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EP 3 058 205 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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31.03.2021 Patentblatt 2021/13 |
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Anmeldetag: 13.10.2014 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2014/071849 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2015/055559 (23.04.2015 Gazette 2015/16) |
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VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUM BETREIBEN EINER KRAFTSTOFFPUMPE
METHOD AND APPARATUS FOR CONTROLLING A FUEL PUMP
APPAREIL ET PROCÉDÉ DE CONTRÔLER D'UN POMPE DE CARBURANT
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL
NO PL PT RO RS SE SI SK SM TR |
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Priorität: |
14.10.2013 DE 102013220697
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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24.08.2016 Patentblatt 2016/34 |
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Patentinhaber: Vitesco Technologies GmbH |
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30165 Hannover (DE) |
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Erfinder: |
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- GRAF, Rolf
61479 Glashütten (DE)
- KÖRNER, Sebastian
82296 Schöngeising (DE)
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Entgegenhaltungen: :
WO-A1-02/25089 GB-A- 2 454 352 US-A- 4 508 077 US-A1- 2011 130 979
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WO-A1-03/012274 JP-A- 2004 019 612 US-A1- 2011 023 833 US-B1- 7 448 363
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Kraftstoffpumpe eines Kraftfahrzeuges insbesondere für
Dieselkraftstoff mit einer zur Ansaugung von Kraftstoff aus einem Kraftstoffbehälter
vorgesehenen Pumpenstufe, mit einem Elektromotor zum Antrieb der Pumpenstufe und mit
einer Steuerelektronik zur Versorgung des Elektromotors mit elektrischem Strom. Die
Steuerelektronik hat einen Speicher für ein Niedertemperatur-Startprogramm und ein
Standard-Startprogramm, mit denen die Kraftstoffpumpe in Abhängigkeit von der Temperatur
des Kraftstoffs gestartet werden kann, und Auswahlmittel zur Auswahl des Startprogramms
in Abhängigkeit von der Temperatur. Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren
zum Start einer Kraftstoffpumpe eines Kraftfahrzeuges insbesondere für Dieselkraftstoff,
bei dem eine Steuerelektronik einen Elektromotor mit elektrischem Strom versorgt und
der Elektromotor eine Kraftstoff aus einem Kraftstoffbehälter ansaugende Pumpenstufe
antreibt, wobei die Steuerelektronik bei einer vorgesehenen niedrigen Temperatur des
Kraftstoffs ein Niedertemperatur-Startprogramm und oberhalb der vorgesehenen niedrigen
Temperatur ein Standard-Startprogramm auswählt wird, mit denen die Kraftstoffpumpe
in Abhängigkeit von der Temperatur des Kraftstoffs gestartet werden kann.
[0002] Bei aus der Praxis bekannten Kraftstoffpumpen für Dieselkraftstoffe ist die Pumpenstufe
als Verdrängerpumpe ausgebildet. Als Elektromotor wird meist ein elektrisch kommutierter
Motor eingesetzt. Solche Verdrängerpumpen können beispielsweise so genannte G-Rotorpumpen,
Schrauben- oder Rollenzellen-Pumpen sein. Damit besitzen sowohl die eingesetzten Elektromotoren
als auch die eingesetzten Pumpenstufen prinzipbedingt Drehmoment- oder Lastschwankungen
über den Drehwinkel. Um einen zuverlässigen Start der mit der Kraftstoffpumpe versorgten
Brennkraftmaschine sicherzustellen, wird bei heutigen Kraftstoffpumpen in der Anlaufphase
innerhalb von 100 ms bis 300 ms ein Druckanstieg von null bis 4 bis 6 bar gefordert.
Verfahren zum Betrieb solcher Kraftstoffpumpen sind in der Regel zur Einhaltung von
Abgaswerten auf den schnellen Druckanstieg ausgelegt. Eine Berücksichtigung der Viskosität
des Kraftstoffs ist nicht vorgesehen.
[0003] Dieselkraftstoff hat jedoch die Eigenschaft, dass bei Unterschreitung einer bestimmten
Temperatur Parafine als Flocken ausgeschieden werden. Dies führt zu einer ansteigenden
Viskosität des Kraftstoffs mit sinkender Temperatur. Oberhalb einer bestimmten Viskosität
wird daher der vorgesehene Anlauf der Kraftstoffpumpe behindert, was zu einem Fehlstart
der mit der Kraftstoffpumpe versorgten Brennkraftmaschine führt.
