[0001] Die Erfindung betrifft eine Maschine und ein Verfahren zum Falten und Kleben von
Zuschnitten für die Herstellung von Faltschachteln.
[0002] Faltschachteln werden aus einem oder mehreren flachen, gestanzten und vorgerillten
bzw. geschlitzten Zuschnitten durch Falten, Kleben und Aufrichten gebildet. "Open
Basket Carriers"- oder "OBC"-Flaschenträger (körbchenartige Flaschenträger) sind besonders
aufwendige Faltschachteln, die aus einem oder zwei Zuschnitten hergestellt werden.
[0003] Zum Falten und Kleben derartiger Faltschachteln gibt es Maschinen, bei denen die
Zuschnitte mit sehr hoher Geschwindigkeit an feststehenden Leitlinealen vorbeitransportiert
werden, welche die Faltungen bewirken. Dabei sind die Zuschnitte zwischen Transportbändern
eingeklemmt. Zuschnitte, die rechtwinklig zueinander ausgerichtete Faltlinien aufweisen,
werden bei einem Maschinentyp von einer ersten Verarbeitungsstrecke, auf der erste
Faltungen durchgeführt werden, auf eine um 90° dazu ausgerichtete zweite Verarbeitungsstrecke
übergeben, auf der zweite Faltungen ausgeführt werden. Bei einem anderen Maschinentyp
werden die Zuschnitte auf der Verarbeitungsstrecke um 90° gedreht. Beim Durchlaufen
der Verarbeitungsstrecke werden ggf. weitere Zuschnitte passgenau auf den durchlaufenden
Zuschnitten platziert.
[0004] Faltschachtelklebemaschinen der vorstehenden Art sind in der
EP 2 163 376 A2 und in der
EP 1 593 485 A1 beschrieben. Diese weisen Förderriemenpaare mit einem oberen und unteren Förderriemen
auf, zwischen denen eingeklemmt die Zuschnitte gefördert werden. Die Förderriemenpaare
fördern die Zuschnitte durch Faltstationen und andere ortsfeste Bearbeitungsstationen
hindurch, in denen die Zuschnitte bearbeitet werden.
[0005] Bei den bekannten Maschinen kann es aufgrund der Einwirkung feststehender Werkzeuge
auf die daran vorbeitransportierten Zuschnitte leicht zu Fehlausrichtungen, Ausschuss
und Prozessstörungen mit erheblichem Materialverlust kommen. Aufgrund der hohen Durchlaufgeschwindigkeit
sind die Verarbeitungs strecken lang und weisen die Maschinen einen hohen Grundflächenbedarf
auf. Zudem sind die Investitionskosten dieser Maschinen hoch. Deshalb werden sie nur
von Faltschachtelherstellern eingesetzt. Die gefalteten und geklebten Zuschnitte werden
in Umkartons gepackt, auf Paletten gestapelt und zum Abnehmer transportiert, der die
Zuschnitte aufrichtet und mit Ware befüllt. Zwischendurch werden große Mengen der
Zuschnitte gelagert. Damit ist ein hoher logistischer Aufwand verbunden.
[0006] Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Maschine und ein Verfahren
zum Falten und Kleben von Zuschnitten für die Herstellung von Faltschachteln zur Verfügung
zu stellen, bei der und dem es weniger leicht zu Fehlausrichtungen der Zuschnitte,
Ausschuss und Prozessstörungen kommt, der Grundflächenbedarf und die Investitionskosten
verringert sind und der logistische Aufwand für die Lieferung der Zuschnitte vom Hersteller
zum Abnehmer verringert werden kann.
[0007] Die Aufgabe wird durch eine Maschine mit den Merkmalen von Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Maschine sind in Unteransprüchen angegeben.
[0008] Die erfindungsgemäße Maschine zum Falten und Kleben von Zuschnitten für die Herstellung
von Faltschachteln hat:
- ein Transportsystem umfassend mindestens ein Umlenkrollen umschlingendes und entlang
einer Verarbeitungsstrecke verlaufendes Zugmittel,
- einen mit mindestens einer Umlenkrolle verbundenen und diese antreibenden Antrieb,
- Werkstückträger, die in Abständen voneinander an dem mindestens einen Zugmittel befestigt
sind und von dem mindestens einen Zugmittel entlang der Verarbeitungsstrecke bewegt
werden,
- mindestens ein Magazin für einen Stapel Zuschnitte,
- mindestens ein Mittel zum Entnehmen einzelner Zuschnitte aus dem Stapel im Magazin,
- mindestens ein Mittel zum Zuführen der entnommenen Zuschnitte in einer mit den Werkstückträgern
synchronisierten Bewegung entlang eines Abschnittes der Verarbeitungsstrecke zu den
Werkstückträgern,
- auf den Werkstückträgern angeordnete aktive Mittel zum Halten von Zuschnitten auf
den Werkstückträgern, und/oder
- auf den Werkstückträgern angeordnete aktive Mittel zum Falten von Zuschnitten auf
den Werkstückträgern,
- Steuerungsmittel, die mit den aktiven Mitteln zum Halten und/oder den aktiven Mitteln
zum Falten verbunden sind und ausgelegt sind, das Halten und Freigeben der Zuschnitte
durch die aktiven Mittel zum Halten und/oder das Falten der Zuschnitte durch die aktiven
Mittel zum Falten zu steuern, und
- mindestens ein ortsfest an der Verarbeitungsstrecke angeordnetes Mittel zum Kleben
von Zuschnitten und/oder auf den Werkstückträgern angeordnete Mittel zum Kleben von
Zuschnitten.
[0009] Die erfindungsgemäße Maschine hat Werkstückträger, die entlang der Verarbeitungsstrecke
bewegt werden. Die Zuschnitte werden den Werkstückträgern zugeführt und auf den Werkstückträgern
werden die Falt- und Klebevorgänge durchgeführt. Durch den Verbleib der Zuschnitte
auf den jeweiligen Werkstückträgern ohne Übergabe an weitere Transportsysteme während
des Falt- und Klebeprozesses wird eine hohe Genauigkeit des Falt- und Klebeprozesses
erreicht. Unterstützt wird dies durch die auf den Werkstückträgern angeordneten aktiven
Mittel zum Halten, welche die Zuschnitte sicher in definierten Positionen auf den
Werkstückträgern halten, sodass sie beim Falten und Kleben nicht verrutschen. Ferner
wird dies durch die auf den Werkstückträgern angeordneten aktiven Mittel zum Falten
unterstützt, welche die Faltvorgänge ausführen, wobei die von feststehenden Mitteln
zum Falten auf die vorbei transportierte Zuschnitte ausgeübten Kräfte vermieden werden.
Zudem können die aktiven Mittel zum Falten Faltungen um senkrecht zur Transportrichtung
der Werkstückträger gerichtete Faltlinien durchführen (Querfaltungen), die mittels
feststehender Mittel zum Falten nicht möglich sind.
[0010] Bevorzugt weist die Maschine sowohl aktive Mittel zum Halten als auch aktive Mittel
zum Falten auf, die jeweils auf den Werkstückträgern angeordnet sind. Die Erfindung
bezieht aber auch Ausführungen ein, bei denen auf den Werkstückträgern lediglich aktive
Mittel zum Halten angeordnet sind und keine aktiven Mittel zum Falten. Solche Ausführungen
sind z.B. für Anwendungen geeignet, bei denen die Zuschnitte allein mittels feststehender
bzw. ortsfest an der Verfahrensstrecke angeordneter Mittel zum Falten gefaltet werden
können, wie beispielsweise bei quaderförmigen Faltschachteln, die lediglich um in
Transportrichtung gerichtete Faltlinien gefaltet (Längsfaltungen) und geklebt und
vom Anwender durch die Stirnöffnungen befüllt und geschlossen werden. In diesem Falle
sind die ortsfest an der Verfahrensstrecke angeordneten Mittel zum Falten bevorzugt
passive Mittel zum Falten. Ferner bezieht die Erfindung Ausführungen ein, bei denen
auf den Werkstückträgern lediglich aktive Mittel zum Falten und keine aktiven Mittel
zum Halten angeordnet sind. Solche Ausführungen sind z.B. für Anwendungen geeignet,
bei denen Querfaltungen durchgeführt werden müssen und statische Halteelemente auf
den Werkstückträgern ausreichen, um die Zuschnitte in definierten Positionen auf den
Werkstückträgern zu halten. Unterstützt wird dies dadurch, dass die auf den Werkstückträgern
angeordneten aktiven Mittel zum Falten beim Falten mit geringeren Kräften auf die
Zuschnitte einwirken, als feststehende Mittel zum Falten.
[0011] Die aktiven Mittel zum Halten sind Mittel, welche die Zuschnitte mittels eines beweglichen
körperlosen oder körperlichen Mediums auf den Werkstückträgern halten, z.B. mittels
eines Gases durch Anlegen von Unterdruck (Vakuum) oder Überdruck (Druckluft) und/oder
mittels eines beweglichen körperlichen Elementes.
[0012] Aktive Mittel zum Falten sind Mittel, welche die Zuschnitte mittels eines beweglichen
körperlosen oder körperlichen Mediums falten, z.B. mittels eines Gases durch Anlegen
von Unterdruck (Vakuum) oder (Überdruckdruckluft) und/oder mittels eines beweglichen
körperlichen Elementes. Die aktiven Mittel zum Halten und die aktiven Mittel zum Falten
können teilweise oder insgesamt dieselben Mittel sein.
[0013] Passive Mittel zum Falten sind z.B. ortsfest an der Verarbeitungsstrecke angeordnete
Leitlineale oder andere feststehende Werkzeuge. Passive Mittel zum Halten sind z.B.
auf den Werkstückträgern angeordnete Anschlagleisten und/oder Aufnahmedorne zum Halten
von Zuschnitten.
[0014] Die Maschine ist für das Falten und Kleben von Zuschnitten für die Herstellung von
Faltschachteln beliebiger Art geeignet. Sie ist insbesondere für das Falten und Kleben
einfacher Zuschnitte und komplexer Zuschnitte geeignet, beispielsweise von Zuschnitten
für quaderförmige Faltschachteln und für OBC-Flaschenträger.
