[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine elektrische Anschlussklemme zum Anschließen
wenigstens eines Leiters und insbesondere eine elektrische Anschlussklemme, welche
sich auch zum Anschließen von Leitern mit großen Querschnitten eignet.
[0002] Im Stand der Technik sind verschiedene Anschlussklemmen bekannt geworden, die sich
zum Anschluss von Leitern großer Durchmesser eignen. So können beispielsweise Leiter
mit großen Querschnitten an Schraubklemmen angeschlossen werden. Dabei wird der Leiter
über eine Schraubverbindung an der elektrischen Anschlussklemme festgeklemmt. Ein
Nachteil von Schraubklemmen ist allerdings in der Regel, dass ein einfaches Einschwenken
eines abisolierten Leiters von oben nicht ohne Weiteres möglich ist. Das führt insbesondere
bei großen und massiv ausgebildeten Leitern dazu, dass die Montage erheblich erschwert
wird, da der Leiter umgebogen und axial von vorne in die Schraubklemme eingeführt
werden muss, bevor der Leiter geklemmt werden kann.
[0003] Leichter kann demgegenüber die Montage bei einer elektrischen Anschlussklemme sein,
bei der eine Klemmfeder die benötigte Klemmkraft aufbringt. Dann kann eine Konstruktion
gewählt werden, die auch ein Einschwenken des Leiters von oben erlaubt.
[0004] Mit der
WO 2013/004343 A1 ist eine solche Anschlussklemme bekannt geworden. Bei dieser bekannten elektrischen
Anschlussklemme umfasst der Klemmhebel mehrere Klemmfedern und einen Klemmfuß am Ende
der Klemmfedern, um einen aufgenommenen Leiter an dem Strombalken zu klemmen. Der
Klemmhebel ist mit einem Handhebel verbunden, über den die Betätigung erfolgt. Dadurch
können ein dynamisches Übersetzungsverhältnis beim Schließvorgang und eine hohe Klemmkraft
erzielt werden. Die bekannte Anschlussklemme funktioniert grundsätzlich zufriedenstellend.
Zur Bedienung weist der Handhebel am vorderen Ende eine Werkzeugaufnahme auf, in die
beispielsweise ein Schraubendreher eingeführt werden kann, um die Anschlussklemme
mit relativ geringen Kräften bedienen zu können. Obwohl die bekannte Anschlussklemme
grundsätzlich zufriedenstellend funktioniert, kann in manchen Einbausituationen die
Bedienung schwierig
[0005] DE 195 29 028 A1 offenbart eine Anschlussklemme gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Es ist deshalb
die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Anschlussklemme zur Verfügung zu stellen,
bei welcher konstruktiv unterschiedliche Einbau- und Bediensituationen besser berücksichtigt
werden.
[0006] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Anschlussklemme mit den Merkmalen des Anspruchs
1. Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Weitere
Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der allgemeinen
Beschreibung und der Beschreibung des Ausführungsbeispiels.
[0007] Eine erfindungsgemäße Anschlussklemme dient zum elektrisch kontaktierenden Anschluss
wenigstens eines Leiters an einen an einer Halterung aufgenommenen Strombalken. Es
ist wenigstens eine Klemmfeder mit einem ersten Schenkel und einem zweiten Schenkel
vorgesehen, wobei die Klemmfeder zum Aufbringen wenigstens eines Teils einer Klemmkraft
zum Klemmen des Leiters vorgesehen ist. Es ist weiterhin eine Betätigungseinrichtung
vorgesehen, die die Klemmfeder umfasst. Zwischen dem ersten Schenkel und dem zweiten
Schenkel, der als Zugfeder ausgeführten Klemmfeder, ist eine Einsatzeinrichtung angeordnet,
welche ein Gegenlager für ein Werkzeug bei der Betätigung der Betätigungseinrichtung
zur Verfügung stellt.
[0008] Die erfindungsgemäße Anschlussklemme hat viele Vorteile. Ein erheblicher Vorteil
der erfindungsgemäßen Anschlussklemme besteht darin, dass an der Betätigungseinrichtung
eine Einsatzeinrichtung in Form beispielsweise eines Einsatzteils angeordnet oder
aufgenommen ist. Die Einsatzeinrichtung stellt ein Gegenlager für ein Werkzeug zur
Verfügung, sodass ein Werkzeug wie beispielsweise ein Schraubendreher zur Betätigung
verwendet werden kann. Dadurch, dass eine Einsatzeinrichtung zwischen dem ersten Schenkel
und dem zweiten Schenkel der Klemmfeder angeordnet wird, kann Einfluss auf beispielsweise
den Betätigungswinkel genommen werden. Durch den Einbau unterschiedlicher Einsatzeinrichtungen
kann so für unterschiedliche Einbausituationen jeweils eine passende Einsatzeinrichtung
vorgesehen werden. Damit können bei gleicher Grundkonstruktion mehrere Ausführungsvarianten
existieren, die jeweils für unterschiedliche Anwendungsfälle oder Bausituationen optimiert
sind. Das kann in einfachen Fällen durch austauschbare Einsatzeinrichtungen erzielt
werden. Möglich ist dabei der Austausch der Einsatzeinrichtung bei Bedarf vor Ort
oder die direkte Fertigung entsprechender Anschlussklemmen. Jedenfalls werden weniger
unterschiedliche Teile bei der Lagerhaltung benötigt.
[0009] Vorzugsweise weist die Einsatzeinrichtung eine Aufnahmeöffnung zur Aufnahme eines
Werkzeugs auf. Dabei stellt die Aufnahmeöffnung bzw. das die Aufnahmeöffnung umgebende
Material der Einsatzeinrichtung das Gegenlager zur Verfügung. So ist es möglich, dass
unterschiedliche Einsatzeinrichtungen unterschiedliche Aufnahmeöffnungen für unterschiedliche
Bedienwinkel aufweisen. Möglich ist es auch, dass eine Einsatzeinrichtung beispielsweise
mehrere Aufnahmeöffnungen aufweist, die je nach gewünschtem Bedienwinkel als Gegenlager
verwendet werden können.
[0010] So wird über unterschiedliche Einsatzeinrichtungen oder unterschiedliche Aufnahmeöffnungen
an einer Einsatzeinrichtung eine flexible Verwendung der erfindungsgemäßen Anschlussklemme
ermöglicht. Dadurch kann das Einsatzfeld vergrößert werden, während gleichzeitig die
Herstellungskosten sinken, da für die unterschiedlichen Anwendungsfälle jeweils nur
die passenden Einsatzeinrichtungen hergestellt werden müssen, während die weiteren
Bauteile der Anschlussklemme identisch oder doch wenigstens nahezu identisch sein
können.
[0011] Vorzugsweise ist an der Klemmfeder eine Werkzeugöffnung vorgesehen, durch die ein
Werkzeug zum Betätigen eingeführt wird. Dabei dient die Klemmfeder dann nicht nur
zum Aufbringen der Klemmkraft, sondern wird als Teil der Betätigungseinrichtung auch
verwendet, um die Anschlussklemme zu öffnen oder zu schließen.
[0012] Vorzugsweise weist die Werkzeugöffnung an der Klemmfeder einen Innendurchmesser auf,
der größer ist als ein Innendurchmesser der Aufnahmeöffnung der Einsatzeinrichtung.
Das ermöglicht auf einfache Art und Weise die Verwendung unterschiedlicher Einsatzeinrichtungen,
die sich z. B. in dem Winkel der Aufnahmeöffnung innerhalb der Einsatzeinrichtung
unterscheiden. Im gewissen Rahmen können dann gleiche Klemmfedern verwendet werden,
obwohl sich der Betätigungswinkel erheblich unterscheiden kann.
[0013] In vorteilhaften Weiterbildungen liegt die Einsatzeinrichtung wenigstens in einer
Position an dem ersten Schenkel und/oder dem zweiten Schenkel der Klemmfeder an. Die
insbesondere im Querschnitt etwa C-förmige Klemmfeder nimmt bei einer solchen Ausgestaltung
die Einsatzeinrichtung zuverlässig zwischen ihren Schenkeln auf. Die Einsatzeinrichtung
wird so zwischen den Schenkeln der Klemmfeder gesichert.
