[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vakuumpumpe mit einem ölüberlagerten Drehschieber-Pumpsystem.
[0002] Drehschieberpumpen haben aufgrund ihrer Vielseitigkeit und Zuverlässigkeit einen
hohen Verbreitungsgrad. Sie sind Rotationsverdrängungspumpen. Sie umfassen einen Stator,
in dessen Inneren ein exzentrisch gelagerter Rotor angeordnet ist. In Schlitzen in
dem Rotor beweglich angeordnete Schieber gleiten bei einer Rotation des Rotors an
der Innenwand des Stators entlang. Dadurch teilen sie eine durch den Stator definierte
Pumpenkammer in Räume mit sich verändernden Volumina ein. Um die Abdichtung zwischen
den Schiebern und der Innenwand des Stators zu verbessern, wird Öl in die Pumpenkammer
eingebracht. Diese Maßnahme verringert auch den Verschleiß der Schieber.
[0003] Nachteilig bei Drehschieberpumpen derartiger Bauart ist jedoch, dass feine Tröpfchen
des Öls während dem Verdichtungs- und Ausstoßvorgang des zu fördernden Gases von diesem
mitgerissen und ausgestoßen werden. Um das Öl aus dem auszustoßenden Gasstrom wieder
zu entfernen, kommen üblicherweise Ölnebelabscheider zum Einsatz. Derartige Ölnebenabscheider
sind herkömmlicherweise separate Einheiten, die an einen Ausstoßflansch der Pumpe
angeschlossen werden. Sie sind in der Regel seitlich fest an das Gehäuse der Pumpe
angeflanscht (insbesondere bei ölumlaufgeschmierten Drehschieberpumpen) oder werden
als optionales Zubehörteil separat von der Pumpe verkauft (insbesondere bei ölüberlagerten
Drehschieberpumpen).
[0004] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vakuumpumpe der eingangs genannten
Art mit einem verbesserten Ölnebelabscheidersystem zu schaffen.
[0005] Diese Aufgabe wird durch eine Vakuumpumpe mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0006] Erfindungsgemäß weist die Vakuumpumpe ein Gehäuse auf, in dem die wesentlichen Funktionskomponenten
der Pumpe enthalten sind, nämlich der Stator, der in dessen Inneren angeordnete Rotor
mit den ihm zugeordneten Schiebern sowie die entsprechenden Einlass- und Auslassventile.
Das Gehäuse weist einen Ausstoßflansch zum Ausstoß eines durch die Verdrängerpumpe
angesaugten Fluids - in der Regel ein Gas oder ein Gasgemisch - auf. Dem Ausstoßflansch
ist ein Filterelement zur Filterung des auszustoßenden Fluids vorgelagert, um die
in dem Fluid enthaltenen Öltröpfchen abzuscheiden. Das Filterelement ist in einen
lösbar mit einem Grundkörper des Gehäuses gekoppelten Gehäuseabschnitt integriert.
[0007] Mit anderen Worten wird eine kostengünstige und platzsparende Lösung der eingangs
genannten Aufgabe erreicht, indem die Ölnebelabscheidung in das Gehäuse selbst integriert
wird. Bei herkömmlichen ölgeschmierten Drehschieberpumpen wird demgegenüber eine Ölabscheidung
vorgenommen, nachdem das Gas die Pumpe durch den Ausstoßflansch verlassen hat (nachgelagerte
Ölabscheidung in einer separaten Einheit). Die erfindungsgemäße Lösung mit einer Integration
des Filterelements in das Gehäuse ist konstruktiv auch deutlich einfacher und daher
kostengünstiger als Lösungen für die Ölnebelabscheidung, die Filterpatronen vorsehen,
die in eigenen Kammern im Inneren des Gehäuses angeordnet sind.
[0008] Weitere Ausführungsformen der Erfindung sind in den Ansprüchen, der Beschreibung
und den beigefügten Zeichnungen angegeben.
[0009] Gemäß einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vakuumpumpe ist der Ausstoßflansch
an dem Gehäuseabschnitt angeordnet bzw. der Ausstoßflansch bildet einen Teil des Gehäuseabschnitts.
Mit anderen Worten kann er ebenfalls bei Bedarf von dem Grundkörper abgenommen werden,
z.B. zu Wartungszwecken. Grundsätzlich kann das Filterelement - teilweise oder vollständig
- in dem Ausstoßflansch eingesetzt sein.
