[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Statorscheibe für eine Vakuumpumpe, insbesondere
für eine Turbomolekularpumpe. Sie betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung einer
solchen Statorscheibe sowie eine Vakuumpumpe, insbesondere Turbomolekularpumpe.
[0002] Vakuumpumpen wie zum Beispiel Turbomolekularpumpen werden in unterschiedlichen Bereichen
der Technik eingesetzt, um ein für einen jeweiligen Prozess notwendiges Vakuum zu
schaffen. Turbomolekularpumpen umfassen einen Stator mit mehreren in Richtung einer
Rotorachse aufeinanderfolgenden Statorscheiben, und einen relativ zu dem Stator um
die Rotorachse drehbar gelagerten Rotor, der eine Rotorwelle und mehrere auf der Rotorwelle
angeordnete, in axialer Richtung aufeinanderfolgende und zwischen den Statorscheiben
angeordnete Rotorscheiben umfasst, wobei die Statorscheiben und die Rotorscheiben
jeweils eine pumpaktive Struktur aufweisen.
[0003] Je größer der Rotordurchmesser von Vakuumpumpen bzw. Turbomolekularpumpen wird, desto
größer werden bei plötzlichem Gaseinbruch auch die auf die Rotor- und Statorscheiben
einwirkenden Druckkräfte. Diese dürfen nun aber auch in einem solchen Fall nicht so
weit durchbiegen, dass es zu einem Kontakt zwischen Rotor und Stator kommt. Daher
ist es erforderlich, bei aus Blech gefertigten geblechten Statorscheiben eine entsprechend
große Blechdicke zu wählen, um die nötige Steifigkeit zu erhalten. Unter "geblechten"
Statorscheiben sind im Rahmen dieser Offenbarung insbesondere solche Statorscheiben
zu verstehen, die aus einem Blech herausgestanzt und insbesondere nicht durch Heraussägen
aus einem Blech erhalten worden sind.
[0004] Bedingt durch die entsprechende größere Blechdicke sind die bisher üblichen Maßnahmen
zur Versteifung der Statorscheiben, beispielsweise eine jeweilige Bördelung, nicht
mehr realisierbar. Verzieht sich nun aber eine Statorscheibe beim erforderlichen Verschränken
der Statorschaufeln, so sind die üblichen Methoden zum Richten der Schaufeln im Anschluss
an das Schränken nicht mehr anwendbar.
[0005] Da beim Schränkprozess Spannungen in der Statorscheibe entstehen, ist ein anschließender
Richtvorgang jedoch erforderlich. Die beim Schränken der Statorschaufeln auftretenden
Spannungen sind darauf zurückzuführen, dass sich die einzelnen Statorschaufeln bei
der Torsion nur elastisch verformen und die Schaufeln daher bestrebt sind, nach dem
Schränkvorgang wieder in ihre Ursprungsform zurückzukehren. Der Innenring einer jeweiligen
Statorscheibe wird dadurch derart verdreht, dass die Statorscheibe aufgrund der sich
insgesamt einstellenden Unebenheit nicht mehr verwendbar ist. Auch ein Nachpressen
oder ein Erhöhen des Drucks beim Schränkvorgang führen zu keinem besseren Ergebnis.
[0006] Die unerwünschte Verformung bzw. Unebenheit der Statorscheibe entsteht hauptsächlich
dadurch, dass den Statorschaufeln durch den Schränkvorgang eine innere Spannung durch
Torsion aufgeprägt wird, die bei gleichzeitiger starrer Anbindung der Statorschaufeln
über Stege an einen Innen- und Außenring zur Verformung dieser Ringe führt.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Statorscheibe für eine Vakuumpumpe,
insbesondere für eine Turbomolekularpumpe, sowie ein Verfahren zur Herstellung einer
solchen Statorscheibe anzugeben, mit denen die zuvor genannten Probleme beseitigt
sind. Dabei soll die Statorscheibe insbesondere auch dann, wenn sie als geblechte
Statorscheibe aus einem dickeren Blech gefertigt wird, zumindest im Wesentlichen frei
von inneren Spannungen bleiben.
[0008] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Statorscheibe mit den Merkmalen des Anspruchs
1 sowie ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 6 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen
der erfindungsgemäßen Statorscheibe sowie bevorzugte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen
Verfahrens ergeben sich aus den Unteransprüchen, der vorliegenden Beschreibung sowie
der Zeichnung.
[0009] Die erfindungsgemäße Statorscheibe für eine Vakuumpumpe, insbesondere für eine Turbomolekularpumpe,
umfasst einen Innenring und einen Außenring sowie zwischen diesen angeordnete Statorschaufeln,
die jeweils über Stege mit dem Innenring und dem Außenring verbunden sind. Dabei ist
die Statorscheibe als geblechte Statorscheibe mit geschränkten Statorschaufeln und
einem in Umfangsrichtung in eine Anzahl von voneinander getrennten Kreisringausschnitten
unterteilten Außenring ausgeführt. Die Anzahl der Kreisringausschnitte entspricht
insbesondere der Anzahl der Statorschaufeln, d.h. für jede Statorschaufel ist ein
Kreisringausschnitt vorgesehen. Dies ist aber nicht zwingend. Eine Unterteilung des
Außenrings kann im Prinzip auch nur z.B. an jeder zweiten Statorschaufel erfolgen.
