[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen Objektträger gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1 sowie auf eine Verpackungsanlage gemäß Anspruch 9.
[0002] Die noch unveröffentlichte
EP 14 197 424.6 offenbart eine Verpackungsanlage mit einer Verpackungsmaschine, einer Einlegestation
für Schalen und einer Aushebestation für versiegelte Verpackungen. Dabei sind Objektträger
vorgesehen, die jeweils eine Vielzahl von Schalen, sogenannten Trays, aufnehmen können.
Die Objektträger werden über Transportbänder von einer Station bzw. Verpackungsmaschine
zur anderen Station befördert. Beispielsweise werden an der Einlegestation alle Trays
in einen Objektträger eingelegt, während dieser in einer vorgesehenen Position angehalten
wird. Eine solche offenbarte automatisierte Vorrichtung zum Einlegen der Trays ist
trotz all ihrer Vorzüge noch etwas unflexibel.
[0003] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, für einen noch flexibleren und effizienteren
Betrieb einer solchen Verpackungsanlage zu sorgen.
[0004] Diese Aufgabe wird gelöst durch einen Objektträger mit den Merkmalen des Anspruchs
1 bzw. durch eine Verpackungsanlage mit den Merkmalen des Anspruchs 9. Vorteilhafte
Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0005] Der erfindungsgemäße Objektträger umfasst in einer Trägerplatte ein zweidimensionales
Feld von Aufnahmen für Verpackungsschalen mit nReihen und mSpuren und zeichnet sich
dadurch aus, dass der Objektträger mehrere Rastelemente aufweist, die an einer oder
zwei im Betrieb zu einer vorgesehenen Transportrichtung parallelen Außenseiten vorgesehen
sind. Dabei sind n und m ganzzahlige Zahlen und betragen jeweils mindestens 2. Mittels
der Rastelemente kann der Objektträger in verschiedenen Positionen auf einem Transportband
an einer Bearbeitungseinheit angehalten werden, damit die Bearbeitungseinheit jeweils
nacheinander eine einzelne Reihe oder eine Gruppe benachbarter Reihen von Schalen
bearbeiten kann. Das reduziert Kosten und Aufwand der Bearbeitungseinheit und erhöht
die Flexibilität, im Unterschied zu einer gleichzeitigen Bearbeitung eines gesamten
Formats bestehend aus mehreren Reihen und Spuren.
[0006] Durch die Anordnung der Rastelement an den zur vorgesehenen Transportrichtung parallelen
Außenseiten können jeweils an einer der nReihen ein Rastelement vorgesehen sein, da
eine Reihe von Aufnahmen, Schalen oder Verpackungen eines Objektträgers quer zu einer
Transportrichtung ausgerichtet ist.
[0007] Unter Aufnahme wird im Sinne der Erfindung eine Vertiefung oder sogar eine durchgehende
Öffnung verstanden, in die jeweils eine Verpackungsschale eingesetzt werden kann,
sodass diese Schale beim Transport mittels des Objektträgers eine definierte Position
auf dem Objektträger beibehält. Wenn die Schale einen Rand hat, kann z.B. innerhalb
der Aufnahme ein Absatz vorgesehen sein oder neben der Aufnahme ein die Aufnahme umlaufender
Steg, auf denen der Schalenrand aufliegen kann.
[0008] Die Trägerplatte des Objektträgers hat vorzugsweise eine Länge und Breite von mindestens
300 mm x 300 mm. Für ihre Stärke haben sich Werte von 10 bis 30 mm als günstig erwiesen.
Die Trägerplatte kann beispielsweise Aluminium oder Edelstahl aufweisen oder sogar
insgesamt aus einem dieser beiden Materialien gefertigt sein.
[0009] Denkbar ist es, dass die Rastelemente einstückig mit der Trägerplatte ausgebildet
sind, beispielsweise durch einen Fräsvorgang.
[0010] Vorzugsweise sind die Rastelemente auf der einen oder auf beiden Seiten des Objektträgers,
beispielsweise an entsprechenden Außenseiten der Trägerplatte des Objektträgers, äquidistant
zueinander angeordnet. Dabei entspricht der Abstand einander benachbarter Rastelemente
auf derselben Seite des Objektträgers bevorzugt dem Abstand (beispielsweise dem Mittenabstand)
der Aufnahmen einander benachbarter Reihen von Aufnahmen oder einem ganzzahligen Vielfachen
davon. Denkbar ist es beispielsweise, dass der Abstand zwischen benachbarten Rastelementen
dem Zwei- oder Dreifachen des Abstandes zweier Reihen von Aufnahmen zueinander entspricht.
