[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ausgeben von Münzen, umfassend eine Münzfördereinrichtung
und einen Münzcontainer, aus dem Münzen der Münzfördereinrichtung zugeführt werden
können, sowie einen Münzauslass zur Ausgabe von Münzen, weiter umfassend einen elektrischen
Antriebsmotor zum Antreiben der Münzfördereinrichtung, wobei bei einem Antreiben der
Münzfördereinrichtung Münzen durch die Münzfördereinrichtung zu dem Münzauslass gefördert
und ausgegeben werden.
[0002] Derartige Münzhopper besitzen eine Münzfördereinrichtung, beispielsweise eine Drehscheibe
oder eine Münzförderkette. Aus einem Münzcontainer werden der Münzfördereinrichtung
Münzen zugeführt. Durch ein durch den elektrischen Antriebsmotor bewirktes Antreiben
der Münzfördereinrichtung werden diese Münzen zu dem Münzauslass gefördert und beispielsweise
an einen Kunden ausgegeben.
[0003] Münzhopper werden zum Beispiel in Spielautomaten eingesetzt. Bei bekannten Münzhoppern
kommt es immer wieder zu Manipulationen, um eine unbefugte Auszahlung der Münzen zu
bewirken. Es sind unterschiedliche Manipulationsarten bekannt. Beispielsweise wird
mit einem kleineren Akkublock direkt eine Kontaktierung der Anschlüsse des elektrischen
Antriebsmotors vorgenommen und der Antriebsmotor dadurch zum Auszahlen der Münzen
angetrieben. Auch wird mittels einer externen Steuerung ein Auszahlsignal auf die
Steuerleitungen des Münzhoppers aufgebracht, so dass der Münzhopper einen entsprechenden
Auszahlvorgang einleitet. Solche Manipulationen finden oftmals im regulären Betrieb
eines mit solchen Münzhoppern ausgestatteten Auszahlsystems, wie eines Spielautomaten,
statt. Aufgrund des großflächigen Einsatzes solcher Münzhopper beispielsweise in Spielhallen
kommt es zu einem erheblichen Schaden.
[0004] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten
Art bereitzustellen, die eine größere Sicherheit gegen Manipulation bietet.
[0005] Die Erfindung löst die Aufgabe durch den Gegenstand von Anspruch 1. Vorteilhafte
Ausgestaltungen finden sich in den abhängigen Ansprüchen, der Beschreibung und den
Figuren.
[0006] Für eine Vorrichtung der eingangs genannten Art löst die Erfindung die Aufgabe dadurch,
- dass mindestens ein elektronisches Freigabebauteil zum Empfang mindestens eines Freigabesignals
vorgesehen ist, wobei das mindestens eine elektronische Freigabebauteil eine Ansteuerung
des elektrischen Antriebsmotors zum Antreiben der Münzfördereinrichtung erst nach
Empfang des mindestens einen Freigabesignals freigibt, und
- dass der elektrische Antriebsmotor eine Motorleiterplatte aufweist, mit der mehrere
Ansteuerleitungen zum Senden des mindestens einen Freigabesignals und zum Ansteuern
des elektrischen Antriebsmotors verbunden sind, wobei der elektrische Antriebsmotor
mit seiner Motorleiterplatte in einer Kapselung aufgenommen ist, wobei die Kapselung
eine Durchführung aufweist, durch die die Ansteuerleitungen aus der Kapselung herausgeführt
sind.
[0007] Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Ausgeben
von Münzen insbesondere um einen Münzhopper. Sofern in diesem Zusammenhang von Münzen
gesprochen wird, umfasst dies allgemein scheibenförmige Wertgegenstände, also neben
metallischen (Geld-)Münzen beispielsweise auch Metall- oder Kunststoffmarken (Token)
etc.. Wie ebenfalls eingangs erläutert, werden bei einem solchen Münzhopper der Münzfördereinrichtung
Münzen aus einem Münzcontainer zugeführt. Zum Auszahlen der Münzen wird die Münzfördereinrichtung
durch den elektrischen Antriebsmotor in Bewegung, beispielsweise in Drehung, versetzt,
so dass diese die auf der Münzfördereinrichtung befindlichen Münzen zu dem Münzauslass
befördert und ausgibt, beispielsweise an einen Kunden. Der elektrische Antriebsmotor
wirkt dabei in der Regel über ein Getriebe auf die Münzfördereinrichtung, beispielsweise
ein Schneckengetriebe und eines oder mehrere weitere Zahnräder. Wie ebenfalls eingangs
erwähnt, können die erfindungsgemäßen Vorrichtungen beispielsweise in Glücksspielautomaten
in Spielhallen zum Einsatz kommen.