[0010] Der Begriff "Kreisringausschnitt" ist breit und allgemein im Sinne von "Segment"
zu verstehen, d.h. die den Außenring bildenden Segmente müssen nicht im geometrisch
strengen Sinne Teile eines Kreisringes sein.
[0011] Aufgrund der erfindungsgemäßen Ausbildung kann eine jeweilige Statorscheibe nunmehr
auch aus einem dickeren Blech hergestellt werden. So bleibt die Statorscheibe auch
dann, wenn sie als geblechte Statorscheibe aus einem dickeren Blech gefertigt wird,
zumindest im Wesentlichen frei von inneren Spannungen. Da der Außenring der Statorscheibe
unterteilt ist, vorzugsweise (aber nicht zwingend) in eine der Anzahl der Statorschaufeln
entsprechende Anzahl von voneinander getrennten Kreisringausschnitten oder Segmenten,
können die mit dem Schränken der Statorschaufeln in die Schaufeln eingebrachten Spannungen
anschließend wieder abgebaut werden. Dadurch können die Statorschaufeln jeweils wieder
in ihre Ursprungsform zurückdrehen. Dabei bleiben die Winkel zwischen dem Innenring
und den inneren Schaufelkanten sowie die Winkel zwischen dem Außenring und den äußeren
Schaufelkanten und somit die Torsion der Stege, die die Schaufeln an den Innen- und
Außenring anbinden, zumindest im Wesentlichen konstant auf dem gewünschten Wert. Der
sich an den Schränkprozess anschließende Richtvorgang kann sich auf die Torsion der
Schaufeln begrenzen. Die Torsion der Stege bleibt dabei unberührt. Damit sind insbesondere
auch dickere geblechte Statorscheiben realisierbar. Auch bei Vakuumpumpen bzw. Turbomolekularpumpen
mit größerem Rotordurchmesser können somit durch den Einsatz dickerer und entsprechend
steiferer geblechter Statorscheiben die Herstellungskosten minimiert werden. Da sich
die elastischen Verformungen sofort nach dem Richtvorgang wieder abbauen können, ist
ausgeschlossen, dass sich solche Spannungen wärmebedingt in der Pumpe während des
Betriebs abbauen und zu ungewollten Verformungen der Statorscheibe führen. Eine weitere
Kosteneinsparung ergibt sich dadurch, dass lediglich ein einziges Richtwerkzeug benötigt
wird.
[0012] Die Dicke bzw. Blechdicke der Statorscheibe beträgt vorzugsweise mehr als 0,5mm und
insbesondere mehr als 1,0mm. Bevorzugt beträgt die Dicke ungefähr 1,5mm. Die Erfindung
kommt grundsätzlich aber auch für aus dünneren Blechen hergestellte Statorscheiben
in Frage. Erfindungsgemäße Statorscheiben können zudem auch Dicken aufweisen, die
über 1,5mm liegen.
[0013] Bevorzugt sind die voneinander getrennten Kreisringausschnitte des Außenrings jeweils
über zumindest einen Steg mit einer Statorschaufel verbunden.
[0014] Von Vorteil ist insbesondere auch, wenn die voneinander getrennten Kreisringausschnitte
des Außenrings jeweils radial mit einer Statorschaufel ausgerichtet sind.
[0015] Die in Umfangsrichtung aufeinanderfolgenden Kreisringausschnitte des Außenrings sind
bevorzugt durch radiale Schlitze voneinander getrennt.
[0016] Mit der üblichen Lagerung der Statorscheiben in einem Distanzringpaket der Vakuumpumpe
bzw. Turbomolekularpumpe ist trotz der Unterteilung der Statorscheiben in Kreisringausschnitte
nach wie vor eine flächige Anbindung der Außenringe und damit eine optimale thermische
Anbindung der Statorscheiben an das Statorgehäuse sichergestellt.
[0017] Durch die Fixierung einer jeweiligen Statorscheibe durch Distanzringe an deren Außenring
ergeben sich trotz des in Kreisringausschnitte unterteilen Außenrings zumindest im
Wesentlichen auch keine Einbußen hinsichtlich der Steifigkeit.
