[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Spinndüse einer Luftspinnmaschine, die der
Herstellung von Garn aus einem Faserverband mit Hilfe einer Luftströmung dient, wobei
die Spinndüse eine, innerhalb eines Gehäuses der Spinndüse angeordnete, Wirbelkammer
mit einer Einlauföffnung für einen Faserverband aufweist, wobei die Spinndüse ein
sich zumindest teilweise in die Wirbelkammer erstreckendes Garnbildungselement aufweist,
wobei die Spinndüse in die Wirbelkammer mündende Luftdüsen umfasst, über die Luft
in die Wirbelkammer einbringbar ist, um dem Faserverband im Bereich einer Einlassöffnung
des Garnbildungselements eine Drehung zu erteilen, wobei das Garnbildungselement einen
sich an die Einlassöffnung anschließenden Abzugskanal aufweist, über den das Garn
aus der Wirbelkammer abziehbar ist, und wobei die Spinndüse derart gelagert ist, dass
sie durch Verschwenken zwischen zwei Stellungen hin- und herbewegbar ist.
[0002] Gattungsgemäße Spinndüsen dienen der Herstellung eines Garns aus einem länglichen
Faserverband mit Hilfe einer durch entsprechende Luftdüsen innerhalb der Wirbelkammer
erzeugten Wirbelluftströmung. Die äußeren Fasern des Faserverbands werden hierbei
im Bereich der Einlassöffnung des in der Regel spindelförmigen Garnbildungselements
um die innenliegenden Fasern (Kern) gewunden, so dass im Ergebnis ein Garn entsteht,
welches schließlich über den Abzugskanal aus der Wirbelkammer abgezogen und mit Hilfe
einer Spulvorrichtung auf eine Hülse aufgespult werden kann.
[0003] Um das Innere der Spinndüse, insbesondere das Garnbildungselement, manuell oder auch
mit Hilfe automatischer Handhabungsvorrichtungen nach einem Stopp der Garnherstellung
reinigen zu können, gibt es bereits Vorschläge, das die Wirbelkammer umgebende Gehäuse
der Spinndüse mehrteilig auszubilden. Die einzelnen Gehäuseabschnitte sind hierbei
relativ zueinander beweglich gelagert, so dass das Gehäuse durch Bewegen eines oder
mehrerer Gehäuseabschnitte geöffnet werden kann. Nach dem Öffnen ist der Innenraum
der Spinndüse zugänglich und kann von Ablagerungen (Avivage, Honigtau, etc.) befreit
werden.
EP 3 168 340 A1, welches gemäß Artikel 54 (3) EPÜ als Stand der Technik gilt, offenbart eine Spinndüse,
die nicht zwischen wenigstens zwei Stellungen verschwenkbar ist, aber wobei die zwei
Gehäuseabschnitte über eine Linearführung relativ zueinander verschiebbar sind.
[0004] Da die bekannten Öffnungsmechanismen (siehe z. B. die
EP 2 573 220 A2) jedoch einen relativ hohen Platzbedarf besitzen, ist es Aufgabe der vorliegenden
Erfindung, eine Spinndüse vorzuschlagen, die zum Zwecke der Reinigung offenbar ist,
ohne dass hierfür ein übermäßig hoher Platzbedarf benötigt wird. Ferner soll ein Verfahren
zum Öffnen einer Spinndüse vorgeschlagen werden, das sich auch bei beengten Platzbedingungen
zuverlässig durchführen lässt.
[0005] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Spinndüse sowie ein Verfahren mit den Merkmalen
der unabhängigen Patentansprüche.
[0006] Erfindungsgemäß zeichnet sich die Spinndüse dadurch aus, dass sie ein Gehäuse mit
wenigstens zwei die Wirbelkammer nach außen hin begrenzenden Gehäuseabschnitten umfasst,
wobei zumindest einer der Gehäuseabschnitte derart mit Hilfe einer Führung gelagert
ist, dass er relativ zu einem weiteren Gehäuseabschnitt verschiebbar ist. Wird nun
der mit Hilfe der Führung gelagerte Gehäuseabschnitt nach Verschwenken der Spinndüse
gegenüber einem oder mehreren weiteren Gehäuseabschnitt(en) verschoben, so wird das
Gehäuse von einer Schließstellung (die während der Garnherstellung einzunehmen ist)
in eine Offenstellung überführt, in der zumindest der die Einlassöffnung aufweisende
Abschnitt des Garnbildungselements für einen Bediener zugänglich und reinigbar ist.
Die Verschiebung des mit Hilfe der Führung gelagerten Gehäuseabschnitts gegenüber
einem oder weiteren Gehäuseabschnitten erfolgt hierbei entlang der genannten Führung,
die vorzugsweise schienenartig ausgeführt ist.
[0007] An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass das Gehäuse selbstverständlich auch
mehrere verschieblich gelagerte Gehäuseabschnitte umfassen kann, die gegenüber einem
oder mehreren weiteren Gehäuseabschnitten verschiebbar gelagert sind. Im Folgenden
wird jedoch vorrangig eine Lösung beschrieben, bei der ein verschiebbarer Gehäuseabschnitt
vorhanden ist, der gegenüber einem weiteren Gehäuseabschnitt verschiebbar ist, wobei
dies nur beispielhaft zu verstehen ist und die beschriebenen Merkmale auch bei einer
Spinndüse mit mehr als zwei Gehäuseabschnitten verwirklicht sein können.
[0008] In jedem Fall sollte das Verschieben des beweglichen Gehäuseabschnitts entlang einer
Führung erfolgen, die eine Führungsbahn umfasst, in bzw. auf der ein korrespondierendes
Gegenstück des verschiebbaren Gehäuseabschnitts formschlüssig montiert ist. Zudem
sollten ein oder mehrere Anschläge vorhanden sein, die die Bewegung des jeweils verschiebbaren
Gehäuseabschnitts im Bereich gewünschter Endpunkte der Verschiebung begrenzen.