[0008] Erfindungsgemäß ist eine Kombination mehrerer Sicherheitsmaßnahmen vorgesehen, um
eine Manipulation des Münzhoppers mit dem Ziel einer unbefugten Auszahlung von Münzen
zu unterbinden. Zunächst ist mindestens eine elektronische Sicherheitsmaßnahme vorgesehen.
So muss zum Ermöglichen der Ansteuerung des elektrischen Antriebsmotors zum Antreiben
der Münzfördereinrichtung ein Freigabesignal vorliegen. Das erfindungsgemäß erforderliche
Freigabesignal (Enable-Signal) stellt sicher, dass eine Ansteuerung des elektrischen
Antriebsmotors nicht möglich ist, sofern nicht das korrekte elektronische Freigabesignal
erzeugt und von dem elektronischen Freigabebauteil empfangen wird.
[0009] Neben der vorgenannten elektronischen Sicherheitsmaßnahme ist weiterhin mindestens
eine mechanische Sicherheitsmaßnahme vorgesehen, nämlich eine mechanische Kapselung
des Antriebsmotors einschließlich seiner Motorleiterplatte, so dass die Kontakte des
Antriebsmotors und gegebenenfalls auf der Motorleiterplatte angeordnete elektronische
Bauelemente, zum Beispiel das elektronische Freigabeelement, nicht für einen Manipulator
von außen zugänglich sind. Es werden lediglich die Ansteuerleitungen aus der Kapsel
herausgeführt. Ein einfaches elektrisches Kontaktieren der Anschlüsse des elektrischen
Antriebsmotors, wie bei bisherigen Manipulationsversuchen, ist daher nicht mehr möglich.
[0010] Die Kapselung kann zum Beispiel einen den Antriebsmotor und gegebenenfalls auch die
Motorleiterplatte umschließenden einseitig geschlossenen Kapselkörper und eine das
offene Ende des Kapselkörpers verschließende Abschlussplatte umfassen. Auch kann sich
auf der Abschlussplatte ein weiterer, die Motorleiterplatte umschließender rohrförmiger
Kapselabschnitt befinden.
[0011] Das mindestens eine Freigabesignal kann mindestens ein elektrisches Spannungssignal
sein, vorzugsweise mindestens ein Gleichspannungssignal, wobei das mindestens eine
elektronische Freigabebauteil mindestens ein elektronisches Freigabeschaltbauteil
ist, welches durch das mindestens eine Freigabesignal zum Zulassen einer Ansteuerung
des elektrischen Antriebsmotors geschaltet wird. In besonders praxisgemäßer Ausgestaltung
kann das mindestens eine elektronische Freigabeschaltbauteil mindestens ein Opto-Koppler
sein.
[0012] Nach einer weiteren Ausgestaltung kann weiterhin mindestens ein elektronisches Sperrelement
vorgesehen sein, welches eine Ansteuerung des elektrischen Antriebsmotors durch eine
elektrische Versorgungsspannung nur zulässt, sofern die elektrische Versorgungsspannung
eine pulsweitenmodulierte Versorgungsspannung ist. Es wird somit verhindert, dass
durch Bereitstellen einer einfachen Gleich- oder Wechselspannung eine Manipulation
der Vorrichtung zur Münzauszahlung möglich ist. Vielmehr ist hierfür (zusätzlich zu
dem Freigabesignal) eine (beliebig) pulsweitenmodulierte elektrische Versorgungsspannung
erforderlich.
[0013] Nach einer weiteren diesbezüglichen Ausgestaltung kann das mindestens eine elektronische
Sperrelement einen Feldeffekttransistor sowie einen Gleichrichter umfassen. An dem
Eingang des Gleichrichters liegt dann die elektrische Versorgungsspannung an und der
Ausgang des Gleichrichters ist mit dem Gate-Anschluss des Feldeffekttransistors verbunden.