[0018] Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung einer Statorscheibe für eine Vakuumpumpe,
insbesondere für eine Turbomolekularpumpe, zeichnet sich dadurch aus, dass die Statorscheibe
aus einem durch ein Blech gebildeten Grundkörper als geblechte Statorscheibe mit einem
Innenring, einem Außenring sowie zwischen diesen angeordneten Statorschaufeln gefertigt
wird, die jeweils über Stege mit dem Innenring und dem Außenring verbunden sind, wobei
der Außenring der Statorscheibe in Umfangsrichtung in eine, insbesondere der Anzahl
der Statorschaufeln entsprechende, Anzahl von voneinander getrennten Kreisringausschnitten
unterteilt wird, die Statorschaufeln geschränkt werden und die Statorschaufeln anschließend
gerichtet werden, um den gewünschten Schränkwinkel der Statorschaufeln einzustellen
und die voneinander getrennten Kreisringabschnitte des Außenrings in deren Ausgangslage
zurückzuführen, in der sie zumindest im Wesentlichen wieder zueinander parallel in
einer gemeinsamen Ebene liegen.
[0019] Insbesondere kann durch die Schränkung der Statorschaufeln auch die Schaufelhöhe
auf einen jeweils gewünschten Wert eingestellt werden.
[0020] Indem die starre Anbindung der Statorschaufeln an den Außenring aufgehoben wird,
können sich die tordierten Statorschaufeln nach dem Schränken entspannen, womit die
gewünschte Ebenheit der Statorscheibe erreicht wird. Die einzelnen Kreisringabschnitte
des Außenrings können wieder in ihre Ursprungsform zurückdrehen. Dabei bleiben der
Winkel zwischen dem Innenring und der inneren Schaufelkante und der Winkel zwischen
dem Außenring und der äußeren Schaufelkante und damit die Torsion der Stege, die die
Statorschaufeln an den Innen- und Außenring anbinden, zumindest im Wesentlichen konstant
auf dem gewünschten Wert. Der darauffolgende Richtvorgang kann sich auf die Torsion
der Statorschaufeln beschränken, wodurch die jeweils gewünschten Winkel erhalten werden.
Die Statorscheiben können somit auch aus relativ dicken Blechen mit einer Dicke von
z.B. 1 mm oder 1,5mm gefertigt werden, so dass auch bei Vakuumpumpen bzw. Turbomolekularpumpen
mit größeren Rotordurchmessern die Herstellungskosten durch den Einsatz geblechter
Statorscheiben minimiert werden. Da sich alle elastischen Verformungen sofort nach
dem Richtvorgang wieder abbauen können, sind die Statorscheiben schließlich frei von
Spannungen. Damit ist ausgeschlossen, dass sich wärmebedingt in der Pumpe im Betrieb
Spannungen abbauen können und zu ungewollten Verformungen der Statorscheibe führen.
Zudem wird lediglich ein Richtwerkzeug benötigt, was zu einer weiteren Minimierung
der Kosten beiträgt.
[0021] Mit der aufgehobenen starren Anbindung der Statorschaufeln an den Außenring und der
damit einhergehenden Entspannung der tordierten Statorschaufeln entsteht nach dem
Richtvorgang die gewünschte Ebenheit der Statorscheibe. Mit der üblichen Fixierung
einer jeweiligen Statorscheibe durch Distanzringe an deren Außenring ergibt sich trotz
des unterteilten Außenrings weiterhin eine flächige Anbindung des Außenrings im jeweiligen
Distanzringpaket der Vakuumpumpe bzw. Turbomolekularpumpe, womit insbesondere auch
eine optimale thermische Anbindung gewährleistet wird.
[0022] Der Außenring der Statorscheibe kann sowohl vor als auch nach dem Schränken der Statorschaufeln
in die voneinander getrennten Kreisringausschnitte unterteilt werden.
[0023] Das Richten der Statorschaufeln erfolgt vorteilhafterweise unter Aufrechterhaltung
der mit dem Schränken der Statorschaufeln bewirkten Torsion der Stege.
[0024] Gemäß einer bevorzugten praktischen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens
werden zum Richten der Statorschaufeln die dem Innenring benachbarten Kanten der Statorschaufeln
jeweils durch insbesondere zwei punktförmige Elemente eines Richtwerkzeugs fixiert
und an den dem Außenring benachbarten Kanten der Statorschaufeln jeweils insbesondere
zwei punktförmige Elemente des Richtwerkzeugs positioniert, über die durch axialen
Druck die erforderliche Torsion der Statorschaufeln herbeigeführt wird.
[0025] Dabei werden zur Einstellung des gewünschten Schränkwinkels der Statorschaufeln sowie
zum Zurückführen der voneinander getrennten Kreisringabschnitte des Außenrings in
deren Ausgangslage die Statorschaufeln beim Richten bevorzugt leicht überdreht.
[0026] Die Statorscheibe kann insbesondere durch Stanzen, Schneiden, Lasern, Fräsen oder
Sägen in die voneinander getrennten Kreisringausschnitte unterteilt werden.
[0027] Bevorzugt wird der Außenring der Statorscheibe durch Ausbilden von schlitzartigen
radialen Aussparungen in die in Umfangsrichtung aufeinanderfolgenden Kreisringausschnitte
unterteilt.
