[0001] Die Erfindung betrifft einen Auftragskopf für ein Dosiersystem zur Verwendung mit
Mehrkomponenten-Klebstoffen mit einer Zuführeinheit zum Zuführen von zumindest zwei
Komponenten eines Mehrkomponenten-Klebstoffes und eine sich in einer Materialfließrichtung
an die Zuführeinheit anschließende Mischeinheit, umfassend eine sich entlang der Materialfließrichtung
zwischen einer Einlassöffnung und einer Auslassöffnung erstreckende Mischkammer mit
einem Mischkörper, der in der Mischkammer angeordnet ist. Darüber hinaus betrifft
die Erfindung eine Mischeinheit, eine Mischkammer und einen in die Mischkammer einsetzbaren
Mischkörper für einen derartigen Auftragskopf.
[0002] Ein derartiger Auftragskopf wird z. B. in der Klebstoff-Fügetechnik in der Automobilindustrie
verwendet, um Klebstoffe hochpräzise auftragen zu können. In dem Auftragskopf werden
durch jeweils in die Mischkammer separat mündende Komponenten-Leitungsausgänge der
Zuführeinheit zumindest zwei Komponenten eines Mehrkomponenten-Klebstoffes eingeführt
und in der Mischkammer durch einen Motor-angetriebenen Mischkörper vermischt. Der
Motor ist in Materialfließrichtung oberhalb der Mischkammer angeordnet. Hierbei ragt
eine Rotorwelle des Motors in die Mischkammer hinein und ist über Lager und Dichtungen
in der Mischkammer gelagert. Der Mischkörper ist hierbei an einer Verlängerung des
Motors ausgebildet. Der Mischkörper ist somit an den Rotor mechanisch gekoppelt und
wird über den Motor angetrieben.
[0003] Sobald die Klebstoff-Komponenten in der Mischkammer durch den Mischkörper miteinander
vermischt werden, härtet die hieraus sich bildende Klebstoffmasse innerhalb von einer
von der Klebstoff-Art abhängigen Zeit aus. Im Bereich der Klebstoff-Fügetechnik kann
der Klebstoff beispielsweise innerhalb von zwei bis drei Minuten aushärten. In dem
Fall, dass der Klebstoff nicht verarbeitet wird und in dem Auftragskopf über den Ablauf
seiner Aushärtezeit hinaus bleibt, härtet er in der Mischkammer aus. Bei der Wiederverwendung
des Auftragskopfes muss dann die Mischkammer und ggf. auch der durch die Klebemasse
verklebte Mischkörper ausgetauscht werden. Da das Wechseln der Mischkammer und des
Mischkörpers aufwändig ist und die verklebten Komponenten nicht ohne Weiteres wieder
verwendet werden können, spült man die aushärtbare Klebstoffmasse aus der Mischkammer,
indem man nur eine Klebstoffkomponente in die Mischkammer einspeist. In dieser Weise
wird eine chemische Reaktion, die die Aushärtung des Klebstoffes herbeiführt, innerhalb
des Auftragskopfes unterbunden. Zur Verwendung des Auftragskopfes muss dann die sich
in der Mischkammer befindliche Klebstoffkomponenten-Masse ausgelassen werden. Sowohl
das Aushärten des Klebstoffes in der Mischkammer als auch das Auslassen des Klebstoffes
aus der Mischkammer hat den Nachteil, dass viel Klebemasse ungenutzt bleibt. Ein weiteres
Problem liegt darin, dass die Mischkammer an der Rotorwelle abgedichtet werden muss.
Dichtungen zur Abdichtung von drehbaren Komponenten sind aufwändig und daher kostspielig.
Zusätzlich korrodieren die Dichtungen durch den Klebstoff, wodurch sie häufig gewechselt
werden müssen. Auch muss bei der Wartung der Dichtungen, des Motors, der Zuführeinheit
oder der Mischeinheit stets die Mischeinheit demontiert werden beziehungsweise der
Mischkörper von der Rotorwelle gelöst werden.
[0004] Die Aufgabe der Erfindung liegt folglich darin, einen Auftragskopf zur Verfügung
zu stellen, bei dem die oben beschriebenen Nachteile reduziert werden können und insbesondere
einen Auftragskopf zur Verfügung zu stellen, bei dem Wartungsarbeiten leichter durchgeführt
werden können.
[0005] Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass ein Stator des Motors die Mischkammer in ihrem
Umfang längs der Materialfließrichtung umgibt, wobei sich der Mischkörper in Materialfließrichtung
innerhalb des Innenumfangs des Stators und entlang des Stators erstreckt und durch
den Stator antreibbar ausgebildet ist.
[0006] Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Auftragskopfes wird eine kompakte Bauweise
der Mischeinheit ermöglicht. Die Mischeinheit kann leicht montiert und demontiert
werden. Dabei können Einzelteile der Mischeinheit, d. h. die Mischkammer, der Mischkörper
oder der Stator, oder die gesamte Mischeinheit, d. h. der Motor und die Mischkammer
samt dem Mischkörper, entgegen der Materialfließrichtung an der Zuführeinheit montiert
und in der Materialfließrichtung von der Zuführeinheit demontiert werden.