[0014] Die Klemmfeder ist insbesondere als Zugfeder ausgeführt und wird zum Aufbringen der
Klemmkraft gedehnt. Eine Einsatzeinrichtung mit einem massiv ausgebildeten Einsatzkörper
liegt dann vorzugsweise in wenigstens einer Position der Betätigungseinrichtung an
dem ersten Schenkel und dem zweiten Schenkel an. Um die Einsatzeinrichtung noch besser
an der Klemmfeder zu fixieren, kann die Einsatzeinrichtung einen Einsatzkörper und
wenigstens einen sich unter Ausbildung wenigstens eines Spalts davon weg erstreckenden
Halteschenkel umfassen. Dann liegt der Halteschenkel vorzugsweise an einem Schenkel
der Klemmfeder an und kann dort fixiert, z. B. geklemmt oder angeklebt oder dergleichen
werden. Es ist möglich, dass in analogerweise ein zweiter Anlageschenkel vorgesehen
ist, der sich unter Ausbildung eines zweiten Spalts von dem Einsatzkörper aus weg
erstreckt und der an dem anderen Schenkel der Klemmfeder anliegt und dort fixiert
sein kann. Der Spalt zwischen dem Halteschenkel und dem Einsatzkörper ermöglicht ein
sicheres Anliegen der Einsatzeinrichtung an dem Schenkel der Klemmfeder, auch wenn
sich die Länge der Klemmfeder zwischen den einzelnen Betätigungspositionen verändert.
Dadurch wird ein noch sicherer Betrieb gewährleistet.
[0015] In bevorzugten Ausgestaltungen ist an der Betätigungseinrichtung eine Abdeckkappe
zur Abdeckung vorgesehen. In der Abdeckkappe ist vorzugsweise eine Bedienöffnung zur
Ein- und Durchführung eines Werkzeugs vorgesehen. Dabei ist die Bedienöffnung an der
Werkzeugöffnung der Klemmfeder ausgerichtet, derart, wie es auch die Aufnahmeöffnung
an der Einsatzeinrichtung ist. Das bedeutet, dass ein Werkzeug durch die Bedienöffnung
der Abdeckkappe und durch die Werkzeugöffnung an der Klemmfeder in die Aufnahmeöffnung
in der Einsatzeinrichtung eingeführt werden kann.
[0016] Eine Abdeckkappe ermöglicht den mechanischen Schutz der Betätigungseinrichtung. Weiterhin
ist dadurch auch ein Berührschutz der einzelnen Komponenten der Betätigungseinrichtung
möglich. Vorzugsweise besteht die Abdeckkappe insgesamt oder wenigstens teilweise
aus einem Kunststoff und vorzugsweise einem Isoliermaterial. Dadurch können Luft-
und Kriechstrecken vergrößert werden.
[0017] In bevorzugten Ausgestaltungen ist an der Einsatzeinrichtung wenigstens ein Fixierelement
zur Fixierung der Abdeckkappe vorgesehen. Beispielsweise können Fixierelemente der
Abdeckkappe mit Fixierelementen der Einsatzeinrichtung verrasten oder dergleichen,
um die Abdeckkappe an der Betätigungseinrichtung und die Einsatzeinrichtung an der
Betätigungseinrichtung zu sichern und insbesondere zu verrasten. Ein Fixierelement
kann insbesondere als Rastnase ausgebildet sein.
[0018] Vorzugsweise umfasst die Betätigungseinrichtung einen Einsteckschutz.
[0019] Die Klemmfeder weist vorzugsweise eine etwa C-förmige Gestalt auf, wobei der offene
Bereich zwischen dem ersten Schenkel und dem zweiten Schenkel der Klemmfeder zu der
Leiteraufnahme der Anschlussklemme hin ausgerichtet ist. Dadurch ist der offene Bereich
des "C" der Klemmfeder grundsätzlich von der Leiteraufnahme aus zugänglich. Es ist
deshalb bevorzugt, dass der offene Bereich zwischen dem ersten Schenkel und dem zweiten
Schenkel der Klemmfeder durch den Einsteckschutz wenigstens teilweise und vorzugsweise
wenigstens im Wesentlichen und insbesondere vollständig abgedeckt wird, sodass eine
Fehlbedienung der Anschlussklemme zuverlässig vermieden wird. Außerdem wird der innere
Bereich der Betätigungseinrichtung mit der Klemmfeder durch den Einsteckschutz besser
vor Berührungen und dergleichen geschützt.
[0020] Der Einsteckschutz kann direkt an dem Einsatzkörper angebracht sein. Es ist möglich,
dass der Einsteckschutz ein separates Bauteil ist, welches beispielweise mit dem Einsatzkörper
der Einsatzeinrichtung verbunden wird. In allen Ausgestaltungen ist es bevorzugt,
dass der Einsteckschutz über einen Steg mit dem Einsatzkörper der Einsatzeinrichtung
verbunden ist. Dabei ist der Einsteckschutz vorzugsweise einstückig mit der Einsatzeinrichtung
insgesamt oder dem Einsatzkörper gebildet. Vorzugsweise ist die Einsatzeinrichtung
wenigstens teilweise und insbesondere im Wesentlichen zwischen den beiden Schenkeln
der Klemmfeder aufgenommen.
[0021] In allen Ausgestaltungen ist es besonders bevorzugt, dass die Klemmfeder mit dem
ersten Schenkel gelenkig an einen Klemmhebel und mit dem zweiten Schenkel gelenkig
an einen Hilfshebel gekoppelt ist. Dabei sind der Klemmhebel und der Hilfshebel vorzugsweise
verschwenkbar an der Halterung angeordnet.
[0022] Es ist weiterhin bevorzugt, dass an dem Klemmhebel eine erste Schwenkachse und wenigstens
eine davon beabstandete zweite Schwenkachse angeordnet sind. Die Klemmfeder verfügt
vorzugsweise über eine erste Achsaufnahme und eine davon beabstandete zweite Achsaufnahme.
Insbesondere ist die erste Achsaufnahme an dem Ende des ersten Schenkels vorgesehen
und es ist die zweite Achsaufnahme an dem Ende des zweiten Schenkels der Klemmfeder
vorgesehen. Vorzugsweise ist ein Hilfshebel vorgesehen, der über eine erste Dreheinheit
und wenigstens eine davon beabstandete zweite Dreheinheit verfügt. Das bedeutet, dass
der Klemmhebel, die Klemmfeder und vorzugsweise der Hilfshebel jeweils über zwei voneinander
entfernte separate Gelenkstellen verfügen.
[0023] Vorzugsweise ist der Klemmhebel über die erste Schwenkachse verschwenkbar an der
Halterung befestigt. Insbesondere ist die erste Achsaufnahme der Klemmfeder an dem
ersten Schenkel der Klemmfeder vorgesehen und es ist die zweite Achsaufnahme der Klemmfeder
an dem zweiten Schenkel der Klemmfeder vorgesehen. Vorzugsweise ist die an dem ersten
Schenkel angeordnete erste Achsaufnahme der Klemmfeder mit der zweiten Schwenkachse
des Klemmhebels gekoppelt.
[0024] Vorteilhafterweise weist die erste Dreheinheit des Hilfshebels eine Achse auf, die
schwenkbar mit der zweiten Achsaufnahme an dem zweiten Schenkel der Klemmfeder verbunden
ist. Insbesondere ist die zweite Dreheinheit des Hilfshebels schwenkbar an der Halterung
angeordnet. Vorzugsweise weist die zweite Dreheinheit des Hilfshebels eine abgerundete
Außenkontur auf, die an einer angepassten abgerundeten Ausnehmung der Halterung schwenkbar
aufgenommen ist. Besonders bevorzugt weisen die Außenkontur und die Ausnehmung jeweils
eine kreisrunde Form oder die Form eines Kreissegmentes auf. Insbesondere ist die
zweite Dreheinheit des Hilfshebels schwenkbar oder drehbar an der abgerundeten Außenkontur
der Halterung aufgenommen und vorzugsweise abgestützt.
[0025] Es ist möglich und bevorzugt, dass die zweite Dreheinheit des Hilfshebels eine Öffnung
umfasst, in die eine Führungsachse eingeführt ist. Dabei kann die zweite Dreheinheit
über die Führungsachse an der Öffnung drehbar gelagert sein. Möglich ist es aber auch,
dass die Führungsachse in der Öffnung nicht zur Übertragung von Kräften, sondern im
Wesentlichen nur zur Führung dient. Die Führungsachse kann beispielsweise Teil des
Gehäuses sein und beispielsweise aus einem Kunststoffzapfen bestehen, der in die Öffnung
eingeschwenkt oder eingeklipst wird. Möglich ist es aber auch, dass die Führungsachse
eine Achse an der Halterung ist oder aber separat in die Halterung eingeführt wird,
um den Hilfshebel an der zweiten Dreheinheit schwenkbar aufzunehmen und/oder abzustützen.
[0026] In allen Ausgestaltungen ist es bevorzugt, dass die Klemmfeder Teil der Betätigungseinrichtung
ist.