[0015] Gemäß einer Ausführungsvariante hat die Maschine mindestens ein Mittel zum Kleben
von Zuschnitten, das ortsfest an der Verarbeitungsstrecke angeordnet ist und an dem
die Zuschnitte auf den Werkstückträgern vorbeigeführt werden. Dies kann insbesondere
bei geradlinigen, flächigen oder anderen einfachen Klebungen vorteilhaft sein. Gemäß
einer anderen Ausführungsvariante sind Mittel zum Kleben auf den Werkstückträgern
angeordnet. Dies kann bei komplexen Klebegeometrien und/oder für die Durchführung
mehrerer Klebevorgänge an denselben Zuschnitten von Vorteil sein.
[0016] Die Kombination beider Ausführungsvarianten ist ebenfalls möglich.
[0017] Die Steuerungsmittel sind vorzugsweise mechanische Steuerungsmittel oder pneumatische
Steuerungsmittel oder hydraulische Steuerungsmittel oder elektrische Steuerungsmittel
oder beliebige Kombinationen der vorerwähnten Steuerungsmittel.
[0018] Die erfindungsgemäße Maschine ist aufgrund ihrer hohen Prozesssicherheit, ihrer Flexibilität
hinsichtlich der Verarbeitung verschiedener Zuschnitte und ihres vergleichsweise geringen
Aufwandes insbesondere dafür geeignet, in Produktionsprozessen mit kleinen Losgrößen
eingesetzt zu werden. Ferner in Produktionsprozessen, bei denen in kurzer Folge Aufträge
mit verschiedenen Zuschnitten verarbeitet werden müssen. Die Maschine kann insbesondere
bei Faltschachtelherstellern zum Einsatz kommen. Die Maschine ist aber auch für das
Falten und Kleben von Zuschnitten beim Anwender geeignet, der die Zuschnitte mit Ware
befüllt. Der Transport nicht gefalteter und nicht geklebter Zuschnitte vom Faltschachtelhersteller
zum Anwender und die Lagerung dieser Zuschnitte beim Anwender ist erheblich kostengünstiger
als Transport und Lagerung gefalteter und geklebter Zuschnitte. Beim Anwender kann
nach dem Falten und Kleben entweder eine Zwischenlagerung der gefalteten und geklebten
Zuschnitte erfolgen oder der Anwender führt die gefalteten und geklebten Zuschnitte
in einem kontinuierlichen Produktionsprozess direkt (Inline) einer Verpackungsmaschine
für das Befüllen der Zuschnitte mit Ware zu. Für Produktionsprozesse mit größeren
Losgrößen können mehrere erfindungsgemäße Maschinen nebeneinander eingesetzt werden,
beispielsweise beim Faltschachtelhersteller oder beim Anwender.
[0019] Gemäß einer Ausgestaltung sind auf jedem Werkstückträger mehrere aktive Mittel zum
Halten und/oder mehrere aktive Mittel zum Falten angeordnet. Dies ist vorteilhaft
für den Falt- und Klebeprozess. Gemäß einer weiteren Ausgestaltung sind die Steuerungsmittel
ausgelegt, jedes aktive Mittel zum Halten und/oder jedes aktive Mittel zum Falten
auf jedem Werkstückträger gesondert anzusteuern. Dies ermöglicht beim Falten einen
Teil der aktiven Mittel zum Halten so zu steuern, dass sie den zu faltenden Teil des
Zuschnittes freigeben und mit einem anderen Teil der aktiven Mittel zum Halten den
Rest des Zuschnittes festzuhalten, sodass dieser seine Position beibehält. Ferner
ist hierdurch die Durchführung mehrerer verschiedener Faltvorgänge auf jedem Werkstückträger
möglich.
[0020] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung sind die aktiven Mittel zum Halten ausgewählt
aus den Mitteln Vakuumsauger, Druckluftdüse, Faltklappe oder einer beliebigen Kombination
mehrer vorerwähnter Mittel.
[0021] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung sind die aktiven Mittel zum Falten ausgewählt
aus den Mitteln Faltklappe, Vakuumsauger, Druckluftdüse, Nockenrad, Linearaktor oder
aus einer beliebigen Kombination mehrerer vorerwähnter Mittel.
[0022] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung sind die Vakuumsauger und/oder Druckluftdüsen
verbunden mit Mitteln zum Zuführen eines Vakuums und/oder Druckluft von einem stationär
angeordneten Vakuumerzeuger und/oder Drucklufterzeuger zu den entlang der Verarbeitungsstrecke
bewegten Werkstückträgern. Sämtliche Vakuumsauger und/oder Druckluftdüsen können über
die Mittel zum Zuführen mit demselben Vakuumerzeuger und/oder derselben Druckluftquelle
verbunden sein. Alternativ sind auf jedem Werkstückträger ein Vakuumerzeuger und/oder
eine Druckluftquelle angeordnet, die durch die Bewegung der Werkstückträger angetrieben
sein können.
[0023] Der Vakuumerzeuger ist vorzugsweise eine Drehschiebervakuumpumpe oder eine Membranpumpe
oder eine andere Vakuumpumpe. Die Druckluftquelle ist vorzugsweise ein Kolbenkompressor
oder ein Schraubenverdichter oder ein anderer Kompressor oder ein Druckluftnetz.
[0024] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung weisen die Mittel zum Zuführen eines Vakuums und/oder
die Mittel zum Zuführen von Druckluft einen parallel zu der Verarbeitungsstrecke verlaufenden,
mit dem Vakuumerzeuger und/oder der Druckluftquelle verbundenen, feststehenden Luftkanal
auf, der auf einer Seite eine entlang der Verarbeitungsstrecke erstreckte Öffnung
aufweist, die von einem gleichlaufend mit dem mindestens einen Zugmittel umlaufenden
Band abdichtend abgedeckt ist, welches neben den Werkstückträgern Löcher aufweist,
die über Leitungen mit den Vakuumsaugern und/oder den Druckluftdüsen auf den Werkstückträgern
verbunden sind. Über den Luftkanal wird entlang der Verarbeitungsstrecke ein Vakuum
bzw. Druckluft zur Verfügung gestellt. Der Luftkanal weist eine entlang der Verarbeitungsstrecke
erstreckte Öffnung auf. Ein Band läuft gleichlaufend mit dem mindestens einen Zugmittel
um, wobei es die Öffnung des Luftkanals abdichtend abdeckt. Die Vakuumsauger und/oder
Druckluftdüsen auf den Werkstückträgern sind über Leitungen mit Löchern in dem Band
verbunden. Durch die Leitungen gelangt das im Luftkanal vorliegende Vakuum bzw. die
Druckluft zu den Vakuumsaugern bzw. den Druckluftdüsen auf den Werkstückträgern. Auf
einfache und zuverlässige Weise wird somit die Versorgung der Vakuumsauger bzw. Druckluftdüsen
mit Vakuum bzw. Druckluft sichergestellt.
[0025] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung sind auf den Werkstückträgern Ventilmittel angeordnet,
über die die Vakuumsauger mit den Mitteln zum Zuführen eines Vakuums und/oder die
Druckluftdüsen mit den Mitteln zum Zuführen von Druckluft verbunden sind und sind
die Ventilmittel mit den Steuerungsmitteln verbunden. Über die Ventilmittel steuern
die Steuerungsmittel die Verbindung der Vakuumsauger mit dem Vakuumerzeuger und/oder
der Druckluftdüsen mit der Druckluftquelle. Die Betätigung der Mittel zum Halten und/oder
der Mittel zum Falten wird somit über die Ventilmittel gesteuert.
[0026] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung umfassen die aktiven Mittel zum Halten und/oder
die aktiven Mittel zum Falten auf den Werkstückträgern angeordnete Klappen zum Einklemmen
und/oder zum Falten von Abschnitten der Zuschnitte und Mittel zum Schwenken der Klappen
und sind die Mittel zum Schwenken mit den Steuerungsmitteln verbunden. Mittels der
Klappen sind Abschnitte der Zuschnitte zwischen den Klappen und einer Auflagefläche
des Werkstückträgers einklemmbar, sodass sie am Werkstückträger gehalten sind. Alternativ
sind mittels der Klappen Abschnitte der Zuschnitte bezüglich der Auflagefläche verschwenkbar,
um diese Abschnitte gegen weitere Abschnitte der Zuschnitte zu falten, die auf den
Werkstückträgern festgehalten sind.
[0027] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung umfassen die Mittel zum Schwenken die Klappen
in einer Ausgangsposition vorspannende Federelemente. Durch weitere Mittel zum Schwenken
sind die Klappen aus der Ausgangsposition wegschwenkbar. Wenn die weiteren Mittel
zum Schwenken nicht wirksam sind, werden die Klappen durch die Federelemente selbsttätig
in die Ausgangsposition zurückbewegt.
[0028] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung weisen die Steuerungsmittel ortsfeste Kurven auf
und sind die aktiven Mittel zum Halten und/oder die aktiven Mittel zum Falten mit
Abtastmitteln gekoppelt, welche die Kurven abtasten. Die Abtastmittel sind Mittel
zum Schwenken der Klappen. Vorzugsweise sind die Klappen zusätzlich durch Federelemente
in eine Ausgangsposition vorgespannt. Die Federelemente können die Abtastmittel gegen
die ortsfesten Kurven drücken, sodass die Klappen genau entsprechend dem Verlauf der
ortsfesten Kurven gesteuert werden. Alternativ werden die Abtastmittel an ortsfesten
Kurven entlanggeführt, welche die Abtastmittel in verschiedenen Richtungen bewegen,
um die Klappen hin- und herzuschwenken. Hierfür greifen beispielsweise die Abtastmittel
mit einem Stift in eine Nut ein, deren Flanken die Kurven bilden.
[0029] Gemäß einer Ausgestaltung weist die Maschine auf den Werkstückträgern angeordnete
passive Mittel zum Halten und/oder mindestens ein ortsfest an der Verarbeitungsstrecke
angeordnetes passives Mittel zum Falten von Zuschnitten auf den Werkstückträgern auf.
[0030] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung weisen die Werkstückträger Anschlagleisten und/oder
Aufnahmedorne zum Halten von Zuschnitten auf. Die passiven Mittel zum Halten von Zuschnitten
können zusätzlich oder anstatt aktiver Mittel zum Halten von Zuschnitten vorhanden
sein. Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist das passive Mittel zum Falten ein an
der Verarbeitungsstrecke angeordnetes Leitlineal (auch "Abweiser" oder "Faltweiche"
genannt), auf das die auf den Werkstücken gehaltenen Zuschnitte beim Durchlaufen der
Verarbeitungsstrecke treffen. Das passive Mittel zum Falten kann zusätzlich oder anstatt
aktiver Mittel zum Falten vorhanden sein.
