| (19) |
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(11) |
EP 3 052 420 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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31.05.2017 Patentblatt 2017/22 |
| (22) |
Anmeldetag: 29.09.2014 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2014/002638 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2015/043759 (02.04.2015 Gazette 2015/13) |
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| (54) |
AUFZUGANLAGE
ELEVATOR INSTALLATION
INSTALLATION D'ASCENSEUR
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
| (30) |
Priorität: |
30.09.2013 DE 102013110792
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.08.2016 Patentblatt 2016/32 |
| (73) |
Patentinhaber: ThyssenKrupp Elevator AG |
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45143 Essen (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- ZERELLES, Holger
70771 Leinfelden-Echterdingen (DE)
- ALTENBURGER, Bernd
73765 Neuhausen (DE)
- DIETZE, Ronald
71032 Böblingen (DE)
- SCHÄFER, Juri
70372 Stuttgart (DE)
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| (74) |
Vertreter: ThyssenKrupp Intellectual Property GmbH |
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ThyssenKrupp Allee 1 45143 Essen 45143 Essen (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A1-2008/079145
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JP-A- H1 036 038
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Aufzuganlage mit einem Schacht, in dem ein erster Fahrkorb
und ein unterhalb des ersten Fahrkorbs angeordneter zweiter Fahrkorb getrennt voneinander
in vertikaler Richtung nach oben und nach unten verfahrbar sind, wobei der erste Fahrkorb
über eine erste Seil- oder Riemenanordnung mit einem ersten Gegengewicht gekoppelt
ist und der zweite Fahrkorb über eine zweite Seil- oder Riemenanordnung mit einem
zweiten Gegengewicht gekoppelt ist und wobei zumindest eine Seil- oder Riemenanordnung
zwei Seil- oder Riemenabschnitte aufweist, über die einer der beiden Fahrkörbe mit
dem Gegengewicht gekoppelt ist und die entlang zumindest einer Seite des anderen Fahrkorbs
verlaufen.
[0002] Um innerhalb kurzer Zeit eine Vielzahl von Personen mittels einer Aufzuganlage zu
befördern, ist es aus der internationalen Offenlegungsschrift
WO 2004/048243 A1 bekannt, in einem Schacht zumindest zwei Fahrkörbe übereinander anzuordnen und getrennt
voneinander vertikal nach oben und nach unten zu verfahren. Jedem Fahrkorb ist eine
Antriebseinrichtung mit einer Treibscheibe zugeordnet, mit deren Hilfe der Fahrkorb
angetrieben werden kann. Die beiden Fahrkörbe können im Schacht entlang einer gemeinsamen
Fahrbahn nach oben und nach unten verfahren werden.
[0003] Die beiden Fahrkörbe sind jeweils über eine Seil- oder Riemenanordnung mit einem
Gegengewicht gekoppelt. Hierbei weist mindestens eine Seil- oder Riemenanordnung zwei
Seil- oder Riemenabschnitte auf, über die einer der beiden Fahrkörbe mit seinem Gegengewicht
gekoppelt ist und die entlang zumindest einer Seite des anderen Fahrkorbes verlaufen.
Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass der unterhalb des ersten Fahrkorbs angeordnete
zweite Fahrkorb an zwei Tragseil- oder Tragriemenabschnitten aufgehängt ist, über
die der zweite Fahrkorb mit dem zweiten Gegengewicht gekoppelt ist und die sich vom
zweiten Fahrkorb vertikal nach oben erstrecken und jeweils entlang einer Seite des
ersten Fahrkorbs verlaufen, so dass der erste Fahrkorb zwischen den beiden Tragseil-
oder Tragriemenabschnitten des zweiten Fahrkorbs positioniert ist.
[0004] Aufzuganlagen mit zwei übereinander in einem Schacht angeordneten und getrennt voneinander
verfahrbaren Fahrkörben kommen insbesondere bei sehr hohen Gebäuden zum Einsatz. Die
Seil- oder Riemenanordnungen weisen in diesen Fällen sehr große Längen auf. Hierbei
können die Seil- oder Riemenanordnungen zu Schwingungen angeregt werden, die beispielsweise
durch eine Bewegung des Gebäudes, in dem die Aufzuganlage installiert ist, hervorgerufen
werden. Derartige Gebäudebewegungen können aufgrund von Windbelastungen oder beispielsweise
auch im Falle eines Erdbebens auftreten. Die Schwingungen führen zu Auslenkungen der
Seil- oder Riemenanordnungen in horizontaler Richtung. Hierbei besteht das Risiko,
dass Seil- oder Riemenabschnitte, die seitlich entlang eines Fahrkorbs verlaufen,
den Fahrkorb berühren. Dies kann zu einer Beschädigung des Fahrkorbs oder auch der
Seil- oder Riemenabschnitte führen. Darüber hinaus werden durch die Berührung des
Fahrkorbs Geräusche erzeugt, die die im Fahrkorb befindlichen Passagiere beunruhigen
können.
[0005] WO 2008/079145 A1 offenbart eine Aufzuganlage gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Aufzuganlage der eingangs genannten
Art derart weiterzubilden, dass eine Beeinträchtigung eines Fahrkorbs durch einen
Seil- oder Riemenabschnitt aufgrund auftretender Schwingungen vermieden werden kann.
[0007] Diese Aufgabe wird bei einer Aufzuganlage der gattungsgemäßen Art erfindungsgemäß
dadurch gelöst, dass die Aufzuganlage zur Begrenzung von Seil- oder Riemenschwingungen
mindestens ein Begrenzungsglied aufweist, das in einer vorgegebenen Position im Schacht
gehalten und einem Seil- oder Riemenabschnitt zugeordnet ist und mindestens ein Begrenzungselement
aufweist, wobei das mindestens eine Begrenzungselement ist in Abhängigkeit von der
Position des Fahrkorbes, welcher über den zugeordneten Seil- oder Riemenabschnitt
mit dem Gegengewicht gekoppelt ist, zwischen einer Begrenzungsstellung und einer Freigabestellung
hin und her bewegbar ist, wobei das mindestens eine Begrenzungselement in der Begrenzungsstellung
an der Seite des zugeordneten Seil- oder Riemenabschnitts positionierbar ist, die
dem über den Seil- oder Riemenabschnitt mit einem Gegengewicht gekoppelten Fahrkorb
zugewandt ist, und wobei das mindestens eine Begrenzungselement in der Freigabestellung
diese Seite freigibt.
[0008] Die erfindungsgemäße Aufzuganlage weist mindestens ein Begrenzungsglied auf, mit
dessen Hilfe etwaige Schwingungen eines dem Begrenzungsglied zugeordneten Seil- oder
Riemenabschnittes begrenzt werden können. Das Begrenzungsglied weist mindestens ein
Begrenzungselement auf, das zwischen einer Begrenzungsstellung und einer Freigabestellung
hin und her bewegbar ist. Es kann vorgesehen sein, dass mehrere Begrenzungsglieder
zum Einsatz kommen, wobei jedem Seil- oder Riemenabschnitt, der entlang einer Seite
eines Fahrkorbes verläuft, mindestens ein Begrenzungsglied zugeordnet ist. In der
Begrenzungsstellung ist das Begrenzungselement an der Seite des zugeordneten Seil-
oder Riemenabschnitts positionierbar, die dem über den Seil- oder Riemenabschnitt
mit einem Gegengewicht gekoppelten Fahrkorb zugewandt ist. In der Freigabestellung
gibt das mindestens eine Begrenzungselement diese Seite des Seil- oder Riemenabschnitts
frei.
[0009] Durch die Positionierung des mindestens einen Begrenzungselements an der Seite des
Seil- oder Riemenabschnitts, die dem über den Seil- oder Riemenabschnitt mit einem
Gegengewicht gekoppelten Fahrkorbs zugewandt ist, kann eine Auslenkung des Seil- oder
Riemenabschnitts in Richtung auf den Fahrkorb behindert werden. In der Begrenzungsstellung
wirkt somit das mindestens eine Begrenzungselement einer Schwingung des Seil- oder
Riemenabschnitts in Richtung auf den Fahrkorb entgegen.
