[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Aufbewahrungsvorrichtung für eine Leimflasche
mit einer auf die Flaschenöffnung aufgesetzten unverschlossenen Dosiertülle.
[0002] Leime sind wässrige Lösungen von Klebstoffen. Nach einer neueren Definition (DIN
16921) kann es sich um Lösungen von tierischen, pflanzlichen oder synthetischen Grundstoffen
in Wasser handeln. Früher wurden Leime als Klebstoffe auf der Basis organischer Stoffe
bezeichnet, dazu zählen die aus Häuten und Knochen gewonnenen Glutinleime (z.B. Knochenleim,
Hautleim) und die aus Milcheiweiß hergestellten Kaseinleime (z.B. Quarkleim). Durch
die Normierung wurde der ursprüngliche Begriff von Leim als Klebstoff auf Basis tierischer
Eiweiße auf pflanzliche (Kleister) und synthetische Klebstoffe erweitert. Ihrem Verwendungszweck
entsprechend werden Leime weiter in Holzleim, Papierleim, Tapetenkleister usw. unterteilt.
[0003] Flaschen sind verschließbare Behältnisse zum Transport und zur Lagerung von flüssigen,
gasförmigen oder schüttbaren Gütern wie Getränke, Lösungen, Edelgase oder Pulver.
Sie bestehen üblicherweise aus Glas oder Kunststoff oder mitunter aus Metall, und
werden häufig nach dem aufbewahrten Inhalt benannt, etwa: Wasserflaschen, Bierflaschen,
Weinflaschen, Gasflaschen, usw. oder Leimflaschen - wie vorliegend von Interesse und
in
Fig. 5 dargestellt: zum Auslass des Inhaltes weisen Flaschen 30 eine Öffnung 31 auf, welche
die obere, üblicherweise als Flaschenhals 32 bezeichnet, Verengung der Flasche 30
abschließt. Der sich von der Öffnung 31 weitende Flaschenhals 32 verbindet die Auslassöffnung
31 mit dem das Transport- oder Lagergut beinhaltenden Flaschenraum 33. Der Flaschenraum
33 ist schließlich durch einen Flaschenboden 34 begrenzt, welcher für gewöhnlich so
gestaltet ist, dass die Flasche 30 standfest darauf abgestellt werden kann.
[0004] Leimflaschen 30 aus Kunststoff in handlicher Größe, wie sie beispielshaft in
Fig. 5 und
Fig. 6 dargestellt sind und üblicherweise in Schreinereien, Werk- oder Produktionsstätten,
im Modellbau, in Schulen oder beim privaten Heimwerkern oder Basteln im Einsatz sind,
weisen zur Dosierung des Leims 50 üblicherweise eine auf die Flaschenöffnung 31 reversibel
aufsetzbare, vorzugsweise konisch, ausgebildete Dosiertülle 40 auf. Die reversible
Verbindung von Dosiertülle 40 und Flaschenöffnung 31 kann beispielsweise mittels am
Tülleneintritt 41 und Flaschenöffnung 31 zueinander korrespondierend ausgebildeter
Gewindegänge erfolgen. Zur Dosierung des Leims 50 benötigt die, bevorzugt konisch
zulaufende, Tüllenspitze 43 eine Dosieröffnung 44. Diese kann - wie in
Fig. 5 gezeigt - passgenau industriell vorgefertigt sein.
[0005] Weil aber bei der Vielzahl denkbarer Anwendungen in der Praxis verschieden große
Öffnungen 44 benötigt sind, ist bei vielen Tüllen 40 üblich, die bevorzugt konisch
zulaufende Spitze 43 so abzuschneiden, dass eine Dosieröffnung 44 im für die Anwendung
gewünschten Durchmesser entsteht, was in
Fig. 6 dargestellt ist. Für spezielle Anwendungen sind auch Tüllen 40 mit im Tüllenhals
42 seitlich ausgebildeten Löchern (nicht dargestellt) oder speziell gestalteten Aufsätzen
(ebenfalls nicht dargestellt) bekannt.