[0004] Die Druckschrift
WO 02/25089 A1 offenbart ein Verfahren zum Betrieb einer Verbrennungskraftmaschine, wobei der Einspritzdruck
in Abhängigkeit der Temperatur der Verbrennungskraftmaschine eingestellt wird.
[0005] Die Druckschrift
US 7,448,363 B1 offenbart eine Kraftstofffördereinrichtung mit einer Steuereinheit, die eine Kraftstoffpumpe
in Abhängigkeit der Temperatur eines Verbrennungsmotors und des Kraftstoffdrucks regelt.
[0006] Die Druckschrift
WO 03/012274 A1 offenbart eine Schaltungsanordnung zur Regelung einer elektrischen Kraftstoffpumpe,
die dazu ausgebildet ist, dass die elektrische Kraftstoffpumpe auf Basis der höchsten
im Kraftstofffördersystem herrschenden Temperatur geregelt wird.
[0007] Die Druckschrift
US 2011/0130979 A1 offenbart eine Vorrichtung, mit der es möglich ist, die Viskosität des Kraftstoffs
zu bestimmen.
[0008] Die Druckschrift
US 4 508 077 A offenbart eine Steuereinheit zur Regelung einer Kraftstoffpumpe, wobei die Steuereinheit
hierzu Signale verschiedener Temperatursensoren nutzt.
[0009] Die Druckschrift
GB 2 454 352 A offenbart ein Verfahren bei dem eine Niederdruck-Kraftstoffpumpe betrieben wird,
während eine Hochdruck-Kraftstoffpumpe deaktiviert ist. Dadurch kann ein Drucksensor,
der dazu ausgebildet ist, den Kraftstoffdruck, der durch die Hochdruck-Kraftstoffpumpe
erzeugt wird, zu ermitteln, dazu genutzt werden, den Kraftstoffdruck, der durch die
Niederdruck-Kraftstoffpumpe erzeugt wird, zu ermitteln.
[0010] Die Druckschrift
JP 2004 019612 A offenbart temperaturabhängige Startprogramme für eine Kraftstoffpumpe.
[0011] Die Druckschrift
US 2011/023833 A1 offenbart, eine Kraftstoffpumpe entweder volumengesteuert oder druckgesteuert zu
betreiben.
[0012] Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Kraftstoffpumpe der eingangs genannten
Art so weiter zu betreiben, dass sie auch bei niedriger Temperatur eine ausreichende
Versorgung der Brennkraftmaschine mit Kraftstoff sicherstellt. Weiterhin soll ein
Verfahren zum Start der Kraftstoffpumpe geschaffen werden, welches eine ausreichende
Förderung von Kraftstoff auch bei niedrigen Temperaturen sicherstellt.
[0013] Das erstgenannte Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Steuerelektronik
mit einer in ihr vorhandenen Temperatursensorik, die als Temperaturfühler ausgebildet
ist, verbunden ist, um die Temperatur des Kraftstoffs zu ermitteln.
[0014] Durch diese Gestaltung weist die Steuerelektronik verschiedene Programme auf, mit
denen die Kraftstoffpumpe in Abhängigkeit von der Temperatur des Kraftstoffs gestartet
werden kann. Daher kann bei niedrigen Temperaturen das Startprogramm auf das besonders
sichere Anlaufverhalten ausgerichtet sein. Bei ausreichend hohen Temperaturen, kann
das Startprogramm auf die geringeren Viskositätswerte des Kraftstoffes optimiert sein.
[0015] Der bauliche Aufwand zur Erfassung der Temperatur der Kraftstoffpumpe ist besonders
gering halten, da die in der Steuerelektronik vorhandene Temperatursensorik als Temperaturfühler
ausgebildet ist. Durch diese Gestaltung lässt sich die meist ohnehin in den elektronischen
Komponenten vorhandene Temperatursensorik heranziehen, so dass die Montage weiterer
Bauteile vermieden wird. Aus den Werten der Temperatursensorik lassen sich Rückschlüsse
auf die Pumpentemperatur ziehen. Vorhalte für Temperaturdifferenzen und unterschiedliche
thermische Zeitkonstanten zwischen Elektronik und Pumpe sind unter Berücksichtigung
des Betriebsprofils innerhalb dieser Zeitkonstante vorzusehen.