[0007] Vorzugsweise ist die Mischkammer entlang der Materialfließrichtung von einer als
Innenläufer ausgebildeten Rotor-Hohlwelle umgeben, wobei die Rotor-Hohlwelle verdrehsicher
mit der Mischkammer verbunden ist. Zwecks einer verdrehsicheren Verbindung mit der
Rotor-Hohlwelle kann die Mischkammer z. B. an ihrem radialen Außenumfang eine Nut
aufweisen, die in eine Ausnehmung am radialen Innenumfang der Rotor-Hohlwelle formschlüssig
eingreift. Auch sind andere formschlüssig oder kraftschlüssig lösbare Verbindungen
zwischen der Mischkammer und der Rotor-Hohlwelle denkbar. Eine derartige Weiterbildung
der Erfindung hat z. B. den Vorteil, dass vorhandene handelsübliche Hohlwellenmotoren
verwendet werden können und die Mischkammer und der Mischkörper relativ einfach herzustellen
sind.
[0008] Insbesondere ist der Mischkörper unbeweglich mit der Mischkammer verbunden, insbesondere
einteilig ausgebildet. Hierbei können die Mischkammer und der Mischkörper als ein
gemeinsamer Bauteilsatz aus z. B. durch ein Spritzformverfahren hergestellten Bauteilen
oder auch als ein einziges Spritzformteil hergestellt sein. Beides ermöglicht eine
unkomplizierte Montage.
[0009] Vorzugsweise ist die Mischkammer mit der Rotor-Hohlwelle lösbar verbindbar ausgestaltet.
Die Verbindung zwischen der Rotor-Hohlwelle und der Mischkammer ist dabei derart ausgestaltet,
dass die Mischkammer aus dem Innenraum der Rotor-Hohlwelle entnommen werden kann,
ohne dass die Rotor-Hohlwelle von dem Auftragskopf demontiert werden muss. Dies hat
den Vorteil, dass die Mischkammer mit wenig Zeitaufwand ausgetauscht werden kann,
da sie lediglich entlang der Materialfließrichtung aus dem Innenraum der Rotor- Hohlwelle
heraus oder in die Rotor- Hohlwelle hinein bewegt werden muss.
[0010] In einer alternativen vorteilhaften Ausführungsform ist der Mischkörper als Innenläufer-Rotor
des Motors ausgebildet und der Mischkörper unmittelbar elektromagnetisch durch den
Stator antreibbar ausgebildet. In anderen Worten ist der Mischkörper derart ausgebildet,
dass er direkt durch den Stator angetrieben werden kann, zum Beispiel durch die Anordnung
von Permanentmagneten am Mischkörper. D. h. es wird keine zusätzliche Rotorwelle benötigt,
um den Mischkörper durch den Stator anzutreiben. Hierdurch wird eine in radialer Richtung
kompakte Ausgestaltung der Mischeinheit ermöglicht.
[0011] Vorzugsweise ist der Mischkörper dabei derart in Anpassung an die Mischkammer ausgebildet,
dass er gegen ein Verkippen um seine parallel zur Materialfließrichtung verlaufende
Drehachse gesichert ist. Somit ist eine homogene Vermischung der Klebemasse gewährleistet.
Zudem wird ein Aneinanderreiben des Mischkörpers an einer Innenwand der Mischkammer
vermieden, so dass sowohl die Mischkammer als auch der Mischkörper langlebiger sind.
Zudem ist eine derartig einfache und kompakte Art der Lagerung kostengünstig herstellbar
und wenig anfällig gegenüber Defekten.
[0012] Ein bevorzugtes Merkmal der Erfindung ist, dass die Mischkammer unbeweglich im Stator
angeordnet ist. Hierdurch können einfache und somit kostengünstige Dichtmittel in
den Dichtabschnitten benutzt werden.
[0013] Insbesondere besitzt die Mischkammer zumindest im Bereich des Motors ein magnetisch
durchlässiges Material. Dies hat den Vorteil, dass das elektromagnetische Feld des
Stators energieeffizient zum direkten Antreiben des Mischkörpers genutzt werden kann.
Vorzugsweise ist der Mischkörper zu diesem Zweck vollständig oder teilweise aus einem
permanentmagnetischen Material ausgebildet.
[0014] In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung nimmt die Mischkammer den, insbesondere
als Rotor des Motors ausgebildeten, Mischkörper vollständig auf. Bei Ausführungsformen
der Erfindung mit einem unmittelbar durch den Stator antreibbaren Mischkörper können
einfache und kostengünstige (möglicherweise zur Abdichtung drehbarer Komponenten ungeeignete)
Dichtungen zur Abdichtung der Mischkammer verwendet werden. Auch besteht der Vorteil,
dass die Mischkammer und der Mischkörper zusammen bei Wartungsarbeiten ausgewechselt
werden können, wodurch beim Auswechseln der Mischkammer und des Mischkörpers andere
Komponenten weniger verschmutzt werden. Auch kann Montagezeit eingespart werden. In
diesem Zusammenhang ist es vorteilhaft, wenn die Mischkammer als Spritzformteil und/
oder der Mischkörper als Spritzgussteil ausgebildet sind.
[0015] Vorzugsweise ist die Mischkammer in Materialfließrichtung hohlzylindrisch ausgebildet.