[0031] Eine weitere Ausgestaltung hat auf den Werkstückträgern angeordnete aktive Mittel
zum Falten der Zuschnitte entlang Faltlinien in Richtung quer zur Transportrichtung
und/oder ortsfest an der Verarbeitungsstrecke angeordnete, passive Mittel zum Falten
von Zuschnitten entlang der Faltlinien in Transportrichtung der Werkstückträger. Vorzugsweise
werden die Faltungen entlang Faltlinien in Richtung quer zur Transportrichtung durch
aktive Mittel zum Falten durchgeführt. Die Faltungen entlang Faltlinien in Transportrichtung
der Werkstückträger können ebenfalls mittels aktiver Mittel zum Falten durchgeführt
werden.
[0032] Grundsätzlich ist es auch möglich, die Faltungen entlang Faltlinien in Richtung quer
zur Transportrichtung mittels passiver Mittel zum Falten durchzuführen. Hierzu sind
gemäß einer Ausgestaltung die Werkstückträger schwenkbar auf einer Basis gelagert,
die an dem mindestens einen Zugmittel befestigt sind. Die schwenkbaren Werkstückträger
sind mit einem Antrieb verbunden, der mit den Steuerungsmitteln verbunden ist, die
ausgelegt sind, das Schwenken der Werkstückträger in die eine oder die andere Schwenkstellung
zu steuern. Die Schwenkbewegung der Werkstückträger auf der Basis kann beispielsweise
mittels Kurven gesteuert werden. Beim Transportieren des Werkstückträgers entlang
erster passiver Mittel befindet sich der Werkstückträger in einer ersten Schwenkstellung,
in der die ersten passiven Mittel Faltungen um die in Transportrichtung gerichteten
Faltlinien vornehmen. Danach wird der Werkstückträger um 90° um die zweite Schwenkstellung
geschwenkt. In der zweiten Schwenkstellung passiert der Werkstückträger zweite passive
Mittel, die Faltungen der Zuschnitte um die dann in Transportrichtung gerichteten
Faltlinien vornimmt. Danach wird der Werkstückträger wieder in die erste Schwenkstellung
geschwenkt. Auf diese Weise ist es möglich, das passive Mittel zum Falten der Zuschnitte
entlang mindestens zweier senkrecht zueinander ausgerichteter Faltlinien bewirken.
[0033] Gemäß einer Ausgestaltung ist an der Verarbeitungsstrecke mindestens eine Andrückrolle
ortsfest angeordnet, die auf den gefalteten Zuschnitten auf den Werkstückträgern abrollt.
Durch die Andrückrolle wird das Material entlang der Faltlinien zusammengepresst,
um die Kartonfasern zu brechen und die Faltungen zu vollenden.
[0034] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung sind die Trumms des mindestens einen Zugmittels
vertikal ausgerichtet. Damit kann sich die Verarbeitungsstrecke über beide Trumme
erstrecken. Hierdurch wird eine besonders platzsparende Ausbildung der Maschine ermöglicht.
[0035] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung sind die Komponenten der Maschine in einem Rahmengestell
angeordnet. Dies erleichtert die Montage und Demontage der Komponenten insbesondere
bei Wartung und beim Umbau, um die Maschine auf die Verarbeitung unterschiedlicher
Zuschnitte vorzubereiten. Gemäß einer Ausgestaltung weist die Maschine ein langgestrecktes,
vertikales Rahmengestell auf. Dies ist vorteilhaft für eine platzsparende Aufstellung
der Maschine.
[0036] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung sind das mindestens eine Magazin und die Mittel
zum Zuführen einzelner Zuschnitte auf der Seite des einen Trumms des Zugmittels angeordnet
und ist die Abgabestation zum Abgeben von gefalteten und geklebten Zuschnitten auf
der Seite des anderen Trumms des Zugmittels angeordnet. Diese Ausgestaltung ist platzsparend
und erleichtert die Integration der Maschine in den Verarbeitungsprozess beim Faltschachtelhersteller
oder beim Abnehmer.
[0037] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung umfassen die Mittel zum Entnehmen einzelner Zuschnitte
aus dem Stapel im Magazin eine Absaugung, die ausgelegt ist, jeweils einen einzelnen
Zuschnitt aus einem Stapel im Magazin in eine Übergabeposition abzusaugen.
[0038] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung umfassen die Mittel zum Zuführen der entnommenen
Zuschnitte zu einem der Werkstückträger ein weiteres Transportsystem mit mindestens
einem weitere Umlenkrollen umschließenden weiteren Zugmittel, wobei ein weiteres Trumm
des weiteren Zugmittels an der Übergabeposition vorbeigeführt ist und noch ein weiteres
Trumm des weiteren Zugmittels entlang eines Abschnittes der Verlagerungsstrecke entlang
verläuft, auf dem weiteren Zugmittel Mitnehmer angeordnet sind, das weitere Transportsystem
einen weiteren Antrieb aufweist, die Absaugung und der weitere Antrieb mit den Steuerungsmitteln
verbunden ist, die so ausgelegt sind, dass die Absaugung mit dem weiteren Antrieb
und der weitere Antrieb mit dem Antrieb synchronisiert sind, sodass die Absaugung
jeweils einen einzelnen Zuschnitt aus dem Magazin in der Übergabeposition zwischen
Mitnehmern an den weiteren Zugmitteln positioniert, das mindestens eine weitere Zugmittel
den zwischen den Mitnehmern gehaltenen Zuschnitt mitnimmt und der Zuschnitt von dem
im Wesentlichen in Richtung eines Abschnittes der Verarbeitungsstrecke erstreckten
Trumm dem Werkstückträger zugeführt wird. Durch das weitere Transportsystem werden
die von den Mitteln zum Entnehmen in der Übergabeposition bereitgestellten Zuschnitte
auf die Geschwindigkeit der Werkstückträger beschleunigt und diesen zugeführt. Hierdurch
kann eine störungsfreie Übergabe der Zuschnitte auf die Werkstückträger erreicht werden.
[0039] Diese Ausgestaltung eignet sich insbesondere für die Zuführung von Zuschnitten für
OBC-Flaschenträger zu den Werkstückträgern, insbesondere für die Zuführung eines Mantelzuschnittes
für einen solchen Flaschenträger.
[0040] Gemäß einer Ausgestaltung umfassen die Mittel zum Entnehmen einzelner Zuschnitte
aus dem Stapel im Magazin einen Schwenksauger, der jeweils einen einzelnen Zuschnitt
auf einem Ablagetisch ablegt. Gemäß einer weiteren Ausgestaltung umfassen die Mittel
zum Zuführen des entnommenen Zuschnittes zu einem der Werkstückträger einen Schlitten,
der in Führungen entlang eines Abschnittes der Verarbeitungsstrecke geführt ist und
an dem ein weiterer Schwenksauger angeordnet ist, der ausgelegt ist, bei Anordnung
des Schlittens in einer unteren Position einen einzelnen Zuschnitt von dem Ablagetisch
aufzunehmen, nach einer Schwenkbewegung den Zuschnitt in einer oberen Position des
Schlittens einem Werkstückträger zuzuführen, wobei der Schlitten mit einem weiteren
Antrieb verbunden ist, der Schwenksauger mit einem weiteren Antrieb verbunden ist
und der weitere Schwenksauger mit einem weiteren Antrieb verbunden ist und die weiteren
Antriebe mit den Steuerungsmitteln verbunden sind, die so ausgelegt sind, dass nach
Ablegen eines Zuschnittes durch den Schwenksauger auf den Ablagetisch der weitere
Schwenksauger den Zuschnitt aufnimmt und der Schlitten eine synchrone Bewegung mit
einem der Werkstückträger ausführt und dabei der weitere Schwenksauger den Zuschnitt
dem Werkstückträger zuführt. Hierdurch wird eine besonders prozesssichere Zufuhr von
Zuschnitten zu dem Werkstückträger erreicht.
[0041] Diese Ausgestaltung ist besonders vorteilhaft für die Zuführung eines weiteren Zuschnittes
zu dem Werkstückträger, auf dem bereits ein Zuschnitt platziert worden ist. Diese
Ausgestaltung ist besonders vorteilhaft für die Zuführung von Zuschnitten für die
Bildung einer Mittelwand und einer Griffverstärkung bei OBC-Flaschenträgern geeignet.
[0042] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung weisen die Mittel zum Zuführen eine Zuführplatte
auf, auf der jeder Zuschnitt positionierbar ist, und haben die Mittel zum Zuführen
Mittel zum Verlagern der Zuführplatte senkrecht zum Trumm des Transportsystems mit
einem mittleren Antrieb, der mit den Steuerungsmitteln verbunden ist und sind die
Steuerungsmittel ausgelegt, die Verlagerung der Zuführplatte senkrecht zum Werkstückträger
hin im letzten Abschnitt der Zuführung jedes Zuschnittes zu einem der Werkstückträger
zu steuern, um den Zuschnitt mittels der Zuführplatte dem Werkstückträger zuzuführen.
Hierdurch wird die Prozesssicherheit weiter verbessert.
[0043] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist die Zuführplatte so bemessen, dass sie beim
Bewegen senkrecht zum Werkstückträger hin zwischen Stützmittel auf dem Werkstückträger
hineinbewegbar ist, auf denen ein Zuschnitt platzierbar ist.
[0044] Hierdurch kann ein Faltvorgang eingeleitet werden. Die Stützmittel auf dem Werkstückträger
können insbesondere Klappen sein, die sich in einer Ausgangsposition befinden.
[0045] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung umfasst der weitere Schwenksauger Mittel zum Verlagern
des Zuschnittes senkrecht zum Werkstückträger hin mit einem weiteren Antrieb, der
mit den Steuerungsmitteln verbunden ist. Hierdurch wird die Prozesssicherheit weiter
verbessert.
[0046] Gemäß einer Ausgestaltung sind die Steuerungsmittel so ausgelegt, dass die aktiven
Mittel zum Halten auf den Werkstückträgern die Zuschnitte von dem mindestens einen
Mittel zum Zuführen übernehmen. Hierdurch wird die Prozesssicherheit weiter verbessert.