[0010] Die Fahrkörbe sollen allerdings beim Vorbeifahren nicht durch das mindestens eine
Begrenzungsglied beeinträchtigt werden. Für den Fahrkorb, der über den dem Begrenzungsglied
zugeordneten Seil- oder Riemenabschnitt keine Kopplung mit seinem Gegengewicht erfährt,
stellt dies kein Problem dar, da der Fahrkorb mit allen seinen Komponenten in horizontaler
Richtung einen ausreichend großen Abstand zum Begrenzungsglied einnehmen kann, so
dass eine Kollision auch dann vermieden werden kann, wenn dieser Fahrkorb eine Position
auf gleicher Höhe wie das Begrenzungsglied einnimmt. Für den Fahrkorb, der über den
dem Begrenzungsglied zugeordneten Seil- oder Riemenabschnitt mit seinem Gegengewicht
gekoppelt ist, ergibt sich allerdings die Schwierigkeit, dass der Fahrkorb für die
Festlegung oder Umlenkung des Seil- oder Riemenabschnitts eine oder mehrere seitlich
hervorstehende Befestigungs- oder Umlenkglieder aufweisen kann, die bei einer Positionierung
des Fahrkorbes auf gleicher Höhe wie das Begrenzungsglied mit einem Begrenzungselement
kollidieren können. Um dies zu vermeiden, kann das mindestens eine Begrenzungselement
eine Freigabestellung einnehmen, in der es die dem Fahrkorb zugewandte Seite des zugeordneten
Seil- oder Riemenabschnitts freigibt. In der Freigabestellung wird somit auch eine
Kollision mit Komponenten des Fahrkorbs ausgeschlossen, der über den dem Begrenzungsglied
zugeordneten Seil- oder Riemenabschnitt mit seinem Gegengewicht gekoppelt ist.
[0011] Die Positionierung des mindestens einen Begrenzungselements in der Begrenzungs- und
der Freigabestellung erfolgt Abhängigkeit von der Position des Fahrkorbes, der über
den dem Begrenzungsglied zugeordneten Seil- oder Riemenabschnitt mit seinem Gegengewicht
gekoppelt ist. In der Freigabestellung nimmt das mindestens eine Begrenzungselement
auch zu dem Fahrkorb einen Abstand ein, der über den dem Begrenzungsglied zugeordneten
Seil- oder Riemenabschnitt mit seinem Gegengewicht gekoppelt ist. Eine Kollision mit
diesem Fahrkorb wird somit zuverlässig vermieden. Damit das mindestens eine Begrenzungselement
rechtzeitig seine Freigabestellung einnimmt, erfolgt die Bewegung des Begrenzungselements
in Abhängigkeit von der Position des Fahrkorbes, der über den dem Begrenzungsglied
zugeordneten Seil- oder Riemenabschnitt mit seinem Gegengewicht gekoppelt ist. Die
wahlweise Positionierung des mindestens einen Begrenzungselements in einer Begrenzungsstellung
und einer Freigabestellung ermöglicht somit zum einen eine Begrenzung von Auslenkungen
eines Seil- oder Riemenabschnitts, und zum anderen ist sichergestellt, dass das mindestens
eine Begrenzungselement nicht mit einem Fahrkorb kollidieren kann. Erfindungsgemäß
weist die zweite Seil- oder Riemenanordnung eine Tragseil- oder Tragriemenanordnung
auf, an der der zweite Fahrkorb aufgehängt ist und die um eine oberhalb der beiden
Fahrkörbe angeordnete zweite Treibscheibe geführt ist und den zweiten Fahrkorb mit
dem Gegengewicht koppelt und die zwei Tragseil- oder Tragriemenabschnitte aufweist,
die sich seitlich entlang des ersten Fahrkorbs erstrecken, wobei jedem der Tragseil-
oder Tragriemenabschnitte mindestens ein Begrenzungsglied zugeordnet ist. Bei einer
derartigen Ausgestaltung können seitliche Auslenkungen der Tragseil- oder Tragriemenabschnitte
insbesondere in Richtung des ersten Fahrkorbs, an dem sie seitlich entlanggeführt
sind, begrenzt werden, indem mindestens ein Begrenzungselement seine Begienzungssteilung
einnimmt.
[0012] Insbesondere kann vorgesehen sein, dass jedem Tragseil- oder Tragriemenabschnitt
mindestens zwei Begrenzungsglieder zugeordnet sind, mit deren Hilfe Auslenkungen der
Tragseil- oder Tragriemenabschnitte in Richtung auf den ersten Fahrkorb begrenzt werden
können.
[0013] Bevorzugt sind die mindestens zwei Begrenzungsglieder, die einem Tragseil- oder Tragriemenabschnitt
zugeordnet sind, in vertikaler Richtung gleichmäßig in einem Schachtbereich verteilt
angeordnet, der sich zwischen der obersten Haltestelle des ersten Fahrkorbs und der
untersten Haltestelle des zweiten Fahrkorbs erstreckt. Erfindungsgemäß ist jedem seitlich
am ersten Fahrkorb vorbei verlaufenden Tragseil- oder Tragriemenabschnitt mindestens
ein Begrenzungsglied zugeordnet, wobei das mindestens eine Begrenzungselement des
Begrenzungsglieds selbsttätig seine Begrenzungsstellung einnimmt, wenn der zweite
Fahrkorb in einer Stellung unterhalb des Begrenzungsglieds einen vorgegebenen Mindestabstand
zu diesem Begrenzungsglied überschreitet, und wobei das mindestens eine Begrenzungselement
des Begrenzungsglieds selbststätig seine Freigabestellung einnimmt, wenn der zweite
Fahrkorb den vorgegebenen Mindestabstand zu diesem Begrenzungsglied unterschreitet.
Insbesondere kann vorgesehen sein, dass das mindestens eine Begrenzungselement selbsttätig
in seine Begrenzungsstellung bewegbar ist, sobald der zweite Fahrkorb den vorgegebenen
Mindestabstand überschreitet. Dies stellt sicher, dass das Begrenzungselement Auslenkungen
des zugeordneten Tragseil- oder Tragriemenabschnitts begrenzt, sobald der zweite Fahrkorb,
nachdem er bei einer Fahrt nach unten am Begrenzungsglied vorbeigefahren ist, den
vorgegebenen Mindestabstand überschreitet.
[0014] Befindet sich der zweite Fahrkorb mit einem Abstand, der größer ist als der Mindestabstand,
oberhalb des mindestens einen Begrenzungsglieds, das dem Tragseil- oder Tragriemenabschnitt
zugeordnet ist, über den der zweite Fahrkorb mit seinem Gegengewicht gekoppelt ist,
so befindet sich auch dieser Tragseil- oder Tragriemenabschnitt oberhalb des Begrenzungsglieds.
In diesem Fall ist es unbeachtlich, ob das Begrenzungselement des Begrenzungsglieds
seine Begrenzungsstellung oder Freigabestellung einnimmt, da sich der Tragseil- oder
Tragriemenabschnitt nicht im Eingriffsbereich des Begrenzungselements befindet.
[0015] Insbesondere bei sehr hohen Gebäuden und dementsprechend sehr langen Tragseil- oder
Tragriemenanordnungen ist es günstig, wenn das Gewicht jeder Tragseil- oder Tragriemenanordnung
durch eine Unterseil- oder Unterriemenanordnung ausgeglichen wird. Bei einer derartigen
Ausgestaltung ist jeder Fahrkorb nicht nur über eine Tragseil- oder Tragriemenanordnung
sondern auch über eine Unterseil- oder Unterriemenanordnung mit seinem Gegengewicht
gekoppelt. Die Tragseil- oder Tragriemenanordnung ist über eine Treibscheibe geführt,
die oberhalb der beiden Fahrkörbe positioniert ist, und die Unterseil- oder Unterriemenanordnung
ist über eine Seilumlenkeinrichtung geführt, die unterhalb der beiden Fahrkörbe positioniert
ist. Das Gewicht der Unterseil- oder Unterriemenanordnung kompensiert das Gewicht
der Tragseil- oder Tragriemenanordnung.
[0016] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist die erste Seil- oder Riemenanordnung
eine Unterseil- oder Unterriemenanordnung auf, die um eine unterhalb der beiden Fahrkörbe
angeordnete Seilumlenkeinrichtung geführt ist und den ersten Fahrkorb mit dem ersten
Gegengewicht koppelt und die zwei Unterseil- oder Unterriemenabschnitte aufweist,
die sich seitlich entlang des zweiten Fahrkorbs erstrecken, wobei jedem Unterseil-
oder Unterriemenabschnitt mindestens ein Begrenzungsglied zugeordnet ist. Bei einer
derartigen Ausgestaltung können seitliche Auslenkungen der Unterseil- oder Unterriemenabschnitte
insbesondere in Richtung des zweiten Fahrkorbes, an dem sie seitlich entlanggeführt
sind, begrenzt werden, indem die zugeordneten Begrenzungselemente ihre Begrenzungsstellung
einnehmen.