[0006] Problematisch beim Umgang mit Leimflaschen 30 ist, dass sie nicht in kontinuierlichem
Einsatz sind, sondern während einer Arbeit immer wieder beiseite auf dem Flaschenboden
34 abgestellt werden. In diesen kürzeren oder auch längeren Pausen fließt der Leim
50 nach dem Abstellen aus der Dosiertülle 40 zurück in die Flasche 30. Da Leime 50
wässrige Lösungen von Klebstoffen darstellen verbleiben gerne Restmengen an den Innenwänden
insbesondere von Dosiertülle 40 und Flaschenhals 32. Diese trocknen ein und härten
zum Teil aus.
[0007] Um diesen Prozess zu minimieren muss die Flasche 30 sofort nach dem Auftrag von Leim
50 mit einer passenden Verschlusskappe 45 luftdicht verschlossen werden, was in
Fig. 5 gezeigt ist. Dies funktioniert aber nur bei ungekürzten Tüllenspitzen 43 und vollen
Leimflaschen 30 hinreichend gut. Bei abnehmendem Füllstand im Flaschenraum 33 erhöhen
sich der Luftanteil in der Flasche 30 und somit auch der Prozess des Austrocknens.
Diese Problematik verschärft sich bei vielen handelsüblichen Leimflaschen 30, wenn
die mitgelieferte Verschlusskappe 45 nach dem Kürzen der Tüllenspitze 43 nicht mehr
luftdicht auf den verbliebenen Tüllenhals 42 aufgesetzt werden kann, was in
Fig. 6 gezeigt ist.
[0008] Zur Vermeidung dessen sind Verschlusskappen für Leimflaschen bekannt, welche auf
ein beispielsweise benachbart dem Tülleneintritt ausgebildetes Außengewinde so aufgeschraubt
werden können, dass die Kappe die gesamte Dosiertülle dicht abschließt, und zwar unabhängig
davon, ob die Tüllenspitze ungekürzt blieb oder gekürzt wurde. Diese Lösung setzt
jedoch voraus, dass vor und nach Arbeitspausen die Verschlusskappe konsequent auf-
bzw. abgeschraubt wird. Dies ist derart lästig, dass in der Praxis solche Verschlusskappen
lediglich sporadisch aufgesetzt werden. Aber auch dann können Leimreste sich in der
Verschlusskappe ansammeln und diese soweit mit Leim auffüllen, dass sich das Gewinde
nicht mehr aufschrauben lässt, und mühsam mechanisch gereinigt werden muss.
[0009] Dosiertüllen von Leimflaschen müssen somit in der Praxis vor fast jedem neuen Arbeitsintervall
mechanisch gereinigt oder zumindest durchgängig gemacht werden. Dies ist jeweils sehr
zeitaufwändig.
[0010] Zur Aufbewahrung von Tuben für Zahncremes usw. ist in der
DE 807 196 B ein Tubenverschlusshalter vorgeschlagen, welcher aus einem oben offenen, unten aber
geschlossenen zylindrischen Gefäß besteht, dessen innere lichte Weite gerade so groß
ist, dass die Tube mit ihrem offenen Mundstück nach unten senkrecht hineingestellt
werden kann.
[0011] Zur Aufrechterhaltung der Fließfähigkeit innerhalb der Tülle einer Leimflasche zwischen
den jeweiligen Benutzungsintervallen wird in der
DE 35 38 586 A1 ein Verfahren und eine Vorrichtung vorgeschlagen, demnach die Tüllenspitze der Leimflasche
zunächst kopfüber in eine Spülflüssigkeit wie Wasser einzubringen und sodann auf einen
im Flüssigkeitsbad befindlichen Dorn aufzuschieben ist. Dazu umfasst die Vorrichtung
ein schalenförmiges Gehäuseunterteil mit aufgesetztem Verschlussdeckel im Gehäuseinneren
bzw. dem Flüssigkeitsbad liegendem Schwimmer mit einem aus einer Deckelöffnung zentrisch
nach oben herausgeführtem Hals, an den wiederum eine Zentrierhalterung zur Aufnahme
des Kopfes der Leimflasche anschließt sowie einen vom Gehäuseboden aus dem Schwimmer
ebenfalls zentrisch entgegen gerichteten Dorn. Die bekannte Vorrichtung setzt eine
exakte Ausrichtung von Tülle und Dorn in einem Flüssigkeitsbad voraus, womit nachteilig
verhältnismäßig aufwändige technische Mittel wie Schwimmer und Zentrierung erforderlich
werden. Darüber hinaus darf die Dosieröffnung der Tülle nicht verändert, etwa abgeschnitten,
sein. Andernfalls würde der Dorn durch Kürzung der Tüllenspitze vergrößerte Dosieröffnungen
nicht dicht schließen und den unerwünschten Austritt von Leim in das Flüssigkeitsbad
hinein verhindern. Schließlich verbleibt bei längerem Einsatz der Leimflasche in solch
einer Über-Kopf-Halterung die Gefahr des Antrocknens oder Verklebens von Leim in Tülle
und Flasche, insbesondere bei fortschreitend benutzten Leimflaschen und in Folge dessen
erhöhtem Luftanteil in der Flasche.