[0009] Ebenso bringt es Vorteile mit sich, wenn die Spinndüse als Ganzes um einen Winkel
α verschwenkbar ist, der einen Betrag von 30° bis 90°, vorzugsweise von 40° bis 80°,
aufweist. Ein derartiges Verschwenken ist insbesondere dann von Vorteil, wenn ein
spulenseitiges Garnende während eines Anspinnvorgangs entgegen der eigentlichen Spinnrichtung
durch die Spinndüse geführt werden soll. Das Garnende wird in diesem Fall durch eine
Luftströmung durch die Auslassöffnung des Abzugskanals in diesen eingeblasen und/oder
eingesaugt. Im weiteren Verlauf wird das Garnende durch den Abzugskanal, durch die
Einlassöffnung des Garnbildungselements und schließlich durch die Einlauföffnung der
Wirbelkammer nach außen bewegt. Hierbei tritt über die Einlauföffnung der Wirbelkammer
neben dem Garnende auch eine nicht zu vernachlässigende Luftmenge aus der Spinndüse
aus, die notwendig ist, um die genannte Bewegung des Garnendes zu realisieren. Würde
diese Luftmenge nun auf das Ende des Faserverbands treffen, der sich in der Regel
nach einer Unterbrechung der Garnherstellung in einem der Spinndüse vorgelagerten
Streckwerk befindet, so würde dies zu einer negativen Beeinträchtigung des Faserverbands
führen. Um dies zu vermeiden, ist die erfindungsgemäße Spinndüse schließlich um den
genannten Betrag verschwenkbar. Wird nun nach dem Verschwenken Luft durch die Einlauföffnung
der Spinndüse nach außen geblasen, um das Garnende entgegen der Spinnrichtung durch
die Spinndüse zu bewegen, so trifft diese Luft nicht auf den sich im Streckwerk befindlichen
Faserverband. Vielmehr passiert er das Streckwerk seitlich, so dass eine Beeinflussung
der Faserverbandeigenschaften ausgeschlossen werden kann.
[0010] Besondere Vorteile bringt es mit sich, wenn die Spinndüse mechanisch, pneumatisch,
hydraulisch, magnetisch und/oder elektromagnetisch wirkende Mittel umfasst, mit deren
Hilfe das Gehäuse von seiner Schließstellung in seine Offenstellung und/oder umgekehrt
überführbar ist. Beispielsweise könnten ein oder mehrere Pneumatikzylinder zum Einsatz
kommen, mit deren Hilfe der verschiebbare Gehäuseabschnitt entlang der Führung verschiebbar
ist. Ebenso wäre es denkbar, dass zumindest eine Feder vorhanden ist, mit deren Hilfe
der verschiebbare Gehäuseabschnitt gegen einen weiteren Gehäuseabschnitt gepresst
wird, so dass das Gehäuse mit Hilfe der Feder in seiner Schließstellung gehalten wird,
bis das verschiebbare Gehäuse mit Hilfe eines Pneumatikzylinders, eines Elektromagneten
oder eines sonstigen geeigneten Mittels gegen die Federkraft der Feder verschoben
wird, um das Gehäuse in seine Offenstellung zu überführen.
[0011] Ebenso bringt es Vorteile mit sich, wenn die Führung eine oder mehrere wenigstens
abschnittsweise geradlinig verlaufende und der Führung eines der Gehäuseabschnitte
dienende Führungsabschnitte aufweist. Bei der Führung handelt es sich um eine Linearführung
oder um eine Führung, die zumindest abschnittsweise als Linearführung ausgebildet
ist. Der geradlinig verlaufende Führungsabschnitt kann beispielsweise parallel zu
einer Mittelachse des Abzugskanals verlaufen. Ebenso kann die Führung bzw. zumindest
ein Führungsabschnitt derselben Teil der Spinndüse oder auch Teil eines die Spinndüse
tragenden Trägers der Luftspinnmaschine sein. Ferner kann die Führung einen Führungsabschnitt
aufweisen, der den geführten Abschnitt des verschiebbaren Gehäuseabschnitts umgreift,
um eine möglichst spielarme Führung zu gewährleisten.
[0012] Vorteilhaft ist es, wenn der Abzugskanal eine Mittelachse aufweist, wobei die Verlängerung
der Mittelachse außerhalb der Einlauföffnung der Wirbelkammer verläuft, wenn das Gehäuse
seine Schließstellung aufweist. Hierdurch wird sichergestellt, dass sich die im Bereich
des Garnbildungselements erzeugte Drehung des Faserverbands nicht entgegen der Spinnrichtung
nach außen fortpflanzt (dies hätte eine negative Beeinträchtigung bzw. sogar eine
Unterbrechung der Garnherstellung zur Folge). Mit anderen Worten wirkt der seitliche
Versatz von Abzugskanal und Einlauföffnung während der Garnherstellung als Drallstopp.
Hingegen hätte dieser Versatz während der Rückführung des Garnendes im Rahmen eines
Anspinnvorgangs den Nachteil, dass auch das Garnende im Bereich zwischen der Einlassöffnung
des Garnbildungselements und der Einlauföffnung der Wirbelkammer seitlich versetzt
werden müsste, um durch die Einlauföffnung nach außerhalb der Wirbelkammer geführt
werden zu können. Deshalb ist es von Vorteil, wenn sich die Verlängerung der Mittelachse
des Abzugskanals in die Einlauföffnung der Wirbelkammer erstreckt, wenn das Gehäuse
seine Offenstellung aufweist, wobei dies durch eine entsprechend ausgerichtete Führung
ermöglicht wird. Das Garnende kann damit besonders einfach in der Offenstellung des
Gehäuses entgegen der Spinnrichtung durch die Spinndüse zurückgeführt werden, wobei
hierfür lediglich eine Luftströmung innerhalb des Abzugskanals erzeugt werden muss,
der entgegen der Spinnrichtung und damit in die Einlauföffnung der Wirbelkammer gerichtet
ist. Hierfür weist die Spinndüse vorzugsweise eine oder mehrere Injektionsdüsen auf,
die schräg und entgegen der Spinnrichtung in den Abzugskanal münden und mit einer
Druckluftversorgung in Verbindung stehen.
[0013] In diesem Zusammenhang ist es besonders vorteilhaft, wenn die Führung eine oder mehrere
wenigstens abschnittsweise gekrümmt verlaufende und der Führung eines der Gehäuseabschnitte
dienende Führungsabschnitte aufweist. Mit Hilfe einer derartigen Führung kann der
verschiebbare Gehäuseabschnitt während seiner Verschiebung gegenüber dem weiteren
Gehäuseabschnitt gekippt werden, so dass sich die Verlängerung der Mittelachse des
Abzugskanals nach dem Verschieben des mit Hilfe der Führung gelagerten Gehäuseabschnitts
in die Einlauföffnung der Wirbelkammer erstreckt.
[0014] An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass es im Rahmen der Erfindung generell
von Vorteil ist, wenn der die Einlauföffnung der Wirbelkammer aufweisende Gehäuseabschnitt
in einem ersten Gehäuseabschnitt und das Garnbildungselement in einem zweiten Gehäuseabschnitt
angeordnet ist, wobei einer der genannten Gehäuseabschnitte relativ zum anderen verschiebbar
gelagert ist.
[0015] Vorteile bringt es zudem mit sich, wenn das Gehäuse wenigstens einen ersten Gehäuseabschnitt
und einen zweiten Gehäuseabschnitt aufweist, wobei der erste Gehäuseabschnitt entlang
der Führung verschiebbar ist, und wobei die Führung starr mit dem zweiten Gehäuseabschnitt
verbunden ist. Eine Relativbewegung zwischen der Führung und dem zweiten Gehäuseabschnitt
wird hierdurch sicher vermieden. Neben einer Verbindung von dem zweiten Gehäuseabschnitt
und der Führung ist es ebenso möglich, dass die Führung Teil des zweiten Gehäuseabschnitts
ist, so dass eine separate Befestigung der Führung am zweiten Gehäuseabschnitt entfallen
kann.