Eine von dem Gleichrichter gerichtete und an dem Gate-Anschluss des Feldeffekttransistors
anliegende Gleichspannung schaltet den Feldeffekttransistor so, dass der elektrische
Antriebsmotor durch die elektrische Versorgungsspannung angesteuert werden kann, wobei
der Gleichrichter an seinem mit dem Gate-Anschluss des Feldeffekttransistors verbundenen
Ausgang nur dann eine gerichtete Gleichspannung bereitstellt, wenn die am Eingang
des Gleichrichters anliegende elektrische Versorgungsspannung pulsweitenmoduliert
ist. Die pulsweitenmodulierte elektrische Versorgungsspannung liegt auch an dem Source-Anschluss
des Feldeffekttransistors an. Die von dem Gleichrichter bereitgestellte Gleichspannung
an dem Gate-Anschluss des Feldeffekttransistors schaltet den Feldeffekttransistor
durchlässig, so dass die an dem Source-Anschluss anliegende elektrische Versorgungsspannung
über den Drain-Anschluss des Feldeffekttransistors zur Ansteuerung des elektrischen
Antriebsmotors genutzt werden kann. Bei dem Feldeffekttransistor kann es sich insbesondere
um einen MOSFET handeln (Metall-Oxid-Halbleiter-Feldeffekttransistor). Durch diese
Ausgestaltung wird in einfacher und zuverlässiger Weise das Erfordernis der pulsweitenmodulierten
Versorgungsspannung realisiert.
[0014] Das mindestens eine elektronische Freigabeschaltbauteil kann dann gemäß einer weiteren
Ausgestaltung zwischen dem Gleichrichter und dem Gate-Anschluss des Feldeffekttransistors
angeordnet sein und erst durch Empfang des mindestens einen Freigabesignals zum Herstellen
einer Verbindung für die von dem Gleichrichter an seinem Ausgang bereitgestellte gerichtete
Gleichspannung zu dem Gate-Anschluss des Feldeffekttransistors geschaltet werden.
So wird zuverlässig sichergestellt, dass auch bei Vorliegen einer pulsweitenmodulierten
Versorgungsspannung eine Ansteuerung des elektrischen Antriebsmotors unmöglich ist,
wenn nicht gleichzeitig das Freigabesignal vorliegt.
[0015] Das mindestens eine elektronische Sperrelement und/oder das mindestens eine elektronische
Freigabebauteil können auf der Motorleiterplatte angeordnet sein und sind dann ebenfalls
durch die mechanische Kapselung des elektrischen Antriebsmotors und seiner Motorleiterplatte
vor einem manipulativen Zugriff geschützt.
[0016] Die Vorrichtung kann weiterhin eine außerhalb der Kapselung angeordnete Hauptleiterplatte
umfassen, die ebenfalls mit den Ansteuerleitungen verbunden ist. Eine direkte Kontaktierung
der Ansteuerleitungen ist dann von außen nicht oder nur schwer möglich. Um eine Manipulation
weiter zu erschweren, kann auch vorgesehen sein, dass die mit der Motorleiterplatte
verbundenen Ansteuerleitungen, insbesondere die für das Übertragen des Freigabesignals
genutzte(n) Ansteuerleitung(en) einerseits und die für das Übertragen der elektrischen
Versorgungsspannung andererseits genutzte(n) Ansteuerleitung(en) räumlich getrennt
auf der Hauptleiterplatte kontaktiert sind. Auf der Hauptleiterplatte kann weiterhin
mindestens ein elektronisches Bauteil angeordnet sein zum Senden des mindestens einen
Freigabesignals an das mindestens eine elektronische Freigabebauteil.
[0017] Das mindestens eine elektronische Bauteil zum Senden des mindestens einen Freigabesignals
an das mindestens eine elektronische Freigabebauteil kann in mindestens einen Mikrocontroller
integriert sein. Auch das mindestens eine elektronische Freigabebauteil kann nach
einer weiteren Ausgestaltung in mindestens einen Mikrocontroller integriert sein.
Mit Mikrocontrollern können die Freigabesignale besonders einfach ausgewertet und
verifiziert werden, insbesondere unter Verwendung von Verschlüsselungsprotokollen.