[0012] Hiervon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte,
die Nachteile des Standes der Technik vermeidende Aufbewahrungsvorrichtung für Leimflaschen
mit einer auf die Flaschenöffnung aufgesetzten unverschlossenen Dosiertülle bereitzustellen.
Insbesondere soll eine Aufbewahrungsvorrichtung bereitgestellt werden, welche auch
für Leimflaschen mit individuell gekürzter Tüllenspitze ein Antrocknen oder Verkleben
von Leim insbesondere im Tüllen- und Flaschenhals zuverlässig vermeidet. Schließlich
soll eine Aufbewahrungsvorrichtung bereitgestellt werden, welche für verschiedene
marktgängige Flaschentypen und nicht nur für eine Handelsmarke ausgelegt ist.
[0013] Diese Aufgabe wird durch eine Aufbewahrungsvorrichtung für eine Leimflasche mit den
Merkmalen des unabhängigen Patentanspruchs 1 gelöst.
[0014] Eine erfindungsgemäße Aufbewahrungsvorrichtung für eine Leimflasche mit einer auf
die Flaschenöffnung aufgesetzten unverschlossenen Dosiertülle zeichnet sich durch
eine Grundplatte aus, an deren einem Ende eine erste Aufnahme für den Flaschenboden
der Leimflasche, und an deren anderem Ende eine zweite Aufnahme für einen Feuchtreservoir-Behälter
ausgebildet sind; wobei im Feuchtreservoir-Behälter eine zur ersten Aufnahme hin ausgerichtete
Behälteröffnung zur Aufnahme eines Abschnittes des Tüllenhalses der Dosiertülle der
Leimflasche in einer solchen Höhe zur Grundplatte ausgebildet ist, dass bei einer
in die Aufbewahrungsvorrichtung tüllenhalsseitig in die Behälteröffnung und flaschenbodenseitig
in die erste Aufnahme eingesetzten Leimflasche diese eine solche Aufbewahrungsposition
einnimmt, dass keinerlei Leim aufgrund von Schwerkraft aus der unverschlossenen Dosiertülle
fließen kann.
[0015] Indem die erfindungsgemäße Aufbewahrungsvorrichtung eine Leimflasche mit einer auf
die Flaschenöffnung aufgesetzten unverschlossenen Dosiertülle dergestalt fixiert,
dass die unverschlossene Dosiertülle von schwerkraftbedingtem Leimdurchtritt befreit
in einen Feuchtreservoir-Behälter eingebracht einem direkten Luftkontakt weitgehend
entzogen ist, wird die Fließfähigkeit von Leimen aufrechterhalten und ein Antrocknen
oder Verkleben von Leim insbesondere im Tüllen- und Flaschenhals vorteilhaft vermeiden.
Während den Leimarbeiten temporär in die Aufbewahrungsvorrichtung eingebrachte Leimflaschen
mit einer auf die Flaschenöffnung aufgesetzten unverschlossenen Dosiertülle sind vor
jedem neuen Arbeitsintervall unmittelbar nutzbar, ohne dass die Dosiertülle der Leimflasche
- wie im Stand der Technik verbreitet - erst mechanisch gereinigt oder zumindest durchgängig
gemacht werden müsste.
[0016] Vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen, welche einzeln oder in Kombination miteinander
eingesetzt werden können, sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0017] Zweckmäßigerweise kann in einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung die erste
Aufnahme durch eine in die Grundplatte eingelassenen Mulde und/oder durch einen die
Grundplatte endseitig begrenzenden Anschlag ausgebildet sein. Eine Mulde wie auch
alternativ oder kumulativ ein Anschlag haben zum Vorteil, dass diese problemlos universell
auf verschiedene Flaschenböden gängiger Flaschentypen dimensioniert sein können.
