[0001] Die Erfindung betrifft ein Einspritzventil und ein Verfahren zum Betreiben des Einspitzventils.
Ein Einspritzventil ist z.B. in
US 5 860 597 offenbart. Wegen immer strengeren gesetzlichen Vorschriften bezüglich zulässiger
Schadstoffemissionen von Brennkraftmaschinen ist eine Einspritzgenauigkeit von Einspritzventilen
der Brennkraftmaschine von zentraler Bedeutung.
[0002] Die Aufgabe, die der Erfindung zugrunde liegt, ist es ein Einspritzventil und ein
Verfahren zum Betreiben des Einspritzventils zu schaffen, die dazu beitragen, dass
eine hohe Einspritzgenauigkeit des Einspritzventils erreicht wird.
[0003] Die Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale der unabhängigen Patentansprüche. Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
[0004] Gemäß einem ersten Aspekt zeichnet sich die Erfindung aus durch ein Einspritzventil.
Das Einspritzventil weist einen Injektorkörper mit einer Ausnehmung mit einem Fluidzulauf
und einem Fluidablauf auf. Das Einspritzventil weist einen Nadelkörper auf, der axial
beweglich in der Ausnehmung des Injektorkörpers angeordnet ist und der in einer Schließposition
des Nadelkörpers einen Fluidfluss durch eine Einspritzöffnung des Injektorkörpers
unterbindet und ansonsten frei gibt. Das Einspritzventil weist einen Steuerraum auf,
der in der Ausnehmung angeordnet ist und der hydraulisch zwischen dem Fluidzulauf
und dem Fluidablauf angeordnet ist. Das Einspritzventil weist ein Steuerventil auf
mit einem Ventilkörper, das in dem Steuerraum angeordnet ist und das dazu ausgebildet
ist, in einer Schließposition des Ventilkörpers einen Fluidfluss zwischen dem Steuerraum
und dem Fluidablauf zu unterbinden und ansonsten freizugeben. Das Einspritzventil
weist einen Piezoaktuator auf, der mechanisch mit dem Steuerventil über einen ersten
Übertrager gekoppelt ist zum Öffnen des Steuerventils durch das elektrische Entladen
des Piezoaktuators, wobei der Piezoaktuator zusätzlich mechanisch mit dem Nadelkörper
koppelbar ist zum Schließen des Einspritzventils.
[0005] Durch die mechanische Kopplung des Nadelkörpers mit dem Piezoaktuator kann mittels
des Piezoaktuators mechanisches Prellen detektiert werden. Die Zeitpunkte zu denen
das mechanische Prellen auftritt, können für eine Regelung des Einspritzventils genutzt
werden, um somit eine hohe Einspritzgenauigkeit zu erreichen. Derartige Zeitpunkte
sind insbesondere das Erreichen der Schließposition des Nadelkörpers, sowie das Erreichen
einer vorgegebenen Öffnungsposition des Nadelkörpers.
[0006] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung ist der Piezoaktuator mechanisch mit dem
Nadelkörper über einen zweiten Übertrager koppelbar, der mit dem Nadelkörper verbunden
ist.
[0007] Hierdurch kann besonders gut ein mechanisches Prellen von dem Nadelkörper auf den
Piezoaktuator übertragen werden.
[0008] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist der Piezoaktuator mechanisch
mit dem Nadelkörper gekoppelt nach Überwinden eines vorgegebenen Leerhubs zwischen
dem zweiten Übertrager und dem Piezoaktuator.
[0009] Hierdurch wird sichergestellt, dass der Piezoaktuator nicht immer mechanisch mit
dem Nadelkörper gekoppelt ist, so dass beispielsweise bei dem Erreichen der vorgegebenen
Öffnungsposition des Nadelkörpers ein mechanisches Prellen entsteht.
[0010] Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist der Piezoaktuator mechanisch
mit dem Nadelkörper gekoppelt bei Erreichen der Schließposition des Nadelkörpers und
bei Erreichen einer vorgegebenen Öffnungsposition des Nadelkörpers.