[0027] Vorzugsweise ist ein Öffnungswinkel an der Leiteraufnahme zwischen dem Strombalken
und dem Klemmhebel im Öffnungszustand größer 45° und insbesondere größer 60° vorzugsweise
größer 75°. Auch Öffnungswinkel von 90° und mehr sind an der erfindungsgemäßen Anschlussklemme
möglich. In einer anderer Ausgestaltung, für die sich die Anmelderin gegebenenfalls
separaten Schutz beantragen wird, umfasst die Anschlussklemme ein Klemmengehäuse,
an dem eine schwenkbare Betätigungseinrichtung vorgesehen ist. Die Betätigungseinrichtung
ist dazu eingerichtet, in einer Kontaktposition einen Leiter an einer Leiteraufnahme
zu klemmen und in einer Offenposition einen Leiter an der Leiteraufnahme freizugeben
und/oder aufzunehmen. Dabei weist die Betätigungseinrichtung eine Klemmfeder und eine
wenigstens die Klemmfeder umgebende Abdeckkappe auf, die eine an der Klemmfeder aufgenommene
Einsatzeinrichtung fixiert. In weiteren Ausgestaltungen weist eine solche Anschlussklemme
wenigstens ein weiteres Merkmal auf, welches zuvor beschrieben wurde.
[0028] In alle Ausgestaltungen kann die Anschlussklemme als Durchführungsklemme ausgeführt
sein.
[0029] Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung
des Ausführungsbeispiels, welches im Folgenden mit Bezug auf die beiliegenden Figuren
erläutert wird.
[0030] In den Figuren zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht einer Anschlussklemme in der Kontakt- und der Offenposition;
- Fig. 2
- eine schematische Draufsicht auf eine Wandung einer elektrischen Baueinrichtung mit
einem daran aufgenommenen Klemmengehäuse;
- Fig. 3
- eine perspektivische Ansicht eines Klemmengehäuses;
- Fig. 4
- eine schematische perspektivische Ansicht auf eine Wandung einer elektrischen Baueinrichtung
mit einem daran aufgenommenen Klemmengehäuse und ein vergrößertes Detail;
- Fig. 5
- eine andere Rasteinheit für das Klemmengehäuse nach Fig. 4;
- Fig. 6
- eine schematische perspektivische Ansicht einer geöffneten Anschlussklemme ohne Außengehäuse;
- Fig. 7
- die Einsatzeinrichtung und die Klemmfeder der Anschlussklemme nach Fig. 1 und 6;
- Fig. 8
- eine perspektivische Darstellung der Betätigungseinrichtung der Anschlussklemme nach
Fig. 1 und 6;
- Fig. 9
- eine geschnittene schematische Seitenansicht der Anschlussklemme ohne Außengehäuse;
- Fig. 10
- eine Draufsicht auf die Anschlussklemme nach Fig. 12;
- Fig. 11
- eine stark schematische Seitenansicht der Anschlussklemme im Öffnungszustand;
- Fig. 12
- eine stark schematische Seitenansicht der Anschlussklemme in einer Zwischenstellung;
und
- Fig. 13
- eine stark schematische Seitenansicht der Anschlussklemme im Klemmzustand.
[0031] Mit Bezug auf die beiliegenden Figuren werden im Folgenden die Konstruktion und die
Funktion einer Anschlussklemme 100 und einer mit wenigstens einer solchen Anschlussklemme
ausgerüsteten elektrischen Baueinrichtung 500 erläutert.
[0032] Dabei zeigt Figur 1 nebeneinander zwei perspektivische Darstellungen einer Anschlussklemme
100, nämlich links im Klemmzustand bzw. in der Kontaktposition 145 und rechts daneben
im Öffnungszustand bzw. in der Offenposition 144.
[0033] Die Anschlussklemme 100 weist ein Klemmengehäuse 150 auf und ist dafür vorgesehen,
mit dem Anlageabschnitt 172 an einer Wandung 502 einer elektrischen Baueinrichtung
500 anzuliegen (vgl. Fig. 2). Die Leiteraufnahme 115 ist in der Kontaktposition 145
weitestgehend geschlossen, während sich in der Offenposition 144 ein besonders großer
Öffnungswinkel zwischen dem Strombalken und dem Klemmhebel ergibt, der 75° oder mehr
erreichen kann. Dadurch wird ein Einschwenken eines Leiters (vgl. Fig. 11) in die
Leiteraufnahme 115 ermöglicht, was insbesondere bei Leitern von mehreren Quadratmillimetern
Querschnitt den Anschluss erheblich erleichtern kann.
[0034] Das Klemmengehäuse 150 besteht insbesondere aus einem elektrischen nicht leitenden
Material und vorzugsweise einem Kunststoff. Der Anlageabschnitt 172 kann als umlaufender
Steg vorgesehen sein, mit dem sich die Anschlussklemme 100 an der Wandung 502 umlaufend
abstützt. Es ist auch möglich, dass der Anlageabschnitt 172 aus mehreren Segmenten
oder einzelnen Stützelementen besteht.
[0035] An der Anschlussklemme 100 ist sowohl in der Kontaktposition 145 als auch in der
Offenposition 144 die Werkzeugöffnung 109 sichtbar, die an der Betätigungseinrichtung
103 vorgesehen ist. Die Betätigungseinrichtung 103 umfasst ein Abdeckgehäuse in Form
einer Abdeckkappe 153. Die Abdeckkappe 153 besteht hier aus einem Isoliermaterial
und schützt das Innere der Betätigungseinrichtung 103 und auch das Innere der Anschlussklemme
100 vor mechanischen Berührungen. Auch die Luft- und Kriechstrecken werden ganz erheblich
durch die Abdeckkappe 153 erhöht.
[0036] Das Klemmengehäuse 150 kann ein Außengehäuse 170 und ein Innengehäuse 160 umfassen,
an dem die Halterung 108 aufgenommen ist. Die Halterung 108 besteht vorzugsweise aus
Metall und insbesondere aus einem Biege-Stanz-Teil. Das Außen- und das Innengehäuse
bestehen vorzugsweise aus einem Kunststoff. An dem Innengehäuse 160 wird bei der Montage
die Halterung 108 aufgenommen und es werden die benötigten Metall- und Klemmteile
montiert. Das Innengehäuse bildet mit der Halterung 108 eine vormontierte Baueinheit,
die nur noch in das Außengehäuse 170 gesteckt werden muss oder aber in ein an einer
elektrischen Baueinrichtung 500 schon vorhandenes und dort z. B. integral mit der
Wandung ausgebildetes Außengehäuse eingeführt oder eingerastet werden muss.
[0037] Die Anschlussklemme 100 weist die schwenkbare Betätigungseinrichtung 103 auf. Über
ein Verschwenken der Betätigungseinrichtung 103 kann die Anschlussklemme geöffnet
oder wieder geschlossen werden. Bei der Verschwenkung der Betätigungseinrichtung 103
kann ein Spalt 148 zwischen der umlaufenden Wandung des Anlageabschnitts 172 und der
Abdeckkappe 153 der Betätigungseinrichtung 103 entstehen, nämlich dort, wo in der
Kontaktposition 145 der Verschlusssteg 149 vorhanden ist. Wird aus der in Fig. 1 links
dargestellten geschlossenen Position die Betätigungseinrichtung 103 nach hinten verschwenkt,
so wird der Verschlusssteg 149 durch die Wanddurchführung 154 und somit durch die
Wandung 502 in die elektrische Baueinrichtung 500 hinein verschwenkt. Gleichzeitig
entsteht an der Stelle, wo zuvor der Verschlusssteg 149 angeordnet war ein Spalt 148
zwischen der Wand 172 und der Abdeckkappe 153. Beim Weiterschwenken in die Offenposition
144 wird der Spalt 148 schließlich wieder durch den Abweiser 185 verschlossen, sodass
in der Offenposition kein Spalt 148 vorhanden ist. Der Spalt 148 ist von der Leiteraufnahme
115 beabstandet und unabhängig von der Leiteraufnahme 155.
[0038] Fig. 2 zeigt eine stark schematische Draufsicht auf eine elektrische Baueinrichtung
500 mit einer Wandung 502, an der eine Anschlussklemme 100 aufgenommen ist, von der
in Fig. 2 der Übersichtlichkeit halber nur das Außengehäuse 170 dargestellt ist. In
dem Innenraum des Außengehäuses 170 sind Nasen 177 und 178 vorgesehen, an denen das
Innengehäuse 160 bei der Montage verrastet wird.
[0039] In Fig. 2 ist die Form der Rasteinheiten 210 erkennbar, die als Rastarme 211 ausgeführt
sind. Die sich nach außen von dem Klemmengehäuse 150 weg erstreckenden Schenkel der
Rastarme 211 sind hier durch die auch als Gegenlagerelement 173 wirkende Stützwand
abgedeckt. Die Breite der Stützwand 173 entspricht hier genau dem äußeren Abstand
der beiden in Fig. 2 sichtbaren Rastarme 211. Dadurch wird sicher gestellt, wie noch
mit Bezug auf die Fig. 4 erläutert wird, dass die Rastarme zwar bei der Montage an
der Wandung 502 kurzzeitig nach innen elastisch verschwenken können, aber später durch
die mit den Rastarmen zusammenwirkenden Rasteinheiten 220, außen gehalten werden,
sodass der Querschnitt der Wanddurchführung 154 frei bleibt.