[0018] Zweckmäßigerweise kann in einer ebenfalls bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung
die zweite Aufnahme durch einen auf die Grundplatte angeordneten Halteblock gebildet
sein, in welchem ein Sack- oder Durchgangsloch zum Einsatz des Feuchtereservoir-Behälters
ausgebildet ist. Ein solcher Halteblock hat die Entnehmbarkeit des Feuchtereservoir-Behälters
aus der Vorrichtung zum Vorteil, was etwaige Wartungs- oder Rüsthandlungen erleichtert.
[0019] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist bevorzugt, auf der der Behälteröffnung
abgewandten Seite des Feuchtreservoir-Behälters diesen durch eine am Halteblock ausgebildete
Stützwand abzustützen, was eine erhöhte Standfestigkeit des Feuchtreservoir-Behälters,
insbesondere beim Einführen der Dosiertülle in die Behälteröffnung, zum Vorteil hat.
[0020] Zweckmäßigerweise ist in einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung im Feuchtreservoir-Behälter
ein Lösungsmittel wie insbesondere Wasser angeordnet, womit innerhalb des Feuchtreservoir-Behälters
vorteilhaft ein feuchtes Klima sichergestellt ist.
[0021] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist bevorzugt, wenn die Behälteröffnung
im Feuchtreservoir-Behälter von einer Dichtlippe umgeben ist, welche vorteilhaft den
von der Behälteröffnung aufgenommenen Abschnitt des Tüllenhalses umschließt. Eine
solche Dichtlippe bewirkt vorteilhaft beim Einführen der Dosiertülle in die Behälteröffnung
eine Reinigung von an der Tüllenspitze und/oder außen am Tüllenhals anhaftenden Leimresten.
Zudem dichtet die Dichtlippe bei eingeführter Dosiertülle das feuchte Klima im Feuchtreservoir-Behälter
vorteilhaft gegenüber Umgebungsluft ab, ohne eine erwünschte Ausbreitung des feuchten
Klimas über die Dosieröffnung der Dosiertülle in die Leimflasche hinein zu hindern,
so dass es nicht mehr zum Austrocknen des Leimes kommt. Darüber hinaus können auch
erst leicht an den Innenwänden von Tüllen- und/oder Flaschenhals angetrocknete Leimreste
wieder fließ fähiger werden.
[0022] In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist bevorzugt, im Feuchtreservoir-Behälter
ein saugfähiges Material anzuordnen, welches neben einer weiteren Reinigungswirkung
insbesondere für die Tüllenspitze und/oder Dosieröffnung zusätzlich die erwünschte
Ausbreitung des feuchten Klimas im Feuchtreservoir-Behälter in Richtung eingeführter
Tüllenspitze und/oder Tüllenhals fördert. Als saugfähige Materialen haben sich dabei
insbesondere solche mit hoher Kapillarwirkung bewährt wie bei Schwamm- oder Schaumstoffen
anzutreffen.
[0023] Zweckmäßiger Weise ist in einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ein Feuchtreservoir-Behälter
bevorzugt, welcher beispielsweise über ein, bevorzugt dicht abschließendes, Deckelelement,
offen- und verschließbar ausgebildet ist, insbesondere zum Zwecke der Reinigung oder
des Wechsels des saugfähigen Materials und/oder zum Ein- oder Nachfüllen des Lösungsmittels.
[0024] Erfindungsgemäß bevorzugt kann schließlich die Aufnahme für den Feuchtereservoir-Behälter
bezüglich ihres Abstandes zur ersten Aufnahme der Grundplatte hin variierbar ausgebildet
sein. Alternativ oder kumulativ dazu kann auch die Behälteröffnung im Feuchtreservoir-Behälter
bezüglich ihrer Höhe zur Grundplatte variierbar ausgebildet sein. Mit diesen alternativ
oder kumulativ vorgesehenen Variationsmöglichkeiten kann die erfindungsgemäße Aufbewahrungsvorrichtung
vorteilhaft für eine Vielzahl marktgängiger Flaschentypen Verwendung finden.