[0011] Hierdurch kann insbesondere ein mechanisches Prellen bei Erreichen der Schließposition
detektiert werden, sowie bei Erreichen der vorgegebenen Öffnungsposition.
[0012] Gemäß einem weiteren Aspekt zeichnet sich die Erfindung aus durch ein Verfahren zum
Betreiben des Einspritzventils oder einer vorteilhaften Ausgestaltung des Einspritzventils.
Der Piezoaktuator wird elektrisch entladen zum Öffnen des Steuerventils mittels des
ersten Übertragers und hierdurch zum Öffnen des Einspritzventils. Mittels des Piezoaktuators
wird ein Zeitpunkt eines ersten mechanischen Prellens detektiert, das durch die mechanische
Kopplung des Piezoaktuators mit dem Nadelkörper bei Erreichen einer vorgegebenen Öffnungsposition
des Nadelkörpers auf den Piezoaktuator übertragen wird. Abhängig von dem detektierten
Zeitpunkt des ersten mechanischen Prellens wird der Piezoaktuator elektrisch geladen
zum Schließen des Einspritzventils mittels der mechanischen Kopplung des Piezoaktuators
mit dem Nadelkörper, beispielsweise in einem Folgearbeitszyklus des Einspritzventils
oder in demselben Arbeitszyklus des Einspritzventils, in dem das erste mechanische
Prellen detektiert wurde.
[0013] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung wird mittels des Piezoaktuators ein Zeitpunkt
eines weiteren mechanischen Prellens detektiert, das durch die mechanische Kopplung
des Piezoaktuators mit dem Nadelkörper bei Erreichen der Schließposition des Nadelkörpers
auf dem Piezoaktuator übertragen wird.
[0014] Durch die mechanische Kopplung des Piezoaktuators mit dem Nadelkörper können der
Zeitpunkt des ersten mechanischen Prellens und/oder der Zeitpunkt des weiteren mechanischen
Prellens detektiert werden. Diese beiden Zeitpunkte oder einer der beiden Zeitpunkte
können für die Regelung des Einspritzventils genutzt werden um somit eine hohe Einspritzgenauigkeit
zu erreichen.
[0015] Die Erfindung ist im Folgenden anhand der schematischen Zeichnungen näher erläutert.
[0016] Es zeigen:
- Figur 1 bis Figur 6
- ein Einspritzventil zu verschiedenen Betriebszeitpunkten,
- Figur 7
- verschiedene Betriebsmodi des Einspritzventils und
- Figur 8
- ein Ablaufdiagramm zum Betreiben des Einspritzventils.
[0017] Elemente gleicher Konstruktion oder Funktion sind figuren-übergreifend mit den gleichen
Bezugszeichen gekennzeichnet.
[0018] Die Figuren 1 bis 6 zeigen ein Einspritzventil 1 zu verschiedenen Betriebszeitpunkten.
Das Einspritzventil 1 wird anhand der Figur 2 näher erläutert.
[0019] Das Einspritzventil 1 weist einen Injektorkörper 2 auf. Der Injektorkörper 2 weist
eine Ausnehmung 3 auf, sowie einen Fluidzulauf 7 und einen Fluidablauf 9.
[0020] Der Fluidzulauf 7 ist beispielsweise mit einem Kraftstoffhochdruckspeicher, wie beispielsweise
einem sogenannten Common-Rail, hydraulisch gekoppelt und wird somit beispielsweise
mit einem Kraftstoff unter einem Druck von beispielsweise bis zu 2500 Bar versorgt.
[0021] Der Fluidablauf 9 ist mit einem Niederdruckbereich, wie beispielsweise mit einem
Kraftstofftank hydraulisch gekoppelt.
[0022] Das Einspritzventil 1 weist einen Nadelkörper 10 auf, der axial beweglich in der
Ausnehmung 3 des Injektorkörpers 2 angeordnet ist.
[0023] In einer Schließposition des Nadelkörpers 10 sitzt der Nadelkörper 10 auf einem zugehörigen
Ventilsitz des Injektorkörpers 2 auf und unterbindet hierdurch einen Fluidfluss durch
eine Einspritzöffnung 12 des Injektorkörpers 2. Das Einspritzventil 1 ist somit geschlossen.