[0010] Das Filterelement kann austauschbar in den Gehäuseabschnitt eingesetzt sein. Dies
erleichtert die Wartung der Vakuumpumpe und ermöglicht es, das jeweils geeignete Filtermaterial
zu wählen, beispielsweise in Abhängigkeit des verwendeten Öls und/oder der verwendeten
Prozessmedien.
[0011] Grundsätzlich kann das Filterelement beliebig aufgebaut sein. Eine Kombination unterschiedlicher
Materialien, gegebenenfalls in mehrlagiger Anordnung, ist durchaus möglich. Beispielsweise
umfasst das Filterelement eine Filtermatte. Um das Filterelement zu stabilisieren,
kann es eine verstärkende Struktur aufweisen. Insbesondere weist es einen Rahmen auf.
Das Filterelement ist vorzugsweise ein Austauschmodul, das bei Bedarf auf einfache
Weise ausgewechselt werden kann (z.B. Kartusche).
[0012] Insbesondere ist das Filterelement im Wesentlichen eben oder flächig ausgestaltet
(z.B. flacher Quader oder flacher Zylinder), wodurch sich dessen Herstellungskosten
reduzieren. Das Filterelement kann bei Bedarf auch - abschnittsweise oder im Wesentlichen
überall - eine leichte Krümmung aufweisen.
[0013] Gemäß einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vakuumpumpe weist der
Gehäuseabschnitt eine Vertiefung auf, die mit dem Ausstoßflansch in Verbindung steht,
wobei das Filterelement zumindest teilweise, insbesondere vollständig in der Vertiefung
angeordnet ist. Insbesondere geht der Ausstoßflansch von einem Bodenabschnitt der
Vertiefung ab.
[0014] Die Vertiefung kann eine Stufe aufweisen, die zur Anlage des Filterelements vorgesehen
ist. Dadurch ist es auf einfache Weise möglich, für eine korrekte Positionierung des
Elements in der vorgesehenen Lage zu sorgen. Außerdem kann mit Hilfe der Stufe eine
Kammer gebildet werden, in der sich das Gas nach dem Durchtritt durch das Filterelement
sammelt, bevor es durch den Ausstoßflansch aus dem Gehäuse strömt. Insbesondere schließt
das Filterelement in einem in die Vertiefung eingesetzten Zustand im Wesentlichen
bündig mit einer dem Grundkörper zugewandten Seite des Gehäuseabschnitts ab. Der Gehäuseabschnitt
mit integriertem Filterelement ist in diesem Fall besonders kompakt.
[0015] Es kann vorgesehen sein, dass der Gehäuseabschnitt in einem mit dem Grundkörper gekoppelten
Zustand eine Auslassöffnung des Grundkörpers abdeckt. D.h. der Grundkörper weist bei
dieser Ausführungsform eine Auslassöffnung auf, die durch den Gehäuseabschnitt verschlossen
wird. Um eine möglichst effiziente Ölabscheidung zu ermöglichen, überdeckt das in
den Gehäuseabschnitt integrierte Filterelement die Auslassöffnung im Wesentlichen
vollständig. Somit wird die gesamte, durch die Auslassöffnung tretende Gasströmung
dem Filterelement zugeführt.
[0016] Eine weitere optionale Maßnahme zur Erhöhung der Effizienz des Filterelements besteht
darin, dieses so auszugestalten, dass es eine Fläche aufweist, die zumindest doppelt
so groß, insbesondere dreimal so groß ist wie der Querschnitt des Ausstoßflansches.
Das Filterelement sollte eine deutlich größere Fläche als der Querschnitt des Ausstoßflansches
aufweisen, so dass ein maximaler Gasdurchsatz durch das Filterelement ohne signifikante
Staudruckerhöhung erreicht wird.
[0017] Im Inneren des Gehäuses kann eine Schutzeinrichtung vorgesehen sein, die derart ausgestaltet
und angeordnet ist, dass ein direktes Anspritzen des Filterelements durch das in der
Vakuumpumpe vorhandene Schmiermittel vermieden wird. Die Schutzeinrichtung weist insbesondere
eine rinnenartige Grundform auf. Beispielsweise ähnelt die Grundform in einem Querschnitt
zumindest abschnittsweise der Form eines flachen V. Das V muss nicht zwingend symmetrisch
ausgestaltet sein. Auch eine zumindest abschnittsweise gebogene Ausgestaltung der
Schutzeinrichtung ist denkbar.