[0028] Mit der üblichen Fixierung einer jeweiligen Statorscheibe durch Distanzringe ergeben
sich auch durch die Unterteilung des Außenrings praktisch keine Einbußen hinsichtlich
der Steifigkeit der Statorscheibe gegen ein Durchbiegen. Zur Stabilisierung der Statorscheibe
können die in Umfangsrichtung aufeinanderfolgenden Kreisringausschnitte der Statorscheibe
jedoch nach dem Richten der Statorschaufeln beispielsweise durch Nieten, Schweißen,
Umspritzen mit Kunststoff oder dergleichen behandelt bzw. bearbeitet werden. Dabei
können die Segmente auch wieder miteinander verbunden werden, wobei aber eine derartige
Wiedervereinigung nicht zwingend ist.
[0029] Die erfindungsgemäße Vakuumpumpe, insbesondere Turbomolekularpumpe, umfasst einen
Stator mit mehreren in Richtung einer Rotorachse aufeinanderfolgenden Statorscheiben
und einen relativ zum Rotor um die Rotorachse drehbar gelagerten Rotor, der eine Rotorwelle
und mehrere auf der Rotorwelle angeordnete, in axialer Richtung aufeinanderfolgende
und zwischen Statorscheiben angeordnete Rotorscheiben umfasst, wobei die Statorscheiben
und die Rotorscheiben jeweils eine pumpaktive Struktur aufweisen und als Statorscheiben
erfindungsgemäße Statorscheiben vorgesehen sind.
[0030] Die Statorscheiben können insbesondere jeweils aus teilkreisförmigen Teilen bestehen,
wobei sie bevorzugt jeweils aus zwei halbkreisförmigen Teilen bestehen.
[0031] Mit der erfindungsgemäßen Lösung können nunmehr problemlos auch aus dickerem Blech
gefertigte Statorscheiben eingesetzt werden, womit dem Umstand Rechnung getragen werden
kann, dass mit wachsendem Durchmesser der Statorscheiben von Vakuumpumpen und insbesondere
Turbomolekularpumpen bei gleichem Druck die auf die Statorscheiben wirkenden Druckkräfte
stark ansteigen, was zur Folge hat, dass bei größeren Pumpen dickeres Material verwendet
werden muss, als dies bisher bei kleineren Pumpen der Fall war. Aufgrund der erfindungsgemäßen
Lösung müssen anders als bisher keine relativ teuren Statorscheiben mehr eingesetzt
werden. Diese können nunmehr durch geblechte Statorscheiben ersetzt werden, womit
die Kosten deutlich minimiert werden. Die geblechten Statorscheiben können nunmehr
eine entsprechende Stärke, beispielsweise auch eine Stärke im Bereich von 1,5 mm,
aufweisen, die den höheren Druckkräften bei unvorhergesehenen Flutvorgängen Stand
halten können.
[0032] Die geblechten Statorscheiben werden hergestellt, indem zunächst das Profil gestanzt
und anschließend die einzelnen Schaufeln geschränkt werden. Während bei den bisherigen
Statorscheiben mit durchgehendem Außenring beim Schränken so große Eigenspannungen
durch elastische Verformungen in den Schaufeln auftraten, dass diese zum Teil nur
elastisch verformt wurden, so dass die Scheiben anschließend nicht mehr verwendet
werden konnten, wird durch das erfindungsgemäße Durchtrennen des Außenrings Abhilfe
geschaffen. Indem der Außenring zwischen jeder Schaufel erfindungsgemäß durchtrennt
wird, können sich die Spannungen abbauen. Die einzelnen Außenringelemente oder Kreisringausschnitte
stehen nach dem Schränkvorgang zwar zunächst schief, sie können anschließend jedoch
gerichtet werden. Durch den betreffenden Richtvorgang kann im Nachhinein die gewünschte
Torsion mittels plastischer Verformung durch leichtes Überbiegen erzielt werden, was
bisher angesichts des durchgehenden Außenrings nicht möglich war. Mit dem Durchtrennen
des Außenrings wird die Stabilität der Statorscheiben allenfalls geringfügig beeinflusst.
Bei der üblichen Fixierung der Statorscheiben durch Distanzringe am Außenring ergibt
sich jedoch praktisch keine höhere Gefahr eines Durchbiegens der Statorscheiben. Dennoch
ist grundsätzlich auch denkbar, zur weiteren Stabilisierung der Statorscheiben die
zunächst voneinander getrennten Kreisringausschnitte des Außenrings nach dem Richtvorgang
beispielsweise durch Nieten, Schweißen oder Umspritzen mit Kunststoff wieder zu verbinden.
[0033] Durch das erfindungsgemäße Durchtrennen des Außenrings der Statorscheiben können
auch stärkere Bleche zu Statorscheiben verarbeitet werden, da diese durch das Durchtrennen
richtbar werden. Dies ermöglicht es, den bestmöglichen Kompromiss zwischen Durchbiegung
und Saugvermögen zu finden, und zwar auch bei größeren Statorscheibendurchmessern.
Damit kann auch bei größeren Vakuumpumpen bzw. größeren Turbomolekularpumpen der Kostenvorteil
geblechter Statorscheiben genutzt werden.