[0016] Des Weiteren ist es vorteilhaft, wenn wenigstens ein Gehäuseabschnitt relativ zu
einem weiteren Gehäuseabschnitt verschwenkbar gelagert ist. In diesem Fall kann der
verschwenkbare Gehäuseabschnitt als Teil der Spinndüse verschwenkt werden. Darüber
hinaus kann er zusätzlich zu der genannten Verschwenkung gegenüber einem weiteren
Gehäuseabschnitt verschwenkt werden, so dass zwei unabhängige Schwenkbewegungen möglich
sind. Vorteilhafterweise handelt es sich bei dem in zweifacher Hinsicht verschwenkbaren
Gehäuseabschnitt um denjenigen Gehäuseabschnitt, der auch entlang der Führung verschiebbar
ist. Der verschiebbare Gehäuseabschnitt kann in diesem Fall ausgehend von der Spinnstellung
der Spinndüse zunächst als Teil der Spinndüse verschwenkt, anschließend entlang der
Führung verschoben und zuletzt gegenüber einem weiteren Gehäuseabschnitt verschwenkt
werden. Im Ergebnis kann der verschiebbare Gehäuseabschnitt also drei Stellungen einnehmen,
wobei die zuletzt genannte Stellung eine besonders gute Zugänglichkeit des Garnbildungselements
ermöglicht.
[0017] Auch ist es von Vorteil, wenn die Spinndüse um eine erste Schwenkachse und der verschwenkbare
Gehäuseabschnitt um eine zweite Schwenkachse verschwenkbar gelagert sind, wobei die
erste Schwenkachse in einer senkrecht zur ersten Schwenkachse verlaufenden Richtung
von der zweiten Schwenkachse beabstandet angeordnet ist. Durch die Wahl zweier voneinander
beabstandeter Schwenkachsen können die Position und die einzelnen Bewegungsrichtungen
des zweifach verschwenkbaren Gehäuseabschnitts besonders einfach an die gegebenen
Platzbedingungen in der Luftspinnmaschine angepasst werden. Vorzugsweise verlaufen
die beiden Schwenkachsen parallel zueinander.
[0018] Besonders vorteilhaft ist es, wenn der verschwenkbare Gehäuseabschnitt an einem Schlitten
gelagert und gegenüber diesem verschwenkbar ist, wobei der Schlitten wiederum mit
Hilfe der Führung geführt und entlang der Führung verschiebbar ist. Der Schlitten
umfasst vorzugsweise eine Schwenkachse, an der der verschwenkbare Gehäuseabschnitt
mit Hilfe eines Schwenkbolzens oder ähnlichen Mitteln befestigt ist (alternativ kann
selbstverständlich auch der verschwenkbare Gehäuseabschnitt eine Schwenkachse umfassen,
die an einem Drehbolzen o. ä. des Schlittens gelagert ist).
[0019] Vorteilhaft ist es, wenn die Spinndüse Mittel umfasst, die beim Verschwenken der
Spinndüse ein Verschieben des entlang der Führung verschiebbaren Gehäuseabschnitts
bewirken. Hierfür kann der verschiebbare Gehäuseabschnitt beispielsweise mit einem
Gestänge oder einem Seilzug in Verbindung stehen, das bzw. der mit einem weiteren
Gehäuseabschnitt oder einem Trägerabschnitt der Spinndüse derart gekoppelt ist, dass
sich der verschiebbare Gehäuseabschnitt und zumindest ein weiterer Gehäuseabschnitt
automatisch auseinanderbewegen, wenn die Spinndüse manuell oder mit Hilfe automatisch
betätigbarer Mittel (Pneumatikzylinder, etc.) verschwenkt wird.
[0020] Das erfindungsgemäße Verfahren zum Öffnen einer Spinndüse einer Luftspinnmaschine
zeichnet sich dadurch aus, dass die Spinndüse verschwenkt wird und dass im Zuge dieser
Bewegung oder im Anschluss daran ein Öffnen des Gehäuses erfolgt, indem einer der
Gehäuseabschnitte gegenüber einem weiteren Gehäuseabschnitt verschoben wird, wobei
das Verschieben derart erfolgt, dass nach dem Verschieben des entsprechenden Gehäuseabschnitts
zumindest der die Einlassöffnung aufweisende Abschnitt des Garnbildungselements für
einen Bediener zugänglich und reinigbar ist. Zumindest ein Gehäuseabschnitt wird also
im Rahmen des Öffnungsvorgangs zunächst als Teil der Spinndüse verschwenkt und anschließend
entlang einer Führung verschoben (wobei die Spinndüse bzw. deren Bestandteile gemäß
vorangegangener oder nachfolgender Beschreibung ausgebildet sein können). Insbesondere
ist es von Vorteil, wenn das Verschieben des verschieblich gelagerten Gehäuseabschnitts
entlang einer zumindest teilweise gekrümmten Führungsbahn erfolgt (wobei hinsichtlich
der diesbezüglichen Vorteile auf die obige Beschreibung verwiesen wird).
[0021] Vorteilhaft ist es zudem, wenn während oder nach dem genannten Verschieben des entsprechenden
Gehäuseabschnitts ein Verschwenken eines Gehäuseabschnitts gegenüber einem weiteren
Gehäuseabschnitts erfolgt, um die Zugänglichkeit des genannten Abschnitts des Garnbildungselements
weiter zu verbessern. Vorzugsweise wird hierbei der Gehäuseabschnitt verschwenkt,
der zuvor verschoben wurde. Dieser Gehäuseabschnitt wird also während dem Öffnen der
Spinndüse um eine erste Schwenkachse verschwenkt, darüber hinaus verschoben und zusätzlich
um eine zweite Schwenkachse verschwenkt.
[0022] Weitere Vorteile der Erfindung sind in den nachfolgenden Ausführungsbeispielen beschrieben.
Es zeigen, jeweils schematisch:
- Figur 1
- eine Seitenansicht eines Ausschnitts einer Luftspinnmaschine,
- Figur 2
- eine Schnittdarstellung einer Spinndüse in Nachbarschaft eines Streckwerkswalzenpaares,
- Figur 3
- eine erfindungsgemäße Spinndüse in Spinnstellung,
- Figur 4
- die in Figur 3 gezeigte Spinndüse in verschwenkter Stellung,
- Figur 5
- die in Figur 4 gezeigte Spinndüse mit geöffnetem Gehäuse,
- Figur 6
- eine weitere erfindungsgemäße Spinndüse mit einem Gehäuse in Offenstellung,
- Figur 7
- jeweils eine Schnittdarstellung eines Gehäuses in Schließstellung (links) und in Offenstellung
(rechts),
- Figur 8
- eine weitere erfindungsgemäße Spinndüse mit einem Gehäuse in Spinnstellung, und
- Figur 9
- die in Figur 8 gezeigte Spinndüse mit verschwenktem und geöffnetem Gehäuse.