[0025] Zusätzliche Einzelheiten und weitere Vorteile der Erfindung werden nachfolgend an
Hand von Ausführungsbeispielen, auf welches die vorliegende Erfindung jedoch nicht
beschränkt ist, sowie in Verbindung mit der beigefügten Zeichnung beschrieben.
[0026] Darin zeigen schematisch:
- Fig. 1
- eine Aufbewahrungsvorrichtung nach der Erfindung in einer perspektivischen Darstellung
ohne Leimflasche;
- Fig. 2
- die Aufbewahrungsvorrichtung aus Fig. 1 mit einer Leimflasche ersten Typs;
- Fig. 3
- die Aufbewahrungsvorrichtung aus Fig. 1 mit einer Leimflasche zweiten Typs;
- Fig. 4
- die bevorzugte Ausgestaltung einer Dichtlippe;
- Fig. 5
- die Leimflasche ersten Typs aus Fig. 2 in Alleinstellung; und
- Fig. 6
- die Leimflasche zweiten Typs aus Fig. 3 in Alleinstellung.
[0027] Bei der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche oder vergleichbare Komponenten.
[0028] Fig. 1 zeigt eine Aufbewahrungsvorrichtung 1 nach der Erfindung in einer perspektivischen
Darstellung ohne Leimflasche 30. Die dargestellt Aufbewahrungsvorrichtung 1 umfasst
eine Grundplatte 10, an deren einem Ende eine erste Aufnahme 11 für den Flaschenboden
34 einer Leimflasche 30, und an deren anderem Ende eine zweite Aufnahme 12 für einen
Feuchtreservoir-Behälter 20 ausgebildet sind. Im Feuchtreservoir-Behälter 20 ist eine
zur ersten Aufnahme 11 hin ausgerichtete Behälteröffnung 21 ausgebildet, welche 21
zur Aufnahme eines Abschnittes des Tüllenhalses 42 der Dosiertülle 40 einer Leimflasche
30 dient. Die Behälteröffnung 21 ist in einer solchen Höhe zur Grundplatte 10 angeordnet,
dass bei einer in die Aufbewahrungsvorrichtung 1 tüllenhalsseitig in die Behälteröffnung
21 und flaschenbodenseitig in die erste Aufnahme 11 eingesetzten Leimflasche 30 diese
eine solche Aufbewahrungsposition einnimmt, dass keinerlei Leim 50 aufgrund von Schwerkraft
aus der unverschlossenen Dosiertülle 40 fließen kann.
[0029] Die erste Aufnahme 11 kann wie in den
Figuren 1 bis 3 dargestellt durch eine in die Grundplatte 10 eingelassenen Mulde 111 und/oder durch
einen die Grundplatte 10 endseitig begrenzenden Anschlag 112 ausgebildet sein.
[0030] Des Weiteren kann wie in den
Figuren 1 bis 3 dargestellt die zweite Aufnahme 12 durch einen auf die Grundplatte 10 angeordneten
Halteblock 121 gebildet sein, in welchem ein Sack- oder Durchgangsloch 122 zum Einsatz
des Feuchtereservoir-Behälters 20 ausgebildet ist, wobei auf der der Behälteröffnung
21 abgewandten Seite des Feuchtreservoir-Behälters 20 dieser wie in den
Figuren 1 bis 3 dargestellt zusätzlich durch eine am Halteblock 121 ausgebildeten Stützwand 123 abgestützt
sein kann.
[0031] Die Aufnahme 12 für den Feuchtereservoir-Behälter 20 kann bezüglich ihres Abstandes
zur ersten Aufnahme 11 der Grundplatte 10 hin variierbar ausgebildet sein, in den
Figuren 1 bis 3 jeweils durch einen zur Grundplatte 10 längsaxial fluchtenden Doppelpfeil verdeutlicht.
