfasst des Weiteren eine Steuereinrichtung 32, welche dazu ausgelegt
ist, bei einer festgestellten Blickzuwendung des Fahrzeuginsassen 24 für zumindest
die vorgegebene Blickzuwendungsdauer auf einen der Anzeigebereiche 26, 28, 30 einen
Interaktionsmodus zu aktivieren, bei welchem eine Bedieneinrichtung 34 des Systems
12 zum Steuern der betreffenden Anzeigeeinrichtung 14, 16, 18 aktiviert ist. Die Steuereinrichtung
32 ist dabei mit der Blickerfassungseinrichtung 20 gekoppelt, so dass ein entsprechender
Informationsfluss von der Blickerfassungseinrichtung 20 zu der Steuereinrichtung 32
gewährleistet ist.
[0024] Die Steuereinrichtung 32 ist dazu ausgelegt, nach der Aktivierung des betreffenden
Interaktionsmodus anhand wenigstens eines vorbestimmten Kriteriums zu ermitteln, ob
eine Steuerung der entsprechenden Anzeigeeinrichtung 14, 16, 18 abgeschlossen worden
ist. Die Steuereinrichtung 34 ist dazu ausgelegt, den betreffenden Interaktionsmodus
solange aufrechtzuerhalten, wie kein Abschluss der Steuerung der entsprechenden Anzeigeeinrichtung
14, 16, 18 ermittelt oder zumindest ein anders vorbestimmtes Kriterium erfüllt worden
ist.
[0025] In Fig. 2 ist ein Cockpit 36 des Kraftwagens 10 ausschnittsweise dargestellt. Im
vorliegend gezeigten Fall ist die Anzeigeeinrichtung 14 als Kombiinstrument ausgebildet,
die Anzeigeeinrichtung 16 als Head-up-Display und die Anzeigeeinrichtung 18 als Display,
welches oberhalb einer Mittelkonsole 38 des Kraftwagens 10 angeordnet ist.
[0026] Nachfolgend wird ein Verfahren zum blickrichtungsabhängigen Betreiben der Anzeigeeinrichtungen
14, 16, 18 näher erläutert. Mittels der Blickerfassungseinrichtung 20 wird fortlaufend
die Blickrichtung 22 des Fahrzeuginsassen 24 erfasst. Anhand der erfassten Blickrichtung
22 wird überprüft, ob der Fahrzeuginsasse 24 seinen Blick für zumindest eine vorgegebene
Blickzuwendungsdauer, beispielsweise eine Sekunde, zwei Sekunden oder dergleichen,
auf einen der Anzeigebereiche 26, 28, 30 der Anzeigeeinrichtungen 14, 16, 18 gerichtet
hat.
[0027] Falls der Blick für zumindest die vorgegebe Blickzuwendungsdauer auf einen der Anzeigebereiche
26, 28, 30 gerichtet worden ist, wird durch die Steuereinheit 32 ein entsprechender
Interaktionsmodus aktiviert, bei welchem die Bedieneinrichtung 34 zum Steuern der
betreffenden Anzeigeeinrichtung 14, 16, 18 aktiviert ist.
[0028] Im vorliegend gezeigten Fall ist die Bedieneinrichtung 34 als walzenförmiges Element
ausgebildet, welches an einem Lenkrad 40 des Kraftwagens 10 angeordnet ist. Vorliegend
handelt es sich also bei dem Fahrzeuginsassen 24 um einen Fahrer des Kraftwagens 10,
welcher ohne seine Hände vom Lenkrad 44 nehmen zu müssen, blickrichtungsgesteuert
die unterschiedlichen Anzeigeeinrichtungen 14, 16, 18 mittels der Bedieneinrichtung
34 bedienen kann, sobald die betreffende Anzeigeeinrichtung 14, 16, 18 in den besagten
Interaktionsmodus versetzt worden ist.
[0029] Nachfolgend wird zunächst davon ausgegangen, dass der Fahrzeuginsasse 24 seinen Blick
entsprechend lange genug auf den Anzeigebereich 26 des Kombünstruments 14 gerichtet
hat. Folglich wird der entsprechende Interaktionsmodus für das Kombünstrument 14 aktiviert,
in welchem der Fahrzeuginsasse 24 durch eine entsprechende Betätigung bzw. Bedienung
der Bedieneinrichtung 34 das Kombünstrument 14 steuern kann.