[0018] Die Schutzeinrichtung kann beispielsweise ein geeignet geformtes Bauteil, insbesondere
Blechbauteil sein, das beabstandet von der Auslassöffnung angeordnet ist und diese
überdeckt. Das mit feinen Öltröpfchen versetzte Gas, das direkt auf die Auslassöffnung
zuströmt, wird durch die Schutzeinrichtung abgelenkt und muss diese seitlich umströmen,
bevor es zu der Auslassöffnung gelangt. Bei Betrieb der Pumpe in dem Gehäuse herumspritzende
Öltröpfchen prallen gegen die Schutzeinrichtung und tropfen wieder ab ohne das Filterelement
zu erreichen. Durch eine rinnenartige Ausgestaltung der Schutzeinrichtung kann von
dem Filterelement abgeschiedenes und herabtropfendes Öl aufgefangen und in kontrollierter
Weise abgeführt werden.
[0019] Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung rein beispielhaft anhand vorteilhafter
Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Perspektivansicht einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vakuumpumpe,
- Fig. 2
- eine Frontansicht der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform,
- Fig. 3
- eine Schnittansicht der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform,
- Fig. 4
- eine weitere Schnittansicht der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform,
- Fig. 5 und 6
- unterschiedliche Perspektivansichten der ersten Ausführungsform der Vakuumpumpe bei
einem Einschieben des Gehäuseabschnitts in den Grundkörper des Gehäuses und
- Fig. 7 und 8
- Schnittansichten einer zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vakuumpumpe.
[0020] Fig. 1 zeigt eine ölüberlagerte Drehschieberpumpe 10 mit einem Motor 12, an den sich
ein Ständerbereich 14 mit einem Einlassflansch 16 anschließt. Der Einlassflansch 16
wird mit der zu evakuierenden Vorrichtung verbunden, um in dieser durch den Betrieb
der Pumpe 10 ein Vakuum zu erzeugen.
[0021] Die die Pumpwirkung erzeugenden Funktionskomponenten der Pumpe 10 sind in einem mit
dem Ständerbereich 14 verbundenen Gehäuse 18 angeordnet. Das Gehäuse 18 wird auch
als Kappe bezeichnet. Das Gehäuse 18 umfasst einen Grundkörper 20 und einen an der
- in Gebrauchslage der Pumpe 10 - oberen Seite des Gehäuses 18 angeordneten Gehäuseabschnitt
22, der in einen mit einer Führung versehenen Abschnitt des Grundkörpers 20 eingeschoben
ist, was nachfolgend noch detailliert beschrieben ist. Der Gehäuseabschnitt 22 wird
in seiner Position durch einen rastbaren Drehriegel 24 gesichert.
[0022] Der Gehäuseabschnitt 22 ist an seiner Oberseite mit einem Ausstoßflansch 26 versehen,
durch den das aus der zu evakuierenden Vorrichtung angesaugte Gas ausgestoßen wird.
[0023] Fig. 2 zeigt die Pumpe 10 in einer Frontansicht. Außerdem ist die Lage einer Schnittebene
AA angedeutet. Die entsprechende Schnittansicht ist in Fig. 3 gezeigt.
[0024] Die Querschnittsdarstellung der Fig. 3 ermöglicht die Sicht auf ein Pumpsystem 28,
das - angetrieben durch den Motor 12 - die Pumpleistung der Pumpe 10 erzeugt. Eingezeichnet
ist auch ein Ölpegel O (punktstrichliniert dargestellt), der in etwa bei Betrieb der
Pumpe 10 vorliegt. Es versteht sich, dass der Ölstand O auch höher oder etwas niedriger
liegen kann. Die Position eines Ausstoßventils des Pumpsystems 28 liegt jedoch unterhalb
des Ölpegels O. Es handelt sich bei der Pumpe 10 somit um eine ölüberlagerte Drehschieberpumpe,
bei der nicht nur Öl in die Pumpenkammer eingespritzt wird, sondern bei der wesentliche
Komponenten des Pumpsystems 28 zumindest teilweise in dem Schmiermittel angeordnet
sind. Ölüberlagerte Drehschieberpumpen sind vergleichsweise verschleißarm, zuverlässig
und leistungsfähig. Konstruktionsbedingt werden bei dem Betrieb der Pumpe 10 jedoch
nicht unerhebliche Mengen von Öltröpfchen erzeugt, die von dem auszustoßenden Gasstrom
mitgerissen werden, so dass ein Tröpfchen-Gas-Gemisch entsteht (Aerosol). Außerdem
können betriebsbedingt Öltropfen im Inneren des Gehäuses 18 umherspritzen, beispielsweise
aufgrund von Gasströmungen in der Pumpe 10.