[0034] Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher erläutert; in dieser zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer beispielhaften Ausführungsform einer Vakuumpumpe,
bei der erfindungsgemäße Statorscheiben einsetzbar sind,
- Fig. 2
- eine schematische Draufsicht eines halbkreisförmigen Teils einer aus zwei solchen
halbkreisförmigen Teilen bestehenden beispielhaften Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Statorscheibe, und
- Fig. 3
- eine schematische Ansicht des halbkreisförmigen Statorscheibenteils gemäß Fig. 2 in
Richtung des Pfeils A der Fig. 2.
[0035] Die in Fig. 1 gezeigte Vakuumpumpe 10 umfasst einen von einen Einlassflansch 12 umgebenen
Pumpeneinlass 14 sowie mehrere Pumpstufen zur Förderung des an dem Pumpeneinlass 14
anstehenden Gases zu einem in Fig. 1 nicht dargestellten Pumpenauslass. Die Vakuumpumpe
10 umfasst einen Stator mit einem statischen Gehäuse 16 und einen in dem Gehäuse 16
angeordneten Rotor mit einer um eine Rotationsachse18 drehbar gelagerten Rotorwelle
20.
[0036] Die Vakuumpumpe 10 ist als Turbomolekularpumpe ausgebildet und umfasst mehrere pumpwirksam
miteinander in Serie geschaltete turbomolekulare Pumpstufen mit mehreren mit der Rotorwelle
20 verbundenen turbomolekularen Rotorscheiben 22 und mehreren in axialer Richtung
zwischen den Rotorscheiben 22 angeordneten und in dem Gehäuse 16 festgelegten turbomolekularen
Statorscheiben 24, die durch Distanzringe 26 in einem gewünschten axialen Abstand
zueinander gehalten sind. Die Rotorscheiben 22 und Statorscheiben 24 stellen in einem
Schöpfbereich 28 eine in Richtung des Pfeils 30 gerichtete axiale Pumpwirkung bereit.
[0037] Die Vakuumpumpe 10 umfasst zudem drei in radialer Richtung ineinander angeordnete
und pumpwirksam miteinander in Serie geschaltete Holweck-Pumpstufen. Der rotorseitige
Teil der Holweck-Pumpstufen umfasst eine mit der Rotorwelle 20 verbundene Rotornabe
32 und zwei an der Rotornabe 32 befestigte und von dieser getragene zylindermantelförmige
Holweck-Rotorhülsen 34, 36, die koaxial zu der Rotorachse 18 orientiert und in radialer
Richtung ineinander geschachtelt sind. Ferner sind zwei zylindermantelförmige Holweck-Statorhülsen
38, 40 vorgesehen, die ebenfalls koaxial zu der Rotationsachse 18 orientiert und in
radialer Richtung ineinander geschachtelt sind. Die pumpaktiven Oberflächen der Holweck-Pumpstufen
sind jeweils durch die einander unter Ausbildung eines engen radialen Holweck-Spalts
gegenüberliegenden radialen Mantelflächen jeweils einer Holweck-Rotorhülse 34, 36
und einer Holweck-Statorhülse 38, 40 gebildet. Dabei ist jeweils eine der pumpaktiven
Oberflächen glatt ausgebildet, im vorliegenden Fall die der Holweck-Rotorhülse 34
bzw. 36, und die gegenüberliegende pumpaktive Oberfläche der Holweck-Statorhülse 38,
40 weist eine Strukturierung mit schraubenlinienförmig um die Rotationsachse 18 herum
in axialer Richtung verlaufenden Nuten auf, in denen durch die Rotation des Rotors
das Gas vorangetrieben und dadurch gepumpt wird.
[0038] Die drehbare Lagerung der Rotorwelle 20 wird durch ein Wälzlager 42 im Bereich des
Pumpenauslasses und ein Permanentmagnetlager 44 im Bereich des Pumpeneinlasses 14
bewirkt.
[0039] Das Permanentmagnetlager 44 umfasst eine rotorseitige Lagerhälfte 46 und eine statorseitige
Lagerhälfte 48, die jeweils einen Ringstapel aus mehreren in axialer Richtung aufeinandergestapelten
permanentmagnetischen Ringen 50, 52 umfassen, wobei die Magnetringe 50, 52 unter Ausbildung
eines radialen Lagespalts 54 einander gegenüberliegen.
[0040] Innerhalb des Permanentmagnetlagers 44 ist ein Not- oder Fanglager 56 vorgesehen,
das als ungeschmiertes Wälzlager ausgebildet ist und im normalen Betrieb der Vakuumpumpe
ohne Berührung leer läuft und erst bei einer übermäßigen radialen Auslenkung des Rotors
gegenüber dem Stator in Eingriff gelangt, um einen radialen Anschlag für den Rotor
zu bilden, der eine Kollision der rotorseitigen Strukturen mit den statorseitigen
Strukturen verhindert.