Eine derartig einfache Ausführungsform der Mischkammer ermöglicht eine kostengünstige
Herstellung dieser und die Mischkammer ist bei der Montage einfach handzuhaben.
[0016] Insbesondere ist der Mischkörper zumindest an der Auslassöffnung, insbesondere beidseitig,
in einer Lagerung gegen ein Verschieben entlang der Materialfließrichtung gesichert.
Der Mischkörper kann hierbei in der Lagerung verdrehsicher oder drehbar gehalten sein.
Eine Lagerung ist vor allem für zähviskose Klebstoffe vorteilhaft, bei denen die Viskosität
der Klebemasse ein Verschieben des Mischkörpers in Materialfließrichtung verursachen
würde. Insbesondere ist unabhängig von der Viskosität der Klebstoffe eine Lagerung
des Mischkörpers für alle Ausführungsformen der Erfindung möglich. Alternativ zu einer
Lagerung kann der Mischkörper unbeweglich mit der Mischkammer verbunden oder einteilig
mit dieser ausgebildet sein.
[0017] Vorzugsweise besteht die Lagerung aus einem, insbesondere sternartig und zweidimensional
ausgebildeten, Gerüst mit einem den Mischkörper aufnehmenden, insbesondere in einem
Knotenpunkt mittig des Gerüstes angeordneten, Lagerabschnitt. Die Lagerung eignet
sich durch ihre Ausbildung zum Einbauen in den Innenbereich der Mischkammer, d. h.
die Lagerung kann in einem Bereich angeordnet sein, durch den die Klebemasse fließt.
Insbesondere ist die Lagerung hierbei zwischen dem Mischkörper und der Zuführeinheit
bzw. dem Mischkörper und der Düseneinheit angeordnet. Dies begünstigt eine kompakte
Bauweise der Mischeinheit. In dem Fall, dass die Mischkammer den drehbaren Mischkörper
vollständig aufnimmt, müssen zudem keine Dichtungen zur Abdichtung drehbarer Teile
verwendet werden.
[0018] Insbesondere treffen im Knotenpunkt des Gerüstes zumindest zwei Gerüststreben zusammen.
Dies ist eine Ausführungsform der Lagerung, bei der möglichst viel Bereich des Lagerungs-Querschnitts
für durchfließendes Material freigegeben ist. Weiterhin ist bei dieser Ausführungsform
die Größe der Oberfläche kleiner als bei ebenfalls als Lagerung geeigneten Gittern,
so dass die Oberfläche der Lagerung weniger durch die korrosiv wirkende Klebemasse
angegriffen werden kann. Gleichzeitig ist die Ausführungsform der Lagerung als Gerüst
mit zumindest zwei Gerüststreben mechanisch stabil.
[0019] Vorzugsweise besitzt der Mischkörper eine an der Lagerung drehbar angeordnete, insbesondere
jeweils endseitig oder mittig eine um eine Drehachse des Mischkörpers drehbare Achse
bildende, insbesondere gehärtete, Spitze. Dies ermöglicht einfache und somit kostengünstig
herstellbare Ausführungsformen des Mischkörpers und der Lagerung, die zudem langlebig
sind.
[0020] Auch die bevorzugte Ausführungsform der Erfindung, dass die Mischkammer aus Kunststoff,
insbesondere als ein Spritzformteil, ausgebildet ist, begünstigt eine kostengünstige
Herstellbarkeit der Mischkammer. Insbesondere ist auch der Mischkörper als ein Spritzformteil
ausgebildet.
[0021] Insbesondere schließt sich in Materialfließrichtung eine Düseneinheit an die Mischeinheit
an. Die Düseneinheit ermöglicht ein gezieltes Dosieren der aufgetragenen Klebstoffmenge,
wobei die abgegebene Klebstoffmenge proportional zum Durchmesser der Auslassöffnung
ist.
[0022] Vorzugsweise sind die Mischkammer und/ oder der Mischkörper in Materialfließrichtung
lösbar verbindbar mit der Zuführeinheit ausgestaltet. Dies ermöglicht eine schnelle,
gemeinsame oder separate Auswechslung der Mischkammer und des Mischkörpers in einer
gemeinsamen Montagerichtung.
[0023] Insbesondere ist die Düseneinheit in Materialfließrichtung lösbar verbindbar mit
der Mischkammer und/oder mit dem Mischkörper ausgebildet. Dieses Merkmal ermöglicht,
dass Wartungsarbeiten zeiteffizient durchgeführt werden können.
[0024] Die Aufgabe wird auch durch eine Mischeinheit, umfassend eine Mischkammer mit einem
von einem Motor angetriebenen Mischkörper und einen Stator, gelöst. Diese Mischeinheit
kann bei Wartungsarbeiten vollständig ausgebaut oder eingebaut werden, so dass die
Wartungsarbeiten erleichtert werden können.
[0025] Die Aufgabe wird auch durch eine Mischkammer mit einem von einem Motor angetriebenen
Mischkörper gelöst. Die Mischkammer samt Mischkörper kann, z. B bei einem Verkleben
des Mischkörpers mit der Mischkammer, zusammen ein- und ausgebaut werden, ohne den
Stator oder den Motor demontieren zu müssen. Dies erleichtert die Wartungsarbeiten.