[0030] Nach der Aktivierung des Interaktionsmodus für das Kombünstrument 14 wird fortlaufend
ermittelt, ob eine Steuerung des Kombünstruments 14 abgeschlossen worden ist. Solang
kein Abschluss der Steuerung des Kombiinstruments 14 ermittelt worden ist, oder ein
weiteres Kriterium, auf welches im nachfolgenden noch eingegangen wird, erfüllt worden
ist, wird der Interaktionsmodus für das Kombünstrument 14 aufrechterhalten.
[0031] Die Überwachung, ob eine Steuerung des Kombünstruments 14 abgeschlossen worden ist,
erfolgt erst, sobald eine Blickabkehr des Fahrzeuginsassen 24 von dem Anzeigebereich
26 des Kombiinstruments 14 erfasst worden ist. Denn solange der Fahrzeuginsasse 24
seinen Blick ohnehin auf den Anzeigebereich 26 des Kombünstruments 14 gerichtet hat,
wird davon ausgegangen, dass der Fahrzeuginsasse 24 nach wie vor mit dem Kombiinstrument
14 interagieren möchte.
[0032] In Fig. 3 ist das Kombünstruments 14 in einer vergrößerten Darstellung gezeigt, wobei
eine Mehrzahl von auswählbaren Optionen 42 in Form jeweiliger TV-Sender angezeigt
werden. Der Fahrzeuginsasse 24 kann während des aktivierten Interaktionsmodus durch
eine entsprechende Betätigung der Bedieneinrichtung 34 zwischen den unterschiedlichen
Optionen 42 wechseln, wobei im vorliegend gezeigten Fall gerade der TV-Sender "SWR
RP" ausgewählt ist, was durch die Umrandung 44 kenntlich gemacht ist. Zur Bestimmung,
ob die Steuerung des Kombiinstruments 14 durch den Fahrzeuginsassen 24 abgeschlossen
ist, wird im vorliegenden Fall erfasst, ob nach der Aktivierung des Interaktionsmodus
eine der Optionen 42 ausgewählt worden ist. Konkret heißt dies, dass solange der Fahrzeuginsasse
24 den bislang ausgewählten Sender "SWR RP" nicht gewechselt hat, wird davon ausgegangen,
dass die Steuerung des Kombünstruments 14 noch nicht abgeschlossen worden ist.
[0033] Des Weiteren wird zur Bestimmung, ob die Steuerung des Kombiinstruments 14 abgeschlossen
worden ist, erfasst, ob eine Betätigung der Bedieneinrichtung 34 für eine vorgegeben
Dauer, beispielsweise fünf Sekunden, zehn Sekunden oder dergleichen, unterblieben
ist. Denn sollte der Fahrzeuginsasse 24 beispielsweise keinen anderen Sender in Form
der Optionen 42 auswählen, und dies innerhalb der vorgegeben Dauer nach der Aktivierung
des Interaktionsmodus auch nicht tun, wird dann davon ausgegangen, dass die Steuerung
des Kombünstruments 14 nun beendet sein sollte.
[0034] Statt wie im hier gezeigten Fall, könnten mittels des Kombünstruments 14 auch komplexere
Inhalte als eine TV-Senderliste angezeigt werden, beispielsweise unterschiedliche
Navigationsinhalte, Bordcomputerinhalte oder dergleichen, wobei die entsprechende
vorgegebene Dauer, während welcher eine Betätigung der Bedieneinrichtung 34 unterblieben
sein muss, bis von einer Beendigung der Steuerung des Kombünstruments 14 ausgegangen
wird, in Abhängigkeit von dem gerade angezeigten Inhalten oder deren Komplexität vorgegeben
wird.
[0035] Blickt der Fahrzeuginsasse 24 noch während des aktivierten Interaktionsmodus für
das Kombiinstruments 14 nun beispielsweise auf den Anzeigebereich 28 des Head-up-Displays
16, wird ein entsprechend weiterer Interaktionsmodus, bei welchem die Bedieneinrichtung
34 oder auch eine andere Bedieneinrichtung zum Steuern des Head-up-Displays 16 aktiviert
ist, bei einer erfassten Blickzuwendung des Fahrzeuginsassen 24 für eine vorgegebene
Blickzuwendungsdauer zu dem Anzeigebereich 28 des Head-up-Displays 16 unterbunden,
solange kein Abschluss der Steuerung des Kombiinstruments 14 erfasst worden ist.