[0024] In einer Öffnungsposition des Nadelkörpers 10 ist der Nadelkörper 10 vorgegeben axial
beabstandet von dem zugehörigen Ventilsitz und gibt hierdurch einen Fluidfluss durch
die Einspritzöffnung 12 frei. Das Einspritzventil 1 ist somit geöffnet.
[0025] Das Einspritzventil 1 weist einen Steuerraum 15 auf, der in der Ausnehmung 3 angeordnet
ist und der hydraulisch zwischen dem Fluidzulauf 7 und dem Fluidablauf 9 angeordnet
ist. Hierbei umfasst die Ausnehmung insbesondere den Raum um den Nadelkörper 10, eine
hydraulische Verbindungsleitung zum Steuerraum 15 sowie den Steuerraum 15 selbst.
[0026] Das Einspritzventil 1 weist ein Steuerventil 16 mit einem Ventilkörper 17 auf. Das
Steuerventil 16 ist in dem Steuerraum 15 angeordnet.
[0027] In einer Schließposition des Ventilkörpers 17 sitzt der Ventilkörper 17 auf einem
zugehörigen Ventilsitz des Injektorkörpers 2 auf, wodurch ein Fluidfluss zwischen
dem Steuerraum 15 und dem Fluidablauf 9 unterbunden ist.
[0028] In einer Öffnungsposition des Ventilkörpers 17 ist der Ventilkörper 17 vorgegeben
axial beabstandet von dem zugehörigen Ventilsitz und gibt somit den Fluidfluss zwischen
dem Steuerraum 15 und dem Fluidablauf 9 frei.
[0029] Das Einspritzventil 1 weist einen Piezoaktuator 20 auf, der mit dem Steuerventil
16 über einen ersten Übertrager 23 gekoppelt ist zum Öffnen des Steuerventils 16.
[0030] Der Piezoaktuator 20 ist zusätzlich mechanisch mit dem Nadelkörper 10 mechanisch
koppelbar, beispielsweise nach Überwinden eines vorgegebenen Leerhubs L, beispielsweise
über einen zweiten Übertrager 24, der mit dem Nadelkörper 10 verbunden ist.
[0031] Das Einspritzventil 1 kann in verschiedenen Betriebsmodi betrieben werden. Figur
7 zeigt drei Betriebsmodi. Ein erster Betriebsmodus ist eine so genannte full stroke
injektion FSI. Hier wird das Einspritzventil 1 eine vorgegebene Zeit geöffnet und
anschließend wieder geschlossen. Ein weiterer Betriebsmodus ist eine so genannte part
stroke injektion PSI. Hier wird das Einspritzventil 1 nur kurz geöffnet und sofort
wieder geschlossen. Ein weiterer Betriebsmodus ist eine so genannte boost injektion
BI. Hier wird das Einspritzventil 1 zuerst etwas geöffnet, nach einer vorgegebenen
Zeitdauer noch weiter geöffnet und nach einer weiteren vorgegebenen Zeitdauer wieder
geschlossen. Die Betriebsmodi werden durch vier Zeitpunkte repräsentiert: Ein Zeitpunkt
OPP1, in dem der Öffnungsvorgang des Einspritzventils 1 beginnt; Ein oder mehrere
Zeitpunkte OPP2, in dem der Nadelkörper 10 die vorgegebene Öffnungsposition erreicht;
Ein Zeitpunkt OPP3, in dem der Schließvorgang des Einspritzventils 1 beginnt; Ein
Zeitpunkt OPP4, in dem der Nadelkörper 10 die Schließposition erreicht.
[0032] Figur 8 zeigt ein Ablaufdiagramm eines Programms zum Betreiben des Einspritzventils
1. Das Programm kann beispielsweise von einer Steuervorrichtung SV abgearbeitet werden.
[0033] Das Programm wird in einem Schritt S1 gestartet. In dem Schritt S1 befindet sich
der Piezoaktuator 20 in einem geladenen Zustand (siehe Figur 1). Die Ausnehmung 3
ist in dem Schritt 1 durch den Fluidzulauf 7 mit Kraftstoff unter hohem Druck gefüllt.