Insbesondere können Vakuumsauger auf den Werkstückträgern so gesteuert werden, dass
sie die Zuschnitte beim Zuführen ansaugen.
[0047] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung umfasst die Maschine Mittel zum Aufrichten der
gefalteten und geklebten Zuschnitte zu Faltschachteln. Die aufgerichteten Faltschachteln
können im Anschluss direkt mit Ware befüllt werden. Diese Ausgestaltung eignet sich
insbesondere für die Verwendung durch den Anwender.
[0048] Eine weitere Ausgestaltung betrifft die Anordnung einer erfindungsgemäßen Maschine
vor einer Maschine zum Zusammenfassen gefalteter und geklebter Zuschnitte zu Transporteinheiten
oder vor einer Maschine zum Befüllen der gefalteten, geklebten und aufgerichteten
Zuschnitte mit Ware. Die Transporteinheiten sind z.B. Stapel gefalteter geklebter
Zuschnitte oder mehrere derartige Stapel auf einer Palette.
[0049] Ferner wird die Aufgabe durch ein Verfahren mit den Merkmalen von Anspruch 26 gelöst.
[0050] Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Falten und Kleben von Zuschnitten für die
Herstellung von Faltschachteln werden
- die Zuschnitte von aktiven Mitteln zum Halten von Zuschnitten auf Werkstückträgern
gehalten und gemeinsam mit den Werkzeugträgern entlang einer Verarbeitungsstrecke
transportiert und dabei gefaltet und/oder
- die Zuschnitte gemeinsam mit aktiven Mitteln zum Falten auf Werkstückträgern entlang
einer Verarbeitungsstrecke transportiert und beim Transport entlang der Verarbeitungsstrecke
von den aktiven Mitteln zum Falten gefaltet und
- die Zuschnitte beim Transport entlang der Verarbeitungsstrecke mittels mindestens
eines ortsfest an der Verarbeitungsstrecke angeordneten Mittels zum Kleben von Zuschnitten
und/oder mittels auf den Werkstückträgern entlang der Verarbeitungsstrecke mit den
Zuschnitten transportierter Mittel zum Kleben von Zuschnitten geklebt.
[0051] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung werden die Zuschnitte von einem ortsfesten Stapel
an der Verarbeitungsstrecke abgezogen und den Werkstückträgern zugeführt.
[0052] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung wird jedes aktive Mittel zum Halten und/oder jedes
aktive Mittel zum Falten gesondert angesteuert.
[0053] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung des Verfahrens halten die aktiven Mittel zum Halten
die Zuschnitte mittels Vakuum oder Druckluft oder durch Einklemmen oder eine beliebige
Kombination mehrerer vorerwähnter Maßnahmen an den Werkstückträgern fest und/oder
Falten die aktiven Mittel zum Falten die Zuschnitte mittels Faltklappen, Vakuum, Druckluft,
Nockenrad, Linearaktor oder einer beliebigen Kombination mehrerer vorerwähnter Maßnahmen.
[0054] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung wird das Vakuum und/oder die Druckluft dem aktiven
Mittel zum Halten und/oder dem aktiven Mittel zum Falten auf den Werkstückträgern
von einem stationären Vakuumerzeuger und/oder einer stationären Druckluftquelle beim
Transport entlang der Verarbeitungsstrecke zugeführt.
[0055] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung werden die aktiven Mittel zum Halten und/oder
die aktiven Mittel zum Falten durch Abtasten ortsfester Kurven gesteuert.
[0056] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung des Verfahrens werden die Zuschnitte beim Transport
entlang der Verarbeitungsstrecke mittels auf den Werkstückträgern entlang der Verarbeitungsstrecke
transportierter passiver Mittel zum Halten gehalten und/oder mittels mindestens einem
ortsfest an der Verarbeitungsstrecke angedeuteten passiven Mittel zum Falten gefaltet.
[0057] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung des Verfahrens falten entlang der Verarbeitungsstrecke
transportierte aktive Mittel zum Falten die Zuschnitte beim Transport entlang der
Verarbeitungsstrecke entlang Faltlinien in Richtung quer zur Transportrichtung und/oder
Falten ortsfest an der Verarbeitungsstrecke angeordnete passive Mittel zum Falten
die Zuschnitte entlang Faltlinien in Transportrichtung.
[0058] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung des Verfahrens werden die Zuschnitte beim Transport
entlang der Verarbeitungsstrecke um 90° gedreht und mittels entlang der Verarbeitungsstrecke
angeordneter Mittel zum Falten um Faltlinien gefaltet, die zueinander um 90° versetzt
sind.
[0059] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung des Verfahrens werden die Zuschnitte nach einer
Faltung um eine Faltlinie mittels einer stationär an der Verarbeitungsstrecke angeordneten,
auf den Zuschnitten abrollenden Andrückrolle entlang der Faltlinie nachbearbeitet.
[0060] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung des Verfahrens werden die Zuschnitte entlang einer
vertikal ausgerichteten Verarbeitungsstrecke transportiert, gefaltet und geklebt.
[0061] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung des Verfahrens werden die Zuschnitte nach Zufuhr
zur Verarbeitungsstrecke zunächst nach oben und danach nach unten transportiert und
beim Transport nach unten von der Verarbeitungsstrecke abgenommen.
[0062] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung des Verfahrens werden die Zuschnitte durch Ansaugen
von einem Magazin abgezogen und der Verarbeitungsstrecke zugeführt.
[0063] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung des Verfahrens werden die Zuschnitte hinter der
Verarbeitungsstrecke aufgerichtet, befüllt und geschlossen.
[0064] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung des Verfahrens werden die Zuschnitte hinter der
Verarbeitungsstrecke in flachliegendem Zustand gestapelt.
[0065] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung des Verfahrens werden die Zuschnitte hinter der
Verarbeitungsstrecke zwischengelagert oder direkt im Anschluss an die Verarbeitungsstrecke
aufgerichtet, befüllt und geschlossen.
[0066] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der anliegenden Zeichnungen eines Ausführungsbeispiels
näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1
- die Maschine in einer Seitenansicht von der rechten Seite;
- Fig. 2
- die Maschine in einer Perspektivansicht von oben und von der rechten Seite;
- Fig. 3
- Mittel zum Entnehmen und zum Zuführen von Zuschnitten der Maschine in einer vergrößerten
Detailansicht von der linken Seite;
- Fig. 4
- einen Werkstückträger der erfindungsgemäßen Maschine in einer Perspektivansicht von
der Rückseite;
- Fig. 5
- den Werkstückträger in einer Vorderansicht;
- Fig. 6
- Mittel zum Zuführen eines Vakuums der Maschine in einer Seitenansicht;
- Fig. 7
- dieselben Mittel in einem Horizontalschnitt;
- Fig. 8
- weitere Mittel zum Entnehmen und zum Zuführen der Zuschnitte der Maschine in einer
vergrößerten Detailansicht von der rechten Seite;
- Fig. 9
- einen Werkstückträger der Maschine mit einem Mantelzuschnitt für einen Open Basket-Träger
in einer Ansicht von der linken Seite (Fig. 9.1) und in einer Perspektivansicht von
der linken Seite und von vorn (Fig. 9.2);
- Fig. 10
- den Werkstückträger mit dem Mantelzuschnitt in einer höheren Position auf der Verarbeitungsstrecke
in Seitenansicht von der linken Seite (Fig. 10.1) und in einer Perspektivansicht von
der linken Seite und von vorn (Fig. 10.2);
- Fig. 11
- den Werkstückträger mit dem Mantelzuschnitt und einem Mittelwandzuschnitt jeweils
teilweise quergefaltet in einer Seitenansicht von der linken Seite (Fig. 11.1) und
in einer Perspektivansicht von der linken Seite und von vorn (Fig. 11.2);
- Fig. 12
- den Werkstückträger mit dem Mantelzuschnitt und dem Mittelwandzuschnitt jeweils nach
den Querfaltungen in einer Ansicht von der linken Seite (Fig. 12.1) und in einer Perspektivansicht
von der linken Seite und von vorn (Fig. 12.2);
- Fig. 13
- den Werkstückträger mit dem Mantelzuschnitt und dem Mittelwandzuschnitt nach Längsfaltung
des Bodens in einer Ansicht von der linken Seite (Fig. 13.1) und in einer Perspektivansicht
von der linken Seite und von vorn (Fig. 13.2);
- Fig. 14
- den Werkstückträger mit dem Mantelzuschnitt aufgerichtet und dem Mittelwandzuschnitt
nach einer abschließenden Längsfaltung in einer Ansicht von der linken Seite (Fig.
14.1) und in einer Perspektivansicht von der linken Seite und von vorn (Fig. 14.2);
- Fig. 15
- Kombination zweier erfindungsgemäßer Maschinen mit einem Transportband für gefaltete
und geklebte Flaschenträger in einer Ansicht von der rechten Seite (Fig. 15.1), in
einer Vorderansicht (Fig. 15.2), in einer Draufsicht (Fig. 15.3) und in einer Perspektivansicht
von vorn und von der rechten Seite (Fig. 15.4);
- Fig. 16
- eine Kombination zweier erfindungsgemäßer Maschinen mit jeweils einem Aufrichter in
einer Ansicht von der linken Seite (Fig. 16.1), in einer Draufsicht (Fig. 16.2) und
in einer Perspektivansicht von der linken Seite und von der Rückseite (Fig. 16.3).
[0067] Gemäß Fig. 1 und 2 umfasst eine erfindungsgemäße Maschine 1 ein Transportsystem 2
mit jeweils zwei parallelen, voneinander beabstandeten unteren Umlenkrollen 3, 4 und
oberen Umlenkrollen 5, 6, über die jeweils ein Zugmittel 7, 8 geführt ist. Bei den
Umlenkrollen 3 bis 5 handelt es sich um Kettenräder und bei den Zugmitteln 7, 8 um
Ketten.
[0068] Die Umlenkrollen 3 bis 5 sind jeweils auf Wellen 9, 10 gelagert.
[0069] Ein Antrieb, der einen Elektromotor 12 und ein Getriebe 13 umfasst, treibt die untere
Welle 9 an, auf der die beiden unteren Umlenkrollen 3, 4 sitzen.
