[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Kühllager.
[0002] Weiterhin bezieht sich die Erfindung auf ein Verfahren zum Betrieb eines solchen
Kühllagers.
[0003] Bei der Herstellung von Kühlgut, nämlich Gut, bei dem der Erhalt des ökonomischen
Werts von produktspezifisch geregelten Temperaturen während des Transports und der
Lagerung abhängt, bedeuten Engpässe in der Kühlkette eine Beschränkung der Herstellungskapazitäten,
sofern nicht ein Verlust an Kühlgut in Kauf genommen werden soll.
[0004] Eine solche Kühlkette umfasst nach Konfektionierung und Palettierung des Kühlguts
in der Regel die Kühlung in einem Kühltunnel, um das Kühlgut schnell auf Lagertemperatur
zu bringen. Anschließend erfolgt die Einlagerung in einem Kühllager zur Temperaturerhaltung,
bis das Kühlgut schließlich auf den Transportweg gebracht wird. Als Kühllager versteht
der Fachmann Gebäude, in denen künstlich eine Innenraumtemperatur erzeugt wird, die
üblicherweise unter der Umgebungstemperatur liegt.
[0005] Sind die Kapazitäten des Kühltunnels ausgelastet, gestaltet sich eine Steigerung
der Herstellung an Kühlgut schwierig, da eine Erweiterung eines Kühltunnels in der
Regel einen großen Aufwand bedeutet.
[0006] In
DE 20 2005 000 167 U1 wird vorgeschlagen, das Abkühlen des Kühlguts nach der Konfektionierung und Palettierung
unmittelbar im Kühllager vorzunehmen und somit auf einen vorgelagerten Kühltunnel
zu verzichten. Hierzu schlägt
DE 20 2005 000 167 U1 vor, im Kühllager sogenannte Schnellkühlplätze vorzusehen, an denen das eingelagerte
Kühlgut verstärkt mit Kühlluft beaufschlagt wird. Dazu müssen in dem Kühllager zusätzliche
Luftverteilschächte und Luftleiteinrichtungen vorgesehen werden, welche letztlich
nur den konstruktiven Aufwand vom Kühltunnel auf die Seite des Kühllagers verlagert.
Die Herstellungskapazität wird in diesem Fall durch die Anzahl der fest installierten
Schnellkühlplätze beschränkt.
[0007] Ferner ist aus
DE 695 17 632 T2 eine tragbare Kühleinheit bekannt, die speziell dazu dient Frachträume zu kühlen,
um gekühlte Nahrungsmittel unterhalb einer vorgegebenen Temperatur zu halten. Ein
schnelles Abkühlen der Nahrungsmittel, welches eine hohe Kühlleistung erfordert, wird
dabei nicht benötigt. Insoweit übernimmt die aus
DE 695 17 632 T2 bekannte Kühleinheit in Bezug auf den Frachtraum lediglich die Funktion der Kühleinrichtung
zur Aufrechterhaltung einer gewünschten Umgebungstemperatur für das bereits abgekühlte
Kühlgut. Weder die Schaffung von Schnellkühlplätzen innerhalb des Frachtraums zur
Beseitigung von Überkapazitäten in einem vorgelagerten Kühltunnel noch die Bereitstellung
einer hierfür geeigneten besonders einfachen Einheit werden in
DE 695 17 632 T2 gelehrt.
DE 695 17 632 T2 vermittelt vielmehr die Idee, mittels einer isolierenden Decke einen Teilbereich
eines Frachtraums abzutrennen und lediglich diesen abgetrennten Teilbereicht mittels
eines herkömmlichen Kühlaggregats zu kühlen. Eine solche Vorgehensweise wäre in einem
Kühllager handhabungstechnisch umständlich und mit einem hohen apparativen Aufwand
verbunden.
[0008] Eine weitere tragbare Kühleinheit ist aus
US 2014/0260365 A1 bekannt, welche ausdrücklich dazu dient, Paletten in einem Regalssystem zu kühlen,
wenn ausdrücklich kein Kühllager zur Verfügung steht. Die Kühleinheit umfasst dazu
unter anderem ein Kühlaggregat, das in einem Regalsystem über der zu kühlenden Palette
eingebaut wird. Auch hier steht der Gesichtspunkt der Aufrechterhaltung einer bestimmten
Umgebungstemperatur für das Kühlgut im Vordergrund. Die Aufgabe einer schnellen Abkühlung,
d.h. eine Reduzierung der Temperatur des Kühlguts unter Abfuhr von Prozesswärme aus
dem Kühlgut, stellt sich in
US 2014/0260365 A1 nicht.
[0009] Weiterhin ist aus
WO 2015/106356 A1 ein elektrisches mobiles Gebläsemodul ohne eigenes Kühlaggregat zur Anordnung in
einer Kühlkammer bekannt, um in dieser eine Zwangsumwälzung der Kühlluft zu bewirken.
Dazu wird das Gebläsemodul am Ende einer Gasse abgestellt, zu deren Seiten Kühlgut
abgestellt ist. Mittels einer Plane wird die Gasse bis zum Gebläsemodul abgedeckt.
Durch das Gebläsemodul wird Luft aus der Gasse abgesaugt, so dass kühle Umgebungsluft
dazu gezwungen wird, durch das Kühlgut hindurchzustömen. Die angesaugte Luft wird
in die Kühlkammer geblasen und kann dann wieder durch das Kühlgut hindurch gesaugt
werden.