[0023] Figur 1 zeigt einen Ausschnitt einer Spinnstelle einer erfindungsgemäßen Luftspinnmaschine
(wobei die Luftspinnmaschine selbstverständlich eine Vielzahl von, vorzugsweise benachbart
zueinander angeordneten, Spinnstellen aufweisen kann). Die Spinnstelle kann bei Bedarf
ein Streckwerk 20 mit mehreren Streckwerkswalzen 19 (die teilweise mit einem Riemchen
21 umschlungen sein können) umfassen, welches mit einem Faserverband 3, beispielsweise
in Form eines doublierten Streckenbands, beliefert wird. Ferner umfasst die gezeigte
Spinnstelle eine in Figur 2 näher dargestellte Spinndüse 1 mit einer innenliegenden
Wirbelkammer 5, in welcher der Faserverband 3 bzw. mindestens ein Teil der Fasern
des Faserverbands 3 nach Passieren eines Einlauföffnung 6 der Wirbelkammer 5 mit einer
Drehung versehen wird.
[0024] Darüber hinaus kann die Spinnstelle ein der Spinndüse 1 nachgeordnetes und zwei Abzugswalzen
23 aufweisendes Abzugswalzenpaar sowie eine dem Abzugswalzenpaar nachgeschaltete Spulvorrichtung
zum Aufspulen des die Spinnstelle verlassenden Garns 2 auf eine Hülse 24 umfassen.
Die erfindungsgemäße Spinnstelle muss nicht zwangsweise ein Streckwerk 20 aufweisen.
Auch ist das Abzugswalzenpaar nicht zwingend notwendig.
[0025] Die gezeigte Spinnstelle arbeitet generell nach einem Luftspinnverfahren. Zur Bildung
des Garns 2 wird der Faserverband 3 über ein die genannte Einlauföffnung 6 aufweisendes
Faserführungselement 25 in die Wirbelkammer 5 der Spinndüse 1 geführt. Dort erhält
es eine Drehung, d. h. mindestens ein Teil der freien Faserenden des Faserverbands
3 wird von einer Wirbelluftströmung, die durch entsprechend in einer die Wirbelkammer
5 umgebenden Gehäusewandung angeordnete Luftdüsen 8 erzeugt wird, erfasst (wobei die
Luftdüsen 8 über einen Luftkanal 26 in Verbindung stehen können, der wiederum mit
einer Druckluftleitung 27 verbunden ist, die über eine Druckluftversorgung mit Druckluft
gespeist wird).
[0026] Ein Teil der Fasern wird hierbei aus dem Faserverband 3 zumindest ein Stück weit
herausgezogen und um den Frontbereich eines in die Wirbelkammer 5 ragenden Garnbildungselements
7 gewunden. Dadurch, dass der Faserverband 3 durch eine Einlassöffnung 9 des Garnbildungselements
7 über einen innerhalb des Garnbildungselements 7 angeordneten Abzugskanal 10 aus
der Wirbelkammer 5 und schließlich über eine Auslassöffnung 22 aus der Spinndüse 1
abgezogen wird, werden schließlich auch die freien Faserenden in Richtung der Einlassöffnung
9 gezogen und schlingen sich dabei als sogenannte Umwindefasern um die zentral verlaufenden
Kernfasern - resultierend in einem die gewünschte Drehung aufweisenden Garn 2. Die
über die Luftdüsen 8 eingebrachte Druckluft verlässt die Spinndüse 1 schließlich über
den Abzugskanal 10 sowie einen eventuell vorhandene Luftauslass 29, der bei Bedarf
mit einer Unterdruckquelle verbunden sein kann.
[0027] Generell sei an dieser Stelle klargestellt, dass es sich bei dem hergestellten Garn
2 grundsätzlich um einen beliebigen Faserverband 3 handeln kann, der sich dadurch
auszeichnet, dass ein außenliegender Teil der Fasern (sogenannte Umwindefasern) um
einen inneren, vorzugsweise ungedrehten oder bei Bedarf ebenfalls gedrehten Teil der
Fasern, herumgeschlungen ist, um dem Garn 2 die gewünschte Festigkeit zu verleihen.
Umfasst ist von der Erfindung also auch eine Luftspinnmaschine, mit deren Hilfe sich
sogenanntes Vorgarn herstellen lässt. Bei Vorgarn handelt es sich um ein Garn 2 mit
einem relativ geringen Anteil an Umwindefasern, bzw. um ein Garn 2, bei dem die Umwindefasern
relativ locker um den inneren Kern geschlungen sind, so dass das Garn 2 verzugsfähig
bleibt. Dies ist dann entscheidend, wenn das hergestellte Garn 2 an einer nachfolgenden
Textilmaschine (beispielsweise einer Ringspinnmaschine) nochmals mit Hilfe eines Streckwerks
20 verzogen werden soll bzw. muss, um entsprechend weiterverarbeitet werden zu können.
[0028] Im Hinblick auf die Luftdüsen 8 sei an dieser Stelle zudem rein vorsorglich erwähnt,
dass diese in der Regel so ausgerichtet sein sollten, dass die austretenden Luftstrahlen
gleichgerichtet sind, um gemeinsam eine gleichgerichtete Luftströmung mit einem Drehsinn
zu erzeugen. Vorzugsweise sind die einzelnen Luftdüsen 8 hierbei rotationssymmetrisch
zueinander angeordnet und münden tangential in die Wirbelkammer 5.
[0029] Des Weiteren ist der Figur 2 zu entnehmen, dass das Garnbildungselement 7 neben dem
Abzugskanal 10 eine weitere Bohrung in Form einer Injektionsdüse 28 aufweisen kann
(zwar zeigt Figur 2 eine Spinndüse 1 mit einteiligem Gehäuse 4; die hierin gezeigten
Merkmale können jedoch auch bei den im Folgenden beschriebenen erfindungsgemäßen Spinndüsen
1 verwirklicht sein). Über die Injektionsdüse 28 kann während einer Anspinnphase Luft
entgegen der Spinnrichtung (d. h. bezogen auf Figur 2: in Richtung des Faserführungselements
25) eingebracht werden, um ein hülsenseitiges Garnende durch den Abzugskanal 10 in
Richtung des Faserführungselements 25 und durch dieses hindurch nach außerhalb der
Spinndüse 1 zu führen. Dort wird es schließlich mit dem sich noch im Streckwerk 20
befindlichen Faserverband 3 überlappt und anschließend gemeinsam mit diesem (nach
Deaktivierung der Injektionsdüse 28) in Spinnrichtung in die Spinndüse 1 eingeführt,
um wieder zum normalen Spinnbetrieb überzugehen, bei dem aus dem der Spinndüse 1 zugeführten
Faserverband 3 ein Garn 2 erzeugt wird.
