Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einer Handwerkzeugmaschine nach dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Es ist bereits eine Handwerkzeugmaschine, insbesondere ein Schraubbohrhammer, mit
einer Getriebeanordnung, einem Hammerschlagwerk und einer Werkzeugspindel, vorgeschlagen
worden.
Offenbarung der Erfindung
[0003] Die Erfindung geht aus von einer Handwerkzeugmaschine, insbesondere einem Schraubbohrhammer,
mit einer Getriebeanordnung, einem Hammerschlagwerk und einer Werkzeugspindel.
[0004] Es wird vorgeschlagen, dass das Hammerschlagwerk einen Schläger aufweist, der die
Werkzeugspindel in mindestens einer Ebene zumindest teilweise umschließt. Unter einer
"Getriebeanordnung" soll insbesondere eine Anordnung verstanden werden, die zumindest
eine Getriebestufe aufweist. Vorteilhaft ist die Getriebestufe als ein Winkelgetriebe,
als ein Kegelradgetriebe und/oder als eine andere, dem Fachmann als sinnvoll erscheinende
Getriebestufe ausgebildet. Besonders vorteilhaft ist die Getriebestufe als eine Planetenradgetriebestufe
ausgebildet. Unter einem "Hammerschlagwerk" soll insbesondere ein Schlagwerk mit zumindest
einem linear bewegten Schläger verstanden werden. Vorteilhaft bewegt das Hammerschlagwerk
den Schläger federnd und/oder pneumatisch und/oder hydraulisch mittels einer Kulissenvorrichtung,
mittels eines Taumellagers und/oder vorteilhaft mittels eines Exzenterelements. Somit
ist das Hammerschlagwerk vorzugsweise als ein Kulissenschlagwerk, als ein Taumellagerschlagwerk
und/oder als ein Exzenterschlagwerk ausgebildet. Unter einem "Kulissenschlagwerk"
soll insbesondere ein Hammerschlagwerk mit einer Kulissenvorrichtung verstanden werden.
Eine Kulissenvorrichtung erzeugt eine lineare Bewegung zwischen zumindest zwei Bereichen
durch Elemente, die auf einer mechanisch begrenzten Endlosbahn bewegbar sind. Insbesondere
soll unter einem "Taumellagerschlagwerk" ein Lager mit einem Finger verstanden werden,
das mit einem Antriebsrotationselement des Hammerschlagwerks verbunden ist und dessen
Lagerebene von einer Ebene abweicht, die senkrecht zu der Rotationsachse des Antriebsrotationselements
ausgerichtet ist. Unter einem "Exzenterschlagwerk" soll insbesondere ein Hammerschlagwerk
verstanden werden, das dazu vorgesehen ist, aus einer Rotationsbewegung eine Linearbewegung
senkrecht zu der Rotationsachse der Rotationsbewegung zu generieren. Vorzugsweise
weist das Exzenterschlagwerk ein Exzenterelement auf, das drehfest mit dem Antriebsrotationselement
verbunden ist. Unter einem "Hammerschlagwerk" soll insbesondere kein Rastenschlagwerk
verstanden werden, bei dem eine drehbare Rastenscheibe in axialer Richtung dauerhaft
mechanisch fest mit dem Handwerkzeuggehäuse verbunden ist und bei dem die Rastenscheibe
zu einer Impulserzeugung mit einer mechanisch dauerhaft mit der Werkzeugspindel verbundenen
Rastenscheibe zusammenwirkt. Ein "Rastenschlagwerk" ist insbesondere ein Schlagwerk,
bei dem eine schlagerzeugende Rastenscheibe drehend antreibbar ist. Dabei verursacht
eine Axialverzahnung der Rastenscheibe eine axiale Bewegung der Werkzeugspindel. Unter
einer "Werkzeugspindel" soll insbesondere eine Welle der Handwerkzeugmaschine verstanden
werden, die in zumindest einem Betriebszustand eine Drehbewegung auf eine Werkzeugbefestigungsvorrichtung
der Handwerkzeugmaschine überträgt. Vorzugsweise liegt eine Rotationsachse der Werkzeugspindel
auf einer Rotationsachse eines Einsatzwerkzeugs und/oder der Werkzeugbefestigungsvorrichtung.
Besonders vorteilhaft überträgt die Werkzeugspindel in zumindest einem Betriebszustand
eine Drehbewegung und eine Schlagbewegung auf die Werkzeugbefestigungsvorrichtung.
Besonders vorteilhaft ist zumindest ein Teil der Werkzeugspindel direkt mit der Werkzeugbefestigungsvorrichtung
verbunden. Vorzugsweise weist die Werkzeugspindel eine Befestigung für die Werkzeugbefestigungsvorrichtung
auf. Alternativ kann die Werkzeugspindel zumindest teilweise einstückig mit der Werkzeugbefestigungsvorrichtung
ausgebildet sein. Die Werkzeugbefestigungsvorrichtung ist vorteilhaft als ein Werkzeugfutter,
als eine 6-Kant Aufnahme, als eine SDS-Aufnahme (Special-Direct-System der Firma Robert
Bosch GmbH) und/oder als eine andere, dem Fachmann als sinnvoll erscheinende Werkzeugbefestigungsvorrichtung
ausgebildet. Unter "vorgesehen" soll insbesondere speziell ausgestattet und/oder ausgelegt
verstanden werden. Die Werkzeugspindel durchgreift vorteilhaft zumindest teilweise
den Schläger in Richtung der Rotationsachse der Werkzeugspindel. Besonders vorteilhaft
durchgreift die Werkzeugspindel den Schläger vollständig. Vorzugsweise umschließt
der Schläger die Werkzeugspindel in mindestens einer Ebene um 360°. Unter der Wendung
"in mindestens einer Ebene um 360° umschließt" soll insbesondere verstanden werden,
dass der Schläger zumindest einen Punkt der Werkzeugspindel in zumindest einer Ebene
radial umhüllt.
[0005] Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Handwerkzeugmaschine kann vorteilhaft
eine Werkzeugspindel mit einer geringen Masse erreicht werden und somit eine besonders
leichte und kompakte Handwerkzeugmaschine mit hoher Leistungsfähigkeit bereitgestellt
werden.
[0006] In einer vorteilhaften Ausbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass der Schläger
in zumindest einem Betriebszustand auf die Werkzeugspindel schlägt. Vorteilhaft überträgt
der Schläger dabei einen Schlagimpuls auf zumindest einen Teil der Werkzeugspindel,
wobei die Werkzeugspindel vorteilhaft den Schlagimpuls auf eine Werkzeugbefestigungsvorrichtung
der Handwerkzeugmaschine überträgt. Die Werkzeugbefestigungsvorrichtung überträgt
vorzugsweise den Schlagimpuls auf ein Einsatzwerkzeug. Alternativ und/oder zusätzlich
schlägt der Schläger auf eine Schlagübertragungsvorrichtung, wie einen Döpper, oder
direkt auf ein Einsatzwerkzeug der Handwerkzeugmaschine. Die Schlagübertragungsvorrichtung
überträgt eine Schlagbewegung direkt auf ein Einsatzwerkzeug. Dazu ist die Schlagübertragungsvorrichtung
beispielsweise zumindest teilweise koaxial innerhalb der Werkzeugspindel angeordnet.
Durch den auf die Werkzeugspindel schlagenden Schläger kann vorteilhaft die Werkzeugspindel
eine Schlagbewegung und eine Drehbewegung kombiniert auf eine Werkzeugbefestigungsvorrichtung
übertragen, wodurch vorteilhaft eine preiswerte, universell einsetzbare und konstruktiv
einfache Werkzeugbefestigungsvorrichtung verwendet und wiederum Bauraum eingespart
werden kann.