[0010] Schließlich ist aus
US 2013/0263614 ein Kühllager bekannt, bei dem zu Kühlzwecken eine Höhenanpassung der Stellplätze
an unterschiedliche hohe Produktstapel mittels einer schwingenden Klappe erfolgt.
Spezielle Schnellkühlplätze sind jedoch nicht vorgesehen.
[0011] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei bestehender Kühlkette und vorhandenem
Kühllager mit einfachsten Mitteln eine zumindest gelegentliche Steigerung der Herstellungskapazitäten
bei der Produktion von Kühlgut zu ermöglichen.
[0012] Diese Aufgabe wird durch ein Kühllager gemäß Patentanspruch 1 gelöst.
[0013] Etwaige Produktionsspitzen, welche die Kapazitäten eines vorhandenen Kühltunnels
oder vorhandener fest installierter Schnellkühlplätze übersteigen, können durch das
temporäre Einbringen eines oder mehrerer mobiler Gebläsemodule in das Lager aufgefangen
werden.
[0014] Die Gebläsemodule sind praktisch autark. Sie benötigen lediglich einen elektrischen
Anschluss. Hierdurch bleibt der bauliche Aufwand auf Seiten des Kühllagers minimal.
[0015] Je nach Bedarf können das oder die mobilen Gebläsemodule innerhalb des Kühllagers
schnell und einfach versetzt werden. Zudem kann deren Anordnung sehr flexibel lagerlogistischen
Gesichtspunkten angepasst werden.
[0016] Durch eine gleichmäßige Verteilung kann der Bildung von Wärmenestern im Kühllager
entgegengewirkt werden.
[0017] Da die mobilen Gebläsemodule zudem den Abmessungen der Stellplätze angepasst sind,
somit auf diesen abgestellt werden können, wird eine Bedienung des Lagers durch die
mobilen Gebläsemodule nicht beeinträchtigt.
[0018] Generell wird mit der vorliegenden Erfindung mit äußerst geringem Aufwand eine Flexibilisierung
der Kapazität einer Kühlkette erzielt, wodurch es möglich wird, Kühlüberkapazitäten
gering zu halten und damit Energie einzusparen.
[0019] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand weiterer Patentansprüche
So kann ein mobiles Gebläsemodul beispielsweise zwei gegenüberliegende Luftauslässe
aufweisen, die von einem Stellplatz aus auf zwei benachbarte Stellplätze gerichtet
sind. Hierdurch ist es möglich, mit einem mobilen Gebläsemodul gleichzeitig Kühlgut
an zwei Stellplätzen zu kühlen und somit den apparativen Aufwand besonders gering
zu halten. Durch eine individuelle Ansteuerung der beiden benachbarten Stellplätze
kann eine weitere Flexibilisierung erzielt werden.
[0020] Die mobilen Gebläsemodule sind, wie bereits erwähnt, den Abmessungen der Stellplätze
angepasst. Vorzugsweise können diese mit dem gleichen Regalbediengerät versetzt werden
wie das Kühlgut selbst.
[0021] Weiterhin kann eine Steuereinrichtung zur Ansteuerung des Regalbediengeräts und des
oder der mobilen Gebläsemodule vorgesehen sein, welche es ermöglicht, die Lagerverwaltung
weitgehend zu automatisieren. Vorzugsweise ist die Steuereinrichtung derart konfiguriert,
um nach einem vorgegebenen Zeitintervall das Kühlgut auf den Stellplatz an der gegenüberliegenden
Seite des mobilen Gebläsemoduls zu versetzen. Grundsätzlich kann jedoch auch das Gebläsemodul
auf den Stellplatz an der gegenüberliegenden Seite des Kühlguts versetzt werden, wozu
allerdings ein entsprechender elektrischer Anschluss des mobilen Gebläsemoduls an
dem neuen Stellplatz zu gewährleisten ist. Ferner ist es möglich, die Positionen des
Kühlguts und des mobilen Gebläsemoduls zu vertauschen. Hierdurch wird eine besonders
schnelle und wirkungsvolle Abkühlung des Kühlguts auf Lagertemperatur erzielt.
[0022] Das vorstehend erläuterte Kühllager ermöglicht einen Betrieb, bei dem Kühlgut mit
erhöhtem Kühlbedarf nach seinem Einschleusen in das Kühllager an einen Stellplatz
gebracht wird, welcher sich neben einem weiteren Stellplatz befindet, an dem ein mobiles
Gebläsemodul bereits abgestellt ist oder anschließend abgestellt wird, woraufhin durch
Einschalten des mobilen Gebläsemoduls das Kühlgut mit erhöhtem Kühlbedarf durch das
mobile Gebläsemodul mit in dem Kühllager befindlicher Luft beströmt und aufgrund des
hierdurch erhöhten Wärmeübergangs beschleunigt angekühlt wird.
[0023] Zur Beschleunigung der Abkühlung kann nach einem vorgegebenen Zeitintervall das Kühlgut
auf den Stellplatz an der gegenüberliegenden Seite des mobilen Gebläsemoduls versetzt
und von dort weiter mit Luft beströmt werden. Die Dauer des Zeitintervalls kann entweder
vorgegeben werden oder aber beispielsweise aus der Beobachtung der Temperatur des
Kühlguts resultieren. Wird eine bestimmte Zieltemperatur erreicht, erfolgt ein Versetzen
des Kühlguts.