[0011] In einer besonders vorteilhaften Ausführung weist der Objektträger ein Rastelement
je Reihe auf, um einen geringen konstruktiven und kostentechnischen Aufwand bei den
Werkzeugen der Bearbeitungseinheiten zu erreichen.
[0012] Bevorzugt ist für jedes Rastelement ein zugeordnetes Zentrierelement vorgesehen,
um mittels einer Zentriervorrichtung der Bearbeitungseinheit ein mögliches Spiel des
Rastelementes an einem Stopsystem zu minimieren oder zu eliminieren, damit eine höchste
Positioniergenauigkeit erreicht werden kann. Dabei ist das Zentrierelement vorzugsweise
eine Zentrierbohrung, um auf konstruktiv einfache Weise mit einem Zentrierstift zusammenwirken
zu können.
[0013] Eine erfindungsgemäße Verpackungsanlage umfasst eine Verpackungsmaschine, ein Transportsystem,
wenigstens eine Bearbeitungseinheit und mehrere mehrreihige Objektträger, wie zuvor
beschrieben, und zeichnet sich dadurch aus, dass entlang des Transportsystems mehrere
Stopsysteme vorgesehen sind, die dazu konfiguriert sind, einen einzelnen Objektträger
in einem intermittierenden Modus an aufeinander folgenden Rastelementen dieses Objektträgers
für eine Bearbeitung durch die Bearbeitungseinheit von wenigstens einer Reihe von
Schalen anzuhalten. Der Vorteil ist ein deutlich verringerter Umrüstaufwand bei den
Bearbeitungseinheiten, da nur Werkzeuge zur Bearbeitung von einer Reihe von Schalen,
Produkten oder Verpackungen ersetzt werden müssen. Die Bearbeitungseinheiten müssen
keine aufwendigen Werkzeuge für große Formate mit mehreren Reihen und Spuren umfassen,
sondern lediglich nur für eine Reihe.
[0014] Dabei ist die Bearbeitungseinheit der Verpackungsanlage bevorzugt ein Schaleneinleger,
ein Füller, ein Produkteinleger, ein Aufdeckler, ein Roboter oder ein Etikettierer.
[0015] Die Verpackungsmaschine ist vorzugsweise eine Schalenverschließmaschine, um auf die
in den Objektträgern befindlichen und mit Produkt gefüllten Schalen eine Deckelfolie
aufzusiegeln. Vor dem Aufsiegeln können die Schalen noch evakuiert und/oder begast
werden, um die Haltbarkeit der Produkte zu verlängern.
[0016] In einer besonders vorteilhaften Ausführung umfasst die Bearbeitungseinheit eine
Zentriervorrichtung, um den Objektträger mittels des Zentrierelements auszurichten.
So wird eine exakte Position des Objektträgers bzw. der Reihe zum Werkzeug der Bearbeitungseinheit
erreicht.
[0017] Im Folgenden wird ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand einer
Zeichnung näher erläutert. Im Einzelnen zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Ansicht einer erfindungsgemäßen Verpackungsanlage,
- Fig. 2
- eine Ansicht eines Stopsystems mit einem erfindungsgemäßen Objektträger,
- Fig. 3
- eine Einzelansicht des Objektträgers,
- Fig. 4
- eine erste Variante des Objektträgers,
- Fig. 5
- eine zweite Variante des Objektträgers,
- Fig. 6
- eine Draufsicht eines Stopsystems in der Warteposition,
- Fig. 7
- eine Draufsicht des Stopsystems in der Arbeitsposition,
- Fig. 8
- eine Draufsicht des Stopsystems in der Freigabeposition,
- Fig. 9
- eine Frontansicht des Stopsystems in der Warteposition und
- Fig. 10
- eine Frontansicht des Stopsystems in der Arbeitsposition.
[0018] Gleiche Komponenten sind in den Figuren durchgängig mit gleichen Bezugszeichen versehen.