[0036] Alternativ ist es auch möglich, dass bei einer entsprechend langen Fokussierung des
Anzeigebereichs 28 des Head-up-Displays 16 zumindest eine Aufschaltung bzw. Aktivierung
eines entsprechenden Interaktionsmodus, in welchem der Fahrzeuginsasse 24 mittels
der Bedieneinrichtung 34 das Head-up-Display 16 ansteuern kann, um eine vorgegeben
Dauer, beispielsweise 5 Sekunden, 10 Sekunden oder dergleichen, verzögert, solange
kein Abschluss der Steuerung des Kombünstruments 14 erfasst worden ist.
[0037] Genauso verhält es sich mit dem über dem Bereich der Mittelkonsole 38 angeordneten
Display 18, welches in einen entsprechenden Interaktionsmodus versetzt werden kann,
sobald erfasst worden ist, dass der Fahrzeuginsasse 24 den Anzeigebereich 30 des Displays
18 zumindest für die vorgegebene Blickzuwendungsdauer fokussiert hat. Eine Aktivierung
eines entsprechenden Interaktionsmodus, in welchem der Fahrzeuginsasse 24 mit dem
Display 18 interagieren kann, kann ebenfalls entsprechend verzögert oder auch unterbunden
werden, solange kein Abschluss einer Bedienhandlung bzw. Steuerung des Kombünstruments
14 erfasst worden ist.
[0038] Sobald ein Interaktionsmodus für eine der Anzeigeeinrichtungen 14, 16, 18 aktiviert
wird, wird der zuvor aktivierte Interaktionsmodus von einem der anderen Anzeigeeinrichtungen
14, 16, 18 deaktiviert. Mit anderen Worten kann der Fahrzeuginsasse 24 also immer
nur mit einer der Anzeigeeinrichtungen 14, 16, 18 durch eine entsprechende Betätigung
der Bedieneinrichtung 34 interagieren.
[0039] In den besagten Interaktionsmodi erfolgt dabei nicht rein eine Ansteuerung der Anzeigeeinrichtungen
14, 16, 18 und eine entsprechende Veränderung oder Manipulation angezeigter Inhalte.
Vielmehr dienen die Anzeigeeinrichtungen 14, 16, 18 als graphische Benutzerschnittstellen,
über welche der Fahrzeuginsasse 24 durch eine entsprechende Betätigung bzw. Ansteuerung
der Bedieneinrichtung 34 auf unterschiedlichste Fahrzeugfunktionen, wie beispielsweise
ein Radio, eine Navigationseinrichtung, ein Bordcomputer zugreifen kann.
1. Verfahren zum Betreiben wenigstens einer Anzeigeeinrichtung (14) eines Kraftwagens
(10), mit den Schritten:
- Erfassen einer Blickrichtung (22) eines Fahrzeuginsassen (24) des Kraftwagens (10);
- Überprüfen anhand der erfassten Blickrichtung (22), ob der Fahrzeuginsasse (24)
seinen Blick für zumindest eine vorgegebene Blickzuwendungsdauer auf einen Anzeigebereich
(26) der Anzeigeeinrichtung (14) gerichtet hat;
- falls der Blick für zumindest die vorgegebene Blickzuwendungsdauer auf den Anzeigebereich
(26) der Anzeigeeinrichtung (14) gerichtet worden ist: Aktivieren eines Interaktionsmodus,
bei welchem eine Bedieneinrichtung (34) zum Steuern der Anzeigeeinrichtung (14) aktiviert
ist;
dadurch gekennzeichnet, dass
- nach der Aktivierung des Interaktionsmodus anhand wenigstens eines vorbestimmten
Kriteriums ermittelt wird, ob eine Steuerung der Anzeigeeinrichtung (14) abgeschlossen
worden ist;
- solange kein Abschluss der Steuerung der Anzeigeeinrichtung (14) ermittelt oder
zumindest ein anderes vorbestimmtes Kriterium noch nicht erfüllt worden ist, der Interaktionsmodus
aufrechterhalten wird;
- eine Aktivierung eines weiteren Interaktionsmodus, bei welchem die Bedieneinrichtung
(34) oder eine andere Bedieneinrichtung zum Steuern einer weiteren Anzeigeeinrichtung
(16, 18) aktiviert ist, nach einer erfassten Blickzuwendung des Fahrzeuginsassen (24)
für eine vorgegebene Blickzuwendungsdauer zu einem Anzeigbereich (28, 30) der weiteren
Anzeigeeinrichtung (16, 18) um eine vorgegebene Dauer verzögert wird, falls kein Abschluss