[0070] Werkstückträger 14 sind in Abständen voneinander auf den beiden Zugmitteln 7, 8 befestigt.
Hierfür sind die Zugmittel 7, 8 jeweils mit Basisteilen fest verbunden, auf denen
die Werkstückträger 14 montiert sind. Die Basisteile sind z.B. mit beiden Zugmitteln
7, 8 fest verbundene Traversen. Die Werkstückträger 14 sind von den Basisteilen abnehmbar
und gegen andere Werkstückträger 14 austauschbar, um die Maschine 1 an die jeweils
zu verarbeitenden Zuschnitte anzupassen.
[0071] Die Einzelteile der Maschine 1 sind in einem langgestreckten, vertikalen Rahmengestell
15 angeordnet. Auf der Vorderseite des Rahmengestells ist ein weiteres Rahmengestell
16 angeordnet, das mit dem Rahmengestell 15 verbunden ist, jedoch eine geringere Höhe
als dieses aufweist.
[0072] Die beiden Trumme 17, 18, 19, 20 jedes Zugmittels 7, 8 sind vertikal ausgerichtet.
[0073] Ein unteres Magazin 21 ist in dem weiteren Rahmengestell 16 montiert. Darauf ist
ein Stapel Zuschnitte 22 (z.B. Mantelabschnitte eines OBC) geneigt gelagert, sodass
der untere Zuschnitt 22 im Stapel dem Transportsystem 2 am nächsten ist.
[0074] Dem unteren Magazin 21 ist eine Absaugung 23 zugeordnet, die mehrere Vakuumsauger
24, 25 umfasst. Diese sind in der Lage, einzelne Zuschnitte 22 vom unteren Ende des
unteren Magazins 21 abzuziehen.
[0075] Ferner umfasst die Maschine 1 Mittel zum Zuführen 26 der aus dem unteren Magazin
21 entnommenen Zuschnitte 22 zu den Werkstückträgern 14. Diese umfassen ein weiteres
Transportsystem 27, das zwei um jeweils drei weitere Umlenkrollen 28 bis 33 herumgeführte,
weitere Zugmittel 34, 35 aufweist. Eine der weiteren Umlenkrollen 28 bis 33 ist über
ein weiteres Getriebe 13.1 mit dem Antrieb 11 des Transportsystems 2 gekoppelt. Die
Absaugung 23 ist in der Lage, einzelne Zuschnitte 22 aus dem Stapel in eine Übergangsposition
zu saugen.
[0076] Die weiteren Zugmittel 34, 35 weisen jeweils ein weiteres Trumm 36, 37 auf, das an
der Übergabeposition vorbeigeführt ist. Darüber hinaus weisen sie ein weiteres Trumm
38, 39 auf, das entlang eines Abschnittes der Verlagerungsstrecke geführt ist. Die
weiteren Trumme 38, 39 sind in einem spitzen Winkel zu den Trummen 17, 18 geneigt
und nähert sich von unten nach oben an die Trumme 17, 18 an.
[0077] Auf den beiden weiteren Zugmitteln 34, 35 sind jeweils in bestimmten Abständen voneinander
Mitnehmer 40, 41 angeordnet. Der Abstand zwischen den Mitnehmern 40, 41 auf den weiteren
Zugmitteln 34, 35 ist so, dass genau ein Zuschnitt 22 zwischen die Mitnehmer 40, 41
passt und zwischen diesen festgehalten wird.
[0078] Unten sind die weiteren Zugmittel 34, 35 über weitere Umlenkrollen 28, 29 mit einem
großen Radius geführt. Oben verlaufen die weiteren Zugmittel 34, 35 jeweils über zwei
nebeneinander angeordnete weitere Umlenkrollen 30 bis 33 mit einem kleinen Radius.
[0079] Ferner ist ein oberes Magazin 48 für einen weiteren Stapel mit weiteren Zuschnitten
49 vorhanden (vgl. Fig. 8). Das obere Magazin 48 ist im Oberbereich des weiteren Rahmengestells
16 montiert. Es ist ebenfalls zur Horizontalen geneigt, sodass der unterste Zuschnitt
in dem Stapel dem Transportsystem 2 am nächsten ist. Die weiteren Zuschnitte 49 sind
z.B. Mittelwandzuschnitte eines OBC.
[0080] Nahe dem unteren Ende des oberen Magazins 48 ist ein Schwenksauger 50 angeordnet.
Daneben befindet sich ein Ablagetisch 51, auf den der Schwenksauger 50 einzelne weitere
Zuschnitte 49 aus dem oberen Magazin 48 ablegt.
[0081] Daneben ist ein Schlitten 52 angeordnet, der entlang vertikaler Führungen 53, 54
nach oben und nach unten verlagerbar ist. Ein weiteres Getriebe 55 ist mit den oberen
Umlenkrollen 5, 6 gekoppelt, um den Schlitten 52 nach oben und nach unten zu verlagern.
[0082] Auf dem Schlitten 52 ist ein weiterer Schwenksauger 55.1 angeordnet, um einzelne
weitere Zuschnitte 49 von dem Ablagetisch 51 aufzunehmen und sie zu den Werkstückträgern
14 auf den benachbarten Trummen 17, 18 des Transportsystems 2 hinzuschwenken.
[0083] In dem Rahmengestell 15 sind Mittel zum Zuführen 56 eines Vakuums vorhanden, die
sich parallel zu den Zugmitteln 7, 8 des Transportsystems 2 erstrecken. Die Mittel
zum Zuführen 56 eines Vakuums umfassen einen feststehenden Luftkanal 57, der zwischen
den beiden Zugmitteln 7, 8 angeordnet ist und parallel zu diesen verläuft (vgl. Fig.
6, 7). Der Luftkanal 57 hat auf der Außenseite, die den Werkstückträgern 14 zugewandt
ist, eine sich entlang der Verarbeitungsstrecke erstreckende Öffnung 58. Die Öffnung
58 ist von einem endlosen Band 59 abgedichtet, das gleichlaufend mit den Zugmitteln
7, 8 umläuft. Das Band 59 weist neben den Werkstückträgern Löcher 60 auf, die über
Leitungen 61, vorzugsweise in Form von Schläuchen, mit Vakuumsaugern 62, 63, 64, 65
auf den Werkstückträgern 14 verbunden sind.
[0084] Der Luftkanal 57 ist mit einer Vakuumpumpe verbunden.
[0085] Die Werkstückträger 14 haben jeweils eine Werkstückträgerplatte 66, die außen eine
Auflagefläche 67 für die Zuschnitte 23, 49 (vgl. Fig. 4, 5, 7) bildet. An den Werkstückträgern
14 sind am oberen und unteren Rand jeweils zwei Klappen 68, 69, 70, 71 schwenkbar
gelagert. Die Klappen 68 bis 71 werden von Federmitteln 72, 73, 74, 75, beispielsweise
von Schenkelfedern, in die Position gebracht, in der sie mit Verbreiterungen 76, 77,
78, 79 an den Enden ihrer Klappenarme 80, 81, 82, 83 an der Auflagefläche 67 des Werkstückträgers
14 anliegen.
[0086] Die Vakuumsauger 62 bis 65 haben ihre Saugöffnungen in der Auflagefläche 67 des Werkstückträgers
14.
[0087] Die Klappenarme 80 bis 83 mit den Verbreiterungen 76 bis 79 an den Enden dienen zum
Einklemmen und Falten von Zuschnitten 22, 49. Auf der anderen Seite ihrer Schwenkachsen
haben die Klappen 68 bis 71 Tastmittel 84, 85, 86, 87 inForm von Nocken an Tastarmen.
[0088] Ferner sind auf den Werkstückträgern Ventilmittel 88 angeordnet. Die Ventilmittel
88 sind vorzugsweise durch weitere Federmittel in Schließstellung oder Öffnungsstellung
vorbelastet. Zudem sind sie mit weiteren Tastmitteln verbunden, sodass sie durch Betätigen
der weiteren Tastmittel schließbar oder öffenbar sind.
[0089] An dem Rahmengestell 15 sind Kurven 89, 90, 91, 92 ortsfest angebracht. Die Tastmittel
84 bis 87 und die weiteren Tastmittel sind an den Kurven 89 bis 92 entlanggeführt,
sodass sie von diesen betätigt werden, um die Klappen 68 bis 71 aus der in Fig. 4
und 5 gezeigten Stellung hochzuschwenken und die Ventilmittel 88 zu betätigen.
[0090] An der Verarbeitungsstrecke 93, 94 ist ortsfest ein Mittel zum Kleben 95 in Form
einer Düse angeordnet.
[0091] Die Konstruktion der Maschine 1 ermöglicht es, flache, vorgerillte bzw. gestanzte
Kartonagen aufzurichten bzw. zu falten und zu verkleben. Es können sowohl einzelne
Zuschnitte verarbeitet werden als auch Kombinationen aus mehreren Zuschnitten. Je
nach Länge Verarbeitungsstrecke (Maschinenhöhe) kann die Anzahl der kombinierbaren
Zuschnitte erweitert werden.
[0092] Nachfolgend werden Eigenschaften und Vorteile verschiedener Ausführungsbeispiele
erfindungsgemäßer Maschinen erläutert.
[0093] Die Grundkonstruktion der Maschine ermöglicht das Aufrichten und/oder Verkleben auf
einer geringen Stellfläche (Footprint). Bedien- und Aufgabeseite liegen der Produktabgabe
gegenüber, sodass eine Kombination aus mehreren Maschinen zur Leistungserhöhung ermöglicht
wird (Darstellung am Ende der Beschreibung).
[0094] Die Maschinen arbeiten im Gegensatz zu den gängigen Verklebemaschinen in vertikaler
Richtung, wodurch die geringe benötigte Stellfläche erreicht wird.
[0095] Das Maschinenprinzip beruht auf mitlaufenden Werkstückträgern (WT), die die Produkte
aufnehmen und auf denen alle Arbeitsschritte erfolgen. Durch den Verbleib des Zuschnitts
auf dem jeweiligen Werkstückträger wird gewährleistet, dass eine hohe Genauigkeit
bei Falt- und Verklebevorgang erreicht wird, da keine Übergaben des Produktes an weitere
Transportsysteme erfolgen. Unterstützt werden diese Vorgänge durch Faltorgane, die
so angeordnet sind, dass die auf den Werkstückträgern positionierten Produkte während
des Durchlaufs in Längsrichtung gefaltet werden. Alle Querfaltungen werden mittels
der Bauteile auf den Werkstückträgern umgesetzt.