[0017] Es kann vorgesehen sein, dass jedem Unterseil- oder Unterriemenabschnitt mindestens
zwei Begrenzungsglieder zugeordnet sind. Die mindestens zwei Begrenzungsglieder sind
günstigerweise in einem Schachtbereich gleichmäßig verteilt angeordnet, der sich zwischen
der obersten Haltestelle des ersten Fahrkorbs und der untersten Haltestelle des zweiten
Fahrkorbs erstreckt.
[0018] Von Vorteil ist es, wenn jedem seitlich am zweiten Fahrkorb vorbei verlaufenden Unterseil-
oder Unterriemenabschnitt mindestens ein Begrenzungsglied zugeordnet ist, wobei das
mindestens eine Begrenzungselement des Begrenzungsglieds selbsttätig sein Begrenzungsstellung
einnimmt, wenn der erste Fahrkorb in einer Stellung oberhalb des Begrenzungsglieds
einen vorgegebenen Mindestabstand zu diesem Begrenzungsglied überschreitet, und wobei
das mindestens eine Begrenzungselement des Begrenzungsglieds selbsttätig seine Freigabestellung
einnimmt, wenn der erste Fahrkorb den vorgegebenen Mindestabstand unterschreitet.
Insbesondere kann vorgesehen sein, dass das mindestens eine Begrenzungselement selbsttätig
in seine Begrenzungsstellung bewegbar ist, sobald der erste Fahrkorb den vorgegebenen
Mindestabstand überschreitet. Dies stellt sicher, dass das Begrenzungselement Auslenkungen
des zugeordneten Unterseil- oder Unterriemenabschnitt begrenzt, sobald der erste Fahrkorb,
nachdem er bei einer Fahrt nach oben am Begrenzungselement vorbeigefahren ist, den
Mindestabstand überschreitet.
[0019] Befindet sich der erste Fahrkorb mit einem Abstand, der größer ist als der Mindestabstand,
unterhalb des mindestens einen Begrenzungsglieds, das dem Unterseil- oder Unterriemenabschnitt
zugeordnet ist, über den der erste Fahrkorb mit seinem Gegengewicht gekoppelt ist,
so befindet sich auch dieser Unterseil- oder Unterriemenabschnitt unterhalb des Begrenzungsglieds.
In diesem Fall ist es unbeachtlich, ob das Begrenzungselement seine Begrenzungsstellung
oder Freigabestellung einnimmt, da sich der Unterseil- oder Unterriemenabschnitt nicht
im Eingriffsbereich des Begrenzungselements befindet
[0020] Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist mindestens ein Fahrkorb
zwei seitlich jeweils über eine Seitenwand des Fahrkorbes hervorstehende Befestigungs-
oder Umlenkglieder auf, an denen jeweils ein Seil- oder Riemenabschnitt festgelegt
oder umgelenkt ist, und die Begrenzungselemente der diesen Seil- oder Riemenabschnitten
zugeordneten Begrenzungsglieder tauchen in ihrer Begrenzungsstellung in den Bereich
der vertikalen Projektion eines Befestigungs- oder Umlenkglieds ein und sind in ihrer
Freigabestellung außerhalb der vertikalen Projektion der Befestigungs- oder Umlenkglieder
angeordnet. Die an mindestens einem Fahrkorb angeordneten Befestigungs- oder Umlenkglieder
ragen seitlich nach außen, um einen Seil- oder Riemenabschnitt an diesem Fahrkorb
zu befestigen oder an diesem Fahrkorb umzulenken. Die Begrenzungselemente der diesen
Seil- oder Riemenabschnitten zugeordneten Befestigungsglieder ragen in ihrer Begrenzungsstellung
in den Bereich einer vertikalen Projektion der Befestigungs- oder Umlenkglieder hinein.
Um jedoch eine Beschädigung der Befestigungs- oder Umlenkglieder zu vermeiden, nehmen
die Begrenzungselemente die Begrenzungsstellung nur dann ein, wenn der Fahrkorb einen
vorgegebenen Mindestabstand zum jeweiligen Begrenzungsglied überschreitet. Unterschreitet
der Fahrkorb den Mindestabstand, so nehmen die Begrenzungselemente ihre Freigabestellung
ein, in der sie außerhalb der vertikalen Projektion der Befestigungs- oder Umlenkglieder
angeordnet sind und somit die Befestigungs- oder Umlenkglieder nicht beeinträchtigen
können, wenn der Fahrkorb an ihnen vorbeifährt.
[0021] Wie bereits erläutert, können mit Hilfe des mindestens einen Begrenzungselements
horizontale Auslenkungen eines Seil- oder Riemenabschnitts in Richtung auf einen Fahrkorb
begrenzt werden. Von besonderem Vorteil ist es, wenn mittels des Begrenzungselements
auch Schwingungen des Seil- oder Riemenabschnitts in andere Richtungen begrenzt werden
können. Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Aufzuganlage
hintergreift hierzu das mindestens eine Begrenzungselement in seiner Begrenzungsstellung
einen Seil- oder Riemenabschnitt. Dadurch kann auf konstruktiv einfache Weise sichergestellt
werden, dass Schwingungen des Seil- oder Riemenabschnitts in Richtung auf einen Fahrkorb
ebenso behindert werden wie Schwingungen in einer anderen Richtung, insbesondere in
einer dazu senkrechten Richtung.
[0022] Das mindestens eine Begrenzungsglied weist bevorzugt zwei Begrenzungselemente auf,
die in ihrer Begrenzungsstellung einen Seil- oder Riemenabschnitt klammerartig umgreifen.
[0023] Es kann beispielsweise vorgesehen sein, dass die beiden Begrenzungselemente zwei
Klammerbacken ausbilden, die zwischen der Freigabestellung und der Begrenzungsstellung
hin und her verschwenkbar gelagert sind. Die Klammerbacken können beispielsweise C-
oder L-förmig ausgestaltet sein.
[0024] Günstigerweise sind die beiden Klammerbacken an einem Lagerelement verschwenkbar
gelagert, das an einer Schachtwand festlegbar ist.
[0025] Das Lagerelement ist vorteilhafterweise plattenförmig ausgebildet.
[0026] Bevorzugt weist das mindestens eine Begrenzungsglied ein steuerbares motorisches
Antriebselement auf, das mit einer Steuereinrichtung gekoppelt ist. Das Antriebselement
kann beispielsweise als hydraulisches oder pneumatisches Kolben-Zylinderaggregat oder
beispielsweise auch als Elektromotor ausgestaltet sein. Vom Antriebselement kann das
mindestens eine Begrenzungselement des Begrenzungsglieds bewegt werden.
[0027] Das steuerbare Antriebselement ist mit einer Steuereinrichtung gekoppelt. Als Steuereinrichtung
kann eine Aufzugsteuervorrichtung zum Einsatz kommen, die den Betrieb der kompletten
Aufzuganlage steuert.
[0028] Es kann vorgesehen sein, dass die Aufzuganlage eine Schwingungsbegrenzungssteuerung
aufweist, die mit dem steuerbaren Antriebselement des mindestens einen Begrenzungsglieds
verbunden ist. Die Schwingungsbegrenzungssteuerung kann zusätzlich mit einer Aufzugsteuervorrichtung
der Aufzuganlage verbunden sein, wobei die Aufzugsteuervorrichtung der Schwingungsbegrenzungssteuerung
Positionsdaten der beiden Fahrkörbe bereitsteiit. Aufgrund der Positionsdaten kann
die Schwingungsbegrenzungssteuerung den Abstand der Fahrkörbe zu dem mindestens einen
Begrenzungsglied ermitteln. Wird ein vorgegebener Mindestabstand unterschritten, so
kann die Schwingungsbegrenzungssteuerung einem Antriebselement ein Steuersignal bereitstellen,
unter dessen Wirkung das mindestens eine Begrenzungselement des Begrenzungsglieds
von dem Antriebselement in seine Freigabestellung bewegt wird. Wird der Mindestabstand
überschritten, so kann die Schwingungsbegrenzungssteuerung dem Antriebselement ein
Steuersignal bereitstellen, unter dessen Wirkung das Begrenzungselement vom Antriebselement
in seine Begrenzungsstellung bewegt wird.