Durch ein Kräfteverhältnis, das auf den Ventilkörper 17 des Steuerventils 16 wirkt,
befindet sich der Ventilkörper 17 des Steuerventils 16 in der Schließposition. Weiterhin
befindet sich durch ein weiteres Kräfteverhältnis der Nadelkörper 10 in der Schließposition.
[0034] In einem Schritt S3 wird der Piezoaktuator 20 elektrisch entladen. Der Beginn des
Schritts S3 repräsentiert den Zeitpunkt OPP1, in dem der Öffnungsvorgang des Einspritzventils
1 beginnt.
[0035] Durch das elektrische Entladen zieht sich der Piezoaktuator 20 zusammen. Hierdurch
wird eine Kraft von dem Piezoaktuator 20 über den ersten Mitnehmer 23 auf den Ventilkörper
17 des Steuerventils 16 übertragen, so dass sich das Steuerventil 16 öffnet. Da auf
der Seite des Fluidablaufs 9 ein niedrigerer Druck herrscht als in dem Steuerraum
15, strömt Fluid von dem Steuerraum 15 in den Fluidablauf 9. Hierdurch kommt es zu
einem Druckgefälle in der Ausnehmung 3. Durch dieses Druckgefälle wirkt eine Kraft
auf den Nadelkörper 10, so dass dieser sich von seinem zugehörigen Ventilsitz hebt
und somit die Einspritzöffnung 12 frei gibt (siehe Figur 2, Figur 3).
[0036] In einem Schritt S5 wird ein Zeitpunkt eines ersten mechanischen Prellens mittels
des Piezoaktuators 20 detektiert. Das erste mechanische Prellen entsteht dadurch,
dass der zweite Übertrager 24 durch die axiale Bewegung des Nadelkörpers 10 den Leerhub
L überwindet und an den Piezoaktuator 20 anstößt. Hierbei erreicht der Nadelkörper
10 die vorgegebene Öffnungsposition (Figur 3). Der Zeitpunkt der Detektion des ersten
mechanischen Prellens repräsentiert somit den Zeitpunkt OPP2, in dem der Nadelkörper
10 die vorgegebene Öffnungsposition erreicht.
[0037] Wird das Einspritzventil 1 in dem Betriebsmodus full stroke injection FSI betrieben,
so wird das Programm nach einer vorgegebenen Zeitdauer in einem Schritt S7 fortgeführt.
[0038] Wird das Einspritzventil 1 in dem Betriebsmodus part stroke injection PSI betrieben,
so wird sofort nach der Detektion des ersten mechanischen Prellens das Programm in
dem Schritt S7 fortgeführt.
[0039] Wird das Einspritzventil 1 in dem Betriebsmodus boot injection BI betrieben, so wird
das Programm nach einer vorgegebenen Zeitdauer in dem Schritt S3 fortgeführt und nach
dem erneuten Erreichen des Schrittes S5 nach einer weiteren vorgegebenen Zeitdauer
in dem Schritt S7 fortgeführt.
[0040] In dem Schritt S7 wird abhängig von dem detektierten Zeitpunkt des ersten mechanischen
Prellens der Piezoaktuator 20 elektrisch geladen, beispielsweise in einem Folgearbeitszyklus
des Einspritzventils 1 oder in demselben Arbeitszyklus des Einspritzventils 1, in
dem das erste mechanische Prellen detektiert wurde. Der Beginn des Schritts repräsentiert
den Zeitpunkt OPP3, in dem der Schließvorgang des Einspritzventils 1 beginnt.
[0041] Durch das elektrische Laden des Piezoaktuators 20 dehnt sich dieser aus und drückt
somit mittels der mechanischen Kopplung mit dem Nadelkörper 10 oder mit dem zweiten
Übertrager 24 den Nadelkörper 10 in seine Schließposition, wodurch der Fluidfluss
durch die Einspritzöffnung 12 wieder unterbunden wird (Siehe Figur 4, Figur 5).