[0030] Der Grundgedanke der vorliegenden Erfindung lässt sich nun der Zusammenschau der
Figuren 3 bis 5 entnehmen, die eine Prinzipskizze einer Spinndüse 1 einer Luftspinnmaschine
zeigen (das nicht gezeigte Streckwerk 20 würde sich oberhalb der in Figur 3 gezeigten
Spinndüse 1 befinden; die Ausrichtung der Spinndüse 1 in Figur 3 entspricht im Wesentlichen
der in Figur 2 gezeigten Spinndüse 1, d. h. Einlauföffnung 6 oben, Auslassöffnung
22 unten).
[0031] Zunächst zeigt ein Vergleich der Figuren 3 und 4, dass die erfindungsgemäße Spinndüse
1 über eine erste Schwenkachse 16 an einem Träger 30 der Luftspinnmaschine gelagert
ist und um diese verschwenkbar ist. Dieses Verschwenken ist insbesondere bei dem beschriebenen
Anspinnvorgang von Vorteil, da die über die Injektionsdüse 28 eingebrachte und die
Spinndüse 1 über die Einlauföffnung 6 verlassende Luft in diesem Fall nicht auf den
sich im Streckwerk 20 befindlichen Faserverband 3 trifft (dies würde eine negative
Beeinflussung dessen Eigenschaften bewirken).
[0032] Neben der Verschwenkung der Spinndüse 1 und der einzelnen voneinander trennbaren
Gehäuseabschnitte 11 des Gehäuses 4 der Spinndüse 1 ist vorgesehen, dass zumindest
einer von mehreren Gehäuseabschnitten 11 der Spinndüse 1 relativ zu einem weiteren
Gehäuseabschnitt 11 entlang einer Führung 12 verschiebbar ist, um das Gehäuse 4 von
einer Schließstellung (Figur 4) in eine Offenstellung (Figur 5) und umgekehrt überführen
zu können. Die Führung 12 kann hierbei mit einem der Gehäuseabschnitte 11 verbunden
oder Teil eines der Gehäuseabschnitte 11 sein oder als von der Spinndüse 1 getrennter
Abschnitt vorliegen. In jedem Fall erlaubt die Lagerung des entsprechenden Gehäuseabschnitts
11, dass dieser in die in Figur 5 gezeigte Stellung verschoben werden kann, in der
das Garnbildungselement 7 bzw. zumindest dessen die Einlassöffnung 9 aufweisender
Abschnitt von außen zugänglich und damit reinigbar ist.
[0033] Während Figur 5 eine Linearführung mit einem geradlinigen Führungsabschnitt 13 zeigt,
kann es ebenfalls von Vorteil sein, wenn die Führung 12 einen gekrümmt verlaufenden
Führungsabschnitt 15 aufweist, wie dieser beispielhaft in Figur 6 gezeigt ist. Neben
der Verschiebung bewirkt eine derartig ausgestaltete Führung 12 auch ein leichtes
Verkippen des geführten Gehäuseabschnitts 11 (der prinzipiell über einen entsprechend
geführten Abschnitt 31 mit der Führung 12 in Verbindung stehen kann). Den Vorteil
einer derartigen Bewegung zeigt der Vergleich der beiden in Figur 7 gezeigten Schnittdarstellungen
einer Spinndüse 1.
[0034] Während die linke Darstellung in Figur 7 das Gehäuse 4 in seiner Schließstellung
zeigt, bei der die Mittelachse 14 des Abzugskanals 10 außerhalb der Einlauföffnung
6 liegt (das Faserführungselement 25 dient in diesem Fall als oben beschriebener Drallstopp),
erstreckt sich die genannte Mittelachse 14 in der Offenstellung des Gehäuses 4 (rechte
Darstellung in Figur 7) in die Einlauföffnung 6. Hierdurch wird schließlich ein Rückführen
eines Garnendes vom Abzugskanal 10 durch die Einlauföffnung 6 während des beschriebenen
Anspinnvorgangs erleichtert, ohne dass das Garnende von außen durch die Einlauföffnung
6 gesaugt werden müsste.
[0035] Schließlich zeigen die Figuren 8 und 9 eine besonders bevorzugte Ausführung der vorliegenden
Erfindung. Wie diesen Figuren zu entnehmen ist, kann der verschiebbare Gehäuseabschnitt
11 über einen Schlitten 18 an bzw. in der Führung 12 gelagert sein. Der Schlitten
18 kann wiederum über eine zweite Drehachse mit dem verschiebbaren Gehäuseabschnitt
11 verbunden sein, so dass sich der verschiebbare Gehäuseabschnitt 11 nicht nur als
Teil der Spinndüse 1 um die erste Schwenkachse 16, sondern auch um die zweite Schwenkachse
17 verschwenken lässt. Wie ein Vergleich der Figuren 5 (Lagerung ohne Schlitten 18)
und 9 (Lagerung über Schlitten 18) zeigt, kann das Gehäuse 4 hierdurch noch weiter
geöffnet werden, so dass auch die Zugänglichkeit für einen Bediener erheblich verbessert
werden kann. Der in Figur 9 gezeigte Winkel β (Winkel, um den ein erster Gehäuseabschnitt
11 gegenüber einem weiteren Gehäuseabschnitt 11 um eine zweite Schwenkachse 17 verschwenkt
werden kann) kann hierbei in dem Bereich liegen, der in der obigen Beschreibung für
den Winkel α (Winkel, um den die Spinndüse 1 als Ganzes um die erste Schwenkachse
16 verschwenkt werden kann) angegeben wurde.
[0036] Abschließend sei klargestellt, dass das Verschwenken der Spinndüse 1 bzw. das Verschieben
und/oder Verschwenken einzelner Gehäuseabschnitte 11 manuell oder aber auch mit Hilfe
entsprechender Mittel erfolgen kann. Beispielsweise ist in Figur 6 ein Federelement
32 gezeigt, das den verschiebbaren Gehäuseabschnitt 11 in Richtung des weiteren Gehäuseabschnitts
11 drückt, sobald keine, beispielsweise mit Hilfe eines Pneumatikzylinders erzeugte,
entgegengesetzte Kraft auf den verschiebbaren Gehäuseabschnitt 11 wirkt.
[0037] Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele
beschränkt. Abwandlungen im Rahmen der Patentansprüche sind ebenso möglich wie eine
beliebige Kombination der beschriebenen Merkmale, auch wenn sie in unterschiedlichen
Teilen der Beschreibung bzw. den Ansprüchen oder in unterschiedlichen Ausführungsbeispielen
dargestellt und beschrieben sind, vorausgesetzt, dass kein Widerspruch zur Lehre der
unabhängigen Ansprüche entsteht.