[0026] Zudem wird die Aufgabe auch durch einen Mischkörper gelöst. Eine separate Ausgestaltung
des Mischkörpers erleichtert die Wartungsarbeiten und ermöglicht zudem, sie kostengünstig
durchführen zu können.
[0027] Vorteilhafte Ausführungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen enthalten und
werden anhand des in den beiliegenden Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Querschnitt durch eine erste Ausführungsform eines Auftragskopfes längs einer
Materialfließrichtung Y-Z,
- Fig. 2
- einen Querschnitt durch eine zweite Ausführungsform eines Auftragskopfes längs einer
Materialfließrichtung Y-Z,
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf ein Ausführungsbeispiel einer Lagerung,
[0028] In den verschiedenen Figuren der Zeichnung sind gleiche Teile stets mit denselben
Bezugszeichen versehen.
[0029] Zu der anschließenden Beschreibung wird beansprucht, dass die Erfindung nicht auf
die Ausführungsbeispiele und dabei nicht auf alle oder mehrere Merkmale von beschriebenen
Merkmalskombinationen beschränkt ist, vielmehr ist jedes einzelne Teilmerkmal des/jedes
Ausführungsbeispiels auch losgelöst von allen anderen im Zusammenhang damit beschriebenen
Teilmerkmalen für sich und auch in Kombination mit beliebigen Merkmalen eines anderen
Ausführungsbeispiels von Bedeutung für den Gegenstand der Erfindung.
[0030] Fig. 1 und Fig. 2 zeigen jeweils einen Querschnitt einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Auftragskopfes 1, welcher sich zum Auftragen und Dosieren von einem Mehrkomponten-Klebstoff
eignet. Der Auftragskopf 1 besitzt eine Zuführeinheit 2 zum Zuführen von zumindest
zwei Komponenten eines Mehrkomponenten-Klebstoffes und eine sich in einer Materialfließrichtung
Y-Z anschließende Mischeinheit 3. Die jeweiligen Komponenten des Klebstoffes werden
hierbei durch die Zuführeinheit 2 in Materialfließrichtung Y-Z in eine Mischkammer
4 der Mischeinheit 3 befördert, z. B. indem sie durch einen extern erzeugten Beförderungsdruck
gedrückt werden. Die Mischeinheit 3 umfasst einen von einem Motor 6 angetriebenen
Mischkörper 7 und die sich entlang der Materialfließrichtung Y-Z zwischen einer Einlassöffnung
8 und einer Auslassöffnung 9 erstreckende Mischkammer 4.. In der Mischkammer 4 werden
die Klebstoff-Komponenten zu einer aushärtbaren Klebemasse zusammengeführt und durch
den Mischkörper 7 vermischt.
[0031] In einem ersten Ausführungsbeispiel gemäß der Fig. 1 ist die Mischkammer 4 entlang
der Materialfließrichtung Y-Z von einer als Innenläufer ausgebildeten Rotor-Hohlwelle
5 umgeben, wobei die Rotor- Hohlwelle 5 mit der Mischkammer 4 verdrehsicher verbindbar
ausgebildet ist. Vorzugsweise ist die Mischkammer 4 mit der Rotor-Hohlwelle 5 lösbar
verbindbar ausgestaltet. Für die Verdrehsicherung eignen sich zum Beispiel eine oder
mehrere an der Mischkammer 4 und der Rotor-Hohlwelle 5 ausgebildete Nut-Feder Verbindungen.
Insbesondere ist der Mischkörper 7 unbeweglich mit der Mischkammer 4 verbunden, insbesondere
einteilig mit der Mischkammer 4 ausgebildet, z. B in Form eines Spritzformteils.
[0032] Die Rotor- Hohlwelle 5 ist in diesem Ausführungsbeispiel innerhalb des Stators 10
drehbar geführt, z. B. durch ein im radialen Zwischenbereich zwischen dem Hohlwellen-Außenumfang
und dem Stator- Innenumfang angeordnetes Kugellager 27.
[0033] In einem alternativen Ausführungsbeispiel gemäß der Fig. 2 ist der Mischkörper 7
als sich in Materialfließrichtung Y-Z erstreckender Innen läufer-Rotor des Motors
6 ausgebildet, wobei ein Stator 10 des Motors 6 die Mischkammer 4 in ihrem Umfang
längs der Materialfließrichtung Y-Z umgibt. Hierbei ist der Mischkörper 7 insbesondere
elektromagnetisch unmittelbar durch den Stator 10 antreibbar ausgebildet. Dabei ist
die Mischkammer 4 vorzugsweise unbeweglich in dem Stator 10 angeordnet.
[0034] Beispielsweise besteht der elektromagnetisch unmittelbar durch den Stator 10 antreibbare
Mischkörper 7 der zweiten Ausführungsform im Bereich des Stators 10 aus einem permanentmagnetischen
Material. Vorzugsweise ist die Mischkammer 4 im Bereich des Stators 10 aus einem Material
ausgestaltet, dass magnetisch durchlässig ist. Die derartige Ausbildung des Mischkörpers
7 und der Mischkammer 4 hat den Vorteil, dass die Energie des durch den Stator 10
erzeugten elektromagnetischen Feldes zum Antreiben des Mischkörpers 7 effektiv genutzt
werden kann.