der Steuerung der Anzeigeeinrichtung (14) erfasst worden ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Überwachung, ob eine Steuerung der Anzeigeeinrichtung (14) abgeschlossen worden
ist, erst erfolgt, sobald eine Blickabkehr des Fahrzeuginsassen (24) von dem Anzeigebereich
(26) der Anzeigeeinrichtung (14) erfasst worden ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Interaktionsmodus der Anzeigeeinrichtung (14) beendet wird, sobald der weitere
Interaktionsmodus der weiteren Anzeigeeinrichtung (16, 18) aktiviert wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
zur Bestimmung, ob die Steuerung der Anzeigeeinrichtung (14) oder der weiteren Anzeigeeinrichtungen
(16, 18) abgeschlossen worden ist, erfasst wird, ob die Bedieneinrichtung (34) noch
betätigt wird.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
falls mittels der Anzeigeeinrichtung (14) oder der weiteren Anzeigeeinrichtungen (16,
18) mehrere auswählbare Optionen (42) angezeigt werden, zur Bestimmung, ob die Steuerung
der Anzeigeeinrichtung (14) der weiteren Anzeigeeinrichtungen (16, 18) abgeschlossen
worden ist, erfasst wird, ob nach der Aktivierung des Interaktionsmodus eine der Optionen
(42) ausgewählt worden ist.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
zur Bestimmung, ob die Steuerung der Anzeigeeinrichtung (14) oder der weiteren Anzeigeeinrichtungen
(16, 18) abgeschlossen worden ist, erfasst wird, ob eine Betätigung der Bedieneinrichtung
(34) für eine vorgegebene Dauer unterblieben ist.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Dauer in Abhängigkeit von einem mittels der Anzeigeeinrichtung (14) oder der weiteren
Anzeigeeinrichtungen (16, 18) angezeigten Inhalts vorgegeben wird.
8. System (12) zum Betreiben wenigstens einer Anzeigeeinrichtung (14) eines Kraftwagens
(10), mit:
- einer Blickerfassungseinrichtung (20), welche dazu ausgelegt ist, eine Blickrichtung
(22) eines Fahrzeuginsassen (24) des Kraftwagens (10) zu erfassen und anhand der erfassten
Blickrichtung (22) zu überprüfen, ob der Fahrzeuginsasse (24) seinen Blick für zumindest
eine vorgegebene Blickzuwendungsdauer auf einen Anzeigebereich (26) der Anzeigeeinrichtung
(14) gerichtet hat;
- einer Steuereinrichtung (32), welche dazu ausgelegt ist, bei einer festgestellten
Blickzuwendung des Fahrzeuginsassen (24) für zumindest die vorgegebene Blickzuwendungsdauer
auf den Anzeigebereich (26) der Anzeigeeinrichtung (14) einen Interaktionsmodus zu
aktivieren, bei welchem eine Bedieneinrichtung (34) des Systems (12) zum Steuern der
Anzeigeeinrichtung (14) aktiviert ist;
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Steuereinrichtung (32) dazu ausgelegt ist, nach der Aktivierung des Interaktionsmodus
anhand wenigstens eines vorbestimmten Kriteriums zu ermitteln, ob eine Steuerung der
Anzeigeeinrichtung (14) abgeschlossen worden ist;
- die Steuereinrichtung (32) dazu ausgelegt ist, den Interaktionsmodus solange aufrechtzuerhalten,
wie kein Abschluss der Steuerung der Anzeigeeinrichtung (14) ermittelt oder zumindest
ein anderes vorbestimmtes Kriterium noch nicht erfüllt worden ist;
- die Steuereinrichtung (32) dazu ausgelegt ist, eine Aktivierung eines weiteren Interaktionsmodus,
bei welchem die Bedieneinrichtung (34) oder eine andere Bedieneinrichtung zum Steuern
einer weiteren Anzeigeeinrichtung (16, 18) aktiviert ist, nach einer erfassten Blickzuwendung
des Fahrzeuginsassen (24) für eine vorgegebene Blickzuwendungsdauer zu einem Anzeigbereich
(28, 30) der weiteren Anzeigeeinrichtung (16, 18) um eine vorgegebene Dauer zu verzögern,
falls kein Abschluss der Steuerung der Anzeigeeinrichtung (14) erfasst worden ist.