[0025] Um die Öltröpfchen aus dem Gasstrom abzuscheiden, ist in dem Gehäuseabschnitt 22
ein ebenes oder flächiges Filterelement 30 integriert. Zu diesem Zweck weist der Gehäuseabschnitt
22 eine Vertiefung 32 auf, in der das Filterelement 30 angeordnet ist. Das Filterelement
30 liegt auf einer Stufe 34 in der Vertiefung 32 auf.
[0026] Bei einem Betrieb der Pumpe 10 strömen die Öltröpfchen zusammen mit dem Gas durch
eine Auslassöffnung 36 des Gehäusegrundkörpers 20. Die Auslassöffnung 36 ist durch
den Gehäuseabschnitt 22 verschlossen, so dass das Aerosol durch das Filterelement
30 strömen muss, wobei die Tröpfchen aus dem Gasstrom abgeschieden werden und ggf.
wieder nach unten tropfen. Zur Erreichung höchstmöglicher Abscheideeffizienz ist das
Filterelement 30 größer als die Auslassöffnung 36; d.h. die der gesamte Gasstrom muss
das Filterelement 30 passieren. Die Auslassöffnung 36 weist einen deutlich größeren
Querschnitt auf als der Ausstoßflansch 26 (nicht geschnitten dargestellt), um das
Tröpfchen-Gas-Gemisch durch ein flächenmäßig größeres Filterelement 30 zu leiten,
das dementsprechend dünner ausgeführt werden kann.
[0027] Nachdem das Gas durch das flache, quaderförmige Filterelement 30 getreten ist, gelangt
es in eine durch die Stufe 34 gebildete Kammer 38 der Vertiefung 32, die mit dem Ausstoßflansch
26 in Verbindung steht. D.h. ein Bodenabschnitt der Vertiefung 32 weist eine Öffnung
auf, die in den Flansch 26 übergeht. Bei einer entsprechenden Geometrie des Gehäuseabschnitts
22 kann auch ein seitlicher Abgang des Flanschs 26 vorgesehen sein.
[0028] Zur Abstützung des Filterelements 30 überspannen die Auslassöffnung 36 Stege 40.
Grundsätzlich können auch das Filterelement 30 abstützende Elemente an dem Gehäuseabschnitt
22 vorgesehen sein, beispielsweise Stege, die die Kammer 38 überspannen.
[0029] Zur Stabilisierung kann das Filterelement 30 selbst mit verstärkenden Komponenten
versehen sein, etwa mit einem Rahmen. Das Filterelement 30 ist derart ausgestaltet,
dass es auf einfache Weise austauschbar ist. Beispielsweise ist es eine Art "Kartusche",
die als Verbrauchsmaterial am Einsatzort vorgehalten wird.
[0030] Der Gehäuseabschnitt 22 wird durch den bereits erwähnten Drehriegel 24 in seiner
Position gehalten. Durch einen die Auslassöffnung 36 umgebenden Dichtring 42 wird
eine zuverlässige Abdichtung zwischen dem Grundkörper 20 und dem Gehäuseabschnitt
22 hergestellt.
[0031] Fig. 4 zeigt die Drehschieberpumpe 10 in einer zu der Schnittebene AA senkrechten
Schnittebene, um den Aufbau des Gehäuseabschnitts 22 mit integriertem Filterelement
30 weiter zu verdeutlichen. Der Flansch 26 ist - wie in Fig. 3 - nicht geschnitten
dargestellt. Der Fig. 4 ist besonders gut zu entnehmen, dass das Filterelement 30
bündig mit einer dem Grundkörper 20 zugewandten Anlagefläche 44 des Gehäuseabschnitts
22 abschließt.