[0024] Die Temperatur des Kühlguts kann beispielsweise mittels mindestens eines berührungslosen
Sensors gemessen werden. Es ist jedoch auch möglich, das mobile Gebläsemodul auf den
Stellplatz an der gegenüberliegenden Seite des Kühlguts zu versetzen und das Kühlgut
dann von der anderen Seite mit Luft zu beströmen. Ferner besteht die Möglichkeit,
die Positionen des Kühlguts und des mobilen Gebläsemoduls zu vertauschen und das Kühlgut
dann von der anderen Seite mit Luft zu beströmen.
[0025] Weiterhin kann das mobile Gebläsemodul mindestens eine Druckkammer, deren Luftauslässe
an Außenseiten des Gebläsemoduls einander gegenüberliegen, und mindestens einen Ventilator
zur Erzeugung eines Überdrucks in der mindestens einen Druckkammer umfassen.
[0026] Eine solche Einheit kann sehr flexibel in einem Kühllager eingesetzt werden. Sie
zeichnet sich durch einen äußerst einfachen Aufbau aus und benötigt im Kühllager lediglich
einen Stromanschluss. Die zur Kühlung eingesetzte Luft wird aus der unmittelbaren
Umgebung innerhalb des Kühllagers bezogen. Luftverteilschächte und sonstige bauliche
Maßnahmen auf Seiten des Kühllagers, wie sie in
DE 20 2005 000 167 U1 vorgeschlagen werden, sind vorliegend nicht erforderlich.
[0027] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung sind die Luftauslässe des mobilen Gebläsemoduls
als Düsenplatten mit einer Vielzahl von Auslassöffnungen ausgebildet, wobei die Auslassöffnungen
über die Fläche der jeweiligen Düsenplatte verteilt angeordnet sind. Hierdurch wird
über der gesamten Fläche der Luftauslässe ein günstiges Abströmverhalten erzielt,
wodurch sich beispielsweise auf Paletten gestapeltes Kühlgut sehr gleichmäßig abkühlen
lässt.
[0028] Das mobile Gebläsemodul kann mit zwei separaten Druckkammern ausgebildet werden,
welche durch einen zwischen diesen angeordneten Einlassschacht getrennt sind, wobei
in jeder Druckkammer ein Ventilator angeordnet ist, dessen Lufteinlass in den Einlassschacht
mündet. Dies ermöglicht ein individuelles Beströmen von zwei benachbarten Stellplätzen.
[0029] Über ein an dem mobilen Gebläsemodul vorgesehenes Steuergerät kann ein individuelles
Einstellen der Betriebszeiten der beiden Ventilatoren vorgenommen werden.
[0030] Ferner können die Ventilatoren als Radialventilatoren ausgebildet sein, deren Drehachse
senkrecht zur jeweiligen Düsenplatte verläuft. Dies ermöglicht im Vergleich zu Axialventilatoren
ein gleichmäßigeres Abströmverhalten der Luft an den Düsenplatten und gestattet die
Anbringung von zwei Druckkammern über der Fläche einer Europalette.
[0031] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Die Zeichnung zeigt in:
- Figur 1
- eine schematische Ansicht einer Kühlkette mit einem erfindungsgemäßen Kühllager,
- Figur 2
- eine Ansicht eines Kühllagers von oben mit mehreren mobilen Gebläsemodulen,
- Figur 3
- eine Seitenansicht mehrerer Stellplätze,
- Figur 4
- eine räumliche Ansicht eines ersten Ausführungsbeispiels eines mobilen Gebläsemoduls
nach der Erfindung,
- Figur 5
- eine räumliche Ansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels eines mobilen Gebläsemoduls
nach der Erfindung, und in
- Figur 6
- eine Schnittansicht des mobilen Gebläsemoduls gemäß Figur 5.
[0032] Die Ausführungsbeispiele beziehen sich auf eine Kühlkette für Kühlgut, worunter vorliegend
neben einigen industriellen Materialien und Produkten insbesondere Nahrungsmittel
wie beispielsweise Molkereiprodukte verstanden werden.
[0033] Solches Kühlgut gelangt, wie in Figur 1 dargestellt, nach Herstellung und Abfüllung
in einer hierfür geeigneten Anlage 1 in eine Palettiervorrichtung 2, wo die entsprechenden
Umverpackungen gegebenenfalls unter Zuhilfenahme von zusätzlichen Trägern auf einer
Palette gestapelt werden. Die mit Kühlgut beladene Palette wird anschließend in einen
Kühltunnel 3 eingebracht, um das Kühlgut beschleunigt abzukühlen. Nach erfolgter Abkühlung
wird die Palette in ein Kühllager 4 eingeschleust, wo sie bis zu ihrem Abtransport
verbleibt und auf Kühltemperatur gehalten wird.
[0034] Das in Figur 2 dargestellte Kühllager 4 weist eine Vielzahl von Stellplätzen 5 mit
gleichen Abmessungen zur Aufnahme von Kühlgut K auf. Die Stellplätze 5 sind so bemessen,
dass diese jeweils eine Palette mit Kühlgut aufnehmen können. Innerhalb des Kühllagers
4 liegen mehrere Stellplätze 5 nebeneinander. Vorzugsweise sind die Stellplätze 5
in Reihen 6 angeordnet. Zudem können nebeneinanderliegende Stellplätze 5 in ein oder
mehreren Ebenen übereinanderliegend angeordnet sein, wie dies in Figur 3 gezeigt ist.
Zwischen Stellplatzreihen 6 sind Gassen 7 vorgesehen, welche einen Zugang zu den Stellplätzen
5 für ein Regalbediengerät 8 ermöglichen.