[0016] Der bauliche Aufwand zur Erfassung der Temperatur der Kraftstoffpumpe lässt sich
gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung besonders gering halten, wenn
der ohmsche Widerstand eines Stranges des Elektromotors der Kraftstoffpumpe zur Bestimmung
der Temperatur der Kraftstoffpumpe verwendet wird. Dieser ohmsche Widerstand verändert
sich mit der Temperatur der Kraftstoffpumpe. Dies ist insbesondere gegeben, wenn die
aktuelle Messung mit einer bei der ersten Initialisierung in einer Sonderbetriebsart
der Elektronik gemachten Messung verglichen wird. Hierbei kann die Veränderung des
ohmschen Widerstandes des Stranges besonders genau ermittelt werden, wenn die aktuelle
Messung mit einem Initialwert verglichen wird. Der Initialwert lässt sich gemäß einer
Sonderbetriebsart der Elektronik bei Erstbetriebsaufnahme messen.
[0017] Das zweitgenannte Problem, nämlich die Schaffung eines Verfahrens zum Start der Kraftstoffpumpe,
welches eine ausreichende Förderung von Kraftstoff auch bei niedrigen Temperaturen
sicherstellt, wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Temperatur der an dem
Elektromotor (4) angeordneten Steuerelektronik (6) gemessen wird.
[0018] Damit wird die Temperatur des Kraftstoffs in unterschiedlichen Startprogrammen berücksichtigt.
Damit können die Startprogramme auf die Viskosität des Kraftstoffs ausgelegt werden.
Dies führt zur Sicherstellung der Förderung des Kraftstoffs auch bei niedrigen Temperaturen.
[0019] In der Regel ist die dem Elektromotor zugeführte Stromstärke begrenzt, um den Elektromotor
und die Steuerelektronik zu schützen. Dieser Schutz ist insbesondere bei hohen Temperaturen
erforderlich. Ein zuverlässiger Anlauf der Kraftstoffpumpe lässt sich gemäß einer
anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ohne Gefahr der Beschädigung der
Steuerelektronik und des Elektromotors sicherstellen, wenn im Niedertemperatur-Startprogramm
eine höhere Stromstärke zur Bestromung des Elektromotors gewählt wird als im Standard-Startprogramm.
Durch diese Gestaltung wird der Schutz des Elektromotors und der Steuerelektronik
oberhalb der vorgesehenen niedrigen Temperatur ausreichend sichergestellt. Ein weiterer
Vorteil der hohen Stromstärke besteht darin, dass sich die Kraftstoffpumpe besonders
stark erwärmt, was zu einer Verringerung der Viskosität des Kraftstoffs führt.
[0020] In der Regel wird nach dem Start der Kraftstoffpumpe ein Betriebsprogramm zur Ansteuerung
des Elektromotors ausgewählt. Bei einer hohen Viskosität des Kraftstoffs benötigt
die Kraftstoffpumpe jedoch meist eine große Zeitspanne, um beispielsweise die vorgesehene
Betriebsdrehzahl und die vorgesehene Förderleistung zu erreichen. Ein zu schnelles
Umschalten auf das Betriebsprogramm lässt sich gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung
der Erfindung einfach vermeiden, wenn das Niedertemperatur-Startprogramm eine größere
Zeitdauer hat als das Standard-Startprogramm.
[0021] Das Anlaufverhalten könnte beispielsweise kontinuierlich über die Temperatur variiert
werden. Dieselkraftstoffe neigen jedoch unterhalb einer bestimmten Temperatur zu einem
exponentiellen Anstieg der Viskosität. Daher gestaltet sich das Verfahren zum Betrieb
der Kraftstoffpumpe gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung
besonders einfach, wenn als vorgesehene niedrige Temperatur eine Temperaturschwelle
festgelegt wird und wenn insgesamt zwei temperaturabhängige Anlaufprogramme auswählbar
sind. Nach einer Definition, nach der der Dieselkraftstoff noch förderfähig sein muss,
ist dies die so genannte CFPP (Cold Filter Plugging Point) Temperatur. Vorzugsweise
liegt die Temperaturschwelle, anhand der die Anlaufprogramme ausgewählt werden, geringfügig
unterhalb der CFPP-Temperatur.