[0007] In einer weiteren Ausgestaltung wird vorgeschlagen, dass das Hammerschlagwerk ein
federelastisches, um eine Schwenkachse schwenkbar gelagertes Hebelelement aufweist,
das dazu vorgesehen ist, den Schläger des Hammerschlagwerks in zumindest einem Betriebszustand
zu treiben. Unter einem "Hebelelement" soll insbesondere ein bewegbares Element verstanden
werden, auf das zumindest zwei Drehmomente in einem Abstand, vorteilhaft in einem
unterschiedlichen Abstand, zu der Schwenkachse wirken. Vorzugsweise ist das Hebelelement
um eine Schwenkachse schwenkbar, die senkrecht zu der Rotationsachse der Werkzeugspindel
ausgerichtet ist. Besonders vorteilhaft ist das Hebelelement rotationsunsymmetrisch
ausgestaltet und/oder um eine Rotationsachse um weniger als 360° bewegbar. Unter dem
Begriff "federelastisch" soll insbesondere verstanden werden, dass zumindest ein Punkt
des Hebelelements relativ zu einem anderen Punkt des Hebelelements während eines Betriebszustands
um wenigstens 1 mm ausgelenkt wird. Vorteilhaft ist das Hebelelement zumindest teilweise
aus Federstahl. Unter dem Begriff "treiben" soll insbesondere beschleunigend verstanden
werden. Durch das Hebelelement kann konstruktiv einfach ein wirkungsvolles und kostengünstiges
Hammerschlagwerk realisiert werden.
[0008] In einer vorteilhaften Ausbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass der Schläger
in zumindest einem Betriebszustand in einer Hauptarbeitsrichtung frei bewegbar ist.
Vorzugsweise ist der Schläger von dem Hebelelement bewegbar. Unter "frei bewegbar"
soll in diesem Zusammenhang insbesondere verstanden werden, dass der Schläger über
zumindest eine Wegstrecke in die Hauptarbeitsrichtung von Bauteilen, ausgenommen einer
Gleit- und/oder Rollreibung in einer Führung, entkoppelt ist. Insbesondere soll unter
einer "Hauptarbeitsrichtung" eine Schlagimpulsrichtung des Hammerschlagwerks verstanden
werden. Durch den in zumindest einem Betriebszustand frei bewegbaren Schläger kann
eine besonders große Schlagenergie und dabei eine komfortable und insbesondere vibrationsarme
Bedienung erreicht werden.
[0009] Ferner wird vorgeschlagen, dass die Werkzeugspindel eine Drehmitnahmekontur aufweist,
die dazu vorgesehen ist, entlang einer Rotationsachse eine axial verschiebbare und
drehfeste Verbindung herzustellen. Dabei überträgt die Drehmitnahmekontur vorteilhaft
hauptsächlich, besonders vorteilhaft ausschließlich, Rotationskräfte. Die Drehmitnahmekontur
ist als eine, dem Fachmann als sinnvoll erscheinende Drehmitnahmekontur, wie insbesondere
ein Keilwellenprofil und/oder vorteilhaft wie eine Verzahnung, ausgebildet. Besonders
vorteilhaft ist die Werkzeugspindel zweigeteilt ausgebildet und die Drehmitnahmekontur
verbindet die beiden Teile der Werkzeugspindel miteinander. Durch die Drehmitnahmekontur
kann vorteilhaft ein Verhältnis zwischen Schläger- und Spindelmasse optimal gewählt
und die Werkzeugspindel axial von der Getriebeanordnung entkoppelt werden, wodurch
ein Verschleiß, insbesondere an einem Planetenradträger der Getriebeanordnung, minimiert
werden kann.
[0010] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Getriebeanordnung zumindest ein Sonnenrad
aufweist, das in zumindest einem Betriebszustand drehfest, insbesondere direkt, d.h.
ohne zwischengeschaltete weitere Bauteile, drehfest mit zumindest einem Teil des Hammerschlagwerks
verbunden ist, wodurch eine konstruktiv besonders einfache und bauraumsparende Konstruktion
möglich ist. Vorteilhaft ist das Sonnenrad drehfest mit einem Antriebsrotationselement
des Hammerschlagwerks verbunden.
[0011] Ferner werden ein Elektromotor und eine Akkuanschlusseinheit vorgeschlagen, die dazu
vorgesehen ist, den Elektromotor mit Energie zu versorgen. Vorzugsweise ist dazu die
Akkuanschlusseinheit in einem betriebsbereiten Betriebszustand mit einer Akkueinheit
verbunden. Unter einer "Akkuanschlusseinheit" soll insbesondere eine Einheit verstanden
werden, die dazu vorgesehen ist, einen Kontakt zu der Akkueinheit herzustellen. Vorteilhaft
stellt die Akkuanschlusseinheit einen elektrischen und einen mechanischen Kontakt
her. Unter einer "Akkueinheit" soll insbesondere eine Vorrichtung mit zumindest einem
Akkumulator verstanden werden, die dazu vorgesehen ist, die Handwerkzeugmaschine netzunabhängig
mit Energie zu versorgen. Dadurch ist eine besonders komfortable und unabhängig von
einem Stromnetz einsetzbare Handwerkzeugmaschine realisierbar. Alternativ ist die
Handwerkzeugmaschine auch mit einem anderen, dem Fachmann als sinnvoll erscheinenden
Motor, wie insbesondere einem einen Netzanschluss aufweisenden Elektromotor oder einem
Pressluftmotor, betreibbar.
Zudem wird vorgeschlagen, dass die Getriebeanordnung eine Getriebestufe aufweist,
die als eine Planetenradgetriebestufe ausgebildet ist. Die Planetenradgetriebestufe
weist zumindest ein Sonnenrad, ein Hohlrad, wenigstens ein Planetenrad und/oder einen
Planetenradträger auf. Durch die Planetenradgetriebestufe kann besonders Platz sparend
eine vorteilhafte Untersetzung erreicht werden.
[0012] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass das Hammerschlagwerk eine lösbare, insbesondere
mechanisch lösbare Kupplungsvorrichtung aufweist, die dazu vorgesehen ist, eine Drehbewegung
zu übertragen. Vorzugsweise verbindet die Kupplungsvorrichtung in zumindest einem
Betriebszustand eine Schlagwerkwelle des Hammerschlagwerks und zumindest einen Teil
der Getriebeanordnung drehfest. Unter einer "lösbaren Kupplungsvorrichtung" soll insbesondere
eine Kupplungsvorrichtung verstanden werden, die in zumindest einem Betriebszustand
eine Drehbewegung überträgt und die in zumindest einem Betriebszustand eine Übertragung
der Drehbewegung unterbricht. Unter "eine Drehbewegung übertragen" soll insbesondere
eine Drehzahl und/oder ein Drehmoment weiterleiten verstanden werden. Durch die lösbare
Kupplungsvorrichtung kann vorteilhaft das Hammerschlagwerk ausgeschaltet und somit
eine vorteilhaft als Schrauber einsetzbare Handwerkzeugmaschine erreicht werden.
[0013] Ferner wird vorgeschlagen, dass die Kupplungsvorrichtung dazu vorgesehen ist, durch
eine über die Werkzeugspindel übertragene Kraft geschlossen zu werden. Vorzugsweise
ist die Kupplungsvorrichtung dazu vorgesehen, durch eine in axialer Richtung der Werkzeugspindel
wirkende Kraft geschlossen zu werden. Durch die über die Werkzeugspindel schließbare
Kupplungsvorrichtung kann vorteilhaft das Hammerschlagwerk automatisch bei einem Bohrvorgang
zugeschaltet und bei einem Leerlauf abgeschaltet werden, was einen geringen Verschleiß
und eine komfortable Bedienung ermöglicht.