[0040] Fig. 3 zeigt eine perspektivische Darstellung des Klemmengehäuses 150 bzw. dessen
Außengehäuses 170 mit dem ersten Gehäuseabschnitt 140 auf einer ersten Seite 142 des
Anlageabschnitts 172 und somit außerhalb der elektrischen Baueinrichtung 500. Auf
der zweiten Seite 143 ist innerhalb des Gehäuses 501 der zweite Gehäuseabschnitt 141
angeordnet. Der zweite Gehäuseabschnitt 141 dient hier als Befestigungsabschnitt,
an dem die Gegenlagerelemente 173 zusammen mit den Rastarmen 211 und den Wänden 174
eine umlaufende Wandung zur Verfügung stellen. Dadurch wird der Innenraum des zweiten
Gehäuseabschnitts 141 mechanisch vor Einwirkungen und Berührungen geschützt, wenn
z. B. die Betätigungseinrichtung 103 teilweise in den zweiten Gehäuseabschnitt 141
eintaucht.
[0041] Die Rastarme 211 sind an den freien Enden 216 etwa U-förmig ausgestaltet. Zwischen
dem zurücklaufenden Schenkel 215 und dem Rastarm 211 ist eine Nut 213 vorgesehen,
in die ein Teil der Rasteinheit 220 eintaucht.
[0042] Auf der äußeren Querfläche 214 ist eine Eingriffseinheit 217 vorgesehen, die hier
als Rastverzahnung ausgebildet oder mehrere Rastzähne umfasst. Die Rastverzahnungen
217 an den gegenüberliegenden Rastarmen 211 sind jeweils auf den voneinander weg weisenden
Außenflächen angeordnet, die jeweils quer zur Querrichtung 204 (vgl. Fig. 4) liegen.
Die Außenflächen können senkrecht zur Querrichtung 204 angeordnet sein, sind aber
insbesondere unter einem geringen Winkel zwischen 0° und 30° dazu angeordnet.
[0043] Durch die Nuten 212 zwischen der Seitenwand und den Rastarmen 211 bedingt, können
die Rastarme 211 bei der Montage elastisch auslenken.
[0044] Fig. 4 zeigt eine an einer Wandung 502 einer elektrischen Baueinrichtung 500 montierte
Anschlussklemme 100, bei der ein Teil des zweiten Gehäuseabschnitts 141 des Klemmengehäuses
150 schematisch hinter der Wandung 501 sichtbar ist. Grundsätzlich eignet sich das
Klemmengehäuse 150 aber auch für die Verwendung bei anderen elektrischen Anschlussklemmen.
[0045] Zur Befestigung der Anschlussklemme 100 ist ein Verrastungssystem 201 vorgesehen,
welches hier vier Rasteinheiten 210 und vier Rasteinheiten 220 umfasst. Die Rasteinheiten
210 sind als elastisch an dem Klemmengehäuse 150 aufgenommene Rastarme 211 ausgebildet,
die sich bis zu ihrem freien Ende 216 hin erstrecken. Dort sind die Rastarme 211 U-förmig
gestaltet, sodass sich die Rastnut 213 zur Aufnahme der Rasteinheiten 220 eignet.
Die als Rastverbinder 221 ausgeführten Rasteinheiten 220 können einzelne separate
Teile sein, wie es in Fig. 4 dargestellt ist, oder sie können über z.B. ein flexiblen
Verbinder 225 oder einen Bügel miteinander verbunden sein, wie es in Fig. 5 vergrößert
dargestellt ist.
[0046] Jeder Rastverbinder 221 weist einen Rastkörper 222 auf, der eine etwa keilförmige
Struktur 223 aufweist, um dadurch eine Klemmung an unterschiedlich starken Wandungen
502 bewirken zu können.
[0047] Zur Montage wird der zweite Gehäuseabschnitt 141 des Klemmengehäuses 150 durch die
Öffnung in der Wandung 502 durchgesteckt, wobei sich die elastischen Rastarme 211
kurzzeitig elastisch nach innen verbiegen, wenn der jeweilige Rastarm 211 die Wandung
502 passiert. Danach schnappen die Rastarme 211 wieder nach außen. Dann kann das Klemmengehäuse
150 nicht ohne weiteres wieder entfernt werden. Zur Befestigung des Klemmengehäuses
150 werden dann die Rasteinheiten 220 aufgesteckt. Dabei werden die Rastverbinder
221 mit ihrer Nut 226 auf die Schenkel 215 der Rastarme 211 aufgesteckt, sodass die
Rastelemente 217 an der Querfläche 224 in Rastverbindung mit der Rastverzahnung 227
an den Rastverbindern 221 gerät. Bei der Bewegung der Rastverbinder 221 in die Rastrichtung
202 werden die Enden der Rastarme 211 durch die keilförmigen Rastkörper 222 der Rastverbinder
221 geklemmt und von der Wandung 502 weg gedrückt. So kann auch bei unterschiedlichen
Wandstärken oder keilförmigen oder treppenartigen Wandungen 502 für einen sicheren
Halt gesorgt werden. Die Rastverzahnung 227 erstreckt sich dabei quer zu der Verbindungsrichtung.
Die Rastverzahnungen 217 und 227 sind jeweils an Querflächen 214 bzw. 224 vorgesehen,
die im montierten Zustand aneinander anliegen.
[0048] An den vier einzelnen Rastarmen 211 wird hier jeweils individuell geklemmt, sodass
auch unterschiedliche Wandstärken an den einzelnen Rastarmen 211 keine Rolle spielen.
[0049] Im montierten Zustand, wie in Fig. 4 abgebildet, bildet die Stützwand 173 ein Gegenlagerelement,
gegen welches sich die benachbarten Rastarme 211 abstützen. So wird gewährleistet,
dass die Wanddurchführung 154 bzw. der Raum zwischen den Stützwänden 173 frei bleibt.
Falls sich ein elastischer Rastarm 211 nach dem Einführen in die Wandung 502 nicht
von selbst wieder elastisch nach außen biegt, wird der Rastarm 211 durch die Rastverbinder
221 nach außen gezogen, da sich die Rastverbinder 221 mit ihren Rastkörpern 222 an
der Stützwand 173 als Gegenlager abstützen.
[0050] So kann eine zuverlässige Funktion der Anschlussklemme 100 gewährleistet werden,
da bei der Überführung der Betätigungseinrichtung 103 von der Kontaktposition 145
in die Offenposition 144 die Klemmfeder 101 und andere Komponenten der Betätigungseinrichtung
teilweise durch die Wanddurchführung 154 hindurch geschwenkt werden. Deshalb muss
sicher gestellt sein, dass der Bauraum im Inneren der elektrischen Baueinrichtung
500, den der zweite Gehäuseabschnitt 141 einnimmt, keine Hindernisse bei der Schwenkbewegung
bereit stellt.
[0051] Fig. 6 zeigt eine schematische perspektivische Ansicht einer geöffneten Anschlussklemme
100 ohne Außengehäuse 170 aber mit montierten Innengehäuse 160 aus Kunststoff, an
der die Halterung 108 aus Metall aufgenommen ist. Die Halterung 108 der Anschlussklemme
100 weist einen etwa U-förmigen Querschnitt auf und besteht hier aus einem Biegestanzteil.
An der Halterung 108 ist der Strombalken 110 aufgenommen.
[0052] Die Anschlussklemme 100 ist in der Offenposition 144 dargestellt, in der ein anzuschließender
Leiter von oben in die Leiteraufnahme 115 eingeschwenkt werden kann. Wahlweise kann
ein Leiter auch von vorne eingeschoben werden.
[0053] An der Leiteraufnahme 115 sind Schrägen 161 und 162 als Einführhilfe in der Kunststoffwandung
des Innengehäuses 160 vorgesehen. Die Rastöffnungen 165 und 166 an den seitlichen
Außenwänden sind zur Aufnahme der Nasen 177 und 178 an den Innenwänden des Außengehäuses
170 vorgesehen, wodurch das Klemmengehäuse in sich fixiert wird.
[0054] Die Betätigungseinrichtung 103 wird von einer Abdeckkappe 153 abgedeckt. An der Abdeckkappe
153 ist der Verschlusssteg 149 vorgesehen, der einen Spalt 148 zwischen der Anlagewand
bzw. dem Anlageabschnitt 172 und der Wanddurchführung 154 in der Kontaktposition 145
verschließt. In der Offenposition 144 verschließt der Abweiser 155 den Spalt 148.
Die Wand 185 deckt in der Kontaktposition 145 die Leiteraufnahme 115 nach oben hin
ab. Außerdem kann die Wand 185 einen Einführtrichter für ein Werkzeug begrenzen. Ein
solcher Einführtrichter kann vorgesehen sein, wenn seitliche Wände den Abweiser 155
und die Wand 185 verbinden, sodass die Werkzeugaufnahme 109 trichterförmig von Wänden
umgeben ist.