[0096] Das Verkleben der Kartonagen kann durch verschiedene Medien erfolgen. Kaltleim und
Heißleim bei Blankokartonagen oder Heißluft bei beschichteten Kartonagen sind möglich.
Auch ein Klammern oder Verkleben mit Klebestreifen ist mit entsprechenden Zusatzaggregaten
möglich.
[0097] Die Zuschnitte werden den Werkstückträgern (Anzahl schwankt je nach Länge des vertikalen
Transportsystems) über ein neigungsverstellbares Puffermagazin mit Vereinzelung und
Zwischentransportband zugeführt.
[0098] Auf dem Werkstückträger werden die Zuschnitte mittels Vakuum gehalten. Die Werkstückträger
werden auf einem vertikal laufenden Transportsystem bewegt. Während des Transports
werden Vorrichtungen auf dem Werkstückträger mittels Lineal bzw. Kurvensegmenten und
Federn bewegt, um Faltungen und Klemmungen durchzuführen. Außerdem werden mittels
Leitlinealen und Führungen die Längsfaltungen vorgenommen. An entsprechenden Positionen
werden zusätzliche Zuschnitte auf den Werkstückträger übergeben, die entweder mit
dem ersten Zuschnitt verklebt werden oder in diesen eingefaltet werden. Am unteren
Ende des abwärts laufenden Stranges des Transportsystems werden die fertig verarbeiteten
Zuschnitte abgegeben.
[0099] Die Kartonzuschnitte werden als Stapel in ein leicht gegen das Transportsystem geneigt
stehendes Puffermagazin gestellt. Dieses Magazin ist so vor der Maschine angeordnet,
dass die Zuschnitte stehend vereinzelt werden können und einem kontinuierlich umlaufenden
Mitnehmergurt zugeführt werden. Dieser Mitnehmergurt läuft takt- und geschwindigkeitssynchron
zum Transportsystem der Werkstückträger. Die Zuschnitte werden mittels Faltenbalgsaugern
aus dem mit Rückhaltern versehenen Magazin entnommen und gegen den mit Mitnehmern
besetzten Gurt in die Lücke zwischen zwei Mitnehmer gezogen. In der Endposition des
Saugerhubs schaltet das Vakuum ab und gibt den Zuschnitt damit für den Mitnehmer frei.
Gegen das anstehende Restvakuum wird der Zuschnitt dann vom Sauger abgeschert.
[0100] Im Anschluss daran wird der Zuschnitt mittels des Mitnehmergurtes um ein ausreichend
großes Rad mit Außenführung herum geführt, um dann laufrichtungsgleich mit dem Werkstückträger-Transportsystem
vertikal aufwärts zu laufen. Ist der Zuschnitt komplett um das Rad herum gelaufen,
wird der nun wieder gerade Zuschnitt gegen die Werkstückträger auf dem Transportsystem
geführt und dort von Vakuumsaugern angesaugt. Nach einem kurzen Parallellauf des Riemens
zum Transportsystem wird der Riemen unter leichtem Winkel vom Transportsystem weggeführt,
bevor er um ein Räderpaar herum wieder zum Magazin geführt wird.
[0101] Der Zuschnitt befindet sich jetzt, durch die Mitnehmer ausgerichtet, auf dem Werkstückträger
und wird dort durch mindestens vier Vakuumsauger gehalten. Die für das Querfalten
benötigten Greifer am Werkstückträger liegen zu diesem Zeitpunkt mittels Federkraft
am Werkstückträger an und ermöglichen so eine nahezu plane Auflage des Zuschnitts.
Im weiteren Verlauf wird der Zuschnitt an definierten Stellen mit Leim (je nach Kartonage
Heiß- und/oder Kaltleim) versehen. Anschließend wird der aus einem zweiten Magazin
zugeführte, zweite Zuschnitt auf den ersten Zuschnitt aufgebracht. Direkt vor diesem
Schritt werden die Greifer angehoben und bilden dann die Gegenhalter für die Querfaltung
der Zuschnittskombination.
[0102] Der zweite Zuschnitt, z.B. Griffverstärkung, wird der Maschine ebenfalls über ein
leicht zur Maschine geneigtes Magazin stehend zugeführt. Aus dem Magazin wird der
Zuschnitt mittels eines Schwenksaugers vereinzelt und auf einem Tisch abgelegt. Über
diesen Tisch wird der zweite Zuschnitt einem weiteren Schwenksauger zugeführt, der
den Zuschnitt wiederum mit Saugern aufnimmt.
[0103] Dieser zweite Schwenksauger ist mit einer Gegendruckplatte versehen, deren Maße so
gewählt sind, dass sie mit geringem Abstand zwischen die aufgerichteten Greifer des
Werkstückträgers passt. Beim Aufbringen des zweiten Zuschnitts auf den ersten wird
dieser erste Zuschnitt mittels der Gegendruckplatte entlang der Rillung durch die
Greifer hindurchgedrückt und damit quer zur Laufrichtung des Werkstückträgers 90°
gefaltet (Prinzip Stempel/Matrize).
[0104] Beim Basket-Zuschnitt wird dabei auch die Griffverstärkerlasche durch federnde Wiederlager
um 90° vorgefaltet. Im direkten Anschluss fährt die Gegendruckplatte wieder vom Zuschnitt
zurück und die Greifer schließen sich mittels Federkraft. Durch diese Bewegung wird
die Querfaltung von 90° auf 80° vervollständigt.
[0105] Um zu gewährleisten, dass die Zuschnitte auf dem Werkstückträger während des Vorgangs
der Querfaltung nicht verrutschen, bewegt sich der Schwenksauger mit der Gegendruckplatte
synchron zum Transportsystem aufwärts, bis die Gegendruckplatte wieder aus dem Greiferbereich
des Werkstückträgers zurückgefahren ist. In diesem Moment kehrt sich die Aufwärts-
in eine Abwärtsbewegung um und der Schwenksauger kann den nächsten Zuschnitt aufnehmen.
Um ein Zurückfedern der Querfaltung nach dem Öffnen der Greifer zu verhindern, wird
die Faltung dann noch durch den Druck einer gegenüber des Werkstückträgers angebrachten
Rolle, die federbelastet über den durchlaufenden Werkzeugträger rollt, verstärkt.
[0106] Im Anschluss an die Querfaltung wird erneut Heiß- bzw. und/oder Kaltleim auf definierten
Flächen der Zuschnittskombination aufgebracht. Die darauffolgende erste Längsfaltung
wird durch Faltlineale ausgeführt. Hierfür öffnen die Greifer auf dem Werkzeugträger
einseitig und auch das Vakuum wird einseitig abgeschaltet. In diesem Moment wird der
Zuschnitt auf der freigegebenen Seite vom Lineal ausgehoben. Im weiteren Verlauf wird
die Zuschnittshälfte immer weiter angehoben.
[0107] Bei ca. 45° wird das Lineal durch einen mitlaufenden Zusatzfalter unterstützt, um
ein Stauchen und Verschieben des Zuschnitts zu verhindern.
[0108] Bevor der Werkstückträger auf dem Transportsystem um die obere Umlenkung des Transportsystems
läuft, ist der Faltvorgang zu ca. 80% fertig (ca. 160°) und wird direkt hinter der
Umlenkung abgeschlossen. Hierfür werden die beiden sich noch im Eingriff befindlichen
Greifer des Werkstückträgers kurzzeitig geöffnet, um ein Einschwenken des Zuschnitts
zu ermöglichen. Nachdem die Zuschnittsflächen Kontakt haben und die Greifer sich wieder
geschlossen haben, werden diese sofort mittels einer Anpressrolle fest miteinander
verbunden. Dann wird noch einmal Heiß- bzw. und/oder Kaltleim aufgebracht, um den
Zuschnitt mittels einer weiteren Längsfaltung komplett zu schließen. Die Seitenlasche
wird mittels Faltlineal von hinten an den Zuschnitt gelegt und dann durch ein Rollenpaar
hindurchgefahren, um die Faltung und die Verklebung abzuschließen.
[0109] Die Betätigung der Greifer auf den Werkstückträgern erfolgt mittels Federn und Kurvenlinealen.
Das Vakuum wird den Werkezugträgern über einen auf einem nach außen offenen Hohlprofil
laufenden Flachriemen mit Anschlüssen zugeführt. Die Schaltung des Vakuums am Werkstückträger
erfolgt mittels mechanisch betätigter Vakuumventile am Werkstückträger. Mittels spezieller
Werkstoffpaarungen wird die durch die Reibung zwischen Gurt und Hohlprofil entstehende
Wärme auf einem verträglichen Niveau gehalten.
[0110] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung an den Werkstückträgern Anschlagleisten oder Aufnahmedorne
oder andere passive Mittel zum Halten von Zuschnitten angeordnet.