Bezugszeichenliste
[0038]
- 1
- Spinndüse
- 2
- Garn
- 3
- Faserverband
- 4
- Gehäuse
- 5
- Wirbelkammer
- 6
- Einlauföffnung der Wirbelkammer
- 7
- Garnbildungselement
- 8
- Luftdüse
- 9
- Einlassöffnung des Garnbildungselements
- 10
- Abzugskanal des Garnbildungselements
- 11
- Gehäuseabschnitt
- 12
- Führung
- 13
- geradlinig verlaufender Führungsabschnitt der Führung
- 14
- Mittelachse des Abzugskanals
- 15
- gekrümmt verlaufender Führungsabschnitt der Führung
- 16
- erste Schwenkachse
- 17
- zweite Schwenkachse
- 18
- Schlitten
- 19
- Streckwerkswalze
- 20
- Streckwerk
- 21
- Riemchen
- 22
- Auslassöffnung der Spinndüse
- 23
- Abzugswalze
- 24
- Hülse
- 25
- Faserführungselement
- 26
- Luftkanal
- 27
- Druckluftleitung
- 28
- Injektionsdüse
- 29
- Luftauslass
- 30
- Träger
- 31
- geführter Abschnitt
- 32
- Federelement
- α
- Winkel, um den die Spinndüse verschwenkt werden kann
- β
- Winkel, um den ein Gehäuseabschnitt gegenüber einem weiteren Gehäuseabschnitt verschwenkt
werden kann
1. Spinndüse (1) einer Luftspinnmaschine, die der Herstellung von Garn (2) aus einem
Faserverband (3) mit Hilfe einer Luftströmung dient,
- wobei die Spinndüse (1) eine, innerhalb eines Gehäuses (4) der Spinndüse (1) angeordnete,
Wirbelkammer (5) mit einer Einlauföffnung (6) für einen Faserverband (3) aufweist,
- wobei die Spinndüse (1) ein sich zumindest teilweise in die Wirbelkammer (5) erstreckendes
Garnbildungselement (7) aufweist,
- wobei die Spinndüse (1) in die Wirbelkammer (5) mündende Luftdüsen (8) umfasst,
über die Luft in die Wirbelkammer (5) einbringbar ist, um dem Faserverband (3) im
Bereich einer Einlassöffnung (9) des Garnbildungselements (7) eine Drehung zu erteilen,
- wobei das Garnbildungselement (7) einen sich an die Einlassöffnung (9) anschließenden
Abzugskanal (10) aufweist, über den das Garn (2) aus der Wirbelkammer (5) abziehbar
ist,
- wobei die Spinndüse (1) derart gelagert ist, dass sie durch Verschwenken zwischen
wenigstens zwei Stellungen hin- und herbewegbar ist, und
- wobei das Gehäuse (4) der Spinndüse (1) wenigstens zwei die Wirbelkammer (5) nach
außen hin begrenzende Gehäuseabschnitte (11) umfasst,
dadurch gekennzeichnet,
- dass zumindest einer der Gehäuseabschnitte (11) derart mit Hilfe einer Linearführung oder
einer Führung (12), die zumindest abschnittsweise als Linearführung ausgebildet ist,
gelagert ist, dass er relativ zu einem weiteren der wenigstens zwei Gehäuseabschnitte
(11) verschiebbar ist, und
- wobei das Gehäuse (4) durch Verschieben des mit Hilfe der Führung (12) gelagerten
Gehäuseabschnitts (11) von einer Schließstellung in eine Offenstellung überführbar
ist, in der zumindest der die Einlassöffnung (9) aufweisende Abschnitt des Garnbildungselements
(7) für einen Bediener zugänglich und reinigbar ist.
2. Spinndüse (1) gemäß dem vorangegangenen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Spinndüse (1) um einen Winkel α verschwenkbar ist, der einen Betrag von 30° bis
90°, vorzugsweise von 40° bis 80°, aufweist.
3. Spinndüse (1) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Spinndüse (1) mechanisch, pneumatisch, hydraulisch, magnetisch und/oder elektromagnetisch
wirkende Mittel umfasst, mit deren Hilfe das Gehäuse (4) von seiner Schließstellung
in seine Offenstellung und/oder umgekehrt überführbar ist.
4. Spinndüse (1) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung (12) eine oder mehrere wenigstens abschnittsweise geradlinig verlaufende
und dem Führen eines der Gehäuseabschnitte (11) dienende Führungsabschnitte (13) aufweist.
5. Spinndüse (1) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Abzugskanal (10) eine Mittelachse (14) aufweist, wobei die Verlängerung der Mittelachse
(14) außerhalb der Einlauföffnung (6) der Wirbelkammer (5) verläuft, wenn das Gehäuse
(4) seine Schließstellung aufweist, und wobei sich die Verlängerung der Mittelachse
(14) in die Einlauföffnung (6) der Wirbelkammer (5) erstreckt, wenn das Gehäuse (4)
seine Offenstellung aufweist.
6. Spinndüse (1) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führung (12) eine oder mehrere wenigstens abschnittsweise gekrümmt verlaufende
und dem Führen eines der Gehäuseabschnitte (11) dienende Führungsabschnitte (15) aufweist.
7. Spinndüse (1) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (4) wenigstens einen ersten Gehäuseabschnitt (11) und einen zweiten Gehäuseabschnitt
(11) aufweist, wobei der erste Gehäuseabschnitt (11) entlang der Führung (12) verschiebbar
ist, und wobei die Führung (12) starr mit dem zweiten Gehäuseabschnitt (11) verbunden
oder Teil desselben ist.
8. Spinndüse (1) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Gehäuseabschnitt (11), bevorzugt der entlang der Führung (12) verschiebbare
Gehäuseabschnitt (11), relativ zu einem weiteren der wenigstens zwei Gehäuseabschnitte
(11) verschwenkbar gelagert ist.
9. Spinndüse (1) gemäß dem vorangegangenen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Spinndüse (1) um eine erste Schwenkachse (16) und der verschwenkbare Gehäuseabschnitt
(11) um eine zweite Schwenkachse (17) verschwenkbar gelagert sind, wobei die erste
Schwenkachse (16) in einer senkrecht zur ersten Schwenkachse (16) verlaufenden Richtung
von der zweiten Schwenkachse (17) beabstandet angeordnet ist.
10. Spinndüse (1) gemäß Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der verschwenkbare Gehäuseabschnitt (11) an einem Schlitten (18) gelagert und gegenüber
diesem verschwenkbar ist, wobei der Schlitten (18) wiederum mit Hilfe der Führung
(12) geführt und entlang der Führung (12) verschiebbar ist.
11. Spinndüse (1) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Spinndüse (1) Mittel umfasst, die beim Verschwenken der Spinndüse (1) ein Verschieben
des entlang der Führung (12) verschiebbaren Gehäuseabschnitts (11) bewirken.