[0022] Das Verfahren zum Betrieb der Kraftstoffpumpe lässt sich besonders einfach durchführen,
da die Temperatur der an dem Elektromotor angeordneten Steuerelektronik gemessen wird.
Durch diese Gestaltung wird von der Temperatur der Steuerelektronik auf die Temperatur
des Kraftstoffs rückgeschlossen. Daher werden erfindungsgemäß keine weiteren Temperaturfühler
benötigt.
[0023] Zur weiteren Erhöhung der Betriebssicherheit der Kraftstoffpumpe trägt es gemäß einer
anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung bei, wenn Fehlstarts der Kraftstoffpumpe
erfasst werden und wenn unabhängig von der Temperatur des Kraftstoffs und oberhalb
einer Anzahl der Fehlstarts das Niedertemperatur-Startprogramm gewählt wird.
[0024] Die Erfindung lässt zahlreiche Ausführungsformen zu. Zur wieteren Verdeutlichung
ihres Grundprinzips ist eine davon in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend
beschrieben. Diese zeigt in
- Fig. 1
- eine Kraftstoffpumpe zur Versorgung einer Brennkraftmaschine,
- Fig. 2
- schematisch ein Verfahren zum Start der Kraftstoffpumpe.
[0025] Figur 1 zeigt eine Brennkraftmaschine 1 mit einem Motorsteuergerät 2 und mit einer
Kraftstoffpumpe 3. Die Kraftstoffpumpe 3 hat eine von einem Elektromotor 4 angesteuerte
Pumpenstufe 5 und eine Steuerelektronik 6 zur Ansteuerung des Elektromotors 4. Die
Pumpenstufe 5 saugt Kraftstoff aus einem Kraftstoffbehälter 7 an und fördert diesen
zu der Brennkraftmaschine 1. Die Steuerelektronik 6 und das Motorsteuergerät 2 weisen
eine Datenverbindung 8 auf. Weiterhin hat die Steuerelektronik 6 einen Speicher 9
für verschiedene Programme und einen Temperaturfühler 10. Die Kraftstoffpumpe 3 wird
von Kraftstoff durchflossen, so dass der Temperaturfühler 10 der Steuerelektronik
6 die Temperatur des Kraftstoffs misst.
[0026] Figur 2 zeigt schematisch ein Verfahren zum Starten der Kraftstoffpumpe 3. In einem
ersten Schritt S1 erfolgt der Start des Verfahrens mit dem gewünschten Start der Brennkraftmaschine
1. Im Schritt S2 wird die Temperatur über den Temperaturfühler 10 gemessen. In Abhängigkeit
von der Temperatur wird im Schritt S3 ein Startprogramm aus dem Speicher 9 ausgewählt
und gestartet. Liegt die gemessene Temperatur unterhalb eines vorgesehenen Schwellenwertes,
wird im Schritt S4 ein Niedertemperatur-Startprogramm gestartet. Nach Ablauf des Niedertemperatur-Startprogramms
wird im Schritt S5 ein Betriebsprogramm zum Betrieb der Kraftstoffpumpe 3 gestartet.
Liegt jedoch die Temperatur oberhalb des vorgesehenen Schwellenwertes, wird im Schritt
S6 ein Standard-Startprogramm gestartet. Detektiert im Schritt S7 die Steuerelektronik
6 keinen Fehlstart, erfolgt der Übergang in das Betriebsprogramm. Bei Vorliegen von
Fehlstarten der Kraftstoffpumpe 3 werden im Schritt S8 die Fehlstarts gezählt und,
falls die Anzahl der Fehlstarts eine vorgesehene Summe überschreitet, im Schritt S9
das Niedertemperatur-Startprogramm gestartet. Anschließend wird in das Betriebsprogramm
gewechselt.