[0018] Entsprechend ist es möglich, dass das mindestens eine Freigabesignal ein mit mindestens
einem Verschlüsselungsprotokoll verschlüsseltes Signal ist. Das Verschlüsselungsprotokoll
wird von dem das Freigebesignal aussendenden elektronischen Bauteil, zum Beispiel
angeordnet auf einer Hauptleiterplatte der Vorrichtung, zur Verschlüsselung des Freigabesignals
genutzt. Das elektronische Freigebebauteil entschlüsselt mit diesem Verschlüsselungsprotokoll
dann das empfangene Freigabesignal und gibt bei verifiziertem Freigabesignal das Ansteuern
des elektrischen Antriebsmotors zum Antreiben der Münzfördereinrichtung frei. Es wäre
auch denkbar, direkt die zum Ansteuern des elektrischen Antriebsmotors genutzte elektrische
Versorgungsspannung als Trägersignal in geeigneter Weise zu modulieren und diese Modulation
gleichzeitig als Freigabesignal zu verwenden.
[0019] Es sind auch mehrere Freigabesignale denkbar, die dann von einem oder mehreren elektronischen
Freigabebauteilen empfangen werden. Dabei ist auch eine Kombination unterschiedlicher
Typen von Freigabesignalen möglich, beispielsweise ein oder mehrere gleiche oder unterschiedliche
Modulationssignale und ein oder mehrere mit gleichen oder unterschiedlichen Verschlüsselungsprotokollen
verschlüsselte Freigabesignale.
[0020] Es können mehr als zwei Ansteuerleitungen, vorzugsweise mindestens vier Ansteuerleitungen,
weiter vorzugsweise mindestens sechs Ansteuerleitungen vorgesehen sein. Die Ansteuerleitungen
können zum Beispiel als Flachkabelsystem ausgestaltet sein. Die im Vergleich zu konventionellen
Vorrichtungen höhere Anzahl von Ansteuerleitungen ist unter anderem durch die zusätzlichen
elektronischen Sicherungsmaßnahmen bedingt. Beispielsweise können zwei Ansteuerleitungen
vorgesehen sein zum Übertragen des Freigabesignals. Weiterhin können zwei Ansteuerleitungen
vorgesehen sein zum Übertragen der elektrischen Versorgungsspannung für den elektrischen
Antriebsmotor. Auch wäre es denkbar, für das Übertragen der elektrischen Versorgungsspannung
insgesamt vier Ansteuerleitungen vorzusehen. Durch die größere Anzahl an Ansteuerleitungen
wird eine externe Manipulation durch direktes Kontaktieren der Ansteuerleitungen weiter
erschwert. Nach einer diesbezüglichen weiteren Ausgestaltung ist es möglich, dass
sämtliche Ansteuerleitungen Einzelleitungen sind, die identisch ausgebildet sind.
[0021] Dadurch ist es für einen Manipulator schwierig, die einzelnen Ansteuerleitungen und
ihre Funktion zu unterscheiden.
[0022] Für eine besonders sichere Abkapselung kann die Kapselung eine Metallkapselung sein.
Es wäre jedoch auch denkbar, für die Kapselung einen besonders stabilen Kunststoff
zu verwenden.
[0023] Nach einer weiteren Ausgestaltung kann vorgesehen, dass zum Ansteuern des elektrischen
Antriebsmotors zum Antreiben der Münzfördereinrichtung eine elektrische Versorgungsspannung
erforderlich ist, die eine definierte Grenzspannung überschreitet Die Grenzspannung
stellt sicher, dass insbesondere mit kleinen und von einer Person leicht und unbemerkt
trag- und anwendbaren Spannungsquellen, wie kleineren Akkublocks, keine ausreichende
Spannung zum Ansteuern des elektrischen Antriebsmotors zur Verfügung gestellt werden
kann. Dies stellt eine zusätzliche Absicherung dar.
[0024] Die Münzfördereinrichtung kann eine Drehscheibe oder eine Münzförderkette oder ein
Münzförderband sein.
[0025] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand von Figuren näher erläutert.
Es zeigen schematisch:
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Vorrichtung in einer teilweise aufgeschnitten perspektivischen
Ansicht,
- Fig. 2
- die Ansicht aus Fig. 1 mit zur Veranschaulichung teilweise nicht dargestellter Kapselung
des elektrischen Antriebsmotors, und
- Fig. 3
- einen vergrößerten Ausschnitt der Ansicht aus Fig. 2 mit zur Veranschaulichung vollständig
nicht dargestellter Kapselung des elektrischen Antriebsmotors.