[0035] Weiterhin ist in Figur 2 eine Kühleinrichtung 9 zur Kühlung der in dem Kühllager
4 befindlichen Luft zu erkennen. Mittels der Kühleinrichtung 9 wird die Lufttemperatur
in dem Kühllager 4 auf einer Temperatur im Bereich von etwa 0 bis 25°C, vorzugsweise
2 bis 10°C gehalten. Bei Bedarf kann die Temperatur kann auch unter dem Gefrierpunkt
von Wasser gehalten werden.
[0036] Reicht die Kapazität des Kühltunnels 3 nicht aus, kann Kühlgut von der Palettiervorrichtung
2 unmittelbar in das Kühllager 4 gebracht werden. Bei Kühlgut wie Joghurt würde es
ohne Kühlung in einem Kühltunnel 3 allerdings einige Tage dauern, bis das Kühlgut
im Inneren eines auf einer Palette angeordneten Stapels die gewünschte Kühltemperatur
erreicht. Um den Abkühlvorgang innerhalb des Kühllagers 4 zu beschleunigen, wird in
diesem Fall zusätzlich ein mobiles Gebläsemodul 10 in das Kühllager 4 eingeschleust.
[0037] Das mobile Gebläsemodul 10 ist den Abmessungen der Stellplätze 5 angepasst und kann
wahlweise auf einem der Stellplätze 5 abgestellt werden. Bei Bedarf können auch mehrere
mobile Gebläsemodule 10 in das Kühllager 4 eingeschleust werden, wie dies in Figur
2 dargestellt ist. Da die mobilen Gebläsemodule 10 auf den Stellplätzen 5 untergebracht
werden, bleibt eine Bedienung der weiteren Stellplätze 5 durch Regalbediengeräte 8
unbeeinträchtigt. Letztere sind nicht nur in der Lage, das Kühlgut an die gewünschten
Stellplätze 5 zu transportieren, sondern auch die mobilen Gebläsemodule 10 innerhalb
des Kühllagers 4 zu transportieren und abzustellen. Dazu können die mobilen Gebläsemodule
10 mit für das jeweilige Regalbediengerät 8 geeigneten Ankopplungsstrukturen versehen
sein, welche vorzugsweise in das Gestell des mobilen Gebläsemoduls 10 integriert sind.
[0038] Die mobilen Gebläsemodule 10 sind jeweils elektrisch betrieben und kommen ohne eigenes
Kühlaggregat aus. Sie sind derart konfiguriert, um von einem Stellplatz 5 aus mindestens
einen benachbarten Stellplatz 5 mit einem Luftstrom zu beaufschlagen. Durch die erhöhte
Strömungsgeschwindigkeit wird das neben dem mobilen Gebläsemodul 10 befindliche Kühlgut
schneller abgekühlt. Die hierfür benötigte Luft wird innerhalb des Kühllagers 4 aus
der Umgebung des Stellplatzes 5 des jeweiligen mobilen Gebläsemoduls 10 angesaugt.
Für das mobile Gebläsemodul 10 sind daher, abgesehen von einer Stromversorgung und
gegebenenfalls einer signaltechnischen Einbindung in ein Lagermanagementsystem keinerlei
weitere Maßnahmen auf Seiten des Kühllagers 4 erforderlich. Eine Nachrüstung der mobilen
Gebläsemodule 10 in ein bestehendes Kühllager 4 lässt sich daher mit minimalem Aufwand
bewerkstelligen.
[0039] Über die mobilen Gebläsemodule 10 lässt sich sehr kurzfristig die Kühlkapazität einer
Kühlkette steigern. Werden die mobilen Gebläsemodule 10 nicht mehr benötigt und ist
temporär eine höhere Lagerkapazität nötig, können diese kurzfristig aus dem Kühllager
4 entfernt werden. Über die mobilen Gebläsemodule 10 wird damit eine Flexibilisierung
der Kapazitäten einer Kühlkette erzielt, welche es ermöglicht, Engpässe zu vermeiden
sowie Kühlüberkapazitäten gering zu halten und damit Energie einzusparen.
[0040] Ausführungsbeispiele für ein mobiles Gebläsemodul 10 zur Verwendung in Kühllagern
4 sind in den Figuren 4 bis 6 näher dargestellt.
[0041] Im einfachsten Fall umfasst das mobile Gebläsemodul 10 eine Druckkammer 11, deren
Luftauslässe 15 und 16 an Außenseiten des mobilen Gebläsemoduls 10 einander gegenüberliegen,
wie dies in Figur 4 dargestellt ist. Den Luftauslässen 15 und 16 kann bei Bedarf jeweils
eine Luftleiteinrichtung 13 und 14 in Strömungsrichtung vorgeschaltet werden. Weiterhin
umfasst dieses mindestens einen Ventilator 17 zur Erzeugung eines Überdrucks in der
Druckkammer 11. Über eine Klappe 19 kann die Luftzufuhr zu den Luftauslässen 15 und
16 gesteuert werden, so dass beispielsweise auch nur über einen der Luftauslässe 15
und 16 Kühlluft abgegeben werden kann.