[0042] Weiterhin wird durch das elektrische Laden des Piezoaktuators 20 die Kräftebilanz,
die auf den Ventilkörper 17 des Steuerventils 16 verändert, so dass sich dieses wieder
schließt (Figur 6).
[0043] In einem Schritt S9 wird ein Zeitpunkt eines weiteren mechanischen Prellens mittels
des Piezoaktuators 20 detektiert. Das weitere mechanische Prellen entsteht durch das
Auftreffen des Nadelkörpers 10 auf dem zugehörigen Ventilsitz bei dem Erreichen der
Schließposition des Nadelkörpers 10. Dieses weitere mechanische Prellen wird über
den Nadelkörper 10 und den zweiten Übertrager 24 auf den Piezoaktuator 20 übertragen.
Der Zeitpunkt des weiteren mechanischen Prellens repräsentiert somit den Zeitpunkt
OPP4, in dem der Nadelkörper 10 die Schließposition erreicht.
[0044] Abhängig von dem Zeitpunkt des weiteren mechanischen Prellens und/oder dem Zeitpunkt
des ersten mechanischen Prellens wird gegebenenfalls nach einer vorgegebenen Zeitdauer
das Programm in dem Schritt S3 fortgesetzt und ein weiterer Arbeitszyklus beginnt.
[0045] Da der Zeitpunkt des ersten mechanischen Prellens den Zeitpunkt OPP2 des Erreichens
der vorgegebenen Öffnungsposition repräsentiert und da der Zeitpunkt des weiteren
mechanischen Prellens den Zeitpunkt OPP4 des Erreichens der Schließposition repräsentiert,
kann das Einspritzventil 1 mittels dieser Zeitpunkte in den Betriebsmodi full stroke
injection FSI, part stroke injection PSI und der boot injection BI geregelt werden.
Hiermit kann insbesondere für diese Betriebsmodi eine sehr hohe Einspritzgenauigkeit
erreicht werden.
1. Einspritzventil (1) aufweisend
- einen Injektorkörper (2) mit einer Ausnehmung (3) und einem Fluidzulauf (7) und
einem Fluidablauf (9),
- einen Nadelkörper (10), der axial beweglich in der Ausnehmung (3) des Injektorkörpers
(2) angeordnet ist und der in einer Schließposition des Nadelkörpers (10) einen Fluidfluss
durch eine Einspritzöffnung (12) des Injektorkörpers (2) unterbindet und ansonsten
frei gibt,
- einen Steuerraum (15) der in der Ausnehmung (3) angeordnet ist und der hydraulisch
zwischen dem Fluidzulauf (7) und dem Fluidablauf (9) angeordnet ist,
- ein Steuerventil (16) mit einem Ventilkörper (17), das in dem Steuerraum (15) angeordnet
und das dazu ausgebildet ist, in einer Schließposition des Ventilkörpers (17) einen
Fluidfluss zwischen dem Steuerraum (15) und dem Fluidablauf (9) zu unterbinden und
ansonsten frei zu geben,
- einen Piezoaktuator (20) der mechanisch mit dem Steuerventil (16) über einen ersten
Übertrager (23) gekoppelt ist zum Öffnen des Steuerventils (16) durch das elektrische
Entladen des Piezoaktuators (20), wobei der Piezoaktuator (20) zusätzlich mechanisch
mit dem Nadelkörper (10) koppelbar ist zum Schließen des Einspritzventils (1).
2. Einspritzventil (1) nach Anspruch 1, wobei der Piezoaktuator (20) mechanisch mit dem
Nadelkörper (10) über einen zweiten Übertrager (24) koppelbar ist, der mit dem Nadelkörper
(10) verbunden ist.
3. Einspritzventil (1) nach Anspruch 2, wobei der Piezoaktuator (20) mechanisch mit dem
Nadelkörper (10) gekoppelt ist, nach Überwinden eines vorgegebenen Leerhubs (L) zwischen
dem zweiten Übertrager (24) und dem Piezoaktuator (20).