[0019] Fig. 1 zeigt eine schematische Ansicht eine erfindungsgemäße Verpackungsanlage 1
mit einer Schalenverschließmaschine 2 und einem Transportsystem 3 mit einer Transportrichtung
T. Der Schalenverschließmaschine 2 in Transportrichtung T nachfolgend sind Bearbeitungseinheiten
wie ein Etikettierer 4 zum Etikettieren von fertigen Verpackungen, eine Entnahmevorrichtung
5, ein Einleger 6 für Schalen in einen Objektträger 10, ein Füller 7 und ein Einleger
8 zum beispielsweise manuellen Einlegen weiterer Produkte oder zum Auflegen eines
Deckels vorgesehen. Dabei weist die Verpackungsanlage 1 mittels des Transportsystems
3, das mehrere Transportbänder 9 umfasst, eine ringförmig geschlossene Transportstrecke
für die Objektträger 10 auf. Bezogen auf ein einzelnes Transportband 9 wird mit T
die Transportrichtung dieses Transportbands 9 im Betrieb bezeichnet. Bezogen auf das
gesamte Transportsystem 3 wird mit T die Umlaufrichtung der Objektträger 10 entlang
des gesamten, ringförmig geschlossenen Transportsystems 3 bezeichnet.
[0020] Jede der Bearbeitungseinheiten 4, 5, 6, 7, 8 weist ein Stopsystem 11 auf. Die Objektträger
10 weisen auf ihrer in Transportrichtung T linken Seite 10a, d.h. auf der zum Inneren
der ringförmig geschlossenen Transportstrecke weisenden Seite, drei Rastelemente 12
auf, so dass das Stopsystem 11 den Objektträger 10 nacheinander, in einem intermittierenden
Betrieb, an den einzelnen Rastelementen 12 anhält und somit eine Teilbearbeitung von
jeweils einer Untergruppe der Schalen 13 im Objektträger (10) ermöglicht. Diese Untergruppe
enthält jeweils alle Schalen 13 in einer, zwei oder beispielsweise auch drei benachbarten
Reihen R von Aufnahmen 14. Die exakte Positionierung der Schalen 13 zu den Bearbeitungseinheiten
4, 5, 6, 7, 8 wird durch die Zuordnung der Rastelemente 12 zum Stopsystem 11 und damit
zur Bearbeitungseinheit 4, 5, 6, 7, 8 realisiert.
[0021] Fig. 2 zeigt eine Ansicht des Stopsystems 11 mit dem erfindungsgemäßen Objektträger
10 in einer Stellung, bei der das in Transportrichtung T des Transportbands 9 vorderste
Rastelement 12 vom Stopsystem 11 angehalten ist, damit eine jeweilige, hier nicht
näher gezeigte Bearbeitungseinheit 4, 5, 6, 7, 8 die erste Reihe R von Schalen 13,
Produkten oder bereits versiegelten Packungen bearbeiten kann.
[0022] Fig. 3 zeigt eine schematische Ansicht eines Objektträgers 10, der ein Feld F mit
n = 6 Reihen R und m = 4 Spuren S von Aussparungen 14 in einer Trägerplatte 14a aufweist,
wobei jede Aussparung zum Aufnehmen je einer Verpackungsschale 13 geeignet ist, d.h.
als Aufnahme 14. Der Objektträger 10 ist damit zum Aufnehmen von vierundzwanzig Schalen
13 in vierundzwanzig Aufnahmen 14 konfiguriert. Der Objektträger 10 weist zwei zueinander
parallele Außenseiten 10a, 10b auf, bei denen es sich hier um zwei zueinander parallele
Außenseiten der Trägerplatte 14a handelt. Einander benachbarte Reihen R von Aufnahmen
14 haben einen Abstand A voneinander. Wie in Figur 3 gezeigt, kann dieser Abstand
A entweder als Mittenabstand zweier benachbarter Reihen R gemessen werden, oder als
Abstand zwischen einander entsprechenden Außenkanten der Aufnahmen A in zwei zueinander
benachbarten Reihen R.