[0042] Bei dem in den Figuren 5 und 6 dargestellten Ausführungsbeispiel weist das mobile
Gebläsemodul 10 zwei separate Druckkammern 11 und 12 auf, welche durch einen zwischen
diesen angeordneten Einlassschacht 20 getrennt sind. In jeder Druckkammer 11 und 12
ist ein eigener Ventilator 17 und 18 angeordnet, dessen Lufteinlass in den Einlassschacht
20 mündet. Die Druckkammern 11 und 12 weisen jeweils einen Luftauslass 15 und 16 auf,
die einander an Außenseiten des mobilen Gebläsemoduls 10 gegenüberliegen. Gegebenenfalls
kann auch hier den Luftauslässen 15 und 16 jeweils eine Luftleiteinrichtung 13 und
14 vorgeschaltet sein. In den Figuren 5 und 6 ergibt sich damit eine in Bezug auf
den Einlasschacht 20 spiegelbildliche Anordnung der Druckkammern 11 und 12, Luftleiteinrichtungen
13 und 14 und Ventilatoren 17 und 18.
[0043] Es ist jedoch auch möglich, die Luftauslässe 15 und 16 über Eck anzuordnen oder solche
an drei oder allen vier Außenseiten eines in etwa quaderförmigen Gebläsemoduls 10
vorzusehen.
[0044] Die Luftauslässe 15 und 16 der vorgenannten Ausführungsbeispiele sind als Düsenplatten
21 mit einer Vielzahl von Auslassöffnungen 22 ausgebildet. Die Auslassöffnungen 22
können dabei im Wesentlichen über die gesamte Fläche der jeweiligen Düsenplatte 21
verteilt angeordnet sein, um eine gute Anströmung des Kühlguts zu erzielen.
[0045] Durch Verwendung von Ventilatoren 17 und 18, die als Radialventilatoren ausgebildet
sind und deren Drehachse A senkrecht zur jeweiligen Düsenplatte 21 verläuft kann insbesondere
bei mehreren Druckkammern 11 und 12 eine kompakte Bauweise sowie ein gleichmäßiger
Druckaufbau in den Druckkammern 11 und 12 erzielt werden. Der Strömungsverlauf ist
in Figur 6 durch Pfeile angedeutet.
[0046] Weiterhin kann an dem mobilen Gebläsemodul 10 ein Steuergerät 23 zum individuellen
Einstellen der Betriebszeiten der beiden Ventilatoren 17 und 18 vorgesehen werden.
Hierdurch können die dem mobilen Gebläsemodul 10 benachbarten Stellplätze individuell
mit Luft beströmt werden. Im Fall des erstgenanten Ausführungsbeispiels gemäß Figur
4 können zum gleichen Zweck der Ventilator 17 und die Klappe 19 angesteuert werden.
Über einen Sensor 24, beispielsweise eine Lichtschranke, kann die Anwesenheit eines
Kühlguts auf einem benachbarten Stellplatz 5 erkannt und daraufhin ein Anströmen des
Kühlguts gestartet werden.
[0047] Wird ein solches mobiles Gebläsemodul 10 auf einem Stellplatz 5 abgestellt, können
dessen gegenüberliegende Luftauslässe 15 und 16 auf die zwei benachbarten Stellplätze
5 gerichtet werden um dort befindliches Kühlgut verstärkt abzukühlen. Je nach Bedarf
wird hierzu entweder ein mobiles Gebläsemodul 10 zu dem betreffenden Kühlgut gebracht
oder aber zu kühlendes Kühlgut neben einem bereits an Ort und Stelle befindlichen
mobilen Gebläsemodul 10 abgestellt. Anschließend wird durch Einschalten des mobilen
Gebläsemoduls 10 das Kühlgut mit erhöhtem Kühlbedarf durch das mobile Gebläsemodul
10 mit in dem Kühllager 4 befindlicher Luft beströmt. Über das Steuergerät 23 kann
beispielsweise die benötigte Kühlzeit eingestellt werden.
[0048] Die Ansteuerung kann jedoch auch von einem zentralen Lagermanagementsystem aus erfolgen.
In einem automatisierten Kühllager 4 kann hierüber auch die Stellplatzbelegung sowie
die Betätigung der Regelbediengeräte 8 vorgenommen werden.
[0049] Um ein schnelleres und gleichmäßigeres Abkühlen zu erzielen, ist es zweckmäßig, das
zu kühlende Kühlgut von zwei Seiten mit Luft zu beströmen. Hierfür ist es grundsätzlich
möglich, das Kühlgut zwischen zwei mobilen Gebläsemodulen 10 zu platzieren, wobei
ein Anströmen gleichzeitig oder wechselweise vorgenommen werden kann. Durch einen
Platzwechsel ist es jedoch möglich, ein zweites mobiles Gebläsemodul einzusparen.
[0050] Eine Steuereinrichtung zur Ansteuerung des Regalbediengeräts 8 und des oder der mobilen
Gebläsemodule 10 kann dazu derart konfiguriert sein, um nach einem vorgegebenen Zeitintervall
das Kühlgut auf den Stellplatz 5 an der gegenüberliegenden Seite des mobilen Gebläsemoduls
10 zu versetzen, wo dieses weiter, nunmehr von der anderen Seite, mit Luft beströmt
wird. Alternativ wird das Gebläsemodul 10 auf den Stellplatz 5 an der gegenüberliegenden
Seite des Kühlguts versetzt und das Kühlgut dann von der anderen Seite mit Luft beströmt
werden. Weiterhin ist es möglich, die Positionen des Kühlguts und des mobilen Gebläsemoduls
10 zu vertauschen. Auch in diesem Fall wird das Kühlgut aufeinanderfolgend von zwei
gegenüberliegenden Seiten mit Luft beströmt. Diese Vorgänge können bei Bedarf wiederholt
werden.