9. Kraftwagen mit einem System nach Anspruch 8.
1. Method for operating at least one display device (14) of a motor vehicle (10), with
the steps:
- detecting a viewing direction (22) of a vehicle occupant (24) of the motor vehicle
(10);
- verifying, based on the detected viewing direction (22), whether the vehicle occupant
(24) has directed his view for at least a predetermined viewing duration at a display
region (26) of the display device (14);
- if the view has been directed for at least the predetermined viewing duration at
the display region (26) of the display device (14): activating an interaction mode
in which an operating device (34) for controlling the display device (14) is activated;
characterised in that
- after activating the interaction mode based on at least one predetermined criterion,
it is determined whether a control of the display device (14) has been completed;
- as long as no completion of the control of the display device (14) has been determined
or at least one other predetermined criterion has not yet been fulfilled, the interaction
mode is maintained;
- activating a further interaction mode, in which the operating device (34) or another
operating device is activated to control a further display device (16, 18), after
detected viewing of the vehicle occupant (24) for a predetermined viewing duration
at a display region (28, 30) of the further display device (16, 18) is delayed by
a predetermined duration, if no completion of the control of the display device (14)
has been detected.
2. Method according to claim 1,
characterised in that
the monitoring of whether a control of the display device (14) has been completed
only takes place as soon as the vehicle occupant (24) has been detected looking away
from the display region (26) of the display device (14).
3. Method according to claim 1 or 2,
characterised in that
the interaction mode of the display device (14) is ended as soon as the further interaction
mode of the further display device (16, 18) is activated.
4. Method according to any one of the preceding claims,
characterised in that
in order to determine whether the control of the display device (14) or the further
display devices (16, 18) has been completed, it is determined whether the operating
device (34) is still actuated.
5. Method according to any one of the preceding claims,
characterised in that
if a plurality of selectable options (42) are shown by means of the display device
(14) or the further display devices (16, 18) in order to determine whether the control
of the display device (14) of the further display devices (16, 18) has been completed,
it is determined whether one of the options (42) has been selected after activating
the interaction mode.
6. Method according to any one of the preceding claims,
characterised in that
in order to determine whether the control of the display device (14) or the further
display devices (16, 18) has been completed, it is determined whether an actuation
of the operating device (34) is stopped for a predetermined duration.
7. Method according to claim 6,
characterised in that
the duration is predetermined as a function of a content displayed by means of the
display device (14) or the further display devices (16, 18).
8. System (12) for operating at least one display device (14) of a motor vehicle (10),
with
- a view detection device (20) is configured to detect a viewing direction (22) of
a vehicle occupant (24) of the motor vehicle (10) and to verify based on the detected
viewing direction (22) whether the vehicle occupant (24) has directed his view for
at least a predetermined viewing duration at a display region (26) of the display
device (14).
- a control device (32) is configured to activate an interaction mode when the view
of the vehicle occupant (24) is detected for at least the predetermined viewing duration
at the display region (26) of the display device (14), in said interaction mode an
operating device (34) of the system (12) is activated to control the display device
(14);
characterised in that
- the control device (32) is configured, following the activation of the interaction
mode based on at least one predetermined criterion to determine whether the control
of the display device (14) has been completed;
- the control device (32) is configured to maintain the interaction mode as long as
no completion of the control of the display device (14) is determined or at least
one other predetermined criterion has not yet been fulfilled;
- the control device (32) is configured to delay by a predetermined duration an activation
of a further interaction mode, in which the operating device (34) or another operating
device is activated to control a further display device (16, 18), after detected viewing
of the vehicle occupant (24) for a predetermined viewing duration at a display region
(28, 30) of the further display device (16, 18), if no completion of the control of
the display device (14) has been determined.