Bezugszeichenliste
[0111]
- 1
- Maschine
- 2
- Transportsystem
- 3, 4
- untere Umlenkrollen
- 5, 6
- obere Umlenkrollen
- 7, 8
- Zugmittel
- 9, 10
- Wellen
- 11
- Antrieb
- 12
- Elektromotor
- 13
- Getriebe
- 13.1
- weiteres Getriebe
- 14
- Werkstückträger
- 15
- vertikales Rahmengestell
- 16
- weiteres Rahmengestell
- 17, 18, 19, 20
- Trumme
- 21
- unteres Magazin
- 22
- Zuschnitte
- 23
- Absaugung
- 24, 25
- Vakuumsauger
- 26
- Mittel zum Zuführen
- 27
- weiteres Transportsystem
- 28-33
- Umlenkrollen
- 34, 35
- Zugmittel
- 36, 37
- Trumme
- 38, 39
- weitere Trumme
- 40, 41
- Mitnehmer
- 48
- Magazin
- 49
- Zuschnitt
- 50
- Schwenksauger
- 51
- Ablagetisch
- 52
- Schlitten
- 53, 54
- vertikale Führungen
- 55
- Getriebe
- 55.1
- weiterer Schwenksauger
- 56
- Mittel zum Zuführen
- 57
- Luftkanal
- 58
- Öffnung
- 59
- endloses Band
- 60
- Löcher
- 61
- Leitungen
- 62-65
- Vakuumsauger
- 66
- Werkstückträgerplatte
- 67
- Auflagefläche
- 68-71
- Klappen
- 72-75
- Federmittel
- 76-79
- Verbreiterungen
- 80-83
- Klappenarme
- 84-87
- Abstastmittel
- 88
- Ventilmittel
- 89-92
- Kurven
- 93, 94
- Verarbeitungsstrecke
- 95
- Mittel zum Kleben
1. Maschine zum Falten und Kleben von Zuschnitten für die Herstellung von Faltschachteln
mit
• einem Transportsystem (2) umfassend mindestens ein Umlenkrollen (3 bis 6) umschlingendes
und entlang einer Verarbeitungsstrecke verlaufendes Zugmittel (7, 8),
• einem mit mindestens einer Umlenkrolle (3 bis 6) verbundenen und diese antreibenden
Antrieb (11),
• Werkstückträgern (14), die in Abständen voneinander an dem mindestens einen Zugmittel
(7, 8) befestigt sind und von dem mindestens einen Zugmittel (7, 8) entlang der Verarbeitungsstrecke
bewegt werden,
• mindestens ein Magazin (21, 48) für einen Stapel Zuschnitte (22, 49),
• mindestens einem Mittel zum Entnehmen (23) einzelner Zuschnitte (22) aus dem Stapel
im Magazin (21),
• mindestens einem Mittel zum Zuführen (26) der entnommenen Zuschnitte (22) in einer
mit den Werkstückträgern (14) synchronisierten Bewegung entlang eines Abschnittes
der Verarbeitungsstrecke zu den Werkstückträgern (14),
• auf den Werkstückträgern (14) angeordneten, aktiven Mitteln zum Halten (68 bis 71)
von Zuschnitten (22, 49) auf den Werkstückträgern (14), und/oder
• auf den Werkstückträgern (14) angeordneten, aktiven Mitteln zum Falten (68 bis 71)
von Zuschnitten (22, 49), die auf den Werkstückträgern (14) angeordnet sind,
• Steuerungsmitteln (84 bis 87; 89 bis 92), die mit den aktiven Mitteln zum Halten
(68 bis 71) und/oder aktiven den Mitteln zum Falten (68 bis 71) verbunden und ausgelegt
sind, das Halten und Freigeben der Zuschnitte (22, 49) durch die aktiven Mittel zum
Halten (68 bis 71) und/oder das Falten (68 bis 71) der Zuschnitte durch die aktiven
Mittel zum Falten (68 bis 71) zu steuern, und
• mindestens einem ortsfest an der Verarbeitungsstrecke angeordneten Mittel zum Kleben
(95) von Zuschnitten (22, 49) und/oder auf den Werkstückträgern (14) angeordneten
Mitteln zum Kleben von Zuschnitten.
2. Maschine nach Anspruch 1, bei der die aktiven Mittel zum Halten (68 bis 71) ausgewählt
sind aus den Mitteln Vakuumsauger, Druckluftdüse, Faltklappe oder eine beliebige Kombination
mehrerer vorerwähnter Mittel sind und/oder die aktiven Mittel zum Falten (68 bis 71)
ausgewählt sind aus den Mitteln Faltklappe, Vakuumsauger, Druckluftdüse, Nockenrad,
Linearaktor oder eine beliebige Kombination mehrerer vorerwähnter Mittel sind.
3. Maschine nach Anspruch 2, bei der die Vakuumsauger (63 bis 66) und/oder Druckluftdüsen
verbunden sind mit Mitteln zum Zuführen (56) eines Vakuums und/oder Druckluft von
einem stationär angeordneten Vakuumerzeuger und/oder Druckluftquelle zu den entlang
der Verarbeitungsstrecke (93, 94) bewegten Werkstückträgern umfassen und bei der auf
den Werkstückträgern (14) Ventilmittel (88) angeordnet sind, über die die Vakuumsauger
(63 bis 66) mit den Mitteln zum Zuführen eines Vakuums und/oder die Druckluftdüsen
mit den Mitteln zum Zuführen von Druckluft verbunden sind und die Ventilmittel (88)
mit den Steuerungsmitteln verbunden sind.
4. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei der die aktiven Mittel zum Halten (68
bis 71) und/oder die aktiven Mittel zum Falten (68 bis 71) auf den Werkstückträgern
(14) angeordnete Klappen zum Einklemmen und/oder zum Falten von Abschnitten der Zuschnitte
und Mittel zum Schwenken der Klappen umfassen und die Mittel zum Schwenken mit den
Steuerungsmitteln verbunden sind.
5. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei der die Steuerungsmittel (89 bis 92)
ortsfeste Kurven aufweisen, und sind die aktiven Mittel zum Halten (68 bis 71) und/oder
die aktiven Mittel zum Falten (68 bis 71) mit Abtastmitteln (84 bis 87) gekoppelt,
welche die Kurven abtasten.
6. Maschine nach Anspruch 1 bis 5, mit auf den Werkstückträgern (14) angeordneten passiven
Mitteln zum Halten und/oder mit mindestens einem ortsfest an der Verarbeitungsstrecke
angeordneten passiven Mittel zum Falten von Zuschnitten (22, 49) auf den Werkstückträgern
(14).
7. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, mit auf den Werkstückträgern (14) angeordneten
aktiven Mitteln zum Falten (68 bis 71) der Zuschnitte (22, 49) entlang Faltlinien
in Richtung quer zur Transportrichtung und/oder ortsfest an der Verarbeitungsstrecke
angeordneten passiven Mitteln zum Falten von Zuschnitten (22, 49) entlang Faltlinien
in Transportrichtung der Werkstückträger (14).
8. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei der die Trumme (17 bis 20) des mindestens
einen Zugmittels (7, 8) vertikal ausgerichtet sind, und/oder die ein langgestrecktes,
vertikales Rahmengestell (15) aufweist.
9. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei der das mindestens eine Magazin (21)
und die Mittel zum Zuführen einzelner Zuschnitte (26) auf der Seite des einen Trumms
des Zugmittels (7, 8) angeordnet sind und bei der eine Abgabestation zum Abgeben von
gefalteten und geklebten Zuschnitten (22, 49) auf der Seite des anderen Trumms des
Zugmittels (7, 8) angeordnet ist.
10. Maschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, die Mittel zum Aufrichten der gefalteten
und geklebten Zuschnitte (22, 49) zu Faltschachteln umfasst.
11. Anordnung mindestens einer Maschine (1) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10 vor einer
Maschine zum Zusammenfassen gefalteter und geklebter Zuschnitte zu Transporteinheiten
oder vor einer Maschine zum Befüllen der gefalteten, geklebten und aufgerichteten
Zuschnitte mit Ware.
12. Verfahren zum Falten und Kleben von Zuschnitten für die Herstellung von Faltschachteln,
bei dem
• die Zuschnitte von aktiven Mittel zum Halten von Zuschnitten auf Werkstückträgern
gehalten und auf den Werkstückträgern entlang einer Verarbeitungsstrecke transportiert
und beim Transport entlang der Verarbeitungsstrecke gefaltet werden und/oder
• die Zuschnitte gemeinsam mit aktiven Mitteln zum Falten auf Werkstückträgern entlang
einer Verarbeitungsstrecke transportiert und beim Transport entlang der Verarbeitungsstrecke
von den aktiven Mitteln zum Falten gefaltet werden und
• die Zuschnitte beim Transport entlang der Verarbeitungsstrecke mittels mindestens
eines ortsfest an der Verarbeitungsstrecke angeordneten Mittels zum Kleben von Zuschnitten
geklebt und/oder mittels auf den Werkstückträgern entlang der Verarbeitungsstrecke
transportierter Mittel zum Kleben von Zuschnitten geklebt werden.
13. Verfahren nach Anspruch 12, bei dem die Zuschnitte von mindestens einem ortsfest neben
der Verarbeitungsstrecke angeordneten Stapel abgezogen und den Werkstückträgern zugeführt
werden.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 13, bei dem die Zuschnitte entlang einer
vertikal ausgerichteten Verarbeitungsstrecke transportiert, gefaltet und geklebt werden.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 14, bei dem die Zuschnitte hinter der Verarbeitungsstrecke
zwischengelagert oder direkt im Anschluss aufgerichtet, befüllt und geschlossen werden
und/oder bei dem die Zuschnitte hinter der Verarbeitungsstrecke in flachliegendem
Zustand gestapelt werden.
1. A machine for folding and adhesively bonding blanks for the production of folding
boxes having:
• A transport system (2) comprising at least one tractive means (7, 8) wrapped around
deflection rollers (3 to 6) and running along a processing line,
• a drive (11) connected to a least one deflection roller (3 to 6) and driving it,
• workpiece carriers (14) that, at intervals from each other, are fastened to the
at least one tractive means (7, 8), and are moved by the at least one tractive means
(7, 8) along the processing line,
• at least one magazine (21, 48) for a stack of blanks (22, 49),
• at least one means for removing (23) individual blanks (22) from the stack in the
magazine (21),
• at least one means for supplying (26) the removed blanks (22) to the workpiece carriers
(14) in a movement synchronized with the workpiece carriers (14) along a part of the
processing line,
• active means arranged on the workpiece carriers (14) for holding (68 to 71) blanks
(22, 49) on the workpiece carriers (14), and/or
• active means arranged on the workpiece carriers (14) fore folding (68 to 71) blanks
(22, 49) arranged on the workpiece carriers (14),
• control means (84 to 87; 89 to 92)that are connected to the active means for holding
(68 to 71) and/or the active means for folding (68 to 71), and are designed to control
the holding and releasing of the blanks (22, 49) by the active means for holding (68
to 71), and/or the folding (68 to 71) of the blanks by the active means for folding
(68 to 71), and
• at least one means arranged fixedly on the processing line for gluing (95) blanks
(22, 49), and/or means arranged on the workpiece carriers (14) for gluing blanks.
2. The machine according to claim 1, wherein the active means for holding (68 to 71)
are selected from the means: Vacuum cup, compressed air nozzle, folding flap, or any
combination of a plurality of the aforementioned means, and/or the active means for
folding (68 to 71) are selected from the means: Folding flap, vacuum cup, compressed
air nozzle, cam wheel, linear actuator, or any combination of a plurality of the aforementioned
means.