[0023] An der in Transportrichtung T linken Seite 10a des Objektträgers 10 ist je Reihe
R ein Rastelement 12 vorgesehen. Dabei ist das Rastelement 12 zumindest annähernd
fluchtend zu der Symmetrieachse a der Reihen R angeordnet. Ein Stopsystem 11 kann
diesen Objektträger 10 für jeder einzelne Reihe R anhalten, um eine zeitlich nacheinander
folgende Bearbeitung von einzelnen Reihen R von Schalen 13 mittels der Bearbeitungseinheit
4, 5, 6, 7, 8 zu ermöglichen. Im Bereich der Rastelemente 12 ist für jedes Rastelement
12 ein Zentrierelement 24 in Form einer Zentrierbohrung vorgesehen, um mit einer zugeordneten
Zentriervorrichtung der Bearbeitungseinheit 4, 5, 6, 7, 8 exakt positionierbar zu
sein. Die Rastelemente 12 auf der Seite 10a des Objektträgers 10 sind äquidistant
zueinander angeordnet. Einander benachbarte Rastelemente 12 haben einen Abstand B
voneinander, der hier identisch ist zum Abstand A zwischen zwei Reihen R von Aufnahmen
14.
[0024] Fig. 4 zeigt eine erste Variante des Objektträgers 10, wobei wie in Fig. 3 ebenfalls
vierundzwanzig Aufnahmen 14 vorgesehen sind, hier aber mit nur drei Rastelementen
12. Bei dieser Ausführung ist jeweils eine Bearbeitung von zwei Reihen R bzw. acht
Schalen 13 mittels der Bearbeitungseinheit 4, 5, 6, 7, 8 vorgesehen. Für den Abstand
B gilt hier B = 2*A.
[0025] Fig. 5 zeigt eine zweite Variante mit einer anderen geometrischen Form der einzelnen
Schalenaufnahmen 14 und einer Aufteilung des Feldes F der Schalenaufnahmen 14 mit
n = 4 Reihen R und m = 3 Spuren S, also mit einer Aufnahmekapazität von zwölf Schalen
13. Analog zu Fig. 3 ist je Reihe R ein Rastelement 12 vorgesehen. Diese Aufteilung
ermöglicht wahlweise entweder ein reihenweises Anhalten zur Bearbeitung einzelner
Reihen R oder auch ein Anhalten jedes zweiten Rastelementes 12, wobei eine zeitgleiche
Bearbeitung von jeweils zwei Reihen R vorgesehen ist.
[0026] Fig. 6 zeigt eine Draufsicht des Stopsystems 11 in einer Warteposition zur Aufnahme
des in Transportrichtung T als nächstes ankommenden Rastelements 12 eines Objektträgers
10. Das Stopsystem 11 weist eine Rücklaufklinke 15 auf, die mittels eines Federelements
16, hier als Federblech ausgeführt, an einem Rahmen 17 des Stopsystems 11 angeordnet
ist. Es ist ein Begrenzungselement 18, das ebenfalls am Rahmen 17 angebracht ist,
vorgesehen, um die Bewegung der Rücklaufklinke 15 in Richtung des Objektträgers 10
zu begrenzen. Das Stopsystem 11 sieht einen Anschlag 19 vor, der über eine Dämpfungsvorrichtung
20 in Transportrichtung T durch das Rastelement 12 des Objektträgers 10 bewegbar ist,
nämlich soweit, dass das Rastelement 12 zwischen der Rücklaufklinke 15 und dem Anschlag
19 in einer Arbeitsposition spielfrei gehalten wird, wie in Fig. 7 gezeigt.
[0027] Während der Transportbewegung des Objektträgers 10 drückt das Rastelement 12 mit
seiner Außenseite 12a die Rücklaufklinke 15 in Pfeilrichtung derart weg, dass das
Federelement 16 eine erhöhte Vorspannung erfährt. Nachdem sich das Rastelement 12
mit seiner Außenseite 12a an der Rücklaufklinke 15 in Transportrichtung T vorbeibewegt
hat, kann die Rücklaufklinke 15 entgegen der Pfeilrichtung wieder zurück in die Position,
in der die Rücklaufklinke 15 an der Begrenzung 18 anliegt. Während der Bewegung des
Rastelements 12 entlang der Rücklaufklinke 15 drückt eine Vorderseite 12b des Rastelements
12 gegen den Anschlag 19 und bewegt diesen gegen die Dämpfungsvorrichtung 20, die
diese Bewegung abbremst und annähernd oder direkt an einem Anschlag 20a der Dämpfungsvorrichtung
20 zum Stillstand bringt. Diese Position entspricht der Position, bei der die Außenseite
12a des Rastelements 12 die Rücklaufklinke 15 verlassen hat und diese entgegen der
Pfeilrichtung (Fig. 6) zurückfedert und so das Rastelement 12 annähernd spielfrei
oder wenigstens mit einer Toleranz von +/- 0,3 mm gegenüber dem Stopsystem 11 und
damit zur Arbeitsstation 4, 5, 6, 7, 8 angehalten und positionierbar ist. Dies ist
in Fig. 7 in einer Draufsicht des Stopsystems 11 in der Arbeitsposition gezeigt.