[0029] Die nachfolgende Beschreibung einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung dient
im Zusammenhang mit der Zeichnung der näheren Erläuterung. Es zeigen:
- Figur 1:
- eine schematische Darstellung einer vorteilhaften Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Aufzuganlage;
- Figur 2:
- eine vereinfachte Schnittansicht längs der Linie 2-2 in Figur 1, wobei ein erster
Fahrkorb einen vorgegebenen Mindestabstand zu den Begrenzungselementen zweier Begrenzungsglieder
überschreitet;
- Figur 3:
- eine vereinfachte Schnittansicht entsprechend Figur 2, wobei der erste Fahrkorb den
Mindestabstand zu den Begrenzungselementen der beiden Begrenzungsglieder unterschreitet;
- Figur 4:
- eine vereinfachte Schnittansicht längs der Linie 4-4 in Figur 1, wobei ein zweiter
Fahrkorb einen vorgegebenen Mindestabstand zu den Begrenzungselementen zweier Begrenzungsglieder
überschreitet, und
- Figur 5:
- eine vereinfachte Schnittansicht entsprechend Figur 4, wobei der zweite Fahrkorb einen
vorgegebenen Mindestabstand zu den Begrenzungselementen der beiden Begrenzungsglieder
unterschreitet.
[0030] In der Zeichnung ist schematisch eine vorteilhafte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Aufzuganlage dargestellt, die insgesamt mit dem Bezugszeichen 10 belegt ist. Die Aufzuganlage
10 umfasst einen Schacht 12, der im dargestellten Ausführungsbeispiel einen rechteckigen
Querschnitt aufweist mit einer ersten Schachtwand 14, einer zweiten Schachtwand 16,
einer dritten Schachtwand 18 und einer vierten Schachtwand 20. Außerdem weist der
Schacht 12 eine Schachtdecke 22 und einen Schachtboden 24 auf.
[0031] Im Schacht 12 sind ein erster Fahrkorb 26 und ein zweiter Fahrkorb 28 entlang gemeinsamer
Führungsschienen, die zur Erzielung einer besseren Übersicht in der Zeichnung nicht
dargestellt sind, in vertikaler Richtung nach oben und nach unten getrennt voneinander
verfahrbar. Der erste Fahrkorb 26 ist über dem zweiten Fahrkorb 28 angeordnet. Dem
ersten Fahrkorb 26 ist eine erste Antriebseinrichtung mit einer ersten Treibscheibe
30 zugeordnet, und dem zweiten Fahrkorb 28 ist eine zweite Antriebseinrichtung mit
einer zweiten Treibscheibe 32 zugeordnet. Die beiden Treibscheiben 30, 32 können jeweils
von einem Antriebsmotor in Drehung versetzt werden. Die Antriebsmotoren der Treibscheiben
30, 32 sind mit einer Aufzugsteuervorrichtung 34 verbunden, die die Antriebsmotoren
steuert.
[0032] Der erste Fahrkorb 26 ist über eine erste Seilanordnung mit einem ersten Gegengewicht
36 gekoppelt, und der zweite Fahrkorb 28 ist über eine zweite Seilanordnung mit einem
zweiten Gegengewicht 38 gekoppelt. In den Figuren 2 bis 5 sind die Gegengewichte 36
und 38 zur Erzielung einer besseren Übersicht nicht dargestellt. Die Seilanordnungen
weisen eine Vielzahl von Seilen auf. Alternativ könnten auch Riemenanordnungen zum
Einsatz kommen, bei denen die Fahrkörbe 26 und 28 über eine Vielzahl von Riemen mit
den Gegengewichten 36 bzw. 38 gekoppelt sind. Wie nachfolgend im Einzelnen erläutert
ist, weisen die Seilanordnungen mehrere Seilabschnitte auf, die seitlich entlang der
Fahrkörbe 26, 28 verlaufen. In entsprechender Weise kann die Aufzuganlage 10 auch
Riemenanordnungen mit mehreren Riemenabschnitten aufweisen, die entsprechend der Seilabschnitte
entlang der Fahrkörbe 26, 28 verlaufen. Der Einfachheit halber wird die Aufzuganlage
10 nachfolgend lediglich anhand der Seilanordnungen näher erläutert. Die Erfindung
betrifft aber in gleicher Weise auch Aufzuganlagen mit Riemenanordnungen.
[0033] Die Kopplung des ersten Fahrkorbs 26 mit dem ersten Gegengewicht 36 erfolgt zum einen
über eine erste Tragseilanordnung 40, die über die erste Treibscheibe 30 geführt ist,
und zum anderen über eine erste Unterseilanordnung 42, die ausgehend vom ersten Fahrkorb
26 in vertikaler Richtung bis in den Bereich einer Schachtgrube 44 verläuft und dort
umgelenkt wird und sich anschließend in vertikaler Richtung nach oben bis zum ersten
Gegengewicht 36 erstreckt. Die erste Unterseilanordnung 42 weist ein erstes Seilende
46 und ein zweites Seilende 48 auf. Die beiden Seilenden 46, 48 sind am ersten Gegengewicht
36 festgelegt. Ausgehend vom ersten Seilende 46 erstreckt sich die erste Unterseilanordnung
42 vertikal nach unten zu einer ersten Umlenkrolle 50 einer Seilumlenkeinrichtung
45. Von der ersten Umlenkrolle 50 verläuft die erste Unterseilanordnung 42 in horizontaler
Richtung zu einer zweiten Umlenkrolle 52 der Seilumlenkeinrichtung 45. Ausgehend von
der zweiten Umlenkrolle 52 verläuft die erste Unterseilanordnung 42 in vertikaler
Richtung nach oben bis zu einer an einer Fahrkorbdecke 54 des ersten Fahrkorbs 26
angeordneten ersten Fahrkorbrolle 56, von der aus die erste Unterseilanordnung 42
in horizontaler Richtung zu einer ebenfalls an der Fahrkorbdecke 54 angeordneten zweiten
Fahrkorbrolle 58 geführt ist. Die erste Fahrkorbrolle 56 und die zweite Fahrkorbrolle
58 bilden Umlenkglieder aus und sind günstigerweise drehbar gelagert. Ausgehend von
der zweiten Fahrkorbrolle 58 erstreckt sich die erste Unterseilanordnung 42 vertikal
wieder nach unten bis in die Schachtgrube zu einer dritten Umlenkrolle 60, an der
die Unterseilanordnung 42 in horizontaler Richtung ausgelenkt wird. An die dritte
Umlenkrolle 60 schließt sich eine vierte Umlenkrolle 62 der Seilumlenkeinrichtung
an, und von der vierten Umlenkrolle 42 erstreckt sich die erste Unterseilanordnung
in vertikaler Richtung nach oben bis zum zweiten Seilende 48. Statt an der Fahrkorbdecke
54 könnten die Fahrkorbrollen 56, 58 auch am Fahrkorbboden 55 des ersten Fahrkorbs
gehalten sein.
[0034] Im Bereich zwischen der zweiten Umlenkrolle 52 und der ersten Fahrkorbrolle 56 bildet
die erste Unterseilanordnung 42 einen ersten Unterseilabschnitt 64, und im Bereich
zwischen der zweiten Fahrkorbrolle 58 und der dritten Umlenkrolle 60 der Seilumlenkeinrichtung
bildet die erste Unterseilanordnung 42 einen zweiten Unterseilabschnitt 66 aus. Der
zweite Fahrkorb 28 ist zwischen dem ersten Unterseilabschnitt 64 und dem zweiten Unterseilabschnitt
66 angeordnet, so dass sich der erste Unterseilabschnitt 64 und der zweite Unterseilabschnitt
66 an einander gegenüberliegenden Seiten des ersten Fahrkorbs und des zweiten Fahrkorbs
28 erstrecken. Statt der Fahrkorbrollen 56, 58 könnten auch Befestigungsglieder zum
Einsatz kommen, die als Seilaufhängungen ausgestaltet sind und an denen die Unterseilabschnitte
64 und 66 an der Oberseite oder Unterseite des ersten Fahrkorbs fixiert sind. Der
horizontale Abschnitt der Unterseilanordnung 42 zwischen den Seilaufhängungen könnte
bei einer derartigen Ausgestaltung entfallen.