[0055] Seitlich ist eine Öffnung 158 an der Abdeckkappe 153 zu erkennen, mit der von innen
eine Einsatzeinrichtung 118 mit Vorsprüngen 157 verrastet ist.
[0056] In der Leiteraufnahme 115 ist ein Durchsteckschutz 117 vorgesehen, der ein zu tiefes
Einstecken eines anzuschließenden Leiters verhindert. Der Durchsteckschutz 117 ist
an einer Nut 116 (vgl. Fig. 9) angeordnet und verhindert ein Durchstecken eines eingeschobenen
Leiters und sichert zudem den Strombalken 110 innerhalb der Halterung 108.
[0057] Des Weiteren sind der Klemmhebel 102 mit der Klemmkante 122, sowie der Hilfshebel
104 mit dem Querverbinder 105 erkennbar. Der Hilfshebel 104 ist um die Achse des Zapfens
151 drehbar an der Halterung 108 aufgenommen. Von der Einsatzeinrichtung 118 ist hier
nur der Einsteckschutz 156 zu sehen, der in der Offenposition 144 ein Einschieben
eines Leiters in den Bereich der Klemmfeder 101 oberhalb der Leiteraufnahme 115 zuverlässig
verhindert.
[0058] Fig. 7 zeigt die Einsatzeinrichtung 118 an der Klemmfeder 101. Die Einsatzeinrichtung
118 ist Teil eines multifunktionalen Innenteils 186. Das Innenteil 186 umfasst die
Einsatzeinrichtung 118 mit der Aufnahmeöffnung 132 (vgl. Fig. 9) und den Einsteckschutz
156 und auch die Rastnasen in Form von Vorsprüngen 157 zur Fixierung der Abdeckkappe
153. Die beiden Rastnasen 157 stehen seitlich nach außen ab und verrasten mit den
beiden seitlichen Öffnungen 158 in der Abdeckkappe 153.
[0059] Die Klemmfeder 101 stellt an der Anschlussklemme 100 die benötigte Klemmkraft zur
Verfügung. Die Klemmfeder 101 mit ihrer in der Seitenansicht insgesamt etwa C-förmigen
Gestalt weist im Inneren des "C" eine hier als Kunststoffeinsatz ausgeführte Einsatzeinrichtung
118 auf, und dient als Gegenlager für ein Werkzeug 120 (vgl. Figur 9) bei der Betätigung
der Anschlussklemme 100. Die Klemmfeder 101 wird hier auf Zug belastet, sodass sich
im Belastungsfall die beiden Schenkel 136 und 137 der Klemmfeder 101 voneinander entfernen.
Das "C" ist in Richtung der Leiteraufnahme 115 geöffnet.
[0060] Die Klemmfeder 101 dient hier auch als Betätigungseinrichtung 103 bzw. als Betätigungshebel
und umfasst neben der Klemmfeder 101 noch den Kunststoffeinsatz und die in Fig. 8
abgebildete Abdeckkappe 153. An dem zweiten Schenkel 137 der Klemmfeder 101 ist eine
Werkzeugöffnung 109 vorgesehen, durch die ein Werkzeug 120 wie ein Schraubendreher
eingeführt werden kann, um mit der Bewegung des Schraubendrehers die Anschlussklemme
100 aus dem Öffnungszustand 144 in den Klemmzustand 145 und wieder zurück zu überführen.
Als Gegenlager bei der Betätigung dient die Aufnahmeöffnung 132 bzw. die die Aufnahmeöffnung
132 umgebende Wand in der Einsatzeinrichtung 118. Die Einsatzeinrichtung 118 weist
einen Einsatzkörper 118a, einen insbesondere elastisch ausgebildeten Halteschenkel
118c und einen Spalt 118b dazwischen auf. Dadurch wird es ermöglicht, dass die Einsatzeinrichtung
118 auch bei Federbewegungen an den beiden Schenkeln 136, 137 der Klemmfeder 101 anliegt.
Der Halteschenkel 118c kann fest mit dem ersten Schenkel 136 der Klemmfeder 101 verbunden
oder daran geklemmt sein.
[0061] Sichtbar sind die zweite Schwenkachse 114 an dem ersten Schenkel 136 der Klemmfeder
101 und die Achse 112 an dem zweiten Schenkel 137. Die Vorsprünge 157 verrasten mit
den Öffnungen 158 in der Abdeckkappe 153. Über einen Steg 187 ist der plattenförmig
ausgebildete Einsteckschutz 156 mit dem Einsatzkörper 118a insbesondere einstückig
verbunden.
[0062] Fig. 8 zeigt die Klemmfeder 101 mit der Einsatzeinrichtung 118 und der montierten
Abdeckkappe 153. An der Öffnung 158 ist der Vorsprung 157 der Einsatzeinrichtung 118
zu erkennen. Am unteren Ende ist hinten der Verschlusssteg 149 und oben der Abweiser
155 zu sehen. Wenn seitliche Wände vorgesehen sind, wie durch die gestrichelten Linien
angedeutet, steht ein Einführtrichter für das Werkzeug 120 zur Verfügung.
[0063] Figur 9 zeigt eine schematische geschnittene Seitenansicht der Anschlussklemme 100
mit einer Einsatzeinrichtung 118, die als Kunststoffeinsatz ausgebildet ist. Es ist
nur die Halterung 108 abgebildet, während das Klemmengehäuse 150 in Fig. 9 nicht dargestellt
ist. Durch Verschwenken des Werkzeugs 120 im Uhrzeigersinn, d. h., in Richtung des
Klemmhebels 102 wird die elektrische Anschlussklemme 100 von dem in Fig. 9 dargestellten
Öffnungszustand 144 in den Klemmzustand 145 überführt.
[0064] An dem Klemmhebel 102 sind die erste Schwenkachse 113 und die zweite Schwenkachse
114 aufgenommen. Der Klemmhebel 102 ist insgesamt um die an der Halterung 108 aufgenommene
erste Schwenkachse 113 verschwenkbar, sodass mit der Verschwenkung des Klemmhebels
102 auch die Klemmkante 122 des Klemmhebels 102 verschwenkt wird.
[0065] An der zweiten Schwenkachse 114 des Klemmhebels 102 ist der erste Schenkel 136 der
Klemmfeder 101 drehbar aufgenommen. Der zweite Schenkel 137 der Klemmfeder 101 ist
gegenüber der ersten Dreheinheit 129 (vgl. Fig. 11 und 12) des Hilfshebels 104 verschwenkbar.
Die zweite Dreheinheit 130 des Hilfshebels 104 ist über die runde Außenform 107 an
der runden Aussparung 106 der Halterung 108 drehbar aufgenommen.
[0066] In Fig. 9 ist die Einsatzeinrichtung 118 im Schnitt sichtbar. Um die anderen Komponenten
besser erkennen zu können, wurde der Einsteckschutz 156 mit dem Steg 187 hier in der
Darstellung weggelassen. In der Einsatzeinrichtung 118 ist eine Aufnahmeöffnung 132
zur Aufnahme eines Werkzeugs 120 vorgesehen. Dabei ist ein Innendurchmesser 109a der
Werkzeugöffnung 109 in der Klemmfeder mit einem größeren Durchmesser versehen als
der Innendurchmesser 132a der Aufnahmeöffnung 132 in dem Kunststoffeinsatz 118. Dadurch
kann die Klemmfeder 101 für die Verwendung mit unterschiedlichen Einsatzeinrichtungen
118 bzw. mit Kunststoffeinsätzen mit unterschiedlichen Aufnahmeöffnungen 132 vorgesehen
sein. Das erlaubt die Zurverfügungstellung unterschiedlicher Anschlussklemmen 100,
bei denen sich nur die Einsatzeinrichtung 118 unterscheidet und somit der Bedienwinkel
ändert. Fig. 11 zeigt schematisch zwei unterschiedliche Winkel, die beispielhaft durch
Pfeile 133 eingezeichnet sind.
[0067] Der Klemmhebel 102 weist zwei parallele Seitenwände auf, zwischen denen die Klemmkante
122 vorgesehen ist. Auch der Klemmhebel 102 ist hier als einteiliges Stanzbiegeteil
ausgeführt.
[0068] In dem Strombalken 110 ist eine Nut 116 vorgesehen, in die ein stabförmiger Durchsteckschutz
117 ausgeführt ist, der in entsprechenden seitlichen Öffnungen in den Wänden 123 der
Halterung 108 aufgenommen ist. Dadurch findet eine Sicherung des Strombalkens 110
in axialer Richtung statt und außerdem wird ein Durchsteckschutz für einen Leiter
126 ermöglicht.
[0069] Des Weiteren ist eine Nut 131 in dem Strombalken 110 vorgesehen, die dort angeordnet
ist, wo die Klemmkante 122 einen eingeschobenen Leiter 126 gegen den Strombalken 110
drückt. Dadurch können sich beim Klemmvorgang Leiter 126 in die Nut 131 hineinverformen,
sodass ein effektiver Auszugschutz gewährleistet werden kann.