[0051] Ferner besteht die Möglichkeit, beim Versetzen des Kühlguts und/oder des mobilen
Gebläsemoduls 10 eine Drehung vorzunehmen. Wird das Kühlgut versetzt, kann dieses
nach einer Drehung um 90° oder 180° wieder auf den ursprünglichen Stellplatz 5 zurückgesetzt
werden, so dass anschließend eine andere Seite desselben mit Kühlluft beströmt wird.
Bezugszeichenliste
[0052]
- 1
- Herstellungs- und Abfüllungsanlage
- 2
- Palettiervorrichtung
- 3
- Kühltunnel
- 4
- Kühllager
- 5
- Stellplatz
- 6
- Stellplatzreihe
- 7
- Gasse
- 8
- Regalbediengerät
- 9
- Kühleinrichtung
- 10
- mobiles Gebläsemodul
- 11
- Druckkammer
- 12
- Druckkammer
- 13
- Luftleiteinrichtung
- 14
- Luftleiteinrichtung
- 15
- Luftauslass
- 16
- Luftauslass
- 17
- Ventilator
- 18
- Ventilator
- 19
- Klappe
- 20
- Einlasschacht
- 21
- Düsenplatte
- 22
- Auslassöffnung
- 23
- Steuergerät
- 24
- Sensor
- A
- Drehachse des Ventilators
- K
- Kühlgut
1. Kühllager, umfassend:
eine Vielzahl von Stellplätzen (5) zur Aufnahme von Kühlgut, und
eine Kühleinrichtung (9) zur Kühlung der in dem Kühllager (4) befindlichen Luft, und
ein oder mehrere mobile Gebläsemodule (10) ohne eigenes Kühlaggregat, die in dem Kühllager
angeordnet sind, wobei jedes mobile Gebläsemodul (10) elektrisch betrieben ist,
wobei
die Stellplätze (5) derart bemessen sind, um jeweils eine Palette mit Kühlgut aufzunehmen,
wobei mehrere solcher Stellplätze (5) mit gleichen Abmessungen nebeneinander liegen,
und
jedes Gebläsemodul (10) den Abmessungen der Stellplätze (5) angepasst und wahlweise
auf einem der Stellplätze (5) abstellbar ist, um von einem Stellplatz (5) aus mindestens
einen benachbarten Stellplatz (5) mit einem Luftstrom zu beaufschlagen, für den Luft
innerhalb des Kühllagers (4) aus der Umgebung des Stellplatzes (5) des jeweiligen
mobilen Gebläsemoduls (10) angesaugt wird.
2. Kühllager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das mobile Gebläsemodul (4) zwei gegenüberliegende Luftauslässe (15, 16) aufweist,
die von einem Stellplatz (5) aus auf zwei benachbarte Stellplätze (5) gerichtet sind.
3. Kühllager nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch mindestens ein Regalbediengerät (8) zum Versetzen des Kühlguts sowie des mindestens
einen mobilen Gebläsemoduls (10).
4. Kühllager nach Anspruch 3,
gekennzeichnet durch eine Steuereinrichtung zur Ansteuerung des Regalbediengeräts (8) und des oder der
mobilen Gebläsemodule (10), welche derart konfiguriert ist, um nach einem vorgegebenen
Zeitintervall oder Erreichen einer Zieltemperatur entweder:
das Kühlgut auf den Stellplatz (5) an der gegenüberliegenden Seite des mobilen Gebläsemoduls
(10) zu versetzen oder
das Gebläsemodul (10) auf den Stellplatz (5) an der gegenüberliegenden Seite des Kühlguts
zu versetzen oder
die Positionen des Kühlguts und des mobilen Gebläsemoduls (10) zu vertauschen.
5. Kühllager nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass das mobile Gebläsemodul (10) umfasst:
- mindestens eine Druckkammer (11, 12),
- zwei Luftauslässe (15, 16) an der mindestens einen Druckkammer (11, 12), wobei die
zwei Luftauslässe (15, 16) an Außenseiten des mobilen Gebläsemoduls (10) einander
gegenüberliegen, und
- mindestens einen Ventilator (17, 18) zur Erzeugung eines Überdrucks in der mindestens
einen Druckkammer (11, 12).
6. Kühllager nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das mobile Gebläsemodul (10) zwei separate Druckkammern (11, 12) aufweist, welche
durch einen zwischen diesen angeordneten Einlassschacht (20) getrennt sind, wobei
in jeder Druckkammer (11, 12) ein Ventilator (17, 18) angeordnet ist, dessen Lufteinlass
in den Einlassschacht (20) mündet, um Kühlgut mit erhöhtem Kühlbedarf auf benachbarten
Stellplätzen (5) mit in dem Kühllager befindlicher Luft zu beströmen.
7. Kühllager nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftauslässe (15, 16) als Düsenplatten (21) mit einer Vielzahl von Auslassöffnungen
(22) ausgebildet sind, wobei die Auslassöffnungen (21) über die Fläche der jeweiligen
Düsenplatte (21) verteilt angeordnet sind.
8. Kühllager nach einem der Ansprüche 5 bis 7, gekennzeichnet durch ein Steuergerät (23) zum individuellen Einstellen der Betriebszeiten der beiden Ventilatoren
(17, 18).
9. Kühllager nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilatoren (17, 18) als Radialventilatoren ausgebildet sind, in deren Drehachse
(A) senkrecht zur jeweiligen Düsenplatte (21) verläuft.