[0035] Der Stator 10 ist insbesondere in allen Ausführungsbeispielen hohlzylindrisch ausgebildet.
Die Mischkammer 4 erstreckt sich vorzugsweise in Materialfließrichtung Y-Z zumindest
über die Länge des Stators 10 parallel zu diesem. Der Stator 10 und die Mischkammer
4 sind insbesondere derart ausgebildet, dass die Mischkammer 4 entlang der Materialfließrichtung
Y-Z aus dem Stator-Innenbereich entnehmbar und in diesen einbringbar ist. Vorzugsweise
ist in allen Ausführungsbeispielen die Mischkammer 4 in Anpassung an den Stator-Innenbereich
hohlzylindrisch ausgebildet. Eine derartig einfache Form-Ausgestaltung der Mischkammer
4 mit den jeweils endseitig angeordneten Öffnungen 8, 9 ermöglicht hierdurch nur zwei
Montageausrichtungen, so dass die Mischkammer 4 bei der Montage leicht handhabbar
ist. Ebenfalls ist möglich, dass der Mischkörper 7 derart ausgebildet ist, dass er
einzeln aus der Mischkammer 4 oder mit ihr gemeinsam aus dem Rotor-Innenbereich des
Stators 10 entnehmbar ist. Vorzugsweise ist die Mischkammer 4 als Spritzformteil ausgestaltet,
das insbesondere aus einem Kunststoff hergestellt ist.
[0036] Der Mischkörper 7 ist zur Durchmischung der sich in der Mischkammer 4 befindlichen
Klebemasse vorgesehen. Der Mischkörper 7 ist vorzugsweise derart ausgebildet, dass
bei seiner Drehung die Klebemasse in Materialfließrichtung Y-Z fließen kann. Hierbei
ist möglich, dass der Mischkörper 7 derart ausgebildet ist, dass er die Klebemasse
in Materialfließrichtung Y-Z weiterbefördert. Beispielsweise kann der Mischkörper
7 spiralförmig, d. h. entlang der Materialfließrichtung an seiner Drehachse hohl,
oder schraubenförmig ausgebildet sein. Auch kann der Mischkörper 7 entlang der Materialfließrichtung
Y-Z, insbesondere über seine axiale Länge gleichmäßig verteilte Ausnehmungen aufweisen.
Der Mischkörper 7 kann einteilig oder mehrteilig ausgebildet sein. In den Ausführungsbeispielen
in Fig. 1 und Fig. 2 ist ein einteilig ausgebildeter Mischkörper 7 gezeigt, der eine
sich entlang der Materialfließrichtung Y-Z erstreckende Spirale aufweist.
[0037] Gemäß der zweiten Ausführungsform in Fig. 2 ist der Mischkörper 7 insbesondere derart
in Anpassung an die Mischkammer 4 ausgebildet, dass der Mischkörper 7 gegen ein Verkippen
um seine parallel zur Materialfließrichtung Y-Z verlaufende Drehachse gesichert ist.
Zu diesem Zweck ist der Mischkörper 7 insbesondere in seinem radialen Umfang um seine
Drehachse in Anpassung an die Mischkammer 4 ausgestaltet. Vorzugsweise ist der Mischkörper
7 entlang der Materialfließrichtung Y-Z zumindest abschnittsweise radial formschlüssig
mit der Mischkammer 4 ausgebildet. Insbesondere weist der Mischkörper 7 hierbei entlang
seiner gesamten Erstreckungslänge in Materialfließrichtung Y-Z den gleichen Abstand
zur Innenwand der Mischkammer 4 auf. Ein unmittelbar durch den Stator antreibbarer
Mischkörper 7 ist insbesondere formschlüssig mit einer Innenwand der Mischkammer 4
ausgebildet.
[0038] Vorzugsweise ist der elektromagnetisch durch den Stator 10 antreibbare Mischkörper
7 gemäß der zweiten Ausführungsform in Fig. 2 derart ausgebildet, dass er durch das
elektromagnetische Feld des Stators 10 innerhalb desselben gehalten ist. Eine derartige
Ausführungsform ist bei dünnviskosen Flüssigkeiten möglich und ermöglicht die Herstellung
einer kompakten Mischkammer 4 bzw. Mischeinheit 3. Alternativ dazu ist der Mischkörper
7 zumindest an der Auslassöffnung 9, insbesondere beidseitig, d. h. an der Einlass-
8 und an der Auslassöffnung 9, in einer Lagerung 12 gegen ein Verschieben entlang
der Materialfließrichtung Y-Z gesichert. Diese Ausführungsform ist für zähviskose
Klebstoffe vorteilhaft, bei denen die Viskosität der Klebemasse ein Verschieben des
Mischkörpers 7 in Materialfließrichtung Y-Z verursachen würde. Vorzugsweise besitzt
der Mischkörper 7, insbesondere jeweils endseitig eine an der Lagerung 12 drehbar
angeordnete, insbesondere gehärtete, Spitze 16a, 16b.