[0070] In der Schnittdarstellung gemäß Figur 9 ist die erste Achsaufnahme 127 an dem ersten
Schenkel 136 der Klemmfeder 101 geschnitten erkennbar. Dabei umgreift die erste Achsaufnahme
127 die zweite Schwenkachse 114 des Klemmhebels 102. An dem anderen Ende der Klemmfeder
101, nämlich dem zweiten Schenkel 137, ist die zweite Achsaufnahme 128 geschnitten
erkennbar, die die Achse 112 der ersten Dreheinheit 129 des Hilfshebels 104 umgreift.
[0071] Im Schnitt dargestellt ist die Führungsachse 151 in dem Loch 111 bzw. die virtuelle
Drehachse der zweiten Dreheinheit 130 des Hilfshebels 104.
[0072] Figur 10 zeigt eine Draufsicht auf die elektrische Anschlussklemme 100. An der Klemmfeder
101 ist die Werkzeugöffnung 109 erkennbar. Der Hilfshebel 104 umgreift mit dem Querverbinder
105 den zweiten Schenkel 137 der Klemmfeder 101. Der Klemmhebel 102 weist die hier
nach rechts ausgerichtete Klemmkante 122 auf, die im Klemmzustand in die Nut 131 eingreift
oder einen Leiter gegen die Nut 131 des Strombalkens 110 drückt.
[0073] Mit Bezug auf die Figuren 11 bis 13 wird im Folgenden die Funktion der elektrischen
Anschlussklemme 100 erläutert. In Figur 11 ist schematisch ein Kabel 125 mit einem
elektrischen Leiter 126 eingezeichnet. In den Darstellungen gemäß der Figuren 11 bis
13 wurden verschiedene Teile der elektrischen Anschlussklemme 100 weggelassen, um
die Funktion besser verdeutlichen zu können. So wurde auch in den Figuren 11 bis 13
das Klemmengehäuse 150 weggelassen, so wie auch die Halterung 108. Zu berücksichtigen
ist aber, dass der Klemmhebel 102 über die erste Schwenkachse 113 fest mit der Halterung
108 verbunden ist. Außerdem stützt sich die zweite Dreheinheit 130 des Hilfshebels
104 mit der runden Außenform 107 an der entsprechend rund ausgebildeten Aussparung
106 der Halterung 108 hier ortsfest ab, nämlich an der hier nicht abgebildeten runden
Aussparung 106 in der Halterung 108.
[0074] Stark schematisch und gestrichelt eingezeichnet ist ein Gehäuse 501 einer elektrischen
Baueinrichtung 500, um die Bewegungsabläufe zu verdeutlichen.
[0075] Der Öffnungswinkel 146 zwischen dem Strombalken 110 und der Klemmkante 122 des Klemmhebels
102 beträgt hier weitaus mehr als 75° und nahezu 90°. Je nach geometrischer Auslegung
des Klemmhebels 102 kann der Öffnungswinkel 146 auch noch größer gewählt werden. In
der Regel reicht dieser Öffnungswinkel 146 aber aus, um auch besonders starre Leiter
126 mit großen Querschnitten in den Einschwenkbereich 115 von oben einschwenken zu
können.
[0076] Während Figur 11 den Öffnungszustand 144 darstellt, zeigt Figur 12 einen Zwischenzustand,
in dem der Klemmhebel 102 schon erheblich verschwenkt wurde. Das erfolgt dadurch,
dass ein Werkzeug in die Werkzeugöffnung 109 an der Klemmfeder 101 eingeführt wird
und in der Darstellung gemäß der Figuren 11 bis 13 im Uhrzeigersinn verschwenkt wird.
Bei der Überführung von dem in Figur 11 in den in Figur 12 dargestellten Zustand verfolgt
das Verschwenken praktisch kraftlos, da sich der Abstand der beiden Schenkel 136 und
137 der Klemmfeder 101 nicht oder fast nicht verändert und sich somit die Federspannung
praktisch nicht ändert. Dadurch wird eine angenehme Bedienung erreicht.
[0077] Bei Leitern mit sehr großen Querschnitten kann in dem in Figur 12 dargestellten Zustand
schon fast ein Anliegen der Klemmkante 122 an dem Leiter 126 erreicht werden. Bei
der Überführung von dem in Figur 11 in den in Figur 12 dargestellten Zustand verschwenken
der Klemmhebel 102, die Klemmfeder 101 und der Hilfshebel 104 jeweils gekoppelt miteinander.
[0078] Figur 13 zeigt den Klemmzustand 145. Klar erkennbar ist, dass auch eine Nullklemmung
erzielbar ist, in der auch Leiter mit kleinstem Querschnitt geklemmt werden können.
Die Klemmkante 122 liegt in Figur 13 in der Nut 131 des Strombalkens 110 an. Bei der
Verschwenkung von dem in Figur 12 dargestellten Zustand in den Klemmzustand 145 gemäß
Figur 13 wird die Klemmfeder 101 gespannt, wobei sich der Abstand des ersten Schenkels
136 von dem zweiten Schenkel 137 weitet. Durch die stabile Klemmfeder 101 wird deshalb
eine hohe Klemmkraft erzeugt.
[0079] Ein Vergleich der Figuren 11 bis 13 zeigt, dass sich die Betätigungseinrichtung 103
in der Kontaktposition 145 nach Fig. 13 in einem größeren Ausmaß auf der ersten Seite
142 befindet, als in der Offenposition 144 gemäß Fig. 11, in der sich die Betätigungseinrichtung
103 wenigstens teilweise und die Klemmfeder 101 sogar zum wesentlichsten Teil durch
die Wanddurchführung 154 hindurch auf die zweite Seite 143 hin erstreckt. Das bedeutet,
dass die Betätigungseinrichtung 103 und insbesondere die Klemmfeder 101 in der Offenposition
144 wenigstens teilweise in das Gehäuse 501 der elektrischen Baueinrichtung eintauchen.
In der Offenposition 144 befindet sich ein wesentlicher Teil auf der zweiten Seite
142 und damit innerhalb des Gehäuses 501. Dabei befindet sich ein erheblicher Anteil
des Volumens, der Masse und auch der Querschnittsfläche auf der zweiten Seite 143.
In der Kontaktposition 145 verbleibt die Betätigungseinrichtung 103 im Wesentlichen
oder sogar vollständig auf der ersten Seite bzw. Außenseite 142.
[0080] Deshalb kann das Bauvolumen der Anschlussklemme erheblich reduziert werden. Ein Teil
des benötigten Volumens wird auf der Innenseite einer elektrischen Baueinrichtung
verwendet, wo üblicherweise genug Platz besteht. Insbesondere, wenn auf an der zweiten
Seite der Anschlussklemme ein anderer Anschluss vorgesehen ist. Möglich ist es z.
B., dass der Strombalken direkt weiterführt.
[0081] In Figur 13 ist ein selbstgehemmter Zustand dargestellt. Bei der Verschwenkung der
Klemmfeder 101 und des Hilfshebels 104 wurde ein Totpunkt überschritten, sodass in
dem Klemmzustand 145 die Klemmfeder 101 geringfügig gegenüber der maximalen Vorspannung
entspannt ist. Dadurch wird ein stabiler Zustand erreicht. Der selbstgehemmte Zustand
ist hier dadurch erkennbar, dass die Verbindungslinie 119 zwischen der Achse 112 und
der zweiten Schwenkachse 114 knapp unterhalb des Zentrums des Lochs 111 bzw. der virtuellen
Drehachse der zweiten Dreheinheit 130 des Hilfshebels 104 verläuft. Dadurch muss beim
Überführen der elektrischen Anschlussklemme in den Öffnungszustand 144 zunächst die
Klemmfeder 101 weiter vorgespannt werden, um den Totpunkt zu überwinden.
[0082] Die zweite Schwenkachse 114 ist in Fig. 13 gestrichelt dargestellt, da sie sich hinter
der zweiten Dreheinheit 130 des Hilfshebels 104 befindet und somit in dieser Darstellung
eigentlich nicht sichtbar wäre.
[0083] Insgesamt wird eine sehr vorteilhafte elektrische Anschlussklemme 100 zur Verfügung
gestellt. Die Anschlussklemme ist reihenfähig und kann aus einfachen Bauteilen hergestellt
werden.
[0084] Die als Kipp-Hebelklemme ausgeführte elektrische Anschlussklemme 100 weist eine dynamische
Hebelübersetzung auf, bei der zu Beginn des Schließvorgangs die Klemmkante 122 einen
weiten Weg zurücklegt und bei der beim weiteren Schließen mit geringer Kraft ein relativ
weiter Weg mit dem Werkzeug zurückgelegt wird, was in ein hohe Klemmkraft umgesetzt
wird.