4. Einspritzventil (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der Piezoaktuator
(20) mechanisch mit dem Nadelkörper (10) gekoppelt ist, bei Erreichen der Schließposition
des Nadelkörpers (10) und bei Erreichen einer vorgegebenen Öffnungsposition des Nadelkörpers
(10).
5. Verfahren zum Betreiben des Einspritzventils (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
bei dem
- der Piezoaktuator (20) elektrisch entladen wird zum Öffnen des Steuerventils (16)
mittels des ersten Übertragers (23) und hierdurch zum Öffnen des Einspritzventils
(1),
- ein Zeitpunkt eines ersten mechanischen Prellens mittels des Piezoaktuators (20)
detektiert wird, das durch die mechanische Kopplung des Piezoaktuators (20) mit dem
Nadelkörper (10) bei Erreichen einer vorgegebenen Öffnungsposition des Nadelkörpers
(10) auf den Piezoaktuator (20) übertragen wird,
- abhängig von dem detektierten Zeitpunkt des ersten mechanischen Prellens der Piezoaktuator
(20) elektrisch geladen wird zum Schließen des Einspritzventils (1) mittels der mechanischen
Kopplung des Piezoaktuators (20) mit dem Nadelkörper (10).
6. Verfahren nach Anspruch 5, bei dem ein Zeitpunkt eines weiteren mechanischen Prellens
mittels des Piezoaktuators (20) detektiert wird, das durch die mechanische Kopplung
des Piezoaktuators (20) mit dem Nadelkörper (10) bei Erreichen der Schließposition
des Nadelkörpers (10) auf den Piezoaktuator (20) übertragen wird.
1. Injection valve (1) having
- an injector body (2) with a recess (3) and a fluid inflow (7) and a fluid outflow
(9),
- a needle body (10) which is arranged axially movably in the recess (3) of the injector
body (2) and suppresses a fluid flow through an injection opening (12) of the injector
body (2) in a closed position of the needle body (10) and otherwise releases it,
- a control space (15) which is arranged in the recess (3) and is arranged hydraulically
between the fluid inflow (7) and the fluid outflow (9),
- a control valve (16) with a valve body (17), which control valve (16) is arranged
in the control space (15) and is configured to suppress a fluid flow between the control
space (15) and the fluid outflow (9) in a closed position of the valve body (17) and
to otherwise release it,
- a piezoelectric actuator (20) which is coupled mechanically to the control valve
(16) via a first transmitter (23) for opening the control valve (16) by the electrical
discharge of the piezoelectric actuator (20), it being possible for the piezoelectric
actuator (20) to additionally be coupled mechanically to the needle body (10) for
closing the injection valve (1).
2. Injection valve (1) according to Claim 1, it being possible for the piezoelectric
actuator (20) to be coupled mechanically to the needle body (10) via a second transmitter
(24) which is connected to the needle body (10).
3. Injection valve (1) according to Claim 2, the piezoelectric actuator (20) being coupled
mechanically to the needle body (10), after a predefined idle stroke (L) between the
second transmitter (24) and the piezoelectric actuator (20) has been overcome.
4. Injection valve (1) according to one of the preceding claims, in which the piezoelectric
actuator (20) is coupled mechanically to the needle body (10), when the closed position
of the needle body (10) is reached and when a predefined open position of the needle
body (10) is reached.
5. Method for operating the injection valve (1) according to one of Claims 1 to 4, in
which method
- the piezoelectric actuator (20) is discharged electrically for opening the control
valve (16) by means of the first transmitter (23) and for opening the injection valve
(1) as a result,
- a time of a first mechanical bounce is detected by means of the piezoelectric actuator
(20), which bounce is transmitted to the piezoelectric actuator (20) by way of the
mechanical coupling of the piezoelectric actuator (20) to the needle body (10) when
a predefined open position of the needle body (10) is reached,
- in a manner which is dependent on the detected time of the first mechanical bounce,
the piezoelectric actuator (20) is charged electrically for closing the injection
valve (1) by means of the mechanical coupling of the piezoelectric actuator (20) to
the needle body (10).