1. Kraftstoffpumpe (3) eines Kraftfahrzeuges insbesondere für Dieselkraftstoff mit einer
zur Ansaugung von Kraftstoff aus einem Kraftstoffbehälter (7) vorgesehenen Pumpenstufe
(5), mit einem Elektromotor (4) zum Antrieb der Pumpenstufe (5) und mit einer Steuerelektronik
(6) zur Versorgung des Elektromotors (4) mit elektrischem Strom, wobei die Steuerelektronik
(6) einen Speicher (9) für ein Niedertemperatur-Startprogramm und ein Standard-Startprogramm
hat, mit denen die Kraftstoffpumpe in Abhängigkeit von der Temperatur des Kraftstoffs
gestartet werden kann, wobei die Steuerelektronik (6) Auswahlmittel zur Auswahl des
Startprogramms in Abhängigkeit von der Temperatur hat, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerelektronik (6) mit einer in ihr vorhandenen Temperatursensorik, die als
Temperaturfühler (10) ausgebildet ist, verbunden ist, um die Temperatur des Kraftstoffs
zu ermitteln.
2. Kraftstoffpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der ohmsche Widerstand eines Stranges des Elektromotors (4) der Kraftstoffpumpe (3)
zur Bestimmung der Temperatur der Kraftstoffpumpe (3) verwendet wird.
3. Verfahren zum Start einer Kraftstoffpumpe (3) eines Kraftfahrzeuges insbesondere für
Dieselkraftstoff bei dem eine Steuerelektronik (6) einen Elektromotor (4) mit elektrischem
Strom versorgt und der Elektromotor (4) eine Kraftstoff aus einem Kraftstoffbehälter
(7) ansaugende Pumpenstufe (5) antreibt, wobei die Steuerelektronik (6) bei einer
vorgesehenen niedrigen Temperatur des Kraftstoffs ein Niedertemperatur-Startprogramm
und oberhalb der vorgesehenen niedrigen Temperatur ein Standard-Startprogramm auswählt
wird, mit denen die Kraftstoffpumpe in Abhängigkeit von der Temperatur des Kraftstoffs
gestartet werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatur der an dem Elektromotor (4) angeordneten Steuerelektronik (6) gemessen
wird, um die Temperatur des Kraftstoffs zu ermitteln.
4. Verfahren zum Start einer Kraftstoffpumpe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass im Niedertemperatur-Startprogramm eine höhere Stromstärke zur Bestromung des Elektromotors
(4) gewählt wird als im Standard-Startprogramm.
5. Verfahren zum Start einer Kraftstoffpumpe nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Niedertemperatur-Startprogramm eine größere Zeitdauer hat als das Standard-Startprogramm.
6. Verfahren zum Start einer Kraftstoffpumpe nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass als vorgesehene niedrige Temperatur eine Temperaturschwelle festgelegt wird und dass
insgesamt zwei temperaturabhängige Anlaufprogramme auswählbar sind.
7. Verfahren zum Start einer Kraftstoffpumpe nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass Fehlstarts der Kraftstoffpumpe (3) erfasst werden und dass unabhängig von der Temperatur
des Kraftstoffs und oberhalb einer Anzahl der Fehlstarts das Niedertemperatur-Startprogramm
gewählt wird.
1. Fuel pump (3) of a motor vehicle, in particular for diesel fuel, with a pump stage
(5) provided for the induction of fuel from a fuel tank (7), with an electric motor
(4) for driving the pump stage (5) and with control electronics (6) for supplying
the electric motor (4) with electrical current, wherein the control electronics (6)
comprise a memory (9) for a low temperature start programme and a standard start programme
with which the fuel pump can be started depending on the temperature of the fuel,
wherein the control electronics (6) have selection means for selecting the start program
depending on the temperature, characterized in that the control electronics (6) are connected to a temperature sensing system provided
in the said control electronics and in the form of a temperature sensor (10) in order
to determine the temperature of the fuel.
2. Fuel pump according to Claim 1, characterized in that the ohmic resistance of a phase of the electric motor (4) of the fuel pump (3) is
used for determining the temperature of the fuel pump (3).