[0035] Der zweite Fahrkorb 28 ist über eine zweite Tragseilanordnung 68 und eine zweite
Unterseilanordnung 70 mit dem zweiten Gegengewicht 38 gekoppelt. Die zweite Tragseilanordnung
68 ist mit einem ersten Seilende 72 an der Schachtdecke 22 festgelegt. Ausgehend vom
ersten Seilende 72 erstreckt sich die zweite Tragseilanordnung 68 vertikal nach unten
bis zu einer an einem Fahrkorbboden 74 des zweiten Fahrkorbes 28 drehbar gelagerten
dritten Fahrkorbrolle 76, die der dritten Schachtwand 18 zugeordnet ist. Von der dritten
Fahrkorbrolle 76 erstreckt sich die zweite Tragseilanordnung 68 in horizontaler Richtung
zu einer ebenfalls am Fahrkorbboden 74 drehbar gelagerten vierten Fahrkorbrolle 78,
die der ersten Schachtwand 14 zugeordnet ist. Ausgehend von der vierten Fahrkorbrolle
78 erstreckt sich die zweite Tragseilanordnung 68 in vertikaler Richtung nach oben
bis zur zweiten Treibscheibe 32, von der aus sich die zweite Tragseilanordnung 68
im dargestellten Ausführungsbeispiel in vertikaler Richtung nach unten bis zu einer
Gegengewichtsrolle 80 erstreckt, die am zweiten Gegengewicht 38 drehbar gelagert ist.
Ausgehend von der Gegengewichtsrolle 80 erstreckt sich die zweite Tragseilanordnung
68 in vertikaler Richtung nach oben bis zu einem zweiten Seilende 82 der zweiten Tragseilanordnung68,
das an der Schachtdecke 22 fixiert ist. Statt am Fahrkorbboden 74 könnten die Fahrkorbrollen
76, 78 auch an der Fahrkorbdecke 75 des zweiten Fahrkorbs 28 gehalten sein.
[0036] Im Bereich zwischen dem ersten Seilende 72 und der dritten Fahrkorbrolle 76 bildet
die zweite Tragseilanordnung 68 einen ersten Tragseilabschnitt 84 aus, und im Bereich
zwischen der vierten Fahrkorbrolle 78 und der zweiten Treibscheibe 32 bildet die zweite
Tragseilanordnung 68 einen zweiten Tragseilabschnitt 86 aus. Der oberhalb des zweiten
Fahrkorbs 28 angeordnete erste Fahrkorb 26 ist zwischen dem ersten Tragseilabschnitt
84 und dem zweiten Tragseilabschnitt 86 positioniert, so dass die beiden Tragseilabschnitte
84, 86 sich an einander gegenüberliegenden Seiten des ersten Fahrkorbes 26 und des
zweiten Fahrkorbs 28 entlang erstrecken.
[0037] Die zweite Unterseilanordnung 70 ist mit einem ersten Seilende 88 am Fahrkorbboden
74 festgelegt und erstreckt sich vom ersten Seilende 88 in vertikaler Richtung nach
unten zu einer fünften Umlenkrolle 90 der Seilumlenkeinrichtung 45. Von der fünften
Umlenkrolle 90 erstreckt sich die zweite Unterseilanordnung 70 in horizontaler Richtung
zu einer sechsten Umlenkrolle 92 der Seilumlenkeinrichtung 45, und von der sechsten
Umlenkrolle 92 erstreckt sich die zweite Unterseilanordnung 70 bis zu einem zweiten
Seilende 94 der zweiten Unterseilanordnung 70, das am zweiten Gegengewicht 38 festgelegt
ist.
[0038] Die Aufzuganlage 10 kommt insbesondere bei sehr hohen Gebäuden zum Einsatz, so dass
die beiden Tragseilabschnitte 84, 86 ebenso wie die beiden Unterseilabschnitte 64,
66 eine beträchtliche Länge aufweisen können. Beispielsweise aufgrund von Bewegungen
des Gebäudes, in dem die Aufzuganlage 10 montiert ist, kann es zu Schwingungen der
Tragseilabschnitte 84, 86 und der Unterseilabschnitte 64, 66 kommen, wobei die Tragseilabschnitte
84, 86 und die Unterseilabschnitte 64, 66 sich in horizontaler Richtung auslenken.
Um hierbei zu vermeiden, dass die Tragseilabschnitte 84, 86 oder auch die Unterseilabschnitte
64, 66 die Fahrkörbe 26, 28 in ihrer Fahrt beeinträchtigen können, weist die Aufzuganlage
10 eine Schwingungsbegrenzungseinrichtung 100 auf mit insgesamt acht Begrenzungsgliedern,
die jeweils zwei bewegbare Begrenzungselemente und ein Antriebselement in Form eines
steuerbaren Elektromotors aufweisen und über Steuerleitungen mit einer Schwingungsbegrenzungssteuerung
102 verbunden sind, die ihrerseits über eine Verbindungsleitung mit der Aufzugsteuervorrichtung
34 in Verbindung steht.
[0039] Ein erstes Begrenzungsglied 104 und ein in vertikaler Richtung fluchtend und im Abstand
zu diesem angeordnetes zweites Begrenzungsglied 106 sind dem ersten Tragseilabschnitt
84 zugeordnet und an der dritten Schachtwand 18 festgelegt. Ein drittes Begrenzungsglied
108 und ein viertes Begrenzungsglied 110, die in vertikaler Richtung fluchtend zueinander
angeordnet sind, sind dem zweiten Tragseilabschnitt 86 zugeordnet. Das dritte Begrenzungsglied
108 und das viertes Begrenzungsglied 110 sind an der ersten Schachtwand 14 festgelegt.
[0040] Dem ersten Unterseilabschnitt 64 sind ein fünftes Begrenzungsglied 112 und ein sechstes
Begrenzungsglied 114 zugeordnet, die in vertikaler Richtung fluchtend und im Abstand
zueinander an der dritten Schachtwand 18 festgelegt sind, und dem zweiten Unterseilabschnitt
66 sind ein siebtes Begrenzungsglied 116 und ein achtes Begrenzungsglied 118 zugeordnet,
die in vertikaler Richtung fluchtend und im Abstand zueinander an der ersten Schachtwand
14 festgelegt sind. Zur Erzielung einer besseren Übersicht sind die fünften bis achten
Begrenzungsglieder 112, 114, 116 und 118 in Figur 1 gestrichelt dargestellt.
[0041] Jedes Begrenzungsglied 104 bis 118 weist ein steuerbares Antriebselement in Form
eines Elektromotors 105 bis 119 auf.
[0042] Die Begrenzungsglieder 104 bis 118 sind identisch ausgestaltet. Wie aus den Figuren
2 bis 5 deutlich wird, umfassen die Begrenzungsglieder 104 bis 118 jeweils ein plattenförmiges
Lagerelement 122, das an einer Schachtwand festlegbar ist und an dem jeweils ein erster
Begrenzungselement 124 und ein zweiter Begrenzungselement 126 um vertikal ausgerichtete
Schwenkachsen verschwenkbar gelagert sind. Bezüglich einer senkrecht zum plattenförmigen
Lagerelement 122 ausgerichteten Spiegelebene sind die beiden Begrenzungselemente 124,
126 spiegelsymmetrisch zueinander ausgebildet. Sie sind jeweils nach Art einer Klammerbacke
ausgestaltet und können mittels des bereits erläuterten Elektromotors zwischen einer
in den Figuren 2 und 4 dargestellten Begrenzungsstellung und einer in den Figuren
3 und 5 dargestellten Freigabestellung horizontal hin und her verschwenkt werden.
In der Begrenzungsstellung umgreifen die beiden Begrenzungselemente 124, 126 in Kombination
mit dem Lagerelement 122 jeweils den zugeordneten Seilabschnitt. Hierbei sind die
beiden Begrenzungselemente 124, 126 in der Begrenzungsstellung an der Seite des jeweiligen
Seilabschnitts positionierbar, die dem Fahrkorb zugewandt ist, der über den Seilabschnitt
mit einem Gegengewicht gekoppelt ist.
[0043] Die Tragseilabschnitte 84, 86, über die der zweite Fahrkorb 28 mit dem zweiten Gegengewicht
38 gekoppelt ist, können sich somit nicht in Richtung des ersten Fahrkorbs 26 horizontal
auslenken, an dem sie seitlich entlang geführt sind, wenn die Begrenzungsglieder 104,
106, 108 und 110 ihre Begrenzungsstellung einnehmen. In entsprechender Weise können
sich die Unterseilabschnitte 64, 66, über die der erste Fahrkorb 26 mit dem ersten
Gegengewicht 36 gekoppelt ist, in horizontaler Richtung nicht in Richtung des zweiten
Fahrkorbs 28 horizontal auslenken, an dem sie seitlich entlang geführt sind, wenn
die Begrenzungsglieder 112, 114, 116 und 118 ihre Begrenzungsstellung einnehmen.
[0044] In ihrer Freigabestellung geben die Begrenzungselemente 124, 126 die dem jeweiligen
Fahrkorb zugeordnete Seite des Seil- oder Riemenabschnitts frei. Dies wird aus den
Figuren 3 und 5 deutlich. In der Freigabestellung sind die Begrenzungselemente 124,
126 in Richtung auf die Schachtwand ausgeschwenkt, an der das jeweilige Begrenzungsglied
festgelegt ist.