12. Verfahren zum Öffnen einer Spinndüse (1) einer Luftspinnmaschine, die der Herstellung
von Garn (2) aus einem Faserverband (3) mit Hilfe einer Luftströmung dient, insbesondere
einer Spinndüse (1) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Spinndüse
(1) ein Gehäuse (4) mit wenigstens zwei, eine innenliegende Wirbelkammer (5) nach
außen hin begrenzenden, Gehäuseabschnitten (11) umfasst, und wobei die Spinndüse (1)
ein sich zumindest teilweise in die Wirbelkammer (5) erstreckendes Garnbildungselement
(7) mit einer Einlassöffnung (9) für das aus dem Faserverband (3) hergestellte Garn
(2) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Spinndüse (1) verschwenkt wird, und dass im Zuge dieser Bewegung oder im Anschluss
daran ein Öffnen des Gehäuses (4) erfolgt, indem einer der Gehäuseabschnitte (11)
gegenüber einem weiteren der wenigstens zwei Gehäuseabschnitte (11) und geführt durch
eine Linearführung oder eine Führung (12), die zumindest abschnittsweise als Linearführung
ausgebildet ist, verschoben wird, wobei das Verschieben derart erfolgt, dass nach
dem Verschieben des entsprechenden Gehäuseabschnitts (11) zumindest der die Einlassöffnung
(9) aufweisende Abschnitt des Garnbildungselements (7) für einen Bediener zugänglich
und reinigbar ist.
13. Verfahren gemäß dem vorangegangenen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass während oder nach dem genannten Verschieben des entsprechenden Gehäuseabschnitts
(11) ein Verschwenken eines Gehäuseabschnitts (11) gegenüber einem weiteren der wenigstens
zwei Gehäuseabschnitte (11) erfolgt, um die Zugänglichkeit des genannten Abschnitts
des Garnbildungselements (7) weiter zu verbessern.
1. A spinning nozzle (1) of an air-jet spinning machine for producing a yarn (2) from
a fiber assembly (3) by means of an airflow,
- the spinning nozzle (1) comprising a vortex chamber (5) disposed inside a housing
(4) of the spinning nozzle (1) and having an entry opening (6) for a fiber assembly
(3),
- the spinning nozzle (1) comprising a yarn-forming element (7) at least partially
extending into the vortex chamber (5),
- the spinning nozzle (1) comprising air nozzles (8) opening into the vortex chamber
(5), through which air can be introduced into the vortex chamber (5) in order to impart
a rotation to the fiber assembly (3) in the region of an inlet opening (9) of the
yarn forming element (7),
- the yarn-forming element (7) comprising a draw-off channel (10) connected to the
inlet opening (9), through which the yarn (2) can be drawn off from the vortex chamber
(5), and
- the spinning nozzle (1) being supported so as to be pivotably displaceable back
and forth between at least two positions,
- the housing (4) of the spinning nozzle (1) comprises at least two housing segments
(11) outwardly bounding the vortex chamber (5), characterized in that,
- at least one of the housing segments (11) is supported by means of a linear guide
or a guide (12), being designed at least in sections as a linear guide, so as to be
displaceable relative to a further of the at least two housing segments (11), and
- wherein the housing (4) can be transferred from a closed position into an open position
by displacing the housing segment (11) supported by means of the guide (12), in which
position at least the segment of the yarn-forming element (7) comprising the inlet
opening (9) is accessible to and can be cleaned by an operator.
2. The spinning nozzle (1) according to the preceding claim, characterized in that the spinning nozzle (1) can be pivoted by an angle α having a measure from 30° to
90°, preferably from 40° to 80°.
3. The spinning nozzle (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that the spinning nozzle (1) comprises mechanical, pneumatic, hydraulic, magnetic, and/or
electromagnetic means by means of which the housing (4) can be transferred from the
closed position thereof into the open position thereof and/or vice versa.
4. The spinning nozzle (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that the guide (12) comprises one or more guide segments (13) running in a straight line
at least in segments thereof and serving for guiding one of the housing segments (11).
5. The spinning nozzle (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that the draw-off channel (10) comprises a center axis (14), wherein the extension of
the center axis (14) runs outside of the entry opening (6) of the vortex chamber (5)
when the housing (4) is in the closed position and wherein the extension of the center
axis (14) extends into the entry opening (6) of the vortex chamber (5) when the housing
(4) is in the open position.
6. The spinning nozzle (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that the guide (12) comprises one or more guide segments (15) running curved at least
in segments thereof and serving for guiding one of the housing segments (11).
7. The spinning nozzle (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that the housing (4) comprises at least a first housing segment (11) and a second housing
segment (11), wherein the first housing segment (11) can be displaced along the guide
(12) and wherein the guide (12) is rigidly connected to the second housing segment
(11) or a part thereof.
8. The spinning nozzle (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that at least one housing segment (11), preferably the housing segment (11) able to be
displaced along the guide (12), is pivotally supported relative to a further of the
at least two housing segments (11).
9. The spinning nozzle (1) according to the preceding claim, characterized in that the spinning nozzle (1) is pivotally supported about a first pivot axis (16) and
the pivotable housing segment (11) is pivotally supported about a second pivot axis
(17), wherein the first pivot axis (16) is disposed offset from the second pivot axis
(17) in a direction running perpendicular to the first pivot axis (16).
10. The spinning nozzle (1) according to claim 8 or 9, characterized in that the pivotable housing segment (11) is supported on a carriage (18) and is pivotable
relative to the same, wherein the carriage (18) in turn is guided by means of the
guide (12) and can be displaced along the guide (12).
11. The spinning nozzle (1) according to any one of the preceding claims, characterized in that the spinning nozzle (1) comprises means for bringing about a displacement of the
housing segment (11) able to be displaced along the guide (12) when the spinning nozzle
(1) is pivoted.
12. A method for opening a spinning nozzle (1) of an air-jet spinning machine for producing
a yarn (2) from a fiber assembly (3) by means of an airflow, particularly a spinning
nozzle (1) according to any one of the preceding claims, the spinning nozzle (1) comprising
a housing (4) having at least two housing segments (11) externally bounding an interior
vortex chamber (5), and the spinning nozzle (1) comprising a yarn-forming element
(7) having an inlet opening (9) for the yarn (2) produced from the fiber assembly
(3) and extending at least partially into the vortex chamber (5),
characterized in that
the spinning nozzle (1) is pivoted, and that the housing (4) is opened during or after
said displacement, in that one of the housing segments (11) is displaced and guided by means of the linear guide
or a guide (12), being designed at least in sections as a linear guide, relative to
a further of the at least two housing segments (11), wherein the displacing takes
place such that after the corresponding housing segment (11) is displaced at least
the segment of the yarn-forming element (7) comprising the inlet opening (9) can be
accessed and cleaned by an operator.