10. Verfahren zum Betrieb eines Kühllagers gemäß einem der vorgenannten Ansprüche, bei
dem zu kühlendes Kühlgut mit erhöhtem Kühlbedarf nach seinem Einschleusen in das Kühllager
(4) an einen Stellplatz (5) gebracht wird, welcher sich neben einem weiteren Stellplatz
(5) befindet, an dem ein mobiles Gebläsemodul (10) ohne eigenes Kühlaggregat bereits
abgestellt ist oder anschließend abgestellt wird, und danach durch Einschalten des
mobilen Gebläsemoduls (10) das Kühlgut mit erhöhtem Kühlbedarf durch das mobile Gebläsemodul
(10) mit in dem Kühllager (4) befindlicher Luft beströmt wird.
11. Verfahren zum Betrieb eines Kühllagers nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
dass nach einem vorgegebenen Zeitintervall oder nach Erreichen einer Zieltemperatur entweder
das Kühlgut auf den Stellplatz (5) an der gegenüberliegenden Seite des mobilen Gebläsemoduls
(10) versetzt und von dort weiter mit Luft beströmt wird oder
das mobile Gebläsemodul (10) auf den Stellplatz (5) an der gegenüberliegenden Seite
des Kühlgut versetzt wird und das Kühlgut dann von der anderen Seite mit Luft beströmt
wird oder
die Positionen des Kühlgut und des mobilen Gebläsemoduls (10) vertauscht werden und
das Kühlgut dann von der anderen Seite mit Luft beströmt wird.
1. A cold warehouse, comprising:
a plurality of storage positions (5) for storing chilled goods, and
a cooling apparatus (9) for cooling the air in the cold warehouse (4), and one or
more mobile blower modules (10) without own cooling unit, which are positioned in
the cold warehouse, each mobile blower module (10) being electrically driven,
wherein
the dimensions of the storage positions (5) are such that they can each accommodate
one pallet with chilled goods, wherein several such storage positions (5) of the same
size are located next to one another, and
each blower module (10) is matched to the dimensions of the storage positions (5)
and can selectively be positioned on one of the storage positions (5), so as to subject,
from one storage position (5), at least one neighbouring storage position (5) to an
air stream, for which air within the cold warehouse (4) is sucked in from the surroundings
of the storage position (5) of the respective mobile blower module (10).
2. The cold warehouse according to Claim 1, characterised in that the mobile blower module (4) has two opposite air outlets (15, 16), which are directed
from one storage position (5) to two neighbouring storage positions (5).
3. The cold warehouse according to Claim 1 or 2, characterised by at least one shelf accessing device (8) for relocating the chilled goods as well
as the at least one mobile blower module (10).
4. The cold warehouse according to Claim 3,
characterised by a controller device for controlling the shelf accessing device (8) and the mobile
blower module(s) (10), which is configured to, after a predetermined interval of time
or upon reaching a target temperature:
relocate the chilled goods to the storage position (5) on the opposite side of the
blower module (10) or
relocate the blower module (10) to the storage position (5) on the opposite side of
the chilled goods or
interchange the positions of the chilled goods and the mobile blower module (10).
5. The cold warehouse according to Claims 1 to 4,
characterised in that the mobile blower module (10) comprises:
- at least one pressure chamber (11, 12),
- two air outlets (15, 16) on the at least one pressure chamber (11, 12), the two
air outlets (15, 16) being located opposite to one another on the outer sides of the
mobile blower module (10) and
- at least one fan (17, 18) for generating an overpressure in the at least one pressure
chamber (11, 12).
6. The cold warehouse according to Claim 5, characterised in that the mobile blower module (10) has two separate pressure chambers (11, 12), which
are separated by an intake shaft (20) arranged between them, wherein a fan (17, 18)
is fitted in each pressure chamber (11, 12), whose air inlet opens into the intake
shaft (20) to subject chilled goods with an increased cooling requirement at adjacent
storage positions (5) to an air stream of the air that is present in the cold warehouse.
7. The cold warehouse according to Claim 5 or 6, characterised in that the air outlets (15, 16) are formed as nozzle plates (21) with a plurality of outlet
openings (22), the outlet openings (21) being distributed over the surface area of
the respective nozzle plate (21).
8. The cold warehouse according to one of the Claims 5 to 7, characterised by a controller (23) for individually setting the operating times of the two fans (17,
18).
9. The cold warehouse according to one of the Claims 5 to 8, characterised in that the fans (17, 18) are designed as radial fans, in which the axis of rotation (A)
is perpendicular to the respective nozzle plate.
10. A method for operating a cold warehouse according to one of the preceding claims,
wherein chilled goods with an increased cooling requirement, after being introduced
into the cold warehouse (4), are brought to a storage position (5) that is situated
next to another storage position (5), at which a mobile blower module (1) without
its own cooling unit has already been positioned or will be positioned subsequently,
and thereafter, by switching on the mobile blower module (10), the chilled goods with
increased cooling requirement are subjected to an air stream of air that is present
in the cold warehouse (4) by the mobile blower module (10).
11. The method for operating a cold warehouse according to Claim 10, characterised in that after a predetermined interval of time, or upon reaching a target temperature, either
the chilled goods are relocated to the storage position (5) on the opposite side of
the mobile blower module (10) and from there, continue to be subjected to an air stream,
or
the mobile blower module (10) is moved to the storage position (5) on the opposite
side of the chilled goods, and the chilled goods are then subjected to an air stream
from the other side or
the position of the chilled goods and the mobile blower module (10) are interchanged
and the chilled goods are then subjected to a stream of air from the other side.