[0085] Sowohl die Klemmfeder 101 als auch der Klemmhebel 102 und der Hilfshebel 104 sowie
der Halterung 108 können aus Stanzbiegeteilen gefertigt werden. Das ermöglicht eine
einfache und kostengünstige Fertigung, auch für die Massenproduktion. Der maximale
Öffnungswinkel 146 kann sehr groß bemessen werden, sodass auch massivste Leiter in
den nach oben offenen Einschwenkbereich 115 eingeschwenkt werden können.
[0086] Setzungserscheinungen bei der Feder oder anderen Komponenten werden zuverlässig vermieden
und durch eine geeignete Auswahl der Wandstärken der Klemmfeder 101 und der weiteren
Abmessungen können grundsätzlich beliebig hohe Klemmkräfte aufgebracht werden.
[0087] Zur Lagerung des Hilfshebels 104 mit der zweiten Dreheinheit 130 an der Halterung
108 kann die zweite Dreheinheit 130 eine rund ausgebildete Außenkontur 107 aufweisen,
die in eine entsprechend rund ausgebildete Aussparung 106 der Halterung 108 eingreift.
Das ist möglich, da hier keine Zugkräfte auftreten, sodass an dem Loch 111 ein einfacher
Kunststoffzapfen 151 des Gehäuses 150 ausreicht.
Bezugszeichenliste
| Anschlussklemme |
100 |
| Klemmfeder |
101 |
| Klemmhebel |
102 |
| Betätigungseinrichtung |
103 |
| Hilfshebel |
104 |
| Querverbinder |
105 |
| Aussparung |
106 |
| Außenform |
107 |
| Halterung |
108 |
| Werkzeugöffnung |
109 |
| Strombalken |
110 |
| Loch |
111 |
| Achse |
112 |
| Erste Schwenkachse |
113 |
| Zweite Schwenkachse |
114 |
| Leiteraufnahme, Einschwenkbereich |
115 |
| Nut |
116 |
| Durchsteckschutz |
117 |
| Einsatzeinrichtung |
118 |
| Einsatzkörper |
118a |
| Spalt |
118b |
| Halteschenkel |
118c |
| Verbindungslinie |
119 |
| Werkzeug |
120 |
| Klemmkante |
122 |
| Seite, Wandung |
123 |
| Kabel |
125 |
| Leiter |
126 |
| Erste Achsaufnahme |
127 |
| Zweite Achsaufnahme |
128 |
| Erste Dreheinheit |
129 |
| Zweite Dreheinheit |
130 |
| Nut |
131 |
| Aufnahmeöffnung |
132 |
| Durchmesser |
132a |
| Pfeil |
133 |
| Erster Schenkel |
136 |
| Zweiter Schenkel |
137 |
| 1. Gehäuseabschnitt |
140 |
| 2. Gehäuseabschnitt |
141 |
| 1. Seite, Außenseite |
142 |
| 2. Seite, Innenseite |
143 |
| Öffnungszustand, Offenposition |
144 |
| Klemmzustand Kontaktposition |
145 |
| Öffnungswinkel |
146 |
| Spalt |
148 |
| Verschlusssteg |
149 |
| Gehäuse, Klemmengehäuse |
150 |
| Zapfen |
151 |
| Abdeckkappe |
153 |
| Werkzeugzugang |
153a |
| Wanddurchführung |
154 |
| Abweiser |
155 |
| Einsteckschutz |
156 |
| Rastnase, Vorsprung |
157 |
| Öffnung |
158 |
| Innengehäuse |
160 |
| Schräge |
161, 162 |
| Rastöffnung |
165, 166 |
| Außengehäuse |
170 |
| Anlageabschnitt, Anlagewand |
172 |
| Gegenlagerelement, Stützwand, Wand |
173 |
| Wand |
174 |
| Nase |
177, 178 |
| Wand |
185 |
| Multifunktionales Innenteil |
186 |
| Steg |
187 |
| Verrastungssystem |
201 |
| Rastrichtung, 1. Richtung |
202 |
| Querrichtung |
204 |
| Rasteinheit |
210 |
| Rastarm |
211 |
| Nut |
212, 213 |
| Querfläche |
214 |
| Schenkel |
215 |
| Freies Ende |
216 |
| Eingriffseinheit |
217 |
| Rasteinheit |
220 |
| Rastverbinder |
221 |
| Rastkörper |
222 |
| Keilartige Form |
223 |
| Querfläche |
224 |
| Bügel/Verbinder |
225 |
| Nut |
226 |
| Rastverzahnung |
227 |
| elektrische Baueinrichtung |
500 |
| Gehäuse |
501 |
| Wandung |
502 |
1. Anschlussklemme (100) zum elektrisch kontaktierenden Anschluss wenigstens eines Leiters
(126) an einen an einer Halterung (108) aufgenommenen Strombalken (110) mit wenigstens
einer Klemmfeder (101) mit einem ersten Schenkel (136) und einem zweiten Schenkel
(137), wobei die Klemmfeder (101) zum Aufbringen einer Klemmkraft zum Klemmen des
Leiters (126) vorgesehen ist, wobei eine Betätigungseinrichtung (103) vorgesehen ist,
welche die Klemmfeder (101) umfasst,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen dem ersten Schenkel (136) und dem zweiten Schenkel (137) der als Zugfeder
ausgeführten Klemmfeder (101) eine Einsatzeinrichtung (118) angeordnet ist, welche
ein Gegenlager für ein Werkzeug (120) bei der Betätigung der Betätigungseinrichtung
(103) zur Verfügung stellt.
2. Anschlussklemme (100) nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Einsatzeinrichtung
(118) eine Aufnahmeöffnung (132) zur Aufnahme eines Werkzeugs (120) aufweist, wobei
die Aufnahmeöffnung (132) das Gegenlager zur Verfügung stellt.
3. Anschlussklemme (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei unterschiedliche
Einsatzeinrichtungen (118) vorgesehen sind, die unterschiedliche Bedienwinkel ermöglichen.
4. Anschlussklemme (100) nach Anspruch 2 oder 3, wobei ein Innendurchmesser (109a) einer
an der Klemmfeder (101) ausgebildeten Werkzeugöffnung (109) größer ist als ein Innendurchmesser
(132a) der Aufnahmeöffnung (132).
5. Anschlussklemme (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Einsatzeinrichtung
(118) an dem ersten Schenkel (136) und/oder dem zweiten Schenkel (137) anliegt.
6. Anschlussklemme (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Einsatzeinrichtung
(118) einen Einsatzkörper (118a) und wenigstens einen sich unter Ausbildung eines
Spalts (118b) davon weg erstreckenden Halteschenkel (118c) umfasst.
7. Anschlussklemme (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Betätigungseinrichtung
(103) eine Abdeckkappe (153) zur Abdeckung aufweist, in welcher insbesondere eine
Bedienöffnung zur Einführung eines Werkzeugs (120) vorgesehen ist.
8. Anschlussklemme (100) nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei an der Einsatzeinrichtung
(118) Rastnasen (157) zur Fixierung der Abdeckkappe (153) vorgesehen sind.
9. Anschlussklemme (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Einsatzeinrichtung
(118) und/oder die Abdeckkappe (153) wenigstens teilweise aus einem Kunststoff und
vorzugsweise einem Isoliermaterial bestehen.
10. Anschlussklemme (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Betätigungseinrichtung
(103) einen Einsteckschutz (156) umfasst.
11. Anschlussklemme (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Klemmfeder
(101) eine etwa C-förmige Gestalt aufweist und wobei ein offener Bereich zwischen
dem ersten Schenkel (136) und dem zweiten Schenkel (137) zu einer Leiteraufnahme (115)
ausgerichtet ist.
12. Anschlussklemme (100) nach Anspruch 11, wobei der offene Bereich zwischen dem ersten
Schenkel (136) und dem zweiten Schenkel (137) durch den Einsteckschutz (156) wenigstens
im Wesentlichen abgedeckt wird.
13. Anschlussklemme (100) nach einem der Ansprüchen 10 bis 12, wobei der Einsteckschutz
(156) über einen Steg (187) mit einem Einsatzkörper (118a) der Einsatzeinrichtung
(118) verbunden ist.
14. Anschlussklemme (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Klemmfeder
(101) mit dem ersten Schenkel (136) gelenkig an einen Klemmhebel (102) und mit dem
zweiten Schenkel (137) gelenkig an einen Hilfshebel (104) gekoppelt ist, und wobei
der Klemmhebel (102) und der Hilfshebel (104) verschwenkbar an einer Halterung (108)
angeordnet sind.
15. Anschlussklemme (100) nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei an dem Klemmhebel (101)
eine erste Schwenkachse (113) und wenigstens eine davon beabstandete zweite Schwenkachse
(114) angeordnet sind, und wobei die Klemmfeder (101) über eine erste Achsaufnahme
(127) und wenigstens eine davon beabstandete zweite Achsaufnahme (128) verfügt, und
wobei ein Hilfshebel (104) vorgesehen ist, der über eine erste Dreheinheit (129) und
wenigstens eine davon beabstandete zweite Dreheinheit (130) verfügt.