[0045] In der Begrenzungsstellung tauchen die Begrenzungselemente 124, 126 der den Tragseilabschnitten
84, 86 zugeordneten Begrenzungsglieder 104, 106, 108 und 110 in den Bereich der vertikalen
Projektion der Fahrkorbrollen 76, 78 des zweiten Fahrkorbs 28 ein, wohingegen sie
in ihrer Freigabestellung eine Position außerhalb der vertikalen Projektion der Fahrkorbrollen
76, 78 einnehmen. In entsprechender Weise tauchen die Begrenzungselemente 124, 126
der den Unterseilabschnitten 64, 66 zugeordneten Begrenzungsglieder 112, 114, 116
und 118 in ihrer Begrenzungsstellung in den Bereich der vertikalen Projektion der
Fahrkorbrollen 56, 58 ein, wohingegen sie in ihrer Freigabestellung eine Position
außerhalb der vertikalen Projektionen der Fahrkorbrollen 56, 58 einnehmen.
[0046] Die Steuerung der den Tragseilabschnitten 84, 86 zugeordneten Begrenzungsglieder
104 bis 110 erfolgt in Abhängigkeit von den Abständen, die der über die Tragseilabschnitte
84, 86 mit dem zweiten Gegengewicht 38 gekoppelte zweite Fahrkorb 28 zu den Begrenzungsgliedern
104 bis 118 aufweist. In entsprechender Weise erfolgt die Steuerung der den Unterseilabschnitten
64, 66 zugeordneten Begrenzungsglieder 112 bis 118 in Abhängigkeit von den Abständen,
die der über die Unterseilabschnitte 64, 66 mit dem ersten Gegengewicht 36 gekoppelte
erste Fahrkorb 26 zu den Begrenzungsgliedern 112 bis 118 aufweist. Hierzu werden der
Seilschwingungsbegrenzungssteuerung 102 von der Aufzugsteuervorrichtung 34 die Positionsdaten
der beiden Fahrkörbe 26, 28 bereitgestellt. Aufgrund der bereitgestellten Positionsdaten
berechnet die Schwingungsbegrenzungssteuerung 102 die Abstände, die der erste Fahrkorb
26 und der zweite Fahrkorb 28 zu den jeweiligen Begrenzungsgliedern 104 bis 118 aufweisen.
Überschreitet der aktuelle Abstand einen vorgegebenen Mindestabstand, so steuert die
Schwingungsbegrenzungssteuerung die Begrenzungselemente 124, 126 des jeweiligen Begrenzungsgliedes
104 bis 118 derart, dass die Begrenzungselemente 124, 126 ihre Begrenzungsstellung
einnehmen, in der sie den jeweils zugeordneten Seil- oder Riemenabschnitt umgreifen.
Zwar tauchen die Begrenzungselemente 124, 126 in dieser Stellung in die vertikalen
Projektionen der seitlich nach außen ragenden Fahrkorbrollen 56, 58, 76, 78 der jeweiligen
Fahrkörbe 26 bzw. 28 ein, da jedoch die Fahrkörbe 26, 28 den vorgegebenen Mindestabstand
überschreiten, besteht keine Gefahr, dass die Begrenzungselemente 124, 126 mit den
Fahrkörben 26, 28 kollidieren. Unterschreitet jedoch der aktuelle Abstand der Fahrkörbe
26, 28 den vorgegebenen Mindestabstand, so steuert die Schwingungsbegrenzungssteuerung
102 die Bewegung der Begrenzungselemente 124, 126 des jeweiligen Begrenzungsgliedes
104 bis 118 derart, dass die Begrenzungselemente 124, 126 ihre Freigabestellung einnehmen,
in der sie außerhalb der vertikalen Projektion der Fahrkorbrollen 56, 58, 76, 78 angeordnet
sind, so dass die Fahrkörbe 26, 28 kollisionsfrei an den Begrenzungsgliedern 104 bis
118 vorbeifahren können.
[0047] Durch den Einsatz der beiden Fahrkörbe 26, 28, die getrennt voneinander im Schacht
12 in vertikaler Richtung nach oben und nach unten verfahren werden können, kann eine
Vielzahl von Personen innerhalb kurzer Zeit mittels der Aufzuganlage 10 befördert
werden. Die Unterseilabschnitte 64, 66, über die der erste Fahrkorb 26 mit dem ersten
Gegengewicht 36 gekoppelt ist, sind seitlich am zweiten Fahrkorb 28 entlanggeführt,
und die Tragseilabschnitte 84, 86, über die der zweite Fahrkorb 28 mit dem zweiten
Gegengewicht 38 gekoppelt ist, sind seitlich am ersten Fahrkorb 26 entlanggeführt.
Um im Falle sich ausbildender Seilschwingungen zu vermeiden, dass die Unterseilabschnitte
64, 66 den zweiten Fahrkorb 28 oder die Tragseilabschnitte 84, 86 den ersten Fahrkorb
behindern können, kommt die Schwingungsbegrenzungseinrichtung 100 zum Einsatz, die
derartigen Seilschwingungen entgegenwirkt.
1. Aufzuganlage mit einem Schacht (12), in dem ein erster Fahrkorb (26) und ein unterhalb
des ersten Fahrkorbs (26) angeordneter zweiter Fahrkorb (28) getrennt voneinander
in vertikaler Richtung nach oben und nach unten verfahrbar sind, wobei der erste Fahrkorb
(26) über eine erste Seil- oder Riemenanordnung (40, 42) mit einem ersten Gegengewicht
(36) und der zweite Fahrkorb (28) über eine zweite Seil- oder Riemenanordnung (68,
70) mit einem zweiten Gegengewicht (38) gekoppelt ist und wobei zumindest eine Seil-
oder Riemenanordnung (42, 68) zwei Seil- oder Riemenabschnitte (64, 66; 84, 86) aufweist,
über die einer der beiden Fahrkörbe (26, 28) mit einem Gegengewicht (36, 38) gekoppelt
ist und die sich entlang zumindest einer Seite des anderen Fahrkorbs (26, 28) erstrecken,
wobei die Aufzuganlage (10) zur Begrenzung von Seil- oder Riemenschwingungen mindestens
ein Begrenzungsglied (104, 106, 108, 110, 112, 114, 116, 118) aufweist, das in einer
vorgegebenen Position im Schacht (12) gehalten und einem Seil- oder Riemenabschnitt
(64, 66, 84, 86) zugeordnet ist und mindestens ein Begrenzungselement (124, 126) aufweist,
wobei das mindestens eine Begrenzungselement (124, 126) in Abhängigkeit von der Position
des Fahrkorbs (26, 28), welcher über den zugeordneten Seil- oder Riemenabschnitt (64,
66, 84, 86) mit dem Gegengewicht (36, 38) gekoppelt ist, zwischen einer Begrenzungsstellung
und einer Freigabestellung hin und her bewegbar ist, wobei das mindestens eine Begrenzungselement
(124, 126) in der Begrenzungsstellung an der Seite des zugeordneten Seil- oder Riemenabschnitts
(64, 66, 84, 86) positionierbar ist, die dem über den Seil- oder Riemenabschnitt (64,
66, 84, 86) mit einem Gegengewicht (36, 38) gekoppelten Fahrkorb (26, 28) zugewandt
ist, und wobei das mindestens eine Begrenzungselement (124, 126) in der Freigabestellung
diese Seite freigibt,
wobei die zweite Seil- oder Riemenanordnung eine Tragseil- oder Tragriemenanordnung
(68) aufweist, an der der zweite Fahrkorb (28) aufgehängt ist und die um eine oberhalb
der beiden Fahrkörbe (26, 28) angeordnete zweite Treibscheibe (32) geführt ist und
den zweiten Fahrkorb (28) mit dem zweiten Gegengewicht (38) koppelt und die zwei Tragseil-
oder Tragriemenabschnitte (84, 86) aufweist, die sich seitlich entlang des ersten
Fahrkorbs (26) erstrecken, wobei jedem Tragseil- oder Tragriemenabschnitt (84, 86)
mindestens ein Begrenzungsglied (104, 106, 108, 110) zugeordnet ist, wobei jedem der
Tragseil- oder Tragriemenabschnitte (84, 86) mindestens ein Begrenzungsglied (104,
106, 108,110) zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Begrenzungselement (124, 126) des Begrenzungsglieds (104, 106,
108, 110) seine Begrenzungsstellung einnimmt, wenn der zweite Fahrkorb (28) in einer
Stellung unterhalb des Begrenzungsglieds (104, 106, 108, 110) einen vorgegebenen Mindestabstand
zu diesem Begrenzungsglied (104, 106, 108, 110) überschreitet, und wobei das mindestens
eine Begrenzungselement (124, 126) des Begrenzungsglieds (104, 106, 108, 110) seine
Freigabestellung einnimmt, wenn der zweite Fahrkorb (28) den vorgegebenen Mindestabstand
unterschreitet.
2. Aufzuganlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Seil- oder Riemenanordnung eine Unterseil- oder Unterriemenanordnung (42)
aufweist, die um eine unterhalb der beiden Fahrkörbe (26, 28) angeordnete Seilumlenkeinrichtung
(45) geführt ist und den ersten Fahrkorb (26) mit dem ersten Gegengewicht (36) koppelt
und die zwei Unterseil- oder Unterriemenabschnitte (64, 66) aufweist, die sich seitlich
entlang des zweiten Fahrkorbs (28) erstrecken, wobei jedem Unterseil- oder Unterriemenabschnitt
(64, 66) mindestens ein Begrenzungsglied (112, 114, 116, 118) zugeordnet ist.
3. Aufzuganlage nach Anspruch 2, dass jedem der Unterseil- oder Unterriemenabschnitte
(84, 86) mindestens ein Begrenzungsglied (112, 114, 116, 118) zugeordnet ist, wobei
das mindestens eine Begrenzungselement (124, 126) des Begrenzungsglieds (112, 114,
116, 118) seine Begrenzungsstellung einnimmt, wenn der erste Fahrkorb (26) in einer
Stellung oberhalb des Begrenzungsglieds (104, 106, 108, 110) einen vorgegebenen Mindestabstand
zu diesem Begrenzungsglied (104, 106, 108, 110) überschreitet, und wobei das mindestens
eine Begrenzungselement (124, 126) des Begrenzungsglieds (112, 114, 116, 118) seine
Freigabestellung einnimmt, wenn der erste Fahrkorb (28) den vorgegebenen Mindestabstand
unterschreitet.
4. Aufzuganlage nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Fahrkorb (26, 28) zwei seitlich jeweils über eine Seitenwand des Fahrkorbs
(26, 28) hervorstehende Befestigungs- oder Umlenkglieder (56, 58, 76, 78) aufweist,
an denen jeweils ein Seil- oder Riemenabschnitt (64, 66, 84, 86) festgelegt oder umgelenkt
ist, und dass das mindestens eine Begrenzungselement (124, 126) des diesem Seil- oder
Riemenabschnitt (64, 66, 84, 86) zugeordneten mindestens einen Begrenzungsglieds (104,
106, 108, 110, 112, 114, 116, 118) in seiner Begrenzungsstellung in den Bereich der
vertikalen Projektion eines Befestigungs- oder Umlenkglieds (56, 58, 76, 78) eintaucht
und in seiner Freigabestellung außerhalb der vertikalen Projektion des Befestigungs-
oder Umlenkglieds (56, 58, 76, 78) angeordnet ist.
5. Aufzuganlage nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Begrenzungselement (124, 126) in seiner Begrenzungsstellung einen
Seil- oder Riemenabschnitt (64, 66, 84, 86) hintergreift.
6. Aufzuganlage nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Begrenzungsglied (104 - 118) zwei Begrenzungselemente (124, 126)
aufweist, die in ihrer Begrenzungsstellung einen Seil- oder Riemenabschnitt (64, 66,
84, 86) klammerartig umgreifen.
7. Aufzuganlage nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Begrenzungselemente (124, 126) zwischen der Freigabestellung und der Begrenzungsstellung
hin und her verschwenkbar gelagert sind.
8. Aufzuganlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Begrenzungsglied (104 - 118) ein Lagerelement (122) aufweist,
an dem die Begrenzungselemente (124, 126) verschwenkbar gelagert sind und das an einer
Schachtwand festlegbar ist.
9. Aufzuganlage nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Begrenzungsglied (104 - 118) ein steuerbares motorisches Antriebselement
(105, 107, 109, 111, 113, 115, 117, 119) aufweist, das mit einer Steuereinrichtung
(34, 102) gekoppelt ist.
10. Aufzuganlage nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufzuganlage (10) eine Schwingungsbegrenzungssteuerung (102) aufweist, die mit
dem Antriebselement (105, 107, 109, 111, 113, 115, 117, 119) verbunden ist.
1. Elevator installation with a shaft (12) in which a first elevator car (26) and a second
elevator car (28) arranged below the first elevator car (26) are movable upward and
downward in the vertical direction separately from each other, wherein the first elevator
car (26) is coupled to a first counterweight (36) via a first rope or belt arrangement
(40, 42) and the second elevator car (28) is coupled to a second counterweight (38)
via a second rope or belt arrangement (68, 70), and wherein at least one rope or belt
arrangement (42, 68) has two rope or belt sections (64, 66; 84, 86) via which one
of the two elevator cars (26, 28) is coupled to a counterweight (36, 38) and which
extend along at least one side of the other elevator car (26, 28), wherein, in order
to limit rope or belt oscillations, the elevator installation (10) has at least one
limiting member (104, 106, 108, 110, 112, 114, 116, 118) which is held in a predetermined
position in the shaft (12) and is assigned to a rope or belt section (64, 66, 84,
86) and has at least one limiting element (124, 126), wherein the at least one limiting
element (124, 126) is movable to and fro between a limiting position and a release
position depending on the position of the elevator car (26, 28) which is coupled to
the counterweight (36, 38) via the associated rope or belt section (64, 66, 84, 86),
wherein, in the limiting position, the at least one limiting element (124, 126) can
be positioned on that side of the associated rope or belt section (64, 66, 84, 86)
which faces the elevator car (26, 28) coupled to a counterweight (36, 38) via the
rope or belt section (64, 66, 84, 86), and wherein, in the release position, the at
least one limiting element (124, 126) releases said side, wherein the second rope
or belt arrangement has a supporting rope or supporting belt arrangement (68) on which
the second elevator car (28) is suspended and which is guided around a second drive
pulley (32) arranged above the two elevator cars (26, 28) and couples the second elevator
car (28) to the second counterweight (38) and which has two supporting rope or supporting
belt sections (84, 86) which extend laterally along the first elevator car (26), wherein
each supporting rope or supporting belt section (84, 86) is assigned at least one
limiting member (104, 106, 108, 110), wherein each of the supporting rope or supporting
belt sections (84, 86) is assigned at least one limiting member (104, 106, 108, 110),
characterized in that the at least one limiting element (124, 126) of the limiting member (104, 106, 108,
110) takes up the limiting position thereof if the second elevator car (28), in a
position below the limiting member (104, 106, 108, 110), exceeds a predetermined minimum
distance from said limiting member (104, 106, 108, 110), and wherein the at least
one limiting element (124, 126) of the limiting member (104, 106, 108, 110) takes
up the release position thereof if the second elevator car (28) falls short of the
predetermined minimum distance.
2. Elevator installation according to Claim 1, characterized in that the first rope or belt arrangement has a compensating rope or compensating belt arrangement
(42) which is guided around a rope deflecting device (45) arranged below the two elevator
cars (26, 28) and couples the first elevator car (26) to the first counterweight (36)
and which has two compensating rope or compensating belt sections (64, 66) which extend
laterally along the second elevator car (28), wherein each compensating rope or compensating
belt section (64, 66) is assigned at least one limiting member (112, 114, 116, 118).
3. Elevator installation according to Claim 2, in that each of the compensating rope
or compensating belt sections (84, 86) is assigned at least one limiting member (112,
114, 116, 118), wherein the at least one limiting element (124, 126) of the limiting
member (112, 114, 116, 118) takes up the limiting position thereof if the first elevator
car (26), in a position above the limiting member (104, 106, 108, 110), exceeds a
predetermined minimum distance from said limiting member (104, 106, 108, 110), and
wherein the at least one limiting element (124, 126) of the limiting member (112,
114, 116, 118) takes up the release position thereof if the first elevator car (28)
falls short of the predetermined minimum distance.
4. Elevator installation according to one of the preceding claims, characterized in that at least one elevator car (26, 28) has two fastening or deflecting members (56, 58,
76, 78) which each protrude laterally over a side wall of the elevator car (26, 28)
and to or at which a respective rope or belt section (64, 66, 84, 86) is secured or
deflected, and in that the at least one limiting element (124, 126) of the at least one limiting member
(104, 106, 108, 110, 112, 114, 116, 118) assigned to said rope or belt section (64,
66, 84, 86), in the limiting position thereof, enters the region of the vertical projection
of a fastening or deflecting member (56, 58, 76, 78) and, in the release position
thereof, is arranged outside the vertical projection of the fastening or deflecting
member (56, 58, 76, 78).