[0041] In Bereich des Wälzlagers 42 ist an der Rotorwelle 20 eine konische Spritzmutter
58 mit einem zu dem Wälzlager 42 hin zunehmenden Außendurchmesser vorgesehen, die
mit einem Abstreifer eines mehrere mit einem Betriebsmittel, wie zum Beispiel einem
Schmiermittel, getränkte saugfähige Scheiben 60 umfassenden Betriebsmittelspeichers
in gleitendem Kontakt steht. Im Betrieb wird das Betriebsmittel durch kapillare Wirkung
von dem Betriebsmittelspeicher über den Abstreifer auf die rotierende Spritzmutter
58 übertragen und infolge der Zentrifugalkraft entlang der Spritzmutter 58 in Richtung
des größer werdenden Außendurchmessers der Spritzmuter 58 zu dem Wälzlager 42 hin
gefördert, wo es zum Beispiel eine schmierende Funktion erfüllt.
[0042] Die Vakuumpumpe umfasst einen Antriebsmotor 62 zum drehenden Antreiben des Rotors,
dessen Läufer durch die Rotorwelle 20 gebildet ist. Eine Steuereinheit 64 steuert
den Antriebsmotor 62 an.
[0043] Die turbomolekularen Pumpstufen stellen in dem Schöpfbereich 28 eine Pumpwirkung
in Richtung des Pfeils 30 bereit.
[0044] Fig. 2 zeigt in schematischer Draufsicht einen halbkreisförmigen Teil einer aus zwei
solchen halbkreisförmigen Teilen bestehenden beispielhaften Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Statorscheibe 24 für eine Vakuumpumpe. Eine solche Statorscheibe
24 kann beispielsweise in einer Vakuumpumpe 10 bzw. Turbomolekularpumpe eingesetzt
werden, wie sie im Zusammenhang mit der Fig. 1 beschrieben wurde. In Fig. 3 ist der
halbkreisförmige Statorscheibenteil gemäß Fig. 2 nochmals in einer schematische Ansicht
in Richtung des Pfeils A wiedergegeben.
[0045] Die Statorscheibe 24 umfasst einen Innenring 66 und einen Außenring 68 sowie zwischen
diesen angeordnete Statorschaufeln 70, die jeweils über innere Stege 72 und äußere
Stege 74 mit dem Innenring 66 bzw. dem Außenring 68 verbunden sind.
[0046] Dabei ist die Statorscheibe 24 aus einem durch ein Blech gebildeten Grundkörper als
geblechte Statorscheibe mit geschränkten Statorschaufeln 70 und einem in Umfangsrichtung
in eine der Anzahl der Statorschaufeln 70 entsprechende Anzahl von voneinander getrennten
Kreisringausschnitten 76 unterteilten Außenring 68 ausgeführt.
[0047] Wie anhand der Fig. 2 zu erkennen ist, sind die voneinander getrennten Kreisringausschnitte
76 des Außenrings 68 jeweils über einen einzigen äußeren Steg 74 mit einer jeweiligen
Statorschaufel 70 verbunden. Die voneinander getrennten Kreisringausschnitte 76 des
Außenrings 68 sind hierbei jeweils radial mit der betreffenden Statorschaufel 70 ausgerichtet.
[0048] Im vorliegenden Fall sind die in Umfangsrichtung aufeinanderfolgenden Kreisringausschnitte
76 des Außenrings 68 durch radiale Schlitze 78 voneinander getrennt.
[0049] Die voneinander getrennten Kreisringausschnitte 76 des Außenrings 68 der fertiggestellten
Statorscheibe 24 sind zueinander parallel in einer gemeinsamen Ebene angeordnet
[0050] Zur Herstellung einer entsprechenden Statorscheibe 24 wird gemäß einer beispielhaften
Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens die Statorscheibe 24 aus einem durch
ein Blech gebildeten Grundkörper als geblechte Statorscheibe mit einem Innenring 66,
einem Außenring 68 sowie zwischen diesen angeordneten Statorschaufeln 70 gefertigt,
die jeweils über innere Stege 72 und äußere Stege 74 mit dem Innenring 66 bzw. dem
Außenring 68 verbunden sind.
[0051] Der Außenring 68 der Statorscheibe 24 wird in Umfangsrichtung in eine der Anzahl
der Statorschaufeln 70 entsprechende Anzahl von voneinander getrennten Kreisringausschnitten
76 unterteilt. Die Statorschaufeln 70 werden geschränkt und anschließend gerichtet,
um den gewünschten Schränkwinkel der Statorschaufeln 70 einzustellen und die voneinander
getrennten Kreisringausschnitte 76 des Außenrings 68 in deren Ausgangslage zurückzuführen,
in der sie zumindest im Wesentlichen wieder zueinander parallel in einer gemeinsamen
Ebene liegen.
[0052] Dabei kann der Außenring 68 der Statorscheibe 24 vor oder nach dem Schränken der
Statorschaufeln 70 in eine der Anzahl der Statorschaufeln 70 entsprechende Anzahl
von voneinander getrennten Kreisringausschnitten 76 unterteilt werden.