[0026] Soweit nichts anderes angegeben ist, bezeichnen in den Figuren gleiche Bezugszeichen
gleiche Gegenstände. Bei der in den Figuren gezeigten erfindungsgemäßen Vorrichtung
zum Ausgeben von Münzen handelt es sich um einen Münzhopper. Der Münzhopper besitzt
ein allgemein bei dem Bezugszeichen 10 gezeigtes Gehäuse und einen Münzcontainer 12
zur Aufnahme von Münzen. Aus dem Münzcontainer 12 werden Münzen einer in der rückseitigen
Ansicht der Fig. 1 nicht näher dargestellten Münzfördereinrichtung, vorliegend einer
Münzförderkette, zugeführt. Die Münzförderkette steht mit einem Getriebe in Eingriff,
von dem in den Figuren ein erstes Zahnrad 16, ein zweites Zahnrad 18 und ein drittes
Zahnrad 19 zu erkennen sind. Ein solches Getriebe ist an sich bekannt und soll daher
nicht näher erläutert werden. Das dritte Zahnrad 19 kämmt mit einer Schnecke 20, die
drehfest mit einer Antriebswelle 22 eines elektrischen Antriebsmotors 24 verbunden
ist. Der grundsätzliche Aufbau und die grundsätzliche Funktion eines solchen Münzhoppers
sind bekannt und werden daher nicht näher erläutert.
[0027] In Fig. 1 befindet sich der elektrische Antriebsmotor 24 in einer mechanischen Kapselung,
beispielsweise einer Kunststoff- oder Metallkapselung. Die Kapselung umfasst einen
einseitig geschlossenen Kapselkörper 26 und umschließt mit einem beispielsweise einstückig
mit dem Kapselkörper ausgebildeten Abschnitt 28 auch das dritte Zahnrad 19 und teilweise
das zweite Zahnrad 18. Aus Gründen der Veranschaulichung sind der Kapselkörper 26
und der Abschnitt 28 in den Figuren 2 und 3 nicht dargestellt, wobei in Fig. 2 noch
ein ebenfalls zur Kapselung gehörender rohrförmiger Kapselabschnitt 30 gezeigt ist,
der in Fig. 3 wiederum aus Gründen der Veranschaulichung nicht dargestellt ist. Auch
der rohrförmige Kapselabschnitt 30 kann beispielsweise aus Kunststoff oder Metall
bestehen. Die Kapselung des elektrischen Antriebsmotors 24 umfasst weiterhin eine
das untere offene Ende des Kapselkörpers 26 bzw. des rohrförmigen Kapselabschnitts
30 verschließende Abschlussplatte 32, insbesondere ebenfalls aus Kunststoff oder Metall.
In Fig. 3 ist eine Abkantung der Abschlussplatte 32 zu sehen. In Fig. 3 ist außerdem
zu erkennen, dass der elektrische Antriebsmotor 24 eine Motorleiterplatte 34 umfasst,
die über Kontakte 36 mit dem eigentlichen Antriebsmotor 24 verbunden ist. Auf der
Motorleiterplatte 34 befinden sich elektronische Bauteile, wie unten noch näher erläutert
werden wird.
[0028] Durch die Kapselung, umfassend den Kapselkörper 26, den rohrförmigen Kapselabschnitt
30 und die Abschlussplatte 32, ist der elektrische Antriebsmotor 24 einschließlich
seiner Motorleiterplatte 34, den Motorkontakten 36 und den elektronischen Bauteilen
auf der Motorleiterplatte mechanisch gekapselt und somit von außen nicht zugänglich.
Der Kapselkörper 26 weist lediglich eine Durchführung 38 auf, durch die in dem dargestellten
Beispiel mehrere, insbesondere vier Ansteuerleitungen 40 für den elektrischen Antriebsmotor
24 nach außen geführt sind. Die Ansteuerleitungen 40 sind an ihrem dem elektrischen
Antriebsmotor 24 abgewandten Ende mit einer in den Figuren nicht näher dargestellten
Hauptleiterplatte des Münzhoppers verbunden.
[0029] Durch ein Ansteuern des elektrischen Antriebsmotors 24 kann über die Schnecke 20
und die Zahnräder 16, 18, 19 des Getriebes die Münzförderkette drehend angetrieben
werden. Dabei werden aus dem Münzcontainer 12 auf die Münzförderkette geförderte Münzen
zu einem Münzauslass 42 gefördert und ausgegeben, beispielsweise an einen Kunden.