9. Motor vehicle with a system according to claim 8.
1. Procédé de fonctionnement d'au moins un dispositif d'affichage (14) d'un véhicule
à moteur (10), avec les étapes :
- détection d'une direction de regard (22) d'un occupant de véhicule (24) du véhicule
à moteur (10) ;
- vérification à l'aide de la direction de regard (22) détectée si l'occupant de véhicule
(24) a dirigé son regard sur une zone d'affichage (26) du dispositif d'affichage (14)
pendant au moins une durée de regard prédéterminée ;
- si le regard a été dirigé sur la zone d'affichage (26) du dispositif d'affichage
(14) pendant au moins la durée de regard prédéterminée : activation d'un mode d'interaction
dans lequel un dispositif de commande (34) est activé en vue de la commande du dispositif
d'affichage (14) ;
caractérisé en ce que
- après l'activation du mode d'interaction, on détermine à l'aide d'au moins un critère
prédéterminé si une commande du dispositif d'affichage (14) a été terminée ;
- tant qu'aucune fin de la commande du dispositif d'affichage (14) n'a été déterminée
ou qu'au moins un autre critère prédéterminé n'a pas encore été satisfait, le mode
d'interaction est conservé ;
- une activation d'un autre mode d'interaction, dans lequel le dispositif de commande
(34) ou un autre dispositif de commande destiné à la commande d'un autre dispositif
d'affichage (16, 18) est activé, après un regard détecté de l'occupant de véhicule
(24) sur une zone d'affichage (28, 30) de l'autre dispositif d'affichage (16, 18)
pendant une durée de regard prédéterminée est retardée d'une durée prédéterminée si
aucune fin de la commande du dispositif d'affichage (14) n'a été détectée.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la surveillance pour savoir si une commande du dispositif d'affichage (14) a été
terminée s'effectue seulement dès qu'un détournement de regard de l'occupant de véhicule
(24) de la zone d'affichage (26) du dispositif d'affichage (14) a été détecté.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'on met fin au mode d'interaction du dispositif d'affichage (14) dès que l'autre
mode d'interaction de l'autre dispositif d'affichage (16, 18) est activé.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que, pour déterminer si la commande du dispositif d'affichage (14) ou des autres dispositifs
d'affichage (16, 18) a été terminée, on détecte si le dispositif de commande (34)
est encore actif.
5. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que, si plusieurs options sélectionnables (42) sont affichées au moyen du dispositif
d'affichage (14) ou des autres dispositifs d'affichage (16, 18), pour déterminer si
la commande du dispositif d'affichage (14) ou des autres dispositifs d'affichage (16,
18) a été terminée, on détecte si l'une des options (42) a été sélectionnée après
l'activation du mode d'interaction.
6. Procédé selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que, pour déterminer si la commande du dispositif d'affichage (14) ou des autres dispositifs
d'affichage (16, 18) a été terminée, on détecte si un actionnement du dispositif de
commande (34) pendant une durée prédéterminée n'a pas eu lieu.
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que la durée est prédéterminée en fonction d'un contenu affiché au moyen du dispositif
d'affichage (14) ou des autres dispositifs d'affichage (16, 18).
8. Système (12) pour faire fonctionner au moins un dispositif d'affichage (14) d'un véhicule
à moteur (10), avec :
- un dispositif de détection de regard (20) qui est conçu pour détecter une direction
de regard (22) d'un occupant de véhicule (24) du véhicule à moteur (10) et pour vérifier
à l'aide de la direction de regard (22) détectée si l'occupant de véhicule (24) a
dirigé son regard sur une zone d'affichage (26) du dispositif d'affichage (14) pendant
au moins une durée de regard prédéterminée ;
- un dispositif de commande (32) qui est conçu pour, dans le cas d'un regard détecté
de l'occupant de véhicule (24) sur la zone d'affichage (26) du dispositif d'affichage
(14) pendant au moins la durée de regard prédéterminée, activer un mode d'interaction
dans lequel un dispositif de commande (34) du système (12) est activé en vue de la
commande du dispositif d'affichage (14) ;
caractérisé en ce que
- le dispositif de commande (32) est conçu pour, après l'activation du mode d'interaction,
déterminer à l'aide d'au moins un critère prédéterminé si une commande du dispositif
d'affichage (14) a été terminée ;
- le dispositif de commande (32) est conçu pour conserver le mode d'interaction tant
qu'aucune fin de la commande du dispositif d'affichage (14) n'a été déterminée ou
qu'au moins un autre critère prédéterminé n'a pas encore été satisfait ;
- le dispositif de commande (32) est conçu pour retarder d'une durée prédéterminée
une activation d'un autre mode d'interaction, dans lequel le dispositif de commande
(34) ou un autre dispositif de commande destiné à la commande d'un autre dispositif
d'affichage (16, 18) est activé, après un regard détecté de l'occupant de véhicule
(24) sur une zone d'affichage (28, 30) de l'autre dispositif d'affichage (16, 18)
pendant une durée de regard prédéterminée si aucune fin de la commande du dispositif
d'affichage (14) n'a été détectée.
9. Véhicule à moteur avec un système selon la revendication 8.