3. Method for starting a fuel pump (3) of a motor vehicle, in particular for diesel fuel,
with which control electronics (6) supply an electric motor (4) with electric current
and the electric motor (4) drives a pump stage (5) that sucks fuel from a fuel tank
(7), wherein the control electronics (6) selects a low temperature start program at
an envisaged low temperature of the fuel and a standard start program above the envisaged
low temperature with which the fuel pump can be started depending on the temperature
of the fuel, characterized in that the temperature of the control electronics (6) disposed on the electric motor (4)
is measured in order to determine the temperature of the fuel.
4. Method for starting a fuel pump according to Claim 3, characterized in that a higher current level for energizing the electric motor (4) is selected in the low
temperature start program than in the standard start program.
5. Method for starting a fuel pump according to Claim 3 or 4, characterized in that the low temperature start program comprises a longer time duration than the standard
start program.
6. Method for starting a fuel pump according to one of Claims 3 to 5, characterized in that a temperature threshold is specified as the envisaged low temperature and in total
two temperature-dependent start programs can be selected.
7. Method for starting a fuel pump according to one of Claims 3 to 6, characterized in that false starting of the fuel pump (3) is detected and the low temperature start program
is selected regardless of the temperature of the fuel and for more than a number of
false starts.
1. Pompe à carburant (3) pour un véhicule automobile, notamment pour du carburant diesel,
comprenant un étage de pompe (5) prévu pour aspirer du carburant hors d'un réservoir
à carburant (7), comprenant un moteur électrique (4) destiné à entraîner l'étage de
pompe (5) et comprenant une électronique de commande (6) destinée à alimenter le moteur
électrique (4) avec du courant électrique, l'électronique de commande (6) ayant une
mémoire (9) pour un programme de démarrage à basse température et un programme de
démarrage standard, avec lesquels la pompe à carburant peut être démarrée en fonction
de la température du carburant, l'électronique de commande (6) ayant des moyens de
sélection servant à sélectionner le programme de démarrage en fonction de la température,
caractérisée en ce que l'électronique de commande (6) est reliée à un système de détection de températures
présent à l'intérieur de celle-ci, lequel est réalisé sous la forme d'une sonde de
température (10), afin d'identifier la température du carburant.
2. Pompe à carburant selon la revendication 1, caractérisée en ce que la résistance ohmique d'une branche du moteur électrique (4) de la pompe à carburant
(3) est utilisée pour la détermination de la température de la pompe à carburant (3).
3. Procédé pour démarrer une pompe à carburant (3) d'un véhicule automobile, notamment
pour du carburant diesel, avec lequel une électronique de commande (6) alimente un
moteur électrique (4) avec du courant électrique et le moteur électrique (4) entraîne
un étage de pompe (5) qui aspire du carburant hors d'un réservoir à carburant (7),
l'électronique de commande (6) sélectionnant un programme de démarrage à basse température
en présence d'une basse température prévue du carburant et un programme de démarrage
standard au-dessus de la basse température prévue, avec lesquels la pompe à carburant
peut être démarrée en fonction de la température du carburant, caractérisé en ce que la température de l'électronique de commande (6) disposée au niveau du moteur électrique
(4) est mesurée afin d'identifier la température du carburant.
4. Procédé pour démarrer une pompe à carburant selon la revendication 3, caractérisé en ce que dans le programme de démarrage à basse température, une intensité de courant plus
élevée que dans le programme de démarrage standard est sélectionnée pour l'alimentation
électrique du moteur électrique (4).
5. Procédé pour démarrer une pompe à carburant selon la revendication 3 ou 4, caractérisé en ce que le programme de démarrage à basse température a une durée supérieure à celle du programme
de démarrage standard.
6. Procédé pour démarrer une pompe à carburant selon l'une des revendications 3 à 5,
caractérisé en ce qu'un seuil de température est fixé en tant que basse température prévue, et en ce qu'en tout deux programmes de démarrage dépendants de la température peuvent être sélectionnés.
7. Procédé pour démarrer une pompe à carburant selon l'une des revendications 3 à 6,
caractérisé en ce que les démarrages manqués de la pompe à carburant (3) sont détectés et en ce que le programme de démarrage à basse température est sélectionné indépendamment de la
température du carburant et au-dessus d'un nombre donné de démarrages manqués.

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