[0014] In einer vorteilhaften Ausbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, dass die Handwerkzeugmaschine
eine Drehmomenteinstelleinheit mit einer Kupplungsvorrichtung aufweist, die dazu vorgesehen
ist, in zumindest einem Betriebszustand ein über die Werkzeugspindel übertragenes
maximales Drehmoment zu begrenzen. Vorteilhaft ist die Kupplungsvorrichtung lösbar.
Das "maximale Drehmoment" ist vorzugsweise ein Drehmoment, das die Werkzeugspindel
an ein Einsatzwerkzeug in einem Betrieb übertragen kann, insbesondere bevor eine Kupplungsvorrichtung
automatisch öffnet. Vorzugsweise ist die Kupplungsvorrichtung als eine Vorrichtung
mit angefederten bzw. federbelasteten Rastelementen, wie insbesondere Kugeln, ausgebildet.
Grundsätzlich sind jedoch auch andere, dem Fachmann als sinnvoll erscheinende Vorrichtungen
denkbar. Die Rastelemente können dabei in einer axialen und/oder vorzugsweise in einer
radialen Richtung mit einer Federkraft belastet sein. Durch eine Begrenzung des maximalen
Drehmoments können unerwünscht hohe Drehmomente verhindert werden.
[0015] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Handwerkzeugmaschine ein Bedienelement
aufweist, mittels dessen die Kupplungsvorrichtung betätigt werden kann. Vorteilhaft
kann zumindest der Bediener die Kupplungsvorrichtung mittels des Bedienelements und/oder
mittels der Werkzeugspindel betätigen. Alternativ und/oder zusätzlich können eine
Sensoreinheit und eine Betätigungseinheit zumindest teilautomatisiert anhand von Materialeigenschaften
eines Werkstücks die Kupplungsvorrichtung betätigen. Vorzugsweise weist die Kupplungsvorrichtung
der Drehmomenteinstelleinheit und die Kupplungsvorrichtung des Hammerschlagwerks jeweils
ein und/oder ein gemeinsames Bedienelement auf. Unter "betätigen" soll insbesondere
öffnen und/oder schließen der Kupplungsvorrichtung verstanden werden, wodurch der
Schlagbetrieb komfortabel von dem Bediener zu- und abgeschaltet werden kann und insbesondere
die Kupplungsvorrichtung der Drehmomenteinstelleinheit in einem Bohrbetrieb dauerhaft
geschlossen werden kann.
[0016] Ferner wird vorgeschlagen, dass das Hammerschlagwerk ein Antriebsrotationselement
mit einer Rotationsachse aufweist, die koaxial zu zumindest einem Teil der Werkzeugspindel
angeordnet ist. Unter einem "Antriebsrotationselement" soll insbesondere ein Element
verstanden werden, das in zumindest einem Betriebszustand eine Drehbewegung ausführt
und das zumindest ein weiteres Element des Hammerschlagwerks bewegt. Vorteilhaft ist
das Antriebsrotationselement als eine Welle, besonders vorteilhaft als eine Hohlwelle,
ausgebildet. Unter dem Begriff "koaxial" soll insbesondere verstanden werden, dass
zumindest ein Teil der Werkzeugspindel und das Antriebsrotationselement in zumindest
einem Betriebszustand um eine gemeinsame Rotationsachse drehend angetrieben sind.
Vorzugsweise sind zumindest ein Teil der Werkzeugspindel und das Antriebsrotationselement
um die gleiche Rotationsachse relativ zueinander drehbar. Besonders vorteilhaft ist
die Handwerkzeugmaschine zwischenwellenlos ausgebildet. Unter "zwischenwellenlos"
soll insbesondere verstanden werden, dass alle Wellen der Handwerkzeugmaschine, die
zumindest in einem Bohrbetrieb eine Drehbewegung übertragen, eine gemeinsame Rotationsachse
aufweisen, die vorteilhaft mit der Rotationsachse der Werkzeugspindel übereinstimmen.
Unter "zumindest einem Teil der Werkzeugspindel" soll insbesondere ein Bereich der
Werkzeugspindel verstanden werden, der direkt mit der Werkzeugbefestigungsvorrichtung
verbunden ist. Alternativ und/oder zusätzlich soll unter "zumindest einem Teil der
Werkzeugspindel" ein Bereich der Werkzeugspindel verstanden werden, der direkt mit
der Getriebeanordnung verbunden ist. Durch das koaxial zu zumindest einem Teil der
Werkzeugspindel angeordnete Antriebsrotationselement kann eine besonders kompakte
und insbesondere kurze Bauform erreicht werden. Dabei erreicht die Handwerkzeugmaschine
eine besonders hohe Einzelschlagenergie, die vorteilhaft zu einem besonders guten
Bohrfortschritt führt.
[0017] In einer weiteren Ausgestaltung wird vorgeschlagen, dass das Antriebsrotationselement
als eine Schlagwerkwelle ausgebildet ist, die zumindest einen Bereich der Werkzeugspindel
umhüllt. Unter einer "Schlagwerkwelle" soll insbesondere eine Welle verstanden werden,
die eine Drehbewegung auf zumindest ein weiteres Element des Hammerschlagwerks zur
Erzeugung eines Schlags überträgt. Besonders vorteilhaft drehen sich die Werkzeugspindel
und die Schlagwerkwelle in zumindest einem Betriebszustand mit einer unterschiedlichen
Winkelgeschwindigkeit. Unter dem Begriff "umhüllen" soll insbesondere verstanden werden,
dass die Schlagwerkwelle die Werkzeugspindel in mindestens einer Ebene größtenteils,
vorteilhaft um 360°, umschließt. Vorteilhaft ist diese Ebene senkrecht zu der Rotationsachse
des Antriebsrotationselements ausgerichtet. Durch eine entsprechende Ausgestaltung
kann eine besonders Platz sparende Konstruktion erreicht werden und die die Werkzeugspindel
umhüllende Schlagwerkwelle kann mit einer geringen Werkzeugspindelmasse und einem
geringen Werkzeugspindeldurchmesser realisiert werden.
[0018] Ferner wird vorgeschlagen, dass das Hammerschlagwerk ein Exzenterelement aufweist,
wodurch konstruktiv einfach eine mechanisch verschleißarme und eine leistungsfähige
Handwerkzeugmaschine bereitgestellt werden kann.
[0019] Zudem wird vorgeschlagen, dass das Exzenterelement eine Rotationsachse aufweist,
die mit einer Rotationsachse der Werkzeugspindel übereinstimmt. Unter dem Begriff
"übereinstimmen" soll insbesondere verstanden werden, dass das Exzenterelement um
eine gleiche Rotationsachse wie die Werkzeugspindel drehend antreibbar gelagert ist.
Vorzugsweise sind das Exzenterelement und zumindest ein Teil der Werkzeugspindel drehfest
miteinander verbunden. Dadurch kann vorteilhaft auf eine Zwischenwelle verzichtet
werden und es kann eine besonders handliche und leichte Handwerkzeugmaschine erreicht
werden. Insbesondere kann eine leistungsfähige Handwerkzeugmaschine mit einem Gewicht
inklusive einer Akkueinheit kleiner 5kg, vorteilhaft kleiner 2kg, besonders vorteilhaft
kleiner 1,5kg erreicht werden.