[0039] Weiterhin nimmt die Mischkammer 4 den Mischkörper 7 in den beiden gezeigten Ausführungsbeispielen
vollständig auf.
[0040] Ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel für eine Lagerung 12 des Mischkörpers 7 ist
in der Fig. 3 dargestellt. Hierbei liegt der Mischkörper 7 mit jeweils endseitig an
seiner Drehachse ausgebildeten Spitzen 16a, 16b formschlüssig auf einer jeweiligen
Lagerung 12 auf. Die Lagerungen 12 sind hierbei jeweils mit Lagerabschnitten 15 ausgestaltet,
die der jeweiligen Spitze 16a, 16b zugewandte Einbuchtungen aufweisen, so dass die
Spitzen 16a, 16b formschlüssig und drehbar in den Lagerungen 12 gehalten sind. Zusätzlich
ist es möglich, dass jeweils ein Zwischenstück 22 den Mischkörper 7 und die an der
Zuführeinheit 2 bzw. an der Düseneinheit 17 angeordneten Spitzen 16a, 16b verbindet.
Die Zwischenstücke 22 sind mit ihrem Außenumfang insbesondere zumindest in einem um
die Drehachse gebildeten Teilumfang formschlüssig an den Innenumfang der Mischkammer
4 angepasst ausgebildet. Weiterhin ist der Mischkörper 7 vorzugsweise mit dem Zwischenstück
22 einteilig ausgebildet. Auch ist es möglich, dass das Zwischenstück 22 einteilig
mit der Spitze 16a, 16b ausgebildet ist. Das Zwischenstück 22 kann vorteilhaft sein,
um den Mischkörper 7 gegen ein Verkippen um seine parallel zur Materialfließrichtung
Y-Z verlaufende Drehachse zu sichern. Die Verwendung eines Zwischenstücks 22 ermöglicht
somit, dass der Mischkörper 7 nicht derart ausgebildet sein muss, dass er gegen ein
Verkippen um seine parallel zur Materialfließrichtung Y-Z verlaufende Drehachse gesichert
ist.
[0041] Je nach Art des Klebstoffes reicht es aus, wenn der Mischkörper 7 an der Auslassöffnung
9 durch eine Lagerung 12 gelagert ist, da er in diesem Fall gegen ein Verschieben
in Materialfließrichtung Y-Z gehalten ist, und ein Verschieben in eine Richtung entgegen
der Materialfließrichtung Y-Z durch den auf den Mischkörper 7 wirkenden Beförderungsdruck
der Klebemasse verhindert wird.
[0042] Insbesondere besteht die Lagerung 12 aus einem, insbesondere sternartig ausgebildeten,
Gerüst 13 mit einem den Mischkörper 7 aufnehmenden, insbesondere in einem Knotenpunkt
14 mittig des Gerüstes 13 angeordneten, Lagerabschnitt 15. In dem Knotenpunkt 14 laufen
zumindest zwei Gerüststreben 19a, 19b, 19c, 19d, 19e, 19f zusammen. Ein Ausführungsbeispiel
für eine derartige Lagerung 12 ist in Fig. 3 dargestellt. Diese Lagerung 12 ist radförmig
mit einem den Lagerabschnitt vollständig umschließenden Rahmen 20 ausgestaltet. Hierbei
ist der Knotenpunkt 14 von sechs speicherartig zusammenlaufenden Gerüststreben 19a,
19b, 19c, 19d, 19e, 19f gebildet und ist mittig des Rahmens 20 angeordnet. In dem
Knotenpunkt 14 liegt wiederum der Lagerabschnitt 15, der durch eine in der Fig. 3
gestrichelt dargestellte Ausnehmung gebildet ist. Diese Art der Lagerung 12 ist auch
mit einem Mischkörper 7 mit Spitzen 16a, 16b kompatibel.
[0043] Zwischen den Gerüststreben 19a, 19b, 19c, 19d, 19e, 19f kann die Klebemasse hindurchfließen.
Die Anzahl der Gerüststreben 19a, 19b, 19c, 19d, 19e, 19f und ihre Ausgestaltung ist
hierbei in Anpassung an die Eigenschaften der Klebemasse, z. B. ihre Fließeigenschaften,
gewählt. Vorzugsweise ist die Lagerung 12 als einteiliges Spritzformteil ausgestaltet
und derart in dem Auftragskopf 1 eingebaut und ausgestaltet, dass sie mit wenigen
Arbeitsschritten ausgetauscht werden kann. Alternativ zu der Ausführungsform gemäß
der Fig. 3 sind Gitter zur Verwendung für eine Lagerung 12 geeignet.
[0044] Vorzugsweise ist die Mischkammer 4 zwischen dem Dichtabschnitt 11 der Zuführeinheit
2 und dem Dichtabschnitt 11 einer Düseneinheit 17 angeordnet. Die Düseneinheit 17
ist in den Ausführungsbeispielen des Auftragskopfes 1 in den Figuren 1 und 2 dargestellt.
Sie umfasst eine in Materialfließrichtung Y-Z mit der Mischeinheit 3 verbundene Düse
23 mit einem Auslass 24, der sich in Materialfließrichtung Y-Z verjüngt. Die Düse
23 ist vorzugsweise über Verbindungsmittel mit der Mischeinheit 3 verbunden. Weiterhin
sind die Dichtabschnitte 11 vorzugsweise im Umfang der Zuführeinheit 2 bzw. der Düseneinheit
17 ausgebildet, so dass sie vorzugsweise mit der Klebemasse nicht in Kontakt kommen.