Wie des Weiteren ersichtlich können dazu beispielsweise in der Grundplatte 10 mehrere
Fixierbohrungen 13 in unterschiedlichem Abstand zur ersten Aufnahme 11 eingebracht
sein, in welche mit dem Halteblock 121, vorzugsweise paarweise korrespondierend, verbundene
Fixierstifte 14 eingreifen - oder umgekehrt. So kann der Halteblock 121 auf der Grundplatte
10 verschieden zur ersten Aufnahme 11 beabstandete Positionen einnehmen, so dass mit
einer Vorrichtung 1 die Aufbewahrung verschieden gelängter Typen an Leimflaschen 30
ermöglicht ist. Alternativ oder kumulativ dazu kann auch die Behälteröffnung 21 im
Feuchtreservoir-Behälter 20 bezüglich ihrer Höhe zur Grundplatte 10 variierbar ausgebildet
sein.
[0032] Fig. 2 zeigt die Aufbewahrungsvorrichtung 1 aus
Fig. 1 mit einer Leimflasche 30 ersten Typs. Erkennbar ist, wie die in
Fig. 2 dargestellte Leimflasche 30 eine ungekürzte Dosiertülle 40 und auch insgesamt eine
Längenerstreckung aufweist, welche eine äußerst endseitige Positionierung der durch
den Halteblock 121 gebildeten zweiten Aufnahme 12 erfordert.
[0033] Fig. 3 zeigt die Aufbewahrungsvorrichtung 1 aus
Fig. 1 mit einer Leimflasche 30 zweiten Typs. Erkennbar ist, wie die in
Fig. 2 dargestellte Leimflasche 30 zweiten Typs eine gekürzte Dosiertülle 40 und auch insgesamt
eine kürze Längenerstreckung als die der Leimflasche 30 ersten Typs aufweist, was
eine eher mittige Positionierung der durch den Halteblock 121 gebildeten zweiten Aufnahme
12 erfordert. Erkennbar in
Fig. 3 ferner ist, wie beispielsweise zueinander teleskopierbare Wandabschnitte des Feuchtreservoir-Behälters
20 (in
Fig. 3 mittels einem vertikalen Doppelpfeil verdeutlicht) eine Variierbarkeit der Behälteröffnung
21 bezüglich ihrer Höhe zur Grundplatte 10 gestatten. Mit diesen alternativ oder kumulativ
vorgesehenen Variationsmöglichkeiten kann die erfindungsgemäße Aufbewahrungsvorrichtung
1 vorteilhaft für eine Vielzahl marktgängiger Flaschentypen Verwendung finden und
die jeweilige Leimflasche 30 in einer für die Aufrechterhaltung der Fließfähigkeit
des Leimes 50 günstigen, zur Horizontalen geneigten, Position halten, ohne dass Leim
50 aus der offenen Dosiertülle 40 fließt.
[0034] Um innerhalb des Feuchtreservoir-Behälters 20 ein feuchtes Klima sicher zu stellen
ist darin ein Lösungsmittel 24 wie insbesondere Wasser angeordnet, womit innerhalb
des Feuchtreservoir-Behälters 20 vorteilhaft ein feuchtes Klima mit einer hohen Luftfeuchtigkeit
sichergestellt ist. Wie in den
Figuren 2 und 3 ersichtlich ist zur Vermeidung eines Auslaufens von Lösungsmittel 24 die Höhe dessen
Flüssigkeitsspiegels dabei stets niedriger als die Behälteröffnung 21 für die Dosiertülle
40 der Leimflasche 30.
[0035] Des Weiteren zeigen die
Figuren 1 bis 3, wie die Behälteröffnung 21 im Feuchtreservoir-Behälter 20 von einer Dichtlippe 22
umgeben ist. Die Dichtlippe 22 ist vorzugsweise so dimensioniert, dass sowohl der
in
Fig. 2 gezeigte schlankere Abschnitt des Tüllenhalses 42 einer ungekürzten Dosiertülle 40
als auch demgegenüber der in
Fig. 3 dargestellte breitere Abschnitt des Tüllenhalses 42 einer gekürzten Dosiertülle 40
von der Dichtlippe 42 umschlossen sind.
[0036] Das gleichsam zuverlässige Umschließen einer ungekürzten oder gekürzten und/oder
ggf. mit seitlichen Austrittslöchern versehenen Dosiertülle 40 kann beispielsweise
mit einer Dichtlippe 42 realisiert sein, welche eine, bevorzugt kreuzgeschlitzte,
Membran 221 umfasst, wie dies in
Fig. 4 beispielhaft veranschaulicht ist.