1. Entrepôt frigorifique comprenant :
une multitude d'emplacements (5) pour recevoir des produits à réfrigérer et
un dispositif de refroidissement (9) pour refroidir l'air qui se trouve dans l'entrepôt
frigorifique (4) et
un ou plusieurs modules soufflants (10) sans groupe réfrigérant propre qui sont placés
dans l'entrepôt frigorifique, chaque module soufflant (10) fonctionnant électriquement,
cependant que les emplacements (5) sont dimensionnés pour recevoir une palette de
produits à réfrigérer chacun, cependant que plusieurs de ces emplacements (5) sont
juxtaposés avec les mêmes dimensions et
que chaque module soufflant (10) est adapté aux dimensions des emplacements (5) et
peut être déposé de manière sélective sur l'un des emplacements (5) pour impacter
avec un courant d'air d'au moins un emplacement voisin (5) à partir d'un emplacement
(5), courant pour lequel l'air est aspiré à l'intérieur de l'entrepôt frigorifique
(4) de l'environnement de l'emplacement (5) du module soufflant mobile respectif (10).
2. Entrepôt frigorifique selon la revendication 1, caractérisé en ce que le module soufflant mobile (4) présente deux sorties d'air opposées (15, 16) qui
sont orientées à partir d'un emplacement (5) sur deux emplacements voisins (5).
3. Entrepôt frigorifique selon la revendication 1 ou 2, caractérisé par au moins un transstockeur (8) pour déplacer les produits à réfrigérer ainsi que le
au moins un module soufflant mobile (10).
4. Entrepôt frigorifique selon la revendication 3, caractérisé par un dispositif de commande pour commander le transstockeur (8) et le ou les modules
soufflants mobiles (10) qui sont configurés de manière à déplacer, après un intervalle
de temps prédéterminé ou après qu'une température cible ait été atteinte,
les produits à réfrigérer sur l'emplacement (5) sur le côté opposé du module soufflant
mobile (10) ou
à déplacer le module soufflant (10) sur l'emplacement (5) sur le côté opposé des produits
à réfrigérer ou
d'échanger les positions des produits à réfrigérer et du module soufflant mobile (10).
5. Entrepôt frigorifique selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que le module soufflant mobile (10) comprend :
- au moins une chambre pressurisée (11, 12),
- deux sorties d'air (15, 16) sur la au moins une chambre pressurisée (11, 12), cependant
que les deux sorties d'air (15, 16) sont en face l'une de l'autre sur des côtés extérieurs
du module soufflant mobile (10) et
- au moins un ventilateur (17, 18) pour produire une surpression dans la au moins
une chambre pressurisée (11, 12).
6. Entrepôt frigorifique selon la revendication 5, caractérisé en ce que le module soufflant mobile (10) présente deux chambres pressurisées (11, 12) qui
sont séparées par une goulotte d'entrée (20) placée entre celles-ci, cependant qu'un
ventilateur (17, 18) est placé dans chaque chambre pressurisée (11, 12), ventilateur
dont l'entrée d'air débouche dans la goulotte d'entrée (20) pour envoyer de l'air
qui se trouve dans l'entrepôt frigorifique sur les produits à réfrigérer ayant des
besoins en air élevés sur des emplacements voisins (5).
7. Entrepôt frigorifique selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que les sorties d'air (15, 16) sont conçues comme des plaques à buse (21) avec une multitude
d'orifices de sortie (22), cependant que les orifices de sortie (21) sont placés répartis
sur la surface de la plaque à buses respective (21).
8. Entrepôt frigorifique selon l'une des revendications 5 à 7, caractérisé par un appareil de commande (23) pour le réglage individuel des temps de fonctionnement
des deux ventilateurs (17, 18).
9. Entrepôt frigorifique selon l'une des revendications 5 à 8, caractérisé en ce que les ventilateurs (17, 18) sont conçus comme des ventilateurs radiaux dont l'axe de
rotation (A) passe perpendiculairement à la plaque de buses respective.
10. Procédé pour exploiter un entrepôt frigorifique selon l'une des revendications précédentes
avec lequel des produits à réfrigérer avec un besoin de refroidissement accru sont
amenés, après avoir été introduits dans l'entrepôt frigorifique (4), à un emplacement
qui se trouve à côté d'un autre emplacement (5) sur lequel un module soufflant mobile
(10) sans groupe réfrigérant propre est déjà déposé ou sera ensuite déposé et qu'ensuite
après avoir mis en marche le module soufflant mobile (10) de l'air qui se trouve dans
l'entrepôt frigorifique est envoyé sur les produits à réfrigérer ayant des besoins
en air élevés par le module soufflant mobile (10).
11. Procédé pour exploiter un entrepôt frigorifique selon la revendication 10, caractérisé en ce qu'après un intervalle de temps prédéterminé ou après qu'une température cible ait été
atteinte,
les produits à réfrigérer sont déplacés sur l'emplacement (5) sur le côté opposé du
module soufflant mobile (10) et que de l'air continue à y être envoyé ou
que le module soufflant (10) est déplacé sur l'emplacement (5) sur le côté opposé des
produits à réfrigérer et que de l'air continue alors à être envoyé sur les produits
à réfrigérer à partir de l'autre côté ou
que les positions des produits à réfrigérer et du module soufflant mobile (10) sont échangées
et que de l'air est envoyé sur les produits à réfrigérer à partir de l'autre côté.