6. Method according to Claim 5, in which a time of a further mechanical bounce is detected
by means of the piezoelectric actuator (20), which further mechanical bounce is transmitted
to the piezoelectric actuator (20) when the closed position of the needle body (10)
is reached by way of the mechanical coupling of the piezoelectric actuator (20) to
the needle body (10).
1. Soupape d'injection (1) présentant
- un corps d'injecteur (2) avec un évidement (3) et une arrivée de fluide (7) et un
départ de fluide (9),
- un corps de pointeau (10), qui est agencé de façon mobile axialement dans l'évidement
(3) du corps d'injecteur (2) et qui dans une position de fermeture du corps de pointeau
(10) empêche un écoulement de fluide à travers un orifice d'injection (12) du corps
d'injecteur (2) et qui pour le reste l'autorise,
- une chambre de commande (15) qui est agencée dans l'évidement (3) et qui est disposée
hydrauliquement entre l'arrivée de fluide (7) et le départ de fluide (9),
- une soupape de commande (16) avec un corps de soupape (17), qui est agencée dans
la chambre de commande (15) et qui est configurée pour empêcher dans une position
de fermeture du corps de soupape (17) un écoulement de fluide entre la chambre de
commande (15) et le départ de fluide (9) et pour le reste pour l'autoriser,
- un actionneur piézoélectrique (20), qui est couplé mécaniquement à la soupape de
commande (16) par un premier élément de transmission (23) pour l'ouverture de la soupape
de commande (16) au moyen de la décharge électrique de l'actionneur piézoélectrique
(20), dans laquelle l'actionneur piézoélectrique (20) peut en outre être couplé mécaniquement
au corps de pointeau (10) pour la fermeture de la soupape d'injection (1).
2. Soupape d'injection (1) selon la revendication 1, dans laquelle l'actionneur piézoélectrique
(20) peut être couplé mécaniquement au corps de pointeau (10) par un deuxième élément
de transmission (24), qui est relié au corps de pointeau (10).
3. Soupape d'injection (1) selon la revendication 2, dans laquelle l'actionneur piézoélectrique
(20) est couplé mécaniquement au corps de pointeau (10), après avoir parcouru une
course morte (L) entre le deuxième élément de transmission (24) et l'actionneur piézoélectrique
(20).
4. Soupape d'injection (1) selon l'une quelconque des revendications précédentes, dans
laquelle l'actionneur piézoélectrique (20) est couplé mécaniquement au corps de pointeau
(10), lorsque l'on atteint la position de fermeture du corps de pointeau (10) et lorsque
l'on atteint une position d'ouverture prédéterminée du corps de pointeau (10).
5. Procédé pour faire fonctionner une soupape d'injection (1) selon l'une quelconque
des revendications 1 à 4, dans lequel
- on décharge électriquement l'actionneur piézoélectrique (20) pour ouvrir la soupape
de commande (16) au moyen du premier élément de transmission (23) et de cette façon
pour ouvrir la soupape d'injection (1),
- on détecte un instant d'un premier rebond mécanique au moyen de l'actionneur piézoélectrique
(20), qui est transmis à l'actionneur piézoélectrique (20) par le couplage mécanique
de l'actionneur piézoélectrique (20) avec le corps de pointeau (10) lorsque l'on atteint
une position d'ouverture prédéterminée du corps de pointeau (10),
- on charge électriquement l'actionneur piézoélectrique (20) en fonction de l'instant
détecté du premier rebond mécanique pour la fermeture de la soupape d'injection (1)
au moyen du couplage mécanique de l'actionneur piézoélectrique (20) avec le corps
de pointeau (10).
6. Procédé selon la revendication 5, dans lequel on détecte un instant d'un autre rebond
mécanique au moyen de l'actionneur piézoélectrique (20), qui est transmis à l'actionneur
piézoélectrique (20) par le couplage mécanique de l'actionneur piézoélectrique (20)
avec le corps de pointeau (10) lorsque l'on atteint la position de fermeture du corps
de pointeau (10).