[0037] Darüber hinaus zeigen die
Figuren 2 und 3, wie im Feuchtreservoir-Behälter 20 ein saugfähiges Material 23 wie ein Schwamm- oder
Schaumstoff angeordnet sein kann, welches zusätzlich die erwünschte Ausbreitung des
feuchten Klimas im Feuchtreservoir-Behälter 20 in Richtung eingeführter Tüllenspitze
43 und/oder Tüllenhals 42 fördert.
[0038] Ferner zeigen die
Figuren 1 bis 3, wie der Feuchtreservoir-Behälter 20 beispielsweise über ein Deckelelement 25 offen-
und verschließbar ausgebildet sein kann, insbesondere zum Zwecke der Reinigung oder
des Wechsels des saugfähigen Materials 23 und/oder zum Ein- oder Nachfüllen des Lösungsmittels
24.
[0039] Schließlich zeigen
Fig. 5 die Leimflasche 30 ersten Typs aus
Fig. 2 und
Fig. 6 die Leimflasche 30 zweiten Typs aus
Fig. 3 jeweils in Alleinstellung und wurden bereits auch in der Beschreibungseinleitung
gewürdigt.
[0040] Die erfindungsgemäße Aufbewahrungsvorrichtung 1 eignet sich gleichermaßen für Leimflaschen
30 mit ungekürzten Tüllenspitzen 43 wie auch für solche mit gekürzter Tüllenspitze
43 und entsprechend großer axialer Dosieröffnung 44, da die Aufbewahrung von Leimflaschen
30 in der Vorrichtung 1 vorteilhaft ohne passgenaue Verschlusskappen 45 auskommt.
Dies spart das sonst erforderliche Auf- bzw. Abschrauben und zum Teil auch Suchen
der häufig kleinen Verschlusskappe 45, was in der Praxis lästig ist. Insoweit von
Verschlusskappen 45 unabhängig eignet sich die erfindungsgemäße Aufbewahrungsvorrichtung
1 auch bevorzugt für Tüllen 40 mit seitlich im Tüllenhals 42 ausgebildeten Austrittsöffnungen
(nicht dargestellt). Indem nämlich die erfindungsgemäße Aufbewahrungsvorrichtung 1
eine Leimflasche 30 mit einer auf die Flaschenöffnung 31 aufgesetzten unverschlossenen
Dosiertülle 40 dergestalt fixiert, dass die unverschlossene Dosiertülle 40 von schwerkraftbedingtem
Leimdurchtritt 50 befreit in einen Feuchtreservoir-Behälter 20 eingebracht einem direkten
Luftkontakt weitgehend entzogen ist, wird die Fließfähigkeit von Leimen 50 aufrechterhalten
und ein Antrocknen oder Verkleben von Leim 50 insbesondere im Tüllen- 42 und Flaschenhals
32 vorteilhaft vermeiden. Während den Leimarbeiten temporär in die Aufbewahrungsvorrichtung
1 eingebrachte Leimflaschen 30 mit einer auf die Flaschenöffnung 31 aufgesetzten unverschlossenen
Dosiertülle 40 sind vor jedem neuen Arbeitsintervall unmittelbar nutzbar, ohne dass
die Dosiertülle 40 der Leimflasche 30 - wie im Stand der Technik verbreitet - erst
mechanisch gereinigt oder zumindest durchgängig gemacht werden müsste.