[0028] Fig. 8 zeigt eine Draufsicht des Stopsystems 11 in einer Freigabeposition, bei der
der Anschlag 19 in Pfeilrichtung sich vom Objektträger 10 entfernend in das Stopsystem
11 mittels eines Pneumatikzylinders 21 zurückgezogen wurde, um die Bewegung des Objektträgers
10 in Transportrichtung T zu ermöglichen. Nachdem das Rastelement 12 am Anschlag 19
vorbeibewegt wurde, schiebt der Pneumatikzylinder 21 den Anschlag 19 entgegen der
Pfeilrichtung wieder in die Arbeitsposition, wenn das als nächstes ankommende Rastelement
12 des aktuellen oder eines nachfolgenden Objektträgers 10 für eine Bearbeitung durch
die Bearbeitungseinheit 4, 5, 6, 7, 8 angehalten werden soll. Ein Sensor 22 des Stopsystems
11 ist derart konfiguriert, dass er erkennen kann, ob sich ein Rastelement 12 in seiner
Arbeitsposition am Anschlag 19 befindet, und außerdem erkennen kann, ob bzw. dass
das Rastelement 12 nach dem Wegbewegen des Anschlags 19 senkrecht zur Transportrichtung
T den Bewegungsbereich des Anschlags 19 verlassen hat. Zweckmäßig ist es, wenn der
Sensor 22 allein die Position des Rastelements erfassen kann, ohne durch die An- oder
Abwesenheit des Anschlags 19 beeinflusst zu werden. Zu diesem Zweck kann beispielsweise
das Rastelement 12 metallisch sein und der Anschlag 19 aus einem Kunststoff gebildet
sein. Wird dann als Sensor 22 beispielsweise ein induktiver oder kapazitiver Sensor
verwendet, so detektiert dieser allein die Position des Rastelements 12, unbeeinflusst
von der An- oder Abwesenheit des Anschlags 19.
[0029] Fig. 9 zeigt eine Frontansicht des Stopsystems 11 in der Warteposition, bei der der
Anschlag 19 analog zu Fig. 5 noch nicht durch ein Rastelement 12 eines Objektträgers
10 nach rechts bewegt wurde. Fig. 10 zeigt eine Frontansicht des Stopsystems 11 in
der Arbeitsposition, bei der der Anschlag 19 analog zu Fig. 7 soweit nach rechts bewegt
wurde, damit das in den Fig. 9 und 10 nicht näher dargestellte Rastelement 12 zwischen
der Rücklaufklinke 15 und dem Anschlag 19 gehalten wird. Der Sensor 22 ist oberhalb
des Anschlags 19 angeordnet. Denkbar ist auch eine Anordnung des Sensors 22 unterhalb
des Anschlags 19, um auf gleiche Weise von dem Rastelement 12 aktiviert zu werden.
[0030] Es ist auch eine Variante der Objektträger 10 denkbar, die auf zwei gegenüberliegenden
Seiten, nämlich der in Transportrichtung T rechten und linken Außenseite, Rastelemente
12 aufweisen, um an unterschiedlichen Bearbeitungseinheiten 4, 5, 6, 7, 8 das Stopsystem
11 an unterschiedlichen Seiten vorsehen zu können. Dabei kann die Lage der Rastelemente
12 der zwei Seiten unterschiedlich zur Ausrichtung, beispielsweise zur Symmetrieachse
A, der Reihen R sein.
[0031] Jede Bearbeitungseinheit 4, 5, 6, 7, 8 kann eine eigene Steuerung aufweisen; oder
eine Steuerung 23 der Schalenverschließmaschine 2, wie in Fig. 1 dargestellt, steuert
ein oder mehrere Stopsysteme 11 entlang des Transportsystems 2 und optional auch eine
oder mehrere Bearbeitungseinheiten 4, 5, 6, 7, 8.