5. Elevator installation according to one of the preceding claims, characterized in that the at least one limiting element (124, 126), in the limiting position thereof, engages
behind a rope or belt section (64, 66, 84, 86).
6. Elevator installation according to one of the preceding claims, characterized in that the at least one limiting member (104-118) has two limiting elements (124, 126) which,
in the limiting position thereof, engage around a rope or belt section (64, 66, 84,
86) in the manner of clamps.
7. Elevator installation according to Claim 6, characterized in that the limiting elements (124, 126) are mounted so as to be pivotable to and fro between
the release position and the limiting position.
8. Elevator installation according to Claim 7, characterized in that the at least one limiting member (104-118) has a bearing element (122) on which the
limiting elements (124, 126) are pivotably mounted and which can be secured to a shaft
wall.
9. Elevator installation according to one of the preceding claims, characterized in that the at least one limiting member (104-118) has a controllable motorized driving element
(105, 107, 109, 111, 113, 115, 117, 119) which is coupled to a control device (34,
102).
10. Elevator installation according to Claim 9, characterized in that the elevator installation (10) has an oscillation-limiting controller (102) which
is connected to the driving element (105, 107, 109, 111, 113, 115, 117, 119).
1. Installation d'ascenseur avec une cage (12), dans laquelle une première cabine (26)
et une deuxième cabine (28) disposée en dessous de la première cabine (26) sont déplaçables
séparément l'une de l'autre en direction verticale vers le haut et vers le bas, dans
laquelle la première cabine (26) est couplée à un premier contrepoids (36) par un
premier agencement de câbles ou de courroies (40, 42) et la deuxième cabine (28) est
couplée à un deuxième contrepoids (38) par un deuxième agencement de câbles ou de
courroies (68, 70) et dans laquelle au moins un agencement de câbles ou de courroies
(42, 68) présente deux sections de câble ou de courroie (64, 66; 84, 86), par lesquelles
une des deux cabines (26, 28) est couplée à un contrepoids (36, 38) et qui s'étendent
le long d'au moins un côté de l'autre cabine (26, 28), dans laquelle l'installation
d'ascenseur (10) présente, pour la limitation des oscillations de câble ou de courroie,
au moins un organe de limitation (104, 106, 108, 110, 112, 114, 116, 118), qui est
maintenu dans une position prédéterminée dans la cage (12) et qui est associé à une
section de câble ou de courroie (64, 66, 84, 86) et présente au moins un élément de
limitation (124, 126), dans laquelle ledit au moins un élément de limitation (124,
126) peut être déplacé en mouvement réciproque entre une position de limitation et
une position de libération en fonction de la position de la cabine (26, 28), qui est
couplée au contrepoids (36, 38) par l'agencement de câbles ou de courroies associé
(64, 66, 84, 86), dans laquelle ledit au moins un élément de limitation (124, 126)
dans la position de limitation peut être positionné sur le côté de la section de câble
ou de courroie associée (64, 66, 84, 86), qui est tourné vers la cabine (26, 28) couplée
à un contrepoids (36, 38) par la section de câble ou de courroie (64, 66, 84, 86),
et dans laquelle ledit au moins un élément de limitation (124, 126) dans la position
de libération libère ce côté,
dans laquelle le deuxième agencement de câbles ou de courroies présente un agencement
de câbles porteurs ou de courroies porteuses (68), auquel la deuxième cabine (28)
est suspendue et qui est guidé autour d'une deuxième poulie motrice (32) disposée
au-dessus des deux cabines (26, 28) et qui couple la deuxième cabine (28) au deuxième
contrepoids (38) et qui présente deux sections de câble porteur ou de courroie porteuse
(84, 86), qui s'étendent latéralement le long de la première cabine (26), dans laquelle
au moins un organe de limitation (104, 106, 108, 110) est associé à chaque section
de câble porteur ou de courroie porteuse (84, 86),
dans laquelle au moins un organe de limitation (104, 106, 108, 110) est associé à
chacune des sections de câble porteur ou de courroie porteuse (84, 86), caractérisée en ce que ledit au moins un élément de limitation (124, 126) de l'organe de limitation (104,
106, 108, 110) occupe sa position de limitation lorsque la deuxième cabine (28) dépasse
dans une position située en dessous de l'organe de limitation (104, 106, 108, 110)
une distance minimale prédéterminée de cet organe de limitation (104, 106, 108, 110),
et dans laquelle ledit au moins un élément de limitation (124, 126) de l'organe de
limitation (104, 106, 108, 110) occupe sa position de libération, lorsque la deuxième
cabine (28) est en deçà de la distance minimale prédéterminée.
2. Installation d'ascenseur selon la revendication 1, caractérisée en ce que le premier agencement de câbles ou de courroies présente un agencement de câbles
inférieurs ou de courroies inférieures (42), qui est guidé autour d'un dispositif
de déviation de câble (45) disposé en dessous des deux cabines (26, 28) et qui couple
la première cabine (26) au premier contrepoids (36) et qui présente deux sections
de câble inférieur ou de courroie inférieure (64, 66), qui s'étendent latéralement
le long de la deuxième cabine (28), dans laquelle au moins un organe de limitation
(112, 114, 116, 118) est associé à chaque section de câble inférieur ou de courroie
inférieure (64, 66).
3. Installation d'ascenseur selon la revendication 2, qu'au moins un organe de limitation
(112, 114, 116, 118) est associé à chacune des sections de câble inférieur ou de courroie
inférieure (84, 86), dans laquelle ledit au moins un élément de limitation (124, 126)
de l'organe de limitation (112, 114, 116, 118) occupe sa position de limitation, lorsque
la première cabine (26) dépasse dans une position située au-dessus de l'organe de
limitation (104, 106, 108, 110) une distance minimale prédéterminée de cet organe
de limitation (104, 106, 108, 110), et dans laquelle ledit au moins un élément de
limitation (124, 126) de l'organe de limitation (112, 114, 116, 118) occupe sa position
de libération lorsque la première cabine (28) reste en deçà de la distance minimale
prédéterminée.
4. Installation d'ascenseur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'au moins une cabine (26, 28) présente deux organes de fixation ou de déviation (56,
58, 76, 78) saillants latéralement sur une paroi latérale de la cabine (26, 28), sur
lesquels est respectivement fixée ou déviée une section de câble ou de courroie (64,
66, 84, 86), et en ce que ledit au moins un élément de limitation (124, 126) dudit au moins un organe de limitation
(104, 106, 108, 110, 112, 114, 116, 118) associé à cette section de câble ou de courroie
(64, 66, 84, 86) dans sa position de limitation plonge dans la région de la projection
verticale d'un organe de fixation ou de déviation (56, 58, 76, 78) et dans sa position
de libération est disposé à l'extérieur de la projection verticale de l'organe de
fixation ou de déviation (56, 58, 76, 78).
5. Installation d'ascenseur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que ledit au moins un élément de limitation (124, 126) dans sa position de limitation
accroche une section de câble ou de courroie (64, 66, 84, 86).
6. Installation d'ascenseur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que ledit au moins un organe de limitation (104 - 118) présente deux éléments de limitation
(124, 126), qui dans leur position de limitation entourent à la façon d'une pince
une section de câble ou de courroie (64, 66, 84, 86).
7. Installation d'ascenseur selon la revendication 6, caractérisée en ce que les éléments de limitation (124, 126) sont montés de façon oscillante alternée entre
la position de libération et la position de limitation.
8. Installation d'ascenseur selon la revendication 7, caractérisée en ce que ledit au moins un organe de limitation (104 - 118) présente un élément de palier
(122), sur lequel les éléments de limitation (124, 126) sont montés de façon pivotante
et qui peut être fixé à une paroi de la cage.
9. Installation d'ascenseur selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que ledit au moins un organe de limitation (104 - 118) présente un élément d'entraînement
motorisé réglable (105, 107, 109, 111, 113, 115, 117, 119), qui est couplé à un dispositif
de commande (34, 102).
10. Installation d'ascenseur selon la revendication 9, caractérisée en ce que l'installation d'ascenseur (10) présente une commande de limitation des oscillations
(102), qui est reliée à l'élément d'entraînement (105, 107, 109, 111, 113, 115, 117,
119).
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