[0053] Das Richten der Statorschaufeln 70 erfolgt unter Aufrechterhaltung der mit dem Schränken
der Statorschaufeln 70 bewirkten Torsion der Stege 72, 74.
[0054] Dazu können zum Richten der Statorschaufeln 70 die dem Innenring 66 benachbarten
Kanten 80 der Statorschaufeln 70 jeweils durch insbesondere zwei punktförmige Elemente
eines Richtwerkzeugs (nicht dargestellt) fixiert und an den dem Außenring 68 benachbarten
Kanten 62 der Statorschaufeln 70 jeweils insbesondere zwei punktförmige Elemente des
Richtwerkzeugs positioniert werden, über die durch axialen Druck die erforderliche
Torsion der Statorschaufeln 70 herbeigeführt wird.
[0055] Zur Einstellung des gewünschten Schränkwinkels der Statorschaufeln 70 sowie zum Zurückführen
der voneinander getrennten Kreisringausschnitte 76 des Außenrings 68 in deren Ausgangslage
können die Statorschaufeln 70 beim Richten leicht überdreht werden.
[0056] Die Statorscheibe 24 kann insbesondere durch Stanzen, Schneiden, Lasern oder Fräsen
in eine der Anzahl der Statorschaufeln 70 entsprechende Anzahl von voneinander getrennten
Kreisringausschnitten 76 unterteilt werden. Dabei kann die Unterteilung des Außenrings
68 der Statorscheibe 24 in die in Umfangsrichtung aufeinanderfolgenden Kreisringausschnitte
76 insbesondere durch schlitzartige radiale Aussparungen bzw. radiale Schlitze 78
erfolgen.
[0057] Die Zwischenräume oder Unterbrechungen zwischen den Segmenten des Außenringes müssen
aber nicht schlitzartig sein. Auch ist keine oder zumindest keine durchgehend radiale
Erstreckung dieser Zwischenräume bzw. Unterbrechungen zwingend. Ausgestaltung und
Form der Zwischenräume bzw. Unterbrechungen sind grundsätzlich beliebig und insbesondere
in Abhängigkeit von der Dicke des verwendeten Bleches und den Abmessungen der Statorscheibe
zu wählen.
[0058] Bei einer üblichen Fixierung der Statorscheibe 24 durch Distanzringe am Außenring
68 ergeben sich praktisch keine wesentlichen Einbußen hinsichtlich der Steifigkeit
der Statorscheibe 24 und entsprechend praktisch keine Erhöhung der Gefahr eines Durchbiegens
der Statorscheibe. Zur Erhöhung der Stabilität der Statorscheibe 24 ist jedoch grundsätzlich
auch denkbar, dass die in Umfangsrichtung aufeinanderfolgenden Kreisringausschnitte
76 der Statorscheibe 24 nach dem Richten der Statorschaufeln 70 beispielsweise durch
Nieten, Schweißen, Umspritzen mit Kunststoff oder dergleichen bearbeitet und/oder
auch wieder miteinander verbunden werden.
Bezugszeichenliste
[0059]
- 10
- Vakuumpumpe
- 12
- Einlassflansch
- 14
- Pumpeneinlass
- 16
- Gehäuse
- 18
- Rotationsachse
- 20
- Rotorwelle
- 22
- Rotorscheibe
- 24
- Statorscheibe
- 26
- Distanzring
- 28
- Schöpfbereich
- 30
- Pfeil
- 32
- Rotornabe
- 34
- Holweck-Rotorhülse
- 36
- Holweck-Rotorhülse
- 38
- Holweck-Statorhülse
- 40
- Holweck-Statorhülse
- 42
- Wälzlager
- 44
- Permanentmagnetlager
- 46
- rotorseitige Lagerhälfte
- 48
- statorseitige Lagerhälfte
- 50
- permanentmagnetischer Ring
- 52
- permanentmagnetischer Ring
- 54
- radialer Lagerspalt
- 56
- Not- oder Fanglager
- 58
- konische Spritzmutter
- 60
- saugfähige Scheibe
- 62
- Antriebsmotor
- 64
- Steuereinheit
- 66
- Innenring
- 68
- Außenring
- 70
- Statorschaufel
- 72
- innerer Steg
- 74
- äußerer Steg
- 76
- Kreisringausschnitt
- 78
- radialer Schlitz, radiale Aussparung
- 80
- innere Kante
- 82
- äußere Kante
1. Statorscheibe (24) für eine Vakuumpumpe (10), insbesondere für eine Turbomolekularpumpe,
mit einem Innenring (66) und einem Außenring (68) sowie zwischen diesen angeordneten
Statorschaufeln (70), die jeweils über Stege (72, 74) mit dem Innenring (66) und dem
Außenring (68) verbunden sind, wobei die Statorscheibe (24) als geblechte Statorscheibe
mit geschränkten Statorschaufeln (70) und einem in Umfangsrichtung in eine, insbesondere
der Anzahl der Statorschaufeln (70) entsprechende, Anzahl von voneinander getrennten
Kreisringausschnitten (76) unterteilten Außenring (68) ausgeführt ist.