[0032] Fig. 5 und 6 zeigen, wie der Gehäuseabschnitt 22 in den Grundkörper 20 eingeschoben
wird. Wie auch in den Fig. 1, 2 und 4 ist zu erkennen ist, weist der Gehäuseabschnitt
22 einen im Wesentlichen trapezförmigen Querschnitt auf. Die Basis des Gehäuseabschnitts
22 greift in komplementär ausgestaltete Hinterschnitte 46 des Grundkörpers 20 ein,
so dass eine Schwalbenschwanzführung realisiert wird, die eine zuverlässige Verbindung
der Komponenten 22, 20 sicherstellt. Die Einschubbewegung des Gehäuseabschnitts 22
wird in Fig. 5 und 6 durch den Pfeil E angegeben. In Fig. 5 sind auch einer der bereits
anhand der Fig. 3 beschriebenen Stege 40 sowie der Dichtring 42 zu erkennen. Die Ansicht
in Fig. 6 zeigt, wie das Filterelement 30 bündig abschließend in den Gehäuseabschnitt
22 eingesetzt ist.
[0033] Die Fig. 7 und 8 zeigen Schnittansichten einer zweiten Ausführungsform 10' der Drehschieberpumpe.
Die Schnittebenen entsprechen denen der in den Fig. 3 bzw. 4 gezeigten Schnittansichten.
Die Drehschieberpumpe 10' gleicht grundsätzlich der Drehschieberpumpe 10. Zusätzlich
ist jedoch ein Ölauffangblech 48 vorgesehen, das im Inneren des Gehäuses 18 angeordnet
ist. Es liegt beabstandet von der Auslassöffnung 36 zwischen der Öffnung 36 und dem
Pumpsystem 28 und überdeckt die Öffnung 36. Wie in Fig. 8 zu erkennen ist, muss das
auszustoßende Gas samt den darin enthaltenen Tröpfchen - also das Aerosol - um das
Ölauffangblech 48 herum strömen, um zu der Auslassöffnung 36 zu gelangen. Dadurch
wird verhindert, dass das Filterelement 30 durch herumspritzendes Öl direkt getroffen
wird und somit dessen Ölabscheidefähigkeit herabgesetzt wird. Neben der vorstehend
beschriebenen Schutzwirkung dient das Ölauffangblech 48 auch dazu, herabtropfendes
Öl, das durch die Filterwirkung des Elements 30 aus dem Gasstrom abgeschieden wurde,
aufzufangen und abzuführen. Zu diesem Zweck ist das Ölauffangblech 48 nach rechts
hin geneigt und weist die Form eines flachen V auf. Alternative Ausgestaltungen des
Ölauffangblechs 48 sind ebenfalls denkbar. Zum Schutz des Filterelements 30 kann -
zusätzlich oder alternativ - auch ein labyrinth-artiger Strömungspfad für das auszustoßende
Gas vorgesehen sein, um ein direktes Anspritzen des Filterelements 30 zu verhindern.
[0034] Das Ölauffangblech 48 ist an einer Seitenwand des Gehäusegrundkörpers 20 befestigt,
wie insbesondere in Fig. 8 zu erkennen ist. Es kann vorgesehen sein, das von dem Filterelement
30 herabtropfende Öl nicht wieder direkt in den Ölsumpf zurückzuführen, sondern es
abzuführen und anschließend zu entsorgen oder der Pumpe 10' nach einer Reinigung wieder
zuzuführen. Dies kann bei Anwendungen vorteilhaft sein, bei denen mit einer Kontamination
des Öls zu rechnen ist. Zu diesem Zweck kann eine nicht gezeigte Ablassbohrung vorgesehen
sein. Außerdem kann ein Schauglas vorgesehen sein, um den Zustand und die Menge des
durch das Ölauffangblech aufgefangenen Öls zu bestimmen und dieses bei Bedarf durch
die genannte Bohrung abzulassen.
[0035] Die erfindungsgemäße Vakuumpumpe mit in einen Abschnitt des Gehäuses integriertem
Filterelement zur Ölnebelabscheidung zeichnet sich durch eine kompakte Bauweise aus.
Außerdem ergeben sich Vorteile hinsichtlich der Funktionssicherheit, da die Ölnebelabscheidung
automatisch in die Pumpe integriert ist. Das Filterelement lässt sich auf einfache
Weise austauschen, was zur Senkung der Wartungskosten beiträgt. Die konstruktiv einfache
und elegante Lösung der der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe führt zudem zur Senkung
der Herstellungskosten verglichen mit Systemen herkömmlicher Bauart.