16. Anschlussklemme (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei ein Öffnungswinkel
(146) zwischen dem Strombalken (110) und dem Klemmhebel (102) an der Leiteraufnahme
im Öffnungszustand größer 45° und insbesondere größer 60° und vorzugsweise größer
75° beträgt.
1. Connection terminal (100) for electrically contact-connecting at least one conductor
(126) to a current bar (110) which is mounted on a holder (108), comprising at least
one clamping spring (101) with a first limb (136) and a second limb (137), wherein
the clamping spring (101) is provided for applying a clamping force for clamping the
conductor (126), wherein an operating device (103) which comprises the clamping spring
(101) is provided, characterized in that an insert device (118) is arranged between the first limb (136) and the second limb
(137) of the clamping spring (101) which is designed as a tension spring, which insert
device provides a mating bearing for a tool (120) when the operating device (103)
is operated.
2. Connection terminal (100) according to the preceding claim, wherein the insert device
(118) has a receiving opening (132) for receiving a tool (120), wherein the receiving
opening (132) provides the mating bearing.
3. Connection terminal (100) according to either of the preceding claims, wherein different
insert devices (118) which allow different operator control angles are provided.
4. Connection terminal (100) according to Claim 2 or 3, wherein an inside diameter (109a)
of a tool opening (109) which is formed on the clamping spring (101) is larger than
an inside diameter (132a) of the receiving opening (132).
5. Connection terminal (100) according to one of the preceding claims, wherein the insert
device (118) bears against the first limb (136) and/or the second limb (137) .
6. Connection terminal (100) according to one of the preceding claims, wherein the insert
device (118) comprises an insert body (118a) and at least one retaining limb (118c)
which extends away from the said insert body so as to form a gap (118b).
7. Connection terminal (100) according to one of the preceding claims, wherein the operating
device (103) has a covering cap (153) for covering purposes, an operator control opening
for introducing a tool (120) being provided in the said covering cap in particular.
8. Connection terminal (100) according to the preceding claim, wherein the latching lugs
(157) for fixing the covering cap (153) are provided on the insert device (118).
9. Connection terminal (100) according to one of the preceding claims, wherein the insert
device (118) and/or the covering cap (153) are at least partially composed of a plastic
and preferably an insulating material.
10. Connection terminal (100) according to one of the preceding claims, wherein the operating
device (103) comprises an insert protection means (156).
11. Connection terminal (100) according to one of the preceding claims, wherein the clamping
spring (101) has an approximately C-shaped configuration, and wherein an open region
between the first limb (136) and the second limb (137) is oriented towards a conductor
receptacle (115) .
12. Connection terminal (100) according to Claim 11, wherein the open region between the
first limb (136) and the second limb (137) is at least substantially covered by the
insertion protection means (156).
13. Connection terminal (100) according to one of Claims 10 to 12, wherein the insertion
protection means (156) is connected to an insert body (118a) of the insert device
(118) by means of a web (187).
14. Connection terminal (100) according to one of the preceding claims, wherein the clamping
spring (101) is coupled in an articulated manner to a clamping lever (102) by way
of the first limb (136) and is coupled in an articulated manner to an auxiliary lever
(104) by way of the second limb (137), and wherein the clamping lever (102) and the
auxiliary lever (104) are arranged on a holder (108) in a pivotable manner.
15. Connection terminal (100) according to the preceding claim, wherein a first pivot
spindle (113) and at least one second pivot spindle (114), which is at a distance
from the said first pivot spindle, are arranged on the clamping lever (101), and wherein
the clamping spring (101) has a first spindle receptacle (127) and at least one second
spindle receptacle (128) which is at a distance from the said first spindle receptacle,
and wherein an auxiliary lever (104) which has a first rotary unit (129) and at least
one second rotary unit (130), which is at a distance from the said first rotary unit,
is provided.
16. Connection terminal (100) according to one of the preceding claims, wherein an opening
angle (146) between the current bar (110) and the clamping lever (102) at the conductor
receptacle in the open state is greater than 45°, and in particular greater than 60°,
and preferably greater than 75°.
1. Borne de raccordement (100) destiné au raccordement avec établissement de contact
électrique d'au moins un conducteur (126) à une barre conductrice (110) accueillie
au niveau d'une attache (108), comprenant au moins un ressort de blocage (101) doté
d'une première branche (136) et d'une deuxième branche (137), le ressort de blocage
(101) étant conçu pour appliquer une force de blocage destinée à bloquer le conducteur
(126),
un dispositif d'actionnement (103) étant présent, lequel comporte le ressort de blocage
(101), caractérisée en ce qu'un dispositif d'opération (118) est disposé entre la première branche (136) et la
deuxième branche (137) du ressort de blocage (101) réalisé sous la forme d'un ressort
de traction, lequel fournit un point d'appui pour un outil (120) lors de l'actionnement
du dispositif d'actionnement (103).
2. Borne de raccordement (100) selon la revendication précédente, le dispositif d'opération
(118) possédant une ouverture d'accueil (132) destinée à accueillir un outil (120),
l'ouverture d'accueil (132) fournissant le point d'appui.
3. Borne de raccordement (100) selon l'une des revendications précédentes, des dispositifs
d'opération (118) différents étant présents, lesquels permettent des angles de commande
différents.
4. Borne de raccordement (100) selon la revendication 2 ou 3, un diamètre intérieur (109a)
d'une ouverture d'outil (109) formée au niveau du ressort de blocage (101) étant supérieur
à un diamètre intérieur (132a) de l'ouverture d'accueil (132).
5. Borne de raccordement (100) selon l'une des revendications précédentes, le dispositif
d'opération (118) reposant contre la première branche (136) et/ou la deuxième branche
(137).
6. Borne de raccordement (100) selon l'une des revendications précédentes, le dispositif
d'opération (118) comportant un corps d'opération (118a) et au moins une branche de
retenue (118c) qui s'étend en s'écartant de celui-ci en formant une fente (118b).
7. Borne de raccordement (100) selon l'une des revendications précédentes, le dispositif
d'actionnement (103) possédant un chapeau de recouvrement (153) servant au recouvrement,
dans lequel se trouve notamment une ouverture de commande servant à l'introduction
d'un outil (120).
8. Borne de raccordement (100) selon la revendication précédente, des tenons d'encliquetage
(157) destinés à la fixation du chapeau de recouvrement (153) se trouvant sur le dispositif
d'opération (118).
9. Borne de raccordement (100) selon l'une des revendications précédentes, le dispositif
d'opération (118) et/ou le chapeau de recouvrement (153) étant au moins partiellement
constitués d'une matière plastique et de préférence d'un matériau isolant.
10. Borne de raccordement (100) selon l'une des revendications précédentes, le dispositif
d'actionnement (103) comportant une protection anti-introduction (156).
11. Borne de raccordement (100) selon l'une des revendications précédentes, le ressort
de blocage (101) possédant une configuration approximativement en forme de C et une
zone ouverte entre la première branche (136) et la deuxième branche (137) étant orientée
vers un logement de conducteur (115).
12. Borne de raccordement (100) selon la revendication 1, la zone ouverte entre la première
branche (136) et la deuxième branche (137) étant au moins pour l'essentiel recouvert
par la protection anti-introduction (156).
13. Borne de raccordement (100) selon l'une des revendications 10 à 12, la protection
anti-introduction (156) étant reliée par le biais d'un élément jointif (187) à un
corps d'opération (118a) du dispositif d'opération (118).
14. Borne de raccordement (100) selon l'une des revendications précédentes, le ressort
de blocage (101) étant accouplé de manière articulée à un levier de blocage (102)
par la première branche (136) et accouplé de manière articulée à un levier auxiliaire
(104) par la deuxième branche (137), et le levier de blocage (102) et le levier auxiliaire
(104) étant montés pivotants sur une attache (108).
15. Borne de raccordement (100) selon la revendication précédente, un premier axe de pivotement
(113) et au moins un deuxième axe de pivotement (114) espacé de celui-ci étant disposés
sur le levier de blocage (102), et le ressort de blocage (101) disposant d'un premier
logement d'axe (127) et d'au moins un deuxième logement d'axe (128) espacé de celui-ci,
et un levier auxiliaire (104) étant présent, lequel disposé d'une première unité de
rotation (129) et d'au moins une deuxième unité de rotation (130) espacée de celle-ci
16. Borne de raccordement (100) selon l'une des revendications précédentes, un angle d'ouverture
(146) entre la barre conductrice (110) et le levier de blocage (102) au niveau du
logement de conducteur étant, à l'état ouvert, supérieur à 45° et notamment supérieur
à 60° et de préférence supérieur à 75°.