2. Statorscheibe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die voneinander getrennten Kreisringausschnitte (76) des Außenrings (68) jeweils
über zumindest einen Steg (74) mit einer Statorschaufel (70) verbunden sind.
3. Statorscheibe nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass die voneinander getrennten Kreisringausschnitte (76) des Außenrings (68) jeweils
radial mit einer Statorschaufel (70) ausgerichtet sind.
4. Statorscheibe nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die in Umfangsrichtung aufeinander folgenden Kreisringausschnitte (76) des Außenrings
(68) durch radiale Schlitze (78) voneinander getrennt sind.
5. Statorscheibe nach zumindest einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die voneinander getrennten Kreisringausschnitte (76) des Außenrings (68) zueinander
parallel in einer gemeinsamen Ebene angeordnet sind.
6. Verfahren zur Herstellung einer Statorscheibe (24) für eine Vakuumpumpe, insbesondere
für eine Turbomolekularpumpe, bei dem die Statorscheibe (24) aus einem durch ein Blech
gebildeten Grundkörper als geblechte Statorscheibe mit einem Innenring (66), einem
Außenring (68) sowie zwischen diesen angeordneten Statorschaufeln (70) gefertigt wird,
die jeweils über Stege (72, 74) mit dem Innenring (66) und dem Außenring (68) verbunden
sind, wobei der Außenring (68) der Statorscheibe (24) in Umfangsrichtung in eine,
insbesondere der Anzahl der Statorschaufeln (70) entsprechende, Anzahl von voneinander
getrennten Kreisringausschnitten (76) unterteilt wird, die Statorschaufeln (70) geschränkt
werden und die Statorschaufeln (70) anschließend gerichtet werden, um den gewünschten
Schränkwinkel der Statorschaufeln (70) einzustellen und die voneinander getrennten
Kreisringabschnitte (76) des Außenrings (68) in deren Ausgangslage zurückzuführen,
in der sie zumindest im Wesentlichen wieder zueinander parallel in einer gemeinsamen
Ebene liegen.
7. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass der Außenring (68) der Statorscheibe (24) vor dem Schränken der Statorschaufeln (70)
in die voneinander getrennten Kreisringausschnitte (76) unterteilt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass der Außenring (68) der Statorscheibe (24) nach dem Schränken der Statorschaufeln
(70) in die voneinander getrennten Kreisringausschnitte (76) unterteilt wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass das Richten der Statorschaufeln (70) unter Aufrechterhaltung der mit dem Schränken
der Statorschaufeln (70) bewirkten Torsion der Stege (72, 74) erfolgt.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass zum Richten der Statorschaufeln (70) die dem Innenring (66) benachbarten Kanten (80)
der Statorschaufeln (70) jeweils durch insbesondere zwei punktförmige Elemente eines
Richtwerkzeugs fixiert und an den dem Außenring (68) benachbarten Kanten (82) der
Statorschaufeln (70) jeweils insbesondere zwei punktförmige Elemente des Richtwerkzeugs
positioniert werden, über die durch axialen Druck die erforderliche Torsion der Statorschaufeln
(70) herbeigeführt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet, dass zur Einstellung des gewünschten Schränkwinkels der Statorschaufeln (70) sowie zum
Zurückführen der voneinander getrennten Kreisringabschnitte (76) des Außenrings (68)
in deren Ausgangslage die Statorschaufeln (70) beim Richten leicht überdreht werden.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass die Statorscheibe (24) durch Stanzen, Schneiden, Lasern oder Fräsen in die voneinander
getrennten Kreisringausschnitte (76) unterteilt wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass der Außenring (68) der Statorscheibe (24) durch Ausbilden von schlitzartigen radialen
Aussparungen (78) in die in Umfangsrichtung aufeinanderfolgenden Kreisringausschnitte
(76) unterteilt wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass die in Umfangsrichtung aufeinander folgenden Kreisringausschnitte (76) der Statorscheibe
(24) nach dem Richten der Statorschaufeln (70) durch Nieten, Schweißen, Umspritzen
mit Kunststoff oder dergleichen stabilisiert und/oder wieder miteinander verbunden
werden.
15. Vakuumpumpe (10), insbesondere Turbomolekularpumpe, mit einem mehrere in Richtung
einer Rotorachse (18) aufeinanderfolgende Statorscheiben (24) umfassenden Stator und
einem relativ zum Stator um die Rotorachse (18) drehbar gelagerten Rotor, der eine
Rotorwelle (20) und mehrere auf der Rotorwelle (20) angeordnete, in axialer Richtung
aufeinanderfolgende und zwischen den Statorscheiben (24) angeordnete Rotorscheiben
(22) umfasst, wobei die Statorscheiben (24) und die Rotorscheiben (22) jeweils eine
pumpaktive Struktur aufweisen und die Statorscheiben (24) gemäß einem der Ansprüche
1 bis 5 ausgeführt und/oder durch ein Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 13
hergestellt sind.