Bezugszeichenliste
[0036]
- 10, 10'
- Drehschieberpumpe
- 12
- Motor
- 14
- Ständerbereich
- 16
- Einlassflansch
- 18
- Gehäuse
- 20
- Grundkörper
- 22
- Gehäuseabschnitt
- 24
- Drehriegel
- 26
- Ausstoßflansch
- 28
- Pumpsystem
- 30
- Filterelement
- 32
- Vertiefung
- 34
- Stufe
- 36
- Auslassöffnung
- 38
- Kammer
- 40
- Steg
- 42
- Dichtring
- 44
- Anlagefläche
- 46
- Hinterschnitt
- 48
- Ölauffangblech
- AA
- Schnittebene
- O
- Ölpegel
- E
- Einschubbewegung
1. Vakuumpumpe mit einem ölüberlagerten Drehschieber-Pumpsystem (28) und einem das Pumpsystem
(28) umgebenden Gehäuse (18), das einen Ausstoßflansch (26) zum Ausstoß eines durch
die Vakuumpumpe angesaugten Fluids aufweist, wobei dem Ausstoßflansch (26) ein Filterelement
(30) zur Filterung des auszustoßenden Fluids vorgelagert ist und wobei das Filterelement
(30) in einen lösbar mit einem Grundkörper (20) des Gehäuses (18) gekoppelten Gehäuseabschnitt
(22) integriert ist.
2. Vakuumpumpe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Ausstoßflansch (26) an dem Gehäuseabschnitt (22) angeordnet ist.
3. Vakuumpumpe nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Filterelement (30) austauschbar in den Gehäuseabschnitt (22) eingesetzt ist.
4. Vakuumpumpe nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Filterelement (30) eine verstärkende Struktur, insbesondere einen Rahmen aufweist.
5. Vakuumpumpe nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Filterelement (30) im Wesentlichen eben ausgestaltet ist.
6. Vakuumpumpe nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Gehäuseabschnitt eine Vertiefung (32) aufweist, die mit dem Ausstoßflansch (26)
in Verbindung steht, wobei das Filterelement (30) zumindest teilweise, insbesondere
vollständig in der Vertiefung (32) angeordnet ist, insbesondere wobei die Vertiefung
(32) eine Stufe (34) aufweist, die zur Anlage des Filterelements (30) vorgesehen ist.
7. Vakuumpumpe nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Filterelement (30) in einem in die Vertiefung (32) eingesetzten Zustand im Wesentlichen
bündig mit einer dem Grundkörper (20) zugewandten Seite des Gehäuseabschnitts (22)
abschließt.
8. Vakuumpumpe nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Gehäuseabschnitt (22) in einem mit dem Grundkörper (20) gekoppelten Zustand eine
Auslassöffnung (36) des Grundkörpers (20) abdeckt, wobei das in den Gehäuseabschnitt
(22) integrierte Filterelement (30) die Auslassöffnung (36) im Wesentlichen vollständig
überdeckt.
9. Vakuumpumpe nach zumindest einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Auslassöffnung (36) und/oder die Vertiefung (32) von zumindest einem Steg (40)
überspannt werden.
10. Vakuumpumpe nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Filterelement (30) eine Fläche aufweist, die zumindest doppelt, insbesondere zumindest
dreimal so groß ist wie der Querschnitt des Ausstoßflansches (26).
11. Vakuumpumpe nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
im Inneren des Gehäuses (18) eine Schutzeinrichtung (48) vorgesehen ist, die derart
ausgestaltet und angeordnet ist, dass ein direktes Anspritzen des Filterelements (30)
durch ein in der Vakuumpumpe vorhandenes Schmiermittel vermieden wird, insbesondere
wobei die Schutzeinrichtung (48) eine rinnenartige Grundform aufweist, insbesondere
wobei die Grundform in einem Querschnitt zumindest abschnittsweise die Form eines
flachen V aufweist.
12. Vakuumpumpe nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Schutzeinrichtung (48) die Auslassöffnung überdeckt.
13. Vakuumpumpe nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Grundkörper (20) eine Führung aufweist, in die der Gehäuseabschnitt (22) zur Kopplung
mit dem Grundkörper (20) einschiebbar ist, insbesondere wobei die Führung zumindest
einen Hinterschnitt (46) aufweist, der mit einem komplementär ausgestalteten Führungsabschnitt
des Gehäuseabschnitts (22) zusammenwirkt.
14. Vakuumpumpe nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Gehäuseabschnitt (22) in einem Querschnitt senkrecht zu dessen Längserstreckung
im Wesentlichen die Form eines Trapez aufweist.
15. Vakuumpumpe nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Gehäuseabschnitt (22) - in Gebrauchslage der Vakuumpumpe - einen Teil der Oberseite
des Gehäuses (18) bildet.