[0030] Um ein unbefugtes Auszahlen durch ein unbefugtes Ansteuern des elektrischen Antriebsmotors
zu verhindern, sind über die mechanische Kapselung des elektrischen Antriebsmotors
hinaus elektronische Sicherungsmaßnahmen vorgesehen. Einerseits befindet sich in dem
dargestellten Ausführungsbeispiel auf der Motorleiterplatte 34 ein elektronisches
Freigabebauteil, vorliegend in Form eines elektronischen Freigabeschaltbauteils. Auf
der Hauptleiterplatte befindet sich ein weiteres elektronisches Bauteil. Bei einem
befugten Ansteuern sendet das elektronische Bauteil auf der Hauptleiterplatte ein
Freigabesignal, beispielsweise ein Gleichspannungssignal, an das elektronische Freigabebauteil
auf der Motorleiterplatte 34, und zwar über zwei der Ansteuerleitungen 40. Daraufhin
wird durch das elektronische Freigabebauteil eine Ansteuerung des elektrischen Antriebsmotors
24 grundsätzlich zugelassen. Weiterhin ist ein elektronisches Sperrelement vorgesehen,
in dem vorliegenden Beispiel umfassend einen auf der Motorleiterplatte 34 angeordneter
Feldeffekttransistor, beispielsweise einen MOSFET, sowie einen ebenfalls auf der Motorleiterplatte
34 angeordneten Gleichrichter. In dem dargestellten Beispiel liegt die über zwei weitere
Ansteuerleitungen 40 bereitgestellte elektrische Versorgungsspannung für den elektrischen
Antriebsmotor 24 an einem Eingang des Gleichrichters an. Der Ausgang des Gleichrichters
ist mit dem Gate-Anschluss des Feldeffekttransistors verbunden, wobei das elektronische
Freigabeschaltbauteil zwischen dem Ausgang des Gleichrichters und dem Gate-Anschluss
des Feldeffekttransistors angeordnet ist. Bei Vorliegen des Freigabesignals stellt
das elektronische Freigabeschaltbauteil die elektrische Verbindung zwischen dem Ausgang
des Gleichrichters und dem Gate-Anschluss des Feldeffekttransistors her. Der Gleichrichter
stellt an seinem Ausgang allerdings nur dann eine Gleichspannung für den Gate-Anschluss
bereit, sofern die an seinem Eingang anliegende elektrische Versorgungsspannung eine
pulsweitenmodulierte Versorgungsspannung ist. Bei Anliegen der von dem Gleichrichter
gerichteten Gleichspannung an dem Gate-Anschluss des Feldeffekttransistors wird dieser
durchlässig geschaltet, so dass die pulsweitenmodulierte elektrische Versorgungsspannung,
die auch an dem Source-Anschluss des Feldeffekttransistors anliegt, über den Drain-Anschluss
des Feldeffekttransistors zur Ansteuerung des elektrischen Antriebsmotors 24 gelangen
kann.
[0031] Durch die mechanische Kapselung des elektrischen Antriebsmotors 24 einschließlich
seiner Motorleiterplatte 34 und den darauf angeordneten elektronischen Bauteilen ist
zum einen eine mechanische Sicherung gegen Manipulation gegeben. Darüber hinaus wird
durch die erläuterten elektronischen Sicherungsmaßnahmen eine Manipulation weiter
erschwert.