13. The method according to the preceding claim, characterized in that during or after said displacing of the corresponding housing segment (11), a housing
segment (11) is pivoted relative to a further of the at least two housing segments
(11) in order to further improve the accessibility of said segment of the yarn-forming
element (7).
1. Filière de filage (1) d'un métier à filer à jet d'air qui sert à la fabrication d'un
fil (2) à partir d'un ensemble de fibres (3) à l'aide d'un courant d'air,
- dans laquelle la filière de filage (1) comporte une chambre de turbulence (5) disposée
à l'intérieur d'une caisse (4) de la filière de filage (1), avec une ouverture d'entrée
(6) pour un ensemble de fibres (3),
- dans laquelle la filière de filage (1) comporte un élément de formation de fil (7)
s'étendant au moins partiellement dans la chambre de turbulence (5),
- dans laquelle la filière de filage (1) contient des buses d'air (8) débouchant dans
la chambre de turbulence (5), par lesquelles de l'air peut être introduit dans la
chambre de turbulence (5) afin de conférer une rotation à l'ensemble de fibres (3)
dans la zone d'une ouverture d'entrée (9) de l'élément de formation de fil (7),
- dans laquelle l'élément de formation de fil (7) présente un canal d'extraction (10)
s'enchaînant à l'ouverture d'entrée (9), par lequel le fil (2) peut être extrait de
la chambre de turbulence (5),
- dans laquelle la filière de filage (1) est montée de manière à pouvoir être déplacée
en va-et-vient, par pivotement, entre au moins deux positions, et
- dans laquelle la caisse (4) de la filière de filage (1) comporte au moins deux sections
de la caisse (11) délimitant la chambre de turbulence (5) vers l'extérieur,
caractérisée en ce que
- l'une au moins des sections de la caisse (11) est montée à l'aide d'un guidage linéaire
ou d'un guidage (12) se présentant sous la forme d'un guidage linéaire au moins en
certains de ses segments, de manière à pouvoir être déplacée par rapport à une autre
des au moins deux sections de la caisse (11), et
- dans laquelle le la caisse (4), par déplacement de la section de la caisse (11)
montée à l'aide du guidage (12), peut être transféré d'une position fermée dans une
position ouverte, dans laquelle au moins la partie de l'élément de formation de fil
(7) présentant l'ouverture d'entrée (9) est accessible et nettoyable par un opérateur.
2. Filière de filage (1) selon la revendication précédente, caractérisée en ce que la filière de filage (1) est pivotable sur un angle α présentant une valeur de 30°
à 90°, de préférence de 40° à 80°.
3. Filière de filage (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la filière (1) comporte des moyens à action mécanique, pneumatique, hydraulique,
magnétique et/ou électromagnétique à l'aide desquels la caisse (4) peut être transféré
de sa position fermée à sa position ouverte et/ou inversement.
4. Filière de filage (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le guidage (12) présente une ou plusieurs sections de guidage (13) s'étendant de
manière rectiligne au moins en certains segments et servant au guidage de l'une des
sections de la caisse (11).
5. Filière de filage (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le canal d'extraction (10) présente un axe central (14), sachant que l'extension
de l'axe central (14) s'étend en dehors de l'ouverture d'entrée (6) de la chambre
de turbulence (5) lorsque la caisse (4) présente sa position fermée, et sachant que
l'extension de l'axe central (14) s'étend dans l'ouverture d'entrée (6) de la chambre
de turbulence (5) lorsque la caisse (4) présente sa position ouverte.
6. Filière de filage (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le guidage (12) présente une ou plusieurs sections de guidage (15) s'étendant de
manière curviligne au moins en certains segments et servant au guidage de l'une des
sections de la caisse (11).
7. Filière de filage (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la caisse (4) comprend au moins une première section de la caisse (11) et une seconde
section de la caisse (11), dans laquelle la première section de la caisse (11) peut
déplacée le long du guidage (12), et dans laquelle le guidage (12) est relié de manière
rigide à la seconde section de la caisse (11) ou fait partie de cette dernière.
8. Filière de filage (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'au moins une section de la caisse (11), de préférence la section de la caisse (11)
déplaçable le long du guidage (12), est montée de manière pivotante par rapport à
une autre des au moins deux sections de la caisse (11).
9. Filière de filage (1) selon la revendication précédente, caractérisée en ce que la filière de filage (1) est montée de manière pivotante autour d'un premier axe
de pivotement (16) et la section de la caisse (11) pivotante est montée de manière
pivotante autour d'un second axe de pivotement (17), le premier axe de pivotement
(16) étant disposé à distance du second axe de pivotement (17) dans une direction
perpendiculaire au premier axe de pivotement (16).
10. Filière de filage (1) selon la revendication 8 ou 9, caractérisée en ce que la section de la caisse (11) pivotable est montée sur un chariot (18) et peut pivoter
par rapport à celui-ci, le chariot (18), à son tour, étant guidé à l'aide du guidage
(12) et pouvant être déplacé le long du guidage (12).
11. Filière de filage (1) selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la filière de filage (1) comporte des moyens qui, lors du pivotement de la filière
de filage (1), provoquent un déplacement de la section de la caisse (11) déplaçable
le long du guidage (12).
12. Procédé pour ouvrir une filière de filage (1) d'un métier à filer à jet d'air qui
sert à la fabrication d'un fil (2) à partir d'un ensemble de fibres (3) à l'aide d'un
courant d'air, en particulier une filière de filage (1) selon l'une des revendications
précédentes, dans lequel la filière de filage (1) comporte une caisse (4) avec au
moins deux sections de la caisse (11) délimitant vers l'extérieur une chambre de turbulence
(5) disposée à l'intérieur, et dans lequel la filière de filage (1) comporte un élément
de formation de fil (7) s'étendant au moins partiellement dans la chambre de turbulence
(5), avec une ouverture d'entrée (9) pour le fil (2) produit à partir de l'ensemble
de fibres (3),
caractérisée en ce que
la filière de filage (1) est pivotée, et en ce que, au cours de ce mouvement ou par la suite, une ouverture de la caisse (4) a lieu
en ce sens que l'une des sections de la caisse (11) est décalée par rapport à une
autre des au moins deux sections de la caisse (11) et guidée par un guidage linéaire
ou un guidage (12) se présentant sous la forme d'un guidage linéaire au moins en certains
de ses segments, le déplacement s'effectuant de telle sorte qu'après le déplacement
de la section de la caisse (11) correspondante, au moins la section de l'élément de
formation de fil (7) présentant l'ouverture d'entrée (9) soit accessible et nettoyable
par un opérateur.
13. Procédé selon la revendication précédente, caractérisé en ce que pendant ou après ledit déplacement de la section de la caisse (11) correspondante,
un pivotement d'une section de la caisse (11) par rapport à une autre des au moins
deux sections de la caisse (11) est effectué pour améliorer davantage l'accessibilité
de ladite section de l'élément de formation de fil (7).