Hierbei kann ein Dichtabschnitt 11 zwischen der Zuführeinheit 2 und einer ersten Lagerung
12 und ein zweiter Dichtabschnitt 11 zwischen einer anderen Lagerung 12 und der Dosiereinheit
17 angeordnet sein. Insbesondere kann ein Dichtabschnitt 11 am Außenumfang eines Stutzens
der Zuführeinheit 2 und/ oder der Dosiereinheit 17 angeordnet sein, wobei der Stutzen
z. B. als Trichter ausgebildet ist. Vorzugsweise ist die Mischkammer 4 mit der Zuführeinheit
2 und/ oder mit der Dosiereinheit 17 über einen jeweiligen Stutzen verbunden. Insbesondere
ist ein Dichtabschnitt 11 an einer Öffnung 8, 9 der Mischkammer 4 stirnseitig angeordnet.
Auch ist möglich, dass an beiden Öffnungen 8, 9 stirnseitig Dichtabschnitte 11 angeordnet
sind.
[0045] In der ersten Ausführungsform gemäß Fig. 1 sind die Dichtabschnitte 11 an den Stirnseiten
der Mischkammer 4 derart ausgebildet, dass sie die sich drehende Mischkammer 4 zuverlässig
abdichten. In der zweiten Ausführungsform gemäß Fig. 2 ist die Mischkammer 4 unbeweglich,
so dass die Dichtabschnitte 11 an den Stirnseiten der Mischkammer 4 durch einfache
Dichtungen ausgebildet werden können.
[0046] Die Mischkammer 4 und der Mischkörper 7 sind vorzugsweise mit der Zuführeinheit 2
und/oder mit der Düseneinheit 17 lösbar verbunden. Damit sowohl die Mischkammer 4
als auch der Mischkörper 7 einzeln oder gemeinsam aus- und einbaubar sind, sind zwischen
der Zuführeinheit 2 und der Düseneinheit 17 lösbar verbindbar ausgestaltete Verbindungsmittel,
z. B. in Form von zwei hohlzylindrischen Verbindungsbolzen 21, vorgesehen. Die Verbindungsbolzen
21 erstrecken sich insbesondere am Umfang des Stators 10 entlang der Materialfließrichtung
Y-Z. An die Verbindungsbolzen 21 in Materialfließrichtung Y-Z anschließend liegt quer
ein Querbalken 25. Der Querbalken 25 und die Verbindungsbolzen 21 sind lösbar miteinander
verbindbar ausgestaltet. Hierzu können z. B. längs der Materialfließrichtung Y-Z von
dem Querbalken 25 bis zur Zuführeinheit 2 durch die Verbindungsbolzen 21 führbare,
nicht dargestellte Schrauben dienen. Der Stator 10 ist insbesondere auch mit der Zuführeinheit
2 verbunden. Zum Beispiel ist möglich, dass der Stator 10 über Hilfsmittel, z. B.
in Form von einer Muffe 18, über die Verbindungsbolzen 21 mit der Zuführeinheit 2
verbunden ist. Insbesondere verbindet die Muffe 18 den Stator 10 mit den Verbindungsbolzen
21, indem sie beide radial zur Materialfließrichtung Y-Z umschließt. Dies hat den
Vorteil, dass der Stator 10 beim Auswechseln der Mischkammer 4 nicht demontiert werden
muss.
[0047] In der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform kann insbesondere innerhalb der Mischkammer
4 ein Mischeinsatz 26 eingebracht sein. Der Mischeinsatz 26 ist vorzugsweise ein vormontierter
Bauteilsatz, der eine oder zwei formschlüssig und/oder kraftschlüssig entgegen der
Materialfließrichtung Y-Z in die Mischkammer 4 einführbare Lagerung(en) 12 umfasst.
In den Lagerungen 12 ist vorzugsweise der von dem Motor 6 unmittelbar elektromagnetisch
antreibbare Mischkörper 7 drehbar und formschlüssig gehalten. Insbesondere ist der
Mischeinsatz 26 durch Befestigungsmittel in der Mischkammer 4 befestigt.
[0048] Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiele
beschränkt, sondern umfasst auch alle im Sinne der Erfindung gleichwirkenden Ausführungen.
Es wird ausdrücklich betont, dass die Ausführungsbeispiele nicht auf alle Merkmale
in Kombination beschränkt sind, vielmehr kann jedes einzelne Teilmerkmal auch losgelöst
von allen anderen Teilmerkmalen für sich eine erfinderische Bedeutung haben. Ferner
ist die Erfindung bislang auch noch nicht auf die im Anspruch 1 definierte Merkmalskombination
beschränkt, sondern kann auch durch jede beliebige andere Kombination von bestimmten
Merkmalen aller insgesamt offenbarten Einzelmerkmale definiert sind. Dies bedeutet,
dass grundsätzlich praktisch jedes Einzelmerkmal des Anspruchs 1 weggelassen bzw.
durch mindestens ein an anderer Stelle der Anmeldung offenbartes Einzelmerkmal ersetzt
werden kann.