[0020] Zudem wird vorgeschlagen, dass die Getriebeanordnung zumindest ein Getriebestufenelement
aufweist, das dazu vorgesehen ist, einen Kraftfluss aufzuteilen, um unterschiedliche
Drehzahlen für einen Schlag- und einen Drehantrieb bereitzustellen. Unter einem "Getriebestufenelement"
soll insbesondere ein Sonnenrad, ein Hohlrad, ein Planetenrad, ein anderes, dem Fachmann
als sinnvoll erscheinendes Element der Getriebeanordnung, und/oder insbesondere ein
Planetenradträger verstanden werden. Unter "aufteilen" soll in diesem Zusammenhang
insbesondere verstanden werden, dass auf das Getriebestufenelement an zumindest drei
Stellen Kräfte wirken, die Drehmomente verursachen, wie insbesondere zumindest eine
Eingangsstelle und zumindest zwei Ausgangsstellen. Dadurch kann eine Drehzahl für
einen Schlagantrieb auf eine besonders effektive Schlagzahl optimiert werden und somit
ein besonders großer Bohrfortschritt in einem Schlagbohrbetrieb erreicht werden.
[0021] Ferner wird vorgeschlagen, dass die Getriebeanordnung in zumindest einem Betriebszustand
zumindest zwei Ausgangsdrehbewegungen erzeugt, die ein unganzzahliges Verhältnis zueinander
aufweisen. Vorzugsweise überträgt die Getriebeanordnung in zumindest einem Betriebszustand
eine der Ausgangsdrehbewegungen auf die Werkzeugspindel und eine der Ausgangsdrehbewegungen
auf das Hammerschlagwerk. Unter einem "unganzzahligen Verhältnis" soll insbesondere
ein Verhältnis verstanden werden, das außerhalb einer natürlichen Zahlenmenge liegt.
Vorzugsweise liegt das Verhältnis außerhalb der natürlichen Zahlenmenge zwischen 2
und 6. Unter einer "Ausgangsdrehbewegung" soll insbesondere eine Drehbewegung verstanden
werden, die eine Leistung aus der Getriebeanordnung heraus führt. Durch das unganzzahlige
Verhältnis zwischen den zwei Ausgangsdrehbewegungen kann ein vorteilhaftes Schlagmuster
erreicht werden, das einen besonders effektiven Schlagbohrbetrieb ermöglicht.
[0022] In einer weiteren Ausgestaltung wird vorgeschlagen, dass die Getriebeanordnung zumindest
ein Hohlrad aufweist, das axial beweglich gelagert ist. Unter "axial beweglich gelagert"
soll insbesondere in eine Richtung parallel zu einer Rotationsachse des Hohlrads bewegbar
verstanden werden. Vorteilhaft ist das Hohlrad gegenüber einem Handwerkzeugmaschinengehäuse,
gegenüber zumindest einem Planetenrad einer gleichen Getriebestufe und/oder gegenüber
zumindest einem Planetenrad einer weiteren Getriebestufe bewegbar. Besonders vorteilhaft
ist das Hohlrad so bewegbar, dass es mit jeweils zumindest einem Planetenrad zwei
verschiedener Getriebestufen gleichzeitig und/oder nacheinander gekoppelt ist. Durch
das axial beweglich gelagerte Hohlrad kann konstruktiv einfach und kostengünstig eine
Überrastkupplung und/oder eine Schlagabschaltung realisiert werden.
[0023] Des Weiteren wird vorgeschlagen, dass die Handwerkzeugmaschine ein Federelement aufweist,
das in zumindest einem Betriebszustand eine Kraft auf das axial bewegliche Hohlrad
ausübt, wodurch das Hohlrad vorteilhaft automatisch in zumindest eine Richtung bewegt
wird und so ein konstruktiv einfacher Aufbau möglich ist.
[0024] Ferner wird vorgeschlagen, dass die Getriebeanordnung zumindest eine Getriebestufe
aufweist, die dazu vorgesehen ist, eine Drehzahl für einen Schlagantrieb zu erhöhen,
wodurch eine vorteilhaft hohe Schlagzahl und damit ein effektiver Schlagbohrvorgang
erreicht werden kann.
Zeichnung
[0025] Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In den Zeichnungen
sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Die Zeichnungen, die Beschreibung
und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird
die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren
Kombinationen zusammenfassen.
[0026] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine erfindungsgemäße Handwerkzeugmaschine mit einem schematisch dargestellten Antriebsstrang,
- Fig. 2
- eine Funktionsskizze des Antriebsstrangs aus Figur 1 mit einem Elektromotor, einer
Getriebeanordnung und einem Hammerschlagwerk,
- Fig. 3
- einen schematischen Teilschnitt durch das Hammerschlagwerk der Handwerkzeugmaschine
aus Figur 1,
- Fig. 4
- einen Schnitt durch das Hammerschlagwerk aus Figur 3,
- Fig. 5
- ein Hebelelement des Hammerschlagwerks aus Figur 3 in einer perspektivischen Darstellung
und
- Fig. 6
- eine Funktionsskizze eines alternativen Ausführungsbeispiels des Antriebsstrangs aus
Figur 1.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0027] Figur 1 zeigt eine Handwerkzeugmaschine 10a, die als Akku-Schlagbohrschrauber ausgebildet
ist, in einer teilweise schematischen Darstellung. Die Handwerkzeugmaschine 10a weist
eine Drehmomenteinstelleinheit 12a, eine Getriebeanordnung 14a, ein Hammerschlagwerk
16a, eine Werkzeugspindel 18a, eine Akkuanschlusseinheit 20a, ein pistolenförmiges
Handwerkzeugmaschinengehäuse 22a und einen in dem Handwerkzeugmaschinengehäuse 22a
angeordneten Elektromotor 24a auf. In einem entgegen einer Hauptarbeitsrichtung 26a
der Handwerkzeugmaschine 10a gesehen vorderen Bereich 28a der Handwerkzeugmaschine
10a weist die Handwerkzeugmaschine 10a eine Werkzeugbefestigungsvorrichtung 30a auf,
die als Werkzeugfutter ausgebildet ist. In der Werkzeugbefestigungsvorrichtung 30a
ist ein Einsatzwerkzeug 32a befestigt, das sich bei einem Betrieb der Handwerkzeugmaschine
10a um eine Rotationsachse 34a der Werkzeugspindel 18a dreht, die sich parallel zu
der Hauptarbeitsrichtung 26a erstreckt. Die Rotationsachse 34a ist als eine Hauptrotationsachse
ausgebildet, das heißt mehrere Elemente der Handwerkzeugmaschine 10a sind um diese
Rotationsachse 34a drehbar.
[0028] Ein Bedienelement 36a der Drehmomenteinstelleinheit 12a ist ringförmig um die Rotationsachse
34a der Werkzeugspindel 18a, zwischen dem Handwerkzeugmaschinengehäuse 22a und der
Werkzeugbefestigungsvorrichtung 30a, angeordnet. An einer oberen, das heißt einer
der Akkuanschlusseinheit 20a abgewandten Seite 38a der Handwerkzeugmaschine 10a ist
ein Bedienelement 40a angeordnet, das einem nicht näher dargestellten Bediener einen
Wechsel zwischen einem Bohr- oder Schraubbetrieb und einem Schlagbohrbetrieb ermöglicht.
[0029] In einem hinteren, das heißt der Werkzeugbefestigungsvorrichtung 30a abgewandten
Bereich 42a des Handwerkzeugmaschinengehäuses 22a ist der Elektromotor 24a angeordnet.
Ein nicht näher dargestellter Stator des Elektromotors 24a ist drehfest mit dem Handwerkzeugmaschinengehäuse
22a verbunden. In einem axial zu der Rotationsachse 34a angeordneten, röhrenförmigen,
oberen Bereich 44a des pistolenförmigen Handwerkzeugmaschinengehäuses 22a ist die
Getriebeanordnung 14a angeordnet. Ein unterer Bereich 46a des Handwerkzeugmaschinengehäuses
22a, der sich in etwa rechtwinklig an den oberen Bereich 44a anschließt, bildet einen
Handgriff 48a. An einem unteren Ende des unteren Bereichs 46a ist die Akkuanschlusseinheit
20a angeordnet. An die Akkuanschlusseinheit 20a ist in einem gezeigten betriebsbereiten
Zustand eine Akkueinheit 50a angeschlossen. Die Akkueinheit 50a versorgt während eines
Betriebs den Elektromotor 24a mit Energie.