3. The machine according to claim 2, wherein the vacuum cups (63 to 66) and/or the compressed
air nozzles are connected to means for supplying (56) a vacuum and/or compressed air
from a fixedly arranged vacuum generator, and/or compressed air source, to workpiece
carriers movable along the processing line (93, 94) and wherein valve means are arranged
on the workpiece carrier (63 to 66) through which the vacuum generator and/or the
compressed air nozzles are connected to the means for supplying compressed air, and
the valve means (88) are connected to the control means.
4. The machine according to one of claims 1 to 3, wherein the active means for holding
(68 to 71), and/or the active means for folding (68 to 71), comprise flaps arranged
on the workpiece carriers (14) for clamping and/or folding sections of the blanks,
and means for pivoting the flaps, and the means for pivoting are connected to the
control means.
5. The machine according to want to claims 1 to 4, wherein the control means (89 to 92)
have stationary curves, and the active means for holding (68 to 71), and/or active
means for folding (68 to 71) are coupled to contacting means (84 to 87) for contacting
the curves.
6. The machine according to claims 1 to 5, having passive means arranged on the workpiece
carriers (14) for holding blanks (22, 49) on the workpiece carriers (14), and/or at
least one passive means fixedly arranged on the processing line for folding blanks
(22, 49) on the workpiece carriers (14).
7. The machine according to acclaims 1 to 6, having active means arranged on the workpiece
carriers (14) for folding (68 to 71) the blanks (22, 49) along fold lines in a direction
perpendicular to the direction of transport, and/or passive means fixedly arranged
on the processing line for folding blanks (22, 49) along fold lines in the direction
of transport of the workpiece carriers (14).
8. The machine according to acclaims 1 to 7, wherein the runs (17 to 20) of the at least
one tractive means (7, 8) are oriented vertically, and/or has an elongated, vertical
frame (15).
9. The machine according to one of claims 1 to 8, wherein the at least one magazine (21)
and the means for supplying individual blanks (26) are arranged on the side of a run
of the tractive means (7, 8), and wherein the delivery station for delivering folded
and glued blanks (22, 49) is arranged on the side of the other run of the tractive
means (7, 8).
10. The machine according to one of claims 1 to 9, comprising means for uprighting the
folded and glued blanks (22, 49) to folding boxes.
11. An arrangement of at least one machine (1) according to one of claims 1 to 10 in front
of a machine for combining folded and glued blanks into transport units, or in front
of a machine for filling the folded, glued and uprighted blanks with goods.
12. A method for folding and adhesively bonding blanks for the production of folding boxes,
wherein:
• The blanks are held on workpiece carriers by active means for holding blanks, and
are transported on the workpiece carriers along a processing line, and are folded
while being transported along the processing line, and/or
• together with the active means for folding, the blanks are transported on workpiece
carriers along a processing line and are folded by the active means for folding while
being transported along the processing line, and
• while being transported along the processing line, the blanks are glued by at least
one means for gluing blanks fixedly arranged on the processing line, and/or are glued
by means for gluing blanks transported on the workpiece carriers along the processing
line.
13. The method according to claim 12, wherein the blanks are withdrawn from at least one
stack fixedly arranged next to the processing line and supplied to the workpiece carriers.
14. The method according to claim 12 or 13, wherein the blanks are transported, folded
and glued along a vertically oriented processing line.
15. The method according to one of claims 12 to 14, wherein the blanks are temporarily
stored after the processing line or are uprighted, filled and closed directly afterward
and/or wherein the blanks are stacked in a flat state after the processing line.
1. Machine de pliage et de collage de flans pour la fabrication de boîtes pliantes avec
• un système de transport (2) comprenant au moins un moyen de traction (7, 8) enroulant
des poulies de renvoi (3 à 6) et s'étendant le long d'un trajet de transformation,
• un entraînement (11) relié à au moins une poulie de renvoi (3 à 6) et entraînant
celle-ci,
• des porte-pièces (14) qui sont fixés à des écarts les uns des autres à l'au moins
un moyen de traction (7, 8) et sont déplacés par l'au moins un moyen de traction (7,
8) le long du trajet de transformation,
• au moins un dépôt (21, 48) pour une pile de flans (22, 49),
• au moins un moyen pour le prélèvement (23) de flans individuels (22) de la pile
dans le dépôt (21),
• au moins un moyen pour l'acheminement (26) des flans prélevés (22) dans un mouvement
synchronisé avec les porte-pièces (14) le long d'une section du trajet de transformation
aux porte-pièces (14),
• des moyens actifs disposés sur les porte-pièces (14) pour le maintien (68 à 71)
de flans (22, 49) sur les porte-pièces (14), et/ou
• des moyens actifs disposés sur les porte-pièces (14) pour le pliage (68 à 71) de
flans (22, 49) qui sont disposés sur les porte-pièces (14),
• des moyens de commande (84 à 87 ; 89 à 92) qui sont reliés aux moyens actifs pour
le maintien (68 à 71) et/ou aux moyens actifs pour le pliage (68 à 71) et conçus pour
commander le maintien et la libération des flans (22, 49) par les moyens actifs pour
le maintien (68 à 71) et/ou le pliage (68 à 71) des flans par les moyens actifs pour
le pliage (68 à 71), et
• au moins un moyen disposé de manière fixe sur le trajet de transformation pour le
collage (95) de flans (22, 49) et/ou des moyens disposés sur les porte-pièces (14)
pour le collage de flans.
2. Machine selon la revendication 1, dans laquelle les moyens actifs pour le maintien
(68 à 71) sont sélectionnés parmi les moyens que sont aspirateur, buse à air comprimé,
rabat pliant ou sont une combinaison quelconque de plusieurs moyens précités et/ou
les moyens actifs pour le pliage (68 à 71) sont sélectionnés parmi les moyens que
sont rabat pliant, aspirateur, buse à air comprimé, roue à cames, actionneur linéaire
ou sont une combinaison quelconque de plusieurs moyens précités.
3. Machine selon la revendication 2, dans laquelle les aspirateurs (63 à 66) et/ou buses
à air comprimé sont reliés à des moyens pour l'acheminement (56) d'un vide et/ou d'air
comprimé d'un générateur de vide disposé de manière stationnaire et/ou comprennent
une source d'air comprimé vers les porte-pièces déplacés le long du trajet de transformation
(93, 94), et dans laquelle des moyens de soupape (88) par le biais desquels les aspirateurs
(63 à 66) sont reliés aux moyens pour l'acheminement d'un vide et/ou les buses à air
comprimé sont reliées aux moyens pour l'acheminement d'air comprimé, et les moyens
de soupape (88) sont reliés aux moyens de commande, sont disposés sur les porte-pièces
(14).
4. Machine selon une des revendications 1 à 3, dans laquelle les moyens actifs pour le
maintien (68 à 71) et/ou les moyens actifs pour le pliage (68 à 71) comprennent des
rabats disposés sur les porte-pièces (14) pour le serrage et/ou pour le pliage de
sections des flans et des moyens pour le pivotement des rabats, et les moyens pour
le pivotement sont reliés aux moyens de commande.
5. Machine selon une des revendications 1 à 4, dans laquelle les moyens de commandes
(89 à 92) présentent des cames fixes, et les moyens actifs pour le maintien (68 à
71) et/ou les moyens actifs pour le pliage (68 à 71) sont couplés à des moyens de
balayage (84 à 87) qui balaient les cames.
6. Machine selon les revendications 1 à 5, avec des moyens passifs disposés sur les porte-pièces
(14) pour le maintien et/ou avec au moins un moyen passif disposé de manière fixe
sur le trajet de transformation pour le pliage de flans (22, 49) sur les porte-pièces
(14).
7. Machine selon une des revendications 1 à 6, avec des moyens actifs disposés sur les
porte-pièces (14) pour le pliage (68 à 71) des flans (22, 49) le long de lignes de
pliage en direction transversale à la direction de transport et/ou des moyens passifs
disposés de manière fixe sur le trajet de transformation pour le pliage de flans (22,
49) le long de lignes de pliage dans la direction de transport des porte-pièces (14).
8. Machine selon une des revendications 1 à 7, dans laquelle les brins (17 à 20) de l'au
moins un moyen de traction (7, 8) sont orientés verticalement et/ou qui présente un
cadre vertical (15) étendu en longueur.
9. Machine selon une des revendications 1 à 8, dans laquelle l'au moins un dépôt (21)
et les moyens pour l'acheminement de flans individuels (26) sont disposés sur le côté
d'un des brins du moyen de traction (7, 8) et dans laquelle une station de remise
pour la remise de flans pliés et collés (22, 49) est disposée sur le côté de l'autre
brin du moyen de traction (7, 8).
10. Machine selon une des revendications 1 à 9, qui comprend des moyens pour le redressement
des flans pliés et collés (22, 49) en boîtes pliantes.
11. Agencement d'au moins une machine (1) selon une des revendications 1 à 10 avant une
machine pour le regroupement de flans pliés et collés en modules de transport ou avant
une machine pour le chargement des flans pliés, collés et redressés avec une marchandise.
12. Procédé de pliage et de collage de flans pour la fabrication de boîtes pliantes, lors
duquel
• les flans sont maintenus par des moyens actifs pour le maintien de flans sur des
porte-pièces et transportés sur les porte-pièces le long d'un trajet de transformation,
et pliés lors du transport le long du trajet de transformation, et/ou
• les flans sont transportés avec des moyens actifs pour le pliage sur des porte-pièces
le long d'un trajet de transformation et pliés lors du transport le long du trajet
de transformation par les moyens actifs pour le pliage, et
• les flans sont collés lors du transport le long du trajet de transformation au moyen
d'au moins un moyen disposé de manière fixe sur le trajet de transformation pour le
collage de flans et/ou collés au moyen de moyens transportés sur les porte-pièces
le long du trajet de transformation pour le collage de flans.
13. Procédé selon la revendication 12, lors duquel les flans sont retirés d'au moins une
pile disposée de manière fixe à côté du trajet de transformation et acheminés aux
porte-pièces.
14. Procédé selon une des revendications 12 à 13, lors duquel les flans sont transportés,
pliés et collés le long d'un trajet de transformation orienté verticalement.
15. Procédé selon une des revendications 12 à 14, lors duquel les flans sont entreposés
derrière le trajet de transformation ou redressés, chargés et fermés directement à
la suite et/ou lors duquel les flans sont empilés derrière le trajet de transformation
à l'état étendu.