[0032] Die in Fig. 1 gezeigten Transportbänder 9 können eine kontinuierliche Geschwindigkeit
aufweisen, wobei diese z.B. als Gliederbänder konfigurierten Transportbänder 9 eine
Friktion aufweisen, die es ermöglicht, dass die Objektträger 10 durch die Stopsysteme
11 angehalten werden können, während sich die Transportbänder 9 weiter unter den aufliegenden
Objektträgern 10 bewegen.
[0033] Alternativ zu einem in Transportrichtung T bewegbaren und zusammen mit einer Dämpfungsvorrichtung
20 wirkenden Anschlag 19 kann auch ein in Transportrichtung am Stopsystem 11 stationär
angebrachter Anschlag vorgesehen sein. Bei einer solchen Ausführung wird der Objektträger
10 über die gesteuerte Geschwindigkeit des Transportbands 9 gebremst an den Anschlag
19 gefahren, um speziell bei flüssigen oder pastösen Produkten deren Überschwappen
aus der Schale 13 zu verhindern.
1. Objektträger (10) mit einer Trägerplatte (14a), in der ein zweidimensionales Feld
(F) von Aufnahmen (14) für Verpackungsschalen (13) vorgesehen ist, wobei die Aufnahmen
(14) in n Reihen (R) und m Spuren (S) angeordnet sind, wobei n und m ganzzahlig und
jeweils ≥ 2 sind, und wobei der Objektträger (10) zwei zueinander parallele Außenseiten
(10a, 10b) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Objektträger (10) mehrere Rastelemente (12) aufweist, die an einer oder beiden
der zueinander parallelen Außenseiten (10a, 10b) des Objektträgers (10) angeordnet
sind.
2. Objektträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei den zueinander parallelen Außenseiten (10a, 10b) des Objektträgers (10)
um Außenseiten der Trägerplatte (14a) handelt.
3. Objektträger nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerplatte (14a) eine Länge und Breite von mindestens 300 mm x 300 mm aufweist.
4. Objektträger nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass benachbarte Reihen (R) von Aufnahmen (14) einen Abstand (A) voneinander aufweisen,
und dass einander benachbarte Rastelemente (12) auf einer Außenseite des Objektträgers
(10) einen Abstand (B) voneinander aufweisen, der dem Abstand (A) oder einem ganzzahligen
Vielfachen davon entspricht.
5. Objektträger nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Objektträger (10) auf der einen oder den beiden mit Rastelementen (12) versehenen
Außenseiten (10a, 10b) pro Reihe (R) von Aufnahmen (14) je ein Rastelement (12) aufweist.
6. Objektträger nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerplatte (14a) Aluminium oder Edelstahl aufweist.
7. Objektträger nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für jedes Rastelement (12) ein zugeordnetes Zentrierelement (24) vorgesehen ist
8. Objektträger nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Zentrierelement (24) eine Zentrierbohrung ist.
9. Verpackungsanlage (1), umfassend eine Verpackungsmaschine (2), ein Transportsystem
(3), wenigstens eine Bearbeitungseinheit (4, 5, 6, 7, 8) und mehrere Objektträger
(10) nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass entlang des Transportsystems (3) eines oder mehrere Stopsysteme (11) vorgesehen sind,
die dazu konfiguriert sind, einen einzelnen Objektträger (10) in einem intermittierenden
Modus an den aufeinander folgenden Rastelementen (12) dieses Objektträgers (10) für
eine Bearbeitung von wenigstens einer Reihe (R) von Schalen (13) durch die Bearbeitungseinheit
(4, 5, 6, 7, 8) anzuhalten.
10. Verpackungsanlage nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Bearbeitungseinheit (4, 5, 6, 7, 8) ein Schaleneinleger (6), ein Füller (7),
ein Produkteinleger (8), ein Aufdeckler, ein Roboter oder ein Etikettierer (4) ist.
11. Verpackungsanlage nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Verpackungsmaschine (2) eine Schalenverschließmaschine ist.
12. Verpackungsanlage nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Bearbeitungseinheit (4, 5, 6, 7, 8) eine Zentriervorrichtung umfasst, die konfiguriert
ist, um den Objektträger (10) mittels des Zentrierelements (24) auszurichten.