[0030] Wie die Figuren 2 und 3 zeigen, weist das Hammerschlagwerk 16a ein Antriebsrotationselement
52a mit einer Rotationsachse 34a auf, die koaxial zur Werkzeugspindel 18a angeordnet
ist. Das Antriebsrotationselement 52a ist als eine Schlagwerkwelle 54a ausgebildet.
Die Schlagwerkwelle 54a umhüllt einen Bereich der Werkzeugspindel 18a, der der Getriebeanordnung
14a zugewandt ist. Die Rotationsachse 34a der Schlagwerkwelle 54a ist parallel zu
der Hauptarbeitsrichtung 26a der Handwerkzeugmaschine 10a ausgerichtet. Die Werkzeugspindel
18a verbindet die Werkzeugbefestigungsvorrichtung 30a mit der Getriebeanordnung 14a
entlang der Rotationsachse 34a drehfest und ist zum Großteil als eine Vollwelle ausgebildet.
[0031] Das Hammerschlagwerk 16a ist als ein Exzenterschlagwerk ausgebildet, das ein Exzenterelement
56a aufweist. Wie der in Figur 4 dargestellte Schnitt (A-A) zeigt, weist das Exzenterelement
56a eine Rotationsachse auf, die mit der Rotationsachse 34a der Werkzeugspindel 18a
übereinstimmt. Das Exzenterelement 56a wird von einer Hülse gebildet, deren Wandstärke
58a im Verlauf von 360° um die Rotationsachse 34a kontinuierlich zu- und wieder abnimmt.
Das Exzenterelement 56a ist drehfest mit der Schlagwerkwelle 54a verbunden und wird
von dieser in axialer Richtung durchgriffen. Das Hammerschlagwerk 16a weist ein Exzenteraußenelement
60a auf, das von dem Exzenterelement 56a während eines Schlagbohrbetriebs bewegt wird.
Das Exzenteraußenelement 60a ist als eine annähernd elliptische Scheibe ausgebildet.
Es weist eine runde Bohrung 62a auf, die in einem dem Handgriff 48a abgewandten Bereich
64a des Exzenteraußenelements 60a angeordnet ist. In der Bohrung 62a ist das Exzenterelement
56a mittels eines nicht näher dargestellten Lagers relativ zum Exzenteraußenelement
60a beweglich gelagert. Ferner weist das Exzenteraußenelement 60a einen Durchbruch
80a auf, der in einem dem Handgriff 48a zugewandten Bereich des Exzenteraußenelements
60a angeordnet ist. Der Durchbruch 80a wird von einem federelastischen Hebelelement
66a durchgriffen. Das Hebelelement 66a verhindert eine Drehung des Exzenteraußenelements
60a in Umfangsrichtung relativ zum Handwerkzeugmaschinengehäuse 22a.
[0032] Das Hammerschlagwerk 16a weist einen Schläger 68a auf. Das Hebelelement 66a treibt
den Schläger 68a während eines Schlagbohrbetriebs. Das Hebelelement 66a ist als ein,
in einer Seitenansicht, L-förmiger Bügel aus Federstahl ausgebildet. Wie Figur 5 zeigt,
weist das Hebelelement 66a einen hufeisenförmigen Bereich 70a auf, der von der Werkzeugspindel
18a durchdrungen wird. Das Hammerschlagwerk 16a weist eine gehäusefeste Schwenkachse
72a auf, um die das Hebelelement 66a kippbar ist. Die gehäusefeste Schwenkachse 72a
ist senkrecht zu der Rotationsachse 34a der Werkzeugspindel 18a ausgerichtet.
[0033] Ferner zeigen die Figuren 2 und 3, dass der Schläger 68a des Hammerschlagwerks 16a
während einer Freiflugphase in der Hauptarbeitsrichtung 26a frei bewegbar ist. Die
Freiflugphase ist ein Zeitraum, der mit einem Ende einer Beschleunigung des Schlägers
68a durch das Hebelelement 66a beginnt und unmittelbar vor einem Schlag endet. Bei
einem Schlag überträgt der Schläger 68a einen Schlagimpuls auf die Werkzeugspindel
18a. Dazu schlägt der Schläger 68a auf ein Übertragungselement 74a der Werkzeugspindel
18a. Das Übertragungselement 74a ist als eine Verdickung der Werkzeugspindel 18a ausgebildet,
die auf einer dem Schläger 68a zugewandten Seite eine Fläche 76a aufweist. Die Fläche
76a ist parallel zu einer Schlagfläche 78a des Schlägers 68a ausgerichtet. Der Schläger
68a umschließt die Werkzeugspindel 18a in Ebenen, die senkrecht zu der Rotationsachse
34a der Werkzeugspindel 18a ausgerichtet sind, um 360°. Der Schläger 68a ist auf der
Werkzeugspindel 18a geführt und ist um die Rotationsachse 34a der Werkzeugspindel
18a drehbar gegenüber dem Handwerkzeugmaschinengehäuse 22a gelagert. Alternativ kann
der Schläger auch an seiner Außenkontur geführt werden und/oder gegenüber dem Handwerkzeugmaschinengehäuse
drehgesichert sein.
[0034] Bei einer Drehung des Exzenterelements 56a bewegt sich das Exzenteraußenelement 60a
senkrecht zu der Rotationsachse 34a der Werkzeugspindel 18a. Durch eine Bewegung des
Exzenteraußenelements 60a wird ein in dem Durchbruch 80a des Exzenteraußenelements
60a kippbar angeordnetes Ende 82a des Hebelelements 66a bewegt und dadurch das Hebelelement
66a gekippt. Das Hebelelement 66a beschleunigt dadurch den Schläger 68a aus einer
der Getriebeanordnung 14a zugewandten Ausgangsstellung in Richtung der Hauptarbeitsrichtung
26a, indem ein treibendes Ende 84a des Hebelelements 66a gegen eine erste Stützfläche
86a des Schlägers 68a drückt. Nach der Beschleunigung bewegt sich der Schläger 68a
in Hauptarbeitsrichtung 26a in die Freiflugphase, bei der das treibende Ende 84a des
Hebelelements 66a in einem Freibereich 88a des Schlägers 68a angeordnet und somit
in Hauptarbeitsrichtung 26a von dem Schläger 68a entkoppelt ist. Am Ende dieser Freiflugphase
trifft der Schläger 68a auf das Übertragungselement 74a der Werkzeugspindel 18a und
überträgt seinen Impuls auf die Werkzeugspindel 18a. Anschließend bewegt das Hebelelement
66a den Schläger 68a in die Ausgangsstellung zurück, indem das treibende Ende 84a
des Hebelelements 66a auf eine zweite Stützfläche 90a des Schlägers 68a eine Kraft
ausübt, die bezogen auf die erste Stützfläche 86a auf einer anderen Seite des Freibereichs
88a angeordnet ist. Durch die federelastische Ausgestaltung des Hebelelements 66a
werden sprungfreie Verläufe der Kräfte, die zwischen dem Hebelelement 66a und dem
Schläger 68a wirken, erreicht.
[0035] Die Getriebeanordnung 14a weist vier Getriebestufen auf, die als Planetenradgetriebestufen
92a, 94a, 96a, 98a ausgebildet sind. Die vier Planetenradgetriebestufen 92a, 94a,
96a, 98a sind entlang der Rotationsachse 34a der Werkzeugspindel 18a hintereinander
angeordnet. Die vier Planetenradgetriebestufen 92a, 94a, 96a, 98a weisen jeweils ein
Hohlrad 100a, 102a, 104a, 106a, ein Sonnenrad 108a, 110a, 112a, 114a, einen Planetenradträger
116a, 118a, 120a, 122a und vier Planetenräder 124a, 126a, 128a, 130a auf, von denen
jeweils nur zwei dargestellt sind. Die Planetenräder 124a der ersten Planetenradgetriebestufe
92a kämmen mit dem Sonnenrad 108a der ersten Planetenradgetriebestufe 92a und dem
Hohlrad 100a der ersten Planetenradgetriebestufe 92a und sind drehbar auf dem Planetenradträger
116a der ersten Planetenradgetriebestufe 92a gelagert. Der Planetenradträger 116a
der ersten Planetenradgetriebestufe 92a führt die Planetenräder 124a der ersten Planetenradgetriebestufe
92a auf einer Kreisbahn um die Rotationsachse 34a der Werkzeugspindel 18a. Die zweite
Planetenradgetriebestufe 94a, die dritte Planetenradgetriebestufe 96a und die vierte
Planetenradgetriebestufe 98a sind dementsprechend aufgebaut.
[0036] Das Sonnenrad 108a der ersten Planetenradgetriebestufe 92a ist drehfest mit dem Elektromotor
24a verbunden und in Hauptarbeitsrichtung 26a neben dem Elektromotor 24a, zwischen
der Werkzeugbefestigungsvorrichtung 30a und dem Elektromotor 24a, angeordnet. Das
Hohlrad 100a der ersten Planetenradgetriebestufe 92a ist drehfest mit dem Handwerkzeugmaschinengehäuse
22a verbunden. Der Planetenträger 116a der ersten Planetenradgetriebestufe 92a ist
drehfest mit dem Sonnenrad 110a der zweiten Planetenradgetriebestufe 94a verbunden,
dessen Hohlrad 102a ebenfalls mit dem Handwerkzeugmaschinengehäuse 22a verbunden ist.
Der Planetenradträger 118a der zweiten Planetenradgetriebestufe 94a ist drehfest mit
dem Sonnenrad 112a der dritten Planetenradgetriebestufe 96a verbunden. Das Hohlrad
104a der dritten Planetenradgetriebestufe 96a ist während eines Bohr-, Schraub- oder
Schlagbohrvorgangs ebenfalls drehfest mit dem Handwerkzeugmaschinengehäuse 22a verbunden.
Somit bewirken die erste, die zweite und die dritte Planetenradgetriebestufe 92a,
94a, 96a in Richtung der Werkzeugbefestigungsvorrichtung 30a jeweils eine Untersetzung.
Es ergibt sich zwischen dem Sonnenrad 108a der ersten Planetenradgetriebestufe 92a
und dem Planetenradträger 120a der dritten Planetenradgetriebestufe 96a somit ebenfalls
eine Untersetzung. Ein Verhältnis dieser Untersetzung zwischen einer Drehzahl des
Elektromotors 24a und einer Drehzahl der Werkzeugspindel 18a beträgt in etwa 60:1.
[0037] Zusätzlich sind dem Fachmann Möglichkeiten zu einer Schaltung eines alternativen
Übersetzungsverhältnisses zwischen einer Drehzahl des Elektromotors 24a und einer
Drehzahl der Werkzeugspindel 18a bekannt. Beispielsweise kann das Hohlrad 102a der
zweiten Planetenradgetriebestufe 94a mittels einer nicht näher dargestellten Kupplungsvorrichtung
alternativ zu dem Handwerkzeugmaschinengehäuse 22a mit dem Planetenradträger 116a
der ersten Planetenradgetriebestufe 92a drehfest verbindbar sein. Das alternative
Übersetzungsverhältnis zwischen der Drehzahl einer Motordrehzahl und der Drehzahl
der Werkzeugspindel 18a beträgt in etwa 15:1.
[0038] Die Getriebeanordnung 14a weist ein Getriebestufenelement 132a auf, das einen Kraftfluss
aufteilt. Das Getriebestufenelement 132a ist als ein gemeinsamer Planetenradträger
120a, 122a der dritten und der vierten Planetenradgetriebestufe 96a, 98a ausgebildet.
Die Werkzeugspindel 18a weist eine Drehmitnahmekontur 134a auf, die entlang der Rotationsachse
34a eine axial verschiebbare und drehfeste Verbindung mit der Getriebeanordnung 14a,
genauer mit dem Getriebestufenelement 132a, herstellt. Demnach erfolgt ein Abgriff
einer Drehzahl der Werkzeugspindel 18a an dem Planetenradträger 120a der dritten Planetenradgetriebestufe
96a.
[0039] In diesem Beispiel ist die Drehmitnahmekontur 134a als eine Innenverzahnung 136a
des Getriebestufenelements 132a und eine Außenverzahnung 138a der Werkzeugspindel
18a ausgebildet. Alternativ könnte der Abgriff an dem Hohlrad der dritten Planetenradgetriebestufe
96a erfolgen.
[0040] Alternativ oder zusätzlich zu der in Figur 2 gezeigten und zuvor beschriebenen Drehmitnahmekontur
134a kann wie in Figur 3 gezeigt eine Drehmitnahmekontur 140a die Werkzeugspindel
18a axial in zwei Teile 142a, 144a teilen. Das eine Teil 142a der Werkzeugspindel
18a ist direkt mit der Getriebeanordnung 14a verbunden. Das andere Teil 144a der Werkzeugspindel
18a ist direkt mit der Werkzeugbefestigungsvorrichtung 30a verbunden. Die zuvor beschriebene
Drehmitnahmekontur 134a kann entfallen. Der Teil 142a der Werkzeugspindel 18a, der
direkt mit der Getriebeanordnung 14a verbunden ist, kann dann in axialer Richtung
fest mit dem Getriebestufenelement 132a verbunden sein. Dadurch kann eine Masse des
axial bewegbaren Teils 144a der Werkzeugspindel 18a reduziert werden.
[0041] Das Sonnenrad 114a der vierten Planetenradgetriebestufe 98a ist während eines Schlagbohrbetriebs
drehfest mit dem Antriebsrotationselement 52a verbunden. Somit ist das Sonnenrad 114a
der vierten Planetenradgetriebestufe 98a bei einem Schlagbohrvorgang drehfest mit
dem Exzenterelement 56a des Hammerschlagwerks 16a verbunden. Alternativ könnte auch
das Hohlrad 106a der vierten Planetenradgetriebestufe 98a drehfest mit dem Antriebsrotationselement
52a verbunden sein.
[0042] Das Hohlrad 106a der vierten Planetenradgetriebestufe 98a ist axial beweglich gelagert.
Die Getriebeanordnung 14a weist ein Koppelelement 146a auf, das das Hohlrad 106a der
vierten Planetenradgetriebestufe 98a drehfest und axial verschiebbar mit dem Handwerkzeugmaschinengehäuse
22a verbindet. Durch diese Anordnung erzeugt die Getriebeanordnung 14a, genauer die
vierte Planetenradgetriebestufe 98a, während eines Schlagbohrbetriebs aus den beiden
Kraftflüssen des gemeinsamen Planetenradträgers 120a, 122a der dritten und der vierten
Planetenradgetriebestufe 96a, 98a Ausgangsdrehbewegungen, die ein unganzzahliges Verhältnis
zueinander aufweisen. Ferner erhöht die vierte Planetenradgetriebestufe 98a eine Drehzahl
für einen Schlagantrieb, das heißt, eine Drehzahl der Schlagwerkwelle 54a bzw. des
Antriebsrotationselement 52a ist höher als eine Drehzahl der Werkzeugspindel 18a.
Somit stellt die Getriebeanordnung 14a, genauer das Getriebestufenelement 132a, unterschiedliche
Drehzahlen für einen Schlag- und einen Drehantrieb bereit.
[0043] Die Handwerkzeugmaschine 10a weist eine erste lösbare Kupplungsvorrichtung 148a auf,
die während eines Schlagbohrbetriebs eine Drehbewegung überträgt. Die erste Kupplungsvorrichtung
148a ist als eine Klauenkupplung ausgebildet und bleibt bei einer durch einen Schlag
verursachten axialen Bewegung der Werkzeugspindel 18a geschlossen. Bei einem Schlagbohrbetrieb
verbindet die erste Kupplungsvorrichtung 148a das Hammerschlagwerk 16a mit dem Sonnenrad
114a der vierten Planetenradgetriebestufe 98a.
[0044] Ferner weist die erste Kupplungsvorrichtung 148a ein Federelement 150a auf, das als
Spiralfeder ausgebildet ist. Das Federelement 150a öffnet die erste Kupplungsvorrichtung
148a, wenn die Werkzeugspindel 18a entgegen der Hauptarbeitsrichtung 26a entlastet
ist. In diesem Fall ist das Hammerschlagwerk 16a deaktiviert. Die erste Kupplungsvorrichtung
148a wird durch eine über die Werkzeugspindel 18a in axialer Richtung übertragene,
von dem Einsatzwerkzeug 32a ausgehende Kraft, während eines Schlagbohrbetriebs geschlossen.
Wenn die Werkzeugspindel 18a durch eine von dem Bediener erzeugten Kraft auf ein nicht
näher dargestelltes Werkstück über ein in der Werkzeugbefestigungsvorrichtung 30a
befestigtes Einsatzwerkzeug 32a mit einer Kraft belastet ist, wird das Federelement
150a zusammengedrückt und die erste Kupplungsvorrichtung 148a geschlossen. Die Kraft
wird in axialer Richtung bei einem Schlagbohrbetrieb über ein Formelement 152a, das
mit der Werkzeugspindel 18a verbunden ist, auf die Schlagwerkwelle 54a und somit auf
die erste Kupplungsvorrichtung 148a aufgebracht.
[0045] Zudem weist die Handwerkzeugmaschine 10a das Bedienelement 40a auf, mittels dessen
der Bediener die erste Kupplungsvorrichtung 148a betätigen kann, indem er die erste
Kupplungsvorrichtung 148a dauerhaft öffnet. Damit ist das Hammerschlagwerk 16a in
diesem Betriebszustand deaktiviert. Somit ermöglicht dieses Bedienelement 40a einen
manuellen Wechsel zwischen einem Bohr- oder Schraubbetrieb und einem Schlagbohrbetrieb
und es kann mit der Handwerkzeugmaschine 10a ohne Schlagimpuls gebohrt und geschraubt
werden. Das Bedienelement 40a ist als ein Schiebeschalter ausgebildet.
Die Drehmomenteinstelleinheit 12a weist eine Kupplungsvorrichtung 154a auf, die ein
übertragbares Drehmoment begrenzt. Ein maximales Drehmoment ist mittels der Drehmomenteinstelleinheit
12a einstellbar. Diese weitere, zweite Kupplungsvorrichtung 154a ist zwischen dem
Hohlrad 104a der dritten Planetenradgetriebestufe 96a und dem Hohlrad 106a der vierten
Planetenradgetriebestufe 98a angeordnet. Die zweite Kupplungsvorrichtung 154a öffnet
ab einem einstellbaren maximalen Drehmoment, das auf die Werkzeugspindel 18a wirkt,
selbstständig. Ist die zweite Kupplungsvorrichtung 154a geöffnet, ist das Hohlrad
104a der dritten Planetenradgetriebestufe 96a axial gesichert und rotatorisch beweglich.
Die zweite Kupplungsvorrichtung 154a ist als eine, dem Fachmann bekannte Überlastkupplung
ausgebildet, deren Ansprechdrehmoment durch eine axiale Kraft auf die zweite Kupplungsvorrichtung
154a veränderbar ist. Beispielsweise ist die zweite Kupplungsvorrichtung 154a als
Formelementkupplung mit Schrägflächen oder als Reibkupplung ausgebildet. Alternativ
dient das Hohlrad 106a der vierten Planetenradgetriebestufe 98a als Formelement, indem
es mit den Planetenrädern 128a, 130a der dritten Planetenradgetriebestufe 96a und
der vierten Planetenradgetriebestufe 98a gleichzeitig kämmt und bei Überschreiten
des maximalen Drehmoments in Hauptarbeitsrichtung 26a verschoben wird und die Planetenräder
128a der dritten Planetenradgetriebestufe 96a freigibt. Dazu ist das Hohlrad 106a
der vierten Planetenradgetriebestufe 98a vorzugsweise breiter als die Planetenräder
128a, 130a der dritten und/oder der vierten Planetenradgetriebestufe 96a, 98a ausgebildet.
[0046] Die Handwerkzeugmaschine 10a weist ein Federelement 156a auf, das während eines Arbeitsvorgangs
eine Kraft auf das axial bewegliche Hohlrad 106a der vierten Planetenradgetriebestufe
98a und somit auf die zweite Kupplungsvorrichtung 154a ausübt und so die zweite Kupplungsvorrichtung
154a schließt. Mittels des Bedienelements 36a der Drehmomenteinstelleinheit 12a kann
die zweite Kupplungsvorrichtung 154a von dem Bediener verstellt, das heißt eine Kraft
auf das axial bewegliche Hohlrad 106a eingestellt werden. Dies geschieht durch eine
axiale Bewegung eines Anschlagpunkts 158a des Federelements 156a. Wird das maximale
Drehmoment der Werkzeugspindel 18a überschritten und die Kupplungsvorrichtung 154a
ist nicht manuell dauerhaft geschlossen, bewirkt die zweite Kupplungsvorrichtung 154a
eine Gegenkraft und drückt das Federelement 156a zusammen und die Kupplungsvorrichtung
154a öffnet. Das Bedienelement 36a der Drehmomenteinstelleinheit 12a ist als ein von
dem Bediener drehbarer Ring ausgebildet.
[0047] Des Weiteren weist das Bedienelement 36a ein nicht näher dargestelltes Formelement
auf, das dazu vorgesehen ist, die zweite Kupplungsvorrichtung 154a manuell dauerhaft
zu schließen. Dies geschieht durch eine entsprechende Einstellung des Bedienelements
36a durch den Bediener. Dadurch kann ein Öffnen der zweiten Kupplungsvorrichtung 154a
bei einem Bohrbetrieb bei allen über die Werkzeugspindel 18a übertragenen Drehmomenten,
die ein Sicherheitsdrehmoment nicht übersteigen, verhindert werden.
[0048] Die Getriebeanordnung 14a weist zwei Lagerelemente 160a, 162a auf, die die Werkzeugspindel
18a radial lagern. Auf der der Werkzeugbefestigungsvorrichtung 30a zugewandten Seite
der Werkzeugspindel 18a ist das erste Lagerelement 160a angeordnet. Das erste Lagerelement
160a ist axial fest mit der Werkzeugspindel 18a verbunden und ist im Handwerkzeugmaschinengehäuse
22a axial verschiebbar gelagert. Alternativ kann das erste Lagerelement auch axial
fest mit dem Handwerkzeugmaschinengehäuse verbunden sein und axial verschiebbar auf
der Werkzeugspindel gelagert sein. Auf der der Werkzeugbefestigungsvorrichtung 30a
abgewandten Seite der Werkzeugspindel 18a, ist das zweite Lagerelement 162a angeordnet,
das die Werkzeugspindel 18a innerhalb des Sonnenrads 114a der vierten Planetenradgetriebestufe
98a lagert. Alternativ kann die Werkzeugspindel 18a mittels des gemeinsamen Planetenradträgers
120a, 122a der dritten und vierten Planetenradgetriebestufe 96a, 98a gelagert sein.
[0049] In der Figur 6 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung gezeigt. Zur Unterscheidung
der Ausführungsbeispiele ist der Buchstabe a in den Bezugszeichen des Ausführungsbeispiels
in den Figuren 1 bis 5 durch den Buchstaben b in den Bezugszeichen des Ausführungsbeispiels
in der Figur 6 ersetzt. Die nachfolgende Beschreibung beschränkt sich im Wesentlichen
auf die Unterschiede zu dem Ausführungsbeispiel in den Figuren 1 bis 5, wobei bezüglich
gleich bleibender Bauteile, Merkmale und Funktionen auf die Beschreibung des Ausführungsbeispiels
in den Figuren 1 bis 5 verwiesen werden kann. Insbesondere sind verschiedene Anordnungen
und Kombinationen der beschriebenen Kupplungsvorrichtung denkbar.
[0050] Figur 6 zeigt wie Figur 2 insbesondere eine Drehmomenteinstelleinheit 12b, eine Getriebeanordnung
14b, ein Hammerschlagwerk 16b und eine Werkzeugspindel 18b.
[0051] Die Drehmomenteinstelleinheit 12b weist Rastelemente 164b auf, die als Kugeln ausgebildet
sind. Die Rastelemente 164b sind in nicht näher dargestellten Formelementen gelagert
und sind zwischen einem Hohlrad 104b einer dritten Planetenradgetriebestufe 96b und
einem Handwerkzeugmaschinengehäuse 22b angeordnet. Dabei sind die Rastelemente 164b
durch ein Federelement 156b der Drehmomenteinstelleinheit 12b mit einer durch den
Bediener einstellbaren Kraft radial zu einer Rotationsachse 34b der Werkzeugspindel
18b federbelastet. Überschreitet ein über die Werkzeugspindel 18b übertragenes Drehmoment
ein eingestelltes maximales Drehmoment, drücken die Rastelemente 164b die Formelemente
entgegen einer Kraft des Federelements 156b auseinander. Somit dreht sich das Hohlrad
104b der dritten Planetenradgetriebestufe 96b relativ zu dem Handwerkzeugmaschinengehäuse
22b und die Werkzeugspindel 18b überträgt zu diesem Zeitpunkt kein Drehmoment.
[0052] Das Hohlrad 104b der dritten Planetenradgetriebestufe 96b und ein Hohlrad 106b einer
vierten Planetenradgetriebestufe 98b sind mittels einer Kupplungsvorrichtung 148b
drehfest miteinander verbunden. Ist die Kupplungsvorrichtung 148b geöffnet, ist das
Hohlrad 106b der vierten Planetenradgetriebestufe 98b um die Rotationsachse 34b frei
drehbar und somit das Hammerschlagwerk 16b für einen Bohr- und Schraubbetrieb abgeschaltet.
[0053] Geschlossen wird die Kupplungsvorrichtung 148b mittels zweier Formelemente 152b,
168b. Das erste Formelement 152b überträgt eine Kraft in axialer Richtung von der
Werkzeugspindel 18b auf eine Schlagwerkwelle 54b. Dieses Formelement 152b ist mit
der Werkzeugspindel 18b axial mechanisch fest verbunden.
[0054] Das zweite Formelement 166b ist mit der Schlagwerkwelle 54b in axialer Richtung verbunden.
Es überträgt die Kraft in axialer Richtung über ein Lager 168b auf das Hohlrad 106b
der vierten Planetenradgetriebestufe 98b. Die Kraft schließt die Kupplungsvorrichtung
148b bei einem Bohr- und Schraubbetrieb. Alternativ ist eine Übertragung der Kraft
über die vierte Planetenradgetriebestufe 98b möglich. Geöffnet wird die Kupplungsvorrichtung
148b von einem Federelement 150b, das über ein Lager 170b eine auf eine Werkzeugbefestigungsvorrichtung
30b ausgerichtete, axiale Kraft auf die Schlagwerkwelle 54b aufbringt.
1. Handwerkzeugmaschine, insbesondere Schraubbohrhammer, mit einer Getriebeanordnung
(14a; 14b), einem Hammerschlagwerk (16a; 16b) und einer Werkzeugspindel (18a; 18b),
wobei das Hammerschlagwerk (16a; 16b) einen Schläger (68a; 68b) aufweist, der die
Werkzeugspindel (18a; 18b) in mindestens einer Ebene zumindest teilweise umschließt,
dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeugspindel (18b; 18b) eine Drehmitnahmekontur (134a, 140a; 134b) aufweist,
die dazu vorgesehen ist, entlang einer Rotationsachse (34a; 34b) eine axial verschiebbare
und drehfeste Verbindung herzustellen.
2. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schläger (68a; 68b) in zumindest einem Betriebszustand auf die Werkzeugspindel
(18a; 18b) schlägt.
3. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Hammerschlagwerk (16a; 16b) ein federelastisches, um eine Schwenkachse schwenkbar
gelagertes Hebelelement (66a; 66b) aufweist, das dazu vorgesehen ist, den Schläger
(68a; 68b) des Hammerschlagwerks (16a; 16b) in zumindest einem Betriebszustand zu
treiben.
4. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schläger (68a; 68b) in zumindest einem Betriebszustand in einer Hauptarbeitsrichtung
(26a; 26b) frei bewegbar ist.
5. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Getriebeanordnung (14a; 14b) zumindest ein Sonnenrad (114a; 114b) aufweist, das in
zumindest einem Betriebszustand drehfest mit zumindest einem Teil des Hammerschlagwerks
(16a; 16b) verbunden ist.
6. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen Elektromotor (24a; 24b) und eine Akkuanschlusseinheit (20a; 20b), die dazu
vorgesehen ist, den Elektromotor (24a; 24b) mit Energie zu versorgen.
7. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Hammerschlagwerk (16a; 16b) eine lösbare Kupplungsvorrichtung (148a; 148b) aufweist,
die dazu vorgesehen ist, eine Drehbewegung zu übertragen.
8. Handwerkzeugmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungsvorrichtung (148a; 148b) dazu vorgesehen ist, durch eine über die Werkzeugspindel
(18a; 18b) übertragene Kraft geschlossen zu werden.
9. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine Drehmomenteinstelleinheit (12a; 12b), die eine Kupplungsvorrichtung (154a; 154b)
aufweist, die dazu vorgesehen ist, in zumindest einem Betriebszustand ein über die
Werkzeugspindel (18a; 18b) übertragenes maximales Drehmoment zu begrenzen.
10. Handwerkzeugmaschine zumindest nach Anspruch 7 und/oder 9, gekennzeichnet durch ein Bedienelement (36a, 40a; 36b, 40b), mittels dessen die Kupplungsvorrichtung (148a,
154a; 148b, 154b) betätigt werden kann.
11. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Hammerschlagwerk (16a; 16b) ein Antriebsrotationselement (52a; 52b) mit einer
Rotationsachse (34a; 34b) aufweist, die koaxial zu zumindest einem Teil der Werkzeugspindel
(18a; 18b) angeordnet ist.
12. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Getriebeanordnung (14a; 14b) zumindest ein Getriebestufenelement (132a; 132b)
aufweist, das dazu vorgesehen ist, einen Kraftfluss aufzuteilen, um unterschiedliche
Drehzahlen für einen Schlag- und einen Drehantrieb bereitzustellen.
13. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Getriebeanordnung (14a; 14b) zumindest ein Hohlrad (106a; 106b) aufweist, das
axial beweglich gelagert ist.
14. Handwerkzeugmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Getriebeanordnung (14a; 14b) zumindest eine Getriebestufe (98a; 98b) aufweist,
die dazu vorgesehen ist, eine Drehzahl für einen Schlagantrieb zu erhöhen.