Bezugszeichenliste
[0049]
- 1
- Auftragskopf
- 2
- Zuführeinheit
- 3
- Mischeinheit
- 4
- Mischkammer
- 6
- Motor
- 7
- Mischkörper
- 8
- Einlassöffnung
- 9
- Auslassöffnung
- 10
- Stator
- 11
- Dichtabschnitt
- 12
- Lagerung
- 13
- Gerüst
- 14
- Knotenpunkt
- 15
- Lagerabschnitt
- 16a, 16b
- Spitze
- 17
- Düseneinheit
- 18
- Muffe
- 19a- 19f
- Gerüststreben
- 20
- Rahmen
- 21
- Verbindungsbolzen
- 22
- Zwischenstück
- 23
- Düse
- 24
- Auslass
- 25
- Querbalken
- 26
- Mischeinsatz
- 27
- Kugellager
- Y-Z
- Materialfließrichtung
1. Auftragskopf (1) für ein Dosiersystem zur Verwendung mit Mehrkomponenten-Klebstoffen
mit einer Zuführeinheit (2) zum Zuführen von zumindest zwei Komponenten eines Mehrkomponenten-Klebstoffes
und eine sich in einer Materialfließrichtung (Y-Z) anschließende Mischeinheit (3),
umfassend eine sich entlang der Materialfließrichtung (Y-Z) zwischen einer Einlassöffnung
(8) und einer Auslassöffnung (9) erstreckende Mischkammer (4) mit einem Mischkörper
(7), der in der Mischkammer (4) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Stator (10) des Motors (6) die Mischkammer (4) in ihrem Umfang längs der Materialfließrichtung
(Y-Z) umgibt, wobei sich der Mischkörper (7) in Materialfließrichtung (Y-Z) innerhalb
des Innenumfangs des Stators (10) und entlang des Stators (10) erstreckt und durch
den Stator (10) antreibbar ausgebildet ist.
2. Auftragskopf (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass der Mischkörper (7) als Innenläufer-Rotor des Motors (6) ausgebildet ist und der
Mischkörper (7) unmittelbar elektromagnetisch durch den Stator (10) antreibbar ausgebildet
ist.
3. Auftragskopf (1) nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass der Mischkörper (7) derart in Anpassung an die Mischkammer (4) ausgebildet ist, dass
er gegen ein Verkippen um seine parallel zur Materialfließrichtung (Y-Z) verlaufende
Drehachse gesichert ist.
4. Auftragskopf (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die Mischkammer (4) unbeweglich im Stator (10) angeordnet ist.
5. Auftragskopf (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Mischkammer (4) zumindest im Bereich des Stators (10) ein magnetisch durchlässiges
Material aufweist.
6. Auftragskopf (1) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die Mischkammer (4) entlang der Materialfließrichtung (Y-Z) von einer als Innenläufer
ausgebildeten Rotor-Hohlwelle (5) umgeben ist, wobei die Rotor-Hohlwelle (5) verdrehsicher
mit der Mischkammer (4) verbunden ist.
7. Auftragskopf (1) nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, dass der Mischkörper (7) unbeweglich mit der Mischkammer (4) verbunden ist, insbesondere
einteilig mit der Mischkammer (4) ausgebildet ist.
8. Auftragskopf (1) nach einem der Ansprüche 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, dass die Mischkammer (4) mit der Rotor-Hohlwelle (5) lösbar verbindbar ausgestaltet ist.
9. Auftragskopf (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass der Mischkörper (7) zumindest an der Auslassöffnung (9), insbesondere beidseitig,
in einer Lagerung (12) gegen ein Verschieben entlang der Materialfließrichtung (Y-Z)
gesichert ist.
10. Auftragskopf (1) nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerung (12) aus einem, insbesondere sternartig ausgebildeten, Gerüst (13) mit
einem den Mischkörper (7) aufnehmenden, insbesondere in einem Knotenpunkt (14) mittig
des Gerüstes (13) angeordneten, Lagerabschnitt (15,) besteht.
11. Auftragskopf (1) nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet, dass der Mischkörper (7) eine an der Lagerung (12) drehbar angeordnete, insbesondere jeweils
endseitig um eine Drehachse des Mischkörpers (7) drehbare, insbesondere gehärtete,
Spitze (16a, 16b) aufweist.
12. Auftragskopf (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass die Mischkammer (4) den als Rotor des Motors (6) ausgebildeten Mischkörper (7) vollständig
aufnimmt.
13. Mischeinheit (3) für einen Auftragskopf (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
umfassend eine Mischkammer (4) mit einem von einem Motor (6) angetriebenen Mischkörper
(7) und einen Stator (10),
gekennzeichnet durch die Merkmale der Mischeinheit (3) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche.
14. Mischkammer (4) für einen Auftragskopf (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche
mit einem von einem Stator (10) eines Motors (6) antreibbaren Mischkörper (7),
gekennzeichnet durch die Merkmale der Mischkammer (4) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche.
15. Mischkörper (7) für einen Auftragskopf (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch die Merkmale des Mischkörpers (7) von zumindest einem der vorhergehenden Ansprüche.