Bezugszeichenliste
[0041]
- 1
- Aufbewahrungsvorrichtung für Leimflaschen 30
- 10
- Grundplatte
- 11
- erste Aufnahme
- 111
- Mulde
- 112
- Anschlag
- 12
- zweite Aufnahme
- 121
- Halteblock
- 122
- Sack- oder Durchgangsloch
- 123
- Stützwand
- 13
- Fixierbohrungen
- 14
- Fixierstifte
- 20
- Feuchtreservoir-Behälter
- 21
- Behälteröffnung
- 22
- Dichtlippe
- 221
- Membran
- 23
- saugfähiges Material, insbesondere Schwamm- oder Schaumstoff
- 24
- Lösungsmittel
- 25
- Deckelelement
- 30
- Leimflasche
- 31
- Flaschenöffnung (Mundstück)
- 32
- Flaschenhals
- 33
- Flaschenraum
- 34
- Flaschenboden
- 40
- Dosiertülle
- 41
- Tülleneintritt
- 42
- Tüllenhals
- 43
- Tüllenspitze
- 44
- Dosieröffnung
- 45
- Verschlusskappe
- 50
- Leim
1. Aufbewahrungsvorrichtung (1)
für eine Leimflasche (30) mit einer auf die Flaschenöffnung (31) aufgesetzten unverschlossenen
Dosiertülle (40),
gekennzeichnet durch
eine Grundplatte (10),
- an deren einem Ende eine erste Aufnahme (11) für den Flaschenboden (34) der Leimflasche
(30),
- und an deren anderem Ende eine zweite Aufnahme (12) für einen Feuchtreservoir-Behälter
(20)
ausgebildet sind;
wobei im Feuchtreservoir-Behälter (20)
- eine zur ersten Aufnahme (11) hin ausgerichtete Behälteröffnung (21) zur Aufnahme
eines Abschnittes des Tüllenhalses (42) der Dosiertülle (40) der Leimflasche (30)
in einer solchen Höhe zur Grundplatte (10) ausgebildet ist, dass bei einer in die
Aufbewahrungsvorrichtung (1) tüllenhalsseitig in die Behälteröffnung (21) und flaschenbodenseitig
in die erste Aufnahme (11) eingesetzten Leimflasche (30) diese eine solche Aufbewahrungsposition
einnimmt, dass keinerlei Leim (50) aufgrund von Schwerkraft aus der unverschlossenen
Dosiertülle (40) fließen kann.
2. Aufbewahrungsvorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Aufnahme (11) durch eine in die Grundplatte (10) eingelassene Mulde (111)
und/oder durch einen die Grundplatte (10) endseitig begrenzenden Anschlag (112) ausgebildet
ist.
3. Aufbewahrungsvorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Aufnahme (12) durch einen auf die Grundplatte (10) angeordneten Halteblock
(121) gebildet ist, in welchem ein Sack- oder Durchgangsloch (122) zum Einsatz des
Feuchtereservoir-Behälters (20) ausgebildet ist.
4. Aufbewahrungsvorrichtung (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass auf der der Behälteröffnung (21) abgewandten Seite der Feuchtreservoir-Behälter (20)
durch eine am Halteblock (121) ausgebildete Stützwand (123) abgestützt ist.
5. Aufbewahrungsvorrichtung (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Feuchtreservoir-Behälter (20) ein Lösungsmittel (24) angeordnet ist.
6. Aufbewahrungsvorrichtung (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Feuchtreservoir-Behälter (20) Wasser angeordnet ist.
7. Aufbewahrungsvorrichtung (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Behälteröffnung (21) im Feuchtreservoir-Behälter (20) von einer Dichtlippe (22)
umgeben ist.
8. Aufbewahrungsvorrichtung (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Feuchtreservoir-Behälter (20) ein saugfähiges Material (23) angeordnet ist.
9. Aufbewahrungsvorrichtung (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Feuchtreservoir-Behälter (20) ein Schwamm- oder Schaumstoff angeordnet ist.
10. Aufbewahrungsvorrichtung (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Feuchtreservoir-Behälter (20) offen- und verschließbar ausgebildet ist.
11. Aufbewahrungsvorrichtung (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Feuchtreservoir-Behälter (20) mittels eines Deckelelements (25) offen- und verschließbar
ausgebildet ist.
12. Aufbewahrungsvorrichtung (1) nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Feuchtreservoir-Behälter (20) selbst oder sein Deckelelement (25) zum Zwecke
der Reinigung oder des Wechsels des saugfähigen Materials (23) und/oder zum Ein- oder
Nachfüllen des Lösungsmittels (24) offen- und verschließbar ausgebildet sind.
13. Aufbewahrungsvorrichtung (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (12) für den Feuchtereservoir-Behälter (20) bezüglich ihres Abstandes
zur ersten Aufnahme (11) der Grundplatte (10) hin variierbar ausgebildet ist.
14. Aufbewahrungsvorrichtung (1) nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Behälteröffnung (21) im Feuchtreservoir-Behälter (20) bezüglich ihrer Höhe zur
Grundplatte (10) variierbar ausgebildet ist.