1. Vorrichtung zum Ausgeben von Münzen, umfassend eine Münzfördereinrichtung und einen
Münzcontainer (12), aus dem Münzen der Münzfördereinrichtung zugeführt werden können,
sowie einen Münzauslass (42) zur Ausgabe von Münzen, weiter umfassend einen elektrischen
Antriebsmotor (24) zum Antreiben der Münzfördereinrichtung, wobei bei einem Antreiben
der Münzfördereinrichtung Münzen durch die Münzfördereinrichtung zu dem Münzauslass
(42) gefördert und ausgegeben werden,
dadurch gekennzeichnet,
- dass mindestens ein elektronisches Freigabebauteil zum Empfang mindestens eines Freigabesignals
vorgesehen ist, wobei das mindestens eine elektronische Freigabebauteil eine Ansteuerung
des elektrischen Antriebsmotors (24) zum Antreiben der Münzfördereinrichtung erst
nach Empfang des mindestens einen Freigabesignals freigibt, und
- dass der elektrische Antriebsmotor (24) eine Motorleiterplatte (34) aufweist, mit der
mehrere Ansteuerleitungen (40) zum Senden des mindestens einen Freigabesignals und
zum Ansteuern des elektrischen Antriebsmotors (24) verbunden sind, wobei der elektrische
Antriebsmotor (24) mit seiner Motorleiterplatte (34) in einer Kapselung (26, 30, 32)
aufgenommen ist, wobei die Kapselung (26, 30, 32) eine Durchführung (38) aufweist,
durch die die Ansteuerleitungen (40) aus der Kapselung (26, 30, 32) herausgeführt
sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Freigabesignal mindestens ein elektrisches Spannungssignal ist,
vorzugsweise mindestens ein Gleichspannungssignal, wobei das mindestens eine elektronische
Freigabebauteil mindestens ein elektronisches Freigabeschaltbauteil ist, welches durch
das mindestens eine Freigabesignal zum Zulassen einer Ansteuerung des elektrischen
Antriebsmotors (24) geschaltet wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine elektronische Freigabeschaltbauteil mindestens ein Opto-Koppler
ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass weiterhin mindestens ein elektronisches Sperrelement vorgesehen ist, welches eine
Ansteuerung des elektrischen Antriebsmotors (24) durch eine elektrische Versorgungsspannung
nur zulässt, sofern die elektrische Versorgungsspannung eine pulsweitenmodulierte
Versorgungsspannung ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine elektronische Sperrelement einen Feldeffekttransistor sowie einen
Gleichrichter umfasst, an dessen Eingang die elektrische Versorgungsspannung anliegt
und dessen Ausgang mit dem Gate-Anschluss des Feldeffekttransistors verbunden ist,
wobei eine von dem Gleichrichter gerichtete und an dem Gate-Anschluss des Feldeffekttransistors
anliegende Gleichspannung den Feldeffekttransistor so schaltet, dass der elektrische
Antriebsmotor (24) durch die elektrische Versorgungsspannung angesteuert werden kann,
und wobei der Gleichrichter an seinem mit dem Gate-Anschluss des Feldeffekttransistors
verbundenen Ausgang nur dann eine gerichtete Gleichspannung bereitstellt, wenn die
am Eingang des Gleichrichters anliegende elektrische Versorgungsspannung pulsweitenmoduliert
ist.
6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine elektronische Freigabeschaltbauteil zwischen dem Gleichrichter
und dem Gate-Anschluss des Feldeffekttransistors angeordnet ist, und erst durch Empfang
des mindestens einen Freigabesignals zum Herstellen einer Verbindung für die von dem
Gleichrichter an seinem Ausgang bereitgestellte gerichtete Gleichspannung zu dem Gate-Anschluss
des Feldeffekttransistors geschaltet wird.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine elektronische Sperrelement auf der Motorleiterplatte (34) angeordnet
ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine elektronische Freigabebauteil auf der Motorleiterplatte (34)
angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie weiterhin eine außerhalb der Kapselung (26) angeordnete Hauptleiterplatte umfasst,
die ebenfalls mit den Ansteuerleitungen (40) verbunden ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Hauptleiterplatte mindestens ein elektronisches Bauteil angeordnet ist zum
Senden des mindestens einen Freigabesignals an das mindestens eine elektronische Freigabebauteil.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine elektronische Bauteil zum Senden des mindestens einen Freigabesignals
an das mindestens eine elektronische Freigabebauteil in mindestens einen Mikrocontroller
integriert ist.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine elektronische Freigabebauteil in mindestens einen Mikrocontroller
integriert ist.
13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Freigabesignal ein mit mindestens einem Verschlüsselungsprotokoll
verschlüsseltes Signal ist.
14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehr als zwei Ansteuerleitungen (40), vorzugsweise mindestens vier Ansteuerleitungen
(40), vorgesehen sind.
15. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kapselung (26, 30, 32) eine Metallkapselung ist.
16. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zum Ansteuern des elektrischen Antriebsmotors (24) zum Antreiben der Münzfördereinrichtung
eine elektrische Versorgungsspannung erforderlich ist, die eine definierte